Groups | Search | Server Info | Keyboard shortcuts | Login | Register [http] [https] [nntp] [nntps]


Groups > de.sci.electronics > #231055 > unrolled thread

Re: Sprache und physikalische Einheiten

Started byRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
First post2017-08-10 23:17 +0200
Last post2017-09-04 23:05 +0200
Articles 20 on this page of 45 — 16 participants

Back to article view | Back to de.sci.electronics

This discussion starts older than the indexed window; earlier articles aren't shown. The article labeled Started by below is the oldest one visible, not the original post.


Contents

  Re: Sprache und physikalische Einheiten Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2017-08-10 23:17 +0200
    Re: Sprache und physikalische Einheiten Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> - 2017-08-11 09:48 +0200
      Re: Sprache und physikalische Einheiten Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2017-08-11 10:47 +0200
        Re: Sprache und physikalische Einheiten Lutz Schulze <lschulze@netzwerkseite.de> - 2017-08-11 10:58 +0200
          Re: Sprache und physikalische Einheiten Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2017-08-11 11:10 +0200
            Re: Sprache und physikalische Einheiten Reinhardt Behm <rbehm@hushmail.com> - 2017-08-11 17:23 +0800
            Re: Sprache und physikalische Einheiten Lutz Schulze <lschulze@netzwerkseite.de> - 2017-08-11 11:54 +0200
            Re: Sprache und physikalische Einheiten Eric Bruecklmeier <usenet@nerdcraft.de> - 2017-08-11 14:00 +0200
              Re: Sprache und physikalische Einheiten Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2017-08-12 18:51 +0200
                Re: Sprache und physikalische Einheiten Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2017-08-15 00:19 +0200
                  Re: Sprache und physikalische Einheiten Werner Holtfreter <holtfreter@gmx.de> - 2017-08-15 01:36 +0200
                  Re: Sprache und physikalische Einheiten Dieter Wiedmann <dieter.wiedmann@t-online.de> - 2017-08-15 16:32 +0200
        Re: Sprache und physikalische Einheiten Frank Müller <dw2fm@hotmail.com> - 2017-08-11 16:58 +0200
          Re: Sprache und physikalische Einheiten news.bernd.nebendahl@gmail.com - 2017-08-11 08:05 -0700
          Re: Sprache und physikalische Einheiten Thomas Prufer <prufer.public@mnet-online.de.invalid> - 2017-08-12 09:27 +0200
            Re: Sprache und physikalische Einheiten Dieter Wiedmann <dieter.wiedmann@t-online.de> - 2017-08-12 09:31 +0200
              Re: Sprache und physikalische Einheiten "MaWin" <me@private.net> - 2017-08-12 10:06 +0200
                Re: Sprache und physikalische Einheiten Dieter Wiedmann <dieter.wiedmann@t-online.de> - 2017-08-12 10:09 +0200
              Re: Sprache und physikalische Einheiten Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2017-08-13 23:25 +0200
          Re: Sprache und physikalische Einheiten Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2017-08-12 18:53 +0200
            Re: Sprache und physikalische Einheiten Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2017-08-13 11:12 +0200
              Re: Sprache und physikalische Einheiten Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2017-08-13 11:32 +0200
          Re: Sprache und physikalische Einheiten Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2017-08-15 00:07 +0200
        Re: Sprache und physikalische Einheiten Werner Holtfreter <holtfreter@gmx.de> - 2017-08-11 17:08 +0200
      Re: Sprache und physikalische Einheiten Werner Holtfreter <holtfreter@gmx.de> - 2017-08-11 13:33 +0200
        Re: Sprache und physikalische Einheiten Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> - 2017-08-12 11:18 +0200
          Re: Sprache und physikalische Einheiten Werner Holtfreter <holtfreter@gmx.de> - 2017-08-12 14:07 +0200
            Re: Sprache und physikalische Einheiten Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> - 2017-08-13 08:21 +0200
      Re: Sprache und physikalische Einheiten horejsi <wolfgang@horejsi.de> - 2017-08-11 21:25 +0200
        Re: Sprache und physikalische Einheiten Rupert Haselbeck <mein-rest-muell@gmx.de> - 2017-08-11 21:50 +0200
      Re: Sprache und physikalische Einheiten Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2017-08-13 23:21 +0200
    Re: Sprache und physikalische Einheiten Werner Holtfreter <holtfreter@gmx.de> - 2017-08-11 13:34 +0200
      Re: Sprache und physikalische Einheiten Axel Berger <Spam@Berger-Odenthal.De> - 2017-08-11 15:54 +0200
        Re: Sprache und physikalische Einheiten Werner Holtfreter <holtfreter@gmx.de> - 2017-08-11 16:43 +0200
          Re: Sprache und physikalische Einheiten Thomas Prufer <prufer.public@mnet-online.de.invalid> - 2017-08-12 09:36 +0200
          Re: Sprache und physikalische Einheiten Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2017-08-12 11:20 +0200
            Re: Sprache und physikalische Einheiten Werner Holtfreter <holtfreter@gmx.de> - 2017-08-12 14:23 +0200
              Re: Sprache und physikalische Einheiten Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2017-08-12 15:16 +0200
                Re: Sprache und physikalische Einheiten Werner Holtfreter <holtfreter@gmx.de> - 2017-08-12 20:12 +0200
                  Re: Sprache und physikalische Einheiten Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2017-08-13 11:12 +0200
                    Re: Sprache und physikalische Einheiten Werner Holtfreter <holtfreter@gmx.de> - 2017-08-13 14:40 +0200
                      Re: Sprache und physikalische Einheiten Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2017-08-13 21:31 +0200
                        Re: Sprache und physikalische Einheiten Werner Holtfreter <holtfreter@gmx.de> - 2017-08-13 22:17 +0200
                          Re: Sprache und physikalische Einheiten Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2017-08-13 23:50 +0200
                Re: Sprache und physikalische Einheiten Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2017-09-04 23:05 +0200

Page 1 of 3  [1] 2 3  Next page →


#231055 — Re: Sprache und physikalische Einheiten

FromRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
Date2017-08-10 23:17 +0200
SubjectRe: Sprache und physikalische Einheiten
Message-ID<omiia7$eca$1@dont-email.me>
Werner Holtfreter schrieb:
>
> Woran willst du das messen? Ich messe es an seiner Kaufkraft für
> eine Wirtshausmahlzeit. Wenn du Lust hast, kannst du meine Rechnung
> ja mal um die Werte für 2017 ergänzen:
>
> Historische Gaststättenpreise eines Steak „au four“ vom Kalb
> ------------------------------------------------------------
> Jahr                      1910           2013
> Restaurant Ratskeller in  Dresden        Leipzig
> Währung                   Mark           Euro
> Preis der Mahlzeit        2,50          15,50
> Kurs zum Dollar           4,198          0,7262
> Wert in Dollar            0,5955        21,344
> Kurs zum Gold            18,98        1230,73
> Wert in Unzen Gold        0,03138        0,01734
> Umrechnung in Gramm      31,1034768     31,1034768
> Wert in Gramm Gold        0,98           0,54
>
> (Der Ratskeller Dresden ist geschlossen, daher habe ich ersatzweise
> Ratskeller Leipzig verglichen.)
>
> Was für eine grandiose Bestätigung meiner These von der Stabilität
> der Kaufkraft des Goldes! Der Faktor 1,8 ist, gemessen am Zeitraum
> von 103 Jahren, zu vernachlässigen, das ist 0,6 % Preissteigerung
> pro Jahr.
>
> Die Mark von damals ist völlig wertlos und auch der Dollar hat nur
> noch eine minimale Rest-Kaufkraft:  0,5955 / 21,344 = 2,8%

Solche Milchmädchenrechnungen bringen nichts. Es gab da Phasen der
Bindung Gold-Dollar, Dollar-andereWährungen, Verbote des Privatbesitzes
von Gold während solcher Zeiten, usw. Das bringt doch alles völlig durcheinander.
Der Dollar hat 1960-2017 rund 730% Inflation hingelegt, BTW.
Langfristige Betrachtung zeigt:

http://www.zerohedge.com/sites/default/files/images/user5/imageroot/2012/01/Gold%20LT%20USD.gif

Zu Kolumbus Zeiten wollten alle Gold, ohne es wirklich zu brauchen; der
Preis war absurd, aber nicht wichtig.
Nach dem Ersten Weltkrieg hatten manche noch Gold und wollten dafür was haben:
Der Preis kollabierte total. Weit über einen Faktor 20 zu kurz vorher,
oder >100 seit Kolumbus.
Gold wurde praktisch über Nacht zum Ramschpapier, sozusagen. Erst mit der Aufhebung
der Goldpreisbindung 1971 und dem Wegfall des Besitzverbots in den USA setzte die
allgemeine Raffgier wieder ein; Geld dazu war offenbar genug vorhanden.
Mit der globalen Konzentration von exponentiell mehr Geld in immer weniger
Hände wird die Situation immer instabiler und unvorhersehbarer, IMHO.

-- 
mfg Rolf Bombach

[toc] | [next] | [standalone]


#231058

FromAndreas Bockelmann <xotzil@gmx.de>
Date2017-08-11 09:48 +0200
Message-ID<nnd$31a6f468$3b021b4b@e93c4f70f67d3a6c>
In reply to#231055
Rolf Bombach schrieb:

> Solche Milchmädchenrechnungen bringen nichts. Es gab da Phasen der
> Bindung Gold-Dollar, Dollar-andereWährungen, Verbote des Privatbesitzes
> von Gold während solcher Zeiten, usw. Das bringt doch alles völlig
> durcheinander. Der Dollar hat 1960-2017 rund 730% Inflation hingelegt,
> BTW. Langfristige Betrachtung zeigt:

Das Problem ist doch, dass das, was hier "Geld" bezeichnet wird, reines 
Fiatgeld ist. Die Notebanken haben sich das Recht ermogelt "Geld" aus dem 
Nichts zu erschaffen. Sie geben dieses "Geld" aber nicht aus Barmherzigkeit 
als Geschenke heraus, sondern als "Anleihen", reißen sich also Sachwerte 
unter den Nagel. Das ganze kapitalistische Notenbanksystem ist nichts weiter 
als eine Versklavung der Wertschaffenden.

Mit Gold oder anderen Sachwerten ist man unabhängig von "Anleihen". Genau 
darum wurde (und wird) der Besitz dieser Sachwerte immer mal wieder für 
privat "verboten".

Es gibt Verbote, die man einfach ignorieren sollte.
Das Milchmädchen wird nach einer Hyperinflation oder Währungsreform besser 
dastehen als der Kapitalismusgläubige, der seine Verpflichtung aus der 
"Anleihe" begleichen muss.

Der Vergleich mit dem Steak ist nichtssagend, aber für eine Unze Gold gab es 
vor 250 Jahren einen handgeschneiderten Maßanzug und heute genauso.

-- 
  Mit freundlichen Grüßen
    Andreas Bockelmann

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#231059

FromGerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de>
Date2017-08-11 10:47 +0200
Message-ID<omjqdl$eds$1@news.bawue.net>
In reply to#231058
On 08/11/2017 09:48 AM, Andreas Bockelmann wrote:
> Rolf Bombach schrieb:
> 
>> Solche Milchmädchenrechnungen bringen nichts. Es gab da Phasen der
>> Bindung Gold-Dollar, Dollar-andereWährungen, Verbote des Privatbesitzes
>> von Gold während solcher Zeiten, usw. Das bringt doch alles völlig
>> durcheinander. Der Dollar hat 1960-2017 rund 730% Inflation hingelegt,
>> BTW. Langfristige Betrachtung zeigt:
> 
> Das Problem ist doch, dass das, was hier "Geld" bezeichnet wird, reines 
> Fiatgeld ist. Die Notebanken haben sich das Recht ermogelt "Geld" aus 
> dem Nichts zu erschaffen. Sie geben dieses "Geld" aber nicht aus 
> Barmherzigkeit als Geschenke heraus, sondern als "Anleihen", reißen sich 
> also Sachwerte unter den Nagel. Das ganze kapitalistische 
> Notenbanksystem ist nichts weiter als eine Versklavung der Wertschaffenden.
> 
> Mit Gold oder anderen Sachwerten ist man unabhängig von "Anleihen". 
> Genau darum wurde (und wird) der Besitz dieser Sachwerte immer mal 
> wieder für privat "verboten".

Wobei man eines nicht vergessen darf... Gold als solches hat keinen 
Wert. Man will es haben weil man glaubt, daß jeder andere es auch haben 
will. Warum will es jeder haben? Weil es schön aussieht, mehr nicht. 
Würde Gold, bei ansonsten unveränderten Eigenschaften, aussehen wie Alu 
wäre der 'haben wollen'-Faktor und damit sein Wert deutlich kleiner.

  Gerrit

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#231060

FromLutz Schulze <lschulze@netzwerkseite.de>
Date2017-08-11 10:58 +0200
Message-ID<1dtm0p21jp3r1$.17mcuaxo6gr0w$.dlg@40tude.net>
In reply to#231059
Am Fri, 11 Aug 2017 10:47:27 +0200 schrieb Gerrit Heitsch:

> Warum will es jeder haben? Weil es schön aussieht, mehr nicht.

Nein, manche wollen es auch einfach haben weil sie an eine gewisse
Wertbeständigkeit glauben.

Ob das nun für die Zukunft richtig oder falsch ist sei mal dahingestellt,
aber das  Aussehen ist denjenigen eigentlich egal.

Ich denke auch dass Gold noch einen Wert hat wenn unsere aktuelle Währung
durch die nächste ersetzt wird.

Für mich wäre das dann die vierte Währung.

Lutz

-- 
Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im 
Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin 
auch für Nagios - Nachricht per e-mail,SMS und SNMP: http://www.messpc.de
Messwerte nachträgliche Wärmedämmung http://www.messpc.de/waermedaemmung.php

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#231061

FromGerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de>
Date2017-08-11 11:10 +0200
Message-ID<omjrot$f58$1@news.bawue.net>
In reply to#231060
On 08/11/2017 10:58 AM, Lutz Schulze wrote:
> Am Fri, 11 Aug 2017 10:47:27 +0200 schrieb Gerrit Heitsch:
> 
>> Warum will es jeder haben? Weil es schön aussieht, mehr nicht.
> 
> Nein, manche wollen es auch einfach haben weil sie an eine gewisse
> Wertbeständigkeit glauben.

Auch das erklärt sich durch den Glauben, daß es jeder andere auch haben 
will und der aus dem Aussehen. Es gibt Metalle die seltener sind aber 
totzdem nicht so begehrt weil sie nicht so schön aussehen.


> Ich denke auch dass Gold noch einen Wert hat wenn unsere aktuelle Währung
> durch die nächste ersetzt wird.
> 
> Für mich wäre das dann die vierte Währung.

Um den 'Wert' von Gold zu zerstören reicht es wenn eine große Menge 
davon gefunden wird. Alles bisher geförderte Gold ergibt anscheinend 
einen Würfel mit unter 20m Kantenlänge. Stell dir vor, irgendwo findet 
man eine größere Menge oder es fällt ein entsprechend großer Meteorit 
aus Gold vom Himmel oder jemand findet einen Weg Gold aus Meerwasser 
billig zu extrahieren. Was würde mit dem Wert von Gold passieren?


  Gerrit

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#231062

FromReinhardt Behm <rbehm@hushmail.com>
Date2017-08-11 17:23 +0800
Message-ID<omjsro$s43$1@dont-email.me>
In reply to#231061
AT Friday 11 August 2017 17:10, Gerrit Heitsch wrote:

> On 08/11/2017 10:58 AM, Lutz Schulze wrote:
>> Am Fri, 11 Aug 2017 10:47:27 +0200 schrieb Gerrit Heitsch:
>> 
>>> Warum will es jeder haben? Weil es schön aussieht, mehr nicht.
>> 
>> Nein, manche wollen es auch einfach haben weil sie an eine gewisse
>> Wertbeständigkeit glauben.

Wert ist nur ein Glaube. Man glaubt andere würden auch glauben es sei was 
wert. Da ist kein Unterschied zu Aktien: Ein Börsen-Fuzzi glaubt ein anderer 
würde glauben, die Aktie könnte steigen. Also steigt sie.
Bei Aktien kann halt das dahinter stehende Unternehmen auch mal 
verschwinden, damit auch der Wert der Aktie. Sonst ist da doch kaum mehr 
Realitätsbezug.
> 
> Auch das erklärt sich durch den Glauben, daß es jeder andere auch haben
> will und der aus dem Aussehen. Es gibt Metalle die seltener sind aber
> totzdem nicht so begehrt weil sie nicht so schön aussehen.

Das war vielleicht vor langer Zeit mal so. Inzwischen ist der Wert doch nur 
noch von allgemeinem Glauben an diesen Wert bestimmt.
Vielleicht kommt dazu noch, dass diejenigen, die damit handeln, von anderen 
Materialien nichts verstehen. Gold hat auch den Vorteil, dass es nicht "alt" 
wird. Anderes korrodiert oder verrottet.
> 
> 
>> Ich denke auch dass Gold noch einen Wert hat wenn unsere aktuelle Währung
>> durch die nächste ersetzt wird.
>> 
>> Für mich wäre das dann die vierte Währung.
> 
> Um den 'Wert' von Gold zu zerstören reicht es wenn eine große Menge
> davon gefunden wird. Alles bisher geförderte Gold ergibt anscheinend
> einen Würfel mit unter 20m Kantenlänge. Stell dir vor, irgendwo findet
> man eine größere Menge oder es fällt ein entsprechend großer Meteorit
> aus Gold vom Himmel oder jemand findet einen Weg Gold aus Meerwasser
> billig zu extrahieren. Was würde mit dem Wert von Gold passieren?
> 
> 
>   Gerrit
-- 
Reinhardt

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#231063

FromLutz Schulze <lschulze@netzwerkseite.de>
Date2017-08-11 11:54 +0200
Message-ID<1d7mqikvwl233$.eulatrlmdrda.dlg@40tude.net>
In reply to#231061
Am Fri, 11 Aug 2017 11:10:32 +0200 schrieb Gerrit Heitsch:

>>> Warum will es jeder haben? Weil es schön aussieht, mehr nicht.
>> 
>> Nein, manche wollen es auch einfach haben weil sie an eine gewisse
>> Wertbeständigkeit glauben.
> 
> Auch das erklärt sich durch den Glauben, daß es jeder andere auch haben 
> will und der aus dem Aussehen. Es gibt Metalle die seltener sind aber 
> totzdem nicht so begehrt weil sie nicht so schön aussehen.

Wenn du darauf bestehst muss es wohl so sein.

>> Ich denke auch dass Gold noch einen Wert hat wenn unsere aktuelle Währung
>> durch die nächste ersetzt wird.
>> 
>> Für mich wäre das dann die vierte Währung.
> 
> Um den 'Wert' von Gold zu zerstören reicht es wenn eine große Menge 
> davon gefunden wird. Alles bisher geförderte Gold ergibt anscheinend 
> einen Würfel mit unter 20m Kantenlänge. Stell dir vor, irgendwo findet 
> man eine größere Menge oder es fällt ein entsprechend großer Meteorit 
> aus Gold vom Himmel oder jemand findet einen Weg Gold aus Meerwasser 
> billig zu extrahieren. Was würde mit dem Wert von Gold passieren?

Er würde sinken. Und?

Lutz

-- 
Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im 
Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin 
auch für Nagios - Nachricht per e-mail,SMS und SNMP: http://www.messpc.de
Messwerte nachträgliche Wärmedämmung http://www.messpc.de/waermedaemmung.php

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#231067

FromEric Bruecklmeier <usenet@nerdcraft.de>
Date2017-08-11 14:00 +0200
Message-ID<ev5kjdFhcruU3@mid.individual.net>
In reply to#231061
Am 11.08.2017 um 11:10 schrieb Gerrit Heitsch:

> Auch das erklärt sich durch den Glauben, daß es jeder andere auch haben 
> will und der aus dem Aussehen.


Wäre Deine Theorie richtig, dann hätte poliertes Messing oder Gold 
besputteres Plastik den gleichen Wert wie Gold... Das Aussehen alleine 
kanns also nicht sein.

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#231117

FromGerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de>
Date2017-08-12 18:51 +0200
Message-ID<omnb59$tuu$1@news.bawue.net>
In reply to#231067
On 08/11/2017 02:00 PM, Eric Bruecklmeier wrote:
> Am 11.08.2017 um 11:10 schrieb Gerrit Heitsch:
> 
>> Auch das erklärt sich durch den Glauben, daß es jeder andere auch 
>> haben will und der aus dem Aussehen.
> 
> 
> Wäre Deine Theorie richtig, dann hätte poliertes Messing oder Gold 
> besputteres Plastik den gleichen Wert wie Gold... Das Aussehen alleine 
> kanns also nicht sein.

Nein, dem Plastik fehlt die Beständigkeit und dem Messing die 
Beständigkeit gegen Korrosion, womit sich das Aussehen mit der Zeit 
ändert. Messing sieht allerdings nicht 100% aus wie Gold.

Wobei du in der Zeit bevor es Messing gab unter Umständen mit Messing 
durchgekommen wärst wenn du nach dem Verkauf schnell genug 
verschwindest. Wie man Gold am Gewicht erkenntist allerdings schon lange 
bekannt. Erst seitdem es Wolfram in bezahlbar gibt ist entsprechender 
Betrug möglich.

  Gerrit



[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#231162

FromRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
Date2017-08-15 00:19 +0200
Message-ID<omt7dm$e4g$1@dont-email.me>
In reply to#231117
Gerrit Heitsch schrieb:
> On 08/11/2017 02:00 PM, Eric Bruecklmeier wrote:
>> Am 11.08.2017 um 11:10 schrieb Gerrit Heitsch:
>>
>>> Auch das erklärt sich durch den Glauben, daß es jeder andere auch haben will und der aus dem Aussehen.
>>
>>
>> Wäre Deine Theorie richtig, dann hätte poliertes Messing oder Gold besputteres Plastik den gleichen Wert wie Gold... Das Aussehen alleine kanns also nicht sein.
>
> Nein, dem Plastik fehlt die Beständigkeit und dem Messing die Beständigkeit gegen Korrosion, womit sich das Aussehen mit der Zeit ändert. Messing sieht allerdings nicht 100% aus wie Gold.

Der Preis wird vorallem durch das haben-wollen diktiert und nicht
durch das Benötigen. Goldschmiede sind reicher als Bäcker.
Mehrmals in der Menschheitsgeschichte war z.B. Silber teurer
als Gold. Zeitweise war Aluminium das "wertvollste" da einfach
teuerste Metall. Die Herstellung war halt anfangs extrem teuer.
Es soll mal ein Kaiser einen Aluminiumteller gehabt haben.

Eine Zeit lang war Silber sehr teuer (immer noch billig im
Vergleich zu Gold), da Unmengen für die fotochemischen
Filme gebraucht wurde. Die Gebrüder Hunt heizten den Preis
immer mehr ein. Kurz nach 1980 stürzte der Preis dann um
über 90% ab. Undsoweiter, reinste Sägezahnkurve.

Oder die USA erklären ein Metall zum strategischen Rohstoff,
oder sie stossen Kriegsreserven ab (Helium, Uran).

Wem Preissprünge um einen Faktor 10 egal sind, der sieht hier
schon "Beständigkeit".

-- 
mfg Rolf Bombach

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#231163

FromWerner Holtfreter <holtfreter@gmx.de>
Date2017-08-15 01:36 +0200
Message-ID<omtc55$gel$1@news.albasani.net>
In reply to#231162
Rolf Bombach wrote:

> Zeitweise war Aluminium das "wertvollste" da einfach
> teuerste Metall. Die Herstellung war halt anfangs extrem teuer.
> Es soll mal ein Kaiser einen Aluminiumteller gehabt haben.

Ja, das steht nach meiner Erinnerung in dem großartigen
Roman "Metall", den ich als Kind gelesen habe:

https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Aloys_Schenzinger

Nach dem, was in der Wikipedia steht, tut man aber gut daran, sich
eine historische Ausgabe zu besorgen, statt der politisch
gereinigten Nachkriegsauflagen. Zumindest, wenn man auf den
Original-Kolorit Wert legt. Viele Texte sind inzwischen frei
elektronisch verfügbar, wenn das Urheberrecht abgelaufen ist.
Darunter z.B. Hans Dominik, dessen Zukunftsromane auch immer nette
Unterhaltungslektüre darstellen. Ich habe seine sämtlichen Werke im
Tablett-Computer und lese damit lieber, als in einem Buch.
-- 
Gruß Werner
http://vera-lengsfeld.de/2017/07/26/1540
www.nzz.ch/international/pegida-bist-du-nicht-weltoffen-wirst-du-geschlossen-ld.1307345

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#231167

FromDieter Wiedmann <dieter.wiedmann@t-online.de>
Date2017-08-15 16:32 +0200
Message-ID<omv0km$bpt$1@gioia.aioe.org>
In reply to#231162
Am 15.08.2017 um 00:19 schrieb Rolf Bombach:

> Eine Zeit lang war Silber sehr teuer (immer noch billig im
> Vergleich zu Gold), da Unmengen für die fotochemischen
> Filme gebraucht wurde. Die Gebrüder Hunt heizten den Preis
> immer mehr ein. Kurz nach 1980 stürzte der Preis dann um
> über 90% ab. Undsoweiter, reinste Sägezahnkurve.

Ganz so wars nicht.


http://www.goldreporter.org/goldreporter.de/wp-content/uploads/2010/10/SilberchartSeit1970.jpg


Gruß Dieter

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#231077

FromFrank Müller <dw2fm@hotmail.com>
Date2017-08-11 16:58 +0200
Message-ID<omkgfg$qme$1@dont-email.me>
In reply to#231059
Gerrit Heitsch schrieb:

> Wobei man eines nicht vergessen darf... Gold als solches hat keinen Wert.

So etwas grade hier in ...electronics zu lesen, wo doch jeder USB-Stecker
vergoldete Kontakte hat, ist schon eigenartig... Und natürlich hat Gold 
einen
Wert, wenn man es nicht selber braucht, dann als Tauschobjekt.

> Man will es haben weil man glaubt, daß jeder andere es auch haben will.
> Warum will es jeder haben? Weil es schön aussieht, mehr nicht.

Wenn es nur nach den Aussehen gehen würde dann kommt Messing
dem schon sehr nahe...

> Würde Gold, bei ansonsten unveränderten Eigenschaften, aussehen wie Alu
> wäre der 'haben wollen'-Faktor und damit sein Wert deutlich kleiner.

Gold ist das einzige Element was an der Luft nicht oxidiert, was es
zu einen unentbehrlichen Kontakt-Material im Niederspannungsbereich
gemacht hat. Ohne Gold keine moderne Elektronik.

Frank 

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#231078

Fromnews.bernd.nebendahl@gmail.com
Date2017-08-11 08:05 -0700
Message-ID<c318c608-ba7a-4e33-9a24-edd248b2af5b@googlegroups.com>
In reply to#231077
Am Freitag, 11. August 2017 16:58:54 UTC+2 schrieb Frank Müller:

> Gold ist das einzige Element was an der Luft nicht oxidiert

Das allerdings wage ich zu bezweifeln.

Bernd

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#231102

FromThomas Prufer <prufer.public@mnet-online.de.invalid>
Date2017-08-12 09:27 +0200
Message-ID<p5btoc99ejmo7ph1fr4k74dreoqna3ueou@4ax.com>
In reply to#231077
On Fri, 11 Aug 2017 16:58:49 +0200, Frank Müller <dw2fm@hotmail.com> wrote:

>Gold ist das einzige Element was an der Luft nicht oxidiert, was es
>zu einen unentbehrlichen Kontakt-Material im Niederspannungsbereich
>gemacht hat. Ohne Gold keine moderne Elektronik.

Und Gold lässt sich gut zu feinen Drähten ziehen, welches es als Bonddraht
unentbehrlich macht. 

Ein Blick in Wikipedia: Gold ist wohl bei den dünnsten Drähten unersetzlich.
Aluminium nimmt man bei dickeren Bonddrähten -- wobei da was von100-500 my
steht. 0,5 mm ist schon ein rechtes Trumm...


Thomas Prufer

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#231103

FromDieter Wiedmann <dieter.wiedmann@t-online.de>
Date2017-08-12 09:31 +0200
Message-ID<ommarc$1i8l$1@gioia.aioe.org>
In reply to#231102
Am 12.08.2017 um 09:27 schrieb Thomas Prufer:

> Ein Blick in Wikipedia: Gold ist wohl bei den dünnsten Drähten unersetzlich.
> Aluminium nimmt man bei dickeren Bonddrähten -- wobei da was von100-500 my
> steht. 0,5 mm ist schon ein rechtes Trumm...

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1d/Infineon_IGBT-Modul.jpg

Man würde gerne dickeren verwenden.


Gruß Dieter

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#231106

From"MaWin" <me@private.net>
Date2017-08-12 10:06 +0200
Message-ID<ommct9$k0r$1@news.albasani.net>
In reply to#231103
"Dieter Wiedmann" <dieter.wiedmann@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag 
news:ommarc$1i8l$1@gioia.aioe.org...
>
> https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1d/Infineon_IGBT-Modul.jpg
>
> Man würde gerne dickeren verwenden.
>
Dann soll Infineon halt diejenigen fragen, die sich damit auskennen,
seit Jahrzehnten werden TRIACs mit dicken Blechen kontaktiert
https://www.gideonlabs.com/wp-content/uploads/2012/11/triac2.jpg
-- 
MaWin, Manfred Winterhoff, mawin at gmx dot net
Homepage http://www.oocities.org/mwinterhoff/
dse-FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#231107

FromDieter Wiedmann <dieter.wiedmann@t-online.de>
Date2017-08-12 10:09 +0200
Message-ID<ommd39$1lrr$1@gioia.aioe.org>
In reply to#231106
Am 12.08.2017 um 10:06 schrieb MaWin:
> "Dieter Wiedmann" <dieter.wiedmann@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:ommarc$1i8l$1@gioia.aioe.org...
>>
>> https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1d/Infineon_IGBT-Modul.jpg
>>
>>
>> Man würde gerne dickeren verwenden.
>>
> Dann soll Infineon halt diejenigen fragen, die sich damit auskennen,
> seit Jahrzehnten werden TRIACs mit dicken Blechen kontaktiert
> https://www.gideonlabs.com/wp-content/uploads/2012/11/triac2.jpg

Das wissen die.


Gruß Dieter

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#231140

FromRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
Date2017-08-13 23:25 +0200
Message-ID<omqfs5$kfi$1@dont-email.me>
In reply to#231103
Dieter Wiedmann schrieb:
> Am 12.08.2017 um 09:27 schrieb Thomas Prufer:
>
>> Ein Blick in Wikipedia: Gold ist wohl bei den dünnsten Drähten unersetzlich.
>> Aluminium nimmt man bei dickeren Bonddrähten -- wobei da was von100-500 my
>> steht. 0,5 mm ist schon ein rechtes Trumm...
>
> https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1d/Infineon_IGBT-Modul.jpg
>
> Man würde gerne dickeren verwenden.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt, scheint mir.

-- 
mfg Rolf Bombach

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#231118

FromGerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de>
Date2017-08-12 18:53 +0200
Message-ID<omnb9f$tuu$2@news.bawue.net>
In reply to#231077
On 08/11/2017 04:58 PM, Frank Müller wrote:
> Gerrit Heitsch schrieb:
> 
>> Wobei man eines nicht vergessen darf... Gold als solches hat keinen Wert.
> 
> So etwas grade hier in ...electronics zu lesen, wo doch jeder USB-Stecker
> vergoldete Kontakte hat, ist schon eigenartig... Und natürlich hat Gold 
> einen
> Wert, wenn man es nicht selber braucht, dann als Tauschobjekt.

Und warum hat es einen Wert als Tauschobjekt? Siehe folgende Zeilen.

> 
>> Man will es haben weil man glaubt, daß jeder andere es auch haben will.
>> Warum will es jeder haben? Weil es schön aussieht, mehr nicht.
> 
> Wenn es nur nach den Aussehen gehen würde dann kommt Messing
> dem schon sehr nahe...

Bleibt aber nicht so schön glänzend.

> 
>> Würde Gold, bei ansonsten unveränderten Eigenschaften, aussehen wie Alu
>> wäre der 'haben wollen'-Faktor und damit sein Wert deutlich kleiner.
> 
> Gold ist das einzige Element was an der Luft nicht oxidiert, was es
> zu einen unentbehrlichen Kontakt-Material im Niederspannungsbereich
> gemacht hat. Ohne Gold keine moderne Elektronik.

Ja, aber würde es nur nach der industriellen Verwendung gehen, läge der 
Goldpreis deutlich niedriger.

  Gerrit

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


Page 1 of 3  [1] 2 3  Next page →

Back to top | Article view | de.sci.electronics


csiph-web