Groups | Search | Server Info | Keyboard shortcuts | Login | Register [http] [https] [nntp] [nntps]
Groups > ger.ct > #634953 > unrolled thread
| Started by | Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) |
|---|---|
| First post | 2025-03-09 11:34 +0000 |
| Last post | 2025-03-10 11:40 +0100 |
| Articles | 20 on this page of 23 — 8 participants |
Back to article view | Back to ger.ct
This discussion starts older than the indexed window; earlier articles aren't shown. The article labeled Started by
below is the oldest one visible, not the original post.
Re: USA verstehen Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2025-03-09 11:34 +0000
Re: USA verstehen Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2025-03-09 13:36 +0100
Re: USA verstehen Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2025-03-09 18:57 +0000
Re: USA verstehen Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2025-03-09 20:36 +0100
Re: USA verstehen Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> - 2025-03-09 21:51 +0100
Re: USA verstehen Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2025-03-10 09:42 +0100
Re: USA verstehen Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2025-03-10 09:52 +0000
Re: USA verstehen Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2025-03-10 11:29 +0100
Re: USA verstehen Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2025-03-10 13:07 +0100
Re: USA verstehen Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2025-03-10 13:21 +0100
Re: USA verstehen Ulf_Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2025-03-10 10:20 +0000
Re: USA verstehen Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2025-03-11 09:16 +0000
Re: USA verstehen Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2025-03-11 13:32 +0100
Re: USA verstehen gunter-kuehne <gunter-kuehne@mail.de> - 2025-03-11 14:09 +0100
Re: USA verstehen Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2025-03-11 15:19 +0100
Re: USA verstehen gunter-kuehne <gunter-kuehne@mail.de> - 2025-03-11 16:49 +0100
Re: USA verstehen Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2025-03-11 17:11 +0100
Re: USA verstehen gunter-kuehne <gunter-kuehne@mail.de> - 2025-03-12 00:43 +0100
Re: USA verstehen Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2025-03-11 18:15 +0100
Re: USA verstehen Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2025-03-09 22:52 +0100
Re: USA verstehen Dietz Proepper <dietz.usenet@rotfl.franken.de> - 2025-03-10 08:26 +0100
Re: USA verstehen Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2025-03-10 09:42 +0100
Re: USA verstehen Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2025-03-10 11:40 +0100
Page 1 of 2 [1] 2 Next page →
| From | Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) |
|---|---|
| Date | 2025-03-09 11:34 +0000 |
| Subject | Re: USA verstehen |
| Message-ID | <3t67cd7bc5i14ffd8n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at> |
On Fri, 07 Mar 2025 10:24:48 Stefan Ram wrote: > Im Idealismus muß der Schwächere vor dem Stärkeren geschützt werden; > im Realismus muß der Schwächere sich dem Stärkeren unterordnen. > Im Idealismus muß ein Machthaber darauf achten, seine Macht nicht > zu mißbrauchen; im Realismus kann er sie für sich nutzen. So *kann* man das natürlich beschreiben, wenn man fließend Neusprech spricht. Im übrigen: Die idealistische (von Idealität ist man ja zwingend immer ein Stück weit entfernt) Sichtweise der letzten Jahrzehnte hat einer Menge Menschen eine Menge gutes Leben gebracht. Es ist fraglich, dass man mit dem, was Du da so absurd als Realismus beschreibst, überhaupt irgendjemand ein besseres Leben haben wird; als Milliardär ist man weit jenseits einer Grenze, wo noch etwas besser wird - die Zerstörung sozialer Strukturen ganzer Kontinente bewegt sich vermutlich auf dem Glücksniveau, mit dem unsereiner in der wöchentlichen Skat-Runde gewinnt. Die überwiegende Mehrheit der betroffenen wird es jedenfalls nicht haben. > Jedem Idealisten, dem das nicht gefällt, steht es frei, die > Rollen des Weltpolizisten zu übernehmen, wenn er stark genug > dafür ist . . . Oder, kürzer formuliert: Leckt uns doch am Arsch. Das ist zwar ein legitimes Ziel, aber siehe oben: Wem wird am Ende damit geholfen sein? Servus, Stefan -- http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike Die einsame Genialität zweisamer Himmel. Stefan! (Sloganizer)
[toc] | [next] | [standalone]
| From | Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> |
|---|---|
| Date | 2025-03-09 13:36 +0100 |
| Message-ID | <vqk214$npbb$1@dont-email.me> |
| In reply to | #634953 |
Salve allerseits, Stefan Froehlich schrieb: > On Fri, 07 Mar 2025 10:24:48 Stefan Ram wrote: > >> Jedem Idealisten, dem das nicht gefällt, steht es frei, die Rollen >> des Weltpolizisten zu übernehmen, wenn er stark genug dafür ist . . . > > Oder, kürzer formuliert: Leckt uns doch am Arsch. Das ist zwar ein > legitimes Ziel, aber siehe oben: Wem wird am Ende damit geholfen sein? > Den Vereinigten Staaten, RU und CN? Also faktisch jeder Staat, der den Schutz des eigenen Territoriums vor Angriffen ernst genommen hat? Demnach also alle außer der westlichen 1. Welt? Die 2. und die 3. Welt sind recht froh darüber, dass die alten Kolonialherren nun ihre eigene Medizin kosten dürfen! Von der Seite wird der Westen ganz sicher keine Hilfe erhalten – sie können von der kommenden multipolaren Weltordnung, wie man bekanntermaßen weiß, nur profitieren... (ノ´ヮ´)ノ*:・゚✧+:。☆ M.f.G. -- Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur etwas komisch... ;-)
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) |
|---|---|
| Date | 2025-03-09 18:57 +0000 |
| Message-ID | <1t67cde3fbi18e66bn3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at> |
| In reply to | #634955 |
On Sun, 09 Mar 2025 13:36:52 Fidel Sebastián Hunrichse-Lara wrote: > Stefan Froehlich schrieb: >> Leckt uns doch am Arsch. Das ist zwar ein legitimes Ziel, aber >> siehe oben: Wem wird am Ende damit geholfen sein? > Den Vereinigten Staaten, RU und CN? Bislang war sich so ziemlich jeder von mir wahrgenommen Kommentator sicher, dass sich die USA mittel- und schon überhaupt langfristig in die Reihe der großen Verlierer ihrer eigenen Politik einreihen werden. Das scheint mir plausibel. Russland und China, im Rahmen des Möglichen. Dabei stellt sich dann allerdings die Frage, inwiefern das im Interesse der USA ist, die das alles losgetreten haben. Servus, Stefan -- http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike Stefan konnte immer schon mehr als Spaß machen! (Sloganizer)
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> |
|---|---|
| Date | 2025-03-09 20:36 +0100 |
| Message-ID | <vqkqjp$t2ai$1@dont-email.me> |
| In reply to | #634966 |
Salve allerseits, Stefan Froehlich schrieb: > On Sun, 09 Mar 2025 13:36:52 Fidel Sebastián Hunrichse-Lara wrote: >> Stefan Froehlich schrieb: >> >>> Leckt uns doch am Arsch. Das ist zwar ein legitimes Ziel, aber >>> siehe oben: Wem wird am Ende damit geholfen sein? >> >> Den Vereinigten Staaten, RU und CN? > > Bislang war sich so ziemlich jeder von mir wahrgenommen Kommentator > sicher, dass sich die USA mittel- und schon überhaupt langfristig in > die Reihe der großen Verlierer ihrer eigenen Politik einreihen werden. > Das scheint mir plausibel. Russland und China, im Rahmen des Möglichen. > Dabei stellt sich dann allerdings die Frage, inwiefern das im > Interesse der USA ist, die das alles losgetreten haben. > Lass mich mal kurz überlegen: Die Vereinigten Staaten haben uns ihre Schwerpunktverlagerung nach Asien als eine grundlegende Richtungsentscheidung für die Außenpolitik verkauft – und zwar durch Barack Hussein Obama II! Und jetzt soll ausgerechnet THE DONALD plötzlich auf Obamas Spuren wandeln? Oh, wait … könnte es womöglich etwas mit dem Folgendem zu tun haben? ᕙ (⇀‸↼ ‶) ᕗ +--- <hier abknabbern> --- | Die kommenden Tage würden interessant, hatte Donald Trump am Freitag | angekündigt und meinte damit Iran. Die Situation habe ein kritisches | Stadium erreicht. „Wir können nicht zulassen, dass sie eine Atomwaffe | haben“, sagte der amerikanische Präsident im Weißen Haus. „Wir befinden | uns in den letzten Zügen mit Iran. Es wird sehr bald etwas passieren.“ | | Kurz zuvor war ein Fernsehinterview mit Trump ausgestrahlt worden, in | dem er verkündete, er habe Irans Oberstem Führer Ali Khamenei einen | Brief geschrieben und ihn zu Verhandlungen über das iranische | Atomprogramm aufgefordert. „Ich hoffe, dass Sie verhandeln werden, denn | wenn wir militärisch eingreifen müssen, wird es schrecklich werden“, | sagte Trump. „Es gibt zwei Möglichkeiten: Man kann mit Iran militärisch | umgehen oder ein Abkommen schließen. Ich würde ein Abkommen vorziehen, | weil ich Iran nicht schaden will.“ | | In Teheran scheint der Brief noch nicht angekommen zu sein. Zumindest | hieß es am Samstagabend vom iranischen Außenministerium, man habe noch | kein Schreiben von Trump erhalten. Am Nachmittag hatte Khamenei | allerdings eine Rede gehalten, die wie eine direkte Antwort auf Trump | wirkte. „Das Beharren einiger rüpelhafter ausländischer Regierungen auf | Verhandlungen dient nicht der Lösung von Problemen. Vielmehr wollen sie | damit ihre Dominanz und ihre Forderungen durchsetzen“, sagte der Oberste | Führer vor ranghohen Beamten in Teheran. Die Islamische Republik werde | diese Forderungen nicht akzeptieren. | | *Teheran reichert weiter Uran an* | | Wie schon in Trumps erster Amtszeit setzt Washington auf „maximalen | Druck“ gegenüber Iran, um zu verhindern, dass das Land in den Besitz von | Atomwaffen kommt. Trump hat dafür neue Sanktionen gegen Teheran | verhängt. Offenbar erwägt die US-Regierung auch die Kontrolle iranischer | Öltanker auf hoher See und zielt damit auf eine der wichtigsten | Einnahmequellen des Landes. Die iranische Währung hat seit September die | Hälfte ihres Wertes verloren, die Preise steigen, immer wieder gibt es | Stromausfälle. | | Der 85 Jahre alte Khamenei hatte schon im Februar Trump eine Absage an | Gespräche erteilt, als dieser ein „nukleares Friedensabkommen“ | vorschlug. Gleichzeitig hatte Irans Präsident Massud Peseschkian | Gesprächsbereitschaft an Washington signalisiert. Zudem reagierte Iran | auf Trumps Wahlsieg und die amerikanischen Drohungen mit der Aufstockung | seiner Bestände an hochangereichertem Uran auf nahezu waffenfähigem | Niveau. Nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde hat Iran die | Lagermenge an angereichertem Uran zwischen November und Februar von | 182,3 auf 274,8 Kilogramm erhöht. | | Zuletzt war in Teheran die Sorge größer geworden, dass Israel iranische | Atomanlagen angreifen könnte. Im Februar war in Diplomatenkreisen zu | vernehmen, dass Washington Israel grünes Licht für eine solche Aktion | erteilt hätte. Irans Drohkulisse hat in den vergangenen Monaten Risse | bekommen. Nach der Schwächung der Hizbullah in Libanon und der Hamas im | Gazastreifen stürzte das Assad-Regime in Syrien. | | *Schlechte Erinnerungen an Trumps erste Amtszeit* | | Das ist eine schlechte Ausgangslage für Teheran, wo man keine guten | Erinnerungen an Trumps erste Amtszeit hat. 2020 wurde der iranische | Topkommandeur Qassem Soleimani bei einem amerikanischen Luftangriff | getötet; 2018 kündigte Trump einseitig das Atomabkommen mit Iran auf. | Den Vertrag hatten drei Jahre zuvor Deutschland, Frankreich, | Großbritannien, China, Russland und die USA abgeschlossen. Er sah | Zugeständnisse im iranischen Atomprogramm vor, die Vertragspartner | verzichteten im Gegenzug auf Wirtschaftssanktionen. Dass Trump die nach | seinem Ausstieg wieder in Kraft setzte, hat die wirtschaftliche Krise in | Iran verschärft. | | In seiner Rede am Samstag teilte Khamenei auch gegen die Europäer aus, | die nach Trumps Ausstieg ihre Zusagen zu Entschädigungszahlungen nicht | eingehalten hätten. Deutschland, Frankreich und Großbritannien seien | schamlos, sagte er. Die sogenannten E3 hatten zuletzt versucht, die | Atomgespräche wiederzubeleben. Im Januar trafen sie sich etwa mit | iranischen Unterhändlern in Genf. Das Abkommen läuft formal in diesem | Oktober aus. Damit würde auch die Möglichkeit verfallen, frühere strenge | UN-Sanktionen gegen Iran ohne großen Widerstand wiedereinzuführen. | | Der seit dem vergangenen Sommer amtierende Präsident Peseschkian hatte | im Wahlkampf Hoffnungen geweckt, Iran Richtung Westen zu öffnen und so | die Sanktionen lockern zu können. Peseschkian wird immer wieder von den | erzkonservativen Hardlinern in Teheran kritisiert. Anfang März wurde | erst sein ebenfalls als moderat geltender Finanz- und | Wirtschaftsminister vom Parlament des Amtes enthoben. Kurz darauf | reichte sein Vizepräsident für Strategische Fragen, Dschawad Zarif, den | Rücktritt ein. Er habe in den vergangenen Monaten „die bitterste Zeit“ | seiner vierzigjährigen politischen Karriere erlebt, begründete er auf | der Plattform X seinen Schritt. Sogar innerhalb der Regierung sei er | beleidigt, verleumdet und bedroht worden. | | Ob Peseschkian seinen Rücktritt angenommen hat, ist unklar. Zumindest | nahm Zarif am Samstag an dem Treffen mit Khamenei teil. Der Politiker | wird im Westen geschätzt. 2015 hatte er als Irans Chefunterhändler das | Atomabkommen mitverhandelt. Er war Irans Botschafter bei den Vereinten | Nationen in New York, seine beiden Kinder wurden dort geboren, haben | daher auch die amerikanische Staatsbürgerschaft. Auf dem | Weltwirtschaftsforum in Davos kritisierte er zum Unmut der Hardliner die | Kleidungsvorschriften für Frauen und sprach sich indirekt für | Verhandlungen mit Trump aus. | | *Der Präsident widerspricht Khamenei öffentlich* | | Ohne Khameneis Zustimmung werden diese nicht möglich sein. Dabei wird | auch Peseschkians Unmut über die vom Obersten Führer vorgegebene Linie | zunehmend deutlicher. „Ich persönlich glaube, dass es besser wäre, | Gespräche abzuhalten“, sagte er vor einer Woche im Parlament. „Aber der | Oberste Führer hat gesagt, wir verhandeln nicht mit Amerika. Also habe | auch ich verkündet, dass wir nicht mit Amerika verhandeln werden.“ Es | war das erste Mal, dass ein amtierender Präsident Khamenei so offen | widersprach. | | Es könnte ein Versuch gewesen sein klarzumachen, dass nicht seine | Regierung für die Folgen verantwortlich ist, sollte es nicht zu | Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten kommen. Unterdessen droht dem | Portal Iran International zufolge weiteren moderaten Ministern aus | Peseschkians Kabinett eine Amtsenthebung. | | Derweil sieht Russland eine Chance, sich als Vermittler zwischen Amerika | und Iran zu profilieren. Kremlsprecher Dmitrij Peskow bestätigte | vergangene Woche entsprechende Medienberichte. „Russland ist der | Ansicht, dass die Vereinigten Staaten und Iran alle Probleme auf dem | Verhandlungswege lösen sollten“, sagte er. Moskau sei bereit, alles | dafür zu tun, um dies zu erreichen. Russland hat gute Kontakte und | durchaus Einfluss auf Irans Machtapparat. | | Am Donnerstag traf sich der stellvertretende russische Außenminister | Sergej Rjabkow mit dem iranischen Botschafter in Moskau, um eine Lösung | im Streit um Teherans Atomprogramm zu finden. Dem Kreml zufolge wird es | in die Ukraine-Gespräche mit den Vereinigten Staaten einbezogen. Während | manche hoffen, Moskau könnte Khamenei dazu bringen, sich doch für | Gespräche mit Trump zu öffnen, herrscht in Teheran auch Skepsis. +--- </hier abknabbern> --- ©<https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/atomgespraeche-iran-und-die-ruepel-der-welt-110345781.html> M.f.G. -- Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur etwas komisch... ;-)
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Ruediger Lahl <ruediger.lahl@gmx.de> |
|---|---|
| Date | 2025-03-09 21:51 +0100 |
| Message-ID | <vql2ho.57g.1@privat.lahls.de> |
| In reply to | #634969 |
*Fidel Sebastián Hunrichse-Lara* schrieb: > ©<https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/atomgespraeche-iran-und-die-ruepel-der-welt-110345781.html> > | Die kommenden Tage würden interessant, hatte Donald Trump am Freitag > | angekündigt und meinte damit Iran. Die Situation habe ein kritisches > | Stadium erreicht. „Wir können nicht zulassen, dass sie eine Atomwaffe > | haben“, sagte der amerikanische Präsident im Weißen Haus. „Wir befinden > | uns in den letzten Zügen mit Iran. Es wird sehr bald etwas passieren.“ Mit welcher Frist wollte er noch die Gaza-Geiseln ausgeliefert haben wollen, damit nicht gleich nach verstreichen der Frist was passiert? ,---- | Sollte die Hamas nicht alle verbliebenen 76 Geiseln bis Samstagmittag | freilassen, sei er dafür, dass Israel die Waffenruhe beende - und es | werde "die Hölle losbrechen", so Trump. `---- Trump hat vieles angekündigt und wenn er es nicht selbst zurückgenommen hat, hats ein Richter für ihn gemacht. Ich nehme nur das ernst, was mindestens einen Monat unangetastet überlebt hat. -- bis denne
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> |
|---|---|
| Date | 2025-03-10 09:42 +0100 |
| Message-ID | <vqm8kr$18pj0$1@dont-email.me> |
| In reply to | #634972 |
Salve allerseits, Ruediger Lahl schrieb: > *Fidel Sebastián Hunrichse-Lara* schrieb: > >> | Die kommenden Tage würden interessant, hatte Donald Trump am Freitag >> | angekündigt und meinte damit Iran. Die Situation habe ein kritisches >> | Stadium erreicht. „Wir können nicht zulassen, dass sie eine Atomwaffe >> | haben“, sagte der amerikanische Präsident im Weißen Haus. „Wir befinden >> | uns in den letzten Zügen mit Iran. Es wird sehr bald etwas passieren.“ > > Mit welcher Frist wollte er noch die Gaza-Geiseln ausgeliefert haben > wollen, damit nicht gleich nach verstreichen der Frist was passiert? > +--- <hier abknabbern> --- | Außerhalb Israels wurde der kleine Plot-Twist in den | amerikanisch-israelischen Beziehungen kaum beachtet: Wie das | Nachrichtenportal Axios Mitte der Woche berichtete, soll die | US-Regierung von Donald Trump direkte "geheime Gespräche" mit der Hamas | über die Freilassung weiterer israelischer Geiseln geführt haben. Das | wäre ein Novum: Die Vorgängerregierung von Joe Biden lehnte direkte | Verhandlungen mit der Terrororganisation kategorisch ab. "Wir helfen | Israel bei diesen Gesprächen", sagte Trump dazu am Donnerstag vor | Reportern im Oval Office und bestätigte zumindest, dass direkte | Gespräche als Option geprüft würden. | | Laut Axios handelt es sich dabei um eine "Intrige" aus dem Weißen Haus: | Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu soll nämlich erst im | Nachhinein über Trumps Vorstoß informiert worden sein − während das | Weiße Haus erklärte, sich mit Israel in dieser Angelegenheit besprochen | zu haben. Wie die Times of Israel berichtet, soll Netanjahus Regierung | wiederum selbst dafür gesorgt haben, dass der Vorfall nun öffentlich | wurde. Das wäre ein Versuch, angesichts einer grundsätzlich neuen | Entwicklung in Nahost nicht den Einfluss zu verlieren. Denn Trump zieht | nicht nur die Aufmerksamkeit, sondern auch die Kontrolle über den | weiteren Verlauf im Gazakrieg an sich, drängt Netanjahu an den Rand. | | Ein weiteres Beispiel: Während Netanjahu innerhalb Israels für seine | mangelnde Unterstützung der Geiseln kritisiert wird, lässt sich Trump | als großer Helfer feiern. Diese Woche lud er mehrere frühere israelische | Geiseln ins Weiße Haus ein, die erst kürzlich im Zuge der von seiner | Regierung mitverhandelten Waffenruhe freigekommen sind. "Meine Familie | und ich, wir glauben, dass Sie von Gott gesandt wurden, um die Geiseln | freizulassen", sagte dabei Omer Shem Tov, der erst seit zwei Wochen | wieder frei ist. "Bis ich auftauchte, dachten Sie also, dass Sie da | nicht mehr rauskommen?", soll der US-Präsident laut mehrerer | Medienberichte gefragt haben. Nach dem Treffen postete Trump auf seiner | Plattform Truth Social eine "letzte Warnung" an die Hamas. Er forderte, | "alle Geiseln jetzt freizulassen, nicht später, und alle Leichen der | Menschen, die ihr ermordet habt, sofort zurückzugeben. Sonst ist es | vorbei für euch". | | Im israelischen Radio wurde nach dem Treffen darüber debattiert, welches | "Genie" Omer Shem Tov und die anderen vorab gebrieft haben muss, um das | zu sagen, was Trump hören will − und um von dem US-Präsidenten zu | kriegen, was sie wollen: mehr Unterstützung im Kampf um die Rückkehr der | insgesamt noch 59 Gefangenen in Gaza. Nur 24 davon sollen noch am Leben | sein, überwiegend junge Männer. Wie freigelassene Geiseln berichten, | würden die Verbliebenen gefesselt, isoliert und ohne ausreichend Nahrung | und Trinkwasser in Tunneln gefangen gehalten. | | *Israel abhängig von Rückhalt der USA* | | Israelische Analysten schätzen Trumps Engagement für die Geiseln als | glaubwürdig ein. Und selbst bei der linken Zeitung Ha'aretz stoßen die | geplanten direkten Gespräche auf Anerkennung. Als "ein Tabu, das es wert | ist, gebrochen zu werden", bezeichnet der Journalist Amir Tibon die | Entwicklung. Demnach hätten die Angehörigen der Geiseln verstanden, dass | sie bei Trump etwas erreichen könnten − eine Hoffnung, die sie bei | Netanjahu längst aufgegeben hätten. Die Frage sei nun, ob Trumps Team um | den Nahostgesandten Steve Witkoff klar sei, dass das Ziel der Regierung | in Jerusalem darin bestehe, "den Krieg aus politischen Gründen zu | verlängern, um Netanjahus schwankende Regierungskoalition zu | stabilisieren, und nicht, um den Geiseln Vorrang zu geben". | | Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage des Israel Democracy | Institutes sind etwa 72 Prozent der Befragten der Meinung, dass nur dank | Trump die Waffenruhe zustande gekommen ist. 70 Prozent fordern eine | Fortsetzung des Abkommens. Genauso hoch ist der Wert bei der Frage, für | wie realistisch es die Befragten halten, dass Trump "ernsthaften Druck | auf Israel ausüben oder sogar Sanktionen verhängen wird, wenn die | Netanjahu-Regierung sich nicht den von ihm initiierten Prozessen im | Nahen Osten anschließt". Auch hier schätzten rund 70 Prozent die | Wahrscheinlichkeit als hoch ein. | | Auch wenn die Regierungen in Washington traditionell und Trump | insbesondere als proisraelisch gelten: Wie wohl kein anderes Land ist | Israel abhängig von dem vollständigen Rückhalt der USA und damit davon, | Trump bei Laune zu halten. Die Angehörigen der Geiseln, die sich noch in | der Hand der Hamas befinden, wollen dies jetzt nutzen, um die | Verschleppten zu retten. Die Regierung in Jerusalem dagegen verfolgt | eigene Interessen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters diese Woche | berichtete, soll Israel gegenüber der US-Regierung erklärt haben, die | neuen islamistischen Herrscher in Syrien schwach halten zu wollen. | Israel hat dafür geworben, dass die USA die Idee unterstützen, russische | Basen in Syrien zu halten. Israel will also etwas von der US-Regierung, | die könnte das nutzen, um wiederum von Netanjahu mehr Entgegenkommen mit | Blick auf die Freilassung weiterer Geiseln zu fordern. Allerdings: | "Syrien ist jetzt kaum noch auf Trumps Radar. Es hat wenig Priorität", | zitiert Reuters dazu Aron Lund, Sicherheitsexperte des US-amerikanischen | Thinktanks Century International. | | *Weiterer Verlauf schwer berechenbar* | | Taktisch gedacht könnte die US-Regierung Israels Forderungen mit Blick | auf Syrien nutzen, um Netanjahu zu Zugeständnissen für die Verlängerung | der Waffenruhe mit der Hamas zu bewegen. Die Verhandlungen über eine | zweite Phase kommen nicht voran, es gibt bisher kein neues Abkommen. Wie | aber etwa Eldad Shavit, Experte für die US-amerikanisch-israelischen | Beziehungen am Israelischen Institut für nationale Sicherheit (INSS), | kürzlich gegenüber ZEIT ONLINE sagte, verfolge Trump zwar seine ganz | eigene Strategie, gehe dabei aber nicht taktisch vor − agiere also ohne | die einzelnen Schritte hin zum Ziel im Blick zu haben. Genau das macht | den weiteren Verlauf im Zusammenhang mit dem Gazakrieg schwer berechenbar. | | Ebenfalls diese Woche wies Trump den von mehreren arabischen Staaten | ausgearbeiteten Plan für eine Nachkriegsordnung in Gaza als | "unausgereift" zurück. Wie die Times of Israels berichtete, sei der von | Ägypten angeführte Vorschlag geleitet von dem taktischen Gedanken, dass | Israel früher oder später zustimmen werde − um nicht selbst den | Wiederaufbau in dem vollkommen zerstörten Küstenstreifen übernehmen zu | müssen. Es sei "nicht zu erwarten, dass sich die USA direkt am | Wiederaufbau des Gazastreifens beteiligen werden", heißt es dazu. Auch | in der Diskussion über die Zukunft Gazas hatte Trump die Kontrolle | übernommen, als er forderte, den Gazastreifen ethnisch zu säubern und | die rund zwei Millionen Palästinenser zwangsumzusiedeln. In dem Fall | allerdings nahm Trump Netanjahu einen Großteil des Drucks ab, sich | selbst zu Nachkriegsplänen äußern zu müssen. | | Es ist deshalb zu früh, um sagen zu können, ob sich das Verhältnis | zwischen Trump und Netanjahu langfristig verändert − oder ob es bei dem | kleinen Plot-Twist im Zusammenhang mit den Verhandlungen bleiben wird. | Auch die Hamas sendet bisher widersprüchliche Signale. In einer ersten | Stellungnahme am Donnerstag kritisierte die Terrororganisation Trump für | seine Forderung, alle Geiseln sofort freizulassen und die damit | verbundene Drohung. Indem der US-Präsident diesen Druck aufbaue, helfe | er Netanjahu dabei, den Krieg fortzusetzen. +--- </hier abknabbern> --- ©<https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-03/verhandlungen-nahostkonflikt-israel-hamas-donald-trump> M.f.G. -- Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur etwas komisch... ;-)
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) |
|---|---|
| Date | 2025-03-10 09:52 +0000 |
| Message-ID | <1t67ceb545i21a9a3n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at> |
| In reply to | #634969 |
On Sun, 09 Mar 2025 20:36:24 Fidel Sebastián Hunrichse-Lara wrote: > Stefan Froehlich schrieb: >> On Sun, 09 Mar 2025 13:36:52 Fidel Sebastián Hunrichse-Lara wrote: >>> Stefan Froehlich schrieb: >> Bislang war sich so ziemlich jeder von mir wahrgenommen >> Kommentator sicher, dass sich die USA mittel- und schon überhaupt >> langfristig in die Reihe der großen Verlierer ihrer eigenen >> Politik einreihen werden. Das scheint mir plausibel. Russland >> und China, im Rahmen des Möglichen. Dabei stellt sich dann >> allerdings die Frage, inwiefern das im Interesse der USA ist, die >> das alles losgetreten haben. > Lass mich mal kurz überlegen: Die Vereinigten Staaten haben uns > ihre Schwerpunktverlagerung nach Asien als eine grundlegende > Richtungsentscheidung für die Außenpolitik verkauft – und zwar > durch Barack Hussein Obama II! Und jetzt soll ausgerechnet THE > DONALD plötzlich auf Obamas Spuren wandeln? Wie kommst Du auf *diese* Idee? Trump wandelt auf niemandes Spuren, und man sollte sich bei der Kritik an ihm auch nie auf einen einzelnen Aspekt konzentrieren. Zum einen ist das viel zu wenig, zum anderen ändert er seine Meinung mitunter auch im Stundentakt. Die Demontage der USA erfolgt auf sehr vielen Ebenen gleichzeitig, aussen-, innen-, demokratie- und sicherheitspolitisch und wird, wenn niemand ihn bzw. seine Entourage sehr bald aufhält, verheerend enden, egal wie viele Pirouetten er dabei dreht. Innerhalb der USA profitieren dabei allenfalls ein paar der bekannten Oligarchen. Inwiefern für die das Recht des Stärkeren tatsächlich ein besseres Leben zur Folge hat, würde ich schon gerne wissen. Ausgeben können sie ihr Vermögen jetzt auch schon nicht, und in einer Welt ohne Regeln werden auch sie deutlich mehr in Angst leben müssen als derzeit. Servus, Stefan -- http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike Stefan - still, mehr als man wünscht. (Sloganizer)
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> |
|---|---|
| Date | 2025-03-10 11:29 +0100 |
| Message-ID | <m37t8bFosn6U1@mid.individual.net> |
| In reply to | #634986 |
Am 10.03.25 um 10:52 schrieb Stefan Froehlich: > in einer Welt ohne Regeln werden auch sie deutlich mehr in Angst > leben müssen als derzeit. Es gibt keine reale Welt ohne Regeln. Bei Anarchie reagiert die Regeln des Faustgesetzes. Z.B. bei Machtkämpfen. Der Verlierer hat dann mehr zu verlieren. Musk , im Käfig, wie der bekannteste russische Oligarch? p.s. Was passiert in einer Welt perfekter Gedankenkontrolle ( Transhumanismus? ), wenn der Kontrolleur ausfällt? -- <http://www.hermann-riemann.de>
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> |
|---|---|
| Date | 2025-03-10 13:07 +0100 |
| Message-ID | <vqmkmo$1b4bu$1@dont-email.me> |
| In reply to | #634986 |
Salve allerseits, Stefan Froehlich schrieb: > On Sun, 09 Mar 2025 20:36:24 Fidel Sebastián Hunrichse-Lara wrote: >> Stefan Froehlich schrieb: >> >>> Bislang war sich so ziemlich jeder von mir wahrgenommen >>> Kommentator sicher, dass sich die USA mittel- und schon überhaupt >>> langfristig in die Reihe der großen Verlierer ihrer eigenen >>> Politik einreihen werden. Das scheint mir plausibel. Russland >>> und China, im Rahmen des Möglichen. Dabei stellt sich dann >>> allerdings die Frage, inwiefern das im Interesse der USA ist, die >>> das alles losgetreten haben. >> >> Lass mich mal kurz überlegen: Die Vereinigten Staaten haben uns >> ihre Schwerpunktverlagerung nach Asien als eine grundlegende >> Richtungsentscheidung für die Außenpolitik verkauft – und zwar >> durch Barack Hussein Obama II! Und jetzt soll ausgerechnet THE >> DONALD plötzlich auf Obamas Spuren wandeln? > > Wie kommst Du auf *diese* Idee? Trump wandelt auf niemandes Spuren, > und man sollte sich bei der Kritik an ihm auch nie auf einen einzelnen > Aspekt konzentrieren. Zum einen ist das viel zu wenig, zum anderen > ändert er seine Meinung mitunter auch im Stundentakt. > +--- <hier abknabbern> --- | Anfang Februar sass der japanische Ministerpräsident Shigeru Ishiba auf | demselben gelben Stuhl im Oval Office wie Wolodimir Selenski bei seinem | wüsten Streit mit Donald Trump. Ishiba geizte nicht mit Schmeicheleien – | und reiste mit der Zusicherung des amerikanischen Präsidenten nach | Hause, die Verteidigungsallianz mit Japan auszubauen. In Tokio wurde | Ishiba, der zwei Tage für das Treffen mit Trump trainiert hatte, wie ein | Goldmedaillengewinner gefeiert. | | *Forderungen an die «Geldmaschine Südkorea*»? | | Doch nur einen Monat später scheuchte Trump die Japaner mit einer | süffisanten Bemerkung auf: «Wir haben einen interessanten Deal mit | Japan. Wir müssen sie beschützen, sie aber uns nicht.» Der US-Präsident | spielte auf das Verteidigungsabkommen von 1960 an. | | Tokio wies Trumps Darstellung irritiert zurück. Tatsächlich darf das | japanische Militär trotz der pazifistischen Verfassung amerikanische | Truppen unterstützen, wenn diese angegriffen werden. Derzeit sind in | Japan 50 000 amerikanische Soldaten stationiert, deren Auftrag über die | blosse Verteidigung Japans hinausgeht. Die siebte Flotte etwa deckt den | ganzen Westpazifik ab. | | Von existenzieller Bedeutung ist das Bündnis mit den Vereinigten Staaten | auch für Südkorea. 30 000 amerikanische Soldaten garantierten die | Sicherheit des Allianzpartners. Bleibt das auch in Zukunft so? Während | Regierungsstellen demonstrativ Zuversicht verbreiten, sind Experten | skeptischer. Trump könnte mit den Südkoreanern ähnlich rabiat verfahren | wie mit der Ukraine, zitierte die «Korea Times» Lim Eul Chul, den | Forschungsleiter des Institute for Far Eastern Studies in Seoul. | | In seiner ersten Amtszeit hatte Trump damit gedroht, die amerikanischen | Truppen aus Südkorea abzuziehen. Vor seiner Wiederwahl sagte Trump, die | «Geldmaschine Südkorea» solle 10 Milliarden Dollar jährlich für das | amerikanische Truppenkontingent bezahlen. Derzeit ist es bloss ein | Zehntel davon. | | Seoul muss sich also auf Verhandlungen über die Kostenbeteiligung | einstellen. Auch befürchtet Südkorea, Trump könnte erneut versuchen, mit | Nordkoreas Diktator Kim Jong Un ins Geschäft zu kommen, und dabei links | liegen gelassen zu werden. Seit dem Putschversuch im Dezember amtiert | lediglich eine Übergangsregierung. | | Sollte sich Südkorea von Amerika schlecht behandelt fühlen, wird die | Diskussion über eigene Atomwaffen an Fahrt gewinnen. Konservative | Stimmen mahnen, nur der Besitz von Massenvernichtungswaffen schaffe eine | wirksame Abschreckung. Sie zweifeln, ob das nukleare | Beistandsversprechen der USA gilt, sollte Kim Jong Un mit Atomwaffen | angreifen. Würde Washington sein Nukleararsenal für einen | Vergeltungsschlag gegen Pjongjang einsetzen und damit Millionen von | Menschen in den USA gefährden? | | Trump scheiterte 2018 und 2019 daran, Nordkoreas Despoten zur Aufgabe | des Atomprogramms zu bewegen. Angesichts von Trumps Selbstüberschätzung | ist ein erneuter Versuch jedoch nicht ausgeschlossen. Dagegen spricht, | dass der Machthaber in Pjongjang keine Bereitschaft mehr für eine | Annäherung an die USA zeigt. Als Kriegspartner Russlands hat Kim Jong Un | einen neuen Freund gefunden. China wird sich ebenfalls nicht vom | kommunistischen Bruderstaat abwenden. | | *Mittel von Europa nach Asien verschieben* | | Sosehr man die Unsicherheiten der asiatischen Alliierten nachvollziehen | kann: Sie befinden sich in einer vorteilhafteren Lage als die Europäer. | Der amerikanische Verteidigungsminister Pete Hegseth kündigte an, | Ressourcen von Europa nach Asien zu verschieben, um China abzuschrecken. | Details nannte er nicht. | | Washington wird seine asiatischen Alliierten drängen, selber mehr zu | zahlen. Dies machte vor wenigen Tagen Elbridge Colby deutlich, der für | Verteidigungspolitik nominierte Unterstaatssekretär im Pentagon. Er | forderte Südkorea bei seiner Anhörung vor dem Streitkräfteausschuss des | Senats auf, mehr gegen die nordkoreanische Bedrohung zu tun – sprich: | mehr Geld für das Militär bereitzustellen. | | Dieselbe Botschaft erging an Tokio. Japan hatte 2022 beschlossen, die | Verteidigungsausgaben innerhalb von fünf Jahren von 1 auf 2 Prozent zu | verdoppeln. Colby verlangt «mindestens 3 Prozent». Trumps jüngste | Aussagen zum bilateralen Sicherheitsvertrag illustrieren, dass selbst | ein warmer Empfang im Oval Office noch keine verlässlichen Beziehungen | garantiert. | | *Manila sichert sich breiter ab* | | Für die Philippinen kommt die Bedrohung aus China. Die beiden Nachbarn | liegen wegen territorialer Streitigkeiten über Kreuz, wobei die Chinesen | ihre Machtansprüche im Südchinesischen Meer immer aggressiver | durchsetzen. Ein internationales Schiedsgericht hat Pekings Forderungen | als unhaltbar qualifiziert. Dass die Philippinen den Mut aufbringen, | sich China und seinen Einschüchterungsversuchen zu widersetzen, liegt | daran, dass die USA ihrem Alliierten die nötige Rückversicherung bieten. | Die Grundlage bildet der Verteidigungspakt von 1951. Demnach wird eine | Aggression gegen Schiffe einer Partei als Angriff auf beide gewertet. | | Amerika und die Philippinen versichern sich zwar gegenseitig, die | Allianz sei unerschütterlich. Das philippinische Militär sieht es | nüchterner. «Letztlich verlassen wir uns auf uns selber», stellte | General Mike Logico kürzlich fest. Er verantwortet auf der | philippinischen Seite die Militärmanöver mit den Amerikanern. | | Die Philippinen bemühen sich derweil, zusätzliche Partner zu finden. Im | Vordergrund stehen Japan und Indien, die für die Machtbalance mit China | in der Region zentral sind. Japan unterstützt seinen Nachbarn mit | Radaranlagen und Patrouillenbooten für die Küstenwache. 2024 | unterzeichneten die philippinische und die japanische Regierung ein | Abkommen über den gegenseitigen militärischen Zugang. Es erleichtert | gemeinsame Manöver und die Unterstützung im Krisenfall. | | Insgesamt sieht es nicht danach aus, dass die USA ihren Verbündeten in | Asien die Unterstützung entziehen. Aber Washington wird womöglich mehr | dafür verlangen. Zudem werden immer wieder Zweifel an der | Verlässlichkeit amerikanischer Zusagen aufkommen. Elbridge Colby, die | künftige Nummer drei im Pentagon, liess vor dem Senatsausschuss mit | einer Aussage zu Taiwan aufhorchen: Die Inselrepublik zu verlieren, wäre | eine Katastrophe für Amerikas Interessen, meinte Colby zunächst. Dann | relativierte der verteidigungspolitische Vordenker: «Taiwan ist nicht | von existenziellem Interesse für die USA.» | | Damit öffnet er Raum für Spekulationen, inwiefern Amerika bereit wäre, | den Taiwanern im Falle eines chinesischen Angriffs militärisch | beizustehen. +--- </hier abknabbern> --- ©<https://www.nzz.ch/international/amerikas-asiatische-alliierte-sind-nervoes-und-stehen-doch-besser-da-als-europa-ld.1873805> M.f.G. -- Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur etwas komisch... ;-)
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> |
|---|---|
| Date | 2025-03-10 13:21 +0100 |
| Message-ID | <m383qeFprklU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #634996 |
Am 10.03.25 um 13:07 kopierte? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara: > | Insgesamt sieht es nicht danach aus, dass die USA ihren Verbündeten in > | Asien die Unterstützung entziehen. Aber Washington wird womöglich mehr> | dafür verlangen. Zudem werden immer wieder Zweifel an der> | Verlässlichkeit amerikanischer Zusagen aufkommen. Elbridge Colby, die> | künftige Nummer drei im Pentagon, liess vor dem Senatsausschuss mit> | einer Aussage zu Taiwan aufhorchen: Die Inselrepublik zu verlieren, wäre> | eine Katastrophe für Amerikas Interessen, meinte Colby zunächst. Dann> | relativierte der verteidigungspolitische Vordenker: «Taiwan ist nicht> | von existenziellem Interesse für die USA.» Damit stellt sich die Frage ob die USA von TSMC ( Chips) noch mehr abhängt als eventuell von seltenen Erden in der Ukraine.
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Ulf_Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> |
|---|---|
| Date | 2025-03-10 10:20 +0000 |
| Message-ID | <3c6a6112f9ab1506b46be613be19d272@pi-dach.dorfdsl.de> |
| In reply to | #634966 |
On Sun, 9 Mar 2025 18:57:04 +0000, Stefan Froehlich wrote: > On Sun, 09 Mar 2025 13:36:52 Fidel Sebastián Hunrichse-Lara wrote: >> Stefan Froehlich schrieb: >>> Leckt uns doch am Arsch. Das ist zwar ein legitimes Ziel, aber >>> siehe oben: Wem wird am Ende damit geholfen sein? > >> Den Vereinigten Staaten, RU und CN? > > Bislang war sich so ziemlich jeder von mir wahrgenommen Kommentator > sicher, dass sich die USA mittel- und schon überhaupt langfristig in > die Reihe der großen Verlierer ihrer eigenen Politik einreihen > werden. Das scheint mir plausibel. > > Russland und China, im Rahmen des Möglichen. Dabei stellt sich dann > allerdings die Frage, inwiefern das im Interesse der USA ist, die > das alles losgetreten haben. Die fünfte Kolonne Moskaus könnte kaum wirkungsvoller agieren. Gruß, ULF
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) |
|---|---|
| Date | 2025-03-11 09:16 +0000 |
| Message-ID | <9t67cfff4di2ee900n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at> |
| In reply to | #634991 |
On Mon, 10 Mar 2025 11:20:03 Ulf_Kutzner wrote: > On Sun, 9 Mar 2025 18:57:04 +0000, Stefan Froehlich wrote: >>> Stefan Froehlich schrieb: >>>> Wem wird am Ende damit geholfen sein? >> Russland und China, im Rahmen des Möglichen. Dabei stellt sich >> dann allerdings die Frage, inwiefern das im Interesse der USA >> ist, die das alles losgetreten haben. > Die fünfte Kolonne Moskaus könnte kaum wirkungsvoller agieren. Es gibt ja durchaus Gerüchte, dass dem so sei. Ist halt für unsereinen naturgemäß schwierig zu verifizieren. Servus, Stefan -- http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike Stefan - der intelligutste Werbegag des Jahres. (Sloganizer)
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> |
|---|---|
| Date | 2025-03-11 13:32 +0100 |
| Message-ID | <m3aoq7F7drnU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #635040 |
Am 11.03.25 um 10:16 schrieb Stefan Froehlich: > On Mon, 10 Mar 2025 11:20:03 Ulf_Kutzner wrote: >> On Sun, 9 Mar 2025 18:57:04 +0000, Stefan Froehlich wrote: >>>> Stefan Froehlich schrieb: >>>>> Wem wird am Ende damit geholfen sein? > >>> Russland und China, im Rahmen des Möglichen. Dabei stellt sich >>> dann allerdings die Frage, inwiefern das im Interesse der USA >>> ist, die das alles losgetreten haben. > >> Die fünfte Kolonne Moskaus könnte kaum wirkungsvoller agieren. > > Es gibt ja durchaus Gerüchte, dass dem so sei. Ist halt für > unsereinen naturgemäß schwierig zu verifizieren. Wenn die USA die Überwachung von Russland zurückfahren, kommt mir das so vor, als hätten sie Al Capone zum Chef der FBI eingesetzt.
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | gunter-kuehne <gunter-kuehne@mail.de> |
|---|---|
| Date | 2025-03-11 14:09 +0100 |
| Message-ID | <vqpclo$1baqb$5@solani.org> |
| In reply to | #635064 |
Am 11.03.25 um 13:32 schrieb Hermann Riemann: > Am 11.03.25 um 10:16 schrieb Stefan Froehlich: >> On Mon, 10 Mar 2025 11:20:03 Ulf_Kutzner wrote: >>> On Sun, 9 Mar 2025 18:57:04 +0000, Stefan Froehlich wrote: >>>>> Stefan Froehlich schrieb: >>>>>> Wem wird am Ende damit geholfen sein? >> >>>> Russland und China, im Rahmen des Möglichen. Dabei stellt sich >>>> dann allerdings die Frage, inwiefern das im Interesse der USA >>>> ist, die das alles losgetreten haben. >> >>> Die fünfte Kolonne Moskaus könnte kaum wirkungsvoller agieren. >> >> Es gibt ja durchaus Gerüchte, dass dem so sei. Ist halt für >> unsereinen naturgemäß schwierig zu verifizieren. > > Wenn die USA die Überwachung von Russland zurückfahren, > kommt mir das so vor, als hätten sie > Al Capone zum Chef der FBI eingesetzt. Keine Angst, dafür überwachen die jetzt DE besser. -- Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> |
|---|---|
| Date | 2025-03-11 15:19 +0100 |
| Message-ID | <m3av2mF89j4U2@mid.individual.net> |
| In reply to | #635077 |
Am 11.03.25 um 14:09 schrieb gunter-kuehne: >> Wenn die USA die Überwachung von Russland zurückfahren, >> kommt mir das so vor, als hätten sie >> Al Capone zum Chef der FBI eingesetzt. > Keine Angst, dafür überwachen die jetzt DE besser. Ist DE nicht längst eingekauft? -- <http://www.hermann-riemann.de>
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | gunter-kuehne <gunter-kuehne@mail.de> |
|---|---|
| Date | 2025-03-11 16:49 +0100 |
| Message-ID | <vqpm2a$1bmfr$2@solani.org> |
| In reply to | #635086 |
Am 11.03.25 um 15:19 schrieb Hermann Riemann: > Am 11.03.25 um 14:09 schrieb gunter-kuehne: > >>> Wenn die USA die Überwachung von Russland zurückfahren, >>> kommt mir das so vor, als hätten sie >>> Al Capone zum Chef der FBI eingesetzt. >> Keine Angst, dafür überwachen die jetzt DE besser. > > Ist DE nicht längst eingekauft? > Naja so genau weiß man das nicht. Es ist wahrscheinlich aber nicht bewiesen. Meinst du, die haben aufgehört Kanzlerinnen/Kanzler Handys abzuhören? -- Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> |
|---|---|
| Date | 2025-03-11 17:11 +0100 |
| Message-ID | <m3b5meF9936U1@mid.individual.net> |
| In reply to | #635092 |
Am 11.03.25 um 16:49 schrieb gunter-kuehne: > Am 11.03.25 um 15:19 schrieb Hermann Riemann: >> Am 11.03.25 um 14:09 schrieb gunter-kuehne: >> >>>> Wenn die USA die Überwachung von Russland zurückfahren, >>>> kommt mir das so vor, als hätten sie >>>> Al Capone zum Chef der FBI eingesetzt. >>> Keine Angst, dafür überwachen die jetzt DE besser. >> >> Ist DE nicht längst eingekauft? >> > Naja so genau weiß man das nicht. Es ist wahrscheinlich aber nicht > bewiesen. > Meinst du, die haben aufgehört Kanzlerinnen/Kanzler Handys abzuhören? 1. Welchen Kanzler, Merz oder Scholz 2. die: USA+Russland+China? 3. wo : am Kabel oder am Verteiler oder .. 4. welche Intelligenz wird zum auswerten verwendet? 5. p.s. hat Putin Scholz.. eingeschüchtert oder getäuscht?
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | gunter-kuehne <gunter-kuehne@mail.de> |
|---|---|
| Date | 2025-03-12 00:43 +0100 |
| Message-ID | <vqqhrn$1c1qs$1@solani.org> |
| In reply to | #635095 |
Am 11.03.25 um 17:11 schrieb Hermann Riemann: > Am 11.03.25 um 16:49 schrieb gunter-kuehne: >> Am 11.03.25 um 15:19 schrieb Hermann Riemann: >>> Am 11.03.25 um 14:09 schrieb gunter-kuehne: >>> >>>>> Wenn die USA die Überwachung von Russland zurückfahren, >>>>> kommt mir das so vor, als hätten sie >>>>> Al Capone zum Chef der FBI eingesetzt. >>>> Keine Angst, dafür überwachen die jetzt DE besser. >>> >>> Ist DE nicht längst eingekauft? >>> >> Naja so genau weiß man das nicht. Es ist wahrscheinlich aber nicht >> bewiesen. > >> Meinst du, die haben aufgehört Kanzlerinnen/Kanzler Handys abzuhören? > > 1. Welchen Kanzler, Merz oder Scholz beide > 2. die: USA+Russland+China? alles was geht. > 3. wo : am Kabel oder am Verteiler oder .. Haha du bist ja weiter zurück als ich denken kann. :) ;) > 4. welche Intelligenz wird zum auswerten verwendet? Wahrscheinlich außer paar filter keine. Bei so wichtigen Leuten setzt man auf Personal rund um die Uhr. > 5. > > p.s. hat Putin Scholz.. eingeschüchtert oder getäuscht? Eher hat der sich kaputt gelacht. -- Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> |
|---|---|
| Date | 2025-03-11 18:15 +0100 |
| Message-ID | <vqpr32$233s0$1@dont-email.me> |
| In reply to | #635077 |
Salve allerseits, gunter-kuehne schrieb: > Am 11.03.25 um 13:32 schrieb Hermann Riemann: >> Am 11.03.25 um 10:16 schrieb Stefan Froehlich: >>> On Mon, 10 Mar 2025 11:20:03 Ulf_Kutzner wrote: >>>> On Sun, 9 Mar 2025 18:57:04 +0000, Stefan Froehlich wrote: >>>>>> Stefan Froehlich schrieb: >>>>>> >>>>>>> Wem wird am Ende damit geholfen sein? >>>>> >>>>> Russland und China, im Rahmen des Möglichen. Dabei stellt sich dann >>>>> allerdings die Frage, inwiefern das im Interesse der USA ist, die >>>>> das alles losgetreten haben. >>>> >>>> Die fünfte Kolonne Moskaus könnte kaum wirkungsvoller agieren. >>> >>> Es gibt ja durchaus Gerüchte, dass dem so sei. Ist halt für sich >>> unsereinen naturgemäß schwierig zu verifizieren. >> >> Wenn die USA die Überwachung von Russland zurückfahren, kommt mir >> das so vor, als hätten sie Al Capone zum Chef der FBI eingesetzt. > > Keine Angst, dafür überwachen die jetzt DE besser. > +--- <hier abknabbern> --- | Erst war es die Militärhilfe für die Ukraine, am Mittwochnachmittag dann | die nächste folgenschwere Nachricht: Die USA setzen in diesem Zuge auch | die Weitergabe von Geheimdienstinformationen aus. CIA-John Ratcliffe | bestätigte entsprechende Medienberichte in einem Interview mit dem | US-Sender Fox Business . Das genaue Ausmaß der US-Entscheidung blieb | zunächst aber unklar. | | Das Hin und Her sorgt derweil auch bei den engsten Verbündeten der | Amerikaner für Unruhe. Bislang tauschen die Vereinigten Staaten, | Großbritannien, Australien, Kanada und Neuseeland in ihrem | Geheimdienstbündnis Five Eyes regelmäßig Informationen auf höchster | Ebene aus. | | *SPIEGEL*: Die Amerikaner haben vorübergehend den Informationsaustausch | mit der Ukraine eingestellt. Inwiefern sind die Ukrainer im Krieg gegen | Russland auf die Geheimdienstdaten angewiesen? | | *Savill*: Das größte Problem der Ukrainer ist die Verarbeitung von | Informationen sowie die Zielfindung. Diese kommt laut US-Medienberichten | und anderen Nachrichtenquellen von amerikanischer Fernmeldeaufklärung | und Satelliten. Sie helfen den Ukrainern hier, russische Schwachstellen | zu finden und zu treffen. Dabei scheint auch die CIA involviert zu sein. | Die Ukrainer selbst haben aber auch sehr effektive Geheimdienste, | besonders wenn es darum geht, das russische System mit menschlicher | Aufklärung zu penetrieren. Zudem gelangen sie immer wieder mit | Sabotageteams auf russisches Gebiet. Generell ist aber davon auszugehen, | dass das ukrainische System stark von Russen unterwandert ist. Das ist | einer der Gründe, warum die ukrainische Gegenoffensive 2023 gescheitert | ist – die Russen waren gewarnt. Ein Teil davon ging auf US-Leaks zurück. | Die große Frage wäre, ob die Ukrainer es schaffen können, Informationen | für Langstreckenschläge mit Drohnen ohne die USA zu sammeln. Sie müssten | diese dann von kommerziellen Satellitenanbietern oder mithilfe anderer | Quellen sammeln. | | *Austin*: Als Russland seinen Angriff vorbereitete, haben die USA und | andere Verbündete ihre Five Eyes-Informationen auf die Ukraine | ausgeweitet. Die Informationen, die die Amerikaner der Ukraine zwischen | Mitte 2021 und jetzt bereitgestellt haben, waren fundamental für das | Überleben des Landes. Wenn die USA diese nun zurückhalten, wäre das ein | großer Schock. | | *SPIEGEL*: Können die Europäer das ausgleichen? | | *Austin*: Die Tiefe und Breite der Informationen, die die Vereinigten | Staaten über Russland haben, stehen in keinem Vergleich zu den | Informationen, die irgendein Land in Europa über Russland hat. Eine | Fähigkeit, die sie den Europäern voraus haben, ist etwa eine Frühwarnung | bei einem bevorstehenden Angriff auf Europa. Andere Vorteile sind nach | dem Ende des Kalten Krieges aber langsam verschwunden. Wenn wir aber | alle wichtigen europäischen Geheimdienste zusammennehmen, das heißt | Großbritannien, Deutschland, die Niederlande, Polen und selbst Finnland | oder Schweden, ist das eine sehr starke Allianz. | | *SPIEGEL*: Trump hat Tulsi Gabbard als Direktorin der Nachrichtendienste | und Kash Patel als Direktor des FBI nominiert. Diese Personalien sind | selbst in den USA umstritten. Inwiefern betrifft das die Five Eyes? | | *Savill*: Das ist generell schwer zu sagen. Manche Leute benehmen sich | als Teil der Regierung anders als außerhalb. Gabbard und Patel haben | sich in den vergangenen Jahren aber den Geheimdiensten und der | internationalen Gemeinschaft, also dem sogenannten Deep State, | entgegengestellt. Trump würde das als hilfreichen Umbruch bezeichnen. | Bei den Five Eyes wird es wahrscheinlich zu mehr Vorsicht in der | Zusammenarbeit führen. Ich denke, es wird zumindest vorübergehend | weniger Informationsaustausch geben. Es wäre schlau, darüber | nachzudenken, welches Material zu heikel ist, um es weiterzugeben. Das | liegt daran, dass Trump einen etwas unvorsichtigen Ansatz zum Thema | Sicherheit hat. Er hat schon einmal öffentlich über vertrauliche | Informationen eines Verbündeten, in diesem Fall Israel, gesprochen. | | *Austin*: Die Ereignisse seit Antritt der Trump-Regierung sind die | größte Bedrohung für die Five Eyes seit Jahrzehnten. Die Entscheidung, | Cyberangriffe gegen Russland einzustellen, ist sehr verstörend. In der | Geschichte der Five Eyes hätte das normalerweise zu einer sofortigen | Einstellung des Informationsaustauschs auf höchster Ebene geführt. Die | anderen Geheimdienste nehmen das sehr ernst, aber haben noch keine | Entscheidungen getroffen. | | *SPIEGEL*: Welche Folgen hätte es, wenn die internationalen Partner den | Informationen der Amerikaner nicht mehr trauen könnten? | | *Savill*: Wenn die Leute anfangen, an der Zuverlässigkeit der | Informationen der USA zu zweifeln, wäre das ein großes Problem. Es gab | beispielsweise vor dem Irakkrieg Einwände zu der Frage, ob der Irak | Massenvernichtungswaffen hatte. Die deutschen Geheimdienste gingen | damals davon aus, dass die Informationen falsch sind. Sie waren sich | aber zumindest sicher, dass sie nicht mit bösen Absichten weitergegeben | wurden. Wenn wir jetzt aber in eine Situation kämen, in der absichtlich | falsche Informationen geteilt würden, würde das Vertrauen unter den | Partnern schwer beschädigt. Bisher gibt es aber keine Hinweise darauf. | | *SPIEGEL*: Wie viel tragen die Amerikaner zu den Five Eyes bei? | | *Savill*: Die überwältigende Menge an Informationen kommt von den | Vereinigten Staaten. Sie haben in vielen Fällen die besten technischen | Fähigkeiten, beispielsweise bei Satelliten. Die EU hat gerade erst ihre | eigenen Satelliten ins All geschickt, und sie hat lange in dem Bereich | von den Amerikanern profitiert. Die anderen Staaten helfen aber bei der | Analyse der Informationen. Die Amerikaner können sie unmöglich allein | verarbeiten, außerdem sind sie interessiert an anderen Perspektiven. | Überdies spezialisieren sich die Länder jeweils auf andere Weltregionen. | Australien und Neuseeland legen etwa den Fokus auf den Pazifikraum. | | *Austin*: Die anderen Länder haben andere Interessen als die Vereinigten | Staaten. Für die kanadischen und britischen Geheimdienste ist Russland | das wichtigste Ziel. Für Australien ist es China. Deswegen ist die | Entscheidung, Cyberattacken gegen Russland einzustellen, auch so | beunruhigend. Wenn es zu Zeiten des Kalten Krieges Ereignisse dieser | Tragweite gab, wurde der Informationsaustausch direkt eingestellt. Etwa | die Entscheidung Neuseelands in den Achtzigerjahren, Besuche von | amerikanischen Atom-U-Booten zu erlauben. | | *SPIEGEL*: Könnten die Kanadier mehr in der Arktis machen? | | *Savill*: Möglicherweise, ja. Das sollten sich die Five Eyes generell | fragen: Welchen Mehrwert bringen wir ein, und können wir vielleicht mehr | davon liefern? | | *SPIEGEL*: Die deutschen Geheimdienste hatten vor dem Ukrainekrieg | keinen guten Ruf, abgesehen von der elektronischen Aufklärung hatten sie | in vielen Bereichen Defizite. Profitieren die Deutschen ebenfalls von | den Informationen der Amerikaner? | | *Austin*: Die Geheimdienstwelt hat sich nach Russlands Invasion in die | Ukraine dramatisch verändert. Die Five Eyes hatten diesen mystischen | Ruf, dass die Mitglieder Informationen nur unter sich teilen. Das stimmt | aber nicht, die Vereinigten Staaten haben zum Beispiel immer gewisse | Informationen exklusiv mit Israel geteilt. In den vergangenen fünf | Jahren haben sich auch die Beziehungen mit anderen Ländern verändert. +--- </hier abknabbern> --- ©<https://www.spiegel.de/ausland/ukraine-krieg-experten-analysieren-auswirkungen-auf-geheimdienstallianz-five-eyes-a-8ef327f7-83c7-4908-9fff-dacac0d91b58> M.f.G. -- Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur etwas komisch... ;-)
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
| From | Martin Ebert <mx300@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2025-03-09 22:52 +0100 |
| Message-ID | <vql2iq$ueu2$1@dont-email.me> |
| In reply to | #634953 |
Am 09.03.25 um 12:34 schrieb Stefan Froehlich: > On Fri, 07 Mar 2025 10:24:48 Stefan Ram wrote: >> im Realismus muß der Schwächere sich dem Stärkeren unterordnen. > als Milliardär ist man weit jenseits einer Grenze, wo noch etwas > besser wird Wie Russland zeigt, ist auch für Milliardäre der Realismus manchmal unschön. Und zwar immer dann, wenn man unvermutet aus dem Fenster fällt...
[toc] | [prev] | [next] | [standalone]
Page 1 of 2 [1] 2 Next page →
Back to top | Article view | ger.ct
csiph-web