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Groups > de.sci.electronics > #194555 > unrolled thread
| Started by | Jan Bruns <ebay@abnuto.de> |
|---|---|
| First post | 2015-10-19 17:50 +0000 |
| Last post | 2015-11-03 04:59 +0000 |
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Audio-Anfängerfragen Jan Bruns <ebay@abnuto.de> - 2015-10-19 17:50 +0000
Re: Audio-Anfängerfragen Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2015-10-19 21:11 +0200
Re: Audio-Anfängerfragen Jan Bruns <ebay@abnuto.de> - 2015-10-19 20:11 +0000
Re: Audio-Anfängerfragen Joerg <news@analogconsultants.com> - 2015-10-19 13:32 -0700
Re: Audio-Anfängerfragen Jan Bruns <ebay@abnuto.de> - 2015-10-20 00:19 +0000
Re: Audio-Anfängerfragen Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2015-10-20 09:55 +0200
Re: Audio-Anfängerfragen Matthias Weingart <mwnews@pentax.boerde.de> - 2015-10-21 07:09 +0000
OT: FFT im PC, was: Audio-Anfängerfragen Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2015-10-22 21:46 +0200
Re: OT: FFT im PC, was: Audio-Anfängerfragen Joerg <news@analogconsultants.com> - 2015-10-22 13:11 -0700
Re: OT: FFT im PC, was: Audio-Anfängerfragen "Ralph A. Schmid, dk5ras" <ralph@schmid.xxx> - 2015-10-23 07:55 +0200
Re: OT: FFT im PC, was: Audio-Anfängerfragen Bernd Laengerich <Bernd.Laengerich@web.de> - 2015-10-23 08:05 +0200
Re: OT: FFT im PC, was: Audio-Anfängerfragen "Ralph A. Schmid, dk5ras" <ralph@schmid.xxx> - 2015-10-23 08:49 +0200
Re: OT: FFT im PC, was: Audio-Anfängerfragen Bernd Laengerich <bernd.laengerich@web.de> - 2015-10-22 22:22 +0200
Re: OT: FFT im PC, was: Audio-Anfängerfragen Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2015-10-31 23:24 +0100
Re: OT: FFT im PC, was: Audio-Anfängerfragen Bernd Laengerich <bernd.laengerich@web.de> - 2015-10-31 23:48 +0100
Re: OT: FFT im PC, was: Audio-Anfängerfragen Peter Thoms <dl6lat@darc.de> - 2015-10-26 16:10 +0100
Re: Audio-Anfängerfragen Klaus Butzmann <k.butzmann.usenet@online.de> - 2015-10-19 23:44 +0200
Re: Audio-Anfängerfragen Andreas Fecht <forum@aftec.de> - 2015-10-20 10:07 +0200
Re: Audio-Anfängerfragen Jan Bruns <ebay@abnuto.de> - 2015-10-20 15:01 +0000
Re: Audio-Anfängerfragen Andreas Fecht <forum@aftec.de> - 2015-10-20 23:28 +0200
Re: Audio-Anfängerfragen Dieter Michel <dmichel@prosound.de> - 2015-10-28 10:30 +0100
Re: Audio-Anfängerfragen Norbert Hahn <nospam@nospam.invalid> - 2015-10-20 13:46 +0200
Re: Audio-Anfängerfragen Stefan Heimers <stefan.usenet@heimers.ch> - 2015-10-20 20:05 +0200
Re: Audio-Anfängerfragen Jan Bruns <ebay@abnuto.de> - 2015-10-20 23:13 +0000
Re: Audio-Anfängerfragen Jan Bruns <ebay@abnuto.de> - 2015-10-21 10:21 +0000
Re: Audio-Anfängerfragen Jan Bruns <ebay@abnuto.de> - 2015-10-21 21:29 +0000
Re: Audio-Anfängerfragen Norbert Hahn <nospam@nospam.invalid> - 2015-10-21 17:31 +0200
Re: Audio-Anfängerfragen Jan Bruns <ebay@abnuto.de> - 2015-10-23 06:47 +0000
Re: Audio-Anfängerfragen Joerg <news@analogconsultants.com> - 2015-10-23 07:45 -0700
Re: Audio-Anfängerfragen Jan Bruns <ebay@abnuto.de> - 2015-10-23 20:02 +0000
Re: Audio-Anfängerfragen Jan Bruns <ebay@abnuto.de> - 2015-10-24 11:17 +0000
Re: Audio-Anfängerfragen Joerg <news@analogconsultants.com> - 2015-10-24 08:03 -0700
Gehäuse (Re: Audio-Anfängerfragen) Jan Bruns <ebay@abnuto.de> - 2015-10-25 04:53 +0000
Re: Gehäuse (Re: Audio-Anfängerfragen) Joerg <news@analogconsultants.com> - 2015-10-25 07:49 -0700
Re: Gehäuse (Re: Audio-Anfängerfragen) Jan Bruns <ebay@abnuto.de> - 2015-10-26 05:07 +0000
Re: Gehäuse (Re: Audio-Anfängerfragen) Joerg <news@analogconsultants.com> - 2015-10-26 07:37 -0700
Stromrauschen (Re: Gehäuse (Re: Audio-Anfängerfragen)) Jan Bruns <ebay@abnuto.de> - 2015-10-27 02:03 +0000
Re: Stromrauschen (Re: Gehäuse (Re: Audio-Anfängerfragen)) Joerg <news@analogconsultants.com> - 2015-10-27 07:42 -0700
Re: Stromrauschen (Re: Gehäuse (Re: Audio-Anfängerfragen)) Marc Santhoff <m.santhoff@t-online.de> - 2015-10-27 16:04 +0100
Re: Stromrauschen (Re: Gehäuse (Re: Audio-Anfängerfragen)) Jan Bruns <ebay@abnuto.de> - 2015-10-28 16:50 +0000
Re: Stromrauschen (Re: Gehäuse (Re: Audio-Anfängerfragen)) Marc Santhoff <m.santhoff@t-online.de> - 2015-10-29 00:01 +0100
Re: Stromrauschen (Re: Gehäuse (Re: Audio-Anfängerfragen)) Jan Bruns <ebay@abnuto.de> - 2015-10-28 23:31 +0000
Re: Stromrauschen (Re: Gehäuse (Re: Audio-Anfängerfragen)) Jan Bruns <ebay@abnuto.de> - 2015-10-29 08:18 +0000
Re: Audio-Anfängerfragen Norbert Hahn <nospam@nospam.invalid> - 2015-10-25 00:25 +0200
Re: Audio-Anfängerfragen Jan Bruns <ebay@abnuto.de> - 2015-10-30 21:24 +0000
Re: Audio-Anfängerfragen Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> - 2015-10-31 09:07 +0100
Re: Audio-Anfängerfragen Jan Bruns <ebay@abnuto.de> - 2015-11-03 04:59 +0000
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| From | Dieter Michel <dmichel@prosound.de> |
|---|---|
| Date | 2015-10-28 10:30 +0100 |
| Message-ID | <d9biriFihjbU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #194645 |
Hallo Jan, wennn es Dir nicht unbedingt darum geht, Erfahrungen im Schaltungsdesign mit Opamps für die Anwendung als Mikrofonvorverstärker geht, könntest Du auch einen speziell dafür designten Chip verwenden, z.B. den That 1512/1510 bzw. SSM 2019: http://www.thatcorp.com/press34.shtml http://www.thatcorp.com/1510-1512_Audio_Preamplifier_ICs.shtml http://www.analog.com/en/products/audio-video/audio-amplifiers/ssm2019.html Auf den entsprechenden Websites kann man auch Muster anfragen, ein Einzelstück würde Dir ha evtl. reichen. Wenn es weniger darum geht, den Preamp selbst zu bauen, könntest Du auch den MPA-102 von Monacor nehmen: http://www.monacor.de/index.php?id=128&artikelid=3982&L=0 Der ist heute wohl auf der Basis eines SSM2019 aufgebaut, ich meine, früher wär's der SSm2017 gewesen - das kann ich leider nicht mehr nachsehen. Vom Preis/Leistungsverhältnis ist das schwer zu schlagen. Der Strassenpreis liegt wohl knapp unter 100 Euro, es sei denn, Du bekommst irgendwo einen gebraucht. Für das Geld würde ich nicht selber bauen, es sei denn, dass es darum geht, Erfahrung zu sammeln. Das Teil hat neben einem stabilen Gehäuse auch eine Batterie- Stromversorgung, Phantomspeisung, HP/TP-Filter und einen relativ großen Verstärkungsbereich (bis 70dB, wer's braucht). Ist IMHO eine gute Ergänzung für so ein Messmikrofon, wie Du es hast. Wenn Du zwei Kanäle braucht, kannst Du den MPA-202 nehmen. Viele Grüße Dieter Michel > Andreas Fecht: >> Jan Bruns schrieb: > >>> Beide Signalphasen über Elkos und 390 Ohm an gemeinsame Masse, dann >>> weiter zum OpAmp (NE5532, TI), die invertierte Phase über 27K, Feedback >>> über 2,2M. Dann Unity-Gain, und mit Gleichspannung über ein >>> wahrscheinlich halbwegs passend niederohmiges Poti raus zu einem >>> konkreten Gerät. > >> Vorsicht, der NE5534/5532 ist bei der hohen Verstärkung zu langsam. > > Das verstehe ich nicht. Unity-Gain bei 10MHz, > "Maximum output-swing bandwidth" bei 140 kHz, > bei 10kHz ist der Open-Loop-gain noch bei +66dB. > > Inwiefern sollte also ein solches Teil bei rd. +40dB und bis 20kHz > zu langsam sein? Irgendwas wirst Du Dir zu der Aussage doch gedacht haben. > >> Für so was passt der AD841 ganz gut. > > Ach, und das kann man so wortlos einfach mal so in den Raum werfen? > >> Allerdings muss man bei solch hohen Verstärkungen auch den Offset im >> Auge behalten, aus 1mV Input-Offset wird bei 60dB Verstärkung 1V. > > Ja, das kann man machen. > > Gruss > > Jan Bruns
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| From | Norbert Hahn <nospam@nospam.invalid> |
|---|---|
| Date | 2015-10-20 13:46 +0200 |
| Message-ID | <7h9c2bducpgh0vrt0t3lq76t24jn0l3dmu@4ax.com> |
| In reply to | #194555 |
On Mon, 19 Oct 2015 17:50:52 +0000 (UTC), Jan Bruns <ebay@abnuto.de> wrote: >Hallo. > >Ich habe gestern einen vor Jahren selbst zu Testzwecken >zusammengefrikelten Mikrofonverstärker vorgekramt. Das ist >bereits ein Thema, bei dem mein theoretisches Elektronikwissen >mitsamt Praxiserfahrung an allen Ecken und Kanten endet. > >Ich beschreibe mal erst kurz, was ich (zur Verwendung mit einem >ECM-8000, wohl wenig V/Pa) vorgefunden habe (soweit richtig >reverse-Inged): Das ECM-8000 hat genau so viel oder wenig Empfindlichkeit wie alle anderen Kondensatormikrofone und kann in der Standardschaltung verwendet werden. Es benötigt mindestens 12V Versorgung, maximal die üblichen 48V. >Beide Signalphasen über Elkos und 390 Ohm an gemeinsame Masse, Wozu sind die 390 Ohm gut? Welche gemeinsame Masse? Das ECM-8000 benötigt als Abschlussimpedanz mindestens 910 Ohm. Bei meinem Mikrofonverstärker sind die beiden Signal-Pins über 6,8k mit der 48V-Versorgung verbunden. >dann weiter zum OpAmp (NE5532, TI), die invertierte Phase über Einen unpassenderen OpAmp hast Du nicht finden können? der 5532 ist auf Verstärkung = 1 optimiert. Sein Bruder, der 5534 dagegen will mindestens 5-fache Verstärkung machen. > deutlich besser. Über noch besser geeignete OpAmps wurde schon geschrieben. Optimal wäre einer, der für genau diesen Zweck konzipiert wurde. >Fragen: >- Sind 2x390 Ohm am Eingang nicht eigentlich etwas zu wenig? > Ich glaube, ich wollte damals wegen Spannungsrauschen aber auch > nicht mehr. Die sind zu wenig, weil ein Kondensatormikro nicht mit weniger als der 5-fachen Nennimpedanz (200 Ohm) belastet werden soll. Ältere Versionen des ECM-8000 haben einen echten Trafo eingebaut... Rauschen von Widerständen vor dem ersten Verstärker wird durch die Impedanz des Mikrofons belastet, spielen also keine Rolle. >- Ich meine mich zu erinnern, beim Aufbau gemeint zu haben, daß der > OpAmp selbst bereits eine limitierende Rauschquelle ist. > Kann das hinkommen? Bei einen ungeeigneten OpAmp ja! >- Wie könnten Verbesserungsmassnahmen dann also aussehen? Es steht ja > irgendwie ausser Frage, daß es besser geht. Das ECM-8000 ist als Messmikrofon nicht auf minimales Rauschen optimiert, sondern auf einen definierten Frequenzgang. Es ist zwischen 80 Hz und 16 kHz ziemlich linear. Bei 40 Hz ist es 3dB unter dem Wert von 1 kHz und fällt unter 40 Hz mit 3dB/Oktave ab. Norbert
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| From | Stefan Heimers <stefan.usenet@heimers.ch> |
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| Date | 2015-10-20 20:05 +0200 |
| Message-ID | <n05vmk$hm8$1@news.albasani.net> |
| In reply to | #194555 |
Jan Bruns wrote: > Ich nehme an, daß dieser dieser > Teppich auch ohne diese Netzanteile klar über dem vom Mikro liegt. Bei NE5532 oder NE5534 ist das stark anzunehmen. Die sind wunderbar für Line-Pegel, aber sie rauschen zu sehr für Mikrofone. Ich habe bessere Erfahrungen mit diskret aufgebauten Mikrofonverstärkern gemacht. Bei kleinen Impedanzen (Electretmikro) habe ich mit einer Basisschaltung die besten Erfahrungen gemacht.
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| From | Jan Bruns <ebay@abnuto.de> |
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| Date | 2015-10-20 23:13 +0000 |
| Message-ID | <n06hqv$j4o$2@gwaiyur.mb-net.net> |
| In reply to | #194650 |
Stefan Heimers: > Jan Bruns wrote: >> Ich nehme an, daß dieser dieser >> Teppich auch ohne diese Netzanteile klar über dem vom Mikro liegt. > Bei NE5532 oder NE5534 ist das stark anzunehmen. Die sind wunderbar für > Line-Pegel, aber sie rauschen zu sehr für Mikrofone. Ich habe bessere > Erfahrungen mit diskret aufgebauten Mikrofonverstärkern gemacht. Bei > kleinen Impedanzen (Electretmikro) habe ich mit einer Basisschaltung die > besten Erfahrungen gemacht. Ich glaube, da reden wir aneinander vorbei, es geht um ein sicherlich weit über 100g schweres Mikro mit XLR-Stecker (der Hersteller bezeichnet es als "Omnidirektionales Elektret Kondenser Messmikrofon"). Das enthählt sicherlich irgendeine Schaltung zur Impedanzanpassung, liefert jedenfalls ein symmetrisch zu verarbeitendes Signal. Das ist mir nun wirklich zu stressig, einen Differenzverstärker selbst auszutüfteln. Ich habe die Schaltung jetzt nochmal neu aufgebaut, mit kleineren Widerständen, etwas weniger Verstärkung, und Batteriespeisung. Bis sich ein alter 9V-Block verabschiedet hat, konnte ich zumindest noch feststellen, daß die Netzpeaks jetzt fast komplett raus waren (trotz ich glaube es waren 10m Kabel). Gruss Jan Bruns
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| From | Jan Bruns <ebay@abnuto.de> |
|---|---|
| Date | 2015-10-21 10:21 +0000 |
| Message-ID | <n07ovs$9sa$1@gwaiyur.mb-net.net> |
| In reply to | #194665 |
Jan Bruns: > Ich habe die Schaltung jetzt nochmal neu aufgebaut, mit kleineren > Widerständen, etwas weniger Verstärkung, und Batteriespeisung. Bis sich > ein alter 9V-Block verabschiedet hat, konnte ich zumindest noch > feststellen, daß die Netzpeaks jetzt fast komplett raus waren (trotz ich > glaube es waren 10m Kabel). Jau, die Aktion hat tüchtig was gebracht. Anfangs schien sich bis auf die Netzpeaks überhaupt nichts wirklich dolle verbessert zu haben, aber im Unterschied zu vorher ist jetzt die Kabel-ausrichtung eine wesentliche Geräuschquelle. Mag wohl hauptsächlich an der Spannungsversorgung gelegen haben, jedenfalls sind jetzt bestimmt 10 dB leisere Sachen, als vorher noch zu hören. Gruss Jan Bruns
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| From | Jan Bruns <ebay@abnuto.de> |
|---|---|
| Date | 2015-10-21 21:29 +0000 |
| Message-ID | <n0903n$ah0$1@gwaiyur.mb-net.net> |
| In reply to | #194677 |
Jan Bruns: > ist jetzt die Kabel-ausrichtung eine > wesentliche Geräuschquelle. Das lässt sich natürlich prima als Wünschelrute gebrauchen. Hier sieht und hört man z.B., wie ich es erstmal an meine Verstärkeschaltung anschliesse, dann den PC als Störquelle ermittle, es in leere Laufwerksschächte des PCs stopfe, und letzlich wieder weit weg lege (7MB): http://abnuto.de/jan/audio/testb1.flac Ich nehme an, daß es das unausgelastete, passive Netzteil eben jenes PCs ist. Das war dem Klang nach zur urteilen wohl auch in vorigen Experimenten das Problem, ein rosa verzerrtes Brummen. Gruss Jan Bruns
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| From | Norbert Hahn <nospam@nospam.invalid> |
|---|---|
| Date | 2015-10-21 17:31 +0200 |
| Message-ID | <dsbf2b9vauct4foeq61h64vta41imh32sk@4ax.com> |
| In reply to | #194665 |
On Tue, 20 Oct 2015 23:13:35 +0000 (UTC), Jan Bruns <ebay@abnuto.de> wrote: >Ich habe die Schaltung jetzt nochmal neu aufgebaut, mit kleineren >Widerständen, etwas weniger Verstärkung, und Batteriespeisung. Bis sich >ein alter 9V-Block verabschiedet hat, konnte ich zumindest noch >feststellen, daß die Netzpeaks jetzt fast komplett raus waren (trotz ich >glaube es waren 10m Kabel). Wie hoch ist die Versorgungsspannung des Mikrofons? Die genannten 9V reichen nicht, selbst die von Behringer angegebenen 12V sind das absolute Minimun. Allerdings bringen mehr als 24V keine Verbesserung. Norbert
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| From | Jan Bruns <ebay@abnuto.de> |
|---|---|
| Date | 2015-10-23 06:47 +0000 |
| Message-ID | <n0cl5e$kum$1@gwaiyur.mb-net.net> |
| In reply to | #194555 |
Also ich will da nochmal nachhaken: Mir ist noch nicht ganz klar, wie die Schaltung im Mikro eigentlich aussieht (möglicherweise war die sogar in der nicht mehr aufzufindenden Bedienungsanleitung abgedruckt, aber google kennt sowas anscheinend nicht). Also ich nehme an, daß der Elektret-Kondensator direkt mit dem Gate eines einzelnen FETs verbunden ist, und ansonsten nur Widerstände verbaut sind. Damit sich damit aber ein halbwegs balanciertes Signal ergibt, müsste der FET-Kanal ja wohl irgendwie quasi für einen Stromfluss zwischen den beiden Signalleitungen sorgen, um so über Stromsummen an Widerständen das balancierte Signal zu generieren. Aber benötigen FETs nicht irgendeine unklare Sättigungs- Kanalspannung, um von eben dieser unabhängig Ströme zu steuern? Und müssen das nicht einige Volt schon sein? Wie also könnte das im Detail aussehen? Messen tue ich hier übrigens mit knapp 17,5V Phantomspeise- spannung über den (von mir so gewählten) Speisewiderständen: 4631 Ohm 2,523 V 4663 Ohm 2,490 V Also gehen etwa 0,5 mA pro Leitung ins Mikro. Es fällt auf, daß der grössere Widerstand den kleineren Spannungabfall zeigt. Gruss Jan Bruns
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| From | Joerg <news@analogconsultants.com> |
|---|---|
| Date | 2015-10-23 07:45 -0700 |
| Message-ID | <d8uvfaFcjotU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #194803 |
On 2015-10-22 11:47 PM, Jan Bruns wrote: > Also ich will da nochmal nachhaken: > > Mir ist noch nicht ganz klar, wie die Schaltung im Mikro > eigentlich aussieht (möglicherweise war die sogar in der > nicht mehr aufzufindenden Bedienungsanleitung abgedruckt, > aber google kennt sowas anscheinend nicht). > > Also ich nehme an, daß der Elektret-Kondensator direkt mit > dem Gate eines einzelnen FETs verbunden ist, und ansonsten > nur Widerstände verbaut sind. > http://www.openmusiclabs.com/learning/sensors/electret-microphones/ > Damit sich damit aber ein halbwegs balanciertes Signal > ergibt, müsste der FET-Kanal ja wohl irgendwie quasi für > einen Stromfluss zwischen den beiden Signalleitungen sorgen, > um so über Stromsummen an Widerständen das balancierte Signal > zu generieren. > Balanciert heisst differenziell ab Quelle. Dort kann durchaus eine der Signalleitungen am lokalen Massepunkt liegen. Nur sollte sie das am anderen Ende der Leitung nicht und auch nicht irgendwo unterwegs, weil dann Brumm, Schaltknackser und sonstige Stoerungen einkoppeln. Die Phantomversorgung moechte dabei ebenfalls wie ein rohes Ei behandelt werden. > Aber benötigen FETs nicht irgendeine unklare Sättigungs- > Kanalspannung, um von eben dieser unabhängig Ströme zu steuern? > Und müssen das nicht einige Volt schon sein? > Wie also könnte das im Detail aussehen? > Gaengige JFETs haben ohne Gate Spannung einen Ruhestrom, beim dem die Strecke im linearen Bereich liegt. > > Messen tue ich hier übrigens mit knapp 17,5V Phantomspeise- > spannung über den (von mir so gewählten) Speisewiderständen: > > 4631 Ohm 2,523 V > 4663 Ohm 2,490 V > > Also gehen etwa 0,5 mA pro Leitung ins Mikro. Es fällt auf, daß > der grössere Widerstand den kleineren Spannungabfall zeigt. > Das sieht noch recht normal aus, meist ist die Spannung ein wenig kleiner. -- Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/
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| From | Jan Bruns <ebay@abnuto.de> |
|---|---|
| Date | 2015-10-23 20:02 +0000 |
| Message-ID | <n0e3ou$ar5$1@gwaiyur.mb-net.net> |
| In reply to | #194840 |
Joerg: > Jan Bruns: >> Aber benötigen FETs nicht irgendeine unklare Sättigungs- Kanalspannung, >> um von eben dieser unabhängig Ströme zu steuern? Und müssen das nicht >> einige Volt schon sein? Wie also könnte das im Detail aussehen? > Gaengige JFETs haben ohne Gate Spannung einen Ruhestrom, beim dem die > Strecke im linearen Bereich liegt. Vielleicht habe ich mich da nur verquer ausgedrückt. Gemeint war, daß völlig unabhängig vom Gate doch der Kanal ja nicht supraleitend sein wird, folglich also ohne Drain-souce Spannung auch kein Strom fliessen wird, ganz gleich, was das Gate sagt. Aus diesem ohmschen Breich will man doch für Audioanwendungen, besonders ohne Rückkopplung ziemlich sicher raus. Es ging also um die Frage, wie die Schaltung (wie bspw. auch auf der von Dir verlinkten Seite gezeigt) dahingehend abändert, daß sich eben ein halbwegs balanciertes Signal ergibt, so daß das ungefähr wie (Vout1-Vout1ref) = -(Vout2-Vout2ref) aussieht. Daß das nicht zwingend muss ist klar. Gruss Jan Bruns
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| From | Jan Bruns <ebay@abnuto.de> |
|---|---|
| Date | 2015-10-24 11:17 +0000 |
| Message-ID | <n0fpbs$ban$1@gwaiyur.mb-net.net> |
| In reply to | #194840 |
Hallo. Hintergrund der Frage (nach der Schlatung im Mikro) ist eigentlich der gleiche wie bisher, vielleicht wird das deutlicher, wenn ich mal versuche, den status quo zu veranschaulichen: http://abnuto.de/jan/audio/micamp.jpg http://abnuto.de/jan/audio/micamp.flac (2,5MB, aus etwa 2m Distanz aufgezeichnet) Das ist ja irgendwie so ...Schulterzuck... vielleicht will man von dem Mikro einfach nicht mehr erwarten. Aber die Schaltung ist so eben weder die universelle "Studio-Mischpult-Eingangsstufe", noch speziell auf das Mikro optimiert. Es rauscht eben noch etwas mehr, als der subjektiven Wahrnehmung nach nötig (und es rauscht auch ohne Mikro dran genau so). Wobei andererseits eben das supertolle Audio-Erlebnis auch nicht direkt zweck der ganzen Aktion ist, es ist eben ein Messmikro, mit dem man/ich Raummoden, Impulsantworten, Lautsprecherfrequenzgänge und sowas ermessen will (was für mich erstmal gegen die Verwendung von Übertragern spricht, ich misstraue diesen Magnetisierungssachen bei sowas). So, und es wäre ja prinzipiel zumindest für mich noch vorstellbar, daß man mit Kenntnis der Mikrofonschaltung evtl. unter weiterem Verzicht auf universelle Einsetzbarkeit zu besseren Ergebnissen gelangen kann. Gruss Jan Bruns
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| From | Joerg <news@analogconsultants.com> |
|---|---|
| Date | 2015-10-24 08:03 -0700 |
| Message-ID | <d91kt4F2gqcU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #194896 |
On 2015-10-24 4:17 AM, Jan Bruns wrote: > Hallo. > > Hintergrund der Frage (nach der Schlatung im Mikro) ist eigentlich > der gleiche wie bisher, vielleicht wird das deutlicher, wenn ich mal > versuche, den status quo zu veranschaulichen: > > http://abnuto.de/jan/audio/micamp.jpg Aha, jetzt daemmert es mir, Du moechtest zwei Mikrofone anschliessen, nicht eines symmetrisch? > http://abnuto.de/jan/audio/micamp.flac > (2,5MB, aus etwa 2m Distanz aufgezeichnet) > Da hoert man Tastaturklappern uns Sesselknarzen. Und ein Geraeusch, wie das Auspacken von Schokolade <lechz>. > Das ist ja irgendwie so ...Schulterzuck... > vielleicht will man von dem Mikro einfach nicht mehr erwarten. > > Aber die Schaltung ist so eben weder die universelle > "Studio-Mischpult-Eingangsstufe", noch speziell auf das Mikro > optimiert. > Sie dreht auch die Phase, wenn Du zwei Mikrofone dran hast. > Es rauscht eben noch etwas mehr, als der subjektiven Wahrnehmung > nach nötig (und es rauscht auch ohne Mikro dran genau so). > Wenn nach Zuschalten eines Mikrofons keine Zunahme des Rauschen feststellbar ist, dann besteht Verbesserungspotenzial. Der LM833 ist ebenfalls ein bipolarer Opamp, also stoeranfaellig gegen Handy, aber hat ein wesentlich tieger liegendes Rauschknie als der NE5532: http://www.ti.com/lit/gpn/LM833?keyMatch=LM833&tisearch=Search-EN-Everything > Wobei andererseits eben das supertolle Audio-Erlebnis auch nicht > direkt zweck der ganzen Aktion ist, es ist eben ein Messmikro, mit > dem man/ich Raummoden, Impulsantworten, Lautsprecherfrequenzgänge > und sowas ermessen will (was für mich erstmal gegen die Verwendung > von Übertragern spricht, ich misstraue diesen Magnetisierungssachen > bei sowas). > Uebertrager kann man sehr gut chrakterisieren und danach aendern sie diese Eigenschaften hoechstens noch, wenn Vladimir durchdreht und auf den roten Pilzknopf drueckt. Natuerlich rollen sie im Frequenzbereich unten irgendwo ab, weshalb ich sie bei einigen meiner Messaufgaben (<10Hz) nicht einsetzen kann. Meine beste Erfahrung ist uebrigens, gleich in einen brauchbaren Sound Adapter zu gehen. Allerdings extern. Derzeit verwende ich Behringer UCA202 mit Symmetrieruebertragern davor. > So, und es wäre ja prinzipiel zumindest für mich noch vorstellbar, daß > man mit Kenntnis der Mikrofonschaltung evtl. unter weiterem Verzicht > auf universelle Einsetzbarkeit zu besseren Ergebnissen gelangen kann. > Kommt drauf an, was Du messen willst. Zum einen sollten man einen moeglichst rauscharme Verstaerker am Eingang haben. Dann wenig Rauschbeitrag von Widerstaenden und niedriges 1/f Rauschen. Letzteres kann man z.B. durch den Einsatz von Auto-Zero Verstaerker (Chopper) erreichen, weil die das 1/f Rauschen um die Chopper Frequenz und deren Harmonische herum falten (in der Hoffnung, das ist der richtige deutsche Ausdruck dafuer): http://www.ti.com/lit/an/slyt204/slyt204.pdf Die Chopper frequenz muss aber weit oberhalb Deines interessierenden Frequenzbereichs liegen und weggefiltert werden. -- Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/
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| From | Jan Bruns <ebay@abnuto.de> |
|---|---|
| Date | 2015-10-25 04:53 +0000 |
| Subject | Gehäuse (Re: Audio-Anfängerfragen) |
| Message-ID | <n0hn7l$j81$1@gwaiyur.mb-net.net> |
| In reply to | #194921 |
Joerg: > Aha, jetzt daemmert es mir, Du moechtest zwei Mikrofone anschliessen, > nicht eines symmetrisch? Nene, das USB-Geraffel ist nur der Stromversorgungs-Schalterersatz. Ganz lehrreich war irgendwie die Erfahrung mit dem Gehäuse, da habe ich 'ne ganze Weile dran rumprobieren müssen. Am schlechtesten war klar die Variante mit nicht angeschlossener Abschirmung, da war selbst ohne Abschirmung besser. Ähnlich schlecht war, die Abschirm-Alufolie quasi an der Mikrofonkabel-Abschirmung anzuschliessen, diese aber im selbstgebauten Gehäuse nur wie die Signalleitungen so mit qausi Klingeldraht auszuführen. Erst ordentlich viel Kontakt mit der Masse der Schaltung (die für die Schaltung selbst eigentlich eher überraschend unwichtig war, taucht im Schaltbild ja auch nur an wenigen Punkten auf) war die Lösung. So kennt man das ja auch aus HiFi-Geräten, die ja fast immer so aufgeaut sind. Erkläre ich mir wie folgt: Ein Faraday-Käfig ist zwar im innern feldfrei, aber das bedeutet ja eben auch, daß überall im innern erstmal das Potential des Käfigs herrscht, das der sich wiederum ohne leitende Verbindungen so aussuchen wird, wie das für seine Gesamtlage im Wechselfeld grad am günstigsten ist. Ein grösserer Kasten wird für NF regelmässig auch grössere Potentialschwankungen auffangen können. Das erklärt, warum die Veriante mit nicht angeschlossenem Gehäuse schlechter gewesen sein kann, als ohne Gehäuse. Warum es so schlecht gewesen ist, das Gehäuse an die eher schlecht verbundene, eingangsseitige Masse anzuschliessen, erschliesst sich mir dagegen noch nicht so ganz. Vermutlich unterschätze ich die zum Potential- ausgleich nötige Ladungsbewegung erheblich. Gruss Jan Bruns
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| From | Joerg <news@analogconsultants.com> |
|---|---|
| Date | 2015-10-25 07:49 -0700 |
| Subject | Re: Gehäuse (Re: Audio-Anfängerfragen) |
| Message-ID | <d948f3Fmk7rU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #194949 |
On 2015-10-24 9:53 PM, Jan Bruns wrote: > > Joerg: > >> Aha, jetzt daemmert es mir, Du moechtest zwei Mikrofone anschliessen, >> nicht eines symmetrisch? > > Nene, das USB-Geraffel ist nur der Stromversorgungs-Schalterersatz. > > > > Ganz lehrreich war irgendwie die Erfahrung mit dem Gehäuse, da habe ich > 'ne ganze Weile dran rumprobieren müssen. > > > Am schlechtesten war klar die Variante mit nicht angeschlossener > Abschirmung, da war selbst ohne Abschirmung besser. > > Ähnlich schlecht war, die Abschirm-Alufolie quasi an der > Mikrofonkabel-Abschirmung anzuschliessen, diese aber im selbstgebauten > Gehäuse nur wie die Signalleitungen so mit qausi Klingeldraht auszuführen. > > Erst ordentlich viel Kontakt mit der Masse der Schaltung (die für die > Schaltung selbst eigentlich eher überraschend unwichtig war, taucht im > Schaltbild ja auch nur an wenigen Punkten auf) war die Lösung. So kennt > man das ja auch aus HiFi-Geräten, die ja fast immer so aufgeaut sind. > > > Erkläre ich mir wie folgt: > Ein Faraday-Käfig ist zwar im innern feldfrei, aber das bedeutet ja eben > auch, daß überall im innern erstmal das Potential des Käfigs herrscht, das > der sich wiederum ohne leitende Verbindungen so aussuchen wird, wie das für > seine Gesamtlage im Wechselfeld grad am günstigsten ist. Ein grösserer > Kasten wird für NF regelmässig auch grössere Potentialschwankungen > auffangen können. Das erklärt, warum die Veriante mit nicht angeschlossenem > Gehäuse schlechter gewesen sein kann, als ohne Gehäuse. > > Warum es so schlecht gewesen ist, das Gehäuse an die eher schlecht > verbundene, eingangsseitige Masse anzuschliessen, erschliesst sich mir > dagegen noch nicht so ganz. Vermutlich unterschätze ich die zum Potential- > ausgleich nötige Ladungsbewegung erheblich. > Es ist viel Zufall dabei. Wenn man bei Audio wenig Zeit fuer Troubleshooting hat und garantiert gute Performance braucht, hilft nur 100% symmetrisch zu verkabeln plus Schirmung. So haben wir das in der Kirche gemacht. Was war das vorher ein Graus. Es brummte und man hatte nur noch fuenf Minuten, bis der Chor loslegte. In der Zeit alle moeglichen Strippen ab- und wieder rangestoepselt, um zu finden, welche das ist. Oder mitten in der Messe ... *BROOOOP* ... POP-POP-POCK ... hatte jemand in der Kueche die Leuchtstoffroehren eingeschaltet oder die Klimaanlage ging an. Seit wir das eingangsseitig 100% differenziell haben, ist Ruhe. -- Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/
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| From | Jan Bruns <ebay@abnuto.de> |
|---|---|
| Date | 2015-10-26 05:07 +0000 |
| Subject | Re: Gehäuse (Re: Audio-Anfängerfragen) |
| Message-ID | <n0kcdr$nbr$1@gwaiyur.mb-net.net> |
| In reply to | #194964 |
Joerg: > Es ist viel Zufall dabei. Wenn man bei Audio wenig Zeit fuer > Troubleshooting hat und garantiert gute Performance braucht, hilft nur > 100% symmetrisch zu verkabeln plus Schirmung. So haben wir das in der > Kirche gemacht. Was war das vorher ein Graus. Es brummte und man hatte > nur noch fuenf Minuten, bis der Chor loslegte. In der Zeit alle > moeglichen Strippen ab- und wieder rangestoepselt, um zu finden, welche > das ist. Oder mitten in der Messe ... *BROOOOP* ... POP-POP-POCK ... > hatte jemand in der Kueche die Leuchtstoffroehren eingeschaltet oder die > Klimaanlage ging an. Seit wir das eingangsseitig 100% differenziell > haben, ist Ruhe. Das kann ich insofern kaum nachvollziehen, als daß bei mir im Haushalt schon immer single-ended halt für 10m Kabel oder so grad noch ausreichte, aber dann auch Grenzen erkennbar wurden. Schon da kann man mal Pech mit Billigkabel haben (so mit der Tendenz, daß das teure China-Importkabel aus dem Media-Markt weit schlechter ist, als das u.U. selbst zu belötende, um Klassen konstengünstigere von der Rolle). Nochmal zu dem Mikro-verstärker: http://abnuto.de/jan/audio/micamp_noisespectrum.png (einmal ohne, einmal mit Mikro dran... Mist, ist jetzt doch wieder 'nen kleiner Netzbrummpeak erkennbar... Vorführeffekt) Sieht aber ja schon eher danach aus, daß es wenig praktischen Zweck haben wird, da noch weiter dran rumzuoptimieren. Mich wundert weiter, daß das Rauschspektrum (ohne Mikro) noch so rosa ist, das müsste doch eigentlich schon sehr viel weisser sein (meinen Berechnungen nach eher 6dB von 10Hz nach 1000Hz, sind aber über 12dB Unterschied). Kann das an Kohleschichtwiderständen liegen? Da habe ich so keinerlei Erfahrung mit. Gruss Jan Bruns
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| From | Joerg <news@analogconsultants.com> |
|---|---|
| Date | 2015-10-26 07:37 -0700 |
| Subject | Re: Gehäuse (Re: Audio-Anfängerfragen) |
| Message-ID | <d96s4jFcdn6U1@mid.individual.net> |
| In reply to | #194989 |
On 2015-10-25 10:07 PM, Jan Bruns wrote: > > Joerg: >> Es ist viel Zufall dabei. Wenn man bei Audio wenig Zeit fuer >> Troubleshooting hat und garantiert gute Performance braucht, hilft nur >> 100% symmetrisch zu verkabeln plus Schirmung. So haben wir das in der >> Kirche gemacht. Was war das vorher ein Graus. Es brummte und man hatte >> nur noch fuenf Minuten, bis der Chor loslegte. In der Zeit alle >> moeglichen Strippen ab- und wieder rangestoepselt, um zu finden, welche >> das ist. Oder mitten in der Messe ... *BROOOOP* ... POP-POP-POCK ... >> hatte jemand in der Kueche die Leuchtstoffroehren eingeschaltet oder die >> Klimaanlage ging an. Seit wir das eingangsseitig 100% differenziell >> haben, ist Ruhe. > > Das kann ich insofern kaum nachvollziehen, als daß bei mir > im Haushalt schon immer single-ended halt für 10m Kabel oder > so grad noch ausreichte, aber dann auch Grenzen erkennbar > wurden. Schon da kann man mal Pech mit Billigkabel haben > (so mit der Tendenz, daß das teure China-Importkabel > aus dem Media-Markt weit schlechter ist, als das u.U. selbst > zu belötende, um Klassen konstengünstigere von der Rolle). > > > Nochmal zu dem Mikro-verstärker: > > http://abnuto.de/jan/audio/micamp_noisespectrum.png > > (einmal ohne, einmal mit Mikro dran... Mist, ist jetzt doch > wieder 'nen kleiner Netzbrummpeak erkennbar... Vorführeffekt) > Oh ja, und das bekommt man mit differenzieller Technik besser in den Griff. Single-ended ist es ein Glueckspiel. Zuerst geht alles, oh wunderbar. Bis Frau Suhrbier im dritten Stock den Staubsauger einschaltet. > Sieht aber ja schon eher danach aus, daß es wenig praktischen > Zweck haben wird, da noch weiter dran rumzuoptimieren. > Du hast ja eine erhebliche Zunahme des Rauschens mit angeschlossenem Mikrofon. Was bedeutet, dass Dein verstaerker in Sachen Rauschen gut genug ist und in dieser Hinsicht kaum noch etwas optimiert werden > Mich wundert weiter, daß das Rauschspektrum (ohne Mikro) noch > so rosa ist, das müsste doch eigentlich schon sehr viel weisser > sein (meinen Berechnungen nach eher 6dB von 10Hz nach 1000Hz, > sind aber über 12dB Unterschied). > > Kann das an Kohleschichtwiderständen liegen? Da habe ich so > keinerlei Erfahrung mit. > Metallfilm waere besser, das betrifft aber eher Frequenzen unter einem kHz. -- Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/
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| From | Jan Bruns <ebay@abnuto.de> |
|---|---|
| Date | 2015-10-27 02:03 +0000 |
| Subject | Stromrauschen (Re: Gehäuse (Re: Audio-Anfängerfragen)) |
| Message-ID | <n0mm16$fn4$1@gwaiyur.mb-net.net> |
| In reply to | #195008 |
Joerg: >> Mich wundert weiter, daß das Rauschspektrum (ohne Mikro) noch so rosa >> ist, das müsste doch eigentlich schon sehr viel weisser sein (meinen >> Berechnungen nach eher 6dB von 10Hz nach 1000Hz, sind aber über 12dB >> Unterschied). Das kann ich mir noch immer nicht erklären. Übrigens war hier: http://abnuto.de/jan/audio/micamp_noisespectrum.png 0dB = etwa 0,023 V eff. so daß das weisse Rauschen (bei -88dB) unter Berücksichtigung des gains von ca. 83 bei etwa 11 nV liegen müsste. Das passt auch genau zu meiner Vorhersage (hauptsächlich R5 im Schaltbild mit etwas Beitrag vom OpAmp). Wo dann aber 45 nV bei 10Hz herkommen sollen, verstehe ich halt nicht so ganz. >> Kann das an Kohleschichtwiderständen liegen? Da habe ich so keinerlei >> Erfahrung mit. > Metallfilm waere besser, das betrifft aber eher Frequenzen unter einem > kHz. Ich habe jetzt mal ausprobiert, statt des Mikrofons zwei 27K Widerstände an den XLR-Stecker anzuschliessen, um die Lastsituation der Phantom- einspeisung nachzuahmen. Eigentlich ist ja nur da wirklich mal ein Strom unterwegs, der Stromrauschen bewirken könnte.. Da zeigt sich aber keinerlei erkennbarer Unterschied zu leerem Eingang. Eine websuche ergab zu dem Thema ergab folgende Erkenntnisse: Man sagt anscheinend: Kohleschichtwidrstände liegen so grob im Bereich von 0.2µV/V, im Sinne von 0,2 ppm Widerstandsänderung, und bezogen auf den Frequenzbereich von 681 bis 1681 Hz. Der gleiche Zahlenwert müsste dank 1/f auch bei 0,6 bis 1,6 Hz gelten. Bei 10 Hz mit 1Hz Bandbreite also ein zehntel davon. Mit den Zahlenwerten aus meiner Schlatung komme ich so auf den Betrag von etwa 4nV, kann also nur im weissen Rauschen unergehen, wie gemessen. Gruss Jan Bruns
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| From | Joerg <news@analogconsultants.com> |
|---|---|
| Date | 2015-10-27 07:42 -0700 |
| Subject | Re: Stromrauschen (Re: Gehäuse (Re: Audio-Anfängerfragen)) |
| Message-ID | <d99gqhF2jrkU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #195064 |
On 2015-10-26 7:03 PM, Jan Bruns wrote: > Joerg: > >>> Mich wundert weiter, daß das Rauschspektrum (ohne Mikro) noch so rosa >>> ist, das müsste doch eigentlich schon sehr viel weisser sein (meinen >>> Berechnungen nach eher 6dB von 10Hz nach 1000Hz, sind aber über 12dB >>> Unterschied). > > Das kann ich mir noch immer nicht erklären. > > Übrigens war hier: > > http://abnuto.de/jan/audio/micamp_noisespectrum.png > > 0dB = etwa 0,023 V eff. > > so daß das weisse Rauschen (bei -88dB) unter Berücksichtigung > des gains von ca. 83 bei etwa 11 nV liegen müsste. Das passt auch > genau zu meiner Vorhersage (hauptsächlich R5 im Schaltbild mit > etwas Beitrag vom OpAmp). > > Wo dann aber 45 nV bei 10Hz herkommen sollen, verstehe > ich halt nicht so ganz. > 1/f erklaert das in der Tat nicht, dafuer ist es zu buckelig. Hast Du die Stromversorgung abgeklopft? Man kann ja mit der FFT ein wenig herumschnueffeln. Dabei auch mal die Gegend um Deine Elektronik herum abklopfen, es kann was einkoppeln. Die merkwuerdigste Sache hatte ich bei einem Kunden. Aehnlicher Peak, aber bei 7-8Hz. Nach einigem Kopfkratzen und Gruebeln fand ich die Ursache: Der Propeller eines in der Naehe laufenden Luefters. Ich weiss nicht mehr, wie das reinkam, zu lange her. Ein Pfad sind Keramik-Kondensatoren, Piezo-Mikrofoneffekt. Die Ingenieure beim Kunden meinten erst "Jetzt spinnt er aber, das ist doch Voodoo". Bis ich den Luefter mit einem Handballen abbremste und der Peak in der Frequenz weiter herunter rutsche. > >>> Kann das an Kohleschichtwiderständen liegen? Da habe ich so keinerlei >>> Erfahrung mit. > >> Metallfilm waere besser, das betrifft aber eher Frequenzen unter einem >> kHz. > > Ich habe jetzt mal ausprobiert, statt des Mikrofons zwei 27K Widerstände > an den XLR-Stecker anzuschliessen, um die Lastsituation der Phantom- > einspeisung nachzuahmen. Eigentlich ist ja nur da wirklich mal ein Strom > unterwegs, der Stromrauschen bewirken könnte.. > > Da zeigt sich aber keinerlei erkennbarer Unterschied zu leerem Eingang. > > Eine websuche ergab zu dem Thema ergab folgende Erkenntnisse: > > > Man sagt anscheinend: Kohleschichtwidrstände liegen so grob im Bereich > von 0.2µV/V, im Sinne von 0,2 ppm Widerstandsänderung, und bezogen auf > den Frequenzbereich von 681 bis 1681 Hz. > > Der gleiche Zahlenwert müsste dank 1/f auch bei 0,6 bis 1,6 Hz gelten. > > Bei 10 Hz mit 1Hz Bandbreite also ein zehntel davon. > > Mit den Zahlenwerten aus meiner Schlatung komme ich so auf den Betrag > von etwa 4nV, kann also nur im weissen Rauschen unergehen, wie gemessen. > Ja, meist ist es nur das Rauschen unter Strom, was Aerger macht. Du hast ja bereits guten Rauschanstieg, wenn Du das Mikrofon einsteckst. Damit ist mit Massnahmen an der Elektronik nicht mehr viel herauszukitzeln. Der naechste Ansatzpunkt waere der FET im Mikrofon. Du hast dort auch noch Peaks drin, nur sieht man die wegen falscher Skalierung nicht alle. Ganz klar ist eine fetter Peak vom Netz bei 100Hz. Dann noch einer um 10kHz (Schaltregler?). Vieles davon kann mal durch symmetrische Anbindung wegbuegeln. Die Rauscheinbuchtung bei 30Hz ist seltsam. Skaliere das mal herunter. -- Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/
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| From | Marc Santhoff <m.santhoff@t-online.de> |
|---|---|
| Date | 2015-10-27 16:04 +0100 |
| Subject | Re: Stromrauschen (Re: Gehäuse (Re: Audio-Anfängerfragen)) |
| Message-ID | <20151027160459.08ff2cd9@puma.das.netz> |
| In reply to | #195064 |
Jan Bruns <ebay@abnuto.de> schrieb: > Da zeigt sich aber keinerlei erkennbarer Unterschied zu leerem > Eingang. Mach doch mal die Fehlanpassung weg. Norbert Hahn schrieb was dazu. Zumindest das SNR dürfte sich verbessern. Marc
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| From | Jan Bruns <ebay@abnuto.de> |
|---|---|
| Date | 2015-10-28 16:50 +0000 |
| Subject | Re: Stromrauschen (Re: Gehäuse (Re: Audio-Anfängerfragen)) |
| Message-ID | <n0qud0$e17$1@gwaiyur.mb-net.net> |
| In reply to | #195106 |
Marc Santhoff: > Jan Bruns: >> Da zeigt sich aber keinerlei erkennbarer Unterschied zu leerem Eingang. > Mach doch mal die Fehlanpassung weg. Norbert Hahn schrieb was dazu. > Zumindest das SNR dürfte sich verbessern. Für die gibt es aber Gründe. Also ist natürlich richtig, daß ich durch die niedrige Eingangsimpedanz das Signal abschwäche, und mir so ausserdem das Risiko von Mikrofonimpedanz-abängigwer Verstärkung einhandle (für dynamische Mirkofone sicherlich ein Problem, wenn man da nich eh' equalized). Eine etwas grössere Eingangsspannung verbessert regellmässig das SNR, konkret dann, wenn der Verstärker nennenswert Rauschenbeiträgt, was aber ja offenbar nicht der Fall ist (min. 12dB unterm Mikrofonrauschen ggibt in der Summe keine Relevanz). Dagegen spricht folgende Überlegung, die von Anfang an Designansatz war: Bei einem einstufigen Eingangskreis koppelt der Feedback-Strom eben nicht nur wie gewünscht in den Eingangskreis, sondern stört auch die Symmetrie des Signals. Darauf muss der Signalgeber irgendwie "reagieren", wobei diese Interaktion durch mehr oder weniger lange Signalwege vermittelt wird. Dem wirkt die niedrige Eingangsimpedanz zumindest meiner Theorie nach entgegen, vom Signalgeber aus betrachtet sieht der.Empfänger immer haupstächlich wie eben diese Impedanz aus, sehr unabhängig davon, was der OpAmp gerade an seinem Ausgang herumregelt. Ich erhoffe mir von dem Aufbau mit niedriger Impedanz also Eingenschaften wie geringe THD. Gruss Jan Bruns
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