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Groups > ger.ct > #510636 > unrolled thread
| Started by | "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> |
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| First post | 2021-07-20 09:56 +0200 |
| Last post | 2021-07-20 17:28 +0200 |
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SZ Kommentar "Zivilcourage" "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2021-07-20 09:56 +0200
Re: SZ Kommentar "Zivilcourage" Stephan Bumberger <bumberger@gmx.de> - 2021-07-20 10:17 +0200
Re: SZ Kommentar "Zivilcourage" Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2021-07-28 13:40 -0700
Re: SZ Kommentar "Zivilcourage" Goetz Schultz <ng.expire1221@goetz.co.uk> - 2021-07-20 09:18 +0100
Re: SZ Kommentar "Zivilcourage" Thomas Hochstein <thh@thh.name> - 2021-07-20 20:44 +0200
Re: SZ Kommentar "Zivilcourage" Goetz Schultz <ng.expire1221@goetz.co.uk> - 2021-07-21 08:54 +0100
Re: SZ Kommentar "Zivilcourage" Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2021-07-21 12:12 +0200
Re: SZ Kommentar "Zivilcourage" Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2021-07-21 03:23 -0700
Re: SZ Kommentar "Zivilcourage" Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2021-07-20 01:30 -0700
Re: SZ Kommentar "Zivilcourage" Bernd <very.strange.matter@inboxclean.com> - 2021-07-20 17:28 +0200
| From | "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2021-07-20 09:56 +0200 |
| Subject | SZ Kommentar "Zivilcourage" |
| Message-ID | <sd5vjs$ojb$2@solani.org> |
https://www.sueddeutsche.de/meinung/terroranschlag-axt-attacke-zivilcourage-wuerzburg-1.5355099 "Es war nicht die Vorratsdatenspeicherung, die den Somalier aufgehalten hat, der in Würzburg vor zwei Wochen mit einem Messer auf Einkäuferinnen und Passanten losgegangen ist. Nein, es war ein 42 Jahre alter kurdischer Asylbewerber aus Iran, Chia Rabiei, der sich dem Täter entgegenstellte, einen Rucksack auf ihn schleuderte, nach ihm trat, kurz: sein Leben aufs Spiel setzte, um das Leben anderer zu schützen. Gemeinsam mit anderen hat er den Täter umringt, ihn mit Flaschen beworfen und so eine noch größere Bluttat verhindert. Es war nicht ein Staatstrojaner, der vier Jahre zuvor den Palästinenser gestoppt hat, der in einem Supermarkt in Hamburg-Barmbek auf Passanten einstach. Nein, es war Toufiq Arab, der 21 Jahre alte afghanische Azubi im Supermarkt, der von seinem Platz aufsprang und dem Täter hinterherrannte. Sein Mut hat dann andere angesteckt. Draußen auf der Straße wuchs die Gruppe an, mit Café-Stühlen hielten sie den Täter in Schach. Das war nicht der Mut der Verzweiflung. Das waren nicht Menschen, die in die Enge getrieben waren. Sie sind bewusst auf einen Mörder zugelaufen. Ein Asylbewerber aus Iran stellte sich dem Angreifer in Würzburg entgegen. Seinem Einsatz ist es zu verdanken, dass bei der Messerattacke nicht noch mehr Menschen starben. Nun fordern viele für ihn die deutsche Staatsbürgerschaft. Geht das so einfach? Von Dietrich Mittler und Lea Weinmann Es war auch keine Rasterfahndung, die den Syrer aufgehalten hat, der in Chemnitz vor fünf Jahren hochexplosiven Sprengstoff angerührt hatte. Es waren Männer, die ebenfalls aus Syrien geflohen waren. Es waren der damals 28 Jahre alte Maschinenbauer Ahmed E. und seine beiden Freunde Mohamed A. und Sami M., die den Terroristen überwältigten und ihn als quasi schon fertig verschnürtes Paket an die sächsische Polizei übergaben. Danach mussten sie von der Polizei in einer "sicheren Unterkunft" versteckt werden. Aus Angst vor der Rache der Islamisten. Viele Retter haben selber ein schwieriges Leben gehabt Die vergangenen fünf Jahre sind in Deutschland eine Zeit der Verletzung gewesen, angefangen mit der Axt-Attacke eines 17 Jahre alten Pakistaners in einer Regionalbahn bei Würzburg, die sich an diesem Sonntag jährt. Aber es ist auch eine Zeit bewundernswerter Zivilcourage gewesen. Die Gewalttäter gehen in die Geschichtsbücher ein. Die Menschen, die sich ihnen in den Weg stellen, tun das zu selten. Viele von ihnen haben selber ein schwieriges Leben gehabt, als Flüchtlinge oder als Arbeitsmigranten mit unsicherem Status. Viele von ihnen haben das noch heute. In Frankreich wurden solche Akte der Zivilcourage großzügig belohnt. Der Präsident lud in den Élysée-Palast ein, verlieh die Staatsbürgerschaft. Wie kleinlich ist demgegenüber die offizielle deutsche Haltung in diesen Fällen, die besagt: Pässe sind keine Belohnung, Aufenthaltstitel gibt es nur streng nach Vorschrift? Deutschland ist ein Land, das auch Spitzenforscher und sogar Spitzensportler bei der Einbürgerung bevorzugt. Für Menschen, die ihr Leben riskieren, um sich schützend vor Schwächere zu stellen, darf das ruhig auch gelten. Das sind Charaktere, wie man sie gar nicht genug haben kann in einem Land. Mindestens genauso wichtig ist: Das sind Menschen, die oft für den Rest ihres Lebens einen Preis zahlen. Mal sind es Albträume, mal Traumata. Der "Held von Nizza", Franck Terrier, der die Todesfahrt eines Islamisten stoppte, indem er bei voller Fahrt ins Führerhäuschen des Lkw kletterte und bremste, hat Monate später versucht, sich das Leben zu nehmen. Er leide darunter, nicht "mehr Leben gerettet zu haben". Auch deshalb ist es die Pflicht der Gesellschaft - auch in Deutschland -, die Solidarität der Retter zu erwidern." Full ACK. Frankreich macht das weitaus besser. -- Bitt um Vrzihung, di Tast " " klmmt manchmal...
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| From | Stephan Bumberger <bumberger@gmx.de> |
|---|---|
| Date | 2021-07-20 10:17 +0200 |
| Message-ID | <sd60rh$73s$8@tota-refugium.de> |
| In reply to | #510636 |
Am 20.07.2021 um 09:56 schrieb Dr. Joachim Neudert: > https://www.sueddeutsche.de/meinung/terroranschlag-axt-attacke-zivilcourage-wuerzburg-1.5355099 > > "Es war nicht die Vorratsdatenspeicherung, die den Somalier aufgehalten > hat, der in Würzburg vor zwei Wochen mit einem Messer auf Einkäuferinnen > und Passanten losgegangen ist. Nein, es war ein 42 Jahre alter > kurdischer Asylbewerber aus Iran, Chia Rabiei, der sich dem Täter > entgegenstellte, einen Rucksack auf ihn schleuderte, nach ihm trat, > kurz: sein Leben aufs Spiel setzte, um das Leben anderer zu schützen. > Gemeinsam mit anderen hat er den Täter umringt, ihn mit Flaschen > beworfen und so eine noch größere Bluttat verhindert. > > Es war nicht ein Staatstrojaner, der vier Jahre zuvor den Palästinenser > gestoppt hat, der in einem Supermarkt in Hamburg-Barmbek auf Passanten > einstach. Nein, es war Toufiq Arab, der 21 Jahre alte afghanische Azubi > im Supermarkt, der von seinem Platz aufsprang und dem Täter > hinterherrannte. Sein Mut hat dann andere angesteckt. Draußen auf der > Straße wuchs die Gruppe an, mit Café-Stühlen hielten sie den Täter in > Schach. Das war nicht der Mut der Verzweiflung. Das waren nicht > Menschen, die in die Enge getrieben waren. Sie sind bewusst auf einen > Mörder zugelaufen. > > Ein Asylbewerber aus Iran stellte sich dem Angreifer in Würzburg > entgegen. Seinem Einsatz ist es zu verdanken, dass bei der Messerattacke > nicht noch mehr Menschen starben. Nun fordern viele für ihn die deutsche > Staatsbürgerschaft. Geht das so einfach? Von Dietrich Mittler und Lea > Weinmann > Es war auch keine Rasterfahndung, die den Syrer aufgehalten hat, der in > Chemnitz vor fünf Jahren hochexplosiven Sprengstoff angerührt hatte. Es > waren Männer, die ebenfalls aus Syrien geflohen waren. Es waren der > damals 28 Jahre alte Maschinenbauer Ahmed E. und seine beiden Freunde > Mohamed A. und Sami M., die den Terroristen überwältigten und ihn als > quasi schon fertig verschnürtes Paket an die sächsische Polizei > übergaben. Danach mussten sie von der Polizei in einer "sicheren > Unterkunft" versteckt werden. Aus Angst vor der Rache der Islamisten. > > Viele Retter haben selber ein schwieriges Leben gehabt > > Die vergangenen fünf Jahre sind in Deutschland eine Zeit der Verletzung > gewesen, angefangen mit der Axt-Attacke eines 17 Jahre alten Pakistaners > in einer Regionalbahn bei Würzburg, die sich an diesem Sonntag jährt. > Aber es ist auch eine Zeit bewundernswerter Zivilcourage gewesen. Die > Gewalttäter gehen in die Geschichtsbücher ein. Die Menschen, die sich > ihnen in den Weg stellen, tun das zu selten. Viele von ihnen haben > selber ein schwieriges Leben gehabt, als Flüchtlinge oder als > Arbeitsmigranten mit unsicherem Status. Viele von ihnen haben das noch > heute. > > In Frankreich wurden solche Akte der Zivilcourage großzügig belohnt. Der > Präsident lud in den Élysée-Palast ein, verlieh die Staatsbürgerschaft. > Wie kleinlich ist demgegenüber die offizielle deutsche Haltung in diesen > Fällen, die besagt: Pässe sind keine Belohnung, Aufenthaltstitel gibt es > nur streng nach Vorschrift? Deutschland ist ein Land, das auch > Spitzenforscher und sogar Spitzensportler bei der Einbürgerung > bevorzugt. Für Menschen, die ihr Leben riskieren, um sich schützend vor > Schwächere zu stellen, darf das ruhig auch gelten. Das sind Charaktere, > wie man sie gar nicht genug haben kann in einem Land. > > Mindestens genauso wichtig ist: Das sind Menschen, die oft für den Rest > ihres Lebens einen Preis zahlen. Mal sind es Albträume, mal Traumata. > Der "Held von Nizza", Franck Terrier, der die Todesfahrt eines > Islamisten stoppte, indem er bei voller Fahrt ins Führerhäuschen des Lkw > kletterte und bremste, hat Monate später versucht, sich das Leben zu > nehmen. Er leide darunter, nicht "mehr Leben gerettet zu haben". Auch > deshalb ist es die Pflicht der Gesellschaft - auch in Deutschland -, die > Solidarität der Retter zu erwidern." > > > Full ACK. Ja. > Frankreich macht das weitaus besser. Das war jetzt ein Scherz, oder? Frankreich pickt sich ausgewählte Personen heraus und macht da Symbolpolitik. Der Rest ist denen völlig Wurst. Die haben ja eine sehr lange Erfahrung mit den ganzen Maghrebinern im Land. Sarkozy wollte die schon mal "wegkärchern", da war er noch Innenminister. Ansonsten werden die in Außenbezirken der Städte gehalten und da sollen die bitteschön auch bleiben. Die Banlieues mögest Du bitte meiden, insbesondere nachts. Polizei wird Dir keine helfen, die kommt nur bei Tageslicht und auch nur in ganzen Hundertschaften. Mit weniger trauen die sich da nicht rein. Wieso die nun ausgerechnet ihr Nationalstadion da hin stellen, das werde ich nie verstehen. Das geht auch nur, wenn man wie in Frankreich eine Polizei hat, die erst zuschlägt und dann erst fragt, was überhaupt los ist. Als leuchtendes Vorbild scheint mir das nicht zu taugen. -- Stephan Niemand schreibt ein Buch alleine.
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| From | Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> |
|---|---|
| Date | 2021-07-28 13:40 -0700 |
| Message-ID | <d6b5a521-b094-451f-9612-bf316782797bn@googlegroups.com> |
| In reply to | #510638 |
Stephan Bumberger schrieb am Dienstag, 20. Juli 2021 um 10:17:54 UTC+2: > Am 20.07.2021 um 09:56 schrieb Dr. Joachim Neudert: > > Frankreich macht das weitaus besser. > Das war jetzt ein Scherz, oder? Frankreich pickt sich ausgewählte > Personen heraus und macht da Symbolpolitik. Der Rest ist denen völlig > Wurst. Die haben ja eine sehr lange Erfahrung mit den ganzen > Maghrebinern im Land. > > Sarkozy wollte die schon mal "wegkärchern", da war er noch > Innenminister. Ansonsten werden die in Außenbezirken der Städte gehalten Früher hatten die auch einen Nuklearsprengsatz im Hinblick u.a. auf die Hinrichtung angebundener Separatisten oder derer, die man dafür hielt, erprobt.
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| From | Goetz Schultz <ng.expire1221@goetz.co.uk> |
|---|---|
| Date | 2021-07-20 09:18 +0100 |
| Message-ID | <sd60so$8dv$1@dont-email.me> |
| In reply to | #510636 |
On 20/07/2021 08:56, Dr. Joachim Neudert wrote:
> https://www.sueddeutsche.de/meinung/terroranschlag-axt-attacke-zivilcourage-wuerzburg-1.5355099
>
>
[....]
>
> Full ACK. Frankreich macht das weitaus besser.
>
Ebenso ACK.
Es zeigt das sich Einsatz lohnt. Mit einer solchen Tat zeigt man ja
recht offensichtlich das man hinter dem Land steht das einen dann hängen
lässt.
Aber was auch sehr interessant ist, das die ganze Überwachung nichts
bringt (Welch Überraschung!) und man lieber irgendwelche erfundenen
Taten verhindert hat.
--
Cheers
G.
Quis custodiet ipsos custodes?
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X against HTML e-mail
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| From | Thomas Hochstein <thh@thh.name> |
|---|---|
| Date | 2021-07-20 20:44 +0200 |
| Message-ID | <gc.20210720204441.2040@scatha.ancalagon.de> |
| In reply to | #510639 |
Goetz Schultz schrieb: > Aber was auch sehr interessant ist, das die ganze Überwachung nichts > bringt (Welch Überraschung!) und man lieber irgendwelche erfundenen > Taten verhindert hat. Ja, und die Polizei hat sie auch nicht verhindert. Die können wir abschafffen. Mit dem Katastrophenschutz. Der verhindert Unwetter nicht, der warnt vor ihnen nicht - wozu braucht man einen Katastrophenschutz, der nicht vor Katastrophen schützt?
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| From | Goetz Schultz <ng.expire1221@goetz.co.uk> |
|---|---|
| Date | 2021-07-21 08:54 +0100 |
| Message-ID | <sd8jr1$uiu$1@dont-email.me> |
| In reply to | #510753 |
On 20/07/2021 19:44, Thomas Hochstein wrote:
> Goetz Schultz schrieb:
>
>> Aber was auch sehr interessant ist, das die ganze Überwachung nichts
>> bringt (Welch Überraschung!) und man lieber irgendwelche erfundenen
>> Taten verhindert hat.
>
> Ja, und die Polizei hat sie auch nicht verhindert. Die können wir
> abschafffen. Mit dem Katastrophenschutz. Der verhindert Unwetter
> nicht, der warnt vor ihnen nicht - wozu braucht man einen
> Katastrophenschutz, der nicht vor Katastrophen schützt?
>
Ich meine zu wissen, daß Du verstehst was mein Punkt ist. Von
Abschaffung der Polizei habe ich nicht gesprochen, aber wir wissen doch
das Kommunikation unter der Nase der "Agencies" abläuft, ohne das die
was erkennen. Keiner der Anschläge in Londinum wurde verhindert, trotz
der Snooper-Charta. Aber lieber will man Signal/Matrix verbieten oder
Backdoors haben. Mehr Daten wo man jetzt schon den Wald vor Bäumen nicht
sieht.
--
Cheers
G.
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| From | Lars Gebauer <lgebauer@live.de> |
|---|---|
| Date | 2021-07-21 12:12 +0200 |
| Message-ID | <sd8ru2$eq3$2@dont-email.me> |
| In reply to | #510753 |
Am 20.07.2021 um 20:44 schrieb Thomas Hochstein:
> Goetz Schultz schrieb:
>> Aber was auch sehr interessant ist, das die ganze Überwachung nichts
>> bringt (Welch Überraschung!) und man lieber irgendwelche erfundenen
>> Taten verhindert hat.
>
> Ja, und die Polizei hat sie auch nicht verhindert. Die können wir
> abschafffen. Mit dem Katastrophenschutz. Der verhindert Unwetter
> nicht, der warnt vor ihnen nicht - wozu braucht man einen
> Katastrophenschutz, der nicht vor Katastrophen schützt?
Wozu braucht man einen Verfassungsschutz, der nicht vor der Verfassung
schützt?
--
"Is' ohne Frühstück."
--Sunny
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| From | Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> |
|---|---|
| Date | 2021-07-21 03:23 -0700 |
| Message-ID | <6514ce72-34be-47fd-a187-64b3047fd87an@googlegroups.com> |
| In reply to | #510836 |
Lars Gebauer schrieb am Mittwoch, 21. Juli 2021 um 12:12:19 UTC+2: > Am 20.07.2021 um 20:44 schrieb Thomas Hochstein: > > wozu braucht man einen > > Katastrophenschutz, der nicht vor Katastrophen schützt? > Wozu braucht man einen Verfassungsschutz, der nicht vor der Verfassung > schützt? Dein Selbstschutz ist wirkungslos.
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| From | Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> |
|---|---|
| Date | 2021-07-20 01:30 -0700 |
| Message-ID | <18f0e57f-fb92-472d-82c8-6713ea389802n@googlegroups.com> |
| In reply to | #510636 |
JF Nudrt schrieb am Dienstag, 20. Juli 2021 um 09:56:45 UTC+2: > https://www.sueddeutsche.de/meinung/terroranschlag-axt-attacke-zivilcourage-wuerzburg-1.5355099 > > "Es war nicht die Vorratsdatenspeicherung, die den Somalier aufgehalten > hat, der in Würzburg vor zwei Wochen mit einem Messer auf Einkäuferinnen > und Passanten losgegangen ist. Nein, es war ein 42 Jahre alter > kurdischer Asylbewerber aus Iran, Chia Rabiei, der sich dem Täter > entgegenstellte, einen Rucksack auf ihn schleuderte, nach ihm trat, > kurz: sein Leben aufs Spiel setzte, um das Leben anderer zu schützen. > Gemeinsam mit anderen hat er den Täter umringt, ihn mit Flaschen > beworfen und so eine noch größere Bluttat verhindert. > > Es war nicht ein Staatstrojaner, der vier Jahre zuvor den Palästinenser > gestoppt hat, der in einem Supermarkt in Hamburg-Barmbek auf Passanten > einstach. Nein, es war Toufiq Arab, der 21 Jahre alte afghanische Azubi > im Supermarkt, der von seinem Platz aufsprang und dem Täter > hinterherrannte. Sein Mut hat dann andere angesteckt. Draußen auf der > Straße wuchs die Gruppe an, mit Café-Stühlen hielten sie den Täter in > Schach. Das war nicht der Mut der Verzweiflung. Das waren nicht > Menschen, die in die Enge getrieben waren. Sie sind bewusst auf einen > Mörder zugelaufen. > > Ein Asylbewerber aus Iran stellte sich dem Angreifer in Würzburg > entgegen. Seinem Einsatz ist es zu verdanken, dass bei der Messerattacke > nicht noch mehr Menschen starben. Nun fordern viele für ihn die deutsche > Staatsbürgerschaft. Geht das so einfach? Von Dietrich Mittler und Lea > Weinmann > Es war auch keine Rasterfahndung, die den Syrer aufgehalten hat, der in > Chemnitz vor fünf Jahren hochexplosiven Sprengstoff angerührt hatte. Es > waren Männer, die ebenfalls aus Syrien geflohen waren. Es waren der > damals 28 Jahre alte Maschinenbauer Ahmed E. und seine beiden Freunde > Mohamed A. und Sami M., die den Terroristen überwältigten und ihn als > quasi schon fertig verschnürtes Paket an die sächsische Polizei > übergaben. Danach mussten sie von der Polizei in einer "sicheren > Unterkunft" versteckt werden. Aus Angst vor der Rache der Islamisten. > > Viele Retter haben selber ein schwieriges Leben gehabt > > Die vergangenen fünf Jahre sind in Deutschland eine Zeit der Verletzung > gewesen, angefangen mit der Axt-Attacke eines 17 Jahre alten Pakistaners > in einer Regionalbahn bei Würzburg, die sich an diesem Sonntag jährt. > Aber es ist auch eine Zeit bewundernswerter Zivilcourage gewesen. Die > Gewalttäter gehen in die Geschichtsbücher ein. Die Menschen, die sich > ihnen in den Weg stellen, tun das zu selten. Viele von ihnen haben > selber ein schwieriges Leben gehabt, als Flüchtlinge oder als > Arbeitsmigranten mit unsicherem Status. Viele von ihnen haben das noch > heute. > > In Frankreich wurden solche Akte der Zivilcourage großzügig belohnt. Der > Präsident lud in den Élysée-Palast ein, verlieh die Staatsbürgerschaft. > Wie kleinlich ist demgegenüber die offizielle deutsche Haltung in diesen > Fällen, die besagt: Pässe sind keine Belohnung, Aufenthaltstitel gibt es > nur streng nach Vorschrift? Deutschland ist ein Land, das auch > Spitzenforscher und sogar Spitzensportler bei der Einbürgerung > bevorzugt. Für Menschen, die ihr Leben riskieren, um sich schützend vor > Schwächere zu stellen, darf das ruhig auch gelten. Das sind Charaktere, > wie man sie gar nicht genug haben kann in einem Land. > > Mindestens genauso wichtig ist: Das sind Menschen, die oft für den Rest > ihres Lebens einen Preis zahlen. Mal sind es Albträume, mal Traumata. > Der "Held von Nizza", Franck Terrier, der die Todesfahrt eines > Islamisten stoppte, indem er bei voller Fahrt ins Führerhäuschen des Lkw > kletterte und bremste, hat Monate später versucht, sich das Leben zu > nehmen. Er leide darunter, nicht "mehr Leben gerettet zu haben". Auch > deshalb ist es die Pflicht der Gesellschaft - auch in Deutschland -, die > Solidarität der Retter zu erwidern." > > > Full ACK. Frankreich macht das weitaus besser. Überlebende rechter Brandstiftungen wurden hier auch außer der Reihe eingebürgert. Die Frage geht an Seehofer und Konsorten. Gut, Seehofer hat so gut wie fertig. Und dann fragt sich noch, ob man auf den Einbürgerungstest verzichten und ggf. Doppelstaatsbürgerschaft außer der Reihe hinnehmen will. Kann man machen, wenn man Einbürgerung als Mittel der Belohnung oder Kompensation einsetzt.
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| From | Bernd <very.strange.matter@inboxclean.com> |
|---|---|
| Date | 2021-07-20 17:28 +0200 |
| Message-ID | <87zguhxavb.fsf@inboxclean.com> |
| In reply to | #510636 |
Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> writes: > Najaaaa. Frankreich und die Immigranten - eine häufig sehr traurige > Geschichte. In Anbetracht dessen, was ich so von Frankreich aus zweiter Hand erfahren habe wirkt das auf mich nur eine weitere Ausdrucksform einer einflussreichen politischen Gesinnung, die im Kern zwischen "ist in Paris" und "ist unwichtig" unterscheidet. Südfrankreich im allgemeinen soll da wohl auch ein Lied von singen können. —Bernd -- Er meint's ja nur gut...
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