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Star Gate von Amazon

Started byDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
First post2025-11-20 13:45 +0000
Last post2025-11-21 17:36 +0100
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  Star Gate von Amazon Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2025-11-20 13:45 +0000
    Re: Star Gate von Amazon Goetz Schultz <ng.expire1230@goetz.co.uk> - 2025-11-20 14:10 +0000
    Re: Star Gate von Amazon Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2025-11-21 08:53 +0100
      Re: Star Gate von Amazon Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> - 2025-11-21 14:54 +0100
        Re: Star Gate von Amazon Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2025-11-21 14:06 +0000
          Re: Star Gate von Amazon Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2025-11-21 14:15 +0000
            Re: Star Gate von Amazon Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> - 2025-11-21 16:21 +0100
              Re: Star Gate von Amazon "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2025-11-21 16:30 +0100
          Re: Star Gate von Amazon Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> - 2025-11-21 16:16 +0100
            Re: Star Gate von Amazon "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2025-11-21 16:21 +0100
              Re: Star Gate von Amazon Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> - 2025-11-22 15:54 +0100
                Nachtrag (was:Re: Star Gate von Amazon) Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> - 2025-11-22 15:58 +0100
                Re: Star Gate von Amazon Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2025-11-24 13:42 +0100
          Re: Star Gate von Amazon Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de> - 2025-11-21 17:02 +0100
            Re: Star Gate von Amazon "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2025-11-21 17:05 +0100
              Re: Star Gate von Amazon Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de> - 2025-11-21 18:24 +0100
            Re: Star Gate von Amazon "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2025-11-21 17:05 +0100
            Re: Star Gate von Amazon Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> - 2025-11-22 16:03 +0100
              Re: Star Gate von Amazon Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2025-11-24 14:01 +0100
          Re: Star Gate von Amazon Joerg Walther <joerg.walther@magenta.de> - 2025-11-21 17:36 +0100

#651119 — Star Gate von Amazon

FromDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
Date2025-11-20 13:45 +0000
SubjectStar Gate von Amazon
Message-ID<10fn61n$ar68$1@solani.org>
James Bond. LOTR. 
Und jetzt also Stargate von Amazon. Oh je.
Hollywood Faustregel: man kann jeden Stoff, der einmal erfolgreich war,
alle 20 Jahre wieder neu für ein nachgewachsenes, neues Publikum verfilmen.

Harry Potter wird neu gecastet. Dune in 3 Generationen. Star Wars von
Disney. 

Ich freu mich schon auf Spider-Man Two returns again. Not.



-- 
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#651121

FromGoetz Schultz <ng.expire1230@goetz.co.uk>
Date2025-11-20 14:10 +0000
Message-ID<103bda37-98d3-4250-bf07-bfe6a3d5e269@news.goetz.co.uk>
In reply to#651119
On 20/11/2025 13:45, Dr. Joachim Neudert wrote:
> James Bond. LOTR.
> Und jetzt also Stargate von Amazon. Oh je.
> Hollywood Faustregel: man kann jeden Stoff, der einmal erfolgreich war,
> alle 20 Jahre wieder neu für ein nachgewachsenes, neues Publikum verfilmen.
> 
> Harry Potter wird neu gecastet. Dune in 3 Generationen. Star Wars von
> Disney.
> 
> Ich freu mich schon auf Spider-Man Two returns again. Not.
> 
> 
> 

Come one....Neuverfilmungen gibt es doch schon seit Anno Tobak. Man 
braucht sie ja nicht zu schauen - ich gebe ihnen zumindest die Chance 
mich zu überzeugen. Dann kann ich sie immer noch in die Tonne treten.

-- 

Cheers,
    G.

Quis custodiet ipsos custodes?
---------------------------->8------------------------------
   /"\
   \ /  ASCII Ribbon Campaign
    X   against HTML e-mail
   / \
---------------------------->8------------------------------

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#651171

FromFidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de>
Date2025-11-21 08:53 +0100
Message-ID<10fp5q5$3gn7k$1@dont-email.me>
In reply to#651119
Salve allerseits,

Dr. Joachim Neudert schrieb:
>
> Hollywood Faustregel: man kann jeden Stoff, der einmal erfolgreich war,
> alle 20 Jahre wieder neu für ein nachgewachsenes, neues Publikum verfilmen.
>
/Like A Complete Unknown/, /Thunderbolts*/, /The Brutalist/,
/Nosferatu – Der Untote/, /Blood & Sinners/ und /Warfare/ würde
ich BTW durchaus weiterempfehlen! Ansonsten empfehle ich, sich hierzu
/The Critical Drinker/ zu Gemüte zu führen! Vor allem seine Einschätzung
des Jahres 2025¹...								(⊙_◎)

	M.f.G.

___
¹<https://www.youtube.com/watch?v=z7oa_FifWk4>
-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

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#651199

FromWalter Brill <WalterBrill@t-online.de>
Date2025-11-21 14:54 +0100
Message-ID<mob98bFccd1U2@mid.individual.net>
In reply to#651171
Hallo,

Am 21.11.25 um 08:53 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara:
> Salve allerseits,
> 
> Dr. Joachim Neudert schrieb:
>>
>> Hollywood Faustregel: man kann jeden Stoff, der einmal erfolgreich war,
>> alle 20 Jahre wieder neu für ein nachgewachsenes, neues Publikum verfilmen.
>>
> /Like A Complete Unknown/, /Thunderbolts*/, /The Brutalist/,
> /Nosferatu – Der Untote/, /Blood & Sinners/ und /Warfare/ würde
> ich BTW durchaus weiterempfehlen! Ansonsten empfehle ich, sich hierzu
> /The Critical Drinker/ zu Gemüte zu führen! Vor allem seine Einschätzung
> des Jahres 2025¹...								(⊙_◎)
> 
> 	M.f.G.
> 
> ___
> ¹<https://www.youtube.com/watch?v=z7oa_FifWk4>

Ich will auch mal;-)

Nach >30 Jahren Kinoabstinenz werde ich mir
*Eddington* antun. Sofern er hier ankommt.

Trailer:
<https://www.youtube.com/watch?v=oL6jZqExlIk>

Beschreibung:
<https://de.wikipedia.org/wiki/Eddington_(Film)>

Das war's auch schon...

Ciao
Walter

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#651201

FromDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
Date2025-11-21 14:06 +0000
Message-ID<10fprk9$ciqo$1@solani.org>
In reply to#651199
Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> wrote:
> Hallo,
> 
> Am 21.11.25 um 08:53 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara:
>> Salve allerseits,
>> 
>> Dr. Joachim Neudert schrieb:
>>> 
>>> Hollywood Faustregel: man kann jeden Stoff, der einmal erfolgreich war,
>>> alle 20 Jahre wieder neu für ein nachgewachsenes, neues Publikum verfilmen.
>>> 
>> /Like A Complete Unknown/, /Thunderbolts*/, /The Brutalist/,
>> /Nosferatu – Der Untote/, /Blood & Sinners/ und /Warfare/ würde
>> ich BTW durchaus weiterempfehlen! Ansonsten empfehle ich, sich hierzu
>> /The Critical Drinker/ zu Gemüte zu führen! Vor allem seine Einschätzung
>> des Jahres 2025¹...								(⊙_◎)
>> 
>> M.f.G.
>> 
>> ___
>> ¹<https://www.youtube.com/watch?v=z7oa_FifWk4>
> 
> Ich will auch mal;-)
> 
> Nach >30 Jahren Kinoabstinenz werde ich mir
> *Eddington* antun. Sofern er hier ankommt.
> 
> Trailer:
> <https://www.youtube.com/watch?v=oL6jZqExlIk>
> 
> Beschreibung:
> <https://de.wikipedia.org/wiki/Eddington_(Film)>
> 
> Das war's auch schon...
> 
> Ciao
> Walter
> 
> 

Die SZ hat den Film gestern verrissen. Hauptkritik war daß von den ca. 10
Hauptpersonen kein einziger sympathisch ist oder irgendeinen Tiefgang hat.
Only idiots.

Das war schon der Grund warum mir Game of Thrones am A.. vorbei ging.
Lauter machtgeile gewalttätige verrohte, gewissenlose schäbig-verdreckte
mittelalterliche Feudalherrscher. Mir doch egal wer sich von denen
durchsetzt. 

-- 
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#651202

FromDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
Date2025-11-21 14:15 +0000
Message-ID<10fps6v$efl5$1@solani.org>
In reply to#651201
Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> wrote:
> Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> wrote:
>> Hallo,
>> 
>> Am 21.11.25 um 08:53 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara:
>>> Salve allerseits,
>>> 
>>> Dr. Joachim Neudert schrieb:
>>>> 
>>>> Hollywood Faustregel: man kann jeden Stoff, der einmal erfolgreich war,
>>>> alle 20 Jahre wieder neu für ein nachgewachsenes, neues Publikum verfilmen.
>>>> 
>>> /Like A Complete Unknown/, /Thunderbolts*/, /The Brutalist/,
>>> /Nosferatu – Der Untote/, /Blood & Sinners/ und /Warfare/ würde
>>> ich BTW durchaus weiterempfehlen! Ansonsten empfehle ich, sich hierzu
>>> /The Critical Drinker/ zu Gemüte zu führen! Vor allem seine Einschätzung
>>> des Jahres 2025¹...								(⊙_◎)
>>> 
>>> M.f.G.
>>> 
>>> ___
>>> ¹<https://www.youtube.com/watch?v=z7oa_FifWk4>
>> 
>> Ich will auch mal;-)
>> 
>> Nach >30 Jahren Kinoabstinenz werde ich mir
>> *Eddington* antun. Sofern er hier ankommt.
>> 
>> Trailer:
>> <https://www.youtube.com/watch?v=oL6jZqExlIk>
>> 
>> Beschreibung:
>> <https://de.wikipedia.org/wiki/Eddington_(Film)>
>> 
>> Das war's auch schon...
>> 
>> Ciao
>> Walter
>> 
>> 
> 
> Die SZ hat den Film gestern verrissen. Hauptkritik war daß von den ca. 10
> Hauptpersonen kein einziger sympathisch ist oder irgendeinen Tiefgang hat.
> Only idiots.
> 
> Das war schon der Grund warum mir Game of Thrones am A.. vorbei ging.
> Lauter machtgeile gewalttätige verrohte, gewissenlose schäbig-verdreckte
> mittelalterliche Feudalherrscher. Mir doch egal wer sich von denen
> durchsetzt. 
> 

Hier:

Film „Eddington“ über die Corona-Pandemie mit Joaquin Phoenix und Emma
Stone

"Fühlt sich an wie Brain Fog."
​
 Zusammenfassen
​
16. November 2025, 13:03 Uhr
Frühling 2020 in New Mexico: Sheriff Cross (Joaquin Phoenix) setzt zur
Rebellion gegen die Maskenpflicht an, Bürgermeister Garcia (Pedro Pascal)
kommt zum High Noon.
Frühling 2020 in New Mexico: Sheriff Cross (Joaquin Phoenix) setzt zur
Rebellion gegen die Maskenpflicht an, Bürgermeister Garcia (Pedro Pascal)
kommt zum High Noon. (Foto: Leonine Studios)
Eigentlich ist es kein Wunder, dass es dem amerikanischen Filmemacher Ari
Aster für seinen neuen Film „Eddington“ gelungen ist, einen solch
eindrucksvollen Cast zusammenzutrommeln: Joaquin Phoenix, Emma Stone, Pedro
Pascal. Liegt am Thema: „Eddington“ ist ein Western, der in einer
Kurzbeschreibung so klingt, als könne das Genre mit ihm zu neuen und
modernen Höchstleistungen auflaufen. Mai 2020, Eddington in New Mexico,
2453 Einwohner. Die Pandemie hat die USA im Griff, alle sind im Lockdown.
Sheriff Joe Cross (Phoenix), ein behäbiger Mann mittleren Alters, der es
nicht so weit gebracht hat wie sein Vater, beschließt: Jetzt ist Mittag,
High Noon. Er muss den Bösewicht niederkämpfen, der sich in der Stadt
breitgemacht hat. Das ist nicht das Virus, in Eddington hat eh niemand
Covid. Zum Showdown treten an: Cross gegen die Maskenpflicht.

Klingt lustig? „Eddington“ fängt tatsächlich verheißungsvoll an. Cross
fährt schon deswegen dauernd Patrouille durch die menschenleeren Straßen,
damit er nicht zu Hause sein muss. Gerne wäre er bei seiner zarten und
zartbesaiteten Frau Louise (Emma Stone), die er innig liebt. Aber wegen des
Lockdowns haust im Wohnzimmer jetzt seine schrille Schwiegermutter, und die
geht ihm auf die Nerven. Sie sitzt stundenlang vor ihrem Laptop und
verbreitet anschließend die wüstesten Verschwörungsmythen. Draußen wird er
aber auch nicht glücklich: Es gibt Krach im Supermarkt, weil der
Asthmatiker Cross einen alten Mann verteidigt, der keine Maske aufsetzen
will, und dann selbst, kraft seines Amtes, auch mit freigelegtem Gesicht
einkauft. Und dann legt er sich mit den Polizisten vom Nachbarort an,
Pueblo, das ist auf dem Land der Ureinwohner in Selbstverwaltung, mit
eigenen Polizisten. Die setzen die Maskenpflicht gnadenlos durch, auch bei
Leuten, die mit ihrem Atem ganz allein sind. Sheriff Cross setzt zur
Rebellion an. Und gibt dann nach.


Vielleicht wäre die Zeit reif für einen Pandemie-Film, aber dann vielleicht
für einen, zu dem man den Humor nicht selbst mitbringen muss. „Eddington“
hätte eine schöne Satire werden können über Spaltung im Allgemeinen und im
Besonderen. Über Verschwörungsideologen und Menschen, die andere genüsslich
schikanieren, gern auch im vermeintlichen Dienst einer guten Sache, die sie
eigentlich gar nicht so sehr interessiert. Einem der Pueblo-Polizisten
beispielsweise hängt die Nase aus der Maske, obwohl er, anders als der
Sheriff, nicht allein im Auto sitzt.

Aber in „Eddington“ geht bald alles durcheinander, und dann ist die
Traumbesetzung plötzlich doch erstaunlich. Der Bürgermeister (Pedro Pascal)
will ein KI-Datenzentrum genehmigen, weil es angeblich der Stadt nützt, vor
allem aber ihm selbst. Cross will selbst als Bürgermeister kandidieren,
wegen der Maskenpflicht und weil er Korruption wittert. Also benutzt er
sein Sheriffbüro, inklusive Personal, als Wahlkampfzentrale. Die Kids der
Stadt schließen sich der „Black Lives Matter“-Bewegung an und stürmen die
Straßen, vielleicht aus Langeweile, vielleicht auch als Tiktok-Challenge –
man weiß es nicht. Ein New-Age-Guru (Austin Butler), der besessen ist von
Kindesmissbrauch, wittert in der Pandemie ein neues Geschäftsfeld und
verführt dann Louise. Die Schwiegermutter entpuppt sich als völlig klarer,
aber zynischer und geldgieriger Machtmensch. Der Sheriff ist bald
unangenehmer (und tödlicher) als tausend Masken übereinander getragen. Und
dann taucht auch noch ein mysteriöses Killerkommando auf, dessen Ursprung
im Dunkeln bleibt. Fühlt sich an wie Brain Fog.

Eine gute Szene, dann biegt der Film ab und verfährt sich

„Eddington“ ist ein konfuses Sammelsurium der Weltübel und führt in einen
Gewaltexzess. Satire braucht scharfsinnige Beobachtungen, Überspitzung und
Witz. Der einzige Moment in diesem Film, der in diese Richtung zielt, ist
jene Szene, in der die Pueblo-Polizisten den Sheriff schikanieren – und die
hat mit dem restlichen Film eigentlich gar nichts zu tun. Der biegt kurz
danach ab und verfährt sich.

Ari Aster, der vorher „Hereditary“ und „Midsommar“ gemacht hat, eilt der
Ruf voraus, er habe sich auf Horrorfilme spezialisiert, weil er selbst von
Ängsten geplagt sei. Er hatte jedenfalls bei „Eddington“, keine Angst, sich
zu verheben: Künstliche Intelligenz, Missbrauch, Covid, Drohnenangriffe,
dazu noch eine Mordserie und ein bisschen Splatter – Aster nimmt alles mit
rein und hat am Ende, nach immerhin zweieinhalb Stunden, zu nichts etwas zu
sagen. Die ungefähr zehn Figuren im Zentrum der Geschichte sind alle
wahnsinnig, dumm, empathielos, korrupt oder richtig böse, manchmal alles
zusammen, aber keine von ihnen hat genug Tiefe, um eine Motivation zu
erkennen. Das ist ein Kardinalfehler.

Wenn man sich als Zuschauer dafür interessieren soll, ob Eddington von
Drohnen, der Pandemie oder einem Serienkiller entvölkert wird, sollte man
sich für irgendwen dort interessieren dürfen. Vielleicht ist die Emotion,
die Asters Film bedient, ein diffuser Generalhass auf alles und jeden. Das
wäre ein hässliches Gefühl. Vor allem aber führt es nirgendwohin. Wenn
nämlich alle Menschen furchtbar sind, ist auch alles egal.

Eddington, USA 2025 – Regie und Buch: Ari Aster. Kamera: Darius Khondji.
Mit: Joaquin Phoenix, Emma Stone, Pedro Pascal, Austin Butler, Deirdre
O’Connell. Verleih: Leonine, 145 Minuten. Kinostart: 20. November.

-- 
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#651212

FromWalter Brill <WalterBrill@t-online.de>
Date2025-11-21 16:21 +0100
Message-ID<mobebsFccd1U9@mid.individual.net>
In reply to#651202
Hallo,

Am 21.11.25 um 15:15 schrieb Dr. Joachim Neudert:
> Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> wrote:
>> Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> wrote:
>>> Hallo,
>>>
>>> Am 21.11.25 um 08:53 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara:
>>>> Salve allerseits,
>>>>
>>>> Dr. Joachim Neudert schrieb:
>>>>>
>>>>> Hollywood Faustregel: man kann jeden Stoff, der einmal erfolgreich war,
>>>>> alle 20 Jahre wieder neu für ein nachgewachsenes, neues Publikum verfilmen.
>>>>>
>>>> /Like A Complete Unknown/, /Thunderbolts*/, /The Brutalist/,
>>>> /Nosferatu – Der Untote/, /Blood & Sinners/ und /Warfare/ würde
>>>> ich BTW durchaus weiterempfehlen! Ansonsten empfehle ich, sich hierzu
>>>> /The Critical Drinker/ zu Gemüte zu führen! Vor allem seine Einschätzung
>>>> des Jahres 2025¹...								(⊙_◎)
>>>>
>>>> M.f.G.
>>>>
>>>> ___
>>>> ¹<https://www.youtube.com/watch?v=z7oa_FifWk4>
>>>
>>> Ich will auch mal;-)
>>>
>>> Nach >30 Jahren Kinoabstinenz werde ich mir
>>> *Eddington* antun. Sofern er hier ankommt.
>>>
>>> Trailer:
>>> <https://www.youtube.com/watch?v=oL6jZqExlIk>
>>>
>>> Beschreibung:
>>> <https://de.wikipedia.org/wiki/Eddington_(Film)>
>>>
>>> Das war's auch schon...
>>>
>>> Ciao
>>> Walter
>>>
>>>
>>
>> Die SZ hat den Film gestern verrissen. Hauptkritik war daß von den ca. 10
>> Hauptpersonen kein einziger sympathisch ist oder irgendeinen Tiefgang hat.
>> Only idiots.
>>
>> Das war schon der Grund warum mir Game of Thrones am A.. vorbei ging.
>> Lauter machtgeile gewalttätige verrohte, gewissenlose schäbig-verdreckte
>> mittelalterliche Feudalherrscher. Mir doch egal wer sich von denen
>> durchsetzt.
>>
> 
> Hier:
> 
> Film „Eddington“ über die Corona-Pandemie mit Joaquin Phoenix und Emma
> Stone
> 
> "Fühlt sich an wie Brain Fog."
> ​
>   Zusammenfassen
> ​
> 16. November 2025, 13:03 Uhr
> Frühling 2020 in New Mexico: Sheriff Cross (Joaquin Phoenix) setzt zur
> Rebellion gegen die Maskenpflicht an, Bürgermeister Garcia (Pedro Pascal)
> kommt zum High Noon.
> Frühling 2020 in New Mexico: Sheriff Cross (Joaquin Phoenix) setzt zur
> Rebellion gegen die Maskenpflicht an, Bürgermeister Garcia (Pedro Pascal)
> kommt zum High Noon. (Foto: Leonine Studios)
> Eigentlich ist es kein Wunder, dass es dem amerikanischen Filmemacher Ari
> Aster für seinen neuen Film „Eddington“ gelungen ist, einen solch
> eindrucksvollen Cast zusammenzutrommeln: Joaquin Phoenix, Emma Stone, Pedro
> Pascal. Liegt am Thema: „Eddington“ ist ein Western, der in einer
> Kurzbeschreibung so klingt, als könne das Genre mit ihm zu neuen und
> modernen Höchstleistungen auflaufen. Mai 2020, Eddington in New Mexico,
> 2453 Einwohner. Die Pandemie hat die USA im Griff, alle sind im Lockdown.
> Sheriff Joe Cross (Phoenix), ein behäbiger Mann mittleren Alters, der es
> nicht so weit gebracht hat wie sein Vater, beschließt: Jetzt ist Mittag,
> High Noon. Er muss den Bösewicht niederkämpfen, der sich in der Stadt
> breitgemacht hat. Das ist nicht das Virus, in Eddington hat eh niemand
> Covid. Zum Showdown treten an: Cross gegen die Maskenpflicht.
> 
> Klingt lustig? „Eddington“ fängt tatsächlich verheißungsvoll an. Cross
> fährt schon deswegen dauernd Patrouille durch die menschenleeren Straßen,
> damit er nicht zu Hause sein muss. Gerne wäre er bei seiner zarten und
> zartbesaiteten Frau Louise (Emma Stone), die er innig liebt. Aber wegen des
> Lockdowns haust im Wohnzimmer jetzt seine schrille Schwiegermutter, und die
> geht ihm auf die Nerven. Sie sitzt stundenlang vor ihrem Laptop und
> verbreitet anschließend die wüstesten Verschwörungsmythen. Draußen wird er
> aber auch nicht glücklich: Es gibt Krach im Supermarkt, weil der
> Asthmatiker Cross einen alten Mann verteidigt, der keine Maske aufsetzen
> will, und dann selbst, kraft seines Amtes, auch mit freigelegtem Gesicht
> einkauft. Und dann legt er sich mit den Polizisten vom Nachbarort an,
> Pueblo, das ist auf dem Land der Ureinwohner in Selbstverwaltung, mit
> eigenen Polizisten. Die setzen die Maskenpflicht gnadenlos durch, auch bei
> Leuten, die mit ihrem Atem ganz allein sind. Sheriff Cross setzt zur
> Rebellion an. Und gibt dann nach.
> 
> 
> Vielleicht wäre die Zeit reif für einen Pandemie-Film, aber dann vielleicht
> für einen, zu dem man den Humor nicht selbst mitbringen muss. „Eddington“
> hätte eine schöne Satire werden können über Spaltung im Allgemeinen und im
> Besonderen. Über Verschwörungsideologen und Menschen, die andere genüsslich
> schikanieren, gern auch im vermeintlichen Dienst einer guten Sache, die sie
> eigentlich gar nicht so sehr interessiert. Einem der Pueblo-Polizisten
> beispielsweise hängt die Nase aus der Maske, obwohl er, anders als der
> Sheriff, nicht allein im Auto sitzt.
> 
> Aber in „Eddington“ geht bald alles durcheinander, und dann ist die
> Traumbesetzung plötzlich doch erstaunlich. Der Bürgermeister (Pedro Pascal)
> will ein KI-Datenzentrum genehmigen, weil es angeblich der Stadt nützt, vor
> allem aber ihm selbst. Cross will selbst als Bürgermeister kandidieren,
> wegen der Maskenpflicht und weil er Korruption wittert. Also benutzt er
> sein Sheriffbüro, inklusive Personal, als Wahlkampfzentrale. Die Kids der
> Stadt schließen sich der „Black Lives Matter“-Bewegung an und stürmen die
> Straßen, vielleicht aus Langeweile, vielleicht auch als Tiktok-Challenge –
> man weiß es nicht. Ein New-Age-Guru (Austin Butler), der besessen ist von
> Kindesmissbrauch, wittert in der Pandemie ein neues Geschäftsfeld und
> verführt dann Louise. Die Schwiegermutter entpuppt sich als völlig klarer,
> aber zynischer und geldgieriger Machtmensch. Der Sheriff ist bald
> unangenehmer (und tödlicher) als tausend Masken übereinander getragen. Und
> dann taucht auch noch ein mysteriöses Killerkommando auf, dessen Ursprung
> im Dunkeln bleibt. Fühlt sich an wie Brain Fog.
> 
> Eine gute Szene, dann biegt der Film ab und verfährt sich
> 
> „Eddington“ ist ein konfuses Sammelsurium der Weltübel und führt in einen
> Gewaltexzess. Satire braucht scharfsinnige Beobachtungen, Überspitzung und
> Witz. Der einzige Moment in diesem Film, der in diese Richtung zielt, ist
> jene Szene, in der die Pueblo-Polizisten den Sheriff schikanieren – und die
> hat mit dem restlichen Film eigentlich gar nichts zu tun. Der biegt kurz
> danach ab und verfährt sich.
> 
> Ari Aster, der vorher „Hereditary“ und „Midsommar“ gemacht hat, eilt der
> Ruf voraus, er habe sich auf Horrorfilme spezialisiert, weil er selbst von
> Ängsten geplagt sei. Er hatte jedenfalls bei „Eddington“, keine Angst, sich
> zu verheben: Künstliche Intelligenz, Missbrauch, Covid, Drohnenangriffe,
> dazu noch eine Mordserie und ein bisschen Splatter – Aster nimmt alles mit
> rein und hat am Ende, nach immerhin zweieinhalb Stunden, zu nichts etwas zu
> sagen. Die ungefähr zehn Figuren im Zentrum der Geschichte sind alle
> wahnsinnig, dumm, empathielos, korrupt oder richtig böse, manchmal alles
> zusammen, aber keine von ihnen hat genug Tiefe, um eine Motivation zu
> erkennen. Das ist ein Kardinalfehler.
> 
> Wenn man sich als Zuschauer dafür interessieren soll, ob Eddington von
> Drohnen, der Pandemie oder einem Serienkiller entvölkert wird, sollte man
> sich für irgendwen dort interessieren dürfen. Vielleicht ist die Emotion,
> die Asters Film bedient, ein diffuser Generalhass auf alles und jeden. Das
> wäre ein hässliches Gefühl. Vor allem aber führt es nirgendwohin. Wenn
> nämlich alle Menschen furchtbar sind, ist auch alles egal.
> 
> Eddington, USA 2025 – Regie und Buch: Ari Aster. Kamera: Darius Khondji.
> Mit: Joaquin Phoenix, Emma Stone, Pedro Pascal, Austin Butler, Deirdre
> O’Connell. Verleih: Leonine, 145 Minuten. Kinostart: 20. November.

Danke!
Und Grüsse vom <https://de.wikipedia.org/wiki/Streisand-Effekt> ;-)

Ciao
Walter

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#651214

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2025-11-21 16:30 +0100
Message-ID<10fq0io$b3ij$8@solani.org>
In reply to#651212
Am 21.11.25 um 16:21 schrieb Walter Brill:
> Hallo,
> 
> Am 21.11.25 um 15:15 schrieb Dr. Joachim Neudert:
>> Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> wrote:
>>> Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> wrote:
>>>> Hallo,
>>>>
>>>> Am 21.11.25 um 08:53 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara:
>>>>> Salve allerseits,
>>>>>
>>>>> Dr. Joachim Neudert schrieb:
>>>>>>
>>>>>> Hollywood Faustregel: man kann jeden Stoff, der einmal erfolgreich 
>>>>>> war,
>>>>>> alle 20 Jahre wieder neu für ein nachgewachsenes, neues Publikum 
>>>>>> verfilmen.
>>>>>>
>>>>> /Like A Complete Unknown/, /Thunderbolts*/, /The Brutalist/,
>>>>> /Nosferatu – Der Untote/, /Blood & Sinners/ und /Warfare/ würde
>>>>> ich BTW durchaus weiterempfehlen! Ansonsten empfehle ich, sich hierzu
>>>>> /The Critical Drinker/ zu Gemüte zu führen! Vor allem seine 
>>>>> Einschätzung
>>>>> des Jahres 2025¹...                                (⊙_◎)
>>>>>
>>>>> M.f.G.
>>>>>
>>>>> ___
>>>>> ¹<https://www.youtube.com/watch?v=z7oa_FifWk4>
>>>>
>>>> Ich will auch mal;-)
>>>>
>>>> Nach >30 Jahren Kinoabstinenz werde ich mir
>>>> *Eddington* antun. Sofern er hier ankommt.
>>>>
>>>> Trailer:
>>>> <https://www.youtube.com/watch?v=oL6jZqExlIk>
>>>>
>>>> Beschreibung:
>>>> <https://de.wikipedia.org/wiki/Eddington_(Film)>
>>>>
>>>> Das war's auch schon...
>>>>
>>>> Ciao
>>>> Walter
>>>>
>>>>
>>>
>>> Die SZ hat den Film gestern verrissen. Hauptkritik war daß von den 
>>> ca. 10
>>> Hauptpersonen kein einziger sympathisch ist oder irgendeinen Tiefgang 
>>> hat.
>>> Only idiots.
>>>
>>> Das war schon der Grund warum mir Game of Thrones am A.. vorbei ging.
>>> Lauter machtgeile gewalttätige verrohte, gewissenlose schäbig-verdreckte
>>> mittelalterliche Feudalherrscher. Mir doch egal wer sich von denen
>>> durchsetzt.
>>>
>>
>> Hier:
>>
>> Film „Eddington“ über die Corona-Pandemie mit Joaquin Phoenix und Emma
>> Stone
>>
>> "Fühlt sich an wie Brain Fog."
>> ​
>>   Zusammenfassen
>> ​
>> 16. November 2025, 13:03 Uhr
>> Frühling 2020 in New Mexico: Sheriff Cross (Joaquin Phoenix) setzt zur
>> Rebellion gegen die Maskenpflicht an, Bürgermeister Garcia (Pedro Pascal)
>> kommt zum High Noon.
>> Frühling 2020 in New Mexico: Sheriff Cross (Joaquin Phoenix) setzt zur
>> Rebellion gegen die Maskenpflicht an, Bürgermeister Garcia (Pedro Pascal)
>> kommt zum High Noon. (Foto: Leonine Studios)
>> Eigentlich ist es kein Wunder, dass es dem amerikanischen Filmemacher Ari
>> Aster für seinen neuen Film „Eddington“ gelungen ist, einen solch
>> eindrucksvollen Cast zusammenzutrommeln: Joaquin Phoenix, Emma Stone, 
>> Pedro
>> Pascal. Liegt am Thema: „Eddington“ ist ein Western, der in einer
>> Kurzbeschreibung so klingt, als könne das Genre mit ihm zu neuen und
>> modernen Höchstleistungen auflaufen. Mai 2020, Eddington in New Mexico,
>> 2453 Einwohner. Die Pandemie hat die USA im Griff, alle sind im Lockdown.
>> Sheriff Joe Cross (Phoenix), ein behäbiger Mann mittleren Alters, der es
>> nicht so weit gebracht hat wie sein Vater, beschließt: Jetzt ist Mittag,
>> High Noon. Er muss den Bösewicht niederkämpfen, der sich in der Stadt
>> breitgemacht hat. Das ist nicht das Virus, in Eddington hat eh niemand
>> Covid. Zum Showdown treten an: Cross gegen die Maskenpflicht.
>>
>> Klingt lustig? „Eddington“ fängt tatsächlich verheißungsvoll an. Cross
>> fährt schon deswegen dauernd Patrouille durch die menschenleeren Straßen,
>> damit er nicht zu Hause sein muss. Gerne wäre er bei seiner zarten und
>> zartbesaiteten Frau Louise (Emma Stone), die er innig liebt. Aber 
>> wegen des
>> Lockdowns haust im Wohnzimmer jetzt seine schrille Schwiegermutter, 
>> und die
>> geht ihm auf die Nerven. Sie sitzt stundenlang vor ihrem Laptop und
>> verbreitet anschließend die wüstesten Verschwörungsmythen. Draußen 
>> wird er
>> aber auch nicht glücklich: Es gibt Krach im Supermarkt, weil der
>> Asthmatiker Cross einen alten Mann verteidigt, der keine Maske aufsetzen
>> will, und dann selbst, kraft seines Amtes, auch mit freigelegtem Gesicht
>> einkauft. Und dann legt er sich mit den Polizisten vom Nachbarort an,
>> Pueblo, das ist auf dem Land der Ureinwohner in Selbstverwaltung, mit
>> eigenen Polizisten. Die setzen die Maskenpflicht gnadenlos durch, auch 
>> bei
>> Leuten, die mit ihrem Atem ganz allein sind. Sheriff Cross setzt zur
>> Rebellion an. Und gibt dann nach.
>>
>>
>> Vielleicht wäre die Zeit reif für einen Pandemie-Film, aber dann 
>> vielleicht
>> für einen, zu dem man den Humor nicht selbst mitbringen muss. „Eddington“
>> hätte eine schöne Satire werden können über Spaltung im Allgemeinen 
>> und im
>> Besonderen. Über Verschwörungsideologen und Menschen, die andere 
>> genüsslich
>> schikanieren, gern auch im vermeintlichen Dienst einer guten Sache, 
>> die sie
>> eigentlich gar nicht so sehr interessiert. Einem der Pueblo-Polizisten
>> beispielsweise hängt die Nase aus der Maske, obwohl er, anders als der
>> Sheriff, nicht allein im Auto sitzt.
>>
>> Aber in „Eddington“ geht bald alles durcheinander, und dann ist die
>> Traumbesetzung plötzlich doch erstaunlich. Der Bürgermeister (Pedro 
>> Pascal)
>> will ein KI-Datenzentrum genehmigen, weil es angeblich der Stadt 
>> nützt, vor
>> allem aber ihm selbst. Cross will selbst als Bürgermeister kandidieren,
>> wegen der Maskenpflicht und weil er Korruption wittert. Also benutzt er
>> sein Sheriffbüro, inklusive Personal, als Wahlkampfzentrale. Die Kids der
>> Stadt schließen sich der „Black Lives Matter“-Bewegung an und stürmen die
>> Straßen, vielleicht aus Langeweile, vielleicht auch als Tiktok- 
>> Challenge –
>> man weiß es nicht. Ein New-Age-Guru (Austin Butler), der besessen ist von
>> Kindesmissbrauch, wittert in der Pandemie ein neues Geschäftsfeld und
>> verführt dann Louise. Die Schwiegermutter entpuppt sich als völlig 
>> klarer,
>> aber zynischer und geldgieriger Machtmensch. Der Sheriff ist bald
>> unangenehmer (und tödlicher) als tausend Masken übereinander getragen. 
>> Und
>> dann taucht auch noch ein mysteriöses Killerkommando auf, dessen Ursprung
>> im Dunkeln bleibt. Fühlt sich an wie Brain Fog.
>>
>> Eine gute Szene, dann biegt der Film ab und verfährt sich
>>
>> „Eddington“ ist ein konfuses Sammelsurium der Weltübel und führt in einen
>> Gewaltexzess. Satire braucht scharfsinnige Beobachtungen, Überspitzung 
>> und
>> Witz. Der einzige Moment in diesem Film, der in diese Richtung zielt, ist
>> jene Szene, in der die Pueblo-Polizisten den Sheriff schikanieren – 
>> und die
>> hat mit dem restlichen Film eigentlich gar nichts zu tun. Der biegt kurz
>> danach ab und verfährt sich.
>>
>> Ari Aster, der vorher „Hereditary“ und „Midsommar“ gemacht hat, eilt der
>> Ruf voraus, er habe sich auf Horrorfilme spezialisiert, weil er selbst 
>> von
>> Ängsten geplagt sei. Er hatte jedenfalls bei „Eddington“, keine Angst, 
>> sich
>> zu verheben: Künstliche Intelligenz, Missbrauch, Covid, Drohnenangriffe,
>> dazu noch eine Mordserie und ein bisschen Splatter – Aster nimmt alles 
>> mit
>> rein und hat am Ende, nach immerhin zweieinhalb Stunden, zu nichts 
>> etwas zu
>> sagen. Die ungefähr zehn Figuren im Zentrum der Geschichte sind alle
>> wahnsinnig, dumm, empathielos, korrupt oder richtig böse, manchmal alles
>> zusammen, aber keine von ihnen hat genug Tiefe, um eine Motivation zu
>> erkennen. Das ist ein Kardinalfehler.
>>
>> Wenn man sich als Zuschauer dafür interessieren soll, ob Eddington von
>> Drohnen, der Pandemie oder einem Serienkiller entvölkert wird, sollte man
>> sich für irgendwen dort interessieren dürfen. Vielleicht ist die Emotion,
>> die Asters Film bedient, ein diffuser Generalhass auf alles und jeden. 
>> Das
>> wäre ein hässliches Gefühl. Vor allem aber führt es nirgendwohin. Wenn
>> nämlich alle Menschen furchtbar sind, ist auch alles egal.
>>
>> Eddington, USA 2025 – Regie und Buch: Ari Aster. Kamera: Darius Khondji.
>> Mit: Joaquin Phoenix, Emma Stone, Pedro Pascal, Austin Butler, Deirdre
>> O’Connell. Verleih: Leonine, 145 Minuten. Kinostart: 20. November.
> 
> Danke!
> Und Grüsse vom <https://de.wikipedia.org/wiki/Streisand-Effekt> ;-)
> 
> Ciao
> Walter
> 
> 

Der Streisand-Effekt gilt, wenn man etwas geheimhalten und aus dem 
Internet wegklagen will. Und es damit erst populär macht.

Ein gut begründeter Verriß wie der da oben ist ganz was anderes(es sei 
denn der Filmvertrieb verklagt jetzt die SZ).


-- 
Ammersee
Meer braucht's ned

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#651211

FromWalter Brill <WalterBrill@t-online.de>
Date2025-11-21 16:16 +0100
Message-ID<mobe2rFccd1U8@mid.individual.net>
In reply to#651201
Hallo,

Am 21.11.25 um 15:06 schrieb Dr. Joachim Neudert:
> Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> wrote:
>> Hallo,
>>
>> Am 21.11.25 um 08:53 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara:
>>> Salve allerseits,
>>>
>>> Dr. Joachim Neudert schrieb:
>>>>
>>>> Hollywood Faustregel: man kann jeden Stoff, der einmal erfolgreich war,
>>>> alle 20 Jahre wieder neu für ein nachgewachsenes, neues Publikum verfilmen.
>>>>
>>> /Like A Complete Unknown/, /Thunderbolts*/, /The Brutalist/,
>>> /Nosferatu – Der Untote/, /Blood & Sinners/ und /Warfare/ würde
>>> ich BTW durchaus weiterempfehlen! Ansonsten empfehle ich, sich hierzu
>>> /The Critical Drinker/ zu Gemüte zu führen! Vor allem seine Einschätzung
>>> des Jahres 2025¹...								(⊙_◎)
>>>
>>> M.f.G.
>>>
>>> ___
>>> ¹<https://www.youtube.com/watch?v=z7oa_FifWk4>
>>
>> Ich will auch mal;-)
>>
>> Nach >30 Jahren Kinoabstinenz werde ich mir
>> *Eddington* antun. Sofern er hier ankommt.
>>
>> Trailer:
>> <https://www.youtube.com/watch?v=oL6jZqExlIk>
>>
>> Beschreibung:
>> <https://de.wikipedia.org/wiki/Eddington_(Film)>
>>
>> Das war's auch schon...
>>
>> Ciao
>> Walter
>>
>>
> 
> Die SZ hat den Film gestern verrissen. Hauptkritik war daß von den ca. 10
> Hauptpersonen kein einziger sympathisch ist oder irgendeinen Tiefgang hat.
> Only idiots.
> 
> Das war schon der Grund warum mir Game of Thrones am A.. vorbei ging.
> Lauter machtgeile gewalttätige verrohte, gewissenlose schäbig-verdreckte
> mittelalterliche Feudalherrscher. Mir doch egal wer sich von denen
> durchsetzt.

Genau deswegen und weil ich Ähnlichkeiten zur heutigen Hysterie erkenne;-)

Ciao
Walter

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#651213

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2025-11-21 16:21 +0100
Message-ID<10fq02n$b3ij$6@solani.org>
In reply to#651211
Am 21.11.25 um 16:16 schrieb Walter Brill:
> Hallo,
> 
> Am 21.11.25 um 15:06 schrieb Dr. Joachim Neudert:
>> Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> wrote:
>>> Hallo,
>>>
>>> Am 21.11.25 um 08:53 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara:
>>>> Salve allerseits,
>>>>
>>>> Dr. Joachim Neudert schrieb:
>>>>>
>>>>> Hollywood Faustregel: man kann jeden Stoff, der einmal erfolgreich 
>>>>> war,
>>>>> alle 20 Jahre wieder neu für ein nachgewachsenes, neues Publikum 
>>>>> verfilmen.
>>>>>
>>>> /Like A Complete Unknown/, /Thunderbolts*/, /The Brutalist/,
>>>> /Nosferatu – Der Untote/, /Blood & Sinners/ und /Warfare/ würde
>>>> ich BTW durchaus weiterempfehlen! Ansonsten empfehle ich, sich hierzu
>>>> /The Critical Drinker/ zu Gemüte zu führen! Vor allem seine 
>>>> Einschätzung
>>>> des Jahres 2025¹...                                (⊙_◎)
>>>>
>>>> M.f.G.
>>>>
>>>> ___
>>>> ¹<https://www.youtube.com/watch?v=z7oa_FifWk4>
>>>
>>> Ich will auch mal;-)
>>>
>>> Nach >30 Jahren Kinoabstinenz werde ich mir
>>> *Eddington* antun. Sofern er hier ankommt.
>>>
>>> Trailer:
>>> <https://www.youtube.com/watch?v=oL6jZqExlIk>
>>>
>>> Beschreibung:
>>> <https://de.wikipedia.org/wiki/Eddington_(Film)>
>>>
>>> Das war's auch schon...
>>>
>>> Ciao
>>> Walter
>>>
>>>
>>
>> Die SZ hat den Film gestern verrissen. Hauptkritik war daß von den ca. 10
>> Hauptpersonen kein einziger sympathisch ist oder irgendeinen Tiefgang 
>> hat.
>> Only idiots.
>>
>> Das war schon der Grund warum mir Game of Thrones am A.. vorbei ging.
>> Lauter machtgeile gewalttätige verrohte, gewissenlose schäbig-verdreckte
>> mittelalterliche Feudalherrscher. Mir doch egal wer sich von denen
>> durchsetzt.
> 
> Genau deswegen und weil ich Ähnlichkeiten zur heutigen Hysterie erkenne;-)
> 
> Ciao
> Walter
> 

Hast Du den von mir geposteten Artikel schon gelesen? Vernichtend, weil 
zu flache Personen.

"Wenn man sich als Zuschauer dafür interessieren soll, ob Eddington von
Drohnen, der Pandemie oder einem Serienkiller entvölkert wird, sollte 
man sich für irgendwen dort interessieren dürfen. Vielleicht ist die 
Emotion, die Asters Film bedient, ein diffuser Generalhass auf alles und 
jeden. Das wäre ein hässliches Gefühl. Vor allem aber führt es 
nirgendwohin. Wenn nämlich alle Menschen furchtbar sind, ist auch alles 
egal."


Genau wie bei GoT.
-- 
Ammersee
Meer braucht's ned

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#651259

FromWalter Brill <WalterBrill@t-online.de>
Date2025-11-22 15:54 +0100
Message-ID<moe15iFqmmqU1@mid.individual.net>
In reply to#651213
Hallo,

Am 21.11.25 um 16:21 schrieb Dr. Joachim Neudert:
> Am 21.11.25 um 16:16 schrieb Walter Brill:
>> Hallo,
>>
>> Am 21.11.25 um 15:06 schrieb Dr. Joachim Neudert:
>>> Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> wrote:
>>>> Hallo,
>>>>
>>>> Am 21.11.25 um 08:53 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara:
>>>>> Salve allerseits,
>>>>>
>>>>> Dr. Joachim Neudert schrieb:
>>>>>>
>>>>>> Hollywood Faustregel: man kann jeden Stoff, der einmal erfolgreich 
>>>>>> war,
>>>>>> alle 20 Jahre wieder neu für ein nachgewachsenes, neues Publikum 
>>>>>> verfilmen.
>>>>>>
>>>>> /Like A Complete Unknown/, /Thunderbolts*/, /The Brutalist/,
>>>>> /Nosferatu – Der Untote/, /Blood & Sinners/ und /Warfare/ würde
>>>>> ich BTW durchaus weiterempfehlen! Ansonsten empfehle ich, sich hierzu
>>>>> /The Critical Drinker/ zu Gemüte zu führen! Vor allem seine 
>>>>> Einschätzung
>>>>> des Jahres 2025¹...                                (⊙_◎)
>>>>>
>>>>> M.f.G.
>>>>>
>>>>> ___
>>>>> ¹<https://www.youtube.com/watch?v=z7oa_FifWk4>
>>>>
>>>> Ich will auch mal;-)
>>>>
>>>> Nach >30 Jahren Kinoabstinenz werde ich mir
>>>> *Eddington* antun. Sofern er hier ankommt.
>>>>
>>>> Trailer:
>>>> <https://www.youtube.com/watch?v=oL6jZqExlIk>
>>>>
>>>> Beschreibung:
>>>> <https://de.wikipedia.org/wiki/Eddington_(Film)>
>>>>
>>>> Das war's auch schon...
>>>>
>>>> Ciao
>>>> Walter
>>>>
>>>>
>>>
>>> Die SZ hat den Film gestern verrissen. Hauptkritik war daß von den 
>>> ca. 10
>>> Hauptpersonen kein einziger sympathisch ist oder irgendeinen Tiefgang 
>>> hat.
>>> Only idiots.
>>>
>>> Das war schon der Grund warum mir Game of Thrones am A.. vorbei ging.
>>> Lauter machtgeile gewalttätige verrohte, gewissenlose schäbig-verdreckte
>>> mittelalterliche Feudalherrscher. Mir doch egal wer sich von denen
>>> durchsetzt.
>>
>> Genau deswegen und weil ich Ähnlichkeiten zur heutigen Hysterie 
>> erkenne;-)
>>
>> Ciao
>> Walter
>>
> 
> Hast Du den von mir geposteten Artikel schon gelesen? Vernichtend, weil 
> zu flache Personen.

Natürlich habe ich ihn gelesen.
Aber..., hmm "Die Süddeutsche...", also wie soll ich sagen;-)

Übrigens "Fleischi" hat neuerdings eine Talkshow beim ZDF.

Zitat (von mir):
Oweh! "Fleischi" kriegt eine ZDF Talk-Show:
<https://www.zdf.de/talk/keine-talkshow-eingesperrt-mit-jan-fleischhauer-100>

Ciao
Walter

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#651260 — Nachtrag (was:Re: Star Gate von Amazon)

FromWalter Brill <WalterBrill@t-online.de>
Date2025-11-22 15:58 +0100
SubjectNachtrag (was:Re: Star Gate von Amazon)
Message-ID<moe1d2FqmmqU2@mid.individual.net>
In reply to#651259
Ingrid meint:

Geschmäcker sind verschieden...
Ich schaue mir momentan "Inside No. 9" gerne an 
<https://www.arte.tv/de/videos/123332-001-A/inside-no-9-staffel-9-1-6/>

Viel schwärzer geht es doch gar nicht;-)

Ciao
Walter


Am 22.11.25 um 15:54 schrieb Walter Brill:
> Hallo,
> 
> Am 21.11.25 um 16:21 schrieb Dr. Joachim Neudert:
>> Am 21.11.25 um 16:16 schrieb Walter Brill:
>>> Hallo,
>>>
>>> Am 21.11.25 um 15:06 schrieb Dr. Joachim Neudert:
>>>> Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> wrote:
>>>>> Hallo,
>>>>>
>>>>> Am 21.11.25 um 08:53 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara:
>>>>>> Salve allerseits,
>>>>>>
>>>>>> Dr. Joachim Neudert schrieb:
>>>>>>>
>>>>>>> Hollywood Faustregel: man kann jeden Stoff, der einmal 
>>>>>>> erfolgreich war,
>>>>>>> alle 20 Jahre wieder neu für ein nachgewachsenes, neues Publikum 
>>>>>>> verfilmen.
>>>>>>>
>>>>>> /Like A Complete Unknown/, /Thunderbolts*/, /The Brutalist/,
>>>>>> /Nosferatu – Der Untote/, /Blood & Sinners/ und /Warfare/ würde
>>>>>> ich BTW durchaus weiterempfehlen! Ansonsten empfehle ich, sich hierzu
>>>>>> /The Critical Drinker/ zu Gemüte zu führen! Vor allem seine 
>>>>>> Einschätzung
>>>>>> des Jahres 2025¹...                                (⊙_◎)
>>>>>>
>>>>>> M.f.G.
>>>>>>
>>>>>> ___
>>>>>> ¹<https://www.youtube.com/watch?v=z7oa_FifWk4>
>>>>>
>>>>> Ich will auch mal;-)
>>>>>
>>>>> Nach >30 Jahren Kinoabstinenz werde ich mir
>>>>> *Eddington* antun. Sofern er hier ankommt.
>>>>>
>>>>> Trailer:
>>>>> <https://www.youtube.com/watch?v=oL6jZqExlIk>
>>>>>
>>>>> Beschreibung:
>>>>> <https://de.wikipedia.org/wiki/Eddington_(Film)>
>>>>>
>>>>> Das war's auch schon...
>>>>>
>>>>> Ciao
>>>>> Walter
>>>>>
>>>>>
>>>>
>>>> Die SZ hat den Film gestern verrissen. Hauptkritik war daß von den 
>>>> ca. 10
>>>> Hauptpersonen kein einziger sympathisch ist oder irgendeinen 
>>>> Tiefgang hat.
>>>> Only idiots.
>>>>
>>>> Das war schon der Grund warum mir Game of Thrones am A.. vorbei ging.
>>>> Lauter machtgeile gewalttätige verrohte, gewissenlose schäbig- 
>>>> verdreckte
>>>> mittelalterliche Feudalherrscher. Mir doch egal wer sich von denen
>>>> durchsetzt.
>>>
>>> Genau deswegen und weil ich Ähnlichkeiten zur heutigen Hysterie 
>>> erkenne;-)
>>>
>>> Ciao
>>> Walter
>>>
>>
>> Hast Du den von mir geposteten Artikel schon gelesen? Vernichtend, 
>> weil zu flache Personen.
> 
> Natürlich habe ich ihn gelesen.
> Aber..., hmm "Die Süddeutsche...", also wie soll ich sagen;-)
> 
> Übrigens "Fleischi" hat neuerdings eine Talkshow beim ZDF.
> 
> Zitat (von mir):
> Oweh! "Fleischi" kriegt eine ZDF Talk-Show:
> <https://www.zdf.de/talk/keine-talkshow-eingesperrt-mit-jan- 
> fleischhauer-100>
> 
> Ciao
> Walter

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#651507

FromFidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de>
Date2025-11-24 13:42 +0100
Message-ID<10g1jsd$2d2p8$4@dont-email.me>
In reply to#651259
Salve allerseits,

Walter Brill schrieb:
> Am 21.11.25 um 16:21 schrieb Dr. Joachim Neudert:
>> Am 21.11.25 um 16:16 schrieb Walter Brill:
>>> Am 21.11.25 um 15:06 schrieb Dr. Joachim Neudert:
>>>> Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> wrote:
>>>>> Am 21.11.25 um 08:53 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara:
>>>>>> Dr. Joachim Neudert schrieb:
>>>>>>>
>>>>>>> Hollywood Faustregel: man kann jeden Stoff, der einmal erfolgreich war,
>>>>>>> alle 20 Jahre wieder neu für ein nachgewachsenes, neues Publikum verfilmen.
>>>>>>>
>>>>>> /Like A Complete Unknown/, /Thunderbolts*/, /The Brutalist/,
>>>>>> /Nosferatu – Der Untote/, /Blood & Sinners/ und /Warfare/ würde
>>>>>> ich BTW durchaus weiterempfehlen! Ansonsten empfehle ich, sich hierzu
>>>>>> /The Critical Drinker/ zu Gemüte zu führen! Vor allem seine Einschätzung
>>>>>> des Jahres 2025¹...                                (⊙_◎)
>>>>>
>>>>> Ich will auch mal;-)
>>>>>
>>>>> Nach >30 Jahren Kinoabstinenz werde ich mir *Eddington*
>>>>> antun. Sofern er hier ankommt.
>>>>
>>>> Die SZ hat den Film gestern verrissen. Hauptkritik war daß von den ca. 10
>>>> Hauptpersonen kein einziger sympathisch ist oder irgendeinen Tiefgang hat.
>>>> Only idiots. Das war schon der Grund warum mir Game of Thrones am A.. vorbei
>>>> ging. Lauter machtgeile gewalttätige verrohte, gewissenlose schäbig-verdreckte
>>>> mittelalterliche Feudalherrscher. Mir doch egal wer sich von denen durchsetzt.
>>>
>>> Genau deswegen und weil ich Ähnlichkeiten zur heutigen Hysterie erkenne;-)
>> 
>> Hast Du den von mir geposteten Artikel schon gelesen? Vernichtend, weil 
>> zu flache Personen.
> 
> Natürlich habe ich ihn gelesen. Aber..., hmm "Die Süddeutsche...", also wie
> soll ich sagen;-)
> 
+--- <hier abknabbern> ---
| Erstmals blickt ein großer amerikanischer Film zurück auf die
| Corona-Pandemie, und er macht es mit einer Verve und Bissigkeit, als
| legte es Autor und Regisseur Ari Aster in seinem vierten Film darauf an,
| die beste Verfilmung eines Romans von Don DeLillo abzuliefern, die nicht
| auf einem Roman von Don DeLillo basiert – und auf jeden Fall schon
| einmal in allen Belangen Noah Baumbachs „White Noise“ übertrifft und den
| Mut hat, den Finger am Puls eines Amerika zu haben, das zur Zeit der
| Handlung das Fundament für die innere Zersetzung erlebt, das das Land
| aktuell in seinen Grundfesten erschüttert. Faszinierend fiebrig setzt
| sich das Szenario zusammen aus den belegten Ereignissen im Mai 2020, die
| Lockdowns und Maskenmandate, die Ermordung von George Floyd in
| Minneapolis und die folgenden Ausschreitungen im Land, ebenso wie das
| Erblühen verrücktester Verschwörungstheorien, die den Keil noch tiefer
| in eine entzweite Gesellschaft treiben. Ein buchstäblich giftiger
| Paranoia-Mix entsteht daraus, den Ari Aster mit voller Wucht und
| filmischer Virtuosität wie einen Molotow-Cocktail auf die (fiktive)
| 5000-Seelen-Gemeinde Eddington in New Mexico wirft und zusieht, wie in
| der Kombination mit den ganz eigenen Problemen seiner Hauptfiguren ein
| Flächenbrand entsteht, der sich über die üppige Laufzeit von knapp
| zweieinhalb Stunden immer weiter ausbreitet. Was beginnt als absurde,
| pechschwarz angestrichene Gesellschaftskomödie und Porträt eines
| lächerlichen Mannes, steigert sich zunehmend zu einer Art moderner
| Western, der die Konventionen des Genres auf die mit Handys, Laptops und
| Bildschirmen saturierte Gegenwart prallen lässt: Charlie Kaufman meets
| Raoul Walsh. Echt jetzt.
|
| Die Besetzung allein reicht aus, aufhorchen zu lassen, das Projekt
| unbedingt ernstzunehmen. Nach der ausufernden Tour de Force „Beau Is
| Afraid“ arbeitet Ari Aster wieder mit Oscargewinner Joaquin Phoenix
| zusammen und umgab ihn mehr oder weniger mit einem Who’s Who der A-Liste
| unter den Hollywoodstars: Emma Stone, Pedro Pascal, Austin Butler,
| Micheal Ward, Luke Grimes und die deutsche Nachwuchsschauspielerin
| Amélie Hoeferle, die schon in „Night Swim“ aufgefallen war. Aber keine
| Frage: Sie alle spielen Nebenrollen. Im Zentrum der Handlung steht
| Phoenix in seiner besten Darstellung seit einer ganzen Weile als vom
| Leben und bald auch schon vom Job überforderter Kleinstadtsheriff Joe
| Cross. Mit nur zwei weiteren Beamten sorgt er für Recht und Ordnung, was
| im Grunde gut gelingt in der verschlafenen Gemeinde, sieht man von
| Nicklichkeiten mit der Pueblo-Polizei des angrenzenden Navajo-Gebiets
| ab, weil man sich nicht einig werden kann über den genauen Verlauf der
| buchstäblichen Grenzlinie der Verantwortlichkeiten. Cross hat private
| Probleme: Seine Frau Louise ist von ihm entfremdet, und Joe gibt die
| Schuld seiner Nemesis, dem Bürgermeister Ted Garcia, der so etwas wie
| ein rotes Tuch für alle seine Probleme wird. Dass sich Louises Mutter
| Dawn bei ihnen eingenistet hat, forciert die angespannte Situation.
| Corona sorgt schließlich für die Eskalation. Ständig gibt es Zwist um
| Masken, die Joe selbst nie trägt. Die Proteste von Black Lives Matter
| sind nicht groß, aber es reichen dann schon 20 Leute auf der Main Street
| von Eddington, um die Polizei massiv zu überfordern. Die für die
| allgegenwärtigen Verschwörungstheorien anfällige Dawn lädt einen
| windigen Selbsthilfeguru ins Haus. Und Joe entscheidet sich, sich bei
| der bevorstehenden Bürgermeisterwahl, als Gegenkandidat aufstellen zu
| lassen, fährt fortan mit seinem mit grotesken Werbeslogans vollgeklebten
| Dienstwagen durch die Stadt und trommelt mit stammelnden Durchsagen für
| sich.
|
| Was beginnt als eine brandaktuelle Version von Robert Altmans
| „Nashville“, ein satirisches Stimmungsbild einer großen Nation, die
| ihren Zenit überschritten hat, explodiert alsbald in ein surreales
| Fresko, in dem sich Verfolgungswahn den Weg beißt in unweigerliche
| Gewalt, stets die Ultima ratio im Westerngenre. Aber wie „Eddington“
| kopfüber in die Katastrophe rast, ein Thermomix des Wahnsinns, welche
| Haken die Handlung dabei schlägt und wie die persönliche Sinnkrise des
| Mannes im Zentrum rechts und links überholt wird von Ereignissen, über
| die er noch deutlich weniger Kontrolle hat als über sein von Auflösung
| begriffenes Wesen, das hat eine Entschlossenheit, einen Mumm, wie man
| ihn im amerikanischen Kino letzthin nicht mehr gesehen hat. Während
| Cross hustend, keuchend und mehr schwitzend als Gunnar Björnstrand in
| „Licht im Winter“ auf die Ergebnisse seines Covidtests wartet,
| verdichtet sich seine persönliche Höllenfahrt zu einem Showdown, den
| Aster und seine genialer Kameramann Darius Khondji zu einer Masterclass
| gemacht haben: Bestenfalls die Coens in ihrer besten Zeit – sprich: „No
| Country for Old Men“ – haben eine solche Sequenz mit derart zwingender
| Konsequenz und kreativer Bravour jemals hinbekommen. Man hält den Atem
| an und traut seinen Augen nicht, was sie alles aus dem Hut zaubern,
| welche Überraschungen und Kniffe sie bereithalten in diesem besonderen
| Finale, „High Sierra“ als Fiebertraum, „High Noon“ als Apotheose mit
| militärischer Feuerkraft.
+--- </hier abknabbern> ---

©<https://the-spot-mediafilm.com/reviews/review-cannes-eddington/>

	M.f.G.



P.S.: War übrigens an der US-Kinokasse ein Flop, also nicht zu lange warten!
      Wie BTW auch /One Battle After Another/ – den habe ich mir aber
      inzwischen längst als Blu-ray gesichert...				୧(`0´)╭∩
-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

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#651216

FromFidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de>
Date2025-11-21 17:02 +0100
Message-ID<10fq2e1$d0fh$2@news.nntp4.net>
In reply to#651201
Salve allerseits,

Dr. Joachim Neudert schrieb:
> Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> wrote:
>> Am 21.11.25 um 08:53 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara:
>>> Dr. Joachim Neudert schrieb:
>>>> 
>>>> Hollywood Faustregel: man kann jeden Stoff, der einmal erfolgreich war,
>>>> alle 20 Jahre wieder neu für ein nachgewachsenes, neues Publikum verfilmen.
>>>> 
>>> /Like A Complete Unknown/, /Thunderbolts*/, /The Brutalist/,
>>> /Nosferatu – Der Untote/, /Blood & Sinners/ und /Warfare/ würde
>>> ich BTW durchaus weiterempfehlen! Ansonsten empfehle ich, sich hierzu
>>> /The Critical Drinker/ zu Gemüte zu führen! Vor allem seine Einschätzung
>>> des Jahres 2025¹...								(⊙_◎)
>> 
>> Ich will auch mal;-) Nach >30 Jahren Kinoabstinenz werde ich mir 
>> *Eddington* antun. Sofern er hier ankommt.
> 
> Die SZ hat den Film gestern verrissen. Hauptkritik war daß von den ca. 10
> Hauptpersonen kein einziger sympathisch ist oder irgendeinen Tiefgang hat.
> Only idiots.
> 
+--- <hier abknabbern> ---
| Ari Aster, der Spezialist für schräge Werke, die Genre und Arthouse
| originell verknüpfen, vermengt hier etliche Genres Western,
| Kleinstadtdrama, Farce, Satire, schwarze Komödie und Killerthriller zu
| einem explosiven, irrwitzigen Mix, in dem die Themen Pandemie, Paranoia,
| Populismus und ein ganz bestimmter Präsident durch den Fleischwolf
| gedreht werden, dass das Blut spritzt, um den Zustand der
| zeitgenössischen US-Gesellschaft zu beschreiben. In Westernmanier ist
| Neumexiko der Schauplatz, treten zwei rivalisierende Cowboys
| gegeneinander an, die in einer Kleinstadt um den Bürgermeisterposten
| kämpfen und unterschiedliche Vorstellungen von Recht und Ordnung bzw.
| der Herstellung dessen haben, bzw. um eine Frau kämpfen, die der eine
| geheiratet hat und der andere zuvor sitzengelassen, und natürlich ihr
| Ego. Joaquin Phoenix und Pedro Pascal geben den Sheriff bzw. den
| amtierenden Bürgermeister in Eddington, einem Kaff im Nirgendwo in
| direkter Nachbarschaft zum Navajo-Territorium, das seine eigene Polizei
| und Führung hat. Eine zusätzliche Reibungsfläche für den amtierenden
| Sheriff, der auch mit einer Schwiegermutter, die den Tag mit
| Verschwörungstheorien verbringt, leben muss.
|
| Oscar-Preiträger Phoenix wechselt als passiv-aggressiver Pantoffelheld
| zwischen scheinbar liebenswert-menschlich zu psychopathisch in einem
| Blinzeln, während Pascal den blasierten Macher gibt, der mit einem
| High-Tech-Zentrum Eddington zur Prosperität verhelfen will. Emma Stone
| gibt den Zankapfel, der weirde Puppen näht und schließlich einem
| gutaussehenden, selbsterklärten Jesus folgt, der als ehemaliges
| Missbrauchsopfer Anhänger sammelt. Austin Butler spielt ihn in der
| neuerlichen Zusammenarbeit von Aster und der angesagten Indieschmiede A
| 24 und Phoenix, der in „Beau Is Afraid“ die Hauptrolle spielte. Der
| Wahlkampf, wie das Leben, wird natürlich auch und vor allem in den
| sozialen Medien geführt. Herrlich(-peinlich)e Slogans sind auch auf
| altmodischen Plakaten präsent. Und die Jugend geht auf die Straße zum
| Demonstrieren, für Black Live Matters und um sich für ihre weiße
| Herkunft zu entschuldigen. Der Rundumschlag ist ätzend, deftig, manchmal
| nervig, oft treffend und überraschend.
+--- </hier abknabbern> ---

©<https://www.blickpunktfilm.de/kino/kleinstadt-western-farce-review-cannes-eddington-ein-irrwitziger-mix-20273acb17b4d98b5f241f2007a15731>

	M.f.G.


P.S.: Ich mag Ari Aster! Und ich werde mir /Eddington/ wohl auch
anschauen, aber eher nicht im Kino, sondern als Blu-ray! /Beau Is Afraid/
aus dem Jahre 2023 kann ich weiterempfehlen, /Midsommar/ aus dem Jahre
2019 eigentlich auch – ist aber doch etwas spezieller...			ミ●﹏☉ミ
-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

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#651217

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2025-11-21 17:05 +0100
Message-ID<10fq2jk$b3ii$4@solani.org>
In reply to#651216
Am 21.11.25 um 17:02 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara:
> Salve allerseits,
> 
> Dr. Joachim Neudert schrieb:
>> Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> wrote:
>>> Am 21.11.25 um 08:53 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara:
>>>> Dr. Joachim Neudert schrieb:
>>>>>
>>>>> Hollywood Faustregel: man kann jeden Stoff, der einmal erfolgreich war,
>>>>> alle 20 Jahre wieder neu für ein nachgewachsenes, neues Publikum verfilmen.
>>>>>
>>>> /Like A Complete Unknown/, /Thunderbolts*/, /The Brutalist/,
>>>> /Nosferatu – Der Untote/, /Blood & Sinners/ und /Warfare/ würde
>>>> ich BTW durchaus weiterempfehlen! Ansonsten empfehle ich, sich hierzu
>>>> /The Critical Drinker/ zu Gemüte zu führen! Vor allem seine Einschätzung
>>>> des Jahres 2025¹...								(⊙_◎)
>>>
>>> Ich will auch mal;-) Nach >30 Jahren Kinoabstinenz werde ich mir
>>> *Eddington* antun. Sofern er hier ankommt.
>>
>> Die SZ hat den Film gestern verrissen. Hauptkritik war daß von den ca. 10
>> Hauptpersonen kein einziger sympathisch ist oder irgendeinen Tiefgang hat.
>> Only idiots.
>>
> +--- <hier abknabbern> ---
> | Ari Aster, der Spezialist für schräge Werke, die Genre und Arthouse
> | originell verknüpfen, vermengt hier etliche Genres Western,
> | Kleinstadtdrama, Farce, Satire, schwarze Komödie und Killerthriller zu
> | einem explosiven, irrwitzigen Mix, in dem die Themen Pandemie, Paranoia,
> | Populismus und ein ganz bestimmter Präsident durch den Fleischwolf
> | gedreht werden, dass das Blut spritzt, um den Zustand der
> | zeitgenössischen US-Gesellschaft zu beschreiben. In Westernmanier ist
> | Neumexiko der Schauplatz, treten zwei rivalisierende Cowboys
> | gegeneinander an, die in einer Kleinstadt um den Bürgermeisterposten
> | kämpfen und unterschiedliche Vorstellungen von Recht und Ordnung bzw.
> | der Herstellung dessen haben, bzw. um eine Frau kämpfen, die der eine
> | geheiratet hat und der andere zuvor sitzengelassen, und natürlich ihr
> | Ego. Joaquin Phoenix und Pedro Pascal geben den Sheriff bzw. den
> | amtierenden Bürgermeister in Eddington, einem Kaff im Nirgendwo in
> | direkter Nachbarschaft zum Navajo-Territorium, das seine eigene Polizei
> | und Führung hat. Eine zusätzliche Reibungsfläche für den amtierenden
> | Sheriff, der auch mit einer Schwiegermutter, die den Tag mit
> | Verschwörungstheorien verbringt, leben muss.
> |
> | Oscar-Preiträger Phoenix wechselt als passiv-aggressiver Pantoffelheld
> | zwischen scheinbar liebenswert-menschlich zu psychopathisch in einem
> | Blinzeln, während Pascal den blasierten Macher gibt, der mit einem
> | High-Tech-Zentrum Eddington zur Prosperität verhelfen will. Emma Stone
> | gibt den Zankapfel, der weirde Puppen näht und schließlich einem
> | gutaussehenden, selbsterklärten Jesus folgt, der als ehemaliges
> | Missbrauchsopfer Anhänger sammelt. Austin Butler spielt ihn in der
> | neuerlichen Zusammenarbeit von Aster und der angesagten Indieschmiede A
> | 24 und Phoenix, der in „Beau Is Afraid“ die Hauptrolle spielte. Der
> | Wahlkampf, wie das Leben, wird natürlich auch und vor allem in den
> | sozialen Medien geführt. Herrlich(-peinlich)e Slogans sind auch auf
> | altmodischen Plakaten präsent. Und die Jugend geht auf die Straße zum
> | Demonstrieren, für Black Live Matters und um sich für ihre weiße
> | Herkunft zu entschuldigen. Der Rundumschlag ist ätzend, deftig, manchmal
> | nervig, oft treffend und überraschend.
> +--- </hier abknabbern> ---
> 
> ©<https://www.blickpunktfilm.de/kino/kleinstadt-western-farce-review-cannes-eddington-ein-irrwitziger-mix-20273acb17b4d98b5f241f2007a15731>
> 
> 	M.f.G.

Spricht alles für den Kritiker der SZ: Only idiots in the room.  Wenn 
alle gleichermassen gestört sind, ist es dem Zuschauer ganz egal was mit 
ihnen passiert...

> 
> 
> P.S.: Ich mag Ari Aster! Und ich werde mir /Eddington/ wohl auch
> anschauen, aber eher nicht im Kino, sondern als Blu-ray! /Beau Is Afraid/
> aus dem Jahre 2023 kann ich weiterempfehlen, /Midsommar/ aus dem Jahre
> 2019 eigentlich auch – ist aber doch etwas spezieller...			ミ●﹏☉ミ


-- 
Ammersee
Meer braucht's ned

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#651221

FromFidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse-Lara@b.maus.de>
Date2025-11-21 18:24 +0100
Message-ID<10fq795$dc5d$1@news.nntp4.net>
In reply to#651217
Salve allerseits,

Dr. Joachim Neudert schrieb:
> Am 21.11.25 um 17:02 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara:
>> Dr. Joachim Neudert schrieb:
>>> Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> wrote:
>>>> Am 21.11.25 um 08:53 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara:
>>>>> Dr. Joachim Neudert schrieb:
>>>>>>
>>>>>> Hollywood Faustregel: man kann jeden Stoff, der einmal erfolgreich war,
>>>>>> alle 20 Jahre wieder neu für ein nachgewachsenes, neues Publikum verfilmen.
>>>>>>
>>>>> /Like A Complete Unknown/, /Thunderbolts*/, /The Brutalist/,
>>>>> /Nosferatu – Der Untote/, /Blood & Sinners/ und /Warfare/ würde
>>>>> ich BTW durchaus weiterempfehlen! Ansonsten empfehle ich, sich hierzu
>>>>> /The Critical Drinker/ zu Gemüte zu führen! Vor allem seine Einschätzung
>>>>> des Jahres 2025¹...								(⊙_◎)
>>>>
>>>> Ich will auch mal;-) Nach >30 Jahren Kinoabstinenz werde ich mir
>>>> *Eddington* antun. Sofern er hier ankommt.
>>>
>>> Die SZ hat den Film gestern verrissen. Hauptkritik war daß von den ca. 10
>>> Hauptpersonen kein einziger sympathisch ist oder irgendeinen Tiefgang hat.
>>> Only idiots.
>>
>> | Oscar-Preiträger Phoenix wechselt als passiv-aggressiver Pantoffelheld
>> | zwischen scheinbar liebenswert-menschlich zu psychopathisch in einem
>> | Blinzeln, während Pascal den blasierten Macher gibt, der mit einem
>> | High-Tech-Zentrum Eddington zur Prosperität verhelfen will. Emma Stone
>> | gibt den Zankapfel, der weirde Puppen näht und schließlich einem
>> | gutaussehenden, selbsterklärten Jesus folgt, der als ehemaliges
>> | Missbrauchsopfer Anhänger sammelt. Austin Butler spielt ihn in der
>> | neuerlichen Zusammenarbeit von Aster und der angesagten Indieschmiede A
>> | 24 und Phoenix, der in „Beau Is Afraid“ die Hauptrolle spielte. Der
>> | Wahlkampf, wie das Leben, wird natürlich auch und vor allem in den
>> | sozialen Medien geführt. Herrlich(-peinlich)e Slogans sind auch auf
>> | altmodischen Plakaten präsent. Und die Jugend geht auf die Straße zum
>> | Demonstrieren, für Black Live Matters und um sich für ihre weiße
>> | Herkunft zu entschuldigen. Der Rundumschlag ist ätzend, deftig, manchmal
>> | nervig, oft treffend und überraschend.
> 
> Spricht alles für den Kritiker der SZ: Only idiots in the room.  Wenn 
> alle gleichermassen gestört sind, ist es dem Zuschauer ganz egal was mit 
> ihnen passiert...
> 
Kann man so nicht wirklich sagen! /Eddington/ war nicht umsonst für die
Goldene Palme nominiert und unterlag dem iranischen Spielfilm von Jafar
Panahi, den es wohl niemand je freiwillig sehen wollen wird! Ari Aster
ist wirklich ein ganz spezieller Regisseur und sein Neo-Noir-Western
könnte der US-Film des Jahres werden! Schlicht ein Pulverfass und
eine Zeitkapsel, die einen sinnlosen Moment in der Geschichte
der Vereinigten Staaten widerspiegeln – mit einem
Tomatometer von 68%...								(⊙.☉)7

	M.f.G.

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#651218

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2025-11-21 17:05 +0100
Message-ID<10fq2l5$b3ii$5@solani.org>
In reply to#651216
Am 21.11.25 um 17:02 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara:
> Joaquin Phoenix und Pedro Pascal geben den Sheriff bzw. den
> | amtierenden Bürgermeister in Eddington,


Ob mal wieder ein Film ohne Pedro Pascal gedreht wird?

-- 
Ammersee
Meer braucht's ned

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#651261

FromWalter Brill <WalterBrill@t-online.de>
Date2025-11-22 16:03 +0100
Message-ID<moe1ljFqmmqU3@mid.individual.net>
In reply to#651216
Hallo,

Am 21.11.25 um 17:02 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara:
> Salve allerseits,
> 
> Dr. Joachim Neudert schrieb:
>> Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> wrote:
>>> Am 21.11.25 um 08:53 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara:
>>>> Dr. Joachim Neudert schrieb:
>>>>>
>>>>> Hollywood Faustregel: man kann jeden Stoff, der einmal erfolgreich war,
>>>>> alle 20 Jahre wieder neu für ein nachgewachsenes, neues Publikum verfilmen.
>>>>>
>>>> /Like A Complete Unknown/, /Thunderbolts*/, /The Brutalist/,
>>>> /Nosferatu – Der Untote/, /Blood & Sinners/ und /Warfare/ würde
>>>> ich BTW durchaus weiterempfehlen! Ansonsten empfehle ich, sich hierzu
>>>> /The Critical Drinker/ zu Gemüte zu führen! Vor allem seine Einschätzung
>>>> des Jahres 2025¹...								(⊙_◎)
>>>
>>> Ich will auch mal;-) Nach >30 Jahren Kinoabstinenz werde ich mir
>>> *Eddington* antun. Sofern er hier ankommt.
>>
>> Die SZ hat den Film gestern verrissen. Hauptkritik war daß von den ca. 10
>> Hauptpersonen kein einziger sympathisch ist oder irgendeinen Tiefgang hat.
>> Only idiots.
>>
> +--- <hier abknabbern> ---
> | Ari Aster, der Spezialist für schräge Werke, die Genre und Arthouse
> | originell verknüpfen, vermengt hier etliche Genres Western,
> | Kleinstadtdrama, Farce, Satire, schwarze Komödie und Killerthriller zu
> | einem explosiven, irrwitzigen Mix, in dem die Themen Pandemie, Paranoia,
> | Populismus und ein ganz bestimmter Präsident durch den Fleischwolf
> | gedreht werden, dass das Blut spritzt, um den Zustand der
> | zeitgenössischen US-Gesellschaft zu beschreiben.

Fidel hat's kapiert!
"Es" nicht...

In Westernmanier ist
> | Neumexiko der Schauplatz, treten zwei rivalisierende Cowboys
> | gegeneinander an, die in einer Kleinstadt um den Bürgermeisterposten
> | kämpfen und unterschiedliche Vorstellungen von Recht und Ordnung bzw.
> | der Herstellung dessen haben, bzw. um eine Frau kämpfen, die der eine
> | geheiratet hat und der andere zuvor sitzengelassen, und natürlich ihr
> | Ego. Joaquin Phoenix und Pedro Pascal geben den Sheriff bzw. den
> | amtierenden Bürgermeister in Eddington, einem Kaff im Nirgendwo in
> | direkter Nachbarschaft zum Navajo-Territorium, das seine eigene Polizei
> | und Führung hat. Eine zusätzliche Reibungsfläche für den amtierenden
> | Sheriff, der auch mit einer Schwiegermutter, die den Tag mit
> | Verschwörungstheorien verbringt, leben muss.
> |
> | Oscar-Preiträger Phoenix wechselt als passiv-aggressiver Pantoffelheld
> | zwischen scheinbar liebenswert-menschlich zu psychopathisch in einem
> | Blinzeln, während Pascal den blasierten Macher gibt, der mit einem
> | High-Tech-Zentrum Eddington zur Prosperität verhelfen will. Emma Stone
> | gibt den Zankapfel, der weirde Puppen näht und schließlich einem
> | gutaussehenden, selbsterklärten Jesus folgt, der als ehemaliges
> | Missbrauchsopfer Anhänger sammelt. Austin Butler spielt ihn in der
> | neuerlichen Zusammenarbeit von Aster und der angesagten Indieschmiede A
> | 24 und Phoenix, der in „Beau Is Afraid“ die Hauptrolle spielte. Der
> | Wahlkampf, wie das Leben, wird natürlich auch und vor allem in den
> | sozialen Medien geführt. Herrlich(-peinlich)e Slogans sind auch auf
> | altmodischen Plakaten präsent. Und die Jugend geht auf die Straße zum
> | Demonstrieren, für Black Live Matters und um sich für ihre weiße
> | Herkunft zu entschuldigen. Der Rundumschlag ist ätzend, deftig, manchmal
> | nervig, oft treffend und überraschend.
> +--- </hier abknabbern> ---
> 
> ©<https://www.blickpunktfilm.de/kino/kleinstadt-western-farce-review-cannes-eddington-ein-irrwitziger-mix-20273acb17b4d98b5f241f2007a15731>
> 
> 	M.f.G.
> 
> 
> P.S.: Ich mag Ari Aster! Und ich werde mir /Eddington/ wohl auch
> anschauen, aber eher nicht im Kino, sondern als Blu-ray! /Beau Is Afraid/
> aus dem Jahre 2023 kann ich weiterempfehlen, /Midsommar/ aus dem Jahre
> 2019 eigentlich auch – ist aber doch etwas spezieller...

Und wie sagen wir es dem Doc?

Ciao
Walter

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#651511

FromFidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de>
Date2025-11-24 14:01 +0100
Message-ID<10g1kut$2e524$1@dont-email.me>
In reply to#651261
Salve allerseits,

Walter Brill schrieb:
> Am 21.11.25 um 17:02 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara:
>> Dr. Joachim Neudert schrieb:
>>> Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> wrote:
>>>> Am 21.11.25 um 08:53 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara:
>>>>> Dr. Joachim Neudert schrieb:
>>>>>>
>>>>>> Hollywood Faustregel: man kann jeden Stoff, der einmal erfolgreich war,
>>>>>> alle 20 Jahre wieder neu für ein nachgewachsenes, neues Publikum verfilmen.
>>>>>>
>>>>> /Like A Complete Unknown/, /Thunderbolts*/, /The Brutalist/,
>>>>> /Nosferatu – Der Untote/, /Blood & Sinners/ und /Warfare/ würde
>>>>> ich BTW durchaus weiterempfehlen! Ansonsten empfehle ich, sich hierzu
>>>>> /The Critical Drinker/ zu Gemüte zu führen! Vor allem seine Einschätzung
>>>>> des Jahres 2025¹...								(⊙_◎)
>>>>
>>>> Ich will auch mal;-) Nach >30 Jahren Kinoabstinenz werde ich mir
>>>> *Eddington* antun. Sofern er hier ankommt.
>>>
>>> Die SZ hat den Film gestern verrissen. Hauptkritik war daß von den ca. 10
>>> Hauptpersonen kein einziger sympathisch ist oder irgendeinen Tiefgang hat.
>>> Only idiots.
>> 
>> | Ari Aster, der Spezialist für schräge Werke, die Genre und Arthouse
>> | originell verknüpfen, vermengt hier etliche Genres Western,
>> | Kleinstadtdrama, Farce, Satire, schwarze Komödie und Killerthriller zu
>> | einem explosiven, irrwitzigen Mix, in dem die Themen Pandemie, Paranoia,
>> | Populismus und ein ganz bestimmter Präsident durch den Fleischwolf
>> | gedreht werden, dass das Blut spritzt, um den Zustand der
>> | zeitgenössischen US-Gesellschaft zu beschreiben.
> 
> Fidel hat's kapiert! "Es" nicht...
> 
Das Problem mit Ari Aster ist schlicht, dass er so speziell ist! Ich würde
nicht jeden /Midsommar/ empfehlen! Es ist weder ein richtiger Horror, noch
ein richtiger Mystery, noch ein richtiges Drama, sondern schlicht irgendwas
dazwischen, das in einem wilden, halluzinatorischen Finale seinen Höhepunkt
erreicht! Genauso ist es mit /Beau Is Afraid/ – das Ganze ist eine bizarre
und überladene Odyssee, die irgendwo zwischen Selbstgeißelung und
Zügellosigkeit zu verorten ist, und ich kann verstehen, dass
sich nicht jedermann das antun will...						''⌐(ಠ۾ಠ)¬'''

	M.f.G.

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etwas komisch... ;-)

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#651219

FromJoerg Walther <joerg.walther@magenta.de>
Date2025-11-21 17:36 +0100
Message-ID<p151iktgtko64aq76jvoo6m5dsa6hnpaam@joergwalther.my-fqdn.de>
In reply to#651201
Dr. Joachim Neudert wrote:
 
>> Nach >30 Jahren Kinoabstinenz werde ich mir
>> *Eddington* antun. Sofern er hier ankommt.

>Die SZ hat den Film gestern verrissen. 

Dann ist es ja vielleicht ganz sinnvoll, wenn man den Film, anstatt ihn
im Kino zu schauen, ein paar Newsgroups weiter einfach herunterlädt. ;-)

(nzb auf Anfrage, Mailadresse funktioniert)

-jw-
-- 
And now for something completely different...

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