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Groups > de.sci.electronics > #202321 > unrolled thread

Gepulste LED

Started byRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
First post2016-02-17 21:38 +0100
Last post2016-02-22 07:53 +0100
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Contents

  Gepulste LED Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-02-17 21:38 +0100
    Re: Gepulste LED Marc Santhoff <m.santhoff@t-online.de> - 2016-02-17 23:17 +0100
      Re: Gepulste LED Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-02-18 21:16 +0100
        Re: Gepulste LED Marc Santhoff <m.santhoff@t-online.de> - 2016-02-18 22:35 +0100
          Re: Gepulste LED Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-02-21 19:35 +0100
    Re: Gepulste LED Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2016-02-18 20:31 +0100
      Re: Gepulste LED Michael Schwingen <news-1454959088@discworld.dascon.de> - 2016-02-18 20:08 +0000
        Re: Gepulste LED Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-02-21 19:50 +0100
          Re: Gepulste LED Michael Schwingen <news-1454959088@discworld.dascon.de> - 2016-02-22 20:19 +0000
            Re: Gepulste LED Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-02-24 21:14 +0100
      Re: Gepulste LED Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-02-19 20:08 +0100
        Re: Gepulste LED Joerg <news@analogconsultants.com> - 2016-02-19 17:28 -0800
          Re: Gepulste LED "horst-d.winzler" <horst.d.winzler@web.de> - 2016-02-20 09:23 +0100
            Re: Gepulste LED Dieter Wiedmann <dieter.wiedmann@t-online.de> - 2016-02-20 12:44 +0100
            Re: Gepulste LED Joerg <news@analogconsultants.com> - 2016-02-20 08:09 -0800
        Re: Gepulste LED Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> - 2016-02-20 15:20 +0100
          Re: Gepulste LED Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-02-21 20:08 +0100
    Re: Gepulste LED Joerg <news@analogconsultants.com> - 2016-02-18 12:31 -0800
      Re: Gepulste LED Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-02-21 20:04 +0100
        Re: Gepulste LED Joerg <news@analogconsultants.com> - 2016-02-22 09:49 -0800
          Re: Gepulste LED Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-02-24 21:21 +0100
            Re: Gepulste LED Joerg <news@analogconsultants.com> - 2016-02-24 12:35 -0800
            Re: Gepulste LED Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-02-24 21:35 +0100
              Re: Gepulste LED Joerg <news@analogconsultants.com> - 2016-02-24 13:42 -0800
                Re: Gepulste LED Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-02-26 17:43 +0100
                  Re: Gepulste LED Joerg <news@analogconsultants.com> - 2016-02-26 09:46 -0800
                    Re: Gepulste LED Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-02-28 19:49 +0100
                      Re: Gepulste LED Joerg <news@analogconsultants.com> - 2016-02-29 07:50 -0800
                        Re: Gepulste LED Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-03-08 21:51 +0100
                          Re: Gepulste LED Joerg <news@analogconsultants.com> - 2016-03-08 13:30 -0800
    Re: Gepulste LED Volker Bartheld <news2016@bartheld.net> - 2016-02-22 07:53 +0100

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#202321 — Gepulste LED

FromRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
Date2016-02-17 21:38 +0100
SubjectGepulste LED
Message-ID<na2li9$uva$1@dont-email.me>
Hallo NG

Wie angedroht habe ich mal einen Pulser für eine Hochleistungs-LED
zusammengepfuscht. Wir hatten hier vor ca. 3/4 Jahren eine Diskussion
mit Timm und Joerg.
Von Joerg hab ich die prinzipielle Idee mit der FET-Stromquelle
übernommen. Allerdings hab ich mehr auf feed-forward Gewicht gelegt
als in über-alles-Schleifenverstärkung. Bei ca. 1.5 V an der Source
geht schon einiges einfach feed-forward.
Ohnehin habe ich die Stromanstiegsgeschwindigkeit auf Werte reduziert,
die innerhalb der Angaben des Herstellers liegen, das hat alles
deutlich entschärft. Ausserdem habe ich einen einige mA grossen
Leerlaufstrom zugelassen, sodass der Opamp nicht viel rumrudern muss.

Der erste Prototyp sieht, vorallem auf dem Foto, recht hässlich aus,
funzt aber sauber. Die vielen Kleckse sind die 20 verteilten Source-
widerstände. Das fetteste Teil ist ein 317 für die 5 mA 6 V für den
Opamp. Sicher reichlich dimensioniert, aber der pappt so schön mit
Doppelklebeband und es liegen hier eh noch zu viele davon rum.

http://homepage.bluewin.ch/bombach/pics/ledpulser.jpg

Am Eingang ist ein Schmitt-Trigger, gefolgt von einem Doppel-Monoflop,
welches Reprate und Pulslänge begrenzt. Doktoranden und so.

Dann als Opamp ein doppelter, LT1498. Der erste ist ebenfalls als
Schmitt-Trigger verschaltet, damit er übersteuert wird. Er dient
zum Herstellen der gewünschten Flankensteilheit mittels der "eingebauten"
Slew-Rate. Der zweite Opamp ist dann der Stromregler, da ist die
erlaubte kapazitive Belastung von 20nF von dem Teil günstig.

Als FET hab ich mal provisorisch nen Winztyp IRLR8256 verwendet.
Das angebliche Pulsbelastungslimit von 325 A glaub ich allerdings nicht,
ist allerdings eh egal. Im Moment pulse ich mit etwa 30 A.

Das störendste im Moment ist die Induktivität der Zuleitungen. Auf
dem Foto ist noch das alte Modell, jetzt habe ich verflochtene Leiter 6x.
Gegenüber der Simulation habe ich den Kompensationskondensator in
der Gegenkopplungsschleife am Opamp von 330p auf 680p erhöht, der
Strom schaltet jetzt etwas schleichend ab, ist aber egal.

http://homepage.bluewin.ch/bombach/diagrams/led_003.png

Die gelbe Linie zeigt den Strom in der LED, gemessen als Spannung am
0.05 Ohm-Shunt im Sourcezweig; also knapp 28 A.
Die blaue Linie zeigt den Lichtoutput, das Signal ist negativ, hiesige
Norm für Lichtdetektoren, kommt aus der PMT-Zeit.
Die Magenta-Linie zeigt die Versorgungsspannung an der LED. Sie sackt
um knapp 1 V ab. Das Gezappel sieht man nur, wenn man an der LED misst;
an den Kondensatoren geht das völlig linear runter. Die sind echt gut.

Bis etwa 8 kHz Reprate geht das ab Wandwarze, Patent Joerg :-)
Der FET reagiert dann etwas uncool, aber solange man sich die Finger
nicht dran verbrennt, denke ich, ist das für Silizium kein Problem.
Die Widerständchen heizen dann auch ein bisschen, alles im grünen Bereich.
LED wird kaum warm, duty cycle ist ja immer noch sehr klein.

Die Zuleitungsinduktivität ist das Problem, macht aber kein Problem :-].
Was ich nicht verstehe, wenn ich den roten Draht (es ist immer der
rote Draht), siehe Foto, mit einem mindestens doppelt so langen dünnen
Klingeldrähtchen überbrücke, dann wird das Gezappel der Spannung massiv
kleiner. Bei meiner neuen Lösung mit 6 parallelen Leitern passiert immer
noch dasselbe, allerdings auf deutlich tieferem Niveau. Wenn ich einen
der 6 Drähte ablöte, sieht man auch eine Änderung, aber nur minim, kein
Vergleich zum externen Zusatzdraht.
Black magic.

-- 
mfg Rolf Bombach

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#202324

FromMarc Santhoff <m.santhoff@t-online.de>
Date2016-02-17 23:17 +0100
Message-ID<20160217231723.1a48fb78@puma.das.netz>
In reply to#202321
Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> schrieb:

> http://homepage.bluewin.ch/bombach/pics/ledpulser.jpg

Leberwurstfarbene Drähte, kuhl.

Marc

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#202343

FromRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
Date2016-02-18 21:16 +0100
Message-ID<na58l7$nlc$1@dont-email.me>
In reply to#202324
Marc Santhoff schrieb:
> Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> schrieb:
>
>> http://homepage.bluewin.ch/bombach/pics/ledpulser.jpg
>
> Leberwurstfarbene Drähte, kuhl.

Meinst du die dünnen in ekelrosa? Ja, die hat jemand weggeworfen,
wahrscheinlich wegen der Farbe. Ganze 100m-Rolle. "Montierungsdraht".
Baujahr wahrscheinlich 1960. Leitet immer noch und die Isolierung
isoliert.

-- 
mfg Rolf Bombach

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#202353

FromMarc Santhoff <m.santhoff@t-online.de>
Date2016-02-18 22:35 +0100
Message-ID<20160218223525.39588554@puma.das.netz>
In reply to#202343
Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> schrieb:

> Marc Santhoff schrieb:
> > Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> schrieb:
> >
> >> http://homepage.bluewin.ch/bombach/pics/ledpulser.jpg
> >
> > Leberwurstfarbene Drähte, kuhl.
> 
> Meinst du die dünnen in ekelrosa? Ja, die hat jemand weggeworfen,
> wahrscheinlich wegen der Farbe. Ganze 100m-Rolle. "Montierungsdraht".
> Baujahr wahrscheinlich 1960. Leitet immer noch und die Isolierung
> isoliert.

<ggg> Meine Rolle in grün wird wohl auch nie alle. Hätte blau kaufen
sollen (niemals den roten Draht).

Die rote Linie war Versorgung, ja? Ich vermute mal, die erholt sich
erst langsam wieder, bei dem Strom, und den ganzen Elkos da dran.
Verliert immerhin ein knappes Volt.

Was mir auffällt - ohne Schaltplan sagt mir der Rest nicht so viel -
ist, daß der LM317 einen Mindeststrom von nominal 5mA sehen möchte.
Vielleicht ist die Versorgung deswegen instabil, weil der nur knapp
dran kratzt? Und die Masse wandert umher?

Marc


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#202503

FromRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
Date2016-02-21 19:35 +0100
Message-ID<nacvsd$hq9$1@dont-email.me>
In reply to#202353
Marc Santhoff schrieb:
>
> Die rote Linie war Versorgung, ja? Ich vermute mal, die erholt sich
> erst langsam wieder, bei dem Strom, und den ganzen Elkos da dran.
> Verliert immerhin ein knappes Volt.

Entspricht völlig der Simulation resp. der einfachen Rechnung. Erholt
sich innert Millisekunden. Und sonst halt nicht, ist kein Problem, pendelt
sich dann auf etwas tieferen Wert ein.
Die Elkos sind insgesamt nur 80 uF, aber die Biester sind einigermassen
Hochstrom-fest.
Bis die Wandwarze schlapp macht, kann ich mit über 8 kHz takten.
Es wird dann deutlich heller im Raum. Die Stromversorgung für den
tatsächlichen Einsatz, dort bis 40 kHz, ist /geringfügig/ heftiger.

> Was mir auffällt - ohne Schaltplan sagt mir der Rest nicht so viel -
> ist, daß der LM317 einen Mindeststrom von nominal 5mA sehen möchte.
> Vielleicht ist die Versorgung deswegen instabil, weil der nur knapp
> dran kratzt? Und die Masse wandert umher?

Der Spannungsteiler ist auf 10 mA entsprechend den Original-Empfehlungen
ausgelegt. Es kursieren auch 5 mA-Versionen, von denen niemand genau
weiss, woher sie kommen... Die Spannung auf dem Oszi sind die 12 V
vor dem Regler.

-- 
mfg Rolf Bombach

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#202340

FromMarcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org>
Date2016-02-18 20:31 +0100
Message-ID<na565t$obn$1@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#202321
On 17.02.16 21.38, Rolf Bombach wrote:
> Das störendste im Moment ist die Induktivität der Zuleitungen. Auf
> dem Foto ist noch das alte Modell, jetzt habe ich verflochtene Leiter 6x.

Flechten kann man machen, aber üblicherweise will man hier eine 
möglichst niedrige Leitungsimpedanz. Nimm mal Kupferlackdraht, den 
bekommt man enger aneinander. Dann z.B. einen Sternvierer, also
  + -
  - +
Und dann sehe zu, dass die Ursprungspunkte auf der Platine möglichst 
dicht beieinander liegen. Respektive die Leiter sollten möglichst nah an 
der Platine zusammenlaufen. Gegen über der frei fliegenden Leitung 
sollten da schon ein, zwei Zehnerpotenzen zu holen sein.

By the way, wenn Du keine supertollen Probes hast, solltest du mit den 
Masseleitungen des Oszis aufpassen. Die können auch lustige Antennen 
bilden. Differenzielle Messung kann helfen. Probes mit geringer 
Eingangskapazität auch. Aber die Zeiten von P6139A mit 8pF sind in der 
Hausklasse vorbei.

> Die Zuleitungsinduktivität ist das Problem, macht aber kein Problem :-].
> Was ich nicht verstehe, wenn ich den roten Draht (es ist immer der
> rote Draht), siehe Foto, mit einem mindestens doppelt so langen dünnen
> Klingeldrähtchen überbrücke, dann wird das Gezappel der Spannung massiv
> kleiner.

Wer misst, misst Mist. :-)

> Bei meiner neuen Lösung mit 6 parallelen Leitern passiert immer
> noch dasselbe, allerdings auf deutlich tieferem Niveau. Wenn ich einen
> der 6 Drähte ablöte, sieht man auch eine Änderung, aber nur minim, kein
> Vergleich zum externen Zusatzdraht.
> Black magic.

Jo, drehe mal an der Ausrichtung der Oszi-Masseleitungen.


Marcel

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#202342

FromMichael Schwingen <news-1454959088@discworld.dascon.de>
Date2016-02-18 20:08 +0000
Message-ID<slrnncc96r.6tf.news-1454959088@a-tuin.ms.intern>
In reply to#202340
On 2016-02-18, Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> wrote:
>
>> Bei meiner neuen Lösung mit 6 parallelen Leitern passiert immer
>> noch dasselbe, allerdings auf deutlich tieferem Niveau. Wenn ich einen
>> der 6 Drähte ablöte, sieht man auch eine Änderung, aber nur minim, kein
>> Vergleich zum externen Zusatzdraht.
>> Black magic.
>
> Jo, drehe mal an der Ausrichtung der Oszi-Masseleitungen.

Nix Ausrichtung - weg mit der Massestrippe!

Masse direkt vorne an der Hülse am Tastkopf mit ein paar mm Draht anklemmen
- siehe z.B.  LT AN70, Anhang C (S.  30ff):

http://www.linear.com/docs/4159

cu
Michael

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#202505

FromRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
Date2016-02-21 19:50 +0100
Message-ID<nad0o4$l8q$1@dont-email.me>
In reply to#202342
Michael Schwingen schrieb:
> On 2016-02-18, Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> wrote:
>>
>>> Bei meiner neuen Lösung mit 6 parallelen Leitern passiert immer
>>> noch dasselbe, allerdings auf deutlich tieferem Niveau. Wenn ich einen
>>> der 6 Drähte ablöte, sieht man auch eine Änderung, aber nur minim, kein
>>> Vergleich zum externen Zusatzdraht.
>>> Black magic.

Es handelt sich um einen provisorischen Aufbau. Irgendwann hab ich
es nicht mehr ausgehalten und musste einfach anwerfen. Mir ist
schon klar, dass das mit den Tastköpfen subobtimal ist. Für die
Spannung am Shunt hatte ich einerseits schon einen SMD 50 Ohm und eine
auflötbare Koaxbuchse vorbereitet, andererseits fehlte es an Geduld :-[

>>
>> Jo, drehe mal an der Ausrichtung der Oszi-Masseleitungen.
>
> Nix Ausrichtung - weg mit der Massestrippe!

Super Tip! Daraufhin habe ich diese blöde Massestrippe wie von dir
vorgeschlagen, mal total weggelassen :-]

http://homepage.bluewin.ch/bombach/diagrams/led_007.png

Man sieht auf den ersten Blick, äh, nichts.
Liegt wohl daran, dass der Fourierpeak irgendwo bei 650 kHz liegt.
Also so was wie Restbrumm, heutzutage. Da spielt die Zuleitung zum
Tastkopf keine Rolle.

Ich hab auch mal die Strippen speziell blöd hingelegt und direkt
einen 74HCnn-Ausgang angesehen, da wird es klar, was die Zuleitungs-
induktivität zum Tastkopf anrichtet:

http://homepage.bluewin.ch/bombach/diagrams/led_004.png

Rot: Ausgang am 74HCirknwas, Gelb: Spannung am Shunt, empfindlicherer
Bereich als Rot. Überschwingen und Schwingen auf dem andern Kanal ist
mehr als deutlich. Aber es sollte auch klar sein, dass sich dies in
einem gänzlich anderen Frequenzbereich abspielt.

>
> Masse direkt vorne an der Hülse am Tastkopf mit ein paar mm Draht anklemmen
> - siehe z.B.  LT AN70, Anhang C (S.  30ff):

Danke, ist natürlich schon klar. Die AN47 aaO gebe ich immer als erstes an
die Studis, wenn die mit Probs (Probleme/Probes) kommen. Mit Hinweis auf
Bild 6 sowie das Telefonsymbol mit "53".
Ebenfalls interessant in diesem Zusammenhang ist die AN133, insbesondere
wenn man mit kleinen Shunts (im Sinne von Shuntspannung) arbeiten will.

THNX für allen Feedback!

-- 
mfg Rolf Bombach

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#202606

FromMichael Schwingen <news-1454959088@discworld.dascon.de>
Date2016-02-22 20:19 +0000
Message-ID<slrnncmrbf.9pd.news-1454959088@a-tuin.ms.intern>
In reply to#202505
On 2016-02-21, Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> wrote:
>
> Super Tip! Daraufhin habe ich diese blöde Massestrippe wie von dir
> vorgeschlagen, mal total weggelassen :-]
>
> http://homepage.bluewin.ch/bombach/diagrams/led_007.png
>
> Man sieht auf den ersten Blick, äh, nichts.
> Liegt wohl daran, dass der Fourierpeak irgendwo bei 650 kHz liegt.
> Also so was wie Restbrumm, heutzutage. Da spielt die Zuleitung zum
> Tastkopf keine Rolle.

Ich bin es bei schnellen Schaltreglern gewohnt, daß es häufig einen
Unterschied macht, auch, wenn man es an der Stelle nicht vermutet hätte. 
Nachdem man das gegengetestet hat, darf die Massestrippe dann gerne wieder
'dran - Dein Photo sah halt wie der typische "so nicht"-Fall aus ;-)

> Danke, ist natürlich schon klar. Die AN47 aaO gebe ich immer als erstes an
> die Studis, wenn die mit Probs (Probleme/Probes) kommen. Mit Hinweis auf
> Bild 6 sowie das Telefonsymbol mit "53".

Wenn die Spannung reicht, nehme ich gerne die 1k/50Ohm-Koax-Lösung, direkt
angelötet. Das ist spottbillig, und selbst mit RG174 erstaunlich gut.

cu
Michael

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#202717

FromRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
Date2016-02-24 21:14 +0100
Message-ID<nal2pi$50m$1@dont-email.me>
In reply to#202606
Michael Schwingen schrieb:
> On 2016-02-21, Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> wrote:
>>
>> Super Tip! Daraufhin habe ich diese blöde Massestrippe wie von dir
>> vorgeschlagen, mal total weggelassen :-]
>>
>> http://homepage.bluewin.ch/bombach/diagrams/led_007.png
>>
>> Man sieht auf den ersten Blick, äh, nichts.
>> Liegt wohl daran, dass der Fourierpeak irgendwo bei 650 kHz liegt.
>> Also so was wie Restbrumm, heutzutage. Da spielt die Zuleitung zum
>> Tastkopf keine Rolle.
>
> Ich bin es bei schnellen Schaltreglern gewohnt, daß es häufig einen
> Unterschied macht, auch, wenn man es an der Stelle nicht vermutet hätte.
> Nachdem man das gegengetestet hat, darf die Massestrippe dann gerne wieder
> 'dran - Dein Photo sah halt wie der typische "so nicht"-Fall aus ;-)

Der Schaltregler macht das eben innert Nanosekunden, ich habe die Flanken
auf 1 us gebremst. Was mich geleimt hat, ist, dass bei 1000x Strom, hier
30 A statt die gewohnten 30 mA aus einem Gatter, die Induktivität gleich
viel Spannung bei 1/1000 der Frequenz abfallen lässt. Als Formel völlig
trivial, aber irgendwie glaubt man es erst, wenn man es gemessen hat.
NF-Endstufenentwickler glauben es manchmal auch nicht...
>
>> Danke, ist natürlich schon klar. Die AN47 aaO gebe ich immer als erstes an
>> die Studis, wenn die mit Probs (Probleme/Probes) kommen. Mit Hinweis auf
>> Bild 6 sowie das Telefonsymbol mit "53".
>
> Wenn die Spannung reicht, nehme ich gerne die 1k/50Ohm-Koax-Lösung, direkt
> angelötet. Das ist spottbillig, und selbst mit RG174 erstaunlich gut.

Ja, ich hatte die 50Ohm/Garnix-Lösung in Vorbereitung, da ich einen 0.05 Ohm
Shunt messe. Die LEMO-00 sind eh eine hier weitverbreitete Pest, da kann
ich bei den Kabeln aus dem Vollen schöpfen, beim Eingangssignal hab ich das
ja realisiert.

-- 
mfg Rolf Bombach

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#202369

FromRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
Date2016-02-19 20:08 +0100
Message-ID<na7p1c$val$1@dont-email.me>
In reply to#202340
Marcel Mueller schrieb:
> On 17.02.16 21.38, Rolf Bombach wrote:
>> Das störendste im Moment ist die Induktivität der Zuleitungen. Auf
>> dem Foto ist noch das alte Modell, jetzt habe ich verflochtene Leiter 6x.
>
> Flechten kann man machen, aber üblicherweise will man hier eine möglichst niedrige Leitungsimpedanz. Nimm mal Kupferlackdraht, den bekommt man enger aneinander.
> Dann z.B. einen Sternvierer, also
>   + -
>   - +

Das ist mein nächster Anlauf. Ich werde einiges durchprobieren,
falls ich Zeit finde, einfach um zu lernen.
Besten Dank für den Input. Ich forsche weiter... :-)

> Und dann sehe zu, dass die Ursprungspunkte auf der Platine möglichst dicht beieinander liegen. Respektive die Leiter sollten möglichst nah an der Platine
> zusammenlaufen. Gegen über der frei fliegenden Leitung sollten da schon ein, zwei Zehnerpotenzen zu holen sein.

Wie gesagt, mittlerweile hab ich so was wie 6 doppelte Sternvierer :-), hat
etwa Faktor 3 gebracht.
>
> By the way, wenn Du keine supertollen Probes hast, solltest du mit den Masseleitungen des Oszis aufpassen. Die können auch lustige Antennen bilden.
> Differenzielle Messung kann helfen. Probes mit geringer Eingangskapazität auch. Aber die Zeiten von P6139A mit 8pF sind in der Hausklasse vorbei.


Das lass ich vorerst unkommentiert, damit der Witz nicht zu schnell verraucht.

> Wer misst, misst Mist. :-)

Steht auf der ersten Seite meiner Vorlesung :-]

-- 
mfg Rolf Bombach

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#202373

FromJoerg <news@analogconsultants.com>
Date2016-02-19 17:28 -0800
Message-ID<diptp1F5kt7U1@mid.individual.net>
In reply to#202369
On 2016-02-19 11:08, Rolf Bombach wrote:
> Marcel Mueller schrieb:
>> On 17.02.16 21.38, Rolf Bombach wrote:
>>> Das störendste im Moment ist die Induktivität der Zuleitungen. Auf
>>> dem Foto ist noch das alte Modell, jetzt habe ich verflochtene Leiter
>>> 6x.
>>
>> Flechten kann man machen, aber üblicherweise will man hier eine
>> möglichst niedrige Leitungsimpedanz. Nimm mal Kupferlackdraht, den
>> bekommt man enger aneinander.
>> Dann z.B. einen Sternvierer, also
>>   + -
>>   - +
>
> Das ist mein nächster Anlauf. Ich werde einiges durchprobieren,
> falls ich Zeit finde, einfach um zu lernen.
> Besten Dank für den Input. Ich forsche weiter... :-)
>

Koax waere besser.


>> Und dann sehe zu, dass die Ursprungspunkte auf der Platine möglichst
>> dicht beieinander liegen. Respektive die Leiter sollten möglichst nah
>> an der Platine
>> zusammenlaufen. Gegen über der frei fliegenden Leitung sollten da
>> schon ein, zwei Zehnerpotenzen zu holen sein.
>
> Wie gesagt, mittlerweile hab ich so was wie 6 doppelte Sternvierer :-), hat
> etwa Faktor 3 gebracht.
>>
>> By the way, wenn Du keine supertollen Probes hast, solltest du mit den
>> Masseleitungen des Oszis aufpassen. Die können auch lustige Antennen
>> bilden.
>> Differenzielle Messung kann helfen. Probes mit geringer
>> Eingangskapazität auch. Aber die Zeiten von P6139A mit 8pF sind in der
>> Hausklasse vorbei.
>
>
> Das lass ich vorerst unkommentiert, damit der Witz nicht zu schnell
> verraucht.
>

Alternativ taete es ein Mini-Circuits Uebertrager mit Kondensator davor. 
Aechte Maenner wickeln den natuerlich selbst.

[...]

-- 
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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#202375

From"horst-d.winzler" <horst.d.winzler@web.de>
Date2016-02-20 09:23 +0100
Message-ID<diqm49Favi1U1@mid.individual.net>
In reply to#202373
Am 20.02.2016 um 02:28 schrieb Joerg:
> On 2016-02-19 11:08, Rolf Bombach wrote:
>> Marcel Mueller schrieb:
>>> On 17.02.16 21.38, Rolf Bombach wrote:
>>>> Das störendste im Moment ist die Induktivität der Zuleitungen. Auf
>>>> dem Foto ist noch das alte Modell, jetzt habe ich verflochtene Leiter
>>>> 6x.
>>>
>>> Flechten kann man machen, aber üblicherweise will man hier eine
>>> möglichst niedrige Leitungsimpedanz. Nimm mal Kupferlackdraht, den
>>> bekommt man enger aneinander.
>>> Dann z.B. einen Sternvierer, also
>>>   + -
>>>   - +
>>
>> Das ist mein nächster Anlauf. Ich werde einiges durchprobieren,
>> falls ich Zeit finde, einfach um zu lernen.
>> Besten Dank für den Input. Ich forsche weiter... :-)
>>
> 
> Koax waere besser.

Witz komm raus...

> 
>>> Und dann sehe zu, dass die Ursprungspunkte auf der Platine möglichst
>>> dicht beieinander liegen. Respektive die Leiter sollten möglichst nah
>>> an der Platine
>>> zusammenlaufen. Gegen über der frei fliegenden Leitung sollten da
>>> schon ein, zwei Zehnerpotenzen zu holen sein.
>>
>> Wie gesagt, mittlerweile hab ich so was wie 6 doppelte Sternvierer
>> :-), hat
>> etwa Faktor 3 gebracht.
>>>
>>> By the way, wenn Du keine supertollen Probes hast, solltest du mit den
>>> Masseleitungen des Oszis aufpassen. Die können auch lustige Antennen
>>> bilden.
>>> Differenzielle Messung kann helfen. Probes mit geringer
>>> Eingangskapazität auch. Aber die Zeiten von P6139A mit 8pF sind in der
>>> Hausklasse vorbei.

Die sind doch damals mit Hinblick auf etwas anspruchsvolle Bastler bzw
pensionierte Entwickler entwickelt worden.

>>
>> Das lass ich vorerst unkommentiert, damit der Witz nicht zu schnell
>> verraucht.
>>
> 
> Alternativ taete es ein Mini-Circuits Uebertrager mit Kondensator davor.
> Aechte Maenner wickeln den natuerlich selbst.
> 

Klar doch, bei schwächer werdender Sehkraft und nachlassender
Feinmotorik. Joerg, du bist ein Scherzkeks. ;-)

-- 
mfg hdw

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#202394

FromDieter Wiedmann <dieter.wiedmann@t-online.de>
Date2016-02-20 12:44 +0100
Message-ID<na9jda$17mt$2@gioia.aioe.org>
In reply to#202375
Am 20.02.2016 09:23, schrieb horst-d.winzler:

>> Koax waere besser.
>
> Witz komm raus...

Der meint das ernst.



Gruß Dieter

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#202411

FromJoerg <news@analogconsultants.com>
Date2016-02-20 08:09 -0800
Message-ID<dirhdjFi0avU1@mid.individual.net>
In reply to#202375
On 2016-02-20 00:23, horst-d.winzler wrote:
> Am 20.02.2016 um 02:28 schrieb Joerg:
>> On 2016-02-19 11:08, Rolf Bombach wrote:
>>> Marcel Mueller schrieb:
>>>> On 17.02.16 21.38, Rolf Bombach wrote:
>>>>> Das störendste im Moment ist die Induktivität der Zuleitungen. Auf
>>>>> dem Foto ist noch das alte Modell, jetzt habe ich verflochtene Leiter
>>>>> 6x.
>>>>
>>>> Flechten kann man machen, aber üblicherweise will man hier eine
>>>> möglichst niedrige Leitungsimpedanz. Nimm mal Kupferlackdraht, den
>>>> bekommt man enger aneinander.
>>>> Dann z.B. einen Sternvierer, also
>>>>    + -
>>>>    - +
>>>
>>> Das ist mein nächster Anlauf. Ich werde einiges durchprobieren,
>>> falls ich Zeit finde, einfach um zu lernen.
>>> Besten Dank für den Input. Ich forsche weiter... :-)
>>>
>>
>> Koax waere besser.
>
> Witz komm raus...
>

Huh? Hast Du schonmal dicke Pulsed LED an Kabeln betrieben? Wenn man das 
mit offener Verdrahtung macht, kann es mit etwas Glueck zwar gehen, aber 
Freunde macht man sich zumindest in einem groesseren Labor damit nicht.

[...]


>>> Das lass ich vorerst unkommentiert, damit der Witz nicht zu schnell
>>> verraucht.
>>>
>>
>> Alternativ taete es ein Mini-Circuits Uebertrager mit Kondensator davor.
>> Aechte Maenner wickeln den natuerlich selbst.
>>
>
> Klar doch, bei schwächer werdender Sehkraft und nachlassender
> Feinmotorik. Joerg, du bist ein Scherzkeks. ;-)
>

Das ist in der Tat ein Problem, hatte ich gestern wieder. Inzwischen 
reicht die 2.5x SMT-Loetbrille fuer sehr duenne Draehtchen nicht mehr, 
musste mir eine 5x Kopflupe besorgen. Plus eine zweite fuer filigrane 
mechanische Arbeiten in der Garage. Damit geht es recht gut.

-- 
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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#202405

FromRafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de>
Date2016-02-20 15:20 +0100
Message-ID<na9sie$s2p$1@dont-email.me>
In reply to#202369
>>> Das störendste im Moment ist die Induktivität der Zuleitungen.

Kann man das LED nicht direkt an die Leiterplatte löten ?
Jim Williams wirft oft sinnvollerweise auch die Strippe zum
Meßgerät raus:
http://www.embeddedFORTH.de/temp/Williams.pdf

MfG JRD

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#202507

FromRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
Date2016-02-21 20:08 +0100
Message-ID<nad1q1$pii$1@dont-email.me>
In reply to#202405
Rafael Deliano schrieb:
>>>> Das störendste im Moment ist die Induktivität der Zuleitungen.
>
> Kann man das LED nicht direkt an die Leiterplatte löten ?
> Jim Williams wirft oft sinnvollerweise auch die Strippe zum
> Meßgerät raus:
> http://www.embeddedFORTH.de/temp/Williams.pdf

Ja, das ist eine Option. Das Layout befindet sich leider in
rollender Planung :-]. Zuerst war eine recht direkte Verbindung
vorgesehen, die Schraube durch den Drainanschluss des FET.
Dann kam so ein Winz-Fet ohne diese Befestigung, worauf auch
das Layout nun falsch rum ist. Jetzt müsste ich die Leiste
mit dem Shunts links neben die Kondensatoren legen und den Fet
drehen und und und. Da wie gesagt alles eh eher NF-Mässig ist,
lasse ich das jetzt mal. Die flexible Verbindung ist eh von
grossem Vorteil.
Rest heb ich mir für 2.0 auf. Aber dann eher zum Delegieren...

thnx

-- 
mfg Rolf Bombach

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#202344

FromJoerg <news@analogconsultants.com>
Date2016-02-18 12:31 -0800
Message-ID<dimnvbFbadtU1@mid.individual.net>
In reply to#202321
On 2016-02-17 12:38, Rolf Bombach wrote:
> Hallo NG
>
> Wie angedroht habe ich mal einen Pulser für eine Hochleistungs-LED
> zusammengepfuscht. Wir hatten hier vor ca. 3/4 Jahren eine Diskussion
> mit Timm und Joerg.
> Von Joerg hab ich die prinzipielle Idee mit der FET-Stromquelle
> übernommen. Allerdings hab ich mehr auf feed-forward Gewicht gelegt
> als in über-alles-Schleifenverstärkung. Bei ca. 1.5 V an der Source
> geht schon einiges einfach feed-forward.
> Ohnehin habe ich die Stromanstiegsgeschwindigkeit auf Werte reduziert,
> die innerhalb der Angaben des Herstellers liegen, das hat alles
> deutlich entschärft. Ausserdem habe ich einen einige mA grossen
> Leerlaufstrom zugelassen, sodass der Opamp nicht viel rumrudern muss.
>
> Der erste Prototyp sieht, vorallem auf dem Foto, recht hässlich aus,
> funzt aber sauber. Die vielen Kleckse sind die 20 verteilten Source-
> widerstände. Das fetteste Teil ist ein 317 für die 5 mA 6 V für den
> Opamp. Sicher reichlich dimensioniert, aber der pappt so schön mit
> Doppelklebeband und es liegen hier eh noch zu viele davon rum.
>
> http://homepage.bluewin.ch/bombach/pics/ledpulser.jpg
>

Das ist doch nicht haesslich. Es sind ja nicht einmal Fettflecken von 
den nebenbei gegessenen Kartoffelchips, Flux-Kleckse, Kaffee-Splenter 
oder Hundehaare auf der Platine zu sehen.


> Am Eingang ist ein Schmitt-Trigger, gefolgt von einem Doppel-Monoflop,
> welches Reprate und Pulslänge begrenzt. Doktoranden und so.
>
> Dann als Opamp ein doppelter, LT1498. Der erste ist ebenfalls als
> Schmitt-Trigger verschaltet, damit er übersteuert wird. Er dient
> zum Herstellen der gewünschten Flankensteilheit mittels der "eingebauten"
> Slew-Rate. Der zweite Opamp ist dann der Stromregler, da ist die
> erlaubte kapazitive Belastung von 20nF von dem Teil günstig.
>
> Als FET hab ich mal provisorisch nen Winztyp IRLR8256 verwendet.
> Das angebliche Pulsbelastungslimit von 325 A glaub ich allerdings nicht,
> ist allerdings eh egal. Im Moment pulse ich mit etwa 30 A.
>
> Das störendste im Moment ist die Induktivität der Zuleitungen. Auf
> dem Foto ist noch das alte Modell, jetzt habe ich verflochtene Leiter 6x.
> Gegenüber der Simulation habe ich den Kompensationskondensator in
> der Gegenkopplungsschleife am Opamp von 330p auf 680p erhöht, der
> Strom schaltet jetzt etwas schleichend ab, ist aber egal.
>
> http://homepage.bluewin.ch/bombach/diagrams/led_003.png
>

Ich nahme an, das ist 1usec/div und damit ein recht gemuetlicher Puls.


> Die gelbe Linie zeigt den Strom in der LED, gemessen als Spannung am
> 0.05 Ohm-Shunt im Sourcezweig; also knapp 28 A.
> Die blaue Linie zeigt den Lichtoutput, das Signal ist negativ, hiesige
> Norm für Lichtdetektoren, kommt aus der PMT-Zeit.


Photomultiplier? Da sind gerade zwei HV & TIA Platinen von mir im Layout.


> Die Magenta-Linie zeigt die Versorgungsspannung an der LED. Sie sackt
> um knapp 1 V ab. Das Gezappel sieht man nur, wenn man an der LED misst;
> an den Kondensatoren geht das völlig linear runter. Die sind echt gut.
>
> Bis etwa 8 kHz Reprate geht das ab Wandwarze, Patent Joerg :-)
> Der FET reagiert dann etwas uncool, aber solange man sich die Finger
> nicht dran verbrennt, denke ich, ist das für Silizium kein Problem.
> Die Widerständchen heizen dann auch ein bisschen, alles im grünen Bereich.
> LED wird kaum warm, duty cycle ist ja immer noch sehr klein.
>
> Die Zuleitungsinduktivität ist das Problem, macht aber kein Problem :-].
> Was ich nicht verstehe, wenn ich den roten Draht (es ist immer der
> rote Draht), siehe Foto, mit einem mindestens doppelt so langen dünnen
> Klingeldrähtchen überbrücke, dann wird das Gezappel der Spannung massiv
> kleiner. Bei meiner neuen Lösung mit 6 parallelen Leitern passiert immer
> noch dasselbe, allerdings auf deutlich tieferem Niveau. Wenn ich einen
> der 6 Drähte ablöte, sieht man auch eine Änderung, aber nur minim, kein
> Vergleich zum externen Zusatzdraht.
> Black magic.
>

Bei den Stroemen sollte man die LED selbst fuer einen 2usec Puls per 
Koax ansteuern, nicht mit losen Draehten. Was auch noch geht, aber 
schwierig zu besorgen ist, ist Lautsprecher-Flachkabel fuer 
Unterteppich-Verlegung. Koax ist jedoch besser.

Und Marcel deutete es schon an: Die Masse der Tastkoepfe ist kritisch. 
An sich muss sowas differenziell ueber der LED gemessen werden. Einer 
der Gruende, warum bei dicken Schaltreglern ein zweiter Sense-Pin fuer 
Masse vorgesehen ist.

Dass die Isolierung des fleischfarbenen Kabels von anno 1960 noch nicht 
broeckelig ist, zeugt von guter eidgenoessischer Qualitaet.

-- 
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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#202506

FromRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
Date2016-02-21 20:04 +0100
Message-ID<nad1i0$ohq$1@dont-email.me>
In reply to#202344
Joerg schrieb:
> On 2016-02-17 12:38, Rolf Bombach wrote:
>>
>> http://homepage.bluewin.ch/bombach/pics/ledpulser.jpg
>>
>
> Das ist doch nicht haesslich. Es sind ja nicht einmal Fettflecken von den nebenbei gegessenen Kartoffelchips, Flux-Kleckse, Kaffee-Splenter oder Hundehaare auf
> der Platine zu sehen.

Nahrungsmittel im Labor sind total verboten. Wobei Kaffee...
Echt Mist sind vorallem abgeschnittene und rumgewirbelte
mini-Drähtchen aus Abschirmgeflechten.
>>
>> http://homepage.bluewin.ch/bombach/diagrams/led_003.png
>
> Ich nahme an, das ist 1usec/div und damit ein recht gemuetlicher Puls.

Ja eben, ein us und nicht ein ns-Puls. Daher ist das mit den Tastköpfen
auch völlig harmlos. Ich habe extrem wenig Ärger im Vergleich zu
ns-Pulsen, die das ganze Lab versauen (Excimer-Laser etc.). Ausserdem
wird das vom Dioden-Hersteller so empfohlen. Ich brauche einfach viel
Licht, die Belichtungszeit erledigt die Kamera (1us).
>
> Photomultiplier? Da sind gerade zwei HV & TIA Platinen von mir im Layout.

Denk dran, goldene Regel bei PMTs: Elektronen sind negativ geladen -))
>
>> Die Zuleitungsinduktivität ist das Problem, macht aber kein Problem :-].
>> Was ich nicht verstehe, wenn ich den roten Draht (es ist immer der
>> rote Draht), siehe Foto, mit einem mindestens doppelt so langen dünnen
>> Klingeldrähtchen überbrücke, dann wird das Gezappel der Spannung massiv
>> kleiner. Bei meiner neuen Lösung mit 6 parallelen Leitern passiert immer
>> noch dasselbe, allerdings auf deutlich tieferem Niveau. Wenn ich einen
>> der 6 Drähte ablöte, sieht man auch eine Änderung, aber nur minim, kein
>> Vergleich zum externen Zusatzdraht.
>> Black magic.
>>
>
> Bei den Stroemen sollte man die LED selbst fuer einen 2usec Puls per Koax ansteuern, nicht mit losen Draehten. Was auch noch geht, aber schwierig zu besorgen
> ist, ist Lautsprecher-Flachkabel fuer Unterteppich-Verlegung. Koax ist jedoch besser.

Koax hat _viel_ zu viel Induktivitätsbelag. Ich brauche vorallem tiefe Induktivität.
Daher ist die Idee mit verschachtelten parallelen Drähten schon gut.

Anpassen geht nicht, da die Quellimpedanz unendlich und die Lastimpedanz
variabel ist. Die wandert ja von 100 MilliOhm nach 5 mOhm oder so, der
Diodenkennlinie entlangkriechend. Wähle ich zu viel Impedanz, hab ich
zuviel Induktivität und der Peakwert des Stroms wird nur schleichend, dafür
überschwingend erreicht, mache ich die Kabelimpedanz zu klein, habe ich
Ausschleicher nach dem Puls wegen zuviel Kapazität.

Nunja, so zwischen drin was eventuell, da müsste ich nur einige tausend UTP
parallel hängen, dem begegne ich allerdings mit Lustlosigkeit. Ausserdem
weiss ich nicht, ob dann die Bezeichnung "flexible Verbindung" in jeder
Hinsicht etwas stark strapaziert würde.

> Und Marcel deutete es schon an: Die Masse der Tastkoepfe ist kritisch. An sich muss sowas differenziell ueber der LED gemessen werden. Einer der Gruende, warum
> bei dicken Schaltreglern ein zweiter Sense-Pin fuer Masse vorgesehen ist.

Die Spannung an der LED interessiert nicht, es war die Spannung der Versorgung,
die schon etwas schwächlicher nach 5cm Draht war. Bin aber dran...
Und wie gesagt, das ist alles im NF-Bereich.
>
> Dass die Isolierung des fleischfarbenen Kabels von anno 1960 noch nicht broeckelig ist, zeugt von guter eidgenoessischer Qualitaet.
>
Wahrscheinlich kriminell viel Weichmacher drin.

-- 
mfg Rolf Bombach

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#202576

FromJoerg <news@analogconsultants.com>
Date2016-02-22 09:49 -0800
Message-ID<dj100iFu5b8U1@mid.individual.net>
In reply to#202506
On 2016-02-21 11:04, Rolf Bombach wrote:
> Joerg schrieb:
>> On 2016-02-17 12:38, Rolf Bombach wrote:
>>>
>>> http://homepage.bluewin.ch/bombach/pics/ledpulser.jpg
>>>
>>
>> Das ist doch nicht haesslich. Es sind ja nicht einmal Fettflecken von
>> den nebenbei gegessenen Kartoffelchips, Flux-Kleckse, Kaffee-Splenter
>> oder Hundehaare auf
>> der Platine zu sehen.
>
> Nahrungsmittel im Labor sind total verboten. Wobei Kaffee...
> Echt Mist sind vorallem abgeschnittene und rumgewirbelte
> mini-Drähtchen aus Abschirmgeflechten.


Ein Bekannter hat es mal erlebt: Jemand knipste ein Stueck Kupferdraht 
ab ... ptock ... FFFZZZT ... *POFF*

War durch die Lueftungsschlitze eines teuren Scopes geduest und ...


>>>
>>> http://homepage.bluewin.ch/bombach/diagrams/led_003.png
>>
>> Ich nahme an, das ist 1usec/div und damit ein recht gemuetlicher Puls.
>
> Ja eben, ein us und nicht ein ns-Puls. Daher ist das mit den Tastköpfen
> auch völlig harmlos. Ich habe extrem wenig Ärger im Vergleich zu
> ns-Pulsen, die das ganze Lab versauen (Excimer-Laser etc.). Ausserdem
> wird das vom Dioden-Hersteller so empfohlen. Ich brauche einfach viel
> Licht, die Belichtungszeit erledigt die Kamera (1us).
>>
>> Photomultiplier? Da sind gerade zwei HV & TIA Platinen von mir im Layout.
>
> Denk dran, goldene Regel bei PMTs: Elektronen sind negativ geladen -))


Ja, daher sind alles PNP im Dynode Stack und von der Kathode 
runtergeregelt. Viele Leute machen das mit NPN ab Anode (die ja meist 
nahe Masse ist), sogar in Veroeffentlichungen sieht man das, warum auch 
immer.

>>
>>> Die Zuleitungsinduktivität ist das Problem, macht aber kein Problem :-].
>>> Was ich nicht verstehe, wenn ich den roten Draht (es ist immer der
>>> rote Draht), siehe Foto, mit einem mindestens doppelt so langen dünnen
>>> Klingeldrähtchen überbrücke, dann wird das Gezappel der Spannung massiv
>>> kleiner. Bei meiner neuen Lösung mit 6 parallelen Leitern passiert immer
>>> noch dasselbe, allerdings auf deutlich tieferem Niveau. Wenn ich einen
>>> der 6 Drähte ablöte, sieht man auch eine Änderung, aber nur minim, kein
>>> Vergleich zum externen Zusatzdraht.
>>> Black magic.
>>>
>>
>> Bei den Stroemen sollte man die LED selbst fuer einen 2usec Puls per
>> Koax ansteuern, nicht mit losen Draehten. Was auch noch geht, aber
>> schwierig zu besorgen
>> ist, ist Lautsprecher-Flachkabel fuer Unterteppich-Verlegung. Koax ist
>> jedoch besser.
>
> Koax hat _viel_ zu viel Induktivitätsbelag. Ich brauche vorallem tiefe
> Induktivität.


6 parallele Leiter sehen da auch nicht viel besser aus.


> Daher ist die Idee mit verschachtelten parallelen Drähten schon gut.
>
> Anpassen geht nicht, da die Quellimpedanz unendlich und die Lastimpedanz
> variabel ist. Die wandert ja von 100 MilliOhm nach 5 mOhm oder so, der
> Diodenkennlinie entlangkriechend. Wähle ich zu viel Impedanz, hab ich
> zuviel Induktivität und der Peakwert des Stroms wird nur schleichend, dafür
> überschwingend erreicht, mache ich die Kabelimpedanz zu klein, habe ich
> Ausschleicher nach dem Puls wegen zuviel Kapazität.
>
> Nunja, so zwischen drin was eventuell, da müsste ich nur einige tausend UTP
> parallel hängen, dem begegne ich allerdings mit Lustlosigkeit. Ausserdem
> weiss ich nicht, ob dann die Bezeichnung "flexible Verbindung" in jeder
> Hinsicht etwas stark strapaziert würde.
>

Bei mir hat das mit Koax gut funktioniert. 2usec ueber die paar cm ist 
ja kein D-Zug.

Wenn Du es partout niederohmig haben willst, bietet sich beidseitig 
beschichtetes duennes Kapton an. Breites Stueck. Sowas sollte im Labor 
zu finden sein. Die Kupferflaechen bei beschichtetem Material (aber 
meist aehnliches Material wie bei Parlex Kabeln) habe ich immer mit 
600er Schmirgel freigelegt.


>> Und Marcel deutete es schon an: Die Masse der Tastkoepfe ist kritisch.
>> An sich muss sowas differenziell ueber der LED gemessen werden. Einer
>> der Gruende, warum
>> bei dicken Schaltreglern ein zweiter Sense-Pin fuer Masse vorgesehen ist.
>
> Die Spannung an der LED interessiert nicht, es war die Spannung der
> Versorgung,
> die schon etwas schwächlicher nach 5cm Draht war. Bin aber dran...
> Und wie gesagt, das ist alles im NF-Bereich.
>>
>> Dass die Isolierung des fleischfarbenen Kabels von anno 1960 noch
>> nicht broeckelig ist, zeugt von guter eidgenoessischer Qualitaet.
>>
> Wahrscheinlich kriminell viel Weichmacher drin.
>

Und wenn es brennt, bloss schnell raus aus der Huette :-)

-- 
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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