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Groups > de.sci.electronics > #188327
| From | Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> |
|---|---|
| Newsgroups | de.sci.electronics |
| Subject | Re: SpaceX 3. Versuch |
| Date | 2015-06-30 22:02 +0200 |
| Organization | A noiseless patient Spider |
| Message-ID | <mmusiq$bsq$1@dont-email.me> (permalink) |
| References | (2 earlier) <mmp79c$6ge$3@news.albasani.net> <mmp83r$h6f$1@dont-email.me> <mmpasl$p48$1@news.albasani.net> <mmpl45$5kl$1@dont-email.me> <bi566c-6lq.ln1@hergen.dyndns.org> |
Hergen Lehmann schrieb: > Am 28.06.2015 um 22:24 schrieb Rolf Bombach: > >> Ansonsten bin ich der Meinung, die Spatzenstation ist ein schwarzes >> Loch im Orbit, in welchem Milliarden an Steuergeldern verschwinden, >> ohne, vorsichtig ausgedrückt, preiswerte Resultate entstehen. > > Was für "preiswerte" Resultate hast du dir denn erhofft? Billigere Teflonpfannen? Eine Wunderpille, die nebenwirkungsfrei sämtliche Krankheiten heilt? Das > Holodeck? Ja, genau das, denn das versprechen uns jedesmal die Politiker, wenn sie über die Forschungsfinanzierung reden. Leider die Forscher, die Geld haben wollen, auch. Siehe die ewig repetierten "Argumente", falls wieder mal was neues gefunden wurde. Beispiel: Nanodiamanten, Fullerene, Carbon-Nanotubes, Graphene, Kohlenstoff-irgendwas-nächstesjahr. Jedesmal Triumph der Grundlagenforschung, sofort mehr Geld, da daraus sehr bald Krebsmedikamente, Verbundwerkstoffe, Schmiermittel (sic) etc blafasel entwickelt werden. In letzter Zeit vermehrt in Kombination mit Öko, Klima und Energie. Kann's nicht mehr hören. > Es liegt nun einmal in der Natur von Grundlagenforschung, das deren Wert meist nur von wenigen Experten beurteilt werden kann - historisch gesehen sogar oft > erst von den Experten einer späteren Generation. Wir reden hier nicht von Grundlagenforschung, sondern von pervertierter Big Science (im wesentlichen Big Money gemeint). BTW, Seitenhieb auf die "vielleicht in 100 Jahren"-Fraktion; Die hundert Jahre big science sind jetzt dann rum, gebt Gas. Wir werden doch alle gezwungen, sparsam zu sein, mit immer neuen Ausreden. Nur bei irgendwelchen Prestigeprojekten schmeisst man das Geld zum Fenster raus. Notfalls WM oder Olympia oder dergleichen. Auch die Forschung muss haushalten. Auch dort muss man Kosten gegen Nutzen abwägen, sonst gibt es irgendwann nur noch gigantische Werbetafeln im Orbit und kein Geld mehr für die vielzitierte Grundlagenforschung. Genau diese kommt in der bemannten Raumfahrt viel zu kurz. Das ganze Geld geht nur dafür drauf, dass da eben auch Leute mitfliegen. 386SX ist IIRC das modernste, was bei mission critical drin sein darf. Nochmals: Viel Geld für "bewährte Industietechnik", also rückwärtsgewendet. Und ja, ein paar Brosamen für wirklich interessante Experimente. Und vorallem hat man raus- gefunden, dass man Vakuumpumpen mitnehmen muss, da das Vakuum dort nicht besonders gut ist. Und dass man mehr Vibrationen hat, als dass für viele der geplanten Experimente gut ist. Etc. Und dass die Möglichkeit, grosse Proteinkristalle züchten zu können, nicht viel nützt, wenn man nur Material für kleine Kristalle hat. Und man diese mittlerweile besser untersuchen kann wie zur Zeit der Stationsplanung die grossen. Und dass das Reinigen von Halbleiterkristallen unter Mikrogravitation eher schlechter geht... Dann noch 1000x lieber CERN, wo die Subventionen wirklich direkt und gezielt in High-Tech Firmen fliessen, die dann wirklich neue Geräte entwickeln. Oder, wenn schon Raumfahrt, dann die unbemannte. In einer planetaren Sonde steckt sicher mehr Gehirnschmalz als in der ISS. > Unabhängig von der Wissenschaft bringt die Station aber ein Resultat, das mit Geld nicht aufzuwiegen ist: Sie zwingt die Russen und die Amis seit vielen Jahren > zur Zusammenarbeit. Ohne dieses gemeinsame Milliardengrab würden vielleicht längst mitten im dritten Weltkrieg stecken... Auweia, auf dieser Basis könnte man vieles argumentieren. Etwa, wir brauchen noch mehr Atombomben und Interkontinentalraketen, denn das hat uns den Frieden garantiert. Ach ja, fällt mir gerade ein, Physiknobelpreisträger Blackett hat ja anno 48 ausgerechnet, dass waffentragende Interkontinentalraketen unmöglich sind. Darauf wurde er auch noch für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Ein weiterer Triumph für die Grundlagenforschung. -- mfg Rolf Bombach
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Re: SpaceX 3. Versuch Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2015-06-30 22:11 +0200
Re: SpaceX 3. Versuch Hergen Lehmann <hlehmann.expires.5-11@snafu.de> - 2015-06-28 23:29 +0200
Re: SpaceX 3. Versuch Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2015-06-30 22:02 +0200
Re: SpaceX 3. Versuch Rupert Haselbeck <mein-rest-muell@gmx.de> - 2015-06-30 22:30 +0200
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Re: SpaceX 3. Versuch Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2015-07-01 21:51 +0200
Re: SpaceX 3. Versuch Rupert Haselbeck <mein-rest-muell@gmx.de> - 2015-07-01 23:00 +0200
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