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Groups > ger.ct > #481611 > unrolled thread
| Started by | Michael Bode <m.g.bode@web.de> |
|---|---|
| First post | 2021-01-01 16:42 +0100 |
| Last post | 2021-01-07 11:54 -0800 |
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Es lebe das Fax Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2021-01-01 16:42 +0100
Re: Es lebe das Fax Markus Luft <01-2021@news.marquee-moon.de> - 2021-01-01 16:40 +0000
Re: Es lebe das Fax Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2021-01-01 18:06 +0100
Re: Es lebe das Fax Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2021-01-02 00:04 +0100
Re: Es lebe das Fax Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2021-01-02 12:36 -0500
Re: Es lebe das Fax Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2021-01-02 12:44 -0500
Re: Es lebe das Fax Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2021-01-02 13:37 -0500
Re: Es lebe das Fax Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2021-01-02 11:46 -0800
Re: Es lebe das Fax Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2021-01-02 16:34 -0500
Re: Es lebe das Fax Bernd Ullrich <ullrich_bernd@hotmail.com> - 2021-01-03 11:53 +0100
Re: Es lebe das Fax Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2021-01-03 09:33 -0500
Re: Es lebe das Fax Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2021-01-03 09:47 -0500
Re: Es lebe das Fax Sebastian Wolf <invalid@invalid.net> - 2021-01-03 20:42 +0100
Re: Es lebe das Fax Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2021-01-02 22:46 +0100
Re: Es lebe das Fax Bernd Ullrich <ullrich_bernd@hotmail.com> - 2021-01-03 12:03 +0100
Re: Es lebe das Fax Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2021-01-03 09:45 -0500
Re: Es lebe das Fax Sebastian Wolf <invalid@invalid.net> - 2021-01-03 20:46 +0100
Re: Es lebe das Fax Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2021-01-04 03:12 +0100
Re: Es lebe das Fax Christian Schumacher <cs.spam@nurfuerspam.de> - 2021-01-04 08:29 +0000
Re: Es lebe das Fax Sebastian Wolf <invalid@invalid.net> - 2021-01-04 11:32 +0100
Re: Es lebe das Fax Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2021-01-04 15:34 +0100
Re: Es lebe das Fax Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2021-01-04 06:58 -0800
Re: Es lebe das Fax Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2021-01-04 07:01 -0800
Re: Es lebe das Fax Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> - 2021-01-02 20:10 +0100
Re: Es lebe das Fax Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2021-01-03 01:39 +0100
Re: Es lebe das Fax Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2021-01-03 16:29 +0100
Re: Es lebe das Fax Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> - 2021-01-03 20:18 +0100
Re: Es lebe das Fax Lothar Kimmeringer <news201705@kimmeringer.de> - 2021-01-02 10:52 +0100
Re: Es lebe das Fax Michael Bode <m.g.bode@web.de> - 2021-01-02 10:59 +0100
Re: Es lebe das Fax Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2021-01-02 10:33 -0500
Re: Es lebe das Fax Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2021-01-02 13:16 -0500
Re: Es lebe das Fax Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2021-01-02 16:41 -0500
Re: Es lebe das Fax Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2021-01-02 03:29 +0100
Re: Es lebe das Fax Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2021-01-02 02:35 -0800
Re: Es lebe das Fax Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2021-01-02 12:01 -0500
Re: Es lebe das Fax Martin Ebert <mx300@gmx.net> - 2021-01-04 08:52 +0100
Re: Es lebe das Fax Lothar Kimmeringer <news201705@kimmeringer.de> - 2021-01-02 10:46 +0100
Re: Es lebe das Fax Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> - 2021-01-02 11:35 -0500
Re: Es lebe das Fax Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2021-01-02 11:44 -0800
Re: Es lebe das Fax Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> - 2021-01-07 11:54 -0800
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| From | Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2021-01-04 15:34 +0100 |
| Message-ID | <1oydmrz8sch7c.xdtabsriu5qa$.dlg@40tude.net> |
| In reply to | #481851 |
Am 4 Jan 2021 14:08:53 GMT schrieb Markus Luft: > Mit der Corona-Warn-App ist es nämlich auch so, daß es einigen gelingt > das Testergebnis darüber zu bekommen und anderen nicht. Und nicht alle > Labore können das überhaupt. Interessant, ich dachte das ein Standardfeature? Bei uns bekam man mit dem Test einen Zettel mit QR-Code, den hat man mit der Corona-App eingescannt. Am nächsten Morgen gegen 7.00 Uhr gab es dann das Testergebis auf die App. Wäre es positiv ausgefallen, hätte die App wohl auch automatisch die Kontakte gewarnt. Da Szenario "positiv getestet, der Betroffene hat es aber nicht an die App gemeldet" schließt man so aus. Grüße, Frank
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| From | Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> |
|---|---|
| Date | 2021-01-04 06:58 -0800 |
| Message-ID | <0657ab96-49d4-45ad-a56a-eabf78554606n@googlegroups.com> |
| In reply to | #481851 |
Christian Schumacher schrieb am Montag, 4. Januar 2021 um 09:29:33 UTC+1: > Markus Luft schrieb: > > Die Anordnung vom GA kommt meines Wissens aber auf totem Baum. > Ich hätte hier eine, die ist aus recycelten Elektronen erstellt. Gibt es da standardisierte Verfahren zur Weiterleitung an Arbeitgeber und/oder Ausbildungsstätte? Schon mit Krankschreibungen wäre das nicht einfach. Wer mit Grippe darniederliegt, fahre zum Ausbildungsbetrieb, zeige die AUB auf dem Handy vor, lasse sich von diesem den Bildschirm stempeln und reiche das alles bei der Berufsschule ein. Moment...
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| From | Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> |
|---|---|
| Date | 2021-01-04 07:01 -0800 |
| Message-ID | <89ff70e3-aaf6-4d5e-9bcc-e30960dc327en@googlegroups.com> |
| In reply to | #481851 |
Markus Luft schrieb am Montag, 4. Januar 2021 um 15:08:55 UTC+1: > Am Mon, 04 Jan 2021 08:29:32 +0000 schrieb Christian Schumacher: > > > Markus Luft schrieb: > >> Die Anordnung vom GA kommt meines Wissens aber auf totem Baum. > > > > Ich hätte hier eine, die ist aus recycelten Elektronen erstellt. > Oh je. Hoffentlich ist das auch gültig. > Es wird unterschiedlich gehandhabt und setzt auch voraus, daß > derjenige seine Email-Adresse angibt. > Mit der Corona-Warn-App ist es nämlich auch so, daß es einigen gelingt > das Testergebnis darüber zu bekommen und anderen nicht. Und nicht alle > Labore können das überhaupt. > > Woher weiß Du eigentlich, daß die Elektronen recycelt sind? Wurden nicht frisch qua Betastrahler erzeugt...
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| From | Frank Hucklenbroich <hucklenbroich@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2021-01-02 20:10 +0100 |
| Message-ID | <gez58j1lih65$.3osl8ouc3pab$.dlg@40tude.net> |
| In reply to | #481638 |
Am Sat, 02 Jan 2021 15:59:23 +0100 schrieb Michael Bode: > Markus Luft <01-2021@news.marquee-moon.de> writes: > >> Am Sat, 02 Jan 2021 00:04:06 +0100 schrieb Michael Bode: >> >>> Markus Luft <01-2021@news.marquee-moon.de> writes: >>> >>>> Idealerweise mach man nämlich bidirektionales Contact Tracing und wenn >>>> das nicht mehr geht, konzentriert man sich auf eine vorwärtsgerichtete >>>> Taktik. Damit das auch effektiv ist, braucht man aber auch rechtliche >>>> Änderungen. >>>> Hier in S-H ist man kürzlich erst auf die Idee gekommen, daß sich >>>> Kontaktpersonen, die Kenntnis von einem positiven Test erlangt haben, >>>> sich sofort in Isolation zu begeben haben und nicht auf die offizielle >>>> Ansage zu warten haben. >>> >>> Wie sieht das arbeitsrechtlich aus? >> >> Das der Arbeitgeber Dich ohnehin nicht zur Arbeit lassen darf? >> Ich vermute genauso wie bei den Quaratäne/Isolation auch, nur das der >> Wisch eben später kommt. > > Wäre wohl zu hoffen, dass man die "Kenntnis" irgendwie schriftlich > bekommt. "Mir hat irgendjemand gesagt, ich wäre Kontaktperson." Der > Arbeitgeber wird sich ja auch die Lohnfortzahlung irgendwo ersetzen > lassen wollen. Wofür er vermutlich auch was schriftlich braucht. Im Zweifelsfall gibt es keine LFZ. Da gilt das dann als unbezahlter Urlaub, wenn keine Urlaubstage mehr genommen werden können. Ohne einen offiziellen Schrieb kann der AN erzählen was er will, dafür bekommt er kein Geld. Wir hatten das in meiner Firma kürzlich, als jemand in den Kosovo gereist ist. Der dufte ohne Test nicht zurück, und den einen Tag bis zum positiven Testergebnis musste er aus eigener Tasche zahlen. Grüße, Frank
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| From | Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2021-01-03 01:39 +0100 |
| Message-ID | <ee304352-8d1c-bfc5-76c7-b3dbdd2c0fb4@jtewes.my-fqdn.de> |
| In reply to | #481744 |
Markus Luft schrieb:
> Am Sat, 02 Jan 2021 20:10:28 +0100 schrieb Frank Hucklenbroich:
>
>> Am Sat, 02 Jan 2021 15:59:23 +0100 schrieb Michael Bode:
>>
>>> Markus Luft <01-2021@news.marquee-moon.de> writes:
>>>
>>>> Am Sat, 02 Jan 2021 00:04:06 +0100 schrieb Michael Bode:
>>>>
>>>>> Markus Luft <01-2021@news.marquee-moon.de> writes:
>>>>>
>>>>>> Idealerweise mach man nämlich bidirektionales Contact Tracing und wenn
>>>>>> das nicht mehr geht, konzentriert man sich auf eine vorwärtsgerichtete
>>>>>> Taktik. Damit das auch effektiv ist, braucht man aber auch rechtliche
>>>>>> Änderungen.
>>>>>> Hier in S-H ist man kürzlich erst auf die Idee gekommen, daß sich
>>>>>> Kontaktpersonen, die Kenntnis von einem positiven Test erlangt haben,
>>>>>> sich sofort in Isolation zu begeben haben und nicht auf die offizielle
>>>>>> Ansage zu warten haben.
>>>>>
>>>>> Wie sieht das arbeitsrechtlich aus?
>>>>
>>>> Das der Arbeitgeber Dich ohnehin nicht zur Arbeit lassen darf?
>>>> Ich vermute genauso wie bei den Quaratäne/Isolation auch, nur das der
>>>> Wisch eben später kommt.
>>>
>>> Wäre wohl zu hoffen, dass man die "Kenntnis" irgendwie schriftlich
>>> bekommt. "Mir hat irgendjemand gesagt, ich wäre Kontaktperson." Der
>>> Arbeitgeber wird sich ja auch die Lohnfortzahlung irgendwo ersetzen
>>> lassen wollen. Wofür er vermutlich auch was schriftlich braucht.
>>
>> Im Zweifelsfall gibt es keine LFZ. Da gilt das dann als unbezahlter Urlaub,
>> wenn keine Urlaubstage mehr genommen werden können.
>>
>> Ohne einen offiziellen Schrieb kann der AN erzählen was er will, dafür
>> bekommt er kein Geld. Wir hatten das in meiner Firma kürzlich, als jemand
>> in den Kosovo gereist ist. Der dufte ohne Test nicht zurück, und den einen
>> Tag bis zum positiven Testergebnis musste er aus eigener Tasche zahlen.
>>
> Ja, normal, wer wegen einer vermeidbaren Reise in ein Risikogebiet in
> Quarantäne muß, geht leer aus.
Und wer dem AG nach der Vertraglich vereinbarten Zeit keine
Krankmeldung zukommen läßt, bekommt kein Geld, zahlt keine Miete und
fliegt aus der Wohnung.
Bye Jörg
--
Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche
Dummheit. Aber beim Universum bin ich nicht ganz sicher.
(Albert Einstein)
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| From | Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2021-01-03 16:29 +0100 |
| Message-ID | <5ff3c886-7bac-c65d-8853-faae9ec61d21@jtewes.my-fqdn.de> |
| In reply to | #481768 |
Markus Luft schrieb:
> Am Sun, 03 Jan 2021 01:39:49 +0100 schrieb Jörg Tewes:
>
>> Markus Luft schrieb:
>>> Am Sat, 02 Jan 2021 20:10:28 +0100 schrieb Frank Hucklenbroich:
>>>
>>>> Am Sat, 02 Jan 2021 15:59:23 +0100 schrieb Michael Bode:
>>>>
>>>>> Markus Luft <01-2021@news.marquee-moon.de> writes:
>>>>>
>>>>>> Am Sat, 02 Jan 2021 00:04:06 +0100 schrieb Michael Bode:
>>>>>>
>>>>>>> Markus Luft <01-2021@news.marquee-moon.de> writes:
>>>>>>>
>>>>>>>> Idealerweise mach man nämlich bidirektionales Contact Tracing und wenn
>>>>>>>> das nicht mehr geht, konzentriert man sich auf eine vorwärtsgerichtete
>>>>>>>> Taktik. Damit das auch effektiv ist, braucht man aber auch rechtliche
>>>>>>>> Änderungen.
>>>>>>>> Hier in S-H ist man kürzlich erst auf die Idee gekommen, daß sich
>>>>>>>> Kontaktpersonen, die Kenntnis von einem positiven Test erlangt haben,
>>>>>>>> sich sofort in Isolation zu begeben haben und nicht auf die offizielle
>>>>>>>> Ansage zu warten haben.
>>>>>>>
>>>>>>> Wie sieht das arbeitsrechtlich aus?
>>>>>>
>>>>>> Das der Arbeitgeber Dich ohnehin nicht zur Arbeit lassen darf?
>>>>>> Ich vermute genauso wie bei den Quaratäne/Isolation auch, nur das der
>>>>>> Wisch eben später kommt.
>>>>>
>>>>> Wäre wohl zu hoffen, dass man die "Kenntnis" irgendwie schriftlich
>>>>> bekommt. "Mir hat irgendjemand gesagt, ich wäre Kontaktperson." Der
>>>>> Arbeitgeber wird sich ja auch die Lohnfortzahlung irgendwo ersetzen
>>>>> lassen wollen. Wofür er vermutlich auch was schriftlich braucht.
>>>>
>>>> Im Zweifelsfall gibt es keine LFZ. Da gilt das dann als unbezahlter Urlaub,
>>>> wenn keine Urlaubstage mehr genommen werden können.
>>>>
>>>> Ohne einen offiziellen Schrieb kann der AN erzählen was er will, dafür
>>>> bekommt er kein Geld. Wir hatten das in meiner Firma kürzlich, als jemand
>>>> in den Kosovo gereist ist. Der dufte ohne Test nicht zurück, und den einen
>>>> Tag bis zum positiven Testergebnis musste er aus eigener Tasche zahlen.
>>>>
>>> Ja, normal, wer wegen einer vermeidbaren Reise in ein Risikogebiet in
>>> Quarantäne muß, geht leer aus.
>>
>> Und wer dem AG nach der Vertraglich vereinbarten Zeit keine
>> Krankmeldung zukommen läßt, bekommt kein Geld, zahlt keine Miete und
>> fliegt aus der Wohnung.
> Mal abgesehen davon, das dies in dem Fall auch nicht so schnell geht,
> setzt es voraus, daß man krank ist.
Ein positives Testergebnis muß man haben. Und wie schnell das geht
hängt von mehrere Faktoren ab.
> In Falle eines positiven Testergebnises ohne Symptome, kann man
> eventuell Homeoffice machen und wenn nicht, beantragt man eben die
> Entschädigung nach IfSG.
Die auch ne Weile dauert. Bis kann man schon den ersten Mahnbescheid
im Kasten haben, davon das man u.U. nix zu essen kaufen kann mal ganz
abgesehen.
> Ich hätte es besser gefunden man wäre auch ohne Symptome AU oder die
> Entschädigung müsse eben vom AG beantragt werden.
> Die meisten haben eh Symptome und sind dann wie gewohnt AU und zwar
> mehr als man es bislang gewohnt war.
Das die meisten Symptome haben bezweifel ich irgendwie, da kommt's
wohl auf das Alter und die Vorerkrankungen an.
Bye Jörg
--
Killing for peace is like fucking for virginity.
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| From | Jörg Tewes <jogi1964@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2021-01-03 20:18 +0100 |
| Message-ID | <4541a136-23cc-6e35-2ce5-465acf8b59dd@jtewes.my-fqdn.de> |
| In reply to | #481813 |
Markus Luft schrieb:
> Am Sun, 03 Jan 2021 16:29:30 +0100 schrieb Jörg Tewes:
>
>> Markus Luft schrieb:
>>> Am Sun, 03 Jan 2021 01:39:49 +0100 schrieb Jörg Tewes:
>>>
>>>> Markus Luft schrieb:
>>>>> Am Sat, 02 Jan 2021 20:10:28 +0100 schrieb Frank Hucklenbroich:
>>>>>
>>>>>> Am Sat, 02 Jan 2021 15:59:23 +0100 schrieb Michael Bode:
>>>>>>
>>>>>>> Markus Luft <01-2021@news.marquee-moon.de> writes:
>>>>>>>
>>>>>>>> Am Sat, 02 Jan 2021 00:04:06 +0100 schrieb Michael Bode:
>>>>>>>>
>>>>>>>>> Markus Luft <01-2021@news.marquee-moon.de> writes:
>>>>>>>>>
>>>>>>>>>> Idealerweise mach man nämlich bidirektionales Contact Tracing und wenn
>>>>>>>>>> das nicht mehr geht, konzentriert man sich auf eine vorwärtsgerichtete
>>>>>>>>>> Taktik. Damit das auch effektiv ist, braucht man aber auch rechtliche
>>>>>>>>>> Änderungen.
>>>>>>>>>> Hier in S-H ist man kürzlich erst auf die Idee gekommen, daß sich
>>>>>>>>>> Kontaktpersonen, die Kenntnis von einem positiven Test erlangt haben,
>>>>>>>>>> sich sofort in Isolation zu begeben haben und nicht auf die offizielle
>>>>>>>>>> Ansage zu warten haben.
>>>>>>>>>
>>>>>>>>> Wie sieht das arbeitsrechtlich aus?
>>>>>>>>
>>>>>>>> Das der Arbeitgeber Dich ohnehin nicht zur Arbeit lassen darf?
>>>>>>>> Ich vermute genauso wie bei den Quaratäne/Isolation auch, nur das der
>>>>>>>> Wisch eben später kommt.
>>>>>>>
>>>>>>> Wäre wohl zu hoffen, dass man die "Kenntnis" irgendwie schriftlich
>>>>>>> bekommt. "Mir hat irgendjemand gesagt, ich wäre Kontaktperson." Der
>>>>>>> Arbeitgeber wird sich ja auch die Lohnfortzahlung irgendwo ersetzen
>>>>>>> lassen wollen. Wofür er vermutlich auch was schriftlich braucht.
>>>>>>
>>>>>> Im Zweifelsfall gibt es keine LFZ. Da gilt das dann als unbezahlter Urlaub,
>>>>>> wenn keine Urlaubstage mehr genommen werden können.
>>>>>>
>>>>>> Ohne einen offiziellen Schrieb kann der AN erzählen was er will, dafür
>>>>>> bekommt er kein Geld. Wir hatten das in meiner Firma kürzlich, als jemand
>>>>>> in den Kosovo gereist ist. Der dufte ohne Test nicht zurück, und den einen
>>>>>> Tag bis zum positiven Testergebnis musste er aus eigener Tasche zahlen.
>>>>>>
>>>>> Ja, normal, wer wegen einer vermeidbaren Reise in ein Risikogebiet in
>>>>> Quarantäne muß, geht leer aus.
>>>>
>>>> Und wer dem AG nach der Vertraglich vereinbarten Zeit keine
>>>> Krankmeldung zukommen läßt, bekommt kein Geld, zahlt keine Miete und
>>>> fliegt aus der Wohnung.
>>
>>> Mal abgesehen davon, das dies in dem Fall auch nicht so schnell geht,
>>> setzt es voraus, daß man krank ist.
>>
>> Ein positives Testergebnis muß man haben. Und wie schnell das geht
>> hängt von mehrere Faktoren ab.
>>
> Ich schätze mal spätestens vor Arbeitsgreicht erledigt sich das.
> Du hast das eventuelle Ausbleiben des Wisches ja eh nicht zu
> vertreten.
Hmm, wieso nicht? Der AN ist dafür verantwortlich das er seinem
Arbeitgeber mitteilt das er krank ist. Ist das bei einer schweren
Krankheit anders?
>>> In Falle eines positiven Testergebnises ohne Symptome, kann man
>>> eventuell Homeoffice machen und wenn nicht, beantragt man eben die
>>> Entschädigung nach IfSG.
>> Die auch ne Weile dauert. Bis kann man schon den ersten Mahnbescheid
>> im Kasten haben, davon das man u.U. nix zu essen kaufen kann mal ganz
>> abgesehen.
> Da könnte schon eher das praktische Problem liegen.
> Geld kommt spät.
> Ich war schon mehr als einmal im ÖD angestellt und in einem Fall hat
> es 6 Wochen gedauert bis ich mein Gehalt erhielt.
Das hat nix mit öffentlichen Dienst zu tun, Fast alle AN werden heute
am ersten bezahlt, da wartet man wenn man irgendwo neu anfängt mal
eben 6 Wochen auf seinen ersten Lohn. War zumindest bei mir damals so
als ich noch im Maschinenbau als Schlosser tätig war. Da ist man bei
den AG die am 15ten bezahlen besser gestellt, man braucht nur 6 Wochen
warten bis das erste Geld kommt.
> Wer keine Reserven hat und ohnehin schon knietief im Dispo watet, hat
> dann ein Problem. Da hilft es aber mit den Gläubigern zu reden.
Wenn nicht schon vollstreckt wird, ob man mit dem Gericht reden kann?
>>> Ich hätte es besser gefunden man wäre auch ohne Symptome AU oder die
>>> Entschädigung müsse eben vom AG beantragt werden.
>>> Die meisten haben eh Symptome und sind dann wie gewohnt AU und zwar
>>> mehr als man es bislang gewohnt war.
>>
>> Das die meisten Symptome haben bezweifel ich irgendwie, da kommt's
>> wohl auf das Alter und die Vorerkrankungen an.
> Kinder haben häufig keine oder keine die von außen so leicht
> feststellbar sind. Die beantragen aber auch keine Gelder.
> Man weiß es ansonsten nicht so genau, weil die Studien vom Design her
> oft nicht zwischen Asymptomatischen und Präsymtomatischen
> unterscheiden können.
> Wenn ich jetzt behaupte, daß unter Erwachsenen mindestens 80%
> symptomatisch sind, liege ich vermutlich nicht falsch.
Ich weiß nicht, ich lese da öfter von Sportlern die halt mehrmals
wöchentlich getestet werden und wenn sie positiv getestet sind wird da
meist dabei geschrieben das sie ohne Symptome sind. Oder gelten unter
30-jährige noch nicht als Erwachsene?
Schon das Kurzarbeitergeld ist für viele ein Problem. Und im Gegensatz
zum Arbeitgeber gibts für AN imho keine Zuschüsse vom Staat
Bye Jörg
--
Die zehn Gebote sind deswegen so kurz und logisch, weil sie ohne
Mitwirkung von Juristen zustandegekommen sind.
(Charles de Gaulle)
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| From | Lothar Kimmeringer <news201705@kimmeringer.de> |
|---|---|
| Date | 2021-01-02 10:52 +0100 |
| Message-ID | <1hbh71byj3um0.dlg@kimmeringer.de> |
| In reply to | #481620 |
Markus Luft wrote:
> Ich habe überhaupt gar nichts gegen zeitgemäße Software. Dieses
> Faxgehampel muß aufhören. Nur ist das ziemliche Augenwischerei, wenn
> man glaubt das Problem damit lösen zu können.
> Im Wesentlichen wird ja nur die Meldung an das RKI beschleunigt.
> Inwieweit das die eigentliche Arbeit der GÄ beschleunigt, weiß ich
> nicht.
Mit EDI kannst du das Personal auf beiden Seiten entlasten,
das sinnloserweise Digital-Analog und Analog-Digitalwandlungen
durchfuehrt.
> Man könnte es aber sicher mit mehr Personal lösen.
Das neue Personal musst du aber erst mal schulen, was von dem
vorhandenen Personal abgedeckt werden muss, die damit noch
weniger Zeit fuer ihre eigentliche Arbeit haben. Im Endeffekt
hast du dann kurzfristig einen Einbruch an Produktivitaet, was
genau das ist, was du derzeit nicht haben willst.
Gruesse, Lothar
--
Lothar Kimmeringer E-Mail: spamfang@kimmeringer.de
PGP-encrypted mails preferred (Key-ID: 0x8BC3CD81)
Always remember: The answer is forty-two, there can only be wrong
questions!
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| From | Michael Bode <m.g.bode@web.de> |
|---|---|
| Date | 2021-01-02 10:59 +0100 |
| Message-ID | <i5augsF200mU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #481657 |
Lothar Kimmeringer <news201705@kimmeringer.de> writes: > Das neue Personal musst du aber erst mal schulen, was von dem > vorhandenen Personal abgedeckt werden muss, die damit noch > weniger Zeit fuer ihre eigentliche Arbeit haben. Im Endeffekt > hast du dann kurzfristig einen Einbruch an Produktivitaet, was > genau das ist, was du derzeit nicht haben willst. Kommt ein Spaziergänger im Wald an einem Trupp Waldarbeiter vorbei, die Holz hacken und schon eine ganz ordentlichen Stapel Holz aufgeschichtet haben. Ein paar Minuten später kommt er an einem weitere Trupp vorbei, die wie die Wilden auf die Stämme einhacken und nur einen viel kleineren Stapel fertig haben. Da fragt er "Wieso habt ihr viel weniger Holz gemacht als die Kollegen da vorne?" "Die haben scharfe Äxte." "Warum schleift ihr eure Äxte nicht?" "Keine Zeit, wir müssen Holz hacken."
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| From | Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> |
|---|---|
| Date | 2021-01-02 10:33 -0500 |
| Message-ID | <rsq3om$ltj$1@dont-email.me> |
| In reply to | #481657 |
Salve allerseits, Markus Luft schrieb: > Am Sat, 02 Jan 2021 10:52:54 +0100 schrieb Lothar Kimmeringer: >> Markus Luft wrote: >> >>> Man könnte es aber sicher mit mehr Personal lösen. >> >> Das neue Personal musst du aber erst mal schulen, was von dem >> vorhandenen Personal abgedeckt werden muss, die damit noch >> weniger Zeit fuer ihre eigentliche Arbeit haben. Im Endeffekt >> hast du dann kurzfristig einen Einbruch an Produktivitaet, was >> genau das ist, was du derzeit nicht haben willst. >> > Da wirst Du ohenhin nicht drum herum kommen. Eine einheitliche > Softwarelösung hätte immerhin schon mal den Vorteil, daß man > Reservepersonal schon mal vorschulen könnte. > Eine absolut stringente Argumentation! Die jedoch zwingend voraussetzt, dass man über Reservepersonal verfügt! In der behörden-deutschen Wirklichkeit ist es aber oft so, dass man nicht mal über genügend Personal für das schnöde Alltagsgeschäft hat – von genügend personal für einer Pandemie ganz zu schweigen... (〜 ̄ △ ̄)〜 M.f.G. -- Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur etwas komisch... ;-)
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| From | Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> |
|---|---|
| Date | 2021-01-02 13:16 -0500 |
| Message-ID | <rsqd9b$t2l$1@dont-email.me> |
| In reply to | #481712 |
Salve allerseits, Markus Luft schrieb: > Am Sat, 02 Jan 2021 10:33:42 -0500 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara: >> Markus Luft schrieb: >>> Am Sat, 02 Jan 2021 10:52:54 +0100 schrieb Lothar Kimmeringer: >>>> Markus Luft wrote: >>>> >>>>> Man könnte es aber sicher mit mehr Personal lösen. >>>> >>>> Das neue Personal musst du aber erst mal schulen, was von dem >>>> vorhandenen Personal abgedeckt werden muss, die damit noch >>>> weniger Zeit fuer ihre eigentliche Arbeit haben. Im Endeffekt >>>> hast du dann kurzfristig einen Einbruch an Produktivitaet, was >>>> genau das ist, was du derzeit nicht haben willst. >>>> >>> Da wirst Du ohenhin nicht drum herum kommen. Eine einheitliche >>> Softwarelösung hätte immerhin schon mal den Vorteil, daß man >>> Reservepersonal schon mal vorschulen könnte. >>> >> Eine absolut stringente Argumentation! Die jedoch zwingend >> voraussetzt, dass man über Reservepersonal verfügt! In der >> behörden-deutschen Wirklichkeit ist es aber oft so, dass >> man nicht mal über genügend Personal für das schnöde >> Alltagsgeschäft hat – von genügend personal für >> einer Pandemie ganz zu schweigen... > > Personalreserven sollte man eigentlich satt und reichlich haben. > Sollen sollte man vieles! Aber da Kommunen gewöhnlich höchst klamme Kassen haben, bleibt es in der Praxis gewöhnlich schlicht beim gesollt... (◔_◔) M.f.G. -- Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur etwas komisch... ;-)
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| From | Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> |
|---|---|
| Date | 2021-01-02 16:41 -0500 |
| Message-ID | <rsqp9g$j07$1@dont-email.me> |
| In reply to | #481728 |
Salve allerseits, Markus Luft schrieb: > Am Sat, 02 Jan 2021 13:16:10 -0500 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara: >> Markus Luft schrieb: >>> Am Sat, 02 Jan 2021 10:33:42 -0500 schrieb Fidel Sebastián Hunrichse-Lara: >>>> Markus Luft schrieb: >>>>> Am Sat, 02 Jan 2021 10:52:54 +0100 schrieb Lothar Kimmeringer: >>>>>> Markus Luft wrote: >>>>>> >>>>>>> Man könnte es aber sicher mit mehr Personal lösen. >>>>>> >>>>>> Das neue Personal musst du aber erst mal schulen, was von dem >>>>>> vorhandenen Personal abgedeckt werden muss, die damit noch >>>>>> weniger Zeit fuer ihre eigentliche Arbeit haben. Im Endeffekt >>>>>> hast du dann kurzfristig einen Einbruch an Produktivitaet, was >>>>>> genau das ist, was du derzeit nicht haben willst. >>>>>> >>>>> Da wirst Du ohenhin nicht drum herum kommen. Eine einheitliche >>>>> Softwarelösung hätte immerhin schon mal den Vorteil, daß man >>>>> Reservepersonal schon mal vorschulen könnte. >>>>> >>>> Eine absolut stringente Argumentation! Die jedoch zwingend >>>> voraussetzt, dass man über Reservepersonal verfügt! In der >>>> behörden-deutschen Wirklichkeit ist es aber oft so, dass >>>> man nicht mal über genügend Personal für das schnöde >>>> Alltagsgeschäft hat – von genügend personal für >>>> einer Pandemie ganz zu schweigen... >>> >>> Personalreserven sollte man eigentlich satt und reichlich haben. >>> >> Sollen sollte man vieles! Aber da Kommunen gewöhnlich höchst klamme Kassen >> haben, bleibt es in der Praxis gewöhnlich schlicht beim gesollt... (◔_◔) >> > Für die Soldaten zahlen die nix. Amtshilfe eben. > Und? Haben sie dadurch genügend eigenes Personal? Können sie dadurch die einheitliche Softwarelösung implementieren? Hat sich dadurch irgendwas grundsätzlich verändert? Mir deucht, die Antwort ist jedes Mal: nö... (⏕) M.f.G. -- Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur etwas komisch... ;-)
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| From | Martin Ebert <mx300@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2021-01-02 03:29 +0100 |
| Message-ID | <rsolq1$8hm$1@dont-email.me> |
| In reply to | #481619 |
Am 01.01.21 um 17:40 schrieb Markus Luft: > | Gesundheitsamt in Husum bisher nur eins, das es gerade einführt. Was > | die restlichen Behörden angehe, sei der Ersatz der etablierten > | Geschäftsmanagementsysteme durch Sormas während der laufenden Pandemie > | „nicht darstellbar“. > Hab ichs nicht gesagt. Langsam mal. Gesundheitsämter sind keine Außenstellen des BfG oder irgendwelcher Landesämter. Gesundheitsämter sind Ämter der jeweiligen Kreisver- waltung und unterliegen der Organisationshoheit des Landrats. Selbstverständlich will man, dass es in der Kreisverwaltung ein- heitliche Prozesse gibt - und da hat sich jedes Amt erstmal unter- zuordnen. Gerade Kreisverwaltungen haben zig Aufgaben, alle naselang kommt eine Aufsichtsbehörde mit einer geschenkten Software um die Ecke, die sich nur mit der Brechstange oder gar nicht in die bestehende IT-Landschaft einordnen lässt.
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| From | Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> |
|---|---|
| Date | 2021-01-02 02:35 -0800 |
| Message-ID | <cb15f752-910c-4457-af29-e096e41fb1dfn@googlegroups.com> |
| In reply to | #481648 |
Martin Ebert schrieb am Samstag, 2. Januar 2021 um 03:29:24 UTC+1: > Langsam mal. > > Gesundheitsämter sind keine Außenstellen des BfG oder irgendwelcher > Landesämter. Gesundheitsämter sind Ämter der jeweiligen Kreisver- > waltung und unterliegen der Organisationshoheit des Landrats. > > Selbstverständlich will man, dass es in der Kreisverwaltung ein- > heitliche Prozesse gibt - und da hat sich jedes Amt erstmal unter- > zuordnen. Gerade Kreisverwaltungen haben zig Aufgaben, alle naselang > kommt eine Aufsichtsbehörde mit einer geschenkten Software um die > Ecke, die sich nur mit der Brechstange oder gar nicht in die > bestehende IT-Landschaft einordnen lässt. Wer macht denn bei Euch die Aufsicht, wenn nicht irgendwelche Landesämter?
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| From | Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> |
|---|---|
| Date | 2021-01-02 12:01 -0500 |
| Message-ID | <rsq8se$rtt$1@dont-email.me> |
| In reply to | #481648 |
Salve allerseits, Markus Luft schrieb: > Am Sat, 02 Jan 2021 03:29:20 +0100 schrieb Martin Ebert: >> Am 01.01.21 um 17:40 schrieb Markus Luft: >> >>> | Gesundheitsamt in Husum bisher nur eins, das es gerade einführt. Was >>> | die restlichen Behörden angehe, sei der Ersatz der etablierten >>> | Geschäftsmanagementsysteme durch Sormas während der laufenden Pandemie >>> | „nicht darstellbar“. >> >>> Hab ichs nicht gesagt. >> >> Langsam mal. >> Gesundheitsämter sind keine Außenstellen des BfG oder irgendwelcher >> Landesämter. Gesundheitsämter sind Ämter der jeweiligen Kreisver- >> waltung und unterliegen der Organisationshoheit des Landrats. >> Selbstverständlich will man, dass es in der Kreisverwaltung ein- >> heitliche Prozesse gibt - und da hat sich jedes Amt erstmal unter- >> zuordnen. Gerade Kreisverwaltungen haben zig Aufgaben, alle naselang >> kommt eine Aufsichtsbehörde mit einer geschenkten Software um die >> Ecke, die sich nur mit der Brechstange oder gar nicht in die >> bestehende IT-Landschaft einordnen lässt. > > Es ist kompliziert. > <https://www.youtube.com/watch?v=XjVvsvwbPMU> M.f.G. P.S.: Für all diejenigen, die nicht die Geduld aufbringen, eine fast 2-Stunden-Vortrag anzusehen, möchte ich zumindest eine höchst nahe liegende Lösung spoilern: Für die Gewinnmaximierung ist z.B. die Digitalisierung eine Lösung... (◕‿◕) -- Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur etwas komisch... ;-)
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| From | Martin Ebert <mx300@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2021-01-04 08:52 +0100 |
| Message-ID | <rsuhfn$a6q$1@dont-email.me> |
| In reply to | #481648 |
Am 02.01.21 um 17:06 schrieb Markus Luft: > Am Sat, 02 Jan 2021 03:29:20 +0100 schrieb Martin Ebert: >> Am 01.01.21 um 17:40 schrieb Markus Luft: >>> | Gesundheitsamt in Husum bisher nur eins, das es gerade >>> einführt. Was | die restlichen Behörden angehe, sei der Ersatz >>> der etablierten | Geschäftsmanagementsysteme durch Sormas >>> während der laufenden Pandemie | „nicht darstellbar“. >> Langsam mal. Gesundheitsämter sind keine Außenstellen des BfG oder >> irgendwelcher Landesämter. Gesundheitsämter sind Ämter der >> jeweiligen Kreisver- waltung und unterliegen der >> Organisationshoheit des Landrats. > Es ist kompliziert. Ich hörte davon. > Mein Landrat hatte sich schon Anfang letzten Ich habe einen Linken-Landrat. Der hat Verwaltung von der Picke auf gelernt, der kennt den Laden von innen. Und er hat von seinem Vorgänger wegen Hochwasser-2002 ein funktionierendes Kat-Management übernommen - und durfte 2013 gleich mal selbst üben. Sowas ist im Fall der Fälle durchaus von Nutzen. > und hat seine Verwaltung auf die notwendigen Prozesse umgestellt. Hier läuft das so, dass der "Stab HVB" (aus dem wächst im Falle des Falles der Kat-Stab auf) einberufen wird, zeitgleich wird die Verwaltung umgestellt: Alle verschiebbaren Aufgaben werden verschoben, Personal freigeräumt. > Das hat ja jetzt mit Software so rein gar nichts zu tun. Du kannst eine einigermaßen komplexe Software in der Krise nicht einführen. Da hängt derart viel dran ... bis hin zu geschützten Netzen - ich werde das allerdings nicht näher ausführen. > Er hatte auch den Grenzwert von 50 NI/100k EW in 7d einfach mal > halbiert, Das hätte ihm nichts genutzt, wenn sein Landkreis an Sachsen grenzen würde. Meiner hat die Landesverfügung noch mit einer Allgemeinverfügung getoppt - trotzdem und trotz Meldeverzug hängen wir seit 2 Wochen bei 250 rum. > Die GÄ haben sich eben auf das eingeschossen, was sie vor Ort haben > und leben mit den Unzulänglichkeiten. Neue Software Gesundheitsämter haben zig Aufgaben. In Friedenszeiten hat sich vermutlich ein Sachbearbeiter um die Fortschreibung gekümmert. Und nun wird mal eben eine Struktur mit 80 Interen hochgezogen, die fachlich aber erstmal auf den Stand der Dinge gebracht werden müssen. Und die haben alle auch Familie und Weihnachten. > Ich weiß nicht, was die neue Software genau bringt. Die ist in Friedenszeiten programmiert und soll alles Mögliche und Unmögliche erfassen und melden und hastenichgesehen. Der Kern ist aber ein anderer: Es sind Aufgaben zu erledigen, da hat niemand Zeit, mitten im Fluss das Pferd zu wechseln. Ich weiß nicht, ob der alte EDV-Spruch noch gilt: Du kannst nichts automatisieren, wenn Du das nicht mit Papier und Bleistift hinkriegst. > Die Rede ist immer nur von der altmodischen DFÜ per Fax. Da geht es > aber nur um die Datenübertragung zum RKI. Mal ganz weg vom aktuellen Fall: Behördlich gibt es oft eine Doppelsicherung. Beispielsweise werden Zahlen bei Wahlen parallel (!) per Fax gemeldet. Elektronische Meldewege von Landkreisen zu dem Bundesland sind eine Sache, die sich der öffentlichen Erörterung entzieht. Mt
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| From | Lothar Kimmeringer <news201705@kimmeringer.de> |
|---|---|
| Date | 2021-01-02 10:46 +0100 |
| Message-ID | <16ype66h33av4.dlg@kimmeringer.de> |
| In reply to | #481619 |
Markus Luft wrote:
>| Die Dringlichkeit für eine bundesweite Einführung betonen auch der
>| Innovationsverbund Öffentliche Gesundheit, die Björn Steiger Stiftung
>| und ein Zusammenschluss von deutschen Technologiemanagern (CIO
>| Corporate Citizens) in einem Zehn-Punkte-Plan zur Entlastung der
>| Gesundheitsämter. Darin rechnen sie vor, dass der Arbeitsaufwand je
>| Fall bei bis zu 10 Stunden liegt, wobei ein großer Teil auf die
>| analoge Übermittlung eigentlich digital vorliegender Daten entfalle.
>
> Mit der analogen Übermittlung ist wohl nicht zufällig der Zeitaufwand
> für das telefonische Befragen der Kontaktpersonen gemeint?
> Das Vereinfacht SORMAS so erheblich?
Damit duerfte eher die Uebermittlung der Zahlen, etc. gemeint
sein. Die duerften in sowas wie einem Spreadsheet (sei es direkt
in Excel oder was anderem) vorliegen, das wohl derzeit ausgedruckt
und durch ein Fax gejagt wird. Auf der Empfaengerseite sitzt dann
wiederum jemand, der die Zahlen vom Fax in ein Spreadsheet eintraegt.
Dass das zeitaufwaendig und fehleranfaellig ist, haben Firmen,
die das alles aus eigener Tasche bezahlen muessen, schon Ende der
70er Jahren erkannt und entsprechend EDI eingefuehrt. Da es
noch keine 50 Jahre her ist, ist das fuer manche natuerlich
weiterhin #Neuland.
Gruesse, Lothar
--
Lothar Kimmeringer E-Mail: spamfang@kimmeringer.de
PGP-encrypted mails preferred (Key-ID: 0x8BC3CD81)
Always remember: The answer is forty-two, there can only be wrong
questions!
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| From | Fidel Sebastián Hunrichse-Lara <Fidel-Sebastian_Hunrichse_Lara@b.maus.de> |
|---|---|
| Date | 2021-01-02 11:35 -0500 |
| Message-ID | <rsq7cn$grm$1@dont-email.me> |
| In reply to | #481656 |
Salve allerseits, Markus Luft schrieb: > Am Sat, 02 Jan 2021 10:46:02 +0100 schrieb Lothar Kimmeringer: >> Markus Luft wrote: >> >>>| Die Dringlichkeit für eine bundesweite Einführung betonen auch der >>>| Innovationsverbund Öffentliche Gesundheit, die Björn Steiger Stiftung >>>| und ein Zusammenschluss von deutschen Technologiemanagern (CIO >>>| Corporate Citizens) in einem Zehn-Punkte-Plan zur Entlastung der >>>| Gesundheitsämter. Darin rechnen sie vor, dass der Arbeitsaufwand je >>>| Fall bei bis zu 10 Stunden liegt, wobei ein großer Teil auf die >>>| analoge Übermittlung eigentlich digital vorliegender Daten entfalle. >>> >>> Mit der analogen Übermittlung ist wohl nicht zufällig der Zeitaufwand >>> für das telefonische Befragen der Kontaktpersonen gemeint? >>> Das Vereinfacht SORMAS so erheblich? >> >> Damit duerfte eher die Uebermittlung der Zahlen, etc. gemeint >> sein. Die duerften in sowas wie einem Spreadsheet (sei es direkt >> in Excel oder was anderem) vorliegen, das wohl derzeit ausgedruckt >> und durch ein Fax gejagt wird. Auf der Empfaengerseite sitzt dann >> wiederum jemand, der die Zahlen vom Fax in ein Spreadsheet eintraegt. >> > So stelle ich mir das auch vor, nur bringt es nix bei der > Pandemiebekämpfung. Die wird ja vor Ort gemacht und nicht beim RKI. > Ob in Berlin Daten nund ein paar Stunden früher eintrudeln oder nicht > oder ob in Castrop-Rauxel ne Currywurst auf den Boden fällt. > +--- <hier abknabbern> --- | Das zu Ende gehende Jahr wird gern als das Jahr gesehen, das der | Durchbruch für die Digitalisierung in Deutschland war. Viele arbeiten im | Homeoffice, Schüler lernen digital, und selbst immer mehr Kommunen | beeilen sich, Bürgern Formalien wie den Antrag auf Elterngeld in Zukunft | online anbieten zu können. Der externe Schock durch die Corona-Pandemie | hat viel bewegt. | | „Die Krise als Chance begreifen“ – dieser Satz ist vermutlich in keinem | Jahr häufiger gefallen als 2020. Aber ob Unternehmen und Organisationen | in Deutschland diese Chance wirklich ergreifen, ist noch längst nicht | ausgemacht. | | Beispiel Videokonferenzen: Sie verlegen analoge Prozesse in den | digitalen Raum – aber sie verändern nichts am System. Damit der | Corona-Schock zu einer nachhaltigen Digitalisierung führt, muss 2021 | noch deutlich mehr passieren. | | Das zeigt auch eine Studie, die der Digitalverband Bitkom im November | veröffentlichte. „Die Corona-Pandemie ist eindeutig ein | Digitalisierungstreiber für die deutsche Wirtschaft“, sagte | Bitkom-Präsident Achim Berg. „Die gute Nachricht ist: Die Unternehmen | wollen etwas tun und die Digitalisierung vorantreiben. Die schlechte | Nachricht: Längst nicht alle sind dazu in der Lage.“ | | Dabei bezog er sich auf notwendige Investitionen für Digitalisierung: | Weil vielen Unternehmen das Geschäft wegbrach, sinkt der Spielraum für | Investitionen in die Technik. Allerdings sind die Ambitionen vielerorts | auch bescheiden: Den meisten Managern geht es der Studie zufolge bei | ihren Digitalisierungsbemühungen darum, durch die Krise zu kommen oder | für eine nächste gewappnet zu sein. Nur 46 Prozent der Befragten planen, | die Digitalisierung zu nutzen, um neue Geschäftsfelder zu erschließen. | | der Befragten einer Bitkom-Studie wollen die Digitalisierung nutzen, um | neue Geschäftsfelder zu erschließen. | | *Lebenszyklus von Produkten ist irgendwann vorbei* | | Anders gesagt: Im Jahr 2020 sieht die Hälfte der deutschen Wirtschaft | die Digitalisierung offenbar immer noch als Mechanismus für die | Optimierung des Bestehenden, aber nicht als Chance für etwas Neues. | Oftmals wird diese Haltung dem deutschen Ingenieurgeist zugeschrieben, | bei dem der immer effizientere Ressourceneinsatz und die immer | ausfallsicherere, schnellere Produktion im Vordergrund stehen. | | Lange wurde in Deutschland etwa der Benziner optimiert. Diese nicht zu | unterschätzende Tugend hat uns international viel Anerkennung und damit | auch Wohlstand gebracht. Aber irgendwann ist ein altes Produkt | vielleicht zu Ende optimiert, und es ist Zeit für ein neues. | | Und so enttarnt sich bei genauerer Betrachtung die | „Digitalisierungsoffensive“ des ein oder anderen Unternehmens – und dazu | zählen ausdrücklich auch Großkonzerne – mehr als Bemühung, Verpasstes | aufzuholen. Es werden Laptops für Mitarbeiter angeschafft, VPN-Clients | eingerichtet, damit das Homeoffice sicher ist und Software gemietet, die | die Zusammenarbeit auf Distanz erleichtert. All das gibt es seit Jahren, | manches seit Jahrzehnten. Besser spät als nie, aber echte | Digitalisierung ist anders. | | Gleichzeitig ist sogar in diesen noch etwas zarten | Digitalisierungsbemühungen zumindest bisher zu beobachten: Nach | anfänglichem – durchaus positivem – Aktionismus lässt der Enthusiasmus | nach. Im ersten Lockdown haben die meisten schnell auf Videokonferenzen | umgestellt. Die Lernkurve war zunächst sehr steil, kaum einer hatte sie | vorher so intensiv genutzt. | | Doch wurden bisher oft nur Abläufe digitalisiert, nicht die Prozesse | hinterfragt. So kommt eine Studie der Initiative D21, die Anfang | Dezember veröffentlicht wurde, zu dem Schluss, dass nur 26 Prozent der | Personen, die im Homeoffice arbeiten können, Kollaborationstools für das | gemeinsame Arbeiten in Dokumenten nutzen. | | Stattdessen werden Videokonferenzen optimiert: Es gibt nun besseres | Licht und virtuelle Hintergründe, damit die Kollegen nicht mehr den | Wäscheständer im Arbeitszimmer sehen. Statt gemeinsam zu arbeiten, teilt | man seinen Bildschirm, damit die anderen sehen, woran man allein | gearbeitet hat. Die Lernkurve flacht ab. | | Dabei sind diese Tools eine Möglichkeit, all die kulturwandelnden | Methoden, die in so vielen Unternehmen seit Jahren gepredigt werden, sei | es „lean“ oder „agile“, für Teams oder Tribes, auch tatsächlich im | Alltag umzusetzen. Ein Miro-Board allein bringt zwar noch keinen | Kulturwandel, aber es hilft. | | Dabei muss sich Deutschland bei der Digitalisierung beeilen. Der | Rückstand unseres Landes gerade bei der digitalen Wettbewerbsfähigkeit | wird immer größer. Das mahnte nicht zuletzt Bundeskanzlerin Angela | Merkel (CDU) beim Digital-Gipfel Anfang Dezember an. Die Feststellung | ist nicht neu, darüber diskutieren, manchmal streiten die | Digitalexperten seit Jahren und trotzdem passiert wenig. | | *Skepsis gegenüber Veränderungen* | | Es gibt ohne Frage Vorreiter in der Digitalisierung, Mittelständler, die | ihr gesamtes Geschäft transformieren oder Großkonzerne, die sich für die | digitale Industrie der Zukunft neu aufstellen. Doch das sind | Einzelfälle. Zu viele sind erst am Anfang eines langen Weges. | | Wichtig ist: Hinter großen Entscheidungen, auch in der Wirtschaft, | stecken immer Menschen und die tun sich mit großen Veränderungen | mitunter schwer. Dafür ist unter anderem der sogenannte Status-quo-Bias | verantwortlich, der grob beschrieben aussagt, dass Menschen gern beim | Gewohnten bleiben, selbst wenn die Veränderung einen positiven Effekt | für ihr Leben hätte. | | Der Grund: Sie scheuen Risiken und bleiben lieber beim Status quo. | Dieses Phänomen wurde bereits Ende der 80er von William Samuelson und | Richard Zeckhauser beschrieben. Und offenbar ist der Status quo gerade | in Deutschland bei vielen in den betreffenden Positionen sehr komfortabel. | | Neueren Studien zufolge verstärkt sich dieser Effekt des Status-quo-Bias | noch, je mehr Entscheidungen getroffen werden müssen. Damit könnte die | Digitalisierung mit ihren vielen Möglichkeiten für viele als noch höhere | Hürde gesehen werden. Doch nur weil etwas möglich ist, heißt es nicht, | dass es auch sinnvoll ist. Ein Bäcker muss sich vielleicht nicht mit | VR-Touren durch die Filialen beschäftigen. Ein Autohändler aber | vielleicht schon. Vielleicht muss der Bäcker aber das Wetter besser | vorhersagen, weil die Kunden bei Regen keine Teilchen kaufen wollen. | | In einer Werbeagentur ist es vielleicht wichtig, dass die Menschen dort | arbeiten können, wo sie sich kreativ fühlen. In einem Industriekonzern | ist es auch gut, wenn die Buchhaltung aus dem Homeoffice arbeiten kann, | aber noch viel wichtiger ist die Digitalisierung der Maschinen und der | Produkte, um zum Beispiel flexibel auf Nachfrageveränderungen reagieren | zu können. | | Die wichtigste Frage bei der Digitalisierung ist damit die gleiche wie | sonst auch: die Sinnfrage. Oder anders ausgedrückt: Warum machen wir das | überhaupt? Und mit dieser Frage rückt sofort der Mensch in den | Mittelpunkt – der Schüler, die Einwohnerin, die Kundin. Denn klar ist: | Ein Angebot wird seine Nachfrage finden, wenn es ein Problem löst oder | einen Wunsch erfüllt zu dem Preis, den Menschen bereit sind, dafür zu | bezahlen. Je einfacher und intuitiver, desto besser. | | Und genau da gibt uns die Digitalisierung die Chance, Antworten zu | finden. Mithilfe von mittlerweile teils recht günstiger Technologie, die | Daten sammelt und auswertet – kleine Sensoren und Clouds etwa –, können | Unternehmen viel besser verstehen, was ihre Kunden brauchen oder wollen. | Sie können – wie so oft versprochen – den Menschen tatsächlich in den | Mittelpunkt stellen. Dann können sie klare Ziele definieren und Wege, | wie sie deren Bedürfnisse und Wünsche befriedigen. Dann verliert die | Digitalisierung ihren Sisyphus-Status. | | *Der Markt verändert sich* | | Die Technologie kann und wird dabei helfen, sogar wenn wir nicht konkret | danach suchen. Künstliche Intelligenz kann Zusammenhänge erkennen, die | uns helfen werden zu verstehen. Sie kann zum Beispiel einen Zusammenhang | zwischen Staus auf der Straße und Umsatz sehen, selbst das für den | Ladenbesitzer nicht sichtbar ist. Dafür brauchen wir Daten – sauber | aufbereitet und immer mit der Prämisse, dass die Privatsphäre der | Menschen geschützt ist. Und die können wir bekommen: aus den | Maschinenparks, von den Straßen, aus den Böden, Flüssen, Wäldern, der | Luft, dem Stromnetz, den Flugzeugen, aus den Laboren. | | Diese Antworten werden auch zunehmend eingefordert. Der Markt verändert | sich. Durch die Digitalisierung hat sich auf Kundenseite schon mehr | getan als auf Anbieterseite: Die Menschen sind durch die verfügbaren | Informationen mündiger und gleichzeitig bequemer geworden. Und weil | viele digitale Angebote günstiger sind oder nicht mit Geld, sondern mit | persönlichen Daten abgegolten werden, hat sich auch die | Zahlungsbereitschaft verändert. | | Zunehmend steuert nicht mehr das Angebot den Markt, sondern die | Nachfrage. Deswegen ist es essenziell, diese Nachfrage zu verstehen. | Wenn uns das gelingt, optimieren wir nicht nur den Bestand, sondern | können Neues schaffen. Dann sollte uns auch die Digitalisierung nicht | mehr aufgrund ihrer Möglichkeiten überwältigen. Dann sind wir | resilienter für kommende Krisen. | | All das hat das Jahr 2020 noch nicht mit sich gebracht. Allein die | vielen Fragezeichen bei Unternehmen rund um die europäische | Cloud-Initiative Gaia X zeigt: Viele Unternehmen sehen sie als | Möglichkeit, ihre Daten sicher im europäischen Datenraum zu speichern. | Aber noch nicht als Chance, einen Teil ihrer Daten mit anderen zu | verknüpfen und daraus einen Mehrwert zu kreieren. Nach einem Jahrzehnt | der Diskussion um den Nutzwert von Daten sind wir noch nicht weit genug | gekommen. +--- </hier abknabbern> --- ©<https://www.handelsblatt.com/technik/digitale-revolution/digitale-revolution-der-digitalisierungsschub-durch-corona-ist-ein-mythos/26753354.html?ticket=ST-23934923-ZgT9Wgg6SrfSW0mfQQgS-ap5> M.f.G. -- Diese E-Mail-Adresse wird nur aus nostalgischen Gründen verwendet. Sie wird praktisch nie gelesen. Das MausNet ist nicht tot – es riecht nur etwas komisch... ;-)
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| From | Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> |
|---|---|
| Date | 2021-01-02 11:44 -0800 |
| Message-ID | <a7497e00-8ff9-4a10-8843-95b975bb796fn@googlegroups.com> |
| In reply to | #481717 |
Fidel Sebastián Hunrichse-Lara schrieb am Samstag, 2. Januar 2021 um 17:35:36 UTC+1: > | Neueren Studien zufolge verstärkt sich dieser Effekt des Status-quo-Bias > | noch, je mehr Entscheidungen getroffen werden müssen. Damit könnte die > | Digitalisierung mit ihren vielen Möglichkeiten für viele als noch höhere > | Hürde gesehen werden. Doch nur weil etwas möglich ist, heißt es nicht, > | dass es auch sinnvoll ist. Ein Bäcker muss sich vielleicht nicht mit > | VR-Touren durch die Filialen beschäftigen. Ein Autohändler aber > | vielleicht schon. Vielleicht muss der Bäcker aber das Wetter besser > | vorhersagen, weil die Kunden bei Regen keine Teilchen kaufen wollen. Die Landwirte niutzen das längst. > | In einer Werbeagentur ist es vielleicht wichtig, dass die Menschen dort > | arbeiten können, wo sie sich kreativ fühlen. In einem Industriekonzern > | ist es auch gut, wenn die Buchhaltung aus dem Homeoffice arbeiten kann, > | aber noch viel wichtiger ist die Digitalisierung der Maschinen und der > | Produkte, um zum Beispiel flexibel auf Nachfrageveränderungen reagieren > | zu können. > | > | Die wichtigste Frage bei der Digitalisierung ist damit die gleiche wie > | sonst auch: die Sinnfrage. Oder anders ausgedrückt: Warum machen wir das > | überhaupt? Und mit dieser Frage rückt sofort der Mensch in den > | Mittelpunkt – der Schüler, die Einwohnerin, die Kundin. Denn klar ist: > | Ein Angebot wird seine Nachfrage finden, wenn es ein Problem löst oder > | einen Wunsch erfüllt zu dem Preis, den Menschen bereit sind, dafür zu > | bezahlen. Je einfacher und intuitiver, desto besser. > | > | Und genau da gibt uns die Digitalisierung die Chance, Antworten zu > | finden. Mithilfe von mittlerweile teils recht günstiger Technologie, die > | Daten sammelt und auswertet – kleine Sensoren und Clouds etwa –, können > | Unternehmen viel besser verstehen, was ihre Kunden brauchen oder wollen. > | Sie können – wie so oft versprochen – den Menschen tatsächlich in den > | Mittelpunkt stellen. Dann können sie klare Ziele definieren und Wege, > | wie sie deren Bedürfnisse und Wünsche befriedigen. Dann verliert die > | Digitalisierung ihren Sisyphus-Status. > | > | *Der Markt verändert sich* > | > | Die Technologie kann und wird dabei helfen, sogar wenn wir nicht konkret > | danach suchen. Künstliche Intelligenz kann Zusammenhänge erkennen, die > | uns helfen werden zu verstehen. Sie kann zum Beispiel einen Zusammenhang > | zwischen Staus auf der Straße und Umsatz sehen, selbst das für den > | Ladenbesitzer nicht sichtbar ist. Dafür brauchen wir Daten – sauber > | aufbereitet und immer mit der Prämisse, dass die Privatsphäre der > | Menschen geschützt ist. Und die können wir bekommen: aus den > | Maschinenparks, von den Straßen, aus den Böden, Flüssen, Wäldern, der > | Luft, dem Stromnetz, den Flugzeugen, aus den Laboren. > | > | Diese Antworten werden auch zunehmend eingefordert. Der Markt verändert > | sich. Durch die Digitalisierung hat sich auf Kundenseite schon mehr > | getan als auf Anbieterseite: Die Menschen sind durch die verfügbaren > | Informationen mündiger und gleichzeitig bequemer geworden. Und weil > | viele digitale Angebote günstiger sind oder nicht mit Geld, sondern mit > | persönlichen Daten abgegolten werden, hat sich auch die > | Zahlungsbereitschaft verändert. > +--- </hier abknabbern> --- > > ©<https://www.handelsblatt.com/technik/digitale-revolution/digitale-revolution-der-digitalisierungsschub-durch-corona-ist-ein-mythos/26753354.html?ticket=ST-23934923-ZgT9Wgg6SrfSW0mfQQgS-ap5> Äh, ja. Diese Mündigkeit äußert sich insbesondere in der meist fehlenden Vorstellung über die Daten, mit denen gezahlt wird.
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| From | Ulf Kutzner <Ulf.Kutzner@web.de> |
|---|---|
| Date | 2021-01-07 11:54 -0800 |
| Message-ID | <59a622bd-1b8e-4562-b210-e11f2cdc712cn@googlegroups.com> |
| In reply to | #481611 |
Michael Bode schrieb am Donnerstag, 7. Januar 2021 um 19:16:38 UTC+1: > Wenn du einen Scheißprozess digitalisierst, bekommst du einen digitalen Scheißprozess. Du scheinst es mehrfach passend hinbekommen zu haben.
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