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Groups > de.sci.electronics > #234717 > unrolled thread

Frage zu einer Röhre 572B

Started byPeter Thoms <dl6lat@darc.de>
First post2017-10-29 20:48 +0100
Last post2017-10-30 20:39 +0100
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Contents

  Frage zu einer Röhre 572B Peter Thoms <dl6lat@darc.de> - 2017-10-29 20:48 +0100
    Re: Frage zu einer Röhre 572B Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2017-10-29 22:39 +0100
      Re: Frage zu einer Röhre 572B Peter Thoms <dl6lat@darc.de> - 2017-10-29 22:54 +0100
        Re: Frage zu einer Röhre 572B Leo Baumann <charly020664@yahoo.de> - 2017-10-29 23:17 +0100
        Re: Frage zu einer Röhre 572B Roland Krause <roland.krause9@freenet.de> - 2017-10-30 21:09 +0100
      Re: Frage zu einer Röhre 572B Peter Thoms <dl6lat@darc.de> - 2017-10-31 23:23 +0100
        Re: Frage zu einer Röhre 572B Peter Thoms <dl6lat@darc.de> - 2017-10-31 23:26 +0100
    Re: Frage zu einer Röhre 572B Roland Krause <roland.krause9@freenet.de> - 2017-10-30 09:51 +0100
      Re: Frage zu einer Röhre 572B Gerhard Hoffmann <gerhard@hoffmann-hochfrequenz.de> - 2017-10-30 13:22 +0100
        Re: Frage zu einer Röhre 572B Roland Krause <roland.krause9@freenet.de> - 2017-10-30 14:22 +0100
          Re: Frage zu einer Röhre 572B Gerhard Hoffmann <gerhard@hoffmann-hochfrequenz.de> - 2017-11-01 09:51 +0100
            Re: Frage zu einer Röhre 572B Peter Thoms <dl6lat@darc.de> - 2017-11-01 11:10 +0100
              Re: Frage zu einer Röhre 572B Gerhard Hoffmann <gerhard@hoffmann-hochfrequenz.de> - 2017-11-01 11:53 +0100
                Re: Frage zu einer Röhre 572B Peter Thoms <dl6lat@darc.de> - 2017-11-01 13:38 +0100
                Re: Frage zu einer Röhre 572B Peter Thoms <dl6lat@darc.de> - 2017-11-01 13:51 +0100
            Re: Frage zu einer Röhre 572B Roland Krause <roland.krause9@freenet.de> - 2017-11-02 19:33 +0100
      Re: Frage zu einer Röhre 572B Alexander Schreiber <als@usenet.thangorodrim.de> - 2017-10-30 14:50 +0100
        Re: Frage zu einer Röhre 572B Roland Krause <roland.krause9@freenet.de> - 2017-10-30 21:01 +0100
    Re: Frage zu einer Röhre 572B Roland Krause <roland.krause9@freenet.de> - 2017-10-30 14:32 +0100
      Re: Frage zu einer Röhre 572B Peter Thoms <dl6lat@darc.de> - 2017-10-30 19:53 +0100
        Re: Frage zu einer Röhre 572B Roland Krause <roland.krause9@freenet.de> - 2017-10-30 20:56 +0100
      Re: Frage zu einer Röhre 572B Roland Krause <roland.krause9@freenet.de> - 2017-10-30 20:39 +0100

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#234717 — Frage zu einer Röhre 572B

FromPeter Thoms <dl6lat@darc.de>
Date2017-10-29 20:48 +0100
SubjectFrage zu einer Röhre 572B
Message-ID<ot5bb9$7p3$1@news.albasani.net>
Hallo,

hier das Datenblatt der Röhre
https://frank.pocnet.net/sheets/084/5/572B.pdf

Als Beispiel gilt der Class B Verstärker auf der Seite 2.
(Eintakt, Gitter auf 0V, Anodenspannung auf 2500V, Spitzenspannung fast 5kV)
Seite 3 zeigt das Kennliniefeld des Rohres.
Wie wird das Kennlinienfeld anhand des Beispiels ausgewertet, bzw. was 
ist per Hand zu ergänzen?


Peter

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#234723

FromRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
Date2017-10-29 22:39 +0100
Message-ID<ot5hqf$e8k$1@dont-email.me>
In reply to#234717
Peter Thoms schrieb:
> Hallo,
>
> hier das Datenblatt der Röhre
> https://frank.pocnet.net/sheets/084/5/572B.pdf
>
> Als Beispiel gilt der Class B Verstärker auf der Seite 2.
> (Eintakt, Gitter auf 0V, Anodenspannung auf 2500V, Spitzenspannung fast 5kV)
> Seite 3 zeigt das Kennliniefeld des Rohres.
> Wie wird das Kennlinienfeld anhand des Beispiels ausgewertet, bzw. was ist per Hand zu ergänzen?

Das Datenblatt ist für mich verwirrlich. Die Datenblätter
der Röhren von Svetlana oder Shuguang finde ich klarer.

Denke daran, diese Röhren sind eigentlich Senderendstufenröhren,
bright filament, direkt geheizt, keine leistungslose Ansteuerung,
Gitterstrombereich, normalerweise Gitterbasisschaltung.
Daten beziehen sich typischerweise auf Vollaussteurung, auch die
"Audio-"Daten, daher Achtung bei den Angaben der Gitterspannung.
An Kleinsignal-, HiFi, Störabstand und dergleichen würde ich gar
nicht erst denken.

-- 
mfg Rolf Bombach

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#234724

FromPeter Thoms <dl6lat@darc.de>
Date2017-10-29 22:54 +0100
Message-ID<ot5im9$kqd$1@news.albasani.net>
In reply to#234723
Am 29.10.2017 um 22:39 schrieb Rolf Bombach:
> Peter Thoms schrieb:
>> Hallo,
>>
>> hier das Datenblatt der Röhre
>> https://frank.pocnet.net/sheets/084/5/572B.pdf
>>
>> Als Beispiel gilt der Class B Verstärker auf der Seite 2.
>> (Eintakt, Gitter auf 0V, Anodenspannung auf 2500V, Spitzenspannung 
>> fast 5kV)
>> Seite 3 zeigt das Kennliniefeld des Rohres.
>> Wie wird das Kennlinienfeld anhand des Beispiels ausgewertet, bzw. was 
>> ist per Hand zu ergänzen?
> 
> Das Datenblatt ist für mich verwirrlich. Die Datenblätter
> der Röhren von Svetlana oder Shuguang finde ich klarer.
> 
> Denke daran, diese Röhren sind eigentlich Senderendstufenröhren,
> bright filament, direkt geheizt, keine leistungslose Ansteuerung,
> Gitterstrombereich, normalerweise Gitterbasisschaltung.
> Daten beziehen sich typischerweise auf Vollaussteurung, auch die
> "Audio-"Daten, daher Achtung bei den Angaben der Gitterspannung.
> An Kleinsignal-, HiFi, Störabstand und dergleichen würde ich gar
> nicht erst denken.
Hallo,

tja, ohne Handeintrag fehlen irgendwie Schnittpunkte.
Frage:
Wenn das Rohr voll ausgesteuert wird (peak Ianode), muß ich von der 
Betriebsspannung wieviel Spannung für die Gitterspeisung gegenrechnen?

Kann es sein, dass ich eine Gerade quer durch das Bild schlagen müsste, 
von Uplate 2500V/ Ugitter 0V nach irgendwo?


Peter

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#234725

FromLeo Baumann <charly020664@yahoo.de>
Date2017-10-29 23:17 +0100
Message-ID<ot5k2a$9th$1@solani.org>
In reply to#234724
Am 29.10.2017 um 22:54 schrieb Peter Thoms:
> Hallo,
> 
> tja, ohne Handeintrag fehlen irgendwie Schnittpunkte.
> Frage:
> Wenn das Rohr voll ausgesteuert wird (peak Ianode), muß ich von der 
> Betriebsspannung wieviel Spannung für die Gitterspeisung gegenrechnen?
> 
> Kann es sein, dass ich eine Gerade quer durch das Bild schlagen müsste, 
> von Uplate 2500V/ Ugitter 0V nach irgendwo?
> 
> 
> Peter

Das könntest Du in der Ausgangskennlinie I_A über U_A machen - hier nicht

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#234763

FromRoland Krause <roland.krause9@freenet.de>
Date2017-10-30 21:09 +0100
Message-ID<f5pf7fFb1vbU1@mid.individual.net>
In reply to#234724
Am 29.10.17 um 22:54 schrieb Peter Thoms:
> Am 29.10.2017 um 22:39 schrieb Rolf Bombach:
>> Peter Thoms schrieb:
>>> Hallo,
>>>
>>> hier das Datenblatt der Röhre
>>> https://frank.pocnet.net/sheets/084/5/572B.pdf
>>>
>>> Als Beispiel gilt der Class B Verstärker auf der Seite 2.
>>> (Eintakt, Gitter auf 0V, Anodenspannung auf 2500V, Spitzenspannung 
>>> fast 5kV)
>>> Seite 3 zeigt das Kennliniefeld des Rohres.
>>> Wie wird das Kennlinienfeld anhand des Beispiels ausgewertet, bzw. 
>>> was ist per Hand zu ergänzen?
>>
>> Das Datenblatt ist für mich verwirrlich. Die Datenblätter
>> der Röhren von Svetlana oder Shuguang finde ich klarer.
>>
>> Denke daran, diese Röhren sind eigentlich Senderendstufenröhren,
>> bright filament, direkt geheizt, keine leistungslose Ansteuerung,
>> Gitterstrombereich, normalerweise Gitterbasisschaltung.
>> Daten beziehen sich typischerweise auf Vollaussteurung, auch die
>> "Audio-"Daten, daher Achtung bei den Angaben der Gitterspannung.
>> An Kleinsignal-, HiFi, Störabstand und dergleichen würde ich gar
>> nicht erst denken.
> Hallo,
> 
> tja, ohne Handeintrag fehlen irgendwie Schnittpunkte.
> Frage:
> Wenn das Rohr voll ausgesteuert wird (peak Ianode), muß ich von der 
> Betriebsspannung wieviel Spannung für die Gitterspeisung gegenrechnen?
> 
> Kann es sein, dass ich eine Gerade quer durch das Bild schlagen müsste, 
> von Uplate 2500V/ Ugitter 0V nach irgendwo?
> 
Ja, die Lastgerade. Exakt. Bei dem Strom 0 hast Du die Betriebsspannung 
an der Anode und bei maximalem Anodenstrom praktisch so 20V oder mehr. 
Theoretisch erstmal 0V nehmen :) Die Schnittpunkte der Lastgeraden mit 
deinen Ausgangskennlinien (die getrichelten) sind dann reale 
Betriebszustände, die Du bei Aussteuerung durchläufst.
> 
> Peter


-- 
Roland - roland.krause9@freenet.de

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#234807

FromPeter Thoms <dl6lat@darc.de>
Date2017-10-31 23:23 +0100
Message-ID<otat46$n2c$1@news.albasani.net>
In reply to#234723
Am 29.10.2017 um 22:39 schrieb Rolf Bombach:
> Peter Thoms schrieb:
>> Hallo,
>>
>> hier das Datenblatt der Röhre
>> https://frank.pocnet.net/sheets/084/5/572B.pdf
>>
>> Als Beispiel gilt der Class B Verstärker auf der Seite 2.
>> (Eintakt, Gitter auf 0V, Anodenspannung auf 2500V, Spitzenspannung 
>> fast 5kV)
>> Seite 3 zeigt das Kennliniefeld des Rohres.
>> Wie wird das Kennlinienfeld anhand des Beispiels ausgewertet, bzw. was 
>> ist per Hand zu ergänzen?
> 
> Das Datenblatt ist für mich verwirrlich. Die Datenblätter
> der Röhren von Svetlana oder Shuguang finde ich klarer.
> 
> Denke daran, diese Röhren sind eigentlich Senderendstufenröhren,
> bright filament, direkt geheizt, keine leistungslose Ansteuerung,
> Gitterstrombereich, normalerweise Gitterbasisschaltung.
> Daten beziehen sich typischerweise auf Vollaussteurung, auch die
> "Audio-"Daten, daher Achtung bei den Angaben der Gitterspannung.
> An Kleinsignal-, HiFi, Störabstand und dergleichen würde ich gar
> nicht erst denken.
Hallo,

vielen Dank erst mal.
Was mir langsam klar geworden ist: das Diagramm zeigt kurzzeitige 
Spitzenwerte auf.

Ein älterer Herr, dem man jedes Nuscheln von den Lippen als Wahr 
abnimmt, meinte aber statt Spitzenwerte verquast und unausgesprochen 
Mittelwerte und Effektivwerte.
Niemand konnte mir den Grund für der Werte-Differenzen erklären
Es hatte eine Weile gedauert, bis ich auf den Knackpunkt kam ...

Hier zum Abschied noch zwei nützliche Links
a) um von den Spitzenwerten aus dem Datenblatt auf
Mittelwerte und Effektivwerte zu kommen:
http://www.cpii.com/docs/related/22/AB5.pdf

b) und für die Berechnung der Ausgangsbeschaltung
http://www.herdprotect.com/domain-www.tonnesoftware.com.aspx


Peter

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#234808

FromPeter Thoms <dl6lat@darc.de>
Date2017-10-31 23:26 +0100
Message-ID<otata3$n8l$1@news.albasani.net>
In reply to#234807
Am 31.10.2017 um 23:23 schrieb Peter Thoms:
> Hier zum Abschied noch zwei nützliche Links
> a) um von den Spitzenwerten aus dem Datenblatt auf
> Mittelwerte und Effektivwerte zu kommen:
> http://www.cpii.com/docs/related/22/AB5.pdf
> 
> b) und für die Berechnung der Ausgangsbeschaltung
> http://www.herdprotect.com/domain-www.tonnesoftware.com.aspx
http://www.herdprotect.com/pielinstall217.exe-f49fbea85eb0033fc98e8b9bf8791ac4ba1e3d14.aspx

> 
> Peter

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#234734

FromRoland Krause <roland.krause9@freenet.de>
Date2017-10-30 09:51 +0100
Message-ID<f5o7h3F1pcaU1@mid.individual.net>
In reply to#234717
Am 29.10.17 um 20:48 schrieb Peter Thoms:
> Hallo,
> 
> hier das Datenblatt der Röhre
> https://frank.pocnet.net/sheets/084/5/572B.pdf
> 
> Als Beispiel gilt der Class B Verstärker auf der Seite 2.
> (Eintakt, Gitter auf 0V, Anodenspannung auf 2500V, Spitzenspannung fast 
> 5kV)
> Seite 3 zeigt das Kennliniefeld des Rohres.
> Wie wird das Kennlinienfeld anhand des Beispiels ausgewertet, bzw. was 
> ist per Hand zu ergänzen?
> 
> 
> Peter
Es sieht so aus, als ob diese Röhre eine positive Gitterspannung 
braucht, für Class B so +50V. Anodenspannung 2,5kV ist für die Röhre in 
A-Schaltung absolut tötlich, Die Maximale Betriebsspannung ist 2500V und 
die Anodenspannung dann 1250V. Nur in einer Gegentaktschaltung wäre die 
Anodenspannung gleich der Betriebsspannung. Ich würde da jedenfalls 
deutlich drunter bleiben. Bei Maximalleistung bedanken sich Röhren gern 
mit knistern und kurzer Lebenserwartung. Dieses Schätzchen wird ja wohl 
ein paar Hunderter kosten?

Du musst dir darüber im klaren sein, dass die Verkabelung im inneren 
etwa so aussehen muss wie die Zündanlage von einem Benzinmotor?
Normale Stromkabel sind nur bis etwa 600V sicher.

Zu den Kennlinien: Die getrichelten Linien zeigen wohl den Anodenstrom, 
die Kurven gehen auch nur bis 1200V! Etwa maximale Anodenspannung.
Damit stellt man den Arbeitspunkt ein. Die durchgezogenen Linien 
verstehe ich nicht.

Die Anschlussbelegung hat wohl auch einen Fehler? Die Anode dürfte die 
Kappe sein, ein Gitter gibt es auch, wo ist die Kathode?

Ich würde mal nach einem besseren Datenblatt suchen.


-- 
Roland - roland.krause9@freenet.de

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#234744

FromGerhard Hoffmann <gerhard@hoffmann-hochfrequenz.de>
Date2017-10-30 13:22 +0100
Message-ID<f5ojsmF4iivU1@mid.individual.net>
In reply to#234734
Am 30.10.2017 um 09:51 schrieb Roland Krause:

> Es sieht so aus, als ob diese Röhre eine positive Gitterspannung 
> braucht, für Class B so +50V. Anodenspannung 2,5kV ist für die Röhre in 
> A-Schaltung absolut tötlich, Die Maximale Betriebsspannung ist 2500V und 
> die Anodenspannung dann 1250V. Nur in einer Gegentaktschaltung wäre die 
> Anodenspannung gleich der Betriebsspannung. Ich würde da jedenfalls 
> deutlich drunter bleiben. Bei Maximalleistung bedanken sich Röhren gern 
> mit knistern und kurzer Lebenserwartung. Dieses Schätzchen wird ja wohl 
> ein paar Hunderter kosten?

????
> 
> Du musst dir darüber im klaren sein, dass die Verkabelung im inneren 
> etwa so aussehen muss wie die Zündanlage von einem Benzinmotor?
> Normale Stromkabel sind nur bis etwa 600V sicher.

Nein, die Verdrahtung pflegte aus blanken Drähten auf Keramik-
Abstandshaltern zu bestehen. Wer reingreift ist selber schuld.

In einem früheren Leben, als ich noch Schüler war, habe ich mal
eine Endstufe mit 4 von den Dingern in Betrieb gesehen.
Genau genommen 4 * 811A, für die ist das ja ein Ersatztyp.
Das war eine ziemlich leuchtende Angelegenheit mit hellgelben
Kathoden, leuchtend roten Anoden und lila leuchtenden
Anodengleichrichter-Röhren.

> Zu den Kennlinien: Die getrichelten Linien zeigen wohl den Anodenstrom, 
> die Kurven gehen auch nur bis 1200V! Etwa maximale Anodenspannung.
> Damit stellt man den Arbeitspunkt ein. Die durchgezogenen Linien 
> verstehe ich nicht.

Nein, die Kurven gehen bis 2800V. Die gestrichelten enden dort,
wo die maximale Gitterverlustleistung durch den Anlaufstrom
erreicht wird. Daneben steht deutlich "grid current", was soviel
bedeutet wie "Brian", äh, wie Gitterstrom.

Die DC plate voltage in einem 30 MHz SSB-Sender ist ganz bestimmt
nicht die momentane HF-Spannung an der Anode.  Für 2500 V DC plate
voltage (typical & max. rating) kann die momentane Anodenspannung
durchaus mal 5KV werden, Transformator /Pi-Filter sei Dank.

> 
> Die Anschlussbelegung hat wohl auch einen Fehler? Die Anode dürfte die 
> Kappe sein, ein Gitter gibt es auch, wo ist die Kathode?
> 
> Ich würde mal nach einem besseren Datenblatt suchen.

Das Datenblatt hat es eigentlich für die letzten 52 Jahre getan.
Alternativ könntest du suchen, wie das mit einer direkt
geheizten Kathode funktioniert.

Gruß, Gerhard

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#234745

FromRoland Krause <roland.krause9@freenet.de>
Date2017-10-30 14:22 +0100
Message-ID<f5onc6F5d9eU1@mid.individual.net>
In reply to#234744
Am 30.10.17 um 13:22 schrieb Gerhard Hoffmann:
> Am 30.10.2017 um 09:51 schrieb Roland Krause:
> 
>> Es sieht so aus, als ob diese Röhre eine positive Gitterspannung 
>> braucht, für Class B so +50V. Anodenspannung 2,5kV ist für die Röhre 
>> in A-Schaltung absolut tötlich, Die Maximale Betriebsspannung ist 
>> 2500V und die Anodenspannung dann 1250V. Nur in einer 
>> Gegentaktschaltung wäre die Anodenspannung gleich der 
>> Betriebsspannung. Ich würde da jedenfalls deutlich drunter bleiben. 
>> Bei Maximalleistung bedanken sich Röhren gern mit knistern und kurzer 
>> Lebenserwartung. Dieses Schätzchen wird ja wohl ein paar Hunderter 
>> kosten?
> 
> ????
>>
>> Du musst dir darüber im klaren sein, dass die Verkabelung im inneren 
>> etwa so aussehen muss wie die Zündanlage von einem Benzinmotor?
>> Normale Stromkabel sind nur bis etwa 600V sicher.
> 
> Nein, die Verdrahtung pflegte aus blanken Drähten auf Keramik-
> Abstandshaltern zu bestehen. Wer reingreift ist selber schuld.
Wer saugt das Ozon ab? Ziemlich Lebensmüde.
> 
> In einem früheren Leben, als ich noch Schüler war, habe ich mal
> eine Endstufe mit 4 von den Dingern in Betrieb gesehen.
> Genau genommen 4 * 811A, für die ist das ja ein Ersatztyp.
> Das war eine ziemlich leuchtende Angelegenheit mit hellgelben
> Kathoden, leuchtend roten Anoden und lila leuchtenden
> Anodengleichrichter-Röhren.
> 
>> Zu den Kennlinien: Die getrichelten Linien zeigen wohl den 
>> Anodenstrom, die Kurven gehen auch nur bis 1200V! Etwa maximale 
>> Anodenspannung.
>> Damit stellt man den Arbeitspunkt ein. Die durchgezogenen Linien 
>> verstehe ich nicht.
> 
> Nein, die Kurven gehen bis 2800V. Die gestrichelten enden dort,
> wo die maximale Gitterverlustleistung 
Quark, das ist der Arbeitspunkt. Bei Aussteurung waren wir noch nicht.
durch den Anlaufstrom
> erreicht wird. Daneben steht deutlich "grid current", was soviel
> bedeutet wie "Brian", äh, wie Gitterstrom.
> 
> Die DC plate voltage in einem 30 MHz SSB-Sender ist ganz bestimmt
> nicht die momentane HF-Spannung an der Anode.  Für 2500 V DC plate
> voltage (typical & max. rating) kann die momentane Anodenspannung
> durchaus mal 5KV werden, Transformator /Pi-Filter sei Dank.
Bei einem Arbeitspunkt von 1200V und Vollaussteuerung schwankt die 
Augangsspannung dann theoretisch zwischen 0V und 2400V. Das wolltest Du 
vermutlich sagen? Gilt natürlich bei ohmscher Last. Wenn mann das nicht 
schafft ....
> 
>>
>> Die Anschlussbelegung hat wohl auch einen Fehler? Die Anode dürfte die 
>> Kappe sein, ein Gitter gibt es auch, wo ist die Kathode?
Also ich nehme mal an es gibt zwei Kappen und die Darstellen ist "von 
der Seite".
>>
>> Ich würde mal nach einem besseren Datenblatt suchen.
> 
> Das Datenblatt hat es eigentlich für die letzten 52 Jahre getan.
> Alternativ könntest du suchen, wie das mit einer direkt
> geheizten Kathode funktioniert.
> 
> Gruß, Gerhard
> 


-- 
Roland - roland.krause9@freenet.de

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#234817

FromGerhard Hoffmann <gerhard@hoffmann-hochfrequenz.de>
Date2017-11-01 09:51 +0100
Message-ID<f5tg8jF8qo8U1@mid.individual.net>
In reply to#234745
Am 30.10.2017 um 14:22 schrieb Roland Krause:
> Am 30.10.17 um 13:22 schrieb Gerhard Hoffmann:
>> Am 30.10.2017 um 09:51 schrieb Roland Krause:

>>
>> Die DC plate voltage in einem 30 MHz SSB-Sender ist ganz bestimmt
>> nicht die momentane HF-Spannung an der Anode.  Für 2500 V DC plate
>> voltage (typical & max. rating) kann die momentane Anodenspannung
>> durchaus mal 5KV werden, Transformator /Pi-Filter sei Dank.
> Bei einem Arbeitspunkt von 1200V und Vollaussteuerung schwankt die 
> Augangsspannung dann theoretisch zwischen 0V und 2400V. Das wolltest Du 
> vermutlich sagen? Gilt natürlich bei ohmscher Last. Wenn mann das nicht 
> schafft ....

Ich wollte sagen, dass die Röhre für eine DC-Anodenspannung von
2500 Volt taugt. Ich glaube nicht, dass ich irgendwie undeutlich war.
Die Spitzenspannung ist in der vorgesehenen Anwendung dann 5 KV.

Tip: Die DC-Anodenspannung ist das, was man typischerweise an dem
großen, fetten Elko messen kann.

Wenn's vorkommt, muss es möglich sein.
Z.B. in einem industriell hergestelltem Verstärker:

<   https://flic.kr/p/G5FbGP   >
<   https://flic.kr/p/G5Fbdx   >

Das erschlägt dann auch gleich deine Vermutung bezüglich bestimmt
ganz schwieriger Ansteuerung und Schwingneigung.

>>> Die Anschlussbelegung hat wohl auch einen Fehler? Die Anode dürfte 
>>> die Kappe sein, ein Gitter gibt es auch, wo ist die Kathode?
> Also ich nehme mal an es gibt zwei Kappen und die Darstellen ist "von 
> der Seite".

Nur wenn du die Narrenkappe mitzählst.


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#234822

FromPeter Thoms <dl6lat@darc.de>
Date2017-11-01 11:10 +0100
Message-ID<otc6ip$n01$1@news.albasani.net>
In reply to#234817
Am 01.11.2017 um 09:51 schrieb Gerhard Hoffmann:
> Am 30.10.2017 um 14:22 schrieb Roland Krause:
>> Am 30.10.17 um 13:22 schrieb Gerhard Hoffmann:
>>> Am 30.10.2017 um 09:51 schrieb Roland Krause:
> 
>>>
>>> Die DC plate voltage in einem 30 MHz SSB-Sender ist ganz bestimmt
>>> nicht die momentane HF-Spannung an der Anode.  Für 2500 V DC plate
>>> voltage (typical & max. rating) kann die momentane Anodenspannung
>>> durchaus mal 5KV werden, Transformator /Pi-Filter sei Dank.
>> Bei einem Arbeitspunkt von 1200V und Vollaussteuerung schwankt die 
>> Augangsspannung dann theoretisch zwischen 0V und 2400V. Das wolltest 
>> Du vermutlich sagen? Gilt natürlich bei ohmscher Last. Wenn mann das 
>> nicht schafft ....
> 
> Ich wollte sagen, dass die Röhre für eine DC-Anodenspannung von
> 2500 Volt taugt. Ich glaube nicht, dass ich irgendwie undeutlich war.
> Die Spitzenspannung ist in der vorgesehenen Anwendung dann 5 KV.
> 
> Tip: Die DC-Anodenspannung ist das, was man typischerweise an dem
> großen, fetten Elko messen kann.
> 
> Wenn's vorkommt, muss es möglich sein.
> Z.B. in einem industriell hergestelltem Verstärker:
> 
> <   https://flic.kr/p/G5FbGP   >
> <   https://flic.kr/p/G5Fbdx   >
> 
> Das erschlägt dann auch gleich deine Vermutung bezüglich bestimmt
> ganz schwieriger Ansteuerung und Schwingneigung.
> 
>>>> Die Anschlussbelegung hat wohl auch einen Fehler? Die Anode dürfte 
>>>> die Kappe sein, ein Gitter gibt es auch, wo ist die Kathode?
>> Also ich nehme mal an es gibt zwei Kappen und die Darstellen ist "von 
>> der Seite".
> 
> Nur wenn du die Narrenkappe mitzählst.
Hallo,

die Schaltung ist so nicht zu empfehlen:
a) sollte das Gitter dringend direkt auf Masse liegen und
b) sollte die Anodenspannung abgesichert sein, bspw. eine flinke 
Feinsicherung mit einem 10 Ohm/11W Zementwiderstand in Reihe reicht 
schon aus. (Ängstliche Naturen können selbstverständlich aber ohne 
weiteren Vorteil spannungsfestere Bauelemente auswählen).

Wenn das Gitter nicht auf der Masse liegt, zerfetzt und verbrennt ein 
Überschlag in der Schaltung zu viel. Das kann bis zum Verlust des 
Heiztrafos gehen.


Peter

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#234830

FromGerhard Hoffmann <gerhard@hoffmann-hochfrequenz.de>
Date2017-11-01 11:53 +0100
Message-ID<f5tne0FaflmU1@mid.individual.net>
In reply to#234822
Am 01.11.2017 um 11:10 schrieb Peter Thoms:

> die Schaltung ist so nicht zu empfehlen:
> a) sollte das Gitter dringend direkt auf Masse liegen und
> b) sollte die Anodenspannung abgesichert sein, bspw. eine flinke 
> Feinsicherung mit einem 10 Ohm/11W Zementwiderstand in Reihe reicht 
> schon aus. (Ängstliche Naturen können selbstverständlich aber ohne 
> weiteren Vorteil spannungsfestere Bauelemente auswählen).
> 
> Wenn das Gitter nicht auf der Masse liegt, zerfetzt und verbrennt ein 
> Überschlag in der Schaltung zu viel. Das kann bis zum Verlust des 
> Heiztrafos gehen.

Die Gatestopper-Widerstände und die Gegenkopplung damit
finde ich schon ok.

Die Schaltung ist mit europäischen Widerständen gezeichnet,
also möglicherweise nicht in allen Details abgemalt.
Sie hat noch mehr Schwächen, zum Beispiel fehlt ein
Pi-Filter am Eingang, was dem Steuersender eine variable
Last beschert. Ich glaube, viel billiger geht nicht.

Die Mainstream-Lösung hatte damals 2 mal 3-500Z,
oder hierzulande korrekterweise 2 mal QB 5-1750.

Ich habe vor 4 Wochen eine sehr schöne Endstufe gesehen
mit 4 * 5/1750 und Drehstrom.  :-)

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#234841

FromPeter Thoms <dl6lat@darc.de>
Date2017-11-01 13:38 +0100
Message-ID<otcf7a$cnh$1@news.albasani.net>
In reply to#234830
Am 01.11.2017 um 11:53 schrieb Gerhard Hoffmann:
> Am 01.11.2017 um 11:10 schrieb Peter Thoms:
> 
>> die Schaltung ist so nicht zu empfehlen:
>> a) sollte das Gitter dringend direkt auf Masse liegen und
>> b) sollte die Anodenspannung abgesichert sein, bspw. eine flinke 
>> Feinsicherung mit einem 10 Ohm/11W Zementwiderstand in Reihe reicht 
>> schon aus. (Ängstliche Naturen können selbstverständlich aber ohne 
>> weiteren Vorteil spannungsfestere Bauelemente auswählen).
>>
>> Wenn das Gitter nicht auf der Masse liegt, zerfetzt und verbrennt ein 
>> Überschlag in der Schaltung zu viel. Das kann bis zum Verlust des 
>> Heiztrafos gehen.
> 
> Die Gatestopper-Widerstände und die Gegenkopplung damit
> finde ich schon ok.
> 
> Die Schaltung ist mit europäischen Widerständen gezeichnet,
> also möglicherweise nicht in allen Details abgemalt.
> Sie hat noch mehr Schwächen, zum Beispiel fehlt ein
> Pi-Filter am Eingang, was dem Steuersender eine variable
> Last beschert. Ich glaube, viel billiger geht nicht.
> 
> Die Mainstream-Lösung hatte damals 2 mal 3-500Z,
> oder hierzulande korrekterweise 2 mal QB 5-1750.
> 
> Ich habe vor 4 Wochen eine sehr schöne Endstufe gesehen
> mit 4 * 5/1750 und Drehstrom.  :-)
Hallo,

ja, ok.
Aber das ist nachher für ein Glas Milch eine ganze Kuh kaufen.
Es geht, es ist aber dringend nicht zu empfehlen.


Peter

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#234842

FromPeter Thoms <dl6lat@darc.de>
Date2017-11-01 13:51 +0100
Message-ID<otcfvo$bcs$2@news.albasani.net>
In reply to#234830
Am 01.11.2017 um 11:53 schrieb Gerhard Hoffmann:
 > Am 01.11.2017 um 11:10 schrieb Peter Thoms:
 >
 >> die Schaltung ist so nicht zu empfehlen:
 >> a) sollte das Gitter dringend direkt auf Masse liegen und
 >> b) sollte die Anodenspannung abgesichert sein, bspw. eine flinke 
Feinsicherung mit einem 10 Ohm/11W Zementwiderstand in Reihe reicht 
schon aus. (Ängstliche Naturen können selbstverständlich aber ohne 
weiteren Vorteil spannungsfestere Bauelemente auswählen).
 >>
 >> Wenn das Gitter nicht auf der Masse liegt, zerfetzt und verbrennt 
ein Überschlag in der Schaltung zu viel. Das kann bis zum Verlust des 
Heiztrafos gehen.
 >
 > Die Gatestopper-Widerstände und die Gegenkopplung damit
 > finde ich schon ok.
Hallo,

falls du jemals mit dem Gedanken spielst ihn zu verwirklichen:
Der ist gar nichts Wert, das ist Schrott.

 > Die Schaltung ist mit europäischen Widerständen gezeichnet,
 > also möglicherweise nicht in allen Details abgemalt.
 > Sie hat noch mehr Schwächen, zum Beispiel fehlt ein
 > Pi-Filter am Eingang, was dem Steuersender eine variable
 > Last beschert. Ich glaube, viel billiger geht nicht.
 >
 > Die Mainstream-Lösung hatte damals 2 mal 3-500Z,
 > oder hierzulande korrekterweise 2 mal QB 5-1750.
 >
 > Ich habe vor 4 Wochen eine sehr schöne Endstufe gesehen
 > mit 4 * 5/1750 und Drehstrom.

ja, ok.
Es ist nachher für ein Glas Milch eine ganze Kuh kaufen.
Es geht, es ist aber dringend nicht zu empfehlen.


Peter

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#234891

FromRoland Krause <roland.krause9@freenet.de>
Date2017-11-02 19:33 +0100
Message-ID<f616o2F817vU1@mid.individual.net>
In reply to#234817
Am 01.11.17 um 09:51 schrieb Gerhard Hoffmann:
> Am 30.10.2017 um 14:22 schrieb Roland Krause:
>> Am 30.10.17 um 13:22 schrieb Gerhard Hoffmann:
>>> Am 30.10.2017 um 09:51 schrieb Roland Krause:
> 
>>>
>>> Die DC plate voltage in einem 30 MHz SSB-Sender ist ganz bestimmt
>>> nicht die momentane HF-Spannung an der Anode.  Für 2500 V DC plate
>>> voltage (typical & max. rating) kann die momentane Anodenspannung
>>> durchaus mal 5KV werden, Transformator /Pi-Filter sei Dank.
>> Bei einem Arbeitspunkt von 1200V und Vollaussteuerung schwankt die 
>> Augangsspannung dann theoretisch zwischen 0V und 2400V. Das wolltest 
>> Du vermutlich sagen? Gilt natürlich bei ohmscher Last. Wenn mann das 
>> nicht schafft ....
> 
> Ich wollte sagen, dass die Röhre für eine DC-Anodenspannung von
> 2500 Volt taugt. Ich glaube nicht, dass ich irgendwie undeutlich war.
> Die Spitzenspannung ist in der vorgesehenen Anwendung dann 5 KV.
Der *GRENZWERT* der Anodenspannung ist 2500V! Da darfst Du keinesfalls 
drüber. Bei einer A-Schaltung kannst Du dann den Arbeitspunkt z.B. bei 
etwa 1250 V ansetzen. Bei Senderschaltungen (vermutlich B oder C) ist 
das anders. Da ist Anodenspannung = Betriebsspannnung.
> 
> Tip: Die DC-Anodenspannung ist das, was man typischerweise an dem
> großen, fetten Elko messen kann.
Nur bei B oder C! Nicht bei A, evtl. als Maximalwert bei 
Vollaussteuerung. Bei A dümpelt die Anode ohne Aussteuerung 
typischerweise bei U/2.
> 
> Wenn's vorkommt, muss es möglich sein.
> Z.B. in einem industriell hergestelltem Verstärker:
> 
> <   https://flic.kr/p/G5FbGP   >
> <   https://flic.kr/p/G5Fbdx   >
> 
> Das erschlägt dann auch gleich deine Vermutung bezüglich bestimmt
> ganz schwieriger Ansteuerung und Schwingneigung.
> 
>>>> Die Anschlussbelegung hat wohl auch einen Fehler? Die Anode dürfte 
>>>> die Kappe sein, ein Gitter gibt es auch, wo ist die Kathode?
>> Also ich nehme mal an es gibt zwei Kappen und die Darstellen ist "von 
>> der Seite".
> 
> Nur wenn du die Narrenkappe mitzählst.
Schon kapiert, direkt geheizte Kathode. Die 833 hat 2 Kappen.
> 
> 
> 


-- 
Roland - roland.krause9@freenet.de

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#234748

FromAlexander Schreiber <als@usenet.thangorodrim.de>
Date2017-10-30 14:50 +0100
Message-ID<slrnovebho.8j3.als@frodo.angband.thangorodrim.de>
In reply to#234734
Roland Krause <roland.krause9@freenet.de> wrote:
> Am 29.10.17 um 20:48 schrieb Peter Thoms:
>> Hallo,
>> 
>> hier das Datenblatt der Röhre
>> https://frank.pocnet.net/sheets/084/5/572B.pdf
>> 
>> Als Beispiel gilt der Class B Verstärker auf der Seite 2.
>> (Eintakt, Gitter auf 0V, Anodenspannung auf 2500V, Spitzenspannung fast 
>> 5kV)
>> Seite 3 zeigt das Kennliniefeld des Rohres.
>> Wie wird das Kennlinienfeld anhand des Beispiels ausgewertet, bzw. was 
>> ist per Hand zu ergänzen?
>> 
>> 
>> Peter
> Es sieht so aus, als ob diese Röhre eine positive Gitterspannung 
> braucht, für Class B so +50V. Anodenspannung 2,5kV ist für die Röhre in 
> A-Schaltung absolut tötlich, Die Maximale Betriebsspannung ist 2500V und 
> die Anodenspannung dann 1250V. Nur in einer Gegentaktschaltung wäre die 
> Anodenspannung gleich der Betriebsspannung. Ich würde da jedenfalls 
> deutlich drunter bleiben. Bei Maximalleistung bedanken sich Röhren gern 
> mit knistern und kurzer Lebenserwartung. Dieses Schätzchen wird ja wohl 
> ein paar Hunderter kosten?

Distrelec.ch hat sie für zum Apothekenpreis von CHF 160, also nicht ganz
sooo teuer:
https://www.distrelec.ch/en/transmitter-tubes-pair-572-paar/p/17405576?channel=b2c&price_gs=160.92&wt_mc=ch.cse.gshop.en.-&source=googleps

thetubestore.com für USD 56 (Chinaware):
http://www.thetubestore.com/Tubes/Big-Power-Tubes/Shuguang-572B
Die Shuguang-Variante scheint aber eher inkonsistente Qualität
zu haben:
http://n5pa.com/blog/2015/03/16/parts-ordered-be-wary-of-572bs/


DX shop für GBP 99 (NOS Svetlana):
https://www.thedxshop.com/572b-svetlana-transmitting-tube-valve.html

>
> Du musst dir darüber im klaren sein, dass die Verkabelung im inneren 
> etwa so aussehen muss wie die Zündanlage von einem Benzinmotor?
> Normale Stromkabel sind nur bis etwa 600V sicher.
>
> Zu den Kennlinien: Die getrichelten Linien zeigen wohl den Anodenstrom, 
> die Kurven gehen auch nur bis 1200V! Etwa maximale Anodenspannung.
> Damit stellt man den Arbeitspunkt ein. Die durchgezogenen Linien 
> verstehe ich nicht.
>
> Die Anschlussbelegung hat wohl auch einen Fehler? Die Anode dürfte die 
> Kappe sein, ein Gitter gibt es auch, wo ist die Kathode?
>
> Ich würde mal nach einem besseren Datenblatt suchen.

Distrelec hat ein einseitiges ganz knappes:
https://www.distrelec.ch/Web/Downloads/_t/ds/572BT160L_eng_tds.pdf

Das scheint auch das einzige zu sein, was bei den diversen
anderen Quellen für diese Röhre angeboten wird.

Man liest sich,
             Alex.
-- 
"Opportunity is missed by most people because it is dressed in overalls and
 looks like work."                                      -- Thomas A. Edison

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#234762

FromRoland Krause <roland.krause9@freenet.de>
Date2017-10-30 21:01 +0100
Message-ID<f5peo5FauhjU1@mid.individual.net>
In reply to#234748
Am 30.10.17 um 14:50 schrieb Alexander Schreiber:
> Roland Krause <roland.krause9@freenet.de> wrote:
>> Am 29.10.17 um 20:48 schrieb Peter Thoms:
>>> Hallo,
>>>
>>> hier das Datenblatt der Röhre
>>> https://frank.pocnet.net/sheets/084/5/572B.pdf
>>>
>>> Als Beispiel gilt der Class B Verstärker auf der Seite 2.
>>> (Eintakt, Gitter auf 0V, Anodenspannung auf 2500V, Spitzenspannung fast
>>> 5kV)
>>> Seite 3 zeigt das Kennliniefeld des Rohres.
>>> Wie wird das Kennlinienfeld anhand des Beispiels ausgewertet, bzw. was
>>> ist per Hand zu ergänzen?
>>>
>>>
>>> Peter
>> Es sieht so aus, als ob diese Röhre eine positive Gitterspannung
>> braucht, für Class B so +50V. Anodenspannung 2,5kV ist für die Röhre in
>> A-Schaltung absolut tötlich, Die Maximale Betriebsspannung ist 2500V und
>> die Anodenspannung dann 1250V. Nur in einer Gegentaktschaltung wäre die
>> Anodenspannung gleich der Betriebsspannung. Ich würde da jedenfalls
>> deutlich drunter bleiben. Bei Maximalleistung bedanken sich Röhren gern
>> mit knistern und kurzer Lebenserwartung. Dieses Schätzchen wird ja wohl
>> ein paar Hunderter kosten?
> 
> Distrelec.ch hat sie für zum Apothekenpreis von CHF 160, also nicht ganz
> sooo teuer:
> https://www.distrelec.ch/en/transmitter-tubes-pair-572-paar/p/17405576?channel=b2c&price_gs=160.92&wt_mc=ch.cse.gshop.en.-&source=googleps
> 
> thetubestore.com für USD 56 (Chinaware):
> http://www.thetubestore.com/Tubes/Big-Power-Tubes/Shuguang-572B
> Die Shuguang-Variante scheint aber eher inkonsistente Qualität
> zu haben:
> http://n5pa.com/blog/2015/03/16/parts-ordered-be-wary-of-572bs/
> 
> 
> DX shop für GBP 99 (NOS Svetlana):
> https://www.thedxshop.com/572b-svetlana-transmitting-tube-valve.html
> 
>>
>> Du musst dir darüber im klaren sein, dass die Verkabelung im inneren
>> etwa so aussehen muss wie die Zündanlage von einem Benzinmotor?
>> Normale Stromkabel sind nur bis etwa 600V sicher.
>>
>> Zu den Kennlinien: Die getrichelten Linien zeigen wohl den Anodenstrom,
>> die Kurven gehen auch nur bis 1200V! Etwa maximale Anodenspannung.
>> Damit stellt man den Arbeitspunkt ein. Die durchgezogenen Linien
>> verstehe ich nicht.
>>
>> Die Anschlussbelegung hat wohl auch einen Fehler? Die Anode dürfte die
>> Kappe sein, ein Gitter gibt es auch, wo ist die Kathode?
>>
>> Ich würde mal nach einem besseren Datenblatt suchen.
> 
> Distrelec hat ein einseitiges ganz knappes:
> https://www.distrelec.ch/Web/Downloads/_t/ds/572BT160L_eng_tds.pdf
> 
Das gefällt mir gut also eine direkt geheizte Kathode, das bedeutet für 
den NF-Bereich Gleichstromheizung :( Das Ding ist für HF bestimmt besser 
geeignet. 50Hz-Brummen geht über keine Antenne.
> Das scheint auch das einzige zu sein, was bei den diversen
> anderen Quellen für diese Röhre angeboten wird.
> 
> Man liest sich,
>               Alex.
> 


-- 
Roland - roland.krause9@freenet.de

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#234746

FromRoland Krause <roland.krause9@freenet.de>
Date2017-10-30 14:32 +0100
Message-ID<f5onvlF5i40U1@mid.individual.net>
In reply to#234717
Am 29.10.17 um 20:48 schrieb Peter Thoms:
> Hallo,
> 
> hier das Datenblatt der Röhre
> https://frank.pocnet.net/sheets/084/5/572B.pdf
> 
> Als Beispiel gilt der Class B Verstärker auf der Seite 2.
> (Eintakt, Gitter auf 0V, Anodenspannung auf 2500V, Spitzenspannung fast 
> 5kV)
> Seite 3 zeigt das Kennliniefeld des Rohres.
> Wie wird das Kennlinienfeld anhand des Beispiels ausgewertet, bzw. was 
> ist per Hand zu ergänzen?
> 
> 
> Peter
Die durchgezogenen Linien geben irgendwie den Gitterstrom an, ich werde 
aber nicht recht schlau draus. Auf jeden Fall muss er abgeleitet werden, 
mit zunehmenden Anodenstrom (sinkender Anodenspannung) nimmt er zu. 
Also: Kräftige Schwingneigung wenn man die Gitterspannung nicht konstant 
hält.

Die Ansteuerung wird nicht einfach ....

-- 
Roland - roland.krause9@freenet.de

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#234756

FromPeter Thoms <dl6lat@darc.de>
Date2017-10-30 19:53 +0100
Message-ID<ot7sft$h9u$1@news.albasani.net>
In reply to#234746
Am 30.10.2017 um 14:32 schrieb Roland Krause:
> Am 29.10.17 um 20:48 schrieb Peter Thoms:
>> Hallo,
>>
>> hier das Datenblatt der Röhre
>> https://frank.pocnet.net/sheets/084/5/572B.pdf
>>
>> Als Beispiel gilt der Class B Verstärker auf der Seite 2.
>> (Eintakt, Gitter auf 0V, Anodenspannung auf 2500V, Spitzenspannung 
>> fast 5kV)
>> Seite 3 zeigt das Kennliniefeld des Rohres.
>> Wie wird das Kennlinienfeld anhand des Beispiels ausgewertet, bzw. was 
>> ist per Hand zu ergänzen?
>>
>>
>> Peter
> Die durchgezogenen Linien geben irgendwie den Gitterstrom an, ich werde 
> aber nicht recht schlau draus. Auf jeden Fall muss er abgeleitet werden, 
> mit zunehmenden Anodenstrom (sinkender Anodenspannung) nimmt er zu. 
> Also: Kräftige Schwingneigung wenn man die Gitterspannung nicht konstant 
> hält.
> 
> Die Ansteuerung wird nicht einfach ....
Hallo,

die durchgezogene Linie gibt den Anodenstrom an, I anode = konst.
Die gestrichelte Linie den Gitterstrom I gitter = konst.

In dieses Datenblatt wird eine Gerade reingezeichnet.
An dieser Geraden spiegelt sich die reinkommende Gitterspannung und 
verlässt das Diagramm als Anodenspannung.

Blöd ist nur:
Wenn die Gitterspannung hoch ist (bspw. 110V) ist die Anodenspannung 
niedrig.
Dann übernimmt das Gitter den Anodenstrom, und das ist nicht so toll.
Frage:
Liegt genau der beschriebene kritische Punkt bei
Grid Peak 110 V
Grid Peak Current 150 mA
Peak Plate current 675 mA
???


peter

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