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Re: EU-Stromnetz am kupfernen Faden /Nachbarlender schotten sichzuDab

From Carla Schneider <carla_sch@yahoo.com>
Newsgroups de.talk.tagesgeschehen, de.soc.umwelt, de.sci.physik
Subject Re: EU-Stromnetz am kupfernen Faden /Nachbarlender schotten sichzuDab
Date 2022-11-22 12:08 +0100
Organization Gurken & Wasserstoff
Message-ID <637CADC3.38861706@yahoo.com> (permalink)
References (12 earlier) <20221109210410.f7e7ca58083535586e07d985@SchS.de> <jt3l3pFjshU1@mid.individual.net> <jtji8mFfp0dU1@mid.individual.net> <6374E72C.DEBBE79F@yahoo.com> <ju3b08Fse46U1@mid.individual.net>

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Thomas Heger wrote:
> 
> Am 16.11.2022 um 14:35 schrieb Carla Schneider:
> 
> >>
> >> https://www.google.de/search?hl=de&source=hp&biw&bih&q=abiogene+Öltheorie
> >>
> >> Wahrscheinlich stammt das Öl nämlich nicht von toten Dinosauriern,
> >> sondern tief aus dem Erdinnern.
> > Bei den uebliche Oelquellen findet man natuerlich keine toten Dinosaurier,
> > weil dort unten gar nicht nachschaut, sondern nur das Oel herauspumpt.
> > Bei Oelschiefer sieht das anders aus:
> > https://www.welt.de/wissenschaft/gallery128487614/Oelschiefer-schliesst-Abertausende-Fossilien-ein.html
> > Da gibts eine Menge Fossilien die im Faulschlamm konserviert wurden und dann im Schiefer auch nach 50Mio
> > Jahren noch zu finden sind.
> >
> >
> >>
> >> Daher ist das Attribut 'fossil' wahrscheinlich falsch.
> >
> > Kommt drauf an wie man es interpretiert.
> > Ausser fossilem Faulschlamm gibt es noch Methan das entsteht wenn Wasser und
> > Carbonatgestein aus der Kruste mit Gestein aus dem Erdmantel in Beruehrung kommt.
> > Das Karbonatgestein ist zwar meistens biogen aber das zaehlt wohl nicht.
> > Das entstehende Methan kann auf seinem Weg nach oben von Mikroorganismen
> > in Erdoel umgewandelt werden.
> >
> > https://www.nbcnews.com/mach/science/massive-pool-methane-discovered-hidden-deep-underground-ncna1045761
> >
> > 'Massive pool' of methane discovered hidden deep underground
> >
> >>
> >> Und besonders schonend bräuchten wir mit dem Zeug auch nicht umzugehen,
> >> jedenfalls nicht deswegen, weil sonst nichts mehr für die uns folgenden
> >> Generationen übrig bliebe.
> >
> > Das Gas an der Grenze zum Erdmantel kann man nicht heraufholen, das Gestein ist zu undurchlaessig.
> > Foerdern kann man nur in poroesen  Lagerstaetten gespeichertes
> > Gas, egal wie es urspruenglich entstanden ist.
> 
> Falsch, da die Russen zeigen, dass das doch geht.
> 
> Russland hieß mal 'Sovietunion' und hatte einen Despoten namens 'Stalin'
> an der Spitze.
> 
> Der hat mehr Landsleute umbringen lassen (pro Kopf) als so überhaupt je
> ein Despot davor oder danach.
> 
> Zu seinen Opfern gehörten auch Wissenschaftler, falls sie nicht gespurt
> hatten.
> 
> Stalin hatte jedenfalls gewünscht, dass die Soviets über eigene
> Ölvorkommen verfügen sollten

Die hatten sie schon seit der Gruendung der Sovietunion, in Baku am Kaspischen
Meer.
Um 1900 herum war das die Gegend der groesste Oelproduzent der Welt.

.
> 
> Seine Forscher haben an ihrem Leben dann doch irgendwie gehangen und
> sich in die Spur gemacht und eine alte Idee von Mendelejev wieder
> ausgegraben, wonach das Öl tief unten aus dem Erdinnern stammen würde.
> 
> Dann bräuchte man nur tief genug zu bohren und würde auf Öl stoßen.

So tief man damals eben bohren konnte.

> 
> Allerdings bohrt man am besten da, wo die Erdkruste besonders dünn ist.
> Das ist unter dem Meer der Fall, aber auch unter früherem Meeresboden,
> der jetzt trocken gefallen ist und nun Land ist.

Was man oben aber nicht sehen kann.
Wo ist denn auf dem Festland die Erdkruste besonders duenn und woher
will man das wissen ?

> 
> (Wieso das so ist, das erklärt 'Growing Earth'.)
> 
> Das war im übrigen eine Deutsche Erfindung in den 30er Jahren in Berlin.
> 
> Und da die Russen Berlin so schätzen, kannten sie die Theorie auch und
> Stalins Mannen haben mal geschaut, ob man so eine Stelle irgendwo finden
> kann im Sovietreich.
> 
> Das war einfach zu finden: Sibirien!

Ja ganz einfach, der groesste Teil Russlands ist Sibirien.
Klar dass es dort irgendwo Oel gibt, nur wo ?
Tatsaechlich hat man schon 1929 Oel in der Wolga-Ural region gefunden
also nicht in Sibirien.

> 
> Dort haben sie dann einfach durch die gesamte Erdkruste durchgebohrt und
> Massen von Öl und Gas gefunden.

Die konnten die damals gar nicht unter die Erdkruste bohren, aber Oel und Gas
haben sie trotzdem gefunden, in ganz normalen Lagerstaetten.
1949 z.B. in Matzen im Weinviertel in Oesterreich von der
Sowjetischen Mineralölverwaltung, der spaeteren OMV.


> 
> Stalin war froh und konnte seine Forscher weiter leben lassen. Und die
> Soviets hatten Öl und Gas in Massen und konnten das sogar verkaufen.

Das kam erst lange  nach Stalin, z.B. 
https://en.wikipedia.org/wiki/Samotlor_Field
Hier kann man was ueber die Geschichte der sowjetischen Oelindustrie lesen:
https://carnegieendowment.org/2017/03/29/formation-and-evolution-of-soviet-union-s-oil-and-gas-dependence-pub-68443
Im Kapitel "Discovering Oil From Azerbaijan to Western Siberia"


> 
> Wir Deutschen hätten das auch gerne weiter gekauft, dürfen aber nicht.
> 
> Daher müssen wir wohl wieder in der Nordsee bohren oder in Niedersachsen.

Der deutsche Anteil an der Nordsee ist klein...
Und die Oelfelder an Land sind schon ausgebeutet.
Allerdings gibt es noch  grosse Gasfelder die man mit Fracking
ausbeuten koennte.

> 
> Oder wir lassen das mit den 'fossilen Brennstoffen ' ganz und
> beschäftigen uns wieder mit der kalten Fusion (alternativ gingen auch
> Thorium Reaktoren oder sogn. 'free energy devices').

Allerdings wird uns das in den naechsten 10 Jahren sicher noch keine Energie
liefern selbst wenn es funktionieren wuerde.

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Re: EU-Stromnetz am kupfernen Faden /Nachbarlender schotten sichzuDab Thomas Heger <ttt_heg@web.de> - 2022-11-22 08:11 +0100
  Re: EU-Stromnetz am kupfernen Faden /Nachbarlender schotten sichzuDab Carla Schneider <carla_sch@yahoo.com> - 2022-11-22 12:08 +0100
    Re: EU-Stromnetz am kupfernen Faden /Nachbarlender schotten sichzuDab "Der Habakuk." <habakuk@linuxmail.org> - 2022-11-22 12:09 +0100
    Re: EU-Stromnetz am kupfernen Faden /Nachbarlender schotten sichzuDab Thomas Heger <ttt_heg@web.de> - 2022-11-25 08:27 +0100
      Re: EU-Stromnetz am kupfernen Faden /Nachbarlender schotten sichzuDab Carla Schneider <carla_sch@yahoo.com> - 2022-11-25 11:42 +0100
  Re: EU-Stromnetz am kupfernen Faden /Nachbarlender schotten sichzuDab Heinz Brückner <Ha-He-Brueck@t-online.de> - 2022-11-22 13:13 +0100

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