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Groups > de.sci.electronics > #190844 > unrolled thread

Dumme Frage

Started byJuergen Roesener <roesener@compuserve.com>
First post2015-08-12 13:06 +0200
Last post2015-08-12 23:35 +0200
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Contents

  Dumme Frage Juergen Roesener <roesener@compuserve.com> - 2015-08-12 13:06 +0200
    Re: Dumme Frage Stefan <df9bi@arcor.de> - 2015-08-12 14:28 +0200
      Re: Dumme Frage Juergen Roesener <roesener@compuserve.com> - 2015-08-12 18:10 +0200
        Re: Dumme Frage Christian Zietz <newsgroup.1001@chz.xyz> - 2015-08-12 18:21 +0200
          Re: Dumme Frage Juergen Roesener <roesener@compuserve.com> - 2015-08-12 18:50 +0200
            Re: Dumme Frage Christian Zietz <newsgroup.1001@chz.xyz> - 2015-08-12 22:11 +0200
              Re: Dumme Frage Juergen Roesener <roesener@compuserve.com> - 2015-08-12 23:58 +0200
                Re: Dumme Frage Stefan <df9bi@arcor.de> - 2015-08-13 09:58 +0200
                  Re: Dumme Frage Franz Glaser <franz@meg-glaser.com> - 2015-08-13 12:31 +0200
                    Re: Dumme Frage Christian Zietz <newsgroup.1001@chz.xyz> - 2015-08-13 17:38 +0200
                    Re: Dumme Frage Axel_Berger@b.maus.de (Axel Berger) - 2015-08-13 17:31 +0200
                      Re: Dumme Frage Franz Glaser <franz@meg-glaser.com> - 2015-08-13 22:42 +0200
                    Re: Dumme Frage Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2015-08-14 07:12 +0200
                      Re: Dumme Frage Franz Glaser <franz@meg-glaser.com> - 2015-08-14 09:38 +0200
                      Re: Dumme Frage Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2015-08-17 19:39 +0200
                  Re: Dumme Frage Christian Zietz <newsgroup.1001@chz.xyz> - 2015-08-13 17:35 +0200
              Re: Dumme Frage Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2015-08-15 20:01 +0200
                Re: Dumme Frage Marte Schwarz <marte.schwarz@gmx.de> - 2015-08-15 23:14 +0200
                  Re: Dumme Frage Stefan <df9bi@arcor.de> - 2015-08-17 08:15 +0200
                    Re: Dumme Frage "horst-d.winzler" <horst.d.winzler@web.de> - 2015-08-17 10:39 +0200
                      Re: Dumme Frage Stefan <df9bi@arcor.de> - 2015-08-17 09:18 +0200
                        Re: Dumme Frage "horst-d.winzler" <horst.d.winzler@web.de> - 2015-08-17 11:29 +0200
                        Re: Dumme Frage Franz Glaser <franz@meg-glaser.com> - 2015-08-17 10:07 +0200
                        Re: Dumme Frage Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2015-08-17 19:45 +0200
                          Re: Dumme Frage Stefan <df9bi@arcor.de> - 2015-08-18 08:34 +0200
                    Re: Dumme Frage Marte Schwarz <marte.schwarz@gmx.de> - 2015-08-17 12:51 +0200
                      Re: Dumme Frage Thomas Prufer <prufer.public@mnet-online.de.invalid> - 2015-08-17 13:32 +0200
                      Re: Dumme Frage Stefan <df9bi@arcor.de> - 2015-08-18 08:39 +0200
                        Re: Dumme Frage "horst-d.winzler" <horst.d.winzler@web.de> - 2015-08-18 09:04 +0200
                          Re: Dumme Frage Stefan <df9bi@arcor.de> - 2015-08-18 11:06 +0200
                            Re: Dumme Frage Sieghard Schicktanz <Sieghard.Schicktanz@SchS.de> - 2015-08-18 22:21 +0200
                  Re: Dumme Frage Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2015-08-17 19:42 +0200
                  Re: Dumme Frage Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2015-08-23 19:31 +0200
    Re: Dumme Frage Alfred Gemsa <gemsa@gmx.de> - 2015-08-12 15:24 +0200
      Re: Dumme Frage Franz Glaser <franz@meg-glaser.com> - 2015-08-12 16:24 +0200
        Re: Dumme Frage Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2015-08-12 16:41 +0200
          Re: Dumme Frage Franz Glaser <franz@meg-glaser.com> - 2015-08-12 17:35 +0200
        Re: Dumme Frage Christian Zietz <newsgroup.1001@chz.xyz> - 2015-08-12 18:08 +0200
          Re: Dumme Frage Christian Zietz <newsgroup.1001@chz.xyz> - 2015-08-12 18:15 +0200
      Re: Dumme Frage Juergen Roesener <roesener@compuserve.com> - 2015-08-12 18:09 +0200
    Re: Dumme Frage Christian Zietz <newsgroup.1001@chz.xyz> - 2015-08-12 18:00 +0200
    Re: Dumme Frage Joerg <news@analogconsultants.com> - 2015-08-12 09:51 -0700
      Re: Dumme Frage Klaus Butzmann <k.butzmann.usenet@online.de> - 2015-08-12 23:35 +0200

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#190844 — Dumme Frage

FromJuergen Roesener <roesener@compuserve.com>
Date2015-08-12 13:06 +0200
SubjectDumme Frage
Message-ID<d30nmhFil1lU1@mid.individual.net>
Hallo,

die Frage ist wahrscheinlich naiv und für Euch ganz einfach zu
beantworten:

Wie interpretiere ich die FFT Kurve auf dem folgenden Bild?
http://www.panoramio.com/photo/122471277
Was sie prinzipiell bedeutet, habe ich durch Googeln herausgefunden,
nicht aber die Deutung im konkreten Fall. Fourier-Analyse habe ich in
grauer Vorzeit mal in der Schule gelernt - eher oberflächlich und
natürlich weitgehend vergessen.

Der Tastkopf liegt lose neben einer Steckdosenleiste mit mehreren
Steckernetzteilen. Die abenteuerliche Sinuskurve ist damit wohl
erklärt.

Jürgen

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#190845

FromStefan <df9bi@arcor.de>
Date2015-08-12 14:28 +0200
Message-ID<mqfe60$49r$1@news.albasani.net>
In reply to#190844
Am 12.08.2015 um 13:06 schrieb Juergen Roesener:
> Hallo,
>
> die Frage ist wahrscheinlich naiv und für Euch ganz einfach zu
> beantworten:
>
> Wie interpretiere ich die FFT Kurve auf dem folgenden Bild?
> http://www.panoramio.com/photo/122471277

Dazu müsste man ersteinmal wissen, was du eigentlich erkennen willst.

Du hast offenbar ein Eingangssignal mit 50 Hz, das du mit 125KHz 
abtastest. Daraus ergibt sich dann das Leistungsspektrum von 0-62,5 KHz.

Die Phaseninformation fehlt hier. Je nachdem, wass man wissen will, 
könnte das interessant sein, ist aber egal.

Aber: Um ein 50Hz Signal zu analsysieren, würde ich zuallererst die 
Abtastrate reduzieren, weil du hier praktisch gar nichts erkennen 
kannst. Der erste Teilstrich (1cm?) ist ja schon bei 6,25 Khz. Der zu 
erwartende Peak bei 50 Hz wäre also bei ca. 0,1 mm. Die 10. Oberwelle 
bei 1mm. Ich würde die Abtastrate mal auf 1 kHz reduzieren.

=> wer misst misst mist

Gruß

Stefan

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#190854

FromJuergen Roesener <roesener@compuserve.com>
Date2015-08-12 18:10 +0200
Message-ID<d319g1Fn22uU3@mid.individual.net>
In reply to#190845
Stefan <df9bi@arcor.de> wrote:

>Dazu müsste man ersteinmal wissen, was du eigentlich erkennen willst.

Das weiß ich auch nicht, ich spiele mit dem preiswerten Siglent SDS
1102CML herum und versuche herauszufinden, was es mehr bietet als mein
altes Hameg 412. Ich habe mich 30 Jahre so gut wie garnicht mit
Elektronik beschäftigt und versuche gerade, wieder einen Einstieg zu
finden.

Bis 1994 habe ich außer Basteleien u.a. auch Hörgeräte repariert, das
war noch vor der Zeit der ersten digitalen Geräte. Aber schon vorher
versuchten einige Hersteller Reparaturen zu erschweren, indem sie
keine Schaltbilder mehr herausgaben und unbeschriftete ICs einsetzten,
die angeblich exklusiv nur für einen Hersteller gefertigt waren.

>Ich würde die Abtastrate mal auf 1 kHz reduzieren.

Eine solche Einstellung habe ich (bisher?) nicht gefunden.

Sagt das mehr aus oder ist die Funktion nur Spielerei?
http://www.panoramio.com/photo/122478141

Danke und Gruß
Jürgen

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#190856

FromChristian Zietz <newsgroup.1001@chz.xyz>
Date2015-08-12 18:21 +0200
Message-ID<d31a3bFn9agU1@mid.individual.net>
In reply to#190854
Juergen Roesener schrieb:

> Eine solche Einstellung habe ich (bisher?) nicht gefunden.

Veränder mal die horizontale Auflösung, z.B. von 5 ms/div auf 50 ms/div.
Bei den meisten Scopes hängt die Abtastrate und damit der
Frequenzbereich der FFT damit zusammen.

> Sagt das mehr aus oder ist die Funktion nur Spielerei?
> http://www.panoramio.com/photo/122478141

Woohoo! Du hast auf's Rauschen hineingezoomt. Dein Plot sagt also aus,
dass im Bereich zwischen ca. 6 kHz und 18 kHz nur Rauschen ist.

Nein, die FFT ist nicht nur Spielerei, sondern sinnvoll eingesetzt sehr
nützlich. Aber wie bei jedem Messgerät muss man natürlich wissen, was
man damit messen will.

Stell doch mal die horizontale Auflösung wie oben beschrieben um und
zoome in der FFT auf den Bereich sagen wir 0 bis 1 kHz.

Christian
-- 
Christian Zietz  -  CHZ-Soft  -  czietz (at) gmx.net
WWW: http://www.chzsoft.de/
PGP/GnuPG-Key-ID: 0x52CB97F66DA025CA / 0x6DA025CA

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#190857

FromJuergen Roesener <roesener@compuserve.com>
Date2015-08-12 18:50 +0200
Message-ID<d31br3FnnijU1@mid.individual.net>
In reply to#190856
Christian Zietz <newsgroup.1001@chz.xyz> wrote:

>Veränder mal die horizontale Auflösung, z.B. von 5 ms/div auf 50 ms/div.
>Bei den meisten Scopes hängt die Abtastrate und damit der
>Frequenzbereich der FFT damit zusammen.

Ja, das habe ich gemacht und der Plot sieht wesentlich weniger nach
Chaos aus. Ich beginne zu ahnen, was dort gezeigt wird; nicht, dass
ich es wirklich verstanden hätte, aber das kommt noch - wenn auch
langsamer als früher. :-)

Danke nochmals!
Jürgen
der Euch nicht mit noch mehr screenshots nerven möchte

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#190859

FromChristian Zietz <newsgroup.1001@chz.xyz>
Date2015-08-12 22:11 +0200
Message-ID<d31nk9Fqol4U1@mid.individual.net>
In reply to#190857
Juergen Roesener schrieb:

> Ich beginne zu ahnen, was dort gezeigt wird; nicht, dass
> ich es wirklich verstanden hätte, aber das kommt noch - wenn auch
> langsamer als früher. :-)

Dass eine Fouriertransformation (die FFT ist eine schnell zu berechnende
Version der diskreten Fouriertransformation) Dir das Spektrum, also
einzelne Frequenzanteile des untersuchten Zeitsignals ausgibt, ist Dir
sicherlich schon präsent.

Warum also wird die Frequenzauflösung besser, wenn Du -- wie von mir
vorgeschlagen -- die ms/div-Einstellung und damit am Scope die
Aufzeichnungsdauer erhöhst? Ich denke, das kann man auch anschaulich
erklären.

Stell Dir vor, Du solltest mir beantworten, welche zwei dicht beeinander
liegende Frequenzen die Sinussignale haben, die ich im Zeitsignal in
<http://www.chzsoft.de/storage/fft-fig1.png> überlagert habe. Z.B. durch
Zählen der Nulldurchgänge könntest Du mir sagen, dass es um ca. 1 kHz
geht, doch beide Frequenzen abzulesen dürfte Dir schwer fallen. Ebenso
ergeht es der FFT, die in <http://www.chzsoft.de/storage/fft-fig1b.png>
gezeigt ist. (Achtung: Y-Achse in dB und damit in logaritmischer
Darstellung.) Irgendwas um 1 kHz herum, aber die beiden Frequenzen
können nicht getrennt werden.

Betrachtest Du das gleiche Signal über einen deutlich längeren Zeitraum,
ist das exakte(re) Bestimmen der Frequenzen hingegen kein Problem. In
<http://www.chzsoft.de/storage/fft-fig2.png> könntest Du die
Nulldurchgänge zählen und die Schwebung auswerten und damit 1 kHz und
1,03 kHz ausrechnen. Ebenso kann es die FFT nun: Man sieht in
<http://www.chzsoft.de/storage/fft-fig2b.png> zwei Peaks bei den
genannten Frequenzen.

Vielleicht erleichtert das das Verständnis ein wenig.

Christian
-- 
Christian Zietz  -  CHZ-Soft  -  czietz (at) gmx.net
WWW: http://www.chzsoft.de/
PGP/GnuPG-Key-ID: 0x52CB97F66DA025CA / 0x6DA025CA

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#190861

FromJuergen Roesener <roesener@compuserve.com>
Date2015-08-12 23:58 +0200
Message-ID<d31tsrFsabrU1@mid.individual.net>
In reply to#190859
Hallo Christian,

Christian Zietz <newsgroup.1001@chz.xyz> wrote:

>Vielleicht erleichtert das das Verständnis ein wenig.

Ja, das tut es, Deine bemaßten Grafiken machen das wesentlich
anschaulicher als meine screenshots.

Wenn ich nun für mich das Fazit ziehe, dass ich früher ohne FFT
ausgekommen bin und dass ich das heute auch nicht unbedingt benötige,
verzichte ich dann Deiner Meinung nach auf ein heutzutage eher
unverzichtbares Werkzeug?

Im Moment bin ich damit beschäftigt, alte Projekte (viel zu
hochtrabend) erst einmal zu identifizieren. Die damals mit Fineliner
beschrifteten Platinen sind praktisch unlesbar geworden und leider ist
auch meine Zeitschriften-Sammlung nicht mehr vorhanden.

Im nächsten Schritt möchte ich mich mit Microkontollern beschäftigen,
wozu ich hier schon viele gute Tipps bekommen habe, wofür ich mich
noch einmal ausdrücklich bedanken möchte.

Danke und viele Grüße
Jürgen

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#190867

FromStefan <df9bi@arcor.de>
Date2015-08-13 09:58 +0200
Message-ID<mqhint$3qc$1@news.albasani.net>
In reply to#190861
Am 12.08.2015 um 23:58 schrieb Juergen Roesener:
> Hallo Christian,
>
> Christian Zietz <newsgroup.1001@chz.xyz> wrote:
>
>> Vielleicht erleichtert das das Verständnis ein wenig.
>
> Ja, das tut es, Deine bemaßten Grafiken machen das wesentlich
> anschaulicher als meine screenshots.
>
> Wenn ich nun für mich das Fazit ziehe, dass ich früher ohne FFT
> ausgekommen bin und dass ich das heute auch nicht unbedingt benötige,
> verzichte ich dann Deiner Meinung nach auf ein heutzutage eher
> unverzichtbares Werkzeug?

FFT wirst du in den seltensten Fällen wirklich benötigen

Außerdem kann man da eine Menge falsch machen.

So muss man z.B. sicherstellen, dass das Eingangssignal bandbegrenzt 
ist, also wenn du Frequenzanteile hast, die höher sind als die halbe 
Abtastfrequenz kommt alles mögliche dabei raus. Das gilt allerdings auch 
für ein Speicheroszilloskop.

Gruß

Stefan

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#190869

FromFranz Glaser <franz@meg-glaser.com>
Date2015-08-13 12:31 +0200
Message-ID<d339vmF7mbaU2@mid.individual.net>
In reply to#190867
Am 13.08.2015 09:58, schrieb Stefan:

> FFT wirst du in den seltensten Fällen wirklich benötigen
>
> Außerdem kann man da eine Menge falsch machen.
>
> So muss man z.B. sicherstellen, dass das Eingangssignal bandbegrenzt
> ist, also wenn du Frequenzanteile hast, die höher sind als die halbe
> Abtastfrequenz kommt alles mögliche dabei raus. Das gilt allerdings auch
> für ein Speicheroszilloskop.
>
> Gruß
>
> Stefan


Dafür soll gefälligst ein TP sorgen, den _die_FFT_selber_ voran schaltet.


GL
-- 
Der Zeitgeist ist das, was grad die Mehrheit unter der 
Normalverteilungsglocke für richtig hält. Hinten sind die altmodischen 
Irren und vorne sind die progressiven Irren, beide kämpfen gegen die 
mittelmäßige Mehrheit.

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#190875

FromChristian Zietz <newsgroup.1001@chz.xyz>
Date2015-08-13 17:38 +0200
Message-ID<d33s0aFc97nU1@mid.individual.net>
In reply to#190869
Franz Glaser schrieb:

> Dafür soll gefälligst ein TP sorgen, den _die_FFT_selber_ voran schaltet.

Das Problem von Unterabtastung/Aliasing ist ja vollkommen unabhängig von
der FFT! Das hast Du bereits im Zeitsignal auf dem Scope. Und nein,
gängigerweise haben DSOs keinen Tiefpass, der an die Abtastfrequenz
angepasst wird. Man muss schon selbst aufpassen, dass kein Aliasing
auftritt.

Christian
-- 
Christian Zietz  -  CHZ-Soft  -  czietz (at) gmx.net
WWW: http://www.chzsoft.de/
PGP/GnuPG-Key-ID: 0x52CB97F66DA025CA / 0x6DA025CA

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#190877

FromAxel_Berger@b.maus.de (Axel Berger)
Date2015-08-13 17:31 +0200
Message-ID<201508131731.a28277@b.maus.de>
In reply to#190869
Franz Glaser wrote on Thu, 15-08-13 12:31:
> ein TP sorgen, den _die_FFT_selber_

Ich glaube Du überschätzt sehr, was eine FFT ist und was sie kann. Nach 
der Abtastung ist es ohnehin viel zu spät.

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#190883

FromFranz Glaser <franz@meg-glaser.com>
Date2015-08-13 22:42 +0200
Message-ID<d34dotFgosvU3@mid.individual.net>
In reply to#190877
Am 13.08.2015 17:31, schrieb Axel Berger:
> Franz Glaser wrote on Thu, 15-08-13 12:31:

>> ein TP sorgen, den _die_FFT_selber_
>
> Ich glaube Du überschätzt sehr, was eine FFT ist und was sie kann. Nach
> der Abtastung ist es ohnehin viel zu spät.
>
assooo

GL
-- 
Der Zeitgeist ist das, was grad die Mehrheit unter der 
Normalverteilungsglocke für richtig hält. Hinten sind die altmodischen 
Irren und vorne sind die progressiven Irren, beide kämpfen gegen die 
mittelmäßige Mehrheit.

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#190889

FromHans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com>
Date2015-08-14 07:12 +0200
Message-ID<d35bndFnfphU1@mid.individual.net>
In reply to#190869
Franz Glaser schrieb:
> Am 13.08.2015 09:58, schrieb Stefan:

>> So muss man z.B. sicherstellen, dass das Eingangssignal bandbegrenzt
>> ist, also wenn du Frequenzanteile hast, die höher sind als die halbe
>> Abtastfrequenz kommt alles mögliche dabei raus. Das gilt allerdings auch
>> für ein Speicheroszilloskop.
>>
>> Gruß
>>
>> Stefan
> 
> 
> Dafür soll gefälligst ein TP sorgen, den _die_FFT_selber_ voran schaltet.

Kennst Du so ein Filter, das die Phase nicht beeinflußt? Manchmal möchte 
man ja auch die Phasen bekommen, nicht nur die Amplituden. Da sind alle 
Automatismen eher gefährlich.

DoDi

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#190892

FromFranz Glaser <franz@meg-glaser.com>
Date2015-08-14 09:38 +0200
Message-ID<d35k8dFpc4nU4@mid.individual.net>
In reply to#190889
Am 14.08.2015 07:12, schrieb Hans-Peter Diettrich:
> Franz Glaser schrieb:
>> Am 13.08.2015 09:58, schrieb Stefan:
>
>>> So muss man z.B. sicherstellen, dass das Eingangssignal bandbegrenzt
>>> ist, also wenn du Frequenzanteile hast, die höher sind als die halbe
>>> Abtastfrequenz kommt alles mögliche dabei raus. Das gilt allerdings auch
>>> für ein Speicheroszilloskop.
>>>
>>> Gruß
>>>
>>> Stefan
>>
>> Dafür soll gefälligst ein TP sorgen, den _die_FFT_selber_ voran schaltet.
>
> Kennst Du so ein Filter, das die Phase nicht beeinflußt? Manchmal möchte
> man ja auch die Phasen bekommen, nicht nur die Amplituden. Da sind alle
> Automatismen eher gefährlich.
>
> DoDi


Na _ich_ doch nicht. Ich bin weit weg von _man_ :-)


GL
-- 
Der Zeitgeist ist das, was grad die Mehrheit unter der 
Normalverteilungsglocke für richtig hält. Hinten sind die altmodischen 
Irren und vorne sind die progressiven Irren, beide kämpfen gegen die 
mittelmäßige Mehrheit.

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#190978

FromRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
Date2015-08-17 19:39 +0200
Message-ID<mqt64l$l9p$1@dont-email.me>
In reply to#190889
Hans-Peter Diettrich schrieb:
> Franz Glaser schrieb:
>>
>> Dafür soll gefälligst ein TP sorgen, den _die_FFT_selber_ voran schaltet.
>
> Kennst Du so ein Filter, das die Phase nicht beeinflußt? Manchmal möchte man ja auch die Phasen bekommen, nicht nur die Amplituden. Da sind alle Automatismen
> eher gefährlich.

Bin raus aus dem Business, aber wird nicht vor der Messung (bei
"richtigen" FFT-Analysen) zuerst der Phasengang der Filter
gemessen? Geht ev. mit Rauschen, hab's aber vergessen.
Wurde vorallem früher [tm] gemacht, als man bei geeigneten
Systemen reine Cosinustransformation gerechnet hat mangels
Rechenleistung.

-- 
mfg Rolf Bombach

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#190874

FromChristian Zietz <newsgroup.1001@chz.xyz>
Date2015-08-13 17:35 +0200
Message-ID<d33rphFc7olU1@mid.individual.net>
In reply to#190867
Stefan schrieb:

> FFT wirst du in den seltensten Fällen wirklich benötigen

Das mag ich so nicht stehen lassen. Es hängt -- wie bei jedem Werkzeug
-- essentiell von der Anwendung ab, ob man sie benötigt oder nicht.

Wenn Du z.B. Harmonische (wg. Nicht-Linearitäten) auf einem Signal
suchst oder leitungsgebundene Störungen messen willst, wirst Du mit der
reinen Zeitbereichsdarstellung nicht auskommen. Jörg kann bestimmt
etliche Beispiele aus der Praxis liefern, in denen die FFT-Funktion zum
Einsatz gekommen ist.

> So muss man z.B. sicherstellen, dass das Eingangssignal bandbegrenzt 
> ist, also wenn du Frequenzanteile hast, die höher sind als die halbe 
> Abtastfrequenz kommt alles mögliche dabei raus. Das gilt allerdings auch 
> für ein Speicheroszilloskop.

Eben! Das ist keine Einschränkung der FFT, sondern -- wie Du selbst
schon schreibst -- eine der Abtastung, die Du in jeder zeitdiskreten
Darstellung und damit bei jedem DSO hast, egal auf das Signal noch eine
FFT angewendet wird oder nicht.

Christian
-- 
Christian Zietz  -  CHZ-Soft  -  czietz (at) gmx.net
WWW: http://www.chzsoft.de/
PGP/GnuPG-Key-ID: 0x52CB97F66DA025CA / 0x6DA025CA

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#190911

FromRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
Date2015-08-15 20:01 +0200
Message-ID<mqnult$ab4$1@dont-email.me>
In reply to#190859
Christian Zietz schrieb:
>
> Dass eine Fouriertransformation (die FFT ist eine schnell zu berechnende
> Version der diskreten Fouriertransformation) Dir das Spektrum, also
> einzelne Frequenzanteile des untersuchten Zeitsignals ausgibt, ist Dir
> sicherlich schon präsent.

<Korinthenk....>

Die FFT gibt nicht das Spektrum aus, sondern eine Schätzung desselben.
Mathematiker sind da äusserst vage, was das dann bedeuten kann, die reden
sich dann raus mit Bemerkungen wie Fehler bis 100% wären denkbar.

Schätzung weil:
- nur ein kurzes Sample des ganzen Signals (Bildschirmbreite bei einfachen
   Geräten) erfasst wird.
- Die Transformation diskret und nicht kontinuierlich ist
- die Abtastungen mal günstiger, mal ungünstiger liegen, in der Praxis
   also am ungünstigsten (Murphy)
- Die Auflösung in y-Richtung zwischen mau und erbärmlich liegt mit
   Folgen, die ich nicht kenne
- obiger Murks nur ungenügend mit Zero-Padding, Windowing etc bekämpft
   werden kann.

DFT/FFT ist genial und macht Sachen möglich, die vor einem halben
Jahrhundert schlicht unmöglich waren, insbesondere für den Privatmann.
Noch vor 30 Jahren hatte das Bomem-Fourier-Transform-Spektrometer
ca. 2m^2 Leiterplatten voller ICs für die Berechnungen, die heute
ein PC schneller erledigt.

Aber der Schritt von Traum zu Albtraum ist bei FFT extrem kurz.

-- 
mfg Rolf Bombach

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#190915

FromMarte Schwarz <marte.schwarz@gmx.de>
Date2015-08-15 23:14 +0200
Message-ID<mqoa3o$8ob$1@news.albasani.net>
In reply to#190911
Hi Rolf,

Darf ich Dich in den nächsten Jahren in der Signalverarbeitungsvorlesung 
zitieren? Besser schaff ich das auch nicht.

Marte

Am 15.08.2015 um 20:01 schrieb Rolf Bombach:
> Christian Zietz schrieb:
>>
>> Dass eine Fouriertransformation (die FFT ist eine schnell zu berechnende
>> Version der diskreten Fouriertransformation) Dir das Spektrum, also
>> einzelne Frequenzanteile des untersuchten Zeitsignals ausgibt, ist Dir
>> sicherlich schon präsent.
>
> <Korinthenk....>
>
> Die FFT gibt nicht das Spektrum aus, sondern eine Schätzung desselben.
> Mathematiker sind da äusserst vage, was das dann bedeuten kann, die reden
> sich dann raus mit Bemerkungen wie Fehler bis 100% wären denkbar.
>
> Schätzung weil:
> - nur ein kurzes Sample des ganzen Signals (Bildschirmbreite bei einfachen
>    Geräten) erfasst wird.
> - Die Transformation diskret und nicht kontinuierlich ist
> - die Abtastungen mal günstiger, mal ungünstiger liegen, in der Praxis
>    also am ungünstigsten (Murphy)
> - Die Auflösung in y-Richtung zwischen mau und erbärmlich liegt mit
>    Folgen, die ich nicht kenne
> - obiger Murks nur ungenügend mit Zero-Padding, Windowing etc bekämpft
>    werden kann.
>
> DFT/FFT ist genial und macht Sachen möglich, die vor einem halben
> Jahrhundert schlicht unmöglich waren, insbesondere für den Privatmann.
> Noch vor 30 Jahren hatte das Bomem-Fourier-Transform-Spektrometer
> ca. 2m^2 Leiterplatten voller ICs für die Berechnungen, die heute
> ein PC schneller erledigt.
>
> Aber der Schritt von Traum zu Albtraum ist bei FFT extrem kurz.
>

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#190960

FromStefan <df9bi@arcor.de>
Date2015-08-17 08:15 +0200
Message-ID<mqru5c$qki$2@news.albasani.net>
In reply to#190915
Am 15.08.2015 um 23:14 schrieb Marte Schwarz:
> Hi Rolf,
>
> Darf ich Dich in den nächsten Jahren in der Signalverarbeitungsvorlesung
> zitieren? Besser schaff ich das auch nicht.

Dann solltest du vieleicht das Fach wechseln...

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#190961

From"horst-d.winzler" <horst.d.winzler@web.de>
Date2015-08-17 10:39 +0200
Message-ID<d3dds9FocsgU1@mid.individual.net>
In reply to#190960
Am 17.08.2015 um 08:15 schrieb Stefan:
> Am 15.08.2015 um 23:14 schrieb Marte Schwarz:
>> Hi Rolf,
>>
>> Darf ich Dich in den nächsten Jahren in der Signalverarbeitungsvorlesung
>> zitieren? Besser schaff ich das auch nicht.
>
> Dann solltest du vieleicht das Fach wechseln...

In welches Fach sollte er wechseln? Mathematik vermutlich?

-- 
mfg hdw

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