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Gedankenexperiment zu Expansion

Started byH.-P. Schulz <hpschu@online.de>
First post2016-10-28 13:40 +0200
Last post2016-11-03 10:09 -0700
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Contents

  Gedankenexperiment zu Expansion H.-P. Schulz <hpschu@online.de> - 2016-10-28 13:40 +0200
    Re: Gedankenexperiment zu Expansion Jack <jack@sogetthis.com> - 2016-10-28 15:17 +0200
    Re: Gedankenexperiment zu Expansion Carla Schneider <carla_sch@yahoo.com> - 2016-10-28 15:39 +0200
      Re: Gedankenexperiment zu Expansion H.-P. Schulz <hpschu@online.de> - 2016-10-28 17:38 +0200
        Re: Gedankenexperiment zu Expansion Jens Kallup <jkallup@web.de> - 2016-10-28 17:44 +0200
          Re: Gedankenexperiment zu Expansion H.-P. Schulz <hpschu@online.de> - 2016-10-28 19:24 +0200
            Re: Gedankenexperiment zu Expansion Jens Kallup <jkallup@web.de> - 2016-10-28 19:30 +0200
        Re: Gedankenexperiment zu Expansion Ali al-Kali <alk.ali@aluhu.akbar> - 2016-10-28 18:46 +0200
        Re: Gedankenexperiment zu Expansion Carla Schneider <carla_sch@yahoo.com> - 2016-10-28 22:58 +0200
          Re: Gedankenexperiment zu Expansion Jens Kallup <jkallup@web.de> - 2016-10-28 23:11 +0200
          Re: Gedankenexperiment zu Expansion H.-P. Schulz <hpschu@online.de> - 2016-10-29 10:09 +0200
            Re: Gedankenexperiment zu Expansion Paul <Pirat_Paul_Maccaroni@gmx.invalid> - 2016-10-29 10:37 +0200
              Re: Gedankenexperiment zu Expansion H.-P. Schulz <hpschu@online.de> - 2016-10-29 14:04 +0200
              Re: Gedankenexperiment zu Expansion Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-12-13 18:00 +0100
                Re: Gedankenexperiment zu Expansion Paul <Pirat_Paul_Maccaroni@gmx.invalid> - 2016-12-13 18:23 +0100
            Re: Gedankenexperiment zu Expansion Carla Schneider <carla_sch@yahoo.com> - 2016-10-29 12:18 +0200
    Re: Gedankenexperiment zu Expansion Thomas 'PointedEars' Lahn <PointedEars@web.de> - 2016-10-31 03:07 +0000
      Re: Gedankenexperiment zu Expansion H.-P. Schulz <hpschu@online.de> - 2016-10-31 16:59 +0100
        Re: Gedankenexperiment zu Expansion Thomas 'PointedEars' Lahn <PointedEars@web.de> - 2016-11-01 07:26 +0000
          Re: Gedankenexperiment zu Expansion H.-P. Schulz <hpschu@online.de> - 2016-11-01 12:08 +0100
            Re: Gedankenexperiment zu Expansion Thomas 'PointedEars' Lahn <PointedEars@web.de> - 2016-11-02 02:22 +0000
              Re: Gedankenexperiment zu Expansion H.-P. Schulz <hpschu@online.de> - 2016-11-02 11:03 +0100
                Re: Gedankenexperiment zu Expansion Thomas 'PointedEars' Lahn <PointedEars@web.de> - 2016-11-02 20:53 +0000
                  Re: Gedankenexperiment zu Expansion H.-P. Schulz <hpschu@online.de> - 2016-11-03 10:05 +0100
            Re: Gedankenexperiment zu Expansion H.-P. Schulz <hpschu@online.de> - 2016-11-02 11:23 +0100
              Re: Gedankenexperiment zu Expansion Jack <jack@sogetthis.com> - 2016-11-02 12:36 +0100
                Re: Gedankenexperiment zu Expansion H.-P. Schulz <hpschu@online.de> - 2016-11-02 13:40 +0100
                  Re: Gedankenexperiment zu Expansion Jack <jack@sogetthis.com> - 2016-11-02 15:46 +0100
                    Re: Gedankenexperiment zu Expansion H.-P. Schulz <hpschu@online.de> - 2016-11-02 19:34 +0100
              Re: Gedankenexperiment zu Expansion Carla Schneider <carla_sch@yahoo.com> - 2016-11-02 13:09 +0100
                Re: Gedankenexperiment zu Expansion H.-P. Schulz <hpschu@online.de> - 2016-11-03 14:56 +0100
                  Re: Gedankenexperiment zu Expansion Jack <jack@sogetthis.com> - 2016-11-03 16:03 +0100
                    Re: Gedankenexperiment zu Expansion Jack <jack@sogetthis.com> - 2016-11-03 16:10 +0100
                  Re: Gedankenexperiment zu Expansion Carla Schneider <carla_sch@yahoo.com> - 2016-11-03 16:14 +0100
                    Re: Gedankenexperiment zu Expansion H.-P. Schulz <hpschu@online.de> - 2016-11-03 17:36 +0100
                      Re: Gedankenexperiment zu Expansion Thomas 'PointedEars' Lahn <PointedEars@web.de> - 2016-11-05 11:12 +0100
                        Re: Gedankenexperiment zu Expansion Thomas 'PointedEars' Lahn <PointedEars@web.de> - 2016-11-05 15:00 +0100
                  Re: Gedankenexperiment zu Expansion Jens Kallup <jkallup@web.de> - 2016-11-03 16:32 +0100
                    Re: Gedankenexperiment zu Expansion Thomas 'PointedEars' Lahn <PointedEars@web.de> - 2016-11-03 16:46 +0000
                    Re: Gedankenexperiment zu Expansion Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2016-11-03 17:24 +0100
                      Re: Gedankenexperiment zu Expansion Thomas 'PointedEars' Lahn <PointedEars@web.de> - 2016-11-04 11:17 +0000
                  Re: Gedankenexperiment zu Expansion Oliver Jennrich <oliver.jennrich@gmx.net> - 2016-11-03 23:01 +0100
                    Re: Gedankenexperiment zu Expansion Thomas 'PointedEars' Lahn <PointedEars@web.de> - 2016-11-04 12:17 +0000
              Re: Gedankenexperiment zu Expansion Thomas 'PointedEars' Lahn <PointedEars@web.de> - 2016-11-03 10:36 +0000
    Re: Gedankenexperiment zu Expansion Xenon131 <germanmidnightrunner@gmail.com> - 2016-11-03 10:09 -0700

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#100359 — Gedankenexperiment zu Expansion

FromH.-P. Schulz <hpschu@online.de>
Date2016-10-28 13:40 +0200
SubjectGedankenexperiment zu Expansion
Message-ID<lbq11c5rp8tqpkv5ad70dutff9tapdlfaj@4ax.com>
Eine Menge von "Teilchen" (oder einfach Punkten) sei anfangs "eng
gepackt", dicht an dicht, - aber auch nicht dichter als dicht, nicht
"in einem Punkt" oder sowas. Diese packung sei keine Kugel, sondern
eine gerade Reihe: eine Perlenschnur sozusagen, nur halt ohne Schnur.

Da hat dann jedes Teilchen zwei Nachbarn (das erste und das letzte hat
freilich nur einen).

Jetzt finde eine Bewegung folgendermaßen statt: Die Abstände zwischen
*benachbarten* Teilchen werden gleichmäßig größer. 

Sofort ist zu erkennen: Die Abstände zwischen jeweils übernächsten
Teilchen wachsen doppelt so schnell wie die Abstände zwischen je
benachbarten Teilchen. Und so weiter: Die jeweils dritt-übernächsten
Teilchen entfernen sich mit der dreifachen Geschwindigkeit der nächst
benachbarten ... und so weiter.

(Etwas Vergleichbares ist zB beim Ausfahren mehrteiliger
Hydraulikstempel, etwa beim Mobilkran, zu sehen.)

Die Geschwindigkeit, mit der der Abstand zwischen zwei beliebigen
Punkten wächst, hängt also davon ab, von welchem "Grad" ihre
Nachbarschaft ist.

In diesem Aufbau findet, sage ich, weder Vermehrung noch "Wachstum"
irgend wessen statt. Lediglich eine Vergrößerung von Distanzen,
folgend besagter Regel. Aber _expandiert_ da was? Und wenn ja: *was*?
Wenn etwas, das jetzt die und die Ausdehnung (Länge, Volumen ...) hat,
zu einem früheren Zeitpunkt eine geringere Ausdehnung hatte, kann
gesagt werden, es habe eine Expansion stattgefunden. Man vergleicht
also zwei Zustände, oder "Momentaufnahmen". Damit ist aber wenig bis
nichts gesagt über den Vorgang der Expansion. Mathematisch könnte man
evtl. sagen, eine zentrische Streckung (Strahlensatz) vermittle
zwischen beiden Zuständen; eine Funktion (Abbildung) also. Aber das
ist Mathematik, nicht Physik.
Gibt es eine Physik der Expansion? Oder ist Expansion "nur" ein
impressionistischer mithin unphysikalischer Begriff für eine bestimmte
(relativistische?) Interpretation von Sachen wie Vermehrung,
Beschleunigung?

Ich würde das gern erstmal "so", ohne gleich auf die Weltall-Expansion
los zu gehen, ein bisschen tiefer, genauer verstehen wollen.

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#100361

FromJack <jack@sogetthis.com>
Date2016-10-28 15:17 +0200
Message-ID<nuvj5a$1o8$1@news.mixmin.net>
In reply to#100359
Am 28.10.2016 um 13:40 schrieb H.-P. Schulz:

> Sofort ist zu erkennen: Die Abstände zwischen jeweils übernächsten
> Teilchen wachsen doppelt so schnell wie die Abstände zwischen je
> benachbarten Teilchen. Und so weiter: Die jeweils dritt-übernächsten
> Teilchen entfernen sich mit der dreifachen Geschwindigkeit der nächst
> benachbarten ... und so weiter.

???


Jack

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#100362

FromCarla Schneider <carla_sch@yahoo.com>
Date2016-10-28 15:39 +0200
Message-ID<58135525.ED2598C6@yahoo.com>
In reply to#100359
"H.-P. Schulz" wrote:
> 
> Eine Menge von "Teilchen" (oder einfach Punkten) sei anfangs "eng
> gepackt", dicht an dicht, - aber auch nicht dichter als dicht, nicht
> "in einem Punkt" oder sowas. Diese packung sei keine Kugel, sondern
> eine gerade Reihe: eine Perlenschnur sozusagen, nur halt ohne Schnur.
> 
> Da hat dann jedes Teilchen zwei Nachbarn (das erste und das letzte hat
> freilich nur einen).
> 
> Jetzt finde eine Bewegung folgendermaßen statt: Die Abstände zwischen
> *benachbarten* Teilchen werden gleichmäßig größer.
> 
> Sofort ist zu erkennen: Die Abstände zwischen jeweils übernächsten
> Teilchen wachsen doppelt so schnell wie die Abstände zwischen je
> benachbarten Teilchen. Und so weiter: Die jeweils dritt-übernächsten
> Teilchen entfernen sich mit der dreifachen Geschwindigkeit der nächst
> benachbarten ... und so weiter.
> 
> (Etwas Vergleichbares ist zB beim Ausfahren mehrteiliger
> Hydraulikstempel, etwa beim Mobilkran, zu sehen.)
> 
> Die Geschwindigkeit, mit der der Abstand zwischen zwei beliebigen
> Punkten wächst, hängt also davon ab, von welchem "Grad" ihre
> Nachbarschaft ist.
> 
> In diesem Aufbau findet, sage ich, weder Vermehrung noch "Wachstum"
> irgend wessen statt. Lediglich eine Vergrößerung von Distanzen,
> folgend besagter Regel. Aber _expandiert_ da was? Und wenn ja: *was*?
> Wenn etwas, das jetzt die und die Ausdehnung (Länge, Volumen ...) hat,
> zu einem früheren Zeitpunkt eine geringere Ausdehnung hatte, kann
> gesagt werden, es habe eine Expansion stattgefunden. Man vergleicht
> also zwei Zustände, oder "Momentaufnahmen". Damit ist aber wenig bis
> nichts gesagt über den Vorgang der Expansion. Mathematisch könnte man
> evtl. sagen, eine zentrische Streckung (Strahlensatz) vermittle
> zwischen beiden Zuständen; eine Funktion (Abbildung) also. Aber das
> ist Mathematik, nicht Physik.
> Gibt es eine Physik der Expansion? Oder ist Expansion "nur" ein
> impressionistischer mithin unphysikalischer Begriff für eine bestimmte
> (relativistische?) Interpretation von Sachen wie Vermehrung,
> Beschleunigung?
> 
> Ich würde das gern erstmal "so", ohne gleich auf die Weltall-Expansion
> los zu gehen, ein bisschen tiefer, genauer verstehen wollen.

Lass einen Gasgefuellten Ballon im Weltraum platzen und ueberlege was die
Molekuele tun.

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#100372

FromH.-P. Schulz <hpschu@online.de>
Date2016-10-28 17:38 +0200
Message-ID<t0s61clurlcvrb25j3pohv9fiedhf407c7@4ax.com>
In reply to#100362
Carla Schneider <carla_sch@yahoo.com> schrieb:

>Lass einen Gasgefuellten Ballon im Weltraum platzen und ueberlege was die
>Molekuele tun.

Und dafür jetzt TOFU ...

Das habe ich längst durch. Aber, *was* tun denn die Moleküle deiner
Meinung nach? Ich weiß nicht, ob ein derartiges Experiment schonmal
ausgeführt wurde.

Was ist denn, genau, mit "gasgefüllt" gemeint? Überdruck? Wenn ja, ist
klar, was passiert. Was das allerdings zum Thema Expansion, wie ich es
hier vorstelle, zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht.

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#100373

FromJens Kallup <jkallup@web.de>
Date2016-10-28 17:44 +0200
Message-ID<nuvrrh$fnc$2@news.albasani.net>
In reply to#100372
On 10/28/2016 05:38 PM, H.-P. Schulz wrote:
> Was ist denn, genau, mit "gasgefüllt" gemeint? Überdruck? Wenn ja, ist
> klar, was passiert. Was das allerdings zum Thema Expansion, wie ich es
> hier vorstelle, zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht.

kannst Du ja hier:

news://reader.albasani.net:119/nuvp4d$kv9$1@news.albasani.net

verfolgen.
Ist zwar ein kleiner Typo drinn, aber ich hoffe den findest Du
auch selbst.

Jens

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#100380

FromH.-P. Schulz <hpschu@online.de>
Date2016-10-28 19:24 +0200
Message-ID<l8271ct3nrmjuavrhhuruob91n8nmj64do@4ax.com>
In reply to#100373
Jens Kallup <jkallup@web.de> schrieb:

>On 10/28/2016 05:38 PM, H.-P. Schulz wrote:
>> Was ist denn, genau, mit "gasgefüllt" gemeint? Überdruck? Wenn ja, ist
>> klar, was passiert. Was das allerdings zum Thema Expansion, wie ich es
>> hier vorstelle, zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht.
>
>kannst Du ja hier:
>
>news://reader.albasani.net:119/nuvp4d$kv9$1@news.albasani.net

funktioniert bei mir nicht
>
>verfolgen.
>Ist zwar ein kleiner Typo drinn, aber ich hoffe den findest Du
>auch selbst.

keine Ahnung, was Du meinst; machen wir Rätsel raten?
>
>Jens

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#100383

FromJens Kallup <jkallup@web.de>
Date2016-10-28 19:30 +0200
Message-ID<nv022g$uef$1@news.albasani.net>
In reply to#100380
On 10/28/2016 07:24 PM, H.-P. Schulz wrote:
> keine Ahnung, was Du meinst; machen wir Rätsel raten?

Entschuldigung!!!
Der Link im Posting ist ein auf Thunderbird Mail basierender
NEWS Link, der auf

Re: Licht im Flatland von Heute um 16:58 Uhr

zeigt und von mir erstellt wurde.
Im Link kann man sehen, das er vom Server albasani kommt.
Dies ist ein kostenloser Services, um News Nachrichten mit
(zum Beispiel) Thunderbird Mail lesen kann.
Auch dieses Programm ist kostenlos erhältlich und kann mehr
oder weniger als Outlook Alternative angesehen werden.
Es ist übrigends Cross fähig, was bedeutet, es kann unter
Linux und anderen Betriebssystemen eingesetzt werden.

Gruß
Jens

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#100377

FromAli al-Kali <alk.ali@aluhu.akbar>
Date2016-10-28 18:46 +0200
Message-ID<nuvvce$qvb$1@news.mixmin.net>
In reply to#100372
Am 28.10.2016 um 17:38 schrieb H.-P. Schulz:
> Carla Schneider <carla_sch@yahoo.com> schrieb:
>
>> Lass einen Gasgefuellten Ballon im Weltraum platzen und ueberlege was die
>> Molekuele tun.
>
> Und dafür jetzt TOFU ...

Nimmst du große Kugel 1m mit Ammoniumnitrat mit Booster in Mitte.
Tust du bißchen Tofu 1mm außenrum spachteln.

Dann zünden und gucken was Tofu machen.


Ali al-Kali

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#100392

FromCarla Schneider <carla_sch@yahoo.com>
Date2016-10-28 22:58 +0200
Message-ID<5813BBDC.9552C448@yahoo.com>
In reply to#100372
"H.-P. Schulz" wrote:
> 
> Carla Schneider <carla_sch@yahoo.com> schrieb:
> 
> >Lass einen Gasgefuellten Ballon im Weltraum platzen und ueberlege was die
> >Molekuele tun.
> 
> Und dafür jetzt TOFU ...
> 
> Das habe ich längst durch. Aber, *was* tun denn die Moleküle deiner
> Meinung nach? Ich weiß nicht, ob ein derartiges Experiment schonmal
> ausgeführt wurde.
> 
> Was ist denn, genau, mit "gasgefüllt" gemeint? Überdruck?

Da im Weltraum Vakuum herrscht kann im Ballon nur Ueberdruck sein wenn
da Gas drin ist.

>  Wenn ja, ist
> klar, was passiert. 

Die Gasteilchen fliegen auseinander in die Unendlichkeit,
mit unverminderter Geschwindigkeit.
Das koennte man dann noch mit einem anderen Fall vergleichen:
Man laesst den (kugelfoermigen) Ballon nicht platzen sondern 
vergroessert seinen Radius langsam - d.h. so dass im Ballon
keine Druckgradienten entstehen und der Druck ueberall gleichmaessig 
sinkt.






> Was das allerdings zum Thema Expansion, wie ich es
> hier vorstelle, zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht.

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#100393

FromJens Kallup <jkallup@web.de>
Date2016-10-28 23:11 +0200
Message-ID<nv0f0m$vjv$1@news.albasani.net>
In reply to#100392
On 10/28/2016 10:58 PM, Carla Schneider wrote:
> Man laesst den (kugelfoermigen) Ballon nicht platzen sondern
> vergroessert seinen Radius langsam - d.h. so dass im Ballon
> keine Druckgradienten entstehen und der Druck ueberall gleichmaessig
> sinkt.

Darf ich berichtigen?
Stellen wir uns mal nicht so dumm, wat is ne Dampfmaschin... :-)
Ne, Spass ...

Stellen wir uns mal einen Fisch in einen Teich vor.
Fische besitzen eine Schwimmblase, mit deren Hilfe es möglich ist,
Ab und Hoch zu Tauchen.
Wenn der Fisch abtauchen will, verringert er die Luft in der Blase
und der Wasserdruck drückt den Fisch hinunter.
Anders herum:
Wenn der Fisch auftauchen will, filtert er die noch verfügbare Luft
im Teichwasser durch die Kiemen und füllt so die Blase wieder mit
Luft. Dadurch entsteht ein Unterdruck, der den Fisch nutzt, um nach
oben zu tauchen.

Also gerade umgekehrte Richtung.
Und wie lange soll dann der Ballon halten, wenn 1:1 der feste Zustand
eines Stoffes in Gas gewandelt hineingepresst werden.
Das geht erstmal nicht, weil jeder Stoff Löcher hat und wenn, das so
gehen scheint, dann ist die Frage, ab welchem Zeitpunkt die Gaswolke
wieder in den Urzustand zurück kehrt oder an der Oberfläche von außen
kühle Temperaturen herschen und im inneren warme herrschen, und die
Teilchen zusammen fließen und somit ein Eiern verursachen???

Jens

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#100399

FromH.-P. Schulz <hpschu@online.de>
Date2016-10-29 10:09 +0200
Message-ID<sel81c94c5q8q4e2tnj6fm6lnijtts1t01@4ax.com>
In reply to#100392
Carla Schneider <carla_sch@yahoo.com> schrieb:

>"H.-P. Schulz" wrote:
>> 
>> Carla Schneider <carla_sch@yahoo.com> schrieb:
>> 
>> >Lass einen Gasgefuellten Ballon im Weltraum platzen und ueberlege was die
>> >Molekuele tun.
>> 
>> Und dafür jetzt TOFU ...
>> 
>> Das habe ich längst durch. Aber, *was* tun denn die Moleküle deiner
>> Meinung nach? Ich weiß nicht, ob ein derartiges Experiment schonmal
>> ausgeführt wurde.
>> 
>> Was ist denn, genau, mit "gasgefüllt" gemeint? Überdruck?
>
>Da im Weltraum Vakuum herrscht kann im Ballon nur Ueberdruck sein wenn
>da Gas drin ist.

Hm. Ich dachte - und ich liege da wohl falsch? -, dass, wenn pro Mol
22,4 L Raum zur Verfügung stehen, nicht von Überdruck zu sprechen sei.

Anders gesagt: Wenn ich ein *abgeschlossenes* Volumen hätte (Kasten,
Blase, irgend etwas), in welchem ein Gas Molvolumen-passig
eingeschlossen ist, und man dann die Wand dieses Volumens vorsichtig
entfernt ... dass das Gas sozusagen keinen Anlass hätte, sich weiter
zu verbreiten - und zwar gerade und insbesondere im Vakuum nicht. Im
fall des nicht-Vakuums sähe das wohl anders aus, denn dort wäre ja
überall Gas in unterschiedlichen Druckzuständen, was jenes ideale
Molvolumen störte.

Aber ich möchte weniger Gastheorie, mehr Expansionstheorie. Meine
Expansionsregel mit der "Nachbarbeziehung" ist schon etwas anderes als
ein simples "unterschiedliche (Teilchen-)Geschwindigkeiten von Beginn"
>
>>  Wenn ja, ist
>> klar, was passiert. 
>
>Die Gasteilchen fliegen auseinander in die Unendlichkeit,
>mit unverminderter Geschwindigkeit.
>Das koennte man dann noch mit einem anderen Fall vergleichen:
>Man laesst den (kugelfoermigen) Ballon nicht platzen sondern 
>vergroessert seinen Radius langsam - d.h. so dass im Ballon
>keine Druckgradienten entstehen und der Druck ueberall gleichmaessig 
>sinkt.

In Gedanken - ja. Aber: Wäre eine solche Volumenänderung überhaupt
möglich? Ich meine, *ohne* dass der Ballon durch was-auch-immer
*aufgeblasen* würde?
Würde nicht das im Inneren befindliche Gas, sobald sein normales
Molvolumen überschritten würde, die Vergrößerung zunehmend erschweren,
ja schnell verunmöglichen?

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#100400

FromPaul <Pirat_Paul_Maccaroni@gmx.invalid>
Date2016-10-29 10:37 +0200
Message-ID<nv1n4d$9dg$1@news.albasani.net>
In reply to#100399
Am 29.10.2016 um 10:09 schrieb H.-P. Schulz:
> Carla Schneider <carla_sch@yahoo.com> schrieb:
>
>> "H.-P. Schulz" wrote:
>>>
>>> Carla Schneider <carla_sch@yahoo.com> schrieb:
>>>
>>>> Lass einen Gasgefuellten Ballon im Weltraum platzen und ueberlege was die
>>>> Molekuele tun.
>>>
>>> Und dafür jetzt TOFU ...
>>>
>>> Das habe ich längst durch. Aber, *was* tun denn die Moleküle deiner
>>> Meinung nach? Ich weiß nicht, ob ein derartiges Experiment schonmal
>>> ausgeführt wurde.
>>>
>>> Was ist denn, genau, mit "gasgefüllt" gemeint? Überdruck?
>>
>> Da im Weltraum Vakuum herrscht kann im Ballon nur Ueberdruck sein wenn
>> da Gas drin ist.
>
> Hm. Ich dachte - und ich liege da wohl falsch? -, dass, wenn pro Mol
> 22,4 L Raum zur Verfügung stehen, nicht von Überdruck zu sprechen sei.

Das ist Schwachsinn, von Überdruck redet man wenn in einem Behälter ein 
höherer Druck herrscht als außerhalb des Behälters. Die 22,4 Liter/Mol 
beziehen sich ja gerade auf einen Normaldruck von 1013 hPa und 20 °C.
>
> Anders gesagt: Wenn ich ein *abgeschlossenes* Volumen hätte (Kasten,
> Blase, irgend etwas), in welchem ein Gas Molvolumen-passig
> eingeschlossen ist, und man dann die Wand dieses Volumens vorsichtig
> entfernt ... dass das Gas sozusagen keinen Anlass hätte, sich weiter
> zu verbreiten - und zwar gerade und insbesondere im Vakuum nicht. Im
> fall des nicht-Vakuums sähe das wohl anders aus, denn dort wäre ja
> überall Gas in unterschiedlichen Druckzuständen, was jenes ideale
> Molvolumen störte.

Das ist so kompletter Schwachsinn.
>
> Aber ich möchte weniger Gastheorie, mehr Expansionstheorie. Meine
> Expansionsregel mit der "Nachbarbeziehung" ist schon etwas anderes als
> ein simples "unterschiedliche (Teilchen-)Geschwindigkeiten von Beginn"
>>
>>>  Wenn ja, ist
>>> klar, was passiert.
>>
>> Die Gasteilchen fliegen auseinander in die Unendlichkeit,
>> mit unverminderter Geschwindigkeit.
>> Das koennte man dann noch mit einem anderen Fall vergleichen:
>> Man laesst den (kugelfoermigen) Ballon nicht platzen sondern
>> vergroessert seinen Radius langsam - d.h. so dass im Ballon
>> keine Druckgradienten entstehen und der Druck ueberall gleichmaessig
>> sinkt.
>
> In Gedanken - ja. Aber: Wäre eine solche Volumenänderung überhaupt
> möglich? Ich meine, *ohne* dass der Ballon durch was-auch-immer
> *aufgeblasen* würde?
> Würde nicht das im Inneren befindliche Gas, sobald sein normales
> Molvolumen überschritten würde, die Vergrößerung zunehmend erschweren,
> ja schnell verunmöglichen?
>
NEIN!!! Das molare Volumen ist eine willkürliche Größe, es gilt nur für 
genau definierten Druck und Temperatur, 1013 hPa und 20 °C. Du 
verwexelst hier Ursache und Wirkung.

Paule

-- 
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#100415

FromH.-P. Schulz <hpschu@online.de>
Date2016-10-29 14:04 +0200
Message-ID<up391ct6f0udo77lq8eqoo1v36vduuuhud@4ax.com>
In reply to#100400
Paul <Pirat_Paul_Maccaroni@gmx.invalid> schrieb:


>> Hm. Ich dachte - und ich liege da wohl falsch? -, dass, wenn pro Mol
>> 22,4 L Raum zur Verfügung stehen, nicht von Überdruck zu sprechen sei.
>
>Das ist Schwachsinn

>Das ist so kompletter Schwachsinn.

"Du liegst falsch" hätte es auch getan, oder?

BTW Dass das ideale Molvolumen auf einen bestimmten Druck u.
Temperatur bezogen ist, fiel mir zwischenzeitlich auch schon ein.
Aber egal, das alles ist Gastheorie oder phys. Chemie, und das möchte
ich hier eher weniger behandelt haben.

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#101006

FromRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
Date2016-12-13 18:00 +0100
Message-ID<o2p9d6$bns$1@dont-email.me>
In reply to#100400
Paul schrieb:
>
> Das ist Schwachsinn, von Überdruck redet man wenn in einem Behälter ein höherer Druck herrscht als außerhalb des Behälters. Die 22,4 Liter/Mol beziehen sich ja
> gerade auf einen Normaldruck von 1013 hPa und 20 °C.

Nein. Es gibt rund 7 unterschiedliche Definitionen von Normal-
oder Standardbedingungen. Deine ist nicht richtig in diesem Fall.
Bei mitteleuropäisch üblichen Raumtemperaturen sind 25 liter
pro Mol näher an der Wirklichkeit.

-- 
mfg Rolf Bombach

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#101007

FromPaul <Pirat_Paul_Maccaroni@gmx.invalid>
Date2016-12-13 18:23 +0100
Message-ID<o2par9$9j1$1@news.albasani.net>
In reply to#101006
Am 13.12.2016 um 18:00 schrieb Rolf Bombach:
> Paul schrieb:
>>
>> Das ist Schwachsinn, von Überdruck redet man wenn in einem Behälter
>> ein höherer Druck herrscht als außerhalb des Behälters. Die 22,4
>> Liter/Mol beziehen sich ja
>> gerade auf einen Normaldruck von 1013 hPa und 20 °C.
>
> Nein. Es gibt rund 7 unterschiedliche Definitionen von Normal-
> oder Standardbedingungen. Deine ist nicht richtig in diesem Fall.
> Bei mitteleuropäisch üblichen Raumtemperaturen sind 25 liter
> pro Mol näher an der Wirklichkeit.
>
Das molare Volumen ist ganz genau definiert. Und ja, mir ist da ein 
Fehler unterlaufen, es sind nicht 20°C sondern 0°C.

Guckst Du hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Molares_Volumen

Aber wie ist das mit der Definition der Länge bei Deiner Leitung? 
Immerhin antwortest Du auf ein Posting vom 29.10.2016, wenn ich in 
meinen Kalender schaue zeigt der heute den 13.12.2016 an.

Paule

-- 
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#100409

FromCarla Schneider <carla_sch@yahoo.com>
Date2016-10-29 12:18 +0200
Message-ID<58147781.5A928F79@yahoo.com>
In reply to#100399
"H.-P. Schulz" wrote:
> 
> Carla Schneider <carla_sch@yahoo.com> schrieb:
> 
> >"H.-P. Schulz" wrote:
> >>
> >> Carla Schneider <carla_sch@yahoo.com> schrieb:
> >>
> >> >Lass einen Gasgefuellten Ballon im Weltraum platzen und ueberlege was die
> >> >Molekuele tun.
> >>
> >> Und dafür jetzt TOFU ...
> >>
> >> Das habe ich längst durch. Aber, *was* tun denn die Moleküle deiner
> >> Meinung nach? Ich weiß nicht, ob ein derartiges Experiment schonmal
> >> ausgeführt wurde.
> >>
> >> Was ist denn, genau, mit "gasgefüllt" gemeint? Überdruck?
> >
> >Da im Weltraum Vakuum herrscht kann im Ballon nur Ueberdruck sein wenn
> >da Gas drin ist.
> 
> Hm. Ich dachte - und ich liege da wohl falsch? -, dass, wenn pro Mol
> 22,4 L Raum zur Verfügung stehen, nicht von Überdruck zu sprechen sei.

Dann ist bei Zimmertemperatur eine Atmosphaere Druck, also auf Meereshoehe 
auf der Erde keine Ueberdruck, im Vakuum aber ist das eine Atmosphaere
Ueberdruck.

> 
> Anders gesagt: Wenn ich ein *abgeschlossenes* Volumen hätte (Kasten,
> Blase, irgend etwas), in welchem ein Gas Molvolumen-passig
> eingeschlossen ist, und man dann die Wand dieses Volumens vorsichtig
> entfernt ... dass das Gas sozusagen keinen Anlass hätte, sich weiter
> zu verbreiten - und zwar gerade und insbesondere im Vakuum nicht.

Dann waere es kein Gas, sondern  z.B. eine Fluessigkeit.

> Im
> fall des nicht-Vakuums sähe das wohl anders aus, denn dort wäre ja
> überall Gas in unterschiedlichen Druckzuständen, was jenes ideale
> Molvolumen störte.
> 
> Aber ich möchte weniger Gastheorie, mehr Expansionstheorie. 

Gase sind aber sehr expansionsfreudig, und das wird auch viel Genutzt,
z.B. im Verbrennungsmotor, im Duesentriebwerk, im Raketentriebwerk...

> Meine
> Expansionsregel mit der "Nachbarbeziehung" ist schon etwas anderes als
> ein simples "unterschiedliche (Teilchen-)Geschwindigkeiten von Beginn"
> >
> >>  Wenn ja, ist
> >> klar, was passiert.
> >
> >Die Gasteilchen fliegen auseinander in die Unendlichkeit,
> >mit unverminderter Geschwindigkeit.
> >Das koennte man dann noch mit einem anderen Fall vergleichen:
> >Man laesst den (kugelfoermigen) Ballon nicht platzen sondern
> >vergroessert seinen Radius langsam - d.h. so dass im Ballon
> >keine Druckgradienten entstehen und der Druck ueberall gleichmaessig
> >sinkt.
> 
> In Gedanken - ja. Aber: Wäre eine solche Volumenänderung überhaupt
> möglich? Ich meine, *ohne* dass der Ballon durch was-auch-immer
> *aufgeblasen* würde?
> Würde nicht das im Inneren befindliche Gas, sobald sein normales
> Molvolumen überschritten würde, die Vergrößerung zunehmend erschweren,
> ja schnell verunmöglichen?

Solange das Gas im Ballon  Druck hat will es expandieren,
die Ballonhaut muss einen Gegendruck erzeugen um es daran zu hindern.
Auf der Erde ist das der Luftdruck. Im Vakuum ist der Aussendruck Null,
d.h. das Gas expandiert so lange es Druck hat. Da sich das Gas bei so
einer Expansion abkuehlt kann es unter umstaenden kondensieren, d.h.
man nimmt am besten Helium, das kondensiert nicht bei niedrigem Druck
und kann daher beliebig expandieren.

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#100467

FromThomas 'PointedEars' Lahn <PointedEars@web.de>
Date2016-10-31 03:07 +0000
Message-ID<10714357.O9o76ZdvQC@PointedEars.de>
In reply to#100359
H. -P.  Schulz wrote:

> Eine Menge von "Teilchen" (oder einfach Punkten) sei anfangs "eng
> gepackt", dicht an dicht, - aber auch nicht dichter als dicht, nicht
> "in einem Punkt" oder sowas. Diese packung sei keine Kugel, sondern
> eine gerade Reihe: eine Perlenschnur sozusagen, nur halt ohne Schnur.
> […]
> Jetzt finde eine Bewegung folgendermaßen statt: Die Abstände zwischen
> *benachbarten* Teilchen werden gleichmäßig größer.
> 
> Sofort ist zu erkennen: Die Abstände zwischen jeweils übernächsten
> Teilchen wachsen doppelt so schnell wie die Abstände zwischen je
> benachbarten Teilchen. Und so weiter: Die jeweils dritt-übernächsten
> Teilchen entfernen sich mit der dreifachen Geschwindigkeit der nächst
> benachbarten ... und so weiter.
> […]
> Die Geschwindigkeit, mit der der Abstand zwischen zwei beliebigen
> Punkten wächst, hängt also davon ab, von welchem "Grad" ihre
> Nachbarschaft ist.

Ja.
 
> In diesem Aufbau findet, sage ich, weder Vermehrung noch "Wachstum"
> irgend wessen statt.

Das ist so nicht richtig.

> Lediglich eine Vergrößerung von Distanzen, folgend besagter Regel.

Die Distanzen/Abstände sind also grösser geworden, sie sind – gemäss allen 
Definitionen für „Wachstum“ – *gewachsen*.

> Aber _expandiert_ da was?

Ja.

> Und wenn ja: *was*?

Der Raum.

> Wenn etwas, das jetzt die und die Ausdehnung (Länge, Volumen ...) hat,
> zu einem früheren Zeitpunkt eine geringere Ausdehnung hatte, kann
> gesagt werden, es habe eine Expansion stattgefunden.

Richtig.

> Man vergleicht also zwei Zustände, oder "Momentaufnahmen". Damit ist aber
> wenig bis nichts gesagt über den Vorgang der Expansion. Mathematisch
> könnte man evtl. sagen, eine zentrische Streckung (Strahlensatz) vermittle
> zwischen beiden Zuständen; eine Funktion (Abbildung) also.

Auch richtig.  Und das Argument dieser Abstandsfunktion – nennen wir sie 
d(t); „d“ für Distanz/(proper) distance –, ist die *physikalische* Grösse 
Zeit (t):

  d(t) = a(t) d(t₀),

wobei a(t) der Skalenfaktor zum Zeitpunkt t der zweiten Momentaufnahme und 
t₀ der Zeitpunkt der ersten Momentaufnahme ist.

> Aber das ist Mathematik, nicht Physik.

Die Mathematik dient als Werkzeug unter anderem in der Physik.  Die Physik 
will „Messen, was messbar ist – messbar machen, was noch nicht messbar ist.“ 
(Galileo Galilei).  Dafür muss sie sich, wie spätestens Sir Isaac Newton 
erkannte („*Mathematische* Prinzipien der Naturphilosophie“), 
notwendigerweise der Mathematik bedienen.  Physikalische von mathematischen 
Modellen gedanklich trennen zu wollen ist daher Unfug und führt in die Irre.

> Gibt es eine Physik der Expansion?

Ja.

> Oder ist Expansion "nur" ein impressionistischer mithin unphysikalischer
> Begriff für eine bestimmte (relativistische?) Interpretation von Sachen
> wie Vermehrung, Beschleunigung?

Nein.  Und „relativistisch“ bedeutet etwas anderes als Du denkst.
 
> Ich würde das gern erstmal "so", ohne gleich auf die Weltall-Expansion
> los zu gehen, ein bisschen tiefer, genauer verstehen wollen.

Schade.  Die Expansion unseres Universums ist nämlich das Lehrbuchbeispiel 
dafür, dass (metrische) Expansion ein messbares, mithin physikalisches 
Phänomen ist.  Du beschreibst in Deinem Gedankenexperiment nämlich nichts 
anderes als das Hubble-Gesetz in zwei statt drei räumlichen Dimensionen.

-- 
PointedEars

Twitter: @PointedEars2
Please do not cc me. / Bitte keine Kopien per E-Mail.

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#100491

FromH.-P. Schulz <hpschu@online.de>
Date2016-10-31 16:59 +0100
Message-ID<45pe1c9ie2qtig62pspq1hf08jvhadc77r@4ax.com>
In reply to#100467
Thomas 'PointedEars' Lahn <PointedEars@web.de> schrieb:

>H. -P.  Schulz wrote:
>
>> Eine Menge von "Teilchen" (oder einfach Punkten) sei anfangs "eng
>> gepackt", dicht an dicht, - aber auch nicht dichter als dicht, nicht
>> "in einem Punkt" oder sowas. Diese packung sei keine Kugel, sondern
>> eine gerade Reihe: eine Perlenschnur sozusagen, nur halt ohne Schnur.
>> […]
>> Jetzt finde eine Bewegung folgendermaßen statt: Die Abstände zwischen
>> *benachbarten* Teilchen werden gleichmäßig größer.
>> 
>> Sofort ist zu erkennen: Die Abstände zwischen jeweils übernächsten
>> Teilchen wachsen doppelt so schnell wie die Abstände zwischen je
>> benachbarten Teilchen. Und so weiter: Die jeweils dritt-übernächsten
>> Teilchen entfernen sich mit der dreifachen Geschwindigkeit der nächst
>> benachbarten ... und so weiter.
>> […]
>> Die Geschwindigkeit, mit der der Abstand zwischen zwei beliebigen
>> Punkten wächst, hängt also davon ab, von welchem "Grad" ihre
>> Nachbarschaft ist.
>
>Ja.
> 
>> In diesem Aufbau findet, sage ich, weder Vermehrung noch "Wachstum"
>> irgend wessen statt.
>
>Das ist so nicht richtig.
>
>> Lediglich eine Vergrößerung von Distanzen, folgend besagter Regel.
>
>Die Distanzen/Abstände sind also grösser geworden, sie sind – gemäss allen 
>Definitionen für „Wachstum“ – *gewachsen*.

Das sehe ich anders. 'Größer werden' ist in erster Annäherung nur
*zunehmen*, ... ist also sozusagen Mathematik.
'Wachsen' ist m.E. ein vor- oder außerwissenschaftliches Konzept,
welches Welt- und zwar meist *Natur*dinge meint, also deren
Veränderung etwa im Laufe einer Biophase.


>
>> Aber _expandiert_ da was?
>
>Ja.
>
>> Und wenn ja: *was*?
>
>Der Raum.

Ich sage: Nein! Allenfalls der *Zwischen*Raum (bzw. die Zwischenräume)
wird (werden) größer. Warum soll, wenn zwei Dinge jetzt weiter von
einander entfernt sind als früher, "der Raum expandiert" sein? Das
wäre mit "unintuitiv" noch sehr konservativ benannt! :)

>
>> Wenn etwas, das jetzt die und die Ausdehnung (Länge, Volumen ...) hat,
>> zu einem früheren Zeitpunkt eine geringere Ausdehnung hatte, kann
>> gesagt werden, es habe eine Expansion stattgefunden.
>
>Richtig.

Aber nicht die Länge (oder auch Volumen) "expandiert", sondern die
Messung der Distanz (zweier Punkte) zum Zeitpunkt T2 ergibt eine
größere Maßzahl als die Messung zum Zeitpunkt T1. Daraus wird  -
korrekt, wie ich meine - auf eine zwischenzeitlich erfolgte *Bewegung*
geschlossen, keineswegs aber auf eine "Expansion des Raums".

Ich behaupte, es gibt nichts, was umgangsprachlich wie auch
fachsprachlich "Wachstum" oder "Expansion" genannt wird, das nicht
konkret _*Vermehrung* von etwas (ab)Zählbarem_ ist.

Vergrößerung (etwa zentrische Streckung) im Sinne einfacher -
proportionaler - Distanzvergrößerung ist *nicht* Wachstum, *nicht*
Expansion.

Ich gebe gern zu, dass das ziemlich nach spitzfindiger Wortklauberei
aussieht, allein Wissenschaft besteht zu einem Gutteil genau daraus.
Ich bitte also, mir darin fürs erste folgen zu wollen.

>> Ich würde das gern erstmal "so", ohne gleich auf die Weltall-Expansion
>> los zu gehen, ein bisschen tiefer, genauer verstehen wollen.
>
>Schade.  Die Expansion unseres Universums ist nämlich das Lehrbuchbeispiel 
>dafür, dass (metrische) Expansion ein messbares, mithin physikalisches 
>Phänomen ist.  Du beschreibst in Deinem Gedankenexperiment nämlich nichts 
>anderes als das Hubble-Gesetz in zwei statt drei räumlichen Dimensionen.

Darauf wollte ich erst später kommen.

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#100508

FromThomas 'PointedEars' Lahn <PointedEars@web.de>
Date2016-11-01 07:26 +0000
Message-ID<1762377.oMNUckLgyt@PointedEars.de>
In reply to#100491
H. -P.  Schulz wrote:

> Thomas 'PointedEars' Lahn <PointedEars@web.de> schrieb:
>> H. -P.  Schulz wrote:
>>> In diesem Aufbau findet, sage ich, weder Vermehrung noch "Wachstum"
>>> irgend wessen statt.
>> Das ist so nicht richtig.
>>
>>> Lediglich eine Vergrößerung von Distanzen, folgend besagter Regel.
>> Die Distanzen/Abstände sind also grösser geworden, sie sind – gemäss 
>> allen Definitionen für „Wachstum“ – *gewachsen*.
> 
> Das sehe ich anders. 'Größer werden' ist in erster Annäherung nur
> *zunehmen*, ... ist also sozusagen Mathematik.

Wie ich schon schrieb und begründete, ist es Unfug, mathematische von 
physikalischen Konzepten trennen zu wollen.  „Länge“, und in Erweiterung 
dessen „Fläche“ und „Volumen“ sind ebenso physikalische Grössen.

> 'Wachsen' ist m.E. ein vor- oder außerwissenschaftliches Konzept,
> welches Welt- und zwar meist *Natur*dinge meint, also deren
> Veränderung etwa im Laufe einer Biophase.

Das ist grober Unfug.

>>> Aber _expandiert_ da was?
>> Ja.
>>
>>> Und wenn ja: *was*?
>> Der Raum.
> 
> Ich sage: Nein!

Dein bestenfalls schlecht begründeter Widerspruch ändert nichts an der 
beobachtbaren Realität.

> Allenfalls der *Zwischen*Raum (bzw. die Zwischenräume)
> wird (werden) größer.

„Zwischenraum“ ist kein naturwissenschaftliches Konzept.  Es befindet sich 
(ggf. leerer) Raum zwischen den Punkten.  Dieser muss nur dann nicht 
expandieren, wenn der Raum nicht dort endet, wo Deine Punkte-Kette endet.  
Das wäre aber eine *Zusatzbedingung*; o.B.d.A. wird der Raum in Deinem 
Gedankenexperiment durch die Punkte-Kette definiert.

> Warum soll, wenn zwei Dinge jetzt weiter von
> einander entfernt sind als früher, "der Raum expandiert" sein?

Weil es so ist.  Per definitionem.

> Das wäre mit "unintuitiv" noch sehr konservativ benannt! :)

Die menschliche Intuition wird regelmässig durch genaue Beobachtung 
widerlegt, versagt also bei der exakten Beschreibung und Vorhersage von 
Phänomenen in der Natur.  Es ist daher unlogisch, sich nur auf sie zu 
stützen.

> Aber nicht die Länge (oder auch Volumen) "expandiert", sondern die
> Messung der Distanz (zweier Punkte) zum Zeitpunkt T2 ergibt eine
> größere Maßzahl als die Messung zum Zeitpunkt T1.

Das ist dasselbe in grün.

> Daraus wird  - korrekt, wie ich meine - auf eine zwischenzeitlich erfolgte
> *Bewegung* geschlossen, keineswegs aber auf eine "Expansion des Raums".

Es ist beides möglich.

> Ich behaupte, es gibt nichts, was umgangsprachlich wie auch
> fachsprachlich "Wachstum" oder "Expansion" genannt wird, das nicht
> konkret _*Vermehrung* von etwas (ab)Zählbarem_ ist.

Siehe oben.
 
> Ich gebe gern zu, dass das ziemlich nach spitzfindiger Wortklauberei
> aussieht,

Es sieht wie die Aussage eiens Crackpots aus.

> allein Wissenschaft besteht zu einem Gutteil genau daraus.

Nein.

> Ich bitte also, mir darin fürs erste folgen zu wollen.

Nein, dies ist eine wissenschaftliche Newsgroup.  Deine Privatdefinitionen 
führen nur in die Irre.
 
>>> Ich würde das gern erstmal "so", ohne gleich auf die Weltall-Expansion
>>> los zu gehen, ein bisschen tiefer, genauer verstehen wollen.
>> Schade.  Die Expansion unseres Universums ist nämlich das 
>> Lehrbuchbeispiel dafür, dass (metrische) Expansion ein messbares, mithin 
>> physikalisches Phänomen ist.  Du beschreibst in Deinem Gedankenexperiment
>> nämlich nichts anderes als das Hubble-Gesetz in zwei statt drei
>> räumlichen Dimensionen.
> 
> Darauf wollte ich erst später kommen.

Es wird Dir nicht gelingen, die Expansion unseres Universums zu verstehen, 
ohne die Tatsache zu akzeptieren, dass der Raum expandieren kann.  Denn 
genau das ist dort der Fall – nachgewiesen durch Beobachtungen.

-- 
PointedEars

Twitter: @PointedEars2
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#100513

FromH.-P. Schulz <hpschu@online.de>
Date2016-11-01 12:08 +0100
Message-ID<q0pg1clqis0j0f48ocmj59m5gslnppq7ht@4ax.com>
In reply to#100508
Thomas 'PointedEars' Lahn <PointedEars@web.de> schrieb:

>H. -P.  Schulz wrote:
>
>> Thomas 'PointedEars' Lahn <PointedEars@web.de> schrieb:
>>> H. -P.  Schulz wrote:
>>>> In diesem Aufbau findet, sage ich, weder Vermehrung noch "Wachstum"
>>>> irgend wessen statt.
>>> Das ist so nicht richtig.
>>>
>>>> Lediglich eine Vergrößerung von Distanzen, folgend besagter Regel.
>>> Die Distanzen/Abstände sind also grösser geworden, sie sind ? gemäss 
>>> allen Definitionen für ?Wachstum? ? *gewachsen*.
>> 
>> Das sehe ich anders. 'Größer werden' ist in erster Annäherung nur
>> *zunehmen*, ... ist also sozusagen Mathematik.
>
>Wie ich schon schrieb und begründete, ist es Unfug, mathematische von 
>physikalischen Konzepten trennen zu wollen.

Ist es natürlich nicht.
Es gibt *Entsprechungen*, - ich würde es sogar an vielen Stellen zur
Metaphorik "herabstufen".

>  „Länge“, und in Erweiterung 
>dessen „Fläche“ und „Volumen“ sind ebenso physikalische Grössen.

Es sind sogar ausschließlich physikalische Größen. Wie kommst Du
darauf, dass diese irgendwie mathematisch seien?
>
>> 'Wachsen' ist m.E. ein vor- oder außerwissenschaftliches Konzept,
>> welches Welt- und zwar meist *Natur*dinge meint, also deren
>> Veränderung etwa im Laufe einer Biophase.
>
>Das ist grober Unfug.

Guck doch einfach mal, wo, in welchen Themen, von "Wachstum"
gesprochen wird.
>
>>>> Aber _expandiert_ da was?
>>> Ja.
>>>
>>>> Und wenn ja: *was*?
>>> Der Raum.
>> 
>> Ich sage: Nein!
>
>Dein bestenfalls schlecht begründeter Widerspruch ändert nichts an der 
>beobachtbaren Realität.

Zu dieser beobachtbaren Realität komme ich noch.
>
>> Allenfalls der *Zwischen*Raum (bzw. die Zwischenräume)
>> wird (werden) größer.
>
>„Zwischenraum“ ist kein naturwissenschaftliches Konzept.  Es befindet sich 
>(ggf. leerer) Raum zwischen den Punkten.  Dieser muss nur dann nicht 
>expandieren, wenn der Raum nicht dort endet, wo Deine Punkte-Kette endet.

Was sollte denn der Unterschied zwischen "ggf." leerem Raum und dem,
was jenseits besagter Punktekette ist, sein?
Soll es nun am Ende *doch* eine Dualität Raum-Nichts geben? Das wurde
hier schon postuliert, wurde aber allgemein als abwegig betrachtet.
  
>Das wäre aber eine *Zusatzbedingung*; o.B.d.A. wird der Raum in Deinem 
>Gedankenexperiment durch die Punkte-Kette definiert.

Und was wäre dann außerhalb derselben? Wie wollte man das nennen?
"Nichts"?
>
>> Warum soll, wenn zwei Dinge jetzt weiter von
>> einander entfernt sind als früher, "der Raum expandiert" sein?
>
>Weil es so ist.  Per definitionem.

Das ist mir ein bisschen zu mathematisch! ;-))
>
>> Das wäre mit "unintuitiv" noch sehr konservativ benannt! :)
>
>Die menschliche Intuition wird regelmässig durch genaue Beobachtung 
>widerlegt,

Ja ja, das ist so ein Schnack, aufgebracht und reproduziert von
Leuten, die keine Ahnung haben, was Intuition ist. Das sind dieselben,
die auch anderweitig mit unverstandenen Fremdwörtern um sich
schmeißen. Von abenteuerlichen Redensart-Verbiegungen mal gar nicht zu
reden.

> versagt also bei der exakten Beschreibung und Vorhersage von 
>Phänomenen in der Natur.  Es ist daher unlogisch, sich nur auf sie zu 
>stützen.

Lass mal besser stecken!
>
>> Aber nicht die Länge (oder auch Volumen) "expandiert", sondern die
>> Messung der Distanz (zweier Punkte) zum Zeitpunkt T2 ergibt eine
>> größere Maßzahl als die Messung zum Zeitpunkt T1.
>
>Das ist dasselbe in grün.

Eben *nicht*.
>
>> Daraus wird  - korrekt, wie ich meine - auf eine zwischenzeitlich erfolgte
>> *Bewegung* geschlossen, keineswegs aber auf eine "Expansion des Raums".
>
>Es ist beides möglich.

Letzteres ist wohl möglich, aber imho abwegig.
>
>> Ich behaupte, es gibt nichts, was umgangsprachlich wie auch
>> fachsprachlich "Wachstum" oder "Expansion" genannt wird, das nicht
>> konkret _*Vermehrung* von etwas (ab)Zählbarem_ ist.
>
>Siehe oben.
> 

>Es wird Dir nicht gelingen, die Expansion unseres Universums zu verstehen, 
>ohne die Tatsache zu akzeptieren, dass der Raum expandieren kann.  Denn 
>genau das ist dort der Fall – nachgewiesen durch Beobachtungen.

Das, was man der Laienwelt sachbuchförmig über diese Beobachtungen
bzw. deren Deutung mitteilt, ist regelmäßig unverständlich. Das ist
wohl keine Absicht, aber es zeigt deutlich, dass Physiker seltenst
brauchbare Didaktiker sind.
Ich vertraue - noch - darauf, *dass* es da etwas Verstehbares gebe,
also etwas, das einer mit leicht überdurchschnittlichem Denkvermögen
fassen kann.

Ich bin schon oftmals als Didaktiker meines eigenen Denkens und
Begreifens erfolgreich gewesen, auf den unterschiedlichsten Gebieten.
Und wenn ich irgendwo begriffstutzig war, hat sich sehr oft erwiesen,
dass durch einige Reformulierungen und - sehr oft! - das
Herauspräparieren gewisser stillschweigender Voraussetzungen, auf
deren Nichtbekanntsein der Fachmann im Leben nicht *ohne Hinweis*
käme, die Groschen doch noch zum Fallen kamen.

Der Physiker, wie jeder Wissenschaftler, muss dem Laien seine
Wissenschaft erklären und Ergebnisse entsprechend aufbereiten. Ich
habe das in meiner Wissenschaft stets getan, und es hat mir sogar Spaß
gemacht.

Hier zum Schluss, weil's ja nun doch anscheinend *jetzt* sein muss,
ganz konkrete Fragen an Leute, die diesbezüglich auf dem Laufenden
sind:

- Ist es möglich (und sogar schon geschehen), die
Licht"geschwindigkeit" des Lichts ferner Objekte zu messen?
(Seitenfrage hierzu: Ist es so, dass das Licht, das von einem relativ
zu einem Objekt bewegten Objekt ausgeht, bei ersterem ("Empfänger")
als "langsameres" Licht ankommt? (Das ist doch elementare SRT, aber in
keinem mir bekannten Sachbuch steht dazu etwas!))

- Ist schonmal beobachtet worden, dass (ferne?) Objekte
"verschwinden"?

- Ist es möglich (oder schon geschehen), die Rotverschiebung bei
fernen Objekten (Nebenfrage: Warum eigentlich nur ferne Objekte?)
darauf hin zu beobachten, wie sich diese *verändert* - - also sich
bspw. immer weiter verschiebt? Oder aber auch: Die Konstanz der
Rotverschiebung bei einem Objekt zu belegen?

- Was spricht gegen eine Annahme, dass bei einem "Urknall"
Materieteile in alle Richtungen und mit unterschiedlichen
"Geschwindigkeiten" (also auch mit Geschwindigkeit ~Null!!) gesprengt
wurden und sie diese "Geschwindigkeiten" seither beibehalten, die
Relativgeschwindigkeiten der Materieteile also konstant sind
(gravitative Effekte mal beiseite gelassen)? Und dass die Tatsache,
dass wir-hier ferne (bzw. eben fernste) Objekte in *allen* Richtungen
beobachten, darauf beruht, dass wir weit genug "innen" sind, um
relativ (zu uns) zumindest knapp überlichtschnelle Objekte in *allen*
Richtungen zu haben? (Vorausgesetzt, die beim "Urknall" vefügbare
Energie war nicht unendlich, müsste es ein
(relativ)Geschwindigkeits-Maximum geben. Dieses kann natürlich um
Größenordnungen höher sein als "unsere" sogenannte
Lichtgeschwindigkeit, aber eben doch endlich. Folglich müsste es einen
"Rand", eine "äußerste Front" geben, wo der Kosmos sich sozusagen nur
noch über den (ungefähr) halben Himmel spannt. Dort *sind wir* aber
nicht.)

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