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| Started by | Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> |
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| First post | 2021-09-09 07:16 +0000 |
| Last post | 2021-09-09 12:06 +0000 |
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SZ Interview zu Sex Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2021-09-09 07:16 +0000
Re: SZ Interview zu Sex Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2021-09-09 09:49 +0200
Re: SZ Interview zu Sex Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2021-09-09 12:35 +0000
Re: SZ Interview zu Sex Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2021-09-09 13:00 +0000
Re: SZ Interview zu Sex Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2021-09-09 06:07 -0700
Re: SZ Interview zu Sex Gerald Gruner <gerald314@yahoo.de> - 2021-09-09 22:53 +0200
Re: SZ Interview zu Sex Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2021-09-10 01:31 +0200
Re: SZ Interview zu Sex Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2021-09-12 20:17 +0200
Re: SZ Interview zu Sex Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2021-09-12 13:15 -0700
Re: SZ Interview zu Sex Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2021-09-13 07:36 +0000
Re: SZ Interview zu Sex Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2021-09-13 01:01 -0700
Re: SZ Interview zu Sex Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2021-09-12 13:55 -0700
Re: SZ Interview zu Sex Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2021-09-13 06:57 +0000
Re: SZ Interview zu Sex Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2021-09-13 07:04 +0000
Re: SZ Interview zu Sex Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2021-09-13 00:08 -0700
Re: SZ Interview zu Sex Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2021-09-13 12:22 +0200
Re: SZ Interview zu Sex Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2021-09-09 06:01 -0700
Re: SZ Interview zu Sex Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2021-09-09 19:20 +0200
Re: SZ Interview zu Sex Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2021-09-09 18:03 +0000
Re: SZ Interview zu Sex Gerhard Hoffmann <dk4xp@arcor.de> - 2021-09-12 22:28 +0200
Re: SZ Interview zu Sex Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2021-09-09 01:40 -0700
Re: SZ Interview zu Sex Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2021-09-09 11:37 +0200
Re: SZ Interview zu Sex Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2021-09-09 04:35 -0700
Re: SZ Interview zu Sex Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2021-09-09 12:14 +0200
Re: SZ Interview zu Sex Mike Grantz <invalid@invalid.invalid> - 2021-09-09 12:49 +0200
Re: SZ Interview zu Sex Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2021-09-09 12:06 +0000
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| From | Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> |
|---|---|
| Date | 2021-09-09 01:40 -0700 |
| Message-ID | <9717f7bd-d179-49d2-8e6e-72469f24e9een@googlegroups.com> |
| In reply to | #517524 |
Dr. Joachim Neudert schrieb am Donnerstag, 9. September 2021 um 09:16:57 UTC+2: > Recht provokant, aber davon lebt sie ja offenbar > als Autorin. > > https://sz-magazin.sueddeutsche.de/liebe-und-partnerschaft/meike-stoverock-interview-90556 > > »Wie viel Sex stattfindet, bestimmt meistens die Frau« > Barbara Vorsamer > > Foto: istock/Adene Sanchez > »Zu jedem Topf passt ein Deckel«, heißt ein Sprichwort. Sie halten das für > falsch. Warum? > Meike Stoverock: Das Sprichwort behauptet, dass es für jeden Mann eine > Partnerin und für jede Frau einen Partner gibt. Aber das ist nicht so. > Weibchen wählen nur ganz bestimmte Männchen aus, die Mehrheit kommt nie zum > Zug. Female Choice heißt dieses Prinzip, wir sehen es bei den meisten > Tierarten - und beim Menschen. > > Erklären Sie doch bitte kurz, wie Female Choice funktioniert. > Weibchen investieren mehr in die Fortpflanzung als Männchen. Sie haben nur > eine begrenzte Zahl an Eizellen, Männchen können ihr Leben lang Unmengen an > Samenzellen produzieren. Nach der Befruchtung muss der Körper der Mutter > einen hohen Energieaufwand betreiben, um den Nachwuchs zur Welt zu bringen. Hierzu siehe unten. > Für das Männchen ist die Fortpflanzung nach dem Geschlechtsverkehr im > Prinzip erledigt. Wenn sich also ein Männchen mit einem unpassenden > Weibchen paart, ist nicht viel verloren. Für Weibchen ist das Risiko > ungleich größer. Deswegen wurden sie im Laufe der Evolution immer > wählerischer. > > Und das wollen Sie wirklich auf die Menschen übertragen? Die Frau, die sich > ziert, und der Mann, der wahllos alles begattet – klingt nach Klischees, > die wir längst überwunden haben. > Haben wir eben nicht. Politik, Kirche und Gesellschaft haben zwar über > Jahrtausende das Modell der monogamen Ehe propagiert und den Frauen > sämtliche Rechte entzogen. Trotzdem hatten die Männer weiter das Gefühl, > dass zumindest sexuell die Frau weiter das Sagen hat. Und damit haben sie > auch Recht! Welcher und wie viel Sex stattfindet, bestimmt meistens die > Frau. Das sind keine Klischees, das ist Biologie. > > > Meike Stoverock ist promovierte Biologin, sie lebt und arbeitet als Autorin > in Berlin. 2021 erschien ihr Sachbuch Female Choice - Vom Anfang und Ende > der männlichen Zivilisation im Tropen Verlag. Außerdem betreibt sie unter > www.fraumeike.de ein Blog. > Foto: Annette Hauschild/Ostkreuz > > > Wann und warum haben die Menschen dann die Ehe erfunden, wenn sie doch so > gar nicht zu unserer Natur passt? > Entscheidend waren der Beginn der Sesshaftigkeit und die Erfindung des > Landbesitzes. Durch Schwangerschaften und Stilltätigkeit waren Frauen nicht > im selben Maße wie Männer in der Lage, sich diese Ressourcen zu erarbeiten, > zudem haben Männer es ihnen sehr schnell verboten. Von da an gab es für > Frauen nur noch eine Möglichkeit, einen gewissen Status zu erhalten: die > Verbindung mit einem Mann. Vor dem Aufkommen der genetischen Abstammungstests war das aber die effektivste Methode, eine, nicht zwingend die biologisch effektive, Vaterschaft festzustellen. Wie war das gleich noch mit den Ressourcen? In der Schwangerschaft bzw.Stillzeit und während der Kindererziehung gibt es da gewisse körperliche Einschränkungen bzw. Erschwernisse bei nicht funktionierendem Multitasking. Eine verheiratete Frau wußte, wer sie und ihre Kinder versorgen würde, modulo Arbeitsunfähigkeit/Alkoholismus/Tod des Gatten. > Diese wirtschaftliche Abhängigkeit der Frauen > sehen wir bis heute und sie ist menschengemacht. Männergemacht. > > Welchen Vorteil hatte das für Männer? > So hat jeder eine abgekriegt. Weil eine Frau einen Mann brauchte, um etwas > wert zu sein und in Frieden leben zu können, gleichzeitig aber jeder Mann > nur eine Frau offiziell > haben durfte, wurden am Ende auch jene Männer erwählt, die > natürlicherweise leer ausgegangen wären. > > »Sehr viele Männer können bei Frauen einfach nicht landen und das ist eine > Gefahr für den gesellschaftlichen Frieden« > > Warum gehen Männer leer aus? Das Verhältnis ist ungefähr 1:1, egal, wer > auswählt. > So funktioniert Evolution. Nur die Männchen mit den besten > Überlebenschancen, nur starke, geschickte, gesunde Männchen können ihre > Gene weitergeben, das macht eine Art erfolgreich und widerstandfähig. > Einige der anderen Männchen finden Alternativstrategien, sind so lange ein > hilfsbereiter Freund, bis sie auch mal ran dürfen, oder tauschen begehrte > Güter gegen Sex, aber generell haben die Weibchen eben sehr hohe Ansprüche. > > Und wie wird man zum Alphamännchen? > Keine Frage stellen mir Männer öfter. Aber da gibt es keine gute Antwort, > zudem vermischen sich beim Menschen biologische, wirtschaftliche, > kulturelle Faktoren. Ein gut belegter Faktor ist die Körpergröße, große > Männer haben bessere Chancen bei Frauen als kleine. Aber natürlich gibt es > auch große Singles und kleine Womanizer. Fest steht nur: Sehr viele Männer > können bei Frauen einfach nicht landen und das ist eine Gefahr für den > gesellschaftlichen Frieden. > > Warum? > Männchen, die allein sind, machen immer Probleme, auch im Tierreich. Sie > sind frustriert, werden aggressiv, lassen ihren Ärger an schwächeren Tieren > oder anderen Arten aus. Die Entsprechung beim Menschen sind die Incels. > > Was sind Incels? > Das ist eine Abkürzung für »involuntary celibates«, also Männer, die > unfreiwillig zölibatär leben. Die haben sich in den vergangenen Jahren > verstärkt im Internet zusammengeschlossen und radikalisiert. Diese > sogenannte Manosphere ist ein riesiges Problem für eine freie Gesellschaft, > nicht nur weil es in diesem Umfeld immer häufiger zu Gewalttaten kommt. > Auch die Gefolgschaft von rechtsextremen Parteien speist sich aus diesem > Pool von unbefriedigten Männern. > > Wollen Sie damit sagen, dass es rechten Parteien um Sex geht? > Ja! Schauen Sie sich die Parteiprogramme mal an. Im Kern geht es darum, die > Kontrolle über das Gebärverhalten der Frauen wieder zu erlangen, Verhütung, > Ehe und Abtreibung sind immer Thema. Rechtspopulistische Parteien > propagieren ein konservatives Weltbild, halten wenig von sexueller > Selbstbestimmung, wollen Ehe und Familie stärken und Einwanderung > begrenzen. Für Incels ist das ein Versprechen auf Sex. Sex, von dem sie > glauben, dass er ihnen zusteht. > > Wie könnte man das lösen? > Auf keinen Fall, indem man die gerade neu erwachende sexuelle Freiheit von > Frauen wieder einschränkt. Stattdessen muss man künftigen Generationen von > Männern beibringen, was das für sie bedeutet: Nämlich, dass viele von ihnen > alleine bleiben werden. Es gibt nette Männer, hübsche Männer, erfolgreiche > Männer, die trotzdem nie oder nur selten von Frauen erwählt werden. > > »Es könnte viel individuelles Leid verhindern, wenn wir schon unseren > Kindern beibringen, dass eine lebenslange, monogame Beziehung nicht der > Schlüssel zum Glück ist« > > Was könnten diese Männer tun, um doch erwählt zu werden? > Nichts! Genau darum geht es mir. Ein Mann kann ein Super-Typ sein und > trotzdem Single, das ist normal, das ist die Biologie. Das Narrativ, dass > mit jemandem ohne Partnerin irgendwas nicht ganz stimmen kann, muss weg. > Alleinstehende Männer werden nicht direkt zu frauenhassenden Sonderlingen. > Die Gesellschaft macht sie dazu, wenn wir ihnen andauernd das > kulturalistische »Jeder Topf findet seinen Deckel«-Märchen erzählen. Dann > beginnen sie, an ihrer Männlichkeit und ihrem Selbstwert zu zweifeln und > eine Anspruchshaltung zu entwickeln, die im Extremfall zu sexueller Gewalt > führt. Es könnte viel individuelles Leid verhindern, wenn wir schon unseren > Kindern beibringen, dass eine lebenslange, monogame Beziehung nicht der > Schlüssel zum Glück ist. > > Für die einsamen Männer, die es schon gibt, kommt diese Botschaft zu spät. > Wie müsste die Gesellschaft mit ihnen umgehen? > Zuerst mal anerkennen, dass Sexualität ein Grundbedürfnis ist. Man kann von > diesen Männern nicht verlangen, mit ihrer Einsamkeit einfach mal > klarzukommen. Stattdessen müssen wir Wege finden, wie sich deren sexuelle > Bedürfnisse erfüllen lassen, ohne die Freiheit irgendeiner Frau dafür > einzuschränken. > > Und wie soll das gehen? > Eine Möglichkeit ist die Entstigmatisierung homosexueller Handlungen. Das > sieht man tatsächlich auch im Tierreich, dass unterlegene Männchen ihren > Trieb aneinander befriedigen. Jetzt hätte sie mal etwas zu Männer- und Frauengefängnissen sagen können, aber sie ist ja nicht Soziologin. > Außerdem sehe ich Potential in Sexpuppen und > Sexrobotern. Schon jetzt gibt es eine kleine Community von Männern, die mit > diesen Gegenständen zusammenleben, als wären es Menschen. Umfragen zufolge > kann sich jeder vierte Mann Sex mit einem Roboter vorstellen, immerhin > sechs Prozent halten es für möglich, sich in ein Gerät zu verlieben. > > Gibt es auch Frauen, die mit männlichen Sexrobotern zusammenleben? > Sicher, es gibt alles. Auch der Begriff »Incel« wurde ursprünglich von > einer Frau erfunden, die ein Forum für unfreiwillige Singles ins Leben > gerufen hat. Dieses Forum wurde aber innerhalb kürzester Zeit von Männern > geflutet, weil die Verteilung bei Menschen ohne Sexpartner nun mal so > ungleich ist. Bzw. weil Frauen vieleicht nicht so gut mit dem Auftreten von Männern im Forum zurechtkamen. > Eine Frau, die unbedingt Sex haben möchte, findet einen > Partner dafür, egal wie alt sie ist, egal wie sie aussieht. Kann sein, dass > sie nicht den Mann bekommt, den sie gerne hätte, aber wenn es ihr einfach > nur darum geht, mit irgendjemandem ihren Trieb zu befriedigen, dann wird > ihr das gelingen. Nicht, wenn alle Männer in der Umgebung der alten, unattraktiven Frau nüchtern bleiben. > Bei Männern ist das nicht so. Jedenfalls wenn alle Frauen in ihrer Umgebung nüchtern und unzugekifft bleifen. > Es gibt immer viel mehr > unbefriedigte Männer als unbefriedigte Frauen, das sieht man auch in der > Prostitution. Das weiß ich nicht, ob die Sexarbeiterinnen da Befriedigung erfahren. > Der Mann muss zahlen. > > Es gibt auch männliche Sexarbeiter und Freierinnen. > Jaja, das ist das Problem bei diesem Thema. Man kann keine Debatte führen, > ohne dass jemand schreit: Aber es gibt auch Frauen, die...! Wer auf Gleichberechtigung herumreitet, wird sie sich auch gefallen lassen müssen. > Nicht alle > Männer... ! Dank des Feminismus hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass > Frauen in vielen Bereichen dasselbe können und machen und wissen wie die > Männer. Dabei ist leider aus dem Blick geraten, dass es in der Häufigkeit > dieser Phänomene mitunter riesige Unterschiede gibt. > > Sie glauben, dass die Female Choice gerade zurückkommt. Woran machen Sie > das fest? > Zum Beispiel an den Scheidungsstatistiken. Es sind mehrheitlich die Frauen, > die Beziehungen beenden, am häufigsten nach sechs, sieben Jahren. Da > vermischen sich das biologische und das gesellschaftliche Skript. Bevor die > Menschen sesshaft wurden, haben sich Frauen nach jedem Kind einen neuen > Partner gesucht. Heute hält man noch ein bisschen durch, wenn die Frau das > sexuelle Interesse an ihrem Partner verliert. Doch der Zeitpunkt ist noch > recht nah am natürlichen Rhythmus. Noch deutlicher ist Female Choice auf > Datingplattformen zu sehen. Auf Tinder muss ein Mann im Schnitt 115 Mal > nach rechts wischen, bis er ein Match bekommt. Männer finden durch die Bank > die Fotos von Frauen attraktiver als andersherum. Die Unterschiede sind so > drastisch, dass man sie meiner Meinung nach nicht allein mit > gesellschaftlicher Stereotypisierung erklären kann. Das ist unser > evolutionäres Erbe. Was passiert, wenn Frauen die Wahlfreiheit > zurückbekommen, zeigen auch Geburtsstatistiken aus Norwegen. Norwegen ist > ein sehr fortschrittliches Land, die Kinderbetreuung ist super, Frauen > werden fair bezahlt, sind mehrheitlich berufstätig. Dort hat die Zahl der > kinderlosen Männer in den vergangenen 30 Jahren von 13 auf heute 23 Prozent > zugenommen. Im selben Zeitraum hat sich der Anteil der kinderlosen Frauen > kaum verändert. > > Gleichberechtigung führt also gar nicht dazu, dass Frauen keine Kinder mehr > kriegen - sondern dazu, dass mehr Männer keine Väter werden? > Die Zahlen zeigen das, ja. > > Wie kommt es dazu? > Wenn Frauen frei entscheiden können, suchen sie sich häufig Männer aus, die > schon mit einer anderen Frau Kinder bekommen haben. So werden manche Männer > mehrfach »recycelt«, während andere nie drankommen. Immer öfter ziehen > Frauen ihre Kinder dann alleine groß, und sie tun das trotz der immensen > finanziellen Benachteiligung Ist ja nicht so, daß die Kindsväter nicht beigezogen würden. Gut, wenn von Frauen solche mit fehlender wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit präferiert werden, darf Vater Staat mit Unterhaltsvorschuß aushelfen. Auch das ist weniger, als ein besserverdienender Einzelkindsvater zu zahlen hätte. Sollten ihm mehrere Frauen die Eigenschaft 'Kindsvater' verliehen haben und eher nicht extrem gut verdienen, laufen die Kinder sehr schnell in den Mangelfall. > und des gesellschaftlichen Stigmas, unter dem > Alleinerziehende immer noch leiden. Hätten wir echte Gerechtigkeit, gäbe es > noch viel mehr Männer ohne Partnerin. > > Kann unser gesellschaftliches Ideal der lebenslangen, monogamen > Liebesbeziehung mit freien Frauen überhaupt funktionieren? > Ich halte es für sehr schwierig. Natürlich können alle nach ihrer Fasson > glücklich werden, aber jede Frau sollte sich vor Augen führen, warum dieses > Ideal überhaupt existiert, und hinterfragen, warum sie den Wunsch danach > hat. Und wenn sie in einer Langzeitbeziehung ist und sexuelle Probleme > auftreten, sollte sie sich klarmachen, dass das nicht ihr individuelles > Scheitern ist, sondern vollkommen normal. Viele Frauen begehren nicht > jahrelang denselben Mann. > > »Es sollte endlich okay sein, wenn eine Frau vier Kinder von vier Männern > hat. Oder gar kein Kind, aber eine Affäre nach der anderen« > > Und Männer schon? Ich dachte, gerade Männer haben das Interesse daran, > ihren Samen weit zu streuen, um auch mal ein Klischee aus der Biologie > einzuwerfen. > Männer wollen vor allem Sex haben. Solange sie ihren Trieb regelmäßig > befriedigen können, ist alles in Ordnung und sie bleiben ihrer Partnerin > treu. Es sind die Frauen, die das Interesse verlieren. Dann schläft das > Sexleben sein, der Mann geht fremd, sie regt Paartherapie an, kauft sich > sexy Lingerie und nimmt womöglich Medikamente, um ihre Libido wieder > anzukurbeln – anstatt einfach zu ihrem Partner zu sagen: Ich habe keine > Lust mehr auf dich. > > Und dann? > Geht man auseinander! Sucht sich jemand anderen. Oder man öffnet die > Partnerschaft, sucht sich Geliebte oder geht zu Prostituierten. Wie es eben > passt. Es sollte endlich okay sein, wenn eine Frau vier Kinder von vier > Männern hat. Angenommen, die werden alle von der Mutter erzogen. Da gibt es doch etwas Streß mit den Vaterfiguren. Gut, manche Mütter machenStreß, wenn der Kindsvater aucherziehen will, andere, wenn er das nicht will. Genügend zeitlicher Abstandbei denKindern ist nicht machbar. > Oder gar kein Kind, aber eine Affäre nach der anderen. > > Aber es gibt Paare, die jahrzehntelang glücklich miteinander sind. Wie > machen die das? > Ich bezweifle, dass alle, die lange zusammen sind, auch ein lebendiges > Sexualleben haben. Manche machen nicht mehr als durchhalten. > > Vielleicht ist ihnen auch der Sex nicht so wichtig und sie legen mehr Wert > auf gemeinsame Interessen, gute Gespräche, Humor. > Wunderbar, solange alle damit glücklich sind. Meine Beobachtung ist aber, > dass die romantische Liebe ein derart mächtiges Ideal ist Vielleicht ist sie nur nicht sonderlich bindungsfähig? Dafür kann es verschiedene Gründe geben. Und Deckel auf den Mann? Bitte wie? Denke, die Interviewte ist Biologin?
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| From | Lars Gebauer <lgebauer@live.de> |
|---|---|
| Date | 2021-09-09 11:37 +0200 |
| Message-ID | <shckk7$fo0$1@dont-email.me> |
| In reply to | #517524 |
Am 09.09.2021 um 09:16 schrieb Dr. Joachim Neudert:
> »Zu jedem Topf passt ein Deckel«, heißt ein Sprichwort. Sie halten das für
> falsch. Warum?
> Meike Stoverock: Das Sprichwort behauptet, dass es für jeden Mann eine
> Partnerin und für jede Frau einen Partner gibt. Aber das ist nicht so.
Doch, das ist so. Nur kann man daraus nicht ableiten, daß jede/r schon
seine/n Partner/in gefunden hat oder auch finden wird. Manche bleiben
halt ihr Leben lang auf der Suche.
> Weibchen wählen nur ganz bestimmte Männchen aus, die Mehrheit kommt nie zum
> Zug. Female Choice heißt dieses Prinzip, wir sehen es bei den meisten
> Tierarten - und beim Menschen.
Soso. Female Choice heißt das also.
Eigentlich[tm] bin ich schon seit sehr vielen Jahren ein Anhänger dieser
Theorie - aber bis eben wußte ich gar nicht, daß es dafür auch einen
Namen gibt. Ger.ct bildet.
Aber auch wenn ich es im Grunde für richtig halte sollte man den Fehler
vermeiden, es zu biologistisch zu sehen. Natürlich spielt die Biologie
auch beim Menschen eine sehr große Rolle - aber es gibt eben auch noch
sozio-kulturelle Faktoren, die ebenfalls ziemlichen Einfluß haben. Es
ist nicht nur "reine" Biologie. (Das unterscheidet Menschen von Tieren.)
> Wann und warum haben die Menschen dann die Ehe erfunden, wenn sie doch so
> gar nicht zu unserer Natur passt?
> Entscheidend waren der Beginn der Sesshaftigkeit und die Erfindung des
> Landbesitzes. Durch Schwangerschaften und Stilltätigkeit waren Frauen nicht
> im selben Maße wie Männer in der Lage, sich diese Ressourcen zu erarbeiten,
> zudem haben Männer es ihnen sehr schnell verboten. Von da an gab es für
> Frauen nur noch eine Möglichkeit, einen gewissen Status zu erhalten: die
> Verbindung mit einem Mann.
Das ist, fast immer, Käse. In früheren Zeiten bedeutete "Arbeit" fast
immer schwere körperliche Arbeit, zu der Frauen einfach nicht in der
Lage waren. Daraus ergab sich ganz zwangsläufig eine ganz natürliche
Arbeitsteilung. Da brauchte niemend etwas "zu verbieten".
> Diese wirtschaftliche Abhängigkeit der Frauen
> sehen wir bis heute und sie ist menschengemacht. Männergemacht.
Nö.
> Warum gehen Männer leer aus? Das Verhältnis ist ungefähr 1:1, egal, wer
> auswählt.
> So funktioniert Evolution. Nur die Männchen mit den besten
> Überlebenschancen, nur starke, geschickte, gesunde Männchen können ihre
> Gene weitergeben, das macht eine Art erfolgreich und widerstandfähig.
Allerdings ist das nicht die alleinige Erklärung. Es gibt viel zu viele
Gegenbeispiele.
> Und wie wird man zum Alphamännchen?
> Keine Frage stellen mir Männer öfter. Aber da gibt es keine gute Antwort,
> zudem vermischen sich beim Menschen biologische, wirtschaftliche,
> kulturelle Faktoren.
E-ben!
> Wollen Sie damit sagen, dass es rechten Parteien um Sex geht?
> Ja! Schauen Sie sich die Parteiprogramme mal an. Im Kern geht es darum, die
> Kontrolle über das Gebärverhalten der Frauen wieder zu erlangen, Verhütung,
> Ehe und Abtreibung sind immer Thema. Rechtspopulistische Parteien
> propagieren ein konservatives Weltbild, halten wenig von sexueller
> Selbstbestimmung, wollen Ehe und Familie stärken und Einwanderung
> begrenzen. Für Incels ist das ein Versprechen auf Sex. Sex, von dem sie
> glauben, dass er ihnen zusteht.
Quatsch. Umgekehrt könnte man argumentieren daß die, die mehr sexuelle
Freiheit propagieren, das in der Hoffnung tun, selbst endlich mal eine/n
abzukriegen.
> Und wie soll das gehen?
> Eine Möglichkeit ist die Entstigmatisierung homosexueller Handlungen. Das
> sieht man tatsächlich auch im Tierreich, dass unterlegene Männchen ihren
> Trieb aneinander befriedigen.
Barer Unsinn. Als ob Homosexualität eine irgendwie geartete
Ersatzhandlung wäre.
--
"Is' ohne Frühstück."
--Sunny
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| From | Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> |
|---|---|
| Date | 2021-09-09 04:35 -0700 |
| Message-ID | <f00240a2-0cdc-49fe-a802-37dde235e0b8n@googlegroups.com> |
| In reply to | #517557 |
Lars Gebauer schrieb am Donnerstag, 9. September 2021 um 11:37:12 UTC+2: > Am 09.09.2021 um 09:16 schrieb Dr. Joachim Neudert [zitierend]: > > Wann und warum haben die Menschen dann die Ehe erfunden, wenn sie doch so > > gar nicht zu unserer Natur passt? > > Entscheidend waren der Beginn der Sesshaftigkeit und die Erfindung des > > Landbesitzes. Durch Schwangerschaften und Stilltätigkeit waren Frauen nicht > > im selben Maße wie Männer in der Lage, sich diese Ressourcen zu erarbeiten, > > zudem haben Männer es ihnen sehr schnell verboten. Von da an gab es für > > Frauen nur noch eine Möglichkeit, einen gewissen Status zu erhalten: die > > Verbindung mit einem Mann. > Das ist, fast immer, Käse. In früheren Zeiten bedeutete "Arbeit" fast > immer schwere körperliche Arbeit, zu der Frauen einfach nicht in der > Lage waren. Frauen wurde nicht selten schwere Haus- und Feldarbeit zugemutet, und ob die Männer dann noch schwerere oder leichtere Arbeiten übernahmen, war deren Entscheidung. > Daraus ergab sich ganz zwangsläufig eine ganz natürliche > Arbeitsteilung. Da brauchte niemend etwas "zu verbieten". Trotzdem gab es solche Verbote, ganz ohne "Anführungszeichen". So durften mit Wagenführerinnen besetzte Straßenbahnen aus dem sowjetischen Sektor Berlins nicht in die Westsektoren fahren.
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| From | Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> |
|---|---|
| Date | 2021-09-09 12:14 +0200 |
| Message-ID | <shctrq.1vk.1@privat.lahls.de> |
| In reply to | #517524 |
*Dr. Joachim Neudert* schrieb: > https://sz-magazin.sueddeutsche.de/liebe-und-partnerschaft/meike-stoverock-interview-90556 > > Meike Stoverock: Das Sprichwort behauptet, dass es für jeden Mann eine > Partnerin und für jede Frau einen Partner gibt. Aber das ist nicht so. > Weibchen wählen nur ganz bestimmte Männchen aus, die Mehrheit kommt nie zum > Zug. Female Choice heißt dieses Prinzip, wir sehen es bei den meisten > Tierarten - und beim Menschen. > > Erklären Sie doch bitte kurz, wie Female Choice funktioniert. > Weibchen investieren mehr in die Fortpflanzung als Männchen. Sie haben nur > eine begrenzte Zahl an Eizellen, Ja. Irgendetwas zwischen mehreren Hunderttausend und mehreren Millionen. > Männchen können ihr Leben lang Unmengen an Samenzellen produzieren. Was nötig ist, um überhaupt eine Befruchtung zu ermöglichen. > Nach der Befruchtung muss der Körper der Mutter > einen hohen Energieaufwand betreiben, um den Nachwuchs zur Welt zu bringen. > Für das Männchen ist die Fortpflanzung nach dem Geschlechtsverkehr im > Prinzip erledigt. ROFL. Möchte er, dass sein Nachwuchs gedeiht, muss er ihn und die Mutter Jahrelang mit Nahrung versorgen. Er muss seinen Aufwand bei der Nahrungsbeschaffung also verdreifachen. Nebenbei möchte die Dame und ihre Brut auch noch beschützt werden, wobei Sie wieder auf Ihn zeigt. Ich habe hier aufgehört zu lesen... -- bis denne
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| From | Mike Grantz <invalid@invalid.invalid> |
|---|---|
| Date | 2021-09-09 12:49 +0200 |
| Message-ID | <shcor5$b71$1@dont-email.me> |
| In reply to | #517524 |
On 09.09.2021 09:16, Dr. Joachim Neudert wrote: > Es geht auch um Sexroboter, die hier schon öfter thematisiert wurden, > Partnerlosigkeit bei schwer vermittelbaren Männern . Hab mir vor ner Weile eine dieser hightech Realdolls aus Japan bestellt. Ausgefeilte AI, modernste Robotik. Wahnsinnig realistische Kunsthaut. Sie hat mich gefriendzoned.
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| From | Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2021-09-09 12:06 +0000 |
| Message-ID | <shctbu$pe8$1@solani.org> |
| In reply to | #517577 |
Mike Grantz <invalid@invalid.invalid> wrote: > On 09.09.2021 09:16, Dr. Joachim Neudert wrote: >> Es geht auch um Sexroboter, die hier schon öfter thematisiert wurden, >> Partnerlosigkeit bei schwer vermittelbaren Männern . > > Hab mir vor ner Weile eine dieser hightech Realdolls aus Japan bestellt. > Ausgefeilte AI, modernste Robotik. Wahnsinnig realistische Kunsthaut. > > Sie hat mich gefriendzoned. > Bitch... -- please forgive my iPhone typos
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