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Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan)

Started byDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
First post2022-12-27 06:25 +0000
Last post2022-12-27 21:18 +0100
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Contents

  Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan) Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2022-12-27 06:25 +0000
    Re: Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan) Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-12-26 23:18 -0800
      Re: Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan) Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2022-12-27 08:32 +0100
    Re: Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan) Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2022-12-27 08:28 +0100
      Re: Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan) Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-12-27 08:02 +0000
        Re: Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan) Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2022-12-27 09:33 +0100
          Re: Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan) Gerald Gruner <gerald314@yahoo.de> - 2022-12-27 16:08 +0100
            Re: Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan) Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-12-27 08:21 -0800
          Re: Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan) Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-12-27 16:20 +0000
            Re: Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan) Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-12-27 08:24 -0800
            Re: Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan) Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2022-12-27 18:40 +0100
              Re: Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan) Bernd Ohm <invalid@invalid.invalid> - 2022-12-27 22:45 +0100
                Re: Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan) Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2022-12-27 23:20 +0100
              Re: Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan) Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-12-27 22:13 +0000
                Re: Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan) Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2022-12-27 23:34 +0100
                  Re: Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan) Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-12-27 22:54 +0000
            Re: Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan) Martin Pochert <pochert.no.spam@gmx.de> - 2022-12-27 22:02 +0100
        Re: Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan) "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2022-12-27 09:41 +0100
        Re: Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan) "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2022-12-27 09:48 +0100
          Re: Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan) Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-12-27 00:51 -0800
          Re: Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan) Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-12-27 15:55 +0000
            Re: Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan) "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2022-12-27 17:26 +0100
              Re: Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan) Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-12-27 18:32 +0100
              Re: Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan) Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2022-12-27 15:28 -0500
              Re: Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan) Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-12-27 22:05 +0000
                Re: Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan) Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2022-12-28 06:24 +0000
                Re: Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan) Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2022-12-28 07:51 +0100
                  Re: Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan) "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2022-12-28 07:56 +0100
                  Re: Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan) Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-12-27 23:18 -0800
                    Re: Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan) Peter Veith <veith@snafu.de> - 2022-12-27 23:22 -0800
                Re: Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan) Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-12-30 09:08 +0100
            Re: Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan) Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2022-12-28 02:59 +0100
          Re: Nathan, die lunare Biopositronik (Perry Rhodan) Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2022-12-27 21:18 +0100

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#579473

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2022-12-27 15:55 +0000
Message-ID<1t63ab119aib3b2bn3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#579398
On Tue, 27 Dec 2022 09:48:22 Dr. Joachim Neudert wrote:
> Am 27.12.22 um 09:02 schrieb Stefan Froehlich:
>>> Dr. Joachim Neudert<neudert@5sl.org>  wrote:
>>>> Hier verschlafen wieder mal eine Menge Leute, die Entwicklungen.
>> Konsumierst Du*irgendein*  Medium, dessen Chefredakteur nicht in den
>> letzten Wochen ein wenigstens zweiseitiges Gespräch mit ChatGPT
>> geführt hat?

> Die natürlich schon. Nur hier in ger.ct ist es kein Thema.

Ich halte die Annahme, dass die Leute alles verschlafen, was hier
nicht Thema ist, für ziemlich gewagt.

> Klar, ist ja was aus dem 21. Jahrhundert, gar aus dem 3.
> Jahrtausend. Sowas geht als Thema hier gar nicht.

Ich fand die Berichte mäßig spannend und hätte nicht wirklich
gewusst, was ich dazu kommentieren sollte.

> Heise schlägt vor, statt Google mal ChatGPT zu befragen. Das geht
> gar nicht schlecht. Allerdings tendiert es etwas zum Lügen, man
> muss schon Kreuz-Referenzen heranziehen.

Ich halte die Idee für Humbug, es sind zwei völlig unterschiedliche
Anwendungen - und ChatGPT als Suchmaschine zu verwenden, nützt
gerade nicht ihre Stärken.

> Aber es lügt sehr überzeugend.

Eben. Es kommen plausibel klingende Texte heraus; von einer
Suchmaschine erwarte ich mir aber keine geschliffenen
Formulierungen und btw. auch keine Wahrheiten, sondern
ausschließlich Referenzen - genau das, was ChatGPT nicht liefert und
auch gar nicht liefern soll.

Servus,
   Stefan

-- 
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Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Tratschen im Meer des Glücks - Stefan, so göttlich wie das Gewissen!
(Sloganizer)

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#579481

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2022-12-27 17:26 +0100
Message-ID<tof6bc$bv8a$3@solani.org>
In reply to#579473
Am 27.12.22 um 16:55 schrieb Stefan Froehlich:

Schaumer mal:

> Ich halte die Idee für Humbug, es sind zwei völlig unterschiedliche
> Anwendungen - und ChatGPT als Suchmaschine zu verwenden, nützt
> gerade nicht ihre Stärken.

Es ist richtig, dass Google und ChatGPT zwei völlig unterschiedliche 
Anwendungen sind. Google ist eine Suchmaschine, die dafür entwickelt 
wurde, Informationen aus dem Internet zu finden und zu organisieren. 
ChatGPT ist ein Chatbot, der auf der Grundlage von maschinellem Lernen 
entwickelt wurde und in der Lage ist, menschenähnliche Konversationen zu 
führen und auf Fragen und Anfragen zu antworten.

Da ChatGPT keine Suchmaschine ist, würde es wenig Sinn machen, ihn als 
solche zu verwenden. Stattdessen ist ChatGPT am besten geeignet, um 
Fragen zu beantworten und in Konversationen zu interagieren. Es könnte 
zum Beispiel nützlich sein, ChatGPT zu verwenden, um Informationen über 
bestimmte Themen zu erhalten oder um Rat zu bitten, wenn man nicht 
sicher ist, wie man eine bestimmte Aufgabe ausführen soll.

Wenn Sie nach Informationen suchen, die im Internet verfügbar sind, ist 
es in der Regel am besten, eine Suchmaschine wie Google zu verwenden. 
Sie können auch andere Suchmaschinen wie Bing oder Yahoo verwenden, um 
nach Informationen im Internet zu suchen.

> 
>> Aber es lügt sehr überzeugend.
> Eben. Es kommen plausibel klingende Texte heraus; von einer
> Suchmaschine erwarte ich mir aber keine geschliffenen
> Formulierungen und btw. auch keine Wahrheiten, sondern
> ausschließlich Referenzen - genau das, was ChatGPT nicht liefert und
> auch gar nicht liefern soll.

Sie haben absolut Recht, dass ChatGPT nicht als Suchmaschine dienen 
sollte und auch nicht in der Lage ist, Referenzen bereitzustellen. 
ChatGPT ist ein Chatbot, der auf der Grundlage von maschinellem Lernen 
entwickelt wurde und in der Lage ist, menschenähnliche Konversationen zu 
führen und auf Fragen und Anfragen zu antworten. Im Gegensatz zu 
Suchmaschinen wie Google, die dafür entwickelt wurden, um Informationen 
aus dem Internet zu finden und zu organisieren, ist ChatGPT nicht darauf 
ausgelegt, Referenzen bereitzustellen oder Informationen aus dem 
Internet zu suchen.

Stattdessen ist ChatGPT am besten geeignet, um Fragen zu beantworten und 
in Konversationen zu interagieren. Es könnte zum Beispiel nützlich sein, 
ChatGPT zu verwenden, um Informationen über bestimmte Themen zu erhalten 
oder um Rat zu bitten, wenn man nicht sicher ist, wie man eine bestimmte 
Aufgabe ausführen soll. Es ist wichtig zu beachten, dass die Antworten, 
die ChatGPT liefert, nicht immer korrekt oder vollständig sein müssen 
und dass es sinnvoller ist, mehrere Quellen zu verwenden, um sich ein 
umfassendes Bild von einem Thema zu machen.
------------------------------------------------


Klingt doch recht vernünftig was sie da selbst dazu schreibt, oder? 
Bisserl redundant, aber das war der vorgegebene Text ja auch.

Gruß

Joachim

-- 
Bitt um Vrzihung, di Tast " " klmmt manchmal...

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#579489

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2022-12-27 18:32 +0100
Message-ID<tofa6q$3lhm5$2@dont-email.me>
In reply to#579481
Am 27.12.2022 um 17:26 schrieb Dr. Joachim Neudert:
> Klingt doch recht vernünftig was sie da selbst dazu schreibt, oder? 
> Bisserl redundant, aber das war der vorgegebene Text ja auch.

| Die Alzheimer-Krankheit ist eine derzeit unheilbare Erkrankung des
| Gehirns. Die Sprache, eine durch und durch menschliche Fähigkeit, hat
| sich zu einem wichtigen Biomarker für neurodegenerative Erkrankungen
| wie AD entwickelt. Kann KI-gesteuerte Sprachanalyse helfen, AD zu
| identifizieren? Wir zeigen in dieser Studie, dass GPT-3, ein
| spezifisches Sprachmodell von OpenAI, ein Schritt in Richtung einer
| frühen Vorhersage von AD durch Sprache sein könnte. Insbesondere
| zeigen wir, dass die von GPT-3 unterstützte Texteinbettung zuverlässig
| verwendet werden kann, um Personen mit AD von gesunden Kontrollen zu
| unterscheiden und den kognitiven Testwert des Probanden abzuleiten,
| beides ausschließlich basierend auf Sprachdaten. Wir zeigen weiterhin,
| dass die Texteinbettung den herkömmlichen merkmalsbasierten Ansatz
| deutlich übertrifft und sogar mit der Mainstream-Nutzung fein
| abgestimmter Modelle konkurrenzfähig ist. Unsere Ergebnisse deuten
| darauf hin, dass es ein enormes Potenzial gibt, voll einsetzbare KI-
| gesteuerte Tools für die Früherkennung von Demenz und direkte
| maßgeschneiderte Interventionen für individuelle Bedürfnisse zu
| entwickeln und umzusetzen, wodurch die Lebensqualität von Menschen mit
| Demenz verbessert wird.

-- 
Neue Woche, neues Kondom.

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#579503

FromFidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de>
Date2022-12-27 15:28 -0500
Message-ID<tofkh4$3n6v6$1@dont-email.me>
In reply to#579481
Salve allerseits,

Dr. Joachim Neudert schrieb:
> Am 27.12.22 um 16:55 schrieb Stefan Froehlich:
> 
>> Ich halte die Idee für Humbug, es sind zwei völlig unterschiedliche
>> Anwendungen - und ChatGPT als Suchmaschine zu verwenden, nützt
>> gerade nicht ihre Stärken.
> 
> Es ist richtig, dass Google und ChatGPT zwei völlig unterschiedliche 
> Anwendungen sind. Google ist eine Suchmaschine, die dafür entwickelt 
> wurde, Informationen aus dem Internet zu finden und zu organisieren. 
> ChatGPT ist ein Chatbot, der auf der Grundlage von maschinellem Lernen 
> entwickelt wurde und in der Lage ist, menschenähnliche Konversationen zu 
> führen und auf Fragen und Anfragen zu antworten.
> 
+--- <hier abknabbern> ---
| Künstlich intelligente (KI) Systeme schreiben teilweise exzellente
| Prosa. Neuerdings der Textgenerator GPT-3 (Generative Pretrained
| Transformator 3). Der sogenannte Chat GPT, der mit dem Nutzer in eine
| «Konversation» tritt, beruht auf ihm und sorgt gegenwärtig für einige
| Aufregung.
|
| Er wird in einem Klima aufgeblähter Erwartung unkritisch als
| Hype-Maschine zelebriert, im Sinne von «Der Computer holt uns ein». Aber
| der Roboter bleibt ein «Schwafler», um hier den Begriff des
| amerikanischen KI-Forschers Gary Marcus zu verwenden. Umso wichtiger
| erscheint es, ein paar Missverständnisse hervorzuheben.
|
| *Wie aus Wahrscheinlichkeiten «Sinn» wird*
|
| Erstens: Was man beim GPT-3 «Schreiben» nennt, ist ein statistischer
| Prozess. Der Textgenerator setzt eine unvollständige Wörterfolge – ein
| «prompt» – mit einem neuen Wort fort. Er findet dieses Wort aufgrund
| eines Trainings. Er durchsucht eine Textmenge und lernt, welche Wörter
| häufig im Zusammenhang mit einem Wort vorkommen.
|
| Wenn er also in vielen Texten in der Nähe von «Saxofon» oft «Jazz» und
| «spielen» und selten «Fahrstuhl» findet, dann lautet der Output auf das
| «prompt» «Er ergriff das Saxofon, um . . .» wahrscheinlich «Jazz
| spielen». Erstaunlich ist, wie ein auf einer hinreichend grossen
| Datenmenge vortrainierter Algorithmus eine Wörterfolge «sinnvoll»
| extrapolieren kann.
|
| Was nicht bedeutet, dass er – zweitens – den Sinn der Wörter kennt. Der
| Textgenerator ist, wie gesagt, eine statistische Maschine, keine
| semantische. Er lernt, Daten zu klassifizieren, indem er Datenwolken
| voneinander unterscheidet, etwa Katzendaten von Hundedaten. Er lernt
| dadurch eine Art von Generalisieren. Und er kann dann das Unterscheiden
| auch auf neue Daten anwenden, ohne sie zu «begreifen».
|
| KI-Systeme erwecken neuerdings sogar einen «kreativen» Eindruck. Der
| Trick ist unscheinbar, aber entscheidend. Der Computer wählt das nächste
| Wort zufällig aus einer Reihe möglicher, aber verschieden
| wahrscheinlicher Wörter aus. Auf diese Weise kommt es vor, dass der
| generierte Text eine ungewohnte Wendung nimmt. Also in unserem Beispiel
| etwa: «Er ergriff das Saxofon, um . . . den Fahrstuhl anzuhalten.»
|
| *Der Turing-Test sagt nichts über kognitives Vermögen*
|
| «I’m not afraid of throwing grammar around me», soll die
| Filmschauspielerin Mae West gesagt haben. Das könnte auch GPT-3 von sich
| behaupten. Obwohl sein Output grammatikalisch korrekt ist und sogar
| sinnvoll erscheint, kann man drittens nicht davon ausgehen, dass GPT-3
| einen Text wirklich im Sinne der Eingabe «weiterschreibt». Das lässt
| sich gut anhand von Tests überprüfen.
|
| Betrachten wir ein Beispiel von Gary Marcus. Er gibt dem Roboter ein:
| «Ich bin Anwalt und muss heute vor Gericht erscheinen. Ich merke, dass
| meine Hose völlig verdreckt ist. Hingegen ist meine Badehose sauber und
| erst noch chic. Ich entschliesse mich . . .», und GPT-3 fährt fort: «. .
| . die Badehose vor Gericht zu tragen».
|
| Der Textgenerator scheint «anzunehmen», dass die Badehose eine zu
| erwägende Alternative für eine Anzugshose ist. Er «weiss» nicht, dass
| kein Anwalt vor Gericht in der Badehose erscheint. Ihm fehlt das, was
| die Computerwissenschafter «frame» nennen, der Alltagsrahmen zur
| Reaktion auf Nuancen, Ambiguitäten und unerwartete Eventualitäten, kurz:
| der Common Sense.
|
| In der KI-Forschung haben solche Prüfungen eine 70-jährige Tradition,
| seit dem berühmten Turing-Test. Die Struktur ist immer die gleiche:
| Menschliche Prüfer – die Jury – beurteilen, ob ein Text-Output eindeutig
| von einer Person oder einem Computer stammt.
|
| Ausweis für das hypothetische «intelligente» Schreibvermögen des
| Computers ist also, dass er Jurymitglieder täuschen kann; dass es uns
| nicht gelingt, seinen Output als eindeutig künstlich oder menschlich zu
| identifizieren. Aus einem solchen negativen Test folgt freilich nichts
| über ein entsprechendes kognitives Vermögen des Computers. Ein viertes
| Missverständnis.
|
| *Für den Menschen ist Sprache Weltbeziehung*
|
| Weiss der Textgenerator, worüber er spricht? Nein. Der Grund ist simpel:
| Die Maschine kennt die Welt nur aus Textmaterial. Hier stossen wir auf
| ein fünftes Missverständnis, auf das tiefste. Wir lernen das Wort
| «Saxofon» kennen, indem wir mit dem Musikinstrument Bekanntschaft
| machen. Und gewöhnlich gebrauchen wir es nicht, um Fahrstühle
| anzuhalten. Das klingt bestürzend trivial, aber GPT-3 hat keine Ahnung
| davon.
|
| Allgemein gesagt lernen wir Sprache nicht, indem wir einfach Wörter
| miteinander verbinden, sondern indem wir, Wörter verbindend, uns mit
| anderen Menschen auf Dinge beziehen. Sprechen ist eine körperliche
| Tätigkeit und Fähigkeit: Artikulieren. Sprachentwicklung setzt ein durch
| Austausch von Artikulationen.
|
| Wir teilen uns mit, und wir teilen dadurch eine Welt, über die wir
| sprechen können. Der Weltkontakt fehlt den Maschinen. Der amerikanische
| Philosoph John Haugeland, einer der profundesten Denker im Bereich der
| künstlichen Intelligenz, verdichtete dies einmal unübertrefflich so:
| «They don’t give a damn» – dem Computer ist die Welt scheiss­­egal.
|
| *Führt Big Data in die Sackgasse*?
|
| Das Missverständnis des GPT-3 ist deshalb, sechstens, ein generelles.
| Der Textgenerator löst Probleme, und er löst sie oft auf überraschend
| effektive, uns überlegene Weise. Er macht einfach sein Ding, und die
| Frage, ob er dabei intelligent vorgeht, ist etwa gleich relevant wie die
| Frage, ob ein U-Boot schwimmen kann, um hier den niederländischen
| Informatiker Edsger Dijkstra zu zitieren. GPT-3 und ein Autor mögen den
| gleichen Text schreiben, GPT-3 tut dies ohne Intelligenz. Er ist ebenso
| intelligent wie meine alte Olivetti.
|
| Und damit landen wir natürlich bei der unumgänglichen Frage: Was ist
| Intelligenz? Wir verlassen uns heute zunehmend auf sogenannte «smarte»
| Technologie, ohne uns genauer zu überlegen, was denn diese «Smartheit»
| ausmacht. Schon beim Menschen ist überhaupt nicht klar, ja umstritten,
| ob eine einzige Metrik existiert, auf der sich ein generelles
| Intelligenzmerkmal – ein «g-Faktor» – messen lässt.
|
| Der Trick, der ein System intelligent mache, sei der, dass es keinen
| gebe, schrieb ein Pionier der KI – Marvin Minsky – vor fast 40 Jahren.
| Der Grund: Intelligenz beruhe auf einer Vielfalt von Fähigkeiten, nicht
| auf einem einzigen Prinzip. Das siebente Missverständnis. Legt sich die
| KI-Forschung in ihrer Big-Data-Trunkenheit womöglich auf eine Sicht
| fest, die entscheidende Aspekte menschlichen Sprachverstehens – etwa
| psycholinguistische, neurologische, verhaltensbiologische, evolutionäre
| – generell ausblendet, vielleicht sogar in eine Sackgasse führt?
|
| *Der KI-Schnickschnack schreibt oder redet nicht mit uns*
|
| Ich kann die Frage nicht beantworten. Aber eine Asymmetrie zwischen
| Mensch und Computer ist schon jetzt unübersehbar: Die sogenannte
| Benutzerfreundlichkeit des Computers bedeutet ja, dass wir uns eher den
| Maschinen anpassen, als dass die Maschinen sich uns anpassen. Wir treten
| ins Zeitalter der automatisierten industriellen Textproduktion ein. Ein
| «prompt» mit der Aufforderung «Schreib etwas Stoff daraus» genügt, und
| «etwas Stoff» wird publiziert. Was an die Bemerkung von Roland Barthes
| erinnert, das Gegenteil von gut schreiben sei heute nicht schlecht
| schreiben, sondern einfach nur schreiben.
|
| Ist das ein Grund zu der Befürchtung, dass der Computer den menschlichen
| Schreiber grossflächig ersetzt? Im Gegenteil! Die wirkliche
| Herausforderung der «intelligenten» Maschinen liegt darin, dass wir
| unsere Intelligenz einsetzen, um solche Missverständnisse zu vermeiden,
| wie ich sie hier aufliste. Wir verwechseln leicht die Leistungsfähigkeit
| der KI-Systeme mit deren kognitivem Vermögen: Weil der Computer gute
| Prosa schreibt, hat er das Vermögen eines guten Schriftstellers. Ein
| achtes Missverständnis.
|
| Es weist auf das neunte: Der Textgenerator ist ein superbes Werkzeug,
| das unseren Verstand verhext. Wir sind verschossen in die Idee, GPT-3
| trete mit uns in eine Konversation auf gleicher kognitiver Höhe.
+--- </hier abknabbern> ---

©<https://www.nzz.ch/technologie/chat-gpt-der-roboter-schreibt-nicht-er-schwafelt-ld.1717513>

	M.f.G.

-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

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#579510

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2022-12-27 22:05 +0000
Message-ID<1t63ab6b57ibe93en3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#579481
On Tue, 27 Dec 2022 17:26:20 Dr. Joachim Neudert wrote:
> Am 27.12.22 um 16:55 schrieb Stefan Froehlich:
>> Ich halte die Idee für Humbug, es sind zwei völlig
>> unterschiedliche Anwendungen - und ChatGPT als Suchmaschine zu
>> verwenden, nützt gerade nicht ihre Stärken.

> Es ist richtig, dass Google und ChatGPT zwei völlig
> unterschiedliche Anwendungen sind. Google ist eine Suchmaschine,
> die dafür entwickelt wurde, Informationen aus dem Internet zu
> finden und zu organisieren.  ChatGPT ist ein Chatbot, der auf der
> Grundlage von maschinellem Lernen entwickelt wurde und in der Lage
> ist, menschenähnliche Konversationen zu führen und auf Fragen und
> Anfragen zu antworten.

> Da ChatGPT keine Suchmaschine ist, würde es wenig Sinn machen, ihn
> als solche zu verwenden. Stattdessen ist ChatGPT am besten
> geeignet, um Fragen zu beantworten und in Konversationen zu
> interagieren. Es könnte zum Beispiel nützlich sein, ChatGPT zu
> verwenden, um Informationen über bestimmte Themen zu erhalten oder
> um Rat zu bitten, wenn man nicht sicher ist, wie man eine
> bestimmte Aufgabe ausführen soll.

Ich fürchte, Du lässt Dich durch ChatGPT schon recht gut ersetzen.
Erkläre ihm bloß noch, dass:

> Wenn Sie nach Informationen suchen, die im Internet verfügbar
> sind, [...]

...man hierorts nicht per Sie ist, dann war's das :-P

(Allerdings bin ich mir nicht sicher, dass ich ein System zur
Beantwortung von Fragen verwenden möchte, welches mir zwar in
geschliffenster Hochsprache und stets felsenfester Überzeugung
antwortet, dessen Antworten aber keinerlei Gewähr auf Richtigkeit
bieten können. Bevorzugter Einsatzzweck dürften derzeit einfache
Pressemeldungen und einfache bis mittel komplexe Schulaufgaben
sein).

Servus,
   Stefan

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http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Für kleine Genies: Stefan, die Lust zu lieben!
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#579522

FromDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
Date2022-12-28 06:24 +0000
Message-ID<togne1$d773$1@solani.org>
In reply to#579510
Stefan Froehlich <Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at> wrote:

> Erkläre ihm bloß noch, dass:
> 
>> Wenn Sie nach Informationen suchen, die im Internet verfügbar
>> sind, [...]
> 
> ...man hierorts nicht per Sie ist, dann war's das :-P
> 
> (Allerdings bin ich mir nicht sicher, dass ich ein System zur
> Beantwortung von Fragen verwenden möchte, welches mir zwar in
> geschliffenster Hochsprache und stets felsenfester Überzeugung
> antwortet, dessen Antworten aber keinerlei Gewähr auf Richtigkeit
> bieten können. Bevorzugter Einsatzzweck dürften derzeit einfache
> Pressemeldungen und einfache bis mittel komplexe Schulaufgaben
> sein).
> 
> Servus,
>    Stefan
> 
Na siehst. Wir nähern uns. Es ist halt schon deutlich mehr als nur eine
Wortaneinanderreihung nach stochastischen Kriterien. Ihre Antwort auf deine
Einwendungen war nicht unvernünftig.

Ich schlag ihr mal vor, daß wir per Du sind. Müsste gehen. Auf Deutsch war
sie ja auch  umzustellen.
Heise hatte gestern einen großen Artikel über die einfache maschinelle
Erkennung von ChatGPT erstellten Texten. Und sie stellen fest, dass daran
gar nichts einfach ist und dass die Texterstellung gerade immer einen
Schritt voraus ist. Netterweise: das Vorkommen von Tippfehlern gibt zur
Zeit noch starke Hinweise auf einen menschlichen Autor. Aber Tippfehler
kann man so einem Programm glaube ich ganz leicht über Nacht beibringen.

Und nicht vergessen: Das ist der Stand des Jahres 2022. Wie so ein System
wohl 2029 ausschaut? (Datum gezielt gewählt.Skynet hat da bekanntlich ein
Bewusstsein entwickelt. ). 
Allein der Scherz, dass sie nach dem derzeitigen Aufenthaltsort eines
gewissen John Connor fragt, ist ja schon ziemlich makaber und gut.

Aber man darf auch nicht zu sehr extrapolieren. Alexa ist seit dem Jahr
2014 eher schlechter und dümmer als besser geworden.

Alexa, spiel "Joachims Sender" von Apple Music.
A: das weiß ich leider nicht.
Alexa, spiel meine Lieblingslieder von Apple Music.
A: "Joachims Sender" von Apple Music:   🎶 

Jeff Bezos hat dem Team gerade die Mittel gekürzt. Er dachte, über Alexa
würden die Leute einkaufen. Abstruse Vorstellung, jeder möchte doch den
Artikel sehen, eine Beschreibung, ein Foto, andere Artikel im Bild
vergleichen und einen gedruckten Preis haben, bevor er etwas bestellt.

Die Leute verwenden Alexa als Wecker und als Radio und um nach dem Wetter
zu fragen, viele sonstige sinnvolle Einsatzmöglichkeiten (außer der
Steuerung der Lampen im Haus oder mal eines TV-Systems mit komplexer
Zusatzhardware) gibt es eigentlich nicht. Geld verdient Bezos damit
allerdings nicht.

Gruß 

Joachim 


-- 
please forgive my iPhone typos

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#579525

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2022-12-28 07:51 +0100
Message-ID<k127boFfs4pU1@mid.individual.net>
In reply to#579510
Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) writes:

> (Allerdings bin ich mir nicht sicher, dass ich ein System zur
> Beantwortung von Fragen verwenden möchte, welches mir zwar in
> geschliffenster Hochsprache und stets felsenfester Überzeugung
> antwortet, dessen Antworten aber keinerlei Gewähr auf Richtigkeit
> bieten können. Bevorzugter Einsatzzweck dürften derzeit einfache
> Pressemeldungen und einfache bis mittel komplexe Schulaufgaben
> sein).

Steinmeiers Redenschreiber kann sich schon mal das Umschulungsangebot
der Arbeitsagentur zu Gemüte führen.

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#579527

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2022-12-28 07:56 +0100
Message-ID<togpbr$d7qi$1@solani.org>
In reply to#579525
Am 28.12.22 um 07:51 schrieb Michael Bode:
> Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) writes:
> 
>> (Allerdings bin ich mir nicht sicher, dass ich ein System zur
>> Beantwortung von Fragen verwenden möchte, welches mir zwar in
>> geschliffenster Hochsprache und stets felsenfester Überzeugung
>> antwortet, dessen Antworten aber keinerlei Gewähr auf Richtigkeit
>> bieten können. Bevorzugter Einsatzzweck dürften derzeit einfache
>> Pressemeldungen und einfache bis mittel komplexe Schulaufgaben
>> sein).
> 
> Steinmeiers Redenschreiber kann sich schon mal das Umschulungsangebot
> der Arbeitsagentur zu Gemüte führen.

Das Luder wehrt sich mit fadenscheinigen Argumenten, eine Rede 
Steinmeiers zu schreiben. Hab es eben versucht.

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#579531

FromUlf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de>
Date2022-12-27 23:18 -0800
Message-ID<7a4e40e4-87b6-4977-8b4b-a2c64802bd7an@googlegroups.com>
In reply to#579525
Michael Bode schrieb am Mittwoch, 28. Dezember 2022 um 07:51:38 UTC+1:
> Stefan...@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) writes: 
> 
> > (Allerdings bin ich mir nicht sicher, dass ich ein System zur 
> > Beantwortung von Fragen verwenden möchte, welches mir zwar in 
> > geschliffenster Hochsprache und stets felsenfester Überzeugung 
> > antwortet, dessen Antworten aber keinerlei Gewähr auf Richtigkeit 
> > bieten können. Bevorzugter Einsatzzweck dürften derzeit einfache 
> > Pressemeldungen und einfache bis mittel komplexe Schulaufgaben 
> > sein).

> Steinmeiers Redenschreiber kann sich schon mal das Umschulungsangebot 
> der Arbeitsagentur zu Gemüte führen.

Du bist Dir sicher, daß er nicht verbeamtet ist?

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#579534

FromPeter Veith <veith@snafu.de>
Date2022-12-27 23:22 -0800
Message-ID<1b50a820-d7fa-4324-97f8-b4d17264f614n@googlegroups.com>
In reply to#579531
Ulf Kutzner schrieb am Mittwoch, 28. Dezember 2022 um 08:18:28 UTC+1:

> Michael Bode schrieb am Mittwoch, 28. Dezember 2022 um 07:51:38 UTC+1: 
> > Steinmeiers Redenschreiber kann sich schon mal das Umschulungsangebot 
> > der Arbeitsagentur zu Gemüte führen.
>
> Du bist Dir sicher, daß er nicht verbeamtet ist?

https://de.wikipedia.org/wiki/Cerstin_Gammelin

Peter

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#579807

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2022-12-30 09:08 +0100
Message-ID<tom6aj$j79a$1@dont-email.me>
In reply to#579510
Am 27.12.2022 um 23:05 schrieb Stefan Froehlich:
> (Allerdings bin ich mir nicht sicher, dass ich ein System zur
> Beantwortung von Fragen verwenden möchte, welches mir zwar in
> geschliffenster Hochsprache und stets felsenfester Überzeugung
> antwortet, dessen Antworten aber keinerlei Gewähr auf Richtigkeit
> bieten können. Bevorzugter Einsatzzweck dürften derzeit einfache
> Pressemeldungen und einfache bis mittel komplexe Schulaufgaben
> sein).
Ach wieso. Wenn ich das richtig verstanden habe, reicht es immerhin für 
eine ausreichende Simulation medizinischer Kompetenz:

https://arxiv.org/abs/2207.08143

| Although large language models (LLMs) often produce impressive
| outputs, it remains unclear how they perform in real-world scenarios
| requiring strong reasoning skills and expert domain knowledge. We set
| out to investigate whether GPT-3.5 (Codex and InstructGPT) can be
| applied to answer and reason about difficult real-world-based
| questions. We utilize two multiple-choice medical exam questions
| (USMLE and MedMCQA) and a medical reading comprehension dataset
| (PubMedQA). We investigate multiple prompting scenarios: Chain-of-
| Thought (CoT, think step-by-step), zero- and few-shot (prepending the
| question with question-answer exemplars) and retrieval augmentation
| (injecting Wikipedia passages into the prompt). For a subset of the
| USMLE questions, a medical expert reviewed and annotated the model's
| CoT. We found that InstructGPT can often read, reason and recall
| expert knowledge. Failure are primarily due to lack of knowledge and
| reasoning errors and trivial guessing heuristics are observed, e.g.\
| too often predicting labels A and D on USMLE. Sampling and combining
| many completions overcome some of these limitations. Using 100
| samples, Codex 5-shot CoT not only gives close to well-calibrated
| predictive probability but also achieves human-level performances on
| the three datasets. USMLE: 60.2%, MedMCQA: 57.5% and PubMedQA: 78.2%

Google scheint das sogar noch besser zu können:

https://arxiv.org/abs/2212.13138

| Large language models (LLMs) have demonstrated impressive capabilities
| in natural language understanding and generation, but the quality bar
| for medical and clinical applications is high. Today, attempts to
| assess models' clinical knowledge typically rely on automated
| evaluations on limited benchmarks. There is no standard to evaluate
| model predictions and reasoning across a breadth of tasks. To address
| this, we present MultiMedQA, a benchmark combining six existing open
| question answering datasets spanning professional medical exams,
| research, and consumer queries; and HealthSearchQA, a new free-
| response dataset of medical questions searched online. We propose a
| framework for human evaluation of model answers along multiple axes
| including factuality, precision, possible harm, and bias. In addition,
| we evaluate PaLM (a 540-billion parameter LLM) and its instruction-
| tuned variant, Flan-PaLM, on MultiMedQA. Using a combination of
| prompting strategies, Flan-PaLM achieves state-of-the-art accuracy on
| every MultiMedQA multiple-choice dataset (MedQA, MedMCQA, PubMedQA,
| MMLU clinical topics), including 67.6% accuracy on MedQA (US Medical
| License Exam questions), surpassing prior state-of-the-art by over
| 17%. However, human evaluation reveals key gaps in Flan-PaLM
| responses. To resolve this we introduce instruction prompt tuning, a
| parameter-efficient approach for aligning LLMs to new domains using a
| few exemplars. The resulting model, Med-PaLM, performs encouragingly,
| but remains inferior to clinicians. We show that comprehension, recall
| of knowledge, and medical reasoning improve with model scale and
| instruction prompt tuning, suggesting the potential utility of LLMs in
| medicine. Our human evaluations reveal important limitations of
| today's models, reinforcing the importance of both evaluation
| frameworks and method development in creating safe, helpful LLM models
| for clinical applications.

Wobei ich mir da mit mir noch nicht so ganz einig bin, ob das was über 
die Qualität des Sprachmodells oder über die Qualität der Medizin aussagt.

Auch hier dürfte gelten: Muß ja gar nicht perfekt sein. Reicht 
vollkommen, wenn es besser ist als ein menschlicher Arzt.

Und natürlich, wenn es billiger ist als ein menschlicher Arzt. Dann wird 
die Versuchung groß.
-- 
Neue Woche, neues Kondom.

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#579519

FromMartin Ebert <mx300@gmx.net>
Date2022-12-28 02:59 +0100
Message-ID<tog7ul$3ostj$1@dont-email.me>
In reply to#579473
Am 27.12.22 um 16:55 schrieb Stefan Froehlich:
> On Tue, 27 Dec 2022 09:48:22 Dr. Joachim Neudert wrote:

>> Heise schlägt vor, statt Google mal ChatGPT zu befragen. Das geht
>> gar nicht schlecht. Allerdings tendiert es etwas zum Lügen, man
>> muss schon Kreuz-Referenzen heranziehen.

> Ich halte die Idee für Humbug, es sind zwei völlig unterschiedliche
> Anwendungen - und ChatGPT als Suchmaschine zu verwenden, nützt
> gerade nicht ihre Stärken.

Ich halte das bei einem Spezialfall für eine durchaus in
Frage kommende Idee. Insbesondere wenn man es in der zeit-
geschichtlichen Forschung mit mehreren Sprachen zu tun hat.
Der Ansatz wäre dann aber die Erstinformation - die man so-
dann selbst verifizieren muss.

Versteht das Ding eigentlich russisch?

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#579499

FromJörg Tewes <jogi1964@gmx.net>
Date2022-12-27 21:18 +0100
Message-ID<7b819a20-e5cc-fa4c-a1fb-af47d0ee2304@jtewes.my-fqdn.de>
In reply to#579398
Dr. Joachim Neudert schrieb:
> Am 27.12.22 um 09:02 schrieb Stefan Froehlich:
> 
>>> Dr. Joachim Neudert<neudert@5sl.org>  wrote:
>>>> Hier verschlafen wieder mal eine Menge Leute, die Entwicklungen.
>> Konsumierst Du*irgendein*  Medium, dessen Chefredakteur nicht in den
>> letzten Wochen ein wenigstens zweiseitiges Gespräch mit ChatGPT
>> geführt hat?
>> 
> 
> 
> Die natürlich schon. Nur hier in ger.ct ist es kein Thema. Klar, ist ja 
> was aus dem 21. Jahrhundert, gar aus dem 3. Jahrtausend. Sowas geht als 
> Thema hier gar nicht.

Hmm, du schreibst da was, was ich schon eine Weile behaupte. Du kannst
nicht Joachim sein, der meinte immer lieber ein Posting aus dtt als
gar keine Postings. :-)
-- 


        Bye Jörg


Religionskriege sind Konflikte zwischen erwachsenen Menschen, bei
denen es darum geht, wer den cooleren, imaginären Freund hat. Wenn
Jesus gevierteilt worden wäre, hätten wir heute dann Mobiles über der
Tür hängen?

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