Groups | Search | Server Info | Keyboard shortcuts | Login | Register [http] [https] [nntp] [nntps]


Groups > ger.ct > #385398 > unrolled thread

"Gehetzte Technologie"

Started byHerwig AQSR <herwig.huener@t-online.de>
First post2019-01-18 14:55 -0800
Last post2019-01-20 10:56 +0100
Articles 19 on this page of 39 — 14 participants

Back to article view | Back to ger.ct


Contents

  "Gehetzte Technologie" Herwig AQSR <herwig.huener@t-online.de> - 2019-01-18 14:55 -0800
    Re: "Gehetzte Technologie" Andreas Fecht <forum@aftec.de> - 2019-01-19 00:32 +0100
    Re: "Gehetzte Technologie" Rainer Knaepper <rainerk@smial.prima.de> - 2019-01-19 11:48 +0100
      Re: "Gehetzte Technologie" Herwig AQSR <herwig.huener@t-online.de> - 2019-01-19 03:35 -0800
        Re: "Gehetzte Technologie" Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> - 2019-01-19 13:18 +0100
          Re: "Gehetzte Technologie" Lars Gebauer <lars.gebauer@yahoo.de> - 2019-01-19 13:10 +0000
        Re: "Gehetzte Technologie" Rainer Knaepper <rainerk@smial.prima.de> - 2019-01-19 13:54 +0100
          Re: "Gehetzte Technologie" Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2019-01-19 14:04 +0100
            Re: "Gehetzte Technologie" Peter McD <peter.posts@gmx.net> - 2019-01-19 14:27 +0100
              Re: "Gehetzte Technologie" Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2019-01-19 15:21 +0100
                Re: "Gehetzte Technologie" Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2019-01-19 15:47 +0100
                  Re: "Gehetzte Technologie" Dietz Proepper <dietz-news@rotfl.franken.de> - 2019-01-19 16:01 +0100
                    Re: "Gehetzte Technologie" Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2019-01-19 16:08 +0100
                      Re: "Gehetzte Technologie" spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) - 2019-01-19 16:33 +0100
                        Re: "Gehetzte Technologie" Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2019-01-19 16:40 +0100
                          Re: "Gehetzte Technologie" Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> - 2019-01-19 16:55 +0100
                          Re: "Gehetzte Technologie" spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) - 2019-01-19 18:21 +0100
                            Re: "Gehetzte Technologie" Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2019-01-19 18:28 +0100
                      Re: "Gehetzte Technologie" Dietz Proepper <dietz-news@rotfl.franken.de> - 2019-01-19 18:26 +0100
                        Re: "Gehetzte Technologie" Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2019-01-19 21:24 +0100
                          Re: "Gehetzte Technologie" Dietz Proepper <dietz-news@rotfl.franken.de> - 2019-01-20 11:24 +0100
              Re: "Gehetzte Technologie" Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2019-01-19 15:44 +0100
                Re: "Gehetzte Technologie" Peter McD <peter.posts@gmx.net> - 2019-01-19 22:38 +0100
          Re: "Gehetzte Technologie" Matthias Eißing <meissing@gmx.de> - 2019-01-19 14:13 +0100
            Re: "Gehetzte Technologie" Rainer Knaepper <rainerk@smial.prima.de> - 2019-01-20 03:56 +0100
    Re: "Gehetzte Technologie" Lars Gebauer <lars.gebauer@yahoo.de> - 2019-01-19 12:34 +0000
      Re: "Gehetzte Technologie" Frank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com> - 2019-01-19 14:45 +0100
        Re: "Gehetzte Technologie" Siegfried Blos <usenet@siegfried-blos.de> - 2019-01-25 12:45 +0100
    Re: "Gehetzte Technologie" Frank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com> - 2019-01-19 14:42 +0100
      Re: "Gehetzte Technologie" Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2019-01-19 15:43 +0100
        Re: "Gehetzte Technologie" Frank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com> - 2019-01-19 20:10 +0100
          Re: "Gehetzte Technologie" Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2019-01-19 20:23 +0100
            Re: "Gehetzte Technologie" Frank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com> - 2019-01-19 23:22 +0100
              Re: "Gehetzte Technologie" Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2019-01-20 00:08 +0100
              Re: "Gehetzte Technologie" Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2019-01-20 08:21 +0100
          Re: "Gehetzte Technologie" Herwig AQSR <herwig.huener@t-online.de> - 2019-01-19 14:04 -0800
      Re: "Gehetzte Technologie" Andreas Fecht <forum@aftec.de> - 2019-01-19 23:21 +0100
        Re: "Gehetzte Technologie" Herwig AQSR <herwig.huener@t-online.de> - 2019-01-19 15:59 -0800
          Re: "Gehetzte Technologie" Andreas Fecht <forum@aftec.de> - 2019-01-20 10:56 +0100

Page 2 of 2 — ← Prev page 1 [2]


#385552

FromDietz Proepper <dietz-news@rotfl.franken.de>
Date2019-01-20 11:24 +0100
Message-ID<5979604.G0QQBjFxQf@rotfl.franken.de>
In reply to#385518
Hanno Foest wrote:

> Am 19.01.19 um 18:26 schrieb Dietz Proepper:
> 
>>> Dann ist TRIM allerdings kontraproduktiv denn dadurch ist erkennbar wo
>>> interessantes liegt und was leer ist.
>> 
>> Mir langt Verschlüsselung. Ich brauche keine deniability.
> 
> Ist wohl nicht nur deniability - siehe
> 
> https://www.saout.de/pipermail/dm-crypt/2012-April/002420.html
> 
> Das Informationsleck ist zwar offenbar gering, aber der Nutzen von TRIM
> auch, oder?

Letzterer kann durchaus erheblich sein. Die erste SSD, welche ich besaß wurde 
irgendwann sehr langsam. 1x TRIMM behob das damals. Aber ok, war 2013 oder so.

> Ich bin kein Kryptologe und kann das Risiko daher nicht
> einschätzen, entsprechend irre ich lieber auf der sicheren Seite. YMMV.

Ich bin auch keiner (zumindest kein guter), aber die Leakage dünkt mir 
überschaubar. Mir geht's auch nicht 'drum, meine Pläne zur world domination 
von der NSA zu verbergen. Und für das Szenario "Laptop geklaut" sollte TRIM 
keinen Nachteil ergeben.

-- 
CASE NIGHTMARE GREEN

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#385470

FromGerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de>
Date2019-01-19 15:44 +0100
Message-ID<q1vd4u$2ri$2@news.bawue.net>
In reply to#385456
On 1/19/19 2:27 PM, Peter McD wrote:
> Am 19.01.19 um 14:04 schrieb Gerrit Heitsch:
>> On 1/19/19 1:54 PM, Rainer Knaepper wrote:
>>>
>>> Btw: SSD können, wenn sie sehr vollgelaufen sind, (nicht) überraschend
>>> langsam werden.
>>
>> Deshalb lasse icb beim Partionieren immer ein paar GB unbenutzt. Damit 
>> hat der Controller immer einen Pool von Blöcken von denen er weiss, 
>> daß sie unbenutzt sind.
>>
> 
> Ich denke, dem SSD Controller ist Dein Partitionsschema wurscht.
> 
> Aus der c't
> "Die SSD nutzt den ungenutzten Speicher ohnehin – ob er nun einer 
> Partition zugeordnet ist oder nicht."

Ja, aber er kann nie in Benutzung kommen da eben nicht von einer 
Partition belegt, auch wenn alle Partitionen voll sind. Damit hat der 
Controller immer Blöcke von denen er weiss, daß sie leer sind. Auch wenn 
TRIM nicht verwendet wird.

  Gerrit

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#385522

FromPeter McD <peter.posts@gmx.net>
Date2019-01-19 22:38 +0100
Message-ID<gahjn8FdsmvU1@mid.individual.net>
In reply to#385470
Am 19.01.19 um 15:44 schrieb Gerrit Heitsch:
> On 1/19/19 2:27 PM, Peter McD wrote:
>> Am 19.01.19 um 14:04 schrieb Gerrit Heitsch:
>>> On 1/19/19 1:54 PM, Rainer Knaepper wrote:
>>>>
>>>> Btw: SSD können, wenn sie sehr vollgelaufen sind, (nicht) überraschend
>>>> langsam werden.
>>>
>>> Deshalb lasse icb beim Partionieren immer ein paar GB unbenutzt. 
>>> Damit hat der Controller immer einen Pool von Blöcken von denen er 
>>> weiss, daß sie unbenutzt sind.
>>
>> Ich denke, dem SSD Controller ist Dein Partitionsschema wurscht.
>>
>> Aus der c't
>> "Die SSD nutzt den ungenutzten Speicher ohnehin – ob er nun einer 
>> Partition zugeordnet ist oder nicht."
> 
> Ja, aber er kann nie in Benutzung kommen da eben nicht von einer 
> Partition belegt, auch wenn alle Partitionen voll sind. Damit hat der 
> Controller immer Blöcke von denen er weiss, daß sie leer sind. Auch wenn 
> TRIM nicht verwendet wird.

Das ist das gleiche, wie eine Partition anzulegen, die man nicht benutzt.
So etwas habe ich bei meinen tmpfs mit der Fallback swap Partiton, die 
bleibt im regulären Betrieb leer.

Also wie ich die Arbeit des SSD-Controllers verstehe, sorgt er für die 
gleichmäßige Benutzung alle Speicherzellen. Ob die einer Partition 
zugeordnet sind ist dem Controller egal.

Aus dem Grund sollte man dafür sorgen, dass vor der Weitergabe einer SSD 
alle Speicherzellen "auf Null" gesetzt werden, wenn man sicher sein 
möchte, dass alle Daten vertraulich bleiben, ganz unabhängig von 
irgendwelchen Partitionen.

Peter

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#385453

FromMatthias Eißing <meissing@gmx.de>
Date2019-01-19 14:13 +0100
Message-ID<q1v7qi$14l$1@solani.org>
In reply to#385448
Am 19.01.19 um 13:54 schrieb Rainer Knaepper:
> Seit geraumer Zeit ist ja dieses "optane" zeugs
> der heiße Scheiß.

Optane wurde kürzlich eingestellt.

-- 
cu://Matthias.Eißing.de

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#385536

FromRainer Knaepper <rainerk@smial.prima.de>
Date2019-01-20 03:56 +0100
Message-ID<EeCv2UxyrLB@smial.prima.de>
In reply to#385453
meissing@gmx.de (Matthias Eißing)  am 19.01.19:

> Am 19.01.19 um 13:54 schrieb Rainer Knaepper:
>> Seit geraumer Zeit ist ja dieses "optane" zeugs
>> der heiße Scheiß.

> Optane wurde kürzlich eingestellt.

ok, s/Seit geraumer Zeit ist/Geraume Zeit war/

Man könnte beinahe meinen, Intel geriete in Panik. Beim i860 haben sie
es afair länger durchgehalten.

Rainer

-- 
Ja, wo laufen sie denn?

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#385442

FromLars Gebauer <lars.gebauer@yahoo.de>
Date2019-01-19 12:34 +0000
Message-ID<slrnq466ac.1un.lars.gebauer@yenni.elke-albrecht.com>
In reply to#385398
* Herwig AQSR:
> Manchmal kommt es vor, dass eine neue
> Technologie eine alte ablöst (ach was?!).

Das kommt nicht nur "manchmal" vor sondern das ist fast immer der
Fall.

Eine neue Technik wird entwickelt, verbreitet sich, wird noch höher
entwickelt - und irgendwann ist das Ende der Fahnenstange erreicht.
Dann treten die Unzulänglichkeiten dieser Technik immer deutlicher zu
Tage.

Anfänglich hatten die Vorteile der neuen Technik die Nachteile mehr
als deutlich ausgeglichen. Aber die Welt bleibt nicht stehen.
Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem die anfänglich neue Technik
nur noch aus Nachteilen zu bestehen scheint.

Dann kommt eine neue Technik, bricht sich Bahn und das gesamte Spiel
beginnt von vorne.

Wie im Leben: Laufend sterben Menschen - und ebenso laufend werden
neue geboren. Der ewige Kreislauf. Wie in der Natur: Frühling, Sommer,
Herbst, Winter. Und wieder von vorne.

> Dann hat man manchmal die Beobachtung,
> dass die Protagonisten der alten
> Technologie noch mal einen Spurt
> drauflegen.

Dann war die Technik noch nicht vollständig ausentwickelt. Dies
geschieht aber, typischerweise, erst kurz vor ihrem Niedergang.

> Beispiel: Das SegelSchiff
> erreichte seine höchste Blüte, als bereits
> klar war, dass das DampfSchiff das Rennen
> machen würde.

Das war - damals - überhaupt nicht klar. Oder es war ur denen klar,
die an das Segelschiff geglaubt[sic!] hatten. "Uns" ist das nur
deswegen klar, weil wir ja den Verlauf der Geschichte kennen.

> GegenBeispiel: der Röhren-NF-EndVerstärker.
> Oder die Analoge SchallPlatte. Es gibt
> Leute, die schwören auf die höhere Qualität
> derselben, obwohl eigentlich jedem klar
> ist, dass Elektronik mit Röhren einfach
> nur eine teure ElektroHeizung ist, und
> SchallPlatten nur dazu taugen, Diamanten
> auf Abrieb zu testen. Digitale NF-Technik
> hat längst gewonnen, like it or not.

Sie hat in ihrer Verbreitung gewonnen. Mehr nicht. Und sie versucht,
oft mit mäßigem Erfolg, das Klangbild von Röhren-Verstärkern zu
simulieren.

Schon mal eine moderne, digitale Filmkamera aus der Nähe gesehen? Eine
Arri Alexa, bspw.? - An der kannst Du den typischen analogen Film-Look
schon bei der Aufnahme simulieren.

> Gibt es also das Prinzip der "Gehetzten
> Technologie", oder gibt es es nicht?

Ist ein neues Wort für etwas, was schon lange so ist.

> Technologisch haben die LED das Rennen um
> die Effiziens schon gewonnen

Als ob Effizienz das einzige Kriterium wäre.

> - aber es gibt
> kein NaturGesetz, das verbietet, aus einer
> LeuchtStoffRöhre noch mehr rauszuholen.

Eben. Es gibt kaum eine scheußlichere Entwicklung der letzten Jahre,
als dieses rotzige LED-Licht. Abscheulichkeit, in Effizienz gegossen.

Es hat einen Grund, warum LED-Mist-Hersteller immer öfters versuchen,
Glühlampenlicht zu simulieren.

Erinnere Dich mal an eine Großstadt in den 60er, 70er oder 80er Jahren
mit ihrer phantastischen Neon-Werbung. Ein Anblick, den man nie wieder
vergißt.

Und jetzt schaue Dir eine moderne Großstadt an. Mit ihrer lächerlichen,
funzligen LED-Werbung.

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#385460

FromFrank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com>
Date2019-01-19 14:45 +0100
Message-ID<6ktw53pd7css$.fbui5dbu0rq7.dlg@40tude.net>
In reply to#385442
Am Sat, 19 Jan 2019 12:34:53 -0000 (UTC) schrieb Lars Gebauer:

> Erinnere Dich mal an eine Großstadt in den 60er, 70er oder 80er Jahren
> mit ihrer phantastischen Neon-Werbung. Ein Anblick, den man nie wieder
> vergißt.
> 
> Und jetzt schaue Dir eine moderne Großstadt an. Mit ihrer lächerlichen,
> funzligen LED-Werbung.

Geh mal an den Times Square. Nachts. Und du wirst Deine Meinung revidieren.

Grüße,

Frank (BDDTGTT)

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#387026

FromSiegfried Blos <usenet@siegfried-blos.de>
Date2019-01-25 12:45 +0100
Message-ID<gb7th7FasbgU1@mid.individual.net>
In reply to#385460
Frank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com> schrieb:

>Am Sat, 19 Jan 2019 12:34:53 -0000 (UTC) schrieb Lars Gebauer:
>
>> Erinnere Dich mal an eine Großstadt in den 60er, 70er oder 80er Jahren
>> mit ihrer phantastischen Neon-Werbung. Ein Anblick, den man nie wieder
>> vergißt.
>> 
>> Und jetzt schaue Dir eine moderne Großstadt an. Mit ihrer lächerlichen,
>> funzligen LED-Werbung.
>
>Geh mal an den Times Square. Nachts. Und du wirst Deine Meinung revidieren.
>
Oder was hier in manchen Geschäften an großen Monitoren rumhängt und
darauf nervige Werbefilmchen o.ä. flimmern. An der Metzgertheke im
Supermarkt z.B. im Sekundentakt die aktuellen Sonderangebote.

Siegfried
-- 
Ironie? Kenn ich nicht. Hat sich mir nie vorgestellt.

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#385459

FromFrank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com>
Date2019-01-19 14:42 +0100
Message-ID<1cxprjiexgrwx$.1twy14rt6lu6y$.dlg@40tude.net>
In reply to#385398
Am Fri, 18 Jan 2019 14:55:44 -0800 (PST) schrieb Herwig AQSR:

> GegenBeispiel: der Röhren-NF-EndVerstärker.
> Oder die Analoge SchallPlatte. Es gibt
> Leute, die schwören auf die höhere Qualität
> derselben, obwohl eigentlich jedem klar
> ist, dass Elektronik mit Röhren einfach
> nur eine teure ElektroHeizung ist, und
> SchallPlatten nur dazu taugen, Diamanten
> auf Abrieb zu testen. Digitale NF-Technik
> hat längst gewonnen, like it or not.

Erzähl das mal keinem Gitarristen. Die besten Gitarrenverstärker sind die
mit Röhren. Da gibt es sehr feine Geräte aus dem Hause Marchall oder
Hughes&Kettner. Reußenzehn auch noch.

Die klingen anders/besser, als Verstärker mit Transistoren. Allerdings geht
es bei E-Gitarrenverstärkern ja auch gerade nicht um einen möglichst
sauberen, glasklaren Klang, sondern um verzerrte Sounds. Und das können
Röhren nunmal besser.

Grüße,

Frank (der mit seinem Sohn vor ein paar Jahren ein Kurzwellen-Röhrenradio
zusammengelötet hat, gab es als Bausatz bei Franzis, befeuert von einer
Röhre aus angeblich chinesischen Militärbeständen)

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#385469

FromGerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de>
Date2019-01-19 15:43 +0100
Message-ID<q1vd1u$2ri$1@news.bawue.net>
In reply to#385459
On 1/19/19 2:42 PM, Frank Hucklenbroich wrote:
> 
> Erzähl das mal keinem Gitarristen. Die besten Gitarrenverstärker sind die
> mit Röhren. Da gibt es sehr feine Geräte aus dem Hause Marchall oder
> Hughes&Kettner. Reußenzehn auch noch.
> 
> Die klingen anders/besser, als Verstärker mit Transistoren. Allerdings geht
> es bei E-Gitarrenverstärkern ja auch gerade nicht um einen möglichst
> sauberen, glasklaren Klang, sondern um verzerrte Sounds. Und das können
> Röhren nunmal besser.

Der Deacy-Amp den Queen benutzt hat (ein Selbstbau aus Schrottteilen) 
benutzt allerdings Transistoren.

https://hackaday.com/2017/05/08/a-queen-mystery-the-legend-of-the-deacy-amp/



  Gerrit

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#385507

FromFrank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com>
Date2019-01-19 20:10 +0100
Message-ID<vcih2p8ap50b.1lmiz80wm0kz7$.dlg@40tude.net>
In reply to#385469
Am Sat, 19 Jan 2019 15:43:10 +0100 schrieb Gerrit Heitsch:

> On 1/19/19 2:42 PM, Frank Hucklenbroich wrote:
>> 
>> Erzähl das mal keinem Gitarristen. Die besten Gitarrenverstärker sind die
>> mit Röhren. Da gibt es sehr feine Geräte aus dem Hause Marchall oder
>> Hughes&Kettner. Reußenzehn auch noch.
>> 
>> Die klingen anders/besser, als Verstärker mit Transistoren. Allerdings geht
>> es bei E-Gitarrenverstärkern ja auch gerade nicht um einen möglichst
>> sauberen, glasklaren Klang, sondern um verzerrte Sounds. Und das können
>> Röhren nunmal besser.
> 
> Der Deacy-Amp den Queen benutzt hat (ein Selbstbau aus Schrottteilen) 
> benutzt allerdings Transistoren.
> 
> https://hackaday.com/2017/05/08/a-queen-mystery-the-legend-of-the-deacy-amp/

Hat Brian May den auch später benutzt?

Irgendwo habe ich noch die DVD "Queen live at the Bowl", auf dem Amp habe
ich aber nie so wirklich geachtet.

Gut, der hatte einen sehr speziellen Sound, in den 80ern hatte der ja seine
Gitarre die von Guild gebaut wurde, und er spielte die über ein
Spiralkabel, was im Prinzip ein absolutes No-No ist, weil man sich damit
überproportional viele Störungen einfängt.

Bei klaren, cleanen Sounds sind Transistoren auch gut, aber wenn es um
weiche oder verzerrte Sounds geht sind Röhren kaum zu schlagen.

Grüße,

Frank

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#385513

FromGerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de>
Date2019-01-19 20:23 +0100
Message-ID<q1vtfp$9mr$1@news.bawue.net>
In reply to#385507
On 1/19/19 8:10 PM, Frank Hucklenbroich wrote:
> Am Sat, 19 Jan 2019 15:43:10 +0100 schrieb Gerrit Heitsch:
> 
>> On 1/19/19 2:42 PM, Frank Hucklenbroich wrote:
>>>
>>> Erzähl das mal keinem Gitarristen. Die besten Gitarrenverstärker sind die
>>> mit Röhren. Da gibt es sehr feine Geräte aus dem Hause Marchall oder
>>> Hughes&Kettner. Reußenzehn auch noch.
>>>
>>> Die klingen anders/besser, als Verstärker mit Transistoren. Allerdings geht
>>> es bei E-Gitarrenverstärkern ja auch gerade nicht um einen möglichst
>>> sauberen, glasklaren Klang, sondern um verzerrte Sounds. Und das können
>>> Röhren nunmal besser.
>>
>> Der Deacy-Amp den Queen benutzt hat (ein Selbstbau aus Schrottteilen)
>> benutzt allerdings Transistoren.
>>
>> https://hackaday.com/2017/05/08/a-queen-mystery-the-legend-of-the-deacy-amp/
> 
> Hat Brian May den auch später benutzt?

Steht doch im verlinkten Artikel:

Brian used The Deacy in many recording sessions from the 1970’s all the 
way through the 90’s.


> Gut, der hatte einen sehr speziellen Sound, in den 80ern hatte der ja seine
> Gitarre die von Guild gebaut wurde, und er spielte die über ein
> Spiralkabel, was im Prinzip ein absolutes No-No ist, weil man sich damit
> überproportional viele Störungen einfängt.

Auch wenn es geschirmt ist? Sieht man dem Kabel nicht unbedingt an.


> Bei klaren, cleanen Sounds sind Transistoren auch gut, aber wenn es um
> weiche oder verzerrte Sounds geht sind Röhren kaum zu schlagen.

Soll heissen, wenn es darum geht Dinge zu verzerren sind Röhren gut. Für 
möglichst realistische Wiedergaben hingegen taugen sie weniger.

  Gerrit

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#385526

FromFrank Hucklenbroich <Hucklenbroich01@aol.com>
Date2019-01-19 23:22 +0100
Message-ID<k8mebjkjqpkc.1eiu7bv5kw1jc.dlg@40tude.net>
In reply to#385513
Am Sat, 19 Jan 2019 20:23:37 +0100 schrieb Gerrit Heitsch:

> On 1/19/19 8:10 PM, Frank Hucklenbroich wrote:
>> Am Sat, 19 Jan 2019 15:43:10 +0100 schrieb Gerrit Heitsch:
>> 
>>> On 1/19/19 2:42 PM, Frank Hucklenbroich wrote:
>>>>
>>>> Erzähl das mal keinem Gitarristen. Die besten Gitarrenverstärker sind die
>>>> mit Röhren. Da gibt es sehr feine Geräte aus dem Hause Marchall oder
>>>> Hughes&Kettner. Reußenzehn auch noch.
>>>>
>>>> Die klingen anders/besser, als Verstärker mit Transistoren. Allerdings geht
>>>> es bei E-Gitarrenverstärkern ja auch gerade nicht um einen möglichst
>>>> sauberen, glasklaren Klang, sondern um verzerrte Sounds. Und das können
>>>> Röhren nunmal besser.
>>>
>>> Der Deacy-Amp den Queen benutzt hat (ein Selbstbau aus Schrottteilen)
>>> benutzt allerdings Transistoren.
>>>
>>> https://hackaday.com/2017/05/08/a-queen-mystery-the-legend-of-the-deacy-amp/
>> 
>> Hat Brian May den auch später benutzt?
> 
> Steht doch im verlinkten Artikel:
> 
> Brian used The Deacy in many recording sessions from the 1970’s all the 
> way through the 90’s.
> 
> 
>> Gut, der hatte einen sehr speziellen Sound, in den 80ern hatte der ja seine
>> Gitarre die von Guild gebaut wurde, und er spielte die über ein
>> Spiralkabel, was im Prinzip ein absolutes No-No ist, weil man sich damit
>> überproportional viele Störungen einfängt.
> 
> Auch wenn es geschirmt ist? Sieht man dem Kabel nicht unbedingt an.

Was soll das sein? Gitarrenkabel sind nicht geschirmt, zumindest die
Anschlüsse in E-Gitarren und Amps sind es nicht. Das sind normale
Klinkenstecker. In den 70ern waren da Spiralkabel in Mode, die lagen nicht
so im Weg herum wie herkömmlichen Kabel, haben aber gebrummt wie der
Teufel. Bei lauter Rockmusik war das aber egal.
 
>> Bei klaren, cleanen Sounds sind Transistoren auch gut, aber wenn es um
>> weiche oder verzerrte Sounds geht sind Röhren kaum zu schlagen.
> 
> Soll heissen, wenn es darum geht Dinge zu verzerren sind Röhren gut. Für 
> möglichst realistische Wiedergaben hingegen taugen sie weniger.

Genau so.

Verstärker für Akustikgitarren oder solche für klare E-Gitarrensound
(Fender Strat oder Tele) kommen besser mit Transistoren aus.

Die Röhren sind dann für die Rocker mit der Paula oder der SG.

Grüße,

Frank 

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#385529

FromRuediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de>
Date2019-01-20 00:08 +0100
Message-ID<q20e5l.2bk.1@privat.lahls.de>
In reply to#385526
On 19.01.2019 23:22, Frank Hucklenbroich wrote:

> Was soll das sein? Gitarrenkabel sind nicht geschirmt, zumindest die
> Anschlüsse in E-Gitarren und Amps sind es nicht. Das sind normale
> Klinkenstecker. In den 70ern waren da Spiralkabel in Mode, die lagen nicht
> so im Weg herum wie herkömmlichen Kabel, haben aber gebrummt wie der
> Teufel. Bei lauter Rockmusik war das aber egal.

Jetzt wollte ich gerade klugscheißen und 'I feel fine' von den
Beatles[1] einwerfen, aber da ist der Ton kein Brumm, sondern eine
Rückkopplung.

Gut, dass ich vor dem Posten noch einen Blick in Wikipedia geworfen habe :-)
[1] https://www.youtube.com/watch?v=WrAV5EVI4tU
-- 
bis denne

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#385537

FromGerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de>
Date2019-01-20 08:21 +0100
Message-ID<q217hf$r6t$2@news.bawue.net>
In reply to#385526
On 1/19/19 11:22 PM, Frank Hucklenbroich wrote:
> Am Sat, 19 Jan 2019 20:23:37 +0100 schrieb Gerrit Heitsch:
>>
>> Auch wenn es geschirmt ist? Sieht man dem Kabel nicht unbedingt an.
> 
> Was soll das sein? Gitarrenkabel sind nicht geschirmt, zumindest die
> Anschlüsse in E-Gitarren und Amps sind es nicht. Das sind normale
> Klinkenstecker. In den 70ern waren da Spiralkabel in Mode, die lagen nicht
> so im Weg herum wie herkömmlichen Kabel, haben aber gebrummt wie der
> Teufel. Bei lauter Rockmusik war das aber egal.

Auch bei Klinkenstecker ist eine Schirmung möglich, Schirm auf Ring und 
Signal auf Tip. So a la Koax.

  Gerrit

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#385524

FromHerwig AQSR <herwig.huener@t-online.de>
Date2019-01-19 14:04 -0800
Message-ID<933c27dd-5860-476e-b6ac-6a923ba31303@googlegroups.com>
In reply to#385507
2019-01-19 23:05:00 +0100

> ...

> Gut, der hatte einen sehr speziellen Sound, in den 80ern hatte der ja seine
> Gitarre die von Guild gebaut wurde, und er spielte die über ein
> Spiralkabel, was im Prinzip ein absolutes No-No ist, weil man sich damit
> überproportional viele Störungen einfängt.

Abschirmung ist Dein Freund. Altes MAD-Motto.

> Bei klaren, cleanen Sounds sind Transistoren auch gut, aber wenn es um
> weiche oder verzerrte Sounds geht sind Röhren kaum zu schlagen.

Sind TransistorVerstärker, die RöhrenVerstärker emulieren, besser
als RöhrenVerstärker, die TransistorVerstärker emulieren?

Herwig

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#385525

FromAndreas Fecht <forum@aftec.de>
Date2019-01-19 23:21 +0100
Message-ID<q207t7$og6$1@solani.org>
In reply to#385459
Am 19.01.2019 um 14:42 schrieb Frank Hucklenbroich:
> 
> Die klingen anders/besser, als Verstärker mit Transistoren. Allerdings geht
> es bei E-Gitarrenverstärkern ja auch gerade nicht um einen möglichst
> sauberen, glasklaren Klang, sondern um verzerrte Sounds. Und das können
> Röhren nunmal besser.

Wenn man beide Verstärkertypen vergleicht, kommt man zu folgendem Ergebnis:

1. Die Kennlinie eines Bipolartransistors entspricht einer 
Exponentialfunktion.

Bei einer Exponentialfunktion erscheinen die meisten Verzerrungsanteile 
als *ungeradzahlige* Oberwellen. Das ist für die meisten Ohren eher 
unangenehm.

2. Die Kennlinie einer Röhre entspricht einer Parabel.

Bei einer Parabel erscheinen die meisten Verzerrungsanteile als 
*geradzahlige* Oberwellen. Das machen Musikinstrumente im Prinzip auch 
so d.h. ein hoher K2 erhöht die Klangcharakteristik vieler Musikinstrumente.

Das spielt aber nur eine Rolle, wenn der Verstärker ohne starke 
Gegenkopplung arbeitet (idealerweise Eintakt Class-A Betrieb).

Da die meisten Transistorverstärker fast alle mit einer starken 
Gegenkopplung arbeiten, treten hier so gut wie keine hörbaren 
Verzerrungen auf. Das klingt im Vergleich zu einem hohen K2 eher 
langweilig. Das ist vermutlich der Hauptgrund warum wohl viele auf 
diesen Röhrensound abfahren.

Für viele Musikersoftware (ich habe hier Cubase) gibt es Röhrensound als 
DSP-Effekt-Plugin.

Gruß Andreas

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#385532

FromHerwig AQSR <herwig.huener@t-online.de>
Date2019-01-19 15:59 -0800
Message-ID<a92738d4-c085-4225-8380-7620f3e69162@googlegroups.com>
In reply to#385525
2019-01-20 01:00:00 +0100

> ...

> Wenn man beide Verstärkertypen vergleicht, kommt man zu folgendem Ergebnis:
> 
> 1. Die Kennlinie eines Bipolartransistors entspricht einer 
> Exponentialfunktion.

Möge der Geist von Arrhenius Dich
noch im Jenseits heimsuchen.

> Bei einer Exponentialfunktion erscheinen die meisten Verzerrungsanteile 
> als *ungeradzahlige* Oberwellen. Das ist für die meisten Ohren eher 
> unangenehm.
> 
> 2. Die Kennlinie einer Röhre entspricht einer Parabel.
> 
> Bei einer Parabel erscheinen die meisten Verzerrungsanteile als 
> *geradzahlige* Oberwellen. Das machen Musikinstrumente im Prinzip auch 
> so d.h. ein hoher K2 erhöht die Klangcharakteristik vieler Musikinstrumente.
> 
> Das spielt aber nur eine Rolle, wenn der Verstärker ohne starke 
> Gegenkopplung arbeitet (idealerweise Eintakt Class-A Betrieb).
> 
> Da die meisten Transistorverstärker fast alle mit einer starken 
> Gegenkopplung arbeiten, treten hier so gut wie keine hörbaren 
> Verzerrungen auf. ...

Genau. GegenKopplung ist das PatentRezept.
Mit OP-Verstärkern billigst hinzukriegen.

> ... Das klingt im Vergleich zu einem hohen K2 eher 
> langweilig. ...

Kann ich nicht nachvollziehen, aber das ist ja subjektiv.

> ... Das ist vermutlich der Hauptgrund warum wohl viele auf 
> diesen Röhrensound abfahren.

Herwig

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#385546

FromAndreas Fecht <forum@aftec.de>
Date2019-01-20 10:56 +0100
Message-ID<q21gk3$h4h$1@solani.org>
In reply to#385532
Am 20.01.2019 um 00:59 schrieb Herwig AQSR:
>> Da die meisten Transistorverstärker fast alle mit einer starken
>> Gegenkopplung arbeiten, treten hier so gut wie keine hörbaren
>> Verzerrungen auf. ...
> 
> Genau. GegenKopplung ist das PatentRezept.
> Mit OP-Verstärkern billigst hinzukriegen.
> 
>> ... Das klingt im Vergleich zu einem hohen K2 eher
>> langweilig. ...
> 
> Kann ich nicht nachvollziehen, aber das ist ja subjektiv.

Wie schon erwähnt, probiers doch einfach selber aus:

https://zeuch.vetter-und-fecht.de/SpiceTAmp/

Gruß Andreas

[toc] | [prev] | [standalone]


Page 2 of 2 — ← Prev page 1 [2]

Back to top | Article view | ger.ct


csiph-web