Groups | Search | Server Info | Keyboard shortcuts | Login | Register [http] [https] [nntp] [nntps]


Groups > de.sci.electronics > #229202 > unrolled thread

Gleichstrom mit wenig Verlust messen?

Started byStefan Heimers <stefan.usenet@heimers.ch>
First post2017-06-22 12:51 +0200
Last post2017-06-24 15:50 +0200
Articles 19 — 14 participants

Back to article view | Back to de.sci.electronics


Contents

  Gleichstrom mit wenig Verlust messen? Stefan Heimers <stefan.usenet@heimers.ch> - 2017-06-22 12:51 +0200
    Re: Gleichstrom mit wenig Verlust messen? Peter Thoms <dl6lat@darc.de> - 2017-06-22 13:49 +0200
    Re: Gleichstrom mit wenig Verlust messen? Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> - 2017-06-22 13:45 +0200
    Re: Gleichstrom mit wenig Verlust messen? "Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de> - 2017-06-22 12:26 +0000
      Re: Gleichstrom mit wenig Verlust messen? Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2017-06-22 14:49 +0200
    Re: Gleichstrom mit wenig Verlust messen? Sir Expert <se@mailinator.com> - 2017-06-22 17:36 +0200
    Re: Gleichstrom mit wenig Verlust messen? Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2017-06-22 18:11 +0200
    Re: Gleichstrom mit wenig Verlust messen? Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> - 2017-06-22 19:03 +0200
      Re: Gleichstrom mit wenig Verlust messen? Klaus Butzmann <k.butzmann.usenet@online.de> - 2017-06-22 22:16 +0200
        Re: Gleichstrom mit wenig Verlust messen? Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> - 2017-06-24 20:59 +0200
    Re: Gleichstrom mit wenig Verlust messen? Peter Necas <familie.necas@aon.at> - 2017-06-22 19:05 +0200
    Re: Gleichstrom mit wenig Verlust messen? Arne Pagel <arne@pagelnet.de> - 2017-06-23 08:25 +0200
    Re: Gleichstrom mit wenig Verlust messen? "MaWin" <me@private.net> - 2017-06-23 11:07 +0200
      Re: Gleichstrom mit wenig Verlust messen? Stefan Heimers <stefan.usenet@heimers.ch> - 2017-06-23 11:59 +0200
        Re: Gleichstrom mit wenig Verlust messen? "MaWin" <me@private.net> - 2017-06-23 12:27 +0200
          Re: Gleichstrom mit wenig Verlust messen? "Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de> - 2017-06-23 10:52 +0000
            Re: Gleichstrom mit wenig Verlust messen? "MaWin" <me@private.net> - 2017-06-23 19:52 +0200
        Re: Gleichstrom mit wenig Verlust messen? Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2017-06-23 13:06 +0200
    Re: Gleichstrom mit wenig Verlust messen? Rainer Knaepper <rainerk@smial.prima.de> - 2017-06-24 15:50 +0200

#229202 — Gleichstrom mit wenig Verlust messen?

FromStefan Heimers <stefan.usenet@heimers.ch>
Date2017-06-22 12:51 +0200
SubjectGleichstrom mit wenig Verlust messen?
Message-ID<oig7ek$m6n$1@news.albasani.net>
Welche Möglichkeiten gibt es, Gleichstrom mit möglichst wenig Verlust und 
Spannungsabfall zu messen?

Etwa 5% Genauigkeit würde reichen. Es geht mir darum z.B. den Ladestrom 
eines Akkus zu messen, der mit Solarenergie geladen wird.

Am Einfachsten ist ein Shunt-Widerstand. Problem: Bei zu grossem Widerstand 
hat man Verluste, bei zu kleinem wird die zu messende Spannung sehr klein 
und muss verstärkt werden, was kompliziert ist und zu Lasten der Genauigkeit 
geht.

Gibt es andere Möglichkeiten? Vielleicht eine Spule mit Hallsensor? Wäre der 
genau genug? Und wieviele Windungen bräuchte die Spule, hätte sie allenfalls 
einen ähnlichen Spannungsabfall wie ein Shunt-Widerstand von ca. 0.1 Ohm?

Gibt es noch andere Möglichkeiten? 


Stefan

[toc] | [next] | [standalone]


#229203

FromPeter Thoms <dl6lat@darc.de>
Date2017-06-22 13:49 +0200
Message-ID<oigasq$fa6$1@news.albasani.net>
In reply to#229202
Am 22.06.2017 um 12:51 schrieb Stefan Heimers:
> Welche Möglichkeiten gibt es, Gleichstrom mit möglichst wenig Verlust und
> Spannungsabfall zu messen?
> 
> Etwa 5% Genauigkeit würde reichen. Es geht mir darum z.B. den Ladestrom
> eines Akkus zu messen, der mit Solarenergie geladen wird.
> 
> Am Einfachsten ist ein Shunt-Widerstand. Problem: Bei zu grossem Widerstand
> hat man Verluste, bei zu kleinem wird die zu messende Spannung sehr klein
> und muss verstärkt werden, was kompliziert ist und zu Lasten der Genauigkeit
> geht.
> 
> Gibt es andere Möglichkeiten? Vielleicht eine Spule mit Hallsensor? Wäre der
> genau genug? Und wieviele Windungen bräuchte die Spule, hätte sie allenfalls
> einen ähnlichen Spannungsabfall wie ein Shunt-Widerstand von ca. 0.1 Ohm?
> 
> Gibt es noch andere Möglichkeiten?
Hallo,

Zangenstrommesser für DC.


Peter

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#229204

FromHergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de>
Date2017-06-22 13:45 +0200
Message-ID<l8ns1e-jj6.ln1@hergen.dyndns.org>
In reply to#229202
Am 22.06.2017 um 12:51 schrieb Stefan Heimers:

> Welche Möglichkeiten gibt es, Gleichstrom mit möglichst wenig Verlust und
> Spannungsabfall zu messen?
> [...]
> Gibt es andere Möglichkeiten? Vielleicht eine Spule mit Hallsensor? 

Hallsensor ist der richtige Ansatz, Spule ist bei Gleichstrom eher nicht 
zielfördernd.

> Wäre der genau genug? 

Die Genauigkeit ist proportional zum Preis :-P

Falls du einfach nur manuell messen willst, bietet der Handel fertige 
Messgeräte. Einfach im Shop deiner Wahl nach "Clamp Meter" suchen, dabei 
auf DC-Tauglichkeit achten.

Sollen die Messwerte weiter verarbeitet werden, hat für Ströme bis 200A 
und eine Genauigkeit im 1%-Bereich Allegro nette Sachen:

http://www.allegromicro.com/en/Products/Current-Sensor-ICs/Fifty-To-Two-Hundred-Amp-Integrated-Conductor-Sensor-ICs.aspx

Gibt's fertig aufgelötet auf eine Platine mit Schraubklemmen für wenige 
Euro beim Chinamann auf ebay.

Bei höheren Strömen kommen dann Sensoren ins Spiel, wo du einfach 
unterbrechungsfrei den Draht bzw. eine ganze Stromschiene durch stecken 
kannst. So etwas stellt z.B. LEM her:

      http://www.lem.com/hq/en/content/view/269/206/

Auch die Dinger finden sich öfter bezahlbar als Restposten auf ebay.

Hergen

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#229205

From"Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de>
Date2017-06-22 12:26 +0000
Message-ID<er1rb4F9u2hU1@mid.individual.net>
In reply to#229202
Stefan Heimers <stefan.usenet@heimers.ch> wrote:
>Welche Möglichkeiten gibt es, Gleichstrom mit möglichst wenig Verlust und 
>Spannungsabfall zu messen?

>Etwa 5% Genauigkeit würde reichen. Es geht mir darum z.B. den Ladestrom 
>eines Akkus zu messen, der mit Solarenergie geladen wird.

>Am Einfachsten ist ein Shunt-Widerstand. Problem: Bei zu grossem Widerstand 
>hat man Verluste, bei zu kleinem wird die zu messende Spannung sehr klein 
>und muss verstärkt werden, was kompliziert ist und zu Lasten der Genauigkeit 
>geht.

Bei tolerierten 5% Abweichung sollte ein Shunt im kleinen Milliohmbereich die
einfachste Möglichkeit sein. Du schreibst leider nicht, um welche Grössenordnung
es sich bei dem Strom handelt. Für Ströme bis ca. 50A gibt es von LEM nette
Stromwandler auf Halleffektbasis, die auch nicht furchtbar teuer sind (unter 20 EUR).
Wie andere schon schrieben, dürfte am einfachsten eine Stromzange für Gleich-
und Wechselstrom sein. In brauchbarer Genauigkeit findest du welche ab etwa 50 EUR.
So eine Stromzange ist eine praktische Sache, da man den Stromkreis nicht auftrennen
muss, um zu messen. Kleinere Ströme (im 1-2-stelligen mA-Bereich) lassen sich aber
damit nicht so gut messen.

Für Ströme bis 10-20A würde ich einen Shunt verwenden. Bei 10 mOhm fielen bei
20A 200mV ab, was dem Messbereichsendwert eines Digitaleinbaumessgeräts mit
ICL 7106/7 o.ä. entspricht.

-- 
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#229207

FromGerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de>
Date2017-06-22 14:49 +0200
Message-ID<oige2r$3dj$1@news.bawue.net>
In reply to#229205
On 06/22/2017 02:26 PM, Peter Heitzer wrote:
> 
> Für Ströme bis 10-20A würde ich einen Shunt verwenden. Bei 10 mOhm fielen bei
> 20A 200mV ab, was dem Messbereichsendwert eines Digitaleinbaumessgeräts mit
> ICL 7106/7 o.ä. entspricht.

Von der Isabellenhütte gibt es schöne Shunts. Google nach 
'Isabellenhütte PBV'. Die gibt es von 1 Ohm bis runter auf 0,5 mOhm.

  Gerrit

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#229212

FromSir Expert <se@mailinator.com>
Date2017-06-22 17:36 +0200
Message-ID<oigo64$uj9$1@news.mixmin.net>
In reply to#229202
Am 22.06.2017 um 12:51 schrieb Stefan Heimers:
> Welche Möglichkeiten gibt es, Gleichstrom mit möglichst wenig Verlust und
> Spannungsabfall zu messen?
> 
> Etwa 5% Genauigkeit würde reichen. Es geht mir darum z.B. den Ladestrom
> eines Akkus zu messen, der mit Solarenergie geladen wird.
> 
> Am Einfachsten ist ein Shunt-Widerstand. Problem: Bei zu grossem Widerstand
> hat man Verluste, bei zu kleinem wird die zu messende Spannung sehr klein
> und muss verstärkt werden, was kompliziert ist und zu Lasten der Genauigkeit
> geht.
> 
> Gibt es andere Möglichkeiten? Vielleicht eine Spule mit Hallsensor? Wäre der
> genau genug? Und wieviele Windungen bräuchte die Spule, hätte sie allenfalls
> einen ähnlichen Spannungsabfall wie ein Shunt-Widerstand von ca. 0.1 Ohm?
> 
> Gibt es noch andere Möglichkeiten?

Wie wärs denn mit dem ACS758:

www.ebay.de/itm/ACS758-ACS758lcb-ACS758lcb-100B-ACS758LCB-100B-PFF-T-DIY-IC-Neue-Entwicklung-New-/272449675225


Sir Expert

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#229213

FromMarcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org>
Date2017-06-22 18:11 +0200
Message-ID<oigq8c$u02$1@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#229202
On 22.06.17 12.51, Stefan Heimers wrote:
> Welche Möglichkeiten gibt es, Gleichstrom mit möglichst wenig Verlust und
> Spannungsabfall zu messen?
>
> Etwa 5% Genauigkeit würde reichen. Es geht mir darum z.B. den Ladestrom
> eines Akkus zu messen, der mit Solarenergie geladen wird.
>
> Am Einfachsten ist ein Shunt-Widerstand. Problem: Bei zu grossem Widerstand
> hat man Verluste, bei zu kleinem wird die zu messende Spannung sehr klein
> und muss verstärkt werden, was kompliziert ist und zu Lasten der Genauigkeit
> geht.

Verglichen mit DC-Hall-Sensoren - also der magnetischen Messung - ist 
das Verstärken des Signals Peanuts.

> Gibt es andere Möglichkeiten? Vielleicht eine Spule mit Hallsensor?

Eine Spule bringt dich bei DC nicht direkt weiter.

> Wäre der
> genau genug? Und wieviele Windungen bräuchte die Spule,

Eine.

> hätte sie allenfalls
> einen ähnlichen Spannungsabfall wie ein Shunt-Widerstand von ca. 0.1 Ohm?

Die Drahtstärke liegt bei Dir. ;-)

Zangenamperemeter machen das genauso. Die Schlingen den Kern um den 
Draht, nehmen das als Spule mit einer Windung und messen das Feld im Ring.

> Gibt es noch andere Möglichkeiten?

Die bestehenden Zuleitungen als Shunt nutzen!
Dann misst man den Spannungsabfall an dieser Leitung.

Die Kalibrierung macht man, indem man einen bekannten, externen (ggf. 
zusätzlichen) Strom einspeist. Die dadurch erzeugte Spannungsänderung 
zusammen mit dem eingespeisten Strom ergibt den effektiven 
Shunt-Widerstand. Aber unbedingt die 4-Punkt Methode für die Einspeisung 
benutzen, also nicht über die Messleitungen!
Als Quelle eignet sich z.B. die Spannung eines 12V PC-Netzteils über 
einen 12 Ohm Keramik-Widerstand. Das gibt ca. 1A. Den Strom kann man 
ggf. mit einem handelsüblichen Multimeter genauer kontrollieren.

Ich habe auf diese Weise mal den Stand-By Verbrauch des Autoradios (ca. 
20mA) im Masseband der Autobatterie gemessen. Einfach Messpitzen eines 
handelsüblichen Handmultimeters (10µV Auflösung) in das Masseband 
gesteckt, mit bekanntem Verbraucher kalibriert.

Also, 5% Genauigkeit sind auf diese Weise auf jeden Fall drin.

Multimeter-Module mit 0,1mV Auflösung bekommt man wie Sand am Meer. Das 
sollte für den Zweck reichen. Man muss nur aufpassen, weil deren 
Messeingänge nicht potentialfrei sind.


Marcel

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#229214

FromRafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de>
Date2017-06-22 19:03 +0200
Message-ID<oigt1q$l9q$1@dont-email.me>
In reply to#229202
 > Welche Möglichkeiten gibt es,

Eher historisch, wurde aber bei AMSAT-Satellit
in den 80er-Jahren verwendet:
Ringkern bei dem Primärwicklung mit DC-Strom den
Kern zunehmend in Sättigung treibt. Sekundärwicklung
moduliert AC-Signal auf, dessen Pegel sich
dann ändert. Nichtlinear und nicht sehr genau.
Wurde deshalb wohl fast überall durch Hall abgelöst.

MfG   JRD

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#229219

FromKlaus Butzmann <k.butzmann.usenet@online.de>
Date2017-06-22 22:16 +0200
Message-ID<oih8it$7nu$3@news.albasani.net>
In reply to#229214
Am 22.06.2017 um 19:03 schrieb Rafael Deliano:

> Ringkern bei dem Primärwicklung mit DC-Strom den
> Kern zunehmend in Sättigung treibt.
Aha, noch einer der alte Elektronik-Hefte hat :-)
Galv. getrennt und für viele Kanäle im Multiplex,
ich fand's genial.


Butzo

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#229235

FromRafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de>
Date2017-06-24 20:59 +0200
Message-ID<oimcj7$mca$1@dont-email.me>
In reply to#229219
> Galv. getrennt

Wenn man Hall nicht mag, üppigen Spannungsabfall
verkraftet und Schätzeisen genügt: 4N35 Optokoppler.
Bei dem kann man den Fototransistor als Fotodiode
beschalten. LED benötigt Shunt parallel.
Benötigt absehbar Poti zum Abgleich der
Bauteilstreuung.

MfG JRD

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#229215

FromPeter Necas <familie.necas@aon.at>
Date2017-06-22 19:05 +0200
Message-ID<oigtc5$12c$1@news.albasani.net>
In reply to#229202
Am 2017-06-22 um 12:51 schrieb Stefan Heimers:
> Welche Möglichkeiten gibt es, Gleichstrom mit möglichst wenig Verlust und
> Spannungsabfall zu messen?
> 
> Etwa 5% Genauigkeit würde reichen. Es geht mir darum z.B. den Ladestrom
> eines Akkus zu messen, der mit Solarenergie geladen wird.
> 
> Am Einfachsten ist ein Shunt-Widerstand. Problem: Bei zu grossem Widerstand
> hat man Verluste, bei zu kleinem wird die zu messende Spannung sehr klein
> und muss verstärkt werden, was kompliziert ist und zu Lasten der Genauigkeit
> geht.
> 
> Gibt es andere Möglichkeiten? Vielleicht eine Spule mit Hallsensor? Wäre der
> genau genug? Und wieviele Windungen bräuchte die Spule, hätte sie allenfalls
> einen ähnlichen Spannungsabfall wie ein Shunt-Widerstand von ca. 0.1 Ohm?
> 
> Gibt es noch andere Möglichkeiten?
> 
> 
> Stefan
> 

Simpel und wasserdicht die Sensoren von Allegro Microsystems

http://at.rs-online.com/web/c/halbleiter/stromversorgung/stromschleifen-ics/?applied-dimensions=4294967182

Preislich auch nicht allzu teuer, wenn man bedenkt, dass die alle 
galvanisch getrennt sind.

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#229221

FromArne Pagel <arne@pagelnet.de>
Date2017-06-23 08:25 +0200
Message-ID<oiic9l$pc7$1@news.albasani.net>
In reply to#229202
> hat man Verluste, bei zu kleinem wird die zu messende Spannung sehr klein
> und muss verstärkt werden, was kompliziert ist und zu Lasten der Genauigkeit
> geht.
z.B. http://www.ti.com/product/INA214

Gruß
   Arne

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#229222

From"MaWin" <me@private.net>
Date2017-06-23 11:07 +0200
Message-ID<oiilo3$1f0$1@news.albasani.net>
In reply to#229202
"Stefan Heimers" <stefan.usenet@heimers.ch> schrieb im Newsbeitrag 
news:oig7ek$m6n$1@news.albasani.net...

> Gibt es noch andere Möglichkeiten?

Natürlich, aber wenn dich bereits das Verstärken des Spannungsabfalls
an einem shunt überfordert, bei dem einige dutzend Mikrovolt reichen
würden, dann sind alle anderen Verfahren für dich völlig unrealistisch.

Hallsensoren oder Fluxgate-Förster-Sensoren die das magnetische Feld
messen sind erdmagnetfeldabhängig, da sind 5% schon bei 1A erreicht.

Man kann auch den Ladestrom kurz unterbrechen und den Spannungsabfall
messen, der dann auf den Innenwiderstand des Akkus zurück geht. Damit
man aber weiss, welchen Spannungsabfall der Akku bei z.B. 1A hätte,
sollte man zur Kalibrierung den Innenwiderstand regelmässig durch
einen entsprechenden Entladeimpuls messen.
-- 
MaWin, Manfred Winterhoff, mawin at gmx dot net
Homepage http://www.oocities.org/mwinterhoff/
dse-FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#229223

FromStefan Heimers <stefan.usenet@heimers.ch>
Date2017-06-23 11:59 +0200
Message-ID<oiiopd$puk$1@news.albasani.net>
In reply to#229222
MaWin wrote:

> "Stefan Heimers" <stefan.usenet@heimers.ch> schrieb im Newsbeitrag
> news:oig7ek$m6n$1@news.albasani.net...
> 
>> Gibt es noch andere Möglichkeiten?
> 
> Natürlich, aber wenn dich bereits das Verstärken des Spannungsabfalls
> an einem shunt überfordert, bei dem einige dutzend Mikrovolt reichen
> würden, dann sind alle anderen Verfahren für dich völlig unrealistisch.

Bei ein paar µV wäre ich mit einem Eigenbau wegen Drift und Offset 
tatsächlich überfordert, aber der von Arne empfohlene INA214 sieht genau 
nach dem aus was ich brauche, um mit sehr kleinem Shunt zu arbeiten.




> Hallsensoren oder Fluxgate-Förster-Sensoren die das magnetische Feld
> messen sind erdmagnetfeldabhängig, da sind 5% schon bei 1A erreicht.

Das habe ich befürchtet. Deshalb dachte ich eine Spule, um das Magnetfeld 
durch den Stromfluss relativ zum Erdmagnetfeld möglichst gross zu machen. 
Aber dann käme ich wohl auch auf einen Spannungsabfall ähnlich wie bei einem 
Shunt.

> Man kann auch den Ladestrom kurz unterbrechen und den Spannungsabfall
> messen, der dann auf den Innenwiderstand des Akkus zurück geht. Damit
> man aber weiss, welchen Spannungsabfall der Akku bei z.B. 1A hätte,
> sollte man zur Kalibrierung den Innenwiderstand regelmässig durch
> einen entsprechenden Entladeimpuls messen.

Das halte ich für eine untaugliche Idee. Technisch machbar, aber um den 
Referenzimpuls von genau 1A hinzubekommen, bräuchte ich ja auch eine 
Regelung mit Shunt.


Mein Projekt: Ein Raspberry Pi gesteuertes Akkulade- und Testgerät für 
normale Rundzellen.

Entladen zur Kapazitätsmessung geht schon. Ich messe einfach die 
Akkuspannung mit einem 10 Bit A/D Wandler (MCP3008), dividiere durch den 
parallel geschalteten Widerstand und integriere über Zeit um die Kapazität 
zu ermitteln.

Hier habe ich mich inspirieren lassen:

https://learn.adafruit.com/raspberry-pi-analog-to-digital-converters/mcp3008


Zur Ladung habe ich bis jetzt einen 0.1 Ohm Shunt. Das geht, ist aber mit 
dem 10 Bit Wandler sehr ungenau. Vielleicht nehme ich in Zukunft einen 12 
Bit Wandler, oder besorge mir den INA214 und wechsle zu einem kleineren 
Shunt. Oder ich senke die Referenzspannung am A/D Wandler beim Betrieb mit 
Shunt. Das muss ich noch ausprobieren.


Stefan

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#229224

From"MaWin" <me@private.net>
Date2017-06-23 12:27 +0200
Message-ID<oiiqf0$lla$1@news.albasani.net>
In reply to#229223
"Stefan Heimers" <stefan.usenet@heimers.ch> schrieb im Newsbeitrag 
news:oiiopd$puk$1@news.albasani.net...

> Das halte ich für eine untaugliche Idee. Technisch machbar, aber um den
> Referenzimpuls von genau 1A hinzubekommen, bräuchte ich ja auch eine
> Regelung mit Shunt.

Ja, aber ich habe in meinem Vorschlag absichtlich geschrieben
im Entladestromkreis,
falls dir das entgangen sien sollte, und der liegt nicht im
Ladestromkreis, es gibt beim Laden also keinen Spannungsabfall am shunt.

> Mein Projekt: Ein Raspberry Pi gesteuertes Akkulade- und Testgerät für
> normale Rundzellen.

Früher reichte dafür die Rechenleistung eines PIC, heute braucht man die
hundertfache Rechenleistung mit der Leute zum Mond geflogen sind dafür.
Schrecklich.

Beim Akkulader ist es VÖLLIG EGAL wie hoch der Spannungsabfall am shunt
ist. Der Strom kommt eh aus der Steckdose, und selbst wenn nicht: Der
Energieverlust durch das gleichzeitge Betreiben eines rPi ist ERHEBLICH
höher.

Also wenigstens die Grundlagen mal einschätzen, bevor man sich künstlich
aus Unverstand angebliche Hürden aufbaut.
-- 
MaWin, Manfred Winterhoff, mawin at gmx dot net
Homepage http://www.oocities.org/mwinterhoff/
dse-FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ 

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#229225

From"Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de>
Date2017-06-23 10:52 +0000
Message-ID<er4a80FrcakU1@mid.individual.net>
In reply to#229224
MaWin <me@private.net> wrote:
>"Stefan Heimers" <stefan.usenet@heimers.ch> schrieb im Newsbeitrag 
>news:oiiopd$puk$1@news.albasani.net...

>> Das halte ich für eine untaugliche Idee. Technisch machbar, aber um den
>> Referenzimpuls von genau 1A hinzubekommen, bräuchte ich ja auch eine
>> Regelung mit Shunt.

>Ja, aber ich habe in meinem Vorschlag absichtlich geschrieben
>im Entladestromkreis,
>falls dir das entgangen sien sollte, und der liegt nicht im
>Ladestromkreis, es gibt beim Laden also keinen Spannungsabfall am shunt.

>> Mein Projekt: Ein Raspberry Pi gesteuertes Akkulade- und Testgerät für
>> normale Rundzellen.

>Früher reichte dafür die Rechenleistung eines PIC, heute braucht man die
>hundertfache Rechenleistung mit der Leute zum Mond geflogen sind dafür.
>Schrecklich.

>Beim Akkulader ist es VÖLLIG EGAL wie hoch der Spannungsabfall am shunt
>ist. Der Strom kommt eh aus der Steckdose, und selbst wenn nicht: Der

Wenn der Shunt _vor_ dem Akku ist, macht das bei LiIon schon einen Unterschied.
Wenn mit "normalen Rundzellen" NiMH gemeint ist, gebe ich dir Recht.
Bei LiIon müsste man halt den Strom vor dem Spannungsregler messen und dann evtl.
den Reglerstrom davon abziehen.

-- 
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#229228

From"MaWin" <me@private.net>
Date2017-06-23 19:52 +0200
Message-ID<oijkhc$ja6$1@news.albasani.net>
In reply to#229225
"Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de> schrieb im Newsbeitrag 
news:er4a80FrcakU1@mid.individual.net...

> Wenn der Shunt _vor_ dem Akku ist, macht das bei LiIon schon einen 
> Unterschied.

Wenn man Beiträge nicht liest (ode nicht versteht) auf die man antwortet,
dann kann man schon eine ganze Menge Bedenken haben und sich wundern.

Vielleicht solltest du nächstes mal also lieber lesen und verstehen,
bevor du schreibst.
-- 
MaWin, Manfred Winterhoff, mawin at gmx dot net
Homepage http://www.oocities.org/mwinterhoff/
dse-FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#229227

FromHans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com>
Date2017-06-23 13:06 +0200
Message-ID<er4farFskn0U1@mid.individual.net>
In reply to#229223
Am 23.06.2017 um 11:59 schrieb Stefan Heimers:

> Zur Ladung habe ich bis jetzt einen 0.1 Ohm Shunt. Das geht, ist aber mit
> dem 10 Bit Wandler sehr ungenau. Vielleicht nehme ich in Zukunft einen 12
> Bit Wandler, oder besorge mir den INA214 und wechsle zu einem kleineren
> Shunt. Oder ich senke die Referenzspannung am A/D Wandler beim Betrieb mit
> Shunt. Das muss ich noch ausprobieren.

Warum muß der Shunt eigentlich so niederohmig[1] sein? Der hängt ja 
nicht in der Luft, sondern muß irgendwie in den Stromfluß eingebracht 
werden, und da kommen sicher weitere Widerstände in Kabeln etc. dazu, 
die alle zum effektiven Widerstand im Stromkreis bzw. des Meßgeräts 
beitragen. Wie hoch ist denn der Widerstand der Kabel etc., durch die 
Dein zu messender Strom fließt?

[1] Bei großen Strömen muß ein Shunt so niederohmig sein, daß an ihm 
nicht zu viel Leistung verbraten wird. Bei kleineren Strömen spielt das 
aber keine Rolle, da darf an ihm nur keine Spannung abfallen, die einen 
(nennenswerten) Einfluß auf den Rest der Schaltung hat.

DoDi

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#229230

FromRainer Knaepper <rainerk@smial.prima.de>
Date2017-06-24 15:50 +0200
Message-ID<E3Ut1BJDrLB@smial.prima.de>
In reply to#229202
stefan.usenet@heimers.ch (Stefan Heimers)  am 22.06.17 um 12:51:

> Am Einfachsten ist ein Shunt-Widerstand. Problem: Bei zu grossem
> Widerstand hat man Verluste, bei zu kleinem wird die zu messende
> Spannung sehr klein und muss verstärkt werden, was kompliziert ist
> und zu Lasten der Genauigkeit geht.

Äh, Isabellenhütte hat 0.1%ige Shunts mit minimalem TK in allen
möglichen und unmöglichen Ausführungen, 0.1%ige Widerstände für den
Meßverstärker mit akzeptablem TK gibt es auf dem Grabbeltisch und
rauscharme OP mit wenig Drift ebenfalls. Oben schreibst du, 5%
Genauigkeit würden reichen - das kannst du mit 1%igen Widerständen und
einem LM324 o.ä. auf nem Breadboard hinbekommen. Oder stromsparender
mit irgendeinem etwas moderneren CMOS-Dingen. Oder schau dir mal AN
bei LT an, z.B. LTC6102, damit kannst du bei z.B. ab 1mV, besser 10mV
(für den maximalen Strom) am Shunt genau genug und verlustarm passend
zu deinem A/D-Wandler verstärken.

Aber, wie gesagt, ein LM324 täte es bei diesen Anforderungen zur Not
wohl auch. Den offset und Temperaturdrift trimmst du mit deinem µC. Da
du ja an Akkus herummessen willst, wirst du ja sicherlich eh eine
Temperaturüberwachung dabei haben, die Software, um Temperaturdrift zu
behandeln ist also gewissermaßen schon vorhanden...

Rainer

-- 
Halber vier, Kaulquapp,
und die Männer haben noch keinen Strick getan.

[toc] | [prev] | [standalone]


Back to top | Article view | de.sci.electronics


csiph-web