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Groups > de.comm.software.mailserver > #6127 > unrolled thread

Spam und Phishing trotz DKIM-Signature/SPF

Started byTim Ritberg <tim@server.invalid>
First post2020-02-29 14:43 +0100
Last post2020-03-02 22:27 +0100
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Contents

  Spam und Phishing trotz DKIM-Signature/SPF Tim Ritberg <tim@server.invalid> - 2020-02-29 14:43 +0100
    Re: Spam und Phishing trotz DKIM-Signature/SPF Arno Welzel <usenet@arnowelzel.de> - 2020-03-01 10:07 +0100
      Re: Spam und Phishing trotz DKIM-Signature/SPF Tim Ritberg <tim@server.invalid> - 2020-03-01 10:24 +0100
        Re: Spam und Phishing trotz DKIM-Signature/SPF Arno Welzel <usenet@arnowelzel.de> - 2020-03-01 10:40 +0100
          Re: Spam und Phishing trotz DKIM-Signature/SPF Tim Ritberg <tim@server.invalid> - 2020-03-01 11:31 +0100
          Re: Spam und Phishing trotz DKIM-Signature/SPF Jan Novak <repcom@gmail.com> - 2020-03-02 10:09 +0100
            Re: Spam und Phishing trotz DKIM-Signature/SPF Andreas Kohlbach <ank@spamfence.net> - 2020-03-02 06:00 -0500
              Re: Spam und Phishing trotz DKIM-Signature/SPF Jan Novak <repcom@gmail.com> - 2020-03-02 12:11 +0100
                Re: Spam und Phishing trotz DKIM-Signature/SPF Andreas Kohlbach <ank@spamfence.net> - 2020-03-02 07:24 -0500
                  Re: Spam und Phishing trotz DKIM-Signature/SPF Jan Novak <repcom@gmail.com> - 2020-03-02 13:50 +0100
                    Re: Spam und Phishing trotz DKIM-Signature/SPF Andreas Kohlbach <ank@spamfence.net> - 2020-03-03 02:26 -0500
                  Re: Spam und Phishing trotz DKIM-Signature/SPF "Andreas M. Kirchwitz" <amk@spamfence.net> - 2020-03-02 13:42 +0000
                    Re: Spam und Phishing trotz DKIM-Signature/SPF Andreas Kohlbach <ank@spamfence.net> - 2020-03-03 03:04 -0500
            Re: Spam und Phishing trotz DKIM-Signature/SPF "Andreas M. Kirchwitz" <amk@spamfence.net> - 2020-03-02 13:19 +0000
              Re: Spam und Phishing trotz DKIM-Signature/SPF Jan Novak <repcom@gmail.com> - 2020-03-02 15:44 +0100
                Re: Spam und Phishing trotz DKIM-Signature/SPF "Andreas M. Kirchwitz" <amk@spamfence.net> - 2020-03-02 15:23 +0000
                  Re: Spam und Phishing trotz DKIM-Signature/SPF Jan Novak <repcom@gmail.com> - 2020-03-03 08:18 +0100
              Re: Spam und Phishing trotz DKIM-Signature/SPF Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2020-03-03 08:10 +0000
            Re: Spam und Phishing trotz DKIM-Signature/SPF Arno Welzel <usenet@arnowelzel.de> - 2020-03-02 22:27 +0100

#6127 — Spam und Phishing trotz DKIM-Signature/SPF

FromTim Ritberg <tim@server.invalid>
Date2020-02-29 14:43 +0100
SubjectSpam und Phishing trotz DKIM-Signature/SPF
Message-ID<r3dpqt$4p9$1@tota-refugium.de>
Hi!

Dkim ist ja wohl nicht so der Burner:


Received: from ger10.banking-secure.de (unknown [54.38.219.9])
	by nicht-mein-server (Postfix) with ESMTPS id 5E0C5D62C52
	for <mich>; Sat, 29 Feb 2020 14:26:51 +0100 (CET)
DKIM-Signature: v=1; a=rsa-sha256; c=relaxed/relaxed; s=default;
d=banking-secure.de;
 h=Message-ID:Date:Subject:From:Reply-To:To:MIME-Version:Content-Type:
 List-Unsubscribe:List-Id; i=contact@banking-secure.de;
 bh=8u3M0yKplYx401Y17a9Ay941ffJwxybCcmepfXdKEhc=;
 b=J3ga5AQaDO/mNccLcQ9TeuEbm2stO6icpFtr8N0O4fKojY3S87RW7LucN+46U/ilOoC5Uea8T2pz
 Co388m+MYybXLxfuL0e+nUHdJ0IwspJ1nQ9Ub91cfAZ+/CM6h/o9iqYMfaKJXIigA0a8sNyzZU9y   +RiMq6S7cSyojmr4PA6D+LmSN7aI4QWm/4Zxn9tGyVmUpMtISZf2qXg9LscQ5uIFAb71vhgszOnk
nYJe76ww6j19Cl3U36bBLAVD4S6HWmmmViOvkkLxvtFs8vFGNKwOW+N/K8pftodrHlqMf0fnCiTx
U5VZcAFvxVY+VvOHw2sXHSXqAOJX9nmPaLGUbA==
Message-ID: <db89407740806de2c66d2ed752ad5761@banking-secure.de>

Sieht so aus, als hätte ich jemand auch einen passenden PTR gegeben.

Ebenso doof:
banking-secure.de.	14400	IN	TXT	"v=spf1 a mx ptr a:banking-secure.de
ip4:145.239.244.0/24 ip4:51.89.68.0/24 ip4:54.38.219.0/24 ?all"

Wollte nur mal gesagt haben...

Tim

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#6128

FromArno Welzel <usenet@arnowelzel.de>
Date2020-03-01 10:07 +0100
Message-ID<hc1cb1F3a5nU1@mid.individual.net>
In reply to#6127
Tim Ritberg:

> Dkim ist ja wohl nicht so der Burner:

Natürlich nicht. DKIM stellt nur sicher, dass die E-Mail tatsächlich von
der angegebenen Absenderdomain stammt.

Ob der Absender selbst aber ein Spammer ist oder nicht, ist damit nicht
gesagt. Eine gültige DKIM-Signatur kann sich auch ein Spammer erstellen.



-- 
Arno Welzel
https://arnowelzel.de

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#6129

FromTim Ritberg <tim@server.invalid>
Date2020-03-01 10:24 +0100
Message-ID<r3fuvm$o20$1@tota-refugium.de>
In reply to#6128
Am 01.03.20 um 10:07 schrieb Arno Welzel:
> Tim Ritberg:
> 
>> Dkim ist ja wohl nicht so der Burner:
> 
> Natürlich nicht. DKIM stellt nur sicher, dass die E-Mail tatsächlich von
> der angegebenen Absenderdomain stammt.
> 
> Ob der Absender selbst aber ein Spammer ist oder nicht, ist damit nicht
> gesagt. Eine gültige DKIM-Signatur kann sich auch ein Spammer erstellen.
> 

Ich dachte eigentlich nicht, dass banking-secure.de eine Spammerdomain wäre.
Heute ist dort nur Schrott...

Tim

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#6130

FromArno Welzel <usenet@arnowelzel.de>
Date2020-03-01 10:40 +0100
Message-ID<hc1e87F3o5tU1@mid.individual.net>
In reply to#6129
Tim Ritberg:

> Am 01.03.20 um 10:07 schrieb Arno Welzel:
>> Tim Ritberg:
>>
>>> Dkim ist ja wohl nicht so der Burner:
>>
>> Natürlich nicht. DKIM stellt nur sicher, dass die E-Mail tatsächlich von
>> der angegebenen Absenderdomain stammt.
>>
>> Ob der Absender selbst aber ein Spammer ist oder nicht, ist damit nicht
>> gesagt. Eine gültige DKIM-Signatur kann sich auch ein Spammer erstellen.
>>
> 
> Ich dachte eigentlich nicht, dass banking-secure.de eine Spammerdomain wäre.
> Heute ist dort nur Schrott...

Ja, die Welt ist schlecht. Deswegen filtern große Provider wie Google
oder Microsoft schon längst nicht mehr nur über DKIM/SPF sondern
verwerfen faktisch alles, was nicht von Servern mit ausreichender
"Reputation" kommt.


-- 
Arno Welzel
https://arnowelzel.de

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#6131

FromTim Ritberg <tim@server.invalid>
Date2020-03-01 11:31 +0100
Message-ID<r3g2u5$rhr$1@tota-refugium.de>
In reply to#6130
Am 01.03.20 um 10:40 schrieb Arno Welzel:
> 
> Ja, die Welt ist schlecht. Deswegen filtern große Provider wie Google
> oder Microsoft schon längst nicht mehr nur über DKIM/SPF sondern
> verwerfen faktisch alles, was nicht von Servern mit ausreichender
> "Reputation" kommt.
> 

Das ist mir klar. Es kam mir nur so vor, als hätte sich jemand ein DKIM
für eine echte Bankdomain eingerichtet.

Tim

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#6132

FromJan Novak <repcom@gmail.com>
Date2020-03-02 10:09 +0100
Message-ID<r3iifi$vdg$2@news.albasani.net>
In reply to#6130
Am 01.03.20 um 10:40 schrieb Arno Welzel:
> Ja, die Welt ist schlecht. Deswegen filtern große Provider wie Google
> oder Microsoft schon längst nicht mehr nur über DKIM/SPF sondern
> verwerfen faktisch alles, was nicht von Servern mit ausreichender
> "Reputation" kommt.


Genau so eine "nicht genügend gute Reputation" Mail habe ich kürzlich 
auch von einem S Server zurück bekommen.
Die Frage ist: Was versteht der darunter und wie kann ich "meine" 
Reputation verbessern?

Jan

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#6133

FromAndreas Kohlbach <ank@spamfence.net>
Date2020-03-02 06:00 -0500
Message-ID<87pndvja1p.fsf@usenet.ankman.de>
In reply to#6132
On Mon, 2 Mar 2020 10:09:06 +0100, Jan Novak wrote:
>
> Am 01.03.20 um 10:40 schrieb Arno Welzel:
>> Ja, die Welt ist schlecht. Deswegen filtern große Provider wie Google
>> oder Microsoft schon längst nicht mehr nur über DKIM/SPF sondern
>> verwerfen faktisch alles, was nicht von Servern mit ausreichender
>> "Reputation" kommt.
>
>
> Genau so eine "nicht genügend gute Reputation" Mail habe ich kürzlich
> auch von einem S Server zurück bekommen.
> Die Frage ist: Was versteht der darunter und wie kann ich "meine"
> Reputation verbessern?

Eine eigene Adresse beim Anwender, zu dem du eine Mail schickst; am
besten über das Webinterface. Also von @gmail.com nach @gmail.com. Sonst
keinen Freemail-Anbieter verwenden. Vielleicht hast du eine eigene Domain?
-- 
Andreas

PGP fingerprint 952B0A9F12C2FD6C9F7E68DAA9C2EA89D1A370E0

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#6134

FromJan Novak <repcom@gmail.com>
Date2020-03-02 12:11 +0100
Message-ID<r3iplb$hff$1@news.albasani.net>
In reply to#6133
Am 02.03.20 um 12:00 schrieb Andreas Kohlbach:
> On Mon, 2 Mar 2020 10:09:06 +0100, Jan Novak wrote:
>>
>> Am 01.03.20 um 10:40 schrieb Arno Welzel:
>>> Ja, die Welt ist schlecht. Deswegen filtern große Provider wie Google
>>> oder Microsoft schon längst nicht mehr nur über DKIM/SPF sondern
>>> verwerfen faktisch alles, was nicht von Servern mit ausreichender
>>> "Reputation" kommt.
>>
>>
>> Genau so eine "nicht genügend gute Reputation" Mail habe ich kürzlich
>> auch von einem S Server zurück bekommen.
>> Die Frage ist: Was versteht der darunter und wie kann ich "meine"
>> Reputation verbessern?
> 
> Eine eigene Adresse beim Anwender, zu dem du eine Mail schickst; am
> besten über das Webinterface. Also von @gmail.com nach @gmail.com. Sonst
> keinen Freemail-Anbieter verwenden. Vielleicht hast du eine eigene Domain?

Das heisst: wenn ich bei outlook.com keine Adresse habe über die ich an 
jemanden bei outlook.com schicken will, ist meine Reputation schlecht?
Das kontrakariert E-Mail in seiner tiefsten Form!

Jan

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#6135

FromAndreas Kohlbach <ank@spamfence.net>
Date2020-03-02 07:24 -0500
Message-ID<87h7z7j65s.fsf@usenet.ankman.de>
In reply to#6134
On Mon, 2 Mar 2020 12:11:39 +0100, Jan Novak wrote:
>
> Am 02.03.20 um 12:00 schrieb Andreas Kohlbach:
>> On Mon, 2 Mar 2020 10:09:06 +0100, Jan Novak wrote:
>>>
>>> Genau so eine "nicht genügend gute Reputation" Mail habe ich kürzlich
>>> auch von einem S Server zurück bekommen.
>>> Die Frage ist: Was versteht der darunter und wie kann ich "meine"
>>> Reputation verbessern?
>>
>> Eine eigene Adresse beim Anwender, zu dem du eine Mail schickst; am
>> besten über das Webinterface. Also von @gmail.com nach @gmail.com. Sonst
>> keinen Freemail-Anbieter verwenden. Vielleicht hast du eine eigene Domain?
>
> Das heisst: wenn ich bei outlook.com keine Adresse habe über die ich
> an jemanden bei outlook.com schicken will, ist meine Reputation
> schlecht?

Nach meiner Erfahrung, ja. Ich hatte mal von meiner GMX Adresse testweise
an meine Gmail Adresse gesendet. Kam zurück. Eine identische Mail von
einem zweiten Gmail Account zum ersten Account kam dagegen an.

> Das kontrakariert E-Mail in seiner tiefsten Form!

Email ist technisch tot. Spam hat sie zerstört. Während in den 1990ern
und 2000ern noch viele Emails, egal von wo und wohin, den Empfänger
erreichten, gestaltet es sich seit einem Jahrzehnt schwerer und
schwerer. Bei mir sind etwa 10 % nicht zustellbar, die ich an Absender
schicke, zu denen ich nicht seit langem Email-Kontakt habe.
-- 
Andreas

PGP fingerprint 952B0A9F12C2FD6C9F7E68DAA9C2EA89D1A370E0

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#6136

FromJan Novak <repcom@gmail.com>
Date2020-03-02 13:50 +0100
Message-ID<r3ive8$f2k$1@news.albasani.net>
In reply to#6135
Am 02.03.20 um 13:24 schrieb Andreas Kohlbach:



>> Das kontrakariert E-Mail in seiner tiefsten Form!
> 
> Email ist technisch tot. Spam hat sie zerstört. Während in den 1990ern
> und 2000ern noch viele Emails, egal von wo und wohin, den Empfänger
> erreichten, gestaltet es sich seit einem Jahrzehnt schwerer und
> schwerer. Bei mir sind etwa 10 % nicht zustellbar, die ich an Absender
> schicke, zu denen ich nicht seit langem Email-Kontakt habe.

Du sagst es "technisch tot"... Aber im täglichen Arbeitsumfeld sehr 
präsent und wichtig.
Die Spammer finden immer wieder neue Möglichkeiten und die Großen, wie 
MS und Google ect. freut's, weil es zu einer Monopolisierung kommt.
Bestes Beispiel: In unserer Firma haben wir aus genau diesen Gründen 
alle Accounts auf outlook.com umgestellt - ich bekomme immer noch 
Brechreiz wenn ich an unseren wunderbaren UCS Server denke und wir wegen 
einem Kunden, der bei outlook.com ist, rausgeschmissen haben.
Und nur deswegen, weil outlook "manchmal" keine Mail von uns annehmen 
wollte. Ich vermute da klare Absicht - geht ja auch auf :-(

Jan


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#6143

FromAndreas Kohlbach <ank@spamfence.net>
Date2020-03-03 02:26 -0500
Message-ID<87r1y9gar6.fsf@usenet.ankman.de>
In reply to#6136
On Mon, 2 Mar 2020 13:50:15 +0100, Jan Novak wrote:
>
> Am 02.03.20 um 13:24 schrieb Andreas Kohlbach:
>
>
>>> Das kontrakariert E-Mail in seiner tiefsten Form!
>>
>> Email ist technisch tot. Spam hat sie zerstrt. Whrend in den 1990ern
>> und 2000ern noch viele Emails, egal von wo und wohin, den Empfnger
>> erreichten, gestaltet es sich seit einem Jahrzehnt schwerer und
>> schwerer. Bei mir sind etwa 10 % nicht zustellbar, die ich an Absender
>> schicke, zu denen ich nicht seit langem Email-Kontakt habe.
>
> Du sagst es "technisch tot"... Aber im tglichen Arbeitsumfeld sehr
> prsent und wichtig.

Das stimmt.

Ich hatte mich auf das private Umfeld bezogen. Heute ist jeder bei
Facebook. Wenn ich Leute, mit denen ich seit zwei Dekaden verkehre seit
etwa fnf Jahren eine Mail schreibe, kommt keine Antwort. Ich muss das
erst im Chat sagen, dass nachgeschaut wird. Und dann wird die Mail
entweder nicht, oder im Chat beantwortet!
-- 
Andreas

PGP fingerprint 952B0A9F12C2FD6C9F7E68DAA9C2EA89D1A370E0

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#6138

From"Andreas M. Kirchwitz" <amk@spamfence.net>
Date2020-03-02 13:42 +0000
Message-ID<slrnr5q3ac.kje.amk@msgid.krell.zikzak.de>
In reply to#6135
Andreas Kohlbach <ank@spamfence.net> wrote:

>> Das kontrakariert E-Mail in seiner tiefsten Form!
>
> Email ist technisch tot. Spam hat sie zerstört.

E-Mail funktioniert grundsätzlich hervorragend, und nicht Spam hat
ihr schwer geschadet, sondern die oftmals absurden Maßnahmen dagegen.

Leider bekleckern sich dabei auch die großen Anbieter nicht gerade
mit Ruhm, sodass bei der breiten Bevölkerung schnell der Eindruck
entstanden ist, dass E-Mail ein ziemlich unzuverlässiger Dienst sei.

Mein Eindruck ist, je größer ein Mail-Anbieter ist, desto
größenwahnsinniger wird er und betrachtet alle Welt um sich
herum nur noch als Spammer.

	Grüße, Andreas

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#6144

FromAndreas Kohlbach <ank@spamfence.net>
Date2020-03-03 03:04 -0500
Message-ID<87zhcxkgnt.fsf@usenet.ankman.de>
In reply to#6138
On Mon, 2 Mar 2020 13:42:36 -0000 (UTC), Andreas M. Kirchwitz wrote:
>
> Andreas Kohlbach <ank@spamfence.net> wrote:
>
>>> Das kontrakariert E-Mail in seiner tiefsten Form!
>>
>> Email ist technisch tot. Spam hat sie zerstört.
>
> E-Mail funktioniert grundsätzlich hervorragend, und nicht Spam hat
> ihr schwer geschadet, sondern die oftmals absurden Maßnahmen dagegen.

So etwa hatte ich das gemeint.

> Leider bekleckern sich dabei auch die großen Anbieter nicht gerade
> mit Ruhm, sodass bei der breiten Bevölkerung schnell der Eindruck
> entstanden ist, dass E-Mail ein ziemlich unzuverlässiger Dienst sei.

Viele meiner langen Mail-Partner antworten seit gut zehn Jahren nicht
mehr. Weil die nur noch Facebook und Co. kennen. Ich muss dann im Chat auf
eine Mail hinweisen, dass sie überhaupt gelesen wird.
-- 
Andreas

PGP fingerprint 952B0A9F12C2FD6C9F7E68DAA9C2EA89D1A370E0

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#6137

From"Andreas M. Kirchwitz" <amk@spamfence.net>
Date2020-03-02 13:19 +0000
Message-ID<slrnr5q1vg.kje.amk@msgid.krell.zikzak.de>
In reply to#6132
Jan Novak <repcom@gmail.com> wrote:

> Am 01.03.20 um 10:40 schrieb Arno Welzel:
>> Ja, die Welt ist schlecht. Deswegen filtern große Provider wie Google
>> oder Microsoft schon längst nicht mehr nur über DKIM/SPF sondern
>> verwerfen faktisch alles, was nicht von Servern mit ausreichender
>> "Reputation" kommt.
>
> Genau so eine "nicht genügend gute Reputation" Mail habe ich kürzlich 
> auch von einem S Server zurück bekommen.
> Die Frage ist: Was versteht der darunter und wie kann ich "meine" 
> Reputation verbessern?

Es ist ein netter Gedanke, nur Mail von einliefernden Servern
anzunehmen, wenn die sich in der Vergangenheit bewährt haben,
also von dort kein oder nur wenig Spam gekommen ist. Was aber,
wenn die zwei Mailserver noch nie Kontakt miteinander hatten?
Google beispielsweise hält Mailserver mit SPF-Einträgen für
"vertrauenswürdiger" als solche ohne. Hmm, ist das schlau?

Im Idealfall sagt der andere Mailserver im SMTP-Dialog oder im
Bounce, was ihn an der Mail stört. Ansonsten kannst Du leider
nur Vermutungen anstellen.

Vielleicht gibt es im Web dafür Checklisten oder Empfehlungen,
wie man eine gute Reputation erreichen kann.

Ich bin der Meinung, wenn jemand keine bekanntermaßen schlechte
Reputation hat, sollte man dessen Mail ohne Behinderung annehmen.
Das ist die Idee von E-Mail, eigentlich so ziemlich jeder Art
von Kommunikation. Sollte der andere das Vertrauen missbrauchen,
kann man ihn ja immer noch abstrafen/wegfiltern.

	Grüße, Andreas

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#6139

FromJan Novak <repcom@gmail.com>
Date2020-03-02 15:44 +0100
Message-ID<r3j646$m6b$1@news.albasani.net>
In reply to#6137
Am 02.03.20 um 14:19 schrieb Andreas M. Kirchwitz:
> Ich bin der Meinung, wenn jemand keine bekanntermaßen schlechte
> Reputation hat, sollte man dessen Mail ohne Behinderung annehmen.

das wäre schön...
Aber leider ist die Realität ein ganz andere.  Wie ich schroeb: 
Microsoft nutzt das aktiv aus. Und sie gewinnen damit.
*Das* kotzt mich an.

Jan

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#6140

From"Andreas M. Kirchwitz" <amk@spamfence.net>
Date2020-03-02 15:23 +0000
Message-ID<slrnr5q984.r7q.amk@msgid.krell.zikzak.de>
In reply to#6139
Jan Novak <repcom@gmail.com> wrote:

>> Ich bin der Meinung, wenn jemand keine bekanntermaßen schlechte
>> Reputation hat, sollte man dessen Mail ohne Behinderung annehmen.
>
> das wäre schön...
> Aber leider ist die Realität ein ganz andere.  Wie ich schroeb: 
> Microsoft nutzt das aktiv aus. Und sie gewinnen damit.

Google (GMail) ebenfalls. Solche Anbieter sollte man daher meiden,
soweit es geht, und vor allem auch unablässig Mund-Propaganda
betreiben. Viele Nutzer wissen auch einfach nicht, worauf sie sich
da eingelassen haben. Die großen Anbieter sind oft bequem, bieten
für Privatleute kostenlose Accounts an, und für Firmen ist es
ebenfalls scheinbar günstiger, als eine eigene Infrastruktur zu
betreiben.

Wir geben damit leider die Kontrolle aus der Hand, wenn wir uns
alle freiwillig den Großen an den Hals werfen, die noch nicht
mal einen besonders guten Dienst erbringen. Und am Ende jammern
wir noch, dass es so leicht geworden ist, uns alle zu überwachen.

	Grüße, Andreas

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#6142

FromJan Novak <repcom@gmail.com>
Date2020-03-03 08:18 +0100
Message-ID<r3l0bl$jmp$1@news.albasani.net>
In reply to#6140
Am 02.03.20 um 16:23 schrieb Andreas M. Kirchwitz:
> Jan Novak <repcom@gmail.com> wrote:
> 
>>> Ich bin der Meinung, wenn jemand keine bekanntermaßen schlechte
>>> Reputation hat, sollte man dessen Mail ohne Behinderung annehmen.
>>
>> das wäre schön...
>> Aber leider ist die Realität ein ganz andere.  Wie ich schroeb:
>> Microsoft nutzt das aktiv aus. Und sie gewinnen damit.
> 
> Google (GMail) ebenfalls. Solche Anbieter sollte man daher meiden,
> soweit es geht, und vor allem auch unablässig Mund-Propaganda
> betreiben. Viele Nutzer wissen auch einfach nicht, worauf sie sich
> da eingelassen haben. Die großen Anbieter sind oft bequem, bieten
> für Privatleute kostenlose Accounts an, und für Firmen ist es
> ebenfalls scheinbar günstiger, als eine eigene Infrastruktur zu
> betreiben.

Absolut korrekt, dennoch kämpfen wir gegen Windmühlen ... und wir 
werdend en Kampf verlieren .-(


> Wir geben damit leider die Kontrolle aus der Hand, wenn wir uns
> alle freiwillig den Großen an den Hals werfen, die noch nicht
> mal einen besonders guten Dienst erbringen. Und am Ende jammern
> wir noch, dass es so leicht geworden ist, uns alle zu überwachen.

Auch das ist völlig korrekt. Aber dem gemeinen DAU User ist es egal. 
Nein, das stimmt nicht. Die meisten wissen es nicht besser - und  - es 
geht doch alles ... :-( Und die "großen" Player tun alles, damit es so 
bleibt.


Jan

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#6145

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2020-03-03 08:10 +0000
Message-ID<1t5e5e1067i422cn3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#6137
On Mon, 02 Mar 2020 14:19:44 Andreas M. Kirchwitz wrote:
> Es ist ein netter Gedanke, nur Mail von einliefernden Servern
> anzunehmen, wenn die sich in der Vergangenheit bewährt haben,
> also von dort kein oder nur wenig Spam gekommen ist. Was aber,
> wenn die zwei Mailserver noch nie Kontakt miteinander hatten?

Oder nur spärlich - erinnert mich an einen Betrieb aus
Liechtenstein, der Bestellungen eines größeren Kunden gerne per
Email haben wollte. Nachdem im Testbetrieb alles bestens war, wurde
irgendwann auf Produktivbetrieb umgeschaltet - und ab dem zweiten
Tag kamen keine Bestellungen mehr durch. Auf die Idee, dass durch so
eine Anbindung auch Traffic entstehen könnte, kam man dort offenbar
erst hinterher.

Servus,
   Stefan

-- 
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Versuchung ohne Skrupel und Angst: Stefan!
(Sloganizer)

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#6141

FromArno Welzel <usenet@arnowelzel.de>
Date2020-03-02 22:27 +0100
Message-ID<hc5c30Ft4fpU1@mid.individual.net>
In reply to#6132
Jan Novak:

> Am 01.03.20 um 10:40 schrieb Arno Welzel:
>> Ja, die Welt ist schlecht. Deswegen filtern große Provider wie Google
>> oder Microsoft schon längst nicht mehr nur über DKIM/SPF sondern
>> verwerfen faktisch alles, was nicht von Servern mit ausreichender
>> "Reputation" kommt.
> 
> 
> Genau so eine "nicht genügend gute Reputation" Mail habe ich kürzlich 
> auch von einem S Server zurück bekommen.
> Die Frage ist: Was versteht der darunter und wie kann ich "meine" 
> Reputation verbessern?

Das weiß letztlich nur der Provider. Wenn das Wissen allgemein bekannt
wäre, würden das Spammer ebenso ausnutzen.

Vermutlich muss man zumindest eine gewisse Zahl an Mails pro Monat
verschicken haben, die nicht sofort wegen ihres Inhalts als Spam
ausgefiltert werden. Rückantworten an den Server sind sicher auch hilfreich.

Ich habe einen Mailserver, der grob geschätzt sicher mindestens 5000
Mails, an Adressen bei GMail oder outlook.com geschickt hat und der an
GMail auch nur per IPv4 zustellt, weil IPv6 deutlich strenger geprüft
wird. Das funktioniert mittlerweile brauchbar. Allerdings durfte ich
zwischendurch sicher ein halbes Dutzend Mal bei Microsoft die
IPv4-Adresse aus der Blacklist streichen lassen.

GMX und web.de sind da erfreulicherweise nicht ganz so stressig.

-- 
Arno Welzel
https://arnowelzel.de

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