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Groups > de.sci.electronics > #230294 > unrolled thread

Thermoelement ohne OpAmp

Started byStefan Krister <stefan.krister@creative.chaos.de>
First post2017-07-20 14:51 +0200
Last post2017-07-20 22:07 +0200
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Contents

  Thermoelement ohne OpAmp Stefan Krister <stefan.krister@creative.chaos.de> - 2017-07-20 14:51 +0200
    Re: Thermoelement ohne OpAmp "MaWin" <me@private.net> - 2017-07-20 15:32 +0200
    Re: Thermoelement ohne OpAmp Waldemar <waldemar@zedat.fu-berlin.de> - 2017-07-20 15:37 +0200
    Re: Thermoelement ohne OpAmp Frank Buss <fb@frank-buss.de> - 2017-07-20 19:09 +0200
      Re: Thermoelement ohne OpAmp Joerg <news@analogconsultants.com> - 2017-07-20 10:23 -0700
        Re: Thermoelement ohne OpAmp Frank Buss <fb@frank-buss.de> - 2017-07-21 15:55 +0200
          Re: Thermoelement ohne OpAmp Joerg <news@analogconsultants.com> - 2017-07-21 07:40 -0700
            Re: Thermoelement ohne OpAmp Frank Buss <fb@frank-buss.de> - 2017-07-21 16:59 +0200
              Re: Thermoelement ohne OpAmp Joerg <news@analogconsultants.com> - 2017-07-21 08:01 -0700
                Re: Thermoelement ohne OpAmp horejsi <wolfgang@horejsi.de> - 2017-07-21 19:10 +0200
    Re: Thermoelement ohne OpAmp Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> - 2017-07-20 20:30 +0200
      Re: Thermoelement ohne OpAmp Matthias Weingart <mwnews@pentax.boerde.de> - 2017-07-21 06:13 +0000
        Re: Thermoelement ohne OpAmp Lutz Schulze <lschulze@netzwerkseite.de> - 2017-07-21 10:46 +0200
        Re: Thermoelement ohne OpAmp Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> - 2017-07-22 07:57 +0200
          Re: Thermoelement ohne OpAmp Kai-Martin <kmk@lilalaser.de> - 2017-07-23 02:54 +0200
            Re: Thermoelement ohne OpAmp Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> - 2017-07-23 08:11 +0200
              Re: Thermoelement ohne OpAmp Axel Berger <Spam@Berger-Odenthal.De> - 2017-07-23 09:57 +0200
            Re: Thermoelement ohne OpAmp Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2017-07-23 20:12 +0200
    Re: Thermoelement ohne OpAmp Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2017-07-20 22:07 +0200

#230294 — Thermoelement ohne OpAmp

FromStefan Krister <stefan.krister@creative.chaos.de>
Date2017-07-20 14:51 +0200
SubjectThermoelement ohne OpAmp
Message-ID<etbnb3Fai3bU1@mid.individual.net>
Hi,

ich stell mir grad die Frage, wie man es "früher" gemacht hat, die
Spannung eines Thermoelements in die Region so um die 5V zu bringen, als
es noch keine OpAmps gab.

Kennt jemand noch solche Schaltungen? Sind diese mit modernen
Schaltungen konkurrenzfähig - also im Sinne von Aufwand/Kosten? Gibt es
noch tatsächliche Gründe, es auf die alte Tour zu machen?


MfG

Stefan
-- 

Blog: http://bastard-fdb.blogspot.de/
Gallery: http://gallery.port23.de/v/bastard/
Wiki: http://wiki.port23.de/wiki/Benutzer:Bastard

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#230296

From"MaWin" <me@private.net>
Date2017-07-20 15:32 +0200
Message-ID<okqbco$suj$1@news.albasani.net>
In reply to#230294
"Stefan Krister" <stefan.krister@creative.chaos.de> schrieb im Newsbeitrag 
news:etbnb3Fai3bU1@mid.individual.net...

> ich stell mir grad die Frage, wie man es "früher" gemacht hat, die
> Spannung eines Thermoelements in die Region so um die 5V zu bringen, als
> es noch keine OpAmps gab.

Wozu sollte man sie damals in die Höhe von 5V bringen müssen, als
es noch keine uC gab, die 5V A/D-Wandler hatten ?

0.1V reicht auch um ein Zeigerinstrument zu bewegen.

Braucht man mehr, kann man mehrere Thermoelemente hintereinander schalten,
das ist spottbillig.

Das Hauptproblem ist also nicht die Spannung, sondern die Kaltstellen-
kompensation, dort muss man nochmal messen und das hinzuaddieren, und
das war schwierig als es noch keine linearen Absoluttemperatursensoren
gab (NTC und Pt100 sind unlinear).

Üblich war aber die Wheastone Brückenschaltung, und wenn man verstärken
musste, dann konnte über Röhren oder Transistoren verstärkt werden,
die aber alle bloss die teure Nachbildung eines heute billigen OpAmps
wären.

> Kennt jemand noch solche Schaltungen? Sind diese mit modernen
> Schaltungen konkurrenzfähig - also im Sinne von Aufwand/Kosten? Gibt es
> noch tatsächliche Gründe, es auf die alte Tour zu machen?

Nein. Nicht mal die Kaltstellenkompensation. Man addieret einfach digital.
Es gibt inzwischen OpAmp mit bloss 1uV Offsetabweichung.

   +---------o------------|+\
 Typ K    Klemmen         |  >-+-- A/D  (75uV/K * (R2+R1)/R1)
   +---------o--+--R1--+--|-/  |
                |      |       |
               GND     +--R2---+

-- 
MaWin, Manfred Winterhoff, mawin at gmx dot net
Homepage http://www.oocities.org/mwinterhoff/
dse-FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/

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#230298

FromWaldemar <waldemar@zedat.fu-berlin.de>
Date2017-07-20 15:37 +0200
Message-ID<etbq0mFb5f1U1@mid.uni-berlin.de>
In reply to#230294
Am 20.07.2017 um 14:51 schrieb Stefan Krister:
>
> Hi,
>
> ich stell mir grad die Frage, wie man es "früher" gemacht hat, die
> Spannung eines Thermoelements in die Region so um die 5V zu bringen, als
> es noch keine OpAmps gab.
>
> Kennt jemand noch solche Schaltungen? Sind diese mit modernen
> Schaltungen konkurrenzfähig - also im Sinne von Aufwand/Kosten? Gibt es
> noch tatsächliche Gründe, es auf die alte Tour zu machen?

Früher hat man das zu Fuß aufgebaut. Op-Amp mit Röhren oder 
Transistoren. Auch die Kompensation wurde entsprechend gemacht. Meistens 
dann mit 2 Thermoelementen, oder mit Temperaturstabilisierung der 
Verbindungsbox, wo verschiedene Metalle aufeinander treffen. Ich hatte 
vor Jahren so ein PT100 Verstärker gehabt. Eine Tüte 
(Germanium)Transistoren und ein paar Montagepotis dazu. Viel Spaß beim 
Kalibrieren.

Waldemar

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#230303

FromFrank Buss <fb@frank-buss.de>
Date2017-07-20 19:09 +0200
Message-ID<okqo3i$3o8$1@newsreader4.netcologne.de>
In reply to#230294
On 07/20/2017 02:51 PM, Stefan Krister wrote:
>
> Kennt jemand noch solche Schaltungen? Sind diese mit modernen
> Schaltungen konkurrenzfähig - also im Sinne von Aufwand/Kosten? Gibt es
> noch tatsächliche Gründe, es auf die alte Tour zu machen?

Ich glaube nicht, daß sich das lohnt, zumindest nicht wenn es danach 
noch digital sein soll. Fertige ICs mit Digitalschnittstelle gibt es für 
4 Euro und weniger. Geht sogar mit preiswerten Multiplexer davor, wenn 
man mehrere Elemente messen will, wie ich mal ausprobiert hatte:

https://groups.google.com/d/msg/de.sci.electronics/P_ngExgglxs/QPq7HkmUgBsJ

-- 
Frank Buss, http://www.frank-buss.de
electronics and more: http://www.youtube.com/user/frankbuss

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#230304

FromJoerg <news@analogconsultants.com>
Date2017-07-20 10:23 -0700
Message-ID<etc780Fe6ulU1@mid.individual.net>
In reply to#230303
On 2017-07-20 10:09, Frank Buss wrote:
> On 07/20/2017 02:51 PM, Stefan Krister wrote:
>>
>> Kennt jemand noch solche Schaltungen? Sind diese mit modernen
>> Schaltungen konkurrenzfähig - also im Sinne von Aufwand/Kosten? Gibt es
>> noch tatsächliche Gründe, es auf die alte Tour zu machen?
>
> Ich glaube nicht, daß sich das lohnt, zumindest nicht wenn es danach
> noch digital sein soll. Fertige ICs mit Digitalschnittstelle gibt es für
> 4 Euro und weniger. Geht sogar mit preiswerten Multiplexer davor, wenn
> man mehrere Elemente messen will, wie ich mal ausprobiert hatte:
>
> https://groups.google.com/d/msg/de.sci.electronics/P_ngExgglxs/QPq7HkmUgBsJ
>

Aber es geht doch nichts ueber das heimelnde Gluehen etlicher ECC81 oder 
E88CC.

-- 
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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#230329

FromFrank Buss <fb@frank-buss.de>
Date2017-07-21 15:55 +0200
Message-ID<okt157$re0$1@newsreader4.netcologne.de>
In reply to#230304
On 07/20/2017 07:23 PM, Joerg wrote:
> On 2017-07-20 10:09, Frank Buss wrote:
>> On 07/20/2017 02:51 PM, Stefan Krister wrote:
>>>
>>> Kennt jemand noch solche Schaltungen? Sind diese mit modernen
>>> Schaltungen konkurrenzfähig - also im Sinne von Aufwand/Kosten? Gibt es
>>> noch tatsächliche Gründe, es auf die alte Tour zu machen?
>>
>> Ich glaube nicht, daß sich das lohnt, zumindest nicht wenn es danach
>> noch digital sein soll. Fertige ICs mit Digitalschnittstelle gibt es für
>> 4 Euro und weniger. Geht sogar mit preiswerten Multiplexer davor, wenn
>> man mehrere Elemente messen will, wie ich mal ausprobiert hatte:
>>
>> https://groups.google.com/d/msg/de.sci.electronics/P_ngExgglxs/QPq7HkmUgBsJ
>>
>>
>
> Aber es geht doch nichts ueber das heimelnde Gluehen etlicher ECC81 oder
> E88CC.

Klar, das ist dann die Nostalgie-Version :-) Allerdings kostet schon 
eine ECC81 bei eBay 5 Euro, also keine Konkurrenz in Sachen Aufwand und 
Kosten. Gibt sogar manche Angebote bei eBay für die ECC81 über 30 Euro. 
Ob die wohl schöner glühen?

-- 
Frank Buss, http://www.frank-buss.de
electronics and more: http://www.youtube.com/user/frankbuss

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#230331

FromJoerg <news@analogconsultants.com>
Date2017-07-21 07:40 -0700
Message-ID<etei2oFu2nsU1@mid.individual.net>
In reply to#230329
On 2017-07-21 06:55, Frank Buss wrote:
> On 07/20/2017 07:23 PM, Joerg wrote:
>> On 2017-07-20 10:09, Frank Buss wrote:
>>> On 07/20/2017 02:51 PM, Stefan Krister wrote:
>>>>
>>>> Kennt jemand noch solche Schaltungen? Sind diese mit modernen
>>>> Schaltungen konkurrenzfähig - also im Sinne von Aufwand/Kosten? Gibt es
>>>> noch tatsächliche Gründe, es auf die alte Tour zu machen?
>>>
>>> Ich glaube nicht, daß sich das lohnt, zumindest nicht wenn es danach
>>> noch digital sein soll. Fertige ICs mit Digitalschnittstelle gibt es für
>>> 4 Euro und weniger. Geht sogar mit preiswerten Multiplexer davor, wenn
>>> man mehrere Elemente messen will, wie ich mal ausprobiert hatte:
>>>
>>> https://groups.google.com/d/msg/de.sci.electronics/P_ngExgglxs/QPq7HkmUgBsJ
>>>
>>>
>>>
>>
>> Aber es geht doch nichts ueber das heimelnde Gluehen etlicher ECC81 oder
>> E88CC.
>
> Klar, das ist dann die Nostalgie-Version :-) Allerdings kostet schon
> eine ECC81 bei eBay 5 Euro, also keine Konkurrenz in Sachen Aufwand und
> Kosten. Gibt sogar manche Angebote bei eBay für die ECC81 über 30 Euro.
> Ob die wohl schöner glühen?
>

Geht billiger, allerdings sind oft gebrauchte dabei:

http://www.ebay.com/itm/143-pcs-surplus-12AT7WC-6201-ECC81-audio-radio-vacuum-tubes-/282576795244

http://www.ebay.com/itm/12-Mixed-GE-General-Electric-6201-12AT7WA-Tubes-ALL-5-Star-Tested-/391838820862

Ausleiern tun die nicht so wie etwa EL84, wo gebrauchte oft total 
ausgelutscht sind.

Man kann sogar sehr schicke Schirmbecher dafuer bekommen, waere aber 
Stilbruch:

http://www.ebay.com/itm/55mm-GREEN-Valve-Tube-Aluminum-Shield-Cover-FR-9pin-B9A-12AX7-12AU7-12AT7-Lot-1-/221833645493

-- 
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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#230332

FromFrank Buss <fb@frank-buss.de>
Date2017-07-21 16:59 +0200
Message-ID<okt4rk$ujl$1@newsreader4.netcologne.de>
In reply to#230331
On 07/21/2017 04:40 PM, Joerg wrote:
>
> Geht billiger, allerdings sind oft gebrauchte dabei:
>
> http://www.ebay.com/itm/143-pcs-surplus-12AT7WC-6201-ECC81-audio-radio-vacuum-tubes-/282576795244

Interessant was es da für Preisunterschiede gibt. Am besten kaufen und 
für 30 Euro pro Stück weiterverkaufen. Sind allerdings nicht getestet, 
also theoretisch könnten das alles aussortierte schlechte Röhren sein.

-- 
Frank Buss, http://www.frank-buss.de
electronics and more: http://www.youtube.com/user/frankbuss

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#230333

FromJoerg <news@analogconsultants.com>
Date2017-07-21 08:01 -0700
Message-ID<etej9uFu6hcU4@mid.individual.net>
In reply to#230332
On 2017-07-21 07:59, Frank Buss wrote:
> On 07/21/2017 04:40 PM, Joerg wrote:
>>
>> Geht billiger, allerdings sind oft gebrauchte dabei:
>>
>> http://www.ebay.com/itm/143-pcs-surplus-12AT7WC-6201-ECC81-audio-radio-vacuum-tubes-/282576795244
>>
>
> Interessant was es da für Preisunterschiede gibt. Am besten kaufen und
> für 30 Euro pro Stück weiterverkaufen. Sind allerdings nicht getestet,
> also theoretisch könnten das alles aussortierte schlechte Röhren sein.
>

Dann kannst Du Dein Geld wieder einfordern, denn der Verkaeufer schreibt 
"These are all in good condition, ...". Da kann er nicht reihenweise 
ausgelutschte Roehren schicken.

-- 
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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#230337

Fromhorejsi <wolfgang@horejsi.de>
Date2017-07-21 19:10 +0200
Message-ID<oktcal$kje$1@dont-email.me>
In reply to#230333
Am 21.07.2017 um 17:01 schrieb Joerg:
> On 2017-07-21 07:59, Frank Buss wrote:
>> On 07/21/2017 04:40 PM, Joerg wrote:
>>>
>>> Geht billiger, allerdings sind oft gebrauchte dabei:
>>>
>>> http://www.ebay.com/itm/143-pcs-surplus-12AT7WC-6201-ECC81-audio-radio-vacuum-tubes-/282576795244 
>>>
>>>
>>
>> Interessant was es da für Preisunterschiede gibt. Am besten kaufen und
>> für 30 Euro pro Stück weiterverkaufen. Sind allerdings nicht getestet,
>> also theoretisch könnten das alles aussortierte schlechte Röhren sein.
>>
> 
> Dann kannst Du Dein Geld wieder einfordern, denn der Verkaeufer schreibt 
> "These are all in good condition, ...". Da kann er nicht reihenweise 
> ausgelutschte Roehren schicken.
> 

Nett war ein Verkäufer auf einem Flohmarkt. Als ich ihn darauf hinwies, 
dass innen weiss angelaufene Röhren Luft gezogen haben und damit nur 
noch Schrott sind, meinte er:"Musst sie ja nicht kaufen, dann kauft sie 
halt ein anderer."

---
Diese E-Mail wurde von AVG auf Viren geprüft.
http://www.avg.com

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#230306

FromRafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de>
Date2017-07-20 20:30 +0200
Message-ID<okqsk2$4ep$1@dont-email.me>
In reply to#230294
Es gab eigene Drehspulanzeigen, plug & play:

http://www.embeddedFORTH.de/temp/NiCrNi.pdf

MfG  JRD

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#230322

FromMatthias Weingart <mwnews@pentax.boerde.de>
Date2017-07-21 06:13 +0000
Message-ID<XnsA7B953A413D3AAlwLookOnTBrightSide@penthouse.boerde.de>
In reply to#230306
Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de>:

> Es gab eigene Drehspulanzeigen, plug & play:
> 
> http://www.embeddedFORTH.de/temp/NiCrNi.pdf

Messbereich 900°C, Genauigkeit +-15°C; naja da kann man sogar die 
Kaltstellenkompensation weglassen ;-).

M.
-- 

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#230325

FromLutz Schulze <lschulze@netzwerkseite.de>
Date2017-07-21 10:46 +0200
Message-ID<g0lkxpy3mzwo$.1qkatw2liwsi0.dlg@40tude.net>
In reply to#230322
Am Fri, 21 Jul 2017 06:13:21 +0000 (UTC) schrieb Matthias Weingart:

>> Es gab eigene Drehspulanzeigen, plug & play:
>> 
>> http://www.embeddedFORTH.de/temp/NiCrNi.pdf
> 
> Messbereich 900°C, Genauigkeit +-15°C; naja da kann man sogar die 
> Kaltstellenkompensation weglassen ;-).

Wir hatten in den 80ern ähnliches in grossen Härteanlagen im Einsatz,
jeweils eins als Regler für die Temperatur und eins als Mehrkanalschreiber
mit Papierstreifen(diente gleichzeitig zur Kontrolle der Anzeige des
Reglers).

Der Zeiger wurde dann jeweils mechanisch kurz festgeklemmt bevor
Quecksilberröhrchen den Schaltvorgang wahrnahmen bzw. der Schreiber einen
Punkt auf den Streifen setzte.

Die wurden alle 4 Wochen mit Vergleichsgeräten kalibriert, schon wegen der
Alterung der Thermoelemente bei knapp 1000 Grad.

Lutz
  
-- 
Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im 
Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin 
auch für Nagios - Nachricht per e-mail,SMS und SNMP: http://www.messpc.de
Messwerte nachträgliche Wärmedämmung http://www.messpc.de/waermedaemmung.php

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#230349

FromRafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de>
Date2017-07-22 07:57 +0200
Message-ID<okup7u$ddb$1@dont-email.me>
In reply to#230322
Am 21.07.2017 08:13, schrieb Matthias Weingart:

>> http://www.embeddedFORTH.de/temp/NiCrNi.pdf
> Messbereich 900°C, Genauigkeit +-15°C; naja da kann man sogar die
> Kaltstellenkompensation weglassen ;-).

   Die Warte wo er eingebaut ist hat wohl +25°+/-5°C. Die Ablese-
genauigkeit de Zeigers ist nichtmal 20°C.

   In einem alten Handbuch über Atomreaktoren der 60er Jahre
wird explizit empfohlen diese Dinger einzusetzen. Denn es sei
gar häufig, daß im Kraftwerk bei Störung plötzlich der Strom weg
ist. Gerade dann würde man sich aber stark dafür interessieren
in welche Richtung sich die Temperatur des Kühlkreislaufs bewegt.
Anzeigeinstrument das ohne Fremdspannung arbeitet sei deshalb
vorzuziehen. Ergänzend wurde empfohlen im Leitstand Taschenlampen
mit Trockenbatterien bereitzuhalten, Stromaufall kann auch nachts
eintreten.

MfG  JRD



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#230387

FromKai-Martin <kmk@lilalaser.de>
Date2017-07-23 02:54 +0200
Message-ID<ol0s3n$t7v$1@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#230349
Rafael Deliano wrote:

> In einem alten Handbuch über Atomreaktoren der 60er Jahre
> wird explizit empfohlen diese Dinger einzusetzen.

Das mag sein.


> Denn es sei
> gar häufig, daß im Kraftwerk bei Störung plötzlich der Strom weg
> ist.

Das eher nicht. 
Der Reaktorkern braucht _immer_ aktive Kühlung. Es muss also 
mindestens Strom für die Kühlwasserpumpe(n) da sein. Deswegen sind die 
Pumpen für den Hauptkühlkreislauf auch mindestens doppelt, meist aber 
dreifach redundant vorhanden. Die zugehörigen Generatoren sind 
ebenfalls unabhängig gedoppelt. Wenn eine Pumpe ausfällt, ist das 
bereits das, was das Genehmigungsverfahren "GAU" nennt. Wenn alle 
ausfallen, ist das ein Super-GAU, der mit großer Wahrscheinlichkeit in 
einer Kernschmelze und erheblicher Freisetzung von radioaktivem 
Material an die Umwelt mündet.
Die Anschlusleistung der Kühlwasserpumpen ist im Bereich von MW. Da 
ist es trivial, für Messzwecke und Beleuchtung etwas abzuzweigen.


> Gerade dann würde man sich aber stark dafür interessieren in welche 
> Richtung sich die Temperatur des Kühlkreislaufs bewegt.

Wenn in einem Atomkraftwerk tatsächlich im Reaktorgebäude komplett die  
Stromversorgung komplett ausfällt, dann kennt die Temperatur im 
Reaktorkern nur eine Richtung: nach oben.

---<)kaimartin(>---

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#230390

FromRafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de>
Date2017-07-23 08:11 +0200
Message-ID<ol1ee4$q90$1@dont-email.me>
In reply to#230387
 >> Atomreaktoren der 60er Jahre

 > Pumpen für den Hauptkühlkreislauf auch mindestens doppelt, meist aber
 > dreifach redundant vorhanden.

Das waren keine deutschen Behörden-AKWs. Sondern militärisches
Kleingerät das man auf LKWs transportieren konnte. Vorgesehene
Anwendung war Versorgung Radarstationen des Frühwarnsystems in
der Arktis.

 >> Gerade dann würde man sich aber stark dafür interessieren in welche
 >> Richtung sich die Temperatur des Kühlkreislaufs bewegt.

 > Wenn in einem Atomkraftwerk tatsächlich im Reaktorgebäude komplett die
 > Stromversorgung komplett ausfällt, dann kennt die Temperatur im
 > Reaktorkern nur eine Richtung: nach oben.

Scram-Schaltung die das berücksichtigt hatten die schon.
Und da will man eben rechtzeitig wissen ob die funktioniert hat.

MfG JRD

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#230392

FromAxel Berger <Spam@Berger-Odenthal.De>
Date2017-07-23 09:57 +0200
Message-ID<597456FE.45EE7D46@Berger-Odenthal.De>
In reply to#230390
Rafael Deliano wrote:
> Scram-Schaltung die das berücksichtigt hatten die schon.
> Und da will man eben rechtzeitig wissen ob die funktioniert hat.

Scram hilft nicht. Die (prizipiell nicht abschaltbare) Nachwärme
entspricht mehreren Minuten Vollast. Keramische Go-Away-Reaktoren
stecken das in der Wärmekapazität weg und riesige Temperaturreserven
nach oben, bevor ernsthaft etwas kaputtgeht (am AVR auch expperimentell
nachgewiesen). Die Betriebstemperatur bei Druckwasser liegt aber sehr
knapp unter der Maximaltemperatur, bei der das Wasser mit den Stäben
reagiert.

Die Minuten zwischen Erdbeben mit Schnellabschaltung und dem Tsunami
haben in Fukushima sehr viel bewirkt. Wäre er eher gekommen hätte das
rein passive Notsystem die dann noch viel höhere Leistung nicht gepackt.

-- 
/¯\   No  |    Dipl.-Ing. F. Axel Berger    Tel: +49/ 221/ 7771 8067
\ /  HTML |    Roald-Amundsen-Straße 2a     Fax: +49/ 221/ 7771 8069
 X    in  |    D-50829 Köln-Ossendorf      http://berger-odenthal.de
/ \  Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --

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#230410

FromRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
Date2017-07-23 20:12 +0200
Message-ID<ol2onb$hsr$1@dont-email.me>
In reply to#230387
Kai-Martin schrieb:

> Die Anschlusleistung der Kühlwasserpumpen ist im Bereich von MW. Da
> ist es trivial, für Messzwecke und Beleuchtung etwas abzuzweigen.

Eventuell mit eigenartiger Frequenz. Es werden IIRC auch
Schleifringmotoren verwendet, weiss aber nicht mehr, ob das
die Hauptkühlwasserpumpen in PWR oder die Umwälzschleifen
in BWR betrifft.

> Wenn in einem Atomkraftwerk tatsächlich im Reaktorgebäude komplett die
> Stromversorgung komplett ausfällt, dann kennt die Temperatur im
> Reaktorkern nur eine Richtung: nach oben.

Und der Reaktor dann mal kurzfristig promptkritisch wird und
dann allein schon die Spaltenergie der nächsten Sekunden
die Verdampfungsenthalpie des Kerns übertrifft.... dann
haben wir Tschernobyl.

-- 
mfg Rolf Bombach

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#230313

FromRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
Date2017-07-20 22:07 +0200
Message-ID<okr2ap$nik$1@dont-email.me>
In reply to#230294
Stefan Krister schrieb:
>
> Hi,
>
> ich stell mir grad die Frage, wie man es "früher" gemacht hat, die
> Spannung eines Thermoelements in die Region so um die 5V zu bringen, als
> es noch keine OpAmps gab.
>
> Kennt jemand noch solche Schaltungen? Sind diese mit modernen
> Schaltungen konkurrenzfähig - also im Sinne von Aufwand/Kosten? Gibt es
> noch tatsächliche Gründe, es auf die alte Tour zu machen?

Schreiber in Röhrentechnik benutzten "Zerhackverstärker", heute
"Chopper", die mit 50/100 Hz liefen. Die Endröhren gingen in Gegentakt
direkt an den Motor, der mit ungleichgerichteter Spannung versorgt
wurde. Der empfindlichste Bereich war 1 mV Vollausschlag. DC-Drift
nicht feststellbar, Verstärkungslinearität und -Konstanz war ein anderes Kapitel.
(Im Labor in Basel hatten wir Messdatenerfassung mit PDP11 der ersten
Stunde mit Röhrenschreiber Seite an Seite. Letzterer hat erstere überlebt.)

Mit Halbleitern wurden ebenfalls Chopperverstärker verwendet, auch
schon mit Geranien hat das funktioniert. Im LTspice gibt es die
P2-Beispielschaltung von G.A. Philbrick, der kannst du ja mal
beim choppen zusehen. Gibt dem PC allerdings einiges zu denken.

Heute gibt es die chopperstabilisierten "Zero-Drift" usw. Opamps,
da stellt sich das Problem nicht mehr. Dafür andere. IIRC gibt
es auch Sigma-Delta-Mess-ADCs, die direkt mit Millivolt umgehen können.
Teure Module von NI oder von diversen SPS haben direkten TC-Eingang.
Oder Reihenklemmen-artige Module für die Hutschiene.

OpAmps speziell für TC mit eingebauter Kaltstellenkompensation gibt
es auch seit fast ewig fertig zu kaufen (teuer), AD595 war wohl Urvater.
(Heute eher AD8495)

Mit selbstgebauten TC-Vorverstärkern kann man dermassen viel falsch
und nur wenig richtig machen, dass ich nur davon abraten kann.
Anders sieht es bei Spezialfällen aus, etwa wenn sehr hohe Geschwindigkeit
im kHz-Bereich nötig ist. Dann wird es wieder spannend. (Ja, es gibt
TC die so schnell sind.)

-- 
mfg Rolf Bombach

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