Groups | Search | Server Info | Keyboard shortcuts | Login | Register [http] [https] [nntp] [nntps]
Groups > ger.ct > #591598 > unrolled thread
| Started by | "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| First post | 2023-04-24 10:14 +0200 |
| Last post | 2023-04-26 10:30 +0200 |
| Articles | 20 on this page of 54 — 16 participants |
Back to article view | Back to ger.ct
SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2023-04-24 10:14 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-04-24 01:58 -0700
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2023-04-24 11:25 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-04-24 02:50 -0700
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> - 2023-04-24 16:02 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2023-04-24 12:46 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-04-24 14:50 +0000
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-04-25 00:11 -0700
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-04-25 07:46 +0000
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-04-25 01:18 -0700
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-04-25 13:26 +0000
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2023-04-25 10:02 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-04-25 13:46 +0000
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-04-26 00:39 -0700
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-04-26 09:19 +0000
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Gunter Kühne <kuehne-g@freenet.de> - 2023-04-25 03:51 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-04-24 03:17 -0700
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-04-24 03:12 -0700
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2023-04-24 12:44 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> - 2023-04-24 16:17 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-04-24 07:33 -0700
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2023-04-24 17:09 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> - 2023-04-24 18:58 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Heiko Rost <heiko.rost@gmx.de> - 2023-04-24 20:13 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Michael Zink <michael@swamp.franken.de> - 2023-04-24 22:42 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2023-04-25 08:17 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2023-04-25 08:42 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-04-25 00:14 -0700
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> - 2023-04-25 09:49 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2023-04-25 10:29 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2023-04-25 11:56 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-04-25 03:16 -0700
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-04-25 04:55 -0700
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-04-25 03:15 -0700
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Markus Ermert <mspammei@gmail.com> - 2023-04-26 10:25 +0000
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Detlef Meißner <ungelesen@mailinator.com> - 2023-04-26 12:46 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-04-26 03:54 -0700
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Markus Ermert <mspammei@gmail.com> - 2023-04-26 12:22 +0000
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Detlef Meißner <ungelesen@mailinator.com> - 2023-04-26 14:35 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Markus Ermert <mspammei@gmail.com> - 2023-04-26 12:48 +0000
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Detlef Meißner <ungelesen@mailinator.com> - 2023-04-26 14:50 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Stefan Schmitz <ss32@gmx.de> - 2023-04-26 15:28 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Markus Ermert <mspammei@gmail.com> - 2023-04-26 14:02 +0000
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Detlef Meißner <ungelesen@mailinator.com> - 2023-04-26 16:17 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Markus Ermert <mspammei@gmail.com> - 2023-04-26 16:22 +0000
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Detlef Meißner <ungelesen@mailinator.com> - 2023-04-26 18:50 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2023-04-26 11:57 +0000
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2023-04-26 22:22 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2023-04-27 05:06 +0000
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2023-04-27 07:45 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Markus Ermert <mspammei@gmail.com> - 2023-04-27 06:30 +0000
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Gunter Kühne <kuehne-g@freenet.de> - 2023-04-26 14:37 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-04-26 00:35 -0700
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Gunter Kühne <kuehne-g@freenet.de> - 2023-04-26 10:30 +0200
Page 2 of 3 — ← Prev page 1 [2] 3 Next page →
| From | Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> |
|---|---|
| Date | 2023-04-24 07:33 -0700 |
| Message-ID | <69f3c689-4543-4eea-8755-e792330c96e0n@googlegroups.com> |
| In reply to | #591663 |
Uns Didi vermeinte am Montag, 24. April 2023 um 16:17:43 UTC+2: > Abgesehen davon: wer hindert dich, Einfluss zu nehmen? Tritt in eine > Partei ein, die ihre Koalitionsenmtscheidungen vpm Mitgliedervotum > abhängig macht, und schon gehörst du zu den Wählern erster Klasse. Also mal etwas halbwegs Vernünftiges. Betriebsunfall? Wenigstens die üblichen Fipptehler hast Du eingebaut.
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> |
|---|---|
| Date | 2023-04-24 17:09 +0200 |
| Message-ID | <u26d3i.5es.1@privat.lahls.de> |
| In reply to | #591663 |
*Diedrich Ehlerding* schrieb: > Dr. Joachim Neudert meinte: >> Ach was. Potzblitz. Jetzt ist es sogar schon der Süddeutschen Zeitung >> aufgefallen, was es bedeutet daß jede demokratische >> Bürger-Wählerstimme für die SPD (die Wähler 2. Klasse) unter Vorbehalt >> der Abstimmung der SPD-Mitglieder gestellt wird (die Wähler der ersten >> Klasse, die entscheiden ob man das Votum der Wähler 2. Klasse als >> Regierungsauftrag sehen darf oder nicht). > > Bist du glücklich wieder bei deinem Lieblingsthema angekommen? Ich hab schon drauf gewartet. :-( > Ob Parteien eine Koalition eingehen, entscheiden bei anderen Parteien > Parteitage oder der Partreivoirstand. Die Berliner CDU entscheidet das schlicht auf dem heutigen Parteitag. -- bis denne
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> |
|---|---|
| Date | 2023-04-24 18:58 +0200 |
| Message-ID | <73pihjx67p.ln2@diedrich.ddnssec.de> |
| In reply to | #591671 |
Ruediger Lahl meinte: >> Ob Parteien eine Koalition eingehen, entscheiden bei anderen Parteien >> Parteitage oder der Parteivorstand. > > Die Berliner CDU entscheidet das schlicht auf dem heutigen Parteitag. Ja eben - nicht die Fraktion im Abgeordnetenhaus, und schon gar nicht jeder Abgeordnete für sich (bzw. die entscheiden, sich nach ihrem Parteitag oder ihrem Mitgliedervotum zu richten, und ja, das dürfen sie). Ich wüsste von Joachim nur gern, wieso das im Fall der SPD was ganzt Böses ist, im Fall der CDU aber nicht. -- gpg-Key (DSA 1024) D36AD663E6DB91A4 fingerprint = 2983 4D54 E00B 8483 B5B8 C7D1 D36A D663 E6DB 91A4 HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Heiko Rost <heiko.rost@gmx.de> |
|---|---|
| Date | 2023-04-24 20:13 +0200 |
| Message-ID | <u26nt1.br8.1@ID-23555.user.uni-berlin.de> |
| In reply to | #591677 |
Diedrich Ehlerding schrieb:
> Ja eben - nicht die Fraktion im Abgeordnetenhaus, und schon gar nicht
> jeder Abgeordnete für sich (bzw. die entscheiden, sich nach ihrem
> Parteitag oder ihrem Mitgliedervotum zu richten, und ja, das dürfen
> sie). Ich wüsste von Joachim nur gern, wieso das im Fall der SPD was
> ganzt Böses ist, im Fall der CDU aber nicht.
Quod licet Iovi, non licet bovi.
SCNR Heiko
--
Ick werde wahrscheinlich diese Pachtei wähln - es is so ein beruhjendes
Jefiehl. Man tut wat for de Revolutzjon, aber man weeß janz jenau, mit
diese Pachtei kommt se nich.
Kurt Tucholsky: Ein älterer, aber leicht besoffener Herr
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Michael Zink <michael@swamp.franken.de> |
|---|---|
| Date | 2023-04-24 22:42 +0200 |
| Message-ID | <kao7ssFgu1gU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #591598 |
On Mon, 24 Apr 2023 10:14:24 +0200, Dr. Joachim Neudert wrote: >Seit ein paar Jahren schon frage ich hier und in Foren, was dieses >Verhalten mit der Demokratie in unserem Lande macht. Nichts Gutes, >schwant nun erstmals auch den Journalisten der SZ. Sorry, aber wo soll da ein Problem sein? Wenn ich das richitg sehe, haben die Wähler die Mitglieder des Abgeordnetenhauses gewählt. Oder konnten die wirklich irgendwelche Koalitionen ankreuzen? Die 159 Mitgliedern bestimmen jetzt die Regierung bzw. den Regierenden Bürgermeister. Und sie fragen halt vorher ihre jew. Parteimirglieder um Rat. >https://www.sueddeutsche.de/meinung/berlin-cdu-spd-wahl-koalition-kommentar-1.5817040 Kann ich dank Paywall nicht lesen. Macht aber nichts. Auf Wiederlesen Michael -- Das Internet darf kein GRUNDrechtsfreier Raum werden!
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> |
|---|---|
| Date | 2023-04-25 08:17 +0200 |
| Message-ID | <20230425081751.678139c8.dietz.usenet@rotfl.franken.de> |
| In reply to | #591598 |
"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> wrote: > Die SZ schreibt heute: > > "Für die Berliner insgesamt ist das Mitgliedervotum nur eine weitere > recht schräge Volte in den vergangenen Monaten: Knapp 3,7 Millionen > Menschen leben in der Stadt, 2,4 Millionen davon sind wahlberechtigt. > Tatsächlich aber haben nun gerade einmal 12 000 Sozialdemokraten > darüber entschieden, wie die Hauptstadt künftig regiert werden soll. > Das ist, schnell gerechnet, gerade einmal ein Anteil von 0,3 Prozent > der Einwohner. So sehr es innerhalb der SPD also notwendig ist, diese > Debatten weiter auszutragen, so wenig wäre Zeit für derartige > Selbstbeschäftigung. Berlin kann es sich kaum leisten, von den > Befindlichkeiten in der SPD in Geiselhaft genommen zu werden." Und wie ist das bei den Schwarzkitteln? Da entscheidet eine 20-köpfige klandestine Führungsebene? Ist das besser? Und schlag' bei Gelegenheit mal die Bedeutung von "repräsentative Demokratie" nach. Danke. > Ach was. Potzblitz. Jetzt ist es sogar schon der Süddeutschen Zeitung > aufgefallen, was es bedeutet daß jede demokratische > Bürger-Wählerstimme für die SPD (die Wähler 2. Klasse) unter > Vorbehalt der Abstimmung der SPD-Mitglieder gestellt wird (die Wähler > der ersten Klasse, die entscheiden ob man das Votum der Wähler 2. > Klasse als Regierungsauftrag sehen darf oder nicht). Tja. Auch die Süddeutsche schreibt ab und an Unsinn. > Seit ein paar Jahren schon frage ich hier und in Foren, was dieses Wir könnten ohne den Takt zu verlieren zu "Koalitionsvertrag", "Veggieday" oder "Verbotspartei" übergehen ... Auch wenn ich deine Ansichten stellenweise schätze - was "Politik" angeht hatten wir offenbar sehr unterschiedliche Lehrer. -- +++ATH
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2023-04-25 08:42 +0200 |
| Message-ID | <u27sph$3ntln$1@solani.org> |
| In reply to | #591724 |
Am 25.04.23 um 08:17 schrieb Dietz Proepper: > "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> wrote: > >> Die SZ schreibt heute: >> >> "Für die Berliner insgesamt ist das Mitgliedervotum nur eine weitere >> recht schräge Volte in den vergangenen Monaten: Knapp 3,7 Millionen >> Menschen leben in der Stadt, 2,4 Millionen davon sind wahlberechtigt. >> Tatsächlich aber haben nun gerade einmal 12 000 Sozialdemokraten >> darüber entschieden, wie die Hauptstadt künftig regiert werden soll. >> Das ist, schnell gerechnet, gerade einmal ein Anteil von 0,3 Prozent >> der Einwohner. So sehr es innerhalb der SPD also notwendig ist, diese >> Debatten weiter auszutragen, so wenig wäre Zeit für derartige >> Selbstbeschäftigung. Berlin kann es sich kaum leisten, von den >> Befindlichkeiten in der SPD in Geiselhaft genommen zu werden." > > Und wie ist das bei den Schwarzkitteln? Da entscheidet eine 20-köpfige > klandestine Führungsebene? Ist das besser? Ich bin doch für die FDP. Da entscheidet n=1 Lindner. > Und schlag' bei Gelegenheit mal die Bedeutung von "repräsentative > Demokratie" nach. Danke. > >> Ach was. Potzblitz. Jetzt ist es sogar schon der Süddeutschen Zeitung >> aufgefallen, was es bedeutet daß jede demokratische >> Bürger-Wählerstimme für die SPD (die Wähler 2. Klasse) unter >> Vorbehalt der Abstimmung der SPD-Mitglieder gestellt wird (die Wähler >> der ersten Klasse, die entscheiden ob man das Votum der Wähler 2. >> Klasse als Regierungsauftrag sehen darf oder nicht). > > Tja. Auch die Süddeutsche schreibt ab und an Unsinn. > >> Seit ein paar Jahren schon frage ich hier und in Foren, was dieses > > Wir könnten ohne den Takt zu verlieren zu "Koalitionsvertrag", > "Veggieday" oder "Verbotspartei" übergehen ... > > Auch wenn ich deine Ansichten stellenweise schätze - was "Politik" > angeht hatten wir offenbar sehr unterschiedliche Lehrer. > Nur deswegen ist das hier ein Diskussionsforum. Weil wir nicht alle einheitlicher Meinung sind. Selbst eine Führungsebene einer Partei ist ja in gewisser Weise legitimiert. Ein Parteibuch kann sich hingegen jeder nahezu ungeprüft zulegen. Schlag mal nach bei "Masseneintritt". Ich wollte nur darauf hinweisen, daß nun auch die Politredaktion der SZ erstmals Unbehagen äussert an den Parteimitgliederentscheidungen. Die da seit 2013 jede Wählerstimme für die SPD entwerten, weil ja erst noch die Mitglieder entscheiden wollen ob die Stimmen einen Auftrag bedeutet für diejenigen, die sie demokratisch errungen haben. Niemand schützt eine Partei vor Masseneintritten z.B. radikaler Wirrköpfe. Die können dann jede Parteientscheidung blockieren, und offizielle Wahlergebnisse unter Vorbehalt stellen. Die CDU eben hatte 275 über den Koalitionsvertrag abstimmende Parteitagsdelegierte. Da wird der Prozentsatz der gewählten Berliner Mandatsträger darunter viel höher sein. Aber schon gut. Wendet Euch an die SZ und deren Autor Jan Heidtmann mit Beschwerden über seinen Artikel. Gruß Joachim -- Bitt um Vrzihung, di Tast " " klmmt manchmal...
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> |
|---|---|
| Date | 2023-04-25 00:14 -0700 |
| Message-ID | <f8278b69-5d0c-40bf-b624-e0cc891f5674n@googlegroups.com> |
| In reply to | #591729 |
Ländischwätzi schrieb am Dienstag, 25. April 2023 um 08:42:59 UTC+2: > Aber schon gut. Wendet Euch an die SZ und deren Autor Jan Heidtmann mit > Beschwerden über seinen Artikel. Wer hat die denn fürs Jahr bestellt/bezahlt? Soll man sich nun über alles beschweren, was man aus beachtlichem Grund nicht liest?
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> |
|---|---|
| Date | 2023-04-25 09:49 +0200 |
| Message-ID | <k8dkhjxlvc.ln2@diedrich.ddnssec.de> |
| In reply to | #591729 |
Dr. Joachim Neudert meinte: > Ich wollte nur darauf hinweisen, daß nun auch die Politredaktion der > SZ erstmals Unbehagen äussert an den Parteimitgliederentscheidungen. > Die da seit 2013 jede Wählerstimme für die SPD entwerten, weil ja > erst noch die Mitglieder entscheiden wollen ob die Stimmen einen > Auftrag bedeutet für diejenigen, die sie demokratisch errungen haben Quatsch. Die Mitglieder entscheiden, ob das, was in Koalitionsverhandlungen erreichbar wart, ausreichend ist, die in eben diesen Verhandlungen als zu schlucken definierten Kröten aufzuwiegen. Regieren ist nicht Seklbstzweck, sondern es geht darum, inhaltliche Ziele durchsetzen und Parteiprogramme umzusetzen. Es gibt keinen "Wählerauftrag, zu regieren". Es gibt allenfalls einen Wählerauftrag, die Ziele einer bestimmten Partei im Parlament zu vertreten. Ob ein bestimmter Koalitionsvertrag den Zielen einer Partei ausreichend nützlich ist, oder ob die Kröten nicht runterschluckbar sind, darüber sich eine Meinung zu bilden ist das gute Recht einer Partei, und es ist das gute Recht eines Abgeordneten, dazu die Meinung der Partei einzuholen. Ja, man könnte das anders organisieren - zum Beispiel: man wählt dann, wenn der Posten frei ist, am nächsten Tag ohne Aussprache (und ohne vorherige Konsultation des Parteivolks oder des Parteivorstands) mit einfacher Mehrheiut einen Regierungschef (wer die meisten stimmen bekommt, hat gewonnen; und wenns 10 Kandidaten gibt, gewinnt evtl der, der 20% hat ... da müssten sich die Abgeordneten halt überlegen, ob sie demonstrativ ihrem eigenen Zählkandidaten die Stimme geben, aber damit riskieren, dass jemand anders gewählt wird), und der kann sich dann Mehrheiten im Parlament suchen; und der bleibt (ggf. auch legislaturperiodenübergreifend) im Amt, bis er zurücktritt oder aber mit absoluter Mehrheit ersetzt wird. Also mit dem Konzeppt einer Minderheitsregierung und ihrer tatsächlichen Kontrolle durch das Parlament. Allerdings wäre das für Regierung und Parlamentarier wohl unbequem. Und ob es besser wäre, darüber lässt sich trefflich streiten. -- gpg-Key (DSA 1024) D36AD663E6DB91A4 fingerprint = 2983 4D54 E00B 8483 B5B8 C7D1 D36A D663 E6DB 91A4 HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2023-04-25 10:29 +0200 |
| Message-ID | <u2831f$3ntln$4@solani.org> |
| In reply to | #591736 |
Am 25.04.23 um 09:49 schrieb Diedrich Ehlerding: > Dr. Joachim Neudert meinte: > >> Ich wollte nur darauf hinweisen, daß nun auch die Politredaktion der >> SZ erstmals Unbehagen äussert an den Parteimitgliederentscheidungen. >> Die da seit 2013 jede Wählerstimme für die SPD entwerten, weil ja >> erst noch die Mitglieder entscheiden wollen ob die Stimmen einen >> Auftrag bedeutet für diejenigen, die sie demokratisch errungen haben > > Quatsch. Die Mitglieder entscheiden, ob das, was in > Koalitionsverhandlungen erreichbar wart, ausreichend ist, die in eben > diesen Verhandlungen als zu schlucken definierten Kröten aufzuwiegen. Ja genau. So wird das nun gemacht. So kritisieren es nun endlich die SZ und seit Jahren schon ich selbst. Das heißt das jeder der sich einen SPD-Mitgliedsausweis zulegt nun die Macht hat. Weitaus mehr Macht als die Wahlbürger mit ihren Stimmen 2. Klasse. Erst das SPD-Mitgliedervotum entscheidet später, was die Wählerstimme wert ist. Ich will Dir mal sagen was die Partei zu tun hat: Einen Plan erstellen, ein Wahlprogramm, und passende Kandidaten zu diesem Plan und ihren Wahlversprechen aufzustellen. Aber wenn der Wähler dann tatsächlich so einem Kandidaten ein Votum gibt, ist das tausendmal wertvoller als jedes Parteibuch und jeder willkürliche Parteieintritt von Hinz und Kunz und seinem Schwager. Aber Hinz und Kunz und ihr Schwager entscheiden bei der SPD mit ihrem Parteibuch nun, was demokratisch mit der Wählerstimme und dem Wählervertrauen legitimierte Abgordnete tun dürfen. Ob sie koalieren dürfen oder nicht. Pfui Deibel. Selbst die SZ schreibt dazu : "Tatsächlich aber haben nun gerade einmal 12 000 Sozialdemokraten darüber entschieden, wie die Hauptstadt künftig regiert werden soll." > Regieren ist nicht Seklbstzweck, sondern es geht darum, inhaltliche > Ziele durchsetzen und Parteiprogramme umzusetzen. > > Es gibt keinen "Wählerauftrag, zu regieren". Es gibt allenfalls einen > Wählerauftrag, die Ziele einer bestimmten Partei im Parlament zu > vertreten. Ob ein bestimmter Koalitionsvertrag den Zielen einer Partei > ausreichend nützlich ist, oder ob die Kröten nicht runterschluckbar > sind, darüber sich eine Meinung zu bilden ist das gute Recht einer > Partei, und es ist das gute Recht eines Abgeordneten, dazu die Meinung > der Partei einzuholen. > > Ja, man könnte das anders organisieren - zum Beispiel: man wählt dann, > wenn der Posten frei ist, am nächsten Tag ohne Aussprache (und ohne > vorherige Konsultation des Parteivolks oder des Parteivorstands) mit > einfacher Mehrheiut einen Regierungschef (wer die meisten stimmen > bekommt, hat gewonnen; und wenns 10 Kandidaten gibt, gewinnt evtl der, > der 20% hat ... da müssten sich die Abgeordneten halt überlegen, ob sie > demonstrativ ihrem eigenen Zählkandidaten die Stimme geben, aber damit > riskieren, dass jemand anders gewählt wird), und der kann sich dann > Mehrheiten im Parlament suchen; und der bleibt (ggf. auch > legislaturperiodenübergreifend) im Amt, bis er zurücktritt oder aber mit > absoluter Mehrheit ersetzt wird. Also mit dem Konzeppt einer > Minderheitsregierung und ihrer tatsächlichen Kontrolle durch das > Parlament. Allerdings wäre das für Regierung und Parlamentarier wohl > unbequem. Und ob es besser wäre, darüber lässt sich trefflich streiten. -- Bitt um Vrzihung, di Tast " " klmmt manchmal...
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2023-04-25 11:56 +0200 |
| Message-ID | <u2884b$3ntln$5@solani.org> |
| In reply to | #591747 |
Am 25.04.23 um 10:29 schrieb Dr. Joachim Neudert: > Am 25.04.23 um 09:49 schrieb Diedrich Ehlerding: >> Dr. Joachim Neudert meinte: >> >>> Ich wollte nur darauf hinweisen, daß nun auch die Politredaktion der >>> SZ erstmals Unbehagen äussert an den Parteimitgliederentscheidungen. >>> Die da seit 2013 jede Wählerstimme für die SPD entwerten, weil ja >>> erst noch die Mitglieder entscheiden wollen ob die Stimmen einen >>> Auftrag bedeutet für diejenigen, die sie demokratisch errungen haben >> >> Quatsch. Die Mitglieder entscheiden, ob das, was in >> Koalitionsverhandlungen erreichbar wart, ausreichend ist, die in eben >> diesen Verhandlungen als zu schlucken definierten Kröten aufzuwiegen. > > Ja genau. So wird das nun gemacht. So kritisieren es nun endlich die SZ > und seit Jahren schon ich selbst. > > Das heißt das jeder der sich einen SPD-Mitgliedsausweis zulegt nun die > Macht hat. Weitaus mehr Macht als die Wahlbürger mit ihren Stimmen 2. > Klasse. Erst das SPD-Mitgliedervotum entscheidet später, was die > Wählerstimme wert ist. > > Ich will Dir mal sagen was die Partei zu tun hat: Einen Plan erstellen, > ein Wahlprogramm, und passende Kandidaten zu diesem Plan und ihren > Wahlversprechen aufzustellen. > Aber wenn der Wähler dann tatsächlich so einem Kandidaten ein Votum > gibt, ist das tausendmal wertvoller als jedes Parteibuch und jeder > willkürliche Parteieintritt von Hinz und Kunz und seinem Schwager. > > Aber Hinz und Kunz und ihr Schwager entscheiden bei der SPD mit ihrem > Parteibuch nun, was demokratisch mit der Wählerstimme und dem > Wählervertrauen legitimierte Abgordnete tun dürfen. Ob sie koalieren > dürfen oder nicht. > > > Pfui Deibel. > > > Selbst die SZ schreibt dazu : "Tatsächlich aber haben nun gerade einmal > 12 000 Sozialdemokraten darüber entschieden, wie die Hauptstadt künftig > regiert werden soll." > > > neudert@5sl.org Gibt es demokratische Defizite, wenn eine politische Partei nachträglich per Mitgliederentscheid über das Zustandekommen einer Koalition von bereits demokratisch mit einem Mandat gewählten Abgeordneten entscheidet? ChatGPT 3.5: Es kann argumentiert werden, dass es demokratische Defizite gibt, wenn eine politische Partei per Mitgliederentscheid über das Zustandekommen einer Koalition von bereits demokratisch mit einem Mandat gewählten Abgeordneten entscheidet. Einerseits können Mitgliederentscheide als eine Form der direkten Demokratie betrachtet werden, die die Beteiligung der Basis und somit eine breitere demokratische Teilhabe fördern kann. Andererseits können sie auch als eine Art der Einmischung in die Arbeit der gewählten Abgeordneten betrachtet werden, da sie möglicherweise eine unverhältnismäßig große Rolle bei der Bildung von Regierungen spielen können. Eine demokratische Wahl ist ein Prozess, bei dem die Bürger durch ihre Stimmabgabe entscheiden, welche Personen sie vertreten sollen. Die Entscheidung über die Bildung von Koalitionen sollte daher idealerweise bei den gewählten Abgeordneten und ihren Fraktionen liegen, die auf der Grundlage ihrer politischen Programme und Überzeugungen entscheiden sollten, mit welchen Parteien sie zusammenarbeiten möchten. Wenn eine politische Partei jedoch einen Mitgliederentscheid über das Zustandekommen einer Koalition abhält, kann dies zu einer Schwächung der Verantwortung der gewählten Abgeordneten führen, indem sie gezwungen sind, auf die Meinung ihrer Basis zu hören und möglicherweise Entscheidungen zu treffen, die nicht mit ihrer Überzeugung übereinstimmen. Insgesamt hängt die Bewertung der demokratischen Legitimität eines solchen Verfahrens von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich des spezifischen Kontextes, der Regeln und Verfahren, die bei der Entscheidungsfindung angewendet werden, und der Frage, ob die Einbindung der Basis in die Entscheidungsfindung das Ergebnis tatsächlich demokratischer und repräsentativer macht oder nicht. ============ Die KI versteht offensichtlich mehr von Demokratie als einige Regulars hier.
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> |
|---|---|
| Date | 2023-04-25 03:16 -0700 |
| Message-ID | <4e3bc300-abb3-4ba4-bd39-57f6ce25a531n@googlegroups.com> |
| In reply to | #591755 |
Ländischwätzi schrieb am Dienstag, 25. April 2023 um 11:56:29 UTC+2: > ChatGPT 3.5: > > Es kann argumentiert werden, dass es Na siehste, schreibt schon deutlich sinnfälliger als Du...
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Peter Veith <veith@snafu.de> |
|---|---|
| Date | 2023-04-25 04:55 -0700 |
| Message-ID | <7bbf49cc-afdf-4fb6-9cc1-595292991399n@googlegroups.com> |
| In reply to | #591755 |
Dr. Joachim Neudert zitierte am Dienstag, 25. April 2023 um 11:56:29 UTC+2 eine KI: > Abgeordnete "gezwungen sind, auf die Meinung ihrer Basis zu hören". Teufel, never, "egal was meine deutschen Wähler [oder anderen Parteimitglieder] wollen"! Peter
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> |
|---|---|
| Date | 2023-04-25 03:15 -0700 |
| Message-ID | <4bb5fb92-2a01-4bce-b205-ae8ce6c71733n@googlegroups.com> |
| In reply to | #591747 |
Ländischwätzi schrieb am Dienstag, 25. April 2023 um 10:29:37 UTC+2: > Pfui Deibel. So lassen sich Deine Ausführungen im Usenet in der Tat sinnwahrend zusammenfassen.
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Markus Ermert <mspammei@gmail.com> |
|---|---|
| Date | 2023-04-26 10:25 +0000 |
| Message-ID | <kascgvF5q84U1@mid.individual.net> |
| In reply to | #591747 |
Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> wrote: > Am 25.04.23 um 09:49 schrieb Diedrich Ehlerding: >> Quatsch. Die Mitglieder entscheiden, ob das, was in >> Koalitionsverhandlungen erreichbar wart, ausreichend ist, die in eben >> diesen Verhandlungen als zu schlucken definierten Kröten aufzuwiegen. > > Ja genau. So wird das nun gemacht. So kritisieren es nun endlich die SZ > und seit Jahren schon ich selbst. > > Das heißt das jeder der sich einen SPD-Mitgliedsausweis zulegt nun die > Macht hat. Weitaus mehr Macht als die Wahlbürger mit ihren Stimmen 2. > Klasse. Dass die Mitglieder entscheiden, ist nicht der relevante Punkt. Woanders entscheidet halt der Vorstand oder ein noch kleineres Gremium. Das Grundproblem ist, dass Parteien samt nichtgewählter Personen sich anmaßen, über das Stimm- und Wahlverhalten von Parlamentariern zu bestimmen. Das entspricht weder dem Tenor noch dem Wortlaut des Grundgesetzes. Ich halte es für potenziell verfassungswidrig. Gilt auch für die sog. "Koalitionsverträge", wo nichtgewählte Parteivorsitzende Dokumente unterschreiben, die Arbeitsvorgaben für gewählte Abgeordnete darstellen.
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Detlef Meißner <ungelesen@mailinator.com> |
|---|---|
| Date | 2023-04-26 12:46 +0200 |
| Message-ID | <kasdohF5evnU2@mid.individual.net> |
| In reply to | #591882 |
Am 26.04.2023 um 12:25 schrieb Markus Ermert: > Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> wrote: >> Am 25.04.23 um 09:49 schrieb Diedrich Ehlerding: > >>> Quatsch. Die Mitglieder entscheiden, ob das, was in >>> Koalitionsverhandlungen erreichbar wart, ausreichend ist, die in eben >>> diesen Verhandlungen als zu schlucken definierten Kröten aufzuwiegen. >> >> Ja genau. So wird das nun gemacht. So kritisieren es nun endlich die SZ >> und seit Jahren schon ich selbst. >> >> Das heißt das jeder der sich einen SPD-Mitgliedsausweis zulegt nun die >> Macht hat. Weitaus mehr Macht als die Wahlbürger mit ihren Stimmen 2. >> Klasse. > > Dass die Mitglieder entscheiden, ist nicht der relevante Punkt. Woanders > entscheidet halt der Vorstand oder ein noch kleineres Gremium. > > Das Grundproblem ist, dass Parteien samt nichtgewählter Personen sich > anmaßen, über das Stimm- und Wahlverhalten von Parlamentariern zu > bestimmen. Das entspricht weder dem Tenor noch dem Wortlaut des > Grundgesetzes. Ich halte es für potenziell verfassungswidrig. > > Gilt auch für die sog. "Koalitionsverträge", wo nichtgewählte > Parteivorsitzende Dokumente unterschreiben, die Arbeitsvorgaben für > gewählte Abgeordnete darstellen. Dein Ansatz setzt zu spät an. Detlef -- Für objektiv wird man gehalten, wenn man den Leuten recht gibt. (Crignis)
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> |
|---|---|
| Date | 2023-04-26 03:54 -0700 |
| Message-ID | <a73cdbf8-f5ab-4f18-bb1f-787cb86daf22n@googlegroups.com> |
| In reply to | #591888 |
Detlef Meißner schrieb am Mittwoch, 26. April 2023 um 12:46:44 UTC+2: > Am 26.04.2023 um 12:25 schrieb [...] Ermert: > > Gilt auch für die sog. "Koalitionsverträge", wo nichtgewählte > > Parteivorsitzende Dokumente unterschreiben, die Arbeitsvorgaben für > > gewählte Abgeordnete darstellen. > > Dein Ansatz setzt zu spät an. Bei uns sind die meisten Parteivorsitzenden gewählt, von den Mitgliedern oder Gremien ihrer Partei. Ausnahmen wollen mir gerade nicht einfallen. Praktischerweise sind die Parteivorsitzenden auch in Fraktion oder Regierung meist vorne mit dabei. Eine bekannte Ausnahme war Willy Brandt, der nur von seinem Regierungsamt zurücktrat, zugunsten von Schmidt; Wehner war Langzeitfraktionschef.
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Markus Ermert <mspammei@gmail.com> |
|---|---|
| Date | 2023-04-26 12:22 +0000 |
| Message-ID | <kasjceF6qs1U1@mid.individual.net> |
| In reply to | #591888 |
Detlef Meißner <ungelesen@mailinator.com> wrote: > Am 26.04.2023 um 12:25 schrieb Markus Ermert: >> Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> wrote: >>> Am 25.04.23 um 09:49 schrieb Diedrich Ehlerding: >> >>>> Quatsch. Die Mitglieder entscheiden, ob das, was in >>>> Koalitionsverhandlungen erreichbar wart, ausreichend ist, die in eben >>>> diesen Verhandlungen als zu schlucken definierten Kröten aufzuwiegen. >>> >>> Ja genau. So wird das nun gemacht. So kritisieren es nun endlich die SZ >>> und seit Jahren schon ich selbst. >>> >>> Das heißt das jeder der sich einen SPD-Mitgliedsausweis zulegt nun die >>> Macht hat. Weitaus mehr Macht als die Wahlbürger mit ihren Stimmen 2. >>> Klasse. >> >> Dass die Mitglieder entscheiden, ist nicht der relevante Punkt. Woanders >> entscheidet halt der Vorstand oder ein noch kleineres Gremium. >> >> Das Grundproblem ist, dass Parteien samt nichtgewählter Personen sich >> anmaßen, über das Stimm- und Wahlverhalten von Parlamentariern zu >> bestimmen. Das entspricht weder dem Tenor noch dem Wortlaut des >> Grundgesetzes. Ich halte es für potenziell verfassungswidrig. >> >> Gilt auch für die sog. "Koalitionsverträge", wo nichtgewählte >> Parteivorsitzende Dokumente unterschreiben, die Arbeitsvorgaben für >> gewählte Abgeordnete darstellen. > > Dein Ansatz setzt zu spät an. Nein, denn die Rolle der Parteien bei der Kandidatenaufstellung ist eine ganz andere, und sie ist da auch sinnvoll und vom GG voll gedeckt. Daraus folgt aber nicht, dass sie es auch nach erfolgter Parlamentswahl noch ist, denn das ist eine ganz andere politische Sphäre.
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Detlef Meißner <ungelesen@mailinator.com> |
|---|---|
| Date | 2023-04-26 14:35 +0200 |
| Message-ID | <kask48F6m9oU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #591900 |
Am 26.04.2023 um 14:22 schrieb Markus Ermert: > Detlef Meißner <ungelesen@mailinator.com> wrote: >> Am 26.04.2023 um 12:25 schrieb Markus Ermert: >>> Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> wrote: >>>> Am 25.04.23 um 09:49 schrieb Diedrich Ehlerding: >>> >>>>> Quatsch. Die Mitglieder entscheiden, ob das, was in >>>>> Koalitionsverhandlungen erreichbar wart, ausreichend ist, die in eben >>>>> diesen Verhandlungen als zu schlucken definierten Kröten aufzuwiegen. >>>> >>>> Ja genau. So wird das nun gemacht. So kritisieren es nun endlich die SZ >>>> und seit Jahren schon ich selbst. >>>> >>>> Das heißt das jeder der sich einen SPD-Mitgliedsausweis zulegt nun die >>>> Macht hat. Weitaus mehr Macht als die Wahlbürger mit ihren Stimmen 2. >>>> Klasse. >>> >>> Dass die Mitglieder entscheiden, ist nicht der relevante Punkt. Woanders >>> entscheidet halt der Vorstand oder ein noch kleineres Gremium. >>> >>> Das Grundproblem ist, dass Parteien samt nichtgewählter Personen sich >>> anmaßen, über das Stimm- und Wahlverhalten von Parlamentariern zu >>> bestimmen. Das entspricht weder dem Tenor noch dem Wortlaut des >>> Grundgesetzes. Ich halte es für potenziell verfassungswidrig. >>> >>> Gilt auch für die sog. "Koalitionsverträge", wo nichtgewählte >>> Parteivorsitzende Dokumente unterschreiben, die Arbeitsvorgaben für >>> gewählte Abgeordnete darstellen. >> >> Dein Ansatz setzt zu spät an. > > Nein, denn die Rolle der Parteien bei der Kandidatenaufstellung ist eine > ganz andere, und sie ist da auch sinnvoll und vom GG voll gedeckt. Nun ja: "Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit. Ihre Gründung ist frei. Ihre innere Ordnung muss demokratischen Grundsätzen entsprechen. Sie müssen über die Herkunft und Verwendung ihrer Mittel sowie über ihr Vermögen öffentlich Rechenschaft geben." Zu diesem Artikel gibt es massenweise kritische Literatur. Und in der Schule haben wir darüber bereits vor fast 60 Jahren gesprochen. > Daraus > folgt aber nicht, dass sie es auch nach erfolgter Parlamentswahl noch ist, > denn das ist eine ganz andere politische Sphäre. Eben das folgt nicht daraus. Abgeordnete sind nicht daran gebunden - zumindest in der Theorie. Wer allerdings Politiker von Anfang an als Beruf gewählt hat, der hat vermutlich ein Problem. Detlef -- Für objektiv wird man gehalten, wenn man den Leuten recht gibt. (Crignis)
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Markus Ermert <mspammei@gmail.com> |
|---|---|
| Date | 2023-04-26 12:48 +0000 |
| Message-ID | <kasksbF71joU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #591901 |
Detlef Meißner <ungelesen@mailinator.com> wrote: > Am 26.04.2023 um 14:22 schrieb Markus Ermert: >> Detlef Meißner <ungelesen@mailinator.com> wrote: >>> Am 26.04.2023 um 12:25 schrieb Markus Ermert: >>>> Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> wrote: >>>>> Am 25.04.23 um 09:49 schrieb Diedrich Ehlerding: >>>> >>>>>> Quatsch. Die Mitglieder entscheiden, ob das, was in >>>>>> Koalitionsverhandlungen erreichbar wart, ausreichend ist, die in eben >>>>>> diesen Verhandlungen als zu schlucken definierten Kröten aufzuwiegen. >>>>> >>>>> Ja genau. So wird das nun gemacht. So kritisieren es nun endlich die SZ >>>>> und seit Jahren schon ich selbst. >>>>> >>>>> Das heißt das jeder der sich einen SPD-Mitgliedsausweis zulegt nun die >>>>> Macht hat. Weitaus mehr Macht als die Wahlbürger mit ihren Stimmen 2. >>>>> Klasse. >>>> >>>> Dass die Mitglieder entscheiden, ist nicht der relevante Punkt. Woanders >>>> entscheidet halt der Vorstand oder ein noch kleineres Gremium. >>>> >>>> Das Grundproblem ist, dass Parteien samt nichtgewählter Personen sich >>>> anmaßen, über das Stimm- und Wahlverhalten von Parlamentariern zu >>>> bestimmen. Das entspricht weder dem Tenor noch dem Wortlaut des >>>> Grundgesetzes. Ich halte es für potenziell verfassungswidrig. >>>> >>>> Gilt auch für die sog. "Koalitionsverträge", wo nichtgewählte >>>> Parteivorsitzende Dokumente unterschreiben, die Arbeitsvorgaben für >>>> gewählte Abgeordnete darstellen. >>> >>> Dein Ansatz setzt zu spät an. >> >> Nein, denn die Rolle der Parteien bei der Kandidatenaufstellung ist eine >> ganz andere, und sie ist da auch sinnvoll und vom GG voll gedeckt. > > Nun ja: "Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des > Volkes mit. Wohlgemerkt: Willensbildung. Nicht: Gesetzgebung, Bestimmung der Exekutive. Das Aufstellungs- und Wahlverfahren zum Bundestag ist im GG ausdrücklich *nicht* geregelt, die starke Rolle der Parteien dabei liegt daher innerhalb des gesetzlichen Gestaltungsspielraums. Willensbildung eben. Anders als die parlamentarischen Wahlen und Beschlussfassungen, sie sind im GG recht detailliert geregelt, ohne dass hier eine Mitwirkung der Parteien erwähnt wird. Die war definitiv von den GG-Machern so nicht beabsichtigt. >> Daraus >> folgt aber nicht, dass sie es auch nach erfolgter Parlamentswahl noch ist, >> denn das ist eine ganz andere politische Sphäre. > > Eben das folgt nicht daraus. > Abgeordnete sind nicht daran gebunden - zumindest in der Theorie Genau. In der Theorie. Darum geht's ja: In Text und Theorie sind die Abgeordneten unabhängig, was durch den Parteieneinfluss ausgehöhlt wird.
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
Page 2 of 3 — ← Prev page 1 [2] 3 Next page →
Back to top | Article view | ger.ct
csiph-web