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Unterschreiben, wo man gar nicht zustimmen will?

Started byTobias Schuster <7e0f2510@gmx.de>
First post2021-08-04 17:16 +0200
Last post2021-08-08 13:29 +0200
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Contents

  Unterschreiben, wo man gar nicht zustimmen will? Tobias Schuster <7e0f2510@gmx.de> - 2021-08-04 17:16 +0200
    Re: Unterschreiben, wo man gar nicht zustimmen will? Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2021-08-05 09:29 +0200
      Re: Unterschreiben, wo man gar nicht zustimmen will? Wolfgang Kynast <wky@gmx.de> - 2021-08-05 09:40 +0200
      Re: Unterschreiben, wo man gar nicht zustimmen will? Bernd Ullrich <ullrich_bernd@hotmail.com> - 2021-08-05 09:47 +0200
      Re: Unterschreiben, wo man gar nicht zustimmen will? Stephan Bumberger <bumberger@gmx.de> - 2021-08-05 09:54 +0200
        Re: Unterschreiben, wo man gar nicht zustimmen will? Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> - 2021-08-05 16:51 +0200
          Re: Unterschreiben, wo man gar nicht zustimmen will? Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2021-08-05 20:15 +0200
            Re: Unterschreiben, wo man gar nicht zustimmen will? Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> - 2021-08-06 07:50 +0200
    Re: Unterschreiben, wo man gar nicht zustimmen will? Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2021-08-05 11:23 +0200
      Re: Unterschreiben, wo man gar nicht zustimmen will? Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2021-08-05 02:33 -0700
        Re: Unterschreiben, wo man gar nicht zustimmen will? Tobias Schuster <7e0f2510@gmx.de> - 2021-08-05 12:45 +0200
    Re: Unterschreiben, wo man gar nicht zustimmen will? Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> - 2021-08-05 13:56 +0200
    Re: Unterschreiben, wo man gar nicht zustimmen will? Johannes Leckebusch <jlnospam@johannes-leckebusch.de> - 2021-08-05 17:00 +0200
    Re: Unterschreiben, wo man gar nicht zustimmen will? Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2021-08-06 09:14 +0200
      Re: Unterschreiben, wo man gar nicht zustimmen will? Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2021-08-06 09:35 +0200
        Re: Unterschreiben, wo man gar nicht zustimmen will? "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2021-08-06 10:33 +0200
          Re: Unterschreiben, wo man gar nicht zustimmen will? "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2021-08-06 20:18 +0200
            Re: Unterschreiben, wo man gar nicht zustimmen will? Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2021-08-06 12:08 -0700
              Re: Unterschreiben, wo man gar nicht zustimmen will? Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2021-08-08 13:29 +0200
            Re: Unterschreiben, wo man gar nicht zustimmen will? Stephan Bumberger <bumberger@gmx.de> - 2021-08-06 23:41 +0200
              Re: Unterschreiben, wo man gar nicht zustimmen will? Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2021-08-08 12:34 +0200
            Re: Unterschreiben, wo man gar nicht zustimmen will? Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2021-08-07 04:56 +0000
            Re: Unterschreiben, wo man gar nicht zustimmen will? Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2021-08-08 13:29 +0200

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#512987 — Unterschreiben, wo man gar nicht zustimmen will?

FromTobias Schuster <7e0f2510@gmx.de>
Date2021-08-04 17:16 +0200
SubjectUnterschreiben, wo man gar nicht zustimmen will?
Message-ID<seeavk$d21$1@dont-email.me>
Hallo,

neulich beim Augenarzt wurden mir IGeL-Leistungen angeboten und als ich 
dankend ablehnte, sollte ich meine Ausschlagung mit Kreuz bei "nein" 
auch noch unterschreiben.

Beim heutigen Werkstatttermin fürs Auto war zunächst der Arbeitsauftrag 
wie gewohnt zu unterschreiben und dann kam die Frage, ob man mich zu 
Werbezwecken kontaktieren darf. Auch hier sollte ich mein "nein" 
zwingend unterschreiben, was ich aber ablehnte.

Klar, man will Druck aufbauen, dass jeweils doch zugestimmt wird.

Aber was hat sich da als Unterschreib-Automatismus eingeschlichen, dass 
"nein" nicht schlicht akzeptiert wird?

2

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#513041

FromFrank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net>
Date2021-08-05 09:29 +0200
Message-ID<xu5rjz9h235b.fxuaqb550xos.dlg@40tude.net>
In reply to#512987
Am Wed, 4 Aug 2021 17:16:13 +0200 schrieb Tobias Schuster:

> Hallo,
> 
> neulich beim Augenarzt wurden mir IGeL-Leistungen angeboten und als ich 
> dankend ablehnte, sollte ich meine Ausschlagung mit Kreuz bei "nein" 
> auch noch unterschreiben.
> 
> Beim heutigen Werkstatttermin fürs Auto war zunächst der Arbeitsauftrag 
> wie gewohnt zu unterschreiben und dann kam die Frage, ob man mich zu 
> Werbezwecken kontaktieren darf. Auch hier sollte ich mein "nein" 
> zwingend unterschreiben, was ich aber ablehnte.
> 
> Klar, man will Druck aufbauen, dass jeweils doch zugestimmt wird.
> 
> Aber was hat sich da als Unterschreib-Automatismus eingeschlichen, dass 
> "nein" nicht schlicht akzeptiert wird?

Vermutlich muss der Mitarbeiter seinem Chef gegenüber dokumentieren, daß er
Dir diese Leistung angeboten hat. Beim angekreuzten "Nein" und Deiner
Unterschrift ist das gegeben. Sonst nicht, und man wird ihm im Zweifel
unterstellen, daß er zu faul war zu fragen.

Grüße,

Frank

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#513044

FromWolfgang Kynast <wky@gmx.de>
Date2021-08-05 09:40 +0200
Message-ID<in1iv0F9oluU1@mid.individual.net>
In reply to#513041
On Thu, 5 Aug 2021 09:29:44 +0200, "Frank Hucklenbroich" posted:

>Am Wed, 4 Aug 2021 17:16:13 +0200 schrieb Tobias Schuster:
>
>> Hallo,
>> 
>> neulich beim Augenarzt wurden mir IGeL-Leistungen angeboten und als ich 
>> dankend ablehnte, sollte ich meine Ausschlagung mit Kreuz bei "nein" 
>> auch noch unterschreiben.
>> 
>> Beim heutigen Werkstatttermin fürs Auto war zunächst der Arbeitsauftrag 
>> wie gewohnt zu unterschreiben und dann kam die Frage, ob man mich zu 
>> Werbezwecken kontaktieren darf. Auch hier sollte ich mein "nein" 
>> zwingend unterschreiben, was ich aber ablehnte.
>> 
>> Klar, man will Druck aufbauen, dass jeweils doch zugestimmt wird.
>> 
>> Aber was hat sich da als Unterschreib-Automatismus eingeschlichen, dass 
>> "nein" nicht schlicht akzeptiert wird?
>
>Vermutlich muss der Mitarbeiter seinem Chef gegenüber dokumentieren, daß er
>Dir diese Leistung angeboten hat. Beim angekreuzten "Nein" und Deiner
>Unterschrift ist das gegeben. Sonst nicht, und man wird ihm im Zweifel
>unterstellen, daß er zu faul war zu fragen.

Einfach mit "Nein" unterschreiben.
;-)

-- 
Wolfgang

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#513046

FromBernd Ullrich <ullrich_bernd@hotmail.com>
Date2021-08-05 09:47 +0200
Message-ID<in1jclF9r7oU1@mid.individual.net>
In reply to#513041
Am 05.08.2021 um 09:29 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Am Wed, 4 Aug 2021 17:16:13 +0200 schrieb Tobias Schuster:
> 
>> Hallo,
>>
>> neulich beim Augenarzt wurden mir IGeL-Leistungen angeboten und als ich
>> dankend ablehnte, sollte ich meine Ausschlagung mit Kreuz bei "nein"
>> auch noch unterschreiben.
>>
>> Beim heutigen Werkstatttermin fürs Auto war zunächst der Arbeitsauftrag
>> wie gewohnt zu unterschreiben und dann kam die Frage, ob man mich zu
>> Werbezwecken kontaktieren darf. Auch hier sollte ich mein "nein"
>> zwingend unterschreiben, was ich aber ablehnte.
>>
>> Klar, man will Druck aufbauen, dass jeweils doch zugestimmt wird.
>>
>> Aber was hat sich da als Unterschreib-Automatismus eingeschlichen, dass
>> "nein" nicht schlicht akzeptiert wird?
...............................................
> Vermutlich muss der Mitarbeiter seinem Chef gegenüber dokumentieren, daß er
> Dir diese Leistung angeboten hat. Beim angekreuzten "Nein" und Deiner
> Unterschrift ist das gegeben. Sonst nicht, und man wird ihm im Zweifel
> unterstellen, daß er zu faul war zu fragen.


Das ist Verarsche, die wollen die Unterschrift auf Papier wo der TXT 
nach einer Woche verbleicht und dann wird ein anderer TXT draufgeschrieben.
Ich kenne solche Varianten.

BU

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#513047

FromStephan Bumberger <bumberger@gmx.de>
Date2021-08-05 09:54 +0200
Message-ID<seg5ft$6rt$1@tota-refugium.de>
In reply to#513041
Am 05.08.2021 um 09:29 schrieb Frank Hucklenbroich:
> Am Wed, 4 Aug 2021 17:16:13 +0200 schrieb Tobias Schuster:
> 
>> Hallo,
>>
>> neulich beim Augenarzt wurden mir IGeL-Leistungen angeboten und als ich 
>> dankend ablehnte, sollte ich meine Ausschlagung mit Kreuz bei "nein" 
>> auch noch unterschreiben.
>>
>> Beim heutigen Werkstatttermin fürs Auto war zunächst der Arbeitsauftrag 
>> wie gewohnt zu unterschreiben und dann kam die Frage, ob man mich zu 
>> Werbezwecken kontaktieren darf. Auch hier sollte ich mein "nein" 
>> zwingend unterschreiben, was ich aber ablehnte.
>>
>> Klar, man will Druck aufbauen, dass jeweils doch zugestimmt wird.
>>
>> Aber was hat sich da als Unterschreib-Automatismus eingeschlichen, dass 
>> "nein" nicht schlicht akzeptiert wird?
> 
> Vermutlich muss der Mitarbeiter seinem Chef gegenüber dokumentieren, daß er
> Dir diese Leistung angeboten hat. Beim angekreuzten "Nein" und Deiner
> Unterschrift ist das gegeben. Sonst nicht, und man wird ihm im Zweifel
> unterstellen, daß er zu faul war zu fragen.

Das verkennt aber völlig, dass zum Zustandkommen eines Vertrags (Min.)
zwei zustimmende Willenserklärungen vorliegen müssen. Zum
Nichtzustandekommen reicht es bereits, wenn nur eine Partei nicht will.
Das muss in der Regel nicht gesondert dokumentiert werden.

Es gibt natürlich abweichende Fälle, nämlich wenn aus irgendwelchen
Gründen dokumentiert werden muss, dass der Kunde etwas trotz erfolgter
Aufklärung nicht wollte. "Das machen Sie dann aber auf eigene
Verantwortung, das müssen Sie mir unterschreiben."

Beispiel: Ein Versicherungsmakler bietet eine Gebäudeversicherung mit
und ohne Elementarversicherung an, der Kunde entscheidet sich aus
Preisgründen für die Version ohne Elementarversicherung. Der Makler muss
aber dokumentieren, dass er beide Versionen angeboten hat und der Kunde
trotz anderslautendem Vorschlag die günstigere Variante genommen hat.
Weil sonst der Makler im Falle eines Hochwassers haftungstechnisch am
Fliegenfänger hängt. Da eignet sich die Unterschrift ganz hervorragend
zur Dokumentation.

IGeL-Leistungen sind per Definition nicht medizinisch notwendig, daher
muss der Arzt sie auch nicht anbieten und sich absichern, wenn der
Patient das nicht will. Dito bei Zustimmung zu Werbekontakten.

-- 
Stephan

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#513117

FromDiedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de>
Date2021-08-05 16:51 +0200
Message-ID<3hatthxr15.ln2@diedrich.ddnssec.de>
In reply to#513047
Stephan Bumberger meinte:

>> Vermutlich muss der Mitarbeiter seinem Chef gegenüber dokumentieren,
>> daß er Dir diese Leistung angeboten hat. Beim angekreuzten "Nein" und
>> Deiner Unterschrift ist das gegeben. Sonst nicht, und man wird ihm im
>> Zweifel unterstellen, daß er zu faul war zu fragen.
> 
> Das verkennt aber völlig, dass zum Zustandkommen eines Vertrags (Min.)
> zwei zustimmende Willenserklärungen vorliegen müssen. Zum
> Nichtzustandekommen reicht es bereits, wenn nur eine Partei nicht
> will. Das muss in der Regel nicht gesondert dokumentiert werden.

Das gilt bezüglich des Vertrages zwischen Arzt und Patient; der kommt in 
der Tat nicht zustande, wenn der Patient weder das Ja noch das Nein 
unterschreibt. Deinem Vorredner geht es aber um was Anderes, nämlich um 
die Leistungskontrolle des Praxispersonals durch den Arzt: der Arzt will 
(deines Vorredners nicht allzu unpausibler Vermutung nach) 
sicherstellen, dass auch jeder Patient mit der Frage "willst du wirklich 
kein IGeL?"  genervt wird. 
-- 
 gpg-Key (DSA 1024) D36AD663E6DB91A4
 fingerprint = 2983 4D54 E00B 8483 B5B8  C7D1 D36A D663 E6DB 91A4
 HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.

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#513144

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2021-08-05 20:15 +0200
Message-ID<in2o6qFh0l0U2@mid.individual.net>
In reply to#513117
Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> writes:

> Stephan Bumberger meinte:
>
>>> Vermutlich muss der Mitarbeiter seinem Chef gegenüber dokumentieren,
>>> daß er Dir diese Leistung angeboten hat. Beim angekreuzten "Nein" und
>>> Deiner Unterschrift ist das gegeben. Sonst nicht, und man wird ihm im
>>> Zweifel unterstellen, daß er zu faul war zu fragen.
>> 
>> Das verkennt aber völlig, dass zum Zustandkommen eines Vertrags (Min.)
>> zwei zustimmende Willenserklärungen vorliegen müssen. Zum
>> Nichtzustandekommen reicht es bereits, wenn nur eine Partei nicht
>> will. Das muss in der Regel nicht gesondert dokumentiert werden.
>
> Das gilt bezüglich des Vertrages zwischen Arzt und Patient; der kommt in 
> der Tat nicht zustande, wenn der Patient weder das Ja noch das Nein 
> unterschreibt. Deinem Vorredner geht es aber um was Anderes, nämlich um 
> die Leistungskontrolle des Praxispersonals durch den Arzt: der Arzt will 
> (deines Vorredners nicht allzu unpausibler Vermutung nach) 
> sicherstellen, dass auch jeder Patient mit der Frage "willst du wirklich 
> kein IGeL?"  genervt wird. 

Das muss er aber mit dem Mitarbeiter ausmachen, nicht mit dem
Patienten. Ich würde so einen Quatsch nicht unterschreiben.

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#513197

FromDiedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de>
Date2021-08-06 07:50 +0200
Message-ID<g6vuthxr9o.ln2@diedrich.ddnssec.de>
In reply to#513144
Michael Bode meinte:

>>> Das verkennt aber völlig, dass zum Zustandkommen eines Vertrags
>>> (Min.) zwei zustimmende Willenserklärungen vorliegen müssen. Zum
>>> Nichtzustandekommen reicht es bereits, wenn nur eine Partei nicht
>>> will. Das muss in der Regel nicht gesondert dokumentiert werden.
>>
>> Das gilt bezüglich des Vertrages zwischen Arzt und Patient; der kommt
>> in der Tat nicht zustande, wenn der Patient weder das Ja noch das
>> Nein unterschreibt. Deinem Vorredner geht es aber um was Anderes,
>> nämlich um die Leistungskontrolle des Praxispersonals durch den Arzt:
>> der Arzt will (deines Vorredners nicht allzu unpausibler Vermutung
>> nach) sicherstellen, dass auch jeder Patient mit der Frage "willst du
>> wirklich kein IGeL?"  genervt wird.
> 
> Das muss er aber mit dem Mitarbeiter ausmachen, nicht mit dem
> Patienten. Ich würde so einen Quatsch nicht unterschreiben.

Das macht der Arzt auch mit dem Mitarbeiter aus. indem er ihn dazu 
ahnhält, den Patienten aufzufordern, das Bladel zu unterschreiben (und 
ohne Unterschrift keinen Termin beim arzt zu vergeben). 
-- 
 gpg-Key (DSA 1024) D36AD663E6DB91A4
 fingerprint = 2983 4D54 E00B 8483 B5B8  C7D1 D36A D663 E6DB 91A4
 HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.

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#513054

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2021-08-05 11:23 +0200
Message-ID<segalq$ufh$1@dont-email.me>
In reply to#512987
Am 04.08.2021 um 17:16 schrieb Tobias Schuster:
> neulich beim Augenarzt wurden mir IGeL-Leistungen angeboten und als ich 
> dankend ablehnte, sollte ich meine Ausschlagung mit Kreuz bei "nein" 
> auch noch unterschreiben.
> 
> Beim heutigen Werkstatttermin fürs Auto war zunächst der Arbeitsauftrag 
> wie gewohnt zu unterschreiben und dann kam die Frage, ob man mich zu 
> Werbezwecken kontaktieren darf. Auch hier sollte ich mein "nein" 
> zwingend unterschreiben, was ich aber ablehnte.
> 
> Klar, man will Druck aufbauen, dass jeweils doch zugestimmt wird.

Wer ist dieser "man", der "Druck aufbauen" will?

> Aber was hat sich da als Unterschreib-Automatismus eingeschlichen, dass 
> "nein" nicht schlicht akzeptiert wird?

Nein. Du bist einfch an nicht besonders helle Menschen geraten die 
meinen, alles besonders gründlich machen zu müssen. (Denn "man weiß ja 
nie.")

Jene nicht besonders helle Menschen sind nach eingehenden rechtlichen 
Überlegungen auf den zwingenden Gedanken verfallen, daß man auch Deine 
Ablehnung rechtssicher dokumentieren müsse. Denn man müsse ja im 
Zweifelsfall belegen können, daß Du abgelehnt hast.

-- 
"Is' ohne Frühstück."
               --Sunny

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#513058

FromUlf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de>
Date2021-08-05 02:33 -0700
Message-ID<33995723-a69e-4ed2-a48d-a6b88a344e7dn@googlegroups.com>
In reply to#513054
Lars Gebauer schrieb am Donnerstag, 5. August 2021 um 11:23:07 UTC+2:
> Am 04.08.2021 um 17:16 schrieb Tobias Schuster: 
> > neulich beim Augenarzt wurden mir IGeL-Leistungen angeboten und als ich 
> > dankend ablehnte, sollte ich meine Ausschlagung mit Kreuz bei "nein" 
> > auch noch unterschreiben. 
> > 
> > Beim heutigen Werkstatttermin fürs Auto war zunächst der Arbeitsauftrag 
> > wie gewohnt zu unterschreiben und dann kam die Frage, ob man mich zu 
> > Werbezwecken kontaktieren darf. Auch hier sollte ich mein "nein" 
> > zwingend unterschreiben, was ich aber ablehnte. 
> > 
> > Klar, man will Druck aufbauen, dass jeweils doch zugestimmt wird.
> Wer ist dieser "man", der "Druck aufbauen" will?

In der Werkstatt wird es nicht der Praxisinhaber sein.

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#513079

FromTobias Schuster <7e0f2510@gmx.de>
Date2021-08-05 12:45 +0200
Message-ID<segff6$p4i$1@dont-email.me>
In reply to#513058
Am 05.08.2021 um 11:33 schrieb Ulf Kutzner:
> Lars Gebauer schrieb am Donnerstag, 5. August 2021 um 11:23:07 UTC+2:
>> Am 04.08.2021 um 17:16 schrieb Tobias Schuster:
>>> neulich beim Augenarzt wurden mir IGeL-Leistungen angeboten und als ich
>>> dankend ablehnte, sollte ich meine Ausschlagung mit Kreuz bei "nein"
>>> auch noch unterschreiben.
>>>
>>> Beim heutigen Werkstatttermin fürs Auto war zunächst der Arbeitsauftrag
>>> wie gewohnt zu unterschreiben und dann kam die Frage, ob man mich zu
>>> Werbezwecken kontaktieren darf. Auch hier sollte ich mein "nein"
>>> zwingend unterschreiben, was ich aber ablehnte.
>>>
>>> Klar, man will Druck aufbauen, dass jeweils doch zugestimmt wird.
>> Wer ist dieser "man", der "Druck aufbauen" will?
> 
> In der Werkstatt wird es nicht der Praxisinhaber sein.
> 
Einerseits war der Formular-Aussteller der Praxisinhaber, andererseits 
ein Automobilkonzern.

2

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#513090

FromHergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de>
Date2021-08-05 13:56 +0200
Message-ID<980tth-u6rp.ln1@hergen.spdns.de>
In reply to#512987
Am 04.08.21 um 17:16 schrieb Tobias Schuster:
> Hallo,
> 
> neulich beim Augenarzt wurden mir IGeL-Leistungen angeboten und als ich 
> dankend ablehnte, sollte ich meine Ausschlagung mit Kreuz bei "nein" 
> auch noch unterschreiben.

Ja, damit kommen die Rezeptionsdamen bei meinem Augenarzt auch immer an.

Ich kreuze immer genüsslich "nein" an, und die betreffenden Tests 
(Augeninnendruck, Untersuchung des Sehnervs) finden dann trotzdem statt, 
weil sie bei meiner Vorerkrankung einfach geboten sind und größtenteils 
auch mit der Kasse abgerechnet werden können.


> Aber was hat sich da als Unterschreib-Automatismus eingeschlichen, dass 
> "nein" nicht schlicht akzeptiert wird?

Mann kann ja mal eine Diskussion starten und schauen, wie lange sie die 
Leier "ich brauche eine Unterschrift" in Anbetracht der Warteschlange 
durchhalten.

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#513119

FromJohannes Leckebusch <jlnospam@johannes-leckebusch.de>
Date2021-08-05 17:00 +0200
Message-ID<in2cnqFerb4U2@mid.individual.net>
In reply to#512987
Am 04.08.2021 um 17:16 schrieb Tobias Schuster:
> Hallo,
> 
> neulich beim Augenarzt wurden mir IGeL-Leistungen angeboten und als ich
> dankend ablehnte, sollte ich meine Ausschlagung mit Kreuz bei "nein"
> auch noch unterschreiben.
> 
> Beim heutigen Werkstatttermin fürs Auto war zunächst der Arbeitsauftrag
> wie gewohnt zu unterschreiben und dann kam die Frage, ob man mich zu
> Werbezwecken kontaktieren darf. Auch hier sollte ich mein "nein"
> zwingend unterschreiben, was ich aber ablehnte.
> 
> Klar, man will Druck aufbauen, dass jeweils doch zugestimmt wird.
> 
> Aber was hat sich da als Unterschreib-Automatismus eingeschlichen, dass
> "nein" nicht schlicht akzeptiert wird?
> 
> 2

Mein Vorschlag: Vom Arzt die Unterschrift auf ein Dokument verlangen,
dass der Patient nicht mehr mit IGEL-Fragen belästigt wird, falls doch,
wird eine Entschädigungszahlung an den Patienten fällig.

Oder Praxis wechseln (naja, auf dem Land nicht so gute Chancen).

-- 
Johannes Leckebusch - AR3

https://johannes-leckebusch.de/
https://johannes-leckebusch.de/Fotogalerien/index.html
https://foto.ungruen.de/index2.html
https://flickr.com/photos/johannes_leckebusch/

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#513206

FromDietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de>
Date2021-08-06 09:14 +0200
Message-ID<20210806091406.13c85f99.dietz-usenet@rotfl.franken.de>
In reply to#512987
Tobias Schuster <7e0f2510@gmx.de> wrote:

> Hallo,
> 
> neulich beim Augenarzt wurden mir IGeL-Leistungen angeboten und als
> ich dankend ablehnte, sollte ich meine Ausschlagung mit Kreuz bei
> "nein" auch noch unterschreiben.

Was die Leute immer von einem erwarten ...

> Beim heutigen Werkstatttermin fürs Auto war zunächst der
> Arbeitsauftrag wie gewohnt zu unterschreiben und dann kam die Frage,
> ob man mich zu Werbezwecken kontaktieren darf. Auch hier sollte ich
> mein "nein" zwingend unterschreiben, was ich aber ablehnte.

Genau die richtige Reaktion. Und wenn wer frech wird, mit leicht
erhobener Stimme nach der Geschäftsführung verlangen. Funktioniert
meiner Erfahrung nach zuverlässig.

> Aber was hat sich da als Unterschreib-Automatismus eingeschlichen,
> dass "nein" nicht schlicht akzeptiert wird?

Ich würde (im zweiten Fall) einfach gar nichts ankreuzen, eine Kopie
nehmen und wenn dann Werbung kommt die zuständigen Datenschutzbehörden
einschalten.

Im ersteren Fall würde ich den Arzt wechseln und zur Sicherheit mal bei
der KV vorbei schauen. Wer weiß, ob der Kollege solche
Nötigungsversuche öfters begeht ...

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#513213

FromMartin Ebert <mx300@gmx.net>
Date2021-08-06 09:35 +0200
Message-ID<seioo3$ecd$2@dont-email.me>
In reply to#513206
Am 06.08.21 um 09:14 schrieb Dietz Proepper:

> Ich würde (im zweiten Fall) einfach gar nichts ankreuzen, eine Kopie
> nehmen und wenn dann Werbung kommt die zuständigen Datenschutzbehörden
> einschalten.

Handy raus:
"Sie haben doch nichts dagegen, dass ich das mal fotografiere?"

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#513237

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2021-08-06 10:33 +0200
Message-ID<seis58$kuv$1@solani.org>
In reply to#513213
Am 06.08.21 um 09:35 schrieb Martin Ebert:
> Am 06.08.21 um 09:14 schrieb Dietz Proepper:
> 
>> Ich würde (im zweiten Fall) einfach gar nichts ankreuzen, eine Kopie
>> nehmen und wenn dann Werbung kommt die zuständigen Datenschutzbehörden
>> einschalten.
> 
> Handy raus:
> "Sie haben doch nichts dagegen, dass ich das mal fotografiere?"
> 


Allerdings gibt es auch 6-seitige Aufklärungsbögen und 
Einverständniserklärungen für vital wichtige Maßnahmen, die von Ärzten 
und Juristen gemeinsam über Jahrzehnte entwickelt und angepasst und 
immer wieder aktualisiert und verfeinert wurden, hinter denen 
Großkanzleien und Verlage stecken. Diese Bögen kosten auch Geld, etwa 
ein Euro pro Bogen, und dürfen nicht vervielfältigt werden.

Der entsprechende Teil auf dem Herzkatheter/PTCA Bogen lautet:

"Nur für den Fall einer Ablehnung des Eingriffes:

Der vorgeschlagene Eingriff wurde nach eingehender Aufklärung abgelehnt. 
Über die möglichen Nachteile (z. B.  Verschluss eines Herzkranzgefäßes 
und damit drohender  Herzinfarkt) durch die Ablehnung wurde informiert.

Ort Datum Uhrzeit Patient
gegebenenfalls Zeuge
Ärztin Arzt"


In der Regel unterschreibt es am Schluss natürlich dann nicht der 
Patient, sondern nur der Arzt und der Zeuge. Wenn der Patient nicht will 
dann unterschreibt er auch nichts. Es ist aber schon etwas  hilfreich 
nach langwieriger Aufklärung und bei einer ja vital durchaus 
bedrohlichen vermuteten Erkrankung wenn ein solches Dokument erstellt 
wurde, mit einem Zeugen dass der Patient informiert wurde.


Eine andere häufige Situation ist wenn der Patient auf eigene Gefahr den 
stationären Kliniks- Aufenthalt beendet. Manche unterschreiben dass sie 
gegen ärztlichen Rat geben. Die meisten gehen einfach, dann 
unterschreiben Arzt/Ärztin und Pfleger/in dass der/die  Patient/in vor 
Zeugen gegen ärztlichen Rat gegangen ist.


Also unterschreiben muss man nichts wenn man irgendetwas nicht will. 
Aber auch die Gegenseite braucht  nicht komplett blöd zu sein und darf 
versuchen sich zu schützen.


-- 
Bitt um Vrzihung, di Tast " " klmmt manchmal...

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#513334

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2021-08-06 20:18 +0200
Message-ID<sejucu$lra$1@solani.org>
In reply to#513237
Am 06.08.21 um 19:47 schrieb Dietz Proepper:
> "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> wrote:
> 
>> Am 06.08.21 um 09:35 schrieb Martin Ebert:
>>> Am 06.08.21 um 09:14 schrieb Dietz Proepper:
>>>    
>>>> Ich würde (im zweiten Fall) einfach gar nichts ankreuzen, eine
>>>> Kopie nehmen und wenn dann Werbung kommt die zuständigen
>>>> Datenschutzbehörden einschalten.
>>>
>>> Handy raus:
>>> "Sie haben doch nichts dagegen, dass ich das mal fotografiere?"
>>
>> Allerdings gibt es auch 6-seitige Aufklärungsbögen und
>> Einverständniserklärungen für vital wichtige Maßnahmen, die von
>> Ärzten und Juristen gemeinsam über Jahrzehnte entwickelt und
>> angepasst und immer wieder aktualisiert und verfeinert wurden, hinter
>> denen Großkanzleien und Verlage stecken. Diese Bögen kosten auch
>> Geld, etwa ein Euro pro Bogen, und dürfen nicht vervielfältigt werden.
> 
> Oh, Du willst andeuten, ich solle etwas unterschreiben, von dem ich mir
> keinen Beleg für meine Akten erzeugen darf?

Nein.

Du kriegst sogar gerne eine Kopie.
> 
> Interessante Ansicht.
> 

Flasch gedacht und gleich darauf eingeprügelt.
Wie üblich.

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#513338

FromUlf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de>
Date2021-08-06 12:08 -0700
Message-ID<1ddb2ac4-cdef-4fea-87e9-3277565e481en@googlegroups.com>
In reply to#513334
JF Nudrt schrieb am Freitag, 6. August 2021 um 20:18:07 UTC+2:
> Am 06.08.21 um 19:47 schrieb Dietz Proepper:
> > "Dr. Joachim Neudert" <neu...@5sl.org> wrote: 
> > 
> >> Am 06.08.21 um 09:35 schrieb Martin Ebert: 
> >>> Am 06.08.21 um 09:14 schrieb Dietz Proepper: 
> >>> 
> >>>> Ich würde (im zweiten Fall) einfach gar nichts ankreuzen, eine 
> >>>> Kopie nehmen und wenn dann Werbung kommt die zuständigen 
> >>>> Datenschutzbehörden einschalten. 
> >>> 
> >>> Handy raus: 
> >>> "Sie haben doch nichts dagegen, dass ich das mal fotografiere?" 
> >> 
> >> Allerdings gibt es auch 6-seitige Aufklärungsbögen und 
> >> Einverständniserklärungen für vital wichtige Maßnahmen, die von 
> >> Ärzten und Juristen gemeinsam über Jahrzehnte entwickelt und 
> >> angepasst und immer wieder aktualisiert und verfeinert wurden, hinter 
> >> denen Großkanzleien und Verlage stecken. Diese Bögen kosten auch 
> >> Geld, etwa ein Euro pro Bogen, und dürfen nicht vervielfältigt werden. 
> > 
> > Oh, Du willst andeuten, ich solle etwas unterschreiben, von dem ich mir 
> > keinen Beleg für meine Akten erzeugen darf?
> Nein. 
> 
> Du kriegst sogar gerne eine Kopie. 

Und wenn er Dich gar nicht zu seinem Arzt erwählt?

> > 
> > Interessante Ansicht. 
> > 
> 
> Flasch gedacht und gleich darauf eingeprügelt. 
> Wie üblich.

Ist eher Dein Stil.

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#513500

FromDietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de>
Date2021-08-08 13:29 +0200
Message-ID<20210808132929.590bc7f0.dietz-usenet@rotfl.franken.de>
In reply to#513338
Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> wrote:

> JF Nudrt schrieb am Freitag, 6. August 2021 um 20:18:07 UTC+2:
> > Flasch gedacht und gleich darauf eingeprügelt. 
> > Wie üblich.  
> 
> Ist eher Dein Stil.

Ich tippe auf Alter.

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#513353

FromStephan Bumberger <bumberger@gmx.de>
Date2021-08-06 23:41 +0200
Message-ID<seka9o$a2m$23@tota-refugium.de>
In reply to#513334
Am 06.08.2021 um 20:18 schrieb Dr. Joachim Neudert:
> Am 06.08.21 um 19:47 schrieb Dietz Proepper:
>> "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> wrote:
>>
>>> Am 06.08.21 um 09:35 schrieb Martin Ebert:
>>>> Am 06.08.21 um 09:14 schrieb Dietz Proepper:
>>>>    
>>>>> Ich würde (im zweiten Fall) einfach gar nichts ankreuzen, eine
>>>>> Kopie nehmen und wenn dann Werbung kommt die zuständigen
>>>>> Datenschutzbehörden einschalten.
>>>>
>>>> Handy raus:
>>>> "Sie haben doch nichts dagegen, dass ich das mal fotografiere?"
>>>
>>> Allerdings gibt es auch 6-seitige Aufklärungsbögen und
>>> Einverständniserklärungen für vital wichtige Maßnahmen, die von
>>> Ärzten und Juristen gemeinsam über Jahrzehnte entwickelt und
>>> angepasst und immer wieder aktualisiert und verfeinert wurden, hinter
>>> denen Großkanzleien und Verlage stecken. Diese Bögen kosten auch
>>> Geld, etwa ein Euro pro Bogen, und dürfen nicht vervielfältigt werden.
>>
>> Oh, Du willst andeuten, ich solle etwas unterschreiben, von dem ich mir
>> keinen Beleg für meine Akten erzeugen darf?
> 
> Nein.
> 
> Du kriegst sogar gerne eine Kopie.

Das ist aber ein Service. Bei mir kamen die letztes Jahr jeden Tag mit
so einem halben Buch aufs Zimmer, das sollte ich lesen und
unterschreiben. Unterschrieben habe ich es ja noch, aber gelesen? Und
Kopie habe ich auch nie bekommen. Wollte ich aber auch gar nicht haben.

Und da ging es überhaupt gar nicht um besonders schwere Eingriffe.
Selbst für eine Magenspiegelung kamen die mit sowas an. Na gut,
quergelesen habe ich es doch. Mein lieber Scholli, was da alles
passieren kann. Da wird man erst krank, wenn man das liest. Passiert ist
natürlich nichts, aber die haben sich für jeden denkbaren Mist vorher
abgesichert. Da hat man so richtig gemerkt, da hatte eine Anwaltskanzlei
viel Spaß bei der Formulierung.

Was natürlich nicht drin stand, wie lange sollte man danach nicht
rauchen. Ich habe es dann im Selbstversuch getestet. 60 Minuten danach
geht schon wieder.

-- 
Stephan

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