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Special relationship

Started byDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
First post2017-01-31 12:25 +0000
Last post2017-02-02 22:37 +0100
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Contents

  Special relationship Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2017-01-31 12:25 +0000
    Re: Special relationship Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de> - 2017-01-31 13:51 +0100
      Re: Special relationship Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2017-01-31 13:18 +0000
        Re: Special relationship Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de> - 2017-01-31 14:27 +0100
      Re: Special relationship Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2017-02-02 20:25 +0000
        Re: Special relationship Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de> - 2017-02-03 10:55 +0100
          Re: Special relationship "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2017-02-03 11:21 +0100
            Re: Special relationship "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2017-02-03 11:35 +0100
              Re: Special relationship Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de> - 2017-02-03 15:59 +0100
            Re: Special relationship Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de> - 2017-02-03 11:37 +0100
              Re: Special relationship "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2017-02-03 12:26 +0100
                Re: Special relationship "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2017-02-03 12:40 +0100
                Re: Special relationship Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de> - 2017-02-03 13:42 +0100
                  Re: Special relationship Holger Marzen <holger@marzen.de> - 2017-02-03 12:44 +0000
                    Re: Special relationship Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de> - 2017-02-03 15:13 +0100
                  Re: Special relationship Heiko Rost <heiko.rost@gmx.de> - 2017-02-03 14:14 +0100
                    Re: Special relationship Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de> - 2017-02-03 15:30 +0100
                      Re: Special relationship Heiko Rost <heiko.rost@gmx.de> - 2017-02-03 15:57 +0100
                        Re: Special relationship Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de> - 2017-02-03 16:14 +0100
            Re: Special relationship Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2017-02-03 02:43 -0800
              Re: Special relationship "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2017-02-03 11:49 +0100
    Re: Special relationship Goetz Schultz <ng-delete-mailer@goetz.co.uk> - 2017-01-31 13:56 +0000
    Re: Special relationship Holger Marzen <holger@marzen.de> - 2017-01-31 17:20 +0000
      Re: Special relationship Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de> - 2017-01-31 18:43 +0100
        Re: Special relationship "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2017-01-31 19:16 +0100
      Re: Special relationship Sepp Neuper <Sepp_Neuper@web.de> - 2017-01-31 21:39 +0100
        Re: Special relationship Wolfgang Enzinger <we_usenet@nurfuerspam.de> - 2017-02-01 11:14 +0100
          Re: Special relationship Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de> - 2017-02-01 11:43 +0100
            Re: Special relationship Wolfgang Enzinger <we_usenet@nurfuerspam.de> - 2017-02-01 22:39 +0100
              Re: Special relationship Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de> - 2017-02-02 13:03 +0100
                Re: Special relationship "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2017-02-02 20:15 +0100
                  Re: Special relationship Bernd Schwegmann <berndschwegmann@web.de> - 2017-02-02 22:45 +0100
                  Re: Special relationship Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de> - 2017-02-03 11:04 +0100
                  Re: Special relationship Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2017-02-03 02:10 -0800
                    Re: Special relationship Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de> - 2017-02-03 11:45 +0100
                  Re: Special relationship Wolfgang Kynast <wky@gmx.de> - 2017-02-03 16:05 +0100
    Re: Special relationship Herwig AQSR <herwig.huener@t-online.de> - 2017-02-01 18:36 -0800
      Re: Special relationship Emil Schuster <emil@wieslauf.sub.de> - 2017-02-02 07:35 +0100
        Re: Special relationship Bernd Schwegmann <berndschwegmann@web.de> - 2017-02-02 22:37 +0100

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#295043 — Special relationship

FromDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
Date2017-01-31 12:25 +0000
SubjectSpecial relationship
Message-ID<o6pvne$8jm$1@news.albasani.net>
Echt schlechtes Timing für Miss May und die Brexiteers...


https://www.theguardian.com/uk-news/gallery/2017/jan/31/signs-of-the-times-the-best-anti-trump-placards-from-across-the-uk-in-pictures

-- 
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#295052

FromFidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de>
Date2017-01-31 13:51 +0100
Message-ID<o6q14m$7ic$1@dont-email.me>
In reply to#295043
Salve allerseits,

Dr. Joachim Neudert schrieb:
> Echt schlechtes Timing für Miss May und die Brexiteers...
> 
> https://www.theguardian.com/uk-news/gallery/2017/jan/31/signs-of-the-times-the-best-anti-trump-placards-from-across-the-uk-in-pictures
> 
--- <hier abknabbern> ---
Am Montag hatte die NatWest Bank in einer Pressemitteilung bekannt
gegeben, sie habe mit RT eine Übereinkunft gefunden und werde das
Einfrieren der Konten des Senders wieder rückgängig machen. Im Oktober
2016 hatte die Bank ohne offizielle Erklärung die RT-Konten gesperrt,
auf russischer Seite sprach man von Zensur.

Willy Wimmer, ehemaliger Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung
der OSZE, deutet das Rücksetzen der Entscheidung als ein Signal der
Entwarnung und zeigt sich erfreut über diese Entwicklung.

   „Das ist hervorragend und auch dienlich für die Pressesituation in
   Europa, wenn nicht diese handschellenartige Vorgehensweise gegenüber
   Russia Today durch britische Finanzinstitute an den Tag gelegt wird.
   Das ist ja alles bloßes Wegbeißen eines unliebsamen und sehr
   effizienten russischen Nachrichtensenders durch das Mutterland von
   Staatssendern, in Form von BBC, Großbritannien.“

Hinter dem Richtungswechsel stehe möglicherweise das Treffen der
britischen Premierministerin Theresa May mit dem US-Präsidenten Donald
Trump vergangenen Freitag.
--- </hier abknabbern> ---

©<https://de.sputniknews.com/panorama/20170131314340650-rt-konten-wimmer/>

	M.f.G.

-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

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#295057

FromDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
Date2017-01-31 13:18 +0000
Message-ID<o6q2qs$3jh$1@news.albasani.net>
In reply to#295052
P.S. Livestream der Brexit Debatte im britischen Unterhaus:


https://www.theguardian.com/politics/blog/live/2017/jan/31/article-50-debate-brexit-government-lying-about-how-easy-brexit-will-be-says-owen-smith-politics-live
-- 
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#295058

FromFidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de>
Date2017-01-31 14:27 +0100
Message-ID<o6q38q$fee$1@dont-email.me>
In reply to#295057
Salve allerseits,

Dr. Joachim Neudert schrieb:
> P.S. Livestream der Brexit Debatte im britischen Unterhaus:
> 
--- <hier abknabbern> ---
Lukjanow schreibt in einem Gastbeitrag für die Onlinezeitung gazeta.ru,
das politische Europa sei derzeit äußerst verwirrt: „Unten den Füßen
schwankte plötzlich jene Grundlage, die bisher unerschütterlich und
alternativlos wirkte, und zwar das transatlantische Verhältnis.“

„Die Einstellung zur intensiven militärpolitischen Mundschaft durch die
USA war in Europa immer unterschiedlich gewesen. Genauer gesagt, gab es
auch Frondeur-Stimmungen vor dem Hintergrund einer harten atlantischen
Disziplin. Als gemäßigter Störenfried trat Frankreich traditionell auf,
das versuchte, eine erhöhte Souveränität bei einer vollständigen
Loyalität zu demonstrieren (…) Niemand konnte sich aber im Ernst
vorstellen, dass sich das Modell der Beziehungen mit Amerika ändern
wird“, so Lukjanow.

„Kein US-Präsident hatte bisher Amerikas globale Führung angezweifelt,
wobei diese ursprünglich auf einer Führung eben in der westlichen – also
in der atlantischen – Gemeinschaft basiert hatte. Trump, der nach
eigenen Worten Amerika wieder groß machen will, bezieht sich jedoch auf
ein anderes Modell (in seiner Rede beim Amtsantritt wies er deutlich
darauf hin). Es handelt sich dabei um eine strahlende Stadt auf dem
Hügel, die zwar als Vorbild den Weg zeigt, aber niemanden irgendwohin
führt. Diese Stadt hat keineswegs vor, die Verantwortung für jemanden
oder für etwa zu übernehmen“, heißt es im Kommentar.

Ein Verzicht auf die Nato als Instrument der US-Politik sei selbst in
dieser Situation unvorstellbar, doch die Frage nach der Verteilung der
Finanzbürde bleibe aktuell: „Was soll Europa nun tun? Trotz seiner
Befürchtungen, die amerikanische Stütze zu verlieren, beeilt sich Europa
nicht, seine militärischen Ausgaben und Kapazitäten zu erhöhen.“

Da komme die Frage nach dem Ziel der europäischen Verteidigungspolitik
auf. Nach dem Kalten Krieg habe die Nato es nicht geschafft, eine neue
Mission zu finden. Deshalb nehme sie nun wieder Russland ins Visier:
„Trump fordert auf, sich auf den Kampf gegen den Terrorismus
umzuorientieren, doch eine klassische militärpolitische Allianz wie die
Nato ist für Anti-Terror-Aufgaben wenig geeignet. Um die Allianz
umzugestalten, wäre nicht nur ein politischer Willen erforderlich, an
dem es Europa mangelt, sondern auch ein ernsthaftes Umdenken durch die
ganze atlantische Gemeinschaft.“

„Wenn man den Gedanken von Frank-Walter Steinmeier fortsetzt, wonach das
20. Jahrhundert mit Trumps Amtsantritt politisch endgültig zu Ende sei,
so ist das Schicksal der Nato nicht zu beneiden. Die Allianz ist ja die
wichtigste Hinterlassenschaft des vergangenen Jahrhunderts“, postuliert
Lukjanow.
--- </hier abknabbern> ---

©<https://de.sputniknews.com/politik/20170131314341671-usa-eu-schicksal-nato/>

	M.f.G.

-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

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#295496

FromDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
Date2017-02-02 20:25 +0000
Message-ID<o704k0$o8i$1@news.albasani.net>
In reply to#295052
https://www.theguardian.com/world/2017/feb/02/european-union-trump-ambassador-ted-malloch-parliament


Der Guardian hat es als erster exclusiv.

Sehr gut... die EU will den auserkorenen US Botschafter nicht
akkreditieren, sondern zur persona non grata erklären. Weil er die EU und
den Euro erklärtermassen zerstören will.

Dieser Trump tut mehr für die europäische Einigung, als Kohl und Mitterand
je tun konnten... 

-- 
please forgive my iPhone typos -sent via Newstap

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#295542

FromFidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de>
Date2017-02-03 10:55 +0100
Message-ID<o71jun$fc8$1@dont-email.me>
In reply to#295496
Salve allerseits,

Dr. Joachim Neudert schrieb:
> https://www.theguardian.com/world/2017/feb/02/european-union-trump-ambassador-ted-malloch-parliament
> 
> Der Guardian hat es als erster exclusiv.
> 
> Sehr gut... die EU will den auserkorenen US Botschafter nicht
> akkreditieren, sondern zur persona non grata erklären.
> 
--- <hier abknabbern> ---
Im Europaparlament formiert sich Widerstand gegen den mutmaßlichen
Kandidaten von US-Präsident Donald Trump für den Posten des
US-Botschafters bei der EU. Die Fraktionschefs der Christdemokraten und
der Liberalen riefen in einem Brief an EU-Ratspräsident Donald Tusk und
EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker dazu auf, dem
Wirtschaftsprofessor und Unternehmer Ted Malloch die Akkreditierung zu
verweigern.

[...]

Damit ein Botschafter bei der Europäischen Union offiziell anerkannt
wird, sind mehrere Schritte nötig. Hat nur ein EU-Staat Vorbehalte,
scheitert der Kandidat. Im letzten Schritt wird der Kandidat vom
Ratspräsidenten eingeladen und schließlich offiziell akkreditiert.
--- </hier abknabbern> ---

©<https://www.tagesschau.de/ausland/eu-botschafter-malloch-101.html>

Und Du glaubst ernsthaft, EU-Ratspräsident Donald Tusk, EU-Kommissionschef
Jean-Claude Juncker oder sonst ein EU-Staat wird sich trauen, gegen den
mutmaßlichen Kandidaten des US-Präsidenten zu votieren? Wovon träumst
Du nachts?

	M.f.G.

-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

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#295547

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2017-02-03 11:21 +0100
Message-ID<o71lit$1aq$1@news.albasani.net>
In reply to#295542
Am 03.02.17 um 10:55 schrieb Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara:
> Salve allerseits,
> 
> Dr. Joachim Neudert schrieb:
>> https://www.theguardian.com/world/2017/feb/02/european-union-trump-ambassador-ted-malloch-parliament
>>
>> Der Guardian hat es als erster exclusiv.
>>
>> Sehr gut... die EU will den auserkorenen US Botschafter nicht
>> akkreditieren, sondern zur persona non grata erklären.
>>
> --- <hier abknabbern> ---
> Im Europaparlament formiert sich Widerstand gegen den mutmaßlichen
> Kandidaten von US-Präsident Donald Trump für den Posten des
> US-Botschafters bei der EU. Die Fraktionschefs der Christdemokraten und
> der Liberalen riefen in einem Brief an EU-Ratspräsident Donald Tusk und
> EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker dazu auf, dem
> Wirtschaftsprofessor und Unternehmer Ted Malloch die Akkreditierung zu
> verweigern.
> 
> [...]
> 
> Damit ein Botschafter bei der Europäischen Union offiziell anerkannt
> wird, sind mehrere Schritte nötig. Hat nur ein EU-Staat Vorbehalte,
> scheitert der Kandidat. Im letzten Schritt wird der Kandidat vom
> Ratspräsidenten eingeladen und schließlich offiziell akkreditiert.
> --- </hier abknabbern> ---
> 
> ©<https://www.tagesschau.de/ausland/eu-botschafter-malloch-101.html>
> 
> Und Du glaubst ernsthaft, EU-Ratspräsident Donald Tusk, EU-Kommissionschef
> Jean-Claude Juncker oder sonst ein EU-Staat wird sich trauen, gegen den
> mutmaßlichen Kandidaten des US-Präsidenten zu votieren? Wovon träumst
> Du nachts?
> 
> 	M.f.G.
> 

Absolutely werden sie das. Sonst können sie alle Selbstachtung abgegeben.

Tusk hat in einem Brief an die EU-Staatschef offiziell vor Trump
gewarnt, als eine der Gefahren für den Fortbestand der EU, gleichrangig
mit der Ukraine-Krise.

Klarer kann man es nicht sagen.

460 Millionen EU-Bürger nehmen das Hardball-Spiel nun auf.

Lies den Guardian-Artikel, was dieser Mr. sagt und plant. Wenn sie DEN
zulassen und ihm die Akkreditierung geben, können sie sich sofort vom
Kliff stürzen.

So ist das seit Jahrhunderten in der Diplomatie: Um Botschafter zu sein,
braucht man zwei Zustimmungen.

Trump kann im Dreieck hüpfen, wenn die EU den Mann nicht will dann kommt
er nicht.

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#295550

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2017-02-03 11:35 +0100
Message-ID<o71me2$tkr$1@news.albasani.net>
In reply to#295547
>> Und Du glaubst ernsthaft, EU-Ratspräsident Donald Tusk, EU-Kommissionschef
>> Jean-Claude Juncker oder sonst ein EU-Staat wird sich trauen, gegen den
>> mutmaßlichen Kandidaten des US-Präsidenten zu votieren? Wovon träumst
>> Du nachts?
>>
>> 	M.f.G.
>>
> 
> Absolutely werden sie das. Sonst können sie alle Selbstachtung abgegeben.
> 
> Tusk hat in einem Brief an die EU-Staatschef offiziell vor Trump
> gewarnt, als eine der Gefahren für den Fortbestand der EU, gleichrangig
> mit der Ukraine-Krise.
> 
> Klarer kann man es nicht sagen.
> 
> 460 Millionen EU-Bürger nehmen das Hardball-Spiel nun auf.
> 
> Lies den Guardian-Artikel, was dieser Mr. sagt und plant. Wenn sie DEN
> zulassen und ihm die Akkreditierung geben, können sie sich sofort vom
> Kliff stürzen.
> 
> So ist das seit Jahrhunderten in der Diplomatie: Um Botschafter zu sein,
> braucht man zwei Zustimmungen.
> 
> Trump kann im Dreieck hüpfen, wenn die EU den Mann nicht will dann kommt
> er nicht.
> 

Dazu kommt: Trump will pokern. Er provoziert mal. Und hat Lust am Spiel.

Schlappschwänze die daraufhin gleich einknicken, achtet er nicht.

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#295619

FromFidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de>
Date2017-02-03 15:59 +0100
Message-ID<o725pc$hk6$1@dont-email.me>
In reply to#295550
Salve allerseits,

Dr. Joachim Neudert schrieb:
> 
>>> Und Du glaubst ernsthaft, EU-Ratspräsident Donald Tusk, EU-Kommissionschef
>>> Jean-Claude Juncker oder sonst ein EU-Staat wird sich trauen, gegen den
>>> mutmaßlichen Kandidaten des US-Präsidenten zu votieren? Wovon träumst
>>> Du nachts?
>> 
>> Absolutely werden sie das. Sonst können sie alle Selbstachtung abgegeben.
>> 
>> Tusk hat in einem Brief an die EU-Staatschef offiziell vor Trump
>> gewarnt, als eine der Gefahren für den Fortbestand der EU, gleichrangig
>> mit der Ukraine-Krise.
>> 
--- <hier abknabbern> ---
Wie kann und soll Europa auf einen amerikanischen Präsidenten reagieren,
der sich scheinbar um liberale Werte foutiert und mit dem Weltbild eines
rechtspopulistischen EU-Gegners über den Atlantik blickt? Diese Frage
beschäftigt die Gemüter in Brüssel und wird im Zentrum des Mittagessens
beim informellen Gipfel stehen, zu dem sich die 28 EU-Regierungschefs
heute Freitag in der maltesischen Hauptstadt Valletta einfinden werden.

*Tusk sieht dramatische Lage*

In seinem Einladungsschreiben an die Teilnehmer des Gipfels liess
EU-Rats-Präsident Donald Tusk keinen Zweifel daran aufkommen, dass er
die Lage als dramatisch erachtet. Tusk sieht den Fortbestand der Union
nicht nur durch Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit in den EU-Staaten
und das Verzagen der proeuropäischen Eliten gefährdet. Vielmehr schrieb
er von «besorgniserregenden Bekanntmachungen der neuen amerikanischen
Regierung», die er neben russischer Aggression, chinesischen Ambitionen
sowie dem islamistischen Terror zu den grössten geopolitischen Risiken
für die EU zählte. «Vor allem der Wechsel in Washington bringt die EU in
eine schwierige Lage. Die neue Regierung scheint die vergangenen 70
Jahre der amerikanischen Aussenpolitik infrage zu stellen.»

In der Tat sitzt erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg ein Präsident im
Weissen Haus, der im Fortbestand der EU kein strategisches Interesse
Amerikas sieht und daher nicht nur den Brexit ausdrücklich begrüsst,
sondern weitere Mitgliedstaaten zum EU-Austritt zu ermuntern scheint.
Die Geringschätzung für die Institutionen der westlichen
Nachkriegsordnung teilt Trump mit dem russischen Autokraten Wladimir
Putin, der die EU und die Nato schwächen oder zu Fall bringen will.

Auf ein selbstbewusstes Auftreten gegenüber Trump dringt das
EU-Parlament, wo die Einreisesperren gegen Menschen aus sieben
muslimisch geprägten Ländern als kontraproduktiv im Kampf gegen den
Terrorismus und als unvereinbar mit den Grundwerten westlicher
Demokratien verurteilt wurden. Bereits sind Stimmen laut geworden, die
Ted Malloch, den Trump angeblich als Botschafter zur EU nach Brüssel
schicken will, das Agreement verweigern wollen. Die Ernennung des
erklärten EU-Gegners, der die EU mit der Sowjetunion verglich, käme
einem Affront gleich, den man Trump zutraut.

Nicht nur gut angekommen ist Tusks Einladungsschreiben derweil bei
einigen EU-Mitgliedstaaten, welche die Nennung der USA im gleichen
Atemzug wie die terroristische Bedrohung als unglücklich betrachten. Ein
hochrangiger Diplomat betont die langfristige Bedeutung der
transatlantischen Beziehung und fordert eine koordinierte
Kommunikationsstrategie. Die EU-Staaten könnten nicht einzeln auf jeden
Tweet von Trump reagieren.

Während der französische Präsident François Hollande eine starke Antwort
an Trump fordert, macht der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban
aus seiner Bewunderung für den US-Präsidenten kein Hehl. Offen ist
darum, ob es den EU-Regierungschefs gelingen wird, das von Tusk
eindringlich geforderte Signal der Einigkeit auszusenden. Beim Gipfel in
Rom zu ihrem 60-jährigen Bestehen will die EU im März Prioritäten für
die Zeit nach dem Brexit präsentieren, doch die Suche nach einer
gemeinsamen Zukunftsvision verläuft harzig.

[...]

Merkel hat bisher betont gelassen, aber keineswegs kalt auf die
Entwicklungen in den USA reagiert. Bereits bei der Gratulation zu Trumps
Wahlsieg hatte sie es für nötig befunden, den höflichen Glückwünschen
ihre praktisch als Bedingungen für die gedeihliche Zusammenarbeit
formulierten Erwartungen nachzuschieben: eine Art von moralischer
Versicherung dessen, was das transatlantische Verhältnis ausmacht.

Als die letzte Gralshüterin des Westens möchte Merkel aber nicht
wahrgenommen werden. Die Kanzlerin hat das Bild von der einsamen
Verteidigerin des Westens mehrmals zurückgewiesen und im Gegenteil das
Engagement vieler Europäer eingefordert, um für die eigenen Werte
einzustehen. Sie tat dies aus persönlichen Erwägungen, aber auch, weil
sie weiss, dass Deutschland nicht zum Anführen des Westens taugt.

[...]

Hinter den kleinen und grossen Gesten steckt auch eine grosse Portion
Ratlosigkeit. Für Deutschlands Aussenpolitik sind funktionierende
Institutionen essenziell. Sie schaffen erst den Rahmen für deutsche
Entfaltung. Und weil bis zur Wahlnacht auch in Berlin kaum jemand
ernsthaft mit einem Sieg Trumps gerechnet hatte, hatten nur wenige
Parlamentarier, Diplomaten und Regierungsberater Kontakt zu dessen Team
aufgenommen. Umso harziger verläuft die Anbahnung von Gesprächen. Der
neue Aussenminister Sigmar Gabriel bezeichnete gleichwohl in seiner
Antrittsrede die transatlantische Partnerschaft als einen der
Grundpfeiler deutscher Aussenpolitik.

Manch ein Politiker in Berlin wünschte sich härtere Worte als die der
Kanzlerin; andere warnen vor Hysterie. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz
begeisterte auch da seine Anhänger, indem er selbstbewusst erklärte, als
Kanzler würde er Trump sagen, es sei nicht die Politik Deutschlands und
Europas, mit der Abrissbirne durch diese Werteordnung zu laufen. Schulz
bedient damit ein – bis auf die Trump lobende AfD – weitherum
verbreitetes Gefühl. Ob er als Politiker mit Regierungsverantwortung
tatsächlich so sprechen würde, ist fraglich. Die Gefahr, dass die
deutsche Abscheu vor Trump eher den Antiamerikanismus bedient, besteht.
--- </hier abknabbern> ---

©<https://www.nzz.ch/international/verunsicherte-fuehrung-des-alten-kontinents-europa-ringt-um-seine-haltung-zu-trump-ld.143394>

> 
> Dazu kommt: Trump will pokern. Er provoziert mal. Und hat Lust am Spiel.
> 
> Schlappschwänze die daraufhin gleich einknicken, achtet er nicht.
> 
--- <hier abknabbern> ---
Nach dem ersten Schock über die Wahl von Donald Trump hatten sich viele
Beamte, Diplomaten und Politiker in Brüssel in die Hoffnung geflüchtet,
am Ende werde alles nur halb so schlimm werden. Wie alle seine Vorgänger
seit dem Zweiten Weltkrieg werde auch der künftige amerikanische
Präsident die geopolitische Bedeutung der Nato und der EU erkennen.
Genährt wurden diese Hoffnungen durch die künftigen Aussen- und
Verteidigungsminister Rex Tillerson und James Mattis, die sich bei den
Anhörungen im Senat jüngst kritischer gegenüber Russland und
verlässlicher gegenüber der Nato äusserten als Trump.

*Brüskierender Rundumschlag*

Umso grösser waren am Montag die Irritationen über ein Interview, das
Trump kurz vor der Amtsübernahme vom Freitag im seinem Turm in Manhattan
der deutschen «Bild» und der britischen «Times» gewährt hatte. Erstmals
seit der Wahl äusserte sich der «president elect» ausführlich zu Europa
– wobei er der deutschen Autoindustrie mit WTO-widrigen Strafzöllen
drohte, die Nato als «obsolet» und den Brexit als «grossartig»
bezeichnete und seinen Rundumschlag mit der Prognose krönte, der EU
stehe der Austritt weiterer Länder bevor.

Trumps Betrachtungen sind erratisch genug, dass Österreichs
Aussenminister Sebastian Kurz am EU-Aussenrat in Brüssel beschwichtigen
konnte, man könne die neue Regierung erst an ihren Taten messen. Auch
Sprecher der EU-Kommission und der Nato reagierten betont gelassen auf
das Interview. Der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier
zeigte sich zwar tief besorgt, betonte aber, er gehe davon aus, dass die
USA auch künftig an einer Partnerschaft mit Europa interessiert seien.

Doch Trumps Aussagen zeigen, dass der künftige US-Präsident eine
Zeitenwende einleitet, weil er mit einem ganz neuen Weltbild über den
Atlantik blickt. Bisher hatten Republikaner wie Demokraten nicht nur die
Nato als Grundpfeiler amerikanischer Sicherheitspolitik betrachtet. Auch
dass es im strategischen Interesse der USA liegt, dass die EU Europa
politisch stabilisiert und für marktwirtschaftliche Verhältnisse sorgt,
war unbestritten. Beim Nato-Gipfel im Juli in Polen hatte Barack Obama
die Europäer noch eindringlich zum Schulterschluss und zu einem sanften
Brexit angehalten, um vor dem Hintergrund der russischen
Aggressionspolitik eine Schwächung des Westens und der
US-Nachkriegsarchitektur zu verhindern.

Trump hingegen ist ein «grosser Fan» von allem Möglichen, doch für die
EU hat er wenig übrig. Er erklärte gar, es sei ihm gleichgültig, ob die
EU weiter existiere. Die Union sieht er als Vehikel zur Durchsetzung
deutscher Interessen, das gegründet worden sei, «um die USA im Handel zu
schlagen». Den Briten versprach er nach dem Brexit den schnellen
Abschluss eines Handelsabkommens.

Schneller als gedacht bewahrheiten sich damit die Befürchtungen des
abtretenden US-Botschafters in Brüssel, Anthony Gardner. Dieser hatte
jüngst erklärt, der frühere Chef der britischen Nationalistenpartei Ukip
und Brexit-Vorkämpfer Nigel Farage habe grossen Einfluss auf Trumps
Sicht auf Europa. Den künftigen US-Präsidenten warnte Gardner vor dem
«Wahnsinn», die Zerschlagung der EU zu unterstützen.

*Auftrieb für EU-Gegner*

Mit seinem Wirtschaftsprotektionismus, der Skepsis gegenüber Migration
und der Kritik an Angela Merkels Entscheidungen in der Flüchtlingskrise
bestärkt Trump nicht nur rechtspopulistische EU-Gegner in Westeuropa.
Trumps Geringschätzung für die EU, die freie Presse und die
Gewaltentrennung geben auch dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor
Orban und dem starken Mann in Polen, Jaroslaw Kaczynski, Auftrieb.
Bisher hatten deren autoritäre Verstösse gegen rechtsstaatliche
Prinzipien auch Mahnungen aus Washington zur Folge gehabt. Nun hoffen
die beiden auf einen Verbündeten gegen die EU, von der sie
Kohäsionsgelder und einen offenen Binnenmarkt erwarten, aber keinerlei
politische Einmischung.
--- </hier abknabbern> ---

©<https://www.nzz.ch/international/trump-nato-ld.140147>

	M.f.G.

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#295551

FromFidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de>
Date2017-02-03 11:37 +0100
Message-ID<o71mde$o3u$1@dont-email.me>
In reply to#295547
Salve allerseits,

Dr. Joachim Neudert schrieb:
> Am 03.02.17 um 10:55 schrieb Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara:
>> Dr. Joachim Neudert schrieb:
>>> https://www.theguardian.com/world/2017/feb/02/european-union-trump-ambassador-ted-malloch-parliament
>>>
>>> Der Guardian hat es als erster exclusiv.
>>>
>>> Sehr gut... die EU will den auserkorenen US Botschafter nicht
>>> akkreditieren, sondern zur persona non grata erklären.
>>>
>> --- <hier abknabbern> ---
>> Im Europaparlament formiert sich Widerstand gegen den mutmaßlichen
>> Kandidaten von US-Präsident Donald Trump für den Posten des
>> US-Botschafters bei der EU. Die Fraktionschefs der Christdemokraten und
>> der Liberalen riefen in einem Brief an EU-Ratspräsident Donald Tusk und
>> EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker dazu auf, dem
>> Wirtschaftsprofessor und Unternehmer Ted Malloch die Akkreditierung zu
>> verweigern.
>> 
>> [...]
>> 
>> Damit ein Botschafter bei der Europäischen Union offiziell anerkannt
>> wird, sind mehrere Schritte nötig. Hat nur ein EU-Staat Vorbehalte,
>> scheitert der Kandidat. Im letzten Schritt wird der Kandidat vom
>> Ratspräsidenten eingeladen und schließlich offiziell akkreditiert.
>> --- </hier abknabbern> ---
>> 
>> ©<https://www.tagesschau.de/ausland/eu-botschafter-malloch-101.html>
>> 
>> Und Du glaubst ernsthaft, EU-Ratspräsident Donald Tusk, EU-Kommissionschef
>> Jean-Claude Juncker oder sonst ein EU-Staat wird sich trauen, gegen den
>> mutmaßlichen Kandidaten des US-Präsidenten zu votieren? Wovon träumst
>> Du nachts?
> 
> Absolutely werden sie das. Sonst können sie alle Selbstachtung abgegeben.
> 
Das glaube ich erst, wenn ich es schriftlich vor mir habe...

> Tusk hat in einem Brief an die EU-Staatschef offiziell vor Trump
> gewarnt, als eine der Gefahren für den Fortbestand der EU, gleichrangig
> mit der Ukraine-Krise.
> 
> Klarer kann man es nicht sagen.
> 
> 460 Millionen EU-Bürger nehmen das Hardball-Spiel nun auf.
> 
--- <hier abknabbern> ---
Ich möchte eine Wette abschließen. Auf diesen Kommentar hin wird es
mindestens eine Leserzuschrift geben, die folgendes Zitat enthält: "Der
Balkan ist mir nicht die gesunden Knochen eines einzigen pommerschen
Grenadiers wert." Reichskanzler Otto von Bismarck sagte dies auf der
Berliner Balkan-Konferenz des Jahres 1878. Ist also schon lange her, den
Deutschen aber ist der Satz bis heute geläufig geblieben. Er kommt ihnen
leicht über die Lippen. Denn hinter der Autorität Bismarcks können sie
ihre eigene Bequemlichkeit leicht verbergen.

Balkan? Bitte nicht! Wir haben doch schon Trump und den Brexit, die
Flüchtlinge und die Populisten. Es reicht!

Nun, es reicht nicht. Der Balkan gehört auf die Tagesordnung der
Europäischen Union, und zwar weit nach oben. Das mag jetzt etwas seltsam
klingen angesichts der Tatsache, dass ein wütender, unberechenbarer Mann
das mächtigste Amt der Welt bekleidet, der es vermutlich darauf angelegt
hat, die Europäische Union zu zerlegen. Doch wenn Europas Welt
zerbricht, tut sie es dort, wo sie bereits äußerst fragil ist, und wo
mächtige Kräfte von außen auf sie einwirken. Das ist auf dem Balkan der
Fall.

Vor mehr als 25 Jahren wurde dort der letzte einer Reihe von Kriegen
ausgefochten. Die Nato bombardierte Jugoslawien mit deutscher
Beteiligung. Seitdem schweigen die Waffen. Es begann in der Region das
lange Warten auf eine Mitgliedschaft in der EU. Kroatien und Slowenien
haben es geschafft. Serbien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro,
Mazedonien, das Kosovo und Albanien stehen in der Schlange. Nach vielen
Jahren des Wartens werden ihnen langsam die Beine müde. Da das Ziel in
immer weitere Ferne rückt, breitet sich zunehmend Unruhe aus. Viele
beginnen sich zu fragen, ob sie denn nicht woanders hingehen sollten,
vielleicht gibt es ja bessere Möglichkeiten als die EU. An Angeboten
fehlt es nicht. Wladimir Putin aus Moskau lockt nach Kräften, Recep
Tayyip Erdoğan aus der Türkei ebenfalls, und die extremistischen
Islamisten aus den Golfstaaten, die in Europa gern einen Fuß in der Tür
hätten, pumpen kräftig Geld in die Region.

Es gehört zu den Lebenslügen der Europäischen Union, zu glauben, der
Balkan könne ihr nicht verloren gehen, weil diese Staaten keine
Alternative zur Mitgliedschaft in der EU hätten. Die Alternativen mögen
schrecklich sein, aber sie sind da, und sie gewinnen an Attraktivität.

Die Nationalisten des Balkans testen angesichts der Schwäche der EU
schon mal aus, wie weit sie gehen können. Am 14. Januar fuhr ein Zug von
Belgrad in den Kosovo. Das Ziel war die serbische Stadt Mitrovica. Der
Zug war mit Ikonen und Motiven der orthodoxen Klöster des Kosovos
ausgeschmückt. Er trug die in mehreren Sprachen angebrachte Aufschrift
"Kosovo ist Serbien". Die Albaner des Kosovos konnten das nur als
Provokation empfinden. Der Präsident des Kosovos schickte dem Zug
Grenzschützer mit gepanzerten Fahrzeugen entgegen, bewaffnete Serben des
Kosovos machten sich auf zur Grenzstation. Die serbische Regierung
stoppte den Zug im letzten Moment. Wäre das nicht geschehen, es wäre zum
gewaltsamen Konflikt gekommen.

Und wer soll so etwas eigentlich verhindern können? Die paar Tausend
Soldaten der multinationalen KFor-Mission? Das kann man sich derzeit
kaum vorstellen. Selbst wenn sie militärisch dazu in der Lage wären, es
fehlt ihnen die entschlossene Führung. Es fehlt der politische Wille der
Europäischen Union. Niemand glaubt, dass sie entschieden dazwischengehen
würde. Sie scheut den Konflikt. Das gilt für die schleichende Abspaltung
der Teilrepublik Republika Srpska von Bosnien-Herzegowina, das gilt für
den gefährlichen Stillstand in Mazedonien, das gilt für Montenegro und
seinen undurchsichtigen Kampf zwischen prorussischen Serben und
prowestlichen Montenegrinern.

Nicht Amerika, nicht Russland und nicht die Türkei – die Europäische
Union ist die Ordnungsmacht auf dem Balkan. Ob sie es will oder nicht.
Die EU muss diese Rolle ausfüllen, sonst nimmt sie in der Region niemand
mehr ernst. Sonst öffnen sich die Einfallstore für Putin, Erdoğan, die
Golfstaaten und nun auch für Trump wie von selbst.
--- </hier abknabbern> ---

©<http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-02/balkan-europaeische-union-konflikte-5vor8>

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#295574

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2017-02-03 12:26 +0100
Message-ID<o71pdu$lvj$1@news.albasani.net>
In reply to#295551
Am 03.02.17 um 11:37 schrieb Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara:
> Salve allerseits,
> 
> Dr. Joachim Neudert schrieb:
>> Am 03.02.17 um 10:55 schrieb Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara:
>>> Dr. Joachim Neudert schrieb:
>>>> https://www.theguardian.com/world/2017/feb/02/european-union-trump-ambassador-ted-malloch-parliament
>>>>
>>>> Der Guardian hat es als erster exclusiv.
>>>>
>>>> Sehr gut... die EU will den auserkorenen US Botschafter nicht
>>>> akkreditieren, sondern zur persona non grata erklären.
>>>>
>>> --- <hier abknabbern> ---
>>> Im Europaparlament formiert sich Widerstand gegen den mutmaßlichen
>>> Kandidaten von US-Präsident Donald Trump für den Posten des
>>> US-Botschafters bei der EU. Die Fraktionschefs der Christdemokraten und
>>> der Liberalen riefen in einem Brief an EU-Ratspräsident Donald Tusk und
>>> EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker dazu auf, dem
>>> Wirtschaftsprofessor und Unternehmer Ted Malloch die Akkreditierung zu
>>> verweigern.
>>>
>>> [...]
>>>
>>> Damit ein Botschafter bei der Europäischen Union offiziell anerkannt
>>> wird, sind mehrere Schritte nötig. Hat nur ein EU-Staat Vorbehalte,
>>> scheitert der Kandidat. Im letzten Schritt wird der Kandidat vom
>>> Ratspräsidenten eingeladen und schließlich offiziell akkreditiert.
>>> --- </hier abknabbern> ---
>>>
>>> ©<https://www.tagesschau.de/ausland/eu-botschafter-malloch-101.html>
>>>
>>> Und Du glaubst ernsthaft, EU-Ratspräsident Donald Tusk, EU-Kommissionschef
>>> Jean-Claude Juncker oder sonst ein EU-Staat wird sich trauen, gegen den
>>> mutmaßlichen Kandidaten des US-Präsidenten zu votieren? Wovon träumst
>>> Du nachts?
>>
>> Absolutely werden sie das. Sonst können sie alle Selbstachtung abgegeben.
>>
> Das glaube ich erst, wenn ich es schriftlich vor mir habe...


Langsam wird auch unsere Presse aufmerksam:

http://www.sueddeutsche.de/politik/die-usa-und-europa-der-mann-der-die-eu-in-die-naehe-der-sowjetunion-rueckt-1.3362386

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#295580

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2017-02-03 12:40 +0100
Message-ID<o71q7l$can$1@news.albasani.net>
In reply to#295574
> Langsam wird auch unsere Presse aufmerksam:
> 
> http://www.sueddeutsche.de/politik/die-usa-und-europa-der-mann-der-die-eu-in-die-naehe-der-sowjetunion-rueckt-1.3362386
> 

Und die NYT:

https://www.nytimes.com/2017/02/02/world/europe/trump-european-union.html?hp&action=click&pgtype=Homepage&clickSource=story-heading&module=a-lede-package-region&region=top-news&WT.nav=top-news&_r=0

"One impact of Mr. Trump that Mr. Tusk is clearly hoping for, Mr. Grant
said, is “to reinforce a feeling of solidarity among mainstream European
politicians.”

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#295589

FromFidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de>
Date2017-02-03 13:42 +0100
Message-ID<o71too$jjf$1@dont-email.me>
In reply to#295574
Salve allerseits,

Dr. Joachim Neudert schrieb:
> Am 03.02.17 um 11:37 schrieb Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara:
>> Dr. Joachim Neudert schrieb:
>>> Am 03.02.17 um 10:55 schrieb Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara:
>>>> Dr. Joachim Neudert schrieb:
>>>>> https://www.theguardian.com/world/2017/feb/02/european-union-trump-ambassador-ted-malloch-parliament
>>>>>
>>>>> Der Guardian hat es als erster exclusiv.
>>>>>
>>>>> Sehr gut... die EU will den auserkorenen US Botschafter nicht
>>>>> akkreditieren, sondern zur persona non grata erklären.
>>>>>
>>>> --- <hier abknabbern> ---
>>>> Im Europaparlament formiert sich Widerstand gegen den mutmaßlichen
>>>> Kandidaten von US-Präsident Donald Trump für den Posten des
>>>> US-Botschafters bei der EU. Die Fraktionschefs der Christdemokraten und
>>>> der Liberalen riefen in einem Brief an EU-Ratspräsident Donald Tusk und
>>>> EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker dazu auf, dem
>>>> Wirtschaftsprofessor und Unternehmer Ted Malloch die Akkreditierung zu
>>>> verweigern.
>>>>
>>>> [...]
>>>>
>>>> Damit ein Botschafter bei der Europäischen Union offiziell anerkannt
>>>> wird, sind mehrere Schritte nötig. Hat nur ein EU-Staat Vorbehalte,
>>>> scheitert der Kandidat. Im letzten Schritt wird der Kandidat vom
>>>> Ratspräsidenten eingeladen und schließlich offiziell akkreditiert.
>>>> --- </hier abknabbern> ---
>>>>
>>>> ©<https://www.tagesschau.de/ausland/eu-botschafter-malloch-101.html>
>>>>
>>>> Und Du glaubst ernsthaft, EU-Ratspräsident Donald Tusk, EU-Kommissionschef
>>>> Jean-Claude Juncker oder sonst ein EU-Staat wird sich trauen, gegen den
>>>> mutmaßlichen Kandidaten des US-Präsidenten zu votieren? Wovon träumst
>>>> Du nachts?
>>>
>>> Absolutely werden sie das. Sonst können sie alle Selbstachtung abgegeben.
>>>
>> Das glaube ich erst, wenn ich es schriftlich vor mir habe...
> 
> 
> Langsam wird auch unsere Presse aufmerksam:
> 
> http://www.sueddeutsche.de/politik/die-usa-und-europa-der-mann-der-die-eu-in-die-naehe-der-sowjetunion-rueckt-1.3362386
> 
--- <hier abknabbern> ---
Die Achillesferse deutscher Sicherheitspolitik war gut sichtbar, als die
Bundeskanzlerin kürzlich mit Hollande die Verlängerung der Sanktionen
gegen Russland vorgab. Deren Wirkungskraft hängt aber seit 2013 von der
militärischen Rückendeckung durch die USA ab. Trump, so scheint es, will
ein anderes, weniger transatlantisch gefärbtes Verhältnis zu Putin.
Gegen die USA lässt sich Merkels Russland-Kurs jedoch nicht durchhalten.
Das wird sie im Frühjahr 2017 zu spüren bekommen. Putin weiß das.

Sollte Trump seinen pro-russischen Kurs im Amt fortsetzen – und es sieht
alles danach aus – wird die zentrale strategische Grundlage deutscher
Sicherheitspolitik erschüttert: der Wegfall der konventionellen und
nuklearen Abschreckung gegenüber Russland durch die NATO. Die Antwort
auf den Wegfall des strategischen Schutzes für unsere nationale
Sicherheit muss daher lauten: Deutschland braucht Atomwaffen. Es scheint
aber, dass viele Deutsche, die sich an Sicherheit und Wohlstand gewöhnt
haben oder schlicht darin aufgewachsen sind, nicht wissen, warum diese
strategische Absicherung sowohl von unmittelbarer militärischer als auch
von existentiell politischer Bedeutung ist. Dass dieses Thema bisher
tabuisiert wird, zeigt gleichzeitig, wie wenig der wichtige Anstoß
Gaucks aus dem Jahre 2014 tatsächlich die strategischen Instinkte der
sicherheitspolitischen Elite geschärft hat.

Tatsächlich besteht die Bedrohung durch Putins Russland in dem
strategischen und konventionellen Ungleichgewicht, das beim Wegfall der
Abschreckung entstünde. Es ist mithin unschwer zu erkennen, dass Putin
ein solches militärisches Machtungleichgewicht schonungslos zu seinem
politischen Vorteil ausnutzen würde. Putin will kein demokratisches und
marktorientiertes Europa – das hat er unüberhörbar wieder und wieder
klar gemacht. Zuletzt in der Ukraine. Putin will vielmehr das Trauma von
1991 revidieren. Aber genau das, seine sogenannte europäische
Friedensordnung von Wladiwostock bis nach Lissabon, verbietet sich als
außenpolitischer Grundrahmen für uns und nicht zuletzt die Osteuropäer.
Hier geht es um die Essenz unserer vitalen Interessen und politischen
Lebensvorstellungen.

Ein Deutschland hingegen, das die Macht von Putins Russland begrenzen
will, um unabhängig und damit politisch unbeugsam ein Europa
aufrechtzuerhalten, das unseren innen- und außenpolitischen
Handlungsspielraum erhält, muss dies militärisch und damit nuklear tun.
Alles andere ist Illusion, da es Putins wachsende, revisionistischen
Machtansprüche in einem nicht-US-geschützten Europa naiv unterschätzt.
Denn, historisch betrachtet: Erstarkende Großmächte reden solange
täuschend über die Gleichheit unter Großmächten, bis sie sie haben. Wenn
sie diese dann haben, reden sie nicht mehr von Gleichheit gegenüber
kleineren Staaten. Viel (Handlungsspiel-) Raum für Deutschland ist in
solchem Denken nicht vorhanden. Staaten sind nun einmal nur nach dem
Völkerrecht formal gleich.

Abgesehen von Fundamentalkritikern der Bewaffnung Deutschlands mit
Nuklearwaffen entgegnen einige nun, dass die vorhersehbare Reaktion der
Nachbarn die Anschaffung ohnehin scheitern lassen würde. Ob das wirklich
so wäre, lässt sich bezweifeln. Betrachtet man die euphorischen Rufe
nach mehr und vor allem militärischer deutscher Führung in der
Ukraine-Krise, nicht zuletzt und besonders stark bedingt durch die
enorme Angstperzeption derer, die sich vor nur 25 Jahren von der
sowjetischen Diktatur freigekämpft haben, dann ist es auf keinen Fall
zwingend, dass sich eben diese Staaten einem atomaren Deutschland in den
Weg stellten. Der Zweck der nuklearen Machtprojektion ist legitim, weil
er geteilt wird. Berlin bräuchte unter solchen existentiellen Umständen
auch nicht erst den Konsens der anderen 27 EU-Mitglieder einzuwerben;
ein Unterfangen, das anderenfalls Russland reichlich Zeit geben würde,
dies in hybrider Form zu konterkarieren. Deutschland muss Gauck ernst
nehmen und in einer solchen Situation initiativen Führungswillen zeigen.

Andere Kritiker sagen, man solle etwaige Überlegungen doch mit
Frankreich und Großbritannien zusammen anstellen. Betrachtet man die
Arsenale der beiden Sicherheitsratsmitglieder jedoch, fällt auf, dass
sie zu geringen Umfangs, zu taktisch ausgerichtet und teilweise veraltet
sind und damit in keiner Weise umfassende Abschreckung liefern können.
Und zum anderen gilt auch hier die realistische Erkenntnis, sich auf
sich selber zu verlassen. Das Konzept der erweiterten Abschreckung
beinhaltet nämlich immer auch die zentrale Schwäche von Bündnissen: Kann
sich der schwächere Partner (hier ein nicht-nukleares Deutschland)
wirklich darauf verlassen, dass sich der stärkere Partner (z.B.
Großbritannien) im Ernstfall atomar für ihn verbürgt und Russland atomar
entgegenstellt? In einem worst-case Szenario muss Deutschland hingegen
für sich selber einstehen können. Das ist es seiner Bevölkerung schuldig.

Und schließlich warnen manche davor, dass Deutschland aus dem nuklearen
Nichtverbreitungsvertrag austreten müsste, dies aber nur dann möglich
sei, wenn Zweifel an gegebene (US-) Nukleargarantien de facto bestätigt
seien. Anders gesagt: Wir sollen abwarten, bis Trump seine Politik
formalisiert hat. Aber kann es sich Deutschland leisten, solange zu
warten? Ist nicht die öffentliche Infragestellung der Glaubwürdigkeit
der NATO (‚obsolete‘) ein hinreichender Grund, die deutsche
Sicherheitspolitik grundlegend neu zu denken? Sicherheitspolitik kann
nicht nur reaktiv sein, sie muss in kritischen Zeiten initiativ und
präventiv sein.

Die zentrale strategische Frage für 2017 lautet also: Wie kompensiert
Deutschland den möglichen Wegfall des nuklearen Abschreckungsschirms?
Die umfassende atomare Bewaffnung Deutschlands ist das zentrale Mittel,
um ein Europa, das nicht durch die USA abgesichert ist, so zu erhalten,
wie es unseren liberalen Lebensvorstellungen entspricht.
--- </hier abknabbern> ---

©<https://causa.tagesspiegel.de/politik/europa-und-die-weltweiten-krisen/deutschland-braucht-atomwaffen.html>

	M.f.G.

-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

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#295590

FromHolger Marzen <holger@marzen.de>
Date2017-02-03 12:44 +0000
Message-ID<o71tvb$qap$1@news.marzen.de>
In reply to#295589
* On Fri, 3 Feb 2017 13:42:39 +0100, Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara wrote:

>> http://www.sueddeutsche.de/politik/die-usa-und-europa-der-mann-der-die-eu-in-die-naehe-der-sowjetunion-rueckt-1.3362386
>> 
> --- <hier abknabbern> ---
> Die Achillesferse deutscher Sicherheitspolitik war gut sichtbar, als die
> Bundeskanzlerin kürzlich mit Hollande die Verlängerung der Sanktionen
> gegen Russland vorgab. Deren Wirkungskraft hängt aber seit 2013 von der
> militärischen Rückendeckung durch die USA ab. Trump, so scheint es, will
> ein anderes, weniger transatlantisch gefärbtes Verhältnis zu Putin.
> Gegen die USA lässt sich Merkels Russland-Kurs jedoch nicht durchhalten.
> Das wird sie im Frühjahr 2017 zu spüren bekommen. Putin weiß das.
>
> Sollte Trump seinen pro-russischen Kurs im Amt fortsetzen – und es sieht
> alles danach aus – wird die zentrale strategische Grundlage deutscher
> Sicherheitspolitik erschüttert: der Wegfall der konventionellen und
> nuklearen Abschreckung gegenüber Russland durch die NATO. Die Antwort
> auf den Wegfall des strategischen Schutzes für unsere nationale
> Sicherheit muss daher lauten: Deutschland braucht Atomwaffen.

Auf die Idee, mit Russland Handel zu treiben, kommt die Süddeutsche
nicht. Mein lieber Mann, die transatlantische Umerziehung hat eine ganze
Generation von Journalisten unbrauchbar gemacht.

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#295611

FromFidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de>
Date2017-02-03 15:13 +0100
Message-ID<o7232i$7lf$1@dont-email.me>
In reply to#295590
Salve allerseits,

Holger Marzen schrieb:
> * On Fri, 3 Feb 2017 13:42:39 +0100, Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara wrote:
> 
>>> http://www.sueddeutsche.de/politik/die-usa-und-europa-der-mann-der-die-eu-in-die-naehe-der-sowjetunion-rueckt-1.3362386
>>> 
>>| --- <hier abknabbern> ---
>>| Die Achillesferse deutscher Sicherheitspolitik war gut sichtbar, als die
>>| Bundeskanzlerin kürzlich mit Hollande die Verlängerung der Sanktionen
>>| gegen Russland vorgab. Deren Wirkungskraft hängt aber seit 2013 von der
>>| militärischen Rückendeckung durch die USA ab. Trump, so scheint es, will
>>| ein anderes, weniger transatlantisch gefärbtes Verhältnis zu Putin.
>>| Gegen die USA lässt sich Merkels Russland-Kurs jedoch nicht durchhalten.
>>| Das wird sie im Frühjahr 2017 zu spüren bekommen. Putin weiß das.
>>
>>| Sollte Trump seinen pro-russischen Kurs im Amt fortsetzen – und es sieht
>>| alles danach aus – wird die zentrale strategische Grundlage deutscher
>>| Sicherheitspolitik erschüttert: der Wegfall der konventionellen und
>>| nuklearen Abschreckung gegenüber Russland durch die NATO. Die Antwort
>>| auf den Wegfall des strategischen Schutzes für unsere nationale
>>| Sicherheit muss daher lauten: Deutschland braucht Atomwaffen.
> 
> Auf die Idee, mit Russland Handel zu treiben, kommt die Süddeutsche
> nicht.
> 
Der Tagesspiegel ist aber eine Berliner Regionalzeitung – und daraus
stammt die obige Kolumne, was ich BTW auch angegeben habe...

> Mein lieber Mann, die transatlantische Umerziehung hat eine ganze
> Generation von Journalisten unbrauchbar gemacht.
>
--- <hier abknabbern> ---
Eigentlich war das Treffen der Außenminister der USA und Deutschlands
ein Routinetermin. Schließlich sind beide Minister neu im Amt und da
gehören solche Treffen zum Protokoll. Doch in einer Zeit, in der der
US-Präsident schon kurz nach seiner Amtseinführung von der politischen
Klasse auf eine Ebene mit Putin gestellt wurde und ein FDP-Politiker
sogar ein Einreiseverbot ins Gespräch brachte, hat dieses Treffen doch
mehr Aufmerksamkeit erregt.

Nun sind die Verbalinjurien zwischen Trump und deutschen Politkern das
eine, für das alltägliche Geschäft sind dann die Außenminister
zuständig. Das zeigte sich schon beim Telefongespräch zwischen Merkel
und Trump. Das Presseamt der Bundesregierung erklärte, beide Seiten
hätten betont, "wie wichtig eine enge deutsch-amerikanische
Zusammenarbeit für Sicherheit und Wohlstand ihrer Länder sei".

"*Ausgezeichnete bilaterale Beziehungen*"

Beide wollten "die ohnehin schon ausgezeichneten bilateralen Beziehungen
in den nächsten Jahren noch vertiefen". Nun wird diese Art von
postfaktischer Wahrheit nicht Lüge oder Fake-News, sondern Diplomatie
genannt. Die Mischung aus diesen Phrasen von ausgezeichneten Beziehungen
und die gegenseitigen Drohungen werden aber sicherlich auch in Zukunft
das Verhältnis zwischen Deutschland und den EU bestimmen und haben mit
dem Regierungsantritt von Trump nur teilweise zu tun.

Der Theaterdonner der letzten Tage im deutsch-amerikanischen Verhältnis
hat neben viel Rhetorik und Egomanie einen realen Hintergrund.
Deutschland und USA treten als Kontrahenten auf dem kapitalistischen
Weltmarkt gegeneinander an. Da werden natürlich weiter auch gemeinsame
Interessen ausgelotet und es wird Gebiete mit begrenzter Kooperation
geben. Aber die Grundtendenz des deutsch-amerikanischen Verhältnisses
ist die eben die Konkurrenz.

"*Trump-Psychologie" statt Debatte über deutsch-amerikanische Interessen*

Dabei ist es fatal, dass sich die Trump-Kritiker vor allem auf die
besonderen Charaktereigenschaften, die Egozentrik und die Psychologie
des neuen US-Präsidenten kaprizieren, die sicher nicht unwichtig sind,
aber eben auch verhindern, dass der eigentliche Grund für die
deutsch-amerikanische Entfremdung zur Sprache kommt: Die Interessen sind
in vielen Bereichen verschieden und gehen weiter auseinander.

Da beschäftigte sich die Kritik von Trumps Handelsberater Peter Navarro
an Deutschland schon viel konkreter mit den realen Gründen für die
unterschiedlichen Interessen. Wenn er Deutschland vorwirft, dass es den
stark unterbewerteten Euro einsetzt, um seine Handelspartner in Europa
und in den USA "auszubeuten", dann trifft er den Nerv vieler Menschen in
europäischen Ländern (Trump gegen Merkel, die USA gegen Deutschland?[1]).

Die These von Navorra ist weder neu noch besonders originell. Trumps
innenpolitischer Gegner George Soros äußerte[2] bereits vor fast fünf
Jahren: "Deutschland muss führen oder aus dem Euro austreten."

In vielen Ländern der europäischen Peripherie wird Trump mit seiner
Kritik an der wirtschaftlichen Rolle Deutschlands auf offene Ohren
stoßen. Schließlich wurde vor 5 Jahren in vielen europäischen Ländern
"Deutsch-Europa" als Hegemon gesehen, der den Rest der EU ausbeuten und
unterwerfen will. Merkel war nicht nur in Griechenland, sondern auch in
Portugal und Italien die unbeliebteste europäische Politikerin.

Die Unterwerfung der von der Syriza geführten griechischen Regierung
unter das Austeritätsprogramm von "Deutsch-Europa" hat die Kritik an
Deutschland, aber auch die Angst vor Deutschland erhöht. Vor allem in
vielen Ländern der europäischen Peripherie wurde die Unterwerfung
Griechenlands durchaus als Gewalt gesehen.

Die Spaltung der EU in ein "Deutsch-Europa" und den Rest der Länder ist
seitdem Realität. Da aber der Rest der Länder selber ganz
unterschiedliche politische Bedingungen hat, konnte Deutschland die
innereuropäische Opposition bisher weitgehend ignorieren.

*Die von Deutschland beherrschte EU ist fragil*

Diese Spaltung könnte auch innerhalb der EU durchaus noch zu
Zerreißproben führen. Daher auch die Angst, dass die EU durch Trump,
Putin und Erdogan manipuliert und bedroht wird, die einen sehr realen
Hintergrund hat. Die EU nach dem Nutzen Deutschlands ist ein solch
fragiles Gebilde, die Widersprüche sind hausgemacht und brauchen dann
nur von wem auch immer ausgenutzt werden.

Dass Widersprüche zwar nicht von außen geschaffen, aber natürlich
instrumentell genutzt werden können, ist eine Erkenntnis, die sich auch
im Zusammenhang mit der EU-Krise durchsetzen sollte. In erster Linie
sind nicht Trump, Putin oder Erdogan dafür verantwortlich, sondern
Deutschland, das in seiner Rolle als Hegemonialmacht Europas immer mehr
infrage gestellt wird.

Man sieht aktuell, dass Ungarn sich mit Putin wesentlich besser versteht
als mit Merkel und dass gleichzeitig die "Deutsch-EU" einen
innenpolitischen Streit in Rumänien über eine Amnestie - nicht nur für
korruptionsverdächtige Politiker - zu einer massiven Einmischung in die
rumänische Innenpolitik nutzt. Auch dieses Mal wird viel von
europäischen Werten geredet.

Doch eigentlich geht es darum, ob die pro-deutsche Fraktion, die von den
rumänischen Präsidenten repräsentiert wird, oder die eher
russlandfreundlichen Kräfte im Land an Einfluss gewinnen. Die von der
"Deutsch-EU" unterstützen Kräfte scheuen wie beim Umsturz in der Ukraine
weder den Kontakt zur offenen Rechten, noch wollen sie auf Gewalt gegen
die bürgerlich-demokratisch zustande gekommene Regierung verzichten.

So werden die so viel strapazierten europäischen Werte als Waffe zur
Disziplinierung unbotmäßiger Regierungen genutzt. Dass dann die
britische Bevölkerung mit dem Brexit-Votum signalisierte, dass es auch
die eigentlich nicht vorgesehene Exitstrategie aus der EU gibt, ist die
Nervosität in der "Deutsch-EU" noch gewachsen.

Dabei gibt es durchaus Ökonomen, die auch im Brexit eine Entscheidung
sehen, die der deutschen Wirtschaft nutzt. Doch das Signal der
Brexit-Abstimmung - "Es gibt auch ein Leben ohne die EU" - besorgt die
Sachverwalter der deutscheuropäischen Interessen, so dass die
Denunziation des Brexit überwiegt.
--- </hier abknabbern> ---

©<https://www.heise.de/tp/features/Aussenminister-Gabriel-in-den-USA-3616978.html?view=print>

Deutsch-Europa wird ergo schlicht Atomwaffen brauchen, um seine höchst
fragile Hegemonie weiter aufrechtzuerhalten...

	M.f.G.

-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

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#295596

FromHeiko Rost <heiko.rost@gmx.de>
Date2017-02-03 14:14 +0100
Message-ID<o7238m.378.1@ID-23555.user.uni-berlin.de>
In reply to#295589
Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara schrieb:

> Die zentrale strategische Frage für 2017 lautet also: Wie kompensiert
> Deutschland den möglichen Wegfall des nuklearen Abschreckungsschirms?
> Die umfassende atomare Bewaffnung Deutschlands ist das zentrale Mittel,
> um ein Europa, das nicht durch die USA abgesichert ist, so zu erhalten,
> wie es unseren liberalen Lebensvorstellungen entspricht.

Genau, scheiß auf irgendwelche friedliche Beziehungen mit anderen
Staaten, Kalter Krieg 2.0 ist die Lösung. Wenn andere, sagen wir mal am
Persischen Golf, zur Sicherung ihrer Lebensvorstellungen Atomwaffen
haben wollen, dürfte die ziemlich schnell Besuch ausländischer Truppen
bekommen, um ihnen klar zu machen, daß sowas eine gefährliche Bedrohung
der freien Welt ist und auf keinen Fall toleriert werden kann.

Gruß Heiko
-- 
Die Seele ist eine treulose Tomate. Wenn es ihr gut tut, belügt sie auch 
sich selbst.
                                                                    Tom Borg

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#295615

FromFidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de>
Date2017-02-03 15:30 +0100
Message-ID<o7243k$bem$1@dont-email.me>
In reply to#295596
Salve allerseits,

Heiko Rost schrieb:
> Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara schrieb:
> 
>>| Die zentrale strategische Frage für 2017 lautet also: Wie kompensiert
>>| Deutschland den möglichen Wegfall des nuklearen Abschreckungsschirms?
>>| Die umfassende atomare Bewaffnung Deutschlands ist das zentrale Mittel,
>>| um ein Europa, das nicht durch die USA abgesichert ist, so zu erhalten,
>>| wie es unseren liberalen Lebensvorstellungen entspricht.
> 
> Genau, scheiß auf irgendwelche friedliche Beziehungen mit anderen
> Staaten, Kalter Krieg 2.0 ist die Lösung. Wenn andere, sagen wir mal am
> Persischen Golf, zur Sicherung ihrer Lebensvorstellungen Atomwaffen
> haben wollen, dürfte die ziemlich schnell Besuch ausländischer Truppen
> bekommen, um ihnen klar zu machen, daß sowas eine gefährliche Bedrohung
> der freien Welt ist und auf keinen Fall toleriert werden kann.
> 
Das könnte auch auf D treffen! Aber was ist die Alternative? Glaubst Du
ernsthaft, dass Marine Le Pen das Leben auch nur eines Fremdenlegionärs
für D riskieren wird? Vor allem, da die OLAF-Kampagne gegen Le Pen
ausgerechnet von Schulz an den Haaren herbeigezogen wurde?

	M.f.G.

-- 
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etwas komisch... ;-)

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#295618

FromHeiko Rost <heiko.rost@gmx.de>
Date2017-02-03 15:57 +0100
Message-ID<o7298d.1i8.1@ID-23555.user.uni-berlin.de>
In reply to#295615
Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara schrieb:

> Das könnte auch auf D treffen! Aber was ist die Alternative? Glaubst Du
> ernsthaft, dass Marine Le Pen das Leben auch nur eines Fremdenlegionärs
> für D riskieren wird? 

Ich hatte eher gehofft, daß die Zeiten vorbei sind, zu denen sich
Staaten nur dann sicher fühlen, wenn sie den Rest der Welt auslöschen
können. 

> Vor allem, da die OLAF-Kampagne gegen Le Pen
> ausgerechnet von Schulz an den Haaren herbeigezogen wurde?

Paßt doch zu Kalter Krieg 2.0: Mit Soldaten bekämpfen geht nicht, also
nimmt man Diplomaten oder Spione.

Gruß Heiko
-- 
Es gibt ein Auge der Seele, mit ihm allein kann man die Wahrheit sehen.
                                                                     Platon

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#295625

FromFidel-Sebastian Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de>
Date2017-02-03 16:14 +0100
Message-ID<o726l4$l40$1@dont-email.me>
In reply to#295618
Salve allerseits,

Heiko Rost schrieb:
> Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara schrieb:
> 
>> Das könnte auch auf D treffen! Aber was ist die Alternative? Glaubst Du
>> ernsthaft, dass Marine Le Pen das Leben auch nur eines Fremdenlegionärs
>> für D riskieren wird? 
> 
> Ich hatte eher gehofft, daß die Zeiten vorbei sind, zu denen sich
> Staaten nur dann sicher fühlen, wenn sie den Rest der Welt auslöschen
> können. 
> 
Dein Idealismus in Ehren! Aber deine Hoffnungen sind schnöde
Illusionen! Der Mensch ist, wie er ist – und solange sich das nicht
ändert, werden deine Illusionen nur im Star-Trek-Universum Realität...

	M.f.G.

-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

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#295555

FromLothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de>
Date2017-02-03 02:43 -0800
Message-ID<08252d6d-fb8e-4e03-97fe-0769f4178d42@googlegroups.com>
In reply to#295547
Dr. Joachim Neudert tat kund:

> Am 03.02.17 um 10:55 schrieb Fidel-Sebastian Hunrichse-Lara:
> > Salve allerseits,
> > 
> > Dr. Joachim Neudert schrieb:
> >> https://www.theguardian.com/world/2017/feb/02/european-union-trump-ambassador-ted-malloch-parliament
> >>
> >> Der Guardian hat es als erster exclusiv.
> >>
> >> Sehr gut... die EU will den auserkorenen US Botschafter nicht
> >> akkreditieren, sondern zur persona non grata erklären.
> >>
> > --- <hier abknabbern> ---
> > Im Europaparlament formiert sich Widerstand gegen den mutmaßlichen
> > Kandidaten von US-Präsident Donald Trump für den Posten des
> > US-Botschafters bei der EU. Die Fraktionschefs der Christdemokraten und
> > der Liberalen riefen in einem Brief an EU-Ratspräsident Donald Tusk und
> > EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker dazu auf, dem
> > Wirtschaftsprofessor und Unternehmer Ted Malloch die Akkreditierung zu
> > verweigern.
> > 
> > [...]
> > 
> > Damit ein Botschafter bei der Europäischen Union offiziell anerkannt
> > wird, sind mehrere Schritte nötig. Hat nur ein EU-Staat Vorbehalte,
> > scheitert der Kandidat. Im letzten Schritt wird der Kandidat vom
> > Ratspräsidenten eingeladen und schließlich offiziell akkreditiert.
> > --- </hier abknabbern> ---
> > 
> > ©<https://www.tagesschau.de/ausland/eu-botschafter-malloch-101.html>
> > 
> > Und Du glaubst ernsthaft, EU-Ratspräsident Donald Tusk, EU-Kommissionschef
> > Jean-Claude Juncker oder sonst ein EU-Staat wird sich trauen, gegen den
> > mutmaßlichen Kandidaten des US-Präsidenten zu votieren? Wovon träumst
> > Du nachts?
> > 
> > 	M.f.G.
> > 
> 
> Absolutely werden sie das. Sonst können sie alle Selbstachtung abgegeben.
> 
> Tusk hat in einem Brief an die EU-Staatschef offiziell vor Trump
> gewarnt, als eine der Gefahren für den Fortbestand der EU, gleichrangig
> mit der Ukraine-Krise.
> 
> Klarer kann man es nicht sagen.
> 
> 460 Millionen EU-Bürger nehmen das Hardball-Spiel nun auf.

Sind die Volksentscheide alle gleichzeitig?

> 
> Lies den Guardian-Artikel, was dieser Mr. sagt und plant. Wenn sie DEN
> zulassen und ihm die Akkreditierung geben, können sie sich sofort vom
> Kliff stürzen.

Der US-Botschafters bei der EU kann die EU zerstören?
Was ist das denn für ein Laden?

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