Groups | Search | Server Info | Keyboard shortcuts | Login | Register [http] [https] [nntp] [nntps]
Groups > de.comp.editoren > #233 > unrolled thread
| Started by | Andreas Kohlbach <ank@spamfence.net> |
|---|---|
| First post | 2019-05-19 15:46 -0400 |
| Last post | 2019-06-05 23:47 +0200 |
| Articles | 7 — 5 participants |
Back to article view | Back to de.comp.editoren
This discussion starts older than the indexed window; earlier articles aren't shown. The article labeled Started by
below is the oldest one visible, not the original post.
Re: Church of Emacs Andreas Kohlbach <ank@spamfence.net> - 2019-05-19 15:46 -0400
Re: Church of Emacs Holger Schauer <Holger.Schauer@gmx.de> - 2019-05-20 08:43 +0200
Re: Church of Emacs Andreas Kohlbach <ank@spamfence.net> - 2019-05-20 13:32 -0400
Re: Church of Emacs "Jens K. Loewe" <jens.k.loewe@googlemail.com> - 2020-01-06 19:51 +0000
Re: Church of Emacs Holger Schauer <Holger.Schauer@gmx.de> - 2020-01-07 15:09 +0100
Re: Church of Emacs jens.k.loewe@googlemail.com (Jens K. Loewe) - 2019-06-02 22:47 +0200
Re: Church of Emacs "Peter J. Holzer" <hjp-usenet3@hjp.at> - 2019-06-05 23:47 +0200
| From | Andreas Kohlbach <ank@spamfence.net> |
|---|---|
| Date | 2019-05-19 15:46 -0400 |
| Subject | Re: Church of Emacs |
| Message-ID | <874l5qgrbo.fsf@usenet.ankman.de> |
On Sun, 19 May 2019 11:28:47 +0200, Stefan Reuther wrote: > > Letztlich ist Emacs (und sicher auch vi/vim) eine angenehme Konstante im > Leben. Terminalemulatoren, Kernel und Windowmanager kommen und gehen. > Emacs bleibt. Ed wird auch noch in Linux mitgeschleppt. Hat Windows heute auch noch edlin? *grusel* Emacs war mal richtig teuer. Ich habe in den vergangenen Jahren einige Ausgaben der BYTE gelesen, wenn sie denn alt genug waren, mich zu interessieren. Ich wollte unbedingt die Ausgabe von 1977 oder 1978 lesen, in der ein Redakteur den Begriff "1977 Trinity" einbrachte. Dieser bezieht sich auf die ersten drei Homecomputer von 1977, die auch eine Tastatur ab Werk hatten: Apple ][, Commodore PET und Radioshack TRS-80. Und IIRC wurde dort auch UNIX und Zubehör angeboten. Dazu wurde Emacs genannt, der IIRC über 1000 USD, rund 4000 DM (oder 2000 EURO) kostete. Mit Inflation, könnte man sich heute einen Kleinwagen davon kaufen. X'post mit F'up2 nach de.comp.editoren -- Andreas You know you are a redneck if the fifth grade is referred to as "your senior year."
[toc] | [next] | [standalone]
| From | Holger Schauer <Holger.Schauer@gmx.de> |
|---|---|
| Date | 2019-05-20 08:43 +0200 |
| Message-ID | <87pnod7hiq.fsf@pixie.holgi.priv> |
| In reply to | #233 |
On 9391 September 1993, Andreas Kohlbach wrote: > Emacs war mal richtig teuer. [...] > Und IIRC wurde dort auch UNIX und Zubehör angeboten. Dazu wurde Emacs > genannt, der IIRC über 1000 USD, rund 4000 DM (oder 2000 EURO) > kostete. Mit Inflation, könnte man sich heute einen Kleinwagen davon > kaufen. Das war sicher nicht der GNU Emacs, wie er heute verfügbar ist. Stallmann hat den ja explizit als freie Software geschrieben (siehe auch https://www.emacswiki.org/emacs/EmacsHistory). Zmacs war Teil der Lisp-Maschinen und von daher vermutlich "kommerziell" verfügbar, aber auch da würde mich wundern, wenn Zmacs separat verkauft worden wäre (Edit und Debug waren fundamentale Fähigkeiten der Lisp-Maschinen). Ich kann mich an eine kommerzielle Version von Lucid Emacs oder XEmacs aus den 90ern erinnern (für Windows, wenn ich mich nicht irre), aber selbst da war mE. nach die eigentliche Software (also unter Unix) schon frei verfügbar. Hier (https://www.finseth.com/emacs.html#98) gibt es eine Liste der "Implementations Sold by Vendors" (da sind ein paar Sachen etwas seltsam, etwa Lispworks). Demnach müsste das Win-Emacs gewesen sein, was ich in Erinnerung hatte. Und da ist auch InfoDock drauf, das waren Ergänzungen zu XEmacs in den 90ern. Holger -- --- http://blog.find-method.de/ --- "Now nothing's sacred any more When the demon's breaking down your door You'll still be staring down at the floor." -- Chameleons, "Swamp Thing"
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Andreas Kohlbach <ank@spamfence.net> |
|---|---|
| Date | 2019-05-20 13:32 -0400 |
| Message-ID | <87imu5yqtz.fsf@usenet.ankman.de> |
| In reply to | #234 |
On Mon, 20 May 2019 08:43:25 +0200, Holger Schauer wrote: > > On 9391 September 1993, Andreas Kohlbach wrote: >> Emacs war mal richtig teuer. [...] > >> Und IIRC wurde dort auch UNIX und Zubehör angeboten. Dazu wurde Emacs >> genannt, der IIRC über 1000 USD, rund 4000 DM (oder 2000 EURO) >> kostete. Mit Inflation, könnte man sich heute einen Kleinwagen davon >> kaufen. > > Das war sicher nicht der GNU Emacs, wie er heute verfügbar ist. Stallmann > hat den ja explizit als freie Software geschrieben (siehe auch > https://www.emacswiki.org/emacs/EmacsHistory). Zmacs war Teil der > Lisp-Maschinen und von daher vermutlich "kommerziell" verfügbar, aber > auch da würde mich wundern, wenn Zmacs separat verkauft worden wäre > (Edit und Debug waren fundamentale Fähigkeiten der Lisp-Maschinen). Vom Gefühl her müsste es in einer BYTE-Ausgabe der späten 1970er stehen. GNU Emacs ist von 1985. -- Andreas You know you are a redneck if the fifth grade is referred to as "your senior year."
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | "Jens K. Loewe" <jens.k.loewe@googlemail.com> |
|---|---|
| Date | 2020-01-06 19:51 +0000 |
| Message-ID | <xn0m8lt2d5wzvse000@reader.albasani.net> |
| In reply to | #234 |
Rainer Joswig schrob: > Stallmann nahm den Source Code von Gosling's Emacs und hat ihn dann > umgeschrieben... Unwahrscheinlich. Gosling Emacs ist von 1981, Stallmans erste Emacs-Version (älter als das GNU-Projekt) namens "E" ist von Mitte der 70er Jahre. Die erste Version von GNU Emacs enthielt Gosling-Code. Das ist nicht mal ansatzweise dasselbe wie "bloß ein umgeschriebener Gosling Emacs". ;-) -- jkl Kann Spuren von Nüssen und Umlauten enthalten.
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Holger Schauer <Holger.Schauer@gmx.de> |
|---|---|
| Date | 2020-01-07 15:09 +0100 |
| Message-ID | <87imln2w9d.fsf@pixie.holgi.priv> |
| In reply to | #234 |
Hallo Rainer, On 9619 September 1993, Rainer Joswig wrote: > On 2019-05-20 06:43:25 +0000, Holger Schauer said: [...] >> Hier (https://www.finseth.com/emacs.html#98) gibt es eine Liste der >> "Implementations Sold by Vendors" (da sind ein paar Sachen etwas >> seltsam, etwa Lispworks). Demnach müsste das Win-Emacs gewesen sein, was >> ich in Erinnerung hatte. Und da ist auch InfoDock drauf, das waren >> Ergänzungen zu XEmacs in den 90ern. > Die LispWorks IDE enthält einen Emacs-Editor, der ursprünglich auf dem > Hemlock-Editor der CMU basierte. Ja, sowas hatte ich mir schon gedacht. Aber ich bin darüber gestolpert, weil man das oberflächlich so lesen kann, als hätten sie den Editor als separates Produkt und nicht als Teil von LispWorks verkauft. Das kann ich mir nicht vorstellen. Holger
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | jens.k.loewe@googlemail.com (Jens K. Loewe) |
|---|---|
| Date | 2019-06-02 22:47 +0200 |
| Message-ID | <86ftor90km.fsf@googlemail.com> |
| In reply to | #233 |
ed wird leider _NICHT_ von Linux mitgeschleppt. Auf den POSIX-Standard setzen die sich doch seit Jahren mit dem Hintern drauf. Ich hatte inzwischen schon diverse Distributionen in den Fingern, bei denen ich ed erst nachinstallieren musste. So was regt mich auf. Es wäre schon schön, einen Texteditor für's Wesentliche als installiert voraussetzen zu können, den man sich nicht erst wieder erarbeiten muss. Gentoo setzt zum Beispiel auf nano, weil der "benutzerfreundlicher" ist. Mir unklar, was das ausgerechnet bei Gentoo soll. Und jetzt komme mir bloß keiner mit "vi" - das ist entweder ein nvi oder ein NeoVim oder ein Vim in einer von 2725 möglichen Konfigurationen. Eine Wundertüte, bei der man raten muss, was man gerade bekommt. Linux ist, was Editoren angeht, eine Atomkriegswüste. Zum Thema Emacs: Der "teure" Emacs war der Unipress Emacs vom ollen James Gosling IIRC. Hat sich anscheinend ja doch gelohnt... jkl
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | "Peter J. Holzer" <hjp-usenet3@hjp.at> |
|---|---|
| Date | 2019-06-05 23:47 +0200 |
| Message-ID | <slrnqfge4a.uht.hjp-usenet3@hrunkner.hjp.at> |
| In reply to | #241 |
On 2019-06-02 20:47, Jens K. Loewe <jens.k.loewe@googlemail.com> wrote:
> ed wird leider _NICHT_ von Linux mitgeschleppt. Auf den POSIX-Standard
> setzen die sich doch seit Jahren mit dem Hintern drauf. Ich hatte
> inzwischen schon diverse Distributionen in den Fingern, bei denen ich ed
> erst nachinstallieren musste. So was regt mich auf.
Ich hatte schon eine Linux-Distribution in den Fingern, bei der ich
grep nachinstallieren musste (war irgendeine Redhat vor zig Jahren).
Das regt mich nicht auf. Das Package-Format aller Mainstream-Linux-
Distributionen ist darauf ausgelegt, dass man genau die Software
installieren kann, die man braucht (plus Dependencies, und die sind oft
schon übermäßig breit).
Den ed braucht in erster Näherung niemand (jaja, ich habe Banahan und
Rutter in den 80er-Jahren gelesen. Schon damals fand ich deren Argument,
dass man ed lernen sollte, weil man sich auf das Vorhandensein von so
neumodischem Zeug wie einem vi nicht verlassen könne, wenig
überzeugend). Die wenigen Leute, die ihn brauchen, können ihn
nachinstallieren. Es gibt absolut keinen Grund, warum der per default
installiert sein sollte.
hp
--
_ | Peter J. Holzer | Fluch der elektronischen Textverarbeitung:
|_|_) | | Man feilt solange an seinen Text um, bis
| | | hjp@hjp.at | die Satzbestandteile des Satzes nicht mehr
__/ | http://www.hjp.at/ | zusammenpaßt. -- Ralph Babel
[toc] | [prev] | [standalone]
Back to top | Article view | de.comp.editoren
csiph-web