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Groups > ger.ct > #213577 > unrolled thread

DAS ist SPARTA!

Started by"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
First post2015-07-25 22:21 +0200
Last post2015-07-27 12:36 +0200
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  DAS ist SPARTA! "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2015-07-25 22:21 +0200
    Re: DAS ist SPARTA! Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2015-07-25 22:36 +0200
      Re: DAS ist SPARTA! "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2015-07-25 22:44 +0200
        Re: DAS ist SPARTA! Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2015-07-25 22:53 +0200
          Re: DAS ist SPARTA! "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2015-07-25 22:56 +0200
        Re: DAS ist SPARTA! Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2015-07-25 23:58 +0200
        Re: DAS ist SPARTA! Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2015-07-26 08:08 +0200
          Re: DAS ist SPARTA! "Ulrich F. Heidenreich" <from!not-for-mail@tremornet.de> - 2015-07-27 10:57 +0200
            Re: DAS ist SPARTA! "Ralph A. Schmid, dk5ras" <ralph@schmid.xxx> - 2015-07-27 11:18 +0200
              Re: DAS ist SPARTA! "Ralph A. Schmid, dk5ras" <ralph@schmid.xxx> - 2015-07-27 15:24 +0200
                Re: DAS ist SPARTA! Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2015-07-27 15:54 +0200
                  Re: DAS ist SPARTA! Lothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de> - 2015-07-27 07:29 -0700
                    Re: DAS ist SPARTA! "Ralph A. Schmid, dk5ras" <ralph@schmid.xxx> - 2015-07-28 09:16 +0200
                  Re: DAS ist SPARTA! "Ralph A. Schmid, dk5ras" <ralph@schmid.xxx> - 2015-07-27 16:29 +0200
                    Re: DAS ist SPARTA! Lars Gebauer <lgebauer@arcor.de> - 2015-07-27 16:33 +0200
                      Re: DAS ist SPARTA! "Ralph A. Schmid, dk5ras" <ralph@schmid.xxx> - 2015-07-28 09:17 +0200
                        Re: DAS ist SPARTA! Lars Gebauer <lgebauer@arcor.de> - 2015-07-28 11:42 +0200
                          Re: DAS ist SPARTA! "Ralph A. Schmid, dk5ras" <ralph@schmid.xxx> - 2015-07-28 12:13 +0200
                  Re: DAS ist SPARTA! Wolfgang Kynast <wky@gmx.de> - 2015-07-27 16:56 +0200
              Re: DAS ist SPARTA! "Ulrich F. Heidenreich" <from!not-for-mail@tremornet.de> - 2015-07-28 10:09 +0200
            Re: DAS ist SPARTA! Ralf Brinkmann <ralf.brinkmann.wiesbaden@t-online.de> - 2015-07-27 11:27 +0200
              Re: DAS ist SPARTA! "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2015-07-27 11:35 +0200
                Re: DAS ist SPARTA! "Ralph A. Schmid, dk5ras" <ralph@schmid.xxx> - 2015-07-27 15:36 +0200
                Re: DAS ist SPARTA! "Ralph A. Schmid, dk5ras" <ralph@schmid.xxx> - 2015-07-28 09:21 +0200
              Re: DAS ist SPARTA! "Ulrich F. Heidenreich" <from!not-for-mail@tremornet.de> - 2015-07-27 12:36 +0200

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#213577 — DAS ist SPARTA!

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2015-07-25 22:21 +0200
SubjectDAS ist SPARTA!
Message-ID<mp0r50$cc5$1@news.albasani.net>
Und Leutstetten.

"Seit die Welt entzaubert ist, gibt es selbst in Bayern keine
Autoritäten mehr. Nur eine einzige hält sich bis zum heutigen Tag, sie
trägt zum Ruhm des Freistaats weit über die Landesgrenzen bei: Das ist
der Schankkellner im königlich-bayerischen Biergarten. In der
Schlossgaststätte Leutstetten zapft die Autorität mit der
Unbestechlichkeit eines Autokraten. Nähert sich ein Besucher und fragt
mit spitzer norddeutscher Zunge: "Könnte ich ein halbes Mass haben?"
Schankkellner: "Naa." Besucher: "Wie bitte?" Schankkellner: "Wos wuistn
jetzt?" Besucher: "Eine Halbe Mass Bier, bitte sehr." Dem Norddeutschen
steht der Schweiß auf der Stirn, doch der Herrscher am Zapfhahn bleibt
stur. Eine Mass ist eine Mass, basta. Weil der Schankkellner aber seinen
milden Tag hat, schiebt er doch ein kleines Bier rüber, Geschenk des
Hauses: "Do host dei Hoibe!"   "


Leutstetten ist im Landkreis Starnberg.
So g'hörts...



http://www.sueddeutsche.de/reise/mitten-in-absurdistan-koeniglich-bayerischer-schankkellner-1.2538811-4

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#213579

FromRuediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de>
Date2015-07-25 22:36 +0200
Message-ID<mp131c.3ng.1@privat.lahls.de>
In reply to#213577
*Dr. Joachim Neudert* schrieb:
> Und Leutstetten.
>
> "Seit die Welt entzaubert ist, gibt es selbst in Bayern keine
> Autoritäten mehr. Nur eine einzige hält sich bis zum heutigen Tag, sie
> trägt zum Ruhm des Freistaats weit über die Landesgrenzen bei: Das ist
> der Schankkellner im königlich-bayerischen Biergarten. In der
> Schlossgaststätte Leutstetten zapft die Autorität mit der
> Unbestechlichkeit eines Autokraten. Nähert sich ein Besucher und fragt
> mit spitzer norddeutscher Zunge: "Könnte ich ein halbes Mass haben?"
> Schankkellner: "Naa." Besucher: "Wie bitte?" Schankkellner: "Wos wuistn
> jetzt?" Besucher: "Eine Halbe Mass Bier, bitte sehr." Dem Norddeutschen
> steht der Schweiß auf der Stirn, doch der Herrscher am Zapfhahn bleibt
> stur. Eine Mass ist eine Mass, basta. Weil der Schankkellner aber seinen
> milden Tag hat, schiebt er doch ein kleines Bier rüber, Geschenk des
> Hauses: "Do host dei Hoibe!"   "

Okay, es gibt also in ganz Bayern genau Einen, der vielleicht in Köln
als Köbes taugen würde. Respekt :-)
-- 
bis denne

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#213584

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2015-07-25 22:44 +0200
Message-ID<mp0sfb$epq$1@news.albasani.net>
In reply to#213579
Am 25.07.15 um 22:36 schrieb Ruediger Lahl:
>> Nähert sich ein Besucher und fragt
>> mit spitzer norddeutscher Zunge: "Könnte ich ein halbes Mass haben?"
>> Schankkellner: "Naa." Besucher: "Wie bitte?" Schankkellner: "Wos wuistn
>> jetzt?" Besucher: "Eine Halbe Mass Bier, bitte sehr." Dem Norddeutschen
>> steht der Schweiß auf der Stirn, doch der Herrscher am Zapfhahn bleibt
>> stur. Eine Mass ist eine Mass, basta. Weil der Schankkellner aber seinen
>> milden Tag hat, schiebt er doch ein kleines Bier rüber, Geschenk des
>> Hauses: "Do host dei Hoibe!"   "
> 
> Okay, es gibt also in ganz Bayern genau Einen, der vielleicht in Köln
> als Köbes taugen würde. Respekt :-)
> 


Mit 0,2 l Reagenzgläsern willst Du den Mann in den Wahnsinn treiben? Wo
doch schon dieser gottlose Preuss ihn ganz aus dem Takt zu bringen
versucht hat mit seinen "halbes Mass haben?"! zum Glück hat er
reaktionsschnell dem Weichei das Noagerl-Glas rübergeschoben, damit die
arme Seel' ihr Ruah hat und der Schankbetrieb zügig weitergehen kann, es
is hoaß, mia ham an Duarscht...   ;-))

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#213587

FromJörg Tewes <jogi1964@gmx.net>
Date2015-07-25 22:53 +0200
Message-ID<55B3F748.7080504@jtewes.my-fqdn.de>
In reply to#213584
Dr. Joachim Neudert schrieb:

Hast du deinen Thunderbird aus dem Winterschlaf geweckt? Du hinkst eine
Version hinterher. :-)


        Bye Jörg

-- 
Märchen erzählen Kindern nicht, daß Drachen existieren. Kinder
wissen um deren Existenz. Märchen erzählen Kindern, daß man
Drachen töten kann.
(Gilbert Keith Chesterton)

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#213588

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2015-07-25 22:56 +0200
Message-ID<mp0t6h$fp5$1@news.albasani.net>
In reply to#213587
Am 25.07.15 um 22:53 schrieb Jörg Tewes:
> Dr. Joachim Neudert schrieb:
> 
> Hast du deinen Thunderbird aus dem Winterschlaf geweckt? Du hinkst eine
> Version hinterher. :-)
> 
> 
>         Bye Jörg
> 

Wird sofort aktualisiert...

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#213593

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2015-07-25 23:58 +0200
Message-ID<d1if3pFscpsU1@mid.individual.net>
In reply to#213584
Am 25.07.2015 um 22:44 schrieb Dr. Joachim Neudert:

> Mit 0,2 l Reagenzgläsern willst Du den Mann in den Wahnsinn treiben? Wo
> doch schon dieser gottlose Preuss ihn ganz aus dem Takt zu bringen
> versucht hat mit seinen "halbes Mass haben?"! zum Glück hat er
> reaktionsschnell dem Weichei das Noagerl-Glas rübergeschoben, damit die
> arme Seel' ihr Ruah hat und der Schankbetrieb zügig weitergehen kann, es
> is hoaß, mia ham an Duarscht...   ;-))

Na klar. Und dann schraubt ihr euch 6 Maß rein und fahrt noch gemütlich
mit dem Auto heim. Bei 250 wird gedrosselt, also kann ja nix passieren.

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#213606

FromGerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de>
Date2015-07-26 08:08 +0200
Message-ID<mp1so7$vfi$1@news.bawue.net>
In reply to#213584
On 07/26/2015 12:37 AM, Ruediger Lahl wrote:
> *Dr. Joachim Neudert* schrieb:
>
>>
>> Mit 0,2 l Reagenzgläsern willst Du den Mann in den Wahnsinn treiben?
>
> Ach, Arbeitsscheu ist er auch? Tja, der Kölner mag sein Bier gerne
> frisch. Der zieht einmal dran und wenn er den nächsten Schluck will,
> steht ein neues frisches Kölsch parat.

Moment... Reden wir jetzt hier von Bier oder von Kölsch?

  Gerrit

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#213812

From"Ulrich F. Heidenreich" <from!not-for-mail@tremornet.de>
Date2015-07-27 10:57 +0200
Message-ID<mp52rf.3vs3fch.1!not-for-mail@ufh.invalid.de>
In reply to#213606
Ralf Brinkmann in <news:fc0845x7vhdv.dlg@ralf.brinkmann.wiesbaden.dialin.t-online.de>:

>Hallo Ulrich! *Ulrich F. Heidenreich*:
>
>> Kölsch kommt in 0,1 Liter Stössjes, mein Bier trinke ich aber auch
>> gerne aus 0,2 Liter; in größeren Gläsern verschalt es zu schnell.
>
>Du trinkst zu langsam. 

Bier möchte ich genießen und nicht runterkippen.

CU!
Ulrich
-- 
Ja.

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#213815

From"Ralph A. Schmid, dk5ras" <ralph@schmid.xxx>
Date2015-07-27 11:18 +0200
Message-ID<aqtbrah0mt8mje2klbcmo5rqinlsa47oh1@4ax.com>
In reply to#213812
"Ulrich F. Heidenreich" <from!not-for-mail@tremornet.de> wrote:

>Bier möchte ich genießen und nicht runterkippen.

Ich trinke es daheim dann lieber aus der Flasche, zumindest gefühlt
bleibt es da frischer als nach der Durchwirbelung beim Eingießen ins
Glas. 


-ras

-- 
Ralph A. Schmid
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/ 

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#213859

From"Ralph A. Schmid, dk5ras" <ralph@schmid.xxx>
Date2015-07-27 15:24 +0200
Message-ID<u2ccral34523b77q90kgahnhb5u6mpfj16@4ax.com>
In reply to#213815
"Ulrich F. Heidenreich" <from!not-for-mail@tremornet.de> wrote:

>Und grün muss sie sein !!!!1elf.

Bevorzugt. 

>Und beim richtigen Zapfen wird da auch nichts durchgewirbelt: Gut 2/3 an
>der Innenwand des schräg gehaltenen Glases heineinlaufen lassen. Schaum
>aufsteigen lassen. Fedwebel draufsetzen. Fertig! Vermutlich hast Du noch

Ja, klar, aber mit Flasche geht das nicht immer so schön.

>das "gute" 7 Minuten Bier in schlechter Erinnerung: Gerade reinplästern.
>Schaum sich setzen lassen, wieder reinplästern. Und wenn es dann endlich
>fertig ist, ist es schon vor dem ersten Schluck verschalt.

Das is nix, ja. Ich hab' mal in einer Kneipe gejobbt und dabei
kennengelernt, wie schwierig Kunden sind. Der eine wollte es nicht
unter den berühmten 7 Minuten, der andere hat argumentiert wie Du (ich
sehe das ja auch so), zügig rein damit, je schneller, desto besser.
Bei den Stammkunden wußte man das dann aber recht schnell. 


-ras

-- 
Ralph A. Schmid
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/ 

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#213862

FromHanno Foest <hurga-news2@tigress.com>
Date2015-07-27 15:54 +0200
Message-ID<d1mrheFdu9U1@mid.individual.net>
In reply to#213859
Am 27.07.2015 15:24 schrieb Ralph A. Schmid, dk5ras:

> Das is nix, ja. Ich hab' mal in einer Kneipe gejobbt und dabei
> kennengelernt, wie schwierig Kunden sind. Der eine wollte es nicht
> unter den berühmten 7 Minuten, der andere hat argumentiert wie Du (ich
> sehe das ja auch so), zügig rein damit, je schneller, desto besser.

Ich hab mal vor zig Jahren in einer Berliner Kneipe ein 7-Minuten-Pils 
bekommen, das war große Klasse, obwohl Standardmarke. Ich hab nie wieder 
jemanden so aufwendig zapfen sehen - und es halt selten so gut 
geschmeckt. Keine Ahnung, ob da jetzt ein Zusammenhang besteht - aber 
daß die Art, wie ein Bier gezapft wird, nicht ganz unwesentlich für den 
Geschmack ist, weiß ich durchaus.

Hanno

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#213863

FromLothar Frings <Lothar.Frings@gmx.de>
Date2015-07-27 07:29 -0700
Message-ID<a9735cfc-1b23-4ddb-acca-db4a44e7f32b@googlegroups.com>
In reply to#213862
Hanno Foest tat kund:

> Keine Ahnung, ob da jetzt ein Zusammenhang besteht - aber 
> daß die Art, wie ein Bier gezapft wird, nicht ganz unwesentlich für den 
> Geschmack ist, weiß ich durchaus.

Das ist mir ein Rätsel - wenn das Bier im Glas ist,
sollte es eigentlich egal sein, wie es hineingekommen
ist. Das hat ja schon was von Homöopathie -
so und so oft schütteln usw.

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#213945

From"Ralph A. Schmid, dk5ras" <ralph@schmid.xxx>
Date2015-07-28 09:16 +0200
Message-ID<3oaera13q54jgp9nvsa21vpmannbhumef1@4ax.com>
In reply to#213863
Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> wrote:

>So einfach ist es nun auch wieder nicht. Zur Veranschaulichung nimm 
>einfach mal Wein statt Bier... bei dem Thema bin ich zwar eingestandener 
>Banause (ich hab da so eine 2,99€/L Standardsorte, die mir ganz gut 
>schmeckt), aber dennoch sind mir da Flaschen begegnet, die sich 
>innerhalb einer halben Stunde stehenlassen von "ungenießbar" auf 
>"lecker" wandelten. Dekantieren ist vielleicht oft, aber nicht immer ein 
>sinnloses Ritual.

Wein arbeitet massiv nach dem Einschenken, Roter meist mehr als
Weißer, aber auch direkt nach dem Einschenken ungenießbare Weißweine
können nach zehn Minuten plötzlich genial gut schmecken. Ein guter
Roter geht bei mir auf jeden Fall in den Dekanter, vor er auf den
Tisch kommt. 

>Die Prozesse beim Bier sind zwar andere als beim Wein, aber ähnliches 
>kann man da auch nicht ausschließen. Wie viel Luft sieht das Bier beim 
>Einschenken, wie viel CO2 bleibt drin, Temperatur, Oxidationsprozesse...

Yep, isso. Dsa gleiche Bier schmeckt durchaus in verschiedenen
Gaststätten anders. Konsistent anders, nicht nach Tagesform. Hängt
wohl auch viel an der Zapfanlage. So schafft es ein Biergarten mit
einer eher schlapp eingestellten Zapfanlage, die schnelles,
schaumarmes Zapfen erlaubt, daß das mittelherbe Pils eher weichgespült
schmeckt, süffig zum schnell für'n Durst Hinterkippen, aber
geschmacksarm. Die Gaststätte ums Eck schenkt es mit kerniger
eingestellter Anlage bedächtiger mit schöner Krone ein, und es
schmeckt wie ein anderes Bier.

>Hanno


-ras

-- 
Ralph A. Schmid
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/ 

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#213864

From"Ralph A. Schmid, dk5ras" <ralph@schmid.xxx>
Date2015-07-27 16:29 +0200
Message-ID<e1gcra97ioa37c2vq981vafmbtdhu8lqfe@4ax.com>
In reply to#213862
Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> wrote:

>Ich hab mal vor zig Jahren in einer Berliner Kneipe ein 7-Minuten-Pils 
>bekommen, das war große Klasse, obwohl Standardmarke. Ich hab nie wieder 
>jemanden so aufwendig zapfen sehen - und es halt selten so gut 
>geschmeckt. Keine Ahnung, ob da jetzt ein Zusammenhang besteht - aber 
>daß die Art, wie ein Bier gezapft wird, nicht ganz unwesentlich für den 
>Geschmack ist, weiß ich durchaus.

Mir scheint eher die Einstellung der Zapfanlage kritisch, Druck und
Temperatur, und auch deren Pflege (Reinigung!). 


-ras

-- 
Ralph A. Schmid
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/ 

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#213865

FromLars Gebauer <lgebauer@arcor.de>
Date2015-07-27 16:33 +0200
Message-ID<mp5fd7$e2j$1@dont-email.me>
In reply to#213864
Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:
> Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> wrote:
>> Ich hab mal vor zig Jahren in einer Berliner Kneipe ein 7-Minuten-Pils
>> bekommen, das war große Klasse, obwohl Standardmarke. Ich hab nie wieder
>> jemanden so aufwendig zapfen sehen - und es halt selten so gut
>> geschmeckt. Keine Ahnung, ob da jetzt ein Zusammenhang besteht - aber
>> daß die Art, wie ein Bier gezapft wird, nicht ganz unwesentlich für den
>> Geschmack ist, weiß ich durchaus.
>
> Mir scheint eher die Einstellung der Zapfanlage kritisch, Druck und
> Temperatur, und auch deren Pflege (Reinigung!).

Die regelmäßige Reinigung ist einer der wichtigsten Faktoren überhaupt.

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#213946

From"Ralph A. Schmid, dk5ras" <ralph@schmid.xxx>
Date2015-07-28 09:17 +0200
Message-ID<r1bera133f0pj3fck1ncit9r6b74i42q16@4ax.com>
In reply to#213865
Lars Gebauer <lgebauer@arcor.de> wrote:

>Die regelmäßige Reinigung ist einer der wichtigsten Faktoren überhaupt.

Oh ja. Wer mal gesehen hat, was da selbst bei vorschriftsgemäßem
Reinigungsintervall für ein Schleim rauskommt...brrr. Ich weiß nicht,
inwieweit da lokale Regelungen greifen, aber damals in NRW hatten wir
ein Reinigungsbuch, es bestand Dokumentationspflicht, und das Amt hat
bei Kontrollen da auch reingeschaut. 


-ras

-- 
Ralph A. Schmid
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/ 

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#213980

FromLars Gebauer <lgebauer@arcor.de>
Date2015-07-28 11:42 +0200
Message-ID<mp7in6$uk2$1@dont-email.me>
In reply to#213946
Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:
> Lars Gebauer <lgebauer@arcor.de> wrote:
>> Die regelmäßige Reinigung ist einer der wichtigsten Faktoren
>> überhaupt.
>
> Oh ja. Wer mal gesehen hat, was da selbst bei vorschriftsgemäßem
> Reinigungsintervall für ein Schleim rauskommt...brrr.

Allerdings. Beim Biergeschmack selbst ist viel Voodoo und Gewohnheit 
dabei. Mit vernachlässigten Leitungen braucht man aber erst gar nicht 
anzufangen.

> Ich weiß nicht, inwieweit da lokale Regelungen greifen, aber damals
> in NRW hatten wir ein Reinigungsbuch, es bestand
> Dokumentationspflicht, und das Amt hat bei Kontrollen da auch
> reingeschaut.

Mit dem Wegfall der SchankanlagenVO 2005 entfiel auch die Pflicht zur
Führung eines Betriebsbuches ("Schankanlagenbuch"). Seitdem wird das 
über die Lebensmittel-Hygiene Verordnung und durch das
Lebensmittel-Bedarfsgegenstände Gesetz geregelt.

Wie das in der Praxis gehandhabt wird? - Keine Ahnung, da bin ich zu
lange raus.

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#213984

From"Ralph A. Schmid, dk5ras" <ralph@schmid.xxx>
Date2015-07-28 12:13 +0200
Message-ID<58leratbp7hochg44r7lf6r4bmp432gqgd@4ax.com>
In reply to#213980
Lars Gebauer <lgebauer@arcor.de> wrote:

>Mit dem Wegfall der SchankanlagenVO 2005 entfiel auch die Pflicht zur
>Führung eines Betriebsbuches ("Schankanlagenbuch"). Seitdem wird das 
>über die Lebensmittel-Hygiene Verordnung und durch das
>Lebensmittel-Bedarfsgegenstände Gesetz geregelt.

Verstehe. Meine Kontakte in den Bereich waren im letzten Jahrtausend,
aber ich kann mal einen befreundeten Wirt fragen, wie das bei uns in
Fürth gerade so gehandhabt wird.


-ras

-- 
Ralph A. Schmid
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/ 

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#213871

FromWolfgang Kynast <wky@gmx.de>
Date2015-07-27 16:56 +0200
Message-ID<d1mv5hF1dtnU1@mid.individual.net>
In reply to#213862
On Mon, 27 Jul 2015 15:54:54 +0200, "Hanno Foest" posted:

>Am 27.07.2015 15:24 schrieb Ralph A. Schmid, dk5ras:
>
>> Das is nix, ja. Ich hab' mal in einer Kneipe gejobbt und dabei
>> kennengelernt, wie schwierig Kunden sind. Der eine wollte es nicht
>> unter den berühmten 7 Minuten, der andere hat argumentiert wie Du (ich
>> sehe das ja auch so), zügig rein damit, je schneller, desto besser.
>
>Ich hab mal vor zig Jahren in einer Berliner Kneipe ein 7-Minuten-Pils 
>bekommen, das war große Klasse, obwohl Standardmarke. Ich hab nie wieder 
>jemanden so aufwendig zapfen sehen - und es halt selten so gut 
>geschmeckt.

Hmmmm, das erinnert mich an meine allerbeste Pizza - in einer
Imbissbude ~200m rechts vom Radio-Rim am Münchner HBf.

Das lag aber ziemlich sicher daran, dass ich fast 24h nichts gegessen
hatte ;-)

-- 
Schöne Grüße,
Wolfgang

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#213963

From"Ulrich F. Heidenreich" <from!not-for-mail@tremornet.de>
Date2015-07-28 10:09 +0200
Message-ID<mp7kch.3vs2k9d.1!not-for-mail@ufh.invalid.de>
In reply to#213815
Gerrit Heitsch in <news:mp5m4e$7bs$3@news.bawue.net>:

>On 07/27/2015 12:53 PM, Ulrich F. Heidenreich wrote:
>>
>> Und beim richtigen Zapfen wird da auch nichts durchgewirbelt: Gut 2/3 an
>> der Innenwand des schräg gehaltenen Glases heineinlaufen lassen.
>
>So giesse ich immer aus der Flasche ein. Korrekt gemacht geht das fast 
>ohne Schaumbildung 

Dann hast Du es nicht korrekt gemacht. Oder das Glas falsch gespült.

CU!
Ulrich
-- 
"Wenn Bier nur aus Wasser, Hopfen  und Malz besteht, warum kostet 
es dann so viel?" "Politiker bestehen zum größten Teil aus Wasser 
und sind uU recht teuer, wenn man sie 'kaufen' will. Warum sollte 
das bei Bier anders sein?"  [J.Ostermann und M.Renschler in dafa] 

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