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| From | "F. W." <me@home.invalid> |
|---|---|
| Newsgroups | ger.ct |
| Subject | Detox: Der Anti-Trump-Computer |
| Date | 2026-01-26 16:36 +0100 |
| Message-ID | <mtpfvsF765nU1@mid.individual.net> (permalink) |
Na, seid Ihr schon alle detoxed? Also PC nutzen ohne US-amerikanische Software oder wenigstens welche, die man nicht aus der Ferne abschalten kann? Der böse US-Präsident hat das sicher vor. Hamse nämlich in der "tagesschau" gesagt ;-) Nun ja, die Situation ist für normale Arbeitsrechner einfacher als man denkt. Mein alter Lenovo X220, gepimpt durch eine SSD und 16 GB RAM, diente mir als Versuchskaninchen. Der hatte gerade hier keinen Job... Natürlich kriegt man zuerst Linux auf den Rechner. Ich wählte Linux Mint XFCE wegen der klaren Optik. Das kommt bekanntlich schon oft mit LibreOffice und Thunderbird, was Dokumente und Mail abdeckt. Obendrein kann der Donnervogel auch noch Usenet. Und die Server sind ja oft außerhalb der USA. Wer LibreOffice anweist, Dokumente im Microsoft-kompatiblen Format zu speichern, hat gegenwärtig keine Probleme, diese Dokumente zur Not im Browser zu öffnen und zukünftig eben keine, diese lokal zu öffnen. Bei ODT streikt wenigstens die Google Cloud. E-Mail-Anbieter gibt es natürlich auch deutsche. Man kann natürlich die E-Mails seines Providers nehmen, aber beim Providerwechsel kann das natürlich leichte Probleme mit sich bringen. Besser ist immer ein unabhängiger Provider wie GMX oder Web.de, auch wenn die inzwischen mitWebrung regelrecht verpestet sind. Was braucht man noch? Fernsehen kommt aus Deutschland. Kein Thema. Linux Mint XFCE (was ich hier teste) kommt gleich mit einem netten Progrämmchen. Hypnotix startet beliebige Fernsehsender über das Internet aus aller Herren Länder. Wirklich nicht notwendig, aber nice, falls der Rechner schon mal als TV-Ersatz dient. Mediatheken sind sowieso alle verfügbar, wenn auch Netflix und Amazon Prime natürlich abgestellt werden könnten. Leider kann man die Filme, die man online gekauft hat, natürlich nicht herunterladen. Die wären dann also weg. Eigene DVDs habe ich mit MKVToolNix mal testweise eingescannt. Die laufen danach alle mit dem VLC. Musik kann man, wenn man noch MP3 oder CDs hat, natürlich einfach auf die Platte packen. Rhythmbox ist nicht schön, aber funktioniert. Chrome is nich. Aber Firefox geht auch. Man kann sogar die Passwörter von Chrome übernehmen. Meine Programmierumgebung (Lazarus) für Pascal ist sowieso linux- kompatibel. Also könnte die Programmierung ohne die USA einfach weitergehen. Die beiden dicksten Brocken dürften noch die Cloud und die KI sein. Mal sehen, ob ich mal testweise einen USB-Stick in den Router packe und OLLAMA installiere. Der kleine X220 bietet ausreichend Reserven, dass man für Antworten keinen Tag Urlaub einplanen muss. Die Leistung der US-Anbieter wird natürlich nicht erreicht. Aber wenigstens muss man auf recht wenig verzichten. Wünschenswert ist so ein Arbeiten natürlich nicht, wenn man mal eben "Alexa, spiel meine Musik" sagen kann und nicht erst den Rechner anschließen und starten muss. Fraglich ist natürlich, was mit Handy und Tablet passiert (hier ein Google Pixel 10 und ein Samsung A9). Experimente ohne Android mache ich wirklich erst im Notfall. Auch die Home-Automation (Heizung, Licht, Steckdosen) könnte man gar nicht mehr steuern. Aber die haben alle Knöpfe, die auch ohne App funktionieren. Unbequem aber möglich. Seit 38 Jahren bin ich Amazon-Kunde. Das wäre natürlich zu Ende. Aber sicher auch zu verschmerzen. Wenn Trump abgewählt wird, ist man natürlich wieder bei Windows, Amazon, ChatGPT et al. Aber ab und an mal durchzuspielen, wie es ohne die USA ginge, ist eine interessante Erfahrung. FW
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