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Re: ‘Not a nanny state’: Minister says Britons will not be told to use less energy

Started byMartin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de>
First post2022-10-09 19:11 +0200
Last post2022-10-13 19:50 +0200
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  Re: ‘Not a nanny state’: Minister says Britons will not be told to use less energy Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2022-10-09 19:11 +0200
    Re: ‘Not a nanny state’: Minister says Britons will not be told to use less energy Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-10-13 10:19 +0000
      Re: ‘Not a nanny state’: Minister says Britons will not be told to use less energy Peter Veith <veith@snafu.de> - 2022-10-13 03:38 -0700
        Re: ‘Not a nanny state’: Minister says Britons will not be told to use less energy Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-10-13 10:58 +0000
          Re: ‘Not a nanny state’: Minister says Britons will not be told to use less energy Peter Veith <veith@snafu.de> - 2022-10-13 05:11 -0700
            Re: ‘Not a nanny state’: Minister says Britons will not be told to use less energy Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-10-13 13:34 +0000
          Re: ‘Not a nanny state’: Minister says Britons will not be told to use less energy Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-10-13 17:03 +0200
            Re: ‘Not a nanny state’: Minister says Britons will not be told to use less energy Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-10-13 15:57 +0000
              Re: ‘Not a nanny state’: Minister says Britons will not be told to use less energy Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-10-13 18:23 +0200
                Re: ‘Not a nanny state’: Minister says Britons will not be told to use less energy Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-10-14 06:47 +0000
              Re: ‘Not a nanny state’: Minister says Britons will not be told to use less energy Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-10-13 23:35 -0700
              Re: ‘Not a nanny state’: Minister says Britons will not be told to use less energy Peter Veith <veith@snafu.de> - 2022-10-14 05:06 -0700
          Re: ‘Not a nanny state’: Minister says Britons will not be told to use less energy Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2022-10-13 19:50 +0200
            Re: ‘Not a nanny state’: Minister says Britons will not be told to use less energy Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2022-10-14 08:38 +0200
              Re: ‘Not a nanny state’: Minister says Britons will not be told to use less energy "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2022-10-14 08:47 +0200
                Re: ‘Not a nanny state’: Minister says Britons will not be told to use less energy Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2022-10-14 09:16 +0200
                  Re: ‘Not a nanny state’: Minister says Britons will not be told to use less energy Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-10-14 09:33 +0000
                Re: ‘Not a nanny state’: Minister says Britons will not be told to use less energy Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2022-10-14 14:22 +0200
      Re: ‘Not a nanny state’: Minister says Britons will not be told to use less energy Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-10-13 17:18 +0200
        Re: ‘Not a nanny state’: Minister says Britons will not be told to use less energy Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-10-13 15:53 +0000
          Re: ‘Not a nanny state’: Minister says Britons will not be told to use less energy Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-10-13 18:49 +0200
            Re: ‘Not a nanny state’: Minister says Britons will not be told to use less energy Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2022-10-14 07:12 +0000
              Re: ‘Not a nanny state’: Minister says Britons will not be told to use less energy Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2022-10-14 14:22 +0200
      Re: ‘Not a nanny state’: Minister says Britons will not be told to use less energy Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2022-10-13 19:50 +0200

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#570161 — Re: ‘Not a nanny state’: Minister says Britons will not be told to use less energy

FromMartin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de>
Date2022-10-09 19:11 +0200
SubjectRe: ‘Not a nanny state’: Minister says Britons will not be told to use less energy
Message-ID<haj5kh97kh97agip3tg5avtj179g65vpb6@4ax.com>
Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) schrieb:

> Naja, zu den obersten 10.000 zu gehören ist halt ziemlich tough,
> selbst innerhalb Wiens.

Wien hat etwa 2 Mio Einwohner, mit Umland etwa 3 Mio. 
10000 sind also etwa 0,3 bis 0,5% 

Es heißt, in Germanistan hätten etwa 2% der Bevölkerung 1 Million
Geldvermögen oder mehr, das sind etwa 1,6 Millionen Menschen. 

Die Bevölkerung von Hauptstädten ist im Durchschnitt reicher als die
Bewohner am (:-)) Land.

Die Banken schmeißen gern mit englischen Abk. um sich, etwa "HNWI",
"VHNWI" und "UHNWI" (very/ultra high net worth individual) mit Grenzen
von 1 Mio, 5 Mio, 30 Mio. 

Und dann gibts natürlich ein systematisches Problem: Rechnet man
Immobilienvermögen zum Vermögen dazu (sollte man eigentlich) oder nimmt
man nur das Geldvermögen, das man anlegen kann (das interessiert die
Banken). Und: Wie taxiert man Immobilien? 

Mit 1 Mio gehört man in Wien wohl noch nicht zu den "upper ten", mit 5
Mio vermutlich schon.

Ist einer mit 5 Mio reich? Ich würde schon sagen, er ist es, wenngleich
er sich damit noch nicht einmal eine 25-m-Yacht leisten kann. 

>Ich fand die Selbsteinschätzung von Hans aber insofern nett, als sie
>wunderbar zu den einschägigen Studien passt:
><https://www.moment.at/story/reich-sind-immer-nur-die-anderen>.

Selbst mal testen? 
http://www.binichreich.at/

Wäre ich Österreicher, hätte ich mich um 3% unterschätzt. Ich finde, das
habe ich ganz gut getroffen.

> Guck in der Grafik, wo in etwa das Mittel der gelben Punkte in der
> animierten Grafik liegt.

Nette Graphik; Tabellenwerte dazu wäre natürlich schöner. Ohne sie ist
das nur eine nette Animation.

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#570639

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2022-10-13 10:19 +0000
Message-ID<5t6347e2daibcb34n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#570161
On Sun, 09 Oct 2022 19:11:49 Martin Gerdes wrote:
> Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) schrieb:
>> Naja, zu den obersten 10.000 zu gehören ist halt ziemlich tough,
>> selbst innerhalb Wiens.

> Wien hat etwa 2 Mio Einwohner, mit Umland etwa 3 Mio. 
> 10000 sind also etwa 0,3 bis 0,5%

...und da muss man erst einmal dazugehören. In diesem Bereich wird
dann auch die Statistik sehr steil und (wegen mangelnder
Auskunftsfreudigkeit der Betroffenen) sehr unsicher; ich könnte Dir
also nicht einmal einen genauen Betrag nennen.

> Es heißt, in Germanistan hätten etwa 2% der Bevölkerung 1 Million
> Geldvermögen oder mehr, das sind etwa 1,6 Millionen Menschen. 
 
> Die Bevölkerung von Hauptstädten ist im Durchschnitt reicher als
> die Bewohner am (:-)) Land.

Ja, das kommt hier auch in etwa hin.

> Und dann gibts natürlich ein systematisches Problem: Rechnet man
> Immobilienvermögen zum Vermögen dazu (sollte man eigentlich) oder
> nimmt man nur das Geldvermögen, das man anlegen kann (das
> interessiert die Banken). Und: Wie taxiert man Immobilien?

Immobilien abseits der selbst bewohnten weden AFAIK immer zum
Vermögen gerechnet. Die Schöpfer der HNWI/VHNWI/UHNWI zählen jedoch
selbst bewohnte Immobilien nicht dazu - was in meinen Augen
vollkommen gaga ist, bei denen würde ich durch Umzug in eine
Mietwohnung und Verkauf/Vermietung meiner Wohnung die Position im
Ranking um ein paar 10% verbessern können.

Andererseits spielt das spätestens ab VHNWI wohl kaum noch eine
Rolle.

> Mit 1 Mio gehört man in Wien wohl noch nicht zu den "upper ten",
> mit 5 Mio vermutlich schon.

Könnte (sehr knapp) hinkommen, aber wie gesagt: Da wird die
Datenlage reichlich dünn.

Nachtrag: binreich.at meint ab ca. 5 Mio., dass man (österreichweit)
zum obersten Prozent gehört, damit würde ich die obersten 10.000
dann eher auf 10 Mio. schätzen.

> Ist einer mit 5 Mio reich? Ich würde schon sagen, er ist es,
> wenngleich er sich damit noch nicht einmal eine 25-m-Yacht leisten
> kann.

Da "reich" ein Begriff des allgemeinen Sprachgebrauchs ist, gibt es
dafür nahezu beliebig viele Definitionen. Nach allen in der
Wissenschaft verwendeten ist man mit 5 Mio. (und schon überhaupt 10
Mio.) "reich", nach den meisten Definitionen sogar sehr deutlich.

>>Ich fand die Selbsteinschätzung von Hans aber insofern nett, als sie
>>wunderbar zu den einschägigen Studien passt:
>><https://www.moment.at/story/reich-sind-immer-nur-die-anderen>.
> 
> Selbst mal testen? 
> http://www.binichreich.at/

> Wäre ich Österreicher, hätte ich mich um 3% unterschätzt. Ich
> finde, das habe ich ganz gut getroffen.

Da ich nicht weiss, wo Du landest, kann ich das nicht einschätzen.
Ich befinde mich (eigene Immobilie mitgerechnet, siehe oben) im
obersten Dezil, da fände ich einen Fehler von mehr als 3% schon
recht grob.

Wobei das natürlich Makulatur ist: Die Untersuchung der abweichenden
Selbsteinschätzung zielt ja gerade auf Leute ab, denen die
allgemeine Vermögensstatistik *nicht* vertraut ist. Wie ich mich
dann eingeschätzt hätte, kann ich nicht wahrheitsgemäß sagen.

Tatsächlich sollte man IMO einmal der Frage nachgehen, ob es sich
tatsächlich um eine Fehleinschätzung des Vermögens anderer Leute
handelt, oder (IMO nicht unwahrscheinlich) um eine Fehleinschätzung
der Anzahl an Leuten in den jeweiligen Klassen/Schichten/Berufen.
Vermutlich hat kaum jemand eine Ahnung, wieviele Menschen ihm für
seine Existenz (meist indirekt) zuarbeiten. Da täte ich mir mit
einer Antwort auch sehr schwer.

>> Guck in der Grafik, wo in etwa das Mittel der gelben Punkte in
>> der animierten Grafik liegt.

> Nette Graphik; Tabellenwerte dazu wäre natürlich schöner. Ohne sie
> ist das nur eine nette Animation.

Irgendwo habe ich seinerzeit auch die Rohdaten dazu gefunden gehabt,
jetzt aber nicht noch einmal danach gesucht. Müsste sich mit etwas
Recherche auftreiben lassen.

Servus,
   Stefan

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http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
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Stefan, so imaginär. Mit dem Duft der Natur!
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#570642

FromPeter Veith <veith@snafu.de>
Date2022-10-13 03:38 -0700
Message-ID<9486f86f-0959-457b-8996-ab1291ed5ddbn@googlegroups.com>
In reply to#570639
Stefan Froehlich schrieb am Donnerstag, 13. Oktober 2022 um 12:20:02 UTC+2:

> Da "reich" ein Begriff des allgemeinen Sprachgebrauchs ist, gibt es 
> dafür nahezu beliebig viele Definitionen. Nach allen in der 
> Wissenschaft verwendeten ist man mit 5 Mio. (und schon überhaupt 10 
> Mio.) "reich", nach den meisten Definitionen sogar sehr deutlich. 

Ich möchte in diese hübsche Diskussion noch den Begriff "Oberschicht" einwerfen.

So durfte ich mal mit statistischen Erhebungen arbeiten, wonach alles oberhalb
des Existenzminimums als "Mittelschicht" und alles mit ein paar Teuronen
mehr (ca. 6.000 € monatliches Haushaltseinkommen; heute wäre es vielleicht 
8.000 €) bereits als "Oberschicht" geführt wurde ... unabhängig vom Vermögen.

> Da ich nicht weiss, wo Du landest, kann ich das nicht einschätzen. 
> Ich befinde mich (eigene Immobilie mitgerechnet, siehe oben) im 
> obersten Dezil, da fände ich einen Fehler von mehr als 3% schon 
> recht grob. 

Peter

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#570643

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2022-10-13 10:58 +0000
Message-ID<bt6347ed61ibcb34n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#570642
On Thu, 13 Oct 2022 12:38:13 Peter Veith wrote:
> Stefan Froehlich schrieb am Donnerstag, 13. Oktober 2022 um 12:20:02 UTC+2:
>> Da "reich" ein Begriff des allgemeinen Sprachgebrauchs ist, gibt
>> es dafür nahezu beliebig viele Definitionen. Nach allen in der
>> Wissenschaft verwendeten ist man mit 5 Mio. (und schon überhaupt
>> 10 Mio.) "reich", nach den meisten Definitionen sogar sehr
>> deutlich. 

> Ich möchte in diese hübsche Diskussion noch den Begriff
> "Oberschicht" einwerfen.

> So durfte ich mal mit statistischen Erhebungen arbeiten, wonach
> alles oberhalb des Existenzminimums als "Mittelschicht" und alles
> mit ein paar Teuronen mehr (ca. 6.000 € monatliches
> Haushaltseinkommen; heute wäre es vielleicht 8.000 €) bereits als
> "Oberschicht" geführt wurde ... unabhängig vom Vermögen.

Das sind sehr seltsame Zahlen. Von wem stammte die Definition damals
denn?

Wenn es nur um Einkommen geht, dann meistens im Dunstkreis der
Sozialwissenschaften, um Zusammenhalt u/o Polarisierung einer
Gesellschaft zu untersuchen. Da braucht man klarerweise ganz andere,
typischerweise nämlich relativ Bezugsgrößen. Mittlere Einkommen
werden vom DIW (aber auch anderswo nicht viel anders) als 70-150%
des Medianeinkommens betrachtet, da wäre man derzeit ab ca. 65k€
pro Jahr bzw. 5400€ pro Monat bei der "Oberschicht".

Wenn Du 5400€/Monat brutto nicht als "Oberschicht" betrachtest,
dann liegt das weniger an der unpassenden Definition, sondern an
Deiner verzerrten Wahrnehmung - genau das, was dieser Teilthread
behandelt.

Servus,
   Stefan

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#570645

FromPeter Veith <veith@snafu.de>
Date2022-10-13 05:11 -0700
Message-ID<15d9ff8e-0d0c-4c71-b87d-5896034c6c55n@googlegroups.com>
In reply to#570643
Stefan Froehlich schrieb am Donnerstag, 13. Oktober 2022 um 12:58:06 UTC+2:

> On Thu, 13 Oct 2022 12:38:13 Peter Veith wrote: 
> > Ich möchte in diese hübsche Diskussion noch den Begriff 
> > "Oberschicht" einwerfen. 
> 
> > So durfte ich mal mit statistischen Erhebungen arbeiten, wonach 
> > alles oberhalb des Existenzminimums als "Mittelschicht" und alles 
> > mit ein paar Teuronen mehr (ca. 6.000 € monatliches 
> > Haushaltseinkommen; heute wäre es vielleicht 8.000 €) bereits als 
> > "Oberschicht" geführt wurde ... unabhängig vom Vermögen.
>
> Das sind sehr seltsame Zahlen. Von wem stammte die Definition damals 
> denn? 

Das weiß  ich nicht mehr. 

> Wenn es nur um Einkommen geht, dann meistens im Dunstkreis der 
> Sozialwissenschaften, um Zusammenhalt u/o Polarisierung einer 
> Gesellschaft zu untersuchen. 

Ja, ganz nah dran.

> Da braucht man klarerweise ganz andere, 
> typischerweise nämlich relativ Bezugsgrößen. Mittlere Einkommen 
> werden vom DIW (aber auch anderswo nicht viel anders) als 70-150% 
> des Medianeinkommens betrachtet, da wäre man derzeit ab ca. 65k€ 
> pro Jahr bzw. 5400€ pro Monat bei der "Oberschicht". 

Gut, das würde passen. Ich war damals nur erstaunt, wie schnell man selbst
als Ossi-Haushalt in der "Oberschicht" landen kann. Gut, wenn man die
"Polarisierung einer Gesellschaft" statistsich gering halten will, dann bieten 
sich solche Definitionen an.
 
> Wenn Du 5400€/Monat brutto nicht als "Oberschicht" betrachtest, 
> dann liegt das weniger an der unpassenden Definition, sondern an 
> Deiner verzerrten Wahrnehmung - genau das, was dieser Teilthread 
> behandelt.

Das habe ich nicht verstanden. Und ich ging vom "verfügbaren Haushaltseinkommen"
nach Steuern etc, aus. Ein Haushaltseinkommen von "5400€/Monat brutto"
wäre wirklich wenig.

Bei einer "relativen Bezugsgröße" läge für mich die "Oberschicht" immer,
bei max. 10% und selbst von denen wären fast alles "arme Schweine" im
Vergleich zu dem oberen 1%. Hatte da nicht Attac solche Schichtungen?

Peter

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#570658

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2022-10-13 13:34 +0000
Message-ID<1t6348128dic2b39n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#570645
On Thu, 13 Oct 2022 14:11:48 Peter Veith wrote:
> Stefan Froehlich schrieb am Donnerstag, 13. Oktober 2022 um 12:58:06 UTC+2:
>> Wenn es nur um Einkommen geht, dann meistens im Dunstkreis der
>> Sozialwissenschaften, um Zusammenhalt u/o Polarisierung einer
>> Gesellschaft zu untersuchen.
[...]
>> Da braucht man klarerweise ganz andere, typischerweise nämlich
>> relativ Bezugsgrößen. Mittlere Einkommen werden vom DIW (aber
>> auch anderswo nicht viel anders) als 70-150% des Medianeinkommens
>> betrachtet, da wäre man derzeit ab ca. 65k€ pro Jahr bzw. 5400€
>> pro Monat bei der "Oberschicht". 

> Gut, das würde passen. Ich war damals nur erstaunt, wie schnell
> man selbst als Ossi-Haushalt in der "Oberschicht" landen kann.
> Gut, wenn man die "Polarisierung einer Gesellschaft" statistsich
> gering halten will, dann bieten sich solche Definitionen an.

Über die Motivation ist dabei noch gar nichts gesagt (mir ist
bislang jedenfalls noch niemand untergekommen, der eine Eliminierung
der "Oberschicht" zum Ziel gehabt hätte), es geht lediglich um eine
sinnvolle Gruppierung, und dafür bieten die angegebenen Werte
offenbar eine vernünftige Grundlage.

>> Wenn Du 5400€/Monat brutto nicht als "Oberschicht" betrachtest,
>> dann liegt das weniger an der unpassenden Definition, sondern an
>> Deiner verzerrten Wahrnehmung - genau das, was dieser Teilthread
>> behandelt.

> Das habe ich nicht verstanden. Und ich ging vom "verfügbaren
> Haushaltseinkommen" nach Steuern etc, aus. Ein Haushaltseinkommen
> von "5400€/Monat brutto" wäre wirklich wenig.

Es mag Dir vielleicht "wirklich wenig" vorkommen, ist aber doch 150%
dessen, was man sich im Mittel (wiewohl als Einzelperson, nicht als
Haushalt) erwarten kann. Und wenn Dir das tatsächlich *wenig*
vorkommt, ist es ein Indiz dafür, dass ein paar Dinge falsch laufen.

> Bei einer "relativen Bezugsgröße" läge für mich die "Oberschicht"
> immer, bei max. 10% und selbst von denen wären fast alles "arme
> Schweine" im Vergleich zu dem oberen 1%.

Wenn es für irgendwelche Betrachtungen sinnvoll erscheint, kann man
natürlich auch beim obersten Dezil eine Grenze ziehen. Für
gesamtgesellschaftliche Überlegungen ist das halt schon ziemlich
weit oben. Dem Soziologen geht es nicht darum, "sehr" oder
"unverschämt" reich zu definieren, sondern Gruppen zusammenzufassen,
die sich mit vergleichbaren bzw. unterschiedlichen Lebensrealitäten
herumschlagen müssen.

Servus,
   Stefan

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Stefan - die edelste Potenz von stumm!
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#570671

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2022-10-13 17:03 +0200
Message-ID<ti9978$1qids$1@dont-email.me>
In reply to#570643
Am 13.10.2022 um 12:58 schrieb Stefan Froehlich:
> Wenn Du 5400€/Monat brutto nicht als "Oberschicht" betrachtest,
> dann liegt das weniger an der unpassenden Definition, sondern an
> Deiner verzerrten Wahrnehmung - genau das, was dieser Teilthread
> behandelt.

Viel mehr würde mich ja mal interessieren, ob man mit 65.000 € brutto pa 
schon zu den Netto-Zahlern oder immer noch zu den Empfängern gehört.
-- 
"Das Problem ist nicht, dass eine relativ kleine Gruppe von Verrückten 
behauptet, dass zwei plus zwei fünf ergibt, dass es zwölf verschiedene 
Geschlechter gibt oder dass man bei der Energieversorgung die Gesetze 
der Thermodynamik ignorieren kann. Das Problem ist, daß sich die große 
Gruppe der Normalos künstlich dumm stellt und den selben Quatsch 
behauptet, weil sie von den Verrückten nicht als verrückt bezeichnet 
werden wollen."
                  --Vince Ebert

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#570679

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2022-10-13 15:57 +0000
Message-ID<3t6348349fic6c3dn3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#570671
On Thu, 13 Oct 2022 17:03:50 Lars Gebauer wrote:
> Am 13.10.2022 um 12:58 schrieb Stefan Froehlich:
>> Wenn Du 5400€/Monat brutto nicht als "Oberschicht" betrachtest,
>> dann liegt das weniger an der unpassenden Definition, sondern an
>> Deiner verzerrten Wahrnehmung - genau das, was dieser Teilthread
>> behandelt.
 
> Viel mehr würde mich ja mal interessieren, ob man mit 65.000 €
> brutto pa schon zu den Netto-Zahlern oder immer noch zu den
> Empfängern gehört.

Kauf Dir einen Zugang zu diesem Artikel:
<https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/arm-und-reich/iw-koeln-test-gehoeren-sie-zu-den-nettozahlern-16622168.html>

Oder guck im Quelltext nach. Spoiler: "54 Prozent der Haushalte
zahlen mehr, als sie bekommen", es kippt also ziemlich genau beim
Median.

Der Artikel krankt aber natürlich (zwingend) daran, nur monetäre
Direktleistungen berücksichtigen zu können. Die vom Staat
bereitgestellte Infrastruktur ist schwer zu bewerten, aber
keineswegs nutzlos. Und noch schwieriger wird es bei immateriellen
Dingen wie z.B. dem Sicherheitssystem. Wieviel Schutzgeld würde man
wohl in einer Anarchie zahlen müssen?

Servus,
   Stefan

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Freude in allen Herzen. Mit Stefan. Ein reiches Vergnügen!
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#570680

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2022-10-13 18:23 +0200
Message-ID<ti9ds3$1qids$2@dont-email.me>
In reply to#570679
Am 13.10.2022 um 17:57 schrieb Stefan Froehlich:
> Oder guck im Quelltext nach. Spoiler: "54 Prozent der Haushalte
> zahlen mehr, als sie bekommen", es kippt also ziemlich genau beim
> Median.

Mmmh, rein gefühlt würde ich annehmen, daß der Anteil der Netto-Zahler 
deutlich niedriger ist.

> Der Artikel krankt aber natürlich (zwingend) daran, nur monetäre
> Direktleistungen berücksichtigen zu können. Die vom Staat
> bereitgestellte Infrastruktur ist schwer zu bewerten, aber
> keineswegs nutzlos. Und noch schwieriger wird es bei immateriellen
> Dingen wie z.B. dem Sicherheitssystem. Wieviel Schutzgeld würde man
> wohl in einer Anarchie zahlen müssen?

Eben. Es gibt sehr viele Leistungen, die zwar staatlicherseits erbracht 
werden, bei denen aber kein Geld direkt an den Bürger fließt.

Möglicherweise könnte man sich der Summe annähern, wenn man die 
Zusammensetzung des Steueraufkommens mit dem Bundeshaushalt in Beziehung 
setzt. Und das über einen Zeitraum von 10 (oder mehr) Jahren.
-- 
"Das Problem ist nicht, dass eine relativ kleine Gruppe von Verrückten 
behauptet, dass zwei plus zwei fünf ergibt, dass es zwölf verschiedene 
Geschlechter gibt oder dass man bei der Energieversorgung die Gesetze 
der Thermodynamik ignorieren kann. Das Problem ist, daß sich die große 
Gruppe der Normalos künstlich dumm stellt und den selben Quatsch 
behauptet, weil sie von den Verrückten nicht als verrückt bezeichnet 
werden wollen."
                  --Vince Ebert

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#570728

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2022-10-14 06:47 +0000
Message-ID<1t6349050bidf9cdn3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#570680
On Thu, 13 Oct 2022 18:23:14 Lars Gebauer wrote:
> Am 13.10.2022 um 17:57 schrieb Stefan Froehlich:
>> Oder guck im Quelltext nach. Spoiler: "54 Prozent der Haushalte
>> zahlen mehr, als sie bekommen", es kippt also ziemlich genau beim
>> Median.

> Mmmh, rein gefühlt würde ich annehmen, daß der Anteil der
> Netto-Zahler deutlich niedriger ist.

Damit bist Du nicht alleine, insofern war das eh auch eine ganz gute
Übung.

>> Der Artikel krankt aber natürlich (zwingend) daran, nur monetäre
>> Direktleistungen berücksichtigen zu können. Die vom Staat
>> bereitgestellte Infrastruktur ist schwer zu bewerten, aber
>> keineswegs nutzlos. Und noch schwieriger wird es bei
>> immateriellen Dingen wie z.B. dem Sicherheitssystem. Wieviel
>> Schutzgeld würde man wohl in einer Anarchie zahlen müssen?

> Eben. Es gibt sehr viele Leistungen, die zwar staatlicherseits
> erbracht werden, bei denen aber kein Geld direkt an den Bürger
> fließt.

Was obigen Effekt ja noch (recht deutlich) verstärkt. Der
tatsächliche Kipp-Punkt ist wegen der fehlenden Bewertbarkeit
natürlich nicht ermittelbar, aber insgesamt profitieren viel mehr
Menschen direkt vom Staat als man gemehin denkt. Und der Rest
profitiert indirekt, weil schon seit Jahrzehnten niemand mehr auf
die Idee einer Revolution gekommen ist.

> Möglicherweise könnte man sich der Summe annähern, wenn man die
> Zusammensetzung des Steueraufkommens mit dem Bundeshaushalt in
> Beziehung setzt. Und das über einen Zeitraum von 10 (oder mehr)
> Jahren.

Ich zweifle, dass das wirklich machbar ist.

Servus,
   Stefan

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Stefan, mit dem deflorierten Sticker der Erhabenheit.
(Sloganizer)

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#570721

FromUlf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de>
Date2022-10-13 23:35 -0700
Message-ID<96717d27-5041-4bab-8e4c-c55086ffa0b9n@googlegroups.com>
In reply to#570679
Stefan Froehlich schrieb am Donnerstag, 13. Oktober 2022 um 17:57:50 UTC+2:

> <https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/arm-und-reich/iw-koeln-test-gehoeren-sie-zu-den-nettozahlern-16622168.html> 
> 
> Oder guck im Quelltext nach. Spoiler: "54 Prozent der Haushalte 
> zahlen mehr, als sie bekommen", es kippt also ziemlich genau beim 
> Median. 
> 
> Der Artikel krankt aber natürlich (zwingend) daran, nur monetäre 
> Direktleistungen berücksichtigen zu können. Die vom Staat 
> bereitgestellte Infrastruktur ist schwer zu bewerten, aber 
> keineswegs nutzlos. Und noch schwieriger wird es bei immateriellen 
> Dingen wie z.B. dem Sicherheitssystem. Wieviel Schutzgeld würde man 
> wohl in einer Anarchie zahlen müssen?

Und wie wird das hier zugeordnet?

https://de.wikipedia.org/wiki/Kindergeld_(Deutschland)#/media/Datei:Kindergeld_im_Vergleich_zur_Steuerersparnis_durch_Kinderfreibetr%C3%A4ge_2022.svg

Und fangen wir jetzt an, fiktive Schulgelder zu ermitteln?

Gruß, ULF

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#570791

FromPeter Veith <veith@snafu.de>
Date2022-10-14 05:06 -0700
Message-ID<32654827-0f56-43ac-9ad1-874db5c15994n@googlegroups.com>
In reply to#570679
Stefan Froehlich schrieb am Donnerstag, 13. Oktober 2022 um 17:57:50 UTC+2:

> Kauf Dir einen Zugang zu diesem Artikel: 
> <https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/arm-und-reich/iw-koeln-test-gehoeren-sie-zu-den-nettozahlern-16622168.html> 
> 
> Oder guck im Quelltext nach. Spoiler: "54 Prozent der Haushalte 
> zahlen mehr, als sie bekommen", es kippt also ziemlich genau beim 
> Median. 

Danke! Das sit so ein Wohlfühlartikel mit dem Fazit: Mensch, bin ich reich.
Das Tool findet sich auch hier, ebenfalls mit den Interpretationsvorgaben:
https://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/martin-beznoska-wer-zahlt-wer-empfaengt.html

Mir ist nicht ganz klar, woraus sich die Einkommensdaten speisen.

Hier eine Verteilung nach Altersschichtung, auch Ost-/West-Betrachung möglich:
https://www.iwkoeln.de/studien/martin-beznoska-die-altersverteilung-von-steuern-abgaben-und-staatlichen-leistungen.html

Peter

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#570695

FromMartin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de>
Date2022-10-13 19:50 +0200
Message-ID<qtjgkhhnj42q3kqjknfu9kebeu2ctv70hr@4ax.com>
In reply to#570643
Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) schrieb:

>> So durfte ich mal mit statistischen Erhebungen arbeiten, wonach
>> alles oberhalb des Existenzminimums als "Mittelschicht" und alles
>> mit ein paar Teuronen mehr (ca. 6.000 € monatliches
>> Haushaltseinkommen; heute wäre es vielleicht 8.000 €) bereits als
>> "Oberschicht" geführt wurde ... unabhängig vom Vermögen.

> Das sind sehr seltsame Zahlen. Von wem stammte die Definition damals
> denn?

https://www.chip.de/news/Entscheidende-Grenzen-bei-3.200-EUR-und-5.700-EUR-Ab-welchem-Einkommen-Sie-in-Deutschland-als-reich-gelten_183062381.html

In der Soziologie sind verschiedene Definitionen gängig, die im Falle
der Orientierung am Einkommen sich in der Regel am Medianeinkommen
orientieren (für Singles etwa 1900 FRZ netto pro Monat). 

https://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/judith-niehues-maximilian-stockhausen-wer-zur-oberschicht-gehoert.html

|  Keine einheitliche Reichtumsdefinition

... Definition des sog. _Einkommens_reichtums. _Vermögens_reichtum ist
eine andere Kategorie. 

| Ab wann jemand als reich gilt, darüber gibt es keine Einigkeit. In der 
| amtlichen Statistik gilt üblicherweise als relativ einkommensreich, 
| wer das Doppelte des Medianeinkommens monatlich zur Verfügung hat.

CHIP sagt: Man gilt als einkommensreich ab dem Dreifachen des
Medianeinkommens.

| IW-Verteilungsexpertin Judith Niehues. „Kaum jemand empfindet sich 
| selbst als reich, gleichzeitig glauben viele, dass sehr große Teile 
| der Bevölkerung reich sind.“ 

> Wenn es nur um Einkommen geht, dann meistens im Dunstkreis der
> Sozialwissenschaften, um Zusammenhalt u/o Polarisierung einer
> Gesellschaft zu untersuchen. Da braucht man klarerweise ganz andere,
> typischerweise nämlich relative Bezugsgrößen. Mittlere Einkommen
> werden vom DIW (aber auch anderswo nicht viel anders) als 70-150%
> des Medianeinkommens betrachtet, da wäre man derzeit ab ca. 65k€
> pro Jahr bzw. 5400€ pro Monat bei der "Oberschicht".

Wenn man sein Gehalt verhandelt, geht es üblicherweise um Bruttobeträge.
Die sind letztlich aber uninteressant, denn ausgeben kann man nur das
Nettoeinkommen. 

Entsprechend beziehen sich die Werte in den obengenannten Quellen immer
auf Nettoeinkommen. 

> Wenn Du 5400€/Monat brutto nicht als "Oberschicht" betrachtest,
> dann liegt das weniger an der unpassenden Definition, sondern an
> Deiner verzerrten Wahrnehmung - genau das, was dieser Teilthread
> behandelt.

:-)

Erfreulicherweise definiert man sich in Germanistan gemeinhin nicht über
seine "Klasse" (wie es viele Engländer offensichtlich noch heute tun.

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#570722

FromDietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de>
Date2022-10-14 08:38 +0200
Message-ID<20221014083814.68cc88fb.dietz-usenet@rotfl.franken.de>
In reply to#570695
Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> wrote:

> Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) schrieb:
> > Wenn Du 5400€/Monat brutto nicht als "Oberschicht" betrachtest,
> > dann liegt das weniger an der unpassenden Definition, sondern an
> > Deiner verzerrten Wahrnehmung - genau das, was dieser Teilthread
> > behandelt.  
> 
> :-)
> 
> Erfreulicherweise definiert man sich in Germanistan gemeinhin nicht
> über seine "Klasse" (wie es viele Engländer offensichtlich noch heute
> tun.

Bei einigen der hier postenden wage ich das doch zu bezweifeln. So, wie
da mit weltlichen Besitztümern angegeben wird ...

-- 
 SIC SEMPER
+--|=======>
  TYRANNIS

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#570727

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2022-10-14 08:47 +0200
Message-ID<tib0lp$9018$1@solani.org>
In reply to#570722
Am 14.10.22 um 08:38 schrieb Dietz Proepper:
> Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> wrote:
> 
>> Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) schrieb:
>>> Wenn Du 5400€/Monat brutto nicht als "Oberschicht" betrachtest,
>>> dann liegt das weniger an der unpassenden Definition, sondern an
>>> Deiner verzerrten Wahrnehmung - genau das, was dieser Teilthread
>>> behandelt.
>>
>> :-)
>>
>> Erfreulicherweise definiert man sich in Germanistan gemeinhin nicht
>> über seine "Klasse" (wie es viele Engländer offensichtlich noch heute
>> tun.
> 
> Bei einigen der hier postenden wage ich das doch zu bezweifeln. So, wie
> da mit weltlichen Besitztümern angegeben wird ...
> 

SZ von heute, Wirtschaftsteil:

"Viele Bundesbürger sind in Untergangsstimmung, obwohl nur eine leichte 
Rezession vorhergesagt wird. Verzichten sie unnötig auf Konsum, schaffen 
sie erst die Krise, vor der sie sich fürchten.

Kommentar von Alexander Hagelüken

Nach der Corona-Krise hätte wohl jeder Bürger gerne ein paar Jahre 
Aufschwung gehabt. Doch nun schrumpft die Wirtschaft wieder, sagen die 
Prognosen. Das tut weh, ebenso wie die Inflation, die so hoch liegt wie 
seit 1951 nicht mehr. Es ist dennoch falsch, dass gerade so viele 
Bundesbürger in Untergangsstimmung verfallen. Denn wer sicher von der 
ökonomischen Apokalypse ausgeht, macht alles nur noch schlimmer - für 
Bürger und Firmen.

Lichtblicke am Konjunkturhimmel findet zum Beispiel, wer Größenordnungen 
betrachtet. Konjunkturforscher prognostizieren bisher für nächstes Jahr 
nur eine milde Rezession, bei der die Wirtschaftsleistung um etwa ein 
halbes Prozent schrumpft. Die Corona- und die Finanzkrise waren zehnmal 
so schlimm. Im Vergleich dazu wird 2023 nur eine Delle, wenn sich die 
Prognosen bewahrheiten. Eine Delle erfordert nicht, seinen Konsum 
drastisch zu reduzieren, um ein dickes Polster fürs nackte Überleben 
anzusparen.

Damit sind nicht Geringverdiener gemeint, die an den Preissteigerungen 
verzweifeln; für sie muss die Regierung mehr tun, damit sie in den 
nächsten Monaten über die Runden kommen. Gemeint sind weite Teile der 
Bevölkerung, die unter der Inflation leiden, ohne in existenzielle Nöte 
zu geraten. Die weitere wirtschaftliche Entwicklung wird umso besser 
verlaufen, je besonnener diese Gruppe handelt und je gelassener sie 
weiter macht wie bislang.

Sie kann das auch. Entwickelt sich die Wirtschaft wie von den Prognosen 
vorhergesagt, müssen sich die allermeisten Bürger keine Sorge um ihren 
Arbeitsplatz machen. Wegen einer milden Rezession streichen Firmen nicht 
massenhaft Stellen. Schon gar nicht in dieser Zeit, da sie wegen des 
Alterns und Schrumpfens der Gesellschaft fürchten, später keinen 
geeigneten Ersatz zu bekommen. Wer ein sicheres Einkommen hat, der hat 
zu Panik keinen Anlass.

Besonnen zu bleiben, bedeutet aktuell vor allem: weiterhin Geld 
ausgeben. Damit ist keine Prasserei gemeint, aber das zu kaufen, was man 
sich auch zuvor geleistet hat. Das ist wichtig für die Volkswirtschaft. 
Denn wenn sich eine (bisher nicht gerechtfertigte) Untergangsstimmung 
verbreitet, kann das üble Folgen haben. Dann kann es dazu führen, dass 
die Wirtschaft wirklich dramatisch einbricht. Der Konsum ist derzeit die 
kritische Größe. Die Forscher sagen eine Rezession voraus, weil sie 
damit rechnen, dass die Menschen wegen der hohen Energie- und 
Lebensmittelpreise anderen Konsum einschränken. Wenn die Bürger aber in 
den nächsten Monaten aus Angst sparen und nicht nur etwas, sondern 
drastisch weniger konsumieren, verwandeln sie die milde in eine schwere 
Rezession. Und die vernichtet wirklich Einkommen und Arbeitsplätze. Das 
wäre dann eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Und eine unnötig 
schwere Krise.

Risiken können Realität werden, doch oft ist das nicht der Fall

Natürlich gibt es auch so Risiken. Geht das Gas aus, stoppt die 
Produktion und Deutschland erlebte ein schlimmeres Tief als mit Corona 
2020. Doch das wird höchstens passieren, wenn der Winter sehr kalt 
ausfällt und die Bürger keine Energie sparen, denn die Gasspeicher sind 
jetzt zu 95 Prozent gefüllt.

Risiken können Realität werden, doch oft ist das nicht der Fall. Dieses 
Jahr sorgten sich anfangs viele, Chinas Corona-Strategie werde die 
Weltwirtschaft in den Abgrund reißen. Hätte passieren können. Ist es 
aber nicht. Wenn Bürger präventiv in Panik geraten, hilft das niemandem. 
Wegen jeder Eventualität aus Angst zu sparen ist auf jeden Fall eines: 
die sicherste Methode, die Krise zu schaffen, vor der man sich fürchtet.

Natürlich sind die Risiken ernst zu nehmen. Die Politik sollte sich auf 
sie vorbereiten und notfalls handeln. Den Menschen kann die jüngere 
Vergangenheit Mut machen, dass das gelingt. Denn selbst als die Politik 
auf die Finanzkrise 2008 und die Corona-Pandemie nicht vorbereitet sein 
konnte, hat sie mit Kurzarbeit und Firmenhilfen Einkommen stabilisiert 
und Massenarbeitslosigkeit verhindert.

Auch jetzt lässt sich etwas tun, um die Menschen zu beruhigen. Die 
Regierung sollte die Gaspreisbremse um direkte Zahlungen an Bürger 
erweitern, die wenig verdienen. Und die Arbeitgeber sollten aufhören, 
bei zehn Prozent Inflation von Nullrunden zu faseln - und die Löhne 
vernünftig erhöhen. Beides würde den Konsum stärken. Und auf den kommt 
es gerade entscheidend an."

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/inflation-rezession-krise-entlastungspaket-1.5674593



-- 
Bitt um Vrzihung, di Tast " " klmmt manchmal...

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#570736

FromDietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de>
Date2022-10-14 09:16 +0200
Message-ID<20221014091605.1d76957e.dietz-usenet@rotfl.franken.de>
In reply to#570727
"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> wrote:

> Am 14.10.22 um 08:38 schrieb Dietz Proepper:
> > Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> wrote:
> >> Erfreulicherweise definiert man sich in Germanistan gemeinhin nicht
> >> über seine "Klasse" (wie es viele Engländer offensichtlich noch
> >> heute tun.  
> > 
> > Bei einigen der hier postenden wage ich das doch zu bezweifeln. So,
> > wie da mit weltlichen Besitztümern angegeben wird ...
> 
> SZ von heute, Wirtschaftsteil:
> 
> "Viele Bundesbürger sind in Untergangsstimmung, obwohl nur eine
> leichte Rezession vorhergesagt wird. Verzichten sie unnötig auf
> Konsum, schaffen sie erst die Krise, vor der sie sich fürchten.

Mir drängt sich gerade ein Bild auf. Pompeji, Forum. Staubwolken wälzen
sich auf die Stadt zu. Medicus Jojakimus Neoibi tritt ins Bild:
"Kaaaine Panik, ich hab' nen Holzofen und zwei eAutos" ...

Und, fun fact, sollte wirklich eine Unterstützung des Einzelhandels
geplant sein, da gibt es 1 bewährtes und unter Garantie funktionierendes
Mittel - gib' jedem Harz4-Empfänger drei Monatssätze Bonus und in zwei
Monaten nochmal drei. Das Geld geht innerhalb sehr kurzer Zeit wieder
in den Umlauf. Zwar nicht zum BWM-Händler oder zum nächsten Appleshop,
aber die werden ja von einer anderen Konsumentengruppe gestützt.

-- 
 SIC SEMPER
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#570769

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2022-10-14 09:33 +0000
Message-ID<5t63492c30ie403bn3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#570736
On Fri, 14 Oct 2022 09:16:05 Dietz Proepper wrote:
> "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> wrote:
>> SZ von heute, Wirtschaftsteil:

>> "Viele Bundesbürger sind in Untergangsstimmung, obwohl nur eine
>> leichte Rezession vorhergesagt wird. Verzichten sie unnötig auf
>> Konsum, schaffen sie erst die Krise, vor der sie sich fürchten.

> Mir drängt sich gerade ein Bild auf. Pompeji, Forum. Staubwolken
> wälzen sich auf die Stadt zu. Medicus Jojakimus Neoibi tritt ins
> Bild: "Kaaaine Panik, ich hab' nen Holzofen und zwei eAutos" ...

Da gibt's doch diesen Cartoon speziell für Joachim: "Yes the planet
got destroyed. But for a beautiful moment in time we created a lot
of value for shareholders"

> Und, fun fact, sollte wirklich eine Unterstützung des
> Einzelhandels geplant sein, da gibt es 1 bewährtes und unter
> Garantie funktionierendes Mittel - gib' jedem Harz4-Empfänger drei
> Monatssätze Bonus und in zwei Monaten nochmal drei. Das Geld geht
> innerhalb sehr kurzer Zeit wieder in den Umlauf. Zwar nicht zum
> BWM-Händler oder zum nächsten Appleshop, aber die werden ja von
> einer anderen Konsumentengruppe gestützt.

Mir ist auch unklar, wieso gerade die oberste Einkommensschicht
durch Konsumfreudigkeit die deutsche Wirtschaft retten sollte. Weder
(die meisten) Fluglinien, noch ausländische Hotels oder Hersteller
irgendwelcher Gadgets werden das leisten.

Servus,
   Stefan

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Stefan - versüssen!? Nur hopsen ist harter.
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#570797

FromMartin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de>
Date2022-10-14 14:22 +0200
Message-ID<lfhikh1ahbf53m72h79a8d500qjglt8nf8@4ax.com>
In reply to#570727
"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> larate:

>>>> Wenn Du 5400€/Monat brutto nicht als "Oberschicht" betrachtest,
>>>> dann liegt das weniger an der unpassenden Definition, sondern an
>>>> Deiner verzerrten Wahrnehmung - genau das, was dieser Teilthread
>>>> behandelt.

>>> Erfreulicherweise definiert man sich in Germanistan gemeinhin nicht
>>> über seine "Klasse" (wie es viele Engländer offensichtlich noch heute
>>> tun.
 
>> Bei einigen der hier postenden wage ich das doch zu bezweifeln. So, wie
>> da mit weltlichen Besitztümern angegeben wird ...

Meine Spieldrohne, mein neues Objektiv, mein neuer 8k-Fernseher?

Es gibt hierzugroup im wesentlichen einen, der von seinen weltlichen
Gütern berichtet. Bei Licht besehen sind das sämtlich kleinere
Anschaffungen. 

Wenn er denn von einer Villa mit 700 m² Wohnfläche mit Blick auf einen
oberbayrischen See berichten würde ...

Aber das tut er nicht, dieselbe hat er ja nicht. 


> SZ von heute, Wirtschaftsteil:

> "Viele Bundesbürger sind in Untergangsstimmung, obwohl nur eine leichte 
> Rezession vorhergesagt wird. 

Bundesbürger sind schnell mal in Untergangsstimmung. 

> Nach der Corona-Krise hätte wohl jeder Bürger gerne ein paar Jahre 
> Aufschwung gehabt. 

Ja? 

> Es ist dennoch falsch, dass gerade so viele Bundesbürger in 
> Untergangsstimmung verfallen. Denn wer sicher von der  ökonomischen 
> Apokalypse ausgeht, macht alles nur noch schlimmer - für 
> Bürger und Firmen.

Jepp. 

> Konjunkturforscher prognostizieren bisher für nächstes Jahr 
> nur eine milde Rezession, bei der die Wirtschaftsleistung um etwa ein 
> halbes Prozent schrumpft. Die Corona- und die Finanzkrise waren zehnmal 
> so schlimm. Im Vergleich dazu wird 2023 nur eine Delle, wenn sich die 
> Prognosen bewahrheiten. Eine Delle erfordert nicht, seinen Konsum 
> drastisch zu reduzieren, um ein dickes Polster fürs nackte Überleben 
> anzusparen.

Und doch vermute ich mal, daß die alljährliche Weihnachts-Kaufpanik
dieses Jahr etwas schwächer ausfallen wird. Der Einzelhandel wird es
merken. 

> Damit sind nicht Geringverdiener gemeint, die an den Preissteigerungen 
> verzweifeln; für sie muss die Regierung mehr tun, damit sie in den 
> nächsten Monaten über die Runden kommen. 

Wenn man die Leute fragt, fühlen sie sich fast alle als Geringverdiener.

> Gemeint sind weite Teile der Bevölkerung, die unter der Inflation 
> leiden, ohne in existenzielle Nöte zu geraten. 

Den Satz halte ich für einen Widerspruch in sich. 

> Die weitere wirtschaftliche Entwicklung wird umso besser 
> verlaufen, je besonnener diese Gruppe handelt und je gelassener sie 
> weitermacht wie bislang.
> Sie kann das auch. 

> Wer ein sicheres Einkommen hat, der hat zu Panik keinen Anlass.

> Besonnen zu bleiben, bedeutet aktuell vor allem: weiterhin Geld 
> ausgeben. Damit ist keine Prasserei gemeint, aber das zu kaufen, was man 
> sich auch zuvor geleistet hat. 

O je! Wenn alle so wären wie ich ...

> Natürlich gibt es auch so Risiken. Geht das Gas aus, stoppt[e] die 
> Produktion und Deutschland erlebte ein schlimmeres Tief als mit Corona 
> 2020. Doch das wird höchstens passieren, wenn der Winter sehr kalt 
> ausfällt und die Bürger keine Energie sparen, denn die Gasspeicher sind 
> jetzt zu 95 Prozent gefüllt.

Nachdem Energie jetzt nicht mehr so billig ist, könnte das hinhauen. 

> Natürlich sind die Risiken ernst zu nehmen. Die Politik sollte sich auf 
> sie vorbereiten und notfalls handeln. 

Ahem: Wie sollte sie das? 

"Gaspreisbremse" und Helikoptergeld scheinen mir keine geeigneten Mittel
zu sein, den Gasverbrauch zu reduzieren. 

> Auch jetzt lässt sich etwas tun, um die Menschen zu beruhigen. Die 
> Regierung sollte die Gaspreisbremse 

Die -äh- was? Und vor allem: die WANN? 

> um direkte Zahlungen an Bürger erweitern, die wenig verdienen. 

> Und die Arbeitgeber sollten aufhören, bei zehn Prozent Inflation von 
> Nullrunden zu faseln 

Tun sie denn das? 

> - und die Löhne vernünftig erhöhen. Beides würde den Konsum stärken. 

Wieviele Tarifrunden laufen dieses Jahr eigentlich noch? 

Und: Was nochmal war eine "Lohn-Preis-Spirale"?

> Und auf den kommt es gerade entscheidend an."

> https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/inflation-rezession-krise-entlastungspaket-1.5674593

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#570673

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2022-10-13 17:18 +0200
Message-ID<ti9a1u$1qidr$1@dont-email.me>
In reply to#570639
Am 13.10.2022 um 12:19 schrieb Stefan Froehlich:
> On Sun, 09 Oct 2022 19:11:49 Martin Gerdes wrote:
>> Wien hat etwa 2 Mio Einwohner, mit Umland etwa 3 Mio.
>> 10000 sind also etwa 0,3 bis 0,5%
> 
> ...und da muss man erst einmal dazugehören.

Im New York der 2. Hälfte des 19. Jh. gab es eine kuratierte Liste mit 
400 Namen.

Wenn Dein Name auf dieser Liste stand, hattest Du es geschafft.
-- 
"Das Problem ist nicht, dass eine relativ kleine Gruppe von Verrückten 
behauptet, dass zwei plus zwei fünf ergibt, dass es zwölf verschiedene 
Geschlechter gibt oder dass man bei der Energieversorgung die Gesetze 
der Thermodynamik ignorieren kann. Das Problem ist, daß sich die große 
Gruppe der Normalos künstlich dumm stellt und den selben Quatsch 
behauptet, weil sie von den Verrückten nicht als verrückt bezeichnet 
werden wollen."
                  --Vince Ebert

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#570678

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2022-10-13 15:53 +0000
Message-ID<1t634833c9ic6c3dn3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#570673
On Thu, 13 Oct 2022 17:18:05 Lars Gebauer wrote:
> Am 13.10.2022 um 12:19 schrieb Stefan Froehlich:
>> On Sun, 09 Oct 2022 19:11:49 Martin Gerdes wrote:
>>> Wien hat etwa 2 Mio Einwohner, mit Umland etwa 3 Mio.
>>> 10000 sind also etwa 0,3 bis 0,5%

>> ...und da muss man erst einmal dazugehören.

> Im New York der 2. Hälfte des 19. Jh. gab es eine kuratierte Liste
> mit 400 Namen.
 
> Wenn Dein Name auf dieser Liste stand, hattest Du es geschafft.

Das gab's in Wien damals auch (mit 300 Namen, IIRC). "Geschafft"
hatte man es dann immer noch nicht zwingend, denn bei einem von
dieser Liste war vermerkt, dass er zwischenzeitlich durch
Fehlspekulationen mittellos war, sich aber dank eines Lottogewinns
am Ende doch wieder unter den Vermögendsten der Stadt befand. Dürfte
allerdings eine eher seltene Volte des Schicksals gewesen sein.

Heute führt man solche Listen lieber bundesweit, weil die Wohnsitze
einfach breiter gestreut sind. Wer war in den 1870ern schon reich
und nicht in Wien daheim?

Servus,
   Stefan

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Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

2013 Jahre seit der Schlacht im Teutoburger Wald! 2013 Jahre ohne Stefan. Backt und tunkt euch.</b
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