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Groups > de.soc.politik.misc > #1188877
| From | Ole Jansen <remove.this.kaspernasebaer@gmx.de> |
|---|---|
| Newsgroups | de.soc.politik.misc, de.talk.tagesgeschehen, de.soc.umwelt |
| Subject | Re: Gas-Notfallplan: Bundesregierung setzt Prioritäten – doch nicht für die Bürger |
| Date | 2022-04-03 20:47 +0200 |
| Message-ID | <jau8euF7jikU1@mid.individual.net> (permalink) |
| References | (6 earlier) <t249or$f98$1@dont-email.me> <jao04fF17a3U1@mid.individual.net> <t27b88$suq$1@dont-email.me> <jarmriFn4liU1@mid.individual.net> <t2bg5d$eh6$1@dont-email.me> |
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Am 03.04.22 um 08:51 schrieb Peter Mayer: > Am 02.04.2022 um 21:35 schrieb Ole Jansen: >> Am 01.04.22 um 19:03 schrieb Peter Mayer: >>> Am 01.04.2022 um 11:49 schrieb Ole Jansen: >>> >>> | Ausgangsthese von Ole: "Unsere etablierten Parteien und ihre >>> | Tintenstrolche haben alle versagt. Sie brauchen den Notstand um sich >>> | an der Macht zu halten. >>> > >>> >>>>> Das Ende >>>>> der Weimarer Republik ist geradezu ein Gegenbeweis zu Deiner >>>>> Ausgangsbehauptung. >>>> >>>> Das Ende der "Demokratie" in Weimar beweist genau das. >>>> Das Versagen der etablierten Eliten und die Auslöschung der >>>> Mittelschicht haben die Glaubwürdigkeit der Demokratie zerstört >>>> und somit Hitlers Machtübernahme ermöglicht. >>> >>> Und die etablierten Parteien konnten sich trotz Notstand nicht an der >>> Macht halten. >> >> Sie konnten es lange genug um Hitler als Alternative erscheinen >> zu lassen. > > Sie konnten sich so lange an der Macht halten, wie sie eine > Regierungsmehrheit zusammen bekamen. Trotz "Notstand" konnten sie aber > diese nicht halten und nicht verhindern, dass die NSDAP immer stärker > wurde. Und entgegen Deiner These war es so, dass die NSDAP wegen der > "Notstands immer mehr Stimmen bekam und eben nicht die etablierten > Parteien. Ein Notstand löste den Anderen ab. Es gab seit Gründung der Weimarer Republik keine normale Regierung. Und auch vorher unter WilhelmII nicht. > Ich kenne keine auf die Deine Bedingungen zutrifft. Die etablierten > Parteien wurden in der Weimarer Republik wegen eines "Notstandes" > abgewählt und nach 1949 ist mir kein Notstand bekannt, der eine > Regierung an der Macht gehalten hätte. Die DDR und ihre Mauer war ein Notstand. Ohne Mauer, Stasi, Planwirtschaft usw. keine DDR mehr. Vergleich doch bitte mal die Zustände in der DDR vor der Wende mit z.B. Ungarn oder Polen damals. Wojciech Jaruzelski ist als Rentner in Warschau gestorben. Irgendetwas muss er richtig gemacht haben. Im Vergleich zu Honnecker z.B. > Mir ist auch keine Regierung > bekannt, die deshalb postwendend abgewählt wurde, *weil* sie ohne > Notstand regiert hätte. > Aber "Notstand" ist Dein Thema. Liefere doch mal die Beispiele, die Du > in obigem Satz vermutest. Welche Regierung wurde postwendend abgewählt, > weil sie ohne Notstand regiert hat Wie wärs mit Schröder? Schröder war IMHO die erste und letzte halbwegs "normale" Regierungt im vereinigten Deutschland in Berlin? > und welche Regierung ist wegen > welchem Notstand an der Macht geblieben? Merkel. Frau "ALternativlos" Merkel ist der personifizierte Notstand. Sie hat nichts für ihre Klientel getan, streng geguckt "Euch gehts doch gut" gesagt und in aller Ruhe sämtliche Interessen der Bürgerlichen scheibchenweise verkauft. Der Boykott der CDU "rechteren" Kräften als sie selbst gegenüber sorgt aktuell dafür dass der Parlamentarismus in D tot ist. Die Bundes-CDU asorbiert nur noch Wählerstimmen und macht sie wirkungslos. Zu mehr ist sie nicht mehr gut. Und trotzdem konnte Merkel so lange regieren als das scheinbar kleinere Übel. >>> Deine >>> These, etablierte Parteien könnten sich in einer Demokratie an der Macht >>> halten, indem sie einen Notstand produzieren. >> >> Das habe ich so generell nie behauptet. Ich beschränke dies >> noch einmal ausdrücklich auf Deutschland mit Berlin als Hauptstadt. > > Also z.B. die Weimarer Republik, Deutschland und Berlin als Hauptstadt. Und die DDR. > Die konnte sich trotz Notstand nicht an der > Macht halten, sondern hat *wegen* eines Notstandes ihre Macht verloren. Die Erfüllungspolitik, Hitler und die Mauer haben die jeweiligen Regierungen stabilisiert. Weimar, Hitler und Honnecker wurden nicht in einer freien und demokratischen Wahl abgewählt. Und Merkel würde auch noch regieren wenn sie es gewollt hätte. > Ansonsten ist Berlin erst wieder seit 1990 die Hauptstadt Deutschlands. Ansichtssasche. In der Zwischenzeit war es die Hauptstadt der DDR. Darüber welches damals das "wahre" oder das "bessere" Deutschland war gab es damals unterschiedliche Meinungen und eine Art Wettbewerb. Das und die Provinzialität von Bonn haben uns Wessis Jahrzehnte der relativen Normalität geschenkt. > Du schließt also aus mir unbekannten Gründen die Zeit zwischen 1949 und > 1990 aus. Aber selbst die Zeit nach 1990 weist einige Regierungswechsel > mit Machtverlust der etablierten Parteien aus (und die davor auch). Und > die CDU hat 2021 trotz eines von Dir behaupteten Notstands (Corona) ihre > Macht verloren, was wieder einen Widerlegung Deiner Ausgangsthese ist. Die Parteien haben sich geändert. Die Regierung nicht. >> Dann muss man eben einen anderen Narrativ erfinden der zu den >> blinden Flecken der Opfer passt. > > Ich konstatiere, dass Du mittlerweile zugibst, dass Das Narativ über > Notstände, die etablierte Parteien in Berlin an der Macht halten würden, > *erfunden* war. Narrative haben das an sich. Ich bin eben ein kreativer Typ. >> Die "Tintenstrolche" können dabei helfen. > > Die "AfD-Lohnschreiber" werden sicher neue Fake-News erfinden, um eine > Dolchstoßlegende für den Misserfolg der Rechtsaußen-Parteien zu kreieren. Geschichte wird von Siegern geschrieben. Nicht von Loosern. >>> Deine >>> Behauptung, dass in Demokratien die etablierten Parteien, die versagt >>> haben, sich an der Macht halten können indem sie Notstände schaffen, ist >>> weder theoretisch begründbar, noch gibt es Beispiele aus der Realität. >> >> Die ganze deutsche Geschichte ist ein einziges großes Beispiel mit >> wenigen Ausnahmen. > > Die ganze deutsche Geschichte seit 1949 ist ein Beispiel dafür, wie in > Demokratien gewaltlos die Macht von einer Partei auf eine andere Partei > übergeht, ohne dass es Notstände gibt und auch dann, wenn es > "eingebildete" Notstände gibt. Ja. Wenn man die DDR ausnimmt und Bonn als "Deutschland" nimmt Du Wessi. >> Die ganze Weimarer Republik, die ganze DDR und fast die ganze >> Berliner BRD waren ein einziger Notstand. Mit graduellen Unterschieden, >> aber immer in die Richtung dass die Machthaber am laufenden >> Band Dinge getan habe die sich ihre Wähler ganz sicher nicht >> gewünscht haben. > > Und die Regierungsparteien der BRD sind alle abgewählt worden und > konnten sich entgegen Deiner These trotz der von Dir behaupteten > Notstände nicht an der Macht halten. Die etablierten Parteien tauschen nur die Plätze. Die Politik abzuwählen geht nicht mehr. Da hat Merkel für gesorgt. > Ich konstatiere, dass Du neben der Bonner BRD auch das Dritte Reich > ausdrücklich nicht als Zeit eines Notstandes aufgezählt hast. Das Dritte Reich war kompletter Notstand. Ganz offiziell. Und ermöglicht wurde es durch das vorherige Versagen der etablierten Parteien. Dem Wähler dafür die Schuld zu geben halte ich für zynisch. > Haben die Machthaber des > Dritten Reichs nach Deiner Ansicht etwa nicht am laufenden Band Dinge > getan, die sich ihre "Wähler" ganz sicher nicht gewünscht haben? Ich hatte Dir geschrieben was meiner Familie damals passiert ist. Dass Du es überhaupt erwägst dasss ich das nicht so sehe erschreckt mich jetzt doch ein wenig. Bist Du etwa vergesslich geworden? O.J.
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Gas-Notfallplan: Bundesregierung setzt Prioritäten – doch nicht für die Bürger Manfred <Seppuku-Sanktionen.2022@mail1a.de> - 2022-03-30 16:26 +0200
Re: Gas-Notfallplan: Bundesregierung setzt Prioritäten – doch nicht für die Bürger Tom Bola <Tom@bolamail.etc> - 2022-03-30 16:33 +0200
Re: Gas-Notfallplan: Bundesregierung setzt Prioritäten – doch nicht für die Bürger noebbes <noebbes@gmx.de> - 2022-03-30 16:47 +0200
Re: Gas-Notfallplan: Bundesregierung setzt Prioritäten – doch nicht für die Bürger Tom Bola <Tom@bolamail.etc> - 2022-03-30 18:07 +0200
Re: Gas-Notfallplan: Bundesregierung setzt Prioritäten – doch nicht für die Bürger noebbes <dooftrulla@ciesla.mn> - 2022-03-30 18:15 +0200
Re: Gas-Notfallplan: Bundesregierung setzt Prioritäten – doch nicht für die Bürger Ole Jansen <remove.this.kaspernasebaer@gmx.de> - 2022-03-30 16:43 +0200
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Re: Gas-Notfallplan: Bundesregierung setzt Prioritäten – doch nicht für die Bürger Peter Mayer <peter@invalid.invalid> - 2022-03-30 19:03 +0200
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Re: Gas-Notfallplan: Bundesregierung setzt Prioritäten – doch nicht für die Bürger Peter Mayer <peter@invalid.invalid> - 2022-03-31 15:19 +0200
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Re: Re: Gas-Notfallplan: Bundesregierung setzt Prioritäten – doch nicht für die Bürger wolfgang sch <see@sig.nature> - 2022-04-05 06:55 +0000
Re: Gas-Notfallplan: Bundesregierung setzt Prioritäten – doch nicht für die Bürger Peter Mayer <peter@invalid.invalid> - 2022-04-05 10:12 +0200
Re: Gas-Notfallplan: Bundesregierung setzt Prioritäten – doch nicht für die Bürger Christoph Müller <chrnewsgroup@astrail.de> - 2022-03-30 22:53 +0200
Re: Gas-Notfallplan: Bundesregierung setzt Prioritäten – doch nicht für die Bürger Wolfgang <wsc.allmail@web.de> - 2022-03-31 10:08 +0200
Re: Gas-Notfallplan: Bundesregierung setzt Prioritäten – doch nicht für die Bürger Christoph Müller <chrnewsgroup@astrail.de> - 2022-03-30 22:50 +0200
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