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"Kultur des Todes"

Started byDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
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Contents

  "Kultur des Todes" Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2024-04-06 08:31 +0000
    Re: "Kultur des Todes" "Wendelin Uez" <wuez@online.de> - 2024-04-06 11:53 +0200
      Re: "Kultur des Todes" Alfred <april@anon.invalid> - 2024-04-07 15:13 +0200
    Re: "Kultur des Todes" Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2024-04-06 13:58 +0200
    Re: "Kultur des Todes" Andreas Karrer <ak-4a@gmx.ch> - 2024-04-06 17:50 +0000
      Re: "Kultur des Todes" Goetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk> - 2024-04-06 19:26 +0100
        Re: "Kultur des Todes" Joerg Walther <joerg.walther@magenta.de> - 2024-04-07 10:31 +0200
          Re: "Kultur des Todes" "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2024-04-07 10:48 +0200
            Re: "Kultur des Todes" Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2024-04-07 11:07 +0200
              Re: "Kultur des Todes" "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2024-04-07 11:13 +0200
                Re: "Kultur des Todes" Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2024-04-07 11:21 +0200
          Re: "Kultur des Todes" Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2024-04-07 10:57 +0200
            Re: "Kultur des Todes" Michael Pachta <mipani@gmx.de> - 2024-04-07 11:20 +0200
              Re: "Kultur des Todes" Ulf.Kutzner@web.de (Ulf_Kutzner) - 2024-04-07 09:42 +0000
              Re: "Kultur des Todes" Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2024-04-07 12:04 +0200
              Re: "Kultur des Todes" Georg Gruber <g.gruber_hauwech@gmx.net> - 2024-04-07 12:06 +0200
                Re: "Kultur des Todes" Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2024-04-07 12:38 +0200
          Re: "Kultur des Todes" Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2024-04-07 13:28 +0200
            Re: "Kultur des Todes" Ulf.Kutzner@web.de (Ulf_Kutzner) - 2024-04-07 11:52 +0000
        Re: "Kultur des Todes" Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> - 2024-04-13 19:24 +0200
          Re: "Kultur des Todes" Ulf.Kutzner@web.de (Ulf_Kutzner) - 2024-04-13 17:43 +0000
          Re: "Kultur des Todes" Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2024-04-13 21:35 +0200
          Re: "Kultur des Todes" Goetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk> - 2024-04-13 21:59 +0100
            Re: "Kultur des Todes" Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2024-04-14 07:20 +0200
              Re: "Kultur des Todes" Goetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk> - 2024-04-14 11:56 +0100
                Re: "Kultur des Todes" Ulf.Kutzner@web.de (Ulf_Kutzner) - 2024-04-14 11:12 +0000
                  Re: "Kultur des Todes" Goetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk> - 2024-04-14 12:30 +0100
                Re: "Kultur des Todes" Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> - 2024-04-14 17:42 +0200
                  Re: "Kultur des Todes" Goetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk> - 2024-04-14 17:06 +0100
                  Re: "Kultur des Todes" Carlo XYZ <carloxyz@invalid.invalid> - 2024-04-14 18:28 +0200
                    Re: "Kultur des Todes" Joerg Walther <joerg.walther@magenta.de> - 2024-04-14 18:34 +0200
                      Re: "Kultur des Todes" Carlo XYZ <carloxyz@invalid.invalid> - 2024-04-14 18:48 +0200

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#618595 — "Kultur des Todes"

FromDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
Date2024-04-06 08:31 +0000
Subject"Kultur des Todes"
Message-ID<uur199$6rbm$1@solani.org>
"Es ist ein trauriges Ritual, und das schon seit anderthalb Jahrzehnten:
Die italienische Statistikbehörde veröffentlicht ihren Jahresbericht zur
Bevölkerungsentwicklung und meldet einen Negativrekord. Im vergangenen Jahr
wurden in Italien rund 379.000 Kinder geboren, so wenige wie noch nie seit
der nationalen Einheit von 1861. Selbst zu Krisen- und Kriegszeiten war es
nicht so dramatisch. 1918 wüteten in Europa der Erste Weltkrieg und die
Spanische Grippe, Italien verzeichnete 640.000 Geburten.
In den 1960er-Jahren überstieg die Zahl der jährlichen Geburten die
Millionen-
grenze. Schon die Hälfte dieses Spitzenwerts würde heute als großer Erfolg
im Kampf gegen die Schrumpfung der Bevölkerung gefeiert.
Päpste sind als Bischöfe von Rom in besonderer Weise geistliche Oberhirten
der Italiener. Franziskus beklagt regelmäßig den „demographischen Winter"
im Land. Bei einem Treffen mit Wirtschaftsführern im Vatikan hat er
kürzlich den Italienern das Kinderkriegen als „patriotische Aufgabe" in das
nationale Gewissen geredet. Das hat den Unternehmern, die um den Nachschub
an Arbeitskräften bangen, ebenso gefallen wie der konservativen Regierung
von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni.
Die versucht mit Zuschüssen und Steuerermäßigungen ihren Landsleuten - auch
den zugewanderten - Mut zur Familiengründung und -vergrößerung zu machen.
Ahnlich schlecht wie Italien geht es weiteren Ländern im Süden Europas wie
Spanien und Portugal. In der Mitte ist es kaum besser. Die Skandinavier
stehen noch am besten da.
Viel wird darüber gestritten, ob Fördermaßnahmen die
Bevölkerungsentwicklung nachhaltig beeinflussen können. In den USA gibt es
nur kargen staatlichen Mutterschutz und schon gar kein Elterngeld, und doch
bekommen dort Frauen - auch berufstätige - durchschnittlich mehr Kinder als
in Europa. Und den vergreisenden
Kontinentaleuropäern beweisen ausgerechnet die Briten sowie die Schweizer,
dass es außerhalb der EU ein Leben gibt, eines mit wachsender Bevölkerung
dazu.
Papst Johannes Paul II. hat schon vor drei Jahrzehnten prophetisch über den
Umgang mit dem Gottesgeschenk des Lebens im vorgeblich christlichen
Abendland gesprochen. In seiner Enzyklika „Evangelium vitae" (Evangelium
des Lebens) von 1995 beklagte er eine „Kultur des Todes", die dann um sich
greife, wenn sich „das einzelne Individuum zum Absoluten erhebt" Und wenn
dieses Individuum auf der Grundlage vermeintlich wissenschaftlicher
Prognosen glaubt, die Zahl der „zulässigen" Leben auf der Welt begrenzen zu
müssen.

1968 war das Buch „Die Bevölkerungsbombe"berschienen, in welchem der
amerikanische Biologe Paul R. Ehrlich vor Hungersnöten biblischen Ausmaßes
warnte, sollte die explosive Zunahme der Weltbevölkerung nicht bald
gestoppt werden. Vier Jahre später zeigte der Club of Rome der Menschheit
ihre „Grenzen des Wachstums" auf und malte den Teufel eines
„superexponentiellen" Bevölkerungswachstums und eines dramatischen
Wohlstandsverlusts an die Wand, der nur mit „perfekter" globaler
Geburtenkontrolle wieder ausgetrieben werden könne.
Heute leben acht Milliarden Menschen auf der Welt, die meisten von ihnen
wohlhabender als je zuvor.
Mutter Erde hat sich, in Tateinheit mit dem vernunftbegabten und
erfindungsreichen Menschen, resilienter erwiesen als von den
Untergangspropheten vorausgesagt.
Längst ist die Angst vor einer Übervölkerung der Erde der Sorge vor der
Überalterung der Gesellschaften gewichen. Sogar der kommunistische Kaiser
von China ermuntert sein Milliardenvolk wieder zum Kinderkriegen - nach
Jahrzehnten mörderischer Einkindpolitik, also der millionenfachen
Abtreibung weiblicher Föten, weil das einzige erlaubte Kind ein Sohn sein
sollte. Die wirksamsten Mittel der Geburtenkontrolle, so hat das letzte
halbe Jahrhundert gezeigt, sind neben der Verfügbarkeit einschlägiger
Verhütungsmittel wachsender Wohlstand, technologischer Fortschritt und die
volle Gleichberechtigung der Frau.
Und dazu Zukunftshoffnung und Gottvertrauen.
Wenn aber diese beiden letzten fehlen, schwingt das Pendel zurück - auf die
Seite der „Kultur des Todes".
Dieser öffnen Menschen und Gemeinschaften Tür und Tor, wenn ihnen das
religiöse Verständnis für das „Geschenk des Lebens" und das natürliche
Gefühl für die Gemeinschaft abhandenkommen. Es ist kein Zufall, dass es
säkularisierte Staaten des christlichen „Abendlandes" sind, in welchen der
Rückgang der Bevölkerung inzwischen als reale Gefahr für das Überleben -
vorab des Wohlfahrtsstaates - begriffen wird. In der vom Islam geprägten
Welt des „Morgenlandes" kennen selbst die inzwischen zu Wohlstand gelangten
Länder die Sorge vor dem Bevölkerungsrückgang nicht, weil es genug Kinder
und junge Menschen gibt."

FAZ Kommentar vom 6.4.2024 von Matthias Rüb.

-- 
please forgive my iPhone typos

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#618604

From"Wendelin Uez" <wuez@online.de>
Date2024-04-06 11:53 +0200
Message-ID<uur7es$217bv$4@dont-email.me>
In reply to#618595
Dieser Matthias Rüb muß einen sehr eingeschränkten Blick auf die Realität 
haben.

Alleine schon "Längst ist die Angst vor einer Übervölkerung der Erde der 
Sorge vor der Überalterung der Gesellschaften gewichen." zeigt seine 
Praxisferne - die Übervölkerung beispielsweise ist im wesentlichen ein Thema 
der Allgemeinheit, die Überalterung aber eins der Sozialfürsorge.

Und ausbleibende Geburten mit dem Tod in Verbindung zu setzen ist eher ein 
PR-Gag denn Ergebnis intensiven Nachdenkens. Von Kriegen und deren Folgen 
habe ich jetzt nichts gelesen.

Der Satz "Es ist kein Zufall, dass es säkularisierte Staaten des 
christlichen „Abendlandes" sind, in welchen der Rückgang der Bevölkerung 
inzwischen als reale Gefahr für das Überleben - vorab des 
Wohlfahrtsstaates - begriffen wird" zeugt ebenfalls von selektiver 
Wahrnehmung der Realität - einen Wohlfahrtsstaat in dem hierzulande 
wahrgenommenen Umfang gibt es im wesentlichen nur in den säkularisierten 
Staaten dieser Welt, die meisten anderen kümmern sich ja kaum um ihre Leute, 
und manche nutzen sie sogar als Schutzschild für ihre Umtriebe. Das mit dem 
fehlenden Zufall ist also ungewollt logisch, aber intellektuell eine 
Bruchlandung. 

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#618654

FromAlfred <april@anon.invalid>
Date2024-04-07 15:13 +0200
Message-ID<uuu65r$2q244$1@dont-email.me>
In reply to#618604
Wendelin Uez schrieb am 06.04.2024 :
> Dieser Matthias Rüb muß einen sehr eingeschränkten Blick auf die Realität 
> haben.
>
> Alleine schon "Längst ist die Angst vor einer Übervölkerung der Erde der 
> Sorge vor der Überalterung der Gesellschaften gewichen." zeigt seine 
> Praxisferne - die Übervölkerung beispielsweise ist im wesentlichen ein Thema 
> der Allgemeinheit, die Überalterung aber eins der Sozialfürsorge.
>
> Und ausbleibende Geburten mit dem Tod in Verbindung zu setzen ist eher ein 
> PR-Gag denn Ergebnis intensiven Nachdenkens. Von Kriegen und deren Folgen 
> habe ich jetzt nichts gelesen.
>
> Der Satz "Es ist kein Zufall, dass es säkularisierte Staaten des christlichen 
> „Abendlandes" sind, in welchen der Rückgang der Bevölkerung inzwischen als 
> reale Gefahr für das Überleben - vorab des Wohlfahrtsstaates - begriffen 
> wird" zeugt ebenfalls von selektiver Wahrnehmung der Realität - einen 
> Wohlfahrtsstaat in dem hierzulande wahrgenommenen Umfang gibt es im 
> wesentlichen nur in den säkularisierten Staaten dieser Welt, die meisten 
> anderen kümmern sich ja kaum um ihre Leute, und manche nutzen sie sogar als 
> Schutzschild für ihre Umtriebe. Das mit dem fehlenden Zufall ist also 
> ungewollt logisch, aber intellektuell eine Bruchlandung.

ack „superexponentiellen", "Mutter Erde" etc. würg.

Der ganze Beitrag ist nonsense.

Das da ist spannend:

KLIMA "Climate The Movie"
https://vimeo.com/924719370m

Climate: The Movie (The Cold Truth) ENG/ DE UT 21.3.2024,
Der Film enthält Interviews mit einer Reihe sehr prominenter
Wissenschaftler, darunter Professor Steven Koonin (Autor von
"Unsettled", ehemaliger Rektor und Vizepräsident von Caltech),
Professor Dick Lindzen (ehemaliger Professor für Meteorologie
in Harvard und am MIT), Professor Will Happer (Professor für
Physik in Princeton), Dr. John Clauser (Nobelpreisträger für
Physik im Jahr 2022), Professor Nir Shaviv (Racah Institute
of Physics), Professor Ross McKitrick (University of Guelph),
Willie Soon und einige andere. (...)
hier: https://www.youtube.com/watch?v=f4oFeRLhzmg

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#618612

FromHermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de>
Date2024-04-06 13:58 +0200
Message-ID<l7crnmFa5ibU1@mid.individual.net>
In reply to#618595
Am 06.04.24 um 10:31 schrieb Dr. Joachim Neudert:
> "Es ist ein trauriges Ritual,

Traurig?

> und das schon seit anderthalb Jahrzehnten:
> Die italienische Statistikbehörde veröffentlicht ihren Jahresbericht zur
> Bevölkerungsentwicklung und meldet einen Negativrekord. Im vergangenen Jahr
> wurden in Italien rund 379.000 Kinder geboren, so wenige wie noch nie seit
> der nationalen Einheit von 1861. Selbst zu Krisen- und Kriegszeiten war es
> nicht so dramatisch. 1918 wüteten in Europa der Erste Weltkrieg und die
> Spanische Grippe, Italien verzeichnete 640.000 Geburten.
> In den 1960er-Jahren überstieg die Zahl der jährlichen Geburten die
> Millionengrenze.
> Schon die Hälfte dieses Spitzenwerts würde heute als großer Erfolg
> im Kampf gegen die Schrumpfung der Bevölkerung gefeiert.

In Anbetracht zunehmender Umweltverschmutzung,
Leerfischen von Gewässer,
..
halte ich ein Schrumpfen der Bevölkerungszahl für
sinnvoll.
Ich vermute, der ökologischer Fußabdruck von Herrn Dr. Neudert
liegt über dem Sollwert einer mittleren dauerhaften Lebensstandard 
Erhaltung.

> Päpste sind als Bischöfe von Rom in besonderer Weise geistliche Oberhirten
> der Italiener. Franziskus beklagt regelmäßig den „demographischen Winter"
> im Land. Bei einem Treffen mit Wirtschaftsführern im Vatikan hat er
> kürzlich den Italienern das Kinderkriegen als „patriotische Aufgabe" in das
> nationale Gewissen geredet.

Beinchen  hoch, der Kaiser braucht Soldaten?
Ein Papst soll mal 3 Kinder pro Familie gefordert haben.

Die Folgen von zu vielen Kindern ist z.B. in Südamerika gut sichtbar,
wo für einen Teil der Bevölkerung Gewaltkriminalität
die Einkommensgrundlage ist.

Religion und viel Kinderkriegen sieht man
  z.B. in Gaza oder Afghanistan.

> Das hat den Unternehmern, die um den Nachschub
> an Arbeitskräften bangen, ebenso gefallen wie der konservativen Regierung
> von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni.

Für was wird das mehr an Arbeitskräften gebraucht?
Für Luxusgegenstände die Wartung brauchen? ..

> Kontinentaleuropäern beweisen ausgerechnet die Briten sowie die Schweizer,
> dass es außerhalb der EU ein Leben gibt, eines mit wachsender Bevölkerung
> dazu.

Wächst denn die Bodenfläche auch mit?

> Papst Johannes Paul II. hat schon vor drei Jahrzehnten prophetisch über den
> Umgang mit dem Gottesgeschenk des Lebens im vorgeblich christlichen
> Abendland gesprochen.

Was ist an Sex Gottesgeschenk?

> In seiner Enzyklika „Evangelium vitae" (Evangelium
> des Lebens) von 1995 beklagte er eine „Kultur des Todes", die dann um sich
> greife, wenn sich „das einzelne Individuum zum Absoluten erhebt"

Was soll das denn bedeuten?
Selber denken unerwünscht?

> Und wenn dieses Individuum auf der Grundlage vermeintlich wissenschaftlicher
> Prognosen glaubt, die Zahl der „zulässigen" Leben auf der Welt begrenzen zu
> müssen.

Die Katholiken in Irland habe eine Geburten Kontrolle durchgeführt
mit der Regelung:
Nur die Person, die den Hof erbt, darf heiraten und Nachwuchs bekommen

Einfach um zu verhindern, das eine weiter Hungersnot droht.
( wissenschaftlich erwiesen,
   das Gott im Notfall keine Nahrungsmittel vom Himmel regnen ließ)

  > 1968 war das Buch „Die Bevölkerungsbombe"berschienen, in welchem der
> amerikanische Biologe Paul R. Ehrlich vor Hungersnöten biblischen Ausmaßes
> warnte, sollte die explosive Zunahme der Weltbevölkerung nicht bald
> gestoppt werden. 

Hungersnöten biblischen Ausmaßes sind schon durch
Umweltzerstörungen in einigen Gegenden dieser angefangen.


> Vier Jahre später zeigte der Club of Rome der Menschheit
> ihre „Grenzen des Wachstums" auf und malte den Teufel eines
> „superexponentiellen" Bevölkerungswachstums und eines dramatischen
> Wohlstandsverlusts an die Wand, der nur mit „perfekter" globaler
> Geburtenkontrolle wieder ausgetrieben werden könne.

Die genaue Zahl lässt sich nicht angeben,
aber das Hungersnöte in Folge von Überbevölkerung
zu brutalen Kriegen führten, ist nicht neu.

Im katholischen  Südamerika sind es u.a. Bandenkriege.

> Heute leben acht Milliarden Menschen auf der Welt, die meisten von ihnen
> wohlhabender als je zuvor.
> Mutter Erde hat sich,

Mutter? Schon wieder eine gespenstische Personifizierung.
Die Erde ist eine toter Planet mit Leben auf der Oberfläche.

> in Tateinheit mit dem vernunftbegabten 

Putin, Trump Xi Kim ..

> und erfindungsreichen Menschen,

Wie zieht man Personen Geld aus der Tasche?
Wie täuscht man Personen mit Religion bzw.
  deren neu Varianten Werbung Fakes
Der Sadismus von Höllenqualen Vorstellungen ist einfallsreich.

> resilienter erwiesen als von den Untergangspropheten vorausgesagt.

Siehe Wassermangel im Irak, Iran, Somalia ..

> Längst ist die Angst vor einer Übervölkerung der Erde der Sorge vor der
> Überalterung der Gesellschaften gewichen.

Ein Rückgang der Bevölkerungszahlen findet ohnehin statt.
Über die Art gibt es noch Mitbestimmung.

Um derartige Probleme zu begegnen,
wäre die Frage nach Gesundheit ( Zucker, Tabak, Bewegung ..)
nach Konsumverteilung ( Pkw Vermeidung .. )
Bildung ( selber basteln statt smartphone datteln .. )
Roboter als Hilfskräfte
sachlich relevant.

Aber Atlas Network plant mit den Forderungen
- keine staatliche Reglementierung der Wirtschaft
- keine staatliche Sozialleistungen
- keinen staatlich verordneten Klimaschutz
letztlich die Wiedereinführung Sklaverei
mit schneller Entsorgung "unnützer" Personen ( Gaskammer )

> Sogar der kommunistische Kaiser
> von China ermuntert sein Milliardenvolk wieder zum Kinderkriegen - nach
> Jahrzehnten mörderischer Einkindpolitik, also der millionenfachen
> Abtreibung weiblicher Föten, weil das einzige erlaubte Kind ein Sohn sein
> sollte.

Und trotzdem hat China hohe Jugendarbeitslosigkeit,
was bei Nachwuchsmangel eigentlich nicht der Fall sein dürfte.

> Die wirksamsten Mittel der Geburtenkontrolle, so hat das letzte
> halbe Jahrhundert gezeigt, sind neben der Verfügbarkeit einschlägiger
> Verhütungsmittel wachsender Wohlstand, technologischer Fortschritt und die
> volle Gleichberechtigung der Frau.

Ich vermute, der "Pillenknick" war eigentlich der Fernseher
wo Neues nicht so langweilig war wie Wiederholungen im Ehebett.
Vielleicht war Pkw wichtiger als Nachwuchs.
Wenn ich durch die Straßen im Münchner Süden sehe,
sind Kinder eher selten, dafür brauchen herumstehende Pkw
viel Platz.

> Und dazu Zukunftshoffnung und Gottvertrauen.

Durch beten wächst kein Grashalm schneller.

> Wenn aber diese beiden letzten fehlen, schwingt das Pendel zurück - auf die
> Seite der „Kultur des Todes".

Wenn die Bevölkerung so weit zurück geht,
das wieder genug Platz in der Natur ist,
dürfte auch die Bevölkerung wieder wachsen.

> Dieser öffnen Menschen und Gemeinschaften Tür und Tor, wenn ihnen das
> religiöse Verständnis für das „Geschenk des Lebens" und das natürliche
> Gefühl für die Gemeinschaft abhandenkommen.

Religion lenkt ab von Lebensbedingungen des Nachwuchses.
Mit Religion kann man zwar von Hunger ablenken,
aber keinen Krümel Brot erzeugen.

> Es ist kein Zufall, dass es
> säkularisierte Staaten des christlichen „Abendlandes" sind, in welchen der
> Rückgang der Bevölkerung inzwischen als reale Gefahr für das Überleben -
> vorab des Wohlfahrtsstaates - begriffen wird.

> In der vom Islam geprägten
> Welt des „Morgenlandes" kennen selbst die inzwischen zu Wohlstand gelangten
> Länder die Sorge vor dem Bevölkerungsrückgang nicht, weil es genug Kinder
> und junge Menschen gibt."

Eher zu viel, die dann eventuell als einzige Hoffnung
  Räuberei vom Typ IS & Co haben.
In Tunesien ist die Demokratie gescheitert. Warum wohl?

Wie sieht der Wohlstand aus in vom Islam geprägten Länder
( mit Ausnahme von denen, die mit Öl- und Gaseinkommen
   "gefüttert" wurden)?

Es gab vielleicht toleranten Islam mit Wohlstand.

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#618618

FromAndreas Karrer <ak-4a@gmx.ch>
Date2024-04-06 17:50 +0000
Message-ID<slrnv132qk.13jnu.ak-4a@eternal-september.org>
In reply to#618595
* Dr  Joachim Neudert <neudert@5sl.org>:

FAZ:

> Viel wird darüber gestritten, ob Fördermaßnahmen die
> Bevölkerungsentwicklung nachhaltig beeinflussen können. In den USA gibt es
> nur kargen staatlichen Mutterschutz und schon gar kein Elterngeld, und doch
> bekommen dort Frauen - auch berufstätige - durchschnittlich mehr Kinder als
> in Europa. Und den vergreisenden
> Kontinentaleuropäern beweisen ausgerechnet die Briten sowie die Schweizer,
> dass es außerhalb der EU ein Leben gibt, eines mit wachsender Bevölkerung
> dazu.

Von den Briten weiss ich es nicht, aber in der CH wächst die
Bevölkerung praktisch nur wegen der Einwanderung. NZZ von heute:

  8 960 800 Personen leben in der Schweiz. Die Bevölkerung nahm
  vergangenes Jahr um 145 400 Personen zu. Das geht aus den neusten
  Daten des Bundesamts für Statistik (BfS) hervor. Die Bevölkerung
  ist demnach um 1,6 Prozent gewachsen, fast doppelt so schnell wie im
  Jahr 2022 und so markant wie seit Beginn der 1960er Jahre nicht mehr.

  Ohne fremde Hilfe würde die Schweiz aber stagnieren. Die
  Einwanderung war für 95 Prozent des Wachstums verantwortlich. Aus
  dem Inland wurde lediglich ein Plus (Anzahl Geburten minus Anzahl
  Todesfälle) von rund 8000 Personen registriert. Zwölf Kantone
  meldeten, dass bei ihnen mehr Menschen starben, als geboren wurden.

  Dafür verantwortlich ist die Geburtenrate, die auf ein Allzeittief
  gefallen ist: 1,33 Kinder pro Frau, so wenige wie nie zuvor. Bereits
  2022 lag die Fertilitätsrate bei historisch tiefen 1,38 Kindern pro
  Frau, nachdem sie zuvor jahrzehntelang bei 1,5 oder höher gelegen
  hatte.

 - Andi

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#618620

FromGoetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk>
Date2024-04-06 19:26 +0100
Message-ID<uus44g$27llb$1@dont-email.me>
In reply to#618618
On 06/04/2024 18:50, Andreas Karrer wrote:
> * Dr  Joachim Neudert <neudert@5sl.org>:
> 
> FAZ:
> 
>> Viel wird darüber gestritten, ob Fördermaßnahmen die
>> Bevölkerungsentwicklung nachhaltig beeinflussen können. In den USA gibt es
>> nur kargen staatlichen Mutterschutz und schon gar kein Elterngeld, und doch
>> bekommen dort Frauen - auch berufstätige - durchschnittlich mehr Kinder als
>> in Europa. Und den vergreisenden
>> Kontinentaleuropäern beweisen ausgerechnet die Briten sowie die Schweizer,
>> dass es außerhalb der EU ein Leben gibt, eines mit wachsender Bevölkerung
>> dazu.
> 
> Von den Briten weiss ich es nicht, aber in der CH wächst die
> Bevölkerung praktisch nur wegen der Einwanderung. NZZ von heute:

UK hat es sich ausgesucht - die wollen keine Zuwanderer. Siehe Brexit. 
Ob sich das negativ auszahlt, man wird sehen.

>    8 960 800 Personen leben in der Schweiz. Die Bevölkerung nahm
>    vergangenes Jahr um 145 400 Personen zu. Das geht aus den neusten
>    Daten des Bundesamts für Statistik (BfS) hervor. Die Bevölkerung
>    ist demnach um 1,6 Prozent gewachsen, fast doppelt so schnell wie im
>    Jahr 2022 und so markant wie seit Beginn der 1960er Jahre nicht mehr.
> 
>    Ohne fremde Hilfe würde die Schweiz aber stagnieren. Die
>    Einwanderung war für 95 Prozent des Wachstums verantwortlich. Aus
>    dem Inland wurde lediglich ein Plus (Anzahl Geburten minus Anzahl
>    Todesfälle) von rund 8000 Personen registriert. Zwölf Kantone
>    meldeten, dass bei ihnen mehr Menschen starben, als geboren wurden.
> 
>    Dafür verantwortlich ist die Geburtenrate, die auf ein Allzeittief
>    gefallen ist: 1,33 Kinder pro Frau, so wenige wie nie zuvor. Bereits
>    2022 lag die Fertilitätsrate bei historisch tiefen 1,38 Kindern pro
>    Frau, nachdem sie zuvor jahrzehntelang bei 1,5 oder höher gelegen
>    hatte.

Dafür hat man hier (Europaweit die Nummer 1, IIRC) die höchste Anzahl an 
Teenagerschwangerschaften/Müttern.

-- 

Cheers,
    G.

Quis custodiet ipsos custodes?
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   / \
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#618630

FromJoerg Walther <joerg.walther@magenta.de>
Date2024-04-07 10:31 +0200
Message-ID<c6m41j9ik3kdgkqp7qj5l4s860ha0tuc38@joergwalther.my-fqdn.de>
In reply to#618620
Goetz Schultz wrote:

>UK hat es sich ausgesucht - die wollen keine Zuwanderer. Siehe Brexit. 

Nur dass leztes Jahr doppelt so viele Zuwanderer ins Land gekommen sind
als vor dem Brexit, weil sie einfach gebraucht werden. Vor dem Brexit
kamen 300.000, gewollt waren 100.000, es kamen 745.000.

https://www.bpb.de/themen/migration-integration/laenderprofile/nordeuropa/541543/migration-im-vereinigten-koenigreich-nach-dem-brexit

Hat ja ganz toll geklappt.

-jw-
-- 
And now for something completely different...

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#618631

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2024-04-07 10:48 +0200
Message-ID<uutmle$84ns$1@solani.org>
In reply to#618630
Am 07.04.24 um 10:31 schrieb Joerg Walther:
> Goetz Schultz wrote:
> 
>> UK hat es sich ausgesucht - die wollen keine Zuwanderer. Siehe Brexit.
> 
> Nur dass leztes Jahr doppelt so viele Zuwanderer ins Land gekommen sind
> als vor dem Brexit, weil sie einfach gebraucht werden. Vor dem Brexit
> kamen 300.000, gewollt waren 100.000, es kamen 745.000.
> 
> https://www.bpb.de/themen/migration-integration/laenderprofile/nordeuropa/541543/migration-im-vereinigten-koenigreich-nach-dem-brexit
> 
> Hat ja ganz toll geklappt.
> 
> -jw-

Vor dem Brexit war Frankreich gezwungen, Migranten die es über den 
Ärmelkanal geschafft haben auch wieder zurückzunehmen. Dublin II Abkommen.

Das müssen sie jetzt nicht mehr tun. Das ist nun ein PAL aus Sicht 
Frankreichs und der EU.

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#618634

FromDietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de>
Date2024-04-07 11:07 +0200
Message-ID<20240407110703.383496d9.dietz.usenet@rotfl.franken.de>
In reply to#618631
"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> wrote:

> Am 07.04.24 um 10:31 schrieb Joerg Walther:
> > Goetz Schultz wrote:
> >   
> >> UK hat es sich ausgesucht - die wollen keine Zuwanderer. Siehe
> >> Brexit.  
> > 
> > Nur dass leztes Jahr doppelt so viele Zuwanderer ins Land gekommen
> > sind als vor dem Brexit, weil sie einfach gebraucht werden. Vor dem
> > Brexit kamen 300.000, gewollt waren 100.000, es kamen 745.000.
> > 
> > https://www.bpb.de/themen/migration-integration/laenderprofile/nordeuropa/541543/migration-im-vereinigten-koenigreich-nach-dem-brexit
> > 
> > Hat ja ganz toll geklappt.
> > 
> > -jw-  
> 
> Vor dem Brexit war Frankreich gezwungen, Migranten die es über den 
> Ärmelkanal geschafft haben auch wieder zurückzunehmen. Dublin II
> Abkommen.

*Hüstel*. Du solltest den zitierten Artikel zumindest überfliegen. Ich
habe das mal für Dich nachgeholt:

"Dieser beispiellos hohe Wanderungssaldo ist im Wesentlichen das
Ergebnis von drei Faktoren:

Der erste hat nichts mit dem Brexit zu tun: Chinas politische
Unterdrückung in der ehemaligen britischen Kolonie Hongkong
und der Krieg in der Ukraine
[...]

Die zweite Ursache ist die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften,
insbesondere im Gesundheits- und Pflegesektor. 2022 machte die
Arbeitsmigration 25 Prozent der langfristigen Einwanderung aus
Nicht-EU-Ländern aus.

Die dritte Hauptursache schließlich ist die steigende Zahl
internationaler Studierender."

Also offensichtlich nix mit "Migration über den Kanal". Jene machte, zu
Deiner Information, 2022 so knappe 5% der Einwandernden aus.

> Das müssen sie jetzt nicht mehr tun. Das ist nun ein PAL aus Sicht 
> Frankreichs und der EU.

Es ist auch ein PAL aus Sicht von Großbritannien.

Was für uns allerdings immer weniger zu einem PAL wird - die Leute, die
wir hier gut gebrauchen könnten, ziehen lieber in ein andere
europäische Länder.
Merke - wenn Le Pen /UND/ Meloni der selber ernannten "neuen Mitte"
"du bist uns zu rechtsradikal" ins Stammbuch schreiben dann /fällt/ das
irgendwann auf.

-- 
+++ATH

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#618635

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2024-04-07 11:13 +0200
Message-ID<uuto4h$84ns$2@solani.org>
In reply to#618634
Am 07.04.24 um 11:07 schrieb Dietz Proepper:
> "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> wrote:
> 
>> Am 07.04.24 um 10:31 schrieb Joerg Walther:
>>> Goetz Schultz wrote:
>>>    
>>>> UK hat es sich ausgesucht - die wollen keine Zuwanderer. Siehe
>>>> Brexit.
>>>
>>> Nur dass leztes Jahr doppelt so viele Zuwanderer ins Land gekommen
>>> sind als vor dem Brexit, weil sie einfach gebraucht werden. Vor dem
>>> Brexit kamen 300.000, gewollt waren 100.000, es kamen 745.000.
>>>
>>> https://www.bpb.de/themen/migration-integration/laenderprofile/nordeuropa/541543/migration-im-vereinigten-koenigreich-nach-dem-brexit
>>>
>>> Hat ja ganz toll geklappt.
>>>
>>> -jw-
>>
>> Vor dem Brexit war Frankreich gezwungen, Migranten die es über den
>> Ärmelkanal geschafft haben auch wieder zurückzunehmen. Dublin II
>> Abkommen.
> 
> *Hüstel*. Du solltest den zitierten Artikel zumindest überfliegen. Ich
> habe das mal für Dich nachgeholt:
> 
> "Dieser beispiellos hohe Wanderungssaldo ist im Wesentlichen das
> Ergebnis von drei Faktoren:
> 
> Der erste hat nichts mit dem Brexit zu tun: Chinas politische
> Unterdrückung in der ehemaligen britischen Kolonie Hongkong
> und der Krieg in der Ukraine
> [...]
> 
> Die zweite Ursache ist die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften,
> insbesondere im Gesundheits- und Pflegesektor. 2022 machte die
> Arbeitsmigration 25 Prozent der langfristigen Einwanderung aus
> Nicht-EU-Ländern aus.
> 
> Die dritte Hauptursache schließlich ist die steigende Zahl
> internationaler Studierender."
> 
> Also offensichtlich nix mit "Migration über den Kanal". Jene machte, zu
> Deiner Information, 2022 so knappe 5% der Einwandernden aus.
> 
>> Das müssen sie jetzt nicht mehr tun. Das ist nun ein PAL aus Sicht
>> Frankreichs und der EU.
> 
> Es ist auch ein PAL aus Sicht von Großbritannien.
> 
> Was für uns allerdings immer weniger zu einem PAL wird - die Leute, die
> wir hier gut gebrauchen könnten, ziehen lieber in ein andere
> europäische Länder.
> Merke - wenn Le Pen /UND/ Meloni der selber ernannten "neuen Mitte"
> "du bist uns zu rechtsradikal" ins Stammbuch schreiben dann /fällt/ das
> irgendwann auf.
> 


All das ist mir schon klar. Nur für die Briten war die vermutete 
Immigration über EU-Länder einer der Hauptgründe für den Brexit, und nun 
stellt sich heraus der Brexit hat genau selbst diesen Aspekt 
verschlechtert, nicht verbessert.

Also ich bin sehr entspannt bei dem Gedanken, daß die Bürger und 
Politiker des UK nun nicht mehr für jedes Ungemach die EU verantwortlich 
machen können...   :-)

(die EU war so ein schöner Sündenbock für alles und jeden)

https://www.theguardian.com/politics/eu-referendum

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#618639

FromDietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de>
Date2024-04-07 11:21 +0200
Message-ID<20240407112106.494e275f.dietz.usenet@rotfl.franken.de>
In reply to#618635
"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> wrote:

> Am 07.04.24 um 11:07 schrieb Dietz Proepper:
> > "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> wrote:
[Ungeregelte Immigration]
> 
> All das ist mir schon klar. Nur für die Briten war die vermutete 
> Immigration über EU-Länder einer der Hauptgründe für den Brexit, und
> nun stellt sich heraus der Brexit hat genau selbst diesen Aspekt 
> verschlechtert, nicht verbessert.

So gesehen. Aber aus irgendwelchen Gründen kommen offenbar viele lieber
nach gb, als nach de.

> Also ich bin sehr entspannt bei dem Gedanken, daß die Bürger und 
> Politiker des UK nun nicht mehr für jedes Ungemach die EU
> verantwortlich machen können...   :-)

Ach, das schaffen die schon :m(.

-- 
+++ATH

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#618632

FromDietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de>
Date2024-04-07 10:57 +0200
Message-ID<20240407105730.4d0f1d4c.dietz.usenet@rotfl.franken.de>
In reply to#618630
Joerg Walther <joerg.walther@magenta.de> wrote:

> Goetz Schultz wrote:
> 
> >UK hat es sich ausgesucht - die wollen keine Zuwanderer. Siehe
> >Brexit.   
> 
> Nur dass leztes Jahr doppelt so viele Zuwanderer ins Land gekommen
> sind als vor dem Brexit, weil sie einfach gebraucht werden.

Scheiße, Bert. Hätte man vorher doch jemanden gefragt, der sich damit
auskennt ...

55-jährige mit einer wechselvollen Anstellungshistorie, Wampe und ersten
ernsthaften gesundheitlichen Problemen sind für Knochenjobs wie
"Müllabfuhr", "Maurer" oder ähnliches weniger geeignet als 23-jährige
Zuwanderer, die was wuppen wollen (und können).

> Vor dem
> Brexit kamen 300.000, gewollt waren 100.000, es kamen 745.000.
> 
> https://www.bpb.de/themen/migration-integration/laenderprofile/nordeuropa/541543/migration-im-vereinigten-koenigreich-nach-dem-brexit
> 
> Hat ja ganz toll geklappt.

Das IAB("Statistikabteilung" der BA) hatte vor zwei Jahren mal ein
wenig gerechnet und ist für .de auf einen Einwanderungsbedarf von
(iirc) 300000 Leuten PER JAHR gekommen. Also damit bei uns Müllabfuhr,
Handwerk und Industrie weiter laufen können.

Aber, fun fact,  die ziehen, wenn sie schon nach Europa kommen,
tendenziell eher in nicht-deutschsprachige Länder. Zum Teil einfach
wegen "Sprache" - Deutsch /ist/ halt leider nicht sooo weit verbreitet
auf dieser Kugel. 
Was erschwerend hinzu kommt - bestimmte Flitzpiepen, die von
"Remigration" schwätzen und in bestimmten Teilen des Landes damit auf
hohe Resonanz stoßen verbessern den Ruf Deutschlands in der Welt nicht
unbedingt. (Und noch 20 andere Gründe, klar.)

-- 
+++ATH

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#618638

FromMichael Pachta <mipani@gmx.de>
Date2024-04-07 11:20 +0200
Message-ID<l7f6raFjuliU1@mid.individual.net>
In reply to#618632
Am 07.04.2024 um 10:57 schrieb Dietz Proepper:
> Das IAB("Statistikabteilung" der BA) hatte vor zwei Jahren mal ein
> wenig gerechnet und ist für .de auf einen Einwanderungsbedarf von
> (iirc) 300000 Leuten PER JAHR gekommen. Also damit bei uns Müllabfuhr,
> Handwerk und Industrie weiter laufen können.

Hat das AB auch ausgerechnet, wie viele Wohnungen gebaut werden müssen,
um die Einwanderer aufnehmen zu können?

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#618641

FromUlf.Kutzner@web.de (Ulf_Kutzner)
Date2024-04-07 09:42 +0000
Message-ID<cd94f7700dbcc4d5238b1937473919f7@pi-dach.dorfdsl.de>
In reply to#618638
Michael Pachta wrote:

> Am 07.04.2024 um 10:57 schrieb Dietz Proepper:
>> Das IAB("Statistikabteilung" der BA) hatte vor zwei Jahren mal ein
>> wenig gerechnet und ist für .de auf einen Einwanderungsbedarf von
>> (iirc) 300000 Leuten PER JAHR gekommen. Also damit bei uns Müllabfuhr,
>> Handwerk und Industrie weiter laufen können.

> Hat das AB auch ausgerechnet, wie viele Wohnungen gebaut werden müssen,
> um die Einwanderer aufnehmen zu können?

An den meisten Wohnungsbaustellen sind jedenfalls
überwiegend Einwanderer tätig, Pachta.

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#618642

FromDietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de>
Date2024-04-07 12:04 +0200
Message-ID<20240407120450.005bb9a5.dietz.usenet@rotfl.franken.de>
In reply to#618638
Michael Pachta <mipani@gmx.de> wrote:

> Am 07.04.2024 um 10:57 schrieb Dietz Proepper:
> > Das IAB("Statistikabteilung" der BA) hatte vor zwei Jahren mal ein
> > wenig gerechnet und ist für .de auf einen Einwanderungsbedarf von
> > (iirc) 300000 Leuten PER JAHR gekommen. Also damit bei uns
> > Müllabfuhr, Handwerk und Industrie weiter laufen können.  
> 
> Hat das AB auch ausgerechnet, wie viele Wohnungen gebaut werden
> müssen, um die Einwanderer aufnehmen zu können?

Darüber gibt es ebenfalls Statistiken. Achja. Stichwort "Sozialer
Wohnungsbau". Schau' doch mal nach Österreich. Die machen vieles imo
sehr falsch, /das/ allerdings machen sie seit Ewigkeiten /sehr/ gut.

Und guggermal. Wenn aus Nachwuchsmangel die Handwerksbetriebe
aussterben, die Industrie abwandert und niemand mehr den Müll wegbringt
und die Omma pflegt, dann wird "Wohnraum" unser kleinstes Problem.

Abgesehen davon - rat' mal, wie es auf hiesigen Baustellen aussähe,
würden dort nicht zum Großteil nicht-Einheimische arbeiten. Und Kumpel,
Installateur, ("ich mag keine Musel" - "Dein Wirt ist 'Musel' und ich
mag den Ausdruck nicht" - "...") meinte kürzlich bei einem Bier, die
beiden neuen Kollegen, einer aus Zentralafrika, einer aus Afghanistan,
machten sich wirklich gar nicht schlecht. Zwar kein geschliffenes
C-3-Deutsch, aber fleißig und alles andere als dumm. Halt keine
"formale" Ausbildung, aber wer mit selber gebrannten Ziegeln eine
gerade Mauer setzen kann der wähnt sich im Himmel, wenn er die erste
Palette Standardziegel zu sehen bekommt. Achja, man plant, beiden
nächstes Jahr die Weiterbildung zum Gesellen anzutragen, da gibt es
wohl inzwischen auch Wege, das ohne formale Lehre hinzubekommen. 

-- 
+++ATH

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#618643

FromGeorg Gruber <g.gruber_hauwech@gmx.net>
Date2024-04-07 12:06 +0200
Message-ID<3F016CB628F664F2@ggruber793.news.solani.org>
In reply to#618638
Am 07.04.2024 um 11:20 schrieb Michael Pachta:
> Am 07.04.2024 um 10:57 schrieb Dietz Proepper:
>> Das IAB("Statistikabteilung" der BA) hatte vor zwei Jahren mal ein
>> wenig gerechnet und ist für .de auf einen Einwanderungsbedarf von
>> (iirc) 300000 Leuten PER JAHR gekommen. Also damit bei uns Müllabfuhr,
>> Handwerk und Industrie weiter laufen können.
> 
> Hat das AB auch ausgerechnet, wie viele Wohnungen gebaut werden müssen,
> um die Einwanderer aufnehmen zu können?

Wieviel Schwund ist denn so jährlich?
Rund eine Million pi mal Daumen.
Da wird die eine oder andere Wohnung schon frei werden.

-- 
LG Georg

Löwen föhnen ist keine TikTok-Challenge.

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#618647

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2024-04-07 12:38 +0200
Message-ID<uutt38$2m5go$3@dont-email.me>
In reply to#618643
Am 07.04.2024 um 12:06 schrieb Georg Gruber:
> Am 07.04.2024 um 11:20 schrieb Michael Pachta:
>> Am 07.04.2024 um 10:57 schrieb Dietz Proepper:
>>> Das IAB("Statistikabteilung" der BA) hatte vor zwei Jahren mal ein
>>> wenig gerechnet und ist für .de auf einen Einwanderungsbedarf von
>>> (iirc) 300000 Leuten PER JAHR gekommen. Also damit bei uns Müllabfuhr,
>>> Handwerk und Industrie weiter laufen können.
>>
>> Hat das AB auch ausgerechnet, wie viele Wohnungen gebaut werden müssen,
>> um die Einwanderer aufnehmen zu können?
> 
> Wieviel Schwund ist denn so jährlich?
> Rund eine Million pi mal Daumen.
> Da wird die eine oder andere Wohnung schon frei werden.

Ganz bestimmt.

| Nach einem Einbruch der Baugenehmigungen 2023 auf den niedrigsten
| Stand seit mehr als zehn Jahren droht sich die ohnehin angespannte
| Lage noch zu verschärfen. "Die fehlenden Baugenehmigungen werden zu
| fehlenden Wohnungen in den kommenden Jahren führen und den Markt noch
| weiter aufheizen", hatte der ZDB erst Ende Februar gewarnt.
|
| Nach jüngsten Daten des Statistischen Bundesamtes sanken die
| Genehmigungen der Baubehörden im vergangenen Jahr um 26,6 Prozent auf
| 260.100 Wohnungen. Niedriger war die Zahl zuletzt im Jahr 2012 mit
| damals 241.100 Einheiten.
|
| Das deutet darauf hin, dass die Bundesregierung auch künftig ihr Ziel
| von 400.000 fertiggestellten Wohnungen pro Jahr verfehlen wird. Auch
| die Erwartungen für die kommenden Monate steckten im Keller fest. Dem
| Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA) zufolge fehlen in Deutschland
| bereits in diesem Jahr mehr als 600.000 Wohnungen.

Aber Rettung ist in Sicht:

| Bundeskanzler Scholz rechnet mit einem Ende der Talfahrt beim
| Wohnungsbau. Sinkende Kosten sowie ein robuster Arbeitsmarkt würden zu
| einer Entspannung führen.

Immerhin rechnet der Bundeskanzler schon damit. Dann kann ja nichts mehr 
schief gehen.

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/wohnungsbau-stabilisierung-scholz-100.html

-- 
„Wenn Sie für Ihr Experiment Statistiken brauchen, dann sollten Sie 
lieber ein besseres Experiment machen.“
                             --Ernest Rutherford

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#618650

FromHermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de>
Date2024-04-07 13:28 +0200
Message-ID<l7febhFm1j9U1@mid.individual.net>
In reply to#618630
Am 07.04.24 um 10:31 schrieb Joerg Walther:
> Goetz Schultz wrote:
> 
>> UK hat es sich ausgesucht - die wollen keine Zuwanderer. Siehe Brexit.
> 
> Nur dass leztes Jahr doppelt so viele Zuwanderer ins Land gekommen sind
> als vor dem Brexit, weil sie einfach gebraucht werden. Vor dem Brexit
> kamen 300.000, gewollt waren 100.000, es kamen 745.000.
> 
> https://www.bpb.de/themen/migration-integration/laenderprofile/nordeuropa/541543/migration-im-vereinigten-koenigreich-nach-dem-brexit
> 
> Hat ja ganz toll geklappt.

Auch soll die Geburtenrate in UK/GB drastisch zurückgegangen sein.
<https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/bookmark/f4d8f010-ea09-4a94-bf39-206c25734018?lang=de>

Und dann noch Nordirland:
Die Zahl der Arbeitslosen, der Elenden wächst.
Denn die Geburtenrate der Katholiken ist doppelt so hoch
wie jene der Protestanten.
Obwohl sie nur ein Drittel der Bevölkerung stellen,
belegen Katholiken 52 Prozent der Plätze
in den Volksschulen Nordirlands.

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#618653

FromUlf.Kutzner@web.de (Ulf_Kutzner)
Date2024-04-07 11:52 +0000
Message-ID<17328784f75bc0ac7f32adb1c16fe5ec@pi-dach.dorfdsl.de>
In reply to#618650
Hermann Riemann wrote:


> Auch soll die Geburtenrate in UK/GB drastisch zurückgegangen sein.
> <https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/bookmark/f4d8f010-ea09-4a94-bf39-206c25734018?lang=de>

> Und dann noch Nordirland:
> Die Zahl der Arbeitslosen, der Elenden wächst.
> Denn die Geburtenrate der Katholiken ist doppelt so hoch
> wie jene der Protestanten.
> Obwohl sie nur ein Drittel der Bevölkerung stellen,
> belegen Katholiken 52 Prozent der Plätze
> in den Volksschulen Nordirlands.

Seit etwa 2000 ist das BIP pro Kopf in der Republik Irland höher.

Seit dem 3. Februar wird der* Príomh-Aire Thuaisceart Éireann/
First Meinister o Norlin Airlann
von der irisch-republikanischen Sinn Féin gestellt.

*) Es amtiert eine Frau.

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#618963

FromAndreas Bockelmann <xotzil@gmx.de>
Date2024-04-13 19:24 +0200
Message-ID<uvem65.1b8.1@wxp-nb-pm.local>
In reply to#618620
Goetz Schultz schrieb:

> UK hat es sich ausgesucht - die wollen keine Zuwanderer. Siehe Brexit. Ob 
> sich das negativ auszahlt, man wird sehen.

Tja, nicht einmal als Privatier wollen die mich haben.


-- 
  Mit freundlichen Grüßen
    Andreas Bockelmann

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