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Groups > de.sci.physik > #143837

Re: Ein kosmologisches Modell

From Takvorian <tak-us@gmx.de>
Newsgroups de.sci.physik
Subject Re: Ein kosmologisches Modell
Date 2023-01-11 18:43 +0100
Message-ID <k28apuFrp4aU1@mid.individual.net> (permalink)
References (4 earlier) <tpi06j$9s5o$1@dont-email.me> <21737929.EfDdHjke4D@PointedEars.de> <tpibgj$avat$1@dont-email.me> <k24pimFauqbU1@mid.individual.net> <tpjha0$ha2f$1@dont-email.me>

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Alfred Kuehne schrieb:

> Am 10.01.23 um 10:30 schrieb Takvorian:
>> Alfred Kuehne schrieb:
>> 
>>> Ich werde meine Abhandlung also auch ohne Peer Review noch einmal
>>> gründlich nachbearbeiten müssen, so viel ist klar.
>> 
>> Es werden zu Beginn der Abhandlung ja Annahmen/Fixpunkte postuliert, aus
>> denen der gesamte Inhalt resultiert. Wenn diese schon falsch sind, kann nur
>> Unsinn die Folge sein, egal, wie oft und wie gründlich er nachbearbeitet
>> wird. Ändert sich nach der Nachbearbeitung z.B. die Natur der dunklen
>> Materie plötzlich grundlegend?
>> 
> 
> Die Natur der dunklen Materie ändert sich bestimmt nicht deshalb 
> grundlegend, weil ich meine Abhandlung nachbearbeite. Würde ich so etwas 
> glauben, unterläge ich magischem Denken - und wäre sicherlich reif für 
> eine diesbezügliche psychologische Therapie, keine Frage. :-)

Die tatsächliche Natur der dunklen Materie (sofern sie denn überhaupt
existiert) ändert sich dadurch gewiss nicht. Die von dir postulierte Natur
der dunklen Materie könnte sich natürlich jederzeit ändern. Derzeit ist sie
ja unbekannt und wird - wenn überhaupt - wohl in irgendeinem
Teilchenbeschleuniger mal nachgewiesen werden.
 
> [Anm.: Klar. Ich habe die Frage absichtlich missverstanden. Doch ist das 
> mein Aufhänger für meine nachfolgende Argumentation.]
> 
> Meine 4 dem Modell zugrunde liegenden Annahmen, sowie meine "nullte", 
> könnten natürlich zu einem solchen Fehlschluss verleiten. Ich gebe sie 
> deshalb hier noch einmal wieder:
> 
> (0.) Die Platonische Ideenwelt sei ein mathematisches (Meta-)Kontinuum. 
> Es existiere unabhängig von Raum und Zeit.
> 
> 1. Die fundamentalsten Bausteine des Universums seien mathematische 
> Objekte (in besagtem Kontinuum) ohne physikalische Eigenschaften. Diese 
> Objekte seien komplementäre Paare, so, wie man es auch von 
> physikalischen Elementarteilchen kennt, die als Teilchen und 
> Anti-Teilchen auftreten.
> 
> 2. Die Welt sei nichts Anderes als ihre Wirkung auf einen Beobachter, 
> so, wie es der Philosoph Jean-Paul Sartre in seinem Werk "Das Sein und 
> das Nichts" formuliert hat: "[Das] […] Wesen [der Erscheinung] […] ist 
> ein 'Scheinen', das sich dem Sein nicht […] entgegenstellt, sondern das, 
> im Gegenteil, sein Maßstab ist. Denn das Sein eines Seienden, das ist 
> genau das, was es zu sein scheint."
> 
> 3. Wahrnehmung sei vom Beobachter abhängig, in der Art, dass dessen 
> eigene Struktur ausschließlich Wahrnehmungen zulasse, deren Strukturen 
> eine Entsprechung in eben dieser eigenen Struktur finden - was alle 
> Wahrnehmungen ausfiltern möge, die keinen Strukturen des Beobachters 
> entsprechen.
> 
> 4. Masse und Ladung der fundamentalsten Bausteine des Universums mögen 
> sich gegenseitig exakt aufheben.

Solche Gedankenspiele kann man machen, daraus ein Universum kreieren, das
mit physikalischer Realität allerdings nichts zu tun hat. Wenn man es als
Physik bezeichnet, muss man schon recht leidensfähig sein. Ähnliches gab's
hier ja schon öfter, z.B. die "Dynamische Gravitationstheorie" mit Findung
der Weltformel, siehe hier: www.grosch.homepage.t-online.de
1.) Es sei gegeben, dass alle Kräfte mittels Gravitation beschrieben werden
     können.
2.) Es sei gegeben, das alles auf Symmetrien aufgebaut ist.
3.) Es sei gegeben, dass Materie aus einem elementaren Teilchen eT aufgebaut
     ist usw....
Von solchen Annahmen ausgehend kann die daraus resultierende Arbeit
unendlich oft überarbeitet werden, es wird daraus nichts resultieren, was
mit physikalischer Realität zu tun hat. Wenn also in solchen Arbeiten
Weltformeln gefunden werden, die Natur der dunklen Materie entdeckt wird,
bisher ungelöste physikalische Rätsel gelöst werden, werden Laien skeptisch,
Fachleute meist ätzend....
Vielleicht besser als filosofische Abhandlung oder SF deklarieren? ;-)

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Ein kosmologisches Modell Alfred Kuehne <alfred@snake.de> - 2023-01-08 05:39 +0100
  Re: Ein kosmologisches Modell Helmut Wabnig <hwabnig@.- --- -.dotat> - 2023-01-08 12:54 +0100
  Re: Ein kosmologisches Modell Thomas 'PointedEars' Lahn <PointedEars@web.de> - 2023-01-09 00:33 +0100
  Re: Ein kosmologisches Modell Thomas 'PointedEars' Lahn <PointedEars@web.de> - 2023-01-09 00:40 +0100
    Re: Ein kosmologisches Modell Alfred Kuehne <alfred@snake.de> - 2023-01-09 01:36 +0100
    Re: Ein kosmologisches Modell Alfred Kuehne <alfred@snake.de> - 2023-01-09 03:36 +0100
      Re: Ein kosmologisches Modell Thomas 'PointedEars' Lahn <PointedEars@web.de> - 2023-01-09 21:38 +0100
        Re: Ein kosmologisches Modell Alfred Kuehne <alfred@snake.de> - 2023-01-09 22:16 +0100
          Re: Ein kosmologisches Modell Thomas 'PointedEars' Lahn <PointedEars@web.de> - 2023-01-10 00:59 +0100
            Re: Ein kosmologisches Modell Alfred Kuehne <alfred@snake.de> - 2023-01-10 01:29 +0100
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      Re: Ein kosmologisches Modell Fritz <mogined@nurfuerspam.de> - 2023-01-25 18:08 +0100

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