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Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland

Started byAndreas Bockelmann <xotzil@gmx.de>
First post2022-10-29 09:16 +0200
Last post2022-10-30 16:05 +0100
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Contents

  Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> - 2022-10-29 09:16 +0200
    Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2022-10-29 11:24 +0200
      Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-10-29 11:38 +0200
        Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2022-10-29 12:29 +0200
          Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2022-10-29 13:06 +0200
          Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> - 2022-10-29 13:26 +0200
            Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-10-29 04:30 -0700
              Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Gunter Kühne <kuehne-g@freenet.de> - 2022-10-29 16:44 +0200
                Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> - 2022-10-29 17:59 +0200
                Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Gerhard Hoffmann <dk4xp@arcor.de> - 2022-10-29 18:22 +0200
                  Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Georg Gruber <g.gruber_hauwech@gmx.net> - 2022-10-29 19:57 +0200
                    Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2022-10-30 09:52 +0100
                  Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> - 2022-10-29 21:01 +0200
                    Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2022-10-29 22:34 +0200
                      Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-10-29 23:54 +0200
            Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Gerald Gruner <gerald314@yahoo.de> - 2022-10-29 16:22 +0200
          Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Gunter Kühne <kuehne-g@freenet.de> - 2022-10-29 16:43 +0200
            Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2022-10-29 17:53 +0200
        Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-10-29 03:48 -0700
        Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2022-10-29 12:56 +0200
          Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-10-29 04:06 -0700
            Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2022-10-29 15:00 +0200
          Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2022-10-29 13:06 +0200
            Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2022-10-29 13:22 +0200
              Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-10-29 04:33 -0700
                Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2022-10-29 13:39 +0200
              Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Heinz-Juergen Kronemeyer <meierdrei@protonmail.com> - 2022-10-29 14:52 +0200
                Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2022-10-29 15:03 +0200
                  Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-10-29 07:49 -0700
                    Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2022-10-29 17:38 +0200
                      Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2022-10-29 17:55 +0200
                      Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2022-10-30 01:05 +0200
                        Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2022-10-30 08:21 +0100
                          Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2022-10-30 20:02 +0100
              Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Georg Gruber <g.gruber_hauwech@gmx.net> - 2022-10-29 20:03 +0200
              Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2022-10-29 23:44 +0200
                Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2022-10-30 08:24 +0100
          Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2022-10-29 13:12 +0200
            Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-10-29 13:16 +0200
            Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2022-10-30 01:06 +0200
              Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2022-10-30 07:32 +0100
                Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2022-10-30 20:01 +0100
      Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> - 2022-10-29 12:10 +0200
        Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2022-10-29 13:03 +0200
          Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2022-10-29 11:11 +0000
            Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2022-10-29 13:40 +0200
            Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2022-10-29 20:48 -0400
        Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2022-10-29 13:14 +0200
        Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2022-10-29 13:15 +0200
          Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> - 2022-10-29 13:33 +0200
            Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-10-29 04:46 -0700
              Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2022-10-29 13:53 +0200
            Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Michael Pachta <mipani@gmx.de> - 2022-10-29 14:29 +0200
            Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2022-10-30 00:03 +0200
    Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2022-10-29 13:33 +0200
      Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> - 2022-10-29 16:34 +0200
        Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-10-29 08:15 -0700
        Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Martin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de> - 2022-10-30 00:03 +0200
          Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2022-10-29 17:25 +0200
        Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2022-10-30 00:03 +0200
          Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2022-10-30 04:35 +0100
          Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Dietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de> - 2022-10-30 08:36 +0100
          Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Peter Veith <veith@snafu.de> - 2022-10-30 12:08 +0100
            Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2022-10-29 17:35 +0200
            Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2022-10-30 17:27 +0100
          Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> - 2022-10-30 13:18 +0100
            Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2022-10-30 06:32 -0700
            Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2022-10-30 18:51 +0100
          Re: Wenn Deutschland nicht gegensteuert, flieht die Industrie ins Ausland Peter Veith <veith@snafu.de> - 2022-10-30 16:05 +0100

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#572720

FromGerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de>
Date2022-10-30 07:32 +0100
Message-ID<tjl5nn$i9d$1@news.bawue.net>
In reply to#572713
On 10/30/22 01:06, Jörg Tewes wrote:
> Gerrit Heitsch schrieb:
>> On 10/29/22 12:56, Michael Bode wrote:
>>> Lars Gebauer <lgebauer@live.de> writes:
>>>
>>>> Am 29.10.2022 um 11:24 schrieb Michael Bode:
>>>>> Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> writes:
>>>>>> Ach, ich vergaß, "Energie ist viel zu billig".
>>>>> Die sind ja noch da, also *ist* Energie viel zu billig. Wenn sie es
>>>>> nicht wäre, wären sie schon weg.
>>>>
>>>> Eben. "Erst wenn die letzte Tankstelle geschlossen ist werdet ihr
>>>> feststellen, daß die Grünen nachts kein Bier verkaufen." (Weissagung
>>>> der Creek-Indianer)
>>>
>>> Als ob die Städter zur Tanke fahren, um Bier zu kaufen. Die haben doch
>>> ihre Büdchen, Kioske, Spätis. Oder wie es im Rest der Welt heißt "7-Eleven".
>>
>> Da kaufen doch nur Leute ein die nicht in der Lage sind zu planen.
> 
> Als Dörfler geht einem sowas halt schnell ins Blut über. Wer nicht
> planen muß plant meist auch nicht. Und unverhoffter Besuch läßt sich
> schlecht planen.

Du betreibst also keine Vorratshaltung? Keiner sagt, daß du 5 Kästen 
Bier einlagern sollst, aber genug für unverhofften Besuch sollte doch da 
sein.

  Gerrit



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#572805

FromJörg Tewes <jogi1964@gmx.net>
Date2022-10-30 20:01 +0100
Message-ID<714893d9-3f50-1be7-a20b-b25db72b1b33@jtewes.my-fqdn.de>
In reply to#572720
Gerrit Heitsch schrieb:
> On 10/30/22 01:06, Jörg Tewes wrote:
>> Gerrit Heitsch schrieb:
>>> On 10/29/22 12:56, Michael Bode wrote:
>>>> Lars Gebauer <lgebauer@live.de> writes:
>>>> 
>>>>> Am 29.10.2022 um 11:24 schrieb Michael Bode:
>>>>>> Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> writes:
>>>>>>> Ach, ich vergaß, "Energie ist viel zu billig".
>>>>>> Die sind ja noch da, also *ist* Energie viel zu billig.
>>>>>> Wenn sie es nicht wäre, wären sie schon weg.
>>>>> 
>>>>> Eben. "Erst wenn die letzte Tankstelle geschlossen ist
>>>>> werdet ihr feststellen, daß die Grünen nachts kein Bier
>>>>> verkaufen." (Weissagung der Creek-Indianer)
>>>> 
>>>> Als ob die Städter zur Tanke fahren, um Bier zu kaufen. Die
>>>> haben doch ihre Büdchen, Kioske, Spätis. Oder wie es im Rest
>>>> der Welt heißt "7-Eleven".
>>> 
>>> Da kaufen doch nur Leute ein die nicht in der Lage sind zu
>>> planen.
>> 
>> Als Dörfler geht einem sowas halt schnell ins Blut über. Wer
>> nicht planen muß plant meist auch nicht. Und unverhoffter Besuch
>> läßt sich schlecht planen.
> 
> Du betreibst also keine Vorratshaltung?

Wenig, hauptsächlich Dinge die lange haltbar sind. Also z.B. Nudeln
und Salz oder Mehl.

> Keiner sagt, daß du 5 Kästen Bier einlagern sollst, aber genug für
> unverhofften Besuch sollte doch da sein.

Da ich keinen Alkohol trinke, warum sollte ich welchen einlagern? Wenn
ich also morgen abend Besuch kriegen sollte von Menschen von denen ich
weiß das sie gerne einen Schluck Alkohol trinken, müßte ich das als
guter Gastgeber wohl an der Tanke kaufen.

Und es gibt sicher auch Dinge die du nicht auf Vorrat hast, die du
einem unverhofften Besuch anbieten möchtest.
-- 


        Bye Jörg


Religionskriege sind Konflikte zwischen erwachsenen Menschen, bei
denen es darum geht, wer den cooleren, imaginären Freund hat. Wenn
Jesus gevierteilt worden wäre, hätten wir heute dann Mobiles über der
Tür hängen?

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#572631

FromAndreas Bockelmann <xotzil@gmx.de>
Date2022-10-29 12:10 +0200
Message-ID<tjj58a.7so.1@wxp-nb-pm.local>
In reply to#572627
Michael Bode schrieb:
> Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> writes:
> 
>> <https://www.focus.de/finanzen/news/basf-investiert-in-china-wenn-deutschland-nicht-gegensteuert-flieht-die-industrie-ins-ausland_id_172633199.html>
>>
>> "Die Zahlen sind bedrohlich: Fast jedes fünfte Unternehmen will
>> energieintensive Geschäftsfelder in Deutschland aufgeben. Auch BASF
>> gehört dazu. Der Chemiekonzern will in China an seinen
>> Investitionsplänen festhalten. Die Forderungen werden lauter, dass die
>> Ampel handeln muss."
>>
>> Ach, ich vergaß, "Energie ist viel zu billig".
> 
> Die sind ja noch da, also *ist* Energie viel zu billig. Wenn sie es
> nicht wäre, wären sie schon weg.
> 

Ich schreib ja schon mehrmals: Mein Job ist mir bis zur Rente sicher, wenn 
die Industrie hier abwandert, sieht es für manche Mitmenschen anders aus. 
Auch juckt es mich nicht, wenn ab 2035 keine Verbrennerautos mehr neu 
zugelassen werden. Cargold präsentierte kürzlich auf Youtube einen 1970er 
Benz /8 220D mit Orifginal 550km auf der Uhr. Okay, eine Ringeltaube, aber 
realisitisch: 2034 noch mal einen Neuwagen zulassen, der wird dann so alt 
wie mein Cabriolet, dann bin ich 98 und lasse mich fahren :-)

-- 
  Mit freundlichen Grüßen
    Andreas Bockelmann

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#572635

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2022-10-29 13:03 +0200
Message-ID<js4fkrF5m76U2@mid.individual.net>
In reply to#572631
Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> writes:

> Michael Bode schrieb:
>> Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> writes:
>> 
>>> <https://www.focus.de/finanzen/news/basf-investiert-in-china-wenn-deutschland-nicht-gegensteuert-flieht-die-industrie-ins-ausland_id_172633199.html>
>>>
>>> "Die Zahlen sind bedrohlich: Fast jedes fünfte Unternehmen will
>>> energieintensive Geschäftsfelder in Deutschland aufgeben. Auch BASF
>>> gehört dazu. Der Chemiekonzern will in China an seinen
>>> Investitionsplänen festhalten. Die Forderungen werden lauter, dass die
>>> Ampel handeln muss."
>>>
>>> Ach, ich vergaß, "Energie ist viel zu billig".
>> Die sind ja noch da, also *ist* Energie viel zu billig. Wenn sie es
>> nicht wäre, wären sie schon weg.
>> 
>
> Ich schreib ja schon mehrmals: Mein Job ist mir bis zur Rente sicher,
> wenn die Industrie hier abwandert, sieht es für manche Mitmenschen
> anders aus. Auch juckt es mich nicht, wenn ab 2035 keine
> Verbrennerautos mehr neu zugelassen werden.

Mich auch nicht, hab jetzt schon keins. Und die Autoindustrie auch
nicht, die hat eh schon verkündet, nicht bis 2035 zu warten sondern schon
vorher keine mehr (hier) zu verkaufen. Und die Zulieferer? Da sieht es
traurig aus:

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/zulieferer-rekordauftrag-fuer-elektroantriebe-autozulieferer-zf-gleicht-verbrenner-wegfall-mehr-als-aus/28569990.html

für die Petrolheads.

-- 
"Die Abwesenheit von Evidenz zur Wirksamkeit ist keine Evidenz 
für die Abwesenheit von Wirksamkeit."
 - Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen.

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#572640

FromDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
Date2022-10-29 11:11 +0000
Message-ID<tjj1p7$63u8$1@solani.org>
In reply to#572635
Michael Bode <m.g.bode@web.de> wrote:
> Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> writes:
> 
>> Michael Bode schrieb:
>>> Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> writes:
>>> 
>>>> <https://www.focus.de/finanzen/news/basf-investiert-in-china-wenn-deutschland-nicht-gegensteuert-flieht-die-industrie-ins-ausland_id_172633199.html>
>>>> 
>>>> "Die Zahlen sind bedrohlich: Fast jedes fünfte Unternehmen will
>>>> energieintensive Geschäftsfelder in Deutschland aufgeben. Auch BASF
>>>> gehört dazu. Der Chemiekonzern will in China an seinen
>>>> Investitionsplänen festhalten. Die Forderungen werden lauter, dass die
>>>> Ampel handeln muss."
>>>> 
>>>> Ach, ich vergaß, "Energie ist viel zu billig".
>>> Die sind ja noch da, also *ist* Energie viel zu billig. Wenn sie es
>>> nicht wäre, wären sie schon weg.
>>> 
>> 
>> Ich schreib ja schon mehrmals: Mein Job ist mir bis zur Rente sicher,
>> wenn die Industrie hier abwandert, sieht es für manche Mitmenschen
>> anders aus. Auch juckt es mich nicht, wenn ab 2035 keine
>> Verbrennerautos mehr neu zugelassen werden.
> 
> Mich auch nicht, hab jetzt schon keins. Und die Autoindustrie auch
> nicht, die hat eh schon verkündet, nicht bis 2035 zu warten sondern schon
> vorher keine mehr (hier) zu verkaufen. Und die Zulieferer? Da sieht es
> traurig aus:
> 
> https://www.handelsblatt.com/unternehmen/zulieferer-rekordauftrag-fuer-elektroantriebe-autozulieferer-zf-gleicht-verbrenner-wegfall-mehr-als-aus/28569990.html
> 
> für die Petrolheads.
> 

Schön zu lesen, dass unsere kompetenten und gut geführten Firmen kein One
Trick Pony sind. 
Hätte mich bei den schwäbischen Tüftlern auch gewundert. Die können alles.
Außer Hochdeutsch. 

-- 
please forgive my iPhone typos

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#572656

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2022-10-29 13:40 +0200
Message-ID<js4hp1F5m76U3@mid.individual.net>
In reply to#572640
Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> writes:

> Michael Bode <m.g.bode@web.de> wrote:
>> Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> writes:
>> 
>>> Michael Bode schrieb:
>>>> Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> writes:
>>>> 
>>>>> <https://www.focus.de/finanzen/news/basf-investiert-in-china-wenn-deutschland-nicht-gegensteuert-flieht-die-industrie-ins-ausland_id_172633199.html>
>>>>> 
>>>>> "Die Zahlen sind bedrohlich: Fast jedes fünfte Unternehmen will
>>>>> energieintensive Geschäftsfelder in Deutschland aufgeben. Auch
>>>>> BASF gehört dazu. Der Chemiekonzern will in China an seinen
>>>>> Investitionsplänen festhalten. Die Forderungen werden lauter, dass
>>>>> die Ampel handeln muss."
>>>>> 
>>>>> Ach, ich vergaß, "Energie ist viel zu billig".
>>>> Die sind ja noch da, also *ist* Energie viel zu billig. Wenn sie es
>>>> nicht wäre, wären sie schon weg.
>>>> 
>>> 
>>> Ich schreib ja schon mehrmals: Mein Job ist mir bis zur Rente
>>> sicher, wenn die Industrie hier abwandert, sieht es für manche
>>> Mitmenschen anders aus. Auch juckt es mich nicht, wenn ab 2035 keine
>>> Verbrennerautos mehr neu zugelassen werden.
>> 
>> Mich auch nicht, hab jetzt schon keins. Und die Autoindustrie auch
>> nicht, die hat eh schon verkündet, nicht bis 2035 zu warten sondern
>> schon vorher keine mehr (hier) zu verkaufen. Und die Zulieferer? Da
>> sieht es traurig aus:
>> 
>> https://www.handelsblatt.com/unternehmen/zulieferer-rekordauftrag-fuer-elektroantriebe-autozulieferer-zf-gleicht-verbrenner-wegfall-mehr-als-aus/28569990.html
>> 
>> für die Petrolheads.
>> 
>
> Schön zu lesen, dass unsere kompetenten und gut geführten Firmen kein
> One Trick Pony sind.  Hätte mich bei den schwäbischen Tüftlern auch
> gewundert. Die können alles.  Außer Hochdeutsch.

Die sind alle keine kompletten Idioten und sie lassen sich auch nicht
alle von Tesla verfrühstücken. Hier nicht und anderswo auch
nicht. Hyundai (Kia, Genesis), Mercedes, BMW, Ford haben ja durchaus
auch E-Autos, die nicht schlechter sind. Der Fiat 500e war dieses Jahr
der Verkaufsknüller in D. Und wo ist eigentlich der Cybertruck? Der F150
Lightning wird verkauft. GM hat auch sowas. Von den Chinesen ganz zu
schweigen. BYD ist der größte E-Auto Hersteller der Welt. Die Industrie
stellt sich gerade um. Ein paar werden davon profitieren, ein paar
werden verschwinden. Das ist halt Wirtschaft.


-- 
"Die Abwesenheit von Evidenz zur Wirksamkeit ist keine Evidenz für die
Abwesenheit von Wirksamkeit."
 - Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen.

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#572716

FromFidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de>
Date2022-10-29 20:48 -0400
Message-ID<tjkhkn$3ph2f$1@dont-email.me>
In reply to#572640
Salve allerseits,

Dr. Joachim Neudert schrieb:
>
> Schön zu lesen, dass unsere kompetenten und gut geführten Firmen kein
> One Trick Pony sind. Hätte mich bei den schwäbischen Tüftlern auch
> gewundert. Die können alles. Außer Hochdeutsch.
>
+--- <hier abknabbern> ---
| Glaubt man den Schlagzeilen, ist der Globalisierung der Atem
| ausgegangen. Der Warenhandel geht seit der Finanzkrise von 2008 zurück.
| Lieferketten haben sich seit der Corona-Pandemie und dem Krieg in der
| Ukraine als brüchig erwiesen. Und um die Pole Moskau, Peking und
| Washington bilden sich neue Blöcke, die Erinnerungen an den Kalten Krieg
| wachrufen. Aber die Debatte um die Deglobalisierung spiegelt oft nur den
| Zeitgeist. Es werden Begriffe und Erklärungsebenen vermischt, was die
| Sicht auf die fundamentalen Treiber der Globalisierung erschwert.
|
| *Zwei Dimensionen*
|
| Rein ökonomisch kann man Globalisierung als Integration nationaler
| Volkswirtschaften und damit als Vertiefung des grenzüberschreitenden
| Verkehrs von Waren, Dienstleistungen, Kapital und Arbeit begreifen. Nach
| 1989 wurden Länder mit unterschiedlichen Entwicklungsstufen in die
| Weltwirtschaft integriert, was einen Wachstumsschub und über die Zeit
| den Abbau von Einkommensunterschieden (Konvergenz) bewirkte. Nach
| Schätzungen der Weltbank haben davon vor allem Schwellenländer
| profitiert. Allein in Asien fiel die Zahl der Ärmsten zwischen 1990 und
| 2018 von 1,9 Milliarden auf 650 Millionen Menschen. Das Wachstum war,
| zum Teil begünstigt durch die Globalisierung, ein wirkungsvolles
| Instrument zur Armutsbekämpfung.
|
| Darüber hinaus hat die Globalisierung politische, soziale und moralische
| Dimensionen. Politiker sprechen gerne vom «Wandel durch Handel» und von
| «konstruktiven Engagements», die – wie Montesquieu vor 300 Jahren
| schrieb – als «Heilmittel gegen Eifersucht, Krieg und Armut» wirken
| würden. So weckte man die Erwartung, die wirtschaftliche Integration
| werde zu einer Konvergenz der Systeme führen. Als im Jahr 2000 China der
| Welthandelsorganisation (WTO) beitrat, herrschte der Glaube, Peking
| werde am Ende auch marktwirtschaftliche Normen und eine politische
| Ordnung westlicher Prägung unter den Leitideen von Freiheit, Gleichheit
| und Demokratie übernehmen. Fukuyamas These vom «Ende der Geschichte» und
| damit der Traum der globalen Friedensgemeinschaft schienen sich
| schneller als erwartet zu verwirklichen.
|
| Damit wurde die Globalisierung als ein Prozess verstanden, der nicht nur
| auf ein wirtschaftliches Fundament reduziert werden durfte. Und man
| traute den nach dem Zweiten Weltkrieg errichteten multilateralen
| Institutionen zu, dass sie die liberale Wirtschaftsordnung, gestützt auf
| das Recht des Westens («rule of law») und vertraglich vereinbarte Regeln
| der Streitschlichtung, garantieren würden.
|
| *Die grosse Ernüchterung*
|
| Mit Russlands Einmarsch in die Ukraine ist dieser Traum geplatzt. Zu
| kurz greift jedoch, wer die Ernüchterung nur angesichts der jüngsten
| Entwicklungen begreifen will. Heather Berry (George Washington
| University) und ihre Co-Autoren haben vielmehr gezeigt, dass von
| politischer Konvergenz nie die Rede sein konnte. Im Verlauf der letzten
| 50 Jahre sind die Länder nicht zusammengerückt, sondern
| auseinandergedriftet. Der Glaube an eine universale, liberale
| Weltordnung war immer eine Fiktion. Er wird heute von weniger Ländern
| geteilt als nach dem Ende des Kalten Kriegs. Im Westen scheint man gar
| das Vertrauen in die Demokratie zu verlieren, hat doch die NGO Freedom
| House unlängst eine «tiefergehende Rezession der Demokratie» sowie eine
| wachsende Anzahl autoritärer Regime diagnostiziert.
|
| Auch der ökonomischen Globalisierung sind Feinde erwachsen. Vor allem
| die Linke meint zu wissen, der neoliberalen Hyperglobalisierung sei die
| Kontrolle über den Waren- und Kapitalverkehr völlig entglitten. Der
| entfesselte Kapitalismus sei schuld an der Einkommensungleichheit
| zwischen Nord und Süd, am Raubbau der Natur und am Klimawandel.
|
| Das schiebt die Kritik an der Globalisierung auf eine ideologische
| Ebene. Geprügelt wird nicht mehr der Esel Handelsverkehr, sondern der
| Sack Neoliberalismus, charakterisiert als ein Programm mit
| Steuersenkungen, Deregulierung, Privatisierung und dem Abbau von
| Sozialleistungen. Aber der so plakatierte Neoliberalismus ist ein
| Strohmann. Er entspricht nicht der Realität der kapitalistischen
| Mischwirtschaft.
|
| So kletterte etwa zwischen 2001 und 2020 der Anteil der Staatsausgaben
| am Bruttoinlandprodukt (BIP) in den Ländern der G-7 um 11 Prozentpunkte
| auf 48 Prozent. Und das ist ein erst noch unvollständiger Indikator,
| betragen doch allein die expliziten und impliziten Verpflichtungen des
| US-Zentralstaates mehr als 600 Prozent des BIP. Das sind potenzielle
| Ansprüche an den Staat, die im Ernstfall schnell fällig würden. Dagegen
| ist die US-Netto-Schuldenquote von 100 Prozent geradezu beschönigend
| gering und vermittelt ein falsches Bild über den tatsächlichen Einfluss
| des Staates.
|
| Diese Indikatoren unterstreichen die Notwendigkeit einer
| differenzierenden Analyse. Obwohl in den vergangenen Jahren einige
| Aktivitäten zurückgebunden wurden, hat sich der Staat anderswo umso
| freudiger und zum Teil unter dem Radarschirm der offen ausgewiesenen
| Staatsrechnung engagiert. Von einem neoliberalen Exzess kann keine Rede
| sein.
|
| *Der Strukturwandel geht weiter*
|
| War die weltumspannende Friedensgemeinschaft eine Schimäre, so trifft
| das für die ökonomische Globalisierung nicht zu. Wer nur auf den
| rückläufigen Warenhandel blickt, macht sich die Sache laut Richard
| Baldwin (Universitäten Genf und Lausanne) etwas einfach. Das
| vernachlässigt nämlich die Rolle des Dienstleistungssektors.
| Fortschritte in der Informationstechnologie haben nach 1990 ermöglicht,
| Fabriken ausserhalb der Industrieländer ohne Qualitätseinbussen am
| Fertigprodukt aufzubauen. Halb- und Zwischenfabrikate wurden an Orte mit
| den günstigsten Lohnkosten verlegt. Stichworte dazu sind Offshoring und
| globale Lieferketten, begleitet von einem rasanten Wachstum der dazu
| nötigen Dienstleistungen. Baldwin fand, dass der Warenhandel zwischen
| 1990 und 2020 um 506 Prozent wuchs, während die «anderen kommerziellen
| Dienstleistungen» – zugegebenermassen von einem geringen Niveau aus – um
| 1150 Prozent kletterten.
|
| Baldwin spricht mit Blick auf diese strukturelle Veränderung von
| Entflechtungswellen, die man erstmals während der Industrialisierung im
| frühen 19. Jahrhundert beobachtet habe. Die Treiber dieser Wellen waren
| der technische Fortschritt (von der Dampfmaschine über den Elektro- und
| den Benzinmotor bis hin zur Informationstechnologie und zur künstlichen
| Intelligenz) und das Streben der Unternehmen nach Arbitrage.
|
| David Ricardo hat dazu im frühen 19. Jahrhundert die Theorie der
| komparativen Kostenvorteile entwickelt. Die Realität ist heute mit der
| Bündelung von Technologien und billigen, aber dennoch qualifizierten
| Arbeitskräften anders als vor 200 Jahren. Am Ende bleibt jedoch, dass
| die ökonomische Globalisierung langfristig durch den technischen
| Fortschritt und das unternehmerische Streben nach Arbitrage bestimmt
| wird. Der Vorwurf von neoliberalen Exzessen hat auch in diesem
| Erklärungsmuster nichts zu suchen.
|
| *Vor der dritten Globalisierungswelle*
|
| Nach Baldwin stehen wir nun am Beginn der dritten Entbündelungswelle.
| Sie wird eine Verlagerung vom Handel mit Gütern hin zum Handel mit
| Dienstleistungen bringen. Die Kehrseite ist allerdings eine schleichende
| Deindustrialisierung in den entwickelten Ländern. Nun ist der Verlust
| von Arbeitsplätzen in der Industrie auch eine Folge des weit
| bedeutenderen technischen Fortschritts. Gleichwohl fand eine Studie des
| Peterson Institute of International Finance, dass zwischen den Jahren
| 2000 und 2015 rund 2 Millionen Arbeitsplätze in den USA unter dem Druck
| der chinesischen Konkurrenz verlorengingen. In der gleichen Zeit wuchs
| jedoch die Zahl der Beschäftigten in den USA um 13,6 Millionen auf 150,1
| Millionen.
|
| Der Druck der Globalisierung auf die Werkplätze war also nicht so stark,
| wie dies Politiker rechter und linker Prägung stets behaupten. Das
| Problem ist vielmehr, dass die Gewinne und Verluste von Arbeitsplätzen
| aufgrund der Globalisierung und des technischen Fortschritts ungleich
| verteilt und lokal konzentriert sind. Kaum zu bestreiten ist auch, dass
| zu wenig getan wurde, um den Verlierern zu helfen, neue Stellen zu
| finden. Das hat Ressentiments unter den betroffenen Bürgern ausgelöst,
| die sich an den Wahl- und Abstimmungsurnen rächten, wie dies die
| Resultate von Abstimmungen (Brexit 2016) und Wahlen (Trump 2016) zu
| einem grossen Teil belegen.
|
| *Wie weiter*?
|
| Der Behauptung zum Trotz, das nachneoliberale Zeitalter der
| Deglobalisierung sei angebrochen, wird die ökonomische Globalisierung
| weitergehen. Nachrichten über deren Niedergang sind falsch. Der Handel
| ist kein Luxusgut, sondern eine Notwendigkeit. Man darf sich durch
| Rückschläge nicht beirren lassen. Pandemien und Kriege dauern nicht
| ewig, und die Politik kann die ökonomische Schwerkraft auf die Dauer
| nicht aushebeln. Der Handel mit Gütern und Dienstleistungen in einer
| vernetzten Weltwirtschaft wird weiterhin ein Wachstumsmotor sein und so
| die Prosperität künftiger Generationen sichern. Aber man muss mit
| tiefgreifenden Strukturveränderungen rechnen, die das Schicksal der
| betroffenen Bürger massiv tangieren werden.
|
| Die Politik scheint allerdings den Kopf in den Sand zu stecken.
| Präsident Trumps Protektionismus blüht auch unter seinem Nachfolger.
| «Alles in der ganzen Produktionskette, vom Anfang bis zum Ende, muss in
| Amerika hergestellt werden», sagte Joe Biden unlängst. Und Xi Jinping
| redete ebenfalls Klartext. «Die Reisschüssel der Chinesen muss mit
| chinesischen Körnern gefüllt sein», lautet die Devise in Peking. Beide
| holen so den Merkantilismus aus der Mottenkiste. Handel ist gut, aber
| nur solange er Vollbeschäftigung und Exportüberschüsse garantiert und
| den jeweiligen strategischen Interessen dient.
|
| *Den Spielraum nutzen*
|
| Auf einer anderen Ebene stehen Plädoyers für einen Kapitalismus mit
| menschlichem Antlitz. Sie gründen zu einem grossen Teil auf den
| Schalmeienklängen einer progressiven Globalisierung und den Versprechen
| einer besseren internationalen Politikkoordination. In der Tat sind
| zahlreiche multilaterale Institutionen, allen voran die Uno, entweder
| politisch paralysiert oder dysfunktional. Der Trend läuft jedoch gegen
| globale, multilaterale Abkommen und hin zu multipolar verankerten
| Blöcken mit unterschiedlichen Rechtsnormen und vertraglichen
| Verpflichtungen. Das wird zur Herausforderung gerade auch für kleinere
| Länder wie die Schweiz, die sich bisher auf die Rechtssicherheit unter
| dem Schutz multilateraler Abkommen (etwa im Rahmen der WTO) verlassen
haben.
|
| In einer optimistischen Perspektive könnte diese multipolare Ordnung den
| Wettbewerb der Systeme begünstigen. Das wäre dem Einheitsbrei unter
| einer diffusen und letztlich illusionären Global Governance überlegen.
| Dafür müsste jedoch eine intelligente Politik unter Beibehaltung und
| womöglich gar Stärkung der Souveränität entwickelt werden.
+--- </hier abknabbern> ---

©<https://www.nzz.ch/pro-global/ist-die-globalisierung-am-ende-kritiker-behaupten-es-doch-die-fakten-sprechen-dagegen-ld.1708277>

	M.f.G.

-- 
Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie
wird praktisch nie gelesen.  Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur
etwas komisch... ;-)

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#572643

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2022-10-29 13:14 +0200
Message-ID<tjj1uo$3cob5$1@dont-email.me>
In reply to#572631
Am 29.10.2022 um 12:10 schrieb Andreas Bockelmann:
> Auch juckt es mich nicht, wenn ab 2035 keine Verbrennerautos 
> mehr neu zugelassen werden. Cargold präsentierte kürzlich auf Youtube 
> einen 1970er Benz /8 220D mit Orifginal 550km auf der Uhr. Okay, eine 
> Ringeltaube, aber realisitisch: 2034 noch mal einen Neuwagen zulassen, 
> der wird dann so alt wie mein Cabriolet, dann bin ich 98 und lasse mich 
> fahren :-)

Autsch autsch, da wäre ich mir noch gar nicht so sicher. Die Karren 
werden immer mehr und dann vollständig von irgendwelchen Cloud-Services 
abhängig sein, je älter umso weniger mit irgendwelchen Updates versorgt 
werden, dadurch mit zunehmendem Alter immer eingeschränkter nutzbar 
sein. Bis dann irgendwer auch dem letzten Server den Stecker zieht.

Das autarke Auto, welches notfalls auch mit Bordmitteln repariert werden 
kann, ist doch heute schon eher die Seltenheit.

Um von politischen Entscheidungen gar nicht zu reden.
-- 
"Das Problem ist nicht, dass eine relativ kleine Gruppe von Verrückten 
behauptet, dass zwei plus zwei fünf ergibt, dass es zwölf verschiedene 
Geschlechter gibt oder dass man bei der Energieversorgung die Gesetze 
der Thermodynamik ignorieren kann. Das Problem ist, daß sich die große 
Gruppe der Normalos künstlich dumm stellt und den selben Quatsch 
behauptet, weil sie von den Verrückten nicht als verrückt bezeichnet 
werden wollen."
                  --Vince Ebert

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#572644

FromHermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de>
Date2022-10-29 13:15 +0200
Message-ID<js4gaqF5tt4U1@mid.individual.net>
In reply to#572631
Am 29.10.22 um 12:10 schrieb Andreas Bockelmann:

> Ich schreib ja schon mehrmals: Mein Job ist mir bis zur Rente sicher, 
> wenn die Industrie hier abwandert, sieht es für manche Mitmenschen 
> anders aus.

Wenn Du dann allerdings dann keine Rente bekommst
weil niemand dafür einzahlt ..

> Auch juckt es mich nicht, wenn ab 2035 keine Verbrennerautos 
> mehr neu zugelassen werden. Cargold präsentierte kürzlich auf Youtube 
> einen 1970er Benz /8 220D mit Original 550km auf der Uhr. Okay, eine 
> Ringeltaube, aber realistisch: 2034 noch mal einen Neuwagen zulassen, 
> der wird dann so alt wie mein Cabriolet 
Und 2036 mit Fahrverbot belegt.

 > dann bin ich 98

Unter der Erde, wegen Klimaerwärmung bedingter Hitze?

https://www.quarks.de/umwelt/klimawandel/so-veraendert-sich-das-klima-in-deiner-region/

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#572654

FromAndreas Bockelmann <xotzil@gmx.de>
Date2022-10-29 13:33 +0200
Message-ID<tjja2s.2a8.1@wxp-nb-pm.local>
In reply to#572644
Hermann Riemann schrieb:
> Am 29.10.22 um 12:10 schrieb Andreas Bockelmann:
> 
>> Ich schreib ja schon mehrmals: Mein Job ist mir bis zur Rente sicher, wenn 
>> die Industrie hier abwandert, sieht es für manche Mitmenschen anders aus.
> 
> Wenn Du dann allerdings dann keine Rente bekommst
> weil niemand dafür einzahlt ..

Ich habe mal bei der Rentenversicherung den Onlinerechner angeschmissen. 
Wenn ich freiwillig für dieses Jahr pro Monat 1000 Euro einzahle, wird mir 
die RV diesen Betrag in 16,7 Jahren monatlich gestottert zurückzahlen. Lasse 
mich überlegen: 67+16,7 = 83,7. Mein Vater ist mit 81 verstorben, schlechter 
Deal.

Und wer zahlt für mich ein, wenn wir die Neuzustände ab 2022 nicht hätten? 
Die Totalversager, die gerade von Hartz-iV oder Schüler-BAGöG leben? Vergiss 
es.

>  > dann bin ich 98
> 
> Unter der Erde, wegen Klimaerwärmung bedingter Hitze?

JA, man muss nur ganz fest dran glauben...

-- 
  Mit freundlichen Grüßen
    Andreas Bockelmann

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#572659

FromUlf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de>
Date2022-10-29 04:46 -0700
Message-ID<e5036b31-5f56-4c1b-81e9-95fb862a2c39n@googlegroups.com>
In reply to#572654
Adsche Schnockelmann schrieb am Samstag, 29. Oktober 2022 um 13:34:25 UTC+2:

> Die Totalversager, die gerade von [...] Schüler-BAGöG leben?

Ja, allgemeinbildende Schulausbildung ab Klasse 10 für
Leute, denen das nicht anders, etwa durch ihre Eltern,
finanziert werden kann, ist ganz was Schlimmes.

Geht klar.

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#572660

FromDietz Proepper <dietz-usenet@rotfl.franken.de>
Date2022-10-29 13:53 +0200
Message-ID<20221029135317.79c6ba7f.dietz-usenet@rotfl.franken.de>
In reply to#572659
Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> wrote:

> Adsche Schnockelmann schrieb am Samstag, 29. Oktober 2022 um 13:34:25
> UTC+2:
> 
> > Die Totalversager, die gerade von [...] Schüler-BAGöG leben?  
> 
> Ja, allgemeinbildende Schulausbildung ab Klasse 10 für
> Leute, denen das nicht anders, etwa durch ihre Eltern,
> finanziert werden kann, ist ganz was Schlimmes.

Weißt doch, der Bockelmann hat sich alles selber erarbeitet. Jeden
einzelnen Fitzel. Nicht mal Muttermilch hat der abbekommen.

-- 
 SIC SEMPER
+--|=======>
  TYRANNIS

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#572661

FromMichael Pachta <mipani@gmx.de>
Date2022-10-29 14:29 +0200
Message-ID<js4kkoF5sbjU1@mid.individual.net>
In reply to#572654
Am 29.10.2022 um 13:33 schrieb Andreas Bockelmann:
> Ich habe mal bei der Rentenversicherung den Onlinerechner angeschmissen. 
> Wenn ich freiwillig für dieses Jahr pro Monat 1000 Euro einzahle, wird mir 
> die RV diesen Betrag in 16,7 Jahren monatlich gestottert zurückzahlen. Lasse 
> mich überlegen: 67+16,7 = 83,7. Mein Vater ist mit 81 verstorben, schlechter 
> Deal.

Wenn es danach geht, brauche ich erst gar nicht darüber nachdenken. Ich
bin 55, mein Vater starb mit 58, meine Mutter mit 59.

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#572710

FromMartin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de>
Date2022-10-30 00:03 +0200
Message-ID<cp7rlhtk8sjcng2mbvqfh1lb648qntvibd@4ax.com>
In reply to#572654
Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> schrieb:

> Ich habe mal bei der Rentenversicherung den Onlinerechner angeschmissen. 
> Wenn ich freiwillig für dieses Jahr pro Monat 1000 Euro einzahle, wird mir 
> die RV diesen Betrag in 16,7 Jahren monatlich gestottert zurückzahlen. Lasse 
> mich überlegen: 67+16,7 = 83,7. Mein Vater ist mit 81 verstorben, schlechter 
> Deal.

Wenn Du früher stirbst, schlechter Deal. 
Wenn Du später stirbst, guter Deal. 

Dazu kommt ein Steuereffekt.
Dazu kommt, daß diese "Anlage" eine Art Inflationsschutz hat. 
Dazu kommt der Krankenkassenzuschuß von etwa 8%, das heißt: Du kannst
alle Auszahlungen mit 1,08 multiplizieren. 

Wenn eines Sonderzahlung an die Deutsche Rentenversicherung ins Konzept
paßt, kann man das schon machen. Ich denke gerade ziemlich heftig
darüber nach. Sonderzahlungen an die DRV sind in meinem Fall deutlich
besser als Sonderzahlungen an meine berufsständische Altersversorgung
sind Sonderzahlun 

Gegenüber kommerziellen Rentenversicherungen steht die staatliche Rente
auch nicht schlecht da (unter anderem deswegen, weil sie nennenswert
Staatszuschuß bekommt, im Gegensatz zu privaten Rentenversicherungen). 

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#572652

FromMartin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de>
Date2022-10-29 13:33 +0200
Message-ID<7r3qlht4m6n1knla1cdj7j5sfegolt5brn@4ax.com>
In reply to#572612
Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> schrieb:

><https://www.focus.de/finanzen/news/basf-investiert-in-china-wenn-deutschland-nicht-gegensteuert-flieht-die-industrie-ins-ausland_id_172633199.html>

> "Die Zahlen sind bedrohlich: Fast jedes fünfte Unternehmen will 
> energieintensive Geschäftsfelder in Deutschland aufgeben. Auch BASF gehört 
> dazu. Der Chemiekonzern will in China an seinen Investitionsplänen 
> festhalten. Die Forderungen werden lauter, dass die Ampel handeln muss."

> Ach, ich vergaß, "Energie ist viel zu billig".

Das ist sie. 

Wenn ich Dich mal an meine Frage vom 24.10. erinnern dürfte, die Du
bisher noch nicht beantwortet hast: Was ich Deines Erachtens denn ein
angemessener Preis für Energie? 

Gerade habe ich einen Artikel über die BASF gelesen, in der berichtet
wird, daß die Firma die Prozeßwärme für bestimmte Herstellungsschritte
nicht mehr per direkter Heizung erzeugen will, sondern über Wärmepumpen.
Jeder weiß, daß das deutlich weniger Energie kostet als eine direkte
Wärmeerzeugung, auch weiß man, daß die BASF den Rhein vor ihrer Haustür
dringend als Kühlwasserspender braucht. Da springt einem eine
Kreislaufwirtschaft doch unmittelbar ins Auge: Man pumpt mit deutlich
geringerem Energieeinsatz die Wärme dort weg, wo man sie ohnehin
weghaben will und an Stellen hin, wo man sonst eine Heizung bräuchte. 

Wer weiß? Vielleicht verschieben die gegenüber z.B. dem letzten Jahr nun
höheren Energiepreise die Kalkulation so, daß sie einen Innovationsschub
auslöst? 

PS: Das wirtschaftliche Wohlergehen der BASF liegt mir sehr am Herzen.

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#572679

FromAndreas Bockelmann <xotzil@gmx.de>
Date2022-10-29 16:34 +0200
Message-ID<tjjkn1.12g.1@wxp-nb-pm.local>
In reply to#572652
Martin Gerdes schrieb:
> Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> schrieb:
> 
>> <https://www.focus.de/finanzen/news/basf-investiert-in-china-wenn-deutschland-nicht-gegensteuert-flieht-die-industrie-ins-ausland_id_172633199.html>
> 
>> "Die Zahlen sind bedrohlich: Fast jedes fünfte Unternehmen will
>> energieintensive Geschäftsfelder in Deutschland aufgeben. Auch BASF gehört
>> dazu. Der Chemiekonzern will in China an seinen Investitionsplänen
>> festhalten. Die Forderungen werden lauter, dass die Ampel handeln muss."
> 
>> Ach, ich vergaß, "Energie ist viel zu billig".
> 
> Das ist sie.
> 
> Wenn ich Dich mal an meine Frage vom 24.10. erinnern dürfte, die Du
> bisher noch nicht beantwortet hast: Was ich Deines Erachtens denn ein
> angemessener Preis für Energie?

Ein angemessener Preis für Energie ist derjenige, der sich auf Grundlage 
einer kaufmännischen Kalkulation aus den Entstehungskosten ergibt. Selbst 
eine angemessene Steuer auf diese Energie war noch verkraftbar. Das Video 
von Gloria in Berlin.tv hast Du gesehen. Wir fahren gerade die gesamte 
Industrielandschaft in Deutschland an die Wand und erleben eine reale 
Preissteigerung von rund 20%, die sich aber aufgrund der wahnsinnigen 
Energiekosten nicht in den Lohntüten der Arbeiter wiederspiegelt.



> Gerade habe ich einen Artikel über die BASF gelesen, in der berichtet
> wird, daß die Firma die Prozeßwärme für bestimmte Herstellungsschritte
> nicht mehr per direkter Heizung erzeugen will, sondern über Wärmepumpen.
> Jeder weiß, daß das deutlich weniger Energie kostet als eine direkte
> Wärmeerzeugung, auch weiß man, daß die BASF den Rhein vor ihrer Haustür
> dringend als Kühlwasserspender braucht. 

Hast Du denn auch gelesen um welche Energiemengen es bei dieser 
Wärmerückgewinnugn geht und wie hoch dieser Anteil am Gesamtenergiebedarf 
der BASF ist? Ich vermute hier den berühmte Tropfen auf dem heißen Stein.



-- 
  Mit freundlichen Grüßen
    Andreas Bockelmann

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#572686

FromUlf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de>
Date2022-10-29 08:15 -0700
Message-ID<e06b4e7b-8fb6-471c-9159-6eba8b1ddcd6n@googlegroups.com>
In reply to#572679
Adsche Schnockelmann schrieb am Samstag, 29. Oktober 2022 um 16:35:59 UTC+2:
> [...] Gerdes schrieb: 

> > Wenn ich Dich mal an meine Frage vom 24.10. erinnern dürfte, die Du 
> > bisher noch nicht beantwortet hast: Was ich Deines Erachtens denn ein 
> > angemessener Preis für Energie? 
> 
> Ein angemessener Preis für Energie ist derjenige, der sich auf Grundlage 
> einer kaufmännischen Kalkulation aus den Entstehungskosten ergibt. Selbst 
> eine angemessene Steuer auf diese Energie war noch verkraftbar

Du bist ein Feind unternehmerischen Gewinns?

War mir jetzt neu.

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#572709

FromMartin Gerdes <martin.gerdes@gmx.de>
Date2022-10-30 00:03 +0200
Message-ID<rn7rlhdlmnnidti993647q9isg44k0b8mh@4ax.com>
In reply to#572679
Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> schrieb:

>>> <https://www.focus.de/finanzen/news/basf-investiert-in-china-wenn-deutschland-nicht-gegensteuert-flieht-die-industrie-ins-ausland_id_172633199.html>
 
>>> Ach, ich vergaß, "Energie ist viel zu billig".
 
>> Das ist sie.
 
>> Wenn ich Dich mal an meine Frage vom 24.10. erinnern dürfte, die Du
>> bisher noch nicht beantwortet hast: Was ich Deines Erachtens denn ein
>> angemessener Preis für Energie?

> Ein angemessener Preis für Energie ist derjenige, der sich auf Grundlage 
> einer kaufmännischen Kalkulation aus den Entstehungskosten ergibt. 

Ein solcher Allgemeinplatz bringt uns hier allerdings nicht weiter, ganz
abgesehen davon, daß in einer Knappheitssituation nicht danach gefragt
wird, ob der Lieferant zum Wunschpreis liefert, sondern man vermutlich
nicht umhinkommt, dem Lieferanten den Preis zu zahlen, den er verlangt. 

Die Frage, ob die Ware Energie objektiv zu billig oder zu teuer ist,
beantwortet das aber nicht. 


> Selbst eine angemessene Steuer auf diese Energie war noch verkraftbar. 

> Wir fahren gerade die gesamte Industrielandschaft in Deutschland an die 
> Wand und erleben eine reale Preissteigerung von rund 20%, die sich 
> aber aufgrund der wahnsinnigen Energiekosten nicht in den Lohntüten 
> der Arbeiter widerspiegelt.

Wir werden alle sterben. Reine Zeitfrage.


>> Gerade habe ich einen Artikel über die BASF gelesen, in der berichtet
>> wird, daß die Firma die Prozeßwärme für bestimmte Herstellungsschritte
>> nicht mehr per direkter Heizung erzeugen will, sondern über Wärmepumpen.
>> Jeder weiß, daß das deutlich weniger Energie kostet als eine direkte
>> Wärmeerzeugung, auch weiß man, daß die BASF den Rhein vor ihrer Haustür
>> dringend als Kühlwasserspender braucht. 

> Hast Du denn auch gelesen um welche Energiemengen es bei dieser 
> Wärmerückgewinnung geht und wie hoch dieser Anteil am Gesamtenergiebedarf 
> der BASF ist? Ich vermute hier den berühmte Tropfen auf dem heißen Stein.

Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt. 

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#572790

FromFrank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net>
Date2022-10-29 17:25 +0200
Message-ID<1u4ltm8vjkd9y.rcf3yfvwrxh8$.dlg@40tude.net>
In reply to#572709
Am Sun, 30 Oct 2022 00:03:20 +0200 schrieb Martin Gerdes:

> Wir werden alle sterben. Reine Zeitfrage.

John Maynard Keynes: "In the long run we are all dead".

Grüße,

Frank (aus seinem BWL-Studium zitierend)

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#572711

FromMartin Ebert <mx300@gmx.net>
Date2022-10-30 00:03 +0200
Message-ID<tjk7vj$3mdcn$5@dont-email.me>
In reply to#572679
Am 29.10.22 um 16:34 schrieb Andreas Bockelmann:

> Wir fahren gerade die gesamte Industrielandschaft in Deutschland an
> die Wand

Ja. Mal verlieren wir an die Tigerstaaten, mal an Polen,
mal an Ungarn, dann an Weißrussland und die Ukraine.
China, China nicht vergessen!

Also ich kenne das seit 1990, warte - noch früher. Schon
in der DDR wurde mir erzählt, dass der Kapitalismus und
der Westen bald vorüber sind.

Was ist real?
Eine der größten Volkswirtschaften der Welt. Alle Krisen
ab 1990 besser überstanden als unsere Nachbarn. Faktische
Vollbeschäftigung, viele Stellen können nicht besetzt
werden.

Ich weiß schon, was gleich kommt: Aberaberaber in Zukunft!

Ich kenn' den Text.

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