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Groups > de.sci.physik > #141461
| From | Thomas Heger <ttt_heg@web.de> |
|---|---|
| Newsgroups | de.sci.physik |
| Subject | Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung |
| Date | 2022-07-31 10:36 +0200 |
| Message-ID | <jkmt7mFgsbrU1@mid.individual.net> (permalink) |
| References | (16 earlier) <e23d8bd1-e00b-4d28-a10e-4e4916fc3acbn@googlegroups.com> <jkha2cFk5uaU1@mid.individual.net> <22c5dc34-da56-48ff-915b-985ce0b700c5n@googlegroups.com> <jkk407F3cd3U1@mid.individual.net> <8dc303cc-4c1e-4c4c-95d9-00f282f80c13n@googlegroups.com> |
Am 30.07.2022 um 18:15 schrieb Jaosch:
> Thomas Heger schrieb am Samstag, 30. Juli 2022 um 07:13:14 UTC:
>> Am 30.07.2022 um 07:37 schrieb Jaosch:
>>> Thomas Heger schrieb am Freitag, 29. Juli 2022 um 05:38:23 UTC:
>>>> Am 28.07.2022 um 15:25 schrieb Jaosch:
>>>>> Thomas Heger schrieb am Donnerstag, 28. Juli 2022 um 08:47:01 UTC:
>>>>>> Am 27.07.2022 um 08:36 schrieb Jaosch:
>>>>>>> Thomas Heger schrieb am Mittwoch, 27. Juli 2022 um 06:11:20 UTC:
>>>>>>>> Am 26.07.2022 um 12:45 schrieb Jaosch:
>>>>>>>>> Ok. Nimm an, die Methode startet in Hamburg bei Uhr A bei t_A=1. Exakt in diesem Moment soll die Berliner Uhr B 150 anzeigen (d.h. würde der Zählerstand von Uhr B unendlich schnell nach Hamburg übertragen, dann würde man bei t_A=1 den Wert 150 "sehen").
>>>>>>>>>
>>>>>>>>>> Eigentlich sollte die Berliner Uhr an diesem Zeitpunkt nicht t_A=150
>>>>>>>>>> anzeigen sondern auch t_A=1.
>>>>>>>>> Du meinst die Berliner Uhr B sollte auch die Zeigerstellung 1 aufweisen? Das wäre auch der Fall, wenn die Uhren synchron wären. Wir testen aber Einstein's Methode an zwei *nicht* synchronen Uhren, damit du erkennen kannst wie wunderbar Einstein's Methode funktioniert.
>>>>>>>>> Also: Die Berliner Uhr B soll just in dem Moment, da die Hamburger Uhr A Zeigerstellung 1 aufweist , die Zeigerstellung 150 aufweisen.
>>>>>>>>>
>>>>>>>>>>
>>>>>>>>>> SEHEN tun die Berliner aber zu diesem Zeitpunkt in Hamburg die
>>>>>>>>>> Zeigerstellung t_A=1-100=-99.
>>>>>>>>> Ja genau, die Berliner, wenn v_signal=3km/s. Und wenn das Signal unendlich schnell wäre, dann würden die Berliner sie zu diesem Zeitpunkt *welchen* Zählerstand von Uhr A "sehen"?
>>>>>>>>> ...
>>>>>>>> t_A=1 würden sie sehen, wenn die Verzögerung Null wäre.
>>>>>>>>
>>>>>>>> Das wäre nach meiner Definition auch der richtige Wert für
>>>>>>>> Gleichzeitigkeit, weswegen ich Gleichzeitigkeit so definieren wollte,
>>>>>>>> als ob ein unendlich schnelles Signal zur Synchronisierung gedient hätte.
>>>>>>>>
>>>>>>>> Da die Berliner aber zu dem Zeitpunkt einen Wert von 150 auf ihren Uhren
>>>>>>>> sehen, müssen sie ihre Uhren um die Differenz von 149 Einheiten
>>>>>>>> zurückdrehen.
>>>>>>>>
>>>>>>>
>>>>>>> Sehr gut, wir sind uns bezgl. der Startbedingungen einig. Jetzt kann man Einstein's Methode darauf anwenden. Möchtest du es vorrechnen oder soll ich? Rechnen sollten wir's auf jeden Fall, damit kein Mitleser mit Zweifeln zurückbleibt und am Ende meint, man müsse Einstein's Methode verwerfen.
>>>>>>>
>>>>>>> Btw: Wenn du möchtest, dass die Berliner Uhr korrigiert wird, dann vertausche am besten die Zählerstande und denke dir den Start der Methode in Berlin, dann ist es weniger verwirrend. Unabhängig davon könnte aber der Hamburger - wenn er denn nicht selber verstellen möchte - dem Berliner mitteilen was er zu tun hat.
>>>>>>>
>>>>>>> Btw: Der Wert für die Korrektur der Uhr A (d_A) ist sehr wohl d_A = t_B - (t_A'+t_A) / 2
>>>>>>>
>>>>>> Macht es dir etwas aus, aus dem Text 'Zur elektrodynamik bewegter
>>>>>> Körper' zu zitieren?
>>>>>>
>>>>>> Ich persönlich kann deine Gleichung dort nämlich nicht finden.
>>>>>>
>>>>>> Tatsächlich steht da auch nichts von Korrekturwert und Signallaufzeit,
>>>>>> sondern folgende Gleichung:
>>>>>> t_B −t_A = t'_A −t_B
>>>>>> Wenn das gilt, dann sollen die Uhren gleichzeitig sein.
>>>>>>
>>>>>> simpel umgeformt ergibt die Gleichung:
>>>>>> t_B + t_B = t'_A +t_A
>>>>>>
>>>>>> umgeformt zu:
>>>>>> 2 * t_B = t'_A +t_A
>>>>>>
>>>>>> umgeformt zu:
>>>>>> t_B = (t'_A +t_A )/ 2
>>>>>>
>>>>>> Das bedeutet, dass die Zeit t_B genau in der Mitte zwischen t_A und t'_A
>>>>>> liegen soll.
>>>>>>
>>>>>> Technisch realisierbar wäre das, wenn ein Beobachter in B seine Uhr auf
>>>>>> den Wert t_B stellt, wenn er ein Signal aus A erhält. (für B hatte ich
>>>>>> Berlin angenommen und für A Hamburg).
>>>>>>
>>>>>> Dieses Signal müßte dann den Zeitwert t_A und die Signallaufzeit
>>>>>> mitführen, etwa in der Form, dass ein Beobachter in B eine große Uhr in
>>>>>> A per Teleskop abliest und die halbe Signallaufzeit addiert (welche er
>>>>>> dafür kennen müßte).
>>>>>>
>>>>>> Man könnte das aber auch ohne Teleskope und mit Radiosignalen
>>>>>> durchführen, was aufs gleiche hinausläuft.
>>>>>>
>>>>>> Jedenfalls stellt der Beobachter in B seine Uhr nach dem
>>>>>> Synchronisiersignal aus A auf A-Zeit. Die Uhr in A zu stellen, das
>>>>>> ergibt keinen Sinn, da 'A-Zeit' ja bereits auf den Uhren in A beruht.
>>>>>>
>>>>>> Nun soll es nach einer Korrektur der Uhren in B auf A-Zeit zu keinen
>>>>>> weiteren Korrekturen mehr kommen, wenn die Rollen getauscht werden und
>>>>>> die Hamburger Beobachter Berliner Uhren ablesen und die Signallaufzeit
>>>>>> addieren.
>>>>>>
>>>>>> Dies stimmt für mein Schema, aber nicht für Einsteins, weil Einstein
>>>>>> besagte Signalaufzeit nirgends erwähnt.
>>>>>>
>>>>>> Einsteins Fehler besteht hierin:
>>>>>>
>>>>>> "...let it at the “B time” t_B be reflected at B..." (von S. 3)
>>>>>>
>>>>>> 'B-time' ist nämlich falsch, da t_B einen Wert im System 'A-time'
>>>>>> darstellt und die Ortszeit in B dafür irrelevant ist.
>>>>>>
>>>>>> Die Ortszeit am Ort B ('B-time') ist für die Betrachtung irrelevant,
>>>>>> weil nur Zeitwerte im 'A-Zeit' genannten System verwendet werden,
>>>>>> welches mit der Ortszeit am Ort A identisch sein soll.
>>>>>>
>>>>>> Eine Zeitwert basierend auf der Ortszeit am Ort B von einem Zeitwert im
>>>>>> System 'A-Zeit' abzuziehen, das ergäbe keinen Sinn und wäre nicht
>>>>>> erlaubt, da man nur gleichartige Werte additiv verknüpfen darf.
>>>>>>
>>>>>>
>>>>>>
>>>>>> TH
>>>>>
>>>>> Ok ich mach es mal:
>>>>> -------------------------------------------------------------
>>>>> Hamburg: 1s
>>>>> Berlin: 150s
>>>>> v_signal 3km/s
>>>>> Entfernung Hamburg-Berlin 300km
>>>>>
>>>>> Methode startet in Berlin, d.h. t_A=150
>>>>> Signal erreicht Hamburg, d.h. t_B=1+100=101
>>>>> Signal erreicht wieder Berlin, d.h. t_A'=350
>>>>>
>>>>> t_B-t_A=101-150=-49
>>>>> t_A'-t_B=350-101=249
>>>>>
>>>>> -49<>249, d.h. die Uhren sind lt. Einstein nicht synchron
>>>>>
>>>>> notwendige Korrektur in Berlin: d_A= t_B - (t_A'+t_A) / 2 = 101 - (350 + 150) /2 = 101 - 250 = -149
>>>>>
>>>>> -------------------------------------------------------------
>>>>> Methode startet in Hamburg, d.h. t_A=1
>>>>> Signal erreicht Berlin, d.h. t_B=150+100=250
>>>>> Signal erreicht wieder Berlin, d.h. t_A'=201
>>>>>
>>>>> t_B-t_A=250-1=249
>>>>> t_A'-t_B=201-250=-49
>>>>>
>>>>> -49<>249, d.h. die Uhren sind lt. Einstein nicht synchron
>>>>>
>>>>> notwendige Korrektur in Hamburg: d_A= t_B - (t_A'+t_A) / 2 = 250 - (201 + 1) /2 = 250 - 101 = 149
>>>>>
>>>>> -------------------------------------------------------------
>>>>> Die Uhr in Hamburg wurde korrigiert, d.h.
>>>>>
>>>>> Hamburg: 150s
>>>>> Berlin: 150s
>>>>> v_signal 3km/s
>>>>> Entfernung Hamburg-Berlin 300km
>>>>>
>>>>> Methode startet in Berlin, d.h. t_A=150
>>>>> Signal erreicht Hamburg, d.h. t_B=150+100=250
>>>>> Signal erreicht wieder Berlin, d.h. t_A'=350
>>>>>
>>>>> t_B-t_A=250-150=100
>>>>> t_A'-t_B=350-250=100
>>>>>
>>>>> 100=100, d.h. die Uhren sind lt. Einstein synchron
>>>>>
>>>>> die (nicht mehr) "notwendige" Korrektur in Berlin: d_A= t_B - (t_A'+t_A) / 2 = 250 - (350 + 150) /2 = 250 - 250 = 0
>>>>> -------------------------------------------------------------
>>>>>
>>>>> Warum ist d_A = t_B - (t_A'+t_A) / 2 ?
>>>>> Man ergänze in der Gleichung t_B − t_A = t'_A − t_B den Korrektur-Offset d_A für die Zeigerstellungen der Uhr A und löse danach auf.
>>>>>
>>>>> Fazit: Einstein's Gleichung zur Synchronizität zusammen mit seiner Beschreibung der darin verwendeten Werte t_A, t_B und t_A' ist vollständig und korrekt. Der Zusammenhang für eine evtl. notwendige Korrektur der Uhr A (oder auch der Uhr B) ergibt sich implizit aus der Gleichung.
>>>>>
>>>>> Die Methode ist "gegenseitig" anwendbar und erfordert weder Kenntnis bzgl v_signal noch bzgl. des Abstands der Uhren. v_signal muss nicht eimal konstant sein. Notwendig ist nur t_signal_hin=t_signal_rueck. Man könnte Uhren also auch per Briefpost synchronisieren :-)
>>>>>
>>>> Die Methode ist natürlich beidseitig anwendbar. Aber sie bringt troztdem
>>>> verschiedene Ergebnisse, je nach Startpunkt.
>>>>
>>>> Man kann also Hamburger Uhren auf Berliner Zeit eichen und erhält dann
>>>> t_A= 150 an beiden Orten
>>>>
>>>> oder Berliner Uhren auf Hamburger Zeit und erhält dann t_A= 1 an beiden
>>>> Orten.
>>>>
>>>> Das ist eigentlich auch richtig so, wenn man von unterschiedlichen
>>>> Ortszeiten in A und B ausgeht.
>>>>
>>>> Die kann man schlecht ausmitteln, sondern nur jeweils einem Ort eine
>>>> 'falsche' Zeit aufzwingen.
>>>>
>>>> Du hast das auch gemacht und einmal die Ortszeit in A (Hamburg) als
>>>> 'A-Zeit' benutzt und einmal die Ortszeit in B (Berlin) als 'A-Zeit'.
>>>>
>>>> Im übrigen ist die Zeit t_B auf der jeweills anderen Seite nicht bekannt.
>>>>
>>>> Ein Spiegel ist nämlich keine Uhr. Ein Beobachter in A kennt die Uhrzeit
>>>> t_B demnach nicht und könnte den Wert einer Uhr in B auch nicht
>>>> algebraisch mit einem Wert seiner eigenen Uhr verknüpfen, da sich die
>>>> Werte auf verschiedene Ortszeiten beziehen, zwischen denen eine
>>>> unbekannte Beziehung besteht.
>>>>
>>>> Der Beobachter in A kann also nur t_A und t'_A bestimmen und muß bei t_B
>>>> etwas sinnvolles vermuten (nämlich dass t_B= (t'_A - t_A)/2 ist).
>>>>
>>>>
>>>> Dieser Wert t_B ist aber ein Wert in 'A-Zeit' und unterscheidet sich
>>>> daher von der Ortszeit 'B-Zeit' in B.
>>>>
>>>> Der Beobachter in B kennt nun die Werte t_A und t'_A nicht, sondern nur
>>>> den Zeitpunkt, wo das Signal dort eintrifft (t_B), allerdings nicht in
>>>> Werten in 'A-Zeit', sondern in Werten seiner eigenen Ortszeit 'B-Zeit'.
>>>>
>>>> Damit der Beobachter in A (oder ggf B) seine Uhr auf die jeweills andere
>>>> zeit einstellen kann, muß man dem mitteillen, wann der das tun soll und
>>>> auf welchen Wert.
>>>>
>>>> Und dann wären wir wieder bei meiner Definition, für die man einen
>>>> kodierten Zeitwert mit dem Sginal mitschicken muß und die Laufzeit
>>>> kennen sollte.
>>>
>>> Da ist mir ein Vorgehen bei dem man die Laufzeit nicht kennen muss lieber.
>>>
>>> Du kannst gerne bei der "Teleskop-Methode" bleiben. Sie ist imo korrekt und indirekt auch wesentlicher Bestandteil von Einstein's Vorgehen (welches jedoch noch ein wenig mehr leistet).
>>>
>>> Wenn man also behauptet Einstein's Vorgehen sei fehlerhaft und daher zu verwerfen, dann erweist man der "Teleskop-Methode" lediglich ein Bärendienst.
>>>
>> Ich hatte tatsächlich einen Fehler gemacht.
>>
> Es ist gut, dass du das einsiehst und auch kommunizierst. Das erfordert Mut und zeugt von echtem Interesse (an der Sache).
>
>> Ich bin in etwa von folgender Situation ausgegangen:
>>
>> ich betrachte zwei Planeten in verschiedenen Sonnensystemen, wo jeweils
>> denkende Wesen leben und Signale austauschen, mit welchen sie ihre Uhren
>> synchronisieren wollen.
>>
>> Dabei sind auf der jeweils anderen Seite unbekannt:
>>
>> der zeitliche Referenzpunkt ('Christi Geburt' hier)
>> der 'offset', also das aktuelle Datum und die Uhrzeit
>> wie schnell die lokale Zeit tickt
>> in welche Richtung die Zeit läuft (von der jeweils anderen Seite aus
>> gesehen)
>> welche Zeiteinheiten benutzt werden
>> die Art der Darstellung und sprachlichen Kodierung
>> die lokale Tageslänge
>> die lokale Jahreslänge
>>
>> Einstein geht nun davon aus, dass die Zeit im Prinzip immer gleichartig
>> und in die gleiche Richtung läuft und mit gleichartigen Einheiten von
>> gleichartigen Uhren gemessen wird.
>>
> Einstein verwendet Uhren "von genau derselben Beschaffenheit".
Meiner Ansicht nach benutzen wir den Begriff 'Zeit' immer im Sinne von
'Ortszeit'.
Die lokale Umgebung determiniert dabei die Richtung der Zeit, die wir
aber grundsätzlich als positiv annehmen. Außerdem determiniert die
Umgebung die Taktlänge (etwa das Ticken der Uhr).
Der Grund für diese Annahme ist der, dass ich ein Raum-Zeit-Diagramm als
Variante eines Argand Diagramms ansehe.
Die lokale Zeitachse wird dabei immer normiert auf:
senkrecht ist positive Zeitrichtung
Zeit bekommt imaginäre Einheiten
die Raumachsen bekommen reale Einheiten
eine Sekunde ist immer eine Sekunde lang (aber wie lang die Sekunde
ist, das hängt vom Ort ab)
Jetzt kann man die Zeitachse komplexwertig rotieren (für den Übergang
auf ein anderes Umfeld) und die dortige lokale Zeit auf die obigen Werte
neu normieren.
Dadurch können die Zeitachsen in A und in B einen Winkel einnehmen und
sogar in entgegengesetzter Richtung laufen.
Gleichartige Uhren von A nach B gebracht würden nur bewirken, dass die
Uhren sich nach dem dann neuen Umfeld in B richten und man die auf die
Ortszeit in B stellen könnte, welche sie dann (mit Einheiten aus dem
System A) auch korrekt anzeigt.
Aber die Uhren in A und B würden nicht mehr gleich schnell ticken,
obwohl baugleich, weil Zeit lokal sein soll und A und B eben andere Orte
sind.
Diese Orte sollen laut Einstein durch leeren Raum getrennt sein,
weswegen ich zwei erdähnliche bewohnte Planeten annehme, wo dort lebende
Wesen kommunizieren und sich über das Wesen der Zeit verständigen wollen.
Dafür wären eine Reihe von Messungen notwendig, die Einstein aber nicht
erwähnt.
Einsteins Methode basiert auf der Idee, dass man die Zeit für das Signal
betrachtet und aus der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit folgern könne,
dass die Zeit an den entfernten Orten sich so verhält wie die Zeit
entlang der Lichtstrahlen.
Meine Methode basiert auf der Idee, dass man die Signallaufzeit aus der
Betrachtung komplett heraus wirft und Gleichzeitigkeit nicht auf den
Zwischenraum zwischen den Orten bezieht.
Statt dessen nimmt man an, dass Zeit lokal zu verstehen sei (etwa im
Gegensatz zu einem universellen Parameter) und daher solche Winkel
auftreten können zwischen den Ortszeiten entfernter Orte.
Synchronisierung der Ortszeiten ist dabei schon a priori unmöglich, aber
man könnte die eigene Ortszeit dort hin kopieren und ein System von
Uhren an dem entfernten Ort schaffen, dass die eigene Ortszeit dort anzeigt.
Diese Kopie der hiesigen Uhren wird dann auf die hiesige Zeit
eingestellt mit Hilfe meiner Methode, die kodierte Zeitwerte mit den
Synchronisiersignal mitschickt.
Man kann nun hier noch die Laufzeit ermitteln, von der hiesigen Ortszeit
abziehen und das Ergebnis als Synchronisiersignal schicken, auf welches
dann die dortige Uhr eingestellt wird.
Dann sind zwar die entfernten Uhren immer noch nicht synchron mit
hiesigen, weil das garnicht geht, aber die Kopie der hiesigen Uhren wäre
das.
>> Die Methode eignet sich imho nur, wenn Zeit nicht 'relativ' ist, sondern
>> eher für die Synchronisierung von Uhren bei der Bahn.
>>
>> Mein Frage war daher deutlich schwieriger zu lösen, da viel weniger
>> Information über den Zustand auf der jeweils anderen Seite vorhanden sind.
>>
>> Nun wäre die Frage, ob Einsteins Methode dem Problem angemessen ist, wie
>> man Gleichzeitigkeit in der von der SRT benutzen Situation sinnvoll
>> definieren sollte.
>>
> Der Erfolg seiner Theorie bestätigt die Sinnhaftigkeit seiner Definitonen.
Nein, so geht das nicht.
Eine Definition muss vor allem Sinn ergeben.
Ich lege in einer Definition fest, wie ich einen bestimmten Begriff
gebrauchen möchte. Dabei ist man im Prinzip frei und kann auch Unsinn
definieren, wenn einem danach ist. Man sollte das aber nicht tun,
sondern sich über den Sinn seiner Definition Gedanken machen.
Hier ging es um die Bedeutung des Begriffs 'Gleichzeitigkeit' im
Zusammenhang mit den Uhren an entfernten Orten.
Ich finde, dass die Signallaufzeit zwar das Bild stört, welches man von
entfernten Plätzen erhält, aber nicht wirklich zu unserem Verständnis
von Gleichzeitkeit beiträgt, weil eben besagtes Bild gestört wird.
Staat dessen würde ich lieber diese Störung eliminieren, weswegen ich
ein unendlich schnelles Signal für die Definition von 'Gleichzeitkeit'
verwende.
Das real langsamere Signal wird dann 'von Hand' berücksichtigt durch
einen Wert, welcher die Signallaufzeit kompensiert.
>> Die SRT kennt nämlich keine Oberflächen von Planten, sondern nur einen
>> dunklen, leeren und strukturlosen Raum, der auch noch 'relativ' sein soll.
>>
>> Durch diesen driften Objekte mit inertialer Bewegung, welche Ruhe nicht
>> von Bewegung unterscheiden können.
>>
>> Diese Objekte kommunizieren nun miteinander über einige Entfernung und
>> hätten dann die Aufgabe, ihre Uhren zu synchronisieren.
>>
>> Die Uhren seien gleichartig und auch die benutzen Einheiten.
>>
> Einstein verwendet Uhren "von genau derselben Beschaffenheit".
>
>> Aber mehr weiß man dann nicht über die Uhren auf dem anderen Schiff.
>>
>> Ich meinte, dass man zuerstmal relative Ruhe zueinander braucht, die
>> Schiffe also den gleichen Abstand einhalten müssen.
>>
> Dass es keinen Sinn macht zuneinander Bewegte Uhren zu synchronisieren ergibt sich letztendlich aus seiner Theorie.
Die Forderung nach relativer Ruhe ergibt sich aus Einsteins Formel,
wonach das Signal aus A am Punkt B genau in der Mitte zwischen Start-und
Rückkehr-Zeitpunkt eintreffen soll.
Das geht natürlich nur, wenn der Hinweg genau gleich lang ist wie der
Rückweg.
Da die Geschwindigkeit der Signale endlich ist, dürfen sich A und B
während der Laufzeit der Signale nicht bewegen, weil sonst Hin- und
Rückweg nicht mehr gleich lang wären nach dieser Zeit.
>> Dann kann man Einsteins Methode anwenden, um die Uhren zu
>> synchronisieren, wenn man die nötigen Informationen zusammen mit dem
>> Synchronisier-Impuls(-en) überträgt (also die Uhrzeiten t_A und t'A nach
>> B und die Uhrzeit t_A nach A).
>>
>> Dann können die Schiffe die lokalen Uhren damit richtig einstellen.
>>
>> Aber eine Definition von Gleichzeitigkeit wäre das trotzdem nicht,
>> sondern eine Methode, die unter bestimmten Bedingungen zum richtigen
>> Ergbnis führt.
>>
>> Für die Definition würde ich gerne die Signallaufzeit herausnehmen und
>> ein hypothetisches Signal mit unendlich schneller Ausbreitung benutzen.
>
> Was hältst du von der:
> Voneinader entfernte baugleiche Uhren sind genau dann synchron wenn sie zueinander ruhen und die von der jeweils entfernten Uhr unendlich schnell übertragene Zeigerstellung identisch ist mit der Zeigerstellung der lokalen Uhr.
Das wäre im Prinzip ok, obwohl ein unendlich schnelles Signal auch den
Doppler Effekt beseitigen würde und es dann keinen Grund mehr gäbe, die
Geschwindigkeit zu berücksichtigen.
> Und jetzt prüfe, was das Ergebnis einer Uhrenkorrektur nach Einstein's Definition bzw. der Teleskop-Methode ist.
>
Einstein Methode basiert eigentlich auf einem anderen Zeitbegriff. Für
Einstein ist Zeit ein universeller Parameter und man kann Ortszeiten
synchron bekommen, indem man die Uhren verstellt.
Dem würde ich widersprechen, und finde man müsse davon ausgehen, dass
jedweder Ort seine jeweillige Ortszeit besitzt, diese aber nicht
notwendigerweise synchron laufen.
Theoretisch wäre sogar möglich, dass es Welten geben könnte, wo die
dortige Zeit aus unserer Sicht rückwärts läuft.
...
TH
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Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Jaosch <pl8113377@gmail.com> - 2022-07-10 15:16 -0700
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Carla Schneider <carla_sch@yahoo.com> - 2022-07-11 02:16 +0200
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Jaosch <pl8113377@gmail.com> - 2022-07-11 00:21 -0700
Re: Ist die Relativitet der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Teuschung Carla Schneider <carla_sch@yahoo.com> - 2022-07-11 10:47 +0200
Re: Ist die Relativitet der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Teuschung Jaosch <pl8113377@gmail.com> - 2022-07-11 02:06 -0700
Re: Ist die Relativitet der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Teuschung Jaosch <pl8113377@gmail.com> - 2022-07-11 02:56 -0700
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Fritz <mogined@nurfuerspam.de> - 2022-07-17 17:10 +0200
Re: Ist die Relativitet der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Teuschung Carla Schneider <carla_sch@yahoo.com> - 2022-07-17 21:27 +0200
Re: Ist die Relativitet der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Teuschung Fritz <mogined@nurfuerspam.de> - 2022-07-21 17:59 +0200
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Kurt <kurt.bindl@t-online.de> - 2022-07-11 19:29 +0200
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2022-07-11 21:20 +0200
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Kurt <kurt.bindl@t-online.de> - 2022-07-11 21:25 +0200
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2022-07-12 17:27 +0200
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Kurt <kurt.bindl@t-online.de> - 2022-07-12 17:54 +0200
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Carla Schneider <carla_sch@yahoo.com> - 2022-07-14 08:15 +0200
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Kurt <kurt.bindl@t-online.de> - 2022-07-14 10:29 +0200
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Kurt <kurt.bindl@t-online.de> - 2022-07-11 21:21 +0200
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Jaosch <pl8113377@gmail.com> - 2022-07-11 14:43 -0700
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Kurt <kurt.bindl@t-online.de> - 2022-07-12 08:02 +0200
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Kurt <kurt.bindl@t-online.de> - 2022-07-12 12:10 +0200
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2022-07-12 17:29 +0200
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Kurt <kurt.bindl@t-online.de> - 2022-07-12 17:56 +0200
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Jaosch <pl8113377@gmail.com> - 2022-07-12 10:12 -0700
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Dieter Heidorn <d.heidorn@t-online.de> - 2022-07-12 21:05 +0200
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Jaosch <pl8113377@gmail.com> - 2022-07-12 14:45 -0700
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Thomas Heger <ttt_heg@web.de> - 2022-07-17 12:54 +0200
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Jaosch <pl8113377@gmail.com> - 2022-07-17 09:54 -0700
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Jaosch <pl8113377@gmail.com> - 2022-07-17 21:21 -0700
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Thomas Heger <ttt_heg@web.de> - 2022-07-18 10:34 +0200
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Jaosch <pl8113377@gmail.com> - 2022-07-18 05:09 -0700
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Thomas Heger <ttt_heg@web.de> - 2022-07-19 07:58 +0200
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Kurt <kurt.bindl@t-online.de> - 2022-07-19 08:20 +0200
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Jaosch <pl8113377@gmail.com> - 2022-07-19 02:47 -0700
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Thomas Heger <ttt_heg@web.de> - 2022-07-20 10:13 +0200
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Jaosch <pl8113377@gmail.com> - 2022-07-20 01:59 -0700
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Thomas Heger <ttt_heg@web.de> - 2022-07-22 09:40 +0200
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Jaosch <pl8113377@gmail.com> - 2022-07-22 07:23 -0700
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Thomas Heger <ttt_heg@web.de> - 2022-07-23 10:29 +0200
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Kurt <kurt.bindl@t-online.de> - 2022-07-23 11:31 +0200
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Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2022-08-08 23:15 +0200
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Gernot Gregorius <GGreg@web.de> - 2022-08-04 04:47 +0200
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Carla Schneider <carla_sch@yahoo.com> - 2022-07-19 12:29 +0200
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Kurt <kurt.bindl@t-online.de> - 2022-07-19 13:32 +0200
Re: Ist die Relativit�¤t der Gleichzeitigkeitreal oder nur eine T�¤uschung Carla Schneider <carla_sch@yahoo.com> - 2022-07-19 21:19 +0200
Re: Ist die Relativit�¤t der Gleichzeitigkeitreal oder nur eine T�¤uschung Kurt <kurt.bindl@t-online.de> - 2022-07-19 21:43 +0200
Re: Ist die Relativität der Gleichzeitigkeit real oder nur eine Täuschung Thomas Heger <ttt_heg@web.de> - 2022-07-20 10:31 +0200
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