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Groups > ger.ct > #482155 > unrolled thread
| Started by | Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| First post | 2021-01-06 20:22 +0000 |
| Last post | 2021-01-07 10:59 -0500 |
| Articles | 20 on this page of 22 — 7 participants |
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CNN anmachen Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2021-01-06 20:22 +0000
Re: CNN anmachen Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2021-01-06 15:27 -0500
Re: CNN anmachen Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2021-01-06 21:30 +0100
Re: CNN anmachen Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2021-01-06 15:40 -0500
Re: CNN anmachen Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2021-01-07 09:23 -0500
Re: CNN anmachen Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2021-01-07 12:31 -0500
Re: CNN anmachen Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2021-01-08 20:11 +0000
Re: CNN anmachen Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2021-01-08 20:18 +0000
Re: CNN anmachen Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2021-01-08 19:07 -0500
Re: CNN anmachen Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2021-01-08 19:02 -0500
Re: CNN anmachen Christian Schumacher <cs.spam@nurfuerspam.de> - 2021-01-09 00:26 +0000
Re: CNN anmachen Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2021-01-09 01:06 -0800
Re: CNN anmachen Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2021-01-09 00:49 -0800
Re: CNN anmachen Christian Schumacher <cs.spam@nurfuerspam.de> - 2021-01-06 21:22 +0000
Re: CNN anmachen Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2021-01-06 17:09 -0500
Re: CNN anmachen Tobias Schuster <7e0f2510@gmx.de> - 2021-01-06 22:31 +0100
Re: CNN anmachen Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2021-01-06 17:20 -0500
Re: CNN anmachen "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2021-01-07 10:11 +0100
Re: CNN anmachen Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2021-01-07 03:38 -0800
Re: CNN anmachen Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2021-01-07 09:35 -0500
Re: CNN anmachen Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2021-01-07 09:42 -0500
Re: CNN anmachen Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2021-01-07 10:59 -0500
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| From | Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2021-01-06 20:22 +0000 |
| Subject | CNN anmachen |
| Message-ID | <rt566j$mma$1@solani.org> |
Siehe Topic. Live. -- please forgive my iPhone typos
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| From | Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> |
|---|---|
| Date | 2021-01-06 15:27 -0500 |
| Message-ID | <rt56f9$nqi$2@dont-email.me> |
| In reply to | #482155 |
Salve allerseits, Dr. Joachim Neudert schrieb: > Siehe Topic. Live. > <https://www.youtube.com/watch?v=Ot91KcESV6w> M.f.G. -- Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur etwas komisch... ;-)
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| From | Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> |
|---|---|
| Date | 2021-01-06 21:30 +0100 |
| Message-ID | <rt56ki$kar$1@news.bawue.net> |
| In reply to | #482156 |
On 1/6/21 9:27 PM, Fidel Sebastián Hunrichse-Lara wrote: > Salve allerseits, > > Dr. Joachim Neudert schrieb: >> Siehe Topic. Live. >> > <https://www.youtube.com/watch?v=Ot91KcESV6w> > > M.f.G. > https://planetnews.com/live/cnn.html CNN Livestream, wird behauptet... Gerrit
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| From | Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> |
|---|---|
| Date | 2021-01-06 15:40 -0500 |
| Message-ID | <rt577b$a9$1@dont-email.me> |
| In reply to | #482158 |
Salve allerseits, Gerrit Heitsch schrieb: > On 1/6/21 9:27 PM, Fidel Sebastián Hunrichse-Lara wrote: >> Dr. Joachim Neudert schrieb: >> >>> Siehe Topic. Live. >>> >> <https://www.youtube.com/watch?v=Ot91KcESV6w> > > https://planetnews.com/live/cnn.html > > CNN Livestream, wird behauptet... > Muss wohl stimmen, RT en Español¹ zeigt exakt dieselben Bilder... (≖_≖ ) M.f.G. ___ ¹<https://www.youtube.com/watch?v=9DXGrOU5wKQ> -- Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur etwas komisch... ;-)
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| From | Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> |
|---|---|
| Date | 2021-01-07 09:23 -0500 |
| Message-ID | <rt75hn$meh$1@dont-email.me> |
| In reply to | #482162 |
Salve allerseits, Ruediger Lahl schrieb: > *Fidel Sebastián Hunrichse-Lara* schrieb: >> Gerrit Heitsch schrieb: >>> On 1/6/21 9:27 PM, Fidel Sebastián Hunrichse-Lara wrote: >>>> Dr. Joachim Neudert schrieb: >>>> >>>>> Siehe Topic. Live. >>>>> >>>> <https://www.youtube.com/watch?v=Ot91KcESV6w> >>> >>> https://planetnews.com/live/cnn.html >>> >>> CNN Livestream, wird behauptet... >>> >> Muss wohl stimmen, RT en Español¹ zeigt exakt dieselben Bilder... (≖_≖ ) >> > Putin wird sich im stillen ne schöne Flasce Wein aufmachen. Und hab ich > dir rt nicht verboten?! > Machst Du Witze? Sowohl unsere Köchin als auch das Kindermädchen lieben RT en Español... ¬‿¬ M.f.G. -- Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur etwas komisch... ;-)
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| From | Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> |
|---|---|
| Date | 2021-01-07 12:31 -0500 |
| Message-ID | <rt7ggt$eke$1@dont-email.me> |
| In reply to | #482232 |
Salve allerseits, Ruediger Lahl schrieb: > *Fidel Sebastián Hunrichse-Lara* schrieb: >> Ruediger Lahl schrieb: >> >>> Putin wird sich im stillen ne schöne Flasche Wein aufmachen. Und hab ich >>> dir rt nicht verboten?! >>> >> Machst Du Witze? Sowohl unsere Köchin als auch das Kindermädchen lieben >> RT en Español... ¬‿¬ > > Wie viele rt-Gucker wohl gestern die große Runde durchs Capitol gebucht > hatten? > +--- <hier abknabbern> --- | Der am Mittwoch von Trump-Anhängern unternommene Sturm auf das Parlament | der USA war bei weitem nicht so spontan und unvorhersehbar, wie es etwa | die Bilder von überwältigten Polizisten nahelegen. | | Auf einschlägigen Plattformen wie der Messaging-App Telegram, der bei | Rechten zuletzt beliebten Twitter-Alternative Parler und der Seite einer | von Reddit verbannten großen Pro-Trump-Gruppe war es schon vorher in | Bezug auf die Demonstration um Waffen und mögliche Gewalt gegangen, | berichtete die Washington Post am Dienstag. Angestachelt wurde das vom | abgewählten US-Präsidenten Donald Trump, der Mitte Dezember auf Twitter | gefordert hatte, "Be there, will be wild!". | | *Mit Gewalt gegen das US-Parlament* | | Am Mittwoch hatten Demonstranten das Kapitol in Washington D.C. gestürmt | und die angesetzte Bestätigung des Wahlergebnisses unterbrechen. Der Mob | war vorher auch nach einer Aufforderung von Trump selbst zu dem | Parlamentsgebäude gezogen, in das dann eine beträchtliche Zahl von | Menschen eindringen konnte. Vier Personen kamen dabei ums Leben, eine | Frau wurde erschossen. Es wurden Rohrbomben sichergestellt. Mit einem | Video sollte Trump die Angreifer eigentlich auffordern, von Gewalt | abzusehen. Mit der erneuten Behauptung, die Wahl sei gefälscht worden, | dürfte er aber nicht viel zur Beruhigung beigetragen haben. Inzwischen | konnten die beiden Parlamentskammern wieder zusammentreten und Joe | Bidens Wahlsieg bestätigen. | | Nun weisen Beobachter darauf hin, dass die gewalttätigen Ausschreitungen | quasi unter den Augen der Öffentlichkeit vorbereitet worden waren. | Nachdem Reddit im Sommer den großen Pro-Trump-Bereich "The_Donald" | gesperrt hatte, hatten sich viele der beteiligten Nutzer auf eine eigene | Website gleichen Namens zurückgezogen. Dort war in Bezug auf die | geplante Demonstration vom Mittwoch immer wieder davon zu lesen, man | solle Waffen nach Washington D.C. mitbringen, auch wenn die in der | US-Hauptstadt nicht getragen werden dürfen. Auch anderswo im Netz, etwa | auf Parler, sei in Vorbereitung der Aktionen immer wieder die | Aufforderung verbreitet worden, bewaffnet zu kommen, hatte die | Washington Post vorab zusammengetragen. | | *Experten nicht überrascht* | | Für Beobachter der Szene waren die Geschehnisse dann auch nicht | überraschend und logische Folge mehrere Entwicklungen, berichtet CNN. | Daniel Jones von der NGO Advance Democracy etwa sagte dem | Nachrichtensender, man habe in den Tagen vor den Ereignissen noch nie | dagewesene Aufrufe zur Gewalt von Trumps entschiedensten Unterstützern | gesehen. Der abgewählte Präsident habe das durch seine ununterbrochenen | Lügen über angebliche Wahlfälschungen angefeuert. Die Anti-Defamation | League erklärte in einem Statement, am Anfang habe es online explosive | Rhetorik gegeben, dann explizite Aufrufe zur Gewalt und schließlich | hätten Menschen danach gehandelt. +--- </hier abknabbern> --- ©<https://heise.de/-5006554> M.f.G. -- Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur etwas komisch... ;-)
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| From | Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2021-01-08 20:11 +0000 |
| Message-ID | <rtae9j$eo7$1@solani.org> |
| In reply to | #482232 |
Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> wrote: > *Fidel Sebastián Hunrichse-Lara* schrieb: > >> Ruediger Lahl schrieb: >>> Putin wird sich im stillen ne schöne Flasche Wein aufmachen. Und hab ich >>> dir rt nicht verboten?! >>> >> Machst Du Witze? Sowohl unsere Köchin als auch das Kindermädchen lieben >> RT en Español... ¬‿¬ > > Wie viele rt-Gucker wohl gestern die große Runde durchs Capitol gebucht > hatten? Hollywood hat ja schon zig Fassungen favon gedreht: https://www.telegraph.co.uk/films/0/hollywoods-version-us-capitol-riot-makes-reality-look-unhinged/ Javascript abschalten, dann kann man den Artikel lesen. ======= What’s the special appeal of watching the invasion and/or destruction of Washington DC on screen? Carnage on Capitol Hill has been a staple of Hollywood films for decades, as alien forces, foreign invaders and treacherous double agents have all taken turns to besiege, infiltrate and explode various US government landmarks. Roland Emmerich surely set the standard in 1996’s Independence Day, in which the White House explodes almost ecstatically as it’s blasted from above by a flying saucer’s laser cannon. But there have been other memorable assaults over the years in films as varied (and varyingly serious) as Superman II, Earth vs the Flying Saucers, Mars Attacks!, GI Joe Retaliation, Transformers: Dark of the Moon and Emmerich’s own later disaster epic, 2012, in which he crushed the presidential residence with an aircraft carrier, swept inland by a tidal wave. For international viewers, the spectacle often comes with a guilty tang of schadenfreude: we get to see a swaggeringly impregnable world-power humbled, even if just for an hour or so, until Will Smith, Channing Tatum or another hunky military everyman can set things right. But these are American-made films – and it’s not like British filmmakers are intent on constantly blowing up London, or French ones Paris. (Whenever European capitals are flattened, it’s invariably by Hollywood too, and often as an afterthought.) So why do audiences in the United States apparently want to see it happening to them, over and over again? Geht noch weiter. -- please forgive my iPhone typos
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| From | Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2021-01-08 20:18 +0000 |
| Message-ID | <rtaels$f51$1@solani.org> |
| In reply to | #482432 |
Der Schluß des Artikels: What’s most striking about the initial attack sequence today is the immediacy and ferocity of the effort to repel the invading horde. The president’s security detail swarms the lawn with pistols drawn and immediately starts to bullseye their foes. The National Guard are instantly summoned, and roll down the street in armoured vehicles. Helicopter gunships are scrambled. A missile launcher pops out of the White House roof and shoots down a North Korean gunship, which on its way down grazes the Washington Monument which then collapses in a column of dust (giving the film its dubious 9/11 homage moment). The speed of their response is even remarked on by McDermott, who sneers: “It takes 15 minutes for your armed forces to reach the White House. We took it down in 13.” Meanwhile in the situation room, a burly general tells the assembled officials that the country is “at Defcon 4” – the second-worst of all the Defcons. Meanwhile in the real world, the response barely seemed to reach Defcon zero point five. Cameras showed a handful of police officers in uniform (not body armour), standing aside helplessly while the crowd forced their way into the national seat of government, in broad daylight, with what looked like minimal effort. The National Guard didn’t take 15 minutes to arrive but over four hours, during which news channels had been broadcasting live from what looked like an essentially undefended building. As for Butler-esque avenging angels, stalking from room to room and stabbing intruders in the neck without a second thought, there were apparently none to be found. The events were shocking in and of themselves, but part of the shock came from just how easy it had all looked: disaster-movie results on a threadbare indie budget. Whatever the reason for the US’s woefully inadequate response, it’s hard to see how any number of Stars-and-Stripes-waving blockbusters could hope to overwrite these images in the popular memory. I suppose we’ll have to start taking Gerard Butler films with a pinch of salt. Olympus Has Fallen is streaming on Amazon Prime now -- please forgive my iPhone typos
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| From | Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> |
|---|---|
| Date | 2021-01-08 19:07 -0500 |
| Message-ID | <rtas48$4ua$1@dont-email.me> |
| In reply to | #482434 |
Salve allerseits, Dr. Joachim Neudert schrieb: > > Der Schluß des Artikels: > >| What’s most striking about the initial attack sequence today is the >| immediacy and ferocity of the effort to repel the invading horde. The >| president’s security detail swarms the lawn with pistols drawn and >| immediately starts to bullseye their foes. The National Guard are instantly >| summoned, and roll down the street in armoured vehicles. Helicopter >| gunships are scrambled. A missile launcher pops out of the White House roof >| and shoots down a North Korean gunship, which on its way down grazes the >| Washington Monument which then collapses in a column of dust (giving the >| film its dubious 9/11 homage moment). >| >| The speed of their response is even remarked on by McDermott, who sneers: >| “It takes 15 minutes for your armed forces to reach the White House. We >| took it down in 13.” Meanwhile in the situation room, a burly general tells >| the assembled officials that the country is “at Defcon 4” – the >| second-worst of all the Defcons. >| >| Meanwhile in the real world, the response barely seemed to reach Defcon >| zero point five. Cameras showed a handful of police officers in uniform >| (not body armour), standing aside helplessly while the crowd forced their >| way into the national seat of government, in broad daylight, with what >| looked like minimal effort. The National Guard didn’t take 15 minutes to >| arrive but over four hours, during which news channels had been >| broadcasting live from what looked like an essentially undefended building. >| As for Butler-esque avenging angels, stalking from room to room and >| stabbing intruders in the neck without a second thought, there were >| apparently none to be found. >| >| The events were shocking in and of themselves, but part of the shock came >| from just how easy it had all looked: disaster-movie results on a >| threadbare indie budget. Whatever the reason for the US’s woefully >| inadequate response, it’s hard to see how any number of >| Stars-and-Stripes-waving blockbusters could hope to overwrite these images >| in the popular memory. I suppose we’ll have to start taking Gerard Butler >| films with a pinch of salt. >| >| Olympus Has Fallen is streaming on Amazon Prime now > +--- <hier abknabbern> --- | Joe Biden wählt klare Worte. Die Männer und Frauen, die am Mittwoch | gewaltsam in das Kapitol in Washington eindrangen und dort gewütet | haben, sind für den künftigen US-Präsidenten keine Demonstranten, | sondern ganz eindeutig "Aufständische und inländische Terroristen". Bei | dem Auftritt in seinem Heimatstaat Delaware spricht der Demokrat keine | zwei Wochen vor seiner Amtseinführung aus, was seither viele Menschen in | den USA und in aller Welt beschäftigt: "Niemand kann mir erzählen, dass | eine Gruppe von 'Black Lives Matter'-Anhängern nicht sehr, sehr anders | behandelt worden wäre als dieser Mob von Schlägern, der das Kapitol | gestürmt hat." | | Die drei Polizisten an der Spitze der "United States Capitol Police" | (USCP) zum Schutz des Kapitols sind nun ihre Jobs los. Doch das wird die | Debatte nicht beenden über das "schockierende Versagen" beim Schutz des | Gebäudes, von dem nicht nur der Republikaner Mitch McConnell spricht. | Mehrere Abgeordnete berichten von Gesprächen, die sie vorab mit Steven | Sund, dem bisherigen Chef der USCP, geführt hätten. Auf Warnungen, dass | rechtsextreme Milizen wie die "Proud Boys" und "Oath Keepers" | angekündigt hätten, in Washington für Chaos zu sorgen, habe Sund | entgegnet, seine Leute hätten "alles unter Kontrolle". | | *Der Dienst des Kapitols ist gut ausgestattet, mehr als 2300 Polizisten* | *und Zivilangestellte arbeiten dort* | | So schildert es zumindest die Demokratin Maxine Waters der New York | Times; "unter Kontrolle" war am 6. Januar 2021 freilich wenig. In der | Nacht auf Freitag verstarb der USCP-Beamte Brian Sicknick, er ist das | fünfte Todesopfer dieses Angriffs, den sich viele Experten immer noch | nicht erklären können. Denn die Capitol Police, die für die Sicherung | des US-Parlaments sowie den Schutz der 100 Senatoren und 435 | Abgeordneten zuständig ist, verfügt über ein Jahresbudget von 375 | Millionen Euro, es war nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 | stark erhöht worden. Für die USCP arbeiten mehr als 2300 Polizisten und | Zivilangestellte. | | Trotzdem wurden zwei Rohrbomben in der Nähe des Kapitols sichergestellt, | und ein 70-Jähriger aus Alabama wurde im Gebäude verhaftet, der eine | Pistole und das Material für mehrere Molotowcocktails bei sich hatte. | Das ruft bei den Abgeordneten Entsetzen hervor. "Die hätten das ganze | Gebäude in die Luft jagen und uns alle töten können", sagt der | Republikaner Lindsey Graham. Er will wissen, wieso keine Warnschüsse | abgegeben wurden oder nicht mit "tödlicher Gewalt" versucht worden sei, | den Mob zu stoppen. | | Die Demokratin Bonnie Watson Coleman stellt hingegen jene Frage, die | auch Biden umtreibt: "Als vor einigen Monaten Black Lives | Matter-Anhänger hier protestierten, konnten wir uns vor lauter Polizei | gar nicht bewegen. Wo waren die heute alle?" Rein rechtlich ist die Lage | klar: Die USCP hat die Hoheitsrechte über das Kapitol und das | angrenzende Gebiet, so dass die Nationalgarde oder die Stadtpolizei nur | eingesetzt werden können, wenn sie angefordert werden. Dazu kam es | Medienberichten zufolge aber erst, als die Fans von Noch-Präsident | Donald Trump schon ins Gebäude strömten. Dass viele Politiker, neben | McConnell auch Senator Chuck Schumer und die Demokratin Nancy Pelosi, | nach der Evakuierung im Pentagon anriefen, beschleunigte die Sache | nicht. "Es war ziemlich verwirrend für uns", sagt Ryan McCarthy, der im | Verteidigungsministerium für Washingtons Nationalgarde zuständig ist. | Gleichwohl kursiert auch die These, das Pentagon habe gezögert, damit | keine Bilder von bewaffneten Soldaten in den heiligen Hallen der | US-Demokratie zu sehen seien. | | Die Capitol Police betont, dass es ihr doch gelungen sei, alle | Abgeordneten zu schützen. Zudem hätte vorab Washingtons Bürgermeisterin | Muriel Bowser darum gebeten, dass die Bundespolizisten nicht so | martialisch auftreten wie im Frühsommer, als nach der Ermordung des | Afroamerikaners George Floyd tagelang protestiert wurde. So kamen | zunächst nur 340 Nationalgardisten zum Einsatz - unbewaffnet und um der | Verkehrspolizei zu helfen. Anfang Juni standen hingegen Soldaten in | Kampfmontur nicht nur vor dem Lincoln Memorial, sondern patrouillierten | in gepanzerten Fahrzeugen durch die Straßen der Hauptstadt. Mitunter | kreisten Kampfhubschrauber über den Frauen und Männern, die gegen | Polizeigewalt demonstrierten. | | *Die Beamten im Kapitol nahmen gerade einmal 14 Eindringlinge fest, die* | *Stadtpolizei 68 Menschen* | | Allerdings wundern sich Sicherheitsexperten, wieso auf andere Maßnahmen | verzichtet wurde. So kamen weder berittene Polizisten noch Polizeihunde | zum Einsatz, und es fehlte auch ein Konzept, um die Trump-Fans nach | ihrer Kundgebung vom Parlament fernzuhalten. Dass so viele Eindringlinge | unbehelligt aus dem Kapitol herausspazieren konnten und die USCP nur 14 | Leute festnahm, wurde von dieser damit erklärt, dass ihre Leute in | Unterzahl gewesen seien. In sozialen Medien machen Videos die Runde, die | Szenen der Verbrüderung zwischen USCP-Beamten und Randalierern zeigen. | Washingtons Stadtpolizei nahm 68 Menschen fest - bei den "Black Lives | Matter"-Protesten im Juni waren fast 300 Leute in Arrest genommen | worden. Polizeichef Robert Contee, ein Afroamerikaner, weist den Vorwurf | der Doppelstandards zurück: "Wir mussten die Lage erst halbwegs unter | Kontrolle bringen, bevor wir Verhaftungen vornehmen konnten." +--- </hier abknabbern> --- ©<https://www.sueddeutsche.de/politik/usa-washington-kapitol-polizei-kritik-1.5169079> M.f.G. -- Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur etwas komisch... ;-)
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| From | Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> |
|---|---|
| Date | 2021-01-08 19:02 -0500 |
| Message-ID | <rtarq1$3ee$1@dont-email.me> |
| In reply to | #482432 |
Salve allerseits,
Dr. Joachim Neudert schrieb:
>
>| What’s the special appeal of watching the invasion and/or destruction of
>| Washington DC on screen? Carnage on Capitol Hill has been a staple of
>| Hollywood films for decades, as alien forces, foreign invaders and
>| treacherous double agents have all taken turns to besiege, infiltrate and
>| explode various US government landmarks. Roland Emmerich surely set the
>| standard in 1996’s Independence Day, in which the White House explodes
>| almost ecstatically as it’s blasted from above by a flying saucer’s laser
>| cannon.
>|
>| But there have been other memorable assaults over the years in films as
>| varied (and varyingly serious) as Superman II, Earth vs the Flying Saucers,
>| Mars Attacks!, GI Joe Retaliation, Transformers: Dark of the Moon and
>| Emmerich’s own later disaster epic, 2012, in which he crushed the
>| presidential residence with an aircraft carrier, swept inland by a tidal
>| wave.
>|
>| For international viewers, the spectacle often comes with a guilty tang of
>| schadenfreude: we get to see a swaggeringly impregnable world-power
>| humbled, even if just for an hour or so, until Will Smith, Channing Tatum
>| or another hunky military everyman can set things right. But these are
>| American-made films – and it’s not like British filmmakers are intent on
>| constantly blowing up London, or French ones Paris. (Whenever European
>| capitals are flattened, it’s invariably by Hollywood too, and often as an
>| afterthought.) So why do audiences in the United States apparently want to
>| see it happening to them, over and over again?
>
> Geht noch weiter.
>
+--- <hier abknabbern> ---
| Selbst in der dunkelsten Stunde trägt die Erleichterung noch seinen
| Namen: Es war Donald Trump, der das von ihm in Marsch gesetzte "Volk"
| aufforderte, brav nach Hause zu gehen und das gestürmte Kapitol zu
| räumen. Der Putschist vertagt den Staatsstreich, er zieht seine
| Fußtruppen zurück und twittert. "Solche Dinge und Ereignisse geschehen,
| wenn den großartigen Patrioten, die so lange schlecht und unfair
| behandelt wurden, ein heiliger Erdrutschsieg so kurzerhand und bösartig
| entrissen wird. Geht heim in Liebe und in Frieden. Erinnert euch für
| immer an diesen Tag!" Twitter war es dann auch genug, die Plattform
| sperrte den Account des noch amtierenden US-Präsidenten. Aber nur
| temporär, am Donnerstagabend gab die Plattform ihn wieder frei.
|
| Trump, so säuselten seine Verharmloser und transatlantischen Gesundbeter
| einst im Chor, ist nur der Idiot der Familie, ein Solist und Sonderling,
| ein mäßig Verrückter, so verrückt wie seine martialischen Fans vom
| lunatic fringe, vom Narrensaum der Gesellschaft.
|
| Aber Trump ist kein Einzeltäter. Er war der Kandidat einer Gruppe
| umstürzlerischer Konservativer, die die Theorie lieferten, die ihr
| Präsident dann in die Praxis verwandeln sollte. Trump war die
| Königsfigur auf dem Schachbrett einer rechten Revolution.
|
| Wie sehr er dies war, dokumentiert ein Manifest, das am 5. September
| 2016 erschienen war, kurz vor den damaligen US-Präsidentschaftswahlen.
| Gewiss, es handelte sich nicht um eine Regieanweisung für den tätlichen
| Angriff auf den Kongress über vier Jahre später, wohl aber um eine
| Gedankenanweisung, um einen intellektuell veredelten putschistischen
| Traum. Von einer "zweiten Revolution" ist darin die Rede, auch von einer
| cäsaristischen Option. Es war die geistige Munition für einen
| Staatsstreich.
|
| *Ein Gedankendrehbuch*
|
| Fällt jetzt der Name Steve Bannon? Ist die Rede von jenem bekennenden
| Rechtsradikalen, der immer wieder gern den italienischen Faschisten
| Julius Evola zitiert und der es – unfassbar genug – zu Trumps
| Wahlkampfleiter und Berater im Weißen Haus brachte?
|
| Nein, das Gedankendrehbuch stammt nicht von Bannon, es stammt von einem
| Autor, der sich zunächst nur unter dem lächerlich anmaßenden Pseudonym
| Publius Decius Mus an die Öffentlichkeit wagte, dem Namen eines
| opferbereiten römischen Konsuls. Dahinter steckte der Autor Michael
| Anton, erst Redenschreiber im National Security Council von George W.
| Bush, später von Donald Trump ins selbe Gremium als
| Kommunikationsberater berufen.
|
| Fast alles, was sein Dienstherr (Anton verließ den Nationalen
| Sicherheitsrat dann 2018) an vulgären Phrasen in die Welt blasen wird,
| hat er in seinem Aufsatz The Flight 93 Election im Jahr 2016
| kristallklar und handgreiflich ausgebreitet; in ihm finden sich
| sämtliche Kampfbegriffe und Delegitimationsfiguren, mit denen Donald
| Trump als Präsident in seiner Amtszeit auf Jagd gehen wird. Im Sturm auf
| das Kapitol in Washington, D. C., das Heiligtum der US-amerikanischen
| Demokratie, fand das Programm sein logisches Ende. Aus Worten wurden
| Taten, auch wenn Michael Anton diesen Übergang von Theorie in Praxis
| nicht gewollt haben kann.
|
| Erschienen ist Antons Furore machender Aufsatz in der anspruchsvollen
| Claremont Review of Books, der Zeitschrift eines piekfeinen
| philosophischen Instituts in Kalifornien, an dem Anton studiert hatte
| und in dem die Vordenker eines aggressiven Konservatismus zu Hause sind.
| Ihr Auftritt ist stets vornehm neo-antik, ihre Säulenheiligen heißen
| naturgemäß Plato und Aristoteles, ihre Helden sind der konservative,
| seinerzeit vor Hitler geflohene Philosoph Leo Strauss sowie ein paar
| handverlesene Autoren der deutschen konservativen Revolution.
|
| Wie alle "Claremonsters" ist auch Michael Anton davon überzeugt, dass
| Amerikas Demokratie keine mehr ist. Die Nation wurde von ihren inneren
| Feinden gekapert, genauso, wie am 11. September 2001 islamistische
| Terroristen den United-Airlines-Flug Nr. 93 gekapert hatten, um die
| Maschine in Washington, D. C., gezielt zum Absturz zu bringen, offenbar
| um sie entweder ins Weiße Haus stürzen zu lassen – oder in das Kapitol.
| Der Plan misslingt, Passagiere versuchen, das Cockpit zu stürmen, das
| Flugzeug zerschellt schließlich auf einem Acker in Pennsylvania. Alle
| Insassen sterben.
|
| Das ist das denunziatorische Bild, das Anton in seinem
| berühmt-berüchtigen Aufsatz suggestiv in Anschlag brachte: Das Flugzeug
| am Himmel – das ist für ihn das ehemals stolze Amerika, die Supermacht,
| die von einer gefährlichen Elite in den Abgrund gesteuert wird. Im
| Cockpit sitzen bei ihm der Clinton-Clan, das Washingtoner Establishment,
| linke Medien ("völlig korrupt"), linke Akademiker, linke Intellektuelle,
| die rachsüchtigen social justice warriors, die Fans von politischer
| Korrektheit und Identitätspolitik, aber auch Neoliberale, Davoser
| Oligarchen und andere Freihandelsdogmatiker. Alle zusammen haben die USA
| durch einen klandestinen Staatsstreich in ihre Gewalt gebracht und sich
| das Land unter den Nagel gerissen.
|
| In Antons Horrorgemälde kommt nun alles darauf an, die Nation zu retten
| und die Verschwörer aus der politischen Kanzel zu verjagen. Oder um im
| Bild zu bleiben: Die Passagiere müssen in das Cockpit eindringen und die
| Entführer unschädlich machen.
|
| *Wer die Nation an der "Klippe" stehen sieht, will keine Reformen*
|
| Doch wer übernimmt die Aufgabe? Normal konservative Republikaner? Nein,
| schreibt Anton, diese Vorstellung sei absurd. Amerikas Konservative
| hätten sich in ihrer großen Mehrheit angepasst, selbst "verängstigte
| Hunde" hätten mehr Mumm in den Knochen, mehr "Thymos". Längst seien die
| Republikaner feiger Teil der liberalen Washingtoner "Junta" und würden
| deren Spiel mitspielen. "Das ganze Unternehmen des Konservatismus riecht
| nach Versagen." Konservative sind nicht mehr konservativ, sie sind vom
| Glauben an Tugend und Moral abgefallen. Früher glaubten sie an eine
| "gesunde Wirtschaft in einer gesunden Gesellschaft", heute preisen sie
| die kreative Zerstörung, betreiben Outsourcing und dulden Migration
| ("Import von Armut").
|
| Wer bleibt noch übrig? Nur die harten, die echten und geistig
| unkorrumpierten Republikaner, nur sie können Amerikas Niedergang
| aufhalten und die Entführer der Demokratie aus dem Cockpit der Nation
| vertreiben. Es müssten also Konservative sein, die nicht mehr nur
| konservativ sind, sondern revolutionär. Sie müssen den jämmerlich
| schwachen, innerlich zerrissenen Liberalismus überwinden und einen Staat
| schaffen, der seinen Namen verdient, der stark, wehrhaft und
| unangreifbar ist. Nie mehr darf es dem inneren Feind erlaubt sein, ihn
| sturmreif zu schießen. Nie mehr dürfen Linke und Liberale sich den Staat
| zur Beute machen. Nie mehr dürfen sie zurück an die Schalthebel der
| Macht. Es gibt ein Recht zum Widerstand.
|
| Für Michael Anton gab es damals nur einen fähigen Konterrevolutionär,
| nur Donald Trump. Möge dessen Charakter auch zweifelhaft sein, so
| besitze nur er genug Kraft und Energie, um Amerikas Wiedergeburt
| voranzutreiben. Illegitim ist für Anton nicht Trumps radikales Programm;
| illegitim ist jene linke, mit willfährigen Konservativen verbündete
| "Junta", die die Nation in den Abgrund steuert. Nur Trump habe erkannt,
| dass die Republik im Sterben liegt, er sei der einzige Bewerber, der
| aufstehe und sage: "Ich will leben. Ich will, dass mein Land lebt. Ich
| will, dass mein Volk lebt. Ich will den Irrsinn beenden."
|
| *Das alte Amerika? Fortgespült*
|
| Michael Anton ist kein Spinner, er beschrieb die Lage im reichsten
| Armenhaus der Welt am Vorabend der Präsidentschaftswahl 2016 erstaunlich
| realistisch, einige wenige Sätze hätten auch von Bernie Sanders stammen
| können. Eine "Flutwelle aus Unmoral und Korruption" habe das alte
| Amerika fortgespült, die Infrastruktur sei kaputt, der Zustand der
| Schulen katastrophal, nirgendwo herrsche mehr Disziplin, die
| Universitäten seien sündhaft teuer, die Dienstleistungen mies, überall
| sehe man Stagnation, Tristesse, Anomie. "Fast alle Profite der
| vergangenen 20 Jahre sind ohnehin der Junta zugeflossen."
|
| Es folgt in dem Text die handelsübliche Litanei konservativer Werte,
| aber alles entscheidend ist Antons Bemerkung, in Amerika sei das Wissen
| aus drei Jahrtausenden Abendland verloren gegangen. Die Liberalen, und
| hier offenbart er sich als Intensivleser der Werke von Leo Strauss,
| Allan Bloom und Harry V. Jaffa, okkupieren den geistigen Raum des
| Staates und geben die Orientierung an der menschlichen Natur preis. Der
| Liberalismus, erst recht der linke, "ist mit der menschlichen Natur
| unvereinbar". Er untergräbt die Gesellschaft.
|
| Damit ist das Stichwort gefallen. Anton predigt eine Weltsicht, die sich
| elementar von jener der Ostküsten-Neocons aus der Ära George W. Bush
| unterscheidet. Paul Wolfowitz oder der godfather Irving Kristol
| bewunderten zwar ebenfalls Leo Strauss, doch sie hatten keine
| prinzipiellen Zweifel an der modernen Gesellschaft. Sie waren zufrieden,
| wenn Konservative mit strenger Hand regierten, wenn die Linke sich ihre
| Wunden leckte und Amerikas Vorherrschaft gesichert war. Neocons waren
| keine Revolutionäre.
|
| Ganz anders die Denkschule, aus der Michael Anton kommt. Für sie ist die
| Moderne von Anfang an falsch abgebogen und hat schon zur Zeit von Hobbes
| und Spinoza das antike Naturrechtsdenken an den Relativismus verraten.
| Seit diesem Sündenfall irren selbstsüchtige Bürger in wütender
| Einsamkeit durchs gottlose Babylon des Liberalismus. Sagen wir es so:
| Intellektuelle wie Anton haben einfach zu viel Plato gelesen. Sie
| wünschen sich einen strengen Tugendstaat, der die Menschen zu einer
| sittlich verbindlichen Lebensform erzieht und in dem weise (und weiße?)
| Philosophen – wie in Platons Nomoi – dem Machthaber höhere Anweisungen
| zur geistigen Instandhaltung des niederen Volkes erteilen. Der Staat
| soll das tun, was der Liberalismus von Anfang an versäumt hat: Er soll
| nicht bloß die Körper, er soll die Seelen der Bürger regieren und schon
| im Vorfeld jede liberale Aufweichung erkennen.
|
| Kurzum, für die Straussianer aus Claremont sind die alten Neocons vom
| rechten Weg abgekommen, sie waren einfach zu liberal und mussten
| scheitern. Außerdem seien sie dem Hirngespinst nachgejagt, Amerika könne
| der verdorbenen Welt Lektionen in Demokratie erteilen. Freedom and
| democracy? Die Liberalisierung der Staatenwelt nach US-amerikanischem
| Schnittmuster? Für Neocons wie Francis Fukuyama war das die Zukunft. Für
| die konservativen Revolutionäre aus Claremont ist es ein Gräuel.
| "America First": Wenn die Nation nicht nach außen die Grenzen hochzieht
| und nach innen den Multikulturalismus bekämpft, werde sie untergehen.
|
| Wer die Nation an der "Klippe" stehen sieht, der will keine Reformen und
| keine "Basteleien", er will "grundlegende Veränderungen", er will eine
| Revolte gegen den vermeintlichen Linkstrend "des Westens immer weiter
| weg von dem, was wir alle unter konservativ verstehen". Konservative
| dürfen keine Schwäche zeigen. "Was haben wir zu verlieren, wenn wir
| zurückschlagen?" fragt Anton, die wahrhaft konservativen Ideen seien
| schließlich noch nie ausprobiert worden. Und was rief Trump seinen mit
| Verschwörungsmärchen vollgepumpten Anhängern zu, bevor sie das Kapitol
| stürmten? "Ihr werdet euer Land nie mit Schwäche zurückerobern, ihr
| müsst Stärke zeigen."
|
| Man weiß nicht genau, was Michael Anton damals so alles ausprobieren und
| welche Eliten er an der Macht sehen wollte, nachdem die verhasste
| liberale "Junta" von einer "zweiten Revolution" aus dem Weißen Haus
| geputscht worden wäre.
|
| Mag sein, dass Trump für ihn nur – wie für Steve Bannon – der Held des
| Übergangs war, ein Zerstörer, der den Liberalismus durch Dauerbeschuss
| in Trümmer legt, bevor die Tatortreiniger anschließend alles fein
| aufräumen, damit sittlich gefestigte Konservative auf leer gefegtem
| Grund ihren Tugendstaat errichten können. Seltsam nur, warum die
| offenbar anderweitig beschäftigte kritische Öffentlichkeit die
| Selbstradikalisierung rechter Intellektueller so lange übersehen hat.
| Glaubte sie, dass die nur spielen wollen und nicht meinen, was sie
| sagen? Dass sie nicht auf den Anwendungsfall ihrer Theorie warten, auf
| den Tag der Krise?
|
| 30 Jahre nach dem Sieg der westlichen Freiheit über den Kommunismus hat
| Trump in den USA den Schulterschluss zwischen Konservativismus und
| revolutionärem Rechtsradikalismus vollzogen.
+--- </hier abknabbern> ---
©<https://www.zeit.de/kultur/2021-01/ausschreitungen-us-kapitol-revolution-michael-anton-the-flight-93-election/komplettansicht>
M.f.G.
--
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)
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| From | Christian Schumacher <cs.spam@nurfuerspam.de> |
|---|---|
| Date | 2021-01-09 00:26 +0000 |
| Message-ID | <rtat7c$si6$1@news-1.m-online.net> |
| In reply to | #482452 |
Fidel Sebastián Hunrichse-Lara zitierte: > | Aber Trump ist kein Einzeltäter. Er war der Kandidat einer Gruppe > | umstürzlerischer Konservativer, die die Theorie lieferten, die ihr > | Präsident dann in die Praxis verwandeln sollte. Trump war die > | Königsfigur auf dem Schachbrett einer rechten Revolution. > … > | Wie sehr er dies war, dokumentiert ein Manifest, das am 5. September > | 2016 erschienen war, kurz vor den damaligen US-Präsidentschaftswahlen. > … > ©<https://www.zeit.de/kultur/2021-01/ausschreitungen-us-kapitol-revolution-michael-anton-the-flight-93-election/komplettansicht> Und das wird jetzt zum Final Countdown plötzlich in dieser Klarheit anhand eines Manifests aus 2016 publiziert… Oder haben wir da vorher etwas Wesentliches in unseren Qualitäts- medien überlesen? -- Gruß Christian »Das Sekundäre ist in erster Linie zweitrangig.«
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| From | Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> |
|---|---|
| Date | 2021-01-09 01:06 -0800 |
| Message-ID | <d31febc1-a2ca-4f9b-879d-a3ecf367559dn@googlegroups.com> |
| In reply to | #482455 |
Christian Schumacher schrieb am Samstag, 9. Januar 2021 um 01:26:21 UTC+1: > Fidel Sebastián Hunrichse-Lara zitierte: > > | Aber Trump ist kein Einzeltäter. Er war der Kandidat einer Gruppe > > | umstürzlerischer Konservativer, die die Theorie lieferten, die ihr > > | Präsident dann in die Praxis verwandeln sollte. Trump war die > > | Königsfigur auf dem Schachbrett einer rechten Revolution. > > … > > | Wie sehr er dies war, dokumentiert ein Manifest, das am 5. September > > | 2016 erschienen war, kurz vor den damaligen US-Präsidentschaftswahlen. > > … > > ©<https://www.zeit.de/kultur/2021-01/ausschreitungen-us-kapitol-revolution-michael-anton-the-flight-93-election/komplettansicht> > > Und das wird jetzt zum Final Countdown plötzlich in dieser Klarheit > anhand eines Manifests aus 2016 publiziert… > Oder haben wir da vorher etwas Wesentliches in unseren Qualitäts- > medien überlesen? Claremont Review of Books haben wohl nicht so viele Deutsche ständig und komplett gelesen. Wird sich ja zeigen, wer hier bis 2020 den Artikel beegbar rezipiert hat. Zudem: Vor der vorletzten Wahl mag man es für ein schräges, aber nicht weiter bedeutsames Phänomen gehalten haben, und es bringt nicht selten Nachteile für Deutsche mit sich, wenn sie sich gegen einen POTUS stellen. Zum Autor: https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Anton Immerhin: Süddeutsche Zeitung, 4. Februar 2017, S. 17 Gruß, ULF
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| From | Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> |
|---|---|
| Date | 2021-01-09 00:49 -0800 |
| Message-ID | <e912032b-896c-438f-9162-972c1acf3191n@googlegroups.com> |
| In reply to | #482452 |
Fidel Sebastián Hunrichse-Lara schrieb am Samstag, 9. Januar 2021 um 01:02:10 UTC+1:
> +--- <hier abknabbern> ---
> | Selbst in der dunkelsten Stunde trägt die Erleichterung noch seinen
> | Namen: Es war Donald Trump, der das von ihm in Marsch gesetzte "Volk"
> | aufforderte, brav nach Hause zu gehen und das gestürmte Kapitol zu
> | räumen. Der Putschist vertagt den Staatsstreich, er zieht seine
> | Fußtruppen zurück und twittert. "Solche Dinge und Ereignisse geschehen,
> | wenn den großartigen Patrioten, die so lange schlecht und unfair
> | behandelt wurden, ein heiliger Erdrutschsieg so kurzerhand und bösartig
> | entrissen wird. Geht heim in Liebe und in Frieden. Erinnert euch für
> | immer an diesen Tag!" Twitter war es dann auch genug, die Plattform
> | sperrte den Account des noch amtierenden US-Präsidenten. Aber nur
> | temporär, am Donnerstagabend gab die Plattform ihn wieder frei.
> |
> | Trump, so säuselten seine Verharmloser und transatlantischen Gesundbeter
> | einst im Chor, ist nur der Idiot der Familie, ein Solist und Sonderling,
Er ist schon der Rücksichtslosere in der Familie. Eigentlich war sein
älterer Bruder zur Nachfolge in den Immobiliengeschäften vorgesehen,
man schickte ihn zu einem Gespräch mit Mietern, die sich über undichte
Fenster beklagten, und er versprach ihnen - neue Fenster. Grund genug
für Vater Trump, ihn fortan von jeglicher Geschäftstätigkeit auszuschließen.
> | ein mäßig Verrückter, so verrückt wie seine martialischen Fans vom
> | lunatic fringe, vom Narrensaum der Gesellschaft.
> |
> | Aber Trump ist kein Einzeltäter. Er war der Kandidat einer Gruppe
> | umstürzlerischer Konservativer, die die Theorie lieferten, die ihr
> | Präsident dann in die Praxis verwandeln sollte. Trump war die
> | Königsfigur auf dem Schachbrett einer rechten Revolution.
> |
> | Wie sehr er dies war, dokumentiert ein Manifest, das am 5. September
> | 2016 erschienen war, kurz vor den damaligen US-Präsidentschaftswahlen.
> | Gewiss, es handelte sich nicht um eine Regieanweisung für den tätlichen
> | Angriff auf den Kongress über vier Jahre später, wohl aber um eine
> | Gedankenanweisung, um einen intellektuell veredelten putschistischen
> | Traum. Von einer "zweiten Revolution" ist darin die Rede, auch von einer
> | cäsaristischen Option. Es war die geistige Munition für einen
> | Staatsstreich.
> |
> | *Ein Gedankendrehbuch*
> |
> | Fällt jetzt der Name Steve Bannon? Ist die Rede von jenem bekennenden
> | Rechtsradikalen, der immer wieder gern den italienischen Faschisten
> | Julius Evola zitiert und der es – unfassbar genug – zu Trumps
> | Wahlkampfleiter und Berater im Weißen Haus brachte?
> |
> | Nein, das Gedankendrehbuch stammt nicht von Bannon, es stammt von einem
> | Autor, der sich zunächst nur unter dem lächerlich anmaßenden Pseudonym
> | Publius Decius Mus an die Öffentlichkeit wagte, dem Namen eines
> | opferbereiten römischen Konsuls. Dahinter steckte der Autor Michael
> | Anton, erst Redenschreiber im National Security Council von George W.
> | Bush, später von Donald Trump ins selbe Gremium als
> | Kommunikationsberater berufen.
> |
> | Fast alles, was sein Dienstherr (Anton verließ den Nationalen
> | Sicherheitsrat dann 2018) an vulgären Phrasen in die Welt blasen wird,
> | hat er in seinem Aufsatz The Flight 93 Election im Jahr 2016
> | kristallklar und handgreiflich ausgebreitet; in ihm finden sich
> | sämtliche Kampfbegriffe und Delegitimationsfiguren, mit denen Donald
> | Trump als Präsident in seiner Amtszeit auf Jagd gehen wird. Im Sturm auf
> | das Kapitol in Washington, D. C., das Heiligtum der US-amerikanischen
> | Demokratie, fand das Programm sein logisches Ende. Aus Worten wurden
> | Taten, auch wenn Michael Anton diesen Übergang von Theorie in Praxis
> | nicht gewollt haben kann.
> |
> | Erschienen ist Antons Furore machender Aufsatz in der anspruchsvollen
> | Claremont Review of Books, der Zeitschrift eines piekfeinen
> | philosophischen Instituts in Kalifornien, an dem Anton studiert hatte
> | und in dem die Vordenker eines aggressiven Konservatismus zu Hause sind.
> | Ihr Auftritt ist stets vornehm neo-antik,
Aber Vulgarität paßt ins Bild?
> | ihre Säulenheiligen heißen
> | naturgemäß Plato und Aristoteles, ihre Helden sind der konservative,
> | seinerzeit vor Hitler geflohene Philosoph Leo Strauss
Der sah sich nicht als Deutscher und ging vor Hitlers Machtantritt mit Stipendium
nach Frankreich, vor WK II weiter nachLondon und später USA.
> | sowie ein paar
> | handverlesene Autoren der deutschen konservativen Revolution.
> |
> | Wie alle "Claremonsters" ist auch Michael Anton davon überzeugt, dass
> | Amerikas Demokratie keine mehr ist. Die Nation wurde von ihren inneren
> | Feinden gekapert, genauso, wie am 11. September 2001 islamistische
> | Terroristen den United-Airlines-Flug Nr. 93 gekapert hatten, um die
> | Maschine in Washington, D. C., gezielt zum Absturz zu bringen, offenbar
> | um sie entweder ins Weiße Haus stürzen zu lassen – oder in das Kapitol.
> | Der Plan misslingt, Passagiere versuchen, das Cockpit zu stürmen, das
> | Flugzeug zerschellt schließlich auf einem Acker in Pennsylvania. Alle
> | Insassen sterben.
> |
> | Das ist das denunziatorische Bild, das Anton in seinem
> | berühmt-berüchtigen Aufsatz suggestiv in Anschlag brachte: Das Flugzeug
> | am Himmel – das ist für ihn das ehemals stolze Amerika, die Supermacht,
> | die von einer gefährlichen Elite in den Abgrund gesteuert wird. Im
> | Cockpit sitzen bei ihm der Clinton-Clan, das Washingtoner Establishment,
> | linke Medien ("völlig korrupt"), linke Akademiker, linke Intellektuelle,
> | die rachsüchtigen social justice warriors, die Fans von politischer
> | Korrektheit und Identitätspolitik, aber auch Neoliberale, Davoser
> | Oligarchen und andere Freihandelsdogmatiker. Alle zusammen haben die USA
> | durch einen klandestinen Staatsstreich in ihre Gewalt gebracht und sich
> | das Land unter den Nagel gerissen.
> |
> | In Antons Horrorgemälde kommt nun alles darauf an, die Nation zu retten
> | und die Verschwörer aus der politischen Kanzel zu verjagen. Oder um im
> | Bild zu bleiben: Die Passagiere müssen in das Cockpit eindringen und die
> | Entführer unschädlich machen.
Dadurch sind alle nur an einem anderen Ort zerschellt.
> | *Wer die Nation an der "Klippe" stehen sieht, will keine Reformen*
> |
> | Doch wer übernimmt die Aufgabe? Normal konservative Republikaner? Nein,
> | schreibt Anton, diese Vorstellung sei absurd. Amerikas Konservative
> | hätten sich in ihrer großen Mehrheit angepasst, selbst "verängstigte
> | Hunde" hätten mehr Mumm in den Knochen, mehr "Thymos". Längst seien die
> | Republikaner feiger Teil der liberalen Washingtoner "Junta" und würden
> | deren Spiel mitspielen. "Das ganze Unternehmen des Konservatismus riecht
> | nach Versagen." Konservative sind nicht mehr konservativ, sie sind vom
> | Glauben an Tugend und Moral abgefallen. Früher glaubten sie an eine
> | "gesunde Wirtschaft in einer gesunden Gesellschaft", heute preisen sie
> | die kreative Zerstörung, betreiben Outsourcing und dulden Migration
> | ("Import von Armut").
Einwanderung von Leo Strauss.
> | Wer bleibt noch übrig? Nur die harten, die echten und geistig
> | unkorrumpierten Republikaner, nur sie können Amerikas Niedergang
> | aufhalten und die Entführer der Demokratie aus dem Cockpit der Nation
> | vertreiben. Es müssten also Konservative sein, die nicht mehr nur
> | konservativ sind, sondern revolutionär. Sie müssen den jämmerlich
> | schwachen, innerlich zerrissenen Liberalismus überwinden und einen Staat
> | schaffen, der seinen Namen verdient, der stark, wehrhaft und
> | unangreifbar ist. Nie mehr darf es dem inneren Feind erlaubt sein, ihn
> | sturmreif zu schießen. Nie mehr dürfen Linke und Liberale sich den Staat
> | zur Beute machen. Nie mehr dürfen sie zurück an die Schalthebel der
> | Macht. Es gibt ein Recht zum Widerstand.
> |
> | Für Michael Anton gab es damals nur einen fähigen Konterrevolutionär,
> | nur Donald Trump. Möge dessen Charakter auch zweifelhaft sein, so
> | besitze nur er genug Kraft und Energie, um Amerikas Wiedergeburt
> | voranzutreiben. Illegitim ist für Anton nicht Trumps radikales Programm;
> | illegitim ist jene linke, mit willfährigen Konservativen verbündete
> | "Junta", die die Nation in den Abgrund steuert. Nur Trump habe erkannt,
> | dass die Republik im Sterben liegt, er sei der einzige Bewerber, der
> | aufstehe und sage: "Ich will leben. Ich will, dass mein Land lebt. Ich
> | will, dass mein Volk lebt. Ich will den Irrsinn beenden."
> |
> | *Das alte Amerika? Fortgespült*
> |
> | Michael Anton ist kein Spinner, er beschrieb die Lage im reichsten
> | Armenhaus der Welt am Vorabend der Präsidentschaftswahl 2016 erstaunlich
> | realistisch, einige wenige Sätze hätten auch von Bernie Sanders stammen
> | können. Eine "Flutwelle aus Unmoral und Korruption" habe das alte
> | Amerika fortgespült, die Infrastruktur sei kaputt, der Zustand der
> | Schulen katastrophal, nirgendwo herrsche mehr Disziplin, die
> | Universitäten seien sündhaft teuer,
Was wurde daran die letzten vier Jahre geändert?
>| die Dienstleistungen mies, überall
> | sehe man Stagnation, Tristesse, Anomie. "Fast alle Profite der
> | vergangenen 20 Jahre sind ohnehin der Junta zugeflossen."
> |
> | Es folgt in dem Text die handelsübliche Litanei konservativer Werte,
> | aber alles entscheidend ist Antons Bemerkung, in Amerika sei das Wissen
> | aus drei Jahrtausenden Abendland verloren gegangen.
Ist noch anderswo gespiegelt und in den ersten Jahrtausenden auch anderswo entstanden.
>| Die Liberalen, und
> | hier offenbart er sich als Intensivleser der Werke von Leo Strauss,
> | Allan Bloom und Harry V. Jaffa, okkupieren den geistigen Raum des
> | Staates und geben die Orientierung an der menschlichen Natur preis. Der
> | Liberalismus, erst recht der linke, "ist mit der menschlichen Natur
> | unvereinbar". Er untergräbt die Gesellschaft.
> |
> | Damit ist das Stichwort gefallen. Anton predigt eine Weltsicht, die sich
> | elementar von jener der Ostküsten-Neocons aus der Ära George W. Bush
> | unterscheidet. Paul Wolfowitz oder der godfather Irving Kristol
> | bewunderten zwar ebenfalls Leo Strauss, doch sie hatten keine
> | prinzipiellen Zweifel an der modernen Gesellschaft. Sie waren zufrieden,
> | wenn Konservative mit strenger Hand regierten, wenn die Linke sich ihre
> | Wunden leckte und Amerikas Vorherrschaft gesichert war. Neocons waren
> | keine Revolutionäre.
> |
> | Ganz anders die Denkschule, aus der Michael Anton kommt. Für sie ist die
> | Moderne von Anfang an falsch abgebogen und hat schon zur Zeit von Hobbes
> | und Spinoza das antike Naturrechtsdenken an den Relativismus verraten.
> | Seit diesem Sündenfall irren selbstsüchtige Bürger in wütender
> | Einsamkeit durchs gottlose Babylon des Liberalismus. Sagen wir es so:
> | Intellektuelle wie Anton haben einfach zu viel Plato gelesen. Sie
> | wünschen sich einen strengen Tugendstaat, der die Menschen zu einer
> | sittlich verbindlichen Lebensform erzieht und in dem weise (und weiße?)
> | Philosophen – wie in Platons Nomoi – dem Machthaber höhere Anweisungen
> | zur geistigen Instandhaltung des niederen Volkes erteilen. Der Staat
> | soll das tun, was der Liberalismus von Anfang an versäumt hat: Er soll
> | nicht bloß die Körper, er soll die Seelen der Bürger regieren und schon
> | im Vorfeld jede liberale Aufweichung erkennen.
> +--- </hier abknabbern> ---
>
> ©<https://www.zeit.de/kultur/2021-01/ausschreitungen-us-kapitol-revolution-michael-anton-the-flight-93-election/komplettansicht>
Kennt man Letzteres nicht von Mao und Dschugaschwili?
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Christian Schumacher <cs.spam@nurfuerspam.de> |
|---|---|
| Date | 2021-01-06 21:22 +0000 |
| Message-ID | <rt59m3$9ra$1@news-1.m-online.net> |
| In reply to | #482155 |
Dr. Joachim Neudert schrieb: > Siehe Topic. Live. https://pbs.twimg.com/media/ErExOZmU0AkmQyP?format=jpg&name=small -- Gruß, Christian »Je mehr man sich vergisst, desto besser erinnern sich später die anderen.«
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> |
|---|---|
| Date | 2021-01-06 17:09 -0500 |
| Message-ID | <rt5cek$8ls$1@dont-email.me> |
| In reply to | #482169 |
Salve allerseits, Christian Schumacher schrieb: > Dr. Joachim Neudert schrieb: > >> Siehe Topic. Live. > > https://pbs.twimg.com/media/ErExOZmU0AkmQyP?format=jpg&name=small > +--- <hier abknabbern> --- | Diesen 6. Januar werden die USA nicht so bald vergessen. Bereits am | Mittwochmorgen ist klar: Die Demokraten haben mindestens einen | Senatssitz in Georgia geholt. Raphael Warnock wird der erste schwarze | Senator des Bundesstaats. Auch beim zweiten Sitz liegen die Demokraten | vorne – das Rennen ist aber zu knapp, um bereits einen Sieger | auszurufen. Gewinnen die Demokraten beide Nachwahlen, sichern sie dem | neuen Präsidenten Joe Biden eine knappe Mehrheit im Senat. | Davon unabhängig wird sich am Mittag (Ortszeit) der Kongress in | Washington versammeln, um die Wahl Bidens formell zu bestätigen und | Donald Trump endgültig aus dem Weißen Haus zu verbannen. In all den | Jahren war dies eine feierliche, aber gleichzeitig altmodisch wirkende | Tradition. In zwei Kisten aus Mahagoniholz werden die Umschläge mit den | zertifizierten Wahlergebnissen hereingetragen, in alphabetischer | Reihenfolge der einzelnen Bundesstaaten verlesen und von Abgeordneten | beider Parteien noch einmal offiziell gezählt. | | So will es der sogenannte Electoral Count Act von 1887. Der | Vizepräsident als Vorsitzender des Senats verkündet anschließend, was | schon vorher feststand: Der Kandidat mit der Mehrheit der Wahlleute ist | der Sieger. So hat es das Wahlleutekollegium auch diesmal entschieden – | und Joe Biden bereits Mitte Dezember zum 46. Präsidenten der USA | gewählt. Und doch ist aus der Formalität ein Politikum, aus dem | zeremoniellen Rahmen der Schauplatz eines erbitterten Showdowns | geworden. Er legt offen, wie tief Donald Trump die republikanische | Partei in die Spaltung getrieben hat. | | Ein Teil der Abgeordneten auf dem "Hügel", wie der Kongress in | Washington gerne umschrieben wird, will die Wahl Joe Bidens nicht | anerkennen. Bislang haben 13 Senatorinnen und Senatoren sowie zwei | Drittel der republikanischen Mitglieder des Repräsentantenhauses | angekündigt, das Ergebnis an diesem Mittwoch im Kongress nicht zu | akzeptieren. Statt zu bestätigen, wollen sie bei einzelnen Bundesstaaten | Einspruch erheben. | | *Zwei Lager, die sich immer feindseliger gegenüberstehen* | | Obwohl der noch amtierende US-Präsident nach anfänglicher Weigerung Ende | November den Weg für die offizielle Übergabe der Amtsgeschäfte an Joe | Biden frei machte, hat er seine Niederlage noch immer nicht | eingestanden. Ganz im Gegenteil. In den vergangenen Wochen hat Trump | immer aggressiver seine – durch keinerlei Fakten belegte – Behauptung | verbreitet, die Demokraten hätten die Wahl "gestohlen" und er selbst sei | der rechtmäßige Wahlsieger. Nachdem er mit zahlreichen Klagen vor | Gericht gescheitert war, griff er immer stärker auch Mitglieder der | eigenen Partei an, die sich weigerten, genügend Stimmen für ihn zu | "finden", wie Trump es sich in einem vor wenigen Tagen öffentlich | gewordenen Telefonat mit dem Staatssekretär von Georgia wünschte. | | Es ist ein offensichtlicher Fall von Amtsmissbrauch. Donald Trump | lieferte damit eine Steilvorlage für eine mögliche Strafverfolgung nach | dem Ende seiner Amtszeit. Das kümmert ihn aber scheinbar wenig. | Allerdings erhöhte das Telefonat den Druck auf den Rest der Partei, sich | entweder doch noch schnell von Trump zu distanzieren oder sich endgültig | hinter ihm zu versammeln. | | Trump hat die Partei mit seinem Gebaren in eine tiefe Krise gestürzt. | Sie traf in dieser Woche die republikanischen Senatskandidaten in | Georgia, die Schwierigkeiten hatten, bei der Stichwahl ausreichend | Wählerinnen zu mobilisieren. Zu groß war offenbar das Misstrauen in | Wahlsystem und Verantwortliche, das Trump vorab gesät hatte. Die treue | Trump-Unterstützerin Kelly Loeffler hat ihren Sitz bereits verloren. | David Perdue, ebenfalls auf dem Trump-Ticket unterwegs, muss noch bangen. | | *Trump hat seine Partei erpressbar gemacht* | | Nur wenige Republikaner haben es bislang gewagt, Trump öffentlich für | seine Falschbehauptungen über den vermeintlichen Wahlbetrug zu | kritisieren. Je deutlicher sich abzeichnete, dass Donald Trump auch vor | Gericht keine Chance haben würde, desto leiser wurde die Parteiprominenz | – bis auf wenige, lautstarke Ausnahmen wie Ted Cruz, ein möglicher | Präsidentschaftskandidat 2024, der sich als Trumps eifrigster | Unterstützer zu profilieren versucht. | | Inzwischen hat aber auch Mitch McConnell, einflussreicher | Mehrheitsführer im Senat, seine Loyalität zu Trump aufgekündigt und die | republikanischen Abgeordneten aufgefordert, Störmanöver bei der Sitzung | des Kongresses zu unterlassen. Dass nun so viele von ihnen drohen, sich | nicht daran zu halten, untergräbt nicht nur McConnells Autorität. Es | zeigt auch, wie erpressbar Trump seine Partei gemacht hat. | | Wer bereit sei, ein betrügerisches Wahlergebnis anzunehmen, werde "in | Schande niedergehen", twitterte der Präsident am Montag. Sogar auf | seinen Vizepräsidenten Mike Pence begann er, Druck auszuüben. Denn | dieser, behauptete Trump ebenfalls auf Twitter, habe "die Macht, | unrechtmäßig ernannte Wahlleute abzulehnen". Und bei einer | Wahlkampfveranstaltung in Georgia sagte Trump am Montag, er hoffe, dass | Pence sich bei der Versammlung des Kongresses durchsetze. "Denn wenn er | sich nicht durchsetzt, dann werde ich ihn nicht mehr so gernhaben." Ein | klassischer Trump: Durch die öffentliche Drohung wird die Basis | aufgewiegelt – und der Parteifreund in Windeseile zum potenziellen | Parteiverräter. | | *Einige Minuten Ruhm* | | Tatsächlich hat Pence diese Macht nicht, denn die Entscheidung obliegt | laut Verfassung den Abgeordneten, und die sind mehrheitlich dafür, Biden | als Sieger anzuerkennen. Obwohl Pence sein – und Trumps – Gesicht wahrte | und offiziell verlauten ließ, er "begrüße" den Aufstand der | Abgeordneten, heißt es aus seinem Umfeld, er werde seine | verfassungsmäßige Pflicht befolgen und Biden bestätigen. Das soll er | auch Trump bereits gesagt haben. | | Natürlich gehen auch die meuternden Republikanerinnen und Republikaner | nicht ernsthaft davon aus, dass sich aus den Mahagonikisten noch ein | paar Stimmen hervorzaubern ließen, die Trump den rechtmäßigen Sieg | bescheren würden. Ihnen ist klar, dass sie das Unvermeidliche lediglich | um ein paar Stunden herauszögern können. Für jeden der sechs | Bundesstaaten, für deren Wahlergebnisse die Abgeordneten Einspruch | angekündigt haben, fallen zwei Stunden separater Aussprache an, sofern | dies schriftlich von je einem Mitglied beider Kammern gefordert wird. | | Es handelt sich um einen letzten, öffentlichkeitswirksamen Aufstand – | und um eine Art Glaubensbekenntnis für den scheidenden Präsidenten. | Angesichts des Rückhalts, den Trump bei der republikanischen Basis noch | immer genießt, haben Loyalisten im Zweifelsfall die besseren Chancen, | noch einmal gewählt zu werden. Loeffler hingegen hatte das Pech, dass | ihr Wahlkampf mitten in Trumps Feldzug fiel, Georgia doch noch für sich | zu reklamieren, wenn nötig auch auf Kosten seiner eigenen Partei. Sie | nahm lieber in Kauf, ihr Amt zu verlieren, als sich von Trump | loszusagen. Auch das zeigt, wie sehr er die Partei noch im Griff hat. | | *Schaden nimmt einmal mehr die US-Demokratie* | | Für alle anderen Republikanerinnen und Republikaner, die es Pence | gleichtun und Joe Bidens Wahl bestätigen, gilt das alte, ehrenvolle | Sprichwort "country over party", das Wohl des Landes wiegt stärker als | das der Partei. Das bedeutet aber auch, dass sie womöglich keine Zukunft | in dieser Partei haben. Erst recht nicht, sollten die Gerüchte stimmen, | dass Trump pünktlich zu Joe Bidens Amtseinführung seine erneute | Kandidatur für 2024 bekannt geben will. | | Schaden nimmt einmal mehr die US-amerikanische Demokratie angesichts | Dutzender Abgeordneter, die ihr Mandat benutzen wollen, um ein | Wahlergebnis nachträglich umzuschreiben. Sie sind allerdings nicht die | ersten: Joe Biden saß dem Senat 2017 vor, als der Kongress Donald Trump | als Präsidenten bestätigte, und musste Abgeordnete seiner eigenen Partei | zur Ordnung rufen, die – empört von der Wahl Trumps – ebenfalls den | Aufstand probten. "Es ist vorbei", sagte Biden damals unter dem Applaus | der republikanischen Abgeordneten. Und das war es damit auch. | | Selbst wenn Mike Pence ähnlich deutliche Worte wählen sollte, womit kaum | zu rechnen ist: Vorbei ist es diesmal noch lange nicht, denn die | republikanische Partei ist tiefer gespalten denn je. +--- </hier abknabbern> --- ©<https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-01/us-wahl-republikaner-spaltung-donald-trump-wahlergebnis-partei/komplettansicht> M.f.G. -- Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur etwas komisch... ;-)
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| From | Tobias Schuster <7e0f2510@gmx.de> |
|---|---|
| Date | 2021-01-06 22:31 +0100 |
| Message-ID | <rt5a76$n53$1@dont-email.me> |
| In reply to | #482155 |
Am 06.01.2021 um 21:22 schrieb Dr. Joachim Neudert: > Siehe Topic. Live. > > Neben Covidioten haben wir jetzt noch Amidioten. Scheint vom gleichen Holz zu sein: Eine Mischung aus ungebildet und schwachsinnig. 2
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| From | Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> |
|---|---|
| Date | 2021-01-06 17:20 -0500 |
| Message-ID | <rt5d3c$d3v$1@dont-email.me> |
| In reply to | #482171 |
Salve allerseits, Tobias Schuster schrieb: > Am 06.01.2021 um 21:22 schrieb Dr. Joachim Neudert: > >> Siehe Topic. Live. >> > Neben Covidioten haben wir jetzt noch Amidioten. Scheint vom gleichen > Holz zu sein: Eine Mischung aus ungebildet und schwachsinnig. > +--- <hier abknabbern> --- | In einem Interview mit dem Spiegel versucht die Soziologie-Professorin | Arlie Hochschild eine Erklärung dafür zu geben. Die Berkley-Forscherin | hat sich mit zahlreichen Menschen in ganz Amerika getroffen, um das | Phänomen Trump* noch besser verstehen zu können. Er hat Anhänger in den | verschiedensten Bevölkerungsschichten. „Die Reichen haben ihn gewählt, | weil er ihre Steuern gesenkt hat. Die Evangelikalen, weil er sich gegen | Abtreibung stellt. Die amerikanischen Arbeiter haben für ihn gestimmt, | weil sich als ‚starker Führer‘ präsentierte“, sagt Hochschild. | | Vor allem im relativ armen Bundesstaat Louisiana* machten viele Wähler | ihr Kreuz für Trump. Und das, obwohl Ölfirmen dort die Umwelt | verschmutzen und die Lebenserwartung niedriger sei, als in allen anderen | Staaten der USA, so Hochschild. Dieses Paradoxon komme zustande, weil | „Trump ein Meister der Gefühle ist“. Er schaffe es, die Schuld für die | Misere der Menschen dort auf Minderheiten wie Schwarze, illegale | Einwanderer, Frauen oder den korrupten Staat zu schieben. In Wahrheit, | sagt Hochschild, liege der Grund für den sozialen Abstieg der Menschen | in Louisiana an dem Einsetzen der Globalisierung in den 70ern. Firmen | hätten geschlossen oder wären ins Ausland ausgewandert. Die Bildung der | Bürger sei gering. | | *US-Wahl 2020: Trump gibt sich als Kämpfer für die Arbeiterklasse* | | Außerdem habe die Wirtschaftspolitik Trumps der armen Arbeiterklasse | kaum geholfen, so Hochschild weiter. Ihre Lage habe sich kaum | verbessert. Dennoch seien sie davon überzeugt, Trump würde für sie | kämpfen. „Er hat etwas von einem religiösen Heilsbringer.“ Auch sei das | Bild des wütenden Trump-Anhängers ein wenig schief, führt die | Berkley-Professorin weiter aus. Der Arbeiter sei traurig und | verängstigt. „Die Industrie, von der seine Familie seit Generationen | gelebt hat, verschwindet. [...] Die Menschen dort trinken mehr, viele | Väter sehen ihre Kinder nicht. Die Selbstmordrate steigt. Diese Menschen | sind verzweifelt, aber sie wollen es nicht zeigen.“ | | Bald liegt es in den Händen von Joe Biden*, an der Situation der | amerikanischen Arbeiterklasse etwas zu ändern. Doch kann er die tiefen | Gräben, die Trump mit seiner Spaltungspolitik noch weiter verbreitert | hat, überwinden? „Es wird nicht leicht. Die Demokraten* sehen die | Verzweiflung der Trump-Wähler nicht“, sagt Hochschild. Dabei seinen | viele seiner Anhänger genauso besorgt über den Riss in der | amerikanischen Gesellschaft. +--- </hier abknabbern> --- ©<https://www.merkur.de/politik/us-wahl-2020-donald-trump-soziologin-these-arbeiter-anhaenger-wirtschaft-usa-waehler-zr-90152011.html> M.f.G. -- Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur etwas komisch... ;-)
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| From | "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2021-01-07 10:11 +0100 |
| Message-ID | <rt6j8j$la3$1@solani.org> |
| In reply to | #482155 |
Am 07.01.21 um 09:52 schrieb Wolfgang Kynast: > On Wed, 6 Jan 2021 20:22:43 -0000 (UTC), "Dr. Joachim Neudert" posted: > >> Siehe Topic. Live. > > Heute Morgen hören sich die Meldungen doch schon deutlich besser an. > > Soeben: > https://www.tagesschau.de/eilmeldung/eilmeldung-5369.html > https://www.youtube.com/watch?v=3Fn36l_z3WY "They're coming to take me away", seine neue Hymne. Er kann schon mal üben. 25th Amendment https://www.theguardian.com/us-news/2021/jan/07/can-trump-be-removed-from-office-before-his-term-ends https://www.youtube.com/watch?v=4kAi26r99_0
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| From | Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> |
|---|---|
| Date | 2021-01-07 03:38 -0800 |
| Message-ID | <3a40a56c-2d27-4316-8d14-a58e4106aa08n@googlegroups.com> |
| In reply to | #482207 |
Jochen Kremer schrieb am Donnerstag, 7. Januar 2021 um 11:30:56 UTC+1: > Am 07.01.21 um 10:49 schrieb Wolfgang Kynast: > > ... > > Seine Reise nach Schottland könnte darauf hindeuten. > Reise nach Schottland? - Eher nicht: > "Trump would not be welcome in Scotland due to coronavirus restrictions, > says Sturgeon ..." > <https://edition.cnn.com/2021/01/05/europe/trump-unwelcome-scotland-coronavirus-gbr-intl/index.html> Schätze, Edinburgh und London wollen jetzt die Amtsübergabe abwarten. Nicht, daß Präsidialbefehle aus Schottland und Washinton gleichzeitig eintreffen.
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| From | Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> |
|---|---|
| Date | 2021-01-07 09:35 -0500 |
| Message-ID | <rt766k$qvc$1@dont-email.me> |
| In reply to | #482207 |
Salve allerseits, Wolfgang Kynast schrieb: > On Thu, 7 Jan 2021 10:11:47 +0100, "Dr. Joachim Neudert" posted: >>Am 07.01.21 um 09:52 schrieb Wolfgang Kynast: >>> On Wed, 6 Jan 2021 20:22:43 -0000 (UTC), "Dr. Joachim Neudert" posted: >>> >>>> Siehe Topic. Live. >>> >>> Heute Morgen hören sich die Meldungen doch schon deutlich besser an. >>> >>> Soeben: https://www.tagesschau.de/eilmeldung/eilmeldung-5369.html >> >>https://www.youtube.com/watch?v=3Fn36l_z3WY >>"They're coming to take me away", seine neue Hymne. Er kann schon mal üben. 25th Amendment >>https://www.theguardian.com/us-news/2021/jan/07/can-trump-be-removed-from-office-before-his-term-ends >>https://www.youtube.com/watch?v=4kAi26r99_0 > > Trump sagt geordneten Machtwechsel zu 10:17 Uhr > >| Der scheidende US-Präsident Donald Trump hat seinem Nachfolger Joe >| Biden eine ordentliche Amtsübergabe zugesichert. "Selbst wenn ich mit >| dem Ergebnis der Wahl absolut nicht übereinstimme und die Fakten mich >| bestätigen, wird es trotzdem am 20. Januar eine ordentliche >| Amtsübergabe geben", erklärte Trump einer Twitter-Meldung eines >| Sprechers des US-Präsidialamtes zufolge. > > Nunja. Hoffen wir, dass es jetzt wirklich vorüber ist. > Auf gar keinen Fall! Er wird zeitgleich zur Inauguration von Sleepy Joe seine Kandidatur für 2024 verkünden und ab da ihn so lange jagen, dass Sleepy Joe zu sonst gar nichts kommt – und eine Parteisäuberung macht er noch so nebenbei... (ノ◕ヮ◕)ノ*✲゚*。⋆ M.f.G. -- Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur etwas komisch... ;-)
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