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Groups > ger.ct > #609840 > unrolled thread

Bhagavad-gita As It Is

Started byHerwig <herwig.huener@t-online.de>
First post2023-11-09 04:14 -0800
Last post2023-11-14 21:47 +0100
Articles 11 — 8 participants

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Contents

  Bhagavad-gita As It Is Herwig <herwig.huener@t-online.de> - 2023-11-09 04:14 -0800
    Re: Bhagavad-gita As It Is Gerhard Hoffmann <dk4xp@arcor.de> - 2023-11-12 23:01 +0100
      Re: Bhagavad-gita As It Is Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2023-11-13 09:24 +0100
      Re: Bhagavad-gita As It Is Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2023-11-13 09:35 +0100
        Re: Bhagavad-gita As It Is Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2023-11-13 10:23 +0100
          Re: Bhagavad-gita As It Is Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-11-13 01:29 -0800
          Re: Bhagavad-gita As It Is Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2023-11-13 15:30 +0100
            Re: Bhagavad-gita As It Is Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2023-11-13 15:52 +0100
              Re: Bhagavad-gita As It Is Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2023-11-14 03:52 +0100
    Re: Bhagavad-gita As It Is Ned Kelly <ned.kelly@nefkom.net> - 2023-11-14 16:04 +0100
    Re: Bhagavad-gita As It Is Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2023-11-14 21:47 +0100

#609840 — Bhagavad-gita As It Is

FromHerwig <herwig.huener@t-online.de>
Date2023-11-09 04:14 -0800
SubjectBhagavad-gita As It Is
Message-ID<e6536fbe-8570-451b-9c33-5e3b330039a9n@googlegroups.com>
2023-11-09 12:57:00 +0100

Da bekommt mein GiftSchrank wieder neue Nahrung.
Allerdings ist mir entfallen, warum ich das Buch überhaupt
angeschafft habe - die Bestellung ging schon vor längerer
Zeit hinaus.

Jedenfalls etwas Übersicht über die heiligen Schriften
eine der grössten ReligionsGemeinschaften der Welt
zu bekommen ist legitim. Dazu zwang ich mich, wenigstens
ein paar Seiten zu lesen (Es handelt sich um eine
englische Übersetzung). Klüger bin ich dadurch nicht
geworden, genauso wenig wie bei den anderen heiligen
Schriften der Welt: Altes und Neues Testament, Tora,
Mein Kampf, Das grüne Buch, Koran, Talmud. Ein
paar Seiten zu lesen reicht bei diesen Religionen nicht
aus, das Potential für Gewalt durch diese Religionen
abzuschätzen - und mehr als ein paar Seiten schafft
man nicht - man will am Ende des Tages ja auch etwas
sinnvolles getan haben.

Aber trotzdem relevante Frage: Haben wir Mitglieder
"exotischer" Religionen, wie etwa Hinduismus, unter
uns?

Bekanntestes Zitat aus dem Bhagavad-gita ist:
"Ich bin der Tod, der alles raubt - Erschütterer
der Welten". Zitiert von? - Man kann ja mal fragen
- ich habe es in dem Buch jedenfalls nicht gefunden.

Herwig

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#610136

FromGerhard Hoffmann <dk4xp@arcor.de>
Date2023-11-12 23:01 +0100
Message-ID<uirhv6$1edcr$1@solani.org>
In reply to#609840
Am 09.11.23 um 13:14 schrieb Herwig:
 > 2023-11-09 12:57:00 +0100

 > Jedenfalls etwas Übersicht über die heiligen Schriften
 > eine der grössten ReligionsGemeinschaften der Welt
 > zu bekommen ist legitim. Dazu zwang ich mich, wenigstens
 > ein paar Seiten zu lesen (Es handelt sich um eine
 > englische Übersetzung). Klüger bin ich dadurch nicht
 > geworden, genauso wenig wie bei den anderen heiligen
 > Schriften der Welt: Altes und Neues Testament, Tora,
 > Mein Kampf, Das grüne Buch, Koran, Talmud. Ein
 > paar Seiten zu lesen reicht bei diesen Religionen nicht
 > aus, das Potential für Gewalt durch diese Religionen
 > abzuschätzen -

Religionen sind nun mal hauptsächlich für die Grüppchenbildung
da. Wenn man was ohne Diskussion durchsetzen will, genügt es zu
sagen "das ist heilig". Dann haben alle anderen in Ehrfurcht zu
erschweigen. Die Zeit ist gerade heikel für das Thema. Ich passe.


(George Carlin hat ein paar tolle Standups über Religionen auf YT)

...
 > Bekanntestes Zitat aus dem Bhagavad-gita ist:
 > "Ich bin der Tod, der alles raubt - Erschütterer
 > der Welten". Zitiert von? - Man kann ja mal fragen
 > - ich habe es in dem Buch jedenfalls nicht gefunden.

Der Gott Shiva offenbart sich Arjuna(?) gegenüber als un-
glaublich großes Feuer, das alles verschlingt. Arjuna ist
ein Krieger und stellt kurz vor einer großen Schlacht fest,
dass seine Familie und Freunde ziemlich fair auf beide Heere
aufgeteilt sind, was seine Kampfeslust dämpft. Shiva macht
ihm klar, dass er sich so aufzuführen hat, wie das von einem
Mitglied seiner Krieger-Kaste zu erwarten ist.

Die BG ist so in etwa das Glaubensbekenntnis für Hindus.

Vor allem die Vorgeschichte ist eigentlich ganz unterhaltsam
als Roman zu lesen, auch wenn einem Europäer der tiefere
Sinn verborgen bleibt. Könige, die ihr Königreich verzocken,
beim Einsiedler oder einem Fluß eine Auszeit nehmen, evtl.
mit ComeBack...

Besser erklärt ist das für Hiesige in

Heinrich Zimmer: Philosophie und Religion Indiens.

Ich hab's mal vor -zig Jahren im Zuge von Reisevorbereitungen
gelesen. Leider verliehen. Für immer, wie das so ist.

Gruß, Gerhard

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#610152

FromFidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de>
Date2023-11-13 09:24 +0100
Message-ID<uismfp$idab$2@dont-email.me>
In reply to#610136
Salve allerseits,

Gerhard Hoffmann schrieb:
> 
> Am 09.11.23 um 13:14 schrieb Herwig:
> 
>> Jedenfalls etwas Übersicht über die heiligen Schriften eine der
>> grössten ReligionsGemeinschaften der Welt zu bekommen ist legitim.
>> Dazu zwang ich mich, wenigstens ein paar Seiten zu lesen (Es
>> handelt sich um eine englische Übersetzung). Klüger bin ich dadurch
>> nicht geworden, genauso wenig wie bei den anderen heiligen 
>> Schriften der Welt: Altes und Neues Testament, Tora, Mein Kampf,
>> Das grüne Buch, Koran, Talmud. Ein paar Seiten zu lesen reicht bei
>> diesen Religionen nicht aus, das Potential für Gewalt durch diese
>> Religionen abzuschätzen -
> 
> Religionen sind nun mal hauptsächlich für die Grüppchenbildung
> da. Wenn man was ohne Diskussion durchsetzen will, genügt es zu
> sagen "das ist heilig". Dann haben alle anderen in Ehrfurcht zu
> erschweigen. Die Zeit ist gerade heikel für das Thema. Ich passe.
> 
+--- <hier abknabbern> ---
| Totalitaristisches Denken zeichnet sich dadurch aus, dass es sich auf
| das Ganze der Wirklichkeit bezieht und absolute Aussagen auch in
| Bereichen macht, in denen nur vorläufige Aussagen über Teilaspekte der
| Wirklichkeit möglich sind. Im Bereich der Naturwissenschaft und der
| empirischen Forschung kann das Absolute kein Gegenstand der Erkenntnis
| sein. Jede wissenschaftliche These ist prinzipiell widerlegbar.
|
| Demgegenüber können sich Glaubensaussagen auf das Ganze der
| Wirklichkeit, auf Sinn und Ursprung des Daseins richten, ohne
| fundamentalistisch zu sein, denn es handelt sich um persönliche
| Überzeugungen ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Theologische
| Aussagen haben keine empirisch-wissenschaftliche Beweiskraft. Theologen
| arbeiten zwar systematisch-akademisch, mit geisteswissenschaftlichen
| Methoden wie der Philosophie oder der Geschichtsschreibung, doch ihr
| Gegenstand ist Gott, und dieser ist «keine naturwissenschaftliche
| Formel», wie der katholische Theologe Karl Rahner gesagt hat.
|
| Es ist wichtig, diese Unterscheidungen zu machen. Theologie und
| Naturwissenschaft finden auf verschiedenen intellektuellen Stockwerken
| statt. Sind religiöse oder antireligiöse Fundamentalisten nicht fähig
| oder willens, das zu sehen, wird Glaube zum Irrationalismus, und
| Wissenschaft wird zur antireligiösen Ideologie, zur rational getarnten
| Quasireligion. Das ist mehr als nur falsches Denken, es führt zu
| Intoleranz, zur Verengung des geistigen Lebens. Am Ende liegen religiöse
| und antireligiöse Eiferer im gleichen Krankenhaus, wenn auch wiederum
| auf verschiedenen Stockwerken.
|
| Eine weltoffene Gesellschaft lebt vom Bewusstsein, dass Vernunft und
| Glaube ihren je eigenen, sinnerfüllten Zugang zur Wirklichkeit bieten.
| Die Wissenschaft ist ein Werkzeug, mit dem Erkenntnisse gesammelt,
| Wissen generiert, Forschung betrieben wird, aber sie ist keine
| Weltanschauung. Umgekehrt ist die Religion eine Weltanschauung, jedoch
| kein Werkzeug wissenschaftlicher Erkenntnis.
|
| *Das richtige Leben*
|
| Der Schweizer Philosoph Michael Rüegg plädiert in seinem Buch «Krise der
| Freiheit» (2016) für ein gelassenes Verhältnis zwischen Wissenschaft,
| Religion und Staat. Wissenschaft und Politik sind für ihn Werkzeuge der
| Erkenntnis und der Gestaltung des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Als
| solche sind sie fruchtbar und gesund, solange sie nicht zur
| Weltanschauung überhöht werden, solange sie nicht das richtige Leben und
| die richtige Moral für alle Menschen definieren wollen.
|
| Eine Religion auf der anderen Seite ist dann gesund, wenn sie die
| Wissenschaft nicht konkurrenziert und ihr Verhältnis zur politischen
| Macht klärt, wenn sie die Freiheit des anderen toleriert. Dann darf sie
| absolute Wahrheitsansprüche haben, jedoch keinen politischen
| Geltungsanspruch.
|
| Umgekehrt bedeutet das auch, dass Wissenschaft und Politik sich nicht zu
| Konkurrenten der klassischen Religionen aufschwingen dürfen, wie sich
| das etwa die Giordano-Bruno-Stiftung wünscht, der Evolutionäre
| Humanismus oder der Effektive Altruismus. Das sind Bewegungen, die
| Judentum und Christentum abschaffen wollen. Damit sind sie ähnlich
| vormodern wie jene, die ihre Religion gewaltsam verbreiten: Beide Seiten
| betrachten ihre persönliche Weltanschauung als Massstab für alle.
|
| So lässt sich keine liberale Gesellschaft erhalten. Dies geht nur mit
| der Verteidigung der Religionsfreiheit, der Wissenschaftsfreiheit und
| des säkularen Rechtsstaates als Grundbausteine der Moderne.
| Grundbausteine, die nicht als unvereinbar angesehen werden sollten,
| sondern als gegenseitige Bereicherung und Begrenzung. Ohne die Freiheit,
| seinen Glauben und seine Weltanschauung frei zu wählen, kann keine
| Demokratie überleben. Und ein demokratisch-freiheitlicher Staat darf das
| Böckenförde-Diktum nicht vergessen, wonach er von Voraussetzungen lebt,
| die er selber nicht hervorbringen kann.
|
| *Humanitäres Hochdruckgebiet*
|
| Zu diesen Voraussetzungen gehört wesentlich das Christentum, auch wenn
| das heute viele nicht mehr so sehen. Im Gegenteil dürfte die Meinung
| weit verbreitet sein, dass die Freiheitsgeschichte des Westens nicht
| dank dem Christentum entstanden ist, sondern aus dem Widerstand gegen
| das Christentum. Die Menschenrechte gelten als Folge einer allgemeinen
| Evolution der menschlichen Vernunft. Einer Evolution, die nach der
| Überwindung der Religion von Natur aus zu einer besseren Gesellschaft
| geführt habe.
|
| Ein bisschen so, wie sich das Wetter naturhaften Prozessen verdankt,
| ohne das Zutun eines Wettergottes. Nach dieser Logik haben uns die
| französische und die deutsche Aufklärung gutes Wetter gebracht. Eine Art
| ausgedehntes, humanistisches Hochdruckgebiet, ausgelöst von den Idealen
| der Aufklärung – gewissermassen mit naturwissenschaftlicher Notwendigkeit.
|
| Die Ideale der Aufklärung haben sich jedoch nicht aus der Natur oder aus
| sich selbst entwickelt, sondern aus dem Judentum und dem Christentum.
| Die Menschenrechte wurzeln in der biblischen Gottesebenbildlichkeit des
| Menschen. Dass jeder Mensch die gleiche Würde besitzt, König wie
| Bettler, Bürger wie Sklave, Frau wie Mann, Erwachsener wie Baby im
| Mutterbauch – diese Überzeugung wäre undenkbar geblieben ohne die
| Offenbarung des biblischen Gottes.
|
| Sie war undenkbar im alten Orient, sie war undenkbar in der griechischen
| wie in der römischen Antike. Sie war und ist bis heute undenkbar in der
| gesamten chinesischen Geschichte sowie in der islamischen Welt. Das ist
| kein Zufall, und es wäre wichtig, in diesem Zusammenhang mehr Aufklärung
| zu betreiben über die Wurzeln unserer Freiheit.
|
| *Die grossen Fragen*
|
| Zu dieser Aufklärung gehört die für den Westen charakteristische,
| komplexe Beziehung zwischen Vernunft und Glauben, Wissenschaft und
| Religion. Es ist keine Liebesbeziehung, wie die Geschichte lehrt, aber
| eine Beziehung, die unsere Zivilisation immer wieder neu befruchtet und
| vorangebracht hat.
|
| Mit den Worten von Papst Benedikt XVI.: «Ich bin überzeugt, dass ein
| ständiger Dialog und eine Zusammenarbeit zwischen der Welt der
| Wissenschaft und der Welt des Glaubens notwendig sind, um eine Kultur
| des Respekts aufzubauen im Hinblick auf die Menschenwürde, die Rechte
| des Menschen und die nachhaltige Entwicklung unseres Planeten.»
|
| Ein gelassenes Verhältnis zwischen Religion und moderner Gesellschaft
| ist also auch deshalb wichtig, weil wir das Zusammenspiel zwischen
| Vernunft und Glauben gerade in polarisierten Zeiten dringend brauchen.
+--- </hier abknabbern> ---

©<https://www.nzz.ch/feuilleton/religion-glaube-ist-kein-gegner-der-wissenschaft-ld.1763310>

	M.f.G.

-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

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#610153

FromHermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de>
Date2023-11-13 09:35 +0100
Message-ID<kre5fcFprcpU1@mid.individual.net>
In reply to#610136
Am 12.11.23 um 23:01 schrieb Gerhard Hoffmann:
> 
> Religionen sind nun mal hauptsächlich für die Grüppchenbildung
> da. Wenn man was ohne Diskussion durchsetzen will, genügt es zu
> sagen "das ist heilig". Dann haben alle anderen in Ehrfurcht zu
> erschweigen. Die Zeit ist gerade heikel für das Thema. Ich passe.
Wenn jemand von "heilig" redet, ist das für mich eine Gelegenheit
da einfach Denkfehler zu finden.

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#610164

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2023-11-13 10:23 +0100
Message-ID<uispv5$hk7c$1@dont-email.me>
In reply to#610153
Am 13.11.2023 um 09:35 schrieb Hermann Riemann:
> Am 12.11.23 um 23:01 schrieb Gerhard Hoffmann:
>> Religionen sind nun mal hauptsächlich für die Grüppchenbildung
>> da. Wenn man was ohne Diskussion durchsetzen will, genügt es zu
>> sagen "das ist heilig". Dann haben alle anderen in Ehrfurcht zu
>> erschweigen.

Natürlich nicht. Denn daraus ergibt sich ja umgehend die (theologische) 
Frage, ob die behauptete Heiligkeit tatsächlich zutrifft.

> Wenn jemand von "heilig" redet, ist das für mich eine Gelegenheit
> da einfach Denkfehler zu finden.

Womit Du dann selbst den nächsten Denfehler begehst. Gratuliere.

Denn die Frage nach der Heiligkeit ist eine Frage der persönlichen 
Überzeugungen. Persönliche Überzeugungen kannst Du teilen (oder nicht) 
aber sie haben nichts mit Fehlern zu tun. Erst recht nicht mit einfachen 
Denkfehlern. Schon der Gedanke ist völlig absurd.

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#610165

FromUlf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de>
Date2023-11-13 01:29 -0800
Message-ID<80394fdc-81a9-4da3-8ac7-9ae6ef0d3951n@googlegroups.com>
In reply to#610164
Lars Gebauer schrieb am Montag, 13. November 2023 um 10:23:52 UTC+1:
> Am 13.11.2023 um 09:35 schrieb Hermann Riemann: 
> > Am 12.11.23 um 23:01 schrieb Gerhard Hoffmann: 
> >> Religionen sind nun mal hauptsächlich für die Grüppchenbildung 
> >> da. Wenn man was ohne Diskussion durchsetzen will, genügt es zu 
> >> sagen "das ist heilig". Dann haben alle anderen in Ehrfurcht zu 
> >> erschweigen.
> Natürlich nicht. Denn daraus ergibt sich ja umgehend die (theologische) 
> Frage, ob die behauptete Heiligkeit tatsächlich zutrifft.
> > Wenn jemand von "heilig" redet, ist das für mich eine Gelegenheit 
> > da einfach Denkfehler zu finden.
> Womit Du dann selbst den nächsten Denfehler begehst. Gratuliere. 
> 
> Denn die Frage nach der Heiligkeit ist eine Frage der persönlichen 


Es ist immer erfrischend, von Dir Theologievorlesung zu hören.

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#610211

FromHermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de>
Date2023-11-13 15:30 +0100
Message-ID<kreq84FtmqtU1@mid.individual.net>
In reply to#610164
Am 13.11.23 um 10:23 schrieb Lars Gebauer:
> Am 13.11.2023 um 09:35 schrieb Hermann Riemann:
>> Am 12.11.23 um 23:01 schrieb Gerhard Hoffmann:
>>> Religionen sind nun mal hauptsächlich für die Grüppchenbildung
>>> da. Wenn man was ohne Diskussion durchsetzen will, genügt es zu
>>> sagen "das ist heilig". Dann haben alle anderen in Ehrfurcht zu
>>> erschweigen.
> 
> Natürlich nicht. Denn daraus ergibt sich ja umgehend die (theologische) 
> Frage, ob die behauptete Heiligkeit tatsächlich zutrifft.

Nicht für jeden.

>> Wenn jemand von "heilig" redet, ist das für mich eine Gelegenheit
>> da einfach Denkfehler zu finden.

> Womit Du dann selbst den nächsten Denkfehler begehst.

Wenn jemand von "heilig" ist das für mich ein Indiz,
( wenn auch kein Beweis ) das da der Glauben an etwas falschen
erzwungen werden soll.

> Denn die Frage nach der Heiligkeit ist eine Frage der persönlichen 
> Überzeugungen.

Es gibt Leute, die an einen religiösen Schein glauben,
andere an naturwissenschaftlichem Sein.

> Persönliche Überzeugungen kannst Du teilen (oder nicht) 
> aber sie haben nichts mit Fehlern zu tun.

Wenn eine Aussage etwas aus esoterischer Richtung wie Religion kommt,
schätze ich die Wahrscheinlichkeit, dass sie falsch ist,
für hoch ein, wohingegen mein Vertrauen
in einigen naturwissenschaftlich Quellen hoch ist.

> Erst recht nicht mit einfachen Denkfehlern.

Gott (ein Phantasie Produkt) hilft in der Realität.

> Schon der Gedanke ist völlig absurd.

Fake news sind halt beliebt.

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#610218

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2023-11-13 15:52 +0100
Message-ID<uitd8a$mii1$1@dont-email.me>
In reply to#610211
Am 13.11.23 um 15:30 schrieb Hermann Riemann:
> Am 13.11.23 um 10:23 schrieb Lars Gebauer:
>> Am 13.11.2023 um 09:35 schrieb Hermann Riemann:
>>> Wenn jemand von "heilig" redet, ist das für mich eine Gelegenheit
>>> da einfach Denkfehler zu finden.
> 
>> Womit Du dann selbst den nächsten Denkfehler begehst.
> 
> Wenn jemand von "heilig" ist das für mich ein Indiz,
> ( wenn auch kein Beweis ) das da der Glauben an etwas falschen
> erzwungen werden soll.

Womit sich Dein Denkfehler völlig problemlos erklärt.

>> Denn die Frage nach der Heiligkeit ist eine Frage der persönlichen 
>> Überzeugungen.
> 
> Es gibt Leute, die an einen religiösen Schein glauben,
> andere an naturwissenschaftlichem Sein.

Damit setzt Du Glaube und Wissen gleich.

>> Persönliche Überzeugungen kannst Du teilen (oder nicht) aber sie haben 
>> nichts mit Fehlern zu tun.
> 
> Wenn eine Aussage etwas aus esoterischer Richtung wie Religion kommt,
> schätze ich die Wahrscheinlichkeit, dass sie falsch ist,
> für hoch ein, wohingegen mein Vertrauen
> in einigen naturwissenschaftlich Quellen hoch ist.

Wie denn, wenn Du doch beides gleich setzt?

-- 
„ChatGPT ist schwach vergleichbar mit einem Menschen ohne Haltung. 
ChatGPT darf keine Meinung haben. Mittelmäßigkeit, Menschen ohne 
Meinung, die werden von KI ersetzt.“ --Feiyu Xu

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#610265

FromHermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de>
Date2023-11-14 03:52 +0100
Message-ID<krg5mjF68lhU3@mid.individual.net>
In reply to#610218
Am 13.11.23 um 15:52 schrieb Lars Gebauer:
> Am 13.11.23 um 15:30 schrieb Hermann Riemann:
>> Am 13.11.23 um 10:23 schrieb Lars Gebauer:
>>> Am 13.11.2023 um 09:35 schrieb Hermann Riemann:
>>>> Wenn jemand von "heilig" redet, ist das für mich eine Gelegenheit
>>>> da einfach Denkfehler zu finden.
>>
>>> Womit Du dann selbst den nächsten Denkfehler begehst.
>>
>> Wenn jemand von "heilig" ist das für mich ein Indiz,
>> ( wenn auch kein Beweis ) das da der Glauben an etwas falschen
>> erzwungen werden soll.
> 
> Womit sich Dein Denkfehler völlig problemlos erklärt.

Bei Deiner Denkweise denke ich an
"Und so schloss er messerscharf, dass nicht sein kann,
  was nicht sein darf".
Ich persönlich ziehe statt
"Nicht sehen und doch glauben"
"Wenn ich etwas anderes sehe, als das ich Glaube,
  ist es an der zeit, den Glauben zu überprüfen" vor.

>>> Denn die Frage nach der Heiligkeit ist eine Frage der persönlichen 
>>> Überzeugungen.
>>
>> Es gibt Leute, die an einen religiösen Schein glauben,
>> andere an naturwissenschaftlichem Sein.
> 
> Damit setzt Du Glaube und Wissen gleich.

Im Gehirn ist beides gleich.
In der Methodik gibt es Unterschiede.

Es gibt so etwas wie Wahrheit Wahrscheinlichkeit.
Und da ist bei mir, dass der Apfel herunter fällt, höher,
als die Erzählung einer Himmelfahrt.

>>> Persönliche Überzeugungen kannst Du teilen (oder nicht) aber sie 
>>> haben nichts mit Fehlern zu tun.
>>
>> Wenn eine Aussage etwas aus esoterischer Richtung wie Religion kommt,
>> schätze ich die Wahrscheinlichkeit, dass sie falsch ist,
>> für hoch ein, wohingegen mein Vertrauen
>> in einigen naturwissenschaftlich Quellen hoch ist.
> 
> Wie denn, wenn Du doch beides gleich setzt?

Harry Potter und Jesus im Himmel existieren
in virtuelle Welten.
Ich erwarte nicht, sie in der Realität anzutreffen.

-- 
http://www.hermann-riemann.de

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#610306

FromNed Kelly <ned.kelly@nefkom.net>
Date2023-11-14 16:04 +0100
Message-ID<uivukf$1gjtd$1@solani.org>
In reply to#609840
Am 09.11.2023 um 13:14 schrieb Herwig:

> Bekanntestes Zitat aus dem Bhagavad-gita ist:
> "Ich bin der Tod, der alles raubt - Erschütterer
> der Welten". Zitiert von? 
  Kommt übrinx am 22.11.2023 als Bluray in den
Handel.

:Ciao:

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#610346

FromFrank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net>
Date2023-11-14 21:47 +0100
Message-ID<ueye8pqf3v1k$.c0rzpv7ozqlt.dlg@40tude.net>
In reply to#609840
Am Thu, 9 Nov 2023 04:14:21 -0800 (PST) schrieb Herwig:


> Aber trotzdem relevante Frage: Haben wir Mitglieder
> "exotischer" Religionen, wie etwa Hinduismus, unter
> uns?
> 
> Bekanntestes Zitat aus dem Bhagavad-gita ist:
> "Ich bin der Tod, der alles raubt - Erschütterer
> der Welten". Zitiert von? - Man kann ja mal fragen
> - ich habe es in dem Buch jedenfalls nicht gefunden.

Ich habe in meinem Bücherschrank das Büchlein "The Teachings of the Truth -
Vol.2" von Shoko Asahara. ISBN4-87142-033-7.

Das war der Sarin-Attentäter von Tokio, von der Aum Shinrikyu-Sekte.

Und soweit ich weiß der letzte Mensch, der in Japan hingerichtet wurde.

Ich war damals Korrespondent für die Region Asien-Pazifik für das Buch
"Sender&Frequenzen" im Siebel-Verlag, und somit auch für Japan zuständig,
so kam ich an das Werk.

Ich habe auch noch Gedichtbändchen (auf deutsch) von Kim Il Zung in meinem
Fundus, dem Opa vom Rocket-Man.

Grüße,

Frank

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