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Groups > ger.ct > #591598 > unrolled thread
| Started by | "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> |
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| First post | 2023-04-24 10:14 +0200 |
| Last post | 2023-04-26 10:30 +0200 |
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SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2023-04-24 10:14 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-04-24 01:58 -0700
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2023-04-24 11:25 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-04-24 02:50 -0700
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> - 2023-04-24 16:02 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2023-04-24 12:46 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-04-24 14:50 +0000
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-04-25 00:11 -0700
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-04-25 07:46 +0000
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-04-25 01:18 -0700
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-04-25 13:26 +0000
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2023-04-25 10:02 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-04-25 13:46 +0000
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-04-26 00:39 -0700
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-04-26 09:19 +0000
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Gunter Kühne <kuehne-g@freenet.de> - 2023-04-25 03:51 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-04-24 03:17 -0700
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-04-24 03:12 -0700
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2023-04-24 12:44 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> - 2023-04-24 16:17 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-04-24 07:33 -0700
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2023-04-24 17:09 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> - 2023-04-24 18:58 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Heiko Rost <heiko.rost@gmx.de> - 2023-04-24 20:13 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Michael Zink <michael@swamp.franken.de> - 2023-04-24 22:42 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2023-04-25 08:17 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2023-04-25 08:42 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-04-25 00:14 -0700
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> - 2023-04-25 09:49 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2023-04-25 10:29 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2023-04-25 11:56 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-04-25 03:16 -0700
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-04-25 04:55 -0700
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-04-25 03:15 -0700
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Markus Ermert <mspammei@gmail.com> - 2023-04-26 10:25 +0000
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Detlef Meißner <ungelesen@mailinator.com> - 2023-04-26 12:46 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-04-26 03:54 -0700
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Markus Ermert <mspammei@gmail.com> - 2023-04-26 12:22 +0000
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Detlef Meißner <ungelesen@mailinator.com> - 2023-04-26 14:35 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Markus Ermert <mspammei@gmail.com> - 2023-04-26 12:48 +0000
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Detlef Meißner <ungelesen@mailinator.com> - 2023-04-26 14:50 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Stefan Schmitz <ss32@gmx.de> - 2023-04-26 15:28 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Markus Ermert <mspammei@gmail.com> - 2023-04-26 14:02 +0000
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Detlef Meißner <ungelesen@mailinator.com> - 2023-04-26 16:17 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Markus Ermert <mspammei@gmail.com> - 2023-04-26 16:22 +0000
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Detlef Meißner <ungelesen@mailinator.com> - 2023-04-26 18:50 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2023-04-26 11:57 +0000
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2023-04-26 22:22 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2023-04-27 05:06 +0000
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2023-04-27 07:45 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Markus Ermert <mspammei@gmail.com> - 2023-04-27 06:30 +0000
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Gunter Kühne <kuehne-g@freenet.de> - 2023-04-26 14:37 +0200
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-04-26 00:35 -0700
Re: SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin Gunter Kühne <kuehne-g@freenet.de> - 2023-04-26 10:30 +0200
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| From | "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2023-04-24 10:14 +0200 |
| Subject | SZ: Mitgliderentscheidung der SPD in Berlin |
| Message-ID | <u25dp0$3mjpp$1@solani.org> |
Die SZ schreibt heute: "Für die Berliner insgesamt ist das Mitgliedervotum nur eine weitere recht schräge Volte in den vergangenen Monaten: Knapp 3,7 Millionen Menschen leben in der Stadt, 2,4 Millionen davon sind wahlberechtigt. Tatsächlich aber haben nun gerade einmal 12 000 Sozialdemokraten darüber entschieden, wie die Hauptstadt künftig regiert werden soll. Das ist, schnell gerechnet, gerade einmal ein Anteil von 0,3 Prozent der Einwohner. So sehr es innerhalb der SPD also notwendig ist, diese Debatten weiter auszutragen, so wenig wäre Zeit für derartige Selbstbeschäftigung. Berlin kann es sich kaum leisten, von den Befindlichkeiten in der SPD in Geiselhaft genommen zu werden." Ach was. Potzblitz. Jetzt ist es sogar schon der Süddeutschen Zeitung aufgefallen, was es bedeutet daß jede demokratische Bürger-Wählerstimme für die SPD (die Wähler 2. Klasse) unter Vorbehalt der Abstimmung der SPD-Mitglieder gestellt wird (die Wähler der ersten Klasse, die entscheiden ob man das Votum der Wähler 2. Klasse als Regierungsauftrag sehen darf oder nicht). Seit ein paar Jahren schon frage ich hier und in Foren, was dieses Verhalten mit der Demokratie in unserem Lande macht. Nichts Gutes, schwant nun erstmals auch den Journalisten der SZ. https://www.sueddeutsche.de/meinung/berlin-cdu-spd-wahl-koalition-kommentar-1.5817040 -- Bitt um Vrzihung, di Tast " " klmmt manchmal...
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| From | Peter Veith <veith@snafu.de> |
|---|---|
| Date | 2023-04-24 01:58 -0700 |
| Message-ID | <f0479fca-8d55-44a5-89d0-51f8c9b05735n@googlegroups.com> |
| In reply to | #591598 |
Dr. Joachim Neudert schrieb am Montag, 24. April 2023 um 10:14:26 UTC+2: > Die SZ schreibt heute: > > "Für die Berliner insgesamt ist das Mitgliedervotum nur eine weitere > recht schräge Volte in den vergangenen Monaten: Knapp 3,7 Millionen > Menschen leben in der Stadt, 2,4 Millionen davon sind wahlberechtigt. > Tatsächlich aber haben nun gerade einmal 12 000 Sozialdemokraten darüber > entschieden, wie die Hauptstadt künftig regiert werden soll. Das ist, > schnell gerechnet, gerade einmal ein Anteil von 0,3 Prozent der > Einwohner. Bei der CDU debattieren und entscheiden derweil Delegierte eines Parteitages über die gleiche Frage. Wieviel % werden das wohl sein? > Ach was. Potzblitz. Jetzt ist es sogar schon der Süddeutschen Zeitung > aufgefallen, was es bedeutet daß jede demokratische Bürger-Wählerstimme > für die SPD (die Wähler 2. Klasse) unter Vorbehalt der Abstimmung der > SPD-Mitglieder gestellt wird (die Wähler der ersten Klasse, die > entscheiden ob man das Votum der Wähler 2. Klasse als Regierungsauftrag > sehen darf oder nicht). Nun, die Entscheidung könnte auch ohne erst die Parteibasis, mittels Mitgliedervotum oder Parteitag, zu fragen, durch ein "Politbüro" gefällt werden. Wie "demokratisch" wäre das? Natürlich könnte auch ein (Alters-) Präsident oder König die aus dem Wahlen als stärkste Partei hervorgegangene mit der Regierungsbildung beauftragen. In anderen Ländern nicht unüblich. Ich finde die britische Form symphatisch, die entsprechend ausgebaut werden könnte. Dort können "Mitglieder, nationale und Europa-Abgeordnete sowie Gewerkschaftsmitglieder den nächsten Labour-Chef bestimmen". Um dem "eisernen Griff der Gewerkschaften" zu entkommen, konnten bereits letztes Mal auch Externe, wie "Ned, eine dreijährige Katze", mitwählen, soweit sie oder ihr Herrchen bereit waren 3 Pfund zu zahlen. 2016 sollte diese Schutz^^^Mitwahlgebühr lediglich auf 25 Pfund erhöht werden. http://www.welt.de/politik/ausland/article146303186 https://telepolis.de/-3269809 > Seit ein paar Jahren schon frage ich hier und in Foren, was dieses > Verhalten mit der Demokratie in unserem Lande macht. Nichts Gutes, > schwant nun erstmals auch den Journalisten der SZ. Vorsorglich: Nichts liegt mir ferner, als die SPD oder CDU zu verteidigen, aber hier ist die Kritik überzogen. Zudem mosere ich nicht an den SZ "Mitgliedern" herum, die die SPD Frauen unsichtbar machen ;-) Peter
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| From | "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2023-04-24 11:25 +0200 |
| Message-ID | <u25htm$3mjpo$1@solani.org> |
| In reply to | #591605 |
Am 24.04.23 um 10:58 schrieb Peter Veith: > Dr. Joachim Neudert schrieb am Montag, 24. April 2023 um 10:14:26 UTC+2: > >> Die SZ schreibt heute: >> >> "Für die Berliner insgesamt ist das Mitgliedervotum nur eine weitere >> recht schräge Volte in den vergangenen Monaten: Knapp 3,7 Millionen >> Menschen leben in der Stadt, 2,4 Millionen davon sind wahlberechtigt. >> Tatsächlich aber haben nun gerade einmal 12 000 Sozialdemokraten darüber >> entschieden, wie die Hauptstadt künftig regiert werden soll. Das ist, >> schnell gerechnet, gerade einmal ein Anteil von 0,3 Prozent der >> Einwohner. > > Bei der CDU debattieren und entscheiden derweil Delegierte eines > Parteitages über die gleiche Frage. Wieviel % werden das wohl sein? > >> Ach was. Potzblitz. Jetzt ist es sogar schon der Süddeutschen Zeitung >> aufgefallen, was es bedeutet daß jede demokratische Bürger-Wählerstimme >> für die SPD (die Wähler 2. Klasse) unter Vorbehalt der Abstimmung der >> SPD-Mitglieder gestellt wird (die Wähler der ersten Klasse, die >> entscheiden ob man das Votum der Wähler 2. Klasse als Regierungsauftrag >> sehen darf oder nicht). > > Nun, die Entscheidung könnte auch ohne erst die Parteibasis, mittels > Mitgliedervotum oder Parteitag, zu fragen, durch ein "Politbüro" gefällt > werden. Wie "demokratisch" wäre das? Es gibt nur eine demokratisch legitimierte Verfahrensweise: Die vom Souverän mit einem Mandat ausgestatteten Abgeordneten entscheiden selbst, ob und mit wem sie regieren oder opponieren wollen. Nicht die Parteibasis mit Abstimmungen. Nicht die Partei-Granden per Ordre de mufti. Sondern die von der Bevölkerung gewählten Mandatsträger. Denn was ist, wenn diese Abgordneten, die nach ihrem Wahlkampf gewählt wurden, nun gern regieren wollen (oder opponieren), und das Parteifußvolk will es ihnen verwehren, oder die Partei-Spitze? Dann entscheiden plötzlich diese nicht legitimierten und nicht gewählten Leute über die Regierung. Schon komisch, so eine Demokratie, was? > > Natürlich könnte auch ein (Alters-) Präsident oder König die aus dem > Wahlen als stärkste Partei hervorgegangene mit der Regierungsbildung > beauftragen. In anderen Ländern nicht unüblich. > > Ich finde die britische Form symphatisch, die entsprechend ausgebaut > werden könnte. Dort können "Mitglieder, nationale und Europa-Abgeordnete > sowie Gewerkschaftsmitglieder den nächsten Labour-Chef bestimmen". > Um dem "eisernen Griff der Gewerkschaften" zu entkommen, konnten > bereits letztes Mal auch Externe, wie "Ned, eine dreijährige Katze", mitwählen, > soweit sie oder ihr Herrchen bereit waren 3 Pfund zu zahlen. 2016 sollte > diese Schutz^^^Mitwahlgebühr lediglich auf 25 Pfund erhöht werden. > http://www.welt.de/politik/ausland/article146303186 > https://telepolis.de/-3269809 > >> Seit ein paar Jahren schon frage ich hier und in Foren, was dieses >> Verhalten mit der Demokratie in unserem Lande macht. Nichts Gutes, >> schwant nun erstmals auch den Journalisten der SZ. > > Vorsorglich: Nichts liegt mir ferner, als die SPD oder CDU zu verteidigen, > aber hier ist die Kritik überzogen. Zudem mosere ich nicht an den SZ > "Mitgliedern" herum, die die SPD Frauen unsichtbar machen ;-) > > Peter -- Bitt um Vrzihung, di Tast " " klmmt manchmal...
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| From | Peter Veith <veith@snafu.de> |
|---|---|
| Date | 2023-04-24 02:50 -0700 |
| Message-ID | <66c4a71f-5eb2-4a59-a0b0-d74ddbd8c1acn@googlegroups.com> |
| In reply to | #591614 |
Dr. Joachim Neudert schrieb am Montag, 24. April 2023 um 11:25:12 UTC+2:
> Am 24.04.23 um 10:58 schrieb Peter Veith:
> > Nun, die Entscheidung könnte auch ohne erst die Parteibasis, mittels
> > Mitgliedervotum oder Parteitag, zu fragen, durch ein "Politbüro" gefällt
> > werden. Wie "demokratisch" wäre das?
>
> Es gibt nur eine demokratisch legitimierte Verfahrensweise:
Es könnte so einfach sein! Vor allem, wenn Du das bestimmen könntest.
> Die vom Souverän mit einem Mandat ausgestatteten Abgeordneten
> entscheiden selbst, ob und mit wem sie regieren oder opponieren wollen.
Wann und warum wurden eigentlich die Mitgliederbefragungen (direkt
oder via Delegierte) üblich geworden? Mich deucht, das war erst in den
1990ern.
> Nicht die Parteibasis mit Abstimmungen. Nicht die Partei-Granden per
> Ordre de mufti. Sondern die von der Bevölkerung gewählten Mandatsträger.
Nun ja, es gibt immer Oberzampanos und Seilschaften ("Macher").
Diese Methode könnte zum einen deren Macht begrenzen und zum
anderen die Verantwortung abwälzen:
Das Volk^^^ die Mitglieder wollen es so!
Aspekte:
* Pro: Eine Mitgliederbefragung "hätte eine Befriedungsfunktion. Eine
– möglicherweise knappe – alleinige Parteitagsentscheidung
würde das Risiko von Unruhen und weiteren Streitigkeiten bei
dem Thema mit sich bringen, möglicherweise auch zu einem Konflikt
zwischen Basis und Funktionsträgern."
https://www.mit-bund.de/content/basis-staerker-einbinden-fuer-eine-mitgliederbefragung-ueber-verbindliche-frauenquoten
* Pro: Mittel gegen Politiker- und Parteienverdrossenheit?
* Contra: Ausstieg aus der Professionalität?
> Dann entscheiden plötzlich diese nicht legitimierten und nicht gewählten
> Leute über die Regierung.
Nun, andernfalls müssten wir "Parteien" und gar "Fraktionen"! abschaffen.
Ich denke da auch an Listenplätze und Fraktionszwang (denen es nicht gibt).
Die lukrativen Pöstchen im Parlament und Fraktion nicht vergessen.
> Schon komisch, so eine Demokratie, was?
Peter
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| From | Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> |
|---|---|
| Date | 2023-04-24 16:02 +0200 |
| Message-ID | <kanggbFcsfdU2@mid.individual.net> |
| In reply to | #591616 |
Hallo, Am 24.04.23 um 11:50 schrieb Peter Veith: > Dr. Joachim Neudert schrieb am Montag, 24. April 2023 um 11:25:12 UTC+2: > >> Am 24.04.23 um 10:58 schrieb Peter Veith: >>> Nun, die Entscheidung könnte auch ohne erst die Parteibasis, mittels >>> Mitgliedervotum oder Parteitag, zu fragen, durch ein "Politbüro" gefällt >>> werden. Wie "demokratisch" wäre das? >> >> Es gibt nur eine demokratisch legitimierte Verfahrensweise: > > Es könnte so einfach sein! Vor allem, wenn Du das bestimmen könntest. > >> Die vom Souverän mit einem Mandat ausgestatteten Abgeordneten >> entscheiden selbst, ob und mit wem sie regieren oder opponieren wollen. > > Wann und warum wurden eigentlich die Mitgliederbefragungen (direkt > oder via Delegierte) üblich geworden? Mich deucht, das war erst in den > 1990ern. 2013: "Das Mitgliedervotum der SPD zum Koalitionsvertrag 2013 war eine Befragung der Mitglieder der SPD, .. -- Es war die erste Mitgliederbefragung von Parteimitgliedern in Deutschland, die sich mit einer solchen Frage beschäftigte..." <https://de.wikipedia.org/wiki/Mitgliedervotum_der_SPD_zum_Koalitionsvertrag_2013> Die Andern trauen sich nicht :-) Ciao Walter
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| From | Michael Bode <m.g.bode@web.de> |
|---|---|
| Date | 2023-04-24 12:46 +0200 |
| Message-ID | <kan50nFbgfoU5@mid.individual.net> |
| In reply to | #591614 |
"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> writes: > Es gibt nur eine demokratisch legitimierte Verfahrensweise: Die vom > Souverän mit einem Mandat ausgestatteten Abgeordneten entscheiden > selbst, ob und mit wem sie regieren oder opponieren wollen. Mit dem neuen Wahlrecht wird die Erststimme zur Nebenstimme und die Partei stattet die Abgeordneten mit einem Mandat aus.
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| From | Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) |
|---|---|
| Date | 2023-04-24 14:50 +0000 |
| Message-ID | <dt644695d1i1f4ff7n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at> |
| In reply to | #591614 |
On Mon, 24 Apr 2023 11:25:10 Dr. Joachim Neudert wrote: > Am 24.04.23 um 10:58 schrieb Peter Veith: >> Dr. Joachim Neudert schrieb am Montag, 24. April 2023 um 10:14:26 UTC+2: >>> Die SZ schreibt heute: >>> "Für die Berliner insgesamt ist das Mitgliedervotum nur eine >>> weitere recht schräge Volte in den vergangenen Monaten: Knapp >>> 3,7 Millionen Menschen leben in der Stadt, 2,4 Millionen davon >>> sind wahlberechtigt. Tatsächlich aber haben nun gerade einmal >>> 12 000 Sozialdemokraten darüber entschieden, wie die Hauptstadt >>> künftig regiert werden soll. Tatsächlich ist das natürlich in mehrerlei Hinsicht Humbug, aber was kümmert das schon die SZ oder deren Leser? >> Nun, die Entscheidung könnte auch ohne erst die Parteibasis, >> mittels Mitgliedervotum oder Parteitag, zu fragen, durch ein >> "Politbüro" gefällt werden. Wie "demokratisch" wäre das? > Es gibt nur eine demokratisch legitimierte Verfahrensweise: Die > vom Souverän mit einem Mandat ausgestatteten Abgeordneten > entscheiden selbst, ob und mit wem sie regieren oder opponieren > wollen. Tatsächlich werden sie das auch tun; auf Basis des Mitgliedervotums, das selbstverständlich nur Handlungsempfehlungen geben kann - aber auch soll, denn: > Dann entscheiden plötzlich diese nicht legitimierten und nicht > gewählten Leute über die Regierung. Bei uns werden Regierungen nicht von den Abgeordneten eingesetzt, sondern diese bloß implizit (durch Nichtaussprechen des Mißtrauens) im Amt bestätigt. Dafür gibt es dann auch weder Absprachen noch Mitgliedsbefragungen. Aber, hey, wer soll denn die Koalitionsverhandlungen für die zukünftige Exekutive führen? Doch nicht etwas die Legislative? > Schon komisch, so eine Demokratie, was? Schon komisch, so eine Gewaltenteilung, was? Dass Dir so ein Prozedere nicht gefällt, und zwar spanennderweise immer bei der SPD nicht, ist hier schon seit einigen Jahren bekannt. Bilden FDP oder C[DS]U ihre Regierungen und Koalitionsverträge denn über Abstimmung innerhalb der Abgeordneten? Das wäre ja komisch. >>> Seit ein paar Jahren schon frage ich hier und in Foren, was >>> dieses Verhalten mit der Demokratie in unserem Lande macht. >>> Nichts Gutes, schwant nun erstmals auch den Journalisten der SZ. Mir war so, als hättest Du auch damals schon die SZ zitiert, die naturgemäß auch wenig Freude mit der SPD hat. Servus, Stefan -- http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike Seeligkeit und Vergnügen. Mit Stefan. Ein öliges Vergnügen! (Sloganizer)
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| From | Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> |
|---|---|
| Date | 2023-04-25 00:11 -0700 |
| Message-ID | <234f8ad2-4a4e-4552-ae80-e11059c79953n@googlegroups.com> |
| In reply to | #591670 |
Stefan Froehlich schrieb am Montag, 24. April 2023 um 16:50:42 UTC+2: > On Mon, 24 Apr 2023 11:25:10 Dr. Joachim Neudert wrote: > > Am 24.04.23 um 10:58 schrieb Peter Veith: > >> Nun, die Entscheidung könnte auch ohne erst die Parteibasis, > >> mittels Mitgliedervotum oder Parteitag, zu fragen, durch ein > >> "Politbüro" gefällt werden. Wie "demokratisch" wäre das? > > > Es gibt nur eine demokratisch legitimierte Verfahrensweise: Die > > vom Souverän mit einem Mandat ausgestatteten Abgeordneten > > entscheiden selbst, ob und mit wem sie regieren oder opponieren > > wollen. > Tatsächlich werden sie das auch tun; auf Basis des Mitgliedervotums, > das selbstverständlich nur Handlungsempfehlungen geben kann Die Landesgliederungen der Parteien sind Koalitionspartner: https://spd.berlin/media/2023/04/Koalitionsvertrag_2023-2026_.pdf > - aber > auch soll, denn: > > Dann entscheiden plötzlich diese nicht legitimierten und nicht > > gewählten Leute über die Regierung. > Bei uns werden Regierungen nicht von den Abgeordneten eingesetzt, > sondern diese bloß implizit (durch Nichtaussprechen des Mißtrauens) > im Amt bestätigt. Dafür gibt es dann auch weder Absprachen noch > Mitgliedsbefragungen. > > Aber, hey, wer soll denn die Koalitionsverhandlungen für die > zukünftige Exekutive führen? Doch nicht etwas die Legislative? Es wären Modelle denkbar, in denen allein die Abgeordnetenhausfraktionen Koalitionspartner sind. Oder gar auch die ihnen angehörenden Abgeordneten, denn von ihnen wird nicht nur Wahl des RegBM erwartet, sondern auch Zustimmung zu Entwürfen zu Haushaltsgesetzen etc. > > Schon komisch, so eine Demokratie, was? > Schon komisch, so eine Gewaltenteilung, was? > > Dass Dir so ein Prozedere nicht gefällt, und zwar spanennderweise > immer bei der SPD nicht, ist hier schon seit einigen Jahren bekannt. > Bilden FDP oder C[DS]U ihre Regierungen und Koalitionsverträge denn > über Abstimmung innerhalb der Abgeordneten? Das wäre ja komisch. Früher ging so etwas weniger förmlich, nicht ohne Partei-, aber mit mehr Fraktionsbeteiligung, im Bund: https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2000_3_4_hofmann.pdf > >>> Seit ein paar Jahren schon frage ich hier und in Foren, was > >>> dieses Verhalten mit der Demokratie in unserem Lande macht. > >>> Nichts Gutes, schwant nun erstmals auch den Journalisten der SZ. > Mir war so, als hättest Du auch damals schon die SZ zitiert, die > naturgemäß auch wenig Freude mit der SPD hat. Letztens rechnete sie heftig mit der Bahnzerstörungspolitik der CSU-Bundesminister der letzten Zeiten ab. Gruß, ULF
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| From | Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) |
|---|---|
| Date | 2023-04-25 07:46 +0000 |
| Message-ID | <1t64478421i2154fen3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at> |
| In reply to | #591732 |
On Tue, 25 Apr 2023 09:11:40 Ulf Kutzner wrote: > Stefan Froehlich schrieb am Montag, 24. April 2023 um 16:50:42 UTC+2: >> On Mon, 24 Apr 2023 11:25:10 Dr. Joachim Neudert wrote: >> > Dann entscheiden plötzlich diese nicht legitimierten und nicht >> > gewählten Leute über die Regierung. >> Bei uns werden Regierungen nicht von den Abgeordneten eingesetzt, >> sondern diese bloß implizit (durch Nichtaussprechen des >> Mißtrauens) im Amt bestätigt. Dafür gibt es dann auch weder >> Absprachen noch Mitgliedsbefragungen. >> Aber, hey, wer soll denn die Koalitionsverhandlungen für die >> zukünftige Exekutive führen? Doch nicht etwas die Legislative? > Es wären Modelle denkbar, in denen allein die > Abgeordnetenhausfraktionen Koalitionspartner sind. Seit es bei uns Usus ist, dass gegen mehr als die Hälfte der Regierungsmitglieder ein paar Jahre später strafrechtliche Ermittlungen laufen, werden die Rufe nach einer "Expertenregierung" lauter, wie wir sie kurzzeitig bereits hatten. Das ist natürlich die reinste Form der Demokratie: Abgeordnete schließen - ggf. auch themenspezifisch - Bündnisse und Kompromisse und beauftragen dann eine von ihnen vollkommen unabhängige Regierung mit der Umsetzung der Ergebnisse. Leider dürfte das absolut praxisuntauglich sein. >> >>> Seit ein paar Jahren schon frage ich hier und in Foren, was >> >>> dieses Verhalten mit der Demokratie in unserem Lande macht. >> >>> Nichts Gutes, schwant nun erstmals auch den Journalisten der >> >>> SZ. >> Mir war so, als hättest Du auch damals schon die SZ zitiert, die >> naturgemäß auch wenig Freude mit der SPD hat. > Letztens rechnete sie heftig mit der Bahnzerstörungspolitik > der CSU-Bundesminister der letzten Zeiten ab. Die SZ ist immerhin noch nicht völlig realitätsfern, das stimmt. Man muss sie mit leichter Vorsicht konsumieren, aber im Vergleich z.B. zur NZZ ist sie absolut harmlos. Servus, Stefan -- http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike Stefan - Für junge Schlingel: Rudern wenn es geifert! (Sloganizer)
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| From | Peter Veith <veith@snafu.de> |
|---|---|
| Date | 2023-04-25 01:18 -0700 |
| Message-ID | <12cd4308-92f9-44f6-9b91-71ebbc076d65n@googlegroups.com> |
| In reply to | #591735 |
Stefan Froehlich schrieb am Dienstag, 25. April 2023 um 09:46:38 UTC+2: > Seit es bei uns Usus ist, dass gegen mehr als die Hälfte der > Regierungsmitglieder ein paar Jahre später strafrechtliche > Ermittlungen laufen, werden die Rufe nach einer "Expertenregierung" > lauter, wie wir sie kurzzeitig bereits hatten. Das ist natürlich die > reinste Form der Demokratie: Abgeordnete schließen - ggf. auch > themenspezifisch - Bündnisse und Kompromisse und beauftragen dann > eine von ihnen vollkommen unabhängige Regierung mit der Umsetzung > der Ergebnisse. Genial. Ergänzend wird das Parlament nicht mehr gewählt, sondern ausgelost: Jeder hat die Chance und wer muß, der muß. Hatten wir in datu 2019 bereits andiskutiert: https://groups.google.com/g/de.alt.talk.unmut/c/0ZJ94xuzAls/m/P5tIs6p8BAAJ Peter
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| From | Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) |
|---|---|
| Date | 2023-04-25 13:26 +0000 |
| Message-ID | <1t6447d195i21f5ban3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at> |
| In reply to | #591745 |
On Tue, 25 Apr 2023 10:18:09 Peter Veith wrote: > Stefan Froehlich schrieb am Dienstag, 25. April 2023 um 09:46:38 UTC+2: >> Seit es bei uns Usus ist, dass gegen mehr als die Hälfte der >> Regierungsmitglieder ein paar Jahre später strafrechtliche >> Ermittlungen laufen, werden die Rufe nach einer >> "Expertenregierung" lauter, wie wir sie kurzzeitig bereits >> hatten. Das ist natürlich die reinste Form der Demokratie: >> Abgeordnete schließen - ggf. auch themenspezifisch - Bündnisse >> und Kompromisse und beauftragen dann eine von ihnen vollkommen >> unabhängige Regierung mit der Umsetzung der Ergebnisse. > Genial. Naja, wir hatten in den paar Monaten einen Justizminister, der eine Brandrede gegen das hielt, was absehbar kurz danach beschlossen werden würde - und es dann als Exekutivorgan dennoch umsetzen musste. Das kann man schon tun, aber für längerfristige Politik ist es IMO nicht besonders aussichtsreicht. > Ergänzend wird das Parlament nicht mehr gewählt, sondern > ausgelost: Jeder hat die Chance und wer muß, der muß. Dafür bin ich schon seit langem, erleben werde ich es aber eher nicht mehr. Servus, Stefan -- http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike Stefan. Für imposante Kombüsen in rasanten Zeiten! (Sloganizer)
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| From | "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2023-04-25 10:02 +0200 |
| Message-ID | <u281ek$3ntln$3@solani.org> |
| In reply to | #591670 |
Am 24.04.23 um 16:50 schrieb Stefan Froehlich: > On Mon, 24 Apr 2023 11:25:10 Dr. Joachim Neudert wrote: >> Am 24.04.23 um 10:58 schrieb Peter Veith: >>> Dr. Joachim Neudert schrieb am Montag, 24. April 2023 um 10:14:26 UTC+2: >>>> Die SZ schreibt heute: > >>>> "Für die Berliner insgesamt ist das Mitgliedervotum nur eine >>>> weitere recht schräge Volte in den vergangenen Monaten: Knapp >>>> 3,7 Millionen Menschen leben in der Stadt, 2,4 Millionen davon >>>> sind wahlberechtigt. Tatsächlich aber haben nun gerade einmal >>>> 12 000 Sozialdemokraten darüber entschieden, wie die Hauptstadt >>>> künftig regiert werden soll. > > Tatsächlich ist das natürlich in mehrerlei Hinsicht Humbug, aber was > kümmert das schon die SZ oder deren Leser? > >>> Nun, die Entscheidung könnte auch ohne erst die Parteibasis, >>> mittels Mitgliedervotum oder Parteitag, zu fragen, durch ein >>> "Politbüro" gefällt werden. Wie "demokratisch" wäre das? > >> Es gibt nur eine demokratisch legitimierte Verfahrensweise: Die >> vom Souverän mit einem Mandat ausgestatteten Abgeordneten >> entscheiden selbst, ob und mit wem sie regieren oder opponieren >> wollen. > > Tatsächlich werden sie das auch tun; auf Basis des Mitgliedervotums, > das selbstverständlich nur Handlungsempfehlungen geben kann - aber > auch soll, denn: > >> Dann entscheiden plötzlich diese nicht legitimierten und nicht >> gewählten Leute über die Regierung. > > Bei uns werden Regierungen nicht von den Abgeordneten eingesetzt, > sondern diese bloß implizit (durch Nichtaussprechen des Mißtrauens) > im Amt bestätigt. Dafür gibt es dann auch weder Absprachen noch > Mitgliedsbefragungen. > > Aber, hey, wer soll denn die Koalitionsverhandlungen für die > zukünftige Exekutive führen? Doch nicht etwas die Legislative? Die Fraktion der von der Bevölkerung soeben gewählten Repräsentanten, würde ich vorschlagen. Die neu gewählten Mandatsträger also mit dem Regierungsauftrag ihrer Wähler. Nicht die Parteigranden, sortiert nach SPD-Eintrittsdatum. Oder die "Basis". Einen Parteiausweis kann sich jeder zulegen, das ist noch keine besondere Qualifikation oder Legitimation. Nach der Wahl ist genügend Zeit, daß diese Mandatsträger mit den ebenso neu gewählten Mandatsträgern der anderen Gruppierungen sich zusammensetzen und Gemeinsamkeiten und Differenzen ausloten, oder? Eben hat man ja auch 8 Wochen auf den Mitgliederentscheid warten müssen. > >> Schon komisch, so eine Demokratie, was? > > Schon komisch, so eine Gewaltenteilung, was? > > Dass Dir so ein Prozedere nicht gefällt, und zwar spanennderweise > immer bei der SPD nicht, ist hier schon seit einigen Jahren bekannt. > Bilden FDP oder C[DS]U ihre Regierungen und Koalitionsverträge denn > über Abstimmung innerhalb der Abgeordneten? Das wäre ja komisch. > >>>> Seit ein paar Jahren schon frage ich hier und in Foren, was >>>> dieses Verhalten mit der Demokratie in unserem Lande macht. >>>> Nichts Gutes, schwant nun erstmals auch den Journalisten der SZ. > > Mir war so, als hättest Du auch damals schon die SZ zitiert, die > naturgemäß auch wenig Freude mit der SPD hat. Meines Wissens nicht. Ich kann mich natürlich täuschen, aber die SZ hat das wohl auch noch nie thematisiert. "Wenig Freude"? Die SZ-Redaktion ist doch die in Papier gedruckte Weltsicht der Sozialdemokratie. Kennst Du sie offenbar nicht so gut? Aus Wien heraus natürlich nachvollziehbar. Die SZ ist ein sozialdemokratisches 15% Minderheitenprogramm auf Papier. Die hat im Gegenteil viel Freude an der SPD, und läßt das manipulativ wo sie nur kann raus. Das geht subtil schon los bei der Auswahl der Fotos, in welchen Posen die Politiker abgelichtet sind, vorteilhaft oder eher nachteilig (SPON ähnlich). Und sprachlich geht der Bias weiter. Gruß Joachim -- Bitt um Vrzihung, di Tast " " klmmt manchmal...
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| From | Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) |
|---|---|
| Date | 2023-04-25 13:46 +0000 |
| Message-ID | <3t6447d52fi21f5ban3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at> |
| In reply to | #591739 |
On Tue, 25 Apr 2023 10:02:28 Dr. Joachim Neudert wrote: > Am 24.04.23 um 16:50 schrieb Stefan Froehlich: >> On Mon, 24 Apr 2023 11:25:10 Dr. Joachim Neudert wrote: >> Tatsächlich werden sie das auch tun; auf Basis des >> Mitgliedervotums, das selbstverständlich nur >> Handlungsempfehlungen geben kann - aber auch soll, denn: >>> Dann entscheiden plötzlich diese nicht legitimierten und nicht >>> gewählten Leute über die Regierung. >> Bei uns werden Regierungen nicht von den Abgeordneten eingesetzt, >> sondern diese bloß implizit (durch Nichtaussprechen des >> Mißtrauens) im Amt bestätigt. Dafür gibt es dann auch weder >> Absprachen noch Mitgliedsbefragungen. >> Aber, hey, wer soll denn die Koalitionsverhandlungen für die >> zukünftige Exekutive führen? Doch nicht etwas die Legislative? > Die Fraktion der von der Bevölkerung soeben gewählten > Repräsentanten, würde ich vorschlagen. Die neu gewählten > Mandatsträger also mit dem Regierungsauftrag ihrer Wähler. Wenn ich mich nicht irre, dann haben die Mandatsträger primär den Auftrag, sich um die Gesetzgebung zu kümmern. Unter "Regierung" versteht man gemeinhin das Exekutivorgan, und das wird gar so häufig durch Wahlen besetzt. Freilich könnten sich auch im Parlament Fraktionen nach eigenem Gusto miteinander verbünden, Anträge einbringen und beschließen. Aber, hm, wo Du doch so über die SPD herziehst: Welche Fraktion *tut* das denn? > Nicht die Parteigranden, sortiert nach SPD-Eintrittsdatum. Oder > die "Basis". Einen Parteiausweis kann sich jeder zulegen, [...] Nun, wenn diese - absehbare - Art der Absegnung eines Koalitionspakts vorher bekannt ist (was ja nun definitiv der Fall ist), dann kann man sich als Wähler dazu entscheiden, so ein Verfahren nicht zu unterstützen. Offenbar sehen das aber zahlreiche Wähler ganz anders als Du. Im Übrigen: Ich wähle eine Liste, aber entgegen meiner Hoffnung schafft sie nicht die absolute Mehrheit. Nun gibt es da diese rechtsradikale Fraktion, mit der gemeinsam man mehrheitsfähig wäre. Habe ich die Liste nun gewählt, damit sie *das* tut, oder habe ich sie genau aus dem gegenteiligen Grund gewählt? Die Liste muss zwar nicht, aber sie kann in diesem Fall nachfragen, auch ob die aus der Not heraus eingegangenen Kompromisse mitgetragen werden oder den Bogen überspannen. Ich finde es einen sympathischen Zug, wenn sie es tut. Und macht es nun für den Koalitionspartner einen Unterschied, ob ich als fiktives Parteimitglied Teil dieser Entscheidung bin, ob es ein Bundesvorstand, ein Präsidium oder lediglich der Kanzlerkandidat im Alleingang entscheidet? Die Antwort ist in allen Fällen "ja" oder "nein", und man wird mit ihr leben müssen. > [...] das ist noch keine besondere Qualifikation oder > Legitimation. Legitimation qua Satzung. Bei den österreichischen Grünen steht im Status z.B. im Kapitel "Aufgaben des ordentlichen Bundeskongresses (Beschluss mit einfacher Mehrheit)": | Beschlussfassung über eine Regierungsunterstützung, über eine | Regierungsbeteiligung zusammen mit der Bestätigung des | Regierungsabkommens, sowie über die allfällige Aufkündigung einer | Koalitionsvereinbarung. Inwiefern sind die Mitglieder des ordentlichen Bundeskongresses denn demokratisch legitimiert? Wieso dürfen die das? Eure FDP hält sich da etwas knapper: | Über organisatorische und grundsätzliche Abmachungen mit | Parteigliederungen anderer Parteien auf Bundesebene oder deren | Fraktionen entscheidet der Bundesparteitag; ggf. ist ein | außerordentlicher Bundesparteitag einzuberufen. Auch hier: Woher kommt deren demokratische Legitimation? >>>>> Seit ein paar Jahren schon frage ich hier und in Foren, was >>>>> dieses Verhalten mit der Demokratie in unserem Lande macht. >>>>> Nichts Gutes, schwant nun erstmals auch den Journalisten der >>>>> SZ. >> Mir war so, als hättest Du auch damals schon die SZ zitiert, die >> naturgemäß auch wenig Freude mit der SPD hat. > Meines Wissens nicht. Ich kann mich natürlich täuschen, aber die SZ hat > das wohl auch noch nie thematisiert. Ich könnte schwören, dass Du auch schon letztes (oder gar vorletztes) Mal die SZ zitiert hast, aber ich gehe jetzt nicht extra auf die Suche. > Die SZ-Redaktion ist doch die in Papier gedruckte Weltsicht der > Sozialdemokratie. Kennst Du sie offenbar nicht so gut? Aus Wien > heraus natürlich nachvollziehbar. Ich glaube eher, es ist inzwischen ein wenig arg in Vergessenheit geraten, was "sozialdemokratisch" eigentlich heisst. Die SZ ist (immerhin!) gesellschaftspolitisch ganz leicht links der Mitte verortet, aber sozial- und wirtschaftspolitisch... nein, wirklich nicht. Aber es stimmt natürlich: Angesichts des Mitbewerbs kann man leicht so einen Eindruck bekommen. Servus, Stefan -- http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike Stefan: das süße Geheimnis! (Sloganizer)
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| From | Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> |
|---|---|
| Date | 2023-04-26 00:39 -0700 |
| Message-ID | <db51f648-3749-4bbe-821b-ae42fb6a3d50n@googlegroups.com> |
| In reply to | #591784 |
Stefan Froehlich schrieb am Dienstag, 25. April 2023 um 15:46:12 UTC+2: > Wenn ich mich nicht irre, dann haben die Mandatsträger primär den > Auftrag, sich um die Gesetzgebung zu kümmern. De facto wird diese aber meist von der Exekutive ausgearbeitet, wenngleich es in Parlamentsausschüssen gelegentlich zu kleineren Abänderungen kommt. Ist bei Euch vielleicht anders. > Unter "Regierung" > versteht man gemeinhin das Exekutivorgan, und das wird gar so häufig > durch Wahlen besetzt. > > Freilich könnten sich auch im Parlament Fraktionen nach eigenem > Gusto miteinander verbünden, Anträge einbringen und beschließen. > Aber, hm, wo Du doch so über die SPD herziehst: Welche Fraktion > *tut* das denn? Eher die, die nicht vom Koalitionsvertrag betroffen sind und sich daher Oppositionsfraktionen schimpfen dürfen. Gruß, ULF
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| From | Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) |
|---|---|
| Date | 2023-04-26 09:19 +0000 |
| Message-ID | <1t6448eab5i24337fn3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at> |
| In reply to | #591866 |
On Wed, 26 Apr 2023 09:39:16 Ulf Kutzner wrote: > Stefan Froehlich schrieb am Dienstag, 25. April 2023 um 15:46:12 UTC+2: >> Wenn ich mich nicht irre, dann haben die Mandatsträger primär den >> Auftrag, sich um die Gesetzgebung zu kümmern. > De facto wird diese aber meist von der Exekutive ausgearbeitet, > wenngleich es in Parlamentsausschüssen gelegentlich zu kleineren > Abänderungen kommt. Ist bei Euch vielleicht anders. Nein, leider nicht (mehr). Es gibt da reichlich Untersuchungen die zeigen, wie die Zahl der Initiativanträge rückläufig und die Zahl der Ministervorlagen stetig ansteigend ist. Das läuf parallel mit einer steigenden Anzahl von (gut bezahlten) Kabinettsmitarbeitern, die die jeweiligen Minister installieren, während gleichzeitig im Parlament die Kompetenz ausgedünnt und verstärkt auf prominente Quereinsteiger gesetzt wird. In der Denklogik der Parteien ist das naheliegend: Die Arbeit im Ministerium ist nicht öffentlich und somit ungestört, und mit den Quereinsteigern lässt sich besser Wahlkampf machen, als mit Spezialisten in irgendwelchen mäßig interessanten Sachgebieten. Zudem haben Quereinsteiger kein eigenes, politisches Netzwerk und sind somit bei der nächsten Wahl von der Gnade des Parteispitze abhängig, dadurch wesentlich kooperativer. Bislang habe ich noch keine Idee vernommen, wie man diesen Trend umkehren könnte. Verbieten lässt es sich nicht (abgesehen von den bezahlten Kabinettsmitarbeitern). Aber, hey, Joachim hat sich darüber beschwert, dass die Dinge nicht so laufen, wie sie seiner Meinung nach von der Idee her laufen sollten. Darauf kann man mit der eigentlichen Idee durchaus antworten. >> Freilich könnten sich auch im Parlament Fraktionen nach eigenem >> Gusto miteinander verbünden, Anträge einbringen und beschließen. >> Aber, hm, wo Du doch so über die SPD herziehst: Welche Fraktion >> *tut* das denn? > Eher die, die nicht vom Koalitionsvertrag betroffen sind > und sich daher Oppositionsfraktionen schimpfen dürfen. Tatsächlich stimmen sogar die (vermutlich nicht nur) bei uns meist gegeneinander, d.h. sie bringen häufig nahezu inhaltsgleiche Anträge ein und stimmen nur für den jeweils eigenen. Für zeitweise vereinte Opposition braucht es fast schon einen Diktator, wie man in Ungarn, der Türkei oder Israel beobachten kann - wobei, nunja, die Abwahl von Sebastian Kurz fand auch fraktionsübergreifend statt :) Servus, Stefan -- http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike Stefan. Gelb und spannend! (Sloganizer)
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| From | Gunter Kühne <kuehne-g@freenet.de> |
|---|---|
| Date | 2023-04-25 03:51 +0200 |
| Message-ID | <u27bn5$if6j$2@dont-email.me> |
| In reply to | #591614 |
Am 24.04.23 um 11:25 schrieb Dr. Joachim Neudert: > Am 24.04.23 um 10:58 schrieb Peter Veith: >> Dr. Joachim Neudert schrieb am Montag, 24. April 2023 um 10:14:26 UTC+2: >> >>> Die SZ schreibt heute: >>> >>> "Für die Berliner insgesamt ist das Mitgliedervotum nur eine weitere >>> recht schräge Volte in den vergangenen Monaten: Knapp 3,7 Millionen >>> Menschen leben in der Stadt, 2,4 Millionen davon sind wahlberechtigt. >>> Tatsächlich aber haben nun gerade einmal 12 000 Sozialdemokraten darüber >>> entschieden, wie die Hauptstadt künftig regiert werden soll. Das ist, >>> schnell gerechnet, gerade einmal ein Anteil von 0,3 Prozent der >>> Einwohner. >> >> Bei der CDU debattieren und entscheiden derweil Delegierte eines >> Parteitages über die gleiche Frage. Wieviel % werden das wohl sein? >>> Ach was. Potzblitz. Jetzt ist es sogar schon der Süddeutschen Zeitung >>> aufgefallen, was es bedeutet daß jede demokratische Bürger-Wählerstimme >>> für die SPD (die Wähler 2. Klasse) unter Vorbehalt der Abstimmung der >>> SPD-Mitglieder gestellt wird (die Wähler der ersten Klasse, die >>> entscheiden ob man das Votum der Wähler 2. Klasse als Regierungsauftrag >>> sehen darf oder nicht). >> >> Nun, die Entscheidung könnte auch ohne erst die Parteibasis, mittels >> Mitgliedervotum oder Parteitag, zu fragen, durch ein "Politbüro" gefällt >> werden. Wie "demokratisch" wäre das? > > Es gibt nur eine demokratisch legitimierte Verfahrensweise: Die vom > Souverän mit einem Mandat ausgestatteten Abgeordneten entscheiden > selbst, ob und mit wem sie regieren oder opponieren wollen. > > Nicht die Parteibasis mit Abstimmungen. Nicht die Partei-Granden per > Ordre de mufti. Sondern die von der Bevölkerung gewählten Mandatsträger. > > Denn was ist, wenn diese Abgordneten, die nach ihrem Wahlkampf gewählt > wurden, nun gern regieren wollen (oder opponieren), und das > Parteifußvolk will es ihnen verwehren, oder die Partei-Spitze? > > Dann entscheiden plötzlich diese nicht legitimierten und nicht gewählten > Leute über die Regierung. > > Schon komisch, so eine Demokratie, was? Oder es ist eben keine Demokratie. Im Zweifel sollte man alle Möglichkeiten prüfen. -- Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
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| From | Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> |
|---|---|
| Date | 2023-04-24 03:17 -0700 |
| Message-ID | <769dec11-d6c6-4376-bd24-fde9254b5d3en@googlegroups.com> |
| In reply to | #591605 |
Peter Veith schrieb am Montag, 24. April 2023 um 10:58:53 UTC+2: > Dr. Joachim Neudert schrieb am Montag, 24. April 2023 um 10:14:26 UTC+2: > > > Das ist, > > schnell gerechnet, gerade einmal ein Anteil von 0,3 Prozent der > > Einwohner. > Bei der CDU debattieren und entscheiden derweil Delegierte eines > Parteitages über die gleiche Frage. Wieviel % werden das wohl sein? Wenn Ländischwätzi schon weder Rechtschreibung noch die allerersten Anfänge von Statistik unfallfrei anzuwenden vermag...
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| From | Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> |
|---|---|
| Date | 2023-04-24 03:12 -0700 |
| Message-ID | <cb3be7f8-376e-438c-ba3b-848ea9184799n@googlegroups.com> |
| In reply to | #591598 |
Ländischwätzi polterte am Montag, 24. April 2023 um 10:14:26 UTC+2: > Die SZ schreibt heute: > > "Für die Berliner insgesamt ist das Mitgliedervotum nur eine weitere > recht schräge Volte in den vergangenen Monaten: Knapp 3,7 Millionen > Menschen leben in der Stadt, 2,4 Millionen davon sind wahlberechtigt. > Tatsächlich aber haben nun gerade einmal 12 000 Sozialdemokraten darüber > entschieden, wie die Hauptstadt künftig regiert werden soll. Das ist, > schnell gerechnet, gerade einmal ein Anteil von 0,3 Prozent der > Einwohner. So sehr es innerhalb der SPD also notwendig ist, diese > Debatten weiter auszutragen, so wenig wäre Zeit für derartige > Selbstbeschäftigung. Berlin kann es sich kaum leisten, von den > Befindlichkeiten in der SPD in Geiselhaft genommen zu werden." > > > > Ach was. Potzblitz. Jetzt ist es sogar schon der Süddeutschen Zeitung > aufgefallen, was es bedeutet daß jede demokratische Bürger-Wählerstimme > für die SPD (die Wähler 2. Klasse) unter Vorbehalt der Abstimmung der > SPD-Mitglieder gestellt wird (die Wähler der ersten Klasse, die > entscheiden ob man das Votum der Wähler 2. Klasse als Regierungsauftrag > sehen darf oder nicht). > > Seit ein paar Jahren schon frage ich hier und in Foren, was dieses > Verhalten mit der Demokratie in unserem Lande macht. Nichts Gutes, > schwant nun erstmals Und wie viele Hanseln von der CDU werden danach, also heute, über den Koalitionsvertrag abstimmen?
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| From | Michael Bode <m.g.bode@web.de> |
|---|---|
| Date | 2023-04-24 12:44 +0200 |
| Message-ID | <kan4t4FbgfoU4@mid.individual.net> |
| In reply to | #591598 |
"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> writes: > Seit ein paar Jahren schon frage ich hier und in Foren, was dieses > Verhalten mit der Demokratie in unserem Lande macht. Nichts Gutes, > schwant nun erstmals auch den Journalisten der SZ. > > https://www.sueddeutsche.de/meinung/berlin-cdu-spd-wahl-koalition-kommentar-1.5817040 Das schwant denen aber auch nur, weil es um eine schwarz-rote Koalition geht. Bei anderen Farbkombinationen hätten die kein Problem damit.
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| From | Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> |
|---|---|
| Date | 2023-04-24 16:17 +0200 |
| Message-ID | <vkfihjxg9i.ln2@diedrich.ddnssec.de> |
| In reply to | #591598 |
Dr. Joachim Neudert meinte: > Ach was. Potzblitz. Jetzt ist es sogar schon der Süddeutschen Zeitung > aufgefallen, was es bedeutet daß jede demokratische > Bürger-Wählerstimme für die SPD (die Wähler 2. Klasse) unter Vorbehalt > der Abstimmung der SPD-Mitglieder gestellt wird (die Wähler der ersten > Klasse, die entscheiden ob man das Votum der Wähler 2. Klasse als > Regierungsauftrag sehen darf oder nicht). Bist du glücklich wieder bei deinem Lieblingsthema angekommen? Ob Parteien eine Koalition eingehen, entscheiden bei anderen Parteien Parteitage oder der Partreivoirstand. Deren Wähler gehören dann der dritten Klasse an, oder wie? Abgesehen davon: wer hindert dich, Einfluss zu nehmen? Tritt in eine Partei ein, die ihre Koalitionsenmtscheidungen vpm Mitgliedervotum abhängig macht, und schon gehörst du zu den Wählern erster Klasse. -- gpg-Key (DSA 1024) D36AD663E6DB91A4 fingerprint = 2983 4D54 E00B 8483 B5B8 C7D1 D36A D663 E6DB 91A4 HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.
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