Groups | Search | Server Info | Keyboard shortcuts | Login | Register [http] [https] [nntp] [nntps]


Groups > de.sci.electronics > #241200 > unrolled thread

Blocking Oszillator auch Step-Down?

Started byUwe Borchert <wetterfrosch@yahoo.com>
First post2018-02-22 18:52 +0100
Last post2018-02-24 07:44 -0800
Articles 16 — 3 participants

Back to article view | Back to de.sci.electronics


Contents

  Blocking Oszillator auch Step-Down? Uwe Borchert <wetterfrosch@yahoo.com> - 2018-02-22 18:52 +0100
    Re: Blocking Oszillator auch Step-Down? olaf <olaf@criseis.ruhr.de> - 2018-02-22 19:03 +0100
      Re: Blocking Oszillator auch Step-Down? Joerg <news@analogconsultants.com> - 2018-02-22 12:41 -0800
      Re: Blocking Oszillator auch Step-Down? Uwe Borchert <wetterfrosch@yahoo.com> - 2018-02-22 23:24 +0100
        Re: Blocking Oszillator auch Step-Down? Joerg <news@analogconsultants.com> - 2018-02-22 14:45 -0800
          Re: Blocking Oszillator auch Step-Down? olaf <olaf@criseis.ruhr.de> - 2018-02-23 16:15 +0100
            Re: Blocking Oszillator auch Step-Down? Joerg <news@analogconsultants.com> - 2018-02-23 07:54 -0800
          Re: Blocking Oszillator auch Step-Down? Uwe Borchert <wetterfrosch@yahoo.com> - 2018-02-23 16:56 +0100
            Re: Blocking Oszillator auch Step-Down? Joerg <news@analogconsultants.com> - 2018-02-23 08:10 -0800
              Re: Blocking Oszillator auch Step-Down? olaf <olaf@criseis.ruhr.de> - 2018-02-23 17:35 +0100
                Re: Blocking Oszillator auch Step-Down? Joerg <news@analogconsultants.com> - 2018-02-23 11:52 -0800
                  Re: Blocking Oszillator auch Step-Down? olaf <olaf@criseis.ruhr.de> - 2018-02-24 06:50 +0100
                    Re: Blocking Oszillator auch Step-Down? Uwe Borchert <wetterfrosch@yahoo.com> - 2018-02-24 11:17 +0100
                    Re: Blocking Oszillator auch Step-Down? Joerg <news@analogconsultants.com> - 2018-02-24 07:33 -0800
              Re: Blocking Oszillator auch Step-Down? Uwe Borchert <wetterfrosch@yahoo.com> - 2018-02-23 22:53 +0100
                Re: Blocking Oszillator auch Step-Down? Joerg <news@analogconsultants.com> - 2018-02-24 07:44 -0800

#241200 — Blocking Oszillator auch Step-Down?

FromUwe Borchert <wetterfrosch@yahoo.com>
Date2018-02-22 18:52 +0100
SubjectBlocking Oszillator auch Step-Down?
Message-ID<p6n01h$hts$1@news2.open-news-network.org>
Hallo,

ganz kurz die Idee: Ich brauche für eine Lichtschranke mit
niedriger Betriebsspannung (2V2 ... 3V6) eine Stromimpulsquelle
für die LED. Auf die Empfängerseite kann man eine Photodiode
und einen NE555 als missing Puls Detector setzen. Kann ich zur
Impulserzeugung auch einen Blocking Oszillator direkt nehmen,
und wenn ja: Wie?

Die einfachste Lösung wäre ein Linearregler vor den Blocking
Oszillator und dann etwa 1V2 rausgeben. Aber da wird arg viel
Energie einfach verheizt. Oder man hängt mehrere LED in Reihe
bis deren Brennspannung (weit?) über der Versorgungsspannung
liegt. Sonst noch Vorschläge?

MfG

Uwe Borchert

[toc] | [next] | [standalone]


#241201

Fromolaf <olaf@criseis.ruhr.de>
Date2018-02-22 19:03 +0100
Message-ID<a8d3me-nbc.ln1@criseis.ruhr.de>
In reply to#241200
Uwe Borchert <wetterfrosch@yahoo.com> wrote:

 >Energie einfach verheizt. Oder man hängt mehrere LED in Reihe
 >bis deren Brennspannung (weit?) über der Versorgungsspannung
 >liegt. Sonst noch Vorschläge?

Ich glaub im Jahr 2018 koennte man auch einfach einen Schaltregler in
SOT23-5 nehmen und sich die Spannung machen die man gerne haette.


Olaf

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#241204

FromJoerg <news@analogconsultants.com>
Date2018-02-22 12:41 -0800
Message-ID<ff8o8cF6nfmU1@mid.individual.net>
In reply to#241201
On 2018-02-22 10:03, olaf wrote:
> Uwe Borchert <wetterfrosch@yahoo.com> wrote:
>
>   >Energie einfach verheizt. Oder man hängt mehrere LED in Reihe
>   >bis deren Brennspannung (weit?) über der Versorgungsspannung
>   >liegt. Sonst noch Vorschläge?
>

Die Kathode der LED an die Versorgung anstatt Masse haengen?


> Ich glaub im Jahr 2018 koennte man auch einfach einen Schaltregler in
> SOT23-5 nehmen und sich die Spannung machen die man gerne haette.
>

Das ist aber unspochtlich :-)

-- 
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#241206

FromUwe Borchert <wetterfrosch@yahoo.com>
Date2018-02-22 23:24 +0100
Message-ID<p6nfv3$l4b$1@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#241201
Hallo,

Am 22.02.2018 um 19:03 schrieb olaf:
> Uwe Borchert <wetterfrosch@yahoo.com> wrote:
> 
>   >Energie einfach verheizt. Oder man hängt mehrere LED in Reihe
>   >bis deren Brennspannung (weit?) über der Versorgungsspannung
>   >liegt. Sonst noch Vorschläge?
> 
> Ich glaub im Jahr 2018 koennte man auch einfach einen Schaltregler in
> SOT23-5 nehmen und sich die Spannung machen die man gerne haette.

1) Das sind spezielle Bauteile und nix aus der normalen
Bastelkiste, daher müssten diese erst besorgt werden.

2) Das sind dann idR mehr als drei Bauteile und damit
mehr als die mir so bekannten Standardlösungen aus der
Bauteilkiste oder mit Ausschlachtware aus dem nächsten
Ein-Euro-Shop (Solarlampen mit YX 8208 für 1 Euro)

3) Der Aufbau wird dadurch auch aufwendiger

Aus 1), 2) und 3) folgt: Dein Vorschlag ist abgelehnt.

MfG

Uwe Borchert

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#241207

FromJoerg <news@analogconsultants.com>
Date2018-02-22 14:45 -0800
Message-ID<ff8vf6F8a11U1@mid.individual.net>
In reply to#241206
On 2018-02-22 14:24, Uwe Borchert wrote:
> Hallo,
>
> Am 22.02.2018 um 19:03 schrieb olaf:
>> Uwe Borchert <wetterfrosch@yahoo.com> wrote:
>>
>>   >Energie einfach verheizt. Oder man hängt mehrere LED in Reihe
>>   >bis deren Brennspannung (weit?) über der Versorgungsspannung
>>   >liegt. Sonst noch Vorschläge?
>>
>> Ich glaub im Jahr 2018 koennte man auch einfach einen Schaltregler in
>> SOT23-5 nehmen und sich die Spannung machen die man gerne haette.
>
> 1) Das sind spezielle Bauteile und nix aus der normalen
> Bastelkiste, daher müssten diese erst besorgt werden.
>

Loeblich! Ich habe aus spochtlichen fuer die Brauschrank-Elektronik 
ausschliesslich Teile aus meiner Jugendzeit-Bastelkiste genommen. Nix 
MSP430.


> 2) Das sind dann idR mehr als drei Bauteile und damit
> mehr als die mir so bekannten Standardlösungen aus der
> Bauteilkiste oder mit Ausschlachtware aus dem nächsten
> Ein-Euro-Shop (Solarlampen mit YX 8208 für 1 Euro)
>
> 3) Der Aufbau wird dadurch auch aufwendiger
>
> Aus 1), 2) und 3) folgt: Dein Vorschlag ist abgelehnt.
>

Dann loete mal die Kathode der LED an die Versorgung statt Masse, danach 
sollte alles paletti sein. Allerdings ... wenn das ganze z.B. fuer das 
Garagentor oder sonstwie draussen ist, waeren Elkos zur Erreichung einer 
ausreichend niedrigen Taktrate bei hohe Induktivitaet nicht so der Hit, 
da nicht richtig frostsicher. Hitze moegen sie auch nicht.

-- 
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#241223

Fromolaf <olaf@criseis.ruhr.de>
Date2018-02-23 16:15 +0100
Message-ID<opn5me-3d5.ln1@criseis.ruhr.de>
In reply to#241207
Joerg <news@analogconsultants.com> wrote:


 >Loeblich! Ich habe aus spochtlichen fuer die Brauschrank-Elektronik 
 >ausschliesslich Teile aus meiner Jugendzeit-Bastelkiste genommen. Nix 
 >MSP430.

Ich nehme auch nur noch Bauteile die ich ausschlachte. Aber anscheinend
ist meine Bastelkiste moderner. :)


Olaf

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#241225

FromJoerg <news@analogconsultants.com>
Date2018-02-23 07:54 -0800
Message-ID<ffarp4Fkvq3U1@mid.individual.net>
In reply to#241223
On 2018-02-23 07:15, olaf wrote:
> Joerg <news@analogconsultants.com> wrote:
>
>
>   >Loeblich! Ich habe aus spochtlichen fuer die Brauschrank-Elektronik
>   >ausschliesslich Teile aus meiner Jugendzeit-Bastelkiste genommen. Nix
>   >MSP430.
>
> Ich nehme auch nur noch Bauteile die ich ausschlachte. Aber anscheinend
> ist meine Bastelkiste moderner. :)
>

Als ich letztens eine Fahrradelektronik bastelte, war der modernste 
Schaltregler in der Bastelkiste ein MC34063, vermutlich noch aus der 
Stundentenzeit. Ich brauchte noch was, damit die Ruecklichter jede 
Sekunde oder so kurz von normal auf hell blitzen. Die CD40106 waren mir 
ausgegangen, so ein Driss. Es fand sich aber ein zweiter MC34063 und da 
die maximal 90% Duty Cycle haben, nahm ich den als Pulserzeuger. Der 
Pfiff: Anstatt R plus C wie beim Schmitt-Inverter braucht der lediglich 
einen Kondensator fuer diesen Job und ist platzsparender.

-- 
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#241226

FromUwe Borchert <wetterfrosch@yahoo.com>
Date2018-02-23 16:56 +0100
Message-ID<p6pdjt$h5$1@news2.open-news-network.org>
In reply to#241207
Hallo,

Am 22.02.2018 um 23:45 schrieb Joerg:
> On 2018-02-22 14:24, Uwe Borchert wrote:
>> Am 22.02.2018 um 19:03 schrieb olaf:
>>> Uwe Borchert <wetterfrosch@yahoo.com> wrote:
>>> 
>>>> Energie einfach verheizt. Oder man hängt mehrere LED in Reihe 
>>>> bis deren Brennspannung (weit?) über der Versorgungsspannung 
>>>> liegt. Sonst noch Vorschläge?
>>> 
>>> Ich glaub im Jahr 2018 koennte man auch einfach einen
>>> Schaltregler in SOT23-5 nehmen und sich die Spannung machen die
>>> man gerne haette.
>> 
>> 1) Das sind spezielle Bauteile und nix aus der normalen 
>> Bastelkiste, daher müssten diese erst besorgt werden.
> 
> Loeblich! Ich habe aus spochtlichen fuer die Brauschrank-Elektronik
> ausschliesslich Teile aus meiner Jugendzeit-Bastelkiste genommen. Nix
> MSP430.

Bei solchen Fun-Projekten sollte man auch lernen. Und da sind
solche Schaltungen sehr sinnvoll. Man kann hinterher aus dem
Gelernten dann später immer noch etwas professionelleres zusammen
nageln.

>> 2) Das sind dann idR mehr als drei Bauteile und damit mehr als die
>> mir so bekannten Standardlösungen aus der Bauteilkiste oder mit
>> Ausschlachtware aus dem nächsten Ein-Euro-Shop (Solarlampen mit YX
>> 8208 für 1 Euro)
>> 
>> 3) Der Aufbau wird dadurch auch aufwendiger
>> 
>> Aus 1), 2) und 3) folgt: Dein Vorschlag ist abgelehnt.
>> 
> 
> Dann loete mal die Kathode der LED an die Versorgung statt Masse,

Ich versuche mir das vorzustellen, im Kopf durchzurechnen ...
aber gelötet wird das zuerst nicht, sondern gesteckt. Ich bin
aber noch ziemlich am Anfang mit den Sperrwandlern und muss
noch etwas die Grundlagen verstehen. Aber ewrst mal Danke für
den Tipp und das damit verbundene Gehirnjogging.

> danach sollte alles paletti sein. Allerdings ... wenn das ganze z.B.
> fuer das Garagentor oder sonstwie draussen ist, waeren Elkos zur
> Erreichung einer ausreichend niedrigen Taktrate bei hohe
> Induktivitaet nicht so der Hit, da nicht richtig frostsicher. Hitze
> moegen sie auch nicht.

Bei meinen ersten Versuchen lief die von Wikipedia geklaute
Schaltung erst mal nicht.

<https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/98/Simple_LED-Boost-Converter.svg>
<https://de.wikipedia.org/wiki/Leuchtdiode>

Logisch, da hat ein Kondensator zwischen Basis und Masse für
die Frequenz gefehlt. Das ist idR so bei der Literatur zum
Sperrwandler übliche Angaben. Den Kondensator nachgerüstet
ging es, so die damit eingestellte Frequenz nur noch genug
ist. Ganz grob: Bei etwa 10 kHz ist total tote Hose, bei
40 kHz oder mehr flutscht die Sache wie ein Politiker in den
Enddarm. Ich habe mich dabei daran orientiert:

Electronics Engineer's Reference Book
edited by F. F. Mazda - Page 37-6

f = (1 + n)/(R * C)

mit n = Übertragungsverhältnis, bei mir mit 2 x 15 Windungen
ist das1 zu 1.

<https://books.google.de/books?id=aN0gBQAAQBAJ&lpg=SA37-PA6&ots=DrFJMK6BqO&dq=using%20blocking%20oscillator%20%22step-down%22&pg=SA37-PA6#v=onepage&q=using%20blocking%20oscillator%20%22step-down%22&f=false>

Soweit läuft erst mal der Sperrwandler und nun muss ich den
unter Kontrolle bekommen. Das Verhältnis von R und C ist
durch die Frequenz und deren unteren Grenzwert vorgegeben.
Die Zahl der Wicklungen geht nach der Faustformel von eine
Wicklung pro 0,1 V max. Eingangsspannung auch ganz gut.
Nur das Berechnen von R ist mir noch schleierhaft. Da muss
ich noch durch.

PS: Beim YX8208 musste ich glätten (Diode und Kondensator),
um einen Flackerdiode (PWM) daran sinnvoll zu betreiben.
Beim gerade auf dem Schreibtisch zusammengenagelten Wandler
war das nicht notwendig und die Flackerdiode lief ohne
Probleme damit. Der YX8208 scheint viel schneller zu laufen
und zieht damit vmtl. der PWM in der Flackerdiode den Boden
unter den Beinchen weg. Bei nur 40 kHz läuft das aber, auch
noch bei 100 kHz rauf.

MfG

Uwe Borchert

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#241228

FromJoerg <news@analogconsultants.com>
Date2018-02-23 08:10 -0800
Message-ID<ffasmdFl78uU1@mid.individual.net>
In reply to#241226
On 2018-02-23 07:56, Uwe Borchert wrote:
> Hallo,
>
> Am 22.02.2018 um 23:45 schrieb Joerg:
>> On 2018-02-22 14:24, Uwe Borchert wrote:
>>> Am 22.02.2018 um 19:03 schrieb olaf:
>>>> Uwe Borchert <wetterfrosch@yahoo.com> wrote:
>>>>
>>>>> Energie einfach verheizt. Oder man hängt mehrere LED in Reihe bis
>>>>> deren Brennspannung (weit?) über der Versorgungsspannung liegt.
>>>>> Sonst noch Vorschläge?
>>>>
>>>> Ich glaub im Jahr 2018 koennte man auch einfach einen
>>>> Schaltregler in SOT23-5 nehmen und sich die Spannung machen die
>>>> man gerne haette.
>>>
>>> 1) Das sind spezielle Bauteile und nix aus der normalen Bastelkiste,
>>> daher müssten diese erst besorgt werden.
>>
>> Loeblich! Ich habe aus spochtlichen fuer die Brauschrank-Elektronik
>> ausschliesslich Teile aus meiner Jugendzeit-Bastelkiste genommen. Nix
>> MSP430.
>
> Bei solchen Fun-Projekten sollte man auch lernen. Und da sind
> solche Schaltungen sehr sinnvoll. Man kann hinterher aus dem
> Gelernten dann später immer noch etwas professionelleres zusammen
> nageln.
>

Wenn es auf den letzten Pfennig ankommt, sieht professionelle Elektronik 
am Ende so aehnlich aus. Meist weil selbst der chinesische 4-bit Micro 
Controller immer noch einen halben Cents mehr gekostet haette als die 
handvoll Bauteile. Ich habe Mitte der 90er mal einen diskreten Wandler 
in ein Design gepackt und das Geraet laeuft noch heute unveraendert in 
Shenzhen vom Fliessband.


>>> 2) Das sind dann idR mehr als drei Bauteile und damit mehr als die
>>> mir so bekannten Standardlösungen aus der Bauteilkiste oder mit
>>> Ausschlachtware aus dem nächsten Ein-Euro-Shop (Solarlampen mit YX
>>> 8208 für 1 Euro)
>>>
>>> 3) Der Aufbau wird dadurch auch aufwendiger
>>>
>>> Aus 1), 2) und 3) folgt: Dein Vorschlag ist abgelehnt.
>>>
>>
>> Dann loete mal die Kathode der LED an die Versorgung statt Masse,
>
> Ich versuche mir das vorzustellen, im Kopf durchzurechnen ...
> aber gelötet wird das zuerst nicht, sondern gesteckt. Ich bin
> aber noch ziemlich am Anfang mit den Sperrwandlern und muss
> noch etwas die Grundlagen verstehen. Aber ewrst mal Danke für
> den Tipp und das damit verbundene Gehirnjogging.
>

Einfach probieren, muss ja nur umgesteckt werden.


>> danach sollte alles paletti sein. Allerdings ... wenn das ganze z.B.
>> fuer das Garagentor oder sonstwie draussen ist, waeren Elkos zur
>> Erreichung einer ausreichend niedrigen Taktrate bei hohe
>> Induktivitaet nicht so der Hit, da nicht richtig frostsicher. Hitze
>> moegen sie auch nicht.
>
> Bei meinen ersten Versuchen lief die von Wikipedia geklaute
> Schaltung erst mal nicht.
>
> <https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/98/Simple_LED-Boost-Converter.svg>
>
> <https://de.wikipedia.org/wiki/Leuchtdiode>
>
> Logisch, da hat ein Kondensator zwischen Basis und Masse für
> die Frequenz gefehlt. Das ist idR so bei der Literatur zum
> Sperrwandler übliche Angaben. Den Kondensator nachgerüstet
> ging es, so die damit eingestellte Frequenz nur noch genug
> ist. Ganz grob: Bei etwa 10 kHz ist total tote Hose, bei
> 40 kHz oder mehr flutscht die Sache wie ein Politiker in den
> Enddarm. Ich habe mich dabei daran orientiert:
>
> Electronics Engineer's Reference Book
> edited by F. F. Mazda - Page 37-6
>
> f = (1 + n)/(R * C)
>
> mit n = Übertragungsverhältnis, bei mir mit 2 x 15 Windungen
> ist das1 zu 1.
>
> <https://books.google.de/books?id=aN0gBQAAQBAJ&lpg=SA37-PA6&ots=DrFJMK6BqO&dq=using%20blocking%20oscillator%20%22step-down%22&pg=SA37-PA6#v=onepage&q=using%20blocking%20oscillator%20%22step-down%22&f=false>
>

Viel kommt auf den Ferritkern an. In Deinem Fall einfach 
experimentieren. Es gibt ein unteres Ende, wo es nicht mehr loeppt und 
nach oben wird irgendwann der Wirkungsgrad schlechter. Das laesst sich 
leicht herausfinden.

>
> Soweit läuft erst mal der Sperrwandler und nun muss ich den
> unter Kontrolle bekommen. Das Verhältnis von R und C ist
> durch die Frequenz und deren unteren Grenzwert vorgegeben.
> Die Zahl der Wicklungen geht nach der Faustformel von eine
> Wicklung pro 0,1 V max. Eingangsspannung auch ganz gut.
> Nur das Berechnen von R ist mir noch schleierhaft. Da muss
> ich noch durch.
>

Haengt u.a. vom der Stromverstaerkung des Transistors ab und auch vom 
Eingangsspannungsbereich. Die Stromverstaerkung ist wiederum 
lastabhaengig. Nicht zu nahe an die obere Widerstandsgrenze gehen, sonst 
wird es unzuverlaessig.


> PS: Beim YX8208 musste ich glätten (Diode und Kondensator),
> um einen Flackerdiode (PWM) daran sinnvoll zu betreiben.
> Beim gerade auf dem Schreibtisch zusammengenagelten Wandler
> war das nicht notwendig und die Flackerdiode lief ohne
> Probleme damit. Der YX8208 scheint viel schneller zu laufen
> und zieht damit vmtl. der PWM in der Flackerdiode den Boden
> unter den Beinchen weg. Bei nur 40 kHz läuft das aber, auch
> noch bei 100 kHz rauf.
>

YX8208 kenne ich nicht. Vielleicht ist dort eine Regelschleife drin, die 
harte Lastwechsel nicht verknusern kann. Der Blocking Oscillator hat ja 
keine.

-- 
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#241230

Fromolaf <olaf@criseis.ruhr.de>
Date2018-02-23 17:35 +0100
Message-ID<6gs5me-qu7.ln1@criseis.ruhr.de>
In reply to#241228
Joerg <news@analogconsultants.com> wrote:

 >Wenn es auf den letzten Pfennig ankommt, sieht professionelle Elektronik 
 >am Ende so aehnlich aus. Meist weil selbst der chinesische 4-bit Micro 
 >Controller immer noch einen halben Cents mehr gekostet haette als die 
 >handvoll Bauteile. Ich habe Mitte der 90er mal einen diskreten Wandler 
 >in ein Design gepackt und das Geraet laeuft noch heute unveraendert in 
 >Shenzhen vom Fliessband.

Ach joerg...die Realitaet sieht doch ganz anders aus. Auch ich hab
mich diese Woche erst gewundert als ich in einer ziemlich primitiven
Schaltungen eines Kollegen einen Controller mit 32kRam und 512k Flash
gefunden habe. (Erschien auch mir etwas uebertrieben)
Die Antwort war, der Controller kostet uns fast nichts weil wir den
sonst in >100k Stueckzahlen laufen haben und ohne Speicher kann man
sowieso nicht mehr produzieren weil es sonst nicht durch das Tracking
der Fertigung kommen wuerde. (Seriennummern, Tests, Kalibrierung, usw)

Mittlerweile gibt es in 90% wirklich gute Gruende warum die
professionelle Elektronik nicht mehr aus drei Transistoren
besteht. Und in den restlichen Faellen besteht sie dann auch nicht
mehr aus drei Transistoren weil es keine Leute mehr gibt die das drauf
haben. 

Olaf

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#241243

FromJoerg <news@analogconsultants.com>
Date2018-02-23 11:52 -0800
Message-ID<ffb9mnFo5upU1@mid.individual.net>
In reply to#241230
On 2018-02-23 08:35, olaf wrote:
> Joerg <news@analogconsultants.com> wrote:
>
>   >Wenn es auf den letzten Pfennig ankommt, sieht professionelle Elektronik
>   >am Ende so aehnlich aus. Meist weil selbst der chinesische 4-bit Micro
>   >Controller immer noch einen halben Cents mehr gekostet haette als die
>   >handvoll Bauteile. Ich habe Mitte der 90er mal einen diskreten Wandler
>   >in ein Design gepackt und das Geraet laeuft noch heute unveraendert in
>   >Shenzhen vom Fliessband.
>
> Ach joerg...die Realitaet sieht doch ganz anders aus. Auch ich hab
> mich diese Woche erst gewundert als ich in einer ziemlich primitiven
> Schaltungen eines Kollegen einen Controller mit 32kRam und 512k Flash
> gefunden habe. (Erschien auch mir etwas uebertrieben)
> Die Antwort war, der Controller kostet uns fast nichts weil wir den
> sonst in >100k Stueckzahlen laufen haben und ohne Speicher kann man
> sowieso nicht mehr produzieren weil es sonst nicht durch das Tracking
> der Fertigung kommen wuerde. (Seriennummern, Tests, Kalibrierung, usw)
>

Tracking ist bei vielen Low-Cost Teilen nicht erforderlich, aber ich 
muss es dieses Fruehjahr tatsaechlich bei einem Messverstaerker 
vorsehen. Will Kunde so. Das kostet um 10 Cents bei Single-Wire EEPROM, 
etwa 5 Cents bei 2-Wire. Kann der uC da mithalten?


> Mittlerweile gibt es in 90% wirklich gute Gruende warum die
> professionelle Elektronik nicht mehr aus drei Transistoren
> besteht. Und in den restlichen Faellen besteht sie dann auch nicht
> mehr aus drei Transistoren weil es keine Leute mehr gibt die das drauf
> haben.
>

So isses. Ich habe allein im Januar drei Auftraege ablehnen muessen. 
Wobei die hiesige Steuerreform ordentlich nachgeholfen haben muss, denn 
so viel war das noch nie. Mittlerweile bin ich eisern und pflastere mir 
die Woche nicht mehr voll zu. Vorgestern lange Radtour, heute ist 
Brautag. Derzeit kocht das Wasser fuer die Gerstenmischung eines Belgian 
Tripel hoch.

-- 
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#241254

Fromolaf <olaf@criseis.ruhr.de>
Date2018-02-24 06:50 +0100
Message-ID<62b7me-e63.ln1@criseis.ruhr.de>
In reply to#241243
Joerg <news@analogconsultants.com> wrote:

 >muss es dieses Fruehjahr tatsaechlich bei einem Messverstaerker 
 >vorsehen. Will Kunde so. Das kostet um 10 Cents bei Single-Wire EEPROM, 
 >etwa 5 Cents bei 2-Wire. Kann der uC da mithalten?

Sowas ist unbrauchbar weil es nicht mit dem firmeneigenen
Kommunikationsbus reden kann. Oder willst du jede Arbeitstation in
>10Laendern und jedes Servicegeraet jedesmal auf das Protokoll bringen
das gerade in ist.

 >so viel war das noch nie. Mittlerweile bin ich eisern und pflastere mir 
 >die Woche nicht mehr voll zu. Vorgestern lange Radtour, heute ist 
 >Brautag. Derzeit kocht das Wasser fuer die Gerstenmischung eines Belgian 
 >Tripel hoch.

Und uebermorgen holst du die Tochter des Koenigs ab. :)

Olaf

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#241270

FromUwe Borchert <wetterfrosch@yahoo.com>
Date2018-02-24 11:17 +0100
Message-ID<p6re30$ats$1@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#241254
Hallo,

Am 24.02.2018 um 06:50 schrieb olaf:
> Joerg <news@analogconsultants.com> wrote:
> 
>> muss es dieses Fruehjahr tatsaechlich bei einem Messverstaerker 
>> vorsehen. Will Kunde so. Das kostet um 10 Cents bei Single-Wire
>> EEPROM, etwa 5 Cents bei 2-Wire. Kann der uC da mithalten?
> 
> Sowas ist unbrauchbar weil es nicht mit dem firmeneigenen 
> Kommunikationsbus reden kann. Oder willst du jede Arbeitstation in
> 10Laendern und jedes Servicegeraet jedesmal auf das Protokoll
> bringen das gerade in ist.

Es gibt da aber durchaus offene Protokolle und einige Hersteller
haben sich solche von Drittherstellern herangezogen. Das kann eine
gute Idee sein, so die Protokolle was taugen. Ein eigenes Protokoll
zu entwickeln ist zeitaufwendig und nicht immer so zielführend.

MfG

Uwe Borchert

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#241311

FromJoerg <news@analogconsultants.com>
Date2018-02-24 07:33 -0800
Message-ID<ffdeu2F846vU1@mid.individual.net>
In reply to#241254
On 2018-02-23 21:50, olaf wrote:
> Joerg <news@analogconsultants.com> wrote:
>
>   >muss es dieses Fruehjahr tatsaechlich bei einem Messverstaerker
>   >vorsehen. Will Kunde so. Das kostet um 10 Cents bei Single-Wire EEPROM,
>   >etwa 5 Cents bei 2-Wire. Kann der uC da mithalten?
>
> Sowas ist unbrauchbar weil es nicht mit dem firmeneigenen
> Kommunikationsbus reden kann. Oder willst du jede Arbeitstation in
>> 10Laendern und jedes Servicegeraet jedesmal auf das Protokoll bringen
> das gerade in ist.
>

Ja nun, ich kenne weder Deine Firma noch deren Produkte. Dann nimmt man 
eben was mit passendem Bus. I2C sollte gerade in Europa eigentlich 
gaengig sein.


>   >so viel war das noch nie. Mittlerweile bin ich eisern und pflastere mir
>   >die Woche nicht mehr voll zu. Vorgestern lange Radtour, heute ist
>   >Brautag. Derzeit kocht das Wasser fuer die Gerstenmischung eines Belgian
>   >Tripel hoch.
>
> Und uebermorgen holst du die Tochter des Koenigs ab. :)
>

Geht nicht, da haette meine Frau was gegen :-)

-- 
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#241248

FromUwe Borchert <wetterfrosch@yahoo.com>
Date2018-02-23 22:53 +0100
Message-ID<p6q2gf$cff$1@news2.open-news-network.org>
In reply to#241228
Hallo,

Am 23.02.2018 um 17:10 schrieb Joerg:
> On 2018-02-23 07:56, Uwe Borchert wrote:
>> Am 22.02.2018 um 23:45 schrieb Joerg:
>>> On 2018-02-22 14:24, Uwe Borchert wrote:
>>>> Am 22.02.2018 um 19:03 schrieb olaf:
>>>>> Uwe Borchert <wetterfrosch@yahoo.com> wrote:

...[...]...

>>>> 2) Das sind dann idR mehr als drei Bauteile und damit mehr als
>>>> die mir so bekannten Standardlösungen aus der Bauteilkiste oder
>>>> mit Ausschlachtware aus dem nächsten Ein-Euro-Shop (Solarlampen
>>>> mit YX 8208 für 1 Euro)
>>>> 
>>>> 3) Der Aufbau wird dadurch auch aufwendiger
>>>> 
>>>> Aus 1), 2) und 3) folgt: Dein Vorschlag ist abgelehnt.
>>>> 
>>> 
>>> Dann loete mal die Kathode der LED an die Versorgung statt
>>> Masse,
>> 
>> Ich versuche mir das vorzustellen, im Kopf durchzurechnen ... aber
>> gelötet wird das zuerst nicht, sondern gesteckt. Ich bin aber noch
>> ziemlich am Anfang mit den Sperrwandlern und muss noch etwas die
>> Grundlagen verstehen. Aber ewrst mal Danke für den Tipp und das
>> damit verbundene Gehirnjogging.
>> 
> 
> Einfach probieren, muss ja nur umgesteckt werden.

Gerade gemacht ... funktioniert, ist aber um einiges dunkler.
Da muss ich noch etwas weiter nachsehen.

> 
>>> danach sollte alles paletti sein. Allerdings ... wenn das ganze
>>> z.B. fuer das Garagentor oder sonstwie draussen ist, waeren Elkos
>>> zur Erreichung einer ausreichend niedrigen Taktrate bei hohe 
>>> Induktivitaet nicht so der Hit, da nicht richtig frostsicher.
>>> Hitze moegen sie auch nicht.

Ach so: Ich nutze so weit es geht Folienkondensatoren und
meide Elkos wegen deren Empfindlichkeit ggü. der Umwelt.


...[...]...

> Viel kommt auf den Ferritkern an. In Deinem Fall einfach
> experimentieren. Es gibt ein unteres Ende, wo es nicht mehr loeppt
> und nach oben wird irgendwann der Wirkungsgrad schlechter. Das laesst
> sich leicht herausfinden.

Na ja ... ein Gefummele wird es aber trotzdem. Ich bin gerade
dabei den aktuellen Aufbau etwas zu testen und nebenher meine
zusammengeguttenbergten Notizen auszuwerten.

>> Soweit läuft erst mal der Sperrwandler und nun muss ich den unter
>> Kontrolle bekommen. Das Verhältnis von R und C ist durch die
>> Frequenz und deren unteren Grenzwert vorgegeben. Die Zahl der
>> Wicklungen geht nach der Faustformel von eine Wicklung pro 0,1 V
>> max. Eingangsspannung auch ganz gut. Nur das Berechnen von R ist
>> mir noch schleierhaft. Da muss ich noch durch.
>> 
> 
> Haengt u.a. vom der Stromverstaerkung des Transistors ab und auch vom
> Eingangsspannungsbereich. Die Stromverstaerkung ist wiederum
> lastabhaengig. Nicht zu nahe an die obere Widerstandsgrenze gehen,
> sonst wird es unzuverlaessig.

Ich spiele gerade eher an der unteren Grenze und bin teilweise
bei Werten weit unter dem angegebenen 1k.

> 
>> PS: Beim YX8208 musste ich glätten (Diode und Kondensator), um
>> einen Flackerdiode (PWM) daran sinnvoll zu betreiben. Beim gerade
>> auf dem Schreibtisch zusammengenagelten Wandler war das nicht
>> notwendig und die Flackerdiode lief ohne Probleme damit. Der YX8208
>> scheint viel schneller zu laufen und zieht damit vmtl. der PWM in
>> der Flackerdiode den Boden unter den Beinchen weg. Bei nur 40 kHz
>> läuft das aber, auch noch bei 100 kHz rauf.
>> 
> 
> YX8208 kenne ich nicht. Vielleicht ist dort eine Regelschleife drin,
> die harte Lastwechsel nicht verknusern kann. Der Blocking Oscillator
> hat ja keine.

Kann auch sein. Vielleicht liegt es aber auch an der Frequenz?
Bisher war ich immer so zwischen 40 kHz und 100 kHz. Da ging
das PWM der Flackerdioden noch. Im Moment experimentiere ich
mit normalen LED und gehe da teilweise bis auf ½MHz rauf. Bei
den hohen Frequenzen bemerke ich bzgl. der Helligkeit keine
wahrnehmbaren Unterschiede mehr zwischen eine NiCd-Zelle mit
fast Null Innenwiderstand und einer ausgelutschten Alkaline mit
einigen Ohm. Ach so: Das Anlaufen geht bei den ausgelutschten
Alkaline auch ohne den C. Mit C sind diese teilweise um einiges
dunkler als ohne, so die Frequenz weit unten bleibt. Je weiter
die nach oben geht, um so geringer werden die (subjektiv und
nicht gemessenen optischen) Unterschiede. Langsam lichtet sich
der Nebel. Die Frequenz scheint da stark rein zu gehen.

MfG

Uwe Borchert

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#241312

FromJoerg <news@analogconsultants.com>
Date2018-02-24 07:44 -0800
Message-ID<ffdfipF88p8U1@mid.individual.net>
In reply to#241248
On 2018-02-23 13:53, Uwe Borchert wrote:
> Hallo,
>
> Am 23.02.2018 um 17:10 schrieb Joerg:
>> On 2018-02-23 07:56, Uwe Borchert wrote:
>>> Am 22.02.2018 um 23:45 schrieb Joerg:
>>>> On 2018-02-22 14:24, Uwe Borchert wrote:
>>>>> Am 22.02.2018 um 19:03 schrieb olaf:
>>>>>> Uwe Borchert <wetterfrosch@yahoo.com> wrote:
>
> ...[...]...
>
>>>>> 2) Das sind dann idR mehr als drei Bauteile und damit mehr als
>>>>> die mir so bekannten Standardlösungen aus der Bauteilkiste oder
>>>>> mit Ausschlachtware aus dem nächsten Ein-Euro-Shop (Solarlampen
>>>>> mit YX 8208 für 1 Euro)
>>>>>
>>>>> 3) Der Aufbau wird dadurch auch aufwendiger
>>>>>
>>>>> Aus 1), 2) und 3) folgt: Dein Vorschlag ist abgelehnt.
>>>>>
>>>>
>>>> Dann loete mal die Kathode der LED an die Versorgung statt
>>>> Masse,
>>>
>>> Ich versuche mir das vorzustellen, im Kopf durchzurechnen ... aber
>>> gelötet wird das zuerst nicht, sondern gesteckt. Ich bin aber noch
>>> ziemlich am Anfang mit den Sperrwandlern und muss noch etwas die
>>> Grundlagen verstehen. Aber ewrst mal Danke für den Tipp und das
>>> damit verbundene Gehirnjogging.
>>>
>>
>> Einfach probieren, muss ja nur umgesteckt werden.
>
> Gerade gemacht ... funktioniert, ist aber um einiges dunkler.


Klar, nun hast Du ja VCC von der LED-Gesamtspannung abgezogen. Doch 
damit ist garantiert, dass die LED aus ist, wenn der Wandler nicht laeuft.


> Da muss ich noch etwas weiter nachsehen.
>

Es muss ein hoeherer Strom durch die Spule fliessen, waehrend der 
Transistor duchgeschaltet ist. Mit der Kathode an VCC muss der Kern der 
Induktivitaet die gesamte in die LED gepustete Energie aufbringen, nicht 
mehr nur einen Teil. Der Kern darf natuerlich nicht saettigen.

>>
>>>> danach sollte alles paletti sein. Allerdings ... wenn das ganze
>>>> z.B. fuer das Garagentor oder sonstwie draussen ist, waeren Elkos
>>>> zur Erreichung einer ausreichend niedrigen Taktrate bei hohe
>>>> Induktivitaet nicht so der Hit, da nicht richtig frostsicher.
>>>> Hitze moegen sie auch nicht.
>
> Ach so: Ich nutze so weit es geht Folienkondensatoren und
> meide Elkos wegen deren Empfindlichkeit ggü. der Umwelt.
>

Folie ist gut, aber teuer. Man goennt sich ja sonst nichts :-)

Keramisch reicht.

>
> ...[...]...
>
>> Viel kommt auf den Ferritkern an. In Deinem Fall einfach
>> experimentieren. Es gibt ein unteres Ende, wo es nicht mehr loeppt
>> und nach oben wird irgendwann der Wirkungsgrad schlechter. Das laesst
>> sich leicht herausfinden.
>
> Na ja ... ein Gefummele wird es aber trotzdem. Ich bin gerade
> dabei den aktuellen Aufbau etwas zu testen und nebenher meine
> zusammengeguttenbergten Notizen auszuwerten.
>

Wenn Du noch jung bist, koennte das der Weg in die Tiefen der 
Analogtechnik werden und dann wirst Du in der Industrie ein gesuchter 
Mann. Lohnt sich.


>>> Soweit läuft erst mal der Sperrwandler und nun muss ich den unter
>>> Kontrolle bekommen. Das Verhältnis von R und C ist durch die
>>> Frequenz und deren unteren Grenzwert vorgegeben. Die Zahl der
>>> Wicklungen geht nach der Faustformel von eine Wicklung pro 0,1 V
>>> max. Eingangsspannung auch ganz gut. Nur das Berechnen von R ist
>>> mir noch schleierhaft. Da muss ich noch durch.
>>>
>>
>> Haengt u.a. vom der Stromverstaerkung des Transistors ab und auch vom
>> Eingangsspannungsbereich. Die Stromverstaerkung ist wiederum
>> lastabhaengig. Nicht zu nahe an die obere Widerstandsgrenze gehen,
>> sonst wird es unzuverlaessig.
>
> Ich spiele gerade eher an der unteren Grenze und bin teilweise
> bei Werten weit unter dem angegebenen 1k.
>

Es kommt auch darauf an, wieviel Strom in die LED soll. Wenn das 10mA 
oder mehr sein sollen, saehe es mit 1k oder mehr schlecht aus.


>>
>>> PS: Beim YX8208 musste ich glätten (Diode und Kondensator), um
>>> einen Flackerdiode (PWM) daran sinnvoll zu betreiben. Beim gerade
>>> auf dem Schreibtisch zusammengenagelten Wandler war das nicht
>>> notwendig und die Flackerdiode lief ohne Probleme damit. Der YX8208
>>> scheint viel schneller zu laufen und zieht damit vmtl. der PWM in
>>> der Flackerdiode den Boden unter den Beinchen weg. Bei nur 40 kHz
>>> läuft das aber, auch noch bei 100 kHz rauf.
>>>
>>
>> YX8208 kenne ich nicht. Vielleicht ist dort eine Regelschleife drin,
>> die harte Lastwechsel nicht verknusern kann. Der Blocking Oscillator
>> hat ja keine.
>
> Kann auch sein. Vielleicht liegt es aber auch an der Frequenz?
> Bisher war ich immer so zwischen 40 kHz und 100 kHz. Da ging
> das PWM der Flackerdioden noch. Im Moment experimentiere ich
> mit normalen LED und gehe da teilweise bis auf ½MHz rauf. Bei
> den hohen Frequenzen bemerke ich bzgl. der Helligkeit keine
> wahrnehmbaren Unterschiede mehr zwischen eine NiCd-Zelle mit
> fast Null Innenwiderstand und einer ausgelutschten Alkaline mit
> einigen Ohm. Ach so: Das Anlaufen geht bei den ausgelutschten
> Alkaline auch ohne den C. Mit C sind diese teilweise um einiges
> dunkler als ohne, so die Frequenz weit unten bleibt. Je weiter
> die nach oben geht, um so geringer werden die (subjektiv und
> nicht gemessenen optischen) Unterschiede. Langsam lichtet sich
> der Nebel. Die Frequenz scheint da stark rein zu gehen.
>

Normalerweise wird der Wirkungsgrad solcher Dinger bei hohen Frequenzen 
schlecht, 100kHz ist recht ueblich. Hoeher gehen Leute meist, wenn die 
Induktivitaet sehr klein werden soll.

Vorsicht mit ausgelutschten Alkalines, die fangen leicht an zu lecken 
und das gibt Sauerei. Manche schon, wenn sie noch 1.5V haben. Duracell 
hat sich bei mir in letzter Zeit als sehr mies erwiesen und steht nun 
auf meiner "Do not buy" Liste.

-- 
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

[toc] | [prev] | [standalone]


Back to top | Article view | de.sci.electronics


csiph-web