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Will Trump Bundesstaaten an China verschenken?

Started byHermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de>
First post2024-02-12 14:22 +0100
Last post2024-02-12 14:40 +0000
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Contents

  Will Trump Bundesstaaten an China verschenken? Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2024-02-12 14:22 +0100
    Re: Will Trump Bundesstaaten an China verschenken? Goetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk> - 2024-02-12 13:41 +0000
      Re: Will Trump Bundesstaaten an China verschenken? Marco <mm+solani@dorfdsl.de> - 2024-02-12 14:51 +0100
        Re: Will Trump Bundesstaaten an China verschenken? Goetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk> - 2024-02-12 15:11 +0000
          Re: Will Trump Bundesstaaten an China verschenken? Marco <mm+solani@dorfdsl.de> - 2024-02-12 16:26 +0100
            Re: Will Trump Bundesstaaten an China verschenken? Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2024-02-12 16:39 +0100
              Re: Will Trump Bundesstaaten an China verschenken? Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> - 2024-02-13 16:52 +0100
                Re: Will Trump Bundesstaaten an China verschenken? Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2024-02-13 17:13 +0100
                  Re: Will Trump Bundesstaaten an China verschenken? Ulrich D i e z <ud.usenetcorrespondence@web.de> - 2024-02-13 19:03 +0100
                    Re: Will Trump Bundesstaaten an China verschenken? Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2024-02-13 22:02 +0100
                      Re: Will Trump Bundesstaaten an China verschenken? Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2024-02-14 10:05 +0100
                        Re: Will Trump Bundesstaaten an China verschenken? Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2024-02-14 03:41 -0800
                          Re: Will Trump Bundesstaaten an China verschenken? Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2024-02-14 14:02 +0100
          Re: Will Trump Bundesstaaten an China verschenken? Matthias Eißing <meissing@gmx.de> - 2024-02-12 16:26 +0100
            Re: Will Trump Bundesstaaten an China verschenken? Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2024-02-12 10:41 -0800
          Re: Will Trump Bundesstaaten an China verschenken? Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2024-02-12 18:34 +0100
            Re: Will Trump Bundesstaaten an China verschenken? "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2024-02-12 18:46 +0100
              Re: Will Trump Bundesstaaten an China verschenken? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2024-02-12 18:56 +0100
              Re: Will Trump Bundesstaaten an China verschenken? Ulf.Kutzner@web.de (Ulf_Kutzner) - 2024-03-19 10:05 +0000
      Re: Will Trump Bundesstaaten an China verschenken? Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2024-02-12 15:16 +0100
        Re: Will Trump Bundesstaaten an China verschenken? "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2024-02-12 15:28 +0100
          Re: Will Trump Bundesstaaten an China verschenken? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2024-02-12 16:45 +0100
          Re: Will Trump Bundesstaaten an China verschenken? "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2024-02-13 09:53 +0100
            Re: Will Trump Bundesstaaten an China verschenken? Gerhard Hoffmann <dk4xp@arcor.de> - 2024-02-13 10:11 +0100
              Re: Will Trump Bundesstaaten an China verschenken? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2024-02-14 10:47 +0100
        Re: Will Trump Bundesstaaten an China verschenken? Peter McD <peter.posts@gmx.net> - 2024-02-12 15:30 +0100
          Re: Will Trump Bundesstaaten an China verschenken? Fred Alph <Februa.2024@anon.invalid.de> - 2024-02-12 17:45 +0100
        Re: Will Trump Bundesstaaten an China verschenken? Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2024-02-12 16:31 +0100
        Re: Will Trump Bundesstaaten an China verschenken? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2024-02-12 16:35 +0100
      Re: Will Trump Bundesstaaten an China verschenken? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2024-02-12 15:30 +0100
        Re: Will Trump Bundesstaaten an China verschenken? Goetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk> - 2024-02-12 15:19 +0000
          Re: Will Trump Bundesstaaten an China verschenken? Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2024-02-12 16:53 +0100
      Re: Will Trump Bundesstaaten an China verschenken? Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2024-02-12 14:40 +0000

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#615648

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2024-02-12 15:28 +0100
Message-ID<uqd9tm$1nkd$1@solani.org>
In reply to#615644
Am 12.02.24 um 15:16 schrieb Michael Bode:
> Goetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk> writes:
> 
>> On 12/02/2024 13:22, Hermann Riemann wrote:
>>> Trump will Russland auffordern
>>> Staaten in Europa, die nicht genug zahlen anzugreifen.
>>
>> Im Ernst? Wie stellt er sich dann die NATO Verpflichtung zum Beistand
>> vor? Der ist wirklich mehr als dement.
> 
> Wie stellt sich Deutschland und insbesondere die SPD die
> Rollenverteilung in der NATO vor? Die USA kämpfen und Deutschland gibt
> besorgte Kommentare ab?

Deutschland wird eigene Nuklearwaffen brauchen und bekommen. Frankreich 
kann nicht allein 27 EU-Staaten glaubhaft verteidigen mit seine Force de 
frappe. Und die Briten - na, die sind jetzt ihr eigener Verein, wenn 
auch noch in der NATO.

Wait and see. 20 oder 30 Jahre, schätze ich. Wenn wir nicht vorher schon 
vereinnahmt werden.

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#615665

FromFidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de>
Date2024-02-12 16:45 +0100
Message-ID<uqdefk$1jjlc$1@dont-email.me>
In reply to#615648
Salve allerseits,

Dr. Joachim Neudert schrieb:
> Am 12.02.24 um 15:16 schrieb Michael Bode:
>> Goetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk> writes:
>>> On 12/02/2024 13:22, Hermann Riemann wrote:
>>>
>>>> Trump will Russland auffordern Staaten in Europa, die nicht genug
>>>> zahlen anzugreifen.
>>>
>>> Im Ernst? Wie stellt er sich dann die NATO Verpflichtung zum Beistand
>>> vor? Der ist wirklich mehr als dement.
>> 
>> Wie stellt sich Deutschland und insbesondere die SPD die Rollenverteilung in
>> der NATO vor? Die USA kämpfen und Deutschland gibt besorgte Kommentare ab?
> 
> Deutschland wird eigene Nuklearwaffen brauchen und bekommen. Frankreich 
> kann nicht allein 27 EU-Staaten glaubhaft verteidigen mit seine Force de 
> frappe. Und die Briten - na, die sind jetzt ihr eigener Verein, wenn auch
> noch in der NATO. Wait and see. 20 oder 30 Jahre, schätze ich. Wenn wir
> nicht vorher schon vereinnahmt werden.
> 
+--- <hier abknabbern> ---
| Vorsicht: Dieser Text ist nichts für empfindliche politische Gemüter. Er
| kann Sorgen und Beklemmungen auslösen. Vielleicht sogar Angst vor der
| Zukunft. Vor einer Zukunft mit Donald Trump.
|
| Natürlich ist längst nicht sicher, dass Trump wieder US-Präsident wird.
| Aber am Montag hat er bei der ersten Vorwahl der Republikaner
| triumphiert, und auch in den meisten der wahlentscheidenden
| Bundesstaaten sehen ihn die Umfragen vorn. Wenn morgen gewählt würde,
| säße Trump übermorgen im Weißen Haus. Grund genug zur Sorge. Über die
| Zukunft der Demokratie in Amerika. Und über die Sicherheit Europas.
|
| Die ZEIT hat zwei Dutzend aktive und ehemalige Abgeordnete, Beamte und
| Wissenschaftler gefragt: Gibt es irgendwo in Berlin eine Taskforce, die
| Szenarios entwirft für eine transatlantische Eiszeit unter Trump? Die
| meisten Gesprächspartner wollen ihren Namen nicht in der Zeitung lesen,
| weil das Thema so heikel ist. Aber niemand weiß von einer
| systematischen, gar ressortübergreifenden Vorbereitung zu berichten.
|
| Natürlich werde über "die große Frage" nachgedacht und gesprochen, auch
| mit Regierungen und Diplomaten anderer europäischer Länder, heißt es
| etwa aus dem Auswärtigen Amt. Allerdings nicht in festen Formaten. Es
| gebe nicht die eine What if?-Arbeitsgruppe. Derzeit sei man, betonen
| mehrere Mitarbeiter des Außenministeriums, noch in der Phase,
| Informationen zusammenzutragen. Später im Jahr wolle man auch Szenarios
| entwickeln. Zudem versuchen sowohl die deutsche Botschaft in den USA als
| auch der Transatlantik-Koordinator im Auswärtigen Amt, Michael Link,
| vorsorglich Kontakte zu Trumps Vertrauten aufzubauen.
|
| Das Verteidigungsministerium unterhält sogar ein eigenes
| Forschungszentrum für solche Aufgaben, das Metis Institut für Strategie
| und Vorausschau an der Universität der Bundeswehr in München. Aber auch
| dort: nichts. Keine Vorausschau. "Wir haben bislang keinen Auftrag aus
| Berlin erhalten", sagt der Leiter des Instituts, Carlo Masala.
|
| Drei Gründe werden vor allem genannt, warum so ungern über Szenarios
| gesprochen wird. Die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und
| Europa seien so vielschichtig, dass es schlicht unmöglich sei,
| abzuschätzen, welche Effekte eine Entflechtung haben könnte. Zumal bei
| einem Präsidenten Trump auf nichts Verlass sei außer auf seine abrupten
| Stimmungsschwankungen, seine Instinktpolitik.
|
| Hinzu kommt, dass das Kanzleramt enorm stolz ist auf die engen
| Verbindungen ins Weiße Haus, der Kanzler atmet geradezu im Gleichtakt
| mit Joe Biden. Auch deshalb will die Bundesregierung nicht dabei ertappt
| werden, wie sie sich auf einen möglichen Wahlsieg Trumps vorbereitet.
| Das hieße ja, den Amtsinhaber für schwach zu erklären.
|
| Der wohl wichtigste Grund aber, der ein öffentliches Nachdenken der
| Regierung verbietet: Die möglichen Folgen einer neuerlichen
| Amtsübernahme von Donald Trump sind derart fundamental, dass schon das
| halbamtliche Spekulieren darüber unkalkulierbare politische Konsequenzen
| haben könnte. Wenn also überhaupt geplant wird, dann darf das nur streng
| vertraulich geschehen. "Möglichst wenig aufschreiben!", sagt ein
| hochrangiger Diplomat. Denn was verschriftlicht ist, könnte geleakt
| werden.
|
| Das alles ist nachvollziehbar. Es ändert aber nichts daran, dass es bis
| zum 5. November, dem Wahltag, nur noch zehn Monate sind – und die Welt,
| sollte Trump siegen, schon am 6. November eine völlig andere wäre.
| Worauf also müssen sich Europa und Deutschland einstellen, sollte Trump
| tatsächlich wieder Präsident werden? Wohl vor allem auf einen möglichen
| Zusammenbruch der Ukraine. Und auf einen Zerfall der Nato.
|
| Trump hat immer wieder geprahlt, er werde den Krieg zwischen Russland
| und der Ukraine innerhalb von 24 Stunden beenden. Wie er das anstellen
| will, hat er nicht verraten, aber im Kongress blockieren seine
| Parteifreunde schon jetzt hartnäckig alle weiteren Ukraine-Hilfen.
|
| *Mit Geld allein kann man ein Land nicht verteidigen*
|
| Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte jüngst (ohne Trump
| namentlich zu nennen): Sollten die USA unter einem künftigen
| amerikanischen Präsidenten eine Politik verfolgen, "die kühler wäre oder
| mehr nach innen orientiert, oder wenn sie mehr sparen, dann würden diese
| Signale einen sehr erheblichen Einfluss auf den Fortgang des Krieges
| haben". Selenskyj verglich einen möglichen Rückzug Amerikas mit dem
| Ausfall eines Teils des globalen Sicherheitsapparates: "Der Apparat
| beginnt auseinanderzubrechen."
|
| Denn die Vereinigten Staaten liefern für den globalen
| Sicherheitsapparat, von dem Selenskyj spricht, nicht bloß ein paar
| Schrauben oder Kolben. Sie stellen den Motor. Und den Treibstoff. Und
| die Ersatzteile. Ganz besonders bei der Verteidigung der Ukraine.
|
| Sie haben der Ukraine seit Kriegsbeginn etwa die Hälfte der Waffen und
| aller Munition geliefert, dazu etwa ein Viertel der ausländischen
| Finanzhilfe für den ukrainischen Staatshaushalt bereitgestellt.
| Finanziell könnte Europa womöglich aushelfen, die Ampel hat sich
| vorsorglich darauf geeinigt, die Schuldenbremse zu lockern, sollte sich
| die Lage an der ukrainischen Front drastisch ändern oder sollten "andere
| Unterstützer" ihre Hilfe stark zurückfahren. Es ist der bislang
| deutlichste Hinweis, dass sich die Bundesregierung durchaus mit dem
| Szenario eines Trump-Sieges beschäftigt.
|
| Nur: Mit Geld allein kann man ein Land nicht verteidigen. Am
| dringendsten fehlt der Ukraine schon jetzt Munition. Europa müsste, da
| sind sich alle Fachleute einig, die Produktion drastisch hochfahren.
| Sofort. Nur dann stünden nach Trumps Amtsantritt annähernd ausreichend
| Kapazitäten zur Verfügung, um den möglichen Ausfall des US-Nachschubs zu
| kompensieren – und die eigenen Depots aufzufüllen.
|
| Aber es geht nicht nur um Munition. Seit Ende 2022 koordiniert ein Stab
| von der US-Basis in Wiesbaden aus die Waffenlieferungen und
| Trainingsprogramme der 54 Staaten der Ukraine Defense Contact Group.
| Allein für diesen Stab entsandten die USA rund 300 zusätzliche Soldaten
| nach Deutschland. Zum Vergleich: Im Ukraine-Stab des
| Verteidigungsministeriums in Berlin arbeitet ein gutes Dutzend Personen.
|
| Es geht um mehr: um Aufklärung, Zieldaten, die taktisch-operative
| Beratung des Generalstabs in Kiew. Ohne die Aufklärung der Amerikaner
| würde die Ukraine "relativ blind auf dem Schlachtfeld", fürchtet Carlo
| Masala. "Dann könnte die Situation schnell kollabieren."
|
| Wie schnell, das vermag niemand zu sagen. Wochen? Monate? Womöglich ein
| Jahr?
|
| Denkbar, dass die Ukraine einem Waffenstillstand zustimmte und auf die
| besetzten Gebiete verzichtete. Denkbar aber auch, dass sich Putin darauf
| gar nicht einließe. Warum sollte er, wenn er sieht, dass die USA die
| Ukraine fallen lassen, nicht weiter vorrücken?
|
| "Für die vollständige militärische Kontrolle der Ukraine reichten die
| russischen Kräfte in den vergangenen zwei Jahren nicht aus und werden
| das auch in Zukunft nicht tun", sagt die Russland-Expertin Sabine
| Fischer von der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik. Aber, sagt
| sie, Putins Kriegsziel bleibe unverändert: "Deshalb arbeitet Russland
| spätestens seit Herbst 2022 daran, die nicht russisch besetzten
| Landesteile so zu destabilisieren, dass die jetzige Regierung stürzt.
| Drastisch gesagt: Russland versucht, die freie Ukraine zu einem failing
| state zu bomben."
|
| Was dann zwischen Krieg und Frieden stünde und gegen ein weiteres
| Ausgreifen Moskaus, wäre die Nato. Vorausgesetzt, die Nato existiert
| dann noch.
|
| Das ist die zweite große Sorge aller, die sich fragen, wie Trumps
| künftige Außenpolitik aussehen könnte. Denn wenn es eine Konstante in
| Trumps Denken gibt, dann seine Verachtung für die Nato.
|
| Er hält das Bündnis für "obsolet". Mehrere seiner Berater haben
| beschrieben, wie sie ihn im Weißen Haus nur mit Mühe von einem Austritt
| aus der Allianz abhalten konnten. Aber Trump 2024 ist anders.
| Rachegetriebener sei er, sagt ein hochrangiger deutscher Diplomat.
| Nato-freundliche Leute dürfte es künftig in seinem Umfeld kaum mehr geben.
|
| Offiziell bleibt Trump bislang vage. Auf seiner Wahlkampf-Website heißt
| es: "Wir müssen den Prozess zu Ende bringen, den wir unter meiner
| Präsidentschaft begonnen haben, den Zweck und die Mission der Nato
| fundamental zu überprüfen." In einer Albtraumvariante würde Trump gleich
| in seiner Antrittsrede den Austritt der Vereinigten Staaten aus der Nato
| verkünden und den Rückzug der US-Truppen aus Europa anordnen.
|
| *Die "schlafende Nato" wäre ein Schock für Europa*
|
| Auf einen Schlag würde dann offenkundig, wie sehr Europas Verteidigung
| von den USA abhängt. Rund 100.000 amerikanische Soldaten sind derzeit in
| verschiedenen europäischen Ländern stationiert, davon 35.000 in
| Deutschland. Amerikanische Waffen sind zentral für fast alle
| europäischen Armeen. US-Stäbe und -Stützpunkte, vor allem in Polen, sind
| für die Koordination der Verteidigung der Ostflanke der Nato wesentlich.
| Die Einsatzpläne der Nato sehen für den Fall eines russischen Angriffs
| vor, dass schnell weitere US-Truppen nach Europa verlegt würden.
|
| Ob Trump als Präsident dazu befugt wäre, ohne Zustimmung des Kongresses
| aus der Nato auszutreten, ist umstritten. Aber selbst wenn das Oberste
| Gericht über einen Nato-Austritt entscheiden müsste – es wäre fast egal.
| Denn letzten Endes ist die Nato vor allem ein Versprechen, dass
| amerikanische Truppen, Hubschrauber und Schiffe zu Hilfe eilen, wenn ein
| Bündnisstaat in Europa überfallen wird. Und dass amerikanische
| Atomraketen abgefeuert werden, wenn die Nato mit Atomwaffen angegriffen
| wird.
|
| Trumps grundsätzliche Skepsis gegenüber der Nato wird ergänzt durch ein
| Gefühl der Dringlichkeit, sich auf eine Auseinandersetzung mit China
| vorbereiten zu müssen. Dieses Gefühl prägt auch die Politik-Vorschläge,
| mit der Denkfabriken und Publizisten im neurechten Spektrum derzeit in
| Washington um Trumps Aufmerksamkeit konkurrieren. Gerade Jüngere wie
| Alex Velez-Green teilen es. Er hat bei der Heritage Foundation an
| Vorschlägen für eine neue Sicherheitspolitik unter Trump mitgearbeitet.
| In einem Zoom-Gespräch macht er deutlich, dass er einen Krieg mit China
| für wahrscheinlich hält, vielleicht schon in wenigen Jahren. Und dass
| dann nicht zu viele amerikanische Soldaten und Waffen in Europa
| feststecken sollten.
|
| Ähnlich argumentiert Sumantra Maitra vom konservativen Thinktank Center
| for Renewing America. Sein Konzept wird in Washington gerade viel
| gelesen und soll im engsten Kreis von Trump Anklang gefunden haben.
| Maitra schlägt vor, das transatlantische Bündnis in eine "schlafende
| Nato" zu verwandeln.
|
| Wegen der gigantischen Schulden der Vereinigten Staaten und angesichts
| der strategischen Herausforderung durch China gehe es nicht mehr darum,
| die Lasten zwischen den USA und Europa zu teilen, sondern um die
| Eigenverantwortung der Europäer: Sie sollen für Truppen, Waffen,
| Aufklärung, Logistik sorgen – und bezahlen. Nur den amerikanischen
| Atomschirm will Maitra über Europa aufgespannt lassen – um zu
| verhindern, dass den USA in Europa ein Gegner erwächst. Im Übrigen solle
| die Nato "auf Eis gelegt und nur im Krisenfall aktiviert werden".
|
| Für Europa wäre das ein Schock. Europäische Staaten müssten ihre
| Verteidigungsbudgets massiv erhöhen – auf weit mehr als die vereinbarten
| zwei Prozent vom Bruttoinlandsprodukt, die Deutschland und viele andere
| europäische Nato-Staaten schon heute nicht leisten. Vermutlich wäre eine
| Wiedereinführung der Wehrpflicht unausweichlich. Ob sich dafür
| politische Mehrheiten finden ließen?
|
| Ebenso unabsehbar wäre, ob es den europäischen Partnern dann gelingen
| könnte, ihre Sicherheit gemeinsam zu organisieren. Oder würden
| Interessengegensätze aufbrechen, würde jedes Land allein versuchen,
| seine Sicherheit durch bilaterale Abkommen zu organisieren? Mit
| Washington? Oder durch eine Annäherung an Moskau?
|
| Die bedrohlichste Frage von allen aber ist: die Atomfrage. Der ehemalige
| Außenminister Joschka Fischer hat unlängst den Aufbau einer eigenen
| europäischen Atomstreitmacht vorgeschlagen. Ähnlich hat sich Wolfgang
| Schäuble im letzten Interview vor seinem Tod geäußert. Frankreich und
| Großbritannien unterhalten Atomstreitkräfte. Aber wären sie bereit,
| andere Länder unter diesen nationalen Schirm zu holen? Und zu welchen
| Bedingungen? Oder würden dann weitere Nato-Staaten versuchen, selbst
| Atommacht zu werden – Polen etwa oder die Türkei?
|
| Dass das nicht nur Hirngespinste sind, bestätigt ein hochrangiger
| deutscher Diplomat. Er sei kürzlich auf einer internationalen Konferenz
| gefragt worden, was Deutschland denn tun werde, wäre die Nato plötzlich
| keine nukleare Allianz mehr. "Denkt ihr über eine deutsche Bombe nach?
| Oder über eine europäische?" Die Regierung könne sich dazu nicht
| öffentlich äußern, sagt er. Aber solche Debatten seien nützlich, um den
| "Denkraum zu erweitern".
|
| Thomas Kleine-Brockhoff vom German Marshall Fund sagt: "Wenn Amerika
| ausfällt, würde ich nicht ausschließen, dass die Deutschen, statt sich
| aktiv mit europäischer nuklearer Rüstung die Finger schmutzig zu machen,
| lieber passiv und still den russischen Nuklearschirm ertragen würden.
| Nichthandeln könnte zum Sieg der Anti-Westler und Neutralisten führen."
| Und die Gruppe derer, die das mitmachen würden, könnte größer sein als
| die Kombination aus AfD, Wagenknecht-Bündnis und Linke.
|
| Wie gesagt: alles nur Szenarios. Es kann völlig anders kommen. Wer weiß,
| vielleicht wird Trump noch begeisterter Atlantiker. Oder Deutschland
| entschließt sich, seine Sicherheit selbst zu organisieren.
+--- </hier abknabbern> ---

©<https://www.zeit.de/2024/04/donald-trump-us-wahl-gewinn-szenario-ukraine-krieg/komplettansicht>

	M.f.G.

-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

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#615718

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2024-02-13 09:53 +0100
Message-ID<uqfam8$2k38$2@solani.org>
In reply to#615648
Am 12.02.24 um 15:28 schrieb Dr. Joachim Neudert:

> Deutschland wird eigene Nuklearwaffen brauchen und bekommen. Frankreich 
> kann nicht allein 27 EU-Staaten glaubhaft verteidigen mit seiner Force de 
> frappe. Und die Briten - na, die sind jetzt ihr eigener Verein, wenn 
> auch noch in der NATO.
> 
> Wait and see. 20 oder 30 Jahre, schätze ich. Wenn wir nicht vorher schon 
> vereinnahmt werden.
> 
> 

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/katarina-barley-spd-spitzenkandidatin-fuer-die-europawahl-bringt-eu-atombomben-fuer-europaeische-armee-ins-gespraech-a-263da72d-c631-4bfa-aa1d-94f9f77cb8cc


"SPD-Spitzenkandidatin für die Europawahl
Barley bringt eigene EU-Atombomben ins Gespräch

Auf den Schutz Europas durch den US-Atomschirm sei kein Verlass mehr, 
nachdem Donald Trump die Nato-Beistandspflicht infrage gestellt hat, so 
Katarina Barley. Eigene Atombomben der EU könnten daher ein Thema werden."

Und diese neue Munitionsfabrik: Grundsteinlegung unter freiem Himmel, 
gestern mit dem Bundeskanzler.

Die wird im V-Fall nicht lange gut funktionieren.


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#615719

FromGerhard Hoffmann <dk4xp@arcor.de>
Date2024-02-13 10:11 +0100
Message-ID<uqfboh$2jed$1@solani.org>
In reply to#615718
Am 13.02.24 um 09:53 schrieb Dr. Joachim Neudert:

> Und diese neue Munitionsfabrik: Grundsteinlegung unter freiem Himmel, 
> gestern mit dem Bundeskanzler.
> 
> Die wird im V-Fall nicht lange gut funktionieren.

Vermutlich besser als die neue Panzerfabrik in Ungarn,
schon gerade nach den Erfahrungen mit der Mun-Produktion
in der Schweiz.

Unbegreiflich.

Gerhard

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#615782

FromFidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de>
Date2024-02-14 10:47 +0100
Message-ID<uqi28d$2jbp2$1@dont-email.me>
In reply to#615719
Salve allerseits,

Gerhard Hoffmann schrieb:
> Am 13.02.24 um 09:53 schrieb Dr. Joachim Neudert:
> 
>> Und diese neue Munitionsfabrik: Grundsteinlegung unter freiem Himmel,
>> gestern mit dem Bundeskanzler. Die wird im V-Fall nicht lange gut
>> funktionieren.
> 
> Vermutlich besser als die neue Panzerfabrik in Ungarn, schon gerade
> nach den Erfahrungen mit der Mun-Produktion in der Schweiz. Unbegreiflich.
> 
+--- <hier abknabbern> ---
| In der vergangenen Woche zeigte sich wie unter dem Brennglas, warum
| Deutschland auch mittelfristig weder verteidigungsfähig noch die
| führende europäische Militärmacht sein kann. Es erwies sich, dass es
| nicht nur Berliner Politiker sind, die die Sicherheit der Bundesrepublik
| gefährden, sondern auch Kommunalpolitiker. Auch sie haben offenkundig
| nicht verstanden, dass in der Ukraine gerade ein Kampf um die Freiheit
| Europas stattfindet. Aber der Reihe nach.
|
| Am Dienstag voriger Woche trat im rheinländischen Troisdorf der Stadtrat
| zusammen. In dem 25 Kilometer südlich von Köln gelegenen Ort werden seit
| mehr als hundert Jahren Sprengstoff und andere Vorprodukte für die
| Herstellung von Munition produziert. In einem Gewerbegebiet hat unter
| anderem die Firma Dynitec mit mehreren Produktionsanlagen ihren Sitz.
| Dynitec gehört dem deutschen Rüstungsunternehmen Diehl Defence aus
| Überlingen am Bodensee.
|
| Diehl gilt als verschwiegene Firma, gegründet 1902 von Heinrich und
| Margarete Diehl in Nürnberg. Bis heute befindet sich das Unternehmen in
| Familienbesitz. Es hat fünf verschiedene Geschäftsbereiche. Dass eine
| dieser Sparten hochmoderne Artilleriegranaten und Lenkflugkörper
| herstellt, wussten lange Zeit nur Fachleute. Seit dem russischen
| Überfall auf die Ukraine hat sich das geändert. Diehl ist einer breiten
| Öffentlichkeit vor allem für sein Flugabwehrsystem Iris-T bekannt
| geworden.
|
| Dieses System hilft seit gut einem Jahr, vor allem die ukrainische
| Hauptstadt Kiew vor russischen Luftangriffen zu schützen. Die
| Trefferquote von Iris-T soll bei nahezu hundert Prozent liegen. Ende
| November erst hat die Bundesregierung der Ukraine ein drittes System vom
| Typ Iris-T SLM übergeben. Dazu gehören unter anderem Radare, Startgeräte
| und Lenkflugkörper. Letztere sind Verbrauchsgüter. Sie werden
| verschossen und müssen immer wieder nachgeordert werden. Die Ukraine hat
| einen hohen Bedarf an Iris-T-Flugkörpern.
|
| *Troisdorf will keine Erweiterung des Sprengstoffwerks*
|
| Für die Herstellung dieser Raketen ist das Dynitec-Werk in Troisdorf
| nach Auskunft von Diehl unerlässlich. Es würden dort Explosivstoffe
| hergestellt, die über Iris-T hinaus auch für Artilleriegranaten benötigt
| würden. Auch an diesen Granaten besteht ein gewaltiger Bedarf. Erst vor
| kurzem hat der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius einräumen
| müssen, dass die EU ihre Zusage, der Ukraine bis zum Frühjahr eine
| Million Artilleriegeschosse zu liefern, nicht einhalten kann. Ein Grund:
| Es fehlen die Produktionskapazitäten.
|
| Deshalb wollte Dynitec sein Werk in Troisdorf ausbauen, um die
| Produktion hochzufahren. Es sollte, so heisst es bei Diehl, die doppelte
| bis dreifache Menge an Explosivstoffen hergestellt werden. Dazu
| beabsichtigte Diehl, bisher nur gemietete Flächen in dem Gewerbegebiet
| zu kaufen. Doch die Stadt Troisdorf machte Diehl nun einen Strich durch
| diese Rechnung. Am vergangenen Dienstag beschloss der Stadtrat unter
| anderem mit den Stimmen der Christlichdemokraten und der Grünen, ein
| Vorkaufsrecht für die von Diehl benötigten Flächen zu erlassen. Das
| bedeutet, wenn das Grundstück zum Verkauf steht, hat die Stadt ein
| Vorkaufsrecht.
|
| Ausgerechnet Christlichdemokraten und Grüne: Sie stehen in der Berliner
| Bundespolitik fest an der Seite der Ukraine. Politiker beider Parteien
| fordern von Bundeskanzler Olaf Scholz immer wieder, die Militärhilfe für
| die Ukraine auszuweiten. Jetzt sind es ihre eigenen Kommunalvertreter in
| einer rheinländischen Kleinstadt, die diese Forderung ad absurdum
| führen. Überwiegen kommunale Interessen die sicherheitspolitischen
| Interessen Deutschlands?
|
| So jedenfalls lässt sich die Begründung der Stadt Troisdorf für die
| Entscheidung lesen. Die Mehrheit im Stadtrat wolle mit der
| Vorkaufssatzung verhindern, dass Dynitec die Sprengstoffproduktion so
| ausweite, dass weitere, riesige Abstandsflächen nötig würden, teilte die
| Stadtverwaltung am Montag mit. Solche Flächen sind bei der Herstellung
| von Spreng- und Kampfmitteln erforderlich, um im Fall von Explosionen
| auf dem Betriebsgelände die umliegenden Wohngebiete nicht zu gefährden.
| Eine Vergrösserung des Produktionsstandorts würde zu langfristig grossen
| Brachflächen führen, die für andere Nutzungen wie
| Unternehmensansiedlungen oder Wohnungsbau nicht mehr zur Verfügung
| stünden, heisst es von der Stadt weiter.
|
| *In Sachsen wollen sie keine Pulverfabrik*
|
| Der Vorgang liesse sich als Provinzposse einstufen, wenn seine
| Auswirkungen nicht so erheblich wären. Nicht nur Diehl braucht dringend
| mehr Sprengstoff, sondern auch andere deutsche Munitionshersteller wie
| Rheinmetall, Krauss-Maffei Wegmann und Nammo. Rheinmetall etwa
| produziert Explosivstoffe in Ungarn und in Aschau am Inn. Doch auch
| diese Standorte sind bald an ihrer Kapazitätsgrenze. Deshalb will
| Rheinmetall seit längerem schon eine neue Pulverfabrik bauen.
|
| Doch auch hier zeigt sich, wie schwer sich Deutschland mit der
| sicherheitspolitischen Zeitenwende tut. Anfang dieses Jahres sickerte
| durch, dass Rheinmetall erwäge, die Pulverfabrik in Sachsen zu bauen.
| Dazu sollte eine Gewerbefläche auf einem ehemaligen Militärflugplatz der
| Stadt Grossenhain nördlich von Dresden (Landkreis Meissen) bebaut
| werden. Als diese Pläne bekanntwurden, entwickelte sich ein
| Schwarzpeterspiel: Jeder gab dem anderen die Schuld, weshalb er dagegen
| ist.
|
| Stadtverordnete und Bürger von Grossenhain klagten, die Landesregierung
| in Dresden würde nicht ausreichend über die Pläne informieren. Die
| Linkspartei rief zur Unterschriftenaktion gegen die Pulverfabrik auf. 16
| von 22 Stadträten sprachen sich in einem offenen Brief an
| Ministerpräsident Michael Kretschmer von den Christlichdemokraten gegen
| die Pulverfabrik aus. Kretschmer, der im kommenden Jahr eine
| Landtagswahl zu bestehen hat, schlug deshalb einen Bürgerentscheid vor.
| Es dürfe keine Ansiedlungspolitik gegen den Willen der Einwohner
| betrieben werden, sagte er. In weiten Teilen Sachsens kommt die AfD bei
| Umfragen derzeit auf mehr als 30 Prozent Zustimmung.
|
| Doch offenkundig trug auch das Verhalten des deutschen
| Verteidigungsministeriums und der Firma Rheinmetall nicht gerade dazu
| bei, das Zutrauen der Bürger vor Ort zu gewinnen. Abgeordnete des
| Bundestags berichten, das Verteidigungsministerium präferiere Sachsen
| als Standort für die Fabrik, wolle aber weder eine Anschubfinanzierung
| noch Abnahmemengen garantieren. Dies wiederum sei eine Forderung von
| Rheinmetall gewesen, was das Unternehmen aber weder bestätigt noch
| dementiert.
|
| *Partikularinteressen der deutschen Provinz*
|
| Im Sommer schliesslich beendete der Rheinmetall-Chef Armin Papperger das
| Theater. Er erklärte, die Fabrikpläne in Sachsen vorerst nicht
| weiterverfolgen zu wollen. Stattdessen sollten die Kapazitäten in Aschau
| am Inn erweitert werden. Das gehe schneller, decke aber, so heisst es,
| den wachsenden Bedarf an Pulver dennoch nicht. Ein Fabrikneubau sei
| unabdingbar, nicht primär wegen des derzeitigen akuten Mangels der
| ukrainischen Streitkräfte, sondern wegen des mittel- und langfristigen
| Bedarfs der Bundeswehr und anderer Nato-Streitkräfte. Wie es heisst,
| soll Rheinmetall nun auch Standorte im Ausland ins Auge fassen.
|
| Der Ukraine droht in ihrem Kampf gegen die russischen Invasoren die
| Munition auszugehen. Sie ist auf westliche Unterstützung angewiesen.
| Zugleich verzeichnet die Bundeswehr einen massiven Munitionsmangel.
| Verteidigungsminister Pistorius hat im Sommer erklärt, Deutschland wolle
| bis 2031 mehr als 20 Milliarden Euro in die Munitionsbeschaffung
| investieren. Doch wenn es dann konkret wird, wenn es darum geht, diese
| gewaltigen Mengen möglichst schnell zu produzieren, dann scheitert es an
| Partikularinteressen in der bundesdeutschen Provinz.
|
| Das ist auch deshalb dramatisch, weil es neben Deutschland in Mittel-
| und Westeuropa mit Spanien und Frankreich nur noch zwei weitere Länder
| mit signifikanten Produktionskapazitäten für Munition, Explosivstoffe
| und Pulver gibt. Rheinmetall plant inzwischen den Bau einer
| Munitionsfabrik in Ungarn, was nicht zu verwechseln ist mit der
| Pulverfabrik. Zudem hatte der Düsseldorfer Konzern im vorigen Jahr den
| spanischen Munitionsproduzenten Expal übernommen. Gemäss dem Konzernchef
| Papperger soll sich mit den nun entstehenden Kapazitäten immerhin die
| Hälfte des Munitionsbedarfs der Ukraine decken lassen.
|
| *Schwarzpeterspiel zwischen Ministerium und Industrie*
|
| Das allerdings bedarf entsprechender Aufträge. Die Versorgung der
| Ukraine mit den von der EU versprochenen eine Million Artilleriegranaten
| erfolgt auch deshalb so schleppend, weil grosse Mitgliedsländer wie
| Deutschland nicht in die Gänge kommen. In verteidigungspolitischen
| Kreisen in Berlin heisst es, Rheinmetall wolle einen grossen
| Rahmenvertrag für gut eine Million Artilleriegranaten, davon für mehrere
| hunderttausend eine feste Abnahmezusage. Dies könne das deutsche
| Verteidigungsministerium aber nicht zusichern. Das Ministerium wolle
| vielmehr, dass Rheinmetall in Vorleistung gehe.
|
| Die deutsche Munitionsbeschaffung dreht sich im Kreis. Wie sehr, das
| offenbarte sich in der Vorwoche an der Berliner Sicherheitskonferenz.
| Während die Industrie über fehlende Planungssicherheit klagte, warf dort
| der Abteilungsleiter für Ausrüstung im Verteidigungsministerium, Carsten
| Stawitzki, der Rüstungsindustrie vor, trotz gut dotierten Aufträgen ihre
| Produktionskapazitäten nicht schnell genug hochzufahren.
+--- </hier abknabbern> ---

©<https://www.nzz.ch/international/nein-zu-munitionsfabriken-in-der-provinz-deutschland-unfaehig-zur-zeitenwende-ld.1768786>

	M.f.G.

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#615649

FromPeter McD <peter.posts@gmx.net>
Date2024-02-12 15:30 +0100
Message-ID<l2uoblFlposU1@mid.individual.net>
In reply to#615644
Am 12.02.24 um 15:16 schrieb Michael Bode:
> Goetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk> writes:
> 
>> On 12/02/2024 13:22, Hermann Riemann wrote:
>>> Trump will Russland auffordern
>>> Staaten in Europa, die nicht genug zahlen anzugreifen.
>>
>> Im Ernst? Wie stellt er sich dann die NATO Verpflichtung zum Beistand
>> vor? Der ist wirklich mehr als dement.
> 
> Wie stellt sich Deutschland und insbesondere die SPD die
> Rollenverteilung in der NATO vor? Die USA kämpfen und Deutschland gibt
> besorgte Kommentare ab?

Wie immer, der Größere pfeift und der Kleinere springt, wenn er Glück 
hat, darf letzterer sich aussuchen, bei wem.


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#615673

FromFred Alph <Februa.2024@anon.invalid.de>
Date2024-02-12 17:45 +0100
Message-ID<uqdhvg$1kb99$1@dont-email.me>
In reply to#615649
Peter McD schrieb am 12.02.2024 :
> Am 12.02.24 um 15:16 schrieb Michael Bode:
>> Goetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk> writes:
>> 
>>> On 12/02/2024 13:22, Hermann Riemann wrote:
>>>> Trump will Russland auffordern
>>>> Staaten in Europa, die nicht genug zahlen anzugreifen.
>>>
>>> Im Ernst? Wie stellt er sich dann die NATO Verpflichtung zum Beistand
>>> vor? Der ist wirklich mehr als dement.
>> 
>> Wie stellt sich Deutschland und insbesondere die SPD die
>> Rollenverteilung in der NATO vor? Die USA kämpfen und Deutschland gibt
>> besorgte Kommentare ab?
>
> Wie immer, der Größere pfeift und der Kleinere springt, wenn er Glück hat, 
> darf letzterer sich aussuchen, bei wem.

EUROPA MIT 750 MIO. EW, MUSS NICHT EWIG "KOLONIE DER USA" SEIN

Donald Trump hat recht!

Die europäischen NATO-Mitglieder zitieren zwar gerne das
Motto "Einer für alle, alle für einen", aber in der Praxis
handeln sie nach dem Motto "Einer für alle/ die USA sollen
zahlen und handeln, aber wir tragen wenig bis nix dazu bei"

Europa (750 Mio. EW) muss doch auch mal erwachsen werden!
"Erwachsen sein": _für sich selber Verantwortung tragen_.
(Die "EU" ist ein USA-Projekt und soll Europa schwächen)

Dieser _erwachsene_ industrialisierte Kontinent Europa (750 Mio.
EW) kann sich einfach mit Russland (Bodenschätze,,Russland hat
über 80 Billionen Dollar im Boden) verbünden, anstatt hinter-
fotzig "schießen doch nur zurück" im Auftrag des USA-Kolonial-
verwalters auf ein 2. "Unternehmen Barbarossa" zu spekulieren.

"Russland: Über 400 Jahre Angriffe aus dem Westen"
https://tinyurl.com/2bgac63m

Europa hat 750 Millionen Einwohner und mit Russland als
Verbündeten genug Ressourcen um mit China zu konkurrieren,
*mehr als genug für Selbstverteidigung und für Mars-Rover*.

21. August 2023
Chinas Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnnetz
Eine Grafik, die alles erklärt
mehr: https://free21.org/eine-grafik-die-alles-erklaert

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#615662

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2024-02-12 16:31 +0100
Message-ID<uqddjk$1j5bs$1@dont-email.me>
In reply to#615644
Am 12.02.2024 um 15:16 schrieb Michael Bode:
> Goetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk> writes:
>> On 12/02/2024 13:22, Hermann Riemann wrote:
>>> Trump will Russland auffordern
>>> Staaten in Europa, die nicht genug zahlen anzugreifen.
>>
>> Im Ernst? Wie stellt er sich dann die NATO Verpflichtung zum Beistand
>> vor? Der ist wirklich mehr als dement.
> 
> Wie stellt sich Deutschland und insbesondere die SPD die
> Rollenverteilung in der NATO vor? Die USA kämpfen und Deutschland gibt
> besorgte Kommentare ab?

Deutschland mahnt die Einhaltung des Völkerrechts und anderer 
humantiärer Aspekte an.

Die Bundesaußenvisagistin tut das seit 2 Jahren mit großem Erfolg.
https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/annalena-baerbock-das-ist-keine-aussenpolitik-das-ist-ein-ego-trip-li.2177261
-- 
„Wenn Sie für Ihr Experiment Statistiken brauchen, dann sollten Sie 
lieber ein besseres Experiment machen.“
                             --Ernest Rutherford

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#615663

FromFidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de>
Date2024-02-12 16:35 +0100
Message-ID<uqddrv$1jecl$1@dont-email.me>
In reply to#615644
Salve allerseits,

Michael Bode schrieb:
> Goetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk> writes:
>> On 12/02/2024 13:22, Hermann Riemann wrote:
>>
>>> Trump will Russland auffordern Staaten in Europa, die nicht genug zahlen
>>> anzugreifen.
>>
>> Im Ernst? Wie stellt er sich dann die NATO Verpflichtung zum Beistand vor?
>> Der ist wirklich mehr als dement.
> 
> Wie stellt sich Deutschland und insbesondere die SPD die Rollenverteilung in
> der NATO vor? Die USA kämpfen und Deutschland gibt besorgte Kommentare ab?
>
+--- <hier abknabbern> ---
| In der Ukraine und im Nahen Osten herrschen Kriege, und die Frage, wie
| sie enden können, wird zunehmend dringlich gestellt. Dabei wird auch auf
| historische Beispiele verwiesen. Doch deren Anwendung auf die Gegenwart
| bleibt häufig unklar. Warum lässt sich der Krieg in der Ukraine nicht
| einfach durch sofortige Verhandlungen, durch Diplomatie, lösen? Kann
| Geschichte darauf eine Antwort geben?
|
| Sie zeigt immerhin, dass sich Kriege – grob gesagt – auf drei
| verschiedene Arten beenden lassen: durch Sieg und Niederlage, durch das
| Einfrieren des Konflikts und durch Verhandlungen. Hierfür lassen sich
| jeweils Beispiele anführen, was aber bedeuten sie für die aktuellen
| Kriege? Beispiele sind noch keine Erklärungen. Die historische Methode
| hat hier ihre Grenzen.
|
| *Geschichte*
|
| Geschichte offenbart vor allem, wie schwer es häufig fiel, einmal
| eingefahrene Konflikte zu beenden. Nach dem Beginn der französischen
| Revolutionskriege 1792 dauerte es über 20 Jahre bis Europa wieder
| Frieden fand. Dazwischen lagen mit großen Hoffnungen versehene
| Friedensschlüsse, die sich allerdings bald als nur kurzlebige
| Waffenstillstände erwiesen. Auch der Erste Weltkrieg, der Vietnamkrieg,
| die unterschiedlichen Interventionen in Afghanistan und selbst der
| relativ kurze Deutsch-Französische Krieg von 1870/71 zeigen das Problem,
| aus dem Krieg herauszufinden. Die Gründe dafür – Ideologisierung,
| Überlagerungen unterschiedlicher Konflikte, Hoffnung auf die Wendung des
| Kriegsglücks – klingen vertraut, doch was folgt daraus?
|
| Was die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten angeht, so ist weder
| Sieg oder Niederlage einer Seite in Sicht, noch ein Einfrieren.
| Letzteres wäre gefährlich, weil dann nur eine neue Runde der Konflikte
| beginnen würde. Schon deshalb bleibt nur die Diplomatie. Sie darf aber
| nicht nur als Kunst des Verhandelns verstanden werden, wie es
| Standardwerke bis heute lehren. Sie muss vielmehr strategisch vorgehen,
| indem sie in Rechnung stellt, worum es in den aktuellen Kriegen
| eigentlich geht, nämlich um Interessen, Macht und Ordnung, aber auch das
| Primat der Innenpolitik. An diesen Grundbegriffen strategischer
| Diplomatie sollte sich der Westen in seiner Haltung zu beiden Kriegen
| orientieren. Geschichte kann dabei Möglichkeiten zeigen, das ist nicht
| wenig. Die aktuelle Analyse ersetzt sie aber gerade nicht.
|
| *Interessen*
|
| Welche konkreten Interessen verfolgt Russland? Handelt es sich nicht
| vielmehr um eine imperiale Ideologie Putins, was die Sache gefährlicher
| macht? Historisch müssen wir vor dem Hintergrund der
| russisch-sowjetischen Geschichte mit beidem rechnen. Aus diplomatischer
| Sicht ist der Anspruch auf imperiale Größe allerdings nicht
| verhandelbar, Sicherheitsinteressen sind es aber schon. Aus dem
| Scheitern des Budapester Memorandum von 1994, mit dem die USA, Russland
| und Großbritannien der Ukraine Sicherheitsgarantien versprachen, müssen
| deswegen die richtigen Lehren gezogen werden: Die Ukraine braucht
| Sicherheitsgarantien, auf die sie sich verlassen kann. Was die
| Interessen Russlands angeht, so ist die Nato–Russland Grundakte von 1997
| zwar obsolet, ihre Methode zur Regelung von militärischer Präsenz aber
| bleibt relevant.
|
| Sicherheit ist auch das oberste Interesse Israels. Der Krieg im Nahen
| Osten beweist zum wiederholten Male, dass sie langfristig nur durch eine
| politische Lösung der palästinensischen Frage zu erreichen ist.
| Netanjahu handelt insofern nicht im nationalen Interesse. Er kämpft
| vielmehr um sein politisches Überleben, er unterliegt dem Primat der
| Innenpolitik. Dies hat mit Diplomatie nichts zu tun.
|
| *Macht*
|
| Die Machtverhältnisse zwischen Russland und dem Westen sind klar, die
| Nato ist überlegen. Deshalb funktioniert die Abschreckung, jedenfalls
| vor einem Angriff auf das Westliche Bündnis. Es kann sich seiner Stärke
| bewusst sein und ihre Mitgliedsstaaten sollten sich nicht scheuen, sich
| zum Ziel eines ukrainischen Sieges zu bekennen. Von der militärischen
| Unterstützung des Westens für die Ukraine hängt deren Überleben und ihre
| künftige Verhandlungsposition ab. Hierin liegt die Verantwortung des
| Westens. Wäre die Ukraine am 24. Februar 2022 angegriffen worden, wenn
| sie Mitglied der Nato gewesen wäre?
|
| Das Vorgehen der israelischen Streitkräfte (IDF) in Gaza wiederum ist
| auch deshalb problematisch, weil es auf der Illusion eines rein
| militärischen Konzepts von Macht beruht. Die IDF konnten weder die Hamas
| von ihrem Überfall am 7. Oktober 2023 abschrecken, noch waren sie darauf
| vorbereitet. Sie werden die Hamas auch nicht vollständig besiegen
| können. Erst diese Erkenntnis wird eine neue israelische Regierung in
| die Lage versetzen, aussichtsreiche Verhandlungen zu führen.
|
| *Ordnung*
|
| Die gegenwärtige weltpolitische Lage ist deswegen so prekär, weil es an
| einer allgemein akzeptierten internationalen Ordnung fehlt. Historische
| Parallelen etwa zur Zwischenkriegszeit drängen sich geradezu auf. Auch
| damals kam es, noch vor der großen Auseinandersetzung, zu einer
| Verdichtung von internationalen Krisen und militärisch ausgetragenen
| Konflikten. Revisionistische Regime versuchten überall auf der Welt, das
| Fehlen eines globalen Ordnungsrahmens für die eigenen Zwecke
| auszunutzen, oder gar eine neue Ordnung nach den eigenen Vorstellungen
| durchzusetzen. Auch der russische Krieg ist deshalb so gefährlich, weil
| er eine europäische Ordnung zerstört, wie sie seit dem Wiener Kongress
| im 19. Jahrhundert über weite Strecke der Geschichte des Kontinents
| Bestand hatte. Europäische Sicherheit wird auf absehbare Zeit gegen
| Russland organisiert werden müssen.
|
| Gleichzeitig verschiebt sich die bisherige transatlantische Ordnung. Das
| vorrangige Interesse der USA gilt nicht Europa, sondern der Rivalität
| mit China, und zwar unabhängig davon, wer im Weißen Haus sitzt. Hieraus
| folgt, dass Europa sein Schicksal in die eigenen Hände nehmen muss, wie
| die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel bereits 2017 forderte.
| Europäische Souveränität ist kein frommer Wunsch, sondern eine
| Notwendigkeit. Dies gilt auch für den Krieg gegen die Ukraine. Wenn
| Europa jetzt nicht seine militärische Unterstützung verstärkt, kann
| Russland gewinnen.
|
| Im Nahen Osten hatte sich vor dem Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023
| eine neue Ordnung abgezeichnet, in der die Annäherung zwischen Israel
| und den arabischen Staaten eine neue Dynamik regionaler Zusammenarbeit
| auslösen sollte. Nicht nur aus der Sicht der Hamas drohte hierdurch aber
| der israelisch-palästinensische Konflikt in den Hintergrund zu rücken.
| Dies war wahrscheinlich der wichtigste Grund des Überfalls auf Israel.
| Die palästinensische Frage ist in der Tat wieder auf der Tagesordnung.
| Es zeichnet sich ein Konsens der beteiligten und externen Akteure über
| eine politische Lösung ab, der allerdings von der gegenwärtigen
| israelischen Regierung nicht geteilt wird. Wie das Verhalten vor allem
| Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate zeigt, ist das
| Interesse an einer Ordnung der regionalen Zusammenarbeit groß, weil
| mehrere Regierungen die Modernisierung ihrer Länder wollen. Dieses
| Interesse wird eine künftige Friedensordnung im Nahen Osten begünstigen.
|
| Ein tatsächlicher Frieden, das zeigt die Geschichte der letzten gut 200
| Jahre ebenso, entstand immer dann, wenn eine neue Ordnung, mit der alle
| Konfliktparteien leben konnten, absehbar war, wenn sich nach dem
| Kriegsende also schon ein neuer Anfang zeigte. Insofern birgt der Blick
| zurück auch Hoffnung.
+--- </hier abknabbern> ---

©<https://www.zeit.de/politik/ausland/2024-02/ukraine-nahost-kriege-ende-geschichte>

	M.f.G.

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#615650

FromFidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de>
Date2024-02-12 15:30 +0100
Message-ID<uqda2s$1igh9$1@dont-email.me>
In reply to#615637
Salve allerseits,

Goetz Schultz schrieb:
> On 12/02/2024 13:22, Hermann Riemann wrote:
>
>> Trump will Russland auffordern Staaten in Europa, die nicht genug
>> zahlen anzugreifen.
> 
> Im Ernst? Wie stellt er sich dann die NATO Verpflichtung zum Beistand 
> vor? 
> 
Als das, was die NATO-Beistandsverpflichtung nunmal ist? Laut Artikel 5
müssen die Bündnispartner lediglich jede Form der Hilfe leisten, die
sie für erforderlich halten! Das kann auch ein warmer Händedruck
sein... ( •_•) ( •_•)>⌐■-■ (⌐■_■)

	M.f.G.

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#615657

FromGoetz Schultz <ng.expire1225@goetz.co.uk>
Date2024-02-12 15:19 +0000
Message-ID<uqdctq$1iv68$1@dont-email.me>
In reply to#615650
On 12/02/2024 14:30, Fidel Sebastián Hunrichse-Lara wrote:
> Salve allerseits,
> 
> Goetz Schultz schrieb:
>> On 12/02/2024 13:22, Hermann Riemann wrote:
>>
>>> Trump will Russland auffordern Staaten in Europa, die nicht genug
>>> zahlen anzugreifen.
>>
>> Im Ernst? Wie stellt er sich dann die NATO Verpflichtung zum Beistand
>> vor?
>>
> Als das, was die NATO-Beistandsverpflichtung nunmal ist? Laut Artikel 5
> müssen die Bündnispartner lediglich jede Form der Hilfe leisten, die
> sie für erforderlich halten! Das kann auch ein warmer Händedruck
> sein... ( •_•) ( •_•)>⌐■-■ (⌐■_■)

Hmmm, ich erinnere mich noch an die Zeit wo Türkei vs. Griechenland ein 
Problemfall war, wo man sich in der Nato Gedanken machte was passiert 
wenn die zwei wirklich aneinander geraten würden. Wenn es mit einem 
guten Wort getan hätte, dann verstehe ich nicht warum die sich damals so 
aufgeblasen haben.

Aber Trump ist scheinbar gewillt alles "abzustossen" was ihm nicht 
passt. Eine Menge Porzellan wird kaputt gehen. Leute scheinen ncht zu 
lernen (s. Brexit).

-- 

Cheers,
    G.

Quis custodiet ipsos custodes?
---------------------------->8------------------------------
   /"\
   \ /  ASCII Ribbon Campaign
    X   against HTML e-mail
   / \
---------------------------->8------------------------------

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#615666

FromFidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de>
Date2024-02-12 16:53 +0100
Message-ID<uqdeug$1jjpi$1@dont-email.me>
In reply to#615657
Salve allerseits,

Goetz Schultz schrieb:
> On 12/02/2024 14:30, Fidel Sebastián Hunrichse-Lara wrote:
>> Goetz Schultz schrieb:
>>> On 12/02/2024 13:22, Hermann Riemann wrote:
>>>
>>>> Trump will Russland auffordern Staaten in Europa, die nicht genug
>>>> zahlen anzugreifen.
>>>
>>> Im Ernst? Wie stellt er sich dann die NATO Verpflichtung zum Beistand
>>> vor?
>>>
>> Als das, was die NATO-Beistandsverpflichtung nunmal ist? Laut Artikel 5
>> müssen die Bündnispartner lediglich jede Form der Hilfe leisten, die
>> sie für erforderlich halten! Das kann auch ein warmer Händedruck
>> sein... ( •_•) ( •_•)>⌐■-■ (⌐■_■)
> 
> Hmmm, ich erinnere mich noch an die Zeit wo Türkei vs. Griechenland ein 
> Problemfall war, wo man sich in der Nato Gedanken machte was passiert 
> wenn die zwei wirklich aneinander geraten würden. Wenn es mit einem 
> guten Wort getan hätte, dann verstehe ich nicht warum die sich damals so 
> aufgeblasen haben.
> 
Weil damit die NATO-Südflanke weit offen wäre? Die NATO hat sich nie Sorgen
gemacht, dass es GR oder TR beistehen müssten – sie waren besorgt, dass
die UdSSR die Situation hätte ausnützen können... ¯\_(ツ)_/¯


	M.f.G.

-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

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#615653

FromStefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich)
Date2024-02-12 14:40 +0000
Message-ID<bt65ca2d9di3197ecn3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at>
In reply to#615637
On Mon, 12 Feb 2024 14:41:48 Goetz Schultz wrote:
> On 12/02/2024 13:22, Hermann Riemann wrote:
>> Trump will Russland auffordern Staaten in Europa, die nicht genug
>> zahlen anzugreifen.

> Im Ernst? Wie stellt er sich dann die NATO Verpflichtung zum
> Beistand vor?

| [...] each and every other member of the Alliance will consider this
| act of violence as an armed attack against all members and will take
| the actions it deems necessary to assist the Ally attacked.

Ich habe keine Ahnung, was sich Trump unter "deems necessary"
vorstellt, aber vielleicht möchte man das auch gar nicht wissen.

> Der ist wirklich mehr als dement.

Einserseits. Andererseits.

Die spannenden Zeiten, wir werden sie in vielerlei Hinsicht noch
erleben (auch ohne Trump, was derzeit die deutlich wahrscheinlichere
Variante ist), und meine Vorfreude darauf ist gering.

Servus,
   Stefan

-- 
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike

Stefan, so erregt wie die Erotik. Na, das wollen wir sehen!!
(Sloganizer)

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