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Groups > de.sci.electronics > #202344
| From | Joerg <news@analogconsultants.com> |
|---|---|
| Newsgroups | de.sci.electronics |
| Subject | Re: Gepulste LED |
| Date | 2016-02-18 12:31 -0800 |
| Message-ID | <dimnvbFbadtU1@mid.individual.net> (permalink) |
| References | <na2li9$uva$1@dont-email.me> |
On 2016-02-17 12:38, Rolf Bombach wrote: > Hallo NG > > Wie angedroht habe ich mal einen Pulser für eine Hochleistungs-LED > zusammengepfuscht. Wir hatten hier vor ca. 3/4 Jahren eine Diskussion > mit Timm und Joerg. > Von Joerg hab ich die prinzipielle Idee mit der FET-Stromquelle > übernommen. Allerdings hab ich mehr auf feed-forward Gewicht gelegt > als in über-alles-Schleifenverstärkung. Bei ca. 1.5 V an der Source > geht schon einiges einfach feed-forward. > Ohnehin habe ich die Stromanstiegsgeschwindigkeit auf Werte reduziert, > die innerhalb der Angaben des Herstellers liegen, das hat alles > deutlich entschärft. Ausserdem habe ich einen einige mA grossen > Leerlaufstrom zugelassen, sodass der Opamp nicht viel rumrudern muss. > > Der erste Prototyp sieht, vorallem auf dem Foto, recht hässlich aus, > funzt aber sauber. Die vielen Kleckse sind die 20 verteilten Source- > widerstände. Das fetteste Teil ist ein 317 für die 5 mA 6 V für den > Opamp. Sicher reichlich dimensioniert, aber der pappt so schön mit > Doppelklebeband und es liegen hier eh noch zu viele davon rum. > > http://homepage.bluewin.ch/bombach/pics/ledpulser.jpg > Das ist doch nicht haesslich. Es sind ja nicht einmal Fettflecken von den nebenbei gegessenen Kartoffelchips, Flux-Kleckse, Kaffee-Splenter oder Hundehaare auf der Platine zu sehen. > Am Eingang ist ein Schmitt-Trigger, gefolgt von einem Doppel-Monoflop, > welches Reprate und Pulslänge begrenzt. Doktoranden und so. > > Dann als Opamp ein doppelter, LT1498. Der erste ist ebenfalls als > Schmitt-Trigger verschaltet, damit er übersteuert wird. Er dient > zum Herstellen der gewünschten Flankensteilheit mittels der "eingebauten" > Slew-Rate. Der zweite Opamp ist dann der Stromregler, da ist die > erlaubte kapazitive Belastung von 20nF von dem Teil günstig. > > Als FET hab ich mal provisorisch nen Winztyp IRLR8256 verwendet. > Das angebliche Pulsbelastungslimit von 325 A glaub ich allerdings nicht, > ist allerdings eh egal. Im Moment pulse ich mit etwa 30 A. > > Das störendste im Moment ist die Induktivität der Zuleitungen. Auf > dem Foto ist noch das alte Modell, jetzt habe ich verflochtene Leiter 6x. > Gegenüber der Simulation habe ich den Kompensationskondensator in > der Gegenkopplungsschleife am Opamp von 330p auf 680p erhöht, der > Strom schaltet jetzt etwas schleichend ab, ist aber egal. > > http://homepage.bluewin.ch/bombach/diagrams/led_003.png > Ich nahme an, das ist 1usec/div und damit ein recht gemuetlicher Puls. > Die gelbe Linie zeigt den Strom in der LED, gemessen als Spannung am > 0.05 Ohm-Shunt im Sourcezweig; also knapp 28 A. > Die blaue Linie zeigt den Lichtoutput, das Signal ist negativ, hiesige > Norm für Lichtdetektoren, kommt aus der PMT-Zeit. Photomultiplier? Da sind gerade zwei HV & TIA Platinen von mir im Layout. > Die Magenta-Linie zeigt die Versorgungsspannung an der LED. Sie sackt > um knapp 1 V ab. Das Gezappel sieht man nur, wenn man an der LED misst; > an den Kondensatoren geht das völlig linear runter. Die sind echt gut. > > Bis etwa 8 kHz Reprate geht das ab Wandwarze, Patent Joerg :-) > Der FET reagiert dann etwas uncool, aber solange man sich die Finger > nicht dran verbrennt, denke ich, ist das für Silizium kein Problem. > Die Widerständchen heizen dann auch ein bisschen, alles im grünen Bereich. > LED wird kaum warm, duty cycle ist ja immer noch sehr klein. > > Die Zuleitungsinduktivität ist das Problem, macht aber kein Problem :-]. > Was ich nicht verstehe, wenn ich den roten Draht (es ist immer der > rote Draht), siehe Foto, mit einem mindestens doppelt so langen dünnen > Klingeldrähtchen überbrücke, dann wird das Gezappel der Spannung massiv > kleiner. Bei meiner neuen Lösung mit 6 parallelen Leitern passiert immer > noch dasselbe, allerdings auf deutlich tieferem Niveau. Wenn ich einen > der 6 Drähte ablöte, sieht man auch eine Änderung, aber nur minim, kein > Vergleich zum externen Zusatzdraht. > Black magic. > Bei den Stroemen sollte man die LED selbst fuer einen 2usec Puls per Koax ansteuern, nicht mit losen Draehten. Was auch noch geht, aber schwierig zu besorgen ist, ist Lautsprecher-Flachkabel fuer Unterteppich-Verlegung. Koax ist jedoch besser. Und Marcel deutete es schon an: Die Masse der Tastkoepfe ist kritisch. An sich muss sowas differenziell ueber der LED gemessen werden. Einer der Gruende, warum bei dicken Schaltreglern ein zweiter Sense-Pin fuer Masse vorgesehen ist. Dass die Isolierung des fleischfarbenen Kabels von anno 1960 noch nicht broeckelig ist, zeugt von guter eidgenoessischer Qualitaet. -- Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/
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Gepulste LED Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-02-17 21:38 +0100
Re: Gepulste LED Marc Santhoff <m.santhoff@t-online.de> - 2016-02-17 23:17 +0100
Re: Gepulste LED Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-02-18 21:16 +0100
Re: Gepulste LED Marc Santhoff <m.santhoff@t-online.de> - 2016-02-18 22:35 +0100
Re: Gepulste LED Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-02-21 19:35 +0100
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Re: Gepulste LED Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-02-21 19:50 +0100
Re: Gepulste LED Michael Schwingen <news-1454959088@discworld.dascon.de> - 2016-02-22 20:19 +0000
Re: Gepulste LED Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-02-24 21:14 +0100
Re: Gepulste LED Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-02-19 20:08 +0100
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