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| From | "F. W." <me@home.invalid> |
|---|---|
| Newsgroups | ger.ct |
| Subject | Re: Skynet: Anthropic warnt |
| Date | 2026-06-09 09:16 +0200 |
| Message-ID | <n8psuhFchk3U1@mid.individual.net> (permalink) |
| References | <1100gg0$cki9$3@solani.org> <n8nv97F3bc7U1@mid.individual.net> <1106k6b$331f6$3@dont-email.me> |
Am 08.06.2026 um 16:39 schrieb Lars Gebauer: >> Ich sehe mehr Chancen als Risiken. Vor allem für uns in >> Deutschland. Wir könnten vermutlich sehr viele Probleme lösen. > > Nicht mehr; diese Zeiten sind vorbei. > > Nach langen Jahren steten Wohlstandwachstums ist Deutschland fett, > träge und vor allem mutlos geworden. Nur noch damit beschäftigt, > Wohlstand zu verwalten und - vor allem - zu verteilen. So sehe ich das nicht. Es gibt ein riesiges, staatliches Finanzierungsproblem. Das betrifft sowohl die "laufenden Kosten" (Verwaltungshaushalt, vor allem Sozialkosten), als auch die Investitionen (Vermögenshaushalt, vor allem fehlende Investitionen). Der Unterschied ist einfach zu erklären: mache ich für 10.000.- € eine Kreuzfahrt, ist das Geld verloren (konsumtive Ausgabe). Ich kann nichts verkaufen, um die 10.000.- € wieder zu bekommen. Kaufe ich für 10.000.- € ein gutes Autos, könnte ich das wieder verkaufen (investive Ausgabe), um das Geld wieder zu bekommen. Der Staat steigert seine konsumtiven Ausgaben (Sozialhaushalt) und nimmt sogar Geld aus den investiven Ausgaben (Vermögen), um die zu finanzieren. Der Staat nimmt sozusagen Kredite für eine Kreuzfahrt auf. Das ist der direkte Weg in die Pleite. Klingbeil geht ein großes Risiko ein. Hinzu kommen Schlüsselkosten wie Energie, die für jede Volkswirtschaft essenziell ist. Energie kann aber nicht billiger werden, ohne dass politische Parteien ihre Prinzipien aufgeben (etwa russisches Gas oder die alternativen Energien). Die Politik hat sich in eine Zwickmühle gebracht, weshalb vielleicht so viele nach "Alternativen" schielen. Jede Lösung der Probleme ist mit der Aufgabe von politischen Positionen verbunden. Diese sind aber betoniert, um der Konkurrenz keine Chance zu geben. Paradoxerweise stärkt genau das die Konkurrenz. > Daß Wohlstand keine konstante, ewige Größe ist, sondern sich > verbraucht und stetig neu erarbeitet werden muß, ist den jüngeren > Generationen kaum bewußt und noch weniger vermittelbar. Die sind in > guten Zeiten aufgewachsen und glauben offenbar, das sei gottgegeben. Es kommt darauf an, was man unter Wohlstand versteht und für wen. Wer Geld hat, kann es verschieben. Wer keines hat, muss seine Arbeitskraft verkaufen. > Der typische, schon oft beobachtete Schweinezyklus: Die 1. > Generation baut auf, die 2. Generation bewahrt und die 3. > Generation studiert Kunstgeschichte. Ok: Heute wohl eher "was mit > Medien", postkolonial, divers und feministisch. Nein, die Probleme sind hausgemacht. Unseren Nachbarn geht es wirtschaftlich besser. > >> Fachkräftemangel ist nur einer davon. > > Dieser Fachkräftemangel ist hausgemacht. Verfehlte Bildungspolitik > seit über 30 Jahren, deren Auswirkungen sich jetzt immer deutlicher > zeigen. > > Um dieses Problem in den Griff zu kriegen müßte - wahrscheinlich > gegen irrsinnige Widerstände - die Bildungspolitik radikal umgebaut > werden bevor sich, in vielleicht 20 Jahren, Ergebnisse zeigen. > Das sehe ich anders. Es fehlt nahezu überall staatliches Geld und durch die sinkende Konjunktur auch inzwischen im privaten Sektor. Wir brauchen dringend billige Energie, damit die Wirtschaft anspringt. Außerdem muss der Staat dringend die Steuern und damit seine Ausgaben senken. Beides ist aber politisch mit den etablierten Parteien unerreichbar geworden. >> Auch unser Gestrüpp aus Gesetzen für jede erdenkliche Situation >> sollte beherrschbar werden. > Jedes Gesetz, jede Verordnung hat - für sich gesehen - durchaus > einen nachvollziehbaren Grund. Diese Gründe sind vielen Menschen > und starken Interessengruppen nach wie vor sehr wichtig. Deswegen > wird da eher "nachreguliert" (aka "noch schlimmer gemacht"), statt > abgeschafft bzw. vereinfacht. Okay. Die empfohlene Entbürokratisierung bedeutet vor allem ein Aussetzen oder Absetzen von Regelungen. Diese sind besonders im Bereich der Umwelt- und Klimapolitik gewachsen. Etablierte Parteien werden aber genau dort keine Axt ansetzen wollen. Es geht wieder um Glaubwürdigkeit. > Die Einsicht, daß Deutschland ziemlich am Arsch ist, muß erstmal > wachsen. Nein, die aktuelle Politik ist am Arsch. Anderen Ländern geht es, wie gesagt, besser in derselben Situation. Wir haben ein politisches Problem, auch wenn die ÖR-Medien immer behaupten, es sei die "Weltlage". Es ist nicht die Weltlage. Kriege und Energiekrisen gab es immer schon. Es ist die Reaktion der heutigen Politiker auf diese Probleme, die mangelhaft ist. Die war früher konsequenter. Man müsste über seinen Schatten springen und weniger die Ukraine unterstützen, die Migration besser kontrollieren, den Markt liberalisieren (auch den Arbeitsmarkt) und vor allem alle Arten von Steuern und Gebühren senken. Ferner müsste die Staatsquote gesenkt werden und die Unternehmen von Bürokratie befreien (Berichtspflichten, Steuern, Buchhaltung, Marktbeschränkungen). Genau daran scheitert heute eine Lösung. Mehr Freiheit ist ein derzeit politisch unerwünschtes Konzept. Aber der Schlüssel zur Lösung. >> Wenn eine leistungsfähige KI unterstützt, haben die Länder mit >> vielen Problemen eher Vorteile. > Deutschland hat keine leistungsfähige KI. Wird auch nie eine haben. > Und selbst wenn, wird sie nie großmaßstäbig eingesetzt werden. Weil > sie viel zu viele Arbeitsplätze auf Seiten derer gefährdet, die auf > irgendeine Weise vom bzw. durch den Staat leben. Die Verwaltung hat schon länger ein Nachwuchsproblem. Da wird wohl viel KI eingesetzt werden müssen und es gibt schon erstaunliche Projekte. FW
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Skynet: Anthropic warnt "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2026-06-06 08:59 +0200
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Re: Skynet: Anthropic warnt Peter Veith <veith@snafu.de> - 2026-06-10 13:29 +0200
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Re: Skynet: Anthropic warnt Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2026-06-10 15:35 +0200
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Re: Skynet: Anthropic warnt Peter Veith <veith@snafu.de> - 2026-06-10 17:28 +0200
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Andalusien - war: Skynet: Anthropic warnt Goetz Schultz <ng.expire1230@goetz.co.uk> - 2026-06-10 16:44 +0100
Re: Andalusien - war: Skynet: Anthropic warnt Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2026-06-10 20:20 +0200
Re: Andalusien - war: Skynet: Anthropic warnt Goetz Schultz <ng.expire1230@goetz.co.uk> - 2026-06-10 20:46 +0100
Re: Andalusien - war: Skynet: Anthropic warnt Ulf Kutzner <user2991@newsgrouper.org.invalid> - 2026-06-11 06:28 +0000
Re: Andalusien - war: Skynet: Anthropic warnt Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2026-06-11 08:52 +0200
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