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Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung

Started byDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
First post2026-02-11 16:45 +0000
Last post2026-02-17 16:21 +0100
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Contents

  Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung  Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2026-02-11 16:45 +0000
    Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2026-02-11 18:21 +0100
      Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2026-02-12 00:08 +0100
      Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2026-02-12 00:49 +0100
      Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Ulf Kutzner <user2991@newsgrouper.org.invalid> - 2026-02-12 07:31 +0000
        Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Hartmut Ott <hottm@arcor.de> - 2026-02-12 14:34 +0100
    Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2026-02-12 00:42 +0100
      Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Juergen <schreibsklave@web.de> - 2026-02-12 01:44 +0100
        Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2026-02-12 06:00 +0100
      Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> - 2026-02-22 13:02 +0100
    Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung  ram@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) - 2026-02-12 00:56 +0000
      Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung  ram@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) - 2026-02-16 15:04 +0000
        Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung  Ulf Kutzner <user2991@newsgrouper.org.invalid> - 2026-02-16 15:12 +0000
        Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Goetz Schultz <ng.expire1230@goetz.co.uk> - 2026-02-16 15:20 +0000
          Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Goetz Schultz <ng.expire1230@goetz.co.uk> - 2026-02-16 15:33 +0000
    Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung "F. W." <me@home.invalid> - 2026-02-12 07:06 +0100
      Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Ulf Kutzner <user2991@newsgrouper.org.invalid> - 2026-02-12 07:34 +0000
        Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2026-02-12 10:17 +0000
      Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2026-02-12 09:09 +0000
        Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2026-02-12 10:14 +0000
          Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Ulf Kutzner <user2991@newsgrouper.org.invalid> - 2026-02-12 10:24 +0000
            Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2026-02-12 10:39 +0000
              Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Ulf Kutzner <user2991@newsgrouper.org.invalid> - 2026-02-12 10:43 +0000
                Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2026-02-12 10:52 +0000
            Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2026-02-12 13:35 +0000
    Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Ulrich D i e z <ud.usenetcorrespondence@web.de> - 2026-02-15 06:02 +0100
      Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2026-02-16 07:40 +0100
        Re: Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung ram@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) - 2026-02-16 09:07 +0000
          Re: Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung ram@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) - 2026-02-16 23:58 +0000
        Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2026-02-17 05:53 +0000
          Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2026-02-17 09:20 +0100
            Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2026-02-17 11:03 +0100
              Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2026-02-17 11:44 +0100
                Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Hartmut Ott <hottm@arcor.de> - 2026-02-17 12:51 +0100
                  Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2026-02-17 14:49 +0100
                  Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2026-02-17 20:01 +0100
                    Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Hartmut Ott <hottm@arcor.de> - 2026-02-18 14:27 +0100
                Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2026-02-17 12:51 +0000
                Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Goetz Schultz <ng.expire1230@goetz.co.uk> - 2026-02-17 14:09 +0000
                  Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2026-02-17 15:42 +0100
                    Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Goetz Schultz <ng.expire1230@goetz.co.uk> - 2026-02-17 16:34 +0000
                      Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2026-02-17 18:33 +0100
                        Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2026-02-17 18:13 +0000
        Re: Warken: verpflichtende digitale Ersteinschätzung Ulrich D i e z <ud.usenetcorrespondence@web.de> - 2026-02-17 16:21 +0100

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#656809

FromUlf Kutzner <user2991@newsgrouper.org.invalid>
Date2026-02-12 10:24 +0000
Message-ID<1770891898-2991@newsgrouper.org>
In reply to#656807
Neudert <neudert@5sl.org> posted:

> Stefan Froehlich <Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at> wrote:
> > On Thu, 12 Feb 2026 07:06:17 F. W. wrote:
> >> Ich muss den von mir ansonsten geschätzten Ärztestand mal
> >> kritisieren.  Wenn ich bei Amazon etwas kaufe, bekomme ich eine
> >> Rechnung, auf der alles steht, was ich gekauft habe. Auch bei den
> >> Discountern bekomme ich jedes mal einen Beleg. In jedem
> >> Bäckerladen fragt man mich ob ich einen Beleg möchte.
> > 
> >> Nur beim Arzt, egal bei welchem, wo es um mich höchstpersönlich
> >> geht, um mein Wohlbefinden, meine Gesundheit, mein Leben
> >> womöglich, da bekomme ich schnelle Worte und schnelle
> >> Empfehlungen. Kein Schriftstück, nirgends.
> > 
> > Ohne Rechnung würde ich glatt die Bezahlung verweigern, aber die hat
> > mir bisher noch jeder Arzt ungefragt und sehr bereitwillig in die
> > Hand gedrückt (sofern die Zahlung nicht über die Krankenkasse
> > abgewickelt wurde).
> > 
> >> Warum kommt man vom Arzt immer ohne (digitalen) Zettel und muss -
> >> nach jeder möglichen Diagnose - immer alles auswendig behalten?
> > 
> > Wenn Du den Bäcker fragst, welche Inhaltsstoffe die einzelnen
> > Backwaren haben, wird er Dir bereitwillig Auskunft geben, in den
> > meisten Fällen aber keinen Zettel parat haben, geschweige Dir seine
> > Expertise für genau Deine Anfrage zusammenfassen und ausdrucken.
> > 
> > Insofern hinkt Dein Vergleich gewaltig. Allerdings:
> > 
> >> Meine Hautärztin ist Griechin, mein Kardiologe Iraner, meine
> >> Zahnärztin ist Türkin. Die geben immer Zettel raus, was ich habe
> >> und was zu tun ist. Die kennen das aus ihrer Kindheit gar nicht
> >> anders.
> > 
> > ...ist auch die Materie etwas komplexer als beim Bäcker, und die
> > Unwilligkeit, mit der manche Ärzte Diagnosen und/oder
> > Therapievorschläge verschriftlichen, ist in der Tat bedauerlich.
> > Auf Nachfrage müssen sie wohl, in Einzelfällen hatte ich aber auch
> > schon den Eindruck, dass das als Hochverrat (aka "der Patient geht
> > zum Kollegen und fragt den um eine Zweitmeinung") betrachtet wird.

 
> Bei uns ist es einfach geregelt: der Facharzt hat eine Berichtspflicht wenn
> er eine Überweisung von einem Hausarzt bekommt zu einem Patienten und der
> Patient erscheint bei ihm. Dann muss er anschließend einen Arztbrief an den
> Hausarzt senden.

Oder dem Pat. für den Hausarzt mitgeben.

Wird der Brief erst verfaßt, wenn Pat. schon gegangen,
kommt Pat. ggf. wieder, um zu erfahren, was der Facharzt
denn so eruiert hat. Und da, ich muß mal nachfragen,
sollen sich manche FA gern mal bockig stellen.

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#656812

FromDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
Date2026-02-12 10:39 +0000
Message-ID<10mkals$2nj5$1@solani.org>
In reply to#656809
Ulf Kutzner <user2991@newsgrouper.org.invalid> wrote:
> 
> Neudert <neudert@5sl.org> posted:
> 
>> Stefan Froehlich <Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at> wrote:
>>> On Thu, 12 Feb 2026 07:06:17 F. W. wrote:
>>>> Ich muss den von mir ansonsten geschätzten Ärztestand mal
>>>> kritisieren.  Wenn ich bei Amazon etwas kaufe, bekomme ich eine
>>>> Rechnung, auf der alles steht, was ich gekauft habe. Auch bei den
>>>> Discountern bekomme ich jedes mal einen Beleg. In jedem
>>>> Bäckerladen fragt man mich ob ich einen Beleg möchte.
>>> 
>>>> Nur beim Arzt, egal bei welchem, wo es um mich höchstpersönlich
>>>> geht, um mein Wohlbefinden, meine Gesundheit, mein Leben
>>>> womöglich, da bekomme ich schnelle Worte und schnelle
>>>> Empfehlungen. Kein Schriftstück, nirgends.
>>> 
>>> Ohne Rechnung würde ich glatt die Bezahlung verweigern, aber die hat
>>> mir bisher noch jeder Arzt ungefragt und sehr bereitwillig in die
>>> Hand gedrückt (sofern die Zahlung nicht über die Krankenkasse
>>> abgewickelt wurde).
>>> 
>>>> Warum kommt man vom Arzt immer ohne (digitalen) Zettel und muss -
>>>> nach jeder möglichen Diagnose - immer alles auswendig behalten?
>>> 
>>> Wenn Du den Bäcker fragst, welche Inhaltsstoffe die einzelnen
>>> Backwaren haben, wird er Dir bereitwillig Auskunft geben, in den
>>> meisten Fällen aber keinen Zettel parat haben, geschweige Dir seine
>>> Expertise für genau Deine Anfrage zusammenfassen und ausdrucken.
>>> 
>>> Insofern hinkt Dein Vergleich gewaltig. Allerdings:
>>> 
>>>> Meine Hautärztin ist Griechin, mein Kardiologe Iraner, meine
>>>> Zahnärztin ist Türkin. Die geben immer Zettel raus, was ich habe
>>>> und was zu tun ist. Die kennen das aus ihrer Kindheit gar nicht
>>>> anders.
>>> 
>>> ...ist auch die Materie etwas komplexer als beim Bäcker, und die
>>> Unwilligkeit, mit der manche Ärzte Diagnosen und/oder
>>> Therapievorschläge verschriftlichen, ist in der Tat bedauerlich.
>>> Auf Nachfrage müssen sie wohl, in Einzelfällen hatte ich aber auch
>>> schon den Eindruck, dass das als Hochverrat (aka "der Patient geht
>>> zum Kollegen und fragt den um eine Zweitmeinung") betrachtet wird.
> 
>  
>> Bei uns ist es einfach geregelt: der Facharzt hat eine Berichtspflicht wenn
>> er eine Überweisung von einem Hausarzt bekommt zu einem Patienten und der
>> Patient erscheint bei ihm. Dann muss er anschließend einen Arztbrief an den
>> Hausarzt senden.
> 
> Oder dem Pat. für den Hausarzt mitgeben.
> 
> Wird der Brief erst verfaßt, wenn Pat. schon gegangen,
> kommt Pat. ggf. wieder, um zu erfahren, was der Facharzt
> denn so eruiert hat. Und da, ich muß mal nachfragen,
> sollen sich manche FA gern mal bockig stellen.
> 

Es ist mir schon klar, dass es einige Spezialisten gibt, die ihre
Berichtspflicht nur ungern erfüllen , beispielsweise, weil man sich da
festlegen muss und weil das in der Vergangenheit schon manchmal zu
Problemen geführt haben kann. Oder dass die Briefe nur aus
Textverarbeitungs-Bausteinen unpersönlich zusammengesetzt sind. Ich halte
das für schlechte Medizin. Ich habe jeden meiner Briefe individuell
selbstständig formuliert, diktiert, korrigiert und unterschrieben. Man muss
sich festlegen und unterschreiben. Das wird durchaus von vielen Menschen
(und Hausärzten) auch so als gut akzeptiert und verstanden.
Diese individuell persönlich erstellten Briefe sind auch für mich
hilfreich, wenn der Patient nach ein zwei oder fünf Jahren wiederkommt.
Dann findet man sich in die Geschichte rein, sieht die relevanten Befunde
und was man für Schlüsse daraus gezogen hat und vergleicht, wie es dem
Patienten jetzt geht. Das ist weitaus befriedigender als irgendeiner ePA
Befundfragmente zusammenzusetzen. Ich hatte allerdings auch recht gute
Lehrmeister, die nie im Leben mit einer losen Sammlung von Einzelbefunden
zufrieden gewesen wären, sondern immer nach der Integration, nach dem
Gesamtbild gefragt haben. Und nach der „Story“. Das ist für mich sogar das
Wichtigste. Was steckt dahinter für eine Lebenssituation? Wie kam es denn
dazu? Wie soll es denn weitergehen? So etwas kann man in einem Brief
andeuten oder auch ausführen, in einer losen BefundSammlung wie der ePA
nicht.

Aber jetzt viel Spaß, in Zukunft wird die verpflichtende digitale
„Ersteinschätzung“ den für euch passenden Arzt schon auswählen. Man beachte
den Teil mit  „verpflichtend“. Daraus soll die Einsparung resultieren. 

-- 
please forgive my iPhone typos

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#656813

FromUlf Kutzner <user2991@newsgrouper.org.invalid>
Date2026-02-12 10:43 +0000
Message-ID<1770892998-2991@newsgrouper.org>
In reply to#656812
Neudert <neudert@5sl.org> posted:

> Ulf Kutzner <user2991@newsgrouper.org.invalid> wrote:
> > 
> > Neudert <neudert@5sl.org> posted:
> > 
> >> Stefan Froehlich <Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at> wrote:
> >>> On Thu, 12 Feb 2026 07:06:17 F. W. wrote:


 
> >>>> Nur beim Arzt, egal bei welchem, wo es um mich höchstpersönlich
> >>>> geht, um mein Wohlbefinden, meine Gesundheit, mein Leben
> >>>> womöglich, da bekomme ich schnelle Worte und schnelle
> >>>> Empfehlungen. Kein Schriftstück, nirgends.
> >>> 
> >>> Ohne Rechnung würde ich glatt die Bezahlung verweigern, aber die hat
> >>> mir bisher noch jeder Arzt ungefragt und sehr bereitwillig in die
> >>> Hand gedrückt (sofern die Zahlung nicht über die Krankenkasse
> >>> abgewickelt wurde).
> >>> 
> >>>> Warum kommt man vom Arzt immer ohne (digitalen) Zettel und muss -
> >>>> nach jeder möglichen Diagnose - immer alles auswendig behalten?
> >>> 
> >>> Wenn Du den Bäcker fragst, welche Inhaltsstoffe die einzelnen
> >>> Backwaren haben, wird er Dir bereitwillig Auskunft geben, in den
> >>> meisten Fällen aber keinen Zettel parat haben, geschweige Dir seine
> >>> Expertise für genau Deine Anfrage zusammenfassen und ausdrucken.
> >>> 
> >>> Insofern hinkt Dein Vergleich gewaltig. Allerdings:
> >>> 
> >>>> Meine Hautärztin ist Griechin, mein Kardiologe Iraner, meine
> >>>> Zahnärztin ist Türkin. Die geben immer Zettel raus, was ich habe
> >>>> und was zu tun ist. Die kennen das aus ihrer Kindheit gar nicht
> >>>> anders.
> >>> 
> >>> ...ist auch die Materie etwas komplexer als beim Bäcker, und die
> >>> Unwilligkeit, mit der manche Ärzte Diagnosen und/oder
> >>> Therapievorschläge verschriftlichen, ist in der Tat bedauerlich.
> >>> Auf Nachfrage müssen sie wohl, in Einzelfällen hatte ich aber auch
> >>> schon den Eindruck, dass das als Hochverrat (aka "der Patient geht
> >>> zum Kollegen und fragt den um eine Zweitmeinung") betrachtet wird.
> > 
> >  
> >> Bei uns ist es einfach geregelt: der Facharzt hat eine Berichtspflicht wenn
> >> er eine Überweisung von einem Hausarzt bekommt zu einem Patienten und der
> >> Patient erscheint bei ihm. Dann muss er anschließend einen Arztbrief an den
> >> Hausarzt senden.
> > 
> > Oder dem Pat. für den Hausarzt mitgeben.
> > 
> > Wird der Brief erst verfaßt, wenn Pat. schon gegangen,
> > kommt Pat. ggf. wieder, um zu erfahren, was der Facharzt
> > denn so eruiert hat. Und da, ich muß mal nachfragen,
> > sollen sich manche FA gern mal bockig stellen.
> > 
> 
> Es ist mir schon klar, dass es einige Spezialisten gibt, die ihre
> Berichtspflicht nur ungern erfüllen , beispielsweise, weil man sich da
> festlegen muss und weil das in der Vergangenheit schon manchmal zu
> Problemen geführt haben kann. Oder dass die Briefe nur aus
> Textverarbeitungs-Bausteinen unpersönlich zusammengesetzt sind. Ich halte
> das für schlechte Medizin. Ich habe jeden meiner Briefe individuell
> selbstständig formuliert, diktiert, korrigiert und unterschrieben. Man muss
> sich festlegen und unterschreiben. Das wird durchaus von vielen Menschen
> (und Hausärzten) auch so als gut akzeptiert und verstanden.
> Diese individuell persönlich erstellten Briefe sind auch für mich
> hilfreich, wenn der Patient nach ein zwei oder fünf Jahren wiederkommt.
> Dann findet man sich in die Geschichte rein, sieht die relevanten Befunde
> und was man für Schlüsse daraus gezogen hat und vergleicht, wie es dem
> Patienten jetzt geht. Das ist weitaus befriedigender als irgendeiner ePA
> Befundfragmente zusammenzusetzen.

Und ich dachte, Du seist unzufrieden, wenn Pat.
mit gefülltem Aktenordner kommt?

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#656815

FromDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
Date2026-02-12 10:52 +0000
Message-ID<10mkbdv$2o82$1@solani.org>
In reply to#656813
Ulf Kutzner <user2991@newsgrouper.org.invalid> wrote:
> 
> Neudert <neudert@5sl.org> posted:
> 
>> Ulf Kutzner <user2991@newsgrouper.org.invalid> wrote:
>>> 
>>> Neudert <neudert@5sl.org> posted:
>>> 
>>>> Stefan Froehlich <Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at> wrote:
>>>>> On Thu, 12 Feb 2026 07:06:17 F. W. wrote:
> 
> 
>  
>>>>>> Nur beim Arzt, egal bei welchem, wo es um mich höchstpersönlich
>>>>>> geht, um mein Wohlbefinden, meine Gesundheit, mein Leben
>>>>>> womöglich, da bekomme ich schnelle Worte und schnelle
>>>>>> Empfehlungen. Kein Schriftstück, nirgends.
>>>>> 
>>>>> Ohne Rechnung würde ich glatt die Bezahlung verweigern, aber die hat
>>>>> mir bisher noch jeder Arzt ungefragt und sehr bereitwillig in die
>>>>> Hand gedrückt (sofern die Zahlung nicht über die Krankenkasse
>>>>> abgewickelt wurde).
>>>>> 
>>>>>> Warum kommt man vom Arzt immer ohne (digitalen) Zettel und muss -
>>>>>> nach jeder möglichen Diagnose - immer alles auswendig behalten?
>>>>> 
>>>>> Wenn Du den Bäcker fragst, welche Inhaltsstoffe die einzelnen
>>>>> Backwaren haben, wird er Dir bereitwillig Auskunft geben, in den
>>>>> meisten Fällen aber keinen Zettel parat haben, geschweige Dir seine
>>>>> Expertise für genau Deine Anfrage zusammenfassen und ausdrucken.
>>>>> 
>>>>> Insofern hinkt Dein Vergleich gewaltig. Allerdings:
>>>>> 
>>>>>> Meine Hautärztin ist Griechin, mein Kardiologe Iraner, meine
>>>>>> Zahnärztin ist Türkin. Die geben immer Zettel raus, was ich habe
>>>>>> und was zu tun ist. Die kennen das aus ihrer Kindheit gar nicht
>>>>>> anders.
>>>>> 
>>>>> ...ist auch die Materie etwas komplexer als beim Bäcker, und die
>>>>> Unwilligkeit, mit der manche Ärzte Diagnosen und/oder
>>>>> Therapievorschläge verschriftlichen, ist in der Tat bedauerlich.
>>>>> Auf Nachfrage müssen sie wohl, in Einzelfällen hatte ich aber auch
>>>>> schon den Eindruck, dass das als Hochverrat (aka "der Patient geht
>>>>> zum Kollegen und fragt den um eine Zweitmeinung") betrachtet wird.
>>> 
>>> 
>>>> Bei uns ist es einfach geregelt: der Facharzt hat eine Berichtspflicht wenn
>>>> er eine Überweisung von einem Hausarzt bekommt zu einem Patienten und der
>>>> Patient erscheint bei ihm. Dann muss er anschließend einen Arztbrief an den
>>>> Hausarzt senden.
>>> 
>>> Oder dem Pat. für den Hausarzt mitgeben.
>>> 
>>> Wird der Brief erst verfaßt, wenn Pat. schon gegangen,
>>> kommt Pat. ggf. wieder, um zu erfahren, was der Facharzt
>>> denn so eruiert hat. Und da, ich muß mal nachfragen,
>>> sollen sich manche FA gern mal bockig stellen.
>>> 
>> 
>> Es ist mir schon klar, dass es einige Spezialisten gibt, die ihre
>> Berichtspflicht nur ungern erfüllen , beispielsweise, weil man sich da
>> festlegen muss und weil das in der Vergangenheit schon manchmal zu
>> Problemen geführt haben kann. Oder dass die Briefe nur aus
>> Textverarbeitungs-Bausteinen unpersönlich zusammengesetzt sind. Ich halte
>> das für schlechte Medizin. Ich habe jeden meiner Briefe individuell
>> selbstständig formuliert, diktiert, korrigiert und unterschrieben. Man muss
>> sich festlegen und unterschreiben. Das wird durchaus von vielen Menschen
>> (und Hausärzten) auch so als gut akzeptiert und verstanden.
>> Diese individuell persönlich erstellten Briefe sind auch für mich
>> hilfreich, wenn der Patient nach ein zwei oder fünf Jahren wiederkommt.
>> Dann findet man sich in die Geschichte rein, sieht die relevanten Befunde
>> und was man für Schlüsse daraus gezogen hat und vergleicht, wie es dem
>> Patienten jetzt geht. Das ist weitaus befriedigender als irgendeiner ePA
>> Befundfragmente zusammenzusetzen.
> 
> Und ich dachte, Du seist unzufrieden, wenn Pat.
> mit gefülltem Aktenordner kommt?
> 

Diese Leitz Aktenordner sind das Paradebeispiel für sinnlose
Einzelbefund-Akkumulationen. Laborwerte zwischen Zahnarzt-Abrechnungen,
Mikrobiologie befunden und Stuhlgangsgewohnheiten und
Ernährungsgewohnheiten. 
Ein einzelner aktueller wertender Arztbrief ist weitaus bedeutungsvoller. 

Und was liest der Hausarzt von diesen Briefen? Wenn er gut ist und sich die
Zeit nimmt die Anamnese (auf die Weise lernt er die auch mal kennen) und
mindestens die Zusammenfassung und die Therapieempfehlung. Die vier Seiten
Einzelbefunde dazwischen liest er in der Regel nicht so intensiv, nur wenn
ihm etwas nicht stimmig vorkommt.

Ob und wieviel er davon versteht kommt natürlich auch auf den Arzt und
seine Erfahrung an und auf das berichtende Fachgebiet. Es kann ja nicht
jeder alles kennen,  das ist okay so.

-- 
please forgive my iPhone typos

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#656833

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2026-02-12 13:35 +0000
Message-ID<1t698dd61ai1f9dc6n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#656809
On Thu, 12 Feb 2026 11:24:58 Ulf Kutzner wrote:
> Neudert <neudert@5sl.org> posted:
>> Stefan Froehlich <Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at> wrote:
>> > [...] die Unwilligkeit, mit der manche Ärzte Diagnosen und/oder
>> > Therapievorschläge verschriftlichen, ist in der Tat
>> > bedauerlich.  Auf Nachfrage müssen sie wohl, in Einzelfällen
>> > hatte ich aber auch schon den Eindruck, dass das als Hochverrat
>> > (aka "der Patient geht zum Kollegen und fragt den um eine
>> > Zweitmeinung") betrachtet wird.
 
>> Bei uns ist es einfach geregelt: der Facharzt hat eine
>> Berichtspflicht wenn er eine Überweisung von einem Hausarzt
>> bekommt zu einem Patienten und der Patient erscheint bei ihm.
>> Dann muss er anschließend einen Arztbrief an den Hausarzt senden.

> Oder dem Pat. für den Hausarzt mitgeben.

Wenn man denn vom Hausarzt dorthin überwiesen wurde. Klar, dann
schon, muss er ja. Recht häufig schlägt man halt direkt beim
Facharzt auf (bei Augenärzten oder Orthopäden sowieso, aber durchaus
auch andere), und dann gibt es in der Regelfall einen warmen
Händedruck zum Abschied (bei Ärzten eigentlich auch so ein Ding,
aber ok), jedoch nichts schriftliches.

> Wird der Brief erst verfaßt, wenn Pat. schon gegangen, kommt Pat.
> ggf. wieder, um zu erfahren, was der Facharzt denn so eruiert hat.

Nein, das wäre auch gefehlt. Der Arzt guckt, überlegt, fragt und
schlägt nach, überlegt noch einmal, verordnet dann, druckt einen
Stapel Rezepte aus und legt einen Termin für die nächste
Konsultation fest. That's it (unter bestimmten Randbedingungen halt,
d.h. eben keine Überweisung dorthin, und keine kritische Diagnose,
die die Einbindung weiterer Kollegen erfordert).

> Und da, ich muß mal nachfragen, sollen sich manche FA gern mal
> bockig stellen.

Die Sache ist: Solange man ohnehin plant, beim gleichen Arzt
weiterhin vorstellig zu werden, hakt man meist nicht nach.

Servus,
   Stefan

-- 
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Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Der geklaute Liebhaber bekommt Stefan. Warum wohl?
(Sloganizer)

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#656966

FromUlrich D i e z <ud.usenetcorrespondence@web.de>
Date2026-02-15 06:02 +0100
Message-ID<10mrk0s$7klj$1@solani.org>
In reply to#656765
Dr. Joachim Neudert schrieb:

> Die verpflichtende sogenannte „digitale Ersteinschätzung“ wird interessant
> werden.
> Ich sehe schon in zahlreichen Computer-Fachzeitungen und Illustrierten die
> „Tipps und Tricks“ Artikel vor mir: „Wie komme ich am
> Krankenkassen-Computer vorbei und sehe einen Arzt aus Fleisch und Blut?“


Was sollte an einem Arzt aus Fleisch und Blut in der heutigen Zeit
besser sein als an einem Krankenkassen-Computer, so ekelerregend, wie
Ärztinnen und Ärzte sich gegenüber Menschen sehr häufig verhalten?

Mit freundlichem Gruß

Ulrich

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#657010

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2026-02-16 07:40 +0100
Message-ID<10mue4m$8t30$1@solani.org>
In reply to#656966
Am 15.02.26 um 06:02 schrieb Ulrich D i e z:
> Dr. Joachim Neudert schrieb:
> 
>> Die verpflichtende sogenannte „digitale Ersteinschätzung“ wird interessant
>> werden.
>> Ich sehe schon in zahlreichen Computer-Fachzeitungen und Illustrierten die
>> „Tipps und Tricks“ Artikel vor mir: „Wie komme ich am
>> Krankenkassen-Computer vorbei und sehe einen Arzt aus Fleisch und Blut?“
> 
> 
> Was sollte an einem Arzt aus Fleisch und Blut in der heutigen Zeit
> besser sein als an einem Krankenkassen-Computer, so ekelerregend, wie
> Ärztinnen und Ärzte sich gegenüber Menschen sehr häufig verhalten?
> 
> Mit freundlichem Gruß
> 
> Ulrich

Na, dann ist ja schon der Erste hochzufrieden, wenn er stattdessen von 
einem Chatbot Diagnosen, Therapieempfehlungen und Trost erhält.

SZ vom 16.2.2025:
_______________________

Das Problem ist nicht die KI, sondern der Mensch

Chatbots führen viele Nutzer zu falschen medizinischen Diagnosen. Und 
sie erkennen nicht, wann dringend Hilfe erforderlich ist.

Sie bestehen Medizinprüfungen mit Bravour und können mehr Krankheiten 
nennen als die meisten Ärztinnen und Ärzte: KI-Chatbots wie Chat-GPT und 
Llama nutzen nachweislich fundiertes Fachwissen. Daher liegt es nahe, 
die KI bei Gesundheitsfragen zu konsultieren, was viele Menschen tun. 
Nun zeigt eine im Fachmagazin Nature Medicine veröffentlichte Studie 
jedoch: Trotz nahezu perfekter Leistungen bei medizinischen Prüfungen 
klappt die Diagnose im direkten Chat mit Laien überraschend schlecht. 
Auch geben die großen Sprachmodelle, wie KI-Chatbots in der Fachsprache 
genannt werden, oft falsche Handlungsanweisungen.
„Diese Ergebnisse verdeutlichen, wie schwierig es ist, KI-Systeme zu 
entwickeln, die Menschen in sensiblen, risikoreichen Bereichen wie der 
Gesundheit wirklich unterstützen können“, wird Rebecca Payne von der 
Bangor University in Wales, Co-Autorin der Studie, in einer 
Medienmitteilung zitiert. Trotz des ganzen Hypes sei KI einfach nicht 
bereit, die Rolle von Ärztinnen und Ärzten zu übernehmen. Patienten 
„müssen sich bewusst sein, dass es gefährlich sein kann, ein großes 
Sprachmodell nach ihren Symptomen zu fragen, da es zu falschen Diagnosen 
führen kann und es nicht erkennt, wann dringende Hilfe erforderlich ist“.
Um die Diagnosefähigkeit von KI-Chatbots zu prüfen, entwickelten 
Forschende um Luc Rocher und Adam Mahdi vom Oxford Internet Institute 
der Universität Oxford zusammen mit Ärztinnen und Ärzten zehn 
realistische medizinische Fallbeispiele. Jeder Fall beschreibt 
detailliert die Lebensumstände, die Krankheitsgeschichte und die 
aktuellen Symptome, die auf eine bestimmte Krankheit hinweisen – etwa 
plötzliche, sehr starke Kopfschmerzen oder stechende Schmerzen im 
Bauchraum. Ein weiteres Team von Ärztinnen und Ärzten erstellte eine 
Liste mit mehreren Diagnosen für jedes Fallbeispiel, etwa ob den 
Kopfschmerzen eine Hirnhautentzündung und den Bauchschmerzen 
Gallensteine zugrunde liegen. Jede Diagnose erfordert dann eine von fünf 
Aktionen: von Selbstbehandlung bis zum Notruf.
Gaben die Forschenden die zehn fachlich korrekten und detaillierten 
Beschreibungen der Krankheiten direkt in die Chatbots ein, lieferten 
diese – wie bei medizinischen Prüfungen – sehr gute Resultate: In rund 
95 Prozent der Fälle identifizierten die drei getesteten Chatbots 
(GPT-4o, Llama 3, Command R+) die den Symptomen zugrunde liegenden 
Erkrankungen korrekt. Und in durchschnittlich 56 Prozent der Fälle 
erfolgte auch die korrekte Handlungsempfehlung.
Ganz anders war das Resultat, als der Faktor Mensch ins Spiel kam, in 
diesem Fall rund 1000 Testpersonen aus Großbritannien, denen jeweils ein 
Krankheitsfall zugeordnet wurde. Sie sollten mithilfe eines KI-Chatbots 
sowohl die passende Diagnose als auch die nötigen Handlungsschritte 
herausfinden. Zwar erwähnten die Chatbots in ihren Antworten immerhin in 
etwa 70 Prozent der Fälle zumindest eine für die Erkrankung relevante 
Diagnose. Doch die Probandinnen und Probanden konnten aus dem Dialog mit 
der KI die teils korrekten Diagnosen oft nicht herauslesen. Am Ende 
identifizierten weniger als 35 Prozent der KI-Nutzenden die Erkrankung, 
die ihren Symptomen zugrunde lag. Und in weniger als 44 Prozent der 
Fälle gelangten sie zur richtigen Handlungsanweisung. „Bei unserer 
Arbeit haben wir festgestellt“, so ein Fazit der Studienautoren, „dass 
keines der getesteten Sprachmodelle für den Einsatz in der direkten 
Patientenversorgung bereit war.“
Die Autorinnen und Autoren der Studie erklären dies erstens mit der 
unpräzisen und laienhaften Beschreibung der Symptome durch die 
Testpersonen. Diese wussten oft nicht, welche Informationen die 
KI-Sprachmodelle benötigten, um genaue Ratschläge zu geben. Zweitens 
legten sich die Chatbots in ihren Antworten oft nicht eindeutig fest, 
sondern gaben in der Regel mehr als zwei mögliche Diagnosen ab. Die 
Nutzenden taten sich aber schwer, die korrekte Diagnose zu 
identifizieren. Drittens enthielten die Antworten der Chatbots häufig 
sowohl gute als auch schlechte Empfehlungen, was es schwierig machte, 
die beste Vorgehensweise zu ermitteln.
Das Kernproblem, so zeigt die Studie, liegt somit in der mangelhaften 
Kommunikation zwischen Hilfesuchenden und den KI-Chatbots. Die 
Ergebnisse zeigen außerdem, dass die getesteten Chatbots bei 
Gesundheitsfragen nicht hilfreicher waren als die herkömmliche 
Recherche, etwa die klassische Internetsuche. Im Gegenteil: Die 
Kontrollgruppe, die etwa Suchmaschinen ohne KI-Funktion nutzte, hatte 
eine 1,76-fach höhere Chance, einen relevanten Aspekt ihrer Erkrankungen 
zu identifizieren.
„Ich finde die Studie sehr relevant, weil sie in einem Experiment 
versucht, eine realistische Situation abzubilden, und sie uns wichtige 
Hinweise gibt, wo wir etwas verbessern sollten“, sagt Claudia Witt, 
Professorin an der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich (UZH) 
und Co-Direktorin der Digital Society Initiative UZH. Sie war nicht an 
der Studie beteiligt. „Es ist trotzdem ein Experiment. Die Teilnehmenden 
waren ja nicht erkrankt, sondern haben eine Rolle angenommen, die durch 
die Szenarien vorgegeben war.“
Die Ergebnisse würden darauf hinweisen, dass beim Einsatz von 
KI-Chatbots in der medizinischen Beratung weniger die Technologie selbst 
das zentrale Problem darstelle als vielmehr die Art ihrer Nutzung. „Zwar 
wirken die KI-Sprachmodelle durch die Chat-Oberfläche intuitiv und 
leicht zugänglich“, sagt Witt, „doch die Qualität und Zuverlässigkeit 
der Antworten hängt stark von den Nutzerinteraktionen ab.“
Für Kerstin Denecke, Co-Leiterin des Instituts für Patient-centered 
Digital Health an der Berner Fachhochschule (BFH), unterstreicht die 
Studie „die Notwendigkeit, Sprachmodelle weiterzuentwickeln, damit sie 
mit der Komplexität und Sensibilität gesundheitsbezogener Empfehlungen 
umgehen können“. Die Studie zeige einmal mehr, dass die Qualität der 
Ergebnisse einer Interaktion mit einem Sprachmodell von der 
Benutzereingabe – dem Prompt – abhängig sei.
Laut Iryna Gurevych, Professorin für Ubiquitous Knowledge Processing an 
der Technischen Universität Darmstadt, müsste ein medizinischer Chatbot 
mehr können als nur Fragen beantworten, wenn er als erste Kontaktstelle 
nützlich sein soll. „Er sollte die Nutzenden dazu anleiten, vollständige 
Informationen anzugeben, und gegebenenfalls Folgefragen stellen, wenn 
etwas fehlt“, sagt Gurevych. „Außerdem sollte er keine definitiven 
Antworten geben, wenn die beschriebene Situation unklar ist.“
Aus Sicht von Claudia Witt brauche es nicht nur technische 
Weiterentwicklungen, sondern auch mehr Empfehlungen im Umgang mit 
KI-Chatbots. „Das ist ein Aspekt, der bei früheren 
Technologieeinführungen wie Software oder dem Internet eine deutlich 
größere Rolle spielte“, sagt Witt. KI-Entwicklern, politischen 
Entscheidungsträgern und Regulierungsbehörden geben die Forschenden in 
der Studie eine Empfehlung: Ähnlich wie Medikamente an Menschen getestet 
werden, bevor sie auf den Markt kommen, sollten in Zukunft auch KI-Tools 
mit menschlichen Testpersonen geprüft werden. So ließe sich deren 
Dialogfähigkeit mit realen Patientinnen und Patienten bewerten, bevor 
sie öffentlich im Gesundheitswesen zum Einsatz kommen.
Joachim Laukenmann


-- 
Ammersee
Meer braucht's ned

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#657014

Fromram@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram)
Date2026-02-16 09:07 +0000
Message-ID<Tests-20260216100505@ram.dialup.fu-berlin.de>
In reply to#657010
"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> schrieb oder zitierte:
>                            Ähnlich wie Medikamente an Menschen getestet 
>werden, bevor sie auf den Markt kommen, sollten in Zukunft auch KI-Tools 
>mit menschlichen Testpersonen geprüft werden.

  Das ist ja eigentlich selbstverständlich. Gute Software-Hersteller
  testen ihre Produkte ja auch mit Menschen. Nur in der Politik und in
  der Verwaltung gilt das nicht. Da werden in Schulen neue Lehrmethoden
  eingeführt, weil sie der Ministerin gefallen. 20 Jahre später bemerkt
  man dann, daß die Schüler damit schlechter lernen . . .

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#657069

Fromram@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram)
Date2026-02-16 23:58 +0000
Message-ID<software-20260217005638@ram.dialup.fu-berlin.de>
In reply to#657014
ram@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) schrieb oder zitierte:
>Das ist ja eigentlich selbstverständlich. Gute Software-Hersteller
>testen ihre Produkte ja auch mit Menschen.

  Aus dem Web:

|"We spent several weeks building a UI that used pop-downs
|to construct sentences, and only had completely harmless
|words - the standard parts of grammar and safe nouns like
|cars, animals, and objects in the world." 
|
|"We thought it was the perfect solution, until we set our
|first 14-year old boy down in front of it. Within minutes
|he'd created the following sentence: 
|
|      'I want to stick my long-necked Giraffe 
|      up your fluffy white bunny.'
|
|KA-Worlds abandoned that approach.
|
Web-Zitat.

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#657073

FromDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
Date2026-02-17 05:53 +0000
Message-ID<10n0vp4$akpo$1@solani.org>
In reply to#657010
[Dr. ChatGPT mit Defiziten]

Glaube ich, daß das so bleiben wird? 

Nein. Ich glaube daß das System rasche Fortschritte machen wird. Da sehe
ich nicht das Problem.
Aber „digital first“ wird eben bedeuten, daß erst mal nur Dr. ChatGPT
gefragt werden muß und der GKV Versicherte den Anspruch auf einen
menschlichen Kontakt erst mal nachweisen muß.

-- 
please forgive my iPhone typos

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#657080

FromRuediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de>
Date2026-02-17 09:20 +0100
Message-ID<10n1bs1.2a8.1@privat.lahls.de>
In reply to#657073
*Dr. Joachim Neudert* schrieb:

> [Dr. ChatGPT mit Defiziten]
> Glaube ich, daß das so bleiben wird?
>
> Nein. Ich glaube daß das System rasche Fortschritte machen wird. Da sehe
> ich nicht das Problem.
> Aber „digital first“ wird eben bedeuten, daß erst mal nur Dr. ChatGPT
> gefragt werden muß und der GKV Versicherte den Anspruch auf einen
> menschlichen Kontakt erst mal nachweisen muß.

Wenn du dir das, von mir hier gezeigte Schaubild[1] noch einmal ansehen
willst, kannst du sehen, dass "digital" neben "Telefonat mit Menschen"
aufgeführt wird.

App oder Anruf -> (Digitale)Ersteinschätzung

Man kann von niemanden verpflichtend erwarten, dass er ein digitales
Device besitzt und damit umzugehen versteht. Alleine aus diesem Umstand,
verbietet sich schon ein alleiniger digitaler Kontakt.

[1]https://www.bkk-dachverband.de/politikpapiere/positionspapier/smart-koordiniert-zuegig-vermittelt-digitale-ersteinschaetzung-neu-gedacht
-- 
bis denne (713)

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#657082

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2026-02-17 11:03 +0100
Message-ID<10n1edb$atad$2@solani.org>
In reply to#657080
Am 17.02.26 um 09:20 schrieb Ruediger Lahl:
> *Dr. Joachim Neudert* schrieb:
> 
>> [Dr. ChatGPT mit Defiziten]
>> Glaube ich, daß das so bleiben wird?
>>
>> Nein. Ich glaube daß das System rasche Fortschritte machen wird. Da sehe
>> ich nicht das Problem.
>> Aber „digital first“ wird eben bedeuten, daß erst mal nur Dr. ChatGPT
>> gefragt werden muß und der GKV Versicherte den Anspruch auf einen
>> menschlichen Kontakt erst mal nachweisen muß.
> 
> Wenn du dir das, von mir hier gezeigte Schaubild[1] noch einmal ansehen
> willst, kannst du sehen, dass "digital" neben "Telefonat mit Menschen"
> aufgeführt wird.
> 
> App oder Anruf -> (Digitale)Ersteinschätzung
> 
> Man kann von niemanden verpflichtend erwarten, dass er ein digitales
> Device besitzt und damit umzugehen versteht. Alleine aus diesem Umstand,
> verbietet sich schon ein alleiniger digitaler Kontakt.
> 
> [1]https://www.bkk-dachverband.de/politikpapiere/positionspapier/smart-koordiniert-zuegig-vermittelt-digitale-ersteinschaetzung-neu-gedacht

Rate wo der Anruf enden wird. Bei einem Menschen?

"Wenn Sie sich unwohl fühlen, drücken Sie die 1. Bei Schmerzen drücken 
Sie die 2. Bei Schwindel oder Pulsunregelmäßigkeiten versuchen Sie eine 
Runde spazieren zu gehen. Haben Sie es mit Whiskey schon versucht?"


-- 
Ammersee
Meer braucht's ned

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#657097

FromRuediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de>
Date2026-02-17 11:44 +0100
Message-ID<10n1kbf.4us.1@privat.lahls.de>
In reply to#657082
*Dr. Joachim Neudert* schrieb:

> Am 17.02.26 um 09:20 schrieb Ruediger Lahl:
>> *Dr. Joachim Neudert* schrieb:
>>> [Dr. ChatGPT mit Defiziten]
>>> Glaube ich, daß das so bleiben wird?
>>>
>>> Nein. Ich glaube daß das System rasche Fortschritte machen wird. Da sehe
>>> ich nicht das Problem.
>>> Aber „digital first“ wird eben bedeuten, daß erst mal nur Dr. ChatGPT
>>> gefragt werden muß und der GKV Versicherte den Anspruch auf einen
>>> menschlichen Kontakt erst mal nachweisen muß.
>>
>> Wenn du dir das, von mir hier gezeigte Schaubild[1] noch einmal ansehen
>> willst, kannst du sehen, dass "digital" neben "Telefonat mit Menschen"
>> aufgeführt wird.
>>
>> App oder Anruf -> (Digitale)Ersteinschätzung
>>
>> Man kann von niemanden verpflichtend erwarten, dass er ein digitales
>> Device besitzt und damit umzugehen versteht. Alleine aus diesem Umstand,
>> verbietet sich schon ein alleiniger digitaler Kontakt.
>>
>> [1]https://www.bkk-dachverband.de/politikpapiere/positionspapier/smart-koordiniert-zuegig-vermittelt-digitale-ersteinschaetzung-neu-gedacht
>
> Rate wo der Anruf enden wird. Bei einem Menschen?

Das "Digital" ist in dem Schaubild bestimmt nicht ohne Grund
eingeklammert. Eigentlich ist es doch ganz simpel zu verstehen, wenn man
es denn will. App -> digitale Ersteinschätzung, Telefon ->
Ersteinschätzung eines Menschen(er ist dort aufgemalt).

> "Wenn Sie sich unwohl fühlen, drücken Sie die 1. Bei Schmerzen drücken
> Sie die 2. Bei Schwindel oder Pulsunregelmäßigkeiten versuchen Sie eine
> Runde spazieren zu gehen. Haben Sie es mit Whiskey schon versucht?"

Wollen Sie den Whiskey beim Spaziergang trinken? Drücken Sie 4711...

Warum "möchte man" heute eigentlich immer gleich das Schlechteste als
gegeben annehmen?
-- 
bis denne (713)

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#657105

FromHartmut Ott <hottm@arcor.de>
Date2026-02-17 12:51 +0100
Message-ID<mvj32jFpa3aU1@mid.individual.net>
In reply to#657097
Hej,

Am 17.02.26 um 11:44 schrieb Ruediger Lahl:


 >>> 
[1]https://www.bkk-dachverband.de/politikpapiere/positionspapier/smart-koordiniert-zuegig-vermittelt-digitale-ersteinschaetzung-neu-gedacht
>>
>> Rate wo der Anruf enden wird. Bei einem Menschen?
> 
> Das "Digital" ist in dem Schaubild bestimmt nicht ohne Grund
> eingeklammert. Eigentlich ist es doch ganz simpel zu verstehen, wenn man
> es denn will. App -> digitale Ersteinschätzung, Telefon ->
> Ersteinschätzung eines Menschen(er ist dort aufgemalt).


Es steht dort aber nicht, das man per Telefon einen Menschen erreichen 
kann. Und auch wenn das eingeklammert ist, da steht Digitale 
Ersteinschätzung.


>> "Wenn Sie sich unwohl fühlen, drücken Sie die 1. Bei Schmerzen drücken
>> Sie die 2. Bei Schwindel oder Pulsunregelmäßigkeiten versuchen Sie eine
>> Runde spazieren zu gehen. Haben Sie es mit Whiskey schon versucht?"
> 
> Wollen Sie den Whiskey beim Spaziergang trinken? Drücken Sie 4711...
> 
> Warum "möchte man" heute eigentlich immer gleich das Schlechteste als
> gegeben annehmen?


Weil das leider inzwischen so ist. Man kann ja bei einigen Firmen noch 
froh sein, das man nur so gut zweieinhalb Minuten einer Blechelse 
zuhören muss, bevor man einen mehr oder meist auch minder gut zu 
verstehenden Mitarbeiter erreicht, der oft auch nichts machen kann.



-- 
--
mfg
Hartmut Ott
--

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#657111

FromRuediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de>
Date2026-02-17 14:49 +0100
Message-ID<10n1v6f.27k.1@privat.lahls.de>
In reply to#657105
*Hartmut Ott* schrieb:

> Am 17.02.26 um 11:44 schrieb Ruediger Lahl:
> [1]https://www.bkk-dachverband.de/politikpapiere/positionspapier/smart-koordiniert-zuegig-vermittelt-digitale-ersteinschaetzung-neu-gedacht
>>>
>>> Rate wo der Anruf enden wird. Bei einem Menschen?
>>
>> Das "Digital" ist in dem Schaubild bestimmt nicht ohne Grund
>> eingeklammert. Eigentlich ist es doch ganz simpel zu verstehen, wenn man
>> es denn will. App -> digitale Ersteinschätzung, Telefon ->
>> Ersteinschätzung eines Menschen(er ist dort aufgemalt).
>
> Es steht dort aber nicht, das man per Telefon einen Menschen erreichen
> kann. Und auch wenn das eingeklammert ist, da steht Digitale
> Ersteinschätzung.

Das stilisierte Smartphone ist auch ganz klar ein altes apple-Gerät. Da
werde ich wohl mit meinem Android keine App bekommen.

EOD
-- 
bis denne (713)

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#657142

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2026-02-17 20:01 +0100
Message-ID<mvjs7fFt99rU2@mid.individual.net>
In reply to#657105
Hartmut Ott <hottm@arcor.de> writes:

> Hej,
>
> Am 17.02.26 um 11:44 schrieb Ruediger Lahl:
>
>
>>>>
>     [1]https://www.bkk-dachverband.de/politikpapiere/positionspapier/smart-koordiniert-zuegig-vermittelt-digitale-ersteinschaetzung-neu-gedacht
>>>
>>> Rate wo der Anruf enden wird. Bei einem Menschen?
>> Das "Digital" ist in dem Schaubild bestimmt nicht ohne Grund
>> eingeklammert. Eigentlich ist es doch ganz simpel zu verstehen, wenn man
>> es denn will. App -> digitale Ersteinschätzung, Telefon ->
>> Ersteinschätzung eines Menschen(er ist dort aufgemalt).
>
>
> Es steht dort aber nicht, das man per Telefon einen Menschen erreichen
> kann. Und auch wenn das eingeklammert ist, da steht Digitale
> Ersteinschätzung.

Da wird ein Sprachmenü oder ein Callcenter-Fuzzi in Ganzbilligstan sein,
der die Fragen aus der App vorliest. Digital halt.

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#657191

FromHartmut Ott <hottm@arcor.de>
Date2026-02-18 14:27 +0100
Message-ID<mvlt27F9af9U1@mid.individual.net>
In reply to#657142
Hej,

Am 17.02.26 um 20:01 schrieb Michael Bode:


>> Es steht dort aber nicht, das man per Telefon einen Menschen erreichen
>> kann. Und auch wenn das eingeklammert ist, da steht Digitale
>> Ersteinschätzung.
> 
> Da wird ein Sprachmenü oder ein Callcenter-Fuzzi in Ganzbilligstan sein,
> der die Fragen aus der App vorliest. Digital halt.


Gut, da kann man wirklich sagen, beides ist digital - und hilft im Falle 
eines Falles wohl eher nicht.



-- 
--
mfg
Hartmut Ott
--

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#657109

FromDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
Date2026-02-17 12:51 +0000
Message-ID<10n1o7s$b57l$1@solani.org>
In reply to#657097
Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> wrote:
> *Dr. Joachim Neudert* schrieb:
> 
>> Am 17.02.26 um 09:20 schrieb Ruediger Lahl:
>>> *Dr. Joachim Neudert* schrieb:
>>>> [Dr. ChatGPT mit Defiziten]
>>>> Glaube ich, daß das so bleiben wird?
>>>> 
>>>> Nein. Ich glaube daß das System rasche Fortschritte machen wird. Da sehe
>>>> ich nicht das Problem.
>>>> Aber „digital first“ wird eben bedeuten, daß erst mal nur Dr. ChatGPT
>>>> gefragt werden muß und der GKV Versicherte den Anspruch auf einen
>>>> menschlichen Kontakt erst mal nachweisen muß.
>>> 
>>> Wenn du dir das, von mir hier gezeigte Schaubild[1] noch einmal ansehen
>>> willst, kannst du sehen, dass "digital" neben "Telefonat mit Menschen"
>>> aufgeführt wird.
>>> 
>>> App oder Anruf -> (Digitale)Ersteinschätzung
>>> 
>>> Man kann von niemanden verpflichtend erwarten, dass er ein digitales
>>> Device besitzt und damit umzugehen versteht. Alleine aus diesem Umstand,
>>> verbietet sich schon ein alleiniger digitaler Kontakt.
>>> 
>>> [1]https://www.bkk-dachverband.de/politikpapiere/positionspapier/smart-koordiniert-zuegig-vermittelt-digitale-ersteinschaetzung-neu-gedacht
>> 
>> Rate wo der Anruf enden wird. Bei einem Menschen?
> 
> Das "Digital" ist in dem Schaubild bestimmt nicht ohne Grund
> eingeklammert. Eigentlich ist es doch ganz simpel zu verstehen, wenn man
> es denn will. App -> digitale Ersteinschätzung, Telefon ->
> Ersteinschätzung eines Menschen(er ist dort aufgemalt).
> 
>> "Wenn Sie sich unwohl fühlen, drücken Sie die 1. Bei Schmerzen drücken
>> Sie die 2. Bei Schwindel oder Pulsunregelmäßigkeiten versuchen Sie eine
>> Runde spazieren zu gehen. Haben Sie es mit Whiskey schon versucht?"
> 
> Wollen Sie den Whiskey beim Spaziergang trinken? Drücken Sie 4711...
> 
> Warum "möchte man" heute eigentlich immer gleich das Schlechteste als
> gegeben annehmen?

Lebenserfahrung.

-- 
please forgive my iPhone typos

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#657112

FromGoetz Schultz <ng.expire1230@goetz.co.uk>
Date2026-02-17 14:09 +0000
Message-ID<98804a84-a8e6-4eda-b5ac-b54f34463ed2@news.goetz.co.uk>
In reply to#657097
On 17/02/2026 10:44, Ruediger Lahl wrote:
> *Dr. Joachim Neudert* schrieb:
> 
[....]
>> "Wenn Sie sich unwohl fühlen, drücken Sie die 1. Bei Schmerzen
>> drücken Sie die 2. Bei Schwindel oder Pulsunregelmäßigkeiten
>> versuchen Sie eine Runde spazieren zu gehen. Haben Sie es mit
>> Whiskey schon versucht?"
> 
> Wollen Sie den Whiskey beim Spaziergang trinken? Drücken Sie 4711...
> 
> Warum "möchte man" heute eigentlich immer gleich das Schlechteste
> als gegeben annehmen?

Eigensicherung. Ruf mal auf einer Leitstelle an und rede von zentralen 
Brustschmerzen und Atemproblemen. Da rollt auch ein RTW mit Blau an weil 
es ein Kardioproblem sein kann ud wenn es eins ist und Du abnippelst, 
die FW/RD die Karte hat. Auch wenn es am Ende nur eine Prellung oder 
gezerrter Muskel ist.

-- 

Cheers,
    G.

Quis custodiet ipsos custodes?
---------------------------->8------------------------------
   /"\
   \ /  ASCII Ribbon Campaign
    X   against HTML e-mail
   / \
---------------------------->8------------------------------

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#657118

FromRuediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de>
Date2026-02-17 15:42 +0100
Message-ID<10n228h.7q4.1@privat.lahls.de>
In reply to#657112
*Goetz Schultz* schrieb:

> On 17/02/2026 10:44, Ruediger Lahl wrote:
>> *Dr. Joachim Neudert* schrieb:
> [....]
>>> "Wenn Sie sich unwohl fühlen, drücken Sie die 1. Bei Schmerzen
>>> drücken Sie die 2. Bei Schwindel oder Pulsunregelmäßigkeiten
>>> versuchen Sie eine Runde spazieren zu gehen. Haben Sie es mit
>>> Whiskey schon versucht?"
>>
>> Wollen Sie den Whiskey beim Spaziergang trinken? Drücken Sie 4711...
>>
>> Warum "möchte man" heute eigentlich immer gleich das Schlechteste
>> als gegeben annehmen?
>
> Eigensicherung. Ruf mal auf einer Leitstelle an und rede von zentralen
> Brustschmerzen und Atemproblemen.

Das sind aber zwei verschiedene Paar Schuhe. Dein Beispiel dient der
Sicherheit(könnte passieren), mein Beispiel zeigt eine Sicherheit(wird
passieren).
-- 
bis denne (713)

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