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Re: EU-Stromnetz am kupfernen Faden /Nachbarlender schotten sichzuDab

From Carla Schneider <carla_sch@yahoo.com>
Newsgroups de.talk.tagesgeschehen, de.soc.umwelt, de.sci.physik
Subject Re: EU-Stromnetz am kupfernen Faden /Nachbarlender schotten sichzuDab
Date 2022-11-25 11:42 +0100
Organization Gurken & Wasserstoff
Message-ID <63809C10.5EF4538D@yahoo.com> (permalink)
References (14 earlier) <jtji8mFfp0dU1@mid.individual.net> <6374E72C.DEBBE79F@yahoo.com> <ju3b08Fse46U1@mid.individual.net> <637CADC3.38861706@yahoo.com> <jub933F4hkeU1@mid.individual.net>

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Thomas Heger wrote:
> 
> Am 22.11.2022 um 12:08 schrieb Carla Schneider:
> 
> >>>> Und besonders schonend bräuchten wir mit dem Zeug auch nicht umzugehen,
> >>>> jedenfalls nicht deswegen, weil sonst nichts mehr für die uns folgenden
> >>>> Generationen übrig bliebe.
> >>>
> >>> Das Gas an der Grenze zum Erdmantel kann man nicht heraufholen, das Gestein ist zu undurchlaessig.
> >>> Foerdern kann man nur in poroesen  Lagerstaetten gespeichertes
> >>> Gas, egal wie es urspruenglich entstanden ist.
> >>
> >> Falsch, da die Russen zeigen, dass das doch geht.
> 
> Durch 'Growing Earth' wird die Erdkruste immer wieder von unten her
> aufgebrochen. Man kann sich das in etwa vorstellen wie die Schale eine
> Melone, die man flach drückt.
> 
> Durch die verringerte Krümmung muß die darüber liegende Platte von unten
> her aufreißen und A-förmige Risse an der Unterseite bilden.
Nein, wenn die Erde wirklich waechst dann ist nicht die verringerte Kruemmung
die erste Auswirkung sondern der vergroesserte Umfang, d.h. es wuerden sich 
Risse in der Platte bilden bis zur Oberflaeche, wenn es sich um festes Gestein handelt,
die Platte waechst ja nicht mit.

> 
> Die im Erdinnern gebildeten leichten Bestandteile wandern dann nach oben
> und in diese Risse.

Sie wandern bis zur Oberflaeche und verfluechtigen sich dort.
Ausser es gibt undurchlaessige Schichten die flexibel genug sind um
nicht aufzureissen,und darunter poroese Schichten in denen sich das Oel
oder Gas sammeln kann, das sind dann die Lagerstaetten die man anbohren kann.

> 
> Die Spitzen dieser Risse sind dann das, was wir 'Ölquellen' nennen.
> 
> Manche sind von dem sie speisenden Reservoir abgeschnitten. Aber manche
> sind durch noch intakte Verbindungen mit diesem verbunden.
> 
> Es sollte nun das Ziel sein, solche Quellen zu finden, die noch
> Verbindung zu ihren Ursprüngen behalten haben und sich deshalb immer
> wieder füllen, sooft man sie auch leer pumpt.

Das tun sie ganz bestimmt, allerdings in geologischen Zeitraeumen, also mindestens
Jahrtausende...

> 
> >> Russland hieß mal 'Sovietunion' und hatte einen Despoten namens 'Stalin'
> >> an der Spitze.
> >>
> >> Der hat mehr Landsleute umbringen lassen (pro Kopf) als so überhaupt je
> >> ein Despot davor oder danach.
> >>
> >> Zu seinen Opfern gehörten auch Wissenschaftler, falls sie nicht gespurt
> >> hatten.
> >>
> >> Stalin hatte jedenfalls gewünscht, dass die Soviets über eigene
> >> Ölvorkommen verfügen sollten
> >
> > Die hatten sie schon seit der Gruendung der Sovietunion, in Baku am Kaspischen
> > Meer.
> > Um 1900 herum war das die Gegend der groesste Oelproduzent der Welt.
> 
> Um 1900 herum gab es noch garkeine Sovietunion.

Das stimmt aber die Oelvorkommen sind in den 20 Jahren nicht verschwinden,
tatsaechlich waren sie im 2.Weltkrieg eine wichtige Treibstoffquelle
der Sowjetarmee.

> 
> > .
> >>
> >> Seine Forscher haben an ihrem Leben dann doch irgendwie gehangen und
> >> sich in die Spur gemacht und eine alte Idee von Mendelejev wieder
> >> ausgegraben, wonach das Öl tief unten aus dem Erdinnern stammen würde.
> >>
> >> Dann bräuchte man nur tief genug zu bohren und würde auf Öl stoßen.
> >
> > So tief man damals eben bohren konnte.
> 
> Woher willst du das denn wissen?

Ich habe ja nicht geschrieben wie tief, aber sicher nicht tiefer als
man konnte. Und es waren ganz normale Oellagerstaetten die man da gefunden hat.


> 
> >>
> >> Allerdings bohrt man am besten da, wo die Erdkruste besonders dünn ist.
> >> Das ist unter dem Meer der Fall, aber auch unter früherem Meeresboden,
> >> der jetzt trocken gefallen ist und nun Land ist.
> >
> > Was man oben aber nicht sehen kann.
> > Wo ist denn auf dem Festland die Erdkruste besonders duenn und woher
> > will man das wissen ?
> 
> Unter den Gebirgen ist die Erdkruste besonders dick und unter dem
> Meeresboden besonders dünn.
> 
> Der Rest liegt irgendwo dazwischen.
> 
> Wie das im einzelnen gemessen wurde, das kann ich dir leider nicht
> sagen, aber könnte mir vorstellen, dass google da helfen kann.

Weil sie es gar nicht gemessen haben, sie haben dort nach Oel gebohrt
wo man nach damaligem Wissen welches vermutete und sind auch fuendig geworden.


> 
> >>
> >> (Wieso das so ist, das erklärt 'Growing Earth'.)
> >>
> >> Das war im übrigen eine Deutsche Erfindung in den 30er Jahren in Berlin.
> >>
> >> Und da die Russen Berlin so schätzen, kannten sie die Theorie auch und
> >> Stalins Mannen haben mal geschaut, ob man so eine Stelle irgendwo finden
> >> kann im Sovietreich.
> >>
> >> Das war einfach zu finden: Sibirien!
> >
> > Ja ganz einfach, der groesste Teil Russlands ist Sibirien.
> > Klar dass es dort irgendwo Oel gibt, nur wo ?
> 
> Die Tiefebenen sind idR erst vor rel. kurzer Zeit aus dem Meer
> augetaucht, weswegen darunter die Kruste noch dünn sein müßte.
Dort liegen allerdings dicke Sedimentschichten, die die Oellagerstaetten
erst ermoeglichen.

Trotzdem hat man damls nicht unter die Kruste bohren koennen.
Das zu versuchen war ein amerikanisches Projekt im 20. Jahrhundert:
https://en.wikipedia.org/wiki/Project_Mohole
Obwohl man damit zum ersten Mal in den Ozeanboden bohren konnte (180m),
wurde des Projekt eingestellt. Nachfolger wollten dann nicht mehr
den Erdmantel erreichen sondern nur noch Bohrkerne  gewinnen um den Ozeanboden 
zu erforschen, erst dadurch wurde die Plattentektonik nachgewiesen:
https://en.wikipedia.org/wiki/Deep_Sea_Drilling_Project

D.h. bis heute wurde noch nie die Erdkruste durchbohrt, vielleicht schaffen die
es :
https://en.wikipedia.org/wiki/Chiky%C5%AB

> 
> > Tatsaechlich hat man schon 1929 Oel in der Wolga-Ural region gefunden
> > also nicht in Sibirien.
> 
> Jetzt produzieren die Russen aber bevorzugt in Sibirien.
Ja, und zwar in der Region direkt hinterm Ural
> 
> Die genauen Details des wie, wo und warum werden sie sicherlich nicht an
> die große Glocke hängen.

https://en.wikipedia.org/wiki/Samotlor_Field#/media/File:West_Siberia_oil_and_gas_fields.png

Das ist ein ziemlich grosses Gebiet, und das Oel dort wurde 
1965 entdeckt also 13 Jahre nach Stalins Tod.


> 
> Aber bei Interesse könntest du ja mal in Moskau anfragen.
Lies mal das hier:
https://en.wikipedia.org/wiki/Petroleum_reservoir

Auch wenn da nichts von Abiogenem Petroleum steht, so gilt das mit den Lagerstaetten auch
dafuer. Man kann das Oel/Gas nur dort foerdern wo sich Lagerstaetten gebildet haben, 
egal woher das Oel kommt.

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Re: EU-Stromnetz am kupfernen Faden /Nachbarlender schotten sichzuDab Thomas Heger <ttt_heg@web.de> - 2022-11-22 08:11 +0100
  Re: EU-Stromnetz am kupfernen Faden /Nachbarlender schotten sichzuDab Carla Schneider <carla_sch@yahoo.com> - 2022-11-22 12:08 +0100
    Re: EU-Stromnetz am kupfernen Faden /Nachbarlender schotten sichzuDab "Der Habakuk." <habakuk@linuxmail.org> - 2022-11-22 12:09 +0100
    Re: EU-Stromnetz am kupfernen Faden /Nachbarlender schotten sichzuDab Thomas Heger <ttt_heg@web.de> - 2022-11-25 08:27 +0100
      Re: EU-Stromnetz am kupfernen Faden /Nachbarlender schotten sichzuDab Carla Schneider <carla_sch@yahoo.com> - 2022-11-25 11:42 +0100
        Re: EU-Stromnetz am kupfernen Faden /Nachbarlender schotten sichzuDab Thomas Heger <ttt_heg@web.de> - 2022-11-26 09:44 +0100
          Re: EU-Stromnetz am kupfernen Faden /Nachbarlender schotten sichzuDab Carla Schneider <carla_sch@yahoo.com> - 2022-11-26 14:18 +0100
          Re: EU-Stromnetz am kupfernen Faden /Nachbarlender schotten sichzuDab Sieghard Schicktanz <Sieghard.Schicktanz@SchS.de> - 2022-11-26 20:22 +0100
            Re: EU-Stromnetz am kupfernen Faden /Nachbarlender schotten sichzuDab Thomas Heger <ttt_heg@web.de> - 2022-11-28 11:09 +0100
  Re: EU-Stromnetz am kupfernen Faden /Nachbarlender schotten sichzuDab Heinz Brückner <Ha-He-Brueck@t-online.de> - 2022-11-22 13:13 +0100

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