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Groups > ger.ct > #580542 > unrolled thread

Anfang der 80er

Started by"Siegfrid Breuer" <point@tipota.de>
First post2023-01-07 23:38 +0100
Last post2023-01-09 15:21 +0100
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Contents

  Anfang der 80er "Siegfrid Breuer" <point@tipota.de> - 2023-01-07 23:38 +0100
    Re: Anfang der 80er Manfred <harakiri.sanktionen@mail1a.de> - 2023-01-08 06:53 +0100
    Re: Anfang der 80er "F. W." <me@home.com> - 2023-01-09 08:22 +0100
      Re: Anfang der 80er Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2023-01-09 13:09 +0000
        Re: Anfang der 80er Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-01-09 14:12 +0000
          Re: Anfang der 80er "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2023-01-09 15:52 +0100
            Re: Anfang der 80er Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2023-01-09 19:28 +0100
            Re: Anfang der 80er Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-01-09 19:13 +0000
              Re: Anfang der 80er "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2023-01-09 20:25 +0100
                Re: Anfang der 80er Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-01-09 22:34 +0000
                  Re: Anfang der 80er Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-01-09 23:43 -0800
                    Re: Anfang der 80er Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-01-10 08:30 +0000
                      Re: Anfang der 80er Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-01-10 00:39 -0800
                      Re: Anfang der 80er Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2023-01-10 15:32 +0100
                        Re: Anfang der 80er Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2023-01-10 15:35 +0100
                Re: Anfang der 80er "Siegfrid Breuer" <point@tipota.de> - 2023-01-10 00:08 +0100
                Re: Anfang der 80er Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2023-01-10 06:52 +0100
              Re: Anfang der 80er "Siegfrid Breuer" <point@tipota.de> - 2023-01-10 00:08 +0100
              Re: Anfang der 80er Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-01-09 23:34 -0800
                Re: Anfang der 80er Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-01-10 08:18 +0000
                  Re: Anfang der 80er "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2023-01-10 09:33 +0100
                    Re: Anfang der 80er Peter Veith <veith@snafu.de> - 2023-01-10 00:40 -0800
                    Re: Anfang der 80er Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-01-10 00:43 -0800
                    Re: Anfang der 80er Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-01-10 10:17 +0000
                      Re: Anfang der 80er Gerhard Hoffmann <dk4xp@arcor.de> - 2023-01-10 11:36 +0100
            Re: Anfang der 80er Frank Nitzschner <nospam@nitzschner.de> - 2023-01-10 17:07 +0100
          Re: Anfang der 80er Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2023-01-09 19:26 +0100
          Re: Anfang der 80er "Siegfrid Breuer" <point@tipota.de> - 2023-01-10 00:08 +0100
        Re: Anfang der 80er Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2023-01-10 06:45 +0100
          Re: Anfang der 80er Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-01-09 23:45 -0800
      Re: Anfang der 80er Marco Moock <mo01@posteo.de> - 2023-01-09 14:12 +0100
        Re: Anfang der 80er "F. W." <me@home.com> - 2023-01-09 15:21 +0100

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#580542 — Anfang der 80er

From"Siegfrid Breuer" <point@tipota.de>
Date2023-01-07 23:38 +0100
SubjectAnfang der 80er
Message-ID<G8PP2oREnYB@tipota.de>
  ...als die ersten Ballerspiele in den Spielhallen Fuss fassten,
  hatte ich mal einen Text in eine Mailbox geschrieben; der letzte
  Absatz gibt moeglicherweise einen vagen Erklaerungsansatz fuer
  die aktuell grassierende Kriegsgeilheit, die bei den ab damals 
  sozialisierten heutigen Politdoedeln zu beobachten ist:

  |Es gibt da in der Koelner Innenstadt einige Spielhallen. Hier 
  |verkehren z.B. Mitmenschen, die zu Hause keinen Computer haben, 
  |und jagen fuer teures Geld per Joystick diverse Helden ueber die 
  |Bildschirme.
  |   So weit - so gut !
  |Es stimmt mich allerdings etwas nachdenklich, dass nach einer 
  |Zeit, wo die Kriegsspiele verteufelt wurden und die 
  |Automatenindustrie vorwiegend auf sogenannte 'Fun-Games' setzte 
  |(in erster Linie Atari), die Betreiber der Spielhallen heute 
  |einstimmig berichten, auf dem Unterhaltungssektor sei heute nur 
  |noch mit den 'Rambo-Automaten' eine Mark zu verdienen.
  |Bei den Fun-Games wurde Geschicklichkeit verlangt - ab und zu 
  |wurden hoechstens ein paar unpersoenliche Monster z.B. durch 
  |Aufpumpen ausser Gefecht gesetzt. Damit holt man heute keinen 
  |Spieler mehr hinter dem Ofen hervor, geschweige denn vom 
  |Home-Computer weg!
  |Vor ein paar Jahren noch liess man Froesche von LKWs plattfahren 
  |(Frogger) und wollte partout nicht auf imaginaere, mit ein paar 
  |bunten Punkten dargestellte Raumschiffe (Galaga/Super-Cobra/etc.) 
  |schiessen lassen, da ja der Spieler hier die imaginaeren darin 
  |befindlichen moeglicherweise humanoiden Insassen gleich mit 
  |umbrachte.
  |Heute ist es ueblich, dass auf den Bildschirmen stahlharte Rambos 
  |mit unendlich munititionierten Schnellfeuergewehren umherlaufen, 
  |die in der Realitaet erst garnicht aus den Startloechern kaemen, 
  |wenn sie die in nur einer Spielrunde verfeuerte Munition 
  |tatsaechlich mitfuehren muessten. Selbstverstaendlich hat der 
  |moderne Kaempfer mindestens drei Leben, und wenn das nicht reicht, 
  |kann man fuer eine Mark drei weitere kaufen und dann wieder drei 
  |und wieder drei, bis der Kampf gegen den uebermaechtigen Feind 
  |gewonnen ist (oder die Knete alle ist).
  |Geschossen wird auch nicht mehr auf bunte Punkte, sondern auf in 
  |High-Resolution dargestellte menschliche Gegner, die bei einem 
  |Treffer selbstverstaendlich filmreif auf der Stelle ins Gras 
  |beissen. Verwundete gibt es nicht, und die Leichen auf dem 
  |Schlachtfeld loesen sich nach dem Sterben sofort in Nichts auf, 
  |wohl um den Spieler nicht zu verunsichern ob des Massakers, das er 
  |anrichtet. 
  |Selbstverstaendlich hat der Feind nur seine daemlichsten Rekruten 
  |ins Feld geschickt, denn der Rambo am Joystick kann ruhig mal an 
  |seiner Zigarette ziehen, auch wenn ihn der Gegner schon im Visier 
  |hat. Selbstverstaendlich hinterlaesst der Gegner auch reichlich 
  |vollgeladene Gewehre, Flammenwerfer und jede Menge Handgranaten, 
  |bevor er stirbt, und Rambo kann diese dann wieder gegen den Feind 
  |einsetzen!
  |Der absolute Renner ist z.Zt. der 'Operation Wolf':
  |Hier hat Rambo nur ein Leben pro Spielrunde, und das kostet auch 2 
  |Mark, aber es gibt ja Rabatt: 3 Leben fuer 5 Mark! Da faellt das 
  |Sterben leicht! Allein in der ersten Runde sind 30 Soldaten, 5 
  |Hubschrauber und 6 LKWs zu vernichten. Ein Leichtes, denn Rambo 
  |findet im Urwald laufend volle Magazine, die zufaellig in sein 
  |Schnellfeuer-Gewehr passen, und wenn die mitgefuehrten sechs 
  |Gewehrgranaten, die muehelos einen Panzer knacken, verschossen 
  |sind, - auch davon liegen genung im Wald rum!
  |Mit dreissig Treffern (!) haucht Rambo sein Leben aus; das koennen 
  |Treffer aus den gegnerischen Karabinern sein (die haben ja 
  |schliesslich kein Schnellfeuergewehr), auch etliche vor den 
  |Fuessen detonierende Handgranaten koennen es sein und mit mehreren 
  |demonstrativ in der Brust steckenden Messern gibt Rambo noch lange 
  |nicht auf! Klar: Im Vorspann hat man ihm mitgeteilt, dass der 
  |boese, boese Feind Gefangene in einem Konzentrationslager haelt,
  |und seine Aufgabe ist es, diese zu befreien. Da kann er schon mal 
  |zwei Mark fuer ein weiteres Leben ausgeben, denn es geht ja um 
  |eine gute Sache! So bekommt er auch einen Punkeabzug, wenn er 
  |nicht genug Gefangene rettet, denn der Sinn des Spiels ist es ja 
  |keinesfalls, Menschen zu erschiessen, das bringt der Auftrag halt 
  |so mit sich!
  |
  |Frage: Sind wir denn noch normal ?
  |
  |Den Automaten-Aufstellern kann man keinen Vorwurf machen, die 
  |bieten das, was der Kunde verlangt; und der Kunde zahlt nur 
  |ausgiebig, wenn er gewinnt, also muss man ihn gegen Trottel 
  |kaempfen lassen, aber zuechten wir damit nicht heute die Dummis, 
  |die morgen bereitwillig in ein Kriegsgeraet steigen, in dem 
  |Bewusstsein, der Feind sei sowieso daemlich und die ueberhaupt
  |keine Vorstellung davon haben, was es heisst, in Wirklichkeit 
  |Menschen zu toeten, geschweige denn selbst getoetet zu werden,
  |oder auch 'nur' ernsthaft verletzt ?
  |Ich gehoere zwar auch zu dem Jahrgang, der den Krieg nicht mehr 
  |erlebt hat, jedoch hat man mir nicht die gaengige Story vom Helden 
  |erzaehlt, und mir graut es vor dem Tag, wo die Kriegsteilnehmer 
  |ausgestorben sind und die Automaten-Rambos am (politischen) Ruder 
  |sitzen!

-- 
> Mir fehlen einfach die weiteren Fakten, um mir vorschnell ein solches
> Werturteil anzumassen - es kann sein, dass es sich so verhaelt...es kann
> aber sein, dass sich die Situation ganz anders darstellt... .
[relativiert Ohlemacher in <lltlbu0e2i2amaujj78ic1g03judb1oc6h@4ax.com>]
-> das Wahrheitsministerium raet: <http://www.hinterfotz.de/boese.html> <-
und immer nur ARD+ZDF gucken: <https://www.youtube.com/watch?v=W2l2kNQhtlQ>

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#580545

FromManfred <harakiri.sanktionen@mail1a.de>
Date2023-01-08 06:53 +0100
Message-ID<tpdlp2$3pbcs$1@dont-email.me>
In reply to#580542
Am 07.01.2023 um 23:38 schrieb Siegfrid Breuer:
> 
>    ...als die ersten Ballerspiele in den Spielhallen Fuss fassten,
>    hatte ich mal einen Text in eine Mailbox geschrieben; der letzte
>    Absatz gibt moeglicherweise einen vagen Erklaerungsansatz fuer
>    die aktuell grassierende Kriegsgeilheit, die bei den ab damals
>    sozialisierten heutigen Politdoedeln zu beobachten ist:
> 
>    |Es gibt da in der Koelner Innenstadt einige Spielhallen. Hier
>    |verkehren z.B. Mitmenschen, die zu Hause keinen Computer haben,
>    |und jagen fuer teures Geld per Joystick diverse Helden ueber die
>    |Bildschirme.
>    |   So weit - so gut !
>    |Es stimmt mich allerdings etwas nachdenklich, dass nach einer
>    |Zeit, wo die Kriegsspiele verteufelt wurden und die
>    |Automatenindustrie vorwiegend auf sogenannte 'Fun-Games' setzte
>    |(in erster Linie Atari), die Betreiber der Spielhallen heute
>    |einstimmig berichten, auf dem Unterhaltungssektor sei heute nur
>    |noch mit den 'Rambo-Automaten' eine Mark zu verdienen.
>    |Bei den Fun-Games wurde Geschicklichkeit verlangt - ab und zu
>    |wurden hoechstens ein paar unpersoenliche Monster z.B. durch
>    |Aufpumpen ausser Gefecht gesetzt. Damit holt man heute keinen
>    |Spieler mehr hinter dem Ofen hervor, geschweige denn vom
>    |Home-Computer weg!
>    |Vor ein paar Jahren noch liess man Froesche von LKWs plattfahren
>    |(Frogger) und wollte partout nicht auf imaginaere, mit ein paar
>    |bunten Punkten dargestellte Raumschiffe (Galaga/Super-Cobra/etc.)
>    |schiessen lassen, da ja der Spieler hier die imaginaeren darin
>    |befindlichen moeglicherweise humanoiden Insassen gleich mit
>    |umbrachte.
>    |Heute ist es ueblich, dass auf den Bildschirmen stahlharte Rambos
>    |mit unendlich munititionierten Schnellfeuergewehren umherlaufen,
>    |die in der Realitaet erst garnicht aus den Startloechern kaemen,
>    |wenn sie die in nur einer Spielrunde verfeuerte Munition
>    |tatsaechlich mitfuehren muessten. Selbstverstaendlich hat der
>    |moderne Kaempfer mindestens drei Leben, und wenn das nicht reicht,
>    |kann man fuer eine Mark drei weitere kaufen und dann wieder drei
>    |und wieder drei, bis der Kampf gegen den uebermaechtigen Feind
>    |gewonnen ist (oder die Knete alle ist).
>    |Geschossen wird auch nicht mehr auf bunte Punkte, sondern auf in
>    |High-Resolution dargestellte menschliche Gegner, die bei einem
>    |Treffer selbstverstaendlich filmreif auf der Stelle ins Gras
>    |beissen. Verwundete gibt es nicht, und die Leichen auf dem
>    |Schlachtfeld loesen sich nach dem Sterben sofort in Nichts auf,
>    |wohl um den Spieler nicht zu verunsichern ob des Massakers, das er
>    |anrichtet.
>    |Selbstverstaendlich hat der Feind nur seine daemlichsten Rekruten
>    |ins Feld geschickt, denn der Rambo am Joystick kann ruhig mal an
>    |seiner Zigarette ziehen, auch wenn ihn der Gegner schon im Visier
>    |hat. Selbstverstaendlich hinterlaesst der Gegner auch reichlich
>    |vollgeladene Gewehre, Flammenwerfer und jede Menge Handgranaten,
>    |bevor er stirbt, und Rambo kann diese dann wieder gegen den Feind
>    |einsetzen!
>    |Der absolute Renner ist z.Zt. der 'Operation Wolf':
>    |Hier hat Rambo nur ein Leben pro Spielrunde, und das kostet auch 2
>    |Mark, aber es gibt ja Rabatt: 3 Leben fuer 5 Mark! Da faellt das
>    |Sterben leicht! Allein in der ersten Runde sind 30 Soldaten, 5
>    |Hubschrauber und 6 LKWs zu vernichten. Ein Leichtes, denn Rambo
>    |findet im Urwald laufend volle Magazine, die zufaellig in sein
>    |Schnellfeuer-Gewehr passen, und wenn die mitgefuehrten sechs
>    |Gewehrgranaten, die muehelos einen Panzer knacken, verschossen
>    |sind, - auch davon liegen genung im Wald rum!
>    |Mit dreissig Treffern (!) haucht Rambo sein Leben aus; das koennen
>    |Treffer aus den gegnerischen Karabinern sein (die haben ja
>    |schliesslich kein Schnellfeuergewehr), auch etliche vor den
>    |Fuessen detonierende Handgranaten koennen es sein und mit mehreren
>    |demonstrativ in der Brust steckenden Messern gibt Rambo noch lange
>    |nicht auf! Klar: Im Vorspann hat man ihm mitgeteilt, dass der
>    |boese, boese Feind Gefangene in einem Konzentrationslager haelt,
>    |und seine Aufgabe ist es, diese zu befreien. Da kann er schon mal
>    |zwei Mark fuer ein weiteres Leben ausgeben, denn es geht ja um
>    |eine gute Sache! So bekommt er auch einen Punkeabzug, wenn er
>    |nicht genug Gefangene rettet, denn der Sinn des Spiels ist es ja
>    |keinesfalls, Menschen zu erschiessen, das bringt der Auftrag halt
>    |so mit sich!
>    |
>    |Frage: Sind wir denn noch normal ?
>    |
>    |Den Automaten-Aufstellern kann man keinen Vorwurf machen, die
>    |bieten das, was der Kunde verlangt; und der Kunde zahlt nur
>    |ausgiebig, wenn er gewinnt, also muss man ihn gegen Trottel
>    |kaempfen lassen, aber zuechten wir damit nicht heute die Dummis,
>    |die morgen bereitwillig in ein Kriegsgeraet steigen, in dem
>    |Bewusstsein, der Feind sei sowieso daemlich und die ueberhaupt
>    |keine Vorstellung davon haben, was es heisst, in Wirklichkeit
>    |Menschen zu toeten, geschweige denn selbst getoetet zu werden,
>    |oder auch 'nur' ernsthaft verletzt ?
>    |Ich gehoere zwar auch zu dem Jahrgang, der den Krieg nicht mehr
>    |erlebt hat, jedoch hat man mir nicht die gaengige Story vom Helden
>    |erzaehlt, und mir graut es vor dem Tag, wo die Kriegsteilnehmer
>    |ausgestorben sind und die Automaten-Rambos am (politischen) Ruder
>    |sitzen!


Es liegt am "Deutschen Untertanentum" *), deshalb gingen zwei
Weltkriege von Deutschland aus, und nur deshalb konnte in
Deutschland eine industrielle Masssenvernichtung wie
der "Holocaust" problemlos und ungestört stattfinden.



*)
Napoleon Bonaparte:

"Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres
Volk als das deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen
werden: die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man
ihnen gab, verfolgten sie ihre Landsleute mit größerer
Erbitterung als ihre wahren Feinde. "

Winston Churchill:

"Man hat sie (die Deutschen) entweder an der Gurgel oder zu Füßen."

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#580621

From"F. W." <me@home.com>
Date2023-01-09 08:22 +0100
Message-ID<tpgfbg$43ko$3@dont-email.me>
In reply to#580542
Am 07.01.2023 um 23:38 schrieb Siegfrid Breuer:

Die Diskussion ist und war immer, ob das Krieg spielen am Computer die
Persönlichkeit verändert und realistisch ist. Ich vermisse dabei immer
die These, dass Computerspiele gerade realistisch sein _sollen_.

Ich meine, wer mit 3D-Brille stundenlang auf Menschen ballert, der wird
an der Supermarktkasse sicher kein freundlicher Mensch sein, wenn die
Oma vor ihm gerade ihren Einkauf in Cent bezahlt.

Mich haben Computerspiele jedenfalls verändert. Unter anderen deshalb
spiele ich sie nicht mehr.

FW

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#580658

FromDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
Date2023-01-09 13:09 +0000
Message-ID<tph3ma$sg9b$1@solani.org>
In reply to#580621
F. W. <me@home.com> wrote:
>> Die Diskussion ist und war immer, ob das Krieg spielen am Computer die
> Persönlichkeit verändert und realistisch ist. Ich vermisse dabei immer
> die These, dass Computerspiele gerade realistisch sein _sollen_.
> 
> Ich meine, wer mit 3D-Brille stundenlang auf Menschen ballert, der wird
> an der Supermarktkasse sicher kein freundlicher Mensch sein, wenn die
> Oma vor ihm gerade ihren Einkauf in Cent bezahlt.
> 
> Mich haben Computerspiele jedenfalls verändert. Unter anderen deshalb
> spiele ich sie nicht mehr.
> 
> FW
> 
> 

Ich bin überzeugt davon, daß man reflexhaftes "Ziel erfassen" und
sofortiges schiessen gut am PC oder der PlayStation trainieren kann.

Man kann ja auch am Simulator trainieren, ein Flugzeug zu fliegen oder ein
Auto oder Rennauto zu fahren. Das ist noch nicht die ganze Miete, aber
vieles ist dann schon mal ganz gut drin. Am Schießplatz lernt man die
Bedienung, an der Playstation die Enthemmung.

Sage ich als Gamer , der sich gerade durch Night City ballert. Moralisch
gefestigt sollte man tatsächlich als Gamer bereits sein. 
Cyberpunk 2077. Witcher 3 vom selben Studio CD Project Red war aber besser,
die Story unerreicht gut, die Love Interests wirklich begehrenswert. Das
geht den Personen in Night City ab (die würde ich alle nur mit der
Kneifzange anrühren...  )

Das war übrigens auch ein übler Fehler der Netflix Umsetzung des Witchers.
Henry Cavill war fantastisch, einige wie Yennefer und Ciri und Dijkstra
"passt gut", aber manche anderen...


Sind hier noch irgendwelche Gamer? Ich meine, das ist eine Einstellung, 62
Lebensjahre Erfahrung sprechen nicht dagegen in meinem Fall…

Crossposts entfernt. Nur ger.ct. 

-- 
please forgive my iPhone typos

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#580672

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2023-01-09 14:12 +0000
Message-ID<9t63bc1fb5i3a6418n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#580658
On Mon, 09 Jan 2023 14:09:30 Dr. Joachim Neudert wrote:
> F. W. <me@home.com> wrote:
>> [...] wer mit 3D-Brille stundenlang auf Menschen ballert, der
>> wird an der Supermarktkasse sicher kein freundlicher Mensch sein,
>> wenn die Oma vor ihm gerade ihren Einkauf in Cent bezahlt.

Vermutlich nicht, aber wird er dadurch unfreundlicher?

>> Mich haben Computerspiele jedenfalls verändert. Unter anderen
>> deshalb spiele ich sie nicht mehr.

Spannend, inwiefern denn?

Ich fand sie irgendwie langweilig.

> Ich bin überzeugt davon, daß man reflexhaftes "Ziel erfassen" und
> sofortiges schiessen gut am PC oder der PlayStation trainieren
> kann.

Ja, klar - wobei der generelle Trainingseffekt sehr rasch abgenützt
sein dürfte und man danach vor allem die Motorik, aber noch mehr die
Logik des jeweiligen Spiels trainiert. Das kann man mögen oder halt
irgendwann langweilig finden.

> Am Schießplatz lernt man die Bedienung, an der Playstation die
> Enthemmung.

Ernsthaft? Ich habe als Teenager ein paar Wochen lang jegliches
Monster abgeballert, das mir bei Doom vor den Lauf gekommen ist;
Hemmungen hatte ich da meiner Erinnerung nach beim ersten
ebensowenig wie beim letzten - es ist doch ein Spiel und geht um
Punkte.

> Sind hier noch irgendwelche Gamer?

Offenbar fehlt mir dazu irgendeine genetische Veranlagung. Der Reiz
von Doom und (echtem) AirHockey ist für mich exakt der gleiche, nur
dass letzteres mit menschlichen Gegnern einfach abwechslungsreicher
und daher auch spannender ist.

Servus,
   Stefan

-- 
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan - Geil, mit drei "L"...
(Sloganizer)

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#580687

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2023-01-09 15:52 +0100
Message-ID<tph9mv$t765$2@solani.org>
In reply to#580672
Am 09.01.23 um 15:12 schrieb Stefan Froehlich:
>> Am Schießplatz lernt man die Bedienung, an der Playstation die
>> Enthemmung.
> Ernsthaft? Ich habe als Teenager ein paar Wochen lang jegliches
> Monster abgeballert, das mir bei Doom vor den Lauf gekommen ist;
> Hemmungen hatte ich da meiner Erinnerung nach beim ersten
> ebensowenig wie beim letzten - es ist doch ein Spiel und geht um
> Punkte.
> 

Natürlich nicht zwangsweise. Bisher bin nicht mal ich als 
Serientäter-Schütze aufgefallen [\Ironie off].

Wobei mir reine Ballerspiele genau so wenig geben wie Dir, nehme ich an. 
Aber bei guten Open-World Games ist der Teil meist untrennbar dabei, 
wenn es nicht nur um Schwertkämpfer geht wie beim Witcher.


Ich meinte aber tatsächlich die Enthemmung, die so ein Täter wie 
beispielsweise der von Christchurch hat, wenn er mit dem echten Gewehr 
auf echte Menschen schießt.

Die Situation hat er einfach vorher schon geübt und trainiert. Kimme, 
Korn, Ziel. Nächstes Ziel.

Und damit mich hier niemand falsch versteht: ich glaube nicht dass man 
durch  Spiele zum Killer wird.
Aber ich glaube dass Killer  mit manchen Spielen  ganz gut trainieren 
können. So wie ein Flug-Kapitän der bereits fliegen kann, im Simulator 
noch viele weitere Situationen gut trainieren kann.

FS2020, Herwig?



-- 
Bitt um Vrzihung, di Tast " " klmmt manchmal...

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#580721

FromJörg Tewes <jogi1964@gmx.net>
Date2023-01-09 19:28 +0100
Message-ID<396ed302-7752-3bed-f214-7e0f0f024eca@jtewes.my-fqdn.de>
In reply to#580687
Dr. Joachim Neudert schrieb:

> Und damit mich hier niemand falsch versteht: ich glaube nicht dass man 
> durch  Spiele zum Killer wird.
> Aber ich glaube dass Killer  mit manchen Spielen  ganz gut trainieren 
> können. So wie ein Flug-Kapitän der bereits fliegen kann, im Simulator 
> noch viele weitere Situationen gut trainieren kann.

Imho lernt man erst am Simulator und dann in echt. Zumindest war das
in der Panzerfahrschule so. Aber klar besser werden durch den
Simulator könnte funktionieren.
-- 


        Bye Jörg


Religionskriege sind Konflikte zwischen erwachsenen Menschen, bei
denen es darum geht, wer den cooleren, imaginären Freund hat. Wenn
Jesus gevierteilt worden wäre, hätten wir heute dann Mobiles über der
Tür hängen?

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#580728

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2023-01-09 19:13 +0000
Message-ID<3t63bc6666i3b05e7n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#580687
On Mon, 09 Jan 2023 15:52:15 Dr. Joachim Neudert wrote:
> Am 09.01.23 um 15:12 schrieb Stefan Froehlich:
>>> Am Schießplatz lernt man die Bedienung, an der Playstation die
>>> Enthemmung.

>> Ernsthaft? Ich habe als Teenager ein paar Wochen lang jegliches
>> Monster abgeballert, das mir bei Doom vor den Lauf gekommen ist;
>> Hemmungen hatte ich da meiner Erinnerung nach beim ersten
>> ebensowenig wie beim letzten - es ist doch ein Spiel und geht um
>> Punkte.

> [...] Wobei mir reine Ballerspiele genau so wenig geben wie Dir,
> nehme ich an.  Aber bei guten Open-World Games ist der Teil meist
> untrennbar dabei, wenn es nicht nur um Schwertkämpfer geht wie
> beim Witcher.

Zu mühsam, zu langatmig. Ein Spiel muss in ein paar Minuten, maximal
vielleicht einer halben Stunde erledigt sein, ansonsten ist es ein
Hobby - und davon hätte ich schon ausreichend.

> Ich meinte aber tatsächlich die Enthemmung, die so ein Täter wie
> beispielsweise der von Christchurch hat, wenn er mit dem echten
> Gewehr auf echte Menschen schießt.

> Die Situation hat er einfach vorher schon geübt und trainiert.
> Kimme, Korn, Ziel. Nächstes Ziel.

Mit einem *Computerspiel*? Ernsthaft.

Also ich bezweifle, dass ich nach oben geschildertem Doom-Konsum
irgendwie vorbereiteter oder besser gewesen wäre, hätten mich Waffen
interessiert. Da würde ich jeden Schießstand bei weitem vorziehen.

> Aber ich glaube dass Killer  mit manchen Spielen  ganz gut
> trainieren können. So wie ein Flug-Kapitän der bereits fliegen
> kann, im Simulator noch viele weitere Situationen gut trainieren
> kann.

Ein Flugsimulator ist IMO dem Fliegen eines echten Flugzeugs um
Größenordungen näher, als es ein Ballerspiel dem echten Schießen
ist.

Bei ersterem mögen die Modelle nicht ausgefeilt genug, je nach
finanzieller Ausstattung die Steuerungen nicht realitätsnah genug
und fast immer das Popometer nicht vorhanden sein. Bei letzterem
fehlt es aber doch so ziemlich an allem, ausser am auftauchenden
Feind und vielleicht der Geräuschkulisse. Was hat das Rudern am
Joystick mit dem Zielen einer echten Waffe zu tun?

Servus,
   Stefan

-- 
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Für die Kennerin von Welt: Stefan, die Spannung zu fühlen!
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#580731

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2023-01-09 20:25 +0100
Message-ID<tphpmh$tfq5$1@solani.org>
In reply to#580728
Am 09.01.23 um 20:13 schrieb Stefan Froehlich:
> Bei ersterem mögen die Modelle nicht ausgefeilt genug, je nach
> finanzieller Ausstattung die Steuerungen nicht realitätsnah genug
> und fast immer das Popometer nicht vorhanden sein. Bei letzterem
> fehlt es aber doch so ziemlich an allem, ausser am auftauchenden
> Feind und vielleicht der Geräuschkulisse. Was hat das Rudern am
> Joystick mit dem Zielen einer echten Waffe zu tun?


Zielen ist doch stocksimpel. Das hat noch jedes Streetkid gelernt. Kein 
Vergleich mit der Steuerung eines Flugzeuges.

Was trainiert wird, ist der Entschluß es auch zu tun, es umzusetzen. Zu 
schiessen. Draufhalten auf die auftauchende Silhouette oder die Figur 
oder den Rumpf, und abdrücken. Das könntest Du nicht. Das kann ich 
nicht. Niemand zivilisiertes kann das.

Aber das mit der "Zivilisation" kann man durch Training abgewöhnen. 
Darauf beruhen z.B. die gefürchteten gnadenlosen Kindersoldaten in Afrika.


Deswegen auch diese Schieß-Studios in der US Polizeiausbildung oder 
Militärausbildung. Da wird nicht auf Scheiben mit konzentrischen 
Zielringen geschossen, das wäre technischer Schießsport und Zielschiessen.

Da werden in einer Strassen-Umgebung plötzlich menschliche 
Papp-Silhouetten eingeblendet, auf die geschossen werden soll. 
Combat-Schiessen.

Doch, das trainiert.

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#580751

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2023-01-09 22:34 +0000
Message-ID<3t63bc9600i3b7526n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#580731
On Mon, 09 Jan 2023 20:25:05 Dr. Joachim Neudert wrote:
> Am 09.01.23 um 20:13 schrieb Stefan Froehlich:
>> Bei ersterem mögen die Modelle nicht ausgefeilt genug, je nach
>> finanzieller Ausstattung die Steuerungen nicht realitätsnah genug
>> und fast immer das Popometer nicht vorhanden sein. Bei letzterem
>> fehlt es aber doch so ziemlich an allem, ausser am auftauchenden
>> Feind und vielleicht der Geräuschkulisse. Was hat das Rudern am
>> Joystick mit dem Zielen einer echten Waffe zu tun?

> Zielen ist doch stocksimpel. Das hat noch jedes Streetkid gelernt.
> Kein Vergleich mit der Steuerung eines Flugzeuges.

> Was trainiert wird, ist der Entschluß es auch zu tun, es
> umzusetzen. Zu schiessen. Draufhalten auf die auftauchende
> Silhouette oder die Figur oder den Rumpf, und abdrücken. Das
> könntest Du nicht. Das kann ich nicht. Niemand zivilisiertes kann
> das.

Ich bezweifle weiterhin, dass man diese sich Hemmung durch ein
Computerspiel nennenswert abtrainieren kann. Hast Du dafür
vielleicht Quellen?

> Deswegen auch diese Schieß-Studios in der US Polizeiausbildung
> oder Militärausbildung. Da wird nicht auf Scheiben mit
> konzentrischen Zielringen geschossen, das wäre technischer
> Schießsport und Zielschiessen.

> Da werden in einer Strassen-Umgebung plötzlich menschliche
> Papp-Silhouetten eingeblendet, auf die geschossen werden soll.
> Combat-Schiessen.

Das ist allerdings ein bisschen etwas anderes als am PC. Da will
eine echte Waffe vom Körper bewegt und ein echter Abzug gedrückt
werden.

Servus,
   Stefan

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Im siebten Himmel. Mit Stefan. Ein prunkvolles Vergnügen!
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#580764

FromUlf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de>
Date2023-01-09 23:43 -0800
Message-ID<45b1fed9-8d9c-4398-a6bf-65ae0ac98d3cn@googlegroups.com>
In reply to#580751
Stefan Froehlich schrieb am Montag, 9. Januar 2023 um 23:34:07 UTC+1:
> On Mon, 09 Jan 2023 20:25:05 Dr. Joachim Neudert wrote: 
> > Am 09.01.23 um 20:13 schrieb Stefan Froehlich:

> >> Bei ersterem mögen die Modelle nicht ausgefeilt genug, je nach 
> >> finanzieller Ausstattung die Steuerungen nicht realitätsnah genug 
> >> und fast immer das Popometer nicht vorhanden sein. Bei letzterem 
> >> fehlt es aber doch so ziemlich an allem, ausser am auftauchenden 
> >> Feind und vielleicht der Geräuschkulisse. Was hat das Rudern am 
> >> Joystick mit dem Zielen einer echten Waffe zu tun? 
> 
> > Zielen ist doch stocksimpel. Das hat noch jedes Streetkid gelernt. 
> > Kein Vergleich mit der Steuerung eines Flugzeuges. 
> 
> > Was trainiert wird, ist der Entschluß es auch zu tun, es 
> > umzusetzen. Zu schiessen. Draufhalten auf die auftauchende 
> > Silhouette oder die Figur oder den Rumpf, und abdrücken. Das 
> > könntest Du nicht. Das kann ich nicht. Niemand zivilisiertes kann 
> > das.

> Ich bezweifle weiterhin, dass man diese sich Hemmung durch ein 
> Computerspiel nennenswert abtrainieren kann. Hast Du dafür 
> vielleicht Quellen?

Siehe erste drei Zeilen des seitenmittigen Kleingedruckten S. 264 von
http://publications.rwth-aachen.de/record/229317/files/4847.pdf;

Geht auch ohne Semikolon.

Gruß, ULF

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#580773

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2023-01-10 08:30 +0000
Message-ID<5t63bd2005i3c78e5n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#580764
On Tue, 10 Jan 2023 08:43:25 Ulf Kutzner wrote:
> Stefan Froehlich schrieb am Montag, 9. Januar 2023 um 23:34:07 UTC+1:
>> On Mon, 09 Jan 2023 20:25:05 Dr. Joachim Neudert wrote: 
>> > Am 09.01.23 um 20:13 schrieb Stefan Froehlich:
>> >> Bei [Ego-Shootern] fehlt es aber doch so ziemlich an allem,
>> >> ausser am auftauchenden Feind und vielleicht der
>> >> Geräuschkulisse. Was hat das Rudern am Joystick mit dem Zielen
>> >> einer echten Waffe zu tun?

>> > Zielen ist doch stocksimpel. Das hat noch jedes Streetkid
>> > gelernt.  Kein Vergleich mit der Steuerung eines Flugzeuges. 

>> > Was trainiert wird, ist der Entschluß es auch zu tun, es
>> > umzusetzen. Zu schiessen. Draufhalten auf die auftauchende
>> > Silhouette oder die Figur oder den Rumpf, und abdrücken. Das
>> > könntest Du nicht. Das kann ich nicht. Niemand zivilisiertes
>> > kann das.
 
>> Ich bezweifle weiterhin, dass man diese sich Hemmung durch ein
>> Computerspiel nennenswert abtrainieren kann. Hast Du dafür
>> vielleicht Quellen?

> Siehe erste drei Zeilen des seitenmittigen Kleingedruckten S. 264 von
> http://publications.rwth-aachen.de/record/229317/files/4847.pdf;

Danke für's Heraussuchen, das ist noch besser als das, was ich
gesucht (und nicht gefunden) hatte und im übrigen insgesamt
hochinteressant, nur leider - notwendigerweise - auch ein wenig
umfangreich. Muss ich mir einmal die Zeit nehmen, das komplett zu
lesen.

Die von Dir referenzierten drei Zeilen lauten:

| Killerspiele entstammen den professionellen Trainingsprogrammen
| der US-Armee, mit denen Schusstechnik, Zielgenauigkeit und
| direktes Reagieren auf auftauchende Gegner trainiert werden: […]
| Soldaten werden desensibilisiert und fürs Töten konditioniert, die
| Tötungshemmung wird abgebaut.

Allerdings handelt es sich dabei um ein Zitat eines medialen
Aufrufs, der von diversen (in der Arbeit aufgezählten) Prominenten
unterzeichnet wurde, nicht um eine wissenschaftliche Arbeit.  Dieses
Zitat wird als Beispiel für "Fanatisierung der Polemiker" gebracht
und mit dem Kommentar: "letztlich muss einem Teil der Medienkritiker
eine Radikalisierung, ja Fanatisierung (resp. eine Reanimation von
Argumentationsstrukturen, wie sie die moralpanischen Schmutz- und
Schunddebatten der 1920er prägten) attestiert werden" versehen.

Der wissenschaftliche Teil der Arbeit endet auf Seite 269 mit der
Zusammenfassung und beginnt mit den Worten:

| Die vorliegende Dissertation konnte gravierende Probleme und
| Defizite des Jugendmedienschutzes, wie auch des strafrechtlichen
| Gewaltdarstellungsverbots bei trägermedialen, Gewalt darstellenden
| Computerspielen identifizieren: Bereits die fundamentale Prämisse
| einer aggressionssteigernden Wirkung solcher Spiele konnte im
| Rahmen einer detaillierteren Analyse des Standes der diesbzgl.
| Forschung nicht wirklich hinreichend strapaziert werden.
| [...]
| [Die Forschung konnte] trotz hunderter Wirkungsstudien
| zusammengefasst immer noch nicht demonstrieren, dass mediale
| Gewaltdarstellungen die Wahrscheinlichkeit kurz- u./o.
| langfristig aggressiven oder gar gewalttätigen Verhaltens der
| Rezipienten direkt oder indirekt erhöhen können.

Die Arbeit stammt aus dem Jahr 2013 - realitätsnahe Ego-Shooter sind
deutlich älter, es wird sich daher seitdem nicht viel verändert
haben. Die Conclusio deckt sich genau mit dem, was ich über die
Jahre so aufgeschnappt und im Hinterkopf gespeichert hatte - aber
jetzt habe ich endlich eine zitierbare Quelle dafür.

Schauen wir einmal, ob Joachim da gegenhalten kann ;-)

Servus,
   Stefan

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Das meisterhafte Sehnen traumhafter Versenker. Stefan!
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#580776

FromUlf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de>
Date2023-01-10 00:39 -0800
Message-ID<d96f1d68-1954-4d5c-815e-6813e634a024n@googlegroups.com>
In reply to#580773
Stefan Froehlich schrieb am Dienstag, 10. Januar 2023 um 09:30:02 UTC+1:
> On Tue, 10 Jan 2023 08:43:25 Ulf Kutzner wrote: 
> > Stefan Froehlich schrieb am Montag, 9. Januar 2023 um 23:34:07 UTC+1: 
 
> >> Ich bezweifle weiterhin, dass man diese sich Hemmung durch ein 
> >> Computerspiel nennenswert abtrainieren kann. Hast Du dafür 
> >> vielleicht Quellen? 
> 
> > Siehe erste drei Zeilen des seitenmittigen Kleingedruckten S. 264 von 
> > http://publications.rwth-aachen.de/record/229317/files/4847.pdf;

> Danke für's Heraussuchen, das ist noch besser als das, was ich 
> gesucht (und nicht gefunden) hatte und im übrigen insgesamt 
> hochinteressant, nur leider - notwendigerweise - auch ein wenig 
> umfangreich. Muss ich mir einmal die Zeit nehmen, das komplett zu 
> lesen. 
> 
> Die von Dir referenzierten drei Zeilen lauten: 
> 
> | Killerspiele entstammen den professionellen Trainingsprogrammen 
> | der US-Armee, mit denen Schusstechnik, Zielgenauigkeit und 
> | direktes Reagieren auf auftauchende Gegner trainiert werden: […] 
> | Soldaten werden desensibilisiert und fürs Töten konditioniert, die 
> | Tötungshemmung wird abgebaut. 
> 
> Allerdings handelt es sich dabei um ein Zitat eines medialen 
> Aufrufs, der von diversen (in der Arbeit aufgezählten) Prominenten 
> unterzeichnet wurde, nicht um eine wissenschaftliche Arbeit. Dieses 
> Zitat wird als Beispiel für "Fanatisierung der Polemiker" gebracht 
> und mit dem Kommentar: "letztlich muss einem Teil der Medienkritiker 
> eine Radikalisierung, ja Fanatisierung (resp. eine Reanimation von 
> Argumentationsstrukturen, wie sie die moralpanischen Schmutz- und 
> Schunddebatten der 1920er prägten) attestiert werden" versehen. 

Andererseits fehlt mir die Zeit für noch gründlichere Recherche.

Ohne ausdrückliche Beschreibung von Hemmungsabbau,
insofern halber Zufallsfund, Rekrutierungsmittel:

https://de.wikipedia.org/wiki/America%E2%80%99s_Army

Gruß, ULF

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#580812

FromFrank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net>
Date2023-01-10 15:32 +0100
Message-ID<1l8oky5eg42q0.1k4c81uoongxu.dlg@40tude.net>
In reply to#580773
Am 10 Jan 2023 08:30:00 GMT schrieb Stefan Froehlich:

>| Killerspiele entstammen den professionellen Trainingsprogrammen
>| der US-Armee, mit denen Schusstechnik, Zielgenauigkeit und
>| direktes Reagieren auf auftauchende Gegner trainiert werden: […]
>| Soldaten werden desensibilisiert und fürs Töten konditioniert, die
>| Tötungshemmung wird abgebaut.

Es gab vor 10 - 15 Jahren tatsächlich mal so einen Shooter, der war von der
US-Armee entwickelt worden und man konnte ihn auf deren Seite spielen. Ich
habe den mal angespielt, fand ihn aber viel zu schwierig und sehr
langweilig. Da musste man allerdings auf Zielscheiben schießen. Mag sein
daß in späteren Leveln noch Gegner gekommen wären, so weit bin ich aber
nicht gekommen. Der Name von dem Spiel fällt mir allerdings nicht mehr ein.

Grüße,

Frank

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#580813

FromFrank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net>
Date2023-01-10 15:35 +0100
Message-ID<1w5dvq9idgp84$.1jbqz6mkthofb.dlg@40tude.net>
In reply to#580812
Am Tue, 10 Jan 2023 15:32:57 +0100 schrieb Frank Hucklenbroich:

> Am 10 Jan 2023 08:30:00 GMT schrieb Stefan Froehlich:
> 
>>| Killerspiele entstammen den professionellen Trainingsprogrammen
>>| der US-Armee, mit denen Schusstechnik, Zielgenauigkeit und
>>| direktes Reagieren auf auftauchende Gegner trainiert werden: […]
>>| Soldaten werden desensibilisiert und fürs Töten konditioniert, die
>>| Tötungshemmung wird abgebaut.
> 
> Es gab vor 10 - 15 Jahren tatsächlich mal so einen Shooter, der war von der
> US-Armee entwickelt worden und man konnte ihn auf deren Seite spielen. Ich
> habe den mal angespielt, fand ihn aber viel zu schwierig und sehr
> langweilig. Da musste man allerdings auf Zielscheiben schießen. 

Ich hätte den Tread erst ganz lesen sollen, Ulf hat den Titel gefunden,
"America's Army" war das.

Grüße,

Frank

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#580755

From"Siegfrid Breuer" <point@tipota.de>
Date2023-01-10 00:08 +0100
Message-ID<G8adX3KEnYB@tipota.de>
In reply to#580731
  neudert@5sl.org (Dr. Joachim Neudert) schrieb:

> Aber das mit der "Zivilisation" kann man durch Training abgewöhnen.
> Darauf beruhen z.B. die gefürchteten gnadenlosen Kindersoldaten in
> Afrika.

  Oder die GIs der Drecks-Amis. Ich erinnere mich noch sehr gut an 
  das bei Youtube flugs geloeschte Video mit dem jungen GI im Irak, 
  dem die Dummheit aus den Augen leuchtete, als der freudetrunken 
  'lets do it again' brabbelte, nachdem sein Haufen eine Gruppe 
  irakischer Rentner zusammengeschossen hatte.

-- 
> und wenn du ein "Arsch" bist, dann ist es auch egal, ob du ein 
> Deutscher Arsch, ein WessiArsch, ein OssiArch oder ein tuerckischer 
> Arsch bist [rechtfertigt sich Ottmar Ohlemacher in 
<5yaclmnf3d89.1aoga1hdc951b$.dlg@40tude.net>]
-> das Wahrheitsministerium raet: <http://www.hinterfotz.de/boese.html> <-
und immer nur ARD+ZDF gucken: <https://www.youtube.com/watch?v=W2l2kNQhtlQ>

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#580756

FromRuediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de>
Date2023-01-10 06:52 +0100
Message-ID<tpj1ug.5tc.1@privat.lahls.de>
In reply to#580731
*Dr. Joachim Neudert* schrieb:

> Am 09.01.23 um 20:13 schrieb Stefan Froehlich:
>> Bei ersterem mögen die Modelle nicht ausgefeilt genug, je nach
>> finanzieller Ausstattung die Steuerungen nicht realitätsnah genug
>> und fast immer das Popometer nicht vorhanden sein. Bei letzterem
>> fehlt es aber doch so ziemlich an allem, ausser am auftauchenden
>> Feind und vielleicht der Geräuschkulisse. Was hat das Rudern am
>> Joystick mit dem Zielen einer echten Waffe zu tun?
>
>
> Zielen ist doch stocksimpel. Das hat noch jedes Streetkid gelernt. Kein
> Vergleich mit der Steuerung eines Flugzeuges.

Zielen und schießen ist ein Sekundenjob. Fliegen geht langsam vonstatten
und ein gutes Programm zusammen mit den verfügbaren Bedienelementen zum
anklemmen an die Tischkante, kann einem mehr über das fliegen mit einem
entsprechenden Kleinflugzeug beibringen, als ein Egoshooter über das
schießen.

> Was trainiert wird, ist der Entschluß es auch zu tun, es umzusetzen. Zu
> schiessen. Draufhalten auf die auftauchende Silhouette oder die Figur
> oder den Rumpf, und abdrücken. Das könntest Du nicht. Das kann ich
> nicht. Niemand zivilisiertes kann das.

Deine Figur ist immer vorne auf dem Monitor. Alleine das ist schon
praxisfremd. Du bewegst dich nicht zum Ziel, du hebst keine schwere
Waffe, du zielst nicht über Kimme und Korn und du hast keinen Widerstand
bietenden Hahn zum abfeuern.
-- 
bis denne

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#580754

From"Siegfrid Breuer" <point@tipota.de>
Date2023-01-10 00:08 +0100
Message-ID<G8adWqiUnYB@tipota.de>
In reply to#580728
  Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at) schrieb:

> Ein Spiel muss in ein paar Minuten, maximal vielleicht einer
> halben Stunde erledigt sein,

  Ausser 'Adventureland' von Scott Adams.
 
-- 
> (PATSCH-an-die-Stirn-klatsch) - richtig, das hatte ich glatt vergessen.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
[Ottmar Ohlemacher in <1osceep3uovn$.16sdnon35l7gr.dlg@40tude.net>]
-> das Wahrheitsministerium raet: <http://www.hinterfotz.de/boese.html> <-
und immer nur ARD+ZDF gucken: <https://www.youtube.com/watch?v=W2l2kNQhtlQ>

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#580762

FromUlf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de>
Date2023-01-09 23:34 -0800
Message-ID<e3bed233-ce2d-4bdd-a96e-5c1e7d06cab8n@googlegroups.com>
In reply to#580728
Stefan Froehlich schrieb am Montag, 9. Januar 2023 um 20:13:10 UTC+1:
> On Mon, 09 Jan 2023 15:52:15 Dr. Joachim Neudert wrote: 

> > Ich meinte aber tatsächlich die Enthemmung, die so ein Täter wie 
> > beispielsweise der von Christchurch hat, wenn er mit dem echten 
> > Gewehr auf echte Menschen schießt. 
> 
> > Die Situation hat er einfach vorher schon geübt und trainiert. 
> > Kimme, Korn, Ziel. Nächstes Ziel.

> Mit einem *Computerspiel*? Ernsthaft. 
> 
> Also ich bezweifle, dass ich nach oben geschildertem Doom-Konsum 
> irgendwie vorbereiteter oder besser gewesen wäre, hätten mich Waffen 
> interessiert. Da würde ich jeden Schießstand bei weitem vorziehen.

> > Aber ich glaube dass Killer mit manchen Spielen ganz gut 
> > trainieren können. So wie ein Flug-Kapitän der bereits fliegen 
> > kann, im Simulator noch viele weitere Situationen gut trainieren 
> > kann.

> Ein Flugsimulator ist IMO dem Fliegen eines echten Flugzeugs um 
> Größenordungen näher, als es ein Ballerspiel dem echten Schießen 
> ist. 
> 
> Bei ersterem mögen die Modelle nicht ausgefeilt genug, je nach 
> finanzieller Ausstattung die Steuerungen nicht realitätsnah genug 
> und fast immer das Popometer nicht vorhanden sein. Bei letzterem 
> fehlt es aber doch so ziemlich an allem, ausser am auftauchenden 
> Feind und vielleicht der Geräuschkulisse. Was hat das Rudern am 
> Joystick mit dem Zielen einer echten Waffe zu tun?

Mit etwas Aufwand geht einiges:
https://de.wikipedia.org/wiki/AGSHP

Übrigens auch beim professionellen Flugsimulator mit Hydraulikelementen.

Gruß, ULF

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#580770

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2023-01-10 08:18 +0000
Message-ID<3t63bd1e8ai3c78e5n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#580762
On Tue, 10 Jan 2023 08:34:01 Ulf Kutzner wrote:
> Stefan Froehlich schrieb am Montag, 9. Januar 2023 um 20:13:10 UTC+1:
>> On Mon, 09 Jan 2023 15:52:15 Dr. Joachim Neudert wrote: 
>> > Aber ich glaube dass Killer mit manchen Spielen ganz gut
>> > trainieren können. So wie ein Flug-Kapitän der bereits fliegen
>> > kann, im Simulator noch viele weitere Situationen gut
>> > trainieren kann.

>> Ein Flugsimulator ist IMO dem Fliegen eines echten Flugzeugs um
>> Größenordungen näher, als es ein Ballerspiel dem echten Schießen
>> ist. 

>> Bei ersterem mögen die Modelle nicht ausgefeilt genug, je nach
>> finanzieller Ausstattung die Steuerungen nicht realitätsnah genug
>> und fast immer das Popometer nicht vorhanden sein. Bei letzterem
>> fehlt es aber doch so ziemlich an allem, ausser am auftauchenden
>> Feind und vielleicht der Geräuschkulisse. Was hat das Rudern am
>> Joystick mit dem Zielen einer echten Waffe zu tun?
> 
> Mit etwas Aufwand geht einiges:
> https://de.wikipedia.org/wiki/AGSHP

Ach Du lieber Himmel.

> Übrigens auch beim professionellen Flugsimulator mit
> Hydraulikelementen.

Ja, klar - sowas habe ich schon einmal aus der Nähe gesehen (zum
Misfallen dessen, der uns dabei erwischt hat, aber das ist eine
andere Geschichte).

Allerdings gab es in de.rec.luftfahrt einmal ein Posting von
jemandem, der mit einem Flugsimulator daheim am PC die Bedienung
eines Fliegers so gut erlent hat, dass er mit dem professionellen
Simulator der Lufthansa eine fehlerfreie Platzrunde fliegen konnte.

Vergleichbares möchte ich mit einem Ego-Shooter und echten Waffen
erst einmal sehen.

Servus,
   Stefan

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