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Groups > de.sci.electronics > #191919
| From | Christoph Müller <chrnewsgroup@astrail.de> |
|---|---|
| Newsgroups | de.sci.electronics |
| Subject | Re: Schneller, weiter, höher |
| Date | 2015-09-08 13:56 +0200 |
| Organization | A noiseless patient Spider |
| Message-ID | <msmial$hvr$1@dont-email.me> (permalink) |
| References | <d57dgkF8q9hU1@mid.individual.net> <msm6ku$966$1@dont-email.me> <9f9240eb-1391-41ac-baf3-b345c3e5f460@googlegroups.com> |
Am 08.09.2015 um 11:52 schrieb Stefan Engler:
> Am Dienstag, 8. September 2015 10:37:34 UTC+2 schrieb Christoph Müller:
>> "Jeder Deutsche produziert immer noch zu viel Müll"
>> Das ist vor allem eine Frage des Recyclings. Wenn das funktioniert, darf
>> die Müllmenge auch entsprechend hoch sein. Macht die Natur ja auch. Die
>> Blätter der Laubbäume halten grade mal ein Jahr. Dann werden sie
>> "weggeworfen" und recycelt.
>
> Das "Recycling" klappt aber nicht wirklich, da keine echte erneute Verwendung
> stattfindet. Ein Teil geht beim Recycling immer verloren.
Ähnlich in der Natur. Aus einer Bananenschale wird wahrscheinlich keine
neue Bananenschale, sondern irgend was Anderes. Unser Recycling ist
allerdings noch nicht so perfekt, wie das der Natur. Wir haben noch
immer Müllhalden und die Luft als Deponie. Es gibt also noch viel zu
tun. Aussichtslos ist es jedoch nicht.
> Man könnte viele
> Wegwerfprodukte auch aus alternativen Rohstoffen herstellen.
Auf jeden Fall.
>> CO2: Da ließe sich mit nur zwei politischen Entscheidungen viel machen:
>> Automatisches bidirektionales Stromhandelssystem für alle (ASTROHS) und
>> Individualverkehr auf der Schiene (Railtaxi - zusammen "Astrail").
>
> Da geht aber der Vorteil der Schiene, dass über Leitstellen der Verkehr über
> Monate in Voraus geplant wird, verloren
wie groß ist denn dieser Vorteil und was macht ihn überhaupt zum Vorteil?
> und wir haben wieder Staus
dagegen kann man mit diesem Vorschlag gut Vorsorge treffen. Zunächst mal
stellt sich die Frage, wo man denn überhaupt eine 10...14-spurige
Autobahn voll bekommt. So groß ist nämlich die Verkehrskapazität eines
Gleises, wenn man dieses mit Individualverkehrsmethoden betreibt.
Was die Staus auf den Zubringern betrifft - dagegen ist die Bahn auch
heute schon machtlos. Rückstaus lassen sich verhindern, indem die
betreffenden Ein-/Ausfahrten ganz einfach gesperrt werden.
> (gibt es
> jetzt schon zu genüge auf den hoch belasteten Schienenstrecken, wenn mal etwas
> unplanmäßiges passiert).
Du darfst die heutige Streckenkapazität nicht mit der im
Individualverkehrsmodus vergleichen. Mit letzterem ist sie WESENTLICH HÖHER!
> Wer soll den Individuelverkehr auf der Schiene fahren?
Automaten. Ist sehr viel einfacher als auf der Straße. Auf der Straße
werden diese Automaten ab etwa 2020 im Massenmarkt erwartet. Dann
bekommen die VAE-Verkehrsmittel ganz erhebliche Probleme.
> Nicht jeder hat für den Führerschein Klasse 3 mit LZB und CIR-ELKE 2-3 Jahre
> Zeit. (ach ja der Bahnfunk will auch noch bedient werden)
Den "Führerschein" wird der Automat haben. Der kann auch 24 Stunden pro
Tag 7 Tage die Woche am Stück fahren.
> In vielen Regionen gibt es Planungen, bis 2020 oder 2025 nur noch mit
> regenerativen Energieträgern zu arbeiten.
Planen kann man viel. Die wirtschaftlichen Voraussetzungen müssen
geschaffen werden. Ich meine jetzt nicht irgendwelche Subventionen,
sondern eine entsprechende Marktdynamik, deren KONSEQUENZ die
regenerativen Energien mit optimaler Energienutzung sind. Wohin man mit
der Subventionspolitik kommt, sieht man recht schön an den
Biogasanlagen. Diese Anlagen wurden ursprünglich gebaut, um aus
biologischen Abfällen besten Dünger zu produzieren. Die Gasproduktion
war ein Nebeneffekt, den man gerne mitgenommen hat. Die reale
Subventionspolitik hat nun alles auf den Kopf gestellt. Statt
Düngemittel zu produzieren BRAUCHT man jetzt Dünger, damit der Mais gut
wächst, der eigens für diese Anlagen angebaut wird. Von wegen
Aufarbeitung von Abfällen! Jetzt ist das Nebenprodukt die Hauptsache und
die Hauptsache ist zur lästigen Nebensache geworden. Wohin mit der
ganzen Gülle?
> Biomasse ist aber einer der
> Energieträger, die verheizt werden, die ich positiv sehe.
Regenerativ muss man anders wirtschaften als heute. Es ist ein fataler
Fehler zu meinen, nur eine Energieform gegen eine andere tauschen zu
können und dafür ggf. Subventionen zu bemühen. Allerdings ist dieser
Fehler heute die normalste Sache der Welt.
>> Will man Elektroautos in der Masse haben, muss das Langstreckenproblem
>> möglichst elegant gelöst werden. Mit Akkus geht's technisch bisher
>> nicht. Wirtschaftlich erst recht nicht. Aber per Draht könnte es
>
> Genügend funktionierende verfügbare Ladesäulen würden helfen.
Dann hat man viele Stillstandszeiten zum Laden. Die machen nicht
wirklich Spaß. Und wenn's um Schnellladen geht - das geht massiv auf die
Lebensdauer der Akkus, weshalb das als ziemlich teuer zu betrachten ist.
Mal abgesehen von der teuren Leistungsbereitstellung.
> Es gibt
> da einen schönen Bericht, wo jemand mit einem E-Golf zu einer Ausstellung wollte
> und mit den Ladesäulen kämpfen musste.
> Man könnte z.B. jede Tankstelle verpflichten auch für Elektrombilität
> Lademöglichkeiten anzubieten (sei es nur 10 oder 16A).
Von "Zwangsernährung" halte ich nicht viel. Wir müssen so wirtschaften,
dass die gewünschte Technik ganz einfach die Konsequenz daraus ist.
>> funktionieren. Die Bahn macht's seit Jahrzehnten vor. Nur muss sie sich
>> vom Viel-Auf-Einmal-Konzept (VAE-Konzept) verabschieden, wenn sie
>> überleben und der Welt noch wirklich nutzen will. Denn das bis 2020
>
> Hat die Bahn schon.
Mit Sicherheit nicht.
> So werden in vielen Regionen moderne Triebwagen
> eigesetzt (Bombardier Talent, Talent 2 [die Klima immer ein wenige zu kalt],
> Stadler FLIRT [viele Macken], Integral)
Das soll Individualverkehr sein, der mit der Straße in Wettbewerb treten
oder wenigstens sinnvoll ergänzen kann?
>> erwartete fahrerlose Auto wird das Betriebskonzept der Bahn (und anderer
>> VAE-Verkehrsmittel) massivst in Frage stellen, was bis zur Pleite vieler
>> Unternehmen (auch großer wie der Bahn) führen dürfte.
>
> Es wird keine fahrerlosen Autos geben.
Du solltest öfters mal einschlägige Fachzeitschriften lesen. Der Termin
2020 steht seit gut 10 Jahren unverändert. Man ist also gut im Zeitplan.
Es gibt weltweit kaum einen nennenswerten Automobilhersteller, der sich
dieser Entwicklung verweigert.
> Das was es jetzt gibt sind nicht mehr
> als Studien und eher gibt es fahrerlose Bahnen (U2 Nürnberg).
Fahrerlose Bahnen gibt es schon seit Jahrzehnten. Da ist alles sehr viel
einfacher. Nur haben die Bahnen aus dieser Möglichkeit NICHTS gemacht!
Sie haben die technischen Möglichen vollkommen verschlafen, was sie im
Endeffekt zur größten Umweltsau im ganzen Land macht. Denn DIE BAHN hat
es versäumt, das E-Auto zum Standard werden zu lassen, indem sie ein
derart schlechtes Angebot hat, das die Meisten ganz einfach auf die
Straße ZWINGT. Und zwar auch für größere Distanzen, für die ganz einfach
keine geeigneten Akkus verfügbar sind. DESHALB wird so viel mit
Verbrennungsmotoren gefahren. Die Bahn ist es auch, die dafür sorgt,
dass das noch lange der Fall sein wird. Denn sie wird aufgrund ihres
schlechten Angebots pleite gehen, sobald das fahrerlose Auto seine
Bauartzulassung hat. Die Bahn wickelt heute etwa 10% der
Verkehrsleistung ab. Autos werden im Schnitt grade mal eine Stunde pro
Tag genutzt. Werden sie von Automaten gefahren, ist eine Verzehnfachung
der Verkehrsleistung überhaupt kein Problem. Dann kann 1% der Fahrzeuge
locker 10% der Verkehrsleistung abwickeln. Bei 10 Jahren
durchschnittlicher Lebensdauer werden pro Jahr 10% der Fahrzeuge
ausgetauscht. 1% folglich in etwa 5,2 Wochen. So lange dauert es dann
rechnerisch, bis die Bahn keine Kundschaft mehr hat. Es könnte sogar
noch schneller gehen, weil die nötige Sensorik und Aktorik in besseren
Autos ohnehin schon verbaut wird. Dann reicht ein Software-Upgrade und
das Ding braucht keinen Fahrer mehr. Diese Fahrzeuge können die 5,2
Wochen nochmal verkürzen. Die Bahn kann dann nur hoffen und beten, dass
die meisten ihre Fahrzeuge NICHT vermieten. Wenn aber die Parkplatznot
groß ist, wäre Vermieten die bessere Lösung.
>> Auf der Eisenbahn könnten allerdings selbstfahrende "Parkplätze" fahren,
>> die selber lenken (statt der Schienen mit ihren Weichenzungen) und so
>> eine extrem hohe Fahrzeugdichte ermöglichen. Dann fährt man die lange
>
> Wird von der deutschen Bahn mangels Nachfrage ("wirtschaftlichen Erwartungen
> leider nicht erfüllt") eingestellt. Der Belade- und Entladevorgang war sehr
> komplex.
Eingestellt? Damit wurde noch gar nicht begonnen!
--
Servus
Christoph Müller
http://www.astrail.de
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Schneller, weiter, höher Albrecht Mehl <invalid@invalid.invalid> - 2015-09-08 08:28 +0200
Re: Schneller, weiter, höher Thomas Heger <ttt_heg@web.de> - 2015-09-08 08:59 +0200
Re: Schneller, weiter, höher Christoph Müller <chrnewsgroup@astrail.de> - 2015-09-08 10:37 +0200
Re: Schneller, weiter, höher Stefan Engler <Lehrerfreund@web.de> - 2015-09-08 02:52 -0700
Re: Schneller, weiter, höher Christoph Müller <chrnewsgroup@astrail.de> - 2015-09-08 13:56 +0200
Re: Schneller, weiter, höher Sieghard Schicktanz <Sieghard.Schicktanz@SchS.de> - 2015-09-08 21:52 +0200
Re: Schneller, weiter, höher Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2015-09-20 22:34 +0200
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Re: Schneller, weiter, höher Klaus Butzmann <k.butzmann.usenet@online.de> - 2015-09-23 00:36 +0200
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Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Albrecht Mehl <invalid@invalid.invalid> - 2015-09-09 17:49 +0200
Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Matthias Weingart <mwnews@pentax.boerde.de> - 2015-09-10 09:53 +0000
Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Albrecht Mehl <invalid@invalid.invalid> - 2015-09-10 17:14 +0200
Re: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Siegfried Schmidt <usenet-59@shivasoft.de> - 2015-09-10 16:10 +0000
Re: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Axel_Berger@b.maus.de (Axel Berger) - 2015-09-10 22:40 +0200
Re: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Siegfried Schmidt <usenet-59@shivasoft.de> - 2015-09-11 12:58 +0000
Re: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Franz Glaser <franz@meg-glaser.com> - 2015-09-11 15:34 +0200
Re: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Ewald Pfau <anderswo@gmx.net> - 2015-09-11 14:40 +0000
Re: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Franz Glaser <franz@meg-glaser.com> - 2015-09-11 17:26 +0200
Re: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Franz Glaser <franz@meg-glaser.com> - 2015-09-11 17:33 +0200
Re: Enttäuschung Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Ewald Pfau <anderswo@gmx.net> - 2015-09-11 18:06 +0000
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Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Albrecht Mehl <invalid@invalid.invalid> - 2015-09-21 08:32 +0200
Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Wolfgang Kynast <wky@gmx.de> - 2015-09-21 18:23 +0200
file-upload Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Albrecht Mehl <invalid@invalid.invalid> - 2015-09-22 17:22 +0200
Re: file-upload Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Axel_Berger@b.maus.de (Axel Berger) - 2015-09-22 21:51 +0200
Re: file-upload Re: Ernst der Lage Re: Schneller, weiter, höher Wolfgang Kynast <wky@gmx.de> - 2015-09-23 00:47 +0200
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