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Groups > ger.ct > #593665 > unrolled thread

FYI: habituelle Lügner

Started byJochen Kremer <jochen.news@kremerweb.de>
First post2023-05-17 15:04 +0200
Last post2023-05-19 23:14 -0700
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  FYI: habituelle Lügner Jochen Kremer <jochen.news@kremerweb.de> - 2023-05-17 15:04 +0200
    Re: FYI: habituelle Lügner Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2023-05-17 22:38 +0200
      Re: FYI: habituelle Lügner Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2023-05-17 22:51 +0200
        Re: FYI: habituelle Lügner Gerhard Hoffmann <dk4xp@arcor.de> - 2023-05-17 23:48 +0200
          Re: FYI: habituelle Lügner Jochen Kremer <jochen.news@kremerweb.de> - 2023-05-18 06:34 +0200
            Re: FYI: habituelle Lügner "Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org> - 2023-05-18 09:11 +0200
              Re: FYI: habituelle Lügner Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2023-05-18 10:43 +0200
      Re: FYI: habituelle Lügner Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2023-05-18 00:20 +0200
        Re: FYI: habituelle Lügner Walter Brill <WalterBrill@t-online.de> - 2023-05-18 13:16 +0200
          Re: FYI: habituelle Lügner Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2023-05-18 13:53 +0200
      Re: FYI: habituelle Lügner Jochen Kremer <jochen.news@kremerweb.de> - 2023-05-18 06:22 +0200
        Re: FYI: habituelle Lügner Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2023-05-19 23:14 -0700

#593665 — FYI: habituelle Lügner

FromJochen Kremer <jochen.news@kremerweb.de>
Date2023-05-17 15:04 +0200
SubjectFYI: habituelle Lügner
Message-ID<kck1ngFp824U1@mid.individual.net>
Zugegebenermaßen konnte ich mit dem Begriff bisher nix anfangen, aber 
ein IMO interessanter Artikel von Prof. Dr. Volker Eichener wird 
sicherlich auch anderen diverse Déjà-vus bescheren:

"... Ein Russe hat vranyo einmal mit folgenden Worten definiert: „Du 
weißt, dass ich lüge, und ich weiß, dass du es weißt, und du weißt, dass 
ich weiß, dass du es weißt, aber ich mache ohne mit der Wimper zu zucken 
weiter und du nickst ernsthaft und machst dir Notizen.“

Diese Definition passte präzise auf das Verhältnis von Wladimir Putin 
und Angela Merkel. Merkel war in ihren Jugendzeiten als Mitglied der 
Gesellschaft für deutsch-sowjetische Freundschaft und durch ihre Reisen 
nach Moskau und Leningrad mit der russischen Art, Politik zu betreiben, 
vertraut. Merkel kannte natürlich auch die vranyos Wladimir Putins. Nach 
Stefan Meister, Osteuropa-Experte bei der Deutschen Gesellschaft für 
Auswärtige Politik, wusste Merkel immer, wann Putin sie anlog. Aber wie 
in der angeführten Definition hat sie nie die Konsequenzen daraus 
gezogen, sondern, im Gegenteil, die deutsche Abhängigkeit von russischen 
Gaslieferungen weiter vorangetrieben (man mag darüber spekulieren, was 
ihre Motive dafür waren).

Vranyos sind oft derartig plump oder aberwitzig, dass sie vollkommen 
unglaubhaft sind, was signalisiert: ich verachte meinen Gesprächspartner 
derart, dass ich mir gar keine Mühe gebe, eine glaubhafte Ausrede zu 
erfinden. Solche vranyos zu erzählen, ist eine derart habituelle 
Strategie der russischen Regierung geworden, dass die russische Sprache 
ein neues Kompositum dafür entwickelt hat: gosvranyo – 
Regierungslügenmärchen. Der Schriftsteller Wladimir Kaminer über die 
Verlautbarungen der russischen Botschaft in Berlin, die er regelmäßig 
zur Kenntnis nimmt: „Das russische Botschaftspersonal lügt, wie es 
atmet, und wird dabei nicht einmal rot.“

Da hatten zwei russische Geheimdienstagenten im englischen Salisbury 
einen Dissidenten mit dem Gift Novichok ermordet – und behauptet, sie 
seien lediglich in Salisbury gewesen, um sich die Kathedrale anzusehen. 
Da brach Russland den Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew nach 
großen Verlusten ab und behauptete dennoch, die militärische Operation 
verliefe nach Plan. Zu den Bildern von Gräueltaten russischer Soldaten 
wurde erklärt, diese Szenen seien mit schauspielerischen Mitteln 
gestellt worden. Da ist das Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte 
von zwei ukrainischen Raketen getroffen worden – aber die russische 
Regierung behauptete, es sei nur aufgrund eines Feuers an Bord gesunken 
(im Staatsfernsehen bezeichnete man die Versenkung dagegen als 
feindlichen Akt – man bemühte sich also noch nicht einmal um eine 
einheitliche Story). Da bezeichnete Russland die Räumung der besetzten 
Schlangeninsel als Geste des guten Willens – ohne zu erwähnen, dass 
fortgesetzte ukrainische Angriffe die russische Besatzung vertrieben 
hatten. Die vranyos waren derart unglaubhaft, dass sich westliche 
Foristen inzwischen einen Spaß daraus machen, den Russen selber vranyos 
nahezulegen: Das Flaggschiff sei nicht versenkt worden, sondern sei zu 
einem U-Boot mutiert. Man habe eigene Munitionslager selbst in die Luft 
gesprengt – als Geste guten Willens etc.

Der langjährige russische Außenminister Lawrow hat es zu einer 
Meisterschaft gebracht, vranyos mit einem spöttischen Unterton zu 
erzählen: Denkt ihr, ich sage euch die Wahrheit? Natürlich erzähle ich 
euch ein Märchen – und einige von euch sind auch noch dumm genug, es zu 
glauben. Vranyos sind zum Ritual geworden: Westliche Medien oder 
Regierungen beschuldigen Russland, ein (Kriegs-) Verbrechen begangen zu 
haben, und Russland erzählt ein vranyo. Zum vranyo-Ritual gehört, der 
Gegenseite ebenfalls ein vranyo zu unterstellen, so dass vranyo gegen 
vranyo steht.

Vranyos werden nicht nur eingesetzt, um die Medien und die Bevölkerung 
in die Irre zu leiten. Als der französische Staatspräsident am 20. 
Februar 2022, also vier Tage vor Kriegsausbruch, mit dem russischen 
Präsidenten telefonierte, erzählte Putin vranyos am laufenden Band. Die 
größte Lüge war, dass Putin zu diesem Zeitpunkt längst entschlossen war, 
den Angriff zu starten, aber sagte, die Truppen würden bereits 
abgezogen. ..."

<https://www.ruhrbarone.de/russlands-krieg-gegen-die-ukraine-kann-man-mit-habituellen-luegnern-verhandeln/211240/>

Schöne Grüße
Jochen

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#593728

FromMartin Ebert <mx300@gmx.net>
Date2023-05-17 22:38 +0200
Message-ID<u43e0a$3vnfv$2@dont-email.me>
In reply to#593665
Am 17.05.23 um 15:04 schrieb Jochen Kremer:
> [...] Artikel von Prof. Dr. Volker Eichener [...]

> wusste Merkel immer, wann Putin sie anlog. Aber wie in der angeführten Definition hat sie nie die Konsequenzen daraus gezogen, sondern, im Gegenteil, die deutsche Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen weiter vorangetrieben (man mag darüber spekulieren, was ihre Motive dafür waren).

Also das ist nun ganz einfach:
Die ganz überwiegende Mehrheit der Deutschen wollte
das billige russische Gas. Alles andere war da egal.

Mich wundert eher, dass sich niemand daran erinnern
kann. (Bis auf die, die ganz schnell wieder russisches
Gas wollen.)

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#593731

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2023-05-17 22:51 +0200
Message-ID<kckt2jF2r9qU4@mid.individual.net>
In reply to#593728
Martin Ebert <mx300@gmx.net> writes:

> Am 17.05.23 um 15:04 schrieb Jochen Kremer:
>> [...] Artikel von Prof. Dr. Volker Eichener [...]
>
>> wusste Merkel immer, wann Putin sie anlog. Aber wie in der
>> angeführten Definition hat sie nie die Konsequenzen daraus gezogen,
>> sondern, im Gegenteil, die deutsche Abhängigkeit von russischen
>> Gaslieferungen weiter vorangetrieben (man mag darüber spekulieren,
>> was ihre Motive dafür waren).
>
> Also das ist nun ganz einfach:
> Die ganz überwiegende Mehrheit der Deutschen wollte
> das billige russische Gas. Alles andere war da egal.
>
> Mich wundert eher, dass sich niemand daran erinnern
> kann.

Ich kann. Ich hatte die Russen auch nicht für so dumm gehalten, sich
lieber in einem Krieg verheizen zu lassen als mit dem Westen Geschäfte
zu machen. Da hab ich wohl falsch gelegen.

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#593734

FromGerhard Hoffmann <dk4xp@arcor.de>
Date2023-05-17 23:48 +0200
Message-ID<u43i45$4kr9$1@solani.org>
In reply to#593731
Am 17.05.23 um 22:51 schrieb Michael Bode:
> Martin Ebert <mx300@gmx.net> writes:

>> Also das ist nun ganz einfach:
>> Die ganz überwiegende Mehrheit der Deutschen wollte
>> das billige russische Gas. Alles andere war da egal.
>>
>> Mich wundert eher, dass sich niemand daran erinnern
>> kann.
> 
> Ich kann. Ich hatte die Russen auch nicht für so dumm gehalten, sich
> lieber in einem Krieg verheizen zu lassen als mit dem Westen Geschäfte
> zu machen. Da hab ich wohl falsch gelegen.

Ah, doch. Die suhlen sich immer noch im Glauben, den Großen
Vaterländischen Krieg gewonnen zu haben. Den hat's aber nie
gegeben. Was es gab, war der 2. Weltkrieg und das Verheizen
von Russen. Eine ungebrochene Tradition bis heute. Knapp 200K
in der Ukraine bisher. Und seit 1000 Jahren ist das so.
Das nenne ich mal lernresistent. Der große Zampano wird's
schon richten. Wie seit 1000 Jahren (Ivan der Erschröckliche),
zum Wohle des Volkes, wie immer.

Und im 2. Weltkrieg wurden sie von den Alliierten über die
Ziellinie geschleppt. Flugzeuge und Sprit und Essen über die
Alaska-Connection. Nix mit Kohle-Verflüssigung etc. Die
nachfolgende Ausbeutung der Mitverlierer, aka Ostblock ist
nix, was unter glorreich laufen könnte.

Was der Vergifter der Unterhosen und seine Kumpane noch nicht
gerafft haben, das ist, auf welcher Seite die Alliierten diesmal
stehen und ob das eventuell Einflüsse auf ein Dritt-Welt-Land
haben könnte, das wie andere DritteWeltLänder hauptsächlich von
der Ausbeutung "seiner" Bodenschätze gelebt hat. Ja, Potiemkin
hat dort immer noch eine gewisse Tradition.
Ein Schein-Riese auf tönernen Füßen. Grüße an die Augsburger
Puppenkiste.

Gerhard

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#593742

FromJochen Kremer <jochen.news@kremerweb.de>
Date2023-05-18 06:34 +0200
Message-ID<kclo7aF80pnU1@mid.individual.net>
In reply to#593734
Am 17.05.23 um 23:48 schrieb Gerhard Hoffmann:
> Am 17.05.23 um 22:51 schrieb Michael Bode:
>> Martin Ebert <mx300@gmx.net> writes:
> 
>>> Also das ist nun ganz einfach:
>>> Die ganz überwiegende Mehrheit der Deutschen wollte
>>> das billige russische Gas. Alles andere war da egal.
>>>
>>> Mich wundert eher, dass sich niemand daran erinnern
>>> kann.
>>
>> Ich kann. Ich hatte die Russen auch nicht für so dumm gehalten, sich
>> lieber in einem Krieg verheizen zu lassen als mit dem Westen Geschäfte
>> zu machen. Da hab ich wohl falsch gelegen.
> 
> Ah, doch. Die suhlen sich immer noch im Glauben, den Großen
> Vaterländischen Krieg gewonnen zu haben. Den hat's aber nie
> gegeben. Was es gab, war der 2. Weltkrieg und das Verheizen
> von Russen. Eine ungebrochene Tradition bis heute. Knapp 200K
> in der Ukraine bisher. Und seit 1000 Jahren ist das so.
> Das nenne ich mal lernresistent. ...

Weder war Russland jemals „antifaschistisch“ noch haben sie Europa vom 
Nationalsozialismus „befreit“. Das haben die USA und England geleistet, 
später kam noch Frankreich dazu. Russland hat sich nach einer 
einvernehmlichen Zusammenarbeit mit den Nazis lediglich dagegen gewehrt, 
von diesen ebenfalls versklavt und vernichtet zu werden. Das ist 
berechtigte Gegenwehr, hat aber mit Befreiung nichts zu tun.

Die russische Zusammenarbeit mit den Nazis fand nämlich erst ihren 
abrupten Schluss, als diese von den Nazis mit dem Angriff auf Russland 
beendet wurde. Davor war Stalin mit Hitler ein Herz und eine Seele – vor 
allem als es darum ging, Osteuropa zu zertrümmern und aufzuteilen sowie 
die polnische Intelligenzia als potenzielle Gegner weitgehend 
auszulöschen. Wer Stalin als „Befreier“ anpreist, muss zudem erklären 
welche Freiheiten ein millionenfacher Massenmörder und Psychopath wohl 
in seiner Tasche hat.

Nicht nur vor dieser historischen Tatsache sind alle russischen 
Behauptungen vom Kampf gegen den Nationalsozialismus eine faustdicke 
Lüge, die man in Europa viel zu lange als geschichtliche Wahrheit 
hingenommen hat.

> ...
> Was der Vergifter der Unterhosen und seine Kumpane noch nicht
> gerafft haben, das ist, auf welcher Seite die Alliierten diesmal
> stehen und ob das eventuell Einflüsse auf ein Dritt-Welt-Land
> haben könnte, das wie andere DritteWeltLänder hauptsächlich von
> der Ausbeutung "seiner" Bodenschätze gelebt hat.

Nun, andere Länder wurden sehr wohlhabend durch seine Bodenschätze - und 
nicht nur im Umkreis ihres 'Führungszirkels'. Wenn eine Regierung 
stattdessen lieber viel zu viel Geld in 'unbesiegbare' Waffensysteme 
steckt, hilft das halt wenig, für das ganze Land. Denn 'Unbesiegbar' hat 
das System der Lieferant genannt, weil er Kreml-Milliarden abschnorcheln 
wollte. Lizenz zum Gelddrucken für die Villa in Nizza oder das Penthouse 
in London.

Ich bin mir sicher, dass der kleine Möchtegern-Zar überrascht war von 
der Unterstützung des Westens für die Ukraine.

Jochen

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#593749

From"Dr. Joachim Neudert" <neudert@5sl.org>
Date2023-05-18 09:11 +0200
Message-ID<u44j2n$5gab$1@solani.org>
In reply to#593742
Am 18.05.23 um 06:34 schrieb Jochen Kremer:
> Am 17.05.23 um 23:48 schrieb Gerhard Hoffmann:
>> Am 17.05.23 um 22:51 schrieb Michael Bode:
>>> Martin Ebert <mx300@gmx.net> writes:
>>
>>>> Also das ist nun ganz einfach:
>>>> Die ganz überwiegende Mehrheit der Deutschen wollte
>>>> das billige russische Gas. Alles andere war da egal.
>>>>
>>>> Mich wundert eher, dass sich niemand daran erinnern
>>>> kann.
>>>
>>> Ich kann. Ich hatte die Russen auch nicht für so dumm gehalten, sich
>>> lieber in einem Krieg verheizen zu lassen als mit dem Westen Geschäfte
>>> zu machen. Da hab ich wohl falsch gelegen.
>>
>> Ah, doch. Die suhlen sich immer noch im Glauben, den Großen
>> Vaterländischen Krieg gewonnen zu haben. Den hat's aber nie
>> gegeben. Was es gab, war der 2. Weltkrieg und das Verheizen
>> von Russen. Eine ungebrochene Tradition bis heute. Knapp 200K
>> in der Ukraine bisher. Und seit 1000 Jahren ist das so.
>> Das nenne ich mal lernresistent. ...
> 
> Weder war Russland jemals „antifaschistisch“ noch haben sie Europa vom 
> Nationalsozialismus „befreit“. Das haben die USA und England geleistet, 
> später kam noch Frankreich dazu. Russland hat sich nach einer 
> einvernehmlichen Zusammenarbeit mit den Nazis lediglich dagegen gewehrt, 
> von diesen ebenfalls versklavt und vernichtet zu werden. Das ist 
> berechtigte Gegenwehr, hat aber mit Befreiung nichts zu tun.
> 
> Die russische Zusammenarbeit mit den Nazis fand nämlich erst ihren 
> abrupten Schluss, als diese von den Nazis mit dem Angriff auf Russland 
> beendet wurde. Davor war Stalin mit Hitler ein Herz und eine Seele – vor 
> allem als es darum ging, Osteuropa zu zertrümmern und aufzuteilen sowie 
> die polnische Intelligenzia als potenzielle Gegner weitgehend 
> auszulöschen. Wer Stalin als „Befreier“ anpreist, muss zudem erklären 
> welche Freiheiten ein millionenfacher Massenmörder und Psychopath wohl 
> in seiner Tasche hat.
> 
> Nicht nur vor dieser historischen Tatsache sind alle russischen 
> Behauptungen vom Kampf gegen den Nationalsozialismus eine faustdicke 
> Lüge, die man in Europa viel zu lange als geschichtliche Wahrheit 
> hingenommen hat.
> 
>> ...
>> Was der Vergifter der Unterhosen und seine Kumpane noch nicht
>> gerafft haben, das ist, auf welcher Seite die Alliierten diesmal
>> stehen und ob das eventuell Einflüsse auf ein Dritt-Welt-Land
>> haben könnte, das wie andere DritteWeltLänder hauptsächlich von
>> der Ausbeutung "seiner" Bodenschätze gelebt hat.
> 
> Nun, andere Länder wurden sehr wohlhabend durch seine Bodenschätze - und 
> nicht nur im Umkreis ihres 'Führungszirkels'. Wenn eine Regierung 
> stattdessen lieber viel zu viel Geld in 'unbesiegbare' Waffensysteme 
> steckt, hilft das halt wenig, für das ganze Land. Denn 'Unbesiegbar' hat 
> das System der Lieferant genannt, weil er Kreml-Milliarden abschnorcheln 
> wollte. Lizenz zum Gelddrucken für die Villa in Nizza oder das Penthouse 
> in London.
> 
> Ich bin mir sicher, dass der kleine Möchtegern-Zar überrascht war von 
> der Unterstützung des Westens für die Ukraine.
> 
> Jochen


Ich stimme Dir ja nicht so oft zu. Aber hier stimme ich Dir vorbehaltlos 
zu. Es ist so, wie Du schreibst.

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#593752

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2023-05-18 10:43 +0200
Message-ID<u44ofr$6tlh$2@dont-email.me>
In reply to#593749
Am 18.05.2023 um 09:11 schrieb Dr. Joachim Neudert:
> Am 18.05.23 um 06:34 schrieb Jochen Kremer:
>> Ich bin mir sicher, dass der kleine Möchtegern-Zar überrascht war von 
>> der Unterstützung des Westens für die Ukraine.
> 
> Ich stimme Dir ja nicht so oft zu. Aber hier stimme ich Dir vorbehaltlos 
> zu. Es ist so, wie Du schreibst.

Ja, zweifellos, das hat schon was.

Auf vermeintliche oder tatsächliche Lügen der Sowjets/Russen 
hinzuweisen, gleich mal die Geschichtsschreibung der letzten 70 Jahre in 
Frage zu stellen und damit außerdem noch zu suggerieren, die Wahrheit 
und nichts als die Wahrheit gepachtet zu haben.

Es bewahrheitet sich immer wieder: Lügen müssen nur groß und dreist 
genug sein. Dann werden sie auch geglaubt. Sogar "vorbehaltlos".
-- 
Ihr habt die Irren zu Normalen erklärt und die Normalen zu Rechten und 
die Realität zu einer rechtsextremen Verschwörung. Natürlich leben wir 
nun in einer Irrenanstalt, die von ihren Insassen geführt wird.

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#593737

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2023-05-18 00:20 +0200
Message-ID<u43k0a$3vqad$1@dont-email.me>
In reply to#593728
Am 17.05.2023 um 22:38 schrieb Martin Ebert:
> Am 17.05.23 um 15:04 schrieb Jochen Kremer:
>> [...] Artikel von Prof. Dr. Volker Eichener [...]
>> wusste Merkel immer, wann Putin sie anlog. Aber wie in der angeführten 
>> Definition hat sie nie die Konsequenzen daraus gezogen, sondern, im 
>> Gegenteil, die deutsche Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen 
>> weiter vorangetrieben (man mag darüber spekulieren, was ihre Motive 
>> dafür waren).
> 
> Also das ist nun ganz einfach:
> Die ganz überwiegende Mehrheit der Deutschen wollte
> das billige russische Gas. Alles andere war da egal.
> 
> Mich wundert eher, dass sich niemand daran erinnern
> kann.

Will. Sich nicht erinnern *will*.

Aber das wundert mich nicht. Das ist nicht neu. Nach dem 2. WK wollte 
niemand Nazi gewesen sein, nach dem Ende der DDR niemand 
Sozialist/Kommunist und nun wollte niemand jemals russiches Gas gehabt 
haben wollen.

Das ist Kontinuität. Alle anständigen Leute waren schon immer dagegen. 
Spätestens hinterher.

-- 
Ihr habt die Irren zu Normalen erklärt und die Normalen zu Rechten und 
die Realität zu einer rechtsextremen Verschwörung. Natürlich leben wir 
nun in einer Irrenanstalt, die von ihren Insassen geführt wird.

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#593764

FromWalter Brill <WalterBrill@t-online.de>
Date2023-05-18 13:16 +0200
Message-ID<kcmfo8FaqogU4@mid.individual.net>
In reply to#593737
Hallo,

Am 18.05.23 um 00:20 schrieb Lars Gebauer:
> Am 17.05.2023 um 22:38 schrieb Martin Ebert:
>> Am 17.05.23 um 15:04 schrieb Jochen Kremer:
>>> [...] Artikel von Prof. Dr. Volker Eichener [...]
>>> wusste Merkel immer, wann Putin sie anlog. Aber wie in der 
>>> angeführten Definition hat sie nie die Konsequenzen daraus gezogen, 
>>> sondern, im Gegenteil, die deutsche Abhängigkeit von russischen 
>>> Gaslieferungen weiter vorangetrieben (man mag darüber spekulieren, 
>>> was ihre Motive dafür waren).
>>
>> Also das ist nun ganz einfach:
>> Die ganz überwiegende Mehrheit der Deutschen wollte
>> das billige russische Gas. Alles andere war da egal.
>>
>> Mich wundert eher, dass sich niemand daran erinnern
>> kann.
> 
> Will. Sich nicht erinnern *will*.
> 
> Aber das wundert mich nicht. Das ist nicht neu. Nach dem 2. WK wollte 
> niemand Nazi gewesen sein, nach dem Ende der DDR niemand 
> Sozialist/Kommunist und nun wollte niemand jemals russiches Gas gehabt 
> haben wollen.
> 
> Das ist Kontinuität. Alle anständigen Leute waren schon immer dagegen. 
> Spätestens hinterher.

Nicht Alle:
"Wie ehemalige DDR-Offiziere für Putins Krieg in der Ukraine werben"
<https://www.nzz.ch/international/krieg-in-der-ukraine-wie-nva-offiziere-putins-ueberfall-agitieren-ld.1736587>

Ciao
Walter

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#593767

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2023-05-18 13:53 +0200
Message-ID<u453j1$6tlg$1@dont-email.me>
In reply to#593764
Am 18.05.2023 um 13:16 schrieb Walter Brill:
> Am 18.05.23 um 00:20 schrieb Lars Gebauer:
>> Am 17.05.2023 um 22:38 schrieb Martin Ebert:
>>> Also das ist nun ganz einfach:
>>> Die ganz überwiegende Mehrheit der Deutschen wollte
>>> das billige russische Gas. Alles andere war da egal.
>>>
>>> Mich wundert eher, dass sich niemand daran erinnern
>>> kann.
>>
>> Will. Sich nicht erinnern *will*.
>>
>> Aber das wundert mich nicht. Das ist nicht neu. Nach dem 2. WK wollte 
>> niemand Nazi gewesen sein, nach dem Ende der DDR niemand 
>> Sozialist/Kommunist und nun wollte niemand jemals russiches Gas gehabt 
>> haben wollen.
>>
>> Das ist Kontinuität. Alle anständigen Leute waren schon immer dagegen. 
>> Spätestens hinterher.
> 
> Nicht Alle:

Du erst noch.

> "Wie ehemalige DDR-Offiziere für Putins Krieg in der Ukraine werben"

Das sind doch auch die unanständigen Leute. Du mußt schon die 
anständigen Leute fragen. Die können Dir ganz genau erklären, wer die 
unanständigen Leute sind.

-- 
Ihr habt die Irren zu Normalen erklärt und die Normalen zu Rechten und 
die Realität zu einer rechtsextremen Verschwörung. Natürlich leben wir 
nun in einer Irrenanstalt, die von ihren Insassen geführt wird.

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#593741

FromJochen Kremer <jochen.news@kremerweb.de>
Date2023-05-18 06:22 +0200
Message-ID<kclngdF7t61U1@mid.individual.net>
In reply to#593728
Am 17.05.23 um 22:38 schrieb Martin Ebert:
> Am 17.05.23 um 15:04 schrieb Jochen Kremer:
>> [...] Artikel von Prof. Dr. Volker Eichener [...]
> 
>> wusste Merkel immer, wann Putin sie anlog. Aber wie in der angeführten 
>> Definition hat sie nie die Konsequenzen daraus gezogen, sondern, im 
>> Gegenteil, die deutsche Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen 
>> weiter vorangetrieben (man mag darüber spekulieren, was ihre Motive 
>> dafür waren).
> 
> Also das ist nun ganz einfach:
> Die ganz überwiegende Mehrheit der Deutschen wollte
> das billige russische Gas. Alles andere war da egal.
> 
> Mich wundert eher, dass sich niemand daran erinnern
> kann. (Bis auf die, die ganz schnell wieder russisches
> Gas wollen.)

Gegen billiges russisches Gas ist doch grundsätzlich nix einzuwenden, 
IMO. Dass man Putin so viel hat durchgehen lassen ist das Problem.

Davon abgesehen hats in dem Artikel viel mehr interessante Punkte, als 
diesen kleinen Nebenschauplatz.

Jochen

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#593881

FromUlf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de>
Date2023-05-19 23:14 -0700
Message-ID<67dbb47b-74cc-4934-8ef4-8328de67cb82n@googlegroups.com>
In reply to#593741
Jochen Kremer schrieb am Donnerstag, 18. Mai 2023 um 06:22:39 UTC+2:
> Am 17.05.23 um 22:38 schrieb :
> > Am 17.05.23 um 15:04 schrieb Jochen Kremer: 

> >> wusste Merkel immer, wann Putin sie anlog. Aber wie in der angeführten 
> >> Definition hat sie nie die Konsequenzen daraus gezogen, sondern, im 
> >> Gegenteil, die deutsche Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen 
> >> weiter vorangetrieben (man mag darüber spekulieren, was ihre Motive 
> >> dafür waren). 
> > 
> > Also das ist nun ganz einfach: 
> > Die ganz überwiegende Mehrheit der Deutschen wollte 
> > das billige russische Gas. Alles andere war da egal. 
> > 
> > Mich wundert eher, dass sich niemand daran erinnern 
> > kann. (Bis auf die, die ganz schnell wieder russisches 
> > Gas wollen.)

> Gegen billiges russisches Gas ist doch grundsätzlich nix einzuwenden, 
> IMO. Dass man Putin so viel hat durchgehen lassen ist das Problem. 

Günstige russische Brennstäbe vielleicht? Ach nein, das sind unsere Nachbarn.
Die kaufen immer noch.

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