Groups | Search | Server Info | Keyboard shortcuts | Login | Register [http] [https] [nntp] [nntps]


Groups > de.sci.electronics > #191912 > unrolled thread

Schneller, weiter, höher

Started byAlbrecht Mehl <invalid@invalid.invalid>
First post2015-09-08 08:28 +0200
Last post2015-09-23 00:47 +0200
Articles 20 on this page of 40 — 14 participants

Back to article view | Back to de.sci.electronics


Contents

  Schneller, weiter, höher Albrecht Mehl <invalid@invalid.invalid> - 2015-09-08 08:28 +0200
    Re: Schneller, weiter, höher Thomas Heger <ttt_heg@web.de> - 2015-09-08 08:59 +0200
    Re: Schneller, weiter, höher Christoph Müller <chrnewsgroup@astrail.de> - 2015-09-08 10:37 +0200
      Re: Schneller, weiter, höher Stefan Engler <Lehrerfreund@web.de> - 2015-09-08 02:52 -0700
        Re: Schneller, weiter, höher Christoph Müller <chrnewsgroup@astrail.de> - 2015-09-08 13:56 +0200
        Re: Schneller, weiter, höher Sieghard Schicktanz <Sieghard.Schicktanz@SchS.de> - 2015-09-08 21:52 +0200
          Re: Schneller, weiter, höher Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2015-09-20 22:34 +0200
            Re: Schneller, weiter, höher Klaus Butzmann <k.butzmann.usenet@online.de> - 2015-09-22 23:14 +0200
              Re: Schneller, weiter, höher Guido Grohmann <guido.grohmann@gmx.de> - 2015-09-22 23:21 +0200
                Re: Schneller, weiter, höher Klaus Butzmann <k.butzmann.usenet@online.de> - 2015-09-23 00:36 +0200
            Re: Schneller, weiter, höher Sieghard Schicktanz <Sieghard.Schicktanz@SchS.de> - 2015-09-23 02:29 +0200
    Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Albrecht Mehl <invalid@invalid.invalid> - 2015-09-09 17:49 +0200
      Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Matthias Weingart <mwnews@pentax.boerde.de> - 2015-09-10 09:53 +0000
        Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Albrecht Mehl <invalid@invalid.invalid> - 2015-09-10 17:14 +0200
          Re: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Siegfried Schmidt <usenet-59@shivasoft.de> - 2015-09-10 16:10 +0000
            Re: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Axel_Berger@b.maus.de (Axel Berger) - 2015-09-10 22:40 +0200
              Re: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Siegfried Schmidt <usenet-59@shivasoft.de> - 2015-09-11 12:58 +0000
                Re: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Franz Glaser <franz@meg-glaser.com> - 2015-09-11 15:34 +0200
                  Re: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Ewald Pfau <anderswo@gmx.net> - 2015-09-11 14:40 +0000
                    Re: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Franz Glaser <franz@meg-glaser.com> - 2015-09-11 17:26 +0200
                    Re: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Franz Glaser <franz@meg-glaser.com> - 2015-09-11 17:33 +0200
                      Re: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Ewald Pfau <anderswo@gmx.net> - 2015-09-11 18:06 +0000
                        Re: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Matthias Weingart <mwnews@pentax.boerde.de> - 2015-09-13 23:14 +0000
                  Re: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Axel_Berger@b.maus.de (Axel Berger) - 2015-09-11 21:54 +0200
                    Re: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Franz Glaser <franz@meg-glaser.com> - 2015-09-12 16:38 +0200
                      Re: Enttäuschung Re: Ernst der Lage  Re: Schneller, weiter, höher Axel_Berger@b.maus.de (Axel Berger) - 2015-09-12 19:01 +0200
                        Re: Enttäuschung Re: Ernst der Lage  Re: Schneller, weiter, höher Franz Glaser <franz@meg-glaser.com> - 2015-09-13 02:14 +0200
                Re: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Axel_Berger@b.maus.de (Axel Berger) - 2015-09-11 21:53 +0200
            Re: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Albrecht Mehl <invalid@invalid.invalid> - 2015-09-12 08:34 +0200
              Re: Re: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Axel_Berger@b.maus.de (Axel Berger) - 2015-09-12 16:07 +0200
                Re: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Albrecht Mehl <invalid@invalid.invalid> - 2015-09-14 09:47 +0200
                  Re: Re: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Axel_Berger@b.maus.de (Axel Berger) - 2015-09-14 17:04 +0200
            Re: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Matthias Weingart <mwnews@pentax.boerde.de> - 2015-09-13 23:16 +0000
      Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Wolfgang Kynast <wky@gmx.de> - 2015-09-10 20:07 +0200
      Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2015-09-20 22:42 +0200
        Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Albrecht Mehl <invalid@invalid.invalid> - 2015-09-21 08:32 +0200
          Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Wolfgang Kynast <wky@gmx.de> - 2015-09-21 18:23 +0200
            file-upload Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Albrecht Mehl <invalid@invalid.invalid> - 2015-09-22 17:22 +0200
              Re: file-upload Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Axel_Berger@b.maus.de (Axel Berger) - 2015-09-22 21:51 +0200
              Re: file-upload Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Wolfgang Kynast <wky@gmx.de> - 2015-09-23 00:47 +0200

Page 1 of 2  [1] 2  Next page →


#191912 — Schneller, weiter, höher

FromAlbrecht Mehl <invalid@invalid.invalid>
Date2015-09-08 08:28 +0200
SubjectSchneller, weiter, höher
Message-ID<d57dgkF8q9hU1@mid.individual.net>
In dem Beitrag

   <d246acFbtauU1@mid.individual.net>

vom 1. 8., 17:18 unter dem Betreff 'Verschwendung Re: Bitte um 
Ratschlaege' und in der sich anschließenden Diskussion meinte ich, dass 
Ingenieure in ihrer Mehrzahl dazu neigen, zugunsten ihrer 
eindrucksvollen Neuentwicklungen Umweltgesichtspunkte zu vernachlässigen.

Nun habe ich gerade im Deutschlandfunk heute, 8. 9., 6:24, einen 
Beitrag, den man auf der Seite

 
http://www.deutschlandradio.de/audio-archiv.260.de.html?drau[submit]=1&drau[station_id]=4&drau[searchterm]=&drau[from]=&drau[to]=&drau[broadcast_id]=

unter der angegebenen Zeit 6:24 und dem Titel 'Bertelsmannstiftung' 
nachhören kann, gehört. Mich interessieren Kommentare von Lesern dieser 
Gruppe, die _ernsthaft_ an Umweltfragen interessiert sind. Vielleicht 
auch mal einen Beitrag erst als Entwurf speichern und nach einer Stunde 
noch einmal überlesen, bevor er ins Netz gestellt wird!?

A. Mehl
-- 
Albrecht Mehl	    |eBriefe an:mehlBEIfreundePUNKTtu-darmstadtPUNKTde
Veilchenweg 7       |Tel. (06151) 37 39 92
64291 Darmstadt, Germany|sehenswert - ungefähr 'Wir einsam im All'
  http://www.phrenopolis.com/perspective/solarsystem/index.html

[toc] | [next] | [standalone]


#191913

FromThomas Heger <ttt_heg@web.de>
Date2015-09-08 08:59 +0200
Message-ID<d57faqF97muU1@mid.individual.net>
In reply to#191912
Am 08.09.2015 08:28, schrieb Albrecht Mehl:
> In dem Beitrag
>
> <d246acFbtauU1@mid.individual.net>
>
> vom 1. 8., 17:18 unter dem Betreff 'Verschwendung Re: Bitte um
> Ratschlaege' und in der sich anschließenden Diskussion meinte ich, dass
> Ingenieure in ihrer Mehrzahl dazu neigen, zugunsten ihrer
> eindrucksvollen Neuentwicklungen Umweltgesichtspunkte zu vernachlässigen.
>
> Nun habe ich gerade im Deutschlandfunk heute, 8. 9., 6:24, einen
> Beitrag, den man auf der Seite
>
>
> http://www.deutschlandradio.de/audio-archiv.260.de.html?drau[submit]=1&drau[station_id]=4&drau[searchterm]=&drau[from]=&drau[to]=&drau[broadcast_id]=
>
>
> unter der angegebenen Zeit 6:24 und dem Titel 'Bertelsmannstiftung'
> nachhören kann, gehört. Mich interessieren Kommentare von Lesern dieser
> Gruppe, die _ernsthaft_ an Umweltfragen interessiert sind. Vielleicht
> auch mal einen Beitrag erst als Entwurf speichern und nach einer Stunde
> noch einmal überlesen, bevor er ins Netz gestellt wird!?

Umweltschutz gehört auch zu den Aufgaben, mit denen sich Ingenieure 
befassen. Allerdings sind das meist andere Fachrichtungen als die 
Ingenieure, die neue Produkte für den Massenmarkt entwickeln.

So könnte man Windräder, Biogasanlagen oder Filter für Kraftwerke als 
typische Anlagen aus dem Bereich Umweltschutz ansehen. Und solche 
Anlagen werden von Ingenieuren entwickelt.

Jetzt sind im Umweltschutz natürlich nicht nur Ingenieure tätig, aber es 
sind doch einige. Außer Ingenieuren gibt es noch zahlreiche weitere 
Personengruppen, die auf die eine oder andere Weise für eine saubere 
Umwelt sorgen.

Etwa gehören die Leute von den Stadtwerken dazu, die den Müll abholen, 
die Straßen kehren oder sonst wie Schutt beseitigen.

(Außerdem gibt es natürlich noch etliche private Unternehmen, die auch 
in diesem Gebiet tätig sind.)

Für die Gestaltung und die Spezifikation von Produkten sind Ingenieure 
nicht zuständig, denn das gehört in den Bereich, wo Produktdesigner und 
die Unternehmensleitung zuständig sind.

Aus Gründen des höheren Gewinns werden schon häufig fragwürdige Produkte 
auf den Markt gebracht, was die Schädlichkeit der Inhaltsstoffe angeht.

Aber Entscheidungen für diese Stoffe sind nicht primär auf Auswahl der 
Ingenieure zurückzuführen, sondern diese sind idR betriebswirtschaftlich 
bedingt, da das Unternehmen entscheidet, welche Produkte produziert werden.

Trotzdem wäre auch bei den Konstrukteuren ein Bewußtsein nötig, wie 
welche Stoffe in der Umwelt wirken.

TH

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#191914

FromChristoph Müller <chrnewsgroup@astrail.de>
Date2015-09-08 10:37 +0200
Message-ID<msm6ku$966$1@dont-email.me>
In reply to#191912
Am 08.09.2015 um 08:28 schrieb Albrecht Mehl:

> http://www.deutschlandradio.de/audio-archiv.260.de.html?drau[submit]=1&drau[station_id]=4&drau[searchterm]=&drau[from]=&drau[to]=&drau[broadcast_id]=
> 
> unter der angegebenen Zeit 6:24 und dem Titel 'Bertelsmannstiftung'
> nachhören kann, gehört. Mich interessieren Kommentare von Lesern dieser
> Gruppe, die _ernsthaft_ an Umweltfragen interessiert sind. Vielleicht
> auch mal einen Beitrag erst als Entwurf speichern und nach einer Stunde
> noch einmal überlesen, bevor er ins Netz gestellt wird!?

"Jeder Deutsche produziert immer noch zu viel Müll"
Das ist vor allem eine Frage des Recyclings. Wenn das funktioniert, darf
die Müllmenge auch entsprechend hoch sein. Macht die Natur ja auch. Die
Blätter der Laubbäume halten grade mal ein Jahr. Dann werden sie
"weggeworfen" und recycelt.

CO2: Da ließe sich mit nur zwei politischen Entscheidungen viel machen:
Automatisches bidirektionales Stromhandelssystem für alle (ASTROHS) und
Individualverkehr auf der Schiene (Railtaxi - zusammen "Astrail").

ASTROHS sorgt für die systematische Bevorzugung der saubersten
Energieformen, weil sich diese nicht speichern lassen. Stehen sie zur
Verfügung, fällt der Strompreis so weit, dass sich das Verheizen von
Energiespeichern zur Stromgewinnung nicht mehr lohnt. Das erfordert
flinke Anlagen, die man bevorzugt dort aufstellen wird, wo auch deren
Abwärme sinnvoll genutzt werden kann. Nämlich in die Heizzentralen der
Gebäude. Diese Anlagen starten bevorzugt nur dann, wenn die anfallende
auch verwertbar ist. Das erspart teure Fernwärmeleitungen,
Speicherkraftwerke und Stromtrassen. Zudem sind diese Anlagen in der
Fläche verteilt und damit schon nahe an regenerativen Energiespeichern
(vor allem Biomasse), womit auch der Transportaufwand klein gehalten
werden kann. Fällt mehr Solar- und Windstrom an als grade gebraucht wird
(den Fall gab es in D bisher noch nie. Es wurden immer mindestens 30%
des Stroms mit dem Verheizen von Energiespeichern produziert), dann wird
man diesen auch zu Heizzwecken verwenden, weil auch das das Verheizen
von Energiespeichern erspart. Ein Heizwiderstand kostet nicht viel.

Will man Elektroautos in der Masse haben, muss das Langstreckenproblem
möglichst elegant gelöst werden. Mit Akkus geht's technisch bisher
nicht. Wirtschaftlich erst recht nicht. Aber per Draht könnte es
funktionieren. Die Bahn macht's seit Jahrzehnten vor. Nur muss sie sich
vom Viel-Auf-Einmal-Konzept (VAE-Konzept) verabschieden, wenn sie
überleben und der Welt noch wirklich nutzen will. Denn das bis 2020
erwartete fahrerlose Auto wird das Betriebskonzept der Bahn (und anderer
VAE-Verkehrsmittel) massivst in Frage stellen, was bis zur Pleite vieler
Unternehmen (auch großer wie der Bahn) führen dürfte.

Auf der Eisenbahn könnten allerdings selbstfahrende "Parkplätze" fahren,
die selber lenken (statt der Schienen mit ihren Weichenzungen) und so
eine extrem hohe Fahrzeugdichte ermöglichen. Dann fährt man die lange
Strecke mit dem eigenen Gefährt direkt im Stromnetz am Draht der
Schiene, während man die kurzen mit kleinen Akkus bewältigt, die
meistens mit der eigenen PV oder Heizung getankt werden. Dann gäbe es
also Grund genug für einen echten Massenmarkt der Elektromobilität.

Zusammen mit ASTROHS kann man dann davon aus gehen, dass üblicherweise
nur die saubersten regenerativen Energien (v.a. Sonne und Wind) zum
Einsatz kommen und wenn Energiespeicher zur Stromproduktion verwendet
werden, kann man davon aus gehen, dass die dabei anfallende Abwärme auch
sinnvoll genutzt wird und deshalb nicht mehr der Mobilität zuzurechnen ist.

-- 
Servus
Christoph Müller
http://www.astrail.de

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#191915

FromStefan Engler <Lehrerfreund@web.de>
Date2015-09-08 02:52 -0700
Message-ID<9f9240eb-1391-41ac-baf3-b345c3e5f460@googlegroups.com>
In reply to#191914
Am Dienstag, 8. September 2015 10:37:34 UTC+2 schrieb Christoph Müller:
> "Jeder Deutsche produziert immer noch zu viel Müll"
> Das ist vor allem eine Frage des Recyclings. Wenn das funktioniert, darf
> die Müllmenge auch entsprechend hoch sein. Macht die Natur ja auch. Die
> Blätter der Laubbäume halten grade mal ein Jahr. Dann werden sie
> "weggeworfen" und recycelt.

Das "Recycling" klappt aber nicht wirklich, da keine echte erneute Verwendung
stattfindet. Ein Teil geht beim Recycling immer verloren. Man könnte viele 
Wegwerfprodukte auch aus alternativen Rohstoffen herstellen.

> CO2: Da ließe sich mit nur zwei politischen Entscheidungen viel machen:
> Automatisches bidirektionales Stromhandelssystem für alle (ASTROHS) und
> Individualverkehr auf der Schiene (Railtaxi - zusammen "Astrail").

Da geht aber der Vorteil der Schiene, dass über Leitstellen der Verkehr über
Monate in Voraus geplant wird, verloren und wir haben wieder Staus (gibt es 
jetzt schon zu genüge auf den hoch belasteten Schienenstrecken, wenn mal etwas
unplanmäßiges passiert). 
Wer soll den Individuelverkehr auf der Schiene fahren?
Nicht jeder hat für den Führerschein Klasse 3 mit LZB und CIR-ELKE 2-3 Jahre
Zeit. (ach ja der Bahnfunk will auch noch bedient werden)

> (den Fall gab es in D bisher noch nie. Es wurden immer mindestens 30%
> des Stroms mit dem Verheizen von Energiespeichern produziert), dann wird
> man diesen auch zu Heizzwecken verwenden, weil auch das das Verheizen
> von Energiespeichern erspart. Ein Heizwiderstand kostet nicht viel.

In vielen Regionen gibt es Planungen, bis 2020 oder 2025 nur noch mit 
regenerativen Energieträgern zu arbeiten. Biomasse ist aber einer der 
Energieträger, die verheizt werden, die ich positiv sehe.

> Will man Elektroautos in der Masse haben, muss das Langstreckenproblem
> möglichst elegant gelöst werden. Mit Akkus geht's technisch bisher
> nicht. Wirtschaftlich erst recht nicht. Aber per Draht könnte es

Genügend funktionierende verfügbare Ladesäulen würden helfen. Es gibt
da einen schönen Bericht, wo jemand mit einem E-Golf zu einer Ausstellung wollte
und mit den Ladesäulen kämpfen musste.
Man könnte z.B. jede Tankstelle verpflichten auch für Elektrombilität
Lademöglichkeiten anzubieten (sei es nur 10 oder 16A). 

> funktionieren. Die Bahn macht's seit Jahrzehnten vor. Nur muss sie sich
> vom Viel-Auf-Einmal-Konzept (VAE-Konzept) verabschieden, wenn sie
> überleben und der Welt noch wirklich nutzen will. Denn das bis 2020

Hat die Bahn schon. So werden in vielen Regionen moderne Triebwagen eigesetzt
(Bombardier Talent, Talent 2 [die Klima immer ein wenige zu kalt], Stadler FLIRT [viele Macken], Integral)

> erwartete fahrerlose Auto wird das Betriebskonzept der Bahn (und anderer
> VAE-Verkehrsmittel) massivst in Frage stellen, was bis zur Pleite vieler
> Unternehmen (auch großer wie der Bahn) führen dürfte.

Es wird keine fahrerlosen Autos geben. Das was es jetzt gibt sind nicht mehr
als Studien und eher gibt es fahrerlose Bahnen (U2 Nürnberg).

> Auf der Eisenbahn könnten allerdings selbstfahrende "Parkplätze" fahren,
> die selber lenken (statt der Schienen mit ihren Weichenzungen) und so
> eine extrem hohe Fahrzeugdichte ermöglichen. Dann fährt man die lange

Wird von der deutschen Bahn mangels Nachfrage ("wirtschaftlichen Erwartungen 
leider nicht erfüllt") eingestellt. Der Belade- und Entladevorgang war sehr
komplex.

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#191919

FromChristoph Müller <chrnewsgroup@astrail.de>
Date2015-09-08 13:56 +0200
Message-ID<msmial$hvr$1@dont-email.me>
In reply to#191915
Am 08.09.2015 um 11:52 schrieb Stefan Engler:
> Am Dienstag, 8. September 2015 10:37:34 UTC+2 schrieb Christoph Müller:

>> "Jeder Deutsche produziert immer noch zu viel Müll"
>> Das ist vor allem eine Frage des Recyclings. Wenn das funktioniert, darf
>> die Müllmenge auch entsprechend hoch sein. Macht die Natur ja auch. Die
>> Blätter der Laubbäume halten grade mal ein Jahr. Dann werden sie
>> "weggeworfen" und recycelt.
> 
> Das "Recycling" klappt aber nicht wirklich, da keine echte erneute Verwendung
> stattfindet. Ein Teil geht beim Recycling immer verloren.

Ähnlich in der Natur. Aus einer Bananenschale wird wahrscheinlich keine
neue Bananenschale, sondern irgend was Anderes. Unser Recycling ist
allerdings noch nicht so perfekt, wie das der Natur. Wir haben noch
immer Müllhalden und die Luft als Deponie. Es gibt also noch viel zu
tun. Aussichtslos ist es jedoch nicht.

> Man könnte viele 
> Wegwerfprodukte auch aus alternativen Rohstoffen herstellen.

Auf jeden Fall.

>> CO2: Da ließe sich mit nur zwei politischen Entscheidungen viel machen:
>> Automatisches bidirektionales Stromhandelssystem für alle (ASTROHS) und
>> Individualverkehr auf der Schiene (Railtaxi - zusammen "Astrail").
> 
> Da geht aber der Vorteil der Schiene, dass über Leitstellen der Verkehr über
> Monate in Voraus geplant wird, verloren

wie groß ist denn dieser Vorteil und was macht ihn überhaupt zum Vorteil?

> und wir haben wieder Staus

dagegen kann man mit diesem Vorschlag gut Vorsorge treffen. Zunächst mal
stellt sich die Frage, wo man denn überhaupt eine 10...14-spurige
Autobahn voll bekommt. So groß ist nämlich die Verkehrskapazität eines
Gleises, wenn man dieses mit Individualverkehrsmethoden betreibt.

Was die Staus auf den Zubringern betrifft - dagegen ist die Bahn auch
heute schon machtlos. Rückstaus lassen sich verhindern, indem die
betreffenden Ein-/Ausfahrten ganz einfach gesperrt werden.

> (gibt es 
> jetzt schon zu genüge auf den hoch belasteten Schienenstrecken, wenn mal etwas
> unplanmäßiges passiert). 

Du darfst die heutige Streckenkapazität nicht mit der im
Individualverkehrsmodus vergleichen. Mit letzterem ist sie WESENTLICH HÖHER!

> Wer soll den Individuelverkehr auf der Schiene fahren?

Automaten. Ist sehr viel einfacher als auf der Straße. Auf der Straße
werden diese Automaten ab etwa 2020 im Massenmarkt erwartet. Dann
bekommen die VAE-Verkehrsmittel ganz erhebliche Probleme.

> Nicht jeder hat für den Führerschein Klasse 3 mit LZB und CIR-ELKE 2-3 Jahre
> Zeit. (ach ja der Bahnfunk will auch noch bedient werden)

Den "Führerschein" wird der Automat haben. Der kann auch 24 Stunden pro
Tag 7 Tage die Woche am Stück fahren.

> In vielen Regionen gibt es Planungen, bis 2020 oder 2025 nur noch mit 
> regenerativen Energieträgern zu arbeiten.

Planen kann man viel. Die wirtschaftlichen Voraussetzungen müssen
geschaffen werden. Ich meine jetzt nicht irgendwelche Subventionen,
sondern eine entsprechende Marktdynamik, deren KONSEQUENZ die
regenerativen Energien mit optimaler Energienutzung sind. Wohin man mit
der Subventionspolitik kommt, sieht man recht schön an den
Biogasanlagen. Diese Anlagen wurden ursprünglich gebaut, um aus
biologischen Abfällen besten Dünger zu produzieren. Die Gasproduktion
war ein Nebeneffekt, den man gerne mitgenommen hat. Die reale
Subventionspolitik hat nun alles auf den Kopf gestellt. Statt
Düngemittel zu produzieren BRAUCHT man jetzt Dünger, damit der Mais gut
wächst, der eigens für diese Anlagen angebaut wird. Von wegen
Aufarbeitung von Abfällen! Jetzt ist das Nebenprodukt die Hauptsache und
die Hauptsache ist zur lästigen Nebensache geworden. Wohin mit der
ganzen Gülle?

> Biomasse ist aber einer der 
> Energieträger, die verheizt werden, die ich positiv sehe.

Regenerativ muss man anders wirtschaften als heute. Es ist ein fataler
Fehler zu meinen, nur eine Energieform gegen eine andere tauschen zu
können und dafür ggf. Subventionen zu bemühen. Allerdings ist dieser
Fehler heute die normalste Sache der Welt.

>> Will man Elektroautos in der Masse haben, muss das Langstreckenproblem
>> möglichst elegant gelöst werden. Mit Akkus geht's technisch bisher
>> nicht. Wirtschaftlich erst recht nicht. Aber per Draht könnte es
> 
> Genügend funktionierende verfügbare Ladesäulen würden helfen.

Dann hat man viele Stillstandszeiten zum Laden. Die machen nicht
wirklich Spaß. Und wenn's um Schnellladen geht - das geht massiv auf die
Lebensdauer der Akkus, weshalb das als ziemlich teuer zu betrachten ist.
Mal abgesehen von der teuren Leistungsbereitstellung.

> Es gibt
> da einen schönen Bericht, wo jemand mit einem E-Golf zu einer Ausstellung wollte
> und mit den Ladesäulen kämpfen musste.
> Man könnte z.B. jede Tankstelle verpflichten auch für Elektrombilität
> Lademöglichkeiten anzubieten (sei es nur 10 oder 16A). 

Von "Zwangsernährung" halte ich nicht viel. Wir müssen so wirtschaften,
dass die gewünschte Technik ganz einfach die Konsequenz daraus ist.

>> funktionieren. Die Bahn macht's seit Jahrzehnten vor. Nur muss sie sich
>> vom Viel-Auf-Einmal-Konzept (VAE-Konzept) verabschieden, wenn sie
>> überleben und der Welt noch wirklich nutzen will. Denn das bis 2020
> 
> Hat die Bahn schon.

Mit Sicherheit nicht.

> So werden in vielen Regionen moderne Triebwagen
> eigesetzt (Bombardier Talent, Talent 2 [die Klima immer ein wenige zu kalt],
> Stadler FLIRT [viele Macken], Integral)

Das soll Individualverkehr sein, der mit der Straße in Wettbewerb treten
oder wenigstens sinnvoll ergänzen kann?

>> erwartete fahrerlose Auto wird das Betriebskonzept der Bahn (und anderer
>> VAE-Verkehrsmittel) massivst in Frage stellen, was bis zur Pleite vieler
>> Unternehmen (auch großer wie der Bahn) führen dürfte.
> 
> Es wird keine fahrerlosen Autos geben.

Du solltest öfters mal einschlägige Fachzeitschriften lesen. Der Termin
2020 steht seit gut 10 Jahren unverändert. Man ist also gut im Zeitplan.
Es gibt weltweit kaum einen nennenswerten Automobilhersteller, der sich
dieser Entwicklung verweigert.

> Das was es jetzt gibt sind nicht mehr
> als Studien und eher gibt es fahrerlose Bahnen (U2 Nürnberg).

Fahrerlose Bahnen gibt es schon seit Jahrzehnten. Da ist alles sehr viel
einfacher. Nur haben die Bahnen aus dieser Möglichkeit NICHTS gemacht!
Sie haben die technischen Möglichen vollkommen verschlafen, was sie im
Endeffekt zur größten Umweltsau im ganzen Land macht. Denn DIE BAHN hat
es versäumt, das E-Auto zum Standard werden zu lassen, indem sie ein
derart schlechtes Angebot hat, das die Meisten ganz einfach auf die
Straße ZWINGT. Und zwar auch für größere Distanzen, für die ganz einfach
keine geeigneten Akkus verfügbar sind. DESHALB wird so viel mit
Verbrennungsmotoren gefahren. Die Bahn ist es auch, die dafür sorgt,
dass das noch lange der Fall sein wird. Denn sie wird aufgrund ihres
schlechten Angebots pleite gehen, sobald das fahrerlose Auto seine
Bauartzulassung hat. Die Bahn wickelt heute etwa 10% der
Verkehrsleistung ab. Autos werden im Schnitt grade mal eine Stunde pro
Tag genutzt. Werden sie von Automaten gefahren, ist eine Verzehnfachung
der Verkehrsleistung überhaupt kein Problem. Dann kann 1% der Fahrzeuge
locker 10% der Verkehrsleistung abwickeln. Bei 10 Jahren
durchschnittlicher Lebensdauer werden pro Jahr 10% der Fahrzeuge
ausgetauscht. 1% folglich in etwa 5,2 Wochen. So lange dauert es dann
rechnerisch, bis die Bahn keine Kundschaft mehr hat. Es könnte sogar
noch schneller gehen, weil die nötige Sensorik und Aktorik in besseren
Autos ohnehin schon verbaut wird. Dann reicht ein Software-Upgrade und
das Ding braucht keinen Fahrer mehr. Diese Fahrzeuge können die 5,2
Wochen nochmal verkürzen. Die Bahn kann dann nur hoffen und beten, dass
die meisten ihre Fahrzeuge NICHT vermieten. Wenn aber die Parkplatznot
groß ist, wäre Vermieten die bessere Lösung.

>> Auf der Eisenbahn könnten allerdings selbstfahrende "Parkplätze" fahren,
>> die selber lenken (statt der Schienen mit ihren Weichenzungen) und so
>> eine extrem hohe Fahrzeugdichte ermöglichen. Dann fährt man die lange
> 
> Wird von der deutschen Bahn mangels Nachfrage ("wirtschaftlichen Erwartungen 
> leider nicht erfüllt") eingestellt. Der Belade- und Entladevorgang war sehr
> komplex.

Eingestellt? Damit wurde noch gar nicht begonnen!

-- 
Servus
Christoph Müller
http://www.astrail.de

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#191935

FromSieghard Schicktanz <Sieghard.Schicktanz@SchS.de>
Date2015-09-08 21:52 +0200
Message-ID<20150908215258.56c32bae@Achmuehle.WOR>
In reply to#191915
Hallo Stefan,

Du schriebst am Tue, 8 Sep 2015 02:52:24 -0700 (PDT):

> > Das ist vor allem eine Frage des Recyclings. Wenn das funktioniert, darf
> > die Müllmenge auch entsprechend hoch sein. Macht die Natur ja auch. Die
> > Blätter der Laubbäume halten grade mal ein Jahr. Dann werden sie
> > "weggeworfen" und recycelt.
> 
> Das "Recycling" klappt aber nicht wirklich, da keine echte erneute

In der Natur schon. Da _wird_ aus abgebautem organischen Material wieder
gleichwertiges neues aufgebaut, wenn auch in einem vielstufigen Prozess,
der über eine Menge unterschiedlicher Zwischenverwerter geht.

> Verwendung stattfindet. Ein Teil geht beim Recycling immer verloren. Man

Mit passenden Verfahren könnte das auch in der Technik vollständig gehen.
Allerdings sind diese Verfahren enorm aufwendig und damit unwirtschaftlich.
Es wird nur irgendwann keinen Weg dran vorbei mehr geben - irgendwann ist
der erste Rohstoff vollständig abgebaut und kann nicht mehr neu gewonnen
werden.

> könnte viele Wegwerfprodukte auch aus alternativen Rohstoffen herstellen.

Das geht doch sicher auch mit Nicht-Wegwerf-Produkten?

-- 
-- 
(Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung
nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)
-----------------------------------------------------------
Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
-----------------------------------------------------------

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#192573

FromRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
Date2015-09-20 22:34 +0200
Message-ID<mtn551$str$1@dont-email.me>
In reply to#191935
Sieghard Schicktanz schrieb:
> Hallo Stefan,
>
> Du schriebst am Tue, 8 Sep 2015 02:52:24 -0700 (PDT):
>
>>> Das ist vor allem eine Frage des Recyclings. Wenn das funktioniert, darf
>>> die Müllmenge auch entsprechend hoch sein. Macht die Natur ja auch. Die
>>> Blätter der Laubbäume halten grade mal ein Jahr. Dann werden sie
>>> "weggeworfen" und recycelt.
>>
>> Das "Recycling" klappt aber nicht wirklich, da keine echte erneute
>
> In der Natur schon. Da _wird_ aus abgebautem organischen Material wieder
> gleichwertiges neues aufgebaut, wenn auch in einem vielstufigen Prozess,
> der über eine Menge unterschiedlicher Zwischenverwerter geht.

Jedes Recycling ist zwangsweise ein Downcycling. Insbesondere muss immer,
salopp ausgedrückt, Energie zu Entropie werden. In der Natur geht das
einfach, da Sonnenlicht verwendet wird, ohne dass man irgendwelche
Kollektoren aufstellen muss. Technisch aus diesem Teufelskreis rauszukommen
ist, gelinde gesagt, herausfordernd. Bis jetzt musste immer viel
Energie verwendet werden und es entstehen Abfälle, die endgelagert
werden müssen.
>
>> Verwendung stattfindet. Ein Teil geht beim Recycling immer verloren. Man
>
> Mit passenden Verfahren könnte das auch in der Technik vollständig gehen.
> Allerdings sind diese Verfahren enorm aufwendig und damit unwirtschaftlich.

Sie sind nicht unwirtschaftlich, sondern un-ökologisch aus genannten
Gründen. Würden Kohlekraftwerke entsprechend besteuert, ginge vieles
nicht mehr, was heute ganz toll als Recycling bezeichnet wird.

> Es wird nur irgendwann keinen Weg dran vorbei mehr geben - irgendwann ist
> der erste Rohstoff vollständig abgebaut und kann nicht mehr neu gewonnen
> werden.

Was wird als nächstes knapp? Indium? Lithium?

-- 
mfg Rolf Bombach

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#192707

FromKlaus Butzmann <k.butzmann.usenet@online.de>
Date2015-09-22 23:14 +0200
Message-ID<mtsgb1$st7$1@news.albasani.net>
In reply to#192573
Am 20.09.2015 um 22:34 schrieb Rolf Bombach:

> Was wird als nächstes knapp? Indium? Lithium?
Bausand.


Butzo

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#192709

FromGuido Grohmann <guido.grohmann@gmx.de>
Date2015-09-22 23:21 +0200
Message-ID<d6dv1eFsbrbU1@mid.individual.net>
In reply to#192707
Klaus Butzmann schrieb:
> Am 20.09.2015 um 22:34 schrieb Rolf Bombach:
>
>> Was wird als nächstes knapp? Indium? Lithium?
> Bausand.

Aber nur, wenn du einen BWLer in die Wüste schickst.

scnr Guido

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#192717

FromKlaus Butzmann <k.butzmann.usenet@online.de>
Date2015-09-23 00:36 +0200
Message-ID<mtsl60$5cb$1@news.albasani.net>
In reply to#192709
Am 22.09.2015 um 23:21 schrieb Guido Grohmann:
> Klaus Butzmann schrieb:
>> Bausand.
> Aber nur, wenn du einen BWLer in die Wüste schickst.
Der geht eh nicht, jedenfalls für Beton.
Die Reichsbahner haben ungeeigneten Sand auch kennengelernt und manchmal 
Schwellenangst :-)


Butzo

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#192720

FromSieghard Schicktanz <Sieghard.Schicktanz@SchS.de>
Date2015-09-23 02:29 +0200
Message-ID<20150923022908.78473fce@Achmuehle.WOR>
In reply to#192573
Hallo Rolf,

Du schriebst am Sun, 20 Sep 2015 22:34:30 +0200:

> >> Das "Recycling" klappt aber nicht wirklich, da keine echte erneute
> >
> > In der Natur schon. Da _wird_ aus abgebautem organischen Material wieder
> > gleichwertiges neues aufgebaut, wenn auch in einem vielstufigen Prozess,
> > der über eine Menge unterschiedlicher Zwischenverwerter geht.
> 
> Jedes Recycling ist zwangsweise ein Downcycling. Insbesondere muss immer,
> salopp ausgedrückt, Energie zu Entropie werden. In der Natur geht das

Klar, energetisch gesehen schon. Ich meinte aber die "stoffliche"
Wiedernutzung, die in der Natur soweit vollständig funktioniert, daß
die "Biosphäre" mit demselben Material inzwischen schon ein paar Milliarden
Jahre lang auskommt.

> einfach, da Sonnenlicht verwendet wird, ohne dass man irgendwelche
> Kollektoren aufstellen muss. Technisch aus diesem Teufelskreis

Wie das? Es _werden_ doch Kollektoren "aufgestellt" - ganze Wälder, und
sogar die Böden sind voll davon, nennt sich "Wiesen" und so.

> rauszukommen ist, gelinde gesagt, herausfordernd. Bis jetzt musste immer
> viel Energie verwendet werden und es entstehen Abfälle, die endgelagert
> werden müssen.

Technisch wird das ganz genauso laufen können müssen, nur "endgelagerte
Abfälle" wird es nicht mehr geben dürfen. Da wird noch einiges an
Entwicklung ablaufen müssen, wenn sich die Technik(er) nicht selber
abschaffen wollen bzw. lassen müssen.

> > gehen. Allerdings sind diese Verfahren enorm aufwendig und damit
> > unwirtschaftlich.
> 
> Sie sind nicht unwirtschaftlich, sondern un-ökologisch aus genannten

Sie sind im Endeffekt weder das eine noch gar das andere - vollständige
Wiederverwertung abgenutzter Gerätschaften ist lediglich solange
unwirtschaftlich, wie es mit geringerem Aufwand als durch Wiederverwertung
möglich ist, deren Grundmaterialien anderweitig zu beschaffen, z.B. durch
Bergbau. _Un_ökologisch ist dagegen die Produktion von Abfall und dessen
"End"lagerung, weil damit Teile des verfügbarten Produktionsraums verloren
gehen.

> Gründen. Würden Kohlekraftwerke entsprechend besteuert, ginge vieles
> nicht mehr, was heute ganz toll als Recycling bezeichnet wird.

Dafür könnten viele Schäden durch deren Auswirkungen, die heute anderweitig
teuer bezahlt werden müssen (nicht zuletzt Kranken- und Pflegekosten),
einfach daraus finanziert werden. (Besser wär's natürlich, diese Schäden
erst garnicht entstehen zu lassen.)

> Was wird als nächstes knapp? Indium? Lithium?

Wohl eher weder noch, aber was ist mit Kupfer, Aluminium u.ä.? (Alu gibt's
zwar reichlich, aber das meiste ist Oxid und läßt sich nur schlecht wieder-
gewinnen, Bauxit war doch schonmal als kaum noch verfügbar verschrien.)
Bei Eisen (Stahl) ist ein recht gut funktionierendes Recycling ja sogar
schon am Laufen, mit Schrotthandel und Wiedereinschmelzen.

-- 
-- 
(Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung
nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)
-----------------------------------------------------------
Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
-----------------------------------------------------------

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#191960 — Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher

FromAlbrecht Mehl <invalid@invalid.invalid>
Date2015-09-09 17:49 +0200
SubjectErnst der Lage Re: Schneller, weiter, höher
Message-ID<d5b2ntF6gq0U1@mid.individual.net>
In reply to#191912

Am 08.09.2015 um 08:28 schrieb Albrecht Mehl:
> In dem Beitrag
>
>     <d246acFbtauU1@mid.individual.net>
>
> vom 1. 8., 17:18 unter dem Betreff 'Verschwendung Re: Bitte um
> Ratschlaege' und in der sich anschließenden Diskussion meinte ich, dass
> Ingenieure in ihrer Mehrzahl dazu neigen, zugunsten ihrer
> eindrucksvollen Neuentwicklungen Umweltgesichtspunkte zu vernachlässigen.

Meine Sorge rührt unter anderem von einer Besprechung eines Buches in 
der FAZ am 7. Juni 2009 her:

   James Lovelock, The vanishing face of Gaia

Zur Fortführung der Diskussion habe ich mir die Mühe gemacht, den 
Artikel zu rastern und dann die entsprechenden pdf-Dateien ins Netz zu 
stellen. Es ist eigentlich eine Datei; ich musste aber in verschiedene 
Teile aufteilen, weil sonst zu gross. Aus den Dateinamen ergibt sich die 
Fundstelle, falls jemand unbedingt das Original lesen will.


http://www.file-upload.net/download-10898965/LovelockFAZ07062009S59_1.pdf.html

http://www.file-upload.net/download-10898973/LovelockFAZ07062009S59_2.pdf.html

http://www.file-upload.net/download-10898981/LovelockFAZ07062009S59_3.pdf.html

http://www.file-upload.net/download-10898987/LovelockFAZ07062009S59_4.pdf.html

A. Mehl
-- 
Albrecht Mehl	    |eBriefe an:mehlBEIfreundePUNKTtu-darmstadtPUNKTde
Veilchenweg 7       |Tel. (06151) 37 39 92
64291 Darmstadt, Germany|sehenswert - ungefähr 'Wir einsam im All'
  http://www.phrenopolis.com/perspective/solarsystem/index.html

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#191982 — Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher

FromMatthias Weingart <mwnews@pentax.boerde.de>
Date2015-09-10 09:53 +0000
SubjectRe: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher
Message-ID<XnsA51178FFB8ACAAlwLookOnTBrightSide@penthouse.boerde.de>
In reply to#191960
Albrecht Mehl <invalid@invalid.invalid>:

Warnung: file-upload.net ist eine etwas dubioss Website.

M.
-- 

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#191992 — Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher

FromAlbrecht Mehl <invalid@invalid.invalid>
Date2015-09-10 17:14 +0200
SubjectEnttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher
Message-ID<d5dl33Fq4jnU1@mid.individual.net>
In reply to#191982

Am 10.09.2015 um 11:53 schrieb Matthias Weingart:
> Albrecht Mehl <invalid@invalid.invalid>:
>
> Warnung: file-upload.net ist eine etwas dubioss Website.

1. Es wäre schön, etwas darüber, inwiefern file-upload
    dubios ist, zu erfahren. Auch eine bessere Alternative
    wäre schön gewesen.

2. Ich mache mir die Mühe, einen ganzseitigen Zeitungsartikel in
    mehreren Teilen zu rastern, die Dateien hochzuladen und dann
    einen Beitrag hier zu schreiben. Das ganze Ergebnis ist der
    oben zitierte Einzeiler.

Geht wirklich eher ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass sich ein
Ingenieur auf eine Umweltdiskussion einläßt?

A. Mehl
-- 
Albrecht Mehl	    |eBriefe an:mehlBEIfreundePUNKTtu-darmstadtPUNKTde
Veilchenweg 7       |Tel. (06151) 37 39 92
64291 Darmstadt, Germany|sehenswert - ungefähr 'Wir einsam im All'
  http://www.phrenopolis.com/perspective/solarsystem/index.html

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#191993 — Re: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher

FromSiegfried Schmidt <usenet-59@shivasoft.de>
Date2015-09-10 16:10 +0000
SubjectRe: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher
Message-ID<mssa0v$beb$4@news.albasani.net>
In reply to#191992
Albrecht Mehl schrieb:

> 1. Es wäre schön, etwas darüber, inwiefern file-upload
>     dubios ist, zu erfahren. 

Bei mit kommen alle Dateien mit 0 Byte Länge an.

> Auch eine bessere Alternative wäre schön gewesen.

Bei jedem meiner Internetzugänge war ein eigener Webspace dabei.

> 2. Ich mache mir die Mühe, einen ganzseitigen Zeitungsartikel in
>     mehreren Teilen zu rastern, die Dateien hochzuladen und dann
>     einen Beitrag hier zu schreiben. Das ganze Ergebnis ist der
>     oben zitierte Einzeiler.
> 
> Geht wirklich eher ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass sich ein
> Ingenieur auf eine Umweltdiskussion einläßt?

Der Titel lässt schon eine Richtung vermuten, in der "Diskussion" nicht 
das richtige Wort ist.


Siegfried



-- 
Diese Nachricht kann zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten, diese sind 
mit Risiken und Ungewissheiten verbunden und basieren auf gegenwärtigen 
Erwartungen. Die tatsächlichen Ereignisse können daher wesentlich von den 
Darstellungen abweichen.

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#192025 — Re: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher

FromAxel_Berger@b.maus.de (Axel Berger)
Date2015-09-10 22:40 +0200
SubjectRe: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher
Message-ID<201509102240.a50518@b.maus.de>
In reply to#191993
Siegfried Schmidt wrote on Thu, 15-09-10 18:10:
>Bei jedem meiner InternetzugSigmnge war ein eigener Webspace dabei.

Du bist ein Early Adopter. Aufgrund der Suche für andere habe ich 
festgestellt, daß das sehr lange vorbei ist. Die überwältigende 
Mehrheit der reinen Konsumenten braucht sowas einfach nicht.

Sollte ich etwas übersehen haben und es solche Anbieter immer noch 
geben, wäre ich natürlich für einen Hinweis dankbar.

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#192028 — Re: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher

FromSiegfried Schmidt <usenet-59@shivasoft.de>
Date2015-09-11 12:58 +0000
SubjectRe: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher
Message-ID<msuj5m$fs4$4@news.albasani.net>
In reply to#192025
Axel Berger schrieb:

> Sollte ich etwas übersehen haben und es solche Anbieter immer noch 
> geben, wäre ich natürlich für einen Hinweis dankbar.

Ich habe vor 4 Monaten zur Telekom gewechselt und im Tarif ist nach wie 
vor eine Webseite inklusive.

Das einzige was sich gegnenüber früher geändert hat ist, dass man keinen 
pauschalen Platz mehr bekommt in den man beliebige html-Dateien hochladen 
kann (was die meisten Benutzer wahrscheinlich überfordert hat), sondern 
dass man darauf nur noch mit einem Online-Seitendesigner zugreifen kann 
und sich damit zwangsweise etwas zusammenklicken muss. 

Der Download von Dateien ist deswegen aber nicht schwieriger geworden.


Siegfried



-- 
Diese Nachricht kann zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten, diese sind 
mit Risiken und Ungewissheiten verbunden und basieren auf gegenwärtigen 
Erwartungen. Die tatsächlichen Ereignisse können daher wesentlich von den 
Darstellungen abweichen.

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#192029 — Re: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher

FromFranz Glaser <franz@meg-glaser.com>
Date2015-09-11 15:34 +0200
SubjectRe: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher
Message-ID<d5g3j0Fec7aU1@mid.individual.net>
In reply to#192028
Am 11.09.2015 14:58, schrieb Siegfried Schmidt:
> Axel Berger schrieb:
>
>> Sollte ich etwas übersehen haben und es solche Anbieter immer noch
>> geben, wäre ich natürlich für einen Hinweis dankbar.
>
> Ich habe vor 4 Monaten zur Telekom gewechselt und im Tarif ist nach wie
> vor eine Webseite inklusive.
>
> Das einzige was sich gegnenüber früher geändert hat ist, dass man keinen
> pauschalen Platz mehr bekommt in den man beliebige html-Dateien hochladen
> kann (was die meisten Benutzer wahrscheinlich überfordert hat), sondern
> dass man darauf nur noch mit einem Online-Seitendesigner zugreifen kann
> und sich damit zwangsweise etwas zusammenklicken muss.
>
> Der Download von Dateien ist deswegen aber nicht schwieriger geworden.
>
>
> Siegfried


Die Vorläufer von Firefox hatten immerhin einen html-editor dabei. Der 
genügt halt heutigen Anforderungen nicht mehr.

Ich schreibe deswegen die Änderungen, sofern welche anfallen, per pedes 
mit jEdit auf Windows. Auf Linux hatte ich was, das ich vergessen habe 
aber das hat mir mit utf-8 immer böse Streiche gespielt.


GL
-- 
Alle Idealismen dienen nur für den Aufbau von Hierarchien mit Bauern, 
mit Nützlichen Idioten für die Machtausübung und mit Mächtigen on top.
Bei den Nützlichen Idioten gibts die Gewaltmenschen und die Ideologen.

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#192033 — Re: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher

FromEwald Pfau <anderswo@gmx.net>
Date2015-09-11 14:40 +0000
SubjectRe: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher
Message-ID<d5g7evFfbmgU1@mid.individual.net>
In reply to#192029
Franz Glaser <franz@meg-glaser.com>:

> Die Vorläufer von Firefox hatten immerhin einen html-editor dabei.

Du meintest gewiss Mozilla. Der andere Nachfolger hat auch einen Editor
eingebaut (plus die Mail-Maschine, anderweitig als Thunderbird im Umlauf).

Nur heißt der Nachfolger von Mozilla (und dessen Vorläufers Netscape) dann
nicht Firefox sondern Seamonkey.

> Der genügt halt heutigen Anforderungen nicht mehr.

Wenn viele Zeitgenossen mit dem logischen Prinzip Hypertext überfordert
sind, ändert das am logischen Prinzip Hypertext nix. Das ist Text und nicht
Kino. So mal rein vom Prinzip her. Und Logik schlägt Fortschritt. So mal
rein vom Prinzip her. So einfache Sachen schmerzen manche immer wieder.

> Auf Linux hatte ich was, das ich vergessen habe aber das hat mir mit utf-8
> immer böse Streiche gespielt.

Nicht verstehen nicht fast richtig oder ganz so wie? Die ganze Maschine auf
UTF-8 fahren, und je die Deklaration im HTML-Kopf, dann sollte es keine
Überraschung geben.

Für ähnlich wiederkehrende Lebenslagen kann man sich kleine Skripte
schreiben, das finde ich effizienter, einfach mit bash und Konsorten, wenn
es knifflig wird, etwas awk dazu, als sich fetten Überlösungen anvertrauen
zu müssen. Und das lftp hat einen feinen reverse-Mirror-Modus. Ist ja alles
da, mus man nicht lange suchen.

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#192034 — Re: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher

FromFranz Glaser <franz@meg-glaser.com>
Date2015-09-11 17:26 +0200
SubjectRe: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher
Message-ID<d5ga4cFg1k9U1@mid.individual.net>
In reply to#192033
Am 11.09.2015 16:40, schrieb Ewald Pfau:
> Franz Glaser<franz@meg-glaser.com>:
>
>> Die Vorläufer von Firefox hatten immerhin einen html-editor dabei.

> Du meintest gewiss Mozilla. Der andere Nachfolger hat auch einen Editor
> eingebaut (plus die Mail-Maschine, anderweitig als Thunderbird im Umlauf).
>
> Nur heißt der Nachfolger von Mozilla (und dessen Vorläufers Netscape) dann
> nicht Firefox sondern Seamonkey.


Also ich habe Netscape gemeint aber ich kann mich nicht so weit zurück 
erinnern. Dieses Netscape hatte auch eine andere Gemeinheit: die 
e-mail-Adresse war festgenagelt die selbe wie die vom usenet.

Mein Provider war damals EUnet und die speed war 300 bd, später 1200.


GL
-- 
Alle Idealismen dienen nur für den Aufbau von Hierarchien mit Bauern, 
mit Nützlichen Idioten für die Machtausübung und mit Mächtigen on top.
Bei den Nützlichen Idioten gibts die Gewaltmenschen und die Ideologen.

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


Page 1 of 2  [1] 2  Next page →

Back to top | Article view | de.sci.electronics


csiph-web