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UNO verbietet VW-Up

Started byAlfred <march@anon.invalid>
First post2024-03-24 18:16 +0100
Last post2024-03-26 16:55 +0100
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Contents

  UNO verbietet VW-Up Alfred <march@anon.invalid> - 2024-03-24 18:16 +0100
    Re: UNO verbietet VW-Up Michael Zink <michael@swamp.franken.de> - 2024-03-24 19:48 +0100
      Re: UNO verbietet VW-Up Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2024-03-25 13:15 +0100
        Re: UNO verbietet VW-Up Michael Zink <michael@swamp.franken.de> - 2024-03-25 14:46 +0100
          Re: UNO verbietet VW-Up Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2024-03-25 15:04 +0100
            Re: UNO verbietet VW-Up Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2024-03-25 19:30 +0000
              Re: UNO verbietet VW-Up Michael Zink <michael@swamp.franken.de> - 2024-03-25 20:43 +0100
              Re: UNO verbietet VW-Up Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2024-03-26 15:14 +0100
                Re: UNO verbietet VW-Up Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2024-03-26 17:46 +0000
                  Re: UNO verbietet VW-Up Michael Zink <michael@swamp.franken.de> - 2024-03-26 19:32 +0100
                  Re: UNO verbietet VW-Up Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2024-03-27 17:32 +0100
        Re: UNO verbietet VW-Up Nomen Nescio <nobody@dizum.com> - 2024-03-25 15:28 +0100
          Re: UNO verbietet VW-Up Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2024-03-25 16:05 +0100
            Re: UNO verbietet VW-Up "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2024-03-25 16:10 +0100
              Re: UNO verbietet VW-Up Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2024-03-25 16:28 +0100
                Re: UNO verbietet VW-Up Joerg Walther <joerg.walther@magenta.de> - 2024-03-25 17:05 +0100
              Re: UNO verbietet VW-Up Ulf.Kutzner@web.de (Ulf_Kutzner) - 2024-03-25 15:37 +0000
              Re: UNO verbietet VW-Up Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> - 2024-03-26 09:31 +0100
            Re: UNO verbietet VW-Up Nomen Nescio <nobody@dizum.com> - 2024-03-25 23:46 +0100
              Re: UNO verbietet VW-Up Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2024-03-26 05:06 +0100
                Re: UNO verbietet VW-Up Michael Zink <michael@swamp.franken.de> - 2024-03-26 13:59 +0100
                  Re: UNO verbietet VW-Up Michael Zink <michael@swamp.franken.de> - 2024-03-26 14:03 +0100
                    Re: UNO verbietet VW-Up Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2024-03-26 14:31 +0100
                  Re: UNO verbietet VW-Up Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2024-03-26 14:19 +0100
                    Re: UNO verbietet VW-Up Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2024-03-26 13:31 +0000
                  Re: UNO verbietet VW-Up Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2024-03-26 14:25 +0100
                    Re: UNO verbietet VW-Up Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2024-03-26 14:44 +0100
                      Re: UNO verbietet VW-Up Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2024-03-26 15:01 +0100
                        Re: UNO verbietet VW-Up Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2024-03-26 15:26 +0100
              Re: UNO verbietet VW-Up Michael Zink <michael@swamp.franken.de> - 2024-03-26 13:49 +0100
                Re: UNO verbietet VW-Up Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2024-03-26 13:35 +0000
                  Re: UNO verbietet VW-Up Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2024-03-26 15:04 +0100
                    Re: UNO verbietet VW-Up Ulf.Kutzner@web.de (Ulf_Kutzner) - 2024-03-26 14:32 +0000
                      Re: UNO verbietet VW-Up Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2024-03-26 17:44 +0100
                  Re: UNO verbietet VW-Up Ulf.Kutzner@web.de (Ulf_Kutzner) - 2024-03-26 14:29 +0000
                    Re: UNO verbietet VW-Up "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2024-03-26 16:04 +0100
                      Re: UNO verbietet VW-Up Ulf.Kutzner@web.de (Ulf_Kutzner) - 2024-03-26 15:34 +0000
                  Re: UNO verbietet VW-Up Nomen Nescio <nobody@dizum.com> - 2024-03-26 17:46 +0100
                  Re: UNO verbietet VW-Up Michael Zink <michael@swamp.franken.de> - 2024-03-26 19:23 +0100
                    Re: UNO verbietet VW-Up Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2024-03-27 17:50 +0100
                Re: UNO verbietet VW-Up Michael Strauß  <netnews-es@mail.mszet.de> - 2024-03-26 16:20 +0000
                  Re: UNO verbietet VW-Up Ulf.Kutzner@web.de (Ulf_Kutzner) - 2024-03-26 16:48 +0000
                  Re: UNO verbietet VW-Up Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2024-03-27 10:53 +0100
                  Re: UNO verbietet VW-Up Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2024-03-27 18:01 +0100
            Re: UNO verbietet VW-Up Hendrik van der Heijden <hvdh@gmx.de> - 2024-03-27 21:03 +0100
              Re: UNO verbietet VW-Up Gunter Kühne <kuehne-g@freenet.de> - 2024-03-28 06:16 +0100
      Re: UNO verbietet VW-Up "Wendelin Uez" <wuez@online.de> - 2024-03-25 11:47 +0100
        Re: UNO verbietet VW-Up Michael Zink <michael@swamp.franken.de> - 2024-03-25 14:39 +0100
    Re: UNO verbietet VW-Up Hendrik van der Heijden <hvdh@gmx.de> - 2024-03-24 21:24 +0100
      Re: UNO verbietet VW-Up Michael Zink <michael@swamp.franken.de> - 2024-03-25 12:29 +0100
        Re: UNO verbietet VW-Up Peter Veith <veith@snafu.de> - 2024-03-25 18:52 +0100
      Re: UNO verbietet VW-Up Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2024-03-25 19:25 +0100
        Re: UNO verbietet VW-Up Michael Zink <michael@swamp.franken.de> - 2024-03-25 20:35 +0100
          Re: UNO verbietet VW-Up Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2024-03-26 05:07 +0100
      Re: UNO verbietet VW-Up "Wendelin Uez" <wuez@online.de> - 2024-03-25 18:15 +0100
    Re: UNO verbietet VW-Up Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2024-03-26 16:55 +0100

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#618006

FromMichael Zink <michael@swamp.franken.de>
Date2024-03-26 13:59 +0100
Message-ID<l6fv4uFs3q0U1@mid.individual.net>
In reply to#617998
On Tue, 26 Mar 2024 05:06:02 +0100, Hermann Riemann wrote:

>Andere Methoden zur Ergänzung wie z.B. anderweitige Nutzung
>der Autobatterien als Energiespeicher ist neu.

Wobei das IMHO eine doofe Idee ist.

Warum sollte man ausgerechnet deren rel. teure Akkus zusätzlich
ent-/laden und dadurch altern lassen?

Außerdem möchte ich mein Auto jederzeit nutzen können, nicht nur, wenn
Firmen es nicht gerade entladen haben.

(Bitte nicht zu wörtlich verstehen. Natürlich tanke ich meinen
Verbenner nicht nach jeder Fahrt auf. Und natürlich steht er auch mal
in der Werkstatt. Aber ich fände es suboptimal, wenn plötzlich der
Tank leer wäre, weil der Sprit gerade teuer ist.)

Auf Wiederlesen

Michael

-- 
Das Internet darf kein GRUNDrechtsfreier Raum werden!

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#618007

FromMichael Zink <michael@swamp.franken.de>
Date2024-03-26 14:03 +0100
Message-ID<l6fvbuFs3q0U2@mid.individual.net>
In reply to#618006
On Tue, 26 Mar 2024 13:59:15 +0100, Michael Zink wrote:

>Wobei das IMHO eine doofe Idee ist.
>
>Warum sollte man ausgerechnet deren rel. teure Akkus zusätzlich
>ent-/laden und dadurch altern lassen?
>
>Außerdem möchte ich mein Auto jederzeit nutzen können, nicht nur, wenn
>Firmen es nicht gerade entladen haben.
>
>(Bitte nicht zu wörtlich verstehen. Natürlich tanke ich meinen
>Verbenner nicht nach jeder Fahrt auf. Und natürlich steht er auch mal
>in der Werkstatt. Aber ich fände es suboptimal, wenn plötzlich der
>Tank leer wäre, weil der Sprit gerade teuer ist.)

[Mist, zu früh abgeschickt ...]

Meines Wissens ist angedacht, alte Autoakkus stationär als
Stromspeicher zu nutzen. Das halte ich für eine bessere Idee.

Auf Wiederlesen

Michael

-- 
Das Internet darf kein GRUNDrechtsfreier Raum werden!

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#618011

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2024-03-26 14:31 +0100
Message-ID<utuimu$1qpmn$2@dont-email.me>
In reply to#618007
Am 26.03.2024 um 14:03 schrieb Michael Zink:
> Meines Wissens ist angedacht, alte Autoakkus stationär als
> Stromspeicher zu nutzen. Das halte ich für eine bessere Idee.

Aber nur, wenn man von den benötigten Größenordnungen überhaupt keine 
Vorstellungen hat. Gegenwärtig decken sämtliche Stromspeicher in D 
zusammen noch nicht einmal für 1 Stunde den Bedarf in D.

Bei den gegenwärtig an verschiedenen Orten gebauten Akku-Speichern geht 
es nicht um Bedarfsdeckung. Dafür sind die viel zu winzig. Da geht es um 
kurzfristig abrufbare Regelenergie. Diese ist für den Betrieb des Netzes 
nötig und hat insofern mit dem Bedarf von Industrie und Bevölkerung nur 
indirekt zu tun.
-- 
„Wenn Sie für Ihr Experiment Statistiken brauchen, dann sollten Sie 
lieber ein besseres Experiment machen.“
                             --Ernest Rutherford

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#618008

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2024-03-26 14:19 +0100
Message-ID<utui0h$1qpmn$1@dont-email.me>
In reply to#618006
Am 26.03.2024 um 13:59 schrieb Michael Zink:
> On Tue, 26 Mar 2024 05:06:02 +0100, Hermann Riemann wrote:
>> Andere Methoden zur Ergänzung wie z.B. anderweitige Nutzung
>> der Autobatterien als Energiespeicher ist neu.
> 
> Wobei das IMHO eine doofe Idee ist.
> 
> Warum sollte man ausgerechnet deren rel. teure Akkus zusätzlich
> ent-/laden und dadurch altern lassen?

Na aber! Energiewende. Für die Energiewende mußt auch Du Deine 
persönlichen Opfer bringen. Oder willst Du das etwa nicht?

> Außerdem möchte ich mein Auto jederzeit nutzen können, nicht nur, wenn
> Firmen es nicht gerade entladen haben.

Die Idee ist ohnehin viel lustiger. Denn es geht ja nicht um einzelne 
Autos. Wenn das was bringen soll, dann geht es um viele Autos in 
bestimmten Gebieten.

Was in der Konsequenz nichts weiter bedeutet, als daß anschließend viele 
Autos in bestimmten Gebieten gleichzeitig geladen werden wollen bzw. müssen.

> (Bitte nicht zu wörtlich verstehen. Natürlich tanke ich meinen
> Verbenner nicht nach jeder Fahrt auf. Und natürlich steht er auch mal
> in der Werkstatt. Aber ich fände es suboptimal, wenn plötzlich der
> Tank leer wäre, weil der Sprit gerade teuer ist.)

Da steckt ein Denkfehler drinne: Es geht nicht um billig oder teuer. Es 
geht darum, ob E-Energie gerade in einem bestimmten Gebiet ausreichend 
vorhanden oder nicht vorhanden ist.

Gegenwärtig treten die meisten Probleme genau dann auf, wenn Strom rein 
rechnerisch im Überschuß vorhanden ist. Denn dieser Überschuß sorgt für 
sinkende Preise an der Strombörse, wodurch die ganze Problematik erstmal 
so richtig Fahrt aufnimmt. Dann fehlt der Strom blöderweise genau dort, 
wo er gebraucht wird.

-- 
„Wenn Sie für Ihr Experiment Statistiken brauchen, dann sollten Sie 
lieber ein besseres Experiment machen.“
                             --Ernest Rutherford

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#618010

FromDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
Date2024-03-26 13:31 +0000
Message-ID<utuimp$1rgpl$1@solani.org>
In reply to#618008
Lars Gebauer <lgebauer@live.de> wrote:

> Gegenwärtig treten die meisten Probleme genau dann auf, wenn Strom rein 
> rechnerisch im Überschuß vorhanden ist. Denn dieser Überschuß sorgt für 
> sinkende Preise an der Strombörse, wodurch die ganze Problematik erstmal 
> so richtig Fahrt aufnimmt. Dann fehlt der Strom blöderweise genau dort, 
> wo er gebraucht wird.
> 

https://www.ice.com/products/27996665/Dutch-TTF-Natural-Gas-Futures/data?marketId=5756699&span=3

Gas ist auch gerade so billig wie seit April 22 nicht mehr. 

2,7 Cent die Kilowattstunde.

-- 
please forgive my iPhone typos

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#618009

FromHermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de>
Date2024-03-26 14:25 +0100
Message-ID<l6g0lmFsbf3U1@mid.individual.net>
In reply to#618006
Am 26.03.24 um 13:59 schrieb Michael Zink:
> On Tue, 26 Mar 2024 05:06:02 +0100, Hermann Riemann wrote:
> 
>> Andere Methoden zur Ergänzung wie z.B. anderweitige Nutzung
>> der Autobatterien als Energiespeicher ist neu.
> 
> Wobei das IMHO eine doofe Idee ist.
> 
> Warum sollte man ausgerechnet deren rel. teure Akkus zusätzlich
> ent-/laden und dadurch altern lassen?
> 
> Außerdem möchte ich mein Auto jederzeit nutzen können, nicht nur, wenn
> Firmen es nicht gerade entladen haben.

<https://www.3sat.de/wissen/nano/240325-e-autos-als-stromspeicher-sendung-nano-100.html>

Grundprinzip:

Der Ökostrom ist nicht innerhal jeden Tages gleich hoch.
Nachts eher Wind, Mittags eher Sonne.

Die benutzte Energie ( z.B. für 100 km )
liegt an vielen Tagen deutlich unterhalb
der Kapazität (z.B. für 400 km )

Also kann die Kapazität anderweitig verwendet werden.
Wenn Mittags der Strom wegen Überangebot 5 ¢/kwh kostet,
abens wegen Mangel 20 ¢/kwh
so kann man an der Differenz verdienen,
wenn die relativ sicher unbenutzte Energie
auf den Markt kommt.

Bei smart Technik im Haushalt
ist nur wenig zu gewinnen.

Wenn der Gewinn über den Kosten einer Alterung liegt..

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#618014

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2024-03-26 14:44 +0100
Message-ID<utujg3$1qpmn$3@dont-email.me>
In reply to#618009
Am 26.03.2024 um 14:25 schrieb Hermann Riemann:
> Also kann die Kapazität anderweitig verwendet werden.
> Wenn Mittags der Strom wegen Überangebot 5 ¢/kwh kostet,
> abens wegen Mangel 20 ¢/kwh
> so kann man an der Differenz verdienen,
> wenn die relativ sicher unbenutzte Energie
> auf den Markt kommt.

Au wei, nein, verdienen ganz bestimmt nicht. Denn es reicht ja nicht, 
daß der Strom "da" ist. Das sorgt nur für niedrige Börsenpreise.

Der Strom muß /dann/ /dort/ sein, wo er /dann/ gebraucht wird. Darin 
liegt die Kunst.

> Bei smart Technik im Haushalt
> ist nur wenig zu gewinnen.

Och, schon. Allerdings läuft das auf eine Art Strom-Rationierung durch 
die Hintertür hinaus. Ich finde das gar nicht so furchtbar. Auch 
schwankende Preise an der Tankstelle sind im Grunde nichts weiter als 
Rationierung.

Das sollte nur viel offener kommuniziert werden. Das allgegenwärtige 
Drumherum-Geschwafel erzeugt ja die Bedenken betreffs brownout (& Co.) 
erst, lädt geradezu dazu ein.

-- 
„Wenn Sie für Ihr Experiment Statistiken brauchen, dann sollten Sie 
lieber ein besseres Experiment machen.“
                             --Ernest Rutherford

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#618015

FromHermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de>
Date2024-03-26 15:01 +0100
Message-ID<l6g2pdFskhbU1@mid.individual.net>
In reply to#618014
Am 26.03.24 um 14:44 schrieb Lars Gebauer:
> Am 26.03.2024 um 14:25 schrieb Hermann Riemann:
>> Also kann die Kapazität anderweitig verwendet werden.
>> Wenn Mittags der Strom wegen Überangebot 5 ¢/kwh kostet,
>> abens wegen Mangel 20 ¢/kwh
>> so kann man an der Differenz verdienen,
>> wenn die relativ sicher unbenutzte Energie
>> auf den Markt kommt.
> 
> Au wei, nein, verdienen ganz bestimmt nicht. Denn es reicht ja nicht, 
> daß der Strom "da" ist. Das sorgt nur für niedrige Börsenpreise.
> 
> Der Strom muß /dann/ /dort/ sein, wo er /dann/ gebraucht wird. Darin 
> liegt die Kunst.

Also per Netz Stromnetz übertragen.
Im Nahbereich könnte auch z.B. Wasserstoff.. produziert werden.

( Für mich ist die Frage offen, wem gehört das Netzentgelt?
   Es ist derzeit im Prinzip eine umverteilte Kapitalanlage. )

>> Bei smart Technik im Haushalt
>> ist nur wenig zu gewinnen.
> 
> Och, schon. Allerdings läuft das auf eine Art Strom-Rationierung durch 
> die Hintertür hinaus. Ich finde das gar nicht so furchtbar. Auch 
> schwankende Preise an der Tankstelle sind im Grunde nichts weiter als 
> Rationierung.

Benzin Verkauf auf Flohmarkt über Kanister,
um an der Differenz zu verdienen,
dürfte sich kaum lohnen.
Bei Stromkapazität sieht das anders aus.

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#618018

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2024-03-26 15:26 +0100
Message-ID<utulu3$1qpmn$5@dont-email.me>
In reply to#618015
Am 26.03.2024 um 15:01 schrieb Hermann Riemann:
> Am 26.03.24 um 14:44 schrieb Lars Gebauer:
>> Au wei, nein, verdienen ganz bestimmt nicht. Denn es reicht ja nicht, 
>> daß der Strom "da" ist. Das sorgt nur für niedrige Börsenpreise.
>>
>> Der Strom muß /dann/ /dort/ sein, wo er /dann/ gebraucht wird. Darin 
>> liegt die Kunst.
> 
> Also per Netz Stromnetz übertragen.

Ja. Klingt ganz einfach. Nicht wahr?

> Im Nahbereich könnte auch z.B. Wasserstoff.. produziert werden.

Früher wollten die Alchemisten wenigstens noch Gold machen. Heute 
versprechen sie energetisch nutzbaren Wasserstoff in industriellen 
Größenordnungen.

Mundus transit et concupiscentia eius!

> ( Für mich ist die Frage offen, wem gehört das Netzentgelt?

Dem Netzbeteiber natürlich. Oder glaubst Du, daß der für lau arbeitet?

Tip für Aktienanleger: Mit Stromerzeugung läßt sich bald kein Blumentopf 
mehr gewinnen. Das Geschäft der Zukunft liegt im Netzbetrieb.

>>> Bei smart Technik im Haushalt
>>> ist nur wenig zu gewinnen.
>>
>> Och, schon. Allerdings läuft das auf eine Art Strom-Rationierung durch 
>> die Hintertür hinaus. Ich finde das gar nicht so furchtbar. Auch 
>> schwankende Preise an der Tankstelle sind im Grunde nichts weiter als 
>> Rationierung.
> 
> Benzin Verkauf auf Flohmarkt über Kanister,

Markt ist Markt. Eine Tankstelle ist im Grunde auch nur ein Flohmarkt.

-- 
„Wenn Sie für Ihr Experiment Statistiken brauchen, dann sollten Sie 
lieber ein besseres Experiment machen.“
                             --Ernest Rutherford

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#618005

FromMichael Zink <michael@swamp.franken.de>
Date2024-03-26 13:49 +0100
Message-ID<l6fuiqFs18eU1@mid.individual.net>
In reply to#617996
On Mon, 25 Mar 2024 23:46:15 +0100 (CET), Nomen Nescio wrote:

>dem nächsten Regen ausgewaschen und das CO2 innerhalb weniger
>Generationen in Pflanzen gebunden. Zu betreiben, bis insbesondere von

Damit das klappen würde, müßte es aber immer mehr Pflanzen geben.
Anscheinend geht es aber eher in genau die andere Richtung.

Abgesehen davon, daß selbst wenn das klappen würde, es "wenige"
generationen lang noch wärmer würde.

Auf Wiederlesen

Michael

-- 
Das Internet darf kein GRUNDrechtsfreier Raum werden!

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#618012

FromDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
Date2024-03-26 13:35 +0000
Message-ID<utuiui$1rgse$1@solani.org>
In reply to#618005
Michael Zink <michael@swamp.franken.de> wrote:
> On Mon, 25 Mar 2024 23:46:15 +0100 (CET), Nomen Nescio wrote:
> 
>> dem nächsten Regen ausgewaschen und das CO2 innerhalb weniger
>> Generationen in Pflanzen gebunden. Zu betreiben, bis insbesondere von
> 
> Damit das klappen würde, müßte es aber immer mehr Pflanzen geben.
> Anscheinend geht es aber eher in genau die andere Richtung.
> 
> Abgesehen davon, daß selbst wenn das klappen würde, es "wenige"
> generationen lang noch wärmer würde.
> 
> Auf Wiederlesen
> 
> Michael
> 

Man müsste die Pflanzen vor allen Dingen auch wieder verbuddeln. Auf die
Weise verschwand das Kohlendioxid von 4000 ppm aus dem Carbon wieder aus
der Atmosphäre auf die heutigen 400 ppm. Die an der Oberfläche lebenden
Pflanzen stehen im Kreislauf, die binden nicht viel. Das ausgegrabene
fossile CO2 macht uns die Probleme.

-- 
please forgive my iPhone typos

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#618016

FromHermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de>
Date2024-03-26 15:04 +0100
Message-ID<l6g302Fsl9iU1@mid.individual.net>
In reply to#618012
Am 26.03.24 um 14:35 schrieb Dr. Joachim Neudert:

> Man müsste die Pflanzen vor allen Dingen auch wieder verbuddeln. Auf die
> Weise verschwand das Kohlendioxid von 4000 ppm aus dem Carbon wieder aus
> der Atmosphäre auf die heutigen 400 ppm. Die an der Oberfläche lebenden
> Pflanzen stehen im Kreislauf, die binden nicht viel. Das ausgegrabene
> fossile CO2 macht uns die Probleme.


Und auch Entwaldung und Wüstenbildung.
Und wenn warme Ozeanwasser nicht so viel CO2 bindet ..

Hermann
    an über Plastik "eingegrabenes" CO₂ denkend.
    ( Auch mit Menschen als Lagerstätte. )

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#618020

FromUlf.Kutzner@web.de (Ulf_Kutzner)
Date2024-03-26 14:32 +0000
Message-ID<58c96e296ef07ffcdeffb0f88ee92334@pi-dach.dorfdsl.de>
In reply to#618016
Hermann Riemann wrote:




> Und auch Entwaldung und Wüstenbildung.
> Und wenn warme Ozeanwasser nicht so viel CO2 bindet ..

Noch ist es nicht so weit, daß die
Randmeere im Sommer Sprudel abgeben,
oder?

Gruß, ULF

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#618025

FromHermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de>
Date2024-03-26 17:44 +0100
Message-ID<l6gcc5Fq4vU1@mid.individual.net>
In reply to#618020
Am 26.03.24 um 15:32 schrieb Ulf_Kutzner:

>> Und auch Entwaldung und Wüstenbildung.
>> Und wenn warme Ozeanwasser nicht so viel CO2 bindet ..

> Noch ist es nicht so weit, daß die
> Randmeere im Sommer Sprudel abgeben,
> oder?

In den Polargebieten CO₂ rein
am Äquator CO₂ raus.

So wie am Nyos See

Wenn sich die Polargebiete erwärmen,
sinkt das Wasser da nicht mehr bis zum 4° kalten Meeresgrund.
Da geht die Umwälzung nicht so tief und Erwärmung schneller.

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#618019

FromUlf.Kutzner@web.de (Ulf_Kutzner)
Date2024-03-26 14:29 +0000
Message-ID<35125998ea3af35544fd0c2541982d33@pi-dach.dorfdsl.de>
In reply to#618012
Neudert wrote:

> Michael Zink <michael@swamp.franken.de> wrote:
>> On Mon, 25 Mar 2024 23:46:15 +0100 (CET), Nomen Nescio wrote:
>> 
>>> dem nächsten Regen ausgewaschen und das CO2 innerhalb weniger
>>> Generationen in Pflanzen gebunden. Zu betreiben, bis insbesondere von
>> 
>> Damit das klappen würde, müßte es aber immer mehr Pflanzen geben.
>> Anscheinend geht es aber eher in genau die andere Richtung.
>> 
>> Abgesehen davon, daß selbst wenn das klappen würde, es "wenige"
>> generationen lang noch wärmer würde.
>> 
>> Auf Wiederlesen
>> 
>> Michael
>> 

> Man müsste die Pflanzen vor allen Dingen auch wieder verbuddeln. Auf die
> Weise verschwand das Kohlendioxid von 4000 ppm aus dem Carbon wieder aus
> der Atmosphäre auf die heutigen 400 ppm. Die an der Oberfläche lebenden
> Pflanzen stehen im Kreislauf, die binden nicht viel. Das ausgegrabene
> fossile CO2 macht uns die Probleme.

Und die verfeuerten Scheiterl. Und die Pflanzen, die
in Mägen landen.

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#618021

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2024-03-26 16:04 +0100
Message-ID<utuo65$1rm2u$1@solani.org>
In reply to#618019
Am 26.03.24 um 15:29 schrieb Ulf_Kutzner:
> Neudert wrote:
> 
>> Michael Zink <michael@swamp.franken.de> wrote:
>>> On Mon, 25 Mar 2024 23:46:15 +0100 (CET), Nomen Nescio wrote:
>>>
>>>> dem nächsten Regen ausgewaschen und das CO2 innerhalb weniger
>>>> Generationen in Pflanzen gebunden. Zu betreiben, bis insbesondere von
>>>
>>> Damit das klappen würde, müßte es aber immer mehr Pflanzen geben.
>>> Anscheinend geht es aber eher in genau die andere Richtung.
>>>
>>> Abgesehen davon, daß selbst wenn das klappen würde, es "wenige"
>>> generationen lang noch wärmer würde.
>>>
>>> Auf Wiederlesen
>>>
>>> Michael
>>>
> 
>> Man müsste die Pflanzen vor allen Dingen auch wieder verbuddeln. Auf die
>> Weise verschwand das Kohlendioxid von 4000 ppm aus dem Carbon wieder aus
>> der Atmosphäre auf die heutigen 400 ppm. Die an der Oberfläche lebenden
>> Pflanzen stehen im Kreislauf, die binden nicht viel. Das ausgegrabene
>> fossile CO2 macht uns die Probleme.
> 
> Und die verfeuerten Scheiterl. Und die Pflanzen, die
> in Mägen landen.

Der Teil ist im Kreislauf. Durch Verbrennen von Holzscheiteln läßt sich 
auch in 3000 Jahren das atmosphärische CO2 nicht steigern, weil das Holz 
ja gerade eben erst (in den letzten 50 Jahren also)  dieses CO2 aus der 
Atmosphäre gebunden hat, das so wieder freigesetzt wird. Kreislauf eben.

Kohle, Öl und Gas die unter der Erdoberfläche versunken lagern 
auszubuddeln und zu verfeuern hingegen ist hocheffektiv um den 
CO2-Gehalt der Atmosphäre wieder auf den alten Level des Carbon zu treiben.


Allein den Acker wieder unterzupflügen reicht auch nicht, um 
Kohlenstoffsenken anzulegen. Zu flach.

Was mich übrigens auch irritiert: zu den Zeiten der Saurier war die 
O2-Konzentration in der Atmosphäre deutlich höher als heute. Über 30%, 
statt aktuell rund 20%. Der Stoffwchsel eines Pteranodon war auf die 
Weise effektiver möglich. Heute haben nicht mal Vögel (biochemische 
Wunderwerke, die Temperaturdifferenzen bis 80° Celsius aufrechterhalten 
gegenüber ihrer Umwelt) mehr eine Flügelspannweite von mehr als 3,5 
Meter. Die Flugsaurier brachten noch 9 m Spannweite in die Luft- 
besserer Stoffwechsel dank höherwertigem Treibstoff?

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#618022

FromUlf.Kutzner@web.de (Ulf_Kutzner)
Date2024-03-26 15:34 +0000
Message-ID<254adb15874ab751a204a85f8671c68d@pi-dach.dorfdsl.de>
In reply to#618021
Neudert wrote:

> Am 26.03.24 um 15:29 schrieb Ulf_Kutzner:
>> Neudert wrote:

 
>>> Man müsste die Pflanzen vor allen Dingen auch wieder verbuddeln. Auf die
>>> Weise verschwand das Kohlendioxid von 4000 ppm aus dem Carbon wieder aus
>>> der Atmosphäre auf die heutigen 400 ppm. Die an der Oberfläche lebenden
>>> Pflanzen stehen im Kreislauf, die binden nicht viel. Das ausgegrabene
>>> fossile CO2 macht uns die Probleme.
>> 
>> Und die verfeuerten Scheiterl. Und die Pflanzen, die
>> in Mägen landen.

> Der Teil ist im Kreislauf. Durch Verbrennen von Holzscheiteln läßt sich 
> auch in 3000 Jahren das atmosphärische CO2 nicht steigern, weil das Holz 
> ja gerade eben erst (in den letzten 50 Jahren also)  dieses CO2 aus der 
> Atmosphäre gebunden hat, das so wieder freigesetzt wird. Kreislauf eben.

> Kohle, Öl und Gas die unter der Erdoberfläche versunken lagern 
> auszubuddeln und zu verfeuern hingegen ist hocheffektiv um den 
> CO2-Gehalt der Atmosphäre wieder auf den alten Level des Carbon zu treiben.


> Allein den Acker wieder unterzupflügen reicht auch nicht, um 
> Kohlenstoffsenken anzulegen. Zu flach.

Im Prinzip müßten die Holzscheiteln irgendwo
in alte Bergwerksschächte. Nur wandeln die
sich vielleicht nicht gleich passend um, und
mit den Grundwasserhorizonten mag es Probleme
geben.

Dann wieder Holz wachsen lassen. Wieder verbuddeln.

Geht vielleicht etwas langsamer als das Verfeuern
von Kohle.

Allein zum Tagebau Zwenkau heißt es in der WP:

Es wurden während seines Betriebes 580 Millionen Tonnen
Rohbraunkohle gefördert und 1400 Millionen Tonnen Abraum
bewegt.

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#618026

FromNomen Nescio <nobody@dizum.com>
Date2024-03-26 17:46 +0100
Message-ID<d74df3e80012bb3ee013f4b9f3f6ca4f@dizum.com>
In reply to#618012
Dr. Joachim Neudert schrieb:

>Man müsste die Pflanzen vor allen Dingen auch wieder verbuddeln. Auf die
>Weise verschwand das Kohlendioxid von 4000 ppm aus dem Carbon wieder aus
>der Atmosphäre auf die heutigen 400 ppm. Die an der Oberfläche lebenden
>Pflanzen stehen im Kreislauf, die binden nicht viel. Das ausgegrabene
>fossile CO2 macht uns die Probleme.

Dann ist es also gar nicht so relevant, ob hier Moore trockengelegt
werden oder die Amazonasregion in Rauch aufgeht?

Die Kostenseite mal bei Seite gelegt, bevorzugst Du es also, sich lieber
mit unausweichlich über Jahrmillionen extrem gesundheitsgefährdendem
radioaktiven Müll zu konfrontieren, als über einen überschaubaren
Zeitraum, d.h. bis ein Überschuss an regenerativer Energie erreicht ist,
ein jederzeit reversibles chemisches Verfahren unter Beteiligung kaum
toxischer Komponenten beizubehalten?

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#618032

FromMichael Zink <michael@swamp.franken.de>
Date2024-03-26 19:23 +0100
Message-ID<l6gi4eF1m2rU1@mid.individual.net>
In reply to#618012
On Tue, 26 Mar 2024 13:35:14 -0000 (UTC), Dr. Joachim Neudert wrote:

>Man müsste die Pflanzen vor allen Dingen auch wieder verbuddeln. Auf die
>Weise verschwand das Kohlendioxid von 4000 ppm aus dem Carbon wieder aus
>der Atmosphäre auf die heutigen 400 ppm. Die an der Oberfläche lebenden
>Pflanzen stehen im Kreislauf, die binden nicht viel. Das ausgegrabene
>fossile CO2 macht uns die Probleme.

Klar. Da kommen noch ein paar andere "unwichtige Kleinigkeiten" dazu
...

Auf Wiederlesen

Michael

-- 
Das Internet darf kein GRUNDrechtsfreier Raum werden!

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#618051

FromFidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de>
Date2024-03-27 17:50 +0100
Message-ID<uu1ip5$2v2b2$1@dont-email.me>
In reply to#618032
Salve allerseits,

Michael Zink schrieb:
> On Tue, 26 Mar 2024 13:35:14 -0000 (UTC), Dr. Joachim Neudert wrote:
> 
>> Man müsste die Pflanzen vor allen Dingen auch wieder verbuddeln.
>> Auf die Weise verschwand das Kohlendioxid von 4000 ppm aus dem
>> Carbon wieder aus der Atmosphäre auf die heutigen 400 ppm. Die an
>> der Oberfläche lebenden Pflanzen stehen im Kreislauf, die binden
>> nicht viel. Das ausgegrabene fossile CO2 macht uns die Probleme.
> 
> Klar. Da kommen noch ein paar andere "unwichtige Kleinigkeiten" dazu ...
> 
+--- <hier abknabbern> ---
| *Herr Beckert, nachdem ich Ihr Buch gelesen hatte, dachte ich: Das*
| *war’s, wir sind geliefert. Wissen Sie, warum*?
|
| Ja, das Ergebnis meiner Recherche macht leider nicht viel Hoffnung. Es
| ist düster, pessimistisch.
|
| *Ihr Fazit lautet: Wir werden den Klimawandel nicht stoppen können. Eine*
| *apokalyptische These*.
|
| Ich will nicht apokalyptisch sein. Lieber spreche ich von einem
| nachdenklichen Realismus. Ich möchte auf die Ernsthaftigkeit der
| Situation hinweisen – und auf die Notwendigkeit, sofort zu handeln. Denn
| unsere Optionen sind mittlerweile sehr beschränkt, um das Problem
| überhaupt noch in den Griff zu bekommen. Wir müssen uns auf eine
| Temperaturerhöhung von 2,5 bis 3 Grad bis zum Ende dieses Jahrhunderts
| einstellen.
|
| *Sie zeichnen sehr düstere Aussichten für die Generation Ihrer Kinder*,
| *denen Sie auch Ihr Buch gewidmet haben*.
|
| Leider, ja. Meine Kinder waren eine wichtige Motivation für das Buch.
| Sie gehen noch zur Schule und könnten bis ins Jahr 2100 leben.
| Eigentlich schreibe ich über die Zukunft meiner Kinder und der
| Generationen, die noch kommen werden. Ich war emotional betroffen, als
| mir klargeworden ist, worauf wir da wirklich zusteuern – und was das
| auch mit meinen Kindern machen wird. Eine interessante Erfahrung, als
| Wissenschafter auch emotional von einem Thema so eingenommen zu werden.
|
| *Warum haben Sie sich als Soziologe mit dem Klimawandel beschäftigt*?
|
| Es hat mich überrascht, wie wenig sich die Sozialwissenschaften mit
| diesem Thema auseinandergesetzt haben. Beschäftigt hat mich vor allem
| eine Frage: Wie können wir einfach so weiterleben, obwohl wir bereits
| seit drei Jahrzehnten wissen, was uns droht? Das finde ich schon sehr
| überraschend. Man könnte ja meinen, dass sich Menschen, die bedroht
| sind, gegen diese Bedrohung wehren. Das passiert aber nicht – oder noch
| viel zu wenig.
|
| *Wirklich? Wir leben ja nicht einfach so weiter. Nicht umsonst prahlen*
| *viele Menschen damit, wie viele Jahre sie schon nicht mehr geflogen*
| *sind*.
|
| Ich glaube, diese Menschen überschätzen ihren Einfluss aufs Klima. Die
| Fluggesellschaften schreiben Rekordzahlen. Das zeigt doch: Die Leute
| reisen in die Ferien wie verrückt. Klar gibt es Menschen, die sich wegen
| des Klimas fundamental einschränken. Aber in der grossen Masse findet
| das nicht statt.
|
| *Sie nennen Versuche von Menschen, die ihren Alltag klimafreundlicher*
| *gestalten, «symbolische Ersatzhandlungen». Klingt ziemlich*
| *despektierlich*.
|
| Das mag so ankommen. Aber als Wissenschafter geht es mir nicht darum,
| Wohlwollen zu erzeugen. Ich möchte präzise und analytisch beschreiben,
| was das Problem ist. «Symbolische Ersatzhandlungen» trifft schon
| ziemlich gut, was da passiert.
|
| *Was genau meinen Sie damit*?
|
| Schauen Sie sich etwa die CO2-Kompensations-Zertifikate an. Sie sind
| beliebt, weil man trotzdem ins Flugzeug steigen und nach Thailand reisen
| kann, anstatt zu Hause zu bleiben. Man weiss um den Klimawandel, man
| will auch etwas dagegen tun. Aber man macht nur so viel, dass es nicht
| weh tut. Hauptsache, es wirft das eigene Leben nicht über den Haufen.
|
| *Warum ist das so*?
|
| Wir Menschen legen uns die Dinge so zurecht, dass wir uns wohlfühlen –
| etwa dann, wenn wir klimaschädliches Verhalten mental mit guten Taten
| verrechnen. Dabei zeigt sich, dass wir grünes Verhalten dann an den Tag
| legen, wenn es möglichst wenig kostet und nicht allzu unbequem ist. Wir
| leben aber auch in Strukturen, die es uns häufig gar nicht erlauben, uns
| in einer für das Klima angemessenen Weise zu verhalten. Unsere
| Gesellschaften sind ja so eingerichtet, dass unser Leben mit hohem
| Energieverbrauch verbunden ist.
|
| *Trotzdem gibt es nicht zuletzt wegen des Drucks der Konsumenten mehr*
| *Bioprodukte. Unternehmen sind gezwungen, in erneuerbare Energien zu*
| *investieren oder in biologisch abbaubare Verpackungen. Das war vor* 20
| *Jahren noch anders*.
|
| Ich behaupte ja nicht, dass nichts geschehe. Mein Punkt ist einfach: Es
| genügt nicht. Zumal die ökonomische Entwicklung in Asien und Afrika in
| den nächsten Jahrzehnten enorm Fahrt aufnehmen wird. Für den
| Lebensstandard ist das gut, es wird viele Menschen aus der Armut führen.
| Aber es führt halt auch zu einer massiven Zuspitzung des Klimaproblems.
|
| *Okay, was also dann? Brauchen wir eine Revolution? Oder die Rückkehr*
| *der Planwirtschaft*?
|
| Ich tue mich schwer damit, einfache Lösungen zu propagieren. Bei sehr
| linken Autoren heisst es, der Moment sei gekommen, um den Kapitalismus
| abzuschaffen.
|
| *Nach dem Slogan «System change – not climate change*»?
|
| Die Frage ist ja auch berechtigt angesichts der Klimaentwicklung. Aber
| man muss dann auch fragen: Wie soll das ein umsetzbarer Plan sein? Wo
| sind die Akteure, die den radikalen Systemwechsel überhaupt realisieren
| können – und danach eine effektive Klimapolitik betreiben, weltweit?
|
| *Eine Utopie also*?
|
| Für mich sind das Träumereien. Es gibt zwar gute Gründe, weshalb es
| weniger Wachstum und weniger Konsum brauchte. Aber wenn man politisch
| darüber nachdenkt, gibt es keine Mehrheiten, um das durchzusetzen. Eine
| realistische Klimapolitik darf sich deshalb nicht solchen Träumereien
| hingeben, die zu nichts führen. Sie muss vielmehr schauen, was möglich
| ist, und sich darauf fokussieren.
|
| *Fokussieren wir uns also auf das Mögliche. Auf das, was breiter*
| *abgestützt ist: das grüne Wachstum. Es besagt: Wir müssen nicht gross*
| *verzichten, sondern einfach klimaneutral konsumieren. Klingt gut*.
|
| Das tut es. Aber die Massnahmen reichen bei weitem nicht aus. Machen wir
| weiter wie bisher, steigen auch die Emissionen bis Ende des Jahrzehnts
| erheblich weiter an. Für eine wirkliche grüne Transformation müssten wir
| die Ausgaben für den Klimaschutz verdreifachen. Als nachdenklicher
| Realist sage ich: Der Weg ist richtig, aber wir investieren zu wenig.
|
| *Ich versuche einmal, ein positiver Realist zu sein: Der Ausbau von*
| *Lieferanten erneuerbarer Energie schreitet voran, es gibt immer mehr*
| *Elektrofahrzeuge, Photovoltaikanlagen, Hauseigentümer, die auf*
| *Wärmepumpen umsteigen*.
|
| Wissen Sie, als ich an meinem Buch gearbeitet und Artikel über tolle
| Entwicklungen gelesen habe, fragte ich mich manchmal: Schreibe ich
| vielleicht das falsche Buch? Das Glas ist doch halb voll. Aber wenn man
| genauer hinschaut, sieht man, wie viel in diesen Beschreibungen leere
| Versprechen sind – oder Kleinsterfolge, die hochgejubelt werden.
|
| *Vielleicht sind Sie einfach zu pessimistisch. Schliesslich hat die Welt*
| *schon beim FCKW-Verbot gezeigt, dass sie Umweltprobleme global lösen*
| *kann*.
|
| Das ist ein interessanter Vergleich, der kommt immer wieder. Aber er ist
| leider nicht zutreffend. Das FCKW-Problem war weitaus weniger komplex.
| Es ging um das Verbot einer einzigen Chemikalie. Sie kauften sich
| einfach einen neuen Kühlschrank, und das war’s. Hier waren nicht ganze
| Volkswirtschaften mit ihren zentralen Infrastrukturen infrage gestellt.
|
| *Fassen wir zusammen: Die Wirtschaft zu schrumpfen, ist nicht*
| *realistisch und das grüne Wachstum zu langsam. Auf die Macht des*
| *Konsumenten können wir nicht zählen. Bleibt nur noch Fatalismus*.
|
| Ich kann es gut verstehen, wenn man zu diesem Schluss kommt. Aber es ist
| überhaupt nicht meine Reaktion. Ich sage: Wir müssen diese Situation als
| Realität anerkennen. Es wird zu einem weiteren erheblichen
| Temperaturanstieg kommen.
|
| *Wir brauchen also eine Klimaanpassung anstatt die Bekämpfung des*
| *Klimawandels*?
|
| Wir brauchen beides, denn der Klimawandel geht ja immer weiter. Wir
| sollten so viel gegen die Erderwärmung tun wie nur irgendwie möglich.
| Gleichzeitig müssen wir uns darauf einstellen, mit der Erwärmung zu leben.
|
| *Wie soll das gehen*?
|
| Einerseits indem wir Unternehmen mehr Anreize geben, um in grünes
| Wachstum zu investieren. Andererseits braucht es die Zivilgesellschaft.
| Die Bürger sollen aktive Akteure sein und nicht Opfer von
| Klimaentscheidungen der Regierungen.
|
| *Ich sehe aber gerade etwas anderes: eine grosse Verdrängung des Themas*.
| *Das fängt beim besagten Fatalismus an und hört bei der angeblichen*
| *Klimalüge auf. Der soziale Sprengstoff ist riesig*.
|
| Ich kann Ihnen hier nicht widersprechen. Wir sehen bei diesem Thema eine
| starke Polarisierung. Aber es gibt auch andere Entwicklungen. In einem
| kleinen Dorf im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz hat sich der
| Gemeinderat einstimmig dafür entschieden, eine neue, innovative
| Heiztechnik für das ganze Dorf zu bauen.
|
| *Dennoch schreiben Sie selbst, dass der soziale Stress durch eine*
| *erwärmte Erde stärker werden dürfte. Was meinen Sie damit*?
|
| Extremes Wetter, der Anstieg des Meeresspiegels, all das bringt massive
| Zerstörungen mit sich. Mit der Klimaerwärmung sind existenzielle
| Verluste verbunden. Das führt zu Konflikten. Zu Verteilungskämpfen.
|
| *Fassen wir zusammen: Wir sind geliefert, also leben wir damit*.
|
| Nein, das wäre genau der Fatalismus, den ich zurückweisen möchte. Wir
| müssen uns auf die Erderwärmung einstellen, aber gleichzeitig die
| Optionen nutzen, die uns bleiben: Die Investitionen in grünes Wachstum
| verdreifachen und Klimamassnahmen nicht von oben herab bestimmen,
| sondern viel stärker unter Einbeziehung der Bevölkerung entstehen lassen.
|
| *Sie haben die Hoffnung also noch nicht verloren*?
|
| Für meine Kinder und zukünftige Generationen hoffe ich, dass wir bis ins
| Jahr 2100 Lösungen gefunden haben. Dass sich also die Dinge vielleicht
| doch anders entwickeln, als wir es heute annehmen müssen. Das ist
| natürlich eine sehr vage Hoffnung – etwas herbeizusehnen, wofür es
| eigentlich keine hinreichenden Hinweise gibt. Es ist eine Hoffnung, um
| nicht in Verzweiflung zu geraten. Eine Hoffnung, die ich am Ende nicht
| begründen kann.
+--- </hier abknabbern> ---

©<https://www.nzz.ch/gesellschaft/interview-beckert-klimawandel-ld.1820916>

	M.f.G.

-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

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