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Groups > de.sci.electronics > #238622 > unrolled thread

Übertragungsfunktion

Started byHans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com>
First post2017-12-26 13:58 +0100
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  Übertragungsfunktion Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2017-12-26 13:58 +0100
    Re: Übertragungsfunktion Stefan <df9bi@arcor.de> - 2017-12-26 17:55 +0100
      Re: Übertragungsfunktion Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2017-12-26 20:36 +0100
        Re: Übertragungsfunktion Stefan <df9bi@arcor.de> - 2017-12-27 07:29 +0100
        Re: Übertragungsfunktion Heinz Schmitz <HeinzSchmitz@gmx.net> - 2017-12-27 11:42 +0100
          Re: Übertragungsfunktion Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2017-12-27 14:31 +0100
            Re: Übertragungsfunktion Stefan <df9bi@gmx.de> - 2017-12-27 17:29 +0100
            Re: Übertragungsfunktion Volker Staben <volker.staben@hs-flensburg.de> - 2017-12-28 08:22 +0100
              Re: Übertragungsfunktion Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2017-12-28 18:03 +0100
                Re: Übertragungsfunktion Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> - 2017-12-29 07:53 +0100
                  Re: Übertragungsfunktion Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2017-12-29 12:58 +0100
                    Re: Übertragungsfunktion Stefan <df9bi@gmx.de> - 2017-12-29 16:18 +0100
                      Re: Übertragungsfunktion Joerg <news@analogconsultants.com> - 2017-12-29 08:08 -0800
                        Re: Übertragungsfunktion Stefan <df9bi@arcor.de> - 2017-12-29 18:08 +0100
                          Re: Übertragungsfunktion Joerg <news@analogconsultants.com> - 2017-12-29 09:53 -0800
                            Re: Übertragungsfunktion Stefan <df9bi@arcor.de> - 2017-12-29 20:24 +0100
                              Re: Übertragungsfunktion Joerg <news@analogconsultants.com> - 2017-12-29 15:31 -0800
                Re: Übertragungsfunktion Heinz Schmitz <HeinzSchmitz@gmx.net> - 2017-12-29 10:05 +0100
                  Re: Übertragungsfunktion Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2017-12-29 12:58 +0100
                Re: Übertragungsfunktion Volker Staben <volker.staben@hs-flensburg.de> - 2017-12-30 14:08 +0100
                Re: Übertragungsfunktion Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2017-12-30 23:07 +0100
                  Re: Übertragungsfunktion Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2017-12-31 07:16 +0100
                    Re: Übertragungsfunktion Joerg <news@analogconsultants.com> - 2017-12-31 07:51 -0800
                      Re: Übertragungsfunktion Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2017-12-31 19:53 +0100
                        Re: Übertragungsfunktion Joerg <news@analogconsultants.com> - 2017-12-31 11:24 -0800
                        Re: Übertragungsfunktion Heinz Schmitz <HeinzSchmitz@gmx.net> - 2018-01-01 12:02 +0100
                          Re: Übertragungsfunktion Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2018-01-01 13:19 +0100
                            Re: Übertragungsfunktion Heinz Schmitz <HeinzSchmitz@gmx.net> - 2018-01-02 17:10 +0100
                            Re: Übertragungsfunktion Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2018-01-03 15:44 +0100
                        Re: Übertragungsfunktion Stefan <df9bi@gmx.de> - 2018-01-01 12:20 +0100
                          Re: Übertragungsfunktion Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2018-01-01 15:16 +0100
                            Re: Übertragungsfunktion Joerg <news@analogconsultants.com> - 2018-01-01 07:27 -0800
                              Re: Übertragungsfunktion Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2018-01-01 18:41 +0100
                                Re: Übertragungsfunktion Joerg <news@analogconsultants.com> - 2018-01-01 14:53 -0800
                                Re: Übertragungsfunktion Heinz Schmitz <HeinzSchmitz@gmx.net> - 2018-01-02 17:48 +0100
                                  Re: Übertragungsfunktion Joerg <news@analogconsultants.com> - 2018-01-02 10:21 -0800
                                    Re: Übertragungsfunktion Heinz Schmitz <HeinzSchmitz@gmx.net> - 2018-01-03 12:44 +0100
                                      Re: Übertragungsfunktion Joerg <news@analogconsultants.com> - 2018-01-03 07:34 -0800
                            Re: Übertragungsfunktion Stefan <df9bi@gmx.de> - 2018-01-02 07:40 +0100
                  Re: Übertragungsfunktion Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2018-01-02 20:44 +0100
                    Re: Übertragungsfunktion Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2018-01-03 15:52 +0100
                      Re: Übertragungsfunktion Joerg <news@analogconsultants.com> - 2018-01-03 07:36 -0800
            Re: Übertragungsfunktion Joerg <news@analogconsultants.com> - 2017-12-28 01:06 -0800
              Re: Übertragungsfunktion Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2017-12-28 18:17 +0100
                Re: Übertragungsfunktion Joerg <news@analogconsultants.com> - 2017-12-28 16:20 -0800
        Re: Übertragungsfunktion Peter Thoms <dl6lat@darc.de> - 2017-12-28 19:54 +0100
          Re: Übertragungsfunktion Joerg <news@analogconsultants.com> - 2017-12-28 17:24 -0800
            Re: Übertragungsfunktion Peter Thoms <dl6lat@darc.de> - 2017-12-29 11:15 +0100
              Re: Übertragungsfunktion Joerg <news@analogconsultants.com> - 2017-12-29 07:32 -0800
                Re: Übertragungsfunktion Peter Thoms <dl6lat@darc.de> - 2017-12-30 16:53 +0100
                  Re: Übertragungsfunktion Joerg <news@analogconsultants.com> - 2017-12-30 08:02 -0800
                    Re: Übertragungsfunktion Peter Thoms <dl6lat@darc.de> - 2017-12-30 17:10 +0100
                      Re: Übertragungsfunktion Joerg <news@analogconsultants.com> - 2017-12-30 09:50 -0800
                        Re: Übertragungsfunktion Peter Thoms <dl6lat@darc.de> - 2018-01-01 17:22 +0100
                          Re: Übertragungsfunktion Joerg <news@analogconsultants.com> - 2018-01-02 08:31 -0800
                            Re: Übertragungsfunktion Peter Thoms <dl6lat@darc.de> - 2018-01-04 14:14 +0100

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#238622 — Übertragungsfunktion

FromHans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com>
Date2017-12-26 13:58 +0100
SubjectÜbertragungsfunktion
Message-ID<faevbqFi6nU1@mid.individual.net>
Ich versuche derzeit, Messungen mit einem kapazitiven Sensor zu 
verstehen bzw. zu erklären. Der Sensor soll dazu mit einer Induktivität 
zu einem Schwingkreis erweitert werden. Andere Verfahren stehen hier 
nicht zur Debatte.

Bei der Nachbildung der Meßstrecke (aus Induktivität, Leitung und 
Sensor) bin ich über das Problem gestolpert, daß so ein Schwingkreis 
eigentlich ein Zweipol ist, mit frequenzabhängiger Eingangsimpedanz, und 
kein Vierpol mit Ein- und Ausgang.

Mir würde es ja reichen, den Frequenzgang der Meßstrecke aufzunehmen, 
statt irgendwelche Annahmen über das Verhalten der einzelnen Komponenten 
zu machen, aber das liefert ja keine Erklärung für das zu erwartende 
(bzw. hier: unerwartete) Verhalten der Meßstrecke.

Wer kann mir da weiterhelfen?

Beim konkreten Schwingkreis befürchte ich eine miserable Güte, 
insbesondere wenn die Schaltung von einem absoluten Laien nachgebaut und 
dabei auch noch modifiziert wird. Wie kann man den Freqenzgang eines 
LC-Filters halbwegs einleuchtend herleiten, und was kann man daraus für 
die Messung wesentliches ablesen?

DoDi

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#238663

FromStefan <df9bi@arcor.de>
Date2017-12-26 17:55 +0100
Message-ID<p1tuu8$784$1@news.albasani.net>
In reply to#238622
Am 26.12.2017 um 13:58 schrieb Hans-Peter Diettrich:
> Ich versuche derzeit, Messungen mit einem kapazitiven Sensor zu 
> verstehen bzw. zu erklären. Der Sensor soll dazu mit einer Induktivität 
> zu einem Schwingkreis erweitert werden. Andere Verfahren stehen hier 
> nicht zur Debatte.
> 
> Bei der Nachbildung der Meßstrecke (aus Induktivität, Leitung und 
> Sensor) bin ich über das Problem gestolpert, daß so ein Schwingkreis 
> eigentlich ein Zweipol ist, mit frequenzabhängiger Eingangsimpedanz, und 
> kein Vierpol mit Ein- und Ausgang.
> 

Wo ist das Problem?

Man baut einfach einen Oszillator auf, bei dem der LC Schwingkreis das 
frequenzbestimmende Element ist.

z.B. sowas:

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:ElectronicOscillator_Clapp-JFET-D.svg

Die beiden Kondensatpren C2 und C3 sorgen für die notwendige 
Phasenverschiebung in der Rückkopplung.

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#238677

FromHans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com>
Date2017-12-26 20:36 +0100
Message-ID<fafmqmF5se0U1@mid.individual.net>
In reply to#238663
Am 26.12.2017 um 17:55 schrieb Stefan:
> Am 26.12.2017 um 13:58 schrieb Hans-Peter Diettrich:
>> Ich versuche derzeit, Messungen mit einem kapazitiven Sensor zu 
>> verstehen bzw. zu erklären. Der Sensor soll dazu mit einer 
>> Induktivität zu einem Schwingkreis erweitert werden. Andere Verfahren 
>> stehen hier nicht zur Debatte.
>>
>> Bei der Nachbildung der Meßstrecke (aus Induktivität, Leitung und 
>> Sensor) bin ich über das Problem gestolpert, daß so ein Schwingkreis 
>> eigentlich ein Zweipol ist, mit frequenzabhängiger Eingangsimpedanz, 
>> und kein Vierpol mit Ein- und Ausgang.
>>
> 
> Wo ist das Problem?

Wie bekomme ich da ein Ersatzschaltbild für die Meßstrecke hin, und 
berechne den Frequenzgang? Der Sensor und der Rest der Elektronik liegen 
immerhin ca. 30cm auseinander, die irgendwie überbrückt werden müssen.


> Man baut einfach einen Oszillator auf, bei dem der LC Schwingkreis das 
> frequenzbestimmende Element ist.

Und da frage ich mich, wie die Güte der Anordnung die Frequenz 
beeinflußt. Bei geringer Güte und weiteren Resonanzstellen besteht ja 
die Gefahr, daß der Oszillator garnicht auf die Resonanzfrequenz einrastet.

A priori ist noch nicht einmal bekannt, welche Frequenz und damit welche 
Induktivität günstig wäre.

DoDi

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#238699

FromStefan <df9bi@arcor.de>
Date2017-12-27 07:29 +0100
Message-ID<p1vejh$9ih$1@news.albasani.net>
In reply to#238677
Am 26.12.2017 um 20:36 schrieb Hans-Peter Diettrich:
> Am 26.12.2017 um 17:55 schrieb Stefan:
>> Am 26.12.2017 um 13:58 schrieb Hans-Peter Diettrich:


>> Wo ist das Problem?
> 
> Wie bekomme ich da ein Ersatzschaltbild für die Meßstrecke hin, und 
> berechne den Frequenzgang? Der Sensor und der Rest der Elektronik liegen 
> immerhin ca. 30cm auseinander, die irgendwie überbrückt werden müssen.

Du könntest das mit LT-Spice simulieren.

Damit kann man auch Leitungen simulieren. Dazu musst du den 
Wellenwiderstand, die Leitungslänge und den Verkürzungsfaktor kennen.

Alternativ kannst du das auch mit einem Smith-Diagramm machen.
Das geht auch mit Software.

z.B. http://www.fritz.dellsperger.net/smith.html

Durch die Leitung wird die Impedanz deines Schwingkreises transformiert. 
Im Smith-Diagramm bewegt sich die Impedanz auf einem Kreisbogen.

Du trägst die Impedanz im Resonanzfall ein, das ist dann im Idealfall Z= 
unendlich, wenn ich mich jetzt nicht irre ganz rechts.

Durch das Kabel wird dieser Punkt auf der äußeren Kreislinie verschoben. 
Bei einer Kabellänge von Lambda/2 kommt man wieder auf den Anfangspunkt 
zurück.

Bei geringerer Güte rechnet man das mit einem entsprechenden parallel 
geschalteten Widerstand. Der Kreis, auf dem sich die Impedanz bewegt 
wird dann kleiner.

Der Mittelpunkt des Smith-Diagramms ist der Wellenwiderstand des Kabels.

Das waren jetzt nur einige Stichworte. Mit dem Thema müsste man sich 
eine Weile beschäftigen, um es zu verstehen. Aber man kann mit dem oben 
verlinkten Prorgramm ganz bequem herumspielen.

>> Man baut einfach einen Oszillator auf, bei dem der LC Schwingkreis das 
>> frequenzbestimmende Element ist.
> 
> Und da frage ich mich, wie die Güte der Anordnung die Frequenz 
> beeinflußt. Bei geringer Güte und weiteren Resonanzstellen besteht ja 
> die Gefahr, daß der Oszillator garnicht auf die Resonanzfrequenz einrastet.

Das stimmt schon, aber du kannst ja einfach eine Kalibrierung machen, 
d.h. die Frequenz des Oszillators in Abhängigkeit von der physikalischen 
Größe die du messen willst aufnehmen.

Es ist dann auch nicht wichtig, auf welcher Frequenz das ganze schwingt. 
Wichtig ist nur, dass die zu messende physikalische Größe die Frequenz 
wie gewünscht verändert.

> A priori ist noch nicht einmal bekannt, welche Frequenz und damit welche 
> Induktivität günstig wäre.

Einfach mal ausprobieren. Vorher mit LT-Spice simulieren und so 
geeignete Werte finden.

> DoDi

Gruß

Stefan

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#238706

FromHeinz Schmitz <HeinzSchmitz@gmx.net>
Date2017-12-27 11:42 +0100
Message-ID<mpt64d9tpp5v6ktnn9dhjop4vvc9lih9hr@4ax.com>
In reply to#238677
Hans-Peter Diettrich wrote:

>>> Ich versuche derzeit, Messungen mit einem kapazitiven Sensor zu 
>>> verstehen bzw. zu erklären. Der Sensor soll dazu mit einer 
>>> Induktivität zu einem Schwingkreis erweitert werden. Andere Verfahren 
>>> stehen hier nicht zur Debatte.

Wie hoch ist denn die zu erwartende Kapazitätsvariation des Sensors?

>Wie bekomme ich da ein Ersatzschaltbild für die Meßstrecke hin, und 
>berechne den Frequenzgang? Der Sensor und der Rest der Elektronik liegen 
>immerhin ca. 30cm auseinander, die irgendwie überbrückt werden müssen.

Eine Leitung von 30 cm Läge zum Bestandteil des Schwingkreises zu
machen, halte ich für sehr ungünstig. Besser den Oszillator und eine
Pufferstufe direkt am Sensor anbringen, dann die Frequenz über die
Leitung schicken, und am Ende die Frequenzvariation messen.

>A priori ist noch nicht einmal bekannt, welche Frequenz und damit welche 
>Induktivität günstig wäre.

Die nötige Frequenz wird sich aus der Kapazitätsvariation des Sensors
und der Diskriminationsfähigkeit der Frequenzmessung ergeben. Wenn 
der Sensor nur um 5pF variiert, geht es wohl nicht mit Langwellen.

Grüße,
H.

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#238709

FromHans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com>
Date2017-12-27 14:31 +0100
Message-ID<fahmmlFjgdaU1@mid.individual.net>
In reply to#238706
Am 27.12.2017 um 11:42 schrieb Heinz Schmitz:
> Hans-Peter Diettrich wrote:
> 
>>>> Ich versuche derzeit, Messungen mit einem kapazitiven Sensor zu
>>>> verstehen bzw. zu erklären. Der Sensor soll dazu mit einer
>>>> Induktivität zu einem Schwingkreis erweitert werden. Andere Verfahren
>>>> stehen hier nicht zur Debatte.
> 
> Wie hoch ist denn die zu erwartende Kapazitätsvariation des Sensors?

Die Dielektrizitätskonstante ändert sich etwa 1:200. Ob der Meßwert 
ebenfalls in diesem Bereich variiert, da bin ich mir noch nicht sicher. 
Bei der Resonanzfrequenz wäre das nur noch 1:14, und dann kommen noch 
die restlichen/parasitären Kapazitäten hinzu.

>> Wie bekomme ich da ein Ersatzschaltbild für die Meßstrecke hin, und
>> berechne den Frequenzgang? Der Sensor und der Rest der Elektronik liegen
>> immerhin ca. 30cm auseinander, die irgendwie überbrückt werden müssen.
> 
> Eine Leitung von 30 cm Läge zum Bestandteil des Schwingkreises zu
> machen, halte ich für sehr ungünstig.

Ich auch, aber "das wurde so schon gemacht und hat funktioniert". Für 
dieses alte Modell gibt es auch Anhaltspunkte für die zu erwartenden 
Parameter: C~10pF, L~2µH. Allerdings beruht dieses ganze Modell auf der 
Änderung der Leitfähigkeit der Vorlage, d.h. die Kapazität wird als 
konstant angenommen. Man müßte also auch noch wissen, wie sich im 
konkreten Fall die Leitfähigkeit parallel zur Kapazität ändert...

Insbesonder fiel mir auf, "daß Frequenzen
von etwa  40 MHz die Grenze  darstellen, bis zu der eine hinreichend 
stabile  Oszillation noch  mit einfachen Mitteln sicher gestellt werden 
kann."

> Besser den Oszillator und eine
> Pufferstufe direkt am Sensor anbringen, dann die Frequenz über die
> Leitung schicken, und am Ende die Frequenzvariation messen.

Schon, aber wie bringe ich das einem Laien bei, wenn sich dabei am 
Schaltbild nichts ändert? Mit Ersatzschaltbildern wird die Sache auch 
für mich unübersichtlich, weil mir Anhaltspunkte für die Größe der 
parasitären Komponenten fehlen. Damit kann ich auch kein realistisches 
Rechenmodell angeben, an den man herumspielen könnte.

>> A priori ist noch nicht einmal bekannt, welche Frequenz und damit welche
>> Induktivität günstig wäre.
> 
> Die nötige Frequenz wird sich aus der Kapazitätsvariation des Sensors
> und der Diskriminationsfähigkeit der Frequenzmessung ergeben.

Nach oben dürfte die Realisierung der Induktivität eine Grenze setzen. 
Ich muß da noch den Trugschluß beseitigen, daß mit heutigen Mitteln 
(Frequenzen bis 2,4GHz) und dem alten Modell gleich viel besser gemessen 
werden kann.

DoDi

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#238713

FromStefan <df9bi@gmx.de>
Date2017-12-27 17:29 +0100
Message-ID<p20bi1$28k$1@news.freedyn.net>
In reply to#238709
Am 27.12.2017 um 14:31 schrieb Hans-Peter Diettrich:
> Am 27.12.2017 um 11:42 schrieb Heinz Schmitz:
>> Hans-Peter Diettrich wrote:
>>
>>>>> Ich versuche derzeit, Messungen mit einem kapazitiven Sensor zu
>>>>> verstehen bzw. zu erklären. Der Sensor soll dazu mit einer
>>>>> Induktivität zu einem Schwingkreis erweitert werden. Andere Verfahren
>>>>> stehen hier nicht zur Debatte.
>>
>> Wie hoch ist denn die zu erwartende Kapazitätsvariation des Sensors?
> 
> Die Dielektrizitätskonstante ändert sich etwa 1:200. Ob der Meßwert 
> ebenfalls in diesem Bereich variiert, da bin ich mir noch nicht sicher. 
> Bei der Resonanzfrequenz wäre das nur noch 1:14, und dann kommen noch 
> die restlichen/parasitären Kapazitäten hinzu.

Das ist nicht so schlimm.

Einen Oszillator mit einem Frequenzbereich von max/min von > 10 ist 
nicht so einfach zu realisieren.

Die zusätzlichen Kapazitäten begrenzen dann den Variationsbereich. Da 
man Frequenzen aber praktisch mit beliebiger Auflösung messen kann, 
spielt das kaum eine Rolle, zumindest dann nicht, wenn diese 
zusätzlichen Kapazitäten konstant sind und nicht stark z.B. von der 
Temperatur abhängen.

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#238741

FromVolker Staben <volker.staben@hs-flensburg.de>
Date2017-12-28 08:22 +0100
Message-ID<fajkf3F2bokU1@mid.individual.net>
In reply to#238709
Am 27.12.17 um 14:31 schrieb Hans-Peter Diettrich:
> Ich auch, aber "das wurde so schon gemacht und hat funktioniert". Für
> dieses alte Modell gibt es auch Anhaltspunkte für die zu erwartenden
> Parameter: C~10pF, L~2µH. Allerdings beruht dieses ganze Modell auf der
> Änderung der Leitfähigkeit der Vorlage, d.h. die Kapazität wird als
> konstant angenommen. Man müßte also auch noch wissen, wie sich im
> konkreten Fall die Leitfähigkeit parallel zur Kapazität ändert...

"das wurde schon so gemacht und hat funktioniert" heißt in den meisten
Fällen übersetzt so viel wie "wir haben da gewisse Effekte gesehen, aber
die Messung war niemals reproduzierbar und wir waren so weit von den
gewünschten Resultaten entfernt, dass wir es aufgegeben haben."

Es ändern sich also zwei Parameter: Kapazität UND Leitfähigkeit? Wie
willst Du die mit nur der einen Messgröße Frequenz auseinanderhalten?
Oder gehst Du mutigerweise davon aus, dass sich Kapazität und
Leitfähigkeit wohldefiniert "parallel" ändern?

Davon abgesehen: kapazitive Messtechnik ist ein Feld für sich.

Die typischen Probleme sind die Kabel- und Streukapazitäten. Frequenzen
oder Zeiten hochauflösend zu messen, ist trivial. Die Frequenz oder Zeit
aber hinreichend reproduzierbar von der Messgröße und eben nur von
dieser abhängig zu machen, ist das eigentliche Problem. Wie gravierend,
hängt von den (unbekannten) Anforderungen ab. Jede Geometrieänderung
beeinflusst Streukapazitäten. Feuchtigkeit und Temperatur haben
Einfluss. Die Elektronik hat temperaturabhängige Laufzeiten (bei
astabilen Designs) oder Phasendrehungen (bei harmonischen Designs) usw.
Dagegen gibts natürlich Tipps (BTDT: kapazitive Sensorik bei 50pF und
30% Spanne mit der Nullpunktstabilität eines guten
Metallschichtwiderstands, bezogen auf Vollausschlag): active Guarding,
Nutzung des Kompensations- oder Gegentaktprinzips und/oder Bezug zu
Referenzen, die gleichen Störeinflüssen, aber unterschiedlichen
Messeinflüssen ausgesetzt sind.

Grundsätzlich - diese Tipps beherzigend - sollte aber eine so üppige
Messspanne von 10pF bis 2nF ziemlich problemlos messbar sein. Wobei mir
die Spanne 1:200 echt groß vorkommt: was ist das denn für ein Medium,
das die Dielektrizitätszahl so heftig ändert?

Aber bevor hier offensichtlich niemand so recht weiß, welche
Kapazitätsänderungen und Kapazitäten vorliegen, wie groß
Streukapazitäten sind, was das Messproblem eigentlich ist, welche
Nullpunktstabilität, Auflösung und Unsicherheit gefordert ist, kann man
schlecht konkret raten.

Auch die Festlegung darauf, dass "andere Verfahren" als Schwingkreis
nicht "zur Debatte stehen", ist eine echt herbe Einschränkung, zumal aus
anderen Posts hervorgeht, dass es sich hier dann um Frequenzen im
Megahertz-Bereich drehen kann. Immerhin geht auch der Wert der
Induktivität in die Frequenz ein und deren Wert dürfte auch so ziemlich
von allen möglichen Quergrößen abhängig sein.

V.

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#238762

FromHans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com>
Date2017-12-28 18:03 +0100
Message-ID<fakn9gFadg6U1@mid.individual.net>
In reply to#238741
Am 28.12.2017 um 08:22 schrieb Volker Staben:
> Am 27.12.17 um 14:31 schrieb Hans-Peter Diettrich:
>> Ich auch, aber "das wurde so schon gemacht und hat funktioniert". Für
>> dieses alte Modell gibt es auch Anhaltspunkte für die zu erwartenden
>> Parameter: C~10pF, L~2µH. Allerdings beruht dieses ganze Modell auf der
>> Änderung der Leitfähigkeit der Vorlage, d.h. die Kapazität wird als
>> konstant angenommen. Man müßte also auch noch wissen, wie sich im
>> konkreten Fall die Leitfähigkeit parallel zur Kapazität ändert...
> 
> "das wurde schon so gemacht und hat funktioniert" heißt in den meisten
> Fällen übersetzt so viel wie "wir haben da gewisse Effekte gesehen, aber
> die Messung war niemals reproduzierbar und wir waren so weit von den
> gewünschten Resultaten entfernt, dass wir es aufgegeben haben."

Nö, die Schaltung war damals schon in Ordnung, und ausreichend dokumentiert.

> Es ändern sich also zwei Parameter: Kapazität UND Leitfähigkeit? Wie
> willst Du die mit nur der einen Messgröße Frequenz auseinanderhalten?

Auch diese Problematik muß ich demjenigen nahebringen, der einfach 
meint, daß eine hohe Abhängigkeit der Dielektrizitätskonstante für beste 
Meßergebnisse ausreichend ist :-]

> Davon abgesehen: kapazitive Messtechnik ist ein Feld für sich.
[...]

Ja, danke für die vielen Hinweise und Stichworte :-)

> Grundsätzlich - diese Tipps beherzigend - sollte aber eine so üppige
> Messspanne von 10pF bis 2nF ziemlich problemlos messbar sein. Wobei mir
> die Spanne 1:200 echt groß vorkommt: was ist das denn für ein Medium,
> das die Dielektrizitätszahl so heftig ändert?

Irgend eine Titration mit Jod...

> Aber bevor hier offensichtlich niemand so recht weiß, welche
> Kapazitätsänderungen und Kapazitäten vorliegen, wie groß
> Streukapazitäten sind, was das Messproblem eigentlich ist, welche
> Nullpunktstabilität, Auflösung und Unsicherheit gefordert ist, kann man
> schlecht konkret raten.

Es geht mir erst einmal darum, daß nicht irgendwelche falschen 
Erwartungen an irgendwelche Einzelfakten (wie die Änderung der 
Kapazitätskonstanten) geknüpft werden sollten. Mathematiker meinen 
einfach, daß ein Schaltbild mit zugehörigen Berechnungen ausreicht, um 
das Verfahren beliebig ändern zu können. In der Elektronik sieht das 
ganz anders aus, wie wir alle wissen.


> Auch die Festlegung darauf, dass "andere Verfahren" als Schwingkreis
> nicht "zur Debatte stehen", ist eine echt herbe Einschränkung,

Um alle möglichen Lösungen kümmern sich schon die einschlägigen Firmen. 
Mir geht es nur darum, einen ehemaligen Mitarbeiter davon zu überzeugen, 
daß seine theoretischen Annahmen über ein von ihm verbessertes Verfahren 
ziemlich haltlos sind.

DoDi

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#238770

FromRafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de>
Date2017-12-29 07:53 +0100
Message-ID<p24oog$h8d$1@dont-email.me>
In reply to#238762
> Irgend eine Titration mit Jod...

Der thread ist sinnfrei, aber er kann natürlich sehr lang werden.
   Es ist abwegig dem Endanwender "eine technische Verbesserung"
einzureden, wenn man selber kaum Ahnung von der Anwendung hat.
Es ist hier nichtmal klar ob es ein "kapazitiver Sensor" ist
oder eine Leitfähigkeitsmessung. Modernisierung von Meßverfahren
ist schon möglich. Preis/Leistungsverhältnis muß für Endanwender
aber Sinn machen.
   Da wurden wohl mal Stückzahlen in Medizintechnik erwartet:

AD5933  1 MSPS, 12-Bit Impedance Converter, Network Analyzer
https://www.google.de/search?q=AD5933&ie=utf-8&oe=utf-8&gws_rd=cr&dcr=0&ei=B-FFWtfwMcWXsAfjx7KgBg

/ Electrochemical analysis
/ Bioelectrical impedance analysis
/ Impedance spectroscopy

Kann man sich problemlos an einen Arduino hängen.
   Das ist aber eben bisschen üppigerer Upgrade als
"Sensor soll dazu mit einer Induktivität zu einem Schwingkreis erweitert 
werden. Andere Verfahren stehen hier nicht zur Debatte. "
Für Rumprobieren wird akademisches Mäntelchen a la
"Übertragungsfunktion" nicht wirklich benötigt.

MfG  JRD

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#238777

FromHans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com>
Date2017-12-29 12:58 +0100
Message-ID<famovuFotbmU2@mid.individual.net>
In reply to#238770
Am 29.12.2017 um 07:53 schrieb Rafael Deliano:
>> Irgend eine Titration mit Jod...
> 
> Der thread ist sinnfrei, aber er kann natürlich sehr lang werden.

Für die Länge kann ich nichts, ich brauche nur eine anschauliche 
Herleitung des Verhaltens eines Schwingkreises. Ich habe da noch 
irgendwas im Hinterkopf, daß die Phasendrehung bei Resonanzfrequenz 
einen Nulldurchgang hat, und vermute mal, daß der Betrag der Änderung 
ein Maß für die Güte darstellt, die auch im Frequenzgang zu sehen ist. 
Wenn das so ist, dann könnte man so erklären, warum eine große Änderung 
der Kapazität möglicherweise nicht meßbar ist, wenn eben die Güte zu 
klein ist.

>    Es ist abwegig dem Endanwender "eine technische Verbesserung"
> einzureden, wenn man selber kaum Ahnung von der Anwendung hat.

Ich will sie ihm *ausreden*, weil er von Elektronik keine Ahnung hat. 
Wenn ich ihm klarmachen kann, daß der Leitwert einen höheren Einfluß auf 
die Resonanzfrequenz haben könnte als die Änderung der 
Dielektrizitätskonstante, dann wäre das Thema sicher vom Tisch, weil er 
den Leitwert nicht herleiten kann.

Er ist übrigens nicht Endanwender sondern Entwickler, hat über die 
Numerik beim Titrieren promoviert.


> Für Rumprobieren wird akademisches Mäntelchen a la
> "Übertragungsfunktion" nicht wirklich benötigt.

Wer nicht rumprobieren kann bzw. möchte, braucht halt einen anderen Ansatz.

DoDi

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#238782

FromStefan <df9bi@gmx.de>
Date2017-12-29 16:18 +0100
Message-ID<p25g5o$40k$1@news.freedyn.net>
In reply to#238777
Am 29.12.2017 um 12:58 schrieb Hans-Peter Diettrich:
> Am 29.12.2017 um 07:53 schrieb Rafael Deliano:
>>> Irgend eine Titration mit Jod...
>>
>> Der thread ist sinnfrei, aber er kann natürlich sehr lang werden.
> 
> Für die Länge kann ich nichts, ich brauche nur eine anschauliche 
> Herleitung des Verhaltens eines Schwingkreises. Ich habe da noch 
> irgendwas im Hinterkopf, daß die Phasendrehung bei Resonanzfrequenz 
> einen Nulldurchgang hat, und vermute mal, daß der Betrag der Änderung 
> ein Maß für die Güte darstellt, die auch im Frequenzgang zu sehen ist. 
> Wenn das so ist, dann könnte man so erklären, warum eine große Änderung 
> der Kapazität möglicherweise nicht meßbar ist, wenn eben die Güte zu 
> klein ist.
> 

Das läßt sich vieleicht am einfachsten in einem Smith-Diagramm zeigen.

Das ist im Prinzip eine Rechenhilfe für komplexe Zahlen.

Einen Link zu einer entsprechenden Software hatte ich schon weiter oben
gepostet.

Da kannst du die Parameter, also die Kapazität, die Induktivität und die 
Leitungslänge und deren Wellenwiderstand eingeben. Dazu eine Anfangs- 
und eine Endfrequenz und schon rechnet er dir eine Ortskurve, also die 
frequenzabhänige Impedanz oder Admitanz aus.

Da kann man dann die einzelnen Parameter variieren und den Effekt 
graphisch aufzeigen.

> Ich will sie ihm *ausreden*, weil er von Elektronik keine Ahnung hat. 
> Wenn ich ihm klarmachen kann, daß der Leitwert einen höheren Einfluß auf 
> die Resonanzfrequenz haben könnte als die Änderung der 
> Dielektrizitätskonstante, dann wäre das Thema sicher vom Tisch, weil er 
> den Leitwert nicht herleiten kann.

Im Smith-Diagramm sollte das leicht zu zeigen sein.



Gruß

Stefan

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#238785

FromJoerg <news@analogconsultants.com>
Date2017-12-29 08:08 -0800
Message-ID<fan7jtFsaiaU1@mid.individual.net>
In reply to#238782
On 2017-12-29 07:18, Stefan wrote:
> Am 29.12.2017 um 12:58 schrieb Hans-Peter Diettrich:
>> Am 29.12.2017 um 07:53 schrieb Rafael Deliano:
>>>> Irgend eine Titration mit Jod...
>>>
>>> Der thread ist sinnfrei, aber er kann natürlich sehr lang werden.
>>
>> Für die Länge kann ich nichts, ich brauche nur eine anschauliche
>> Herleitung des Verhaltens eines Schwingkreises. Ich habe da noch
>> irgendwas im Hinterkopf, daß die Phasendrehung bei Resonanzfrequenz
>> einen Nulldurchgang hat, und vermute mal, daß der Betrag der Änderung
>> ein Maß für die Güte darstellt, die auch im Frequenzgang zu sehen ist.
>> Wenn das so ist, dann könnte man so erklären, warum eine große
>> Änderung der Kapazität möglicherweise nicht meßbar ist, wenn eben die
>> Güte zu klein ist.
>>

Wenn Du das auf SPICE vormachen moechtest, was oft recht eindrucksvoll 
ist, haenge einen Widerstand zwischen Generator und Schwingkreis. Dann 
wird aus dem fuer Laien schwerer verstaendlichen Zweipol ein Vierpol. 
Ok, die Massen sind verbunden, aber das ist ja wurscht.

>
> Das läßt sich vieleicht am einfachsten in einem Smith-Diagramm zeigen.
>

Hans-Peter schrieb aber, dass der Kollege Laie ist. Da ist das Smith 
Chart etwa so, als wuerde man einem Forstwirt die dreifache Verwutzelung 
der Wronski-Determinante erklaeren wollen. Selbst von den juengeren 
Ingenieuren mit HF-Hintergrund versteht das Smith-Chart kaum noch 
jemand. Als ich damit 4000km weiter nach langer Anreise mal ein Problem 
in weniger als einer Stunde geloest hatte, standen sie alle kopfkratzend 
um den Tisch. Man bat mich, ad hoc einen Steilkurs ueber Smith Charts in 
der Firma zu halten.

Das einziges Problem bei der Sache war, das ich nur Bordgepaeck 
mitbrachte und daher mein Zirkel nicht mitdurfte. Die gelten wohl als 
"Waffen".


> Das ist im Prinzip eine Rechenhilfe für komplexe Zahlen.
>
> Einen Link zu einer entsprechenden Software hatte ich schon weiter oben
> gepostet.
>
> Da kannst du die Parameter, also die Kapazität, die Induktivität und die
> Leitungslänge und deren Wellenwiderstand eingeben. Dazu eine Anfangs-
> und eine Endfrequenz und schon rechnet er dir eine Ortskurve, also die
> frequenzabhänige Impedanz oder Admitanz aus.
>
> Da kann man dann die einzelnen Parameter variieren und den Effekt
> graphisch aufzeigen.
>
>> Ich will sie ihm *ausreden*, weil er von Elektronik keine Ahnung hat.
>> Wenn ich ihm klarmachen kann, daß der Leitwert einen höheren Einfluß
>> auf die Resonanzfrequenz haben könnte als die Änderung der
>> Dielektrizitätskonstante, dann wäre das Thema sicher vom Tisch, weil
>> er den Leitwert nicht herleiten kann.
>
> Im Smith-Diagramm sollte das leicht zu zeigen sein.
>

Dazu muss Hans-Peter seinem Gespraechspartner aber erstmal das 
Smith-Chart beibringen.

-- 
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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#238792

FromStefan <df9bi@arcor.de>
Date2017-12-29 18:08 +0100
Message-ID<p25sq2$8jq$1@news.albasani.net>
In reply to#238785
Am 29.12.2017 um 17:08 schrieb Joerg:
> On 2017-12-29 07:18, Stefan wrote:
>> Am 29.12.2017 um 12:58 schrieb Hans-Peter Diettrich:
>>> Am 29.12.2017 um 07:53 schrieb Rafael Deliano:

>>
>>> Ich will sie ihm *ausreden*, weil er von Elektronik keine Ahnung hat.
>>> Wenn ich ihm klarmachen kann, daß der Leitwert einen höheren Einfluß
>>> auf die Resonanzfrequenz haben könnte als die Änderung der
>>> Dielektrizitätskonstante, dann wäre das Thema sicher vom Tisch, weil
>>> er den Leitwert nicht herleiten kann.
>>
>> Im Smith-Diagramm sollte das leicht zu zeigen sein.
>>
> 
> Dazu muss Hans-Peter seinem Gespraechspartner aber erstmal das 
> Smith-Chart beibringen.
> 

Es reichen gewisse Grundzüge.

Man kann dann im Diagramm zeigen, dass die Änderung eines Parameters, 
z.B. die Leitfähigkeit, einen größeren (oder kleineren) Einfluss hat als 
die Änderung eines anderen Paramters, z.B. der Kapazität.

Dazu muss man das nicht wirklich komplett verstehen.

Gruß

Stefan

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#238795

FromJoerg <news@analogconsultants.com>
Date2017-12-29 09:53 -0800
Message-ID<fando9Ftps7U1@mid.individual.net>
In reply to#238792
On 2017-12-29 09:08, Stefan wrote:
> Am 29.12.2017 um 17:08 schrieb Joerg:
>> On 2017-12-29 07:18, Stefan wrote:
>>> Am 29.12.2017 um 12:58 schrieb Hans-Peter Diettrich:
>>>> Am 29.12.2017 um 07:53 schrieb Rafael Deliano:
>
>>>
>>>> Ich will sie ihm *ausreden*, weil er von Elektronik keine Ahnung hat.
>>>> Wenn ich ihm klarmachen kann, daß der Leitwert einen höheren Einfluß
>>>> auf die Resonanzfrequenz haben könnte als die Änderung der
>>>> Dielektrizitätskonstante, dann wäre das Thema sicher vom Tisch, weil
>>>> er den Leitwert nicht herleiten kann.
>>>
>>> Im Smith-Diagramm sollte das leicht zu zeigen sein.
>>>
>>
>> Dazu muss Hans-Peter seinem Gespraechspartner aber erstmal das
>> Smith-Chart beibringen.
>>
>
> Es reichen gewisse Grundzüge.
>
> Man kann dann im Diagramm zeigen, dass die Änderung eines Parameters,
> z.B. die Leitfähigkeit, einen größeren (oder kleineren) Einfluss hat als
> die Änderung eines anderen Paramters, z.B. der Kapazität.
>
> Dazu muss man das nicht wirklich komplett verstehen.
>

IME schon. In meinem Fall war den Leuten nach kurzen Erlaeuterungen 
nicht richtig klar, warum z.B. ein Anpassnetzwerk jetzt funktionierte 
und vorher nicht. Erst nach einer Stunde Steilkurs kam die Erleuchtung. 
Zum Glueck fand sich noch ein alter Overheadprojektor. Smith Chart auf 
Folie kopiert, an die Tafel geworfen und dann einen Korken mit Nagel, 
Packband und Kreide als Zirkel benutzt. Anders geht das fast nicht. Zum 
Glueck hielt die Birne, denn sie hatten keinen Ersatz.

-- 
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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#238806

FromStefan <df9bi@arcor.de>
Date2017-12-29 20:24 +0100
Message-ID<p264oi$jmf$1@news.albasani.net>
In reply to#238795
Am 29.12.2017 um 18:53 schrieb Joerg:
> On 2017-12-29 09:08, Stefan wrote:
>> Am 29.12.2017 um 17:08 schrieb Joerg:
>>> On 2017-12-29 07:18, Stefan wrote:
>>>> Am 29.12.2017 um 12:58 schrieb Hans-Peter Diettrich:
>>>>> Am 29.12.2017 um 07:53 schrieb Rafael Deliano:
>>
>>>>

>> Man kann dann im Diagramm zeigen, dass die Änderung eines Parameters,
>> z.B. die Leitfähigkeit, einen größeren (oder kleineren) Einfluss hat als
>> die Änderung eines anderen Paramters, z.B. der Kapazität.
>>
>> Dazu muss man das nicht wirklich komplett verstehen.
>>
> 
> IME schon. In meinem Fall war den Leuten nach kurzen Erlaeuterungen 
> nicht richtig klar, warum z.B. ein Anpassnetzwerk jetzt funktionierte 
> und vorher nicht. Erst nach einer Stunde Steilkurs kam die Erleuchtung. 
> Zum Glueck fand sich noch ein alter Overheadprojektor. Smith Chart auf 
> Folie kopiert, an die Tafel geworfen und dann einen Korken mit Nagel, 
> Packband und Kreide als Zirkel benutzt. Anders geht das fast nicht. Zum 
> Glueck hielt die Birne, denn sie hatten keinen Ersatz.
> 

Das geht heutzutage aber wesentlich bequemer:

http://www.fritz.dellsperger.net/smith.html

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#238814

FromJoerg <news@analogconsultants.com>
Date2017-12-29 15:31 -0800
Message-ID<fao1hrF3urcU1@mid.individual.net>
In reply to#238806
On 2017-12-29 11:24, Stefan wrote:
> Am 29.12.2017 um 18:53 schrieb Joerg:
>> On 2017-12-29 09:08, Stefan wrote:
>>> Am 29.12.2017 um 17:08 schrieb Joerg:
>>>> On 2017-12-29 07:18, Stefan wrote:
>>>>> Am 29.12.2017 um 12:58 schrieb Hans-Peter Diettrich:
>>>>>> Am 29.12.2017 um 07:53 schrieb Rafael Deliano:
>>>
>>>>>
>
>>> Man kann dann im Diagramm zeigen, dass die Änderung eines Parameters,
>>> z.B. die Leitfähigkeit, einen größeren (oder kleineren) Einfluss hat als
>>> die Änderung eines anderen Paramters, z.B. der Kapazität.
>>>
>>> Dazu muss man das nicht wirklich komplett verstehen.
>>>
>>
>> IME schon. In meinem Fall war den Leuten nach kurzen Erlaeuterungen
>> nicht richtig klar, warum z.B. ein Anpassnetzwerk jetzt funktionierte
>> und vorher nicht. Erst nach einer Stunde Steilkurs kam die
>> Erleuchtung. Zum Glueck fand sich noch ein alter Overheadprojektor.
>> Smith Chart auf Folie kopiert, an die Tafel geworfen und dann einen
>> Korken mit Nagel, Packband und Kreide als Zirkel benutzt. Anders geht
>> das fast nicht. Zum Glueck hielt die Birne, denn sie hatten keinen
>> Ersatz.
>>
>
> Das geht heutzutage aber wesentlich bequemer:
>
> http://www.fritz.dellsperger.net/smith.html
>

Ja, ich weiss, das sieht auf den Web Sites immer ganz toll aus. Dann 
jedoch mochte der Beamer bei diesem Kunden den VGA Port meines Samsung 
Netbook irgendwie nicht oder umgekehrt. Jemand hatte noch ein Tablet, 
welches an dem Beamer funktionierte. Winziges Problem am Rande: Es lief 
mit einem Blackberry-OS. Da haetten wir ohne den Korken, den Nagel, und 
so im Regen gestanden, weil eine recht grosse Gruppe versammelt war. 
DIN-A3 Bogen auf Holzunterlage haette es dort nicht gebracht.

Manchmal sind die ollen Low-Tech Tools die praktischsten. Z.B. gab es 
dort Kreide in mehreren Farben und ich konnte Bereiche, wo wir in den 
Zwischenstufen impedanzmaessig hinmussten, unterschiedlich und dennoch 
ueberlappend schraffieren. Irgendwie geht das sicher auch mit Software, 
doch da muss man sich erstmal durchhangeln und Zeit ist in so einer 
Situation Geld.

Spaeter kam noch ein Problem auf, es waren nicht mehr genug Isolatoren 
fuer eine Pruefanordnung vorhanden. "Mist! Die kriegen wir nicht bis 
uebermorgen geliefert" ... "Ihr habt doch einen Busch mit total 
vertrockneten Aesten vor dem Gebaeude" ... "Der? Ja, der ist schon ewig 
tot" ... "Hat jemand eine kleine Buegelsaege und ein Schweizer Armee 
Messer?"

-- 
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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#238771

FromHeinz Schmitz <HeinzSchmitz@gmx.net>
Date2017-12-29 10:05 +0100
Message-ID<gh0c4ddhng65h08sp0mgg05tqbi3mtonef@4ax.com>
In reply to#238762
Hans-Peter Diettrich wrote:

>> Wobei mir
>> die Spanne 1:200 echt groß vorkommt: was ist das denn für ein Medium,
>> das die Dielektrizitätszahl so heftig ändert?

>Irgend eine Titration mit Jod...

Google sagt:
<hochfrequenztitration>	Ungefähr 779 Ergebnisse
<"high frequency titration">	Ungefähr 873.000 Ergebnisse
<""high frequency titrator">	Ungefähr 167 Ergebnisse

Da sollte sich doch was Hilfreiches finden lassen. In
http://www.lickl.net/doku/elektrochemie.pdf
wird auf Seiten 41-42 auch das Wesentliche zur Theorie
geschrieben.

Grüße,
H.

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#238776

FromHans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com>
Date2017-12-29 12:58 +0100
Message-ID<famovuFotbmU1@mid.individual.net>
In reply to#238771
Am 29.12.2017 um 10:05 schrieb Heinz Schmitz:
> Hans-Peter Diettrich wrote:
> 
>>> Wobei mir
>>> die Spanne 1:200 echt groß vorkommt: was ist das denn für ein Medium,
>>> das die Dielektrizitätszahl so heftig ändert?
> 
>> Irgend eine Titration mit Jod...
> 
> Google sagt:
> <hochfrequenztitration>	Ungefähr 779 Ergebnisse
> <"high frequency titration">	Ungefähr 873.000 Ergebnisse
> <""high frequency titrator">	Ungefähr 167 Ergebnisse
> 
> Da sollte sich doch was Hilfreiches finden lassen. In
> http://www.lickl.net/doku/elektrochemie.pdf
> wird auf Seiten 41-42 auch das Wesentliche zur Theorie
> geschrieben.

Das verführt einen Laien zu dem Trugschluß, daß mit diesen einfachen 
Formeln alles beschrieben wäre. In der Praxis sieht das aber alles ganz 
anders aus, wie wir wissen. Und genau diesen Unterschied zwischen 
Theorie und Praxis versuche ich zu erklären.

DoDi

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#238826

FromVolker Staben <volker.staben@hs-flensburg.de>
Date2017-12-30 14:08 +0100
Message-ID<faphdrFe4msU1@mid.individual.net>
In reply to#238762
Am 28.12.17 um 18:03 schrieb Hans-Peter Diettrich:
> Irgend eine Titration mit Jod...

soweit ich das mit der Titration verstanden habe, wird dabei aus dem
Schnittpunkt von Trendgeraden einer Messgröße während einer Zugabe eines
Titrators ein Gleichgewichtspunkt ermittelt. Ob die Messgröße eine
einzige ist (Leitfähigkeit oder Kapazität) oder ob eine Kombination
mehrerer Messgrößen (Leitfähigkeit und Kapazität) gemessen wird, ist
vermutlich zunächst einmal ziemlich unerheblich, solange es eine lineare
Abhängigkeit dieser Kombination mehrerer Messgrößen von den
Konzentrationen der reagierenden Ionen gibt. Insofern könnte sich eine
Diskussion darüber, ob die Eigenfrequenz eines Schwingkreises von der
Güte abhängt (tut sie nicht), ob die Frequenz, bei der ein
Impedanzextremum auftritt, von der Güte abhängt (tut sie) oder ob die
Frequenz, auf der ein Oszillator schwingt, von der Güte abhängt (tut
sie), möglicherweise erübrigen?

Sonstige Einflussgrößen (Zuleitungskapazitäten, Temperatur,
Messanordnung, Geometrie) müssen natürlich während der Messung konstant
sein oder eben kompensiert werden.

V.

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