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Groups > de.sci.physik > #141996 > unrolled thread

Schwerkraft

Started byMarianne Poster <marianne.poster@alphafrau.de>
First post2022-09-17 00:12 +0200
Last post2023-04-02 14:15 +0200
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Contents

  Schwerkraft Marianne Poster <marianne.poster@alphafrau.de> - 2022-09-17 00:12 +0200
    Re: Schwerkraft Toni-Ketzer <toni-ketzer@online.de> - 2022-09-17 12:56 +0200
    Re: Schwerkraft Carla Schneider <carla_sch@yahoo.com> - 2022-09-17 15:31 +0200
    Re: Schwerkraft Josef Fluge <b-707@web.de> - 2022-09-18 00:09 +0200
    Re: Schwerkraft Thomas 'PointedEars' Lahn <PointedEars@web.de> - 2022-09-20 13:37 +0200
      Re: Schwerkraft Thomas 'PointedEars' Lahn <PointedEars@web.de> - 2022-09-25 01:59 +0200
    Re: Schwerkraft Erika Ciesla <abc@xyz.invalid> - 2023-04-02 13:48 +0200
      Re: Schwerkraft Hans <enosta@chello.at> - 2023-04-02 14:03 +0200
        Re: Schwerkraft Erika Ciesla <abc@xyz.invalid> - 2023-04-02 17:46 +0200
          Re: Schwerkraft Hans <enosta@chello.at> - 2023-04-02 18:05 +0200
            Re: Schwerkraft Erika Ciesla <abc@xyz.invalid> - 2023-04-02 18:32 +0200
              Re: Schwerkraft Hans <enosta@chello.at> - 2023-04-02 18:32 +0200
            Re: Schwerkraft Dieter Heidorn <d.heidorn@t-online.de> - 2023-04-02 19:31 +0200
              Re: Schwerkraft Hans <enosta@chello.at> - 2023-04-02 21:08 +0200
                Re: Schwerkraft Dieter Heidorn <d.heidorn@t-online.de> - 2023-04-02 21:17 +0200
              Re: Schwerkraft Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2023-04-04 10:45 +0200
                Re: Schwerkraft Dieter Heidorn <d.heidorn@t-online.de> - 2023-04-05 12:26 +0200
          Re: Schwerkraft Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2023-04-02 19:33 +0200
            Re: Schwerkraft Franz Glaser <franz@meg-glaser.com> - 2023-04-03 11:34 +0200
            Re: Schwerkraft Thomas 'PointedEars' Lahn <PointedEars@web.de> - 2023-04-12 22:12 +0200
      Re: Schwerkraft Hans <enosta@chello.at> - 2023-04-02 14:15 +0200

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#141996 — Schwerkraft

FromMarianne Poster <marianne.poster@alphafrau.de>
Date2022-09-17 00:12 +0200
SubjectSchwerkraft
Message-ID<j4t9ih1h1ecg52okrc04kodbcs430jdrni@4ax.com>
Was mich seit Jahren interessiert: 

Eigentlich müßte man in der Mitte eines Planeten schwerelos
sein, da ja von dort aus / an diesem Punkte die Schwerkraft
gleichzeitig in ALLE Richtungen zieht. Weshalb halten dann
eigentlich Planeten, Sterne, Galaxien zusammen? Auch bei
einsteinscher Gravitationsauslegung der "Beulen" und
"Vertiefungen" des Raumes durch Schwerkraft gilt dasselbe: Auch
dann wären die Verformungen nah den Massen, also nie im Zentrum
konzentriert.... 

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#142005

FromToni-Ketzer <toni-ketzer@online.de>
Date2022-09-17 12:56 +0200
Message-ID<tg495s$577i$1@dont-email.me>
In reply to#141996
Am 17.09.22 um 00:12 schrieb Marianne Poster:
> Was mich seit Jahren interessiert:
> 
> Eigentlich müßte man in der Mitte eines Planeten schwerelos
> sein, da ja von dort aus / an diesem Punkte die Schwerkraft
> gleichzeitig in ALLE Richtungen zieht. Weshalb halten dann
> eigentlich Planeten, Sterne, Galaxien zusammen?

Diese Frage samt Ansichtsbeschreibung ignoriert den Zusammenhang.
Auch ein Planetkern besteht primär aus Atomkerne, welche ihrerseits 
aufgrund deren Massen auf engsten Raum synchron schwingen. Es ist eben 
diese Synchronschwingung welche aus den vielen einzelne Körper 
"Atomkerne" im Raum, diese zu einen anderen Körper organisiert.

> Auch bei einsteinscher Gravitationsauslegung der "Beulen" und
> "Vertiefungen" des Raumes durch Schwerkraft gilt dasselbe: Auch
> dann wären die Verformungen nah den Massen, also nie im Zentrum
> konzentriert....

Auch hier diese Ansichtsbeschreibung ignoriert den Zusammenhang.
Lediglich die Ladung sprich kinetische Energie nach dem physikalischen 
Grundprinzip "Fallgeschwindigkeit" unterscheidet lediglich die Art eines 
Körper. Wobei der Raum selber aufgrund unterschiedlichster 
Fallgeschwindigkeiten überhaupt existiert. Das es im Raum eben darum 
irgendwelche Beulen, Vertiefungen, Verlagerungen, Expansionen, 
Implosionen gibt, das wird zwar nicht unbedingt optisch beobachtet, 
jedoch nachvollzogen. Irgendwo tauchen Körper irgendwo auf, diese werden 
als Beobachtung archiviert. Irgendwann verschwinden diese wieder, oder 
andere Körper erscheinen. Ist es der Krümmung des Raum geschuldet, oder 
wurde die Ausdehnung deren Lichtwellen verworfen?

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#142006

FromCarla Schneider <carla_sch@yahoo.com>
Date2022-09-17 15:31 +0200
Message-ID<6325CC30.BDCEC1EA@yahoo.com>
In reply to#141996
Marianne Poster wrote:
> 
> Was mich seit Jahren interessiert:
> 
> Eigentlich müßte man in der Mitte eines Planeten schwerelos
> sein, da ja von dort aus / an diesem Punkte die Schwerkraft
> gleichzeitig in ALLE Richtungen zieht. Weshalb halten dann
> eigentlich Planeten, Sterne, Galaxien zusammen?

Die Teilchen aus der Mitte des Planeten/Stern koennen nicht entweichen
ohne  die Zone des Planeten/Stern  zu durchqueren in der ein 
starkes Gravitationsfeld herrscht.
Interessanter ist die Frage wie sich so ein Stern ueberhaupt 
aus einem Gas bilden kann, was ein ziemlich komplizierter Vorgang
ist:
https://de.wikipedia.org/wiki/Sternentstehung

> Auch bei
> einsteinscher Gravitationsauslegung der "Beulen" und
> "Vertiefungen" des Raumes durch Schwerkraft gilt dasselbe: Auch
> dann wären die Verformungen nah den Massen, also nie im Zentrum
> konzentriert....
Braucht man da nicht.

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#142019

FromJosef Fluge <b-707@web.de>
Date2022-09-18 00:09 +0200
Message-ID<r9hcihthgppetldks7ntqnr51tpmbqej46@4ax.com>
In reply to#141996
On Sat, 17 Sep 2022 00:12:19 +0200, Marianne Poster
<marianne.poster@alphafrau.de> wrote:

>Eigentlich müßte man in der Mitte eines Planeten schwerelos
>sein, da ja von dort aus / an diesem Punkte die Schwerkraft
>gleichzeitig in ALLE Richtungen zieht.

Googeln nach:
Gravitation in Kugel
Da gibt es Beispiele mit Berechnungen.
-- 
Josef Fluge

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#142043

FromThomas 'PointedEars' Lahn <PointedEars@web.de>
Date2022-09-20 13:37 +0200
Message-ID<3455129.iIbC2pHGDl@PointedEars.de>
In reply to#141996
Marianne Poster wrote:
^^^^^^^^^^^^^^^
Falls das nicht Dein richtiger Name sein sollte, dann gib bitte Deinen 
richtigen Namen an.  Das gilt hier im deutschsprachigen Usenet als höflich 
und erhöht daher die Wahrscheinlichkeit für sinnvolle Antworten.

> Eigentlich müßte man in der Mitte eines Planeten schwerelos
> sein, da ja von dort aus / an diesem Punkte die Schwerkraft
> gleichzeitig in ALLE Richtungen zieht.

Das ist im Prinzip richtig.  Die Gravitationskräfte gleichen sich in diesem 
Punkt aber nur auf jeden Fall dann aus, wenn die Masse-Ansammlung 
kugelsymmetrisch ist, da dann für alle von dort entfernten Volumenelemente 
dieselbe, nur vom Abstand abhängige Beziehung gilt.  Das heisst, jedes 
Volumenelement im gleichen Abstand übte dieselbe gravitative Anziehung auf 
den Testkörper im Zentrum aus, so dass sich die Gravitationskräfte aufheben.

In der Praxis ist das nicht so: Das Gravitationszentrum von Terra etwa ist 
leicht verschieden vom Massezentrum und vom geometrischen Zentrum („Mitte 
des Planeten“).

Die Gravitationskraft in diesem Punkt wäre aber auch dann 0, wenn es sich um 
ein (personengrosses) Loch im Planeten handeln würde, also dort keine Masse 
bzw. (weil das physikalisch nicht möglich ist) im Vergleich zur Person eine 
sehr geringe, aber gleich verteilte Masse (z. B. die von Luft) befände.

Theoretisch herleiten lässt sich die Tatsache, dass die Gravitationskraft 
innerhalb einer Massenschale 0 ist auch aus dem Gauß’schen Gesetz für die 
Gravitation unter Anwendung des Satzes von Gauß (und einiger Annahmen für 
das Gravitationsfeld g⃗):

                                ∇ · g⃗ = −4π G ρ,

wobei g⃗ das Gravitationsfeld ist und ρ die Massendichte.  Wir können ein 
(*dasselbe*) Volumenintegral jeder Seite berechnen, was an der Identität 
nichts ändert:

                 ∫∫∫_V d³x⃗ [∇ · g⃗(x⃗)] = −4π G ∫∫∫_V d³x ρ(x⃗)

Auf der linken Seite können wir den Satz von Gauß anwenden.  Dadurch wird 
aus dem Integral über das Volumen ein Integral über die Fläche, die dieses 
Volumen einschliesst.  Auf der rechten Seite ergibt sich einfach die 
Gesamtmasse bis einschliesslich zum Radius r:

                     ∫∫_∂V d²x⃗ · g⃗(x⃗) = −4π G ∫∫∫_V d³x ρ(x⃗).

Wenn wir Kugelsymmetrie annehmen, ist es hilfreich, als Volumen eine Kugel 
anzunehmen und in Kugelkoordinaten zu rechnen.  Dann sind die nach aussen 
zeigende Flächennormale und der Vektor des Gravitationsfelds zueinander 
antiparallel (die Gravitationskraft ist eine Zentripetalkraft, der 
entsprechende Vektor zeigt also nach innen).  Auf der rechten Seite ergibt 
sich einfach die Gesamtmasse bis einschliesslich zum Radius r:

                      −∫∫_∂V d²r g(r⃗) = −4π G ∫∫∫_V d³r⃗ ρ(r⃗).

  [Als Kugelkoordinaten kann man r, θ und φ mit

     x = r sin(θ) cos(φ)
     y = r sin(θ) sin(φ)
     z = r cos(θ)

  wählen.  Der Radiusvektor ist r⃗ = (x, y, z) [wie man sieht, hat er
  tatsächlich die euklidische Norm r, die gewählten Koordinaten sind also
  geeignet].  Damit lässt sich die Fläche der Kugel parametrisieren über
  das Flächenelement

    d²r = dθ dφ |∂r⃗/∂θ × ∂r⃗/∂φ|
        = dθ dφ |∂r⃗/∂θ| |∂r⃗/∂φ|
        = dθ dφ r · r sin(θ)
        = dθ dφ r² sin(θ).

  Letztere sehr hilfreiche Vereinfachung (man muss kein Kreuzprodukt
  mehr berechnen) ergibt sich, weil |a⃗ × b⃗| = |a⃗| |b⃗| sin[∠(a⃗, b⃗)],
  und ∂r⃗/∂θ · ∂r⃗/∂φ = 0, beide Vektoren also senkrecht aufeinander
  stehen :)]

  ⇔ −r² ∫_0^π dθ sin(θ) ∫_0^{2π} g(r) = −4π G M(r)

  ⇔                       −4π r² g(r) = −4π G M(r)

  ⇔                              g(r) = G M(r)/r².

Wenn sich aber nun zwischen dem Zentrum (r' = 0) und r' = r keine Masse 
befindet, also für alle r' in diesem Bereich die Massendichte ρ(r') = 0 ist, 
dann ist das Integral auf der rechten Seite 0.  Es folgt daraus, dass auch 
die Stärke des Gravitationsfelds bei diesem Radius r (r < R) null ist:

                                 g(r) = G/r² · M(r) = G/r² · 0 = 0.

> Weshalb halten dann eigentlich Planeten, Sterne, Galaxien zusammen?

Weil sich ihre (makroskopischen) Teilchen gegenseitig anziehen.

> Auch bei einsteinscher Gravitationsauslegung der "Beulen" und
> "Vertiefungen" des Raumes durch Schwerkraft

Diese Darstellung der RaumZEITkrümmung ist falsch.  Siehe auch:

Veritasium: “Why Gravity is NOT a Force”
<https://www.youtube.com/watch?v=XRr1kaXKBsU>

> gilt dasselbe: Auch dann wären die Verformungen nah den Massen,
> also nie im Zentrum konzentriert....

Ein einfacher Merksatz der Physik (der zumindest im makroskopischen Fall 
richtig ist) lautet: Wo ein Körper ist, kann kein zweiter sein.

Der hypothetische Fall, dass sich in der Mitte eines Himmelskörpers ein
Loch befindet (das dann von der o.g. hypothetischen Person ausgefüllt werden 
könnte), tritt praktisch niemals ein, weil Himmelskörper von innen nach 
aussen entstehen: Zuerst gibt es eine Materieansammlung, und diese zieht 
solange die umgebende Materie an, bis entweder nicht mehr genügend Materie 
in der Nähe ist oder die umgebende Materie sich zu schnell bewegt, um auf 
die gewachsende Materieansammung zu fallen.


PointedEars
-- 
“Science is empirical: knowing the answer means nothing;
 testing your knowledge means everything.”
   —Dr. Lawrence M. Krauss, theoretical physicist,
    in “A Universe from Nothing” (2009)

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#142075

FromThomas 'PointedEars' Lahn <PointedEars@web.de>
Date2022-09-25 01:59 +0200
Message-ID<2000642.oMNUckLgyt@PointedEars.de>
In reply to#142043
Thomas 'PointedEars' Lahn wrote:

> […]
> Theoretisch herleiten lässt sich die Tatsache, dass die Gravitationskraft
> innerhalb einer Massenschale 0 ist auch aus dem Gauß’schen Gesetz für die
> Gravitation unter Anwendung des Satzes von Gauß (und einiger Annahmen für
> das Gravitationsfeld g⃗):
> 
>                                 ∇ · g⃗ = −4π G ρ,
> 
> wobei g⃗ das Gravitationsfeld ist und ρ die Massendichte.  Wir können ein
> (*dasselbe*) Volumenintegral jeder Seite berechnen, was an der Identität
> nichts ändert:
> 
>                  ∫∫∫_V d³x⃗ [∇ · g⃗(x⃗)] = −4π G ∫∫∫_V d³x ρ(x⃗)
> 
> Auf der linken Seite können wir den Satz von Gauß anwenden.  Dadurch wird
> aus dem Integral über das Volumen ein Integral über die Fläche, die dieses
> Volumen einschliesst.  Auf der rechten Seite ergibt sich einfach die
> Gesamtmasse bis einschliesslich zum Radius r:
> 
>                      ∫∫_∂V d²x⃗ · g⃗(x⃗) = −4π G ∫∫∫_V d³x ρ(x⃗).
> 
> Wenn wir Kugelsymmetrie annehmen, ist es hilfreich, als Volumen eine Kugel
> anzunehmen und in Kugelkoordinaten zu rechnen.  Dann sind die nach aussen
> zeigende Flächennormale und der Vektor des Gravitationsfelds zueinander
> antiparallel (die Gravitationskraft ist eine Zentripetalkraft, der
> entsprechende Vektor zeigt also nach innen).  Auf der rechten Seite ergibt
> sich einfach die Gesamtmasse bis einschliesslich zum Radius r:
> 
>                       −∫∫_∂V d²r g(r⃗) = −4π G ∫∫∫_V d³r⃗ ρ(r⃗).
> […]
> 
>   ⇔ −r² ∫_0^π dθ sin(θ) ∫_0^{2π} g(r) = −4π G M(r)
> 
>   ⇔                       −4π r² g(r) = −4π G M(r)
> 
>   ⇔                              g(r) = G M(r)/r².
> 
> Wenn sich aber nun zwischen dem Zentrum (r' = 0) und r' = r keine Masse
> befindet, also für alle r' in diesem Bereich die Massendichte ρ(r') = 0
> ist,
> dann ist das Integral auf der rechten Seite 0.  Es folgt daraus, dass auch
> die Stärke des Gravitationsfelds bei diesem Radius r (r < R) null ist:
> 
>                                  g(r) = G/r² · M(r) = G/r² · 0 = 0.
> 
> […]
>> gilt dasselbe: Auch dann wären die Verformungen nah den Massen,
>> also nie im Zentrum konzentriert....
> 
> Ein einfacher Merksatz der Physik (der zumindest im makroskopischen Fall
> richtig ist) lautet: Wo ein Körper ist, kann kein zweiter sein.
> 
> Der hypothetische Fall, dass sich in der Mitte eines Himmelskörpers ein
> Loch befindet (das dann von der o.g. hypothetischen Person ausgefüllt
> werden könnte), tritt praktisch niemals ein, weil Himmelskörper von innen
> nach aussen entstehen: Zuerst gibt es eine Materieansammlung, und diese
> zieht solange die umgebende Materie an, bis entweder nicht mehr genügend
> Materie in der Nähe ist oder die umgebende Materie sich zu schnell bewegt,
> um auf die gewachsende Materieansammung zu fallen.

Ergänzend:

Für das Gravitationsfeld *ausserhalb* einer Massenschale spielt die Art, wie 
die Masse *innerhalb* der Schale verteilt ist, tatsächlich keine Rolle.  
Auch das lässt sich dem Gauß'schen Gesetz (für Ladungen in der Elektrostatik 
äquivalent zur 1. Maxwell-Gleichung) bzw. der Lösung der Poisson-Gleichung 
für ein radialsymmetrisches Potential entnehmen.

Wir hatten zuvor für eine radialsymmetrische Masseverteilung allgemein 
hergeleitet:

  r² g(r) = G M(r).

Ist nun r ≥ R, wobei R der äussere Radius ist, an dem die Dichte 0 wird, so 
wird daraus

  r² g(r) = G M(R) = G M

und wir finden für die Gravitationsbeschleunigung ausserhalb des Körpers 
eben die bekannte Tatsache, dass sie proportional zur Masse des 
Zentralkörpers und umgekehrt proportional zum Quadrat der Entfernung zu 
seinem Massezentrum ist:

     g(r) =  G M(R) = G M/r²

bzw. vektoriell

     g⃗(r) = −G M/r² r⃗/r.

Durch Multiplikation mit der Masse m eines zweiten Körpers ergibt sich das 
Newtonsche Gravitationsgesetz:

  F = m a = m g(r) =  G M m/r²

bzw. vektoriell

  F⃗ = m a⃗ = m g⃗(r) = −G M m/r² r⃗/r.

Aus dem Gauß’schen Gesetz für die Gravitationskraft ergibt sich ausserdem 
eine Poisson-Gleichung für das Gravitationsfeld, denn wir wissen, dass die 
Gravitationskraft eine konservative Kraft ist:

    ∇ × F⃗ = ∇ × (−G M m/r² r⃗/r) = −G M m (∇ × r⃗/r³).

    ∇ × r⃗ = (∂_x, ∂_y, ∂_z) × (x, y, z)
          = (∂_y z − ∂_z y, ∂_z x − ∂_x z, ∂_x y − ∂_y x)
          = 0⃗

  ⇒ ∇ × F⃗ = ∇ × g⃗ = 0⃗.

Daraus folgt äquivalent über den Satz von Stokes, dass insbesondere 
geschlossene Linienintegrale über das Gravitationsfeld 0 sind, also 
Linienintegrale über das Feld wegunabhängig sind –

  ∯_Σ d²r⃗ · (∇ × F⃗) = ∮_∂Σ dr⃗ · F⃗ = 0.

Es muss also ein skalares Gravitationspotential Φ(r⃗) mit g⃗(r⃗) = −∇Φ(r⃗) 
geben, so dass es lediglich auf die Endpunkte ankommt:

  ∮_r⃗₁^r⃗₂ dr⃗ · g⃗(r⃗) =      ∮_r⃗₁^r⃗₂ dr⃗ · [−∇Φ(r⃗)]
                    =     −∮_r⃗₁^r⃗₂ dr⃗ · d/dr⃗ Φ(r⃗)
                    = −/dr⃗ ∮_r⃗₁^r⃗₂ dr⃗ · Φ(r⃗)
                    = −[Φ(r⃗₂) − Φ(r⃗₁)].
                    =   Φ(r⃗₁) − Φ(r⃗₂).

Somit ergibt sich die Poisson-Gleichung für die Gravitation:

    ∇ · g⃗ = ∇ · [−∇Φ(r⃗)] = −∇ · [∇Φ(r⃗)] = −ΔΦ = −4π G ρ(r⃗),
  ⇔                                        ΔΦ =  4π G ρ(r⃗) =: β(r),

wobei Δ der Laplace-Operator ist.  Die allgemeine Lösung ist

  Φ(r⃗) = −1/(4π) ∫_ℝ³ d³r⃗' β(r⃗')/(|r⃗ − r⃗'|).

Für ein radialsymmetrisches Potential nimmt die Lösung der Gleichung die 
folgende einfache Form an:

  Φ(r) = −1/(4π) · M(r)/r − r ∫_r^R dr β(r),

wobei

  M(r) ≔ 4π ∫_0^r dr r² β(r),

somit für β(r) = 4π G ρ(r):

  Φ(r) = −1/(4π) · M(r)/r − r ∫_r^R dr β(r')
       = −1/(4π) · 1/r 4π ∫_0^r dr' r'² β(r') − r ∫_r^R dr' β(r')
       = −1/r ∫_0^r' dr r'² 4π G ρ(r') − r ∫_r^R dr' 4π G ρ(r')
       = −G/r ∫_0^r dr' r'² 4π ρ(r') − r ∫_r^R dr' 4π G ρ(r')
       = −G/r ∰_{0 ≤ r' ≤ r} d³r⃗' ρ(r') − r ∫_r^R dr' 4π G ρ(r').

Das erste Integral liefert wiederum die Masse vom Zentrum bis zum Radius r:

  Φ(r) = −G M(r)/r − r ∫_r^R dr' 4π G ρ(r').

Für r ≥ R liefert das erste Integral wiederum die Gesamtmasse und das zweite 
Integral ist gleich 0:

  Φ(r) = −G/r ∫_V dV ρ(r) − r ∫_r^R dr' 4π G ρ(r') = −G M/r.

⇒ g⃗(r) = −∇Φ(r) = −G M/r² r⃗/r.    [Was wir durch Newton schon wussten.]


Das heisst jeweils: Selbst wenn sich in der Mitte eines Himmelskörpers ein 
(kleines) Loch befände, so hat das keine Auswirkung auf das Gravitationsfeld 
*ausserhalb* des Lochs.  Ob es da ein (kleines) Loch gibt (bzw. ein solches 
entsteht), ist also tatsächlich für die Entstehung des Himmelskörpers 
irrelevant: Bei radialsymmetrischer Verteilung fallen andere Körper genau so 
auf ihn als wenn seine gesamte Masse in seinem Zentrum konzentriert wäre.


PointedEars
-- 
Q: Who's on the case when the electricity goes out?  
A: Sherlock Ohms.

(from: WolframAlpha)

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#146367

FromErika Ciesla <abc@xyz.invalid>
Date2023-04-02 13:48 +0200
Message-ID<k8t8bmF7bggU9@mid.individual.net>
In reply to#141996
Am 17.09.22 um 00:12 Uhr Marianne Poster schrieb:
> Was mich seit Jahren interessiert: 

> Eigentlich müßte man in der Mitte eines Planeten schwerelos
> sein, da ja von dort aus / an diesem Punkte die Schwerkraft
> gleichzeitig in ALLE Richtungen zieht. 

Im Prinzip richtig, aber was ist ein Punkt? Ein Punkt, sagt der
Physiker, hat einen Radius von Null. Ein Punkt ist also so klein, daß
nicht einmal ein Elementarteilchen darin Platz fände. Aber alles was
sich außerhalb dieses Punktes befindet, hat Gewicht, und sei es noch so
klein.


 👋️😃️  𝓔𝓻𝓲𝓴𝓪 𝓒𝓲𝓮𝓼𝓵𝓪

-- 

 Putin?
 Put in ⮕ 🗑

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#146368

FromHans <enosta@chello.at>
Date2023-04-02 14:03 +0200
Message-ID<u0br12$2fo62$1@dont-email.me>
In reply to#146367
Am 02.04.2023 um 13:48 schrieb Erika Ciesla:
> Am 17.09.22 um 00:12 Uhr Marianne Poster schrieb:
>> Was mich seit Jahren interessiert:
> 
>> Eigentlich müßte man in der Mitte eines Planeten schwerelos
>> sein, da ja von dort aus / an diesem Punkte die Schwerkraft
>> gleichzeitig in ALLE Richtungen zieht.
> 
> Im Prinzip richtig, aber was ist ein Punkt? Ein Punkt, sagt der
> Physiker, hat einen Radius von Null. Ein Punkt ist also so klein, daß
> nicht einmal ein Elementarteilchen darin Platz fände. Aber alles was
> sich außerhalb dieses Punktes befindet, hat Gewicht, und sei es noch so
> klein.

Grundsätzlich richtig, doch reicht es wohl in der Praxis, daß ein 
Körper, der ja nicht punktförmig ist, so plaziert ist, daß dieser Punkt 
in seinem Inneren liegt. Siehe den Film "Total Recall" in seiner Version 
aus dem Jahr 2012, wo die Entferung zwischen Großbritannien und 
Australien mit einer Kapsel überwunden wird, die in einem direkt durch 
den Erdmittelpunkt führenden Schacht unterwegs ist, wo dann defacto 
Schwerelosigkeit herrscht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Total_Recall_(2012)

Wie solch ein Schacht gebaut werden könnte, ist mir allerdings ein 
Rätsel. Doch in der Science Fiction ist ja alles möglich.

In der früheren Version von dieser Geschichte,

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_totale_Erinnerung_–_Total_Recall

wird es allerdings teilweise total unwahrscheinlich. Nachdem der Held 
Arnold Schwarzenegger die Terraformingmaschine gestartet hatte, war 
innerhalb weniger Minuten die fürs Atmen zu dünne originale 
Marsatmosphäre atembar, wie die Erdatmosphäre, und es gab schon ein 
Gewitter. Da hat es mir als gelerntem Meteorologen die Fingernägel 
aufgerollt und sind mir die Haare ausgefallen. Die Entstehung eines 
Gewitters dauert ein bißchen länger.
> 
> 
>  👋️😃️  𝓔𝓻𝓲𝓴𝓪 𝓒𝓲𝓮𝓼𝓵𝓪
> 

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#146383

FromErika Ciesla <abc@xyz.invalid>
Date2023-04-02 17:46 +0200
Message-ID<k8tm9oFbdl5U2@mid.individual.net>
In reply to#146368
Am 02.04.23 um 14:03 Uhr Hans schrieb:
> Am 02.04.2023 um 13:48 schrieb Erika Ciesla:
>> Am 17.09.22 um 00:12 Uhr Marianne Poster schrieb:


>>> Eigentlich müßte man in der Mitte eines Planeten schwerelos
>>> sein, da ja von dort aus / an diesem Punkte die Schwerkraft
>>> gleichzeitig in ALLE Richtungen zieht.
>>
>> Im Prinzip richtig, aber was ist ein Punkt? Ein Punkt, sagt der
>> Physiker, hat einen Radius von Null. Ein Punkt ist also so klein, daß
>> nicht einmal ein Elementarteilchen darin Platz fände. Aber alles was
>> sich außerhalb dieses Punktes befindet, hat Gewicht, und sei es noch so
>> klein.
> 
> Grundsätzlich richtig,

Dann bleiben wir doch dabei. :-)

Der/die/das O’Po wollte wissen, wie kosmische Objekte sich zusammen
knubbeln können, wenn die Gravitation im Mittelpunkt eines solchen Dings
doch null sein müßte? Ganz einfach: weil das unerheblich ist. Dieser
Effekt im Mittelpunkt ist einfach viel zu klein um das Objekt merklich
zu beeinflussen.


 👋️😃️  𝓔𝓻𝓲𝓴𝓪 𝓒𝓲𝓮𝓼𝓵𝓪

-- 

 Putin?
 Put in ⮕ 🗑

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#146385

FromHans <enosta@chello.at>
Date2023-04-02 18:05 +0200
Message-ID<u0c969$2iaq6$2@dont-email.me>
In reply to#146383
Am 02.04.2023 um 17:46 schrieb Erika Ciesla:
> Am 02.04.23 um 14:03 Uhr Hans schrieb:
>> Am 02.04.2023 um 13:48 schrieb Erika Ciesla:
>>> Am 17.09.22 um 00:12 Uhr Marianne Poster schrieb:


[.....]
> 
> Der/die/das O’Po wollte wissen, wie kosmische Objekte sich zusammen
> knubbeln können, wenn die Gravitation im Mittelpunkt eines solchen Dings
> doch null sein müßte? Ganz einfach: weil das unerheblich ist. Dieser
> Effekt im Mittelpunkt ist einfach viel zu klein um das Objekt merklich
> zu beeinflussen.

Die Gravitation ist nicht null, doch heben sich die Kräfte gegenseitig 
in allen Richtungen auf, wie ja auch beim Sport des Tauziehens oder 
Fingerhackelns und auch bei den die Erde umkreisenden Satelliten: Die 
Schwerkraft ist weiterhin vorhanden und es ist bis jetzt noch nicht 
gelungen, die Schwerkraft aufzuheben oder zu isolieren, wie z.B. 
elekrische Felder im Faraday'schen Käfig außen bleiben. Die Schwerkraft 
wird nur durch die gleich große, abe in der entgegensetzten Richtung 
wirkende Fliehkraft kompensiert.

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#146387

FromErika Ciesla <abc@xyz.invalid>
Date2023-04-02 18:32 +0200
Message-ID<k8tp18Fbdl5U4@mid.individual.net>
In reply to#146385
Am 02.04.23 um 18:05 Uhr Hans schrieb:
> Am 02.04.2023 um 17:46 schrieb Erika Ciesla:


>> Der/die/das O’Po wollte wissen, wie kosmische Objekte sich zusammen
>> knubbeln können, wenn die Gravitation im Mittelpunkt eines solchen Dings
>> doch null sein müßte? Ganz einfach: weil das unerheblich ist. Dieser
>> Effekt im Mittelpunkt ist einfach viel zu klein um das Objekt merklich
>> zu beeinflussen.
> 
> Die Gravitation ist nicht null, doch heben sich die Kräfte gegenseitig
> in allen Richtungen auf,  (…) 

Ja, richtig, wenn man es unbedingt ganz genau wissen will.




 👋️😃️  𝓔𝓻𝓲𝓴𝓪 𝓒𝓲𝓮𝓼𝓵𝓪

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 Putin?
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#146388

FromHans <enosta@chello.at>
Date2023-04-02 18:32 +0200
Message-ID<u0capt$2iaq7$6@dont-email.me>
In reply to#146387
Am 02.04.2023 um 18:32 schrieb Erika Ciesla:
> Am 02.04.23 um 18:05 Uhr Hans schrieb:
>> Am 02.04.2023 um 17:46 schrieb Erika Ciesla:
> 
> 
>>> Der/die/das O’Po wollte wissen, wie kosmische Objekte sich zusammen
>>> knubbeln können, wenn die Gravitation im Mittelpunkt eines solchen Dings
>>> doch null sein müßte? Ganz einfach: weil das unerheblich ist. Dieser
>>> Effekt im Mittelpunkt ist einfach viel zu klein um das Objekt merklich
>>> zu beeinflussen.
>>
>> Die Gravitation ist nicht null, doch heben sich die Kräfte gegenseitig
>> in allen Richtungen auf,  (…)
> 
> Ja, richtig, wenn man es unbedingt ganz genau wissen will.

Man will es :-)

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#146391

FromDieter Heidorn <d.heidorn@t-online.de>
Date2023-04-02 19:31 +0200
Message-ID<u0ce62$2qt5b$1@solani.org>
In reply to#146385
Hans schrieb:
> Am 02.04.2023 um 17:46 schrieb Erika Ciesla:
>> Am 02.04.23 um 14:03 Uhr Hans schrieb:
>>> Am 02.04.2023 um 13:48 schrieb Erika Ciesla:
>>>> Am 17.09.22 um 00:12 Uhr Marianne Poster schrieb:
> 
> 
> [.....]
>>
>> Der/die/das O’Po wollte wissen, wie kosmische Objekte sich zusammen
>> knubbeln können, wenn die Gravitation im Mittelpunkt eines solchen Dings
>> doch null sein müßte? Ganz einfach: weil das unerheblich ist. Dieser
>> Effekt im Mittelpunkt ist einfach viel zu klein um das Objekt merklich
>> zu beeinflussen.
> 
> Die Gravitation ist nicht null, doch heben sich die Kräfte gegenseitig 
> in allen Richtungen auf, wie ja auch beim Sport des Tauziehens oder 
> Fingerhackelns und auch bei den die Erde umkreisenden Satelliten: Die 
> Schwerkraft ist weiterhin vorhanden und es ist bis jetzt noch nicht 
> gelungen, die Schwerkraft aufzuheben oder zu isolieren, wie z.B. 
> elekrische Felder im Faraday'schen Käfig außen bleiben. Die Schwerkraft 
> wird nur durch die gleich große, abe in der entgegensetzten Richtung 
> wirkende Fliehkraft kompensiert.

Wenn an einem Körper zwei Kräfte angreifen, die sich kompensieren, dann 
ist dieser Körper im Kräftegleichgewicht. Nach Newton 1 müsste er sich 
dann mit seiner Momentangeschwindigkeit geradlinig gleichförmig weiter 
bewegen...

Mit deiner Überlegung stimmt also etwas nicht. Denk' noch mal genauer
nach.

Dieter Heidorn

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#146396

FromHans <enosta@chello.at>
Date2023-04-02 21:08 +0200
Message-ID<u0cju9$2k12i$1@dont-email.me>
In reply to#146391
Am 02.04.2023 um 19:31 schrieb Dieter Heidorn:
> Hans schrieb:
>> Am 02.04.2023 um 17:46 schrieb Erika Ciesla:
>>> Am 02.04.23 um 14:03 Uhr Hans schrieb:
>>>> Am 02.04.2023 um 13:48 schrieb Erika Ciesla:
>>>>> Am 17.09.22 um 00:12 Uhr Marianne Poster schrieb:
>>
>>
>> [.....]
>>>
>>> Der/die/das O’Po wollte wissen, wie kosmische Objekte sich zusammen
>>> knubbeln können, wenn die Gravitation im Mittelpunkt eines solchen Dings
>>> doch null sein müßte? Ganz einfach: weil das unerheblich ist. Dieser
>>> Effekt im Mittelpunkt ist einfach viel zu klein um das Objekt merklich
>>> zu beeinflussen.
>>
>> Die Gravitation ist nicht null, doch heben sich die Kräfte gegenseitig 
>> in allen Richtungen auf, wie ja auch beim Sport des Tauziehens oder 
>> Fingerhackelns und auch bei den die Erde umkreisenden Satelliten: Die 
>> Schwerkraft ist weiterhin vorhanden und es ist bis jetzt noch nicht 
>> gelungen, die Schwerkraft aufzuheben oder zu isolieren, wie z.B. 
>> elekrische Felder im Faraday'schen Käfig außen bleiben. Die 
>> Schwerkraft wird nur durch die gleich große, abe in der 
>> entgegensetzten Richtung wirkende Fliehkraft kompensiert.
> 
> Wenn an einem Körper zwei Kräfte angreifen, die sich kompensieren, dann 
> ist dieser Körper im Kräftegleichgewicht. Nach Newton 1 müsste er sich 
> dann mit seiner Momentangeschwindigkeit geradlinig gleichförmig weiter 
> bewegen...
> 
> Mit deiner Überlegung stimmt also etwas nicht. Denk' noch mal genauer
> nach.

Was aber beim Tauziehen und Fingerhackeln nicht der Fall ist, wenn beide 
Kräfte gleich groß und entgegensetzt sind.

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#146398

FromDieter Heidorn <d.heidorn@t-online.de>
Date2023-04-02 21:17 +0200
Message-ID<k8u2lkFdp2jU1@mid.individual.net>
In reply to#146396
Hans schrieb:
> Am 02.04.2023 um 19:31 schrieb Dieter Heidorn:
>> Hans schrieb:
>>> Am 02.04.2023 um 17:46 schrieb Erika Ciesla:
>>>> Am 02.04.23 um 14:03 Uhr Hans schrieb:
>>>>> Am 02.04.2023 um 13:48 schrieb Erika Ciesla:
>>>>>> Am 17.09.22 um 00:12 Uhr Marianne Poster schrieb:
>>>
>>>
>>> [.....]
>>>>
>>>> Der/die/das O’Po wollte wissen, wie kosmische Objekte sich zusammen
>>>> knubbeln können, wenn die Gravitation im Mittelpunkt eines solchen 
>>>> Dings
>>>> doch null sein müßte? Ganz einfach: weil das unerheblich ist. Dieser
>>>> Effekt im Mittelpunkt ist einfach viel zu klein um das Objekt merklich
>>>> zu beeinflussen.
>>>
>>> Die Gravitation ist nicht null, doch heben sich die Kräfte 
>>> gegenseitig in allen Richtungen auf, wie ja auch beim Sport des 
>>> Tauziehens oder Fingerhackelns und auch bei den die Erde umkreisenden 
>>> Satelliten: Die Schwerkraft ist weiterhin vorhanden und es ist bis 
>>> jetzt noch nicht gelungen, die Schwerkraft aufzuheben oder zu 
>>> isolieren, wie z.B. elekrische Felder im Faraday'schen Käfig außen 
>>> bleiben. Die Schwerkraft wird nur durch die gleich große, abe in der 
>>> entgegensetzten Richtung wirkende Fliehkraft kompensiert.
>>
>> Wenn an einem Körper zwei Kräfte angreifen, die sich kompensieren, 
>> dann ist dieser Körper im Kräftegleichgewicht. Nach Newton 1 müsste er 
>> sich dann mit seiner Momentangeschwindigkeit geradlinig gleichförmig 
>> weiter bewegen...
>>
>> Mit deiner Überlegung stimmt also etwas nicht. Denk' noch mal genauer
>> nach.
> 
> Was aber beim Tauziehen und Fingerhackeln nicht der Fall ist, wenn beide 
> Kräfte gleich groß und entgegensetzt sind.

Dabei ist die Momentangeschwindigkeit Null.

Du hast aber auch von "die Erde umkreisenden Satelliten" geschrieben.
Mit deiner "Kompensierung der Schwerkraft" kann also immer noch etwas
nicht stimmen...

Dieter Heidorn

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#146459

FromHans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com>
Date2023-04-04 10:45 +0200
Message-ID<k94t4uFffbeU2@mid.individual.net>
In reply to#146391
On 4/2/23 7:31 PM, Dieter Heidorn wrote:

> Wenn an einem Körper zwei Kräfte angreifen, die sich kompensieren, dann 
> ist dieser Körper im Kräftegleichgewicht.

Spielt da nicht die Art (Ausdehnung...) des Körpers eine Rolle? Früher 
hat man Menschen gevierteilt, mit gleichen Kräften in alle Richtungen. 
Auch am Schwarzen Loch werden Körper bei Kräftegleichgewicht zerrissen.

DoDi

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#146460

FromDieter Heidorn <d.heidorn@t-online.de>
Date2023-04-05 12:26 +0200
Message-ID<k950lqFg03tU1@mid.individual.net>
In reply to#146459
Hans-Peter Diettrich schrieb:
> On 4/2/23 7:31 PM, Dieter Heidorn wrote:
> 
>> Wenn an einem Körper zwei Kräfte angreifen, die sich kompensieren, 
>> dann ist dieser Körper im Kräftegleichgewicht.
> 
> Spielt da nicht die Art (Ausdehnung...) des Körpers eine Rolle? 

"Kraft" meint hier die resultierende Gesamtkraft, falls mehrere
Einzelkräfte auf einen Körper wirken.

> Auch am Schwarzen Loch werden Körper bei Kräftegleichgewicht zerrissen.
> 

Ein Himmelskörper, der ein Schwarzes Loch umläuft, befindet sich nicht
im "Kräftegleichgewicht" vor, sondern die Gravitationskraft ergibt hier
die für die Umlaufbahn nötige Zentripetalkraft. (Du weißt doch:
"Fliehkräfte" gibt es nicht...)
Ein Körper, der auf ein Schwarzes Loch zu fällt, befindet sich im freien
Fall, also liegt kein Kräftegleichgewicht vor. Dass er aufgrund seiner
Ausdehnung durch Gezeitenkräfte beansprucht und verformt oder gar
zerrissen wird hat mit Kräftegleichgewicht nichts zu tun.

Dieter Heidorn


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#146392

FromHermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de>
Date2023-04-02 19:33 +0200
Message-ID<k8tsjuFbb7rU3@mid.individual.net>
In reply to#146383
Am 02.04.23 um 17:46 schrieb Erika Ciesla:

> Der/die/das O’Po wollte wissen, wie kosmische Objekte sich zusammen
> knubbeln können, wenn die Gravitation im Mittelpunkt eines solchen Dings
> doch null sein müßte?

Im Mittelpunkt ist in einer idealen Kugel klassisch
die Gravitation Null.
Allerdings ist da auch der Druck am höchsten,
abzüglich eines durch die Temperatur bewirkten Gegendrucks.
Die Druckdifferenz pro Längeneinheit nimmt allerdings
wegen abnehmender Gravitationskraft wieder ab.

-- 
http://www.hermann-riemann.de

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#146403

FromFranz Glaser <franz@meg-glaser.com>
Date2023-04-03 11:34 +0200
Message-ID<k8vksqFl1q2U1@mid.individual.net>
In reply to#146392
On 02.04.23 19:33, Hermann Riemann wrote:
> Am 02.04.23 um 17:46 schrieb Erika Ciesla:
> 
>> Der/die/das O’Po wollte wissen, wie kosmische Objekte sich zusammen
>> knubbeln können, wenn die Gravitation im Mittelpunkt eines solchen Dings
>> doch null sein müßte?
> 
> Im Mittelpunkt ist in einer idealen Kugel klassisch
> die Gravitation Null.
> Allerdings ist da auch der Druck am höchsten,
> abzüglich eines durch die Temperatur bewirkten Gegendrucks.
> Die Druckdifferenz pro Längeneinheit nimmt allerdings
> wegen abnehmender Gravitationskraft wieder ab.


Und die Gravitation der Sonne und der anderen Planeten ist im Zentrum
des einen Planeten "voll wirksam".


GL
-- 
Meine posting dienen nicht der Mission, der Zugehörigkeit zu einer
Partei, einer Religion oder Ideologie. Mir schwebt eine parlamen-
tarische Demokratie mit mündigen, selbständigen Bürgern vor, die
keinen Parteichef brauchen, der ihnen die Demokratie erklärt.

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#146655

FromThomas 'PointedEars' Lahn <PointedEars@web.de>
Date2023-04-12 22:12 +0200
Message-ID<2890250.e9J7NaK4W3@PointedEars.de>
In reply to#146392
Hermann Riemann wrote:

> Am 02.04.23 um 17:46 schrieb Erika Ciesla:
>> Der/die/das O’Po wollte wissen, wie kosmische Objekte sich zusammen
>> knubbeln können, wenn die Gravitation im Mittelpunkt eines solchen Dings
>> doch null sein müßte?
> 
> Im Mittelpunkt ist in einer idealen Kugel klassisch
> die Gravitation Null.

Nein.  Die Gravitations*beschleunigung* ist es *in der Newtonschen 
Gravitationstheorie*.

Gravitation ist ein beobachtbarer Effekt, keine physikalische Grösse.

Es hängt von der gewählten Theorie ab, wie man diesen Effekt beschreibt:

- Die Newtonsche Gravitationstheorie (NG) beschreibt ihn als die Folge der
  Einwirkung einer Kraft, Gravitationskraft genannt.  Diese hat eine
  Gravitationsbeschleunigung zur Folge.

- Die Allgemeine Relativitätstheorie beschreibt ihn als eine der Folgen der
  Krümmung der Raumzeit, die äquivalent zur Energie–Impuls-Dichte der
  Raumzeit ist.

- Eine Quanten-Gravitationstheorie würde ihn zum Beispiel als Folge der
  Interaktion mit einem Gravitonenfeld beschreiben.

> Allerdings ist da auch der Druck am höchsten,

Ja.  Denn (in der NG): das Bestreben der Teilchen, sich gegenseitig 
anzuziehen, sorgt für einen nach innen gerichteten Gravitationsdruck.

> abzüglich eines durch die Temperatur bewirkten Gegendrucks.

Wie meinst Du das?

> Die Druckdifferenz pro Längeneinheit nimmt allerdings
> wegen abnehmender Gravitationskraft wieder ab.

Wie meinst Du das?
 

PointedEars
-- 
Q: What did the nuclear physicist order for lunch?  
A: Fission chips.

(from: WolframAlpha)

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