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Groups > de.sci.electronics > #211124 > unrolled thread
| Started by | Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> |
|---|---|
| First post | 2016-07-17 01:57 +0200 |
| Last post | 2016-07-17 19:13 +0200 |
| Articles | 9 — 5 participants |
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Positionserkennung Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2016-07-17 01:57 +0200
Re: Positionserkennung usenetmuell@raimund.in-berlin.de (Raimund Nisius) - 2016-07-17 09:02 +0200
Re: Positionserkennung "horst-d.winzler" <horst.d.winzler@web.de> - 2016-07-17 09:24 +0200
Re: Positionserkennung Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2016-07-17 09:44 +0200
Re: Positionserkennung Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2016-07-17 14:00 +0200
Re: Positionserkennung Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2016-07-17 18:13 +0200
Re: Positionserkennung Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2016-07-17 19:30 +0200
Re: Positionserkennung Volker Bartheld <news2016@bartheld.net> - 2016-07-17 14:30 +0200
Re: Positionserkennung Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2016-07-17 19:13 +0200
| From | Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> |
|---|---|
| Date | 2016-07-17 01:57 +0200 |
| Subject | Positionserkennung |
| Message-ID | <duvvvjF8j2vU1@mid.individual.net> |
Eben bin ich über einen Vorschlag gestolpert, wie sich ein oder mehrere mobile Roboter auf einer Fläche orientieren könnten. Dazu werden Ultraschallsignale von festen Positionen über die Fläche geschickt, und (jeweils?) ein Infrarotsignal zur Feststellung der Laufzeiten. Die Idee ist einleuchtend, aber was ist mit Reflektionen? Hat jemand Vorschläge für ein praxistaugliches System? DoDi
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| From | usenetmuell@raimund.in-berlin.de (Raimund Nisius) |
|---|---|
| Date | 2016-07-17 09:02 +0200 |
| Message-ID | <1mqiw9g.1tl0uxr8vpj9zN%usenetmuell@raimund.in-berlin.de> |
| In reply to | #211124 |
Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> wrote: > Eben bin ich über einen Vorschlag gestolpert, wie sich ein oder mehrere > mobile Roboter auf einer Fläche orientieren könnten. Dazu werden > Ultraschallsignale von festen Positionen über die Fläche geschickt, und > (jeweils?) ein Infrarotsignal zur Feststellung der Laufzeiten. Wenn die Laufzeit überhaupt so bestimmt werden soll, dann nur von einer Quelle, die auch die Ultraschallsender synchronisiert. > Die Idee ist einleuchtend, aber was ist mit Reflektionen? Jeweils der 1. Puls wird registriert und erst wenn die Echos abgeklungen sind kommt der nächste Ping. > Hat jemand > Vorschläge für ein praxistaugliches System? 1. Kein IR, sondern so wie GPS: 3 bis 4 Sender senden bei kekannter Uhrzeit und bekanntem Ort ihren Ping. Hier synchron von bekannter fester Position aus. In der Ebene legen 3 Sender die Position des Empfängers eindeutig fest. 2. Präzision Hausnummer: Wellenlänge des Ultraschalls. In dieser Größenordnung liegt dann auch die Breite eines störenden Objekts. Weniger wegen dessen Reflexion, als durch die Abschattung. Das echte GPS hat den Vorteil, von oben zu senden. Außer im Haus hat man drum herum überall Empfang. Beim Schall von der Seite gibt es 3 Regionen um das Haus wo einer der Sender fehlt. -- Gruß, Raimund
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| From | "horst-d.winzler" <horst.d.winzler@web.de> |
|---|---|
| Date | 2016-07-17 09:24 +0200 |
| Message-ID | <dv0q5hFe0osU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #211124 |
Am 17.07.2016 um 01:57 schrieb Hans-Peter Diettrich: > Eben bin ich über einen Vorschlag gestolpert, wie sich ein oder mehrere > mobile Roboter auf einer Fläche orientieren könnten. Dazu werden > Ultraschallsignale von festen Positionen über die Fläche geschickt, und > (jeweils?) ein Infrarotsignal zur Feststellung der Laufzeiten. > > Die Idee ist einleuchtend, aber was ist mit Reflektionen? Hat jemand > Vorschläge für ein praxistaugliches System? Deine Frage erinnert mich an Hyperbelnavigation auch unter DECCA bekannt. https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperbelnavigation -- ---hdw---
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| From | Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> |
|---|---|
| Date | 2016-07-17 09:44 +0200 |
| Message-ID | <nmfd3u$j84$1@gwaiyur.mb-net.net> |
| In reply to | #211124 |
On 17.07.16 01.57, Hans-Peter Diettrich wrote: > Eben bin ich über einen Vorschlag gestolpert, wie sich ein oder mehrere > mobile Roboter auf einer Fläche orientieren könnten. Dazu werden > Ultraschallsignale von festen Positionen über die Fläche geschickt, und > (jeweils?) ein Infrarotsignal zur Feststellung der Laufzeiten. Geht. Es gab mal Ultraschall 3D bzw. 6D Mäuse, die so gearbeitet haben. Ist bestimmt schon 15-20 Jahre her, wo ich die auf der CeBit in der Hand hatte. Das mit dem IR-Sync für die Laufzeiten schenkt man sich allerdings. Alles, was man braucht, ist ein Ultraschallsender mehr als für die Ortsbestimmung nötig. Also für 2D 3 Sender mit bekannten Koordinaten, für 3D drei. Im Prinzip dasselbe wie bei GPS. > Die Idee ist einleuchtend, aber was ist mit Reflektionen? Üblicherweise nimmt man Signale deren Form man sehr genau kennt und die man per Kreuzkorrelation gut erkennen kann. Die bekommen dann noch die notwendigen Zeit- und Ortsdaten aufmoduliert und fertig. In der Annahme, dass ein Echo immer erstens schwächer und zweitens später kommt, als der Direktschall, kann man es leicht als solches erkennen. Aber, wenn keine freie Bahn herrscht (viele Roboter) und man von einigen Sendern gar keinen Direktschall bekommt, wird die Sache schwierig. Dann macht man die Sache überbestimmt, indem man zusätzliche Sender hinzufügt. Sobald der Direktschall von 3 bzw. 4 Sendern ankommt, ist eine Ortsbestimmung möglich. Wieder dasselbe wie bei GPS. Auf einer 2D Fläche mit fahrenden Robotern wären z.B. 4 Sender, an jeder Ecke des Feldes einer, eine Möglichkeit. Sobald man 3 davon sauber empfängt, hat man die Position. Bei den Sendern gibt es noch die Möglichkeit über ein Waveguide die Abstrahlung auf eine Ebene zu begrenzen. Damit ist man die lästigen Reflexionen am Boden weitgehend los, die bei größerer Entfernung nur mit sehr kurzer Verzögerung hinterherkommen. Alternativ kann man den Empfänger auch so programmieren, dass er damit klar kommt, und das als zusätzliche Information verwendet. Aus dem resultierenden Kammfilter kann man kombinierte Entfernungs- und Höheninformationen zu einem Sender bekommen. So macht es z.B. unser Ohr (bzw. Gehirn) bei der vertikalen Ortung. Den Empfang auf einer 2D Fläche kann man verbessern, indem man die Sender hoch oben anordnet. Dann gibt es weniger Verschattung bei gleichgroßen Robotern. Dann hat man das Bodenecho zwar wieder voll drin, aber dafür kommt es deutlich später. Wenn man am Gerät noch mehrere Ultraschallsensoren verwendet bekommt man zusätzlich die Information zu den Rotationsachsen (6D). Wenn man den Dopplereffekt noch auswertet bekommt man auch noch die Geschwindigkeit. Über die korrelierte Auswertung des zeitabhängigen Dopplereffekts mehrerer Sensoren bekommt man zusätzlich noch die Winkelgeschwindigkeit des Objekts. Da geht also wirklich eine ganze Menge, wenn man nur will. > Hat jemand > Vorschläge für ein praxistaugliches System? Gibt es schon. Aber wer das herstellt, weiß ich jetzt nicht auswendig. Als Bastelprojekt wäre es auch interessant. Da kann man sicher einiges über digitale Signalverarbeitung und Schallausbreitung lernen. Kleiner Tipp noch. In allen möglichen dieser Formeln kommt die Schallgeschwindigkeit als Konstante vor. Böderweise ist die aber alles andere als konstant. Sie ist allen voran Temperaturabhängig. Solange die Lufttemperatur einigermaßen homogen ist, ist das kein Problem. Da braucht man wieder nur einen Sender mehr, und die Sache ist bestimmt. Wenn man also bei einer 2D Ortsbestimmung alle 4 Sender mal gleichzeitig empfängt, dann hat man die Schallgeschwindigkeit. Wenn allerdings das ganze in größeren Dimensionen statt findet (z.B. Bolzplatz) und die Sonne ordentlich darauf brezelt, dann ist die Schallgeschwindigkeit höhenabhängig, also unten am Boden wärmer = schneller. Das hat zur Folge, dass die zeitlich kürzeste Verbindung von Sender zu Empfänger keine Gerade mehr ist, sondern eine nach unten durchgebogene Kurve, und das verfälscht entsprechend die Messwerte. Marcel
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| From | Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> |
|---|---|
| Date | 2016-07-17 14:00 +0200 |
| Message-ID | <dv1arvFhub8U1@mid.individual.net> |
| In reply to | #211127 |
Marcel Mueller schrieb: > On 17.07.16 01.57, Hans-Peter Diettrich wrote: >> Eben bin ich über einen Vorschlag gestolpert, wie sich ein oder mehrere >> mobile Roboter auf einer Fläche orientieren könnten. Dazu werden >> Ultraschallsignale von festen Positionen über die Fläche geschickt, und >> (jeweils?) ein Infrarotsignal zur Feststellung der Laufzeiten. > > Geht. Es gab mal Ultraschall 3D bzw. 6D Mäuse, die so gearbeitet haben. > Ist bestimmt schon 15-20 Jahre her, wo ich die auf der CeBit in der Hand > hatte. Das klingt schon mal vielversprechend :-) > Das mit dem IR-Sync für die Laufzeiten schenkt man sich allerdings. Mit dem können auch Anweisungen verschickt werden, dann wäre die Synchronisation nur kostenloses Beiwerk. > Alles, was man braucht, ist ein Ultraschallsender mehr als für die > Ortsbestimmung nötig. Also für 2D 3 Sender mit bekannten Koordinaten, > für 3D drei. Im Prinzip dasselbe wie bei GPS. Das Prinzip ist klar, mir geht es mehr um die Praxis und Eigenbau. >> Die Idee ist einleuchtend, aber was ist mit Reflektionen? > > Üblicherweise nimmt man Signale deren Form man sehr genau kennt und die > man per Kreuzkorrelation gut erkennen kann. Die bekommen dann noch die > notwendigen Zeit- und Ortsdaten aufmoduliert und fertig. In der Annahme, > dass ein Echo immer erstens schwächer und zweitens später kommt, als der > Direktschall, kann man es leicht als solches erkennen. Ich denke zunächst an einfache US-Abstandssensoren (Ping), die sich einmal aktiv zur Erkennung von Hindernissen einsetzen ließen, und zusätzlich passiv für die Position. Dabei könnte das IR-Signal gleichzeitig dazu dienen, die Roboter für die Dauer der Positionsbestimmung stumm zu schalten. Was mir dabei noch Kopfzerbrechen macht, ist die Anzahl bzw. Anordnung der Sensoren am Roboter. Ideal wäre für die Positionsbestimmung (je) ein einziger richtungsunabhängiger Empfänger, dann wäre nur ein Signal auszuwerten. Für die (aktive) Abstandsmessung hingegen ist Richtungsempfindlichkeit notwendig. Vermutlich ist es doch keine gute Idee, die Empfänger für beide Zwecke zu nutzen, dann könnte man auch die Abstandssensoren unten anordnen, und die Positionssensoren oben am Roboter (freies Sichtfeld). > Aber, wenn keine freie Bahn herrscht (viele Roboter) und man von einigen > Sendern gar keinen Direktschall bekommt, wird die Sache schwierig. Dann > macht man die Sache überbestimmt, indem man zusätzliche Sender > hinzufügt. Sobald der Direktschall von 3 bzw. 4 Sendern ankommt, ist > eine Ortsbestimmung möglich. Wieder dasselbe wie bei GPS. Hmm, bei GPS (HF) lassen sich mehr Kanäle und Modulation unterbringen als bei Ultraschall. Entsprechend abgestimmte Sender und Empfänger (Scanner?) stellen mein Modell auf den Kopf, wenn für die US-Signalverarbeitung mehr Rechenleistung notwendig wird als für die eigentlichen Aufgaben des Roboters. [...] > Alternativ kann man den Empfänger auch so programmieren, dass er damit > klar kommt, und das als zusätzliche Information verwendet. Aus dem > resultierenden Kammfilter kann man kombinierte Entfernungs- und > Höheninformationen zu einem Sender bekommen. So macht es z.B. unser Ohr > (bzw. Gehirn) bei der vertikalen Ortung. Ja, mit unserem Gehirn als Arbeitstier wird das alles ein Klacks. Aber da unsere Prozessoren noch nicht so weit sind, suche ich mehr nach praktikablen digitalen Alternativen. 9DOF Sensoren und GPS Module sind inzwischen Pfennig-Artikel, da stellt sich die Frage kaum noch, ob sich ihr Einsatz auch lohnt. Aber bei bei Schallsignalen sieht es mit der Minitaurisierung noch schlecht aus - oder gibt es bereits sowas wie einen Ohr-Sensor, mit (quasi) parallelen Ausgängen für viele schmale Frequenzbänder? Die Billig-Module sind IMO mehr für Lichtorgeln geeignet als für Mehrkanal-Betrieb. [...] > Da geht also wirklich eine ganze Menge, wenn man nur will. Mich interessiert momentan die Untergrenze, d.h. welchen brauchbaren Effekt kann man mit minimalem Aufwand erreichen. Um die höhere Mathematik, Physik, KI usw. kümmern sich schon die Experten, da gibt es Lorbeeren und Aufträge einzuheimsen. Die andere Seite, etwa die Maker-Szene, interessiert mich da mehr - runter von ausgetretenen Pfaden. > Kleiner Tipp noch. In allen möglichen dieser Formeln kommt die > Schallgeschwindigkeit als Konstante vor. Böderweise ist die aber alles > andere als konstant. [...] Danke, so weit war ich noch garnicht :-) DoDi
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| From | Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> |
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| Date | 2016-07-17 18:13 +0200 |
| Message-ID | <nmgau8$r2u$1@gwaiyur.mb-net.net> |
| In reply to | #211138 |
On 17.07.16 14.00, Hans-Peter Diettrich wrote: >> Das mit dem IR-Sync für die Laufzeiten schenkt man sich allerdings. > > Mit dem können auch Anweisungen verschickt werden, dann wäre die > Synchronisation nur kostenloses Beiwerk. Das geht auch per Ultraschall, wenn die Datenmenge klein ist. > Ich denke zunächst an einfache US-Abstandssensoren (Ping), die sich > einmal aktiv zur Erkennung von Hindernissen einsetzen ließen, und > zusätzlich passiv für die Position. Du musst halt alles synchronisieren, damit sich die Signale nicht gegenseitig stören. Klassische US-Abstandssensoren lassen sich vermutlich nicht so leicht erklären, wann genau sie reden sollen. > Was mir dabei noch Kopfzerbrechen macht, ist die Anzahl bzw. Anordnung > der Sensoren am Roboter. Ideal wäre für die Positionsbestimmung (je) ein > einziger richtungsunabhängiger Empfänger, dann wäre nur ein Signal > auszuwerten. Das kann genügen. Allerdings sind Ultraschallsensoren mit Kugelcharakteristik nicht einfach so zu haben, denn sie sind nicht klein im Vergleich zur Wellenlänge. > Für die (aktive) Abstandsmessung hingegen ist > Richtungsempfindlichkeit notwendig. Nicht unbedingt. Aber das fällt wie ein Apfel vom Baum, wenn der Sender auch dabei ist. > Vermutlich ist es doch keine gute > Idee, die Empfänger für beide Zwecke zu nutzen, dann könnte man auch die > Abstandssensoren unten anordnen, und die Positionssensoren oben am > Roboter (freies Sichtfeld). In der tat. >> Aber, wenn keine freie Bahn herrscht (viele Roboter) und man von >> einigen Sendern gar keinen Direktschall bekommt, wird die Sache >> schwierig. Dann macht man die Sache überbestimmt, indem man >> zusätzliche Sender hinzufügt. Sobald der Direktschall von 3 bzw. 4 >> Sendern ankommt, ist eine Ortsbestimmung möglich. Wieder dasselbe wie >> bei GPS. > > Hmm, bei GPS (HF) lassen sich mehr Kanäle und Modulation unterbringen > als bei Ultraschall. Technisch hat auch Ultraschall einigen Spielraum. Nur werden gerne breitbandige Signale für so etwas verwendet. In der Sache würde ich die Positionssender einfach im Multiplexverfahren reihum auf derselben Frequenz senden lassen. Jeweils mit einem Code drin, wer gerade schwätzt. > Entsprechend abgestimmte Sender und Empfänger > (Scanner?) stellen mein Modell auf den Kopf, wenn für die > US-Signalverarbeitung mehr Rechenleistung notwendig wird als für die > eigentlichen Aufgaben des Roboters. Das schafft ein Raspberry Pi. Schlimmstenfalls muss man die FFTs auf der GPU rechnen. > Aber bei bei Schallsignalen sieht es mit der > Minitaurisierung noch schlecht aus - oder gibt es bereits sowas wie > einen Ohr-Sensor, mit (quasi) parallelen Ausgängen für viele schmale > Frequenzbänder? Was willst Du denn mit den Ausgängen? Du sampelst einfach das US-Signal mit 8 Bit und fertig. Wenn das genutzte Frequenzband schmal ist, kann man die Rohdatenrate nochmal kräftig reduzieren, indem man die Frequenz vorher runter mischt. Marcel
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| From | Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> |
|---|---|
| Date | 2016-07-17 19:30 +0200 |
| Message-ID | <dv1tnnFmf0sU2@mid.individual.net> |
| In reply to | #211146 |
Marcel Mueller schrieb: >> Mit dem können auch Anweisungen verschickt werden, dann wäre die >> Synchronisation nur kostenloses Beiwerk. > > Das geht auch per Ultraschall, wenn die Datenmenge klein ist. Schon, erfordert aber mehr Aufwand als nur Ping-Empfänger. Empfänger für IR-Fernbedienung sind handelsüblich und einfach zu programmieren. > Du musst halt alles synchronisieren, damit sich die Signale nicht > gegenseitig stören. Klassische US-Abstandssensoren lassen sich > vermutlich nicht so leicht erklären, wann genau sie reden sollen. Die Pingen nur auf Kommando. >> Was mir dabei noch Kopfzerbrechen macht, ist die Anzahl bzw. Anordnung >> der Sensoren am Roboter. Ideal wäre für die Positionsbestimmung (je) ein >> einziger richtungsunabhängiger Empfänger, dann wäre nur ein Signal >> auszuwerten. > > Das kann genügen. Allerdings sind Ultraschallsensoren mit > Kugelcharakteristik nicht einfach so zu haben, denn sie sind nicht klein > im Vergleich zur Wellenlänge. Ich dachte da an entsprechende (kegelförmige...) Reflektoren, entsprechend Fischaugen-Objektiven. >> Für die (aktive) Abstandsmessung hingegen ist >> Richtungsempfindlichkeit notwendig. > > Nicht unbedingt. Aber das fällt wie ein Apfel vom Baum, wenn der Sender > auch dabei ist. Der Punkt ist: ein Sensor reicht nicht aus, man braucht einen pro Richtung. > In der Sache würde ich die Positionssender einfach im Multiplexverfahren > reihum auf derselben Frequenz senden lassen. Jeweils mit einem Code > drin, wer gerade schwätzt. Oder mit einem IR-Code, wer gerade angefangen hat zu senden. >> Entsprechend abgestimmte Sender und Empfänger >> (Scanner?) stellen mein Modell auf den Kopf, wenn für die >> US-Signalverarbeitung mehr Rechenleistung notwendig wird als für die >> eigentlichen Aufgaben des Roboters. > > Das schafft ein Raspberry Pi. Schlimmstenfalls muss man die FFTs auf der > GPU rechnen. Ich wollte eigentlich auf kleinere Prozessoren hinaus, mit besserem Echtzeit-Verhalten. >> Aber bei bei Schallsignalen sieht es mit der >> Minitaurisierung noch schlecht aus - oder gibt es bereits sowas wie >> einen Ohr-Sensor, mit (quasi) parallelen Ausgängen für viele schmale >> Frequenzbänder? > > Was willst Du denn mit den Ausgängen? Noch unausgegoren, sowas wie Frequenz-Hopping wenn sich mehrere Roboter gegenseitig stören, oder parallele Erfassung wenn die stationären Sender auf unterschiedlichen Trägerfrequenzen senden. > Du sampelst einfach das US-Signal > mit 8 Bit und fertig. Wenn das genutzte Frequenzband schmal ist, kann > man die Rohdatenrate nochmal kräftig reduzieren, indem man die Frequenz > vorher runter mischt. Noch eine gute Idee - aber mischen analog oder digital? DoDi
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| From | Volker Bartheld <news2016@bartheld.net> |
|---|---|
| Date | 2016-07-17 14:30 +0200 |
| Message-ID | <1bynrlodki60h$.dlg@news.bartheld.net> |
| In reply to | #211124 |
Hi! On Sun, 17 Jul 2016 01:57:33 +0200, Hans-Peter Diettrich wrote: > Eben bin ich über einen Vorschlag gestolpert, wie sich ein oder mehrere > mobile Roboter auf einer Fläche orientieren könnten. Dazu werden > Ultraschallsignale von festen Positionen über die Fläche geschickt, und > (jeweils?) ein Infrarotsignal zur Feststellung der Laufzeiten. Hast Du da eine Referenz? Warum man ausgerechnet ein Lichtsignal zur Laufzeitbestimmung (über kleine Distanzen) verwenden sollte, erschließt sich mir nicht. Natürlich geht das (Interferenz, Laufzeitmessung, Doppler, LIDAR, usw.), scheint mir aber enorm aufwendig. Oder dient das Infrarotsignal nur zur Identifikation der Ultraschall"boje", d. h. damit der Roboter weiß, wer wann den Ping loschgeschickt hat? > Die Idee ist einleuchtend, aber was ist mit Reflektionen? Hat jemand > Vorschläge für ein praxistaugliches System? Definiere "orientieren" und "Fläche". Das Abtastsystem von optischen Mäusen ist hinreichend genau (oft 1600DPI) um nach gelegentlicher Kalibrierung (z. B. physikalischer Kontakt mit einem Ausgangspunkt oder im Boden eingelassene Merkmale) eine Orientierung zu ermöglichen. Wenn es autark sein soll/muß, kann man über typische Multicopterausrüstung nachdenken, z. B. basierend auf dem MPU-6050 [1] oder den MPU-9150, wenn das Erdmagnetfeld zugänglich ist. Vielleicht kann man sich auch einen auf dem ATmega 2560 basierenden Flightcontroller greifen [2] und entsprechend umprogrammieren. Schließlich ist der Tiefensensor der Kinect in der Lage zu triangulieren [3]. Und erledigt bei Bedarf noch einiges mehr. Grüße, Volker [1] http://playground.arduino.cc/Main/MPU-6050 [2] http://www.hobbyking.com/hobbyking/store/uh_viewitem.asp?idproduct=31138&aff=897077 [3] https://mirror2image.wordpress.com/2010/11/30/how-kinect-works-stereo-triangulation/ -- @: W E B 2 0 1 6 at B A R T H E L D dot N E T 3W: www.bartheld.net
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| From | Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> |
|---|---|
| Date | 2016-07-17 19:13 +0200 |
| Message-ID | <dv1tnjFmf0sU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #211141 |
Volker Bartheld schrieb: > Hast Du da eine Referenz? Nein, nur die Idee die mir erfolgversprechend vorkam. > Oder dient das Infrarotsignal nur zur Identifikation der > Ultraschall"boje", d. h. damit der Roboter weiß, wer wann den Ping > loschgeschickt hat? Genau das. > Definiere "orientieren" und "Fläche". Das Abtastsystem von optischen Mäusen > ist hinreichend genau (oft 1600DPI) Es reagiert aber nicht auf Drehungen des Robots. Dazu müßte man z.B. noch LifeScribe nehmen, das aber patentiert ist. > Wenn es autark sein soll/muß, kann man über typische Multicopterausrüstung > nachdenken, z. B. basierend auf dem MPU-6050 [1] oder den MPU-9150, wenn > das Erdmagnetfeld zugänglich ist. Vielleicht kann man sich auch einen auf > dem ATmega 2560 basierenden Flightcontroller greifen [2] und entsprechend > umprogrammieren. Mir ist noch schleierhaft, wie sich Drohnen orientieren. Oder hängen die von der richtigen Steuerung ab? > Schließlich ist der Tiefensensor der Kinect in der Lage zu triangulieren > [3]. Und erledigt bei Bedarf noch einiges mehr. So wie ich das verstehe, wird da mit Laser ein Muster projeziert, und das erscheint mir doch recht aufwendig? DoDi
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