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| Started by | Michael Bode <m.g.bode@web.de> |
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| First post | 2026-04-11 17:57 +0200 |
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Malle ist in Gefahr Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2026-04-11 17:57 +0200
Re: Malle ist in Gefahr "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2026-04-11 18:03 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2026-04-11 18:44 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2026-04-11 19:14 +0200
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Re: Malle ist in Gefahr Ulrich Weise <ulrich.weise@t-online.de> - 2026-04-13 11:53 +0200
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Re: Malle ist in Gefahr Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2026-04-14 12:00 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Friedrich Daumeyer <fdaumeyer@t-online.de> - 2026-04-13 23:09 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2026-04-13 23:37 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2026-04-14 04:54 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2026-04-14 07:49 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Ulrich D i e z <ud.usenetcorrespondence@web.de> - 2026-04-14 12:17 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2026-04-14 19:39 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2026-04-14 12:50 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Rick Szabo <rickszabo@web.de> - 2026-04-11 17:23 +0000
Re: Malle ist in Gefahr Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2026-04-11 20:16 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2026-04-11 21:25 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Ulf Kutzner <user2991@newsgrouper.org.invalid> - 2026-04-11 19:41 +0000
Re: Malle ist in Gefahr Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2026-04-11 21:55 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2026-04-11 22:09 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2026-04-11 22:22 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2026-04-12 01:06 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2026-04-12 01:56 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2026-04-13 00:01 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2026-04-13 05:59 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2026-04-15 02:06 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2026-04-15 07:11 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Gunter Kühne <kuehne-g@freenet.de> - 2026-04-15 10:15 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2026-04-15 11:12 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2026-04-15 11:52 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2026-04-13 01:20 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2026-04-13 01:24 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2026-04-15 02:08 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Ulf Kutzner <user2991@newsgrouper.org.invalid> - 2026-06-02 06:41 +0000
Re: Malle ist in Gefahr Ulf Kutzner <user2991@newsgrouper.org.invalid> - 2026-04-12 05:52 +0000
Re: Malle ist in Gefahr Ulrich Weise <ulrich.weise@t-online.de> - 2026-04-12 11:05 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2026-04-12 11:09 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Goetz Schultz <ng.expire1230@goetz.co.uk> - 2026-04-12 12:00 +0100
Re: Malle ist in Gefahr Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2026-04-12 13:09 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Goetz Schultz <ng.expire1230@goetz.co.uk> - 2026-04-12 12:25 +0100
Re: Malle ist in Gefahr Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2026-04-12 15:17 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Goetz Schultz <ng.expire1230@goetz.co.uk> - 2026-04-12 16:51 +0100
Re: Malle ist in Gefahr t.r.h@gmx.net (Torsten Rüdiger Hansen) - 2026-04-13 19:56 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2026-04-13 20:02 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2026-04-13 18:08 +0000
Re: Malle ist in Gefahr Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> - 2026-04-13 20:08 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Goetz Schultz <ng.expire1230@goetz.co.uk> - 2026-04-13 20:41 +0100
Re: Malle ist in Gefahr Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> - 2026-04-14 16:20 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Goetz Schultz <ng.expire1230@goetz.co.uk> - 2026-04-14 16:17 +0100
Re: Malle ist in Gefahr Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2026-04-14 15:23 +0000
Re: Malle ist in Gefahr Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> - 2026-04-17 16:23 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Diedrich Ehlerding <diedrich.ehlerding@t-online.de> - 2026-04-14 22:04 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2026-04-15 08:39 +0000
Re: Malle ist in Gefahr Goetz Schultz <ng.expire1230@goetz.co.uk> - 2026-04-15 13:18 +0100
Re: Malle ist in Gefahr Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2026-04-12 15:41 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Goetz Schultz <ng.expire1230@goetz.co.uk> - 2026-04-12 16:55 +0100
Re: Malle ist in Gefahr Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2026-04-12 11:29 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Ulf Kutzner <user2991@newsgrouper.org.invalid> - 2026-04-12 12:26 +0000
Re: Malle ist in Gefahr Goetz Schultz <ng.expire1230@goetz.co.uk> - 2026-04-12 16:56 +0100
Re: Malle ist in Gefahr t.r.h@gmx.net (Torsten Rüdiger Hansen) - 2026-04-13 19:56 +0200
Re: Malle ist in Gefahr Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2026-04-13 20:06 +0200
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| From | Heinz Brückner <Ha-He-Brueck@t-online.de> |
|---|---|
| Date | 2026-04-13 16:57 +0200 |
| Message-ID | <slvptktubd72pbg4j2al4djt179g84efa3@4ax.com> |
| In reply to | #661222 |
am Mon, 13 Apr 2026 13:07:34 +0200 schrieb Lars Gebauer <lgebauer@live.de>: > Am 13.04.26 um 12:52 schrieb Heinz Brückner: > > am Sun, 12 Apr 2026 18:57:14 +0200 schrieb "Dr. Joachim Neudert" > >> Am 12.04.26 um 18:48 schrieb Stefan Froehlich: > >>>> Niemand hält dich von einer großzügigen Spende an den > >>>> österreichischen Staat ab. Gerne auch als Dauerauftrag. > > > >>> Und welches Problem wäre Deiner Meinung nach damit gelöst? > >> > >> Das Glaubwürdigkeitsproblem von Stefan F. aus W. > >> Er bleibt halt Salon-Sozialist. > > > > Jeder kann in seinem stillen Kämmerlein > > gut und großzügig und spendabel sein. > > Oder "sich engagieren". > > Ohne Frage. > > > Unglaublich viele tun das auch, zum Beispiel > > freiwillig und unbezahlt bei den vielen Tafeln. > > Hier schon nicht mehr. Freilich gibt es auch Idealisten, die freiwillig > und unbezahlt die Tafeln unterstützen. Laut statista gibt es in den Ost-Bundesländern wesentlich weniger Tafeln als im Westen. <https://de.statista.com/statistik/daten/studie/291618/umfrage/anzahl-der-tafeln-nach-bundeslaendern/> Über eine Begründung schreib ich mal nix. Hab auch keine mit irgendeiner Art von Grundlage... "Sozialverband" sagt: "Die Zahl der Ukrainer*innen, die Lebensmittel bei Tafeln beziehen, ist inzwischen sogar rückläufig: „Wir beobachten bei den ukrainischen Kriegsgeflüchteten, dass viele mittlerweile im Arbeitsmarkt angekommen sind und nicht mehr auf die Tafel angewiesen sind."" Meinst du das mit "schon nicht mehr"? > > Aber darüber hinaus hat sich in D auch eine ziemlich finanzstarke > Sozialindustrie etabliert. Und da spielt Idealismus eine viel viel > kleinere Rolle. Da geht es zuerst einmal um ganz profanere Dinge wie die > Sicherung des eigenen Arbeitsplatzes und somit des eigenen Einkommens. Zur Einordnung: " www.tafel.de Quelle: Tafel-Umfrage 2025 77.000 Tafel-Aktive, davon sind 94% Ehrenamtliche 17,3 % selbst Kund:innen 60,5 % weiblich 70,3 % ab 63 Jahre 8,1 % bis 35 Jahre " > > > Das hilft aber nicht dabei, diese Tafeln überflüssig > > zu machen, > > Das Interesse, das zu tun, ist ja auch eher gering. Traurig genug. HeB
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| From | Michael Bode <m.g.bode@web.de> |
|---|---|
| Date | 2026-04-12 19:30 +0200 |
| Message-ID | <n42351Fftf3U1@mid.individual.net> |
| In reply to | #661110 |
Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) writes: > On Sun, 12 Apr 2026 17:57:25 Michael Bode wrote: >> Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) writes: >>>> Ich hatte auch nicht angedacht, dass du Leute dazu bringen >>>> solltest, ihre Gesundheit zu ruinieren. Nur einstellen und >>>> excellent bezahlen. > >>> Hätte ich Bedarf nach Personal würde ich auch sehr gute Gehälter >>> bezahlen, keine Frage. > >> Aha, also Fehlanzeige. Also sollen doch andere die gut bezahlten >> Arbeitsplätze schaffen. > > Niemand muss, und niemand schafft Arbeitsplätze aus > Selbstlosigkeit. Auch ich nicht. > > Dass bestimmte Branchen schlecht bezahlt sind, hat allerdings > weniger mit einzelnen Unternehmen zu tun, die diesen Umstand > ausnützen, sondern mit den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die > vorgegeben sind; daher gehört das auch dort geändert. Der einzelne > Reinigungsdienstleister kann in der Tat nicht hergehen und ab morgen > angemessene Gehälter bezahlen, ansonsten hätte er ab übermorgen > keine Kunden mehr. Und wenn alle zusammen die Preise erhöhen, sagen die Kunden prima, endlich tut mal jemand was? Angenommen, du hättest ein Büroetage, für die du eine Reinigungsfirma einmal pro Woche kommen lassen würdest. Jetzt erhöhen die ihren Stundensatz um 30%. Einfach bezahlen, weil ist ja für einen guten Zweck? Nur noch alle 2 Woche durchsaugen lassen? Günstigeren Anbieter suchen? Selber Preise erhöhen, weil Inflation, alles wird teurer? Geht vielleicht bei dir. Andere Branchen haben weltweiter Konkurrenz. Die interessiert das SPD Parteiprogramm wenig. >>> Im Übrigen bin ich jederzeit für eine Verschärfung der >>> Progressionskurve zu haben, die auch mich beträfe, oder für eine >>> Anhebung der Höchstgrenzen in der Sozialversicherung, die auch >>> mich beträfe etc. pp. > >> Niemand hält dich von einer großzügigen Spende an den >> österreichischen Staat ab. Gerne auch als Dauerauftrag. > > Und welches Problem wäre Deiner Meinung nach damit gelöst? Der Staat hätte mehr Geld und andere, die deiner Meinung sind, hätten ein Vorbild.
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| From | Lars Gebauer <lgebauer@live.de> |
|---|---|
| Date | 2026-04-12 20:03 +0200 |
| Message-ID | <10rgmqf$2i63b$3@dont-email.me> |
| In reply to | #661119 |
Am 12.04.26 um 19:30 schrieb Michael Bode:
> Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) writes:
>> Dass bestimmte Branchen schlecht bezahlt sind, hat allerdings
>> weniger mit einzelnen Unternehmen zu tun, die diesen Umstand
>> ausnützen, sondern mit den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die
>> vorgegeben sind; daher gehört das auch dort geändert. Der einzelne
>> Reinigungsdienstleister kann in der Tat nicht hergehen und ab morgen
>> angemessene Gehälter bezahlen, ansonsten hätte er ab übermorgen
>> keine Kunden mehr.
>
> Und wenn alle zusammen die Preise erhöhen, sagen die Kunden prima,
> endlich tut mal jemand was? Angenommen, du hättest ein Büroetage, für
> die du eine Reinigungsfirma einmal pro Woche kommen lassen
> würdest. Jetzt erhöhen die ihren Stundensatz um 30%. Einfach bezahlen,
> weil ist ja für einen guten Zweck? Nur noch alle 2 Woche durchsaugen
> lassen? Günstigeren Anbieter suchen? Selber Preise erhöhen, weil
> Inflation, alles wird teurer?
Gegen steigende Preise kennt die SPD ein probates Mittel: Die
Preisbremse bzw., wenn das nicht reicht, den -deckel.
> Geht vielleicht bei dir. Andere Branchen haben weltweiter
> Konkurrenz. Die interessiert das SPD Parteiprogramm wenig.
Wenn es dann keine Reinigungsfirmen mehr gibt, sieht die SPD daß auch
die eigenen Büros verdrecken und beklagt den Fachkräftemangel. Zur
Lösung dieses Problems werden dann weitere Migranten ins Land geholt.
--
"Es hat keine Generation gegeben, die sich nicht im exzentrischen Sinne
"modern" fühlte und unmittelbar vor einem Abgrund zu stehen glaubte."
--Walter Benjamin
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| From | Ulrich D i e z <ud.usenetcorrespondence@web.de> |
|---|---|
| Date | 2026-04-14 11:08 +0200 |
| Message-ID | <10rl05m$9g9m$4@solani.org> |
| In reply to | #661127 |
Lars Gebauer schrieb: > Am 12.04.26 um 19:30 schrieb Michael Bode: >> Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) writes: >>> Dass bestimmte Branchen schlecht bezahlt sind, hat allerdings >>> weniger mit einzelnen Unternehmen zu tun, die diesen Umstand >>> ausnützen, sondern mit den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die >>> vorgegeben sind; daher gehört das auch dort geändert. Der einzelne >>> Reinigungsdienstleister kann in der Tat nicht hergehen und ab morgen >>> angemessene Gehälter bezahlen, ansonsten hätte er ab übermorgen >>> keine Kunden mehr. >> >> Und wenn alle zusammen die Preise erhöhen, sagen die Kunden prima, >> endlich tut mal jemand was? Angenommen, du hättest ein Büroetage, für >> die du eine Reinigungsfirma einmal pro Woche kommen lassen >> würdest. Jetzt erhöhen die ihren Stundensatz um 30%. Einfach bezahlen, >> weil ist ja für einen guten Zweck? Nur noch alle 2 Woche durchsaugen >> lassen? Günstigeren Anbieter suchen? Selber Preise erhöhen, weil >> Inflation, alles wird teurer? > > Gegen steigende Preise kennt die SPD ein probates Mittel: Die > Preisbremse bzw., wenn das nicht reicht, den -deckel. > >> Geht vielleicht bei dir. Andere Branchen haben weltweiter >> Konkurrenz. Die interessiert das SPD Parteiprogramm wenig. > > Wenn es dann keine Reinigungsfirmen mehr gibt, sieht die SPD daß auch > die eigenen Büros verdrecken und beklagt den Fachkräftemangel. Und lässt engagierte Parteigenoss/inn/en, die aus dem Putzen keine elitäre Angelegenheit machen, zum gemeinsamen Revierreinigen antreten. Oder sind die Leute sich dafür alle zu gut und überlassen das den Angehörigen niederer Kasten? > Zur > Lösung dieses Problems werden dann weitere Migranten ins Land geholt. Mit freundlichem Gruß Ulrich
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| From | Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) |
|---|---|
| Date | 2026-04-12 19:49 +0000 |
| Message-ID | <3t69dbf597i36d7aan3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at> |
| In reply to | #661119 |
On Sun, 12 Apr 2026 19:30:08 Michael Bode wrote: > Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) writes: >> Dass bestimmte Branchen schlecht bezahlt sind, hat allerdings >> weniger mit einzelnen Unternehmen zu tun, die diesen Umstand >> ausnützen, sondern mit den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, >> die vorgegeben sind; daher gehört das auch dort geändert. Der >> einzelne Reinigungsdienstleister kann in der Tat nicht hergehen >> und ab morgen angemessene Gehälter bezahlen, ansonsten hätte er >> ab übermorgen keine Kunden mehr. > Und wenn alle zusammen die Preise erhöhen, sagen die Kunden prima, > endlich tut mal jemand was? Ziemlich sicher nicht, so what? > Angenommen, du hättest ein Büroetage, für die du eine > Reinigungsfirma einmal pro Woche kommen lassen würdest. Jetzt > erhöhen die ihren Stundensatz um 30%. Einfach bezahlen, weil ist > ja für einen guten Zweck? Niemand verlangt, dass irgendjemand für einen guten Zweck mehr Geld ausgibt. Wenn aber Reinigungsfachkräfte so viel bezahlt bekämen, dass der Wortbestandteil "fach" nicht ganz so euphemistisch wirkte, dann würde das entweder bezahlt werden, oder der ehemalige Kunde müsste selber putzen. Freilich, hätten die Reinigungsfachkräfte dann mit einem einzigen Job schon ein halbwegs leistbares Leben, würde diese zusätzliche Kaufkraft an anderen Stellen fehlen. Aber, siehe oben, so what? (Im übrigen wäre der Verlust für den Rest der Gesellschaft deutlich unterproportional, weil selbige Fachkräfte jedes Mehreinkommen sofort und häufig im Inland wieder ausgeben, anstatt Urlaube in Fernost zu verbringen) > Nur noch alle 2 Woche durchsaugen lassen? Günstigeren Anbieter > suchen? Selber Preise erhöhen, weil Inflation, alles wird teurer? Alles möglich. Wird sich dann schon zeigen, dafür gibt es doch die Marktwirtschaft, dachte ich? >>>> Im Übrigen bin ich jederzeit für eine Verschärfung der >>>> Progressionskurve zu haben, die auch mich beträfe, oder für >>>> eine Anhebung der Höchstgrenzen in der Sozialversicherung, die >>>> auch mich beträfe etc. pp. >> >>> Niemand hält dich von einer großzügigen Spende an den >>> österreichischen Staat ab. Gerne auch als Dauerauftrag. >> Und welches Problem wäre Deiner Meinung nach damit gelöst? > Der Staat hätte mehr Geld ...in einer gesellschaftlich vollkommen irrelevanten Größenordnung. IMO war einer der zentralen Fehler von Marlene Engelhorn, ihr Erbe einfach herzuschenken, anstatt es strategisch einzusetzen. Jetzt, wo es weg ist, hat sie auch ihre Stimme verloren. Und das schrieb ich schon, bevor sie es umgesetzt hat. Servus, Stefan -- http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike So ein glanzvoller Gedanke: Stefan! (Sloganizer)
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| From | Lars Gebauer <lgebauer@live.de> |
|---|---|
| Date | 2026-04-12 22:14 +0200 |
| Message-ID | <10rgufa$2q7i0$1@dont-email.me> |
| In reply to | #661138 |
Am 12.04.26 um 21:49 schrieb Stefan Froehlich:
> IMO war einer der zentralen Fehler von Marlene Engelhorn, ihr Erbe
> einfach herzuschenken, anstatt es strategisch einzusetzen. Jetzt, wo
> es weg ist, hat sie auch ihre Stimme verloren.
Ja wer ist die auch? Was hat sie geleistet, was irgendwie im Gedächtnis
bleibt? Kann die irgendwas, was Leute sehen oder hören wollen? Egal, was?
Das einzige interessante an ihr, war ihre Millionenverschenkerei. Und
nun, wo ihr Unique Selling Point weg ist, ist auch das Interesse weg.
Teurer Spaß. Zeigt aber deutlich, daß es mit ihr auch nicht so weit her ist.
--
"Es hat keine Generation gegeben, die sich nicht im exzentrischen Sinne
"modern" fühlte und unmittelbar vor einem Abgrund zu stehen glaubte."
--Walter Benjamin
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| From | Lars Gebauer <lgebauer@live.de> |
|---|---|
| Date | 2026-04-12 22:18 +0200 |
| Message-ID | <10rgum8$2qaks$2@dont-email.me> |
| In reply to | #661138 |
Am 12.04.26 um 21:49 schrieb Stefan Froehlich:
> IMO war einer der zentralen Fehler von Marlene Engelhorn, ihr Erbe
> einfach herzuschenken, anstatt es strategisch einzusetzen. Jetzt, wo
> es weg ist, hat sie auch ihre Stimme verloren.
Ja wer ist die auch? Was hat sie geleistet, was irgendwie im Gedächtnis
bleibt? Kann die irgendwas, was Leute sehen oder hören wollen? Egal, was?
Das einzige interessante an ihr, war ihre Millionenverschenkerei. Und
nun, wo ihr Unique Selling Point weg ist, ist auch das Interesse weg.
Teurer Spaß. Zeigt aber deutlich, daß es mit ihr auch nicht so weit her ist.
Al Gore war irgendwie cleverer. Der hat einen (halben) Nobelpreis dafür
gekriegt, daß er mit einem Diavortrag über die Dörfer gezogen ist.
--
"Es hat keine Generation gegeben, die sich nicht im exzentrischen Sinne
"modern" fühlte und unmittelbar vor einem Abgrund zu stehen glaubte."
--Walter Benjamin
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| From | Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) |
|---|---|
| Date | 2026-04-13 07:23 +0000 |
| Message-ID | <bt69dc998fi2ba565n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at> |
| In reply to | #661142 |
On Sun, 12 Apr 2026 22:18:16 Lars Gebauer wrote: > Am 12.04.26 um 21:49 schrieb Stefan Froehlich: >> IMO war einer der zentralen Fehler von Marlene Engelhorn, ihr >> Erbe einfach herzuschenken, anstatt es strategisch einzusetzen. >> Jetzt, wo es weg ist, hat sie auch ihre Stimme verloren. > Ja wer ist die auch? Was hat sie geleistet, was irgendwie im > Gedächtnis bleibt? Kann die irgendwas, was Leute sehen oder hören > wollen? Egal, was? Nicht sehr viel mehr, als diverse andere Großerben. Im Gegensatz zu denen (und zum Großteil dieser Gruppe, der zwar nicht reich ist, aber eine verblüffende Sympathie für zufällig erworbenen Wohlstand anderer Leute hat) hat sie das Problem immerhin verstanden. > Das einzige interessante an ihr, war ihre Millionenverschenkerei. > Und nun, wo ihr Unique Selling Point weg ist, ist auch das > Interesse weg. Genau das schrieb ich ja. Servus, Stefan -- http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike Sehnen, mehr als man ersehnt. Stefan: superb und blausam. (Sloganizer)
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| From | Michael Bode <m.g.bode@web.de> |
|---|---|
| Date | 2026-04-12 22:43 +0200 |
| Message-ID | <n42efbFho5aU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #661138 |
Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) writes: >> Der Staat hätte mehr Geld > > ...in einer gesellschaftlich vollkommen irrelevanten Größenordnung. Warum soll ich ... wenn eine Milliarde Chinesen es nicht tun? Kenne ich.
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| From | Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) |
|---|---|
| Date | 2026-04-13 07:25 +0000 |
| Message-ID | <dt69dc99fdi2ba565n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at> |
| In reply to | #661149 |
On Sun, 12 Apr 2026 22:43:23 Michael Bode wrote: > Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) writes: >>> Der Staat hätte mehr Geld >> ...in einer gesellschaftlich vollkommen irrelevanten Größenordnung. > Warum soll ich ... wenn eine Milliarde Chinesen es nicht tun? Ich weiss eh auch so, dass Du es nicht kapierst, weshalb lässt Du es dennoch gar so deutlich heraushängen? Servus, Stefan -- http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike Ein Traum wird wahr. Mit Stefan. Ein lahmes Vergnügen! (Sloganizer)
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| From | Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> |
|---|---|
| Date | 2026-04-13 11:06 +0200 |
| Message-ID | <20260413110654.3ba3e945.dietz.usenet@rotfl.franken.de> |
| In reply to | #661183 |
Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) wrote: > On Sun, 12 Apr 2026 22:43:23 Michael Bode wrote: > > Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) writes: > >>> Der Staat hätte mehr Geld > > >> ...in einer gesellschaftlich vollkommen irrelevanten > >> Größenordnung. > > > Warum soll ich ... wenn eine Milliarde Chinesen es nicht tun? > > Ich weiss eh auch so, dass Du es nicht kapierst, weshalb lässt Du es > dennoch gar so deutlich heraushängen? Das kapiert er nicht, woll'n wir wetten? -- Denkst Du noch, oder promptest Du schon?
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| From | Michael Bode <m.g.bode@web.de> |
|---|---|
| Date | 2026-04-13 18:29 +0200 |
| Message-ID | <n44jvbFruhhU2@mid.individual.net> |
| In reply to | #661183 |
Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) writes: > Ich weiss eh auch so, dass Du es nicht kapierst, weshalb lässt Du es > dennoch gar so deutlich heraushängen? Dir gehen schon die Argumente aus? Das ging schneller als erwartet.
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| From | Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> |
|---|---|
| Date | 2026-04-14 09:10 +0200 |
| Message-ID | <20260414091012.4622e124.dietz.usenet@rotfl.franken.de> |
| In reply to | #661286 |
Michael Bode <m.g.bode@web.de> wrote: > Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) writes: > > > Ich weiss eh auch so, dass Du es nicht kapierst, weshalb lässt Du es > > dennoch gar so deutlich heraushängen? > > Dir gehen schon die Argumente aus? Das ging schneller als erwartet. Tja, Bode. Was soll man auf "1000000000 Chinesen" auch erwidern. -- Denkst Du noch, oder promptest Du schon?
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| From | Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) |
|---|---|
| Date | 2026-04-14 14:53 +0000 |
| Message-ID | <7t69de54dai3230dfn3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at> |
| In reply to | #661286 |
On Mon, 13 Apr 2026 18:29:29 Michael Bode wrote: > Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) writes: >> Ich weiss eh auch so, dass Du es nicht kapierst, weshalb lässt Du >> es dennoch gar so deutlich heraushängen? > Dir gehen schon die Argumente aus? Argumente verschwinden dadurch nicht, dass man sie bringt. Es ist immer noch das selbe und bleibt es auch weiterhin. Ich habe nur wenig Bock auf Wiederhollung. Servus, Stefan -- http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike Versuchung in der Agonie des Glücks: Stefan! (Sloganizer)
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| From | Ulrich D i e z <ud.usenetcorrespondence@web.de> |
|---|---|
| Date | 2026-04-14 10:45 +0200 |
| Message-ID | <10rkuqc$9g9m$3@solani.org> |
| In reply to | #661090 |
Stefan Froehlich schrieb: > On Sun, 12 Apr 2026 14:04:57 Michael Bode wrote: >> Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) writes: >>>> Du bist doch selbstständig. Niemand hindert dich, ein paar >>>> hochbezahlte Gehilfen einzustellen. Mach einfach. > >>> Ich bin zwar selbständig, allerdings nicht in den Bereichen, in >>> denen typischerweise auf Mitarbeiter herabgesehen wird, die für >>> schlechtere Bezahlung auch noch ihre Gesundheit ruinieren. > >> Ich hatte auch nicht angedacht, dass du Leute dazu bringen >> solltest, ihre Gesundheit zu ruinieren. Nur einstellen und >> excellent bezahlen. > > Hätte ich Bedarf nach Personal würde ich auch sehr gute Gehälter > bezahlen, keine Frage. Ich würde Gehälter bezahlen, die der Arbeitsleistung angemessen sind. Schlechte Arbeit -> schlechte Bezahlung. Gute Arbeit -> gute Bezahlung. In allen Bereichen. Auch bei Ärzt/inn/en, Beamt/inn/en, Politiker/inne/n, Jurist/inn/en, Journalist/inn/en, Manager/inn/en und Erziehungs- und Lehrpersonal. Wir haben zu viele Berufssparten, in denen die Leute nicht nach der Qualität der von ihnen abgelieferten Arbeit bezahlt werden. >>> Jetzt einmal völlig abgesehen davon, dass es nicht darum geht, >>> irgendwelche einzelnen Unternehme[rn] zu überzeugen, sondern ein >>> gesellschaftliches Problem zu lösen. > >> Aber ohne selbst Teil der Lösung zu sein, richtig? > > Doch, selbstverständlich. > > Im Übrigen bin ich jederzeit für eine Verschärfung der > Progressionskurve zu haben, die auch mich beträfe, oder für eine > Anhebung der Höchstgrenzen in der Sozialversicherung, die auch mich > beträfe etc. pp. > > Dass mir permanent unterstellt würde, ich wäre hinter anderer Leute > Geld her, mag am Egoismus der Kritiker liegen, die sich ausser > Eigennutz gar keine andere Motivation vorstellen können, ist aber > vollkommen falsch. > > Servus, > Stefan > Mit freundlichem Gruß Ulrich
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| From | "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2026-04-14 11:45 +0200 |
| Message-ID | <10rl2ch$9ifh$1@solani.org> |
| In reply to | #661345 |
Am 14.04.26 um 10:45 schrieb Ulrich D i e z: > In allen Bereichen. Auch bei Ärzt/inn/en, Beamt/inn/en, > Politiker/inne/n, Jurist/inn/en, Journalist/inn/en, Manager/inn/en und > Erziehungs- und Lehrpersonal. > Wir haben zu viele Berufssparten, in denen die Leute nicht nach der > Qualität der von ihnen abgelieferten Arbeit bezahlt werden. Du meinst, Ärzte z.B. nur bei Heilungserfolg. Wie das die Chinesen früher hielten? OK. Für unheilbare Krankheiten wirst Du dann aber woanders Linderung und Trost suchen müssen. Manche Berufe werden auch nach Risiko bezahlt. Industriekletterer, Baumpfleger kletternd, Tiefseetaucher. Manche Berufe sind nicht gar so schwierig, finden aber an ungewöhnlichen Arbeitsplätzen statt. Schwierig können sie dann zusätzlich sein. Beispielsweise auf Ölplattformen in der Nordsee. Manche Berufe sind schwierig und haben dafür eine etwas längere Ausbildung. Mein Abitur hatte ich mit 19. Dann kamen 6 Jahre Studium, mit 25 war ich approbierter Arzt. DANN begann die richtige Ausbildung, zum Internisten, interventionellen Kardiologen, und als ich das mit 36 Jahren alles gut konnte habe ich nochmal 4 Jahre Nephrologie daufgesattelt. Seither habe ich dann erst ganz gut verdient als Oberarzt, aber erst mit der Niederlassung mit 45 Jahren, mit 300 000 Euro frischen Schulden, als selbständiger Freiberufler mit vollem Risiko (Geld, Behandlungsrisiken) richtig gut. Die ersten 2 Jahre habe ich mit den drückenden Schulden noch nicht so gut geschlafen. Die letzten Praxis-Schulden habe ich letztes Jahr getilgt. Vor der Niederlassung als interventioneller Kardiiologe steht aber erst die Qualifikation nach SGB V: 1000 eigenständige Herzkatheter innerhalb 4 Jahren, 300 selbständige Koronarinterventionen (Stents, Infarkt-akut-Behandlung innerhalb 3 Jahren) muß man als Kardiologe vorweisen, um ambulant interventionelle Kardiologie überhaupt abrechnen zu dürfen. Hohe Hürden, nur an grossen Zentren wie meiner Uniklinik Großhadern schafft man solche Zahlen. Und dann: Hast Du schon mal was von Qualitätssicherung gehört? Der unterliegt man als Arzt laufend. Als Hausarzt weniger, als Facharzt mehr. Erst mal müssen alle beide jeweils 250 CME-Weiterbildungspunkte in 5 Jahren nachweisen, sonst gibt es Honorarumsatz-Abzüge. Durch Besuch zertifizierter Fachvorträge. Die KV zieht dann Stichproben. Jedes zweite Jahr hat sie 6 Fälle/Namen aus meinen Herztkatheter-Abrechnungen zufällig ausgewählt und an externe Gutachter gegeben, die sich die Eingriffe im Original angesehen haben. Ob ich das weiterhin kann, wofür ich die Qualifikation erworben hatte. Dasselbe bei der Echokatdiographie, dem Ultraschall. Die akzuelle Qualität des Gerätes muß nachgewiesen werden (vom Hersteller), damit da nicht mit alten Gurken geschallt wird. Und auch da werden laufen Stichproben gezogen und extern gutachterlich kontrolliert. Katheter und Stent-Eingriffe: sowophl in der Klinik als auch in der Praxis wird darüberhinaus jeder einzelne Eingriff einer Qualitätssicherung unterzogen: Indikationsstellung, Untersuchungsdauer, Strahlendosis, Komplikationen am Gefäßzugang (Nachblutungen), Ergebnis des Eingriffs. Notwendige Zweiteingriffe, Notfälle. Zentral gesammelt und ausgewertet vom IQWIQ: https://www.iqwig.de Einmal im Jahr erhält man die Ergebnisse. Die Software zur Qualitätssicherung musste ich selbst anschaffen, 2500 Euro, jede Meldung kostet dann eintzeln nochmal 2,50 Euro an den Hersteller der QuaSi. "Medizin auf dem Prüfstand Das unabhängige Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) untersucht den Nutzen und den Schaden von medizinischen Maßnahmen für Patientinnen und Patienten. Über die Vorteile und Nachteile von Untersuchungs- und Behandlungsverfahren informieren wir in Form von wissenschaftlichen Berichten und allgemein verständlichen Gesundheitsinformationen." Das Labor unterliegt ständiger Qualitätssicherung. Die Schrittmacherprüfungen ebenso. Und dann kommt der Ex-Soldat Diez daher und schlägt vor doch mal nach Qualität zu bezahlen. Ja, ist recht. Wie war das bei deiner Arbeit? -- Ammersee Meer braucht's ned
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| From | Thomas Einzel <usenet-2026@einzel.de> |
|---|---|
| Date | 2026-04-14 12:37 +0200 |
| Message-ID | <7228bda8-8172-4557-94b6-30cc49e4fb45@news.einzel.de> |
| In reply to | #661353 |
Am 14.04.2026 um 11:45 schrieb Dr. Joachim Neudert: [Joachim plaudert aus dem Nähkästchen] [...] > Manche Berufe sind schwierig und haben dafür eine etwas längere > Ausbildung. Mein Abitur hatte ich mit 19. Dann kamen 6 Jahre Studium, > mit 25 war ich approbierter Arzt. DANN begann die richtige Ausbildung, > zum Internisten, interventionellen Kardiologen, und als ich das mit 36 > Jahren alles gut konnte habe ich nochmal 4 Jahre Nephrologie > daufgesattelt. Seither habe ich dann erst ganz gut verdient als > Oberarzt, aber erst mit der Niederlassung mit 45 Jahren, mit 300 000 > Euro frischen Schulden, als selbständiger Freiberufler mit vollem Risiko > (Geld, Behandlungsrisiken) richtig gut. Die ersten 2 Jahre habe ich mit > den drückenden Schulden noch nicht so gut geschlafen. Die letzten > Praxis-Schulden habe ich letztes Jahr getilgt. > > Vor der Niederlassung als interventioneller Kardiiologe steht aber erst > die Qualifikation nach SGB V: 1000 eigenständige Herzkatheter innerhalb > 4 Jahren, 300 selbständige Koronarinterventionen (Stents, Infarkt-akut- > Behandlung innerhalb 3 Jahren) muß man als Kardiologe vorweisen, um > ambulant interventionelle Kardiologie überhaupt abrechnen zu dürfen. > Hohe Hürden, nur an grossen Zentren wie meiner Uniklinik Großhadern > schafft man solche Zahlen. > > Und dann: Hast Du schon mal was von Qualitätssicherung gehört? Der > unterliegt man als Arzt laufend. Als Hausarzt weniger, als Facharzt > mehr. Erst mal müssen alle beide jeweils 250 CME-Weiterbildungspunkte in > 5 Jahren nachweisen, sonst gibt es Honorarumsatz-Abzüge. Durch Besuch > zertifizierter Fachvorträge. > Die KV zieht dann Stichproben. Jedes zweite Jahr hat sie 6 Fälle/Namen > aus meinen Herztkatheter-Abrechnungen zufällig ausgewählt und an externe > Gutachter gegeben, die sich die Eingriffe im Original angesehen haben. > Ob ich das weiterhin kann, wofür ich die Qualifikation erworben hatte. > Dasselbe bei der Echokatdiographie, dem Ultraschall. [...] ehrlich gemeint: danke für den Einblick, erfährt man so normalerweise nicht -- Thomas
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| From | Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2026-04-14 14:01 +0000 |
| Message-ID | <10rlhbh$9uh6$1@solani.org> |
| In reply to | #661363 |
Thomas Einzel <usenet-2026@einzel.de> wrote: > Am 14.04.2026 um 11:45 schrieb Dr. Joachim Neudert: > > [Joachim plaudert aus dem Nähkästchen] > [...] >> Manche Berufe sind schwierig und haben dafür eine etwas längere >> Ausbildung. Mein Abitur hatte ich mit 19. Dann kamen 6 Jahre Studium, >> mit 25 war ich approbierter Arzt. DANN begann die richtige Ausbildung, >> zum Internisten, interventionellen Kardiologen, und als ich das mit 36 >> Jahren alles gut konnte habe ich nochmal 4 Jahre Nephrologie >> daufgesattelt. Seither habe ich dann erst ganz gut verdient als >> Oberarzt, aber erst mit der Niederlassung mit 45 Jahren, mit 300 000 >> Euro frischen Schulden, als selbständiger Freiberufler mit vollem Risiko >> (Geld, Behandlungsrisiken) richtig gut. Die ersten 2 Jahre habe ich mit >> den drückenden Schulden noch nicht so gut geschlafen. Die letzten >> Praxis-Schulden habe ich letztes Jahr getilgt. >> >> Vor der Niederlassung als interventioneller Kardiiologe steht aber erst >> die Qualifikation nach SGB V: 1000 eigenständige Herzkatheter innerhalb >> 4 Jahren, 300 selbständige Koronarinterventionen (Stents, Infarkt-akut- >> Behandlung innerhalb 3 Jahren) muß man als Kardiologe vorweisen, um >> ambulant interventionelle Kardiologie überhaupt abrechnen zu dürfen. >> Hohe Hürden, nur an grossen Zentren wie meiner Uniklinik Großhadern >> schafft man solche Zahlen. >> >> Und dann: Hast Du schon mal was von Qualitätssicherung gehört? Der >> unterliegt man als Arzt laufend. Als Hausarzt weniger, als Facharzt >> mehr. Erst mal müssen alle beide jeweils 250 CME-Weiterbildungspunkte in >> 5 Jahren nachweisen, sonst gibt es Honorarumsatz-Abzüge. Durch Besuch >> zertifizierter Fachvorträge. >> Die KV zieht dann Stichproben. Jedes zweite Jahr hat sie 6 Fälle/Namen >> aus meinen Herztkatheter-Abrechnungen zufällig ausgewählt und an externe >> Gutachter gegeben, die sich die Eingriffe im Original angesehen haben. >> Ob ich das weiterhin kann, wofür ich die Qualifikation erworben hatte. >> Dasselbe bei der Echokatdiographie, dem Ultraschall. [...] > > ehrlich gemeint: danke für den Einblick, erfährt man so normalerweise nicht Danke dafür. Mir ist auch erst beim Schreiben aufgefallen, dass das den meisten Leute nicht bekannt sein dürfte und ein Einblick eventuell ganz interessant sein kann. -- please forgive my iPhone typos
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| From | Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> |
|---|---|
| Date | 2026-04-14 14:09 +0000 |
| Message-ID | <10rlhr5$9usa$1@solani.org> |
| In reply to | #661395 |
Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> wrote: > Thomas Einzel <usenet-2026@einzel.de> wrote: >> Am 14.04.2026 um 11:45 schrieb Dr. Joachim Neudert: >> >> [Joachim plaudert aus dem Nähkästchen] >> [...] >>> Manche Berufe sind schwierig und haben dafür eine etwas längere >>> Ausbildung. Mein Abitur hatte ich mit 19. Dann kamen 6 Jahre Studium, >>> mit 25 war ich approbierter Arzt. DANN begann die richtige Ausbildung, >>> zum Internisten, interventionellen Kardiologen, und als ich das mit 36 >>> Jahren alles gut konnte habe ich nochmal 4 Jahre Nephrologie >>> daufgesattelt. Seither habe ich dann erst ganz gut verdient als >>> Oberarzt, aber erst mit der Niederlassung mit 45 Jahren, mit 300 000 >>> Euro frischen Schulden, als selbständiger Freiberufler mit vollem Risiko >>> (Geld, Behandlungsrisiken) richtig gut. Die ersten 2 Jahre habe ich mit >>> den drückenden Schulden noch nicht so gut geschlafen. Die letzten >>> Praxis-Schulden habe ich letztes Jahr getilgt. >>> >>> Vor der Niederlassung als interventioneller Kardiiologe steht aber erst >>> die Qualifikation nach SGB V: 1000 eigenständige Herzkatheter innerhalb >>> 4 Jahren, 300 selbständige Koronarinterventionen (Stents, Infarkt-akut- >>> Behandlung innerhalb 3 Jahren) muß man als Kardiologe vorweisen, um >>> ambulant interventionelle Kardiologie überhaupt abrechnen zu dürfen. >>> Hohe Hürden, nur an grossen Zentren wie meiner Uniklinik Großhadern >>> schafft man solche Zahlen. >>> >>> Und dann: Hast Du schon mal was von Qualitätssicherung gehört? Der >>> unterliegt man als Arzt laufend. Als Hausarzt weniger, als Facharzt >>> mehr. Erst mal müssen alle beide jeweils 250 CME-Weiterbildungspunkte in >>> 5 Jahren nachweisen, sonst gibt es Honorarumsatz-Abzüge. Durch Besuch >>> zertifizierter Fachvorträge. >>> Die KV zieht dann Stichproben. Jedes zweite Jahr hat sie 6 Fälle/Namen >>> aus meinen Herztkatheter-Abrechnungen zufällig ausgewählt und an externe >>> Gutachter gegeben, die sich die Eingriffe im Original angesehen haben. >>> Ob ich das weiterhin kann, wofür ich die Qualifikation erworben hatte. >>> Dasselbe bei der Echokatdiographie, dem Ultraschall. [...] >> >> ehrlich gemeint: danke für den Einblick, erfährt man so normalerweise nicht > > Danke dafür. Mir ist auch erst beim Schreiben aufgefallen, dass das den > meisten Leute nicht bekannt sein dürfte und ein Einblick eventuell ganz > interessant sein kann. > Was ich ganz vergessen habe: auch die Mindestzahlen der Eingriffe und Operationen müssen jährlich der Qualitätssicherungsstelle nachgewiesen werden. Um zu zeigen daß man ständig in Übung ist. In meinem Fall 150 Herzkatheter jedes Jahr wieder, davon mindestens 50 Interventionen (Stents, Rekanalisation eines Verschlusses und vergleichbares) -- please forgive my iPhone typos
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| From | Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> |
|---|---|
| Date | 2026-04-15 00:01 +0200 |
| Message-ID | <20260415000118.09a006b1.dietz.usenet@rotfl.franken.de> |
| In reply to | #661363 |
Thomas Einzel <usenet-2026@einzel.de> wrote: > Am 14.04.2026 um 11:45 schrieb Dr. Joachim Neudert: > > [Joachim plaudert aus dem Nähkästchen] [Neudert erzählt mal wieder Geschichten] > > ehrlich gemeint: danke für den Einblick, erfährt man so normalerweise > nicht Wobei Du bei Neudert guten Gewissens von massiver Übertreibung ausgehen kannst ... -- Denkst Du noch, oder promptest Du schon?
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