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Handy im Regen, danach schlechte Akku-Laufzeit

Started byStephan Gerlach <mam99hes@studserv.uni-leipzig.de>
First post2017-06-10 02:02 +0200
Last post2017-07-08 20:13 +0200
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Contents

  Handy im Regen, danach schlechte Akku-Laufzeit Stephan Gerlach <mam99hes@studserv.uni-leipzig.de> - 2017-06-10 02:02 +0200
    Re: Handy im Regen, danach schlechte Akku-Laufzeit Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2017-06-10 09:00 +0200
      Re: Handy im Regen, danach schlechte Akku-Laufzeit Axel Berger <Spam@Berger-Odenthal.De> - 2017-06-10 10:03 +0200
      Re: Handy im Regen, danach schlechte Akku-Laufzeit Stephan Gerlach <mam99hes@studserv.uni-leipzig.de> - 2017-06-13 00:06 +0200
        Re: Handy im Regen, danach schlechte Akku-Laufzeit Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2017-06-13 13:16 +0200
          Re: Handy im Regen, danach schlechte Akku-Laufzeit Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2017-06-14 00:24 +0200
            Re: Handy im Regen, danach schlechte Akku-Laufzeit Stephan Gerlach <mam99hes@studserv.uni-leipzig.de> - 2017-06-14 00:54 +0200
            Re: Handy im Regen, danach schlechte Akku-Laufzeit Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2017-06-14 00:56 +0200
              Re: Handy im Regen, danach schlechte Akku-Laufzeit Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2017-06-15 06:14 +0200
    Re: Handy im Regen, danach schlechte Akku-Laufzeit Jochen Pawletta <jochen@hin.de> - 2017-06-10 07:15 +0000
      Re: Handy im Regen, danach schlechte Akku-Laufzeit Juergen Roesener <roesener@compuserve.com> - 2017-06-10 10:03 +0200
        Re: Handy im Regen, danach schlechte Akku-Laufzeit Matthias Weingart <mwnews@pentax.boerde.de> - 2017-06-12 07:52 +0000
    Re: Handy im Regen, danach schlechte Akku-Laufzeit Gert Bass <me@privacy.net> - 2017-06-25 22:11 -0700
      Re: Handy im Regen, danach schlechte Akku-Laufzeit Stephan Gerlach <mam99hes@studserv.uni-leipzig.de> - 2017-06-27 18:20 +0200
        Re: Handy im Regen, danach schlechte Akku-Laufzeit Michael Schwingen <news-1457978346@discworld.dascon.de> - 2017-06-28 18:55 +0000
        Re: Handy im Regen, danach schlechte Akku-Laufzeit Edzard Egberts <news@edzeg.net> - 2017-06-29 07:55 +0200
          Re: Handy im Regen, danach schlechte Akku-Laufzeit Axel Berger <Spam@Berger-Odenthal.De> - 2017-06-29 10:09 +0200
            Re: Handy im Regen, danach schlechte Akku-Laufzeit Edzard Egberts <news@edzeg.net> - 2017-06-29 10:52 +0200
          Re: Handy im Regen, danach schlechte Akku-Laufzeit Stephan Gerlach <mam99hes@studserv.uni-leipzig.de> - 2017-07-05 00:50 +0200
            Re: Handy im Regen, danach schlechte Akku-Laufzeit Edzard Egberts <news@edzeg.net> - 2017-07-05 07:56 +0200
              Re: Handy im Regen, danach schlechte Akku-Laufzeit Stephan Gerlach <mam99hes@studserv.uni-leipzig.de> - 2017-07-13 22:53 +0200
        Re: Handy im Regen, danach schlechte Akku-Laufzeit Siegfried Blos <usenet@siegfried-blos.de> - 2017-06-29 11:49 +0200
          Re: Handy im Regen, danach schlechte Akku-Laufzeit Stephan Gerlach <mam99hes@studserv.uni-leipzig.de> - 2017-07-05 00:46 +0200
    Re: Handy im Regen, danach schlechte Akku-Laufzeit Andreas Theilmeier <news@theilmeier.net> - 2017-06-29 15:35 +0200
      Re: Handy im Regen, danach schlechte Akku-Laufzeit Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2017-06-29 16:32 +0200
        Re: Handy im Regen, danach schlechte Akku-Laufzeit Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2017-06-29 18:59 +0200
        Re: Handy im Regen, danach schlechte Akku-Laufzeit Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2017-07-08 20:13 +0200

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#228703 — Handy im Regen, danach schlechte Akku-Laufzeit

FromStephan Gerlach <mam99hes@studserv.uni-leipzig.de>
Date2017-06-10 02:02 +0200
SubjectHandy im Regen, danach schlechte Akku-Laufzeit
Message-ID<ohfcka$pju$1@tota-refugium.de>
Neulich wurde hier ein Handy "versehentlich" längere Zeit dem Regen 
ausgesetzt.

Vor dem Regen: Akku-Laufzeit im Standby ca. 7 Tage.

Während des Regens: Es wurde versucht, das Handy zu benutzen, aber das 
Display flackerte etwas, woraufhin der Versuch abgebrochen sowie der 
Akku entfernt wurde. Da war das Handy (fahrlässigerweise "unbemerkt") 
schon eine Weile dem Regen ausgesetzt.

Nach dem Regen: Handy und Akku wurden notdürftig getrocknet. D.h. ein 
paar Stunden offen liegen gelassen und ein paar Minuten mit dem Fön 
bearbeitet.
Der Akku wurde geladen und wieder eingebaut.
Ergebnis: Das Handy funktioniert völlig normal (keine Abstürze, alle 
Tasten funktioneren normal, es wird nicht sonderlich warm), bis auf eine 
"Kleinigkeit":

Die Akku-Laufzeit beträgt nun nur noch ca. 0,5 Tage! Das ist eine 
plötzliche und deutliche Verschlechterung zu vorher.

Momentan liegt das Handy aufgeschraubt im Reis, um es noch besser zu 
trocknen.

Frage: Was ist die wahrscheinlichste Ursache für die verkürzte 
Akku-Laufzeit:
- Problem im Handy (z.B. Kurzschluß, durch eingedrungenes Wasser und 
irgendwo erfolgter chemischer Reaktion verringerter ohmscher Widerstand)?
- Problem des Akkus?

Bezüglich des Li-Poly-Akkus nehme ich an, daß der eigentlich wasserdicht 
sein sollte(?), so daß ich das Problem ursprünglich im Handy selbst 
vermutete.
Allerdings sind die Funktionen des Handys selbst überhaupt nicht 
beeinträchtigt (was ich bei einem Handy-Schaden erwarten würde; zudem 
ist selbst nach dem Aufschrauben kein Wasser oder übermäßig viel 
"Schmodder" zu erkennen.


-- 
 > Eigentlich sollte Brain 1.0 laufen.
gut, dann werde ich mir das morgen mal besorgen...
(...Dialog aus m.p.d.g.w.a.)

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#228716

FromMarcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org>
Date2017-06-10 09:00 +0200
Message-ID<ohg5f2$1h1$1@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#228703
On 10.06.17 02.02, Stephan Gerlach wrote:
> Nach dem Regen: Handy und Akku wurden notdürftig getrocknet. D.h. ein
> paar Stunden offen liegen gelassen und ein paar Minuten mit dem Fön
> bearbeitet.

Das bringt so gut wie nichts.

> Der Akku wurde geladen und wieder eingebaut.
> Ergebnis: Das Handy funktioniert völlig normal (keine Abstürze, alle
> Tasten funktioneren normal, es wird nicht sonderlich warm), bis auf eine
> "Kleinigkeit":
>
> Die Akku-Laufzeit beträgt nun nur noch ca. 0,5 Tage! Das ist eine
> plötzliche und deutliche Verschlechterung zu vorher.

Es befindet sich Wasser im Gerät oder im Akku, das Kurzschlüsse verursacht.
Des weiteren ist in den nächsten Wochen mit Korrisionsschäden zu rechnen.

> Momentan liegt das Handy aufgeschraubt im Reis, um es noch besser zu
> trocknen.

Das bringt schon mehr.

> Frage: Was ist die wahrscheinlichste Ursache für die verkürzte
> Akku-Laufzeit:
> - Problem im Handy (z.B. Kurzschluß, durch eingedrungenes Wasser und
> irgendwo erfolgter chemischer Reaktion verringerter ohmscher Widerstand)?

Eher Wasser, was Schmutz oder Chemikalien gelöst hat, und dadurch den 
Strom leitet.

> - Problem des Akkus?

Im Prinzip könnte auch da Wasser eingedrungen sein.

> Bezüglich des Li-Poly-Akkus nehme ich an, daß der eigentlich wasserdicht
> sein sollte(?), so daß ich das Problem ursprünglich im Handy selbst
> vermutete.

Ack.

> Allerdings sind die Funktionen des Handys selbst überhaupt nicht
> beeinträchtigt (was ich bei einem Handy-Schaden erwarten würde; zudem
> ist selbst nach dem Aufschrauben kein Wasser oder übermäßig viel
> "Schmodder" zu erkennen.

Klar, da reicht ein Tropfen, der durch die Kapillarwirkung unter das 
richtige Bauteil gezogen ist. BGA-Chips wie Speicher oder CPU sind 
nahezu ideale Orte für so etwas. Ebenso die Spulen der Spannungswandler, 
falls nicht vollvergossen. Da bekommt man das Wasser kaum noch mit 
vertretbarem Aufwand raus.

Die Idee mit dem Reis ist an sich schon ganz gut, nur kommt der eben 
auch nicht /unter/ die Chips.
Im Prinzip braucht man einen Exicator, also extrem trockene Luft, um die 
Verdunstung massiv zu beschleunigen. Dann noch erhöhte Temperatur. Jede 
10°C mehr verdoppeln die Geschwindigkeit. Aber abhängig davon, wie groß 
die Oberfläche ist, wo das Wasser überhaupt mit der Luft in Berührung 
kommt, kann es Tage, Wochen oder auch Jahre dauern - die Kapillarkraft 
ist stark.
Die Sache lässt sich weiter beschleunigen, indem man die Luft abpumpt, 
also das Gerät Vakuum aussetzt. Natürlich ist das keine zulässige 
Lagerungsumgebung, aber normalerweise passiert da nichts.

Kurzum, eine Trocknung ist schon möglich. Man sollte es auf jeden Fall 
bei 50-60°C tun. Das bringt schon mal einen Faktor 10 Geschwindigkeit. 
Der Backofen bietet sich dafür an. Aber bitte Themometer dazu legen, die 
Öfen liegen unten rum oder beim Aufheizen auch schon mal 50°C daneben.
Das Gerät dabei soweit irgend möglich in seine Komponenten zerlegen, 
also Platine einzeln etc. und natürlich alles vorher abtupfen, damit man 
wenigstens bei den großen Wassermengen nicht auf deren Verdunstung 
warten muss.
Falls man Zugang zu einer Vakuumpumpe hat, z.B. in der Physiksammlung 
der Schule, wären ein paar Stündchen unter der Glocke, die sonst den 
Wecker zum Schweigen bringt, auch kein Fehler. Wasser siedet im Vakuum.
Gleichzeitig warm machen, würde die Sache natürlich nochmal 
beschleunigen, aber da die Temperatur im Vakuum ziemlich undefiniert 
ist, ist das schwierig. Man kann nur eine Halogenlampe vor die 
Glasglocke stellen, in einem Abstand, dass es auch mit der Hand nicht 
unangenehm wäre.

Am Ende bekommt man das Gerät mit Aufwand schon wieder einigermaßen 
trocken, aber es gibt noch das Restrisiko, dass an Steckverbindern nach 
der mittlerweile langen Zeit bereits Korrosion eingesetzt hat, die 
längerfristig die Funktion stören kann.

Es gibt auch noch andere Tricks. So kann z.B. das Versenken in reinem 
Alkohol (Ethanol) funktionieren. Der Alkohol verbindet sich sofort mit 
dem Wasser, und lässt sich von selbigem praktisch nicht mehr trennen. Im 
Prinzip dasselbe, wie der Reis, nur eben auch in der Ritzen. Den Alkohol 
wiederum bekommt man, zusammen mit dem Wasser, viel einfacher wieder 
raus, da er bei weitem nicht so eine große Oberflächenspannung hat.
Platinen werden auf diese Weise auch professionell gereinigt. Allerdings 
gibt es das Risiko, dass nicht alle Komponenten des Geräts resistent 
gegen Alkohol sind. Man macht so etwas normalerweise nur mit nackten 
Platinen, wo noch kein Display etc. dran hängen.


Ein anderes potentielles Szenario sollte man auch noch erwähnen. Wenn 
der Akku durch die Prozedur an der Ladekontrolle vorbei entladen wurde, 
stimmen der Zähler im Akku-Chip und der Ladezustand der Akkus nicht mehr 
überein. Dann würde das Ladegerät glauben, der Akku wäre schon (fast) 
voll und den Ladevorgang vorzeitig abbrechen oder zumindest extrem 
verlangsamen. Heißt, es wäre denkbar, dass der Akku in den gewohnten 
Zeiten einfach nicht mehr voll geladen wird. Normalerweise renkt sich 
das aber wieder ein, wenn der Akku einmal sehr lange (Faktor 10) am 
Ladegerät hängt und wirklich auf 100% geladen wird.

Ebenso wäre es auch denkbar, dass der Vorgang zu einer Tiefentladung des 
Akkus geführt hat. Dann wäre er defekt.
Aber auf Platz eins meiner Favoritenliste steht nach wie vor das Wasser 
im Gerät. Das flackernde Display spricht schwer dafür, dass es Probleme 
mit der internen Spannungsversogrung gab.


Marcel

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#228728

FromAxel Berger <Spam@Berger-Odenthal.De>
Date2017-06-10 10:03 +0200
Message-ID<593BA7CD.CDCF6C19@Berger-Odenthal.De>
In reply to#228716
Marcel Mueller wrote:
> Man kann nur eine Halogenlampe vor die Glasglocke stellen,

Besser nicht. Normalerweise heizt die Strahlung und die Konvektion
kühlt. Unter Vakuum verschiebt sich das Gleichgewicht auf schwer zu
kontrollierende Weise.

-- 
/¯\   No  |    Dipl.-Ing. F. Axel Berger    Tel: +49/ 221/ 7771 8067
\ /  HTML |    Roald-Amundsen-Straße 2a     Fax: +49/ 221/ 7771 8069
 X    in  |    D-50829 Köln-Ossendorf      http://berger-odenthal.de
/ \  Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --

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#228827

FromStephan Gerlach <mam99hes@studserv.uni-leipzig.de>
Date2017-06-13 00:06 +0200
Message-ID<ohn2u9$9a1$1@tota-refugium.de>
In reply to#228716
Marcel Mueller schrieb:
> On 10.06.17 02.02, Stephan Gerlach wrote:
>> Nach dem Regen: Handy und Akku wurden notdürftig getrocknet. D.h. ein
>> paar Stunden offen liegen gelassen und ein paar Minuten mit dem Fön
>> bearbeitet.
> 
> Das bringt so gut wie nichts.

Ich dachte, durch die Wärme verdunstet das (nicht sichtbare) Wasser 
besser, und durch den Luftzug wird es gleich abtransportiert.

Bei den Haaren auf dem Kopf funktioniert es ja auch ;-) .
Oder sogar zur Trocknung nach Wasserschäden in/an Wänden in Häusern.

>> Der Akku wurde geladen und wieder eingebaut.
>> Ergebnis: Das Handy funktioniert völlig normal (keine Abstürze, alle
>> Tasten funktioneren normal, es wird nicht sonderlich warm), bis auf eine
>> "Kleinigkeit":
>>
>> Die Akku-Laufzeit beträgt nun nur noch ca. 0,5 Tage! Das ist eine
>> plötzliche und deutliche Verschlechterung zu vorher.
> 
> Es befindet sich Wasser im Gerät oder im Akku, das Kurzschlüsse verursacht.
> Des weiteren ist in den nächsten Wochen mit Korrisionsschäden zu rechnen.

Sichtbar war und ist wie gesagt von Wasser gar nichts.
Die 2 Displays (innen und außen) sowie die Platinen hängen einzeln an 
Kabeln dran; man kann da schon ganz gut draufgucken.

>> Momentan liegt das Handy aufgeschraubt im Reis, um es noch besser zu
>> trocknen.
> 
> Das bringt schon mehr.

Gibt es "Richtlinien", wie lange man Geräte dort mindestens drin liegen 
lassen sollte, um einen Effekt zu merken?
Ich hatte mal einen Fahrradtacho so wieder zum Leben erweckt, den man 
gar nicht aufschrauben konnte. Der funktioniert heute noch (wie neu).
Den hatte ich ca. 1 Woche(?) liegen lassen.

Allerdings war da definitiv mehr Wasser drin als im Handy; hinter der 
Display-Abdeckung war eine richtige Pfütze zu sehen.

[...]
> Klar, da reicht ein Tropfen, der durch die Kapillarwirkung unter das 
> richtige Bauteil gezogen ist. BGA-Chips wie Speicher oder CPU sind 
> nahezu ideale Orte für so etwas. Ebenso die Spulen der Spannungswandler, 
> falls nicht vollvergossen. Da bekommt man das Wasser kaum noch mit 
> vertretbarem Aufwand raus.

Wie gesagt, zu sehen war nach dem Aufschrauben gar nichts. Noch nicht 
mal Rest-Feuchte.
Nungut; das muß nichts heißen.

> Die Idee mit dem Reis ist an sich schon ganz gut, nur kommt der eben 
> auch nicht /unter/ die Chips.

Was ist mit Silica-Gel?
(Hat man natürlich nicht da, wenn man es evtl. braucht.)

> Im Prinzip braucht man einen Exicator, also extrem trockene Luft, um die 
> Verdunstung massiv zu beschleunigen. Dann noch erhöhte Temperatur. Jede 
> 10°C mehr verdoppeln die Geschwindigkeit. Aber abhängig davon, wie groß 
> die Oberfläche ist, wo das Wasser überhaupt mit der Luft in Berührung 
> kommt, kann es Tage, Wochen oder auch Jahre dauern - die Kapillarkraft 
> ist stark.
> Die Sache lässt sich weiter beschleunigen, indem man die Luft abpumpt, 
> also das Gerät Vakuum aussetzt. Natürlich ist das keine zulässige 
> Lagerungsumgebung, aber normalerweise passiert da nichts.
> 
> Kurzum, eine Trocknung ist schon möglich. Man sollte es auf jeden Fall 
> bei 50-60°C tun. Das bringt schon mal einen Faktor 10 Geschwindigkeit. 
> Der Backofen bietet sich dafür an. Aber bitte Themometer dazu legen, die 
> Öfen liegen unten rum oder beim Aufheizen auch schon mal 50°C daneben.

Müßte es dann nicht auch der Fön tun?!
Der wird auch warm.

> Das Gerät dabei soweit irgend möglich in seine Komponenten zerlegen, 
> also Platine einzeln etc. und natürlich alles vorher abtupfen, damit man 
> wenigstens bei den großen Wassermengen nicht auf deren Verdunstung 
> warten muss.
> Falls man Zugang zu einer Vakuumpumpe hat, z.B. in der Physiksammlung 
> der Schule, wären ein paar Stündchen unter der Glocke, die sonst den 
> Wecker zum Schweigen bringt, auch kein Fehler. Wasser siedet im Vakuum.
> Gleichzeitig warm machen, würde die Sache natürlich nochmal 
> beschleunigen, aber da die Temperatur im Vakuum ziemlich undefiniert 
> ist, ist das schwierig. Man kann nur eine Halogenlampe vor die 
> Glasglocke stellen, in einem Abstand, dass es auch mit der Hand nicht 
> unangenehm wäre.

Zugang zu einer Vakuumpumpe habe ich leider nicht.
Obwohl diese Idee verlockend wäre.

> Am Ende bekommt man das Gerät mit Aufwand schon wieder einigermaßen 
> trocken, aber es gibt noch das Restrisiko, dass an Steckverbindern nach 
> der mittlerweile langen Zeit bereits Korrosion eingesetzt hat, die 
> längerfristig die Funktion stören kann.
> 
> Es gibt auch noch andere Tricks. So kann z.B. das Versenken in reinem 
> Alkohol (Ethanol) funktionieren. Der Alkohol verbindet sich sofort mit 
> dem Wasser, und lässt sich von selbigem praktisch nicht mehr trennen. Im 
> Prinzip dasselbe, wie der Reis, nur eben auch in der Ritzen. Den Alkohol 
> wiederum bekommt man, zusammen mit dem Wasser, viel einfacher wieder 
> raus, da er bei weitem nicht so eine große Oberflächenspannung hat.
> Platinen werden auf diese Weise auch professionell gereinigt. Allerdings 
> gibt es das Risiko, dass nicht alle Komponenten des Geräts resistent 
> gegen Alkohol sind. Man macht so etwas normalerweise nur mit nackten 
> Platinen, wo noch kein Display etc. dran hängen.
> 
> 
> Ein anderes potentielles Szenario sollte man auch noch erwähnen. Wenn 
> der Akku durch die Prozedur an der Ladekontrolle vorbei entladen wurde, 
> stimmen der Zähler im Akku-Chip und der Ladezustand der Akkus nicht mehr 
> überein. Dann würde das Ladegerät glauben, der Akku wäre schon (fast) 
> voll und den Ladevorgang vorzeitig abbrechen oder zumindest extrem 
> verlangsamen. Heißt, es wäre denkbar, dass der Akku in den gewohnten 
> Zeiten einfach nicht mehr voll geladen wird. Normalerweise renkt sich 
> das aber wieder ein, wenn der Akku einmal sehr lange (Faktor 10) am 
> Ladegerät hängt und wirklich auf 100% geladen wird.

Ladevorgänge habe ich

> Ebenso wäre es auch denkbar, dass der Vorgang zu einer Tiefentladung des 
> Akkus geführt hat. Dann wäre er defekt.

Das ist das, was ich erstmal probieren werde:

-- Neuen Akku (mutmaßlich hoher Qualität) besorgen.
-- Falls das nichts bringt, weitere Trocknungsversuche.
-- Falls das auch nichts bringt, das baugleiche Handy gebraucht 
besorgen, dessen Akku-Qualität infolge der ersten beiden Punkte 
weitgehend egal ist. Damit wurde der neue Akku nicht umsonst besorgt.

> Aber auf Platz eins meiner Favoritenliste steht nach wie vor das Wasser 
> im Gerät.

Kann das Wasser auch irgendwie in ein Display selbst kommen?

> Das flackernde Display spricht schwer dafür, dass es Probleme 
> mit der internen Spannungsversogrung gab.

Jetzt flackert wie gesagt gar nichts mehr. Das war nur kurzfristig.
Aber nungut, das muß auch nichts bedeuten.


-- 
 > Eigentlich sollte Brain 1.0 laufen.
gut, dann werde ich mir das morgen mal besorgen...
(...Dialog aus m.p.d.g.w.a.)

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#228847

FromHanno Foest <hurga-news2@tigress.com>
Date2017-06-13 13:16 +0200
Message-ID<eq9vroFpmm4U1@mid.individual.net>
In reply to#228827
Am 13.06.2017 00:06 schrieb Stephan Gerlach:

>> Es befindet sich Wasser im Gerät oder im Akku, das Kurzschlüsse
>> verursacht.
>> Des weiteren ist in den nächsten Wochen mit Korrisionsschäden zu rechnen.
>
> Sichtbar war und ist wie gesagt von Wasser gar nichts.
> Die 2 Displays (innen und außen) sowie die Platinen hängen einzeln an
> Kabeln dran; man kann da schon ganz gut draufgucken.

Ich halte die Furcht vor Wasser im Gerät auch für übertrieben. 2 Tage an 
einem warmen Ort oder (wie bereits vorgeschlagen) ne Stunde im Backofen 
bei 50 - 70 Grad sollten reichen. Wenn ich es bei ollen Computern mit 
versifften Platinen zu tun habe, dann kommen die erst in den 
Geschirrspüler und dann in den Backofen. Es war lang genug, wenn sich 
auf dem Ceranfeld des Herds nichts mehr niederschlägt, wenn man die 
Platine aus dem Ofen holt :)  Kaputtgegangen ist dabei noch nichts.

Handies haben dagegen kleinere Strukturen, und obendrein (potentiell) 
wasserempfindliche Teile wie Tasten und Displays, das kann natürlich 
problematisch sein.

> [...]
>> Klar, da reicht ein Tropfen, der durch die Kapillarwirkung unter das
>> richtige Bauteil gezogen ist. BGA-Chips wie Speicher oder CPU sind
>> nahezu ideale Orte für so etwas. Ebenso die Spulen der
>> Spannungswandler, falls nicht vollvergossen. Da bekommt man das Wasser
>> kaum noch mit vertretbarem Aufwand raus.

Das ist Unsinn. Wo Wasser reinkommt, kommt es auch wieder raus, und 
gegen Verdunstung hilft auch keine Kapillarwirkung. Lediglich größere 
Hohlräume sind ein Problem, denn die sind mit flüssigem Wasser zwar 
schnell gefüllt, aber die Abdunstung durch kleine Öffnungen dauert lange.

[...]

> Müßte es dann nicht auch der Fön tun?!
> Der wird auch warm.

Definitiv. Erstens Erwärmung und zweitens erzwungener Luftaustausch, um 
das abdunstende Wasser abzutransportieren. Ist bei so was kompaktem wie 
einem Handy vielleicht besser als ein Ofen. Aber aufpassen vor Überhitzung!

Hanno

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#228885

FromMarcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org>
Date2017-06-14 00:24 +0200
Message-ID<ohpom7$bgf$1@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#228847
On 13.06.17 13.16, Hanno Foest wrote:
>> [...]
>>> Klar, da reicht ein Tropfen, der durch die Kapillarwirkung unter das
>>> richtige Bauteil gezogen ist. BGA-Chips wie Speicher oder CPU sind
>>> nahezu ideale Orte für so etwas. Ebenso die Spulen der
>>> Spannungswandler, falls nicht vollvergossen. Da bekommt man das Wasser
>>> kaum noch mit vertretbarem Aufwand raus.
>
> Das ist Unsinn. Wo Wasser reinkommt, kommt es auch wieder raus, und
> gegen Verdunstung hilft auch keine Kapillarwirkung. Lediglich größere
> Hohlräume sind ein Problem, denn die sind mit flüssigem Wasser zwar
> schnell gefüllt, aber die Abdunstung durch kleine Öffnungen dauert lange.

So schaut's, aber genau das ist ja auch der Haken bei der 
Kapillarwirkung. Das ist auch eine furchtbar kleine Öffnung, und das 
auch noch in lang. Es dauert einfach sehr lange, weil in dem Kanal der 
Partialdruck vom Wasser deutlich höher ist als in der Umgebung.
Es kommt halt massiv auf die Größe des Kanals an. Wasser zwischen zwei 
Folien ist z.B. wirklich hartnäckig.


> [...]
>
>> Müßte es dann nicht auch der Fön tun?!
>> Der wird auch warm.
>
> Definitiv. Erstens Erwärmung und zweitens erzwungener Luftaustausch, um
> das abdunstende Wasser abzutransportieren.

Das tut der Umluftherd auch. Aber nichts für ungut, eine Stunde lang mit 
dem Fon herumfuhrwerken - da fällt einem doch der Arm ab. Und die paar 
Minuten des OP reichen nicht.

> Ist bei so was kompaktem wie
> einem Handy vielleicht besser als ein Ofen.

Ich finde den Ofen definitiv praktischer.

> Aber aufpassen vor Überhitzung!

Normalerweise hält das, was die Haare aushalten sollten, auch die 
Elektronik aus. In ausgeschalteten Zustand kann man i.a. bis 100°C hoch 
gehen, solange man es nicht den ganzen Tag lang macht.


Marcel

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#228888

FromStephan Gerlach <mam99hes@studserv.uni-leipzig.de>
Date2017-06-14 00:54 +0200
Message-ID<ohpq5t$s2h$1@tota-refugium.de>
In reply to#228885
Marcel Mueller schrieb:
> On 13.06.17 13.16, Hanno Foest wrote:
>>> [...]
>>>> Klar, da reicht ein Tropfen, der durch die Kapillarwirkung unter das
>>>> richtige Bauteil gezogen ist. BGA-Chips wie Speicher oder CPU sind
>>>> nahezu ideale Orte für so etwas. Ebenso die Spulen der
>>>> Spannungswandler, falls nicht vollvergossen. Da bekommt man das Wasser
>>>> kaum noch mit vertretbarem Aufwand raus.
>>
>> Das ist Unsinn. Wo Wasser reinkommt, kommt es auch wieder raus, und
>> gegen Verdunstung hilft auch keine Kapillarwirkung. Lediglich größere
>> Hohlräume sind ein Problem, denn die sind mit flüssigem Wasser zwar
>> schnell gefüllt, aber die Abdunstung durch kleine Öffnungen dauert lange.
> 
> So schaut's, aber genau das ist ja auch der Haken bei der 
> Kapillarwirkung. Das ist auch eine furchtbar kleine Öffnung, und das 
> auch noch in lang. Es dauert einfach sehr lange, weil in dem Kanal der 
> Partialdruck vom Wasser deutlich höher ist als in der Umgebung.
> Es kommt halt massiv auf die Größe des Kanals an. Wasser zwischen zwei 
> Folien ist z.B. wirklich hartnäckig.

Ist es denkbar, daß Wasser irgendwie ins Display selbst gekommen ist?

>> [...]
>>
>>> Müßte es dann nicht auch der Fön tun?!
>>> Der wird auch warm.
>>
>> Definitiv. Erstens Erwärmung und zweitens erzwungener Luftaustausch, um
>> das abdunstende Wasser abzutransportieren.
> 
> Das tut der Umluftherd auch. Aber nichts für ungut, eine Stunde lang mit 
> dem Fon herumfuhrwerken - da fällt einem doch der Arm ab. Und die paar 
> Minuten des OP reichen nicht.

Es waren ca. 20 Minuten. Der Fön lag auf dem Boden, ich habe das Handy 
in den Luftstrom gelegt.

Danach wollte ich erstmal den Fön schonen.

>> Ist bei so was kompaktem wie
>> einem Handy vielleicht besser als ein Ofen.
> 
> Ich finde den Ofen definitiv praktischer.

Er wäre leise :-) .

>> Aber aufpassen vor Überhitzung!
> 
> Normalerweise hält das, was die Haare aushalten sollten, auch die 
> Elektronik aus. In ausgeschalteten Zustand kann man i.a. bis 100°C hoch 
> gehen, solange man es nicht den ganzen Tag lang macht.

Was ist mit dem Display?

BTW: Man kann offenbar für wenig Geld sogar einzelne Ersatzteile für das 
genannte Handy bestellen, z.B. Kabel oder gar einzelne Platinen, siehe 
z.B. <https://stellatech.com/de/articles.php?cid=572/>.

Das Problem wäre, das "richtige" Bauteil herauszufinden, was die 
schnelle Entladung verursacht.

Ich vermute eine der beiden Platinen.

Heute habe ich noch sämtliche Steckverbindungen getrennt; eine davon war 
tatsächlich leicht korrodiert. Habe ich erstmal (soweit möglich) sauber 
gemacht.

Wahrscheinlich ist es da einfacher, mit einem gebrauchten Exemplar von 
Ebay "Aus-zwei-mach-eins" zu spielen.


-- 
 > Eigentlich sollte Brain 1.0 laufen.
gut, dann werde ich mir das morgen mal besorgen...
(...Dialog aus m.p.d.g.w.a.)

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#228889

FromHanno Foest <hurga-news2@tigress.com>
Date2017-06-14 00:56 +0200
Message-ID<eqb8shF4k7eU1@mid.individual.net>
In reply to#228885
Am 14.06.2017 um 00:24 schrieb Marcel Mueller:

>> Das ist Unsinn. Wo Wasser reinkommt, kommt es auch wieder raus, und
>> gegen Verdunstung hilft auch keine Kapillarwirkung. Lediglich größere
>> Hohlräume sind ein Problem, denn die sind mit flüssigem Wasser zwar
>> schnell gefüllt, aber die Abdunstung durch kleine Öffnungen dauert lange.
> 
> So schaut's, aber genau das ist ja auch der Haken bei der 
> Kapillarwirkung. Das ist auch eine furchtbar kleine Öffnung, und das 
> auch noch in lang. Es dauert einfach sehr lange, weil in dem Kanal der 
> Partialdruck vom Wasser deutlich höher ist als in der Umgebung.

Das problematischste, was ich mir an der Elektronik im Handy vorstellen 
könnte, sind ca. 10x10 große BGA-Chips. Die sind aber auch nach allen 
Seiten offen. Und Wasser ohne Tensidzusatz (also mit 
Oberflächenspannung) muß da auch erst mal drunterkommen. BTW: Platinen 
werden auch im Werk gewaschen. Wäßrig ist dabei nicht gerade selten, 
aber ob man das bei Handies benutzt, weiß ich nicht.

> Es kommt halt massiv auf die Größe des Kanals an. Wasser zwischen zwei 
> Folien ist z.B. wirklich hartnäckig.

Klar. Aber das scheint mir hier nicht der Fall zu sein. Bei Wasser im 
Display würde ich auch 'wegschmeißen' sagen.

> Das tut der Umluftherd auch. Aber nichts für ungut, eine Stunde lang mit 
> dem Fon herumfuhrwerken - da fällt einem doch der Arm ab. Und die paar 
> Minuten des OP reichen nicht.

Wenn das Teil schon Funktion zeigt, kann da nicht mehr *so* viel im 
Argen sein.

>> Ist bei so was kompaktem wie
>> einem Handy vielleicht besser als ein Ofen.
> 
> Ich finde den Ofen definitiv praktischer.

Meiner Schätzung nach bringt 10 Min Fön mehr als 1h Ofen. Ein 
gerichteter Luftstrom schafft in kleinen Ritzen einfach mehr weg. Was 
praktischer ist, muß jeder selber wissen :)

>> Aber aufpassen vor Überhitzung!
> 
> Normalerweise hält das, was die Haare aushalten sollten, auch die 
> Elektronik aus.

Die Elektronik sicher - aber Gehäuse, Akku, Display, Schalter?

Hanno

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#228910

FromMarcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org>
Date2017-06-15 06:14 +0200
Message-ID<oht1jl$vc9$1@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#228889
On 14.06.17 00.56, Hanno Foest wrote:
>> Normalerweise hält das, was die Haare aushalten sollten, auch die
>> Elektronik aus.
>
> Die Elektronik sicher - aber Gehäuse, Akku, Display, Schalter?

Also, wer den Akku dabei nicht raus nimmt, der hat den Schuss wirklich 
noch nicht gehört. Der Rest ist bei den Temperaturen noch kein Problem. 
Einmal im Auto in der Sonne liegen lassen, und Du hast auch 70°C, 
diesmal mit Akku - und nein, das tut dem nicht gut.


Marcel

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#228717

FromJochen Pawletta <jochen@hin.de>
Date2017-06-10 07:15 +0000
Message-ID<slrnojn74h.f7j.jochen@joshua.hin.de>
In reply to#228703
Hallo

On 2017-06-10, Stephan Gerlach <mam99hes@studserv.uni-leipzig.de> wrote:
> Neulich wurde hier ein Handy "versehentlich" längere Zeit dem Regen 
> ausgesetzt.
>
> Vor dem Regen: Akku-Laufzeit im Standby ca. 7 Tage.
>
> Die Akku-Laufzeit beträgt nun nur noch ca. 0,5 Tage! Das ist eine 
> plötzliche und deutliche Verschlechterung zu vorher.

Dazu passend folgende Story:
Hier wurde mal versehentlich ein Handy mit in der Maschine gewaschen.
Ging natürlich danach nicht mehr.
Noch mal das gleiche gekauft und zum Spaß den neuen Akku ins alte
Gerät gesteckt - geht. Alles! Auch Akkulaufzeit.

Also bei dem Fall war das Gerät noch völlig in Ordnung, und es hat
nur den Akkku gekillt.

Es war ein Nokia 2630, falls das von Interesse ist ...


mfg Jochen

-- 
ZX81 - C64 - Amiga - x86-Linux - iMac (OS X)

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#228727

FromJuergen Roesener <roesener@compuserve.com>
Date2017-06-10 10:03 +0200
Message-ID<eq1ndoFt14hU1@mid.individual.net>
In reply to#228717
Jochen Pawletta <jochen@hin.de> wrote:

>Also bei dem Fall war das Gerät noch völlig in Ordnung, und es hat
>nur den Akkku gekillt.
>
>Es war ein Nokia 2630, falls das von Interesse ist ...

Ein Kind hatte im Sommer eins seiner Hörgeräte verloren, wo war nicht
bekannt. Rein zufällig wurde es im darauffolgenden Frühjahr im Garten
gefunden. Völlig verdreckt, aber möglicherweise doch durch Laub ein
wenig geschützt. Hörgeräte sind recht gut gegen eindringende
Feuchtigkeit geschützt, nicht aber die Öffnungen für Mikrofon und
Hörer.

Jedenfalls war es funktionslos, viel verderben konnte man also nicht
mehr. Ich habe es dann ohne vorherige Demontage für ca. einen Tag
komplett in bidestilliertem Wasser gebadet und anschließend auf einem
Heizkörper getrocknet. Die Batteriekontakte zeigten keine sichtbare
Korrosion, nach Einlegen einer neuen Batterie funktionierte es wieder
einwandfrei (geprüft in der Messbox) - und das noch jahrelang.

Es war ein Bosch 66 AGC (ob i oder o habe ich vergessen), falls das
von Interesse ist... :-)

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#228796

FromMatthias Weingart <mwnews@pentax.boerde.de>
Date2017-06-12 07:52 +0000
Message-ID<XnsA792645E31564AlwLookOnTBrightSide@penthouse.boerde.de>
In reply to#228727
Juergen Roesener <roesener@compuserve.com>:

>>Also bei dem Fall war das Ger„t noch v”llig in Ordnung, und es hat
>>nur den Akkku gekillt.

Wahrscheinlich sind noch nicht mal die Akkuzellen hin, sondern nur die Akku-
Gauge aus dem Tritt (d.h. die Elektronik im Pack, die aufzeichnet, wieviel 
Kapazität der Akku hat). Leider kann man da nicht allzuviel tun, als mal 
einen neuen Akku zu probieren. Die Gauge kriegt man nur tehoretisch wieder 
neu kalibriert (wenn man weiss wie und die entsprechende Technik dazu 
bastelt).

M.
-- 

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#229237

FromGert Bass <me@privacy.net>
Date2017-06-25 22:11 -0700
Message-ID<3n51lc18i230dnjbdmr60525ea6oimvbj7@4ax.com>
In reply to#228703
>- Problem des Akkus?

Ja, denn wenn Du den mit dem Fön richtig schön heiß bekommen hast, ist
das der Grund für den Kapazitätsverlust. Hitze (über 50°) tötet Lion
Akkus, ob von außen oder durch schnelle Entladung oder Laden ist
wurscht.


>Bezüglich des Li-Poly-Akkus nehme ich an, daß der eigentlich wasserdicht 
>sein sollte(?), 

Isser nicht, könnte also auch die Ladeelektronik vermurkst haben.

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#229267

FromStephan Gerlach <mam99hes@studserv.uni-leipzig.de>
Date2017-06-27 18:20 +0200
Message-ID<oiu09g$rrs$1@tota-refugium.de>
In reply to#229237
Gert Bass schrieb:
>> - Problem des Akkus?
> 
> Ja, denn wenn Du den mit dem Fön richtig schön heiß bekommen hast, ist
> das der Grund für den Kapazitätsverlust. Hitze (über 50°) tötet Lion
> Akkus, ob von außen oder durch schnelle Entladung oder Laden ist
> wurscht.
> 
> 
>> Bezüglich des Li-Poly-Akkus nehme ich an, daß der eigentlich wasserdicht 
>> sein sollte(?), 
> 
> Isser nicht, könnte also auch die Ladeelektronik vermurkst haben.

UPDATE:

Neuer Akku ist da.
Handy hält länger als mit dem alten Akku, ist aber immer noch innerhalb 
eines Tages leer.

Daraufhin wurde ein baugleiches Modell (gebraucht) besorgt. Das 
funktioniert mit beiden Akkus; mit dem neuen naturgemäß besser.

Nun habe ich testweise das Display aus dem "Regen"-Exemplar in das 
"neue" Handy eingebaut - Akku-Laufzeit normal.

Fazit: Der Fehler liegt irgendwo an der Hauptplatine des Regen-Exemplars.

Kann man den Speicherchip auf das neue Exemplar übertragen?
Ich nehme allerdings an, dazu ist Löt-Equipment notwendig.


-- 
 > Eigentlich sollte Brain 1.0 laufen.
gut, dann werde ich mir das morgen mal besorgen...
(...Dialog aus m.p.d.g.w.a.)

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#229295

FromMichael Schwingen <news-1457978346@discworld.dascon.de>
Date2017-06-28 18:55 +0000
Message-ID<slrnol7utr.3j3.news-1457978346@a-tuin.ms.intern>
In reply to#229267
On 2017-06-27, Stephan Gerlach <mam99hes@studserv.uni-leipzig.de> wrote:
>
> Kann man den Speicherchip auf das neue Exemplar übertragen?
> Ich nehme allerdings an, dazu ist Löt-Equipment notwendig.

Das ist vermutlich ein eMMC oder ähnlich unsympathisches (für den Heimlöter)
Gehäuse:

http://www.samsung.com/semiconductor/global/file/media/Samsung_eMMC_2013-0.pdf

cu
Michael

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#229301

FromEdzard Egberts <news@edzeg.net>
Date2017-06-29 07:55 +0200
Message-ID<oj24s0$d3u$1@news4.open-news-network.org>
In reply to#229267
Stephan Gerlach wrote:
> Kann man den Speicherchip auf das neue Exemplar übertragen?
> Ich nehme allerdings an, dazu ist Löt-Equipment notwendig.

Mit Bluetooth die Daten übertragen geht nicht?

Rein interessehalber gefragt - selber habe ich kein Smartphone, aber
schon gelesen, dass die für Bluetooth-Angriffe empfänglich sind. Wenn
man die schon ausspionieren kann, müssten die Geräte doch auch gewollt
Daten übertragen können?

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#229302

FromAxel Berger <Spam@Berger-Odenthal.De>
Date2017-06-29 10:09 +0200
Message-ID<5954B5CE.FB5A80AD@Berger-Odenthal.De>
In reply to#229301
Edzard Egberts wrote:
> Wenn man die schon ausspionieren kann, müssten die Geräte doch
> auch gewollt Daten übertragen können?

Zumindest mein Gerät hat geschützte Speicherbereiche, an die nur der
Eigentümer und nicht der eingeschränkte Nutzer (i.e., der, der es teuer
bezahlt hat, i.e. ich) drankommt. Die kann ich nicht kopieren und nicht
sichern. Der Eigentümer "klaut" sich bestimmt eine Sicherung, sind ja
"seine" Daten.

-- 
/¯\   No  |    Dipl.-Ing. F. Axel Berger    Tel: +49/ 221/ 7771 8067
\ /  HTML |    Roald-Amundsen-Straße 2a     Fax: +49/ 221/ 7771 8069
 X    in  |    D-50829 Köln-Ossendorf      http://berger-odenthal.de
/ \  Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --

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#229303

FromEdzard Egberts <news@edzeg.net>
Date2017-06-29 10:52 +0200
Message-ID<oj2f6c$dm1$1@news4.open-news-network.org>
In reply to#229302
Axel Berger wrote:
> Edzard Egberts wrote:
>> Wenn man die schon ausspionieren kann, müssten die Geräte doch auch
>> gewollt Daten übertragen können?
> 
> Zumindest mein Gerät hat geschützte Speicherbereiche, an die nur der 
> Eigentümer und nicht der eingeschränkte Nutzer (i.e., der, der es
> teuer bezahlt hat, i.e. ich) drankommt. Die kann ich nicht kopieren
> und nicht sichern. Der Eigentümer "klaut" sich bestimmt eine
> Sicherung, sind ja "seine" Daten.

An dieses Stichwort habe ich gar nicht gedacht, sind das nur die
Apple-Phones, die Daten in die "klaut" schieben können? Nachdem was ich
so an "Produktinformation" mitbekomme, hätte ich gedacht, der Abgleich
zwischen verschiedenen Geräten und Gerätetypen ist schon längst gängige
Technik, aber das ist wohl eher der Stand der gewünschten Technik?

Wobei ich mich schon immer gefragt habe, wo denn da das Problem ist -
man schiebt seine Daten in die "klaut" und kann sie dann von 4chan oder
anderen Seiten wieder herunterladen - ist doch ganz einfach! ;o)

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#229402

FromStephan Gerlach <mam99hes@studserv.uni-leipzig.de>
Date2017-07-05 00:50 +0200
Message-ID<ojh5p8$f1m$1@tota-refugium.de>
In reply to#229301
Edzard Egberts schrieb:
> Stephan Gerlach wrote:
>> Kann man den Speicherchip auf das neue Exemplar übertragen?
>> Ich nehme allerdings an, dazu ist Löt-Equipment notwendig.
> 
> Mit Bluetooth die Daten übertragen geht nicht?

Doch, und das habe ich mittlerweile auch mit den meisten Dateien getan.
Man konnte einiges direkt "von Handy zu Handy" übertragen.

Bei anderen Dateien (Klingeltöne, Hintergrundbilder) gab es aufgrund von 
Kopierschutz(?) einige Schwierigkeiten, die sich aber über den Umweg 
über einen PC quasi "beheben" ließen.

Lediglich den kompletten Festplatteninhalt (sofern man von "Festplatte" 
sprechen kann) inklusive aller systemrelevanten Dateien, so wie bei 
einem PC, konnte man *nicht* übertragen.
Also nur (wie beschrieben) einzelne Dateien.
Aber das ist besser als gar nichts.

-- 
 > Eigentlich sollte Brain 1.0 laufen.
gut, dann werde ich mir das morgen mal besorgen...
(...Dialog aus m.p.d.g.w.a.)

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#229403

FromEdzard Egberts <news@edzeg.net>
Date2017-07-05 07:56 +0200
Message-ID<ojhv5r$c9n$1@news4.open-news-network.org>
In reply to#229402
Stephan Gerlach wrote:
> Edzard Egberts schrieb:
>> Stephan Gerlach wrote:
>>> Kann man den Speicherchip auf das neue Exemplar übertragen? Ich
>>> nehme allerdings an, dazu ist Löt-Equipment notwendig.
>> 
>> Mit Bluetooth die Daten übertragen geht nicht?
> 
> Doch, und das habe ich mittlerweile auch mit den meisten Dateien
> getan. Man konnte einiges direkt "von Handy zu Handy" übertragen.

Aha, gut zu wissen. Hätte mich aber auch gewundert - so viele Warnungen
vor "unbefugtem Zugriff", da muss ein befugter Zugriff ja schon lange gehen.

> Lediglich den kompletten Festplatteninhalt (sofern man von
> "Festplatte" sprechen kann) inklusive aller systemrelevanten Dateien,
> so wie bei einem PC, konnte man *nicht* übertragen. Also nur (wie
> beschrieben) einzelne Dateien. Aber das ist besser als gar nichts.

Trotzdem ein Armutszeugnis, eine Backupmöglichkeit sollte jeder
"Computer" eigentlich haben. Läuft das mit Android?

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