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Groups > ger.ct > #518033 > unrolled thread

Hochsicherheits-Android

Started byDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
First post2021-09-12 07:26 +0000
Last post2021-09-13 10:52 +0200
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Contents

  Hochsicherheits-Android Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2021-09-12 07:26 +0000
    Re: Hochsicherheits-Android Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2021-09-12 10:09 +0200
    Re: Hochsicherheits-Android Frank Klingenhoefer <frank.private@t-online.de> - 2021-09-12 14:13 +0000
      Re: Hochsicherheits-Android Frank Klingenhoefer <frank.private@t-online.de> - 2021-09-13 12:50 +0000
    Re: Hochsicherheits-Android Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2021-09-12 18:09 +0200
      Re: Hochsicherheits-Android Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2021-09-13 06:48 +0200
        Re: Hochsicherheits-Android Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2021-09-13 09:06 +0200
          Re: Hochsicherheits-Android Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> - 2021-09-13 07:38 +0000
            Re: Hochsicherheits-Android Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2021-09-13 10:10 +0200
              Re: Hochsicherheits-Android Lars Gebauer <lgebauer@live.de> - 2021-09-13 10:52 +0200

#518033 — Hochsicherheits-Android

FromDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
Date2021-09-12 07:26 +0000
SubjectHochsicherheits-Android
Message-ID<shka2l$hls$1@solani.org>
Bekanntlich kann man nur mit Androiden die modifiziert sind wirklich
vertraulich kommunizieren.

Das hier hat schon mal sehr gut geklappt:

https://www.theguardian.com/australia-news/2021/sep/11/inside-story-most-daring-surveillance-sting-in-history?CMP=Share_iOSApp_Other

Almost 10,000 users around the world had agreed to pay, not for the phone
so much as for a specific application installed on it. Opening the phone’s
calculator allowed users to enter a sum that functioned as a kind of
numeric open sesame to launch a secret messaging application. The people
selling the phone claimed that An0m was the most secure messaging service
in the world. Not only was every message encrypted so that it could not be
read by a digital eavesdropper, it could be received only by another An0m
phone user, forming a closed loop system entirely separate from the
information speedways along which most text messages travel. 


Der Vertrieb und Betrieb erfolgte halt durch die Australian Federal Police.

Nice...
-- 
please forgive my iPhone typos

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#518037

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2021-09-12 10:09 +0200
Message-ID<iq5qtlF136fU1@mid.individual.net>
In reply to#518033
Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> writes:

> Bekanntlich kann man nur mit Androiden die modifiziert sind wirklich
> vertraulich kommunizieren.
>
> Das hier hat schon mal sehr gut geklappt:
>
> https://www.theguardian.com/australia-news/2021/sep/11/inside-story-most-daring-surveillance-sting-in-history?CMP=Share_iOSApp_Other
>
> Almost 10,000 users around the world had agreed to pay, not for the
> phone so much as for a specific application installed on it. Opening
> the phone’

Tja, die hatten halt von Jeff Bezos iPhone gehört und berechtigterweise
gedacht, sie sollten besser was anderes ausprobieren.

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#518140

FromFrank Klingenhoefer <frank.private@t-online.de>
Date2021-09-12 14:13 +0000
Message-ID<vge11i-7vh.ln1@user-304389.user.individual.de>
In reply to#518033
Michael Bode wrote:
[...]
> Die Kunden haben den klassischen Fehler gemacht, sich auf das
> Herstellerversprechen eines Closed Source Herstellers zu verlassen. Wer
> will ihnen das verdenken, das machen hunderte Millionen unbedarfte User
> weltweit.

Da kommt wenigstens alles einer Hand: Hardware, Betriebssystem und
Spyware.

Frank

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#518328

FromFrank Klingenhoefer <frank.private@t-online.de>
Date2021-09-13 12:50 +0000
Message-ID<h2u31i-ibi.ln1@user-304389.user.individual.de>
In reply to#518140
Dietz Proepper wrote:
[...]
>> Da kommt wenigstens alles einer Hand: Hardware, Betriebssystem und
>> Spyware.
>
> Apple? *duck*

Ja, aber nicht nur. (Letztere bekommen aber das Paket meist zu einem
günstigeren Preis.)

Frank

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#518162

FromGerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de>
Date2021-09-12 18:09 +0200
Message-ID<shl8nf$9mr$5@news.bawue.net>
In reply to#518033
On 9/12/21 4:02 PM, Michael Bode wrote:
> Bernd Ohm <invalid@invalid.invalid> writes:
> 
>> Am 12.09.2021 um 09:26 schrieb Dr. Joachim Neudert:
>>
>>>
>> https://www.theguardian.com/australia-news/2021/sep/11/inside-story-most-daring-surveillance-sting-in-history?CMP=Share_iOSApp_Other
>>
>> Schön erklärt.
>> Sehr interessant auch die "Problemlösung" zur Umgehung
>> "lästiger" Gesetze, die die Zusammenführung der gesammelten
>> Daten und des erforderlichen Schlüssels in den meisten Staaten
>> verhinderten.
>>
>> Es war übrigens kein ANDROID sondern ein OS namens "ArcaneOS"
>> welches wohl ursprünglich vom BlackBerry kam.
> 
> Die Kunden haben den klassischen Fehler gemacht, sich auf das
> Herstellerversprechen eines Closed Source Herstellers zu verlassen. Wer
> will ihnen das verdenken, das machen hunderte Millionen unbedarfte User
> weltweit.

Wieviele der Kunden könnten den Source verifizieren wenn sie ihn hätten? 
Aus der Zielgruppe in diesem Fall ziemlich sicher keiner.

  Gerrit

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#518230

FromGerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de>
Date2021-09-13 06:48 +0200
Message-ID<shml7m$sh6$1@news.bawue.net>
In reply to#518162
On 9/12/21 10:22 PM, Michael Bode wrote:
> Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> writes:
> 
>> On 9/12/21 4:02 PM, Michael Bode wrote:
>>> Bernd Ohm <invalid@invalid.invalid> writes:
>>>
>>>> Am 12.09.2021 um 09:26 schrieb Dr. Joachim Neudert:
>>>>
>>>>>
>>>> https://www.theguardian.com/australia-news/2021/sep/11/inside-story-most-daring-surveillance-sting-in-history?CMP=Share_iOSApp_Other
>>>>
>>>> Schön erklärt.
>>>> Sehr interessant auch die "Problemlösung" zur Umgehung
>>>> "lästiger" Gesetze, die die Zusammenführung der gesammelten
>>>> Daten und des erforderlichen Schlüssels in den meisten Staaten
>>>> verhinderten.
>>>>
>>>> Es war übrigens kein ANDROID sondern ein OS namens "ArcaneOS"
>>>> welches wohl ursprünglich vom BlackBerry kam.
>>>
>>> Die Kunden haben den klassischen Fehler gemacht, sich auf das
>>> Herstellerversprechen eines Closed Source Herstellers zu verlassen. Wer
>>> will ihnen das verdenken, das machen hunderte Millionen unbedarfte User
>>> weltweit.
>>
>> Wieviele der Kunden könnten den Source verifizieren wenn sie ihn
>> hätten? Aus der Zielgruppe in diesem Fall ziemlich sicher keiner.
> 
> Du meinst die Typen, die mehr für einen Hacker bezahlen können als das
> BSI oder jede vergleichbare Behörde? Die Typen, die großen Online
> Marktplätze für ihre Waren unterhalten? Nee, können die nicht. Aber sie
> können jemanden dafür bezahlen.

Hätten sie auch jetzt können... Haben sie?

  Gerrit

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#518237

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2021-09-13 09:06 +0200
Message-ID<iq8bk1Fgf60U1@mid.individual.net>
In reply to#518230
Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> writes:

> On 9/12/21 10:22 PM, Michael Bode wrote:
>> Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> writes:
>>
>>> On 9/12/21 4:02 PM, Michael Bode wrote:
>>>> Bernd Ohm <invalid@invalid.invalid> writes:
>>>>
>>>>> Am 12.09.2021 um 09:26 schrieb Dr. Joachim Neudert:
>>>>>
>>>>>>
>>>>> https://www.theguardian.com/australia-news/2021/sep/11/inside-story-most-daring-surveillance-sting-in-history?CMP=Share_iOSApp_Other
>>>>>
>>>>> Schön erklärt.
>>>>> Sehr interessant auch die "Problemlösung" zur Umgehung
>>>>> "lästiger" Gesetze, die die Zusammenführung der gesammelten
>>>>> Daten und des erforderlichen Schlüssels in den meisten Staaten
>>>>> verhinderten.
>>>>>
>>>>> Es war übrigens kein ANDROID sondern ein OS namens "ArcaneOS"
>>>>> welches wohl ursprünglich vom BlackBerry kam.
>>>>
>>>> Die Kunden haben den klassischen Fehler gemacht, sich auf das
>>>> Herstellerversprechen eines Closed Source Herstellers zu verlassen. Wer
>>>> will ihnen das verdenken, das machen hunderte Millionen unbedarfte User
>>>> weltweit.
>>>
>>> Wieviele der Kunden könnten den Source verifizieren wenn sie ihn
>>> hätten? Aus der Zielgruppe in diesem Fall ziemlich sicher keiner.
>>
>> Du meinst die Typen, die mehr für einen Hacker bezahlen können als das
>> BSI oder jede vergleichbare Behörde? Die Typen, die großen Online
>> Marktplätze für ihre Waren unterhalten? Nee, können die nicht. Aber sie
>> können jemanden dafür bezahlen.
>
> Hätten sie auch jetzt können... Haben sie?

Da bei dir offenbar die Scrollfunktion kaputt ist, extra für dich (alle
anderen gucke einfach ein paar Zeilen weiter oben):

 Die Kunden haben den klassischen Fehler gemacht, sich auf das
 Herstellerversprechen eines Closed Source Herstellers zu verlassen. Wer
 will ihnen das verdenken, das machen hunderte Millionen unbedarfte User
 weltweit.

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#518246

FromDr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org>
Date2021-09-13 07:38 +0000
Message-ID<shmv5b$810$1@solani.org>
In reply to#518237
Michael Bode <m.g.bode@web.de> wrote:

> Da bei dir offenbar die Scrollfunktion kaputt ist, extra für dich (alle
> anderen gucke einfach ein paar Zeilen weiter oben):
> 
>  Die Kunden haben den klassischen Fehler gemacht, sich auf das
>  Herstellerversprechen eines Closed Source Herstellers zu verlassen. Wer
>  will ihnen das verdenken, das machen hunderte Millionen unbedarfte User
>  weltweit.
> 

Und dieses Crimephone gab es nicht zu kaufen. Man musste eine persönliche
Empfehlung eines anderen Users erhalten, erst dann konnte man den Dienst
und das Telefon buchen.

Ein Web of Trust, also. So wie man das bei Open Source manchmal kennt.

Das ist VIEL besser, als sich auf einen Hersteller verlassen, wie man
sieht.

-- 
please forgive my iPhone typos

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#518252

FromMichael Bode <m.g.bode@web.de>
Date2021-09-13 10:10 +0200
Message-ID<iq8fbdFgf60U3@mid.individual.net>
In reply to#518246
Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> writes:

> Michael Bode <m.g.bode@web.de> wrote:
>
>> Da bei dir offenbar die Scrollfunktion kaputt ist, extra für dich (alle
>> anderen gucke einfach ein paar Zeilen weiter oben):
>> 
>>  Die Kunden haben den klassischen Fehler gemacht, sich auf das
>>  Herstellerversprechen eines Closed Source Herstellers zu verlassen. Wer
>>  will ihnen das verdenken, das machen hunderte Millionen unbedarfte User
>>  weltweit.
>> 
>
> Und dieses Crimephone gab es nicht zu kaufen. Man musste eine persönliche
> Empfehlung eines anderen Users erhalten, erst dann konnte man den Dienst
> und das Telefon buchen.

Natürlich gab es das zu kaufen. "Then you had to be prepared to pay the
astronomical cost: $1,700 for the handset, with a $1,250 annual
subscription, an astonishing price for a phone that was unable to make
phone calls or browse the internet."

Es gab halt einen exklusiven Vertriebsweg.

> Ein Web of Trust, also. So wie man das bei Open Source manchmal kennt.
>
> Das ist VIEL besser, als sich auf einen Hersteller verlassen, wie man
> sieht.

Sie *haben* sich auf den Hersteller verlassen. Nachprüfbar war das
nichts. Strengste Geheimhaltung. An wen erinnert mich das nur? Nicht
verraten, ich komm noch drauf.

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#518259

FromLars Gebauer <lgebauer@live.de>
Date2021-09-13 10:52 +0200
Message-ID<shn3fe$r4n$1@dont-email.me>
In reply to#518252
Am 13.09.2021 um 10:10 schrieb Michael Bode:
> Dr. Joachim Neudert <neudert@5sl.org> writes:
>> Ein Web of Trust, also. So wie man das bei Open Source manchmal kennt.

Web of Trust == Web nicht ganz bei Trost

>> Das ist VIEL besser, als sich auf einen Hersteller verlassen, wie man
>> sieht.
> 
> Sie *haben* sich auf den Hersteller verlassen. Nachprüfbar war das
> nichts. Strengste Geheimhaltung.

Es wird sich mir *nie* erschließen, wie man für streng vertrauliche 
Kommunikation auf von irgendwem angebotene Dienste oder gar Hardware 
vertrauen kann.

*Allerspätestens* seit EncroChat müßte doch eigentlich endgültig klar 
sein, daß das die allerdümmste Idee unter der Sonne ist!

-- 
"Is' ohne Frühstück."
               --Sunny

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